Herbst 2015: Beste Folge und Staffelfazit

  • Welche Folge der Herbststaffel 2015 war am besten? 18

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    Dann begeben wir uns mal ein letztes Mal auf die Suche nach der besten Folge einer Staffel mit Vinzenz Kiefer. Das Ergebnis könnte dieses Mal recht interessant und unvorhersehbar sein, schließlich gab es bei vielen Folgen komplett entgegen gesetzte Meinungen.


    Mein Review zur Staffel folgt in den nächsten Tagen, abgestimmt habe ich für "Vendetta".

  • Gestern war es wieder einmal soweit - Eine weitere Staffel ging zu Ende und zugleich die letzte mit Vinzenz Kiefer. Nun stellt man sich wieder die Frage: Welche ist die beste Folge der Herbststaffel 2015? Meine Reihenfolge sieht ganz klar so aus:



    1. Tausend Tode
    2. Vendetta
    3. Windspiel
    4. Gestohlenes Leben
    5. Die Kämpferin
    6. Blutgeld
    7. Lockdown
    8. Space
    9. Duell in der Wildnis


    "Tausend Tode" ist einer meiner neuen Lieblingsepisoden mit Alex Brandt, da sie einfach alles erfüllt: Autobahnbezug, spannender Fall, hervorragende Musik von Nik und Jaro und eine geile Atmosphäre. "Vendetta" ist das nächste Highlight in dieser Staffel und kann nach Lust und Laune mal mit "Tausend Tode" tauschen.


    Windspiel" ist für mich eine gute Folge und minimal einen Tick besser als "Gestohlenes Leben". Zwischen "Die Kämpferin" und "Blutgeld" tat ich mir sehr schwer zu entscheiden, welche besser ist. Letztendlich hat "Die Kämpferin" es doch auf Platz 5 geschafft. Schade eigentlich, denn die Story rund um Sander etc hätte eigentlich auf Platz 1 landen sollen (oder zumindest weiter oben) . Zu den restlichen Folgen sei noch folgendes gesagt: "Lockdown" ist noch ganz solide, während "Space und "Duell in der Wildnis" einfach nicht wirklich toll sind. "Space" hat einfach einen 0815 Fall mit guter Umsetzung während ich bei "Duell in der Wildnis" eigentlich nur den Kopf schütteln kann, was vor allem an den Wald-Plot liegt und teilweise zu stark eingebauter Comedy.


    Was in der letzten Staffel so stark kritisiert wurde ist in dieser Staffel endlich wieder stärker miteingebaut: Richtig! Es ist die Autobahn, die man wieder einmal sehen darf. Ich hoffe, dass man das für die Zukunft beibehält.


    Zu kritisieren gibt es aus meiner Sicht dieses Mal ein bisschen mehr (zumindest aus meiner Sicht):


    1) Bitte hört auf andauernd Semir's Familie in Gefahr zu bringen, das zerstört irgendwie die Glaubwürdigkeit des Handlungsstrangs, welcher im Herbst 2013 begonnen wurde. Für mich erzeugt das nicht mehr wirklich soviel Spannung, da eh jederman weiß, dass sie überleben werden.


    2) Die Geschichte rund um Sander und Isabel wurde zu schnell abgehackt. Ich hätte mir gewünscht, dass man das so gegen Ende der Staffel auflöst und sich da viel Zeit nimmt, also sprich quasi eine Parallelhandlung zum eigentlichen Fall der Woche.


    3) Die Figur Dana endlich mal "blühen" lassen, derweil stört mich die aktuelle Charakterzeichnung mehr. (normalerweise würde da ja Kim Krüger stehen, aber die ist mittlerweile besser geworden)


    Zur Comedy sei noch gesagt: Es ist okay, wenn man versucht hat einen Übergang zum Frühjahr zu schaffen, aber so richtig passten EINIGE Comedy-Elemente nicht in die Alex Brandt-Ära. Ich rede hier vor allem von "Duell in der Wildnis". Ich bin mir sicher, dass Folgen wie "Blutgeld" oder "Gestohlenes Leben" von der Machart wesentlich härter hätten sein können, wenn man es zugelassen hätte, denn Potenzial hatten sie ja. Letztendlich ist die Comedy für mich nicht wirklich so ein Kritikpunkt, aber das kann sich in der nächsten Staffel ganz schnell ändern.


    Insgesamt eine abwechslungsreiche aber auch schwache Staffel, aus der man wesentlich mehr hätte herausholen können. Ich hoffe trotzdem, dass man mit Daniel auch so starke Folgen produzieren wird wie mit Vinzenz. Es muss nicht so hart sein wie "Angst" oder "Tag der Abrechnung", aber so etwas wie "Tausend Tode" oder gar von der Machart ein "Freunde fürs Leben" 2.0 sollte möglich sein.
    Insgesamt ist das ein ziemlich hartes Cobra 11-Jahr gewesen und an dieser Staffel sei noch gesagt:


    Danke Vinzenz für einen genialen Alex Brandt - Eine andere Person hätte das niemals so gut hinbekommen. Ebenso loben muss man Matthias Hermann und Susan Hoecke, die die Cobra noch einmal zum Besseren verholfen haben mit einem geilen Handlungsstrang.



    Jetzt dürfen wir uns auf Leichtigkeit, Humor und einen neuen Partner "freuen"....

    "Mit Alex Brandt werden wir die Cobra ein weiteres Mal neu definieren - Alex Brandt ist ein toller Charakter mit Ecken und Kanten".

  • Also ich habe mich auch für Vendetta entschieden. Was aber auch daran liegt, dass ich bekennender Semirfan bin. Vinzenz hat neuen Wind bei der cobra reingebracht und ich finde es nach wie vor sehr schade, dass diese Wende nun vorbei ist. Ich muss auch Rare zustimmen. Das immer wieder Semirs Familie in die Verbrechen mit reingezogen werden, ist so langsam nervig. Man weiß doch wie Semir reagiert, wenn es um seine Kinder oder um Andrea geht.


    Also meine Reihenfolge für diese Staffel:


    1. Vendetta
    2. Tausend Tode
    3. Gestohlenes Leben
    4. Windspiel
    5. Blutgeld
    6. Die Kämpferin
    7. Lockdown
    8. Duell in der Wildnis
    9. Space

    _______________________________
    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • 1. Windspiel
    2. Vendetta
    3 Die Kämpferin
    4. Duell in der Wildnis
    5. Gestohlenes Leben
    6. Lockdown
    7. Tausend Tode
    8. Blutgeld
    9. Space


    spitzen Staffel.....

    "...und außerdem Ich kann Blaulicht."



    aus "Drift"

  • 1. Vendetta
    2. Lockdown
    3. Die Kämpferin
    4. Tausend Tode
    5. Duell in der Wildnis
    6. Blutgeld
    7. Space
    8. Windspiel
    9. Gestohlenes Leben


    Für mich war Vendetta mit Abstand die beste Folge der Staffel, insgesamt fand ich die Staffel auch ganz gut, allerdings bin ich persönlich der Meinung, dass das Ende nicht gelungen ist. Für mich hatte dieses nichts besonderes an sich und Alex hätte ein Ende verdient, mit dem er in Erinnerung bleibt, denn er war ein sehr besonderer Charakter. Wegen der letzten Folge bleibt mir die Staffel wohl weniger gut im Kopf, als sie war.

  • Meine Reihenfolge lautet:


    1. Tausend Tode
    2. Blutgeld und Vendetta
    4. Gestohlenes Leben
    5. Lockdown
    6. Windspiel
    7. Die Kämpferin
    8. Duell in der Wildnis
    9. Space


    Insgesamt war ich mit der Staffel sehr zufrieden. Obwohl ich ein Fan des Psychothrills bin und ernste, spannende Folgen den leichten, lustigen bevorzuge, fand ich den Humor nur selten völlig fehl am Platz. Vinzenz hat in dieser Staffel bewiesen, dass er auch humorvolle Szenen spielen kann und hätte sicher auch der von RTL angestrebten neuen Richtung folgen können. Aber daran ist ja nun nichts mehr zu ändern, ich hätte mir nur ein passenderes Ende der Rolle Alex Brandt gewünscht.

    "Ich will mit Alex arbeiten - oder gar nicht!"

  • So, das war also die letzte Staffel von Alex Brandt. Vorweg muss ich sagen, dass die Staffel eine gute war, unter den Staffeln der "neuen" Ära, wo ich die letzte Ben-Staffel mal mitzähle, ist es allerdings die schlechteste! Abgestimmt habe ich für Blutgeld, die für mich ein persönliches Highlight darstellte, meine Platzierung wird jedoch etwas anders ausfallen.


