[E294] Meinungen: "Tödlicher Profit“

  • Also das Paul ähm, Daniel Kaffee kochen kann, davon konnte ich mich schon persönlich überzeugen. Sehr lecker. Aber nicht nur das, scheinbar kann Paul sehr viele Dinge in sehr kurzer Zeit erledigen, so dass er pünktlich vor der Tür ist, also fast. Und Semir bekommt eine verbeulte Tasse mit den Worten, passt doch? Genial.


    Die Geschichte des Falles war recht interessant und ich fand es auch gut umgesetzt, auch wenn es nicht wirklich mit der Autobahnpolizei zu tun hatte. Dennoch gefiel mir die Unterhaltung. Die Verfolgung die sich Paul und Semir mit Martin, der auf dem Fahrrad flieht, fand ich ganz gut, aber die Sprüche, die Semir da von sich gibt, waren für mich schon zu viel. Es nervte eigentlich nur.


    Das Baby von Susanne ist ja auch schon ziemlich groß, aber sehr goldig und er hat ja sogar schon einen Ersatzpapi. Hartmut macht sich richtig gut als Babysitter und kann den Jungen natürlich auch mit seiner Arbeit scheinbar sehr gut unterhalten. Die Brille stand dem Kleinen. :D


    Lachen musste ich auch als Semir sich das Haus ansehen wollte und Paul sich mit dem ach so aufmerksamen Nachbarn unterhielt. Auf die Bemerkung das Semir sein Partner ist, was der Nachbar natürlich anders interpretierte und dessen Reaktion als Paul Semir auch noch Schatz nannte, klasse gemacht. Trockener Humor, der an den richtigen Stellen kommt.


    Was ich liebe, sind die Ermittlungsarbeiten, die an den Tag gelegt werden. Nicht mal schnell Knall auf Fall und vor allem mit dem erforderlichem Ernst, wie wir es aus den Alex-Folgen schon kennen. Ich muss sagen, dass Martin einem schon echt leidtun konnte, erst wird er von seinem Vater enttäuscht, erkennt, dass er einen Fehler gemacht hat und findet seinen Vater nur sterbend vor und dann muss er feststellen, dass seine Freundin auch ein Spitzel ist, aber von den Russen.


    Absolute klasse der Stunt in der Tiefgarage. Die Kameraeinstellung fand ich wirklich Klasse wie der Wagen dicht an Martin vorbei ging. Wie Semir den Jungen dann am Ende im Arm genommen hat, einfach super. Und auch zum Abschluss, als Andrea das neue Haus mit Semir anschaute musste ich schlucken. So eine Bruchbude, wie es von außen aussieht, aber mal schauen, vielleicht sieht man das Haus ja doch mal in einem fertigen, bewohnbaren Zustand. Nun bin ich nur noch auf die Quoten morgen gespannt.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Die Folge hat wirklich gut begonnen, einen lässigen Spruch zu Beginn von Paul und eine klasse Explosion auf der Autobahn sowie eine gehörige Portion Action am Ende in der Tiefgarage! Und die Ermittlungsarbeit kam auch nicht zu kurz.


    Das Paul Semirs geliebten Dienstwagen fahren durfte, gleicht ja schon fast einem Wunder, aber natürlich lebt auch dieser nicht lange.


    Der Anfang hat auf eine spannendere Folge hoffen lassen, obwohl die Idee eig. ganz gut war, wurde man nicht so von der Handlung mitgerissen.


    Trotzdem gab es neben den Anfangsszenen auch super Momente, wie Elvira schon gesagt hat, dem aufmerksamen Nachbarn bei dem Paul sich einen Scherz erlaubt hat. Nur war das ständige fotografieren und der Wohnungssuche von Semir etwas zu viel.
    Und auch Hartmut, der ultimative Babysitter. :-)


    Super Elemente sind in der Folge enthalten, doch etwas fehlt mir in der Folge, weswegen diese eben doch nicht top ist...

