Beiträge von Eye

    Im 51. Anlauf hat es also endlich geklappt (knapp am Jubiläum vorbei, fällt mir gerade auf): Ohne Wenn und Aber bekommt nun auch eine Paul-Folge ihren sicheren Platz in der Serien-Top 25. Thomas Höret braucht nicht lange, um den Zuschauer in den Bann dieser Episode zu ziehen und ehrlich gesagt, die Anfangssequenz mit dem schwimmenden Paul und der dazugehörigen Musikuntermalung - mir ist das in diesem Moment einfach komplett gleichgültig und es stellt ja auch mitnichten übertriebene Comedy dar.

    Was macht eine Folge mit einem nicht vor Innovation strotzendem Grundplot denn nun so besonders?

    Alles. Die Leistungen von Atalay, Roesner und Wiese in erster Linie, ganz, ganz große Klasse. Die Action, da soll nochmal einer von einer Low-Budget-Folge sprechen. Boris und Thomas dachten sich offenbar beide, wie kann ich die größtmöglichen Zweifel aufkommen lassen, dass das hier nicht gut endet, nachdem Tödliche Wahl, Die letzte Nacht und Konsorten ebenso glücklich zu Ende gingen? Ganz ehrlich, es hat bei mir funktioniert. Ich hatte zeitweise Tränen in den Augen, habe mit den Charakteren mitgefiebert wie lange nicht mehr. Ich war fassungslos, wie krass man hier den ganzen Comedyscheiß der letzten drei Staffeln beinahe vergessen gemacht hat. Atalay stärker denn je, Roesner mit seiner besten Leistung bisher und der Angriff von Andrea auf Paul war unglaublich stark gespielt. Natürlich wäre das Sahnehäubchen der Tod eines Familienmitglieds, ich denke da an Ayda oder Lilly, aber ich glaube auch, nicht mal in der Brandt-Ära hätte man das gebracht, aber ein über mehrere Folgen andauernder Zustand im Koma vielleicht...

    Die Musik, warum gibt’s noch kein Lebenszeichen vom nächsten Album? Da waren grandiose Stücke dabei, die ich haben will!
    Die Dramatik, Spannung, Emotionen - besser geht es doch gar nicht!

    Und auch die Humorstellen, gerade so Sachen wie „Die Haftmine soll einen Wagen stoppen ohne die Passagiere zu töten. Die Bombe unter Ihnen ... nicht!“ oder „Ich hab ihn beleidigt...“, das ist perfekt eingestreut und typisch Boris. Passt!

    Und so kann ich den einen oder anderen kleinen eingeschlichenen Logikschnitzer, bzw. die Punkte, bei denen man es sich zu einfach gemacht hat, auch verschmerzen, meine drei Kritikpunkte in der Reihenfolge von verkraftbar bis leicht ärgerlich:

    • Es wird nur gesagt, Hartmut hätte es doch geschafft, das Handy zu orten, obwohl das unmöglich schien. Man hätte da schon ein bisschen mehr erklären können, denn so wurde es sich ja schon sehr leicht gemacht.
    • Semir weiß plötzlich, dass Karmann hinter allem steckt. Woher? Er hat im Laufe der Zeit doch hunderte Gangster hinter Schloss und Riegel gebracht. Wie kommt er ausgerechnet auf Karmann? Natürlich ist in dem Kontext auch die Frage an Paul, ob er sich erinnern könnte, ein bisschen dämlich, ist schließlich nicht allzu lange her.
    • Andrea und die SIM-Karte. Also bitte, das soll sie später nicht gemerkt haben? Das kaufe ich dem Drehbuch definitiv nicht ab, schließlich wird ein SIM-Kartenwechsel zwecks Aktivierung immer auf dem Gerät angezeigt. Da hätte man bestimmt auch ne andere Lösung finden können.

    Das schmälert den Gesamteindruck aber letztendlich so gut wie gar nicht, so will ich Cobra 11 sehen!

    10/10 Punkten, die letzten gingen an ... na, ist viel zu lange her. Mehr davon!