    Platz 1: "Vendetta"
    Die Staffel eröffnet mit einem wunderbaren, starken Piloten. Die Action nimmt einen großen Teil des Films ein, ohne dass die Handlung jedoch darunter leiden muss. Die Charakterzeichnung gefällt mir hier gut, selbst für Nebenfiguren wie Boschko oder Dejana bleibt genügend Raum, ihre Motive und Beweggründe zu beleuchten. Die Team-Arbeit zwischen Semir und Alex ist super, Alex hat sich (spätestens) in diesem Pilotfilm zum besten Partner, meiner Meinung nach, hochgeschwungen. Die Bedrohung durch den Berisha-Clan war allgegenwärtig und glaubhaft. Schön, dass man hier am Ende den Vater Semir verschonen lässt, das verleiht der Folge tiefe. Vendetta kommt mit einer guten Härte, Emotionen und Humor an den richtigen Stellen her, hat kaum Kritikpunkte und ist daher (objektiv gesehen) Platz 1.


    Platz 2: "Blutgeld"
    Ich habe dem Showdown gegen Thomas Sander seit dem Staffelfinale im Frühjahr entgegengefiebert und muss sagen, die Folge ist einfach gelungen. Mathias Herrmann überzeugt auf ganzer Linie, wie schon in der Frühjahrsstaffel, zeigt aber auch die verletzliche Seite seiner Figur, als er versucht Kim zu töten und dabei zunächst die Fassung verliert. Am Ende der Folge wird der Wahnsinn, der letztlich mit Sander verbunden bleibt, sowie die Skrupellosigkeit, selbst über Leichen zu gehen, immer deutlicher, untermalt mit vielen bereits bekannten Action-Tracks von Jaro Messerschmidt, Nik Reich und Frederik Wiedmann, einfach grandios für ein Finale der Storyline. Kritikpunkte finden sich am Anfang und am Ende der Folge: Der Einsstieg wirkt, als hätte man etwas verpasst, das Happy-End erzwungen. Dennoch ist "Blutgeld" eine tolle Sander-Folge mit der nötigen Härte, auch wenn sie leider schon zu früh in der Staffel platziert wurde.


    Platz 3: "Tausend Tode"
    Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Gute Story mit viel Autobahnbezug, ernst, Härte, Emotionen, tolle Action (Mittelstunt). Das Ende wirkte nicht aufgesetzt. Eigentlich im Gesamtpaket besser umgesetzt als "Blutgeld", allerdings ohne Sander.


    Platz 4: "Die Kämpferin"
    Solide Folge,die im Frühjahr eher als leichte Folge durchgegangen wäre. Der Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Humor wurde hier gut gefunden, der Humor war zudem ziemlich lustig und machte Spaß. Emotionen kamen nicht zu kurz und Düsternis war in gutem Maße vorhanden, mehr hätte es auch nicht gebraucht. Hervorzuheben ist der Auftritt jedes PAST-Mitglieds, inklusive Krüger, selbst wenn diese nur am Ende zu sehen ist. Eine Episodenfigur ist mal wieder im Vordergrund, auch das gefällt mir, nämlich ein Stilmittel der "klassischen" Folgen, auf das viel zu selten zurückgegriffen wird. Die Action war phänomenal, besonders die Alex-Explosion am Ende.


    Platz 5: "Gestohlenes Leben"
    Eigentlich auf einem ähnlichen Level wie Platz 4, doch hier gibt es einen Kritikpunkt, nämlich die sehr unreife Darstellung von Dana, als die Autos am Anfang crashen und sie eben das "cool" nennt (das Filmen kritisiere ich nicht mal, ist durchaus realistisch). Schön, dass Jenny gleich zwei Folgen hat, in denen sie im Vordergrund steht. Der Fall an sich, das Hacken, war nichts neues, die Umsetzung jedoch schon, was mir gefiel. Düsternis und Humor waren an den richtigen Stellen verteilt. Katrin Heß überzeugt voll und ganz. Dass man hier einen der Komissare gestrichen hat, macht Sinn, da so der verbleibende ruhigere Momente zwischen diesem und Jenny kreieren konnte. Dass die Wahl hier auf Semir fiel, macht Sinn, denn weiter in eine Love-Story zwischen Alex und Jenny zu investieren, wäre, angesichts des baldigen Ausstiegs, verlorene Mühe gewesen. Die Folge überzeugt, hätte beim abschließenden Gespräch zwischen Jenny und ihrer ehemaligen Ausbilderin dennoch düsterer und emotionaler sein dürfen, wirkte minimal ausgebremst und bleibt daher hinter Polinkis "Wo ist Semir?" zurück. Musikalisch Freundliebs beste Folge in dieser Staffel.


    Platz 6: "Lockdown"
    Warum man Sander in einer Folge verabschiedet, in der er dann nicht im Mittelpunkt des Falls steht, nämlich dem Gefangenenaufstand, ist mir unklar. Musikalisch knüpft Daniel Freundlieb in keinster Weise an bekannten Themen an, was ich mir gerade für den "Höhepunkt" der besten Cobra 11-Story aller Zeiten wirklich gewünscht hätte (der Track in Sanders Todesszene ist dennoch wirklich toll und entschädigt für das, meiner Meinung nach, nervende Gefängnishof-Thema). Die Folge an sich war gut, an manchen Stellen überzogen, etwa wie einfach die Häftlinge an Waffen kommen. Das eigentliche Sander-Finale ist eigentlich "Blutgeld", dies eine Erweiterung, Mathias Herrmann dennoch überzeugend. Ich hätte hier eine reine Sander-Story bevorzugt, auch wenn das vielleicht auf eine Gericht-Zeugen-Killer-Story wie in "Auf eigene Faust" hinausgelaufen wäre (lustig da war es nicht Thomas Sander, sondern Sander Kalvus ).


    Platz 7: "Space"
    Eine überraschend gute Folge. Eine der schwächeren Folgen der Alex-Ära, aber besser als das, was ich angesichts des Titels erwartet hätte. Die Story war einfach ein Standard-Aufbau, nichts besonderes eben. Man hatte den nötigen Ernst, Humor an den richtigen Stellen (sogar sehr lustig). Dass man auf übermäßige Düsternis verzichtet hat, war ok, immerhin ging es nicht um einen persönlichen Fall des Teams. Emotionen waren vorhanden, doch genau hier wäre einfach deutlich mehr gegangen, das wirkte so, als hätte man sich einfach nicht mehr getraut.


    Platz 8: "Windspiel"
    Als normale Folge in Ordnung, als Ausstieg für Alex jedoch ziemlich schade, ist der Ausstiegsgrund am Ende der Folge doch unglaubwürdig. Ein Anruf bei Sandra Eckert von der RTL-Serie "Vermisst" und Alex findet seine Mutter ganz schnell wieder. Selbst wenn er auf eigene Faust nach ihr sucht, so dauert das höchstens Wochen oder Monate und er könnte schnell wiederkommen, also nichts wofür man seinen sicheren Job in einem Team kündigt, dass man als Familie bezeichnet und schon völlig unglaubwürdig ist, dass er sofort kündigt, anstatt sich erstmal beurlauben zu lassen. Den Aspekt mit dem Hacken und den rein zufällig überall stehenden Kameras verzeihe ich einfach mal, ging bei "Tödliche Wahl" auch in Ordnung. Wieder wirkten die Emotionen viel zu ausgebremst, Düsternis hatte man zwar, doch wurde sich leider wieder stark zurückgehalten. Die schauspielerische Leistung, besonders von Christoph Luser und dem GSG 9-Boss und den Handlangern von Schwarz waren ziemlich schlecht und ziehen die Folge runter. Musikalisch wieder keine bekannten Themen, was in der Abschiedsfolge eines Charakters mit vielen durchgehenden Geschichten einfach sehr schade ist. Überhaupt, dass man den Ausstieg von Alex nicht über mehrere Folgen aufbauen oder besser durchdenken konnte, ist extrem Schade, muss aber RTL angelastet werden.


    Platz 9: "Duell in der Wildnis"
    Kai Meyer-Ricks hat entweder die schlechtesten Drehbücher erwischt oder aber einfach lasch inszeniert (mir gefallen die Dietz-Folgen der Alex-Ära, mit Ausnahme von "Wettkampf", besser). Die Folge ist nicht schlecht, hat einen guten Jenny-Handlungsstrang und ist der Beweis, dass Lockerheit und Humor auch mit Alex Brandt funktionieren. Dennoch enthält die Folge einfach alle Elemente, die mich in den Ben-Folgen (auf Dauer) einfach gestört haben: Geballer auf der Autobahn, MP-Geballer, unverwundbare Helden, unpassender/nerviger Humor, ein zu großer Fall (eine Beute von 100.000€ wäre realistischer gewesen). Musikalisch wieder nichts besonderes, der Farbfilter ist einfach nicht meins, Fan von Wald-Plots bin ich auch nicht. Die Folge ist ok, will ich auf Dauer so aber nicht sehen. Zumindest überzeugten die Darsteller hier und die Emotionen wirkten, was an der Story liegt, nicht ausgebremst. Die zweitschwächste Brandt-Folge nach "Wettkampf".


    Insgesamt finde ich es sehr schade, dass wir keinen neuen durchgehenden Handlungsstrang nach der Sander-Story bekommen haben bzw. dass eben diese Story so schnell beendet wurde. Isabel Frings wird einfach nebenbei gestrichen, ebenso Nela Stegmann, deren "Beziehung" zu Alex man aber anfangs über mehrere Folgen aufbaut. Man hat den Alex-Folgen in dieser Staffel deutlich Wind aus den Segeln genommen. Ob hier @Campino mit einer früheren Aussage Recht hat und einige (ich eingeschlossen), die Herbststaffel 2015 schlechter bewerten, da wir wissen, dass Alex nun weg ist und man die Serie für den neuen Partner vorbereitet, kann ich nicht exakt beurteilen, halte es aber durchaus für möglich. Bestreiten kann man jedoch nicht, dass der Kontrast von dieser Staffel zum Frühjahr 15, der düstersten und meiner Meinung nach besten Staffel aller Zeiten, und dieser Staffel, auch verglichen mit den anderen Alex-Staffeln, ein großer ist (wenn auch noch im Rahmen).
    Insgesamt eine gute Staffel, auch wenn ich besonders von den Folgen ab "Duell in der Wildnis" (innerhalb der Alex-Ära) mehr erwartet hätte. Das Finale enttäuscht.


    Ich danke Vinzenz Kiefer für zwei sehr tolle Jahre "Alarm für Cobra 11", eigentlich die besten zwei Jahre, die die Serie hatte (auch wenn ich hier wirklich eher Herbst 13 - Frühjahr 15 sage). Ich hoffe, dass wir Alex Brandt in zwei Jahren wiedersehen, gerne auf dem Niveau dieser Staffel, dass mich zwar insgesamt nicht umgehauen hat, aber mit dem doch alle irgendwie leben konnten.

    Vinzenz Kiefer ist war die größte Chance für die Cobra!!

  • Schon wieder ist eine Staffel vorbei, eine Staffel mit neuen Schicksalsschlägen, neuen Involvierungen der PAST, neuem, gutem Humor, aber dadurch resultierend manchmal zu wenig genutztem Potenzial (Danke, RTL!), mittelmäßiger Musik (Danke, RTL!), vielen neuen oder länger nicht mehr dagewesenen Regisseuren, einem Abschied von Alex Brandt (Danke, RTL!), Begehungen in neue Bereichen, neuen, nur kurz eingeführten oder schnell wieder abgegangenen Charakteren (Danke, RTL!) und zu wenig Backstorys (Danke, RTL!).


    Kurz, eine Staffel, auf die ich mit sehr gemischten Gefühlen zurückblicke. Nach einigen Hängern hier und da zu Staffelbeginn entwickelten sich mehrheitlich eigentlich recht gelungene Folgen, die jedoch alle etwas gemeinsam hatten: Die TOP 3 Folgen der letzten Staffel waren alle besser als die Folgen der Herbststaffel.


    Selten blicke ich auf eine so unterschiedliche Staffel zurück, die nochmal alles versucht, einen Charakter reinbringen, aber kurz darauf wieder mit zwei anderen rausschmeißen, Orte antasten, an denen bisher noch nicht häufig ermittelt wurde und das PAST-Team stark involvieren. Man sollte eigentlich zufrieden sein.


    Das bin ich aber nicht, weil ich weiß, dass man, wenn man erzählerisch auf dem Level der letzten Staffel geblieben wäre, mehr aus den einzelnen Folgen hätte rausholen können. Man geht viel zu weich vor, um die Zuschauer auf die kommende Zeit ab 2016 einzustimmen. Hier und da scheint es wirklich, als mache man das nur, um Alex Brandt in den Köpfen der Zuschauer auszuradieren und ihn mit einem faden Beigeschmack gehen zu lassen. Ich sehe schon die Kommentare auf Facebook: Komm bloß nicht wieder, Vinzenz - da dürfte sich RTL dann nicht wundern.
    Der gute Humor ist ein Faktor, der zwar gut gelingt, gleichzeitig aber auch die Fortführung von dem, was man in der letzten Staffel gemacht hat, behindert. Mir ist klar, dass das natürlich von RTL so gewollt war, dennoch fällt es bei einem Vergleich der letzten beiden Brandt-Staffeln sofort auf.


    Gut dagegen gestaltet man die Beteiligung der PAST - fast durchgängig sind fast alle zu sehen und fast nie deplatziert, wobei Hartmut hier ein wenig aus seiner eigentlichen Rolle in der KTU herauskommen darf und auch mal öfter in der Dienststelle selbst ist.
    Gleichzeitig stört, was man schon wieder nicht abstellen konnte, was schon in der Frühjahrsstaffel oft der Fall war: Die PAST in mal wieder in zu vielen Fällen irgendwie involviert. In Vendetta und Windspiel ist Semirs Familie mal wieder in Gefahr, Blutgeld und Lockdown bringen das Sander-Finale, in Tausend Tode kennt Semir Kathrin Bach, in Space kennt er Katja Schubert, in Gestohlenes Leben wird Jenny attackiert und in Die Kämpferin kennt Jenny die Tochter des Toten. Verbleiben tut da genau eine Folge: Duell in der Wildnis.


    Die Experimentierfreudigkeit ist groß, auf Anspruch folgt Lockerheit, auf Lockerheit folgt Zusammengehörigkeit. Man hat es geschafft, wieder etwa auf dem Niveau von Staffel 34 zu sein, eventuell ein wenig drüber, aber darüber bin ich im ersten Moment trotzdem wegen der genannten Punkte mehr enttäuscht als froh.


    Nie war es so schwer, eine Reihenfolge zu entwerfen, da man dieses Mal ganze 6 (!) Folgen je nach Lust und Laune 3, 4 Plätze hoch oder runter schieben könnte. Ich habe trotzdem versucht, eine Platzierung zu erstellen, die den Folgen meiner Meinung nach am gerechtesten wird.


    Traditionell möchte ich von hinten beginnen, um am Ende etwas Positives sagen zu können:


    Platz 9: Lockdown (285)
    Wo ist die Handlung? Diese Folge soll das Ende von Staatsanwalt Sander besiegeln, wobei er selbst aber mehr schlecht als recht dargestellt wird. Der Gefängnisaufstand ist unkoordiniert, die Folge strukturlos und mit jeder weiteren Szene wird es immer sinnloser und schlechter. Welch ein Müll. Die schlechteste Alex-Brandt-Folge mit Abstand.
    Gesamt: 2/10 P. Alex-Ära: 1/10 P.


    Platz 8: Vendetta (283)
    Verglichen mit meinem Platz 9 ist Vendetta genial. Meiner Meinung nach war es ein Fehler, Nico Zavelberg den Piloten zu geben. Das gute Feeling kommt nur im Mittelteil für 20, maximal 30 Minuten auf, der Rest ist etwas Dahingeklatschtes zwischen Action, Semir-Kutschierungen und albanischer Atmosphäre, die nicht aufkommt - weder zu Beginn, noch am Ende. Schlechtester Alex-Pilot.
    Gesamt: 6/10 P. Alex-Ära: 3-4/10 P.


    Platz 7: Space (288)
    Space ist nicht mal schlecht. Tatsächlich holt Kai Meyer-Ricks aus einem mittelmäßigen Plot noch das Beste heraus. Aber auch das reicht nur zum "ausreichend". Bei der Folge kommt zu wenig Atmosphäre auf, sie erinnert stark an Bad Bank, es gibt ein ewiges Hin und Hergetausche, wer die Verhandlungen mit den Entführern führt, die Action zu Beginn ist zu übertrieben, Semir und Alex sind irgendwie blass. Was Positives? Der Humor ist gut ;) Eine Folge, die man sich ansehen kann, aber mehr auch nicht.
    Gesamt: 6/10 P. Alex-Ära: 4,5-5/10 P.


    Platz 6: Die Kämpferin (290)
    Ein absolut solides Werk. Solide Story, solide Action, solider Humor, solide PAST, solide Darsteller (Ralf Richter!), solide Emotionen. An der Spannung hapert es hier. Was mich persönlich nicht so ansprach, war das Box-Feeling. Werde ich mir sicherlich noch öfter ansehen. Warum nur Platz 6? Die Folge unterliegt der Top 5 absolut knapp und keinesfalls mit großem Abstand. Wird an der zu zart aufgebauten Spannung gelegen haben. Ich hatte hier eigentlich gehofft, dass man die Täter nicht zu schnell preisgibt und mehr Verdächtige präsentiert. Ralph Polinski hat einen großartigen Job gemacht.
    Gesamt: 8/10 P. Alex-Ära: 7-7,5/10 P.


    Platz 5: Windspiel (291)
    Wie ich schon im Meinungsthread erläutert habe, ist diese Folge äußerlich an Dramatik, Tempo und Spannung kaum zu überbieten. Als normale Folge wäre sie wesentlich höher gelandet. Aber wie man Alex sein Ende hier versaut, ist wirklich schade.
    Gesamt: 8/10 P. Alex-Ära: Da tue ich mich schwer...


    Platz 4: Tausend Tode (286)
    Eine richtig gute Idee, die man hier bringt, ein Mörder mir biblischen Motiven ist selten im Cobra-Universum anzutreffen, verbunden mit der Tauben-Tattoo-Religions-Atmosphäre und einer Person, die Lockvogel auf eigene Faust spielt wirklich sehr gelungen. Das Ende ist - wie bei Lockdown - viel zu hastig. Da hätte man im Mittelteil garantiert irgendwo kürzen können. Hätte ich mir als Pilot gewünscht, in 45 Minuten findet eine gute Idee zu wenig Platz. Humor etwas zurückhaltender, das ist auch gut so, PAST gut eingebracht, Spannung da. Gutes Resultat, schrammt an der TOP 3 um Haaresbreite vorbei.
    Gesamt: 9-9,5/10 P. Alex-Ära: 8,5-9/10 P.


    Platz 3: Gestohlenes Leben (289)
    Was hier stört, ist nicht, dass Alex fehlt, sondern der Anfang (!) und das Potenzial, das hier stellenweise liegen gelassen wird. Wo ist Semir? in Soft-Version, so lässt sich die Folge treffend beschreiben. Nach den ersten Minuten eine gute Atmosphäre, ein guter Fall, gute Darsteller und schöne Psycho-Dramatik. Und guter Humor *schmunzel*. Fällt in der Gesamtwertung leicht hinter Tausend Tode zurück, weil hier mehr als dort falsch gemacht wurde.
    Gesamt: 9/10 P. Alex-Ära: 8,5-9/10 P.


    Platz 2: Blutgeld (284)
    Wäre auch - aber bitte dann ohne Lockdown - ein guter Pilot geworden. Von vorne bis hinten genial durchgeplant, sehr schöne Dramatik, Bilder, klasse Humor, nervenzerfetzende Spannung, die Endszene weicht davon etwas ab, aber geschenkt. Was stört, ist das zu schnelle Abhaken von Isabell Frings' Tod.
    Gesamt: 9,5/10 P. Alex-Ära: 9,5/10 P.


    Platz 1: Duell in der Wildnis (287)
    Warum? Ganz einfach: Diese Folge bietet die beste Mitte zwischen Spannung, Humor, Dramatik, PAST, Logik, Story, Lockerheit, Action und Darstellern. Sie ist das allerbeste Beispiel, der allerbeste Beweis gegen die Aussage von RTL, warum Vinzenz Kiefer die Serie verlassen musste: Lockerheit und Humor ist mit der Figur des Alex Brandt nicht möglich. Das hat RTL hier selbst widerlegt. Ich fühlte mich einfach prima unterhalten, konnte lachen und mitfiebern. Natürlich fällt die Folge ein wenig aus dem Rahmen. Das ist ja auch bei Tag der Abrechnung in der letzten Staffel so gewesen, wenn auch in ganz anderer Hinsicht, wo ich eigentlich für Angst abstimmen wollte. Ich hätte also hier vielleicht auch für Blutgeld abstimmen können. Aber hier liegt der Fall anders und selbst wenn ich als Einziger Fan dieser Episode bin ... Ich bleibe dabei :D
    Gesamt/Alex-Ära: wie gesagt, ist sehr schwer, fällt dafür einfach zu sehr aus dem Rahmen ...



    Eine unterm Strich gute Staffel, dennoch im Vergleich zum Vorgänger einfach auch ärgerlich, dass man wieder Rückschritte gemacht hat. Danke RTL. Aber ein wirkliches Danke geht an Vinzenz für die schöne, wenn auch kurze Zeit mit ihm bei der Cobra, die ich sehr genossen habe. See you... ;)

  • 1 TAUSENDE TODE
    2 BLUTGELD
    3 LOCKDOWN
    4 VENDETTA
    5 WINDSPIEL
    6 DIE KAMPFERIN
    7 GESTHOLENE LEBEN
    8 DUELL IN WILDNESS
    9 SPACE

  • Das war sie also, die letzte Staffel mit Alex Brandt. Nicht ganz so gut wie die Frühjahrsstaffel von diesem Jahr, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Ich gebe hier jetzt nicht nochmal ein Review zu jeder Folge ab , das habe ich schon im Meinungsthread getan. Deshalb hier nur meine Reihenfolge:


    Platz 1 Vendetta
    Platz 2 Tausend Tode
    Platz 3 Blutgeld
    Platz 4 Windspiel
    Platz 5 Duell in der Wildnis
    Platz 6 Gestohlenes Leben
    Platz 7 Die Kämpferin
    Platz 8 Lockdown
    Platz 9 Space

    Am Ende gibt es nur zwei Möglichkeiten, aufgeben oder weitermachen.

  • Ja, ich weiß, ich bin mal wieder spät dran mit meiner Reihenfolge, aber hier ist sie:
    1. Gestohlenes Leben (ich mochte diese Thriller artige Umsetzung)
    2. Vendetta
    3. Tausend Tode
    4. Blutgeld
    5. Windspiel (einfach ein zu starker Ar**tritt für Vinzenz Kiefer, um die Folge weiter oben einzustufen)
    6. Die Kämpferin
    7. Lockdown
    8. Duell in der Wildnis
    9. Space


    Bei den unteren Plätzen habe ich noch häufiger etwas umgeschmissen, bevor ich mir sicher war, wie meine Reihenfolge aussehen soll.
    Insgesamt jedoch keineswegs eine schlechte oder mittelmäßige Staffel, alleine wegen der Rolle Alex Brandt (die mir übrigens schon in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen ist).
    Der Entschluss "mehr Humor" in die Cobra zu bringen ist für mich ziemlich unverständlich, vor allem, weil ich auch während dieser Staffel wahnsinnig oft gelacht habe :)
    Aber wer weiß, als die Tom Beck Ära zu Ende war, wollte ich auch keinen Vinzenz Kiefer in der Serie sehen... Jetzt will ich ihn nicht mehr los werden :D
    Danke an Vinzenz Kiefer und bis zur Frühjahrsstaffel 2016 :thumbup:

  • Besser spät als nie- mein Ranking der vergangenen Staffel sieht so aus:


    1. Tausend Tode
    2. Windspiel
    3. Gestohlenes Leben
    4. Vendetta
    5. Lockdown
    6. Blutgeld
    7. Space
    8. Duell in der Wildnis
    9. Die Kämpferin


    Bis auf "Die Kämpferin" (hat mich einfach komplett kalt gelassen, die Story und die Art der Erzählung) konnten mich die Folgen gut unterhalten, wenn auch mit gemischten Gefühlten, bleibt man erzählerisch hinter den Möglichkeiten der letzten Staffeln zurück zugunsten der Masse. Charaktere kommen und gehen, die Sander-Geschichte wird größtenteils gelungen, aber zu schnell zu Ende erzählt, Alex hat eine Beziehung, die in der nächsten Folge schon wieder Geschichte ist und bei Semirs Familie ist plötzlich wieder Friede, Freude, Eierkuchen eingekehrt... ein roter Faden mit logischer Erzählung ist für mich was anderes. Aber hier wollte man auch bewusst einen Cut machen und wieder überleiten zu der nächsten "heiteren" Ära, wo erweiterte Handlungsstränge wahrscheinlich leider Geschichte sind. Alex's Ausstiegsgeschichte fand ich hingegen vielen anderen recht gelungen, war doch mal was anderes, als ein Serientod, den sich eh niemand wünscht. So bleibt ihm doch noch eine Hintertür offen...Ich hoffe, wir kriegen wirklich nicht den Quatsch aus der Mitte der Beck-Ära- die ersten 2 und letzten 2 Staffeln waren ja wirklich gut mit ihm, der Rest war damals kurzweilige Unterhaltung, tut aber aus heutiger Sicht weh... Ob ich mir die DVD von dieser Staffel zulege, weiß ich noch nicht, wahrscheinlich mal, wenn sie im Angebot bei Amazon ist.

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