  • Wie ich im Spoilerthread bereits sagte, ich mag diese Folge. Man war ernst, ein bisschen düster, wirklich gute Comedy an den richtigen Stellen. Das einzige was fehlte, war ein bisschen die Härte, was sich auch im Soundtrack (der dennoch ziemlich gut war) bemerkbar machte. Paul macht bislang einen sympathischen Eindruck, wenn auch noch ein bisschen farblos, aber da kommt sicher noch was. ;)
    Die Russenmafia war ziemlich unnötig, trug sie doch zur Handlung nichts außer einem bisschen Action in der Folgenmitte bei. Ansonsten ein bodenständiger Fall mit Ermittlungsarbeit. Die Folgencharaktere waren mal wieder mehr im Vordergrund, was mir ebenfalls zusagte.
    Dass Martins Freundin (ich vergesse irgendwie immer den Namen) am Ende noch überfahren wird und stirbt, hat mich ziemlich überrascht, sagte mir aber dennoch zu. Einfach nochmal ein besonders dramatischer Moment für Martin.


    Bin zufrieden mit der Folge, auch wenn es kein riesiges Wow war. Ich wurde gut unterhalten. Spannung kam nicht richtig auf, aber ein bisschen Emotionalität, Witz und eben die Ermittlungsarbeit reißen es raus. Eine gute, lockere Folge eben. :)

    Vinzenz Kiefer ist war die größte Chance für die Cobra!!

  • Also das Paul ähm, Daniel Kaffee kochen kann, davon konnte ich mich schon persönlich überzeugen. Sehr lecker. Aber nicht nur das, scheinbar kann Paul sehr viele Dinge in sehr kurzer Zeit erledigen, so dass er pünktlich vor der Tür ist, also fast. Und Semir bekommt eine verbeulte Tasse mit den Worten, passt doch? Genial.

    jap, so einen wünscht man sich doch gerne als Nachbar/Partner/Freund....

    Lachen musste ich auch als Semir sich das Haus ansehen wollte und Paul sich mit dem ach so aufmerksamen Nachbarn unterhielt. Auf die Bemerkung das Semir sein Partner ist, was der Nachbar natürlich anders interpretierte und dessen Reaktion als Paul Semir auch noch Schatz nannte, klasse gemacht. Trockener Humor, der an den richtigen Stellen kommt.

    Den Humor, den alle wieder haben wollten!



    So, aber nun zu meiner Meinung:


    Ich fand im ganzen, das die Folge gut war, wenn nicht sogar sehr gut.


    Wie Elvira schon geschrieben hat, der Anfang in "Pauls Wohnung" war doch schon mal was. Semir steht unten und Paul kocht in ruhe Kaffee, duscht, macht Sport und ist trotzdem nur 2 Minuten zu spät....Naja und dann kam ein wenig Humor wegen dem Becher!


    Der Fall war auch mal was anderes, ich meine, so mit Hausbesetzung und so, das es sich nicht nur in der PAST oder auf der Autobahn spielte!


    Im ganzen war alles dabei: Drama, Humor, Gefühl, Action...einfach alles


    9,5 von 10 Punkten gibt`s da von mir

    "...und außerdem Ich kann Blaulicht."



    aus "Drift"

  • Von der bisherigen Staffel hat mir diese Folge bis jetzt am Besten gefallen.


    Die Story war gut erzählt, nicht allzu vorhersehbar und spannend, mit interessanten Wendungen, bis zum Schluss.


    Auch die Action war im Vergleich zu den letzten beiden Folgen nicht zu sehr abgehoben und übertrieben.


    Die Dosierung des Humors war für mich ebenfalls sehr gut. In den richtigen Momenten ein lockerer Spruch oder eine lustige Szene und dann aber auch wieder ernste Ermittlungsarbeit.


    Alles in allem nichts außergewöhnliches aber dennoch eine gute Folge.

  • Also, ich kann mich da cobra fan 88 voll zustimmen.


    Eine nicht zu abgehobene Folge, in der aber dennoch genug von allem war. Semir hatte an diesem Donnerstag einen eher ruhigeren Part.


    Auch hat mir besonders gut gefallen, das man bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht genau wusste, wer der eigentliche Bösewicht war.

  • Die Folge hat mir zwar besser gefallen als die der vorherigen Woche, jedoch habe ich nach wie vor ein Problem mit dem neuen Konzept. Es sagt schon genug aus, wenn mich der Beginn der anschließenden Ben Jäger-Folge ! "Die Nervensäge" direkt mehr anspricht und unterhält als die komplette neue Folge.