    Würden die Quoten im Frühjahr 2019 nochmal zwei, drei Rollen rückwärts machen, würde ich es schon infrage stellen, ob man dann tatsächlich noch ne umfangreiche Herbststaffel ausstrahlen will. Auch wenn’s die Cobra ist...
    Nur ist das derzeitige Konzept wie unschwer zu erkennen ist für RTL alternativlos und man muss sich natürlich fragen: Wenn die Cobra die Quote am Donnerstagabend nicht bringen kann, was dann? Laufen dann an zwei Tagen in der Woche „Der Lehrer“-Wiederholungen? (Bei gerade mal insgesamt 65 Folgen).
    Dieser Sender feiert sich für 34 Jahre Sendezeit. Wenn man sich so ansieht, wie viele Wiederholungen selbst nach der Sommerpause noch laufen (ich rede hier nicht nur von C11 und dem Lehrer), fragt man sich schon, wie so ein Konzept einen Sender nach 34 Jahren noch immer ganz oben hält, vor den meisten anderen Programmen. Es gibt Millionen, wenn nicht sogar Milliarden Episoden verschiedenster Formate und RTL kriegt es trotzdem nicht auf die Reihe, die Dienstag- und Donnerstagabende mit irgendwas zu füllen, was die Zuschauer noch nicht bis zum Erbrechen mitsprechen können? Verstehe ich einfach nicht.

    Wenn ich so drüber nachdenke, war Frühjahr 2016 rückblickend betrachtet eigentlich harmlos. Klar, erschreckend öde und blass, aber trotzdem besser als Frühjahr 17, Herbst 17 und Frühjahr 18.
    Ich musste insbesondere in der diesjährigen Frühjahrsstaffel immer wieder daran denken, wie RTL auf den Post des Fanclubs auf Twitter geantwortet hat: „Cobra 11 war nie eine Comedysendung und wird es auch nie sein.“
    Jetzt weiß ich nicht, ob ich die RTLsche Definition von „Comedy“ erleben möchte, wenn Eden, Ahjada, Scheißtag, Klassenfahrt und Weiberfastnacht für den Sender nicht in dieses Genre fallen. Lieber nicht.

    So manch einer hat diese Folge geradezu verrissen, zu sehr von Logiklöchern zerfressen hieß es, darf so in dieser Form gar nicht gesendet werden. Nachdem ich sie mir angesehen habe, frage ich mich, ob wir die selbe Folge gesehen haben, zumal hier außer besagter Kritik nicht wirklich erläutert wurde, worin denn die ganzen Logiklücken bestehen.
    „Most Wanted“ ist nicht unlogischer als der größte Teil ernstgemeinter Folgen der letzten 20 Jahre. Ich bin jetzt auch ganz froh drüber, dass es kein Pilotfilm geworden ist, denn wenn man mal so drüber nachdenkt, wären Semir und Paul in den ersten 45 Minuten (mit der im Off geschilderten Vorgeschichte) in keiner einzigen relevanten Szene zu sehen gewesen und ich wüsste auch nicht, wie anders man das Drehbuch hätte aufbauen sollen, damit genau das nicht im Pilot passiert.
    Es wurde kritisiert, dass der Vater des Jungen plötzlich aus dem Tresor draußen war. Ja gut, es fehlt eine Befreiungsszene, aber wenn dieser Mann nur einen Funken Verstand hat, dann hat er in diesem Tresor, zu dem nur er Zugang hat, ja wohl einen Notausgang angelegt. Man stelle sich doch mal vor, er würde nur aus Spaß eingeschlossen werden oder die Tür fällt einfach zu. Das wäre ja wohl blöd.

    Viel verärgerter bin ich über die großkotzige Ankündigung, es wäre ein Special mit erhöhtem Budget. Dafür habe ich aber ziemlich miserable Action gesehen, sorry, das Budget habt ihr wohl wirklich für Drehgenehmigungen verpulvert.

    „Most Wanted“ bringt mich zudem zu der Erkenntnis: Darius ist rein auf die Regie bezogen an Franco vorbeigezogen. Und das nach nur drei Folgen, von denen Bollywood einfach nur peinlich, aber ansehnlich verfilmt war und Autohacker nur Pseudo-Spannung aufbauen konnte. Trotzdem ist „Most Wanted“ nochmal eine ganze Ecke hochwertiger inszeniert als „Harte Schule“ und würde mich die Story hier mindestens so gut packen wie in F338, würde ich sie über ihr platzieren. Da sieht man richtig, dass zumindest einer sich noch extreme Mühe gibt, auch wenn natürlich auch Darius kein Gold aus einem dümmlichen Drehbuch zaubern kann, aber immerhin kann man sich den Quatsch dann trotzdem ansehen.

    Auch dass zu viel Fokus auf der Landschaft von Budapest liegt, sehe ich nicht so. Die Folge legt ein gutes Tempo vor, ist nie langweilig und bringt die Bilder an den richtigen Stellen in richtiger Dosierung. Mein Lieblingsframe natürlich der, in dem Karen Morris ihren Mund zum Fauchen aufreißt und zum steinigen Löwen geschnitten wird.

    Was noch? Ah ja, Morris spricht plötzlich akzentfreies Deutsch. Vor dieser Szene hatte sie keinen Grund, Deutsch zu sprechen, über das akzentfrei kann man diskutieren, aber es soll Leute geben, die sprechