Danke Franco und danke Carl Stück!
Das ist eimal wieder eine Folge, die sich sehen lassen kann, weil verschiedene Elemente großartig funktionieren und vor allem die Action wieder stärker zur Geltung kommt. So stelle ich mir das für die gegenwärtige Cobra vor!
Die Geschichte ist bodenständig und bietet per se nichts Neues, aber das muss sie auch nicht, weil man der Fokus stark auf Vicky und ihrer Familie liegt. Dementsprechend finde ich auch die leicht dunklen Ansätze und die ernsten Momente in dieser Folge für ausreichend. Die antagonistische Ebene wird nur oberflächlich beleuchtet, aber das ist okay. Zumindest wurde versucht, ein Profil aufzubauen.
Die Action darf hier wieder glänzen und ich war von der Action positiv angetan. Die FTL am Abend sieht einfach besser aus als am Tag und der Autobahnbezug wurde ideal eingebaut. Man kann ja Punkte in der Vicky-Ära finden, die man kritisieren kann, was ich auch persönlich nachvollziehen kann, aber die Einbindung der Autobahn ist in dieser Ära verbessert worden.
Pias Kampf in der Wohnung war erste Sahne, genauso wie der Endfight. Man hat in den letzten Jahren und im letzten Jahrzehnt viel im Wald gedreht, aber hier habe ich das Gefühl, dass man den Raum, bezogen auf den Wald, perfekt genutzt hat, um der Erzählung und insbesondere der Action die notwendige Tiefe zu verleihen, weil alle Aketeure gut eingebunden worden sind.
Das Schauspiel aller Beteiligten hat mir gefallen. Hotte und Dieter-Ersatz (meine Bezeichnung für Rohrbach und Bärenfänger) waren in Ordnung, aber sie werden nicht unbedingt benötigt. Schön wäre es, wenn Max und Dana stärker zur Geltung kommen würden und auch im Mittelpunkt der Handlung stehen. Max ist in der Folge aktiv und es funktioniert solide. Die Chefrolle lebt er aber definitiv anders aus.
Der Humor klappt auch gut - Stichwort Semir und seine Unterhose oder der Gag mit der Brille sowie seine einzelnen Kommentare dazwischen.
Sehenswert, gute Unterhaltung und gerne mehr davon, dies ist mein Fazit dazu.
[E384] Meinungen zu "Blutsbande"
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„Blutsbande“ ist in meinen Augen ein solider, routiniert umgesetzter und durchweg gelungener Action-Krimi, der sich auf der emotionalen Ebene auf die Hauptfiguren Vicky und Sandra beschränkt und den Krimi-Plot bewusst mit weniger Tiefe und ohne Thriller Ambitionen erzählt. Dadurch unterscheidet er sich, genau wie schon „Kein Kinderspiel“, recht deutlich von den von mir etwas favorisierten drei Spielfilmen aus 2022.
Seine Stärken hat der Film für mich eindeutig in den Charakterszenen mit den sehr gut verkörperten Reisinger Schwestern sowie - man höre und staune - in den Actionparts, die allesamt mit einer überzeugenden Härte daherkommen.
Vor allem die wirklich überragend aufgenommene Highspeed-Chase von Semir, die mal wieder in der wohl am häufigsten verfilmten Nebenstraße Kölns endet, ist hervorzuheben; die beste seit dem Finale von „Das Team (2)“. Und auch das packende Finale im Wald weiß sehr zu gefallen.
Der dezent und mit leichter Comedynuance erzählte Semir typische Never-give-up-Charakter passt auch sehr gut. Zwar schon „zu alt für die Scheiße“ und doch immer noch mit dem Kopf durch die Wand. Trotz zwei Autoüberschlägen und mit Schusswunde am Oberschenkel macht er sich mit beschlagnahmter MP zu Fuß auf den Weg zur Mafiapatin statt zum Arzt. Toll gefilmte Schlussszene! Und es ist genau der mit Augenzwinker erzählte Semir, wie man ihn kennt und liebt.
Zu den leichten Schwächen zählt die Auflösung des Falls, die leider schon recht früh vorhersehbar ist. Bedauerlich einerseits, andererseits aber eben auch nicht unbedingt anders beabsichtigt.
Ich sehe den Film unterm Strich auf einem Level mit „Kein Kinderspiel“ und habe ihn, joa, doch schon auch vor allem der Nostalgie und Erinnerungen wegen, trotz fehlender Wow-Momente ziemlich genossen. -
"Blutsbande" war ein solider Film. Wie auch schon damals in "Kein Kinderspiel" gab es nichts schlechtes aber auch nichts wirklich herausragendes.
Das ganze war einfach bodenständig und mehr über Vickys Familie zu erfahren ist eine nette Abwechslung. Mich persönlich holen Familiendramen nur leider nie besonders ab.
Action gab es wenig aber dafür sah die richtig gut aus.
Semirs "zu alt für die Scheiße" liebe ich. Das ist der Humor, den wir brauchen. Da schließe ich mich Simons Worten voll und ganz an.
Die Dynamik zwsichen den Charakteren ist ebenfalls gut. Filmerisch ist die Folge zudem durchaus gut gemacht.
Alles in allem hat mir die Folge gefallen. Wie gesagt, nichts ultra umwerfendes, aber definitiv etwas, was man sich in ein paar Jahren noch einmal ansehen kann.
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