    Hier entsteht einfach der Eindruck, man würde sich zu keiner Richtung richtig bekennen wollen und alles auf einmal unter einen Hut bekommen um möglichst viele Geschmäcker zur selben Zeit zufriedenzustellen. Emotionen und Gefühle ja, aber bloß nicht zu viel davon, Komik und Ernsthaftigkeit gemeinsam Hand in Hand, aber von beidem unter keinen Umständen zu viel. Sinnbildlich dafür ist das Ende der Episode, als man die Freundin der Hauptfigur noch mal eben so auf relativ brutale und nicht zum Ton der üblichen Folge passende Darstellung über die Klinge springen lässt, danach noch kurz in wenigen Sekunden die trauernde Episodenhauptrolle zeigt um hinter dem Stichwort "Emotionen" einen Haken zu machen und dann mit einem einzigen Schnitt zur lockeren und komödiantischen Schlusszene um Semir und Andrea wechselt.


    Ein wenig hat sich diese Richtung auch schon in der letzten Staffel mit Vinzenz Kiefer abgezeichnet und auch hier hatte dies schon zur Folge, dass Episoden wie "Space", "Duell in der Wildnis" oder auch "Gestohlenes Leben" dabei herauskamen, die vieles sein wollten, im Endeffekt aber nichts richtig gewesen sind. Direkte Konsequenz wiederum ist Spannungsarmut, kein Drive, Belanglosigkeit und null Gefühl. Dies wird zudem noch gefördert, wie auch gestern in "Tödlicher Profit", durch einen vielfach gesehenen standardmäßigen Verlauf der Handlung ohne jeglichen Tiefgang der Figuren und zu allem Überfluss noch durch eine ästhetische und optische Wertlosigkeit. Vor allem die Darstellung der Action steht nun wieder in keinerlei Zusammenhang mehr mit der Geschichte, ist eine eigene Komponente und einfach nur darauf aus möglichst spektakulär zu sein, ohne irgendeinen minimalen realistischen Anspruch.


    Erneut möchte ich wieder auf die von mir letzte Woche angesprochene Parallele zu "Der Lehrer" eingehen, die ich mir dauernd einbilde. Obwohl ich "Der Lehrer" nebenbei sehr gerne sehe und gerade die in diesem Jahr ausgestrahlte Staffel mir relativ gut gefiel, ist das einfach eine "Gute Laune"- Serie, wo ernste Themen spielerisch und humorvoll auf sehr leichte und fast haarsträubend klischeehafte Weise, für Jugendliche quasi als zusätzliche Erziehungsmaßnahme, verpackt werden. So sympathisch und unterhaltsam die Serie auch ist, der Anspruch ist aber relativ niedrig, auch wenn die Message des jeweiligen Themas immer sehr schön herübergebracht wird.


    Bei der Cobra verhält sich das aktuell ein wenig ähnlich. Die Schurken sind eigentlich richtig richtig böse (immerhin Russenmafia!!), merken tut man davon aber herzlich wenig, da alles komplett seicht und mit Augenzwinker umgesetzt wird. Auch den Soundtrack kritisiere ich hier, auch wenn er allein nach Ansage von RTL genau so entsteht wie er es hier tut. Bei "Die Nervensäge" als Beispiel geht aber wenigstens direkt zu Beginn noch richtig die Post ab, durch eine ganz andere Kameraführung, ein anderer Schnitt und auch durch den (wenn auch von mir oft kritisierten) Vollgas-Soundtrack von Daniel Freundlieb. Da ist der Zuschauer wenigstens "drin" und erhält nicht nur passiv von Allem etwas. Und wenn es denn eine gewisse Härte in der Folge gibt, wird sie unmittelbar darauf wieder schnell entschärft. Die Stimmung und Atmosphäre, die beim Zuschauer rüberkommen soll, erinnert mich einfach immer wieder an den quotenstarken "Lehrer", an dem man sich nun zu inspirieren scheint. Perfektes Beispiel hier auch direkt die Darstellung des aufwachenden Pauls in der Anfangsszene samt des eingespielten Popsongs, die eigentlich genau so gut den Vollmer zeigen könnte, aber so beginne ich doch nicht eine Episode einer Krimi- und Actionserie...


