Mein Rückblick auf die sechs Filme fällt sehr positiv aus. Dies, obwohl die drei Spielfilme aus 2022 in ihrer Ausrichtung und Machart mehr meinem Geschmack entsprachen. Sie hatten mehr Event-Charakter und waren in gewisser Weise „größer“, gingen noch mehr in die Tiefe und hatten sowohl im Skript als auch in der Umsetzung mehr Action-Thriller Elemente.
Die neuesten Filme haben dagegen weniger Höhen und Tiefen, sind klassischer und haben eine Erzählweise, die dem Konzept des zwar ernsten, aber nicht ganz so schweren Krimis zum abendlichen Entspannen entspricht. Ein Konzept, welches RTL auch mit seinen anderen Krimiformaten seit 2-3 Jahren auf exakt identische und größtenteils erfolgreiche Weise fährt.
Wie ein solches ähnliches Konzept nicht funktioniert, haben damals eine ganze Reihe Folgen mit Daniel Roesner in seinen ersten Staffeln gezeigt. Nichts Halbes und nichts Ganzes, mit dem Ergebnis der Belanglosigkeit und Langeweile. Diesmal aber sind das Ergebnis, trotz stark reduzierter Action, durch die Bank solide und gelungene Filme, mit einem Ausreißer nach oben („Hoffnung“) und einem kleinen Ausreißer in die entgegengesetzte Richtung („Die Jägerin“). Die 4 Filme dazwischen sind für mich alle auf etwa identisch gutem Level.
Ich kann mich nur wiederholen: Angesichts der vorhandenen reduzierten Möglichkeiten hat man hier erneut hervorragende Arbeit geleistet und an nahezu allen Stellen das Bestmögliche daraus gemacht. Schön, dass es die Filme gibt!