    Einziger Pluspunkt ist für mich daher erneut wieder generell das Spiel von Daniel Roesner, der mich einmal mehr an der Seite von Erdogan Atalay überzeugt hat. An ihm scheitert es meiner Meinung nach definitiv nicht, auch mit seiner Rolle trotz fehlender Ecken und Kanten kann ich sehr gut leben, da er sowohl in ernsten als auch lustigeren Momenten sehr glaubwürdig und sympathisch agiert. Vinzenz Kiefer als Alex Brandt wäre in solch einem Konzept aber wirklich vollkommen fehl am Platz gewesen, auch das ist eine Erkenntnis von mir und aus dieser Sicht zumindest positiv, dass man seine Rolle nicht noch weiter "zurecht geschnitten" hat, als man es im Herbst 2015 schon getan hat.


    Erstmalig habe ich diese Staffel aber auch vorgeschaut und zumindest die nächste Episode macht ein wenig Hoffnung, da hier nur sehr wenig von der hier geschilderten Kritik zu den letzten beiden Episoden zutrifft.

  • Meiner Meinung nach eine sehr gut Folge. Die Mischung zwischen Dramatik und Humor hat meiner Meinung nach gestimmt.
    Ich liebe die Partnerschaft zwischen Semir und Paul. Erinnert schon fast etwas an die Tom Kranich Ära.
    Mit am Besten fand ich die Anfangszene, "Emir" und die Szene in der Hütte.

  • Im Vergleich zur letzten Woche wieder eine klare Steigerung, hätte mich auch enttäuscht, wenn dem nicht so gewesen wäre.


    Mich hat die Folge relativ gut unterhalten, besonders der starke Anfang hat mich direkt mitgerissen, meine Befürchtungen Richtung Drehbuch (Marc Hillefeld) trafen nicht zu.


    Das Thema Hausbesetzer ist bei der Cobra ziemlich unverbraucht. Eine ähnliche Atmosphäre haben bisher viele Folgen gezaubert, aber das bleibt selbstredend bei knapp 300 Folgen nicht aus.


    Warum man aber die mittlerweile 200. Chance nicht nutzt, dass mal einer abdrückt (Ende) und sich nicht von Semir bequatschen lässt, ist mir weiterhin ein Rätsel. Dass Martins Freundin es in einem Parkhaus (!) nicht schafft, zur Seite zu hüpfen, ist leider lächerlich. Ich konnte ihre Entscheidung, sich als Spitzel zur Verfügung zu stellen, aber fast gut nachvollziehen...


    Ich persönlich hätte die Folge wohl mit "Ein tragischer Held" betitelt. Martin bekam hier quasi nichts auf die Reihe. Weder flüchten, noch rächen, noch verhindern, dass sein Vater stirbt. Klarer Fall von Selbstüberschätzung ;)


    Humortechnisch ist man auf einem guten Level, man ist düster, aber nicht zu sehr, und bringt gute Komik an den richtigen Stellen ein. Wirkte man diesbezüglich in "Treibjagd" noch ein wenig unsicher - von allem ein bisschen - findet man in "Tödlicher Profit" ein sehr gesundes Maß.


    Die Story an sich war nicht zu kompliziert, aber auch nicht zu einfach gestrickt. Mit 60 Minuten Laufzeit hätte man vielleicht auch noch Zeit gehabt, die Hausbesetzer-Crew näher zu beleuchten.


    Kritik gibt es von mir vor allem für die Szenen mit dem Baby. Warum geht Susanne nicht in die Babypause? Und dann gibt sie ihr Kind allen Ernstes in die KTU, wo es stets und ständig kracht und der Lärmpegel oft groß ist? Das ist eine dieser Szenarien auf dem Niveau der Kofferraum-Szene aus "Treibjagd". Völlig sinnlos und auch keineswegs lustig. So viel, wie der Kleine schon mitmachen musste (Im Bauch und danach) würde es mich gar nicht wundern, wenn man uns in Folge 315 präsentiert, dass das Kind doch mal Schaden von Hitze, Tritten, Lärm und Explosionen genommen hat.


    Schauspielerisch bewegen sich die meisten Leute auf einem guten Niveau. Dass man Paul noch immer nicht das kleinste bisschen Hintergrundstory andichtet, enttäuscht dann doch. Man weiß trotz "Treibjagd" irgendwie noch nicht wirklich was über ihn. Ich erwarte um Gottes Willen nichts, was in Alex' Richtung ging, aber über Ben wussten wir nach seiner dritten Folge schon wesentlich mehr.


    Der hier aufgetauchte Vergleich mit der Nervensäge ist schwierig, denn diese gehört zu meinen absoluten Top 10 in der Ben-Ära ;)


    Vielleicht habe ich auch was verpasst, dann möge mich bitte jemand aufklären, aber wieso ist Erdogan Atalay jetzt schon mehrmals "Consulting Producer" gewesen?


    Fazit: Je nach dem, wie schwer man einzelne Kritikpunkte wiegt, gibt es so um die 8,5 Punkte für Folge 294. Von "Zahltag" verspreche ich mir nochmal eine Steigerung. Bis nächste Woche, Frau Schrankwand, äh, mann.

  • Ich kann Simon da nur zustimmen. RTL und den Drehbüchern fehlt hier einfach das Konzept, wie man es jetzt machen will. Ohne Leitfaden, ohne Hintergrundstory, da ist nichts mehr. Könnte genauso gut 'ne Soap sein. Bisschen Familie, ein "Polizeifall" immer mit Augenzwinkern, aber keine Tiefe o. ä.
    Gut, es sind auch mal (wie nächste Woche gut zu sehen) an der richtigen Stelle "härtere" Töne da, aber viel zu schnell wird hier wieder das Komödiantische eingesetzt.
    Nach der Endszene vom Tod der Freundin zeigt man die x-fache Geschichte um Semir's (3. oder 4.) Umzug. Schade das es da keine andere Geschichte zu erzählen gibt.
    Ansonsten ist an dieser Stelle genug gesagt worden.


    @Eye Weil er zur Jubiläumsstaffel jetzt endlich mal als langjähriger Berater hinzugezogen wurde. :D

  • Ich kann Simon auch nur zustimmen.


    Für mich geht das Niveau der Serie langsam, spürbar aber stetig bergab. Ich hab mir zwar, in der Beck-Ära, wieder bodenständigere Fälle gewünscht, weniger Atombomben und Weltenrettung, was man ja auch in den ersten 2 Kiefer-Staffeln sehr gut hinbekommen hat. Allerdings fehlt ohne die horizontale Erzählweise die Spannung, der Drive, die Sucht die nächste Folge zu sehen. Und mit Hintergrundstory meine ich nicht, ob Semir und Andrea nun ein Haus kaufen...


    In Zeiten von Streaming-Serien, wo eine Handlung über 10-14 Folgen abgehandelt wird, ist so eine Erzählweise wie die Cobra sie momentan zeigt, nicht mehr gefragt. Man muss ja nicht einen Fall über die komplette Staffel zeigen, aber zumindest eine ernsthafte, spannende Background-Story MUSS heutzutage in jeder Serie sein.


    Dazu hat man zur Zeit nicht mal spektakuläre Fälle zu bieten. Schön, dass die beiden mal ermitteln und nicht von Schießerei zu Schießerei eilen, und ja, es ist schwierig nach 300 Folgen noch ne Story zu haben, die es noch nicht gab. Aber der Plot plätscherte vor sich hin, es war alles schon mal da, und bis auf den Jungen waren das alles Standardfiguren, bei denen man sofort wusste, wo man wen einsortieren sollte.


    Und nach wie vor bin ich mit der Figur Renner keinesfalls glücklich, und das liegt nicht an Roesner, sondern am Drehbuch bzw seiner Charakterzeichung. Keine Ecken, keine Kanten, kein Reiz der Figur zu zu sehen, wie sie agiert, warum sie agiert. Er ist einfach da, er ist gut drauf, lustig und ein netter Typ, das wars. In einem Bericht zu "Auferstehung" stand mal, dass man bei Cobra scheinbar nicht will, dass es ein zweiten starken Charakter neben Semir gibt, weshalb man André nicht dauerhaft einbauen will. Den Eindruck habe ich ebenfalls. Den mit Brandt hatte man einen solchen starken Charakter, der vor allem in den ersten Staffeln Semir oftmals in der Story die Show gestohlen hat. Evtl auch ein Grund, warum Kiefer gehen musste. Jetzt ist Semir momentan wieder der Star, auf den alle sehen, während Renner schmückendes Beiwerk, und nicht mehr ist.


    Schwache Folge, schwache Story, ein weiterhin farbloser Kommissar Renner ... nur über den guten Humor konnte man lachen.


    3,5/10

    Wenn Engel hassen

    Stürzen sie wie Steine aus dem Himmelszelt

    Wenn Engel hassen

    Fliegen sie als dunkle Vögel in die Welt

    Wenn Engel hassen

    Landen sie als schwarzer Schatten der uns quält

    Und nehmen Rache an den Menschen, die gefallen sind

    Wie sie.


    Subway to Sally - Wenn Engel hassen


    <3

  • Das war nicht das interessanteste Thema und der spannendste Fall, aber ich fand die Folge okay. Was vor allem daran liegt, dass ich das Zusammenspiel von Semir und Paul sehr mag. Also ich habe Paul sofort in mein kleines Herzchen geschlossen und ich brauche da keine große Hintergrundstory. Das fand ich ein Mal bei Alex okay, aber es kann schließlich nicht jeder mit so einer Vergangenheit aufwarten. Das wäre unglaubwürdig. Und ich finde schon, dass wir schon einiges über Paul erfahren haben, mit dem kranken Vater und wie er so wohnt. Nach drei Folgen wussten wir von Ben doch auch noch nicht mehr.
    Außerdem mochte ich den Humor wieder sehr. "Mord ist keine Lösung, Schatz." :thumbsup:
    Der Schluss hat mir noch besonders gefallen. Hier fand ich es gut, dass Gruber junior nicht abgedrückt hat und die Szene mit Semir dann, fand ich sehr emotional und überzeugend.
    Im Gegensatz zur Sterbeszene von Vater Gruber. Das war wenig emotional und ziemlich kitschig gemacht.
    Ja, ein bisschen bessere Geschichten, dann wäre ich ziemlich zufrieden. :thumbup:

  • Ich habe auch gemischte Gefühle, wenn ich mir die neuen Folgen angucke. Einerseits mochte ich die dunklen und tiefgründigen Fälle mit Alex Brandt, auf der anderen Seite mag ich aber auch die humorvolle Leichtigkeit, wie die seinerzeit bereits bei André Fux und René Steinke angewendet wurde. Dennoch unterscheiden sich die Folgen darin, dass damals noch kleine Spitzen in den Episoden zu finden waren, die nach meiner Meinung nicht unbedingt aufgesetzt gewirkt haben. In jeder einzelnen Episode hat man letztlich immer kleine Details zu den Figuren erfahren, die zu den Handlungen gepasst haben.


    Auch wirken für mich aktuell die Stunts teilweise überdimensioniert, auch wenn die sicherlich schön anzusehen sind. Das Herz klopft und freut sich, aber der Kopf wünscht sich doch einen anderen Stunt, der die Handlung einfach abrundet und auch in das Geschehen hinein passt.


    Hinsichtlich der Figur Paul Renner kann ich sagen, dass mir ebenfalls das Zusammenspiel gefällt, aber ich mir ebenfalls mehr Ecken und Kanten wünschen würde, die teilweise auch einfach mehr Konfliktpotenzial in der Partnerschaft bieten - hier ist mir das aktuell einfach zu harmonisch. Ich habe die Hoffnung, dass hier noch die eine oder andere Spitze kommt - die Sprüche gehen auf alle Fälle wieder in die richtige Richtung, aber könnten teilweise noch "spitzer" zueinander sein.

  • „Tödlicher Profit“ war für mich leider wieder nur Mittelmaß, nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gut. Ich möchte wieder mal einen dunkleren Thriller sehen.


    Wir erfahren mehr über Paul, wie er lebt, dass er Kaffee kocht und trinkt (sehr sympathisch), sein Surfbrett in der Wohnung aufbewahrt. Der blonde Sunny-Boy schlechthin – bin gespannt, ob sich irgendwann eine dunkle Ecke seines Wesens auftut.
    Die Story war bodenständig, eine Jagd mit anschließendem Mord auf der Autobahn, ein Ausflug in die Hausbesetzer-Szene und die Büros der Immobilien-Haie, gespickt mit einer Vater-Sohn- und einer Freund-Freundin-Geschichte. Was allerdings die Russen-Mafia da zu suchen hatte, hat sich mir nicht erschlossen. Deutsche Immobilienhaie sind alleine auch schon schlimm genug.


    An den Stunts habe ich nichts zu meckern, die Explosion auf der Autobahn zu Beginn, die Schießerei in der Kiesgrube und schließlich der Showdown in der Tiefgarage mit toller Body-Action. Dass der Junge am Ende nicht abdrückt, war doch klar, dieses „der ist es doch nicht wert“ gehört doch zum Konzept der Serie. Semir hat noch jeden davon abgebracht, jemanden zu erschießen.


    Susannes Kind wächst zwischen PAST und KTU auf, ich bin ja immer noch der Meinung, die sollte sich ihren Job mit Andrea teilen, dann hätte sie die perfekte Babysitterin für einen halben Tag. Aber Hartmut macht seine Sache auch nicht schlecht.


    Der Humor war zum größten Teil gut platziert. Der Dialog zwischen Paul und dem Nachbarn des Besichtigungsobjekts gefiel mir, von der Fotografiererei einmal abgesehen, auch die Verfolgung des Radfahrers („Immer dieses Gerenne!“) war amüsant. Und die Schlussszene mit Andrea kam zwar etwas abrupt, ich musste allerdings schon schmunzeln, wie Semir ständig versucht, die Nachteile der Lage und den Zustand des Hauses zu rechtfertigen und Andrea dann ganz anders reagiert als erwartet. Ich bin gespannt, ob sie wirklich dort einziehen werden, oder die Produzenten ein Objekt gesucht haben, dem sie dann in der Serie noch den letzten Rest geben können. Denn irgendwie kann ich mir Semir und Andrea nicht so wirklich auf dem Land vorstellen. Und selbst renovieren? Da sag ich jetzt mal gar nichts zu.


    Unterm Strich eine nette Abendunterhaltung, aber mehr auch nicht.

    "Ich will mit Alex arbeiten - oder gar nicht!"

  • @Yon
    Ich glaube schon, dass sie dort einziehen. Für die Folge "Kriegsbeute" wurde erneut in/an diesem Haus gedreht, als Semir Jamila und seine Tochter in seinem Haus unterbringt. Die Dreharbeiten dafür fanden am 7. Januar in Hambach statt. In einem Interview mit Aachener Zeitung erklärte Dirk Seibert, dass die Crew in Zukunft öfters in Hambach sein wird. Außerdem wohnt Katrin Heß in Hambach, sie hatte allerdings Urlaub, als dir Dreharbeiten stattfanden.

    Edited once, last by Goge7 ().

  • Die Artikel sind mir auch bekannt und auch die Inhaltsangaben der nächsten Folgen, aber noch ist die Staffel nicht zuende.

    "Ich will mit Alex arbeiten - oder gar nicht!"

  • "Tödlicher Profit" ist sicherlich keine schlechte Folge, aber bewegt sich genauso wie "Treibjagd" auf einen soliden Niveau.


    Die Story ist ganz okay, aber hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen. Die Russenmafia war überhaupt fehl am Platz.
    Kommen wir zu den Schauspielern: Einfach nur irgendwas in meinen Augen. Da stirbt sein Vater und die Drama-Szene ist einfach nur traurig, nicht weil sie so gut ist, nein: Weil sie einfach so schwach dargestellt wurde und man sich hier einfach nichts getraut hat. Wenn man schon versucht eine professionelle Drama-Szene zu machen, dann soll man das auch tun und nicht einen Versuch wagen als ob man hier zum ersten Mal Regie führt, also hier geht meine Kritik eindeutig an Ralph Polinski.


    Der Soundtrack war nicht schlecht, aber da fehlt auch etwas an Härte, wie ich finde. Er hat mich einfach in manchen Szenen nicht gepackt, ich habe nicht mitgefühlt oder sonst was.


    Die positiven Argumente sind selbstverständlich die aktive Ermittlungsarbeit oder gar die Comedy. Ich finde, dass diese recht passend war und hat nicht wirklich gestört.
    Ein bisschen überrascht war ich auch am Ende als die Freundin von Martin sich als Spitzel ent­pup­pt. Ihr Grund war wenigstens nachvollziehbar und umso interessanter war es dann als diese dann gestorben ist. Fand ich persönlich auch nicht so schlecht, da man versucht hat wenigstens etwas an Härte in dieser Folge zu zeigen, da der Rest eher so daher schwimmt.


    Der Anfang mit Paul war dafür ganz gut und auch ein netter Einstieg in die Folge und davon kann man ruhig noch mehr zeigen. Die Action fand ich auch okay, der Anfangsstunt war zwar fern von jeglicher Realität, aber schön anzusehen. Auch der Fight am Ende war noch recht gut, denn da hat auch noch alles gepasst.


    Insgesamt bleibt für "Tödlicher Profit" auch nur ganze 8 von 10 Punkte über, da sie ganz okay war, aber mich einfach Dinge stören, die man hätte vermeiden können.

    "Mit Alex Brandt werden wir die Cobra ein weiteres Mal neu definieren - Alex Brandt ist ein toller Charakter mit Ecken und Kanten".

  • Eigentlich kann ich das Gleiche schreiben, wie letzte Woch zu "Treibjagd". Ich fand die Folge auch durchschnittlich, ein wenig besser, als die Letzte, aber mitgerissen hat sie mich wieder nicht. Für mich ist Spannung mit am Wichtigsten und die hat hier fast komplett gefehlt. Keine Überraschungen, alles war sehr vorhersehbar, bis auf die Freundin, die dann ebenfalls als Maulwurf fungierte.Tja, wenn jetzt der Junge zum Schluss doch abgedrückt hätte, das wäre doch mal was. Aber dann hätte man die Sterbeszene mit seinem Vater dramatischer, emotionaler gestalten sollen, um ihm das abzunehmen,dass er vor Trauer ,Wut und Rache den Kerl erschiesst. Trotzdem fand ich "Tödlicher Profit" jetzt nicht langweilig, da die Action und der Humor es wieder herausgerissen haben. Da kann man nicht meckern, der Humor hat mir gut gefallen und die Action und Bodystunts sind wie immer klasse. Daniel spielt wirklich gut und Erdogan sowieso. Die Beiden harmonieren wirklich gut miteinander.


    Aber die Alex Folgen haben mir mehr zugesagt. Man hat schon der nächsten Folge entgegengefiebert, eben weil es einen Handlungsstrang gab und viel Geheimnisse um Alex. Und die Folgen haben Eindruck bei mir hinterlassen, was hier in der neuen Staffel noch nicht passiert ist. Ich habe mich zwar unterhalten gefühlt, aber das war es auch.


    Note "gut".


    Ist jemandem aufgefallen, dass sich die Leiche vom Motorradfahrer von einer zur anderen Einstellung, um mindestens 3 Meter nach rechts bewegt hat. :D Die passen immer so auf bei den Komparsendrehs, da darf nicht mal der Knopf von der Jacke in der nächsten Aufnahme offen sein, wenn er vorher zu war, aber hier machen sie solche Dinger.

    Am Ende gibt es nur zwei Möglichkeiten, aufgeben oder weitermachen.

  • Am Anfang gab es eine Szene, als Paul Semir's BMW auf der Autobahn fuhr: Man zeigte den BMW von außen (von vorne rechts, im Hintergrund der Wall der Filmautobahn). ACHTUNG! Diese Szene ist "kopiert" aus der Folge "Jung, weiblich, hochexplosiv", weil man im Hintergrund einen heranfahrenden weißen Van sehen kann, der gleiche wie am Anfang von Jung, weiblich, hochexplosiv. Das fand ich sehr schlecht gemacht, weil das sehr leicht zu sehen war, dass diese Außenszene aus der genannten Folge stammt. :(

  • Das ist mir auch aufgefallen und konnte auch sofort die Staffel der Szene einordnen, bei der Folge habe ich mich dann offenbar vertan - dachte es wäre die Akte Stiller ;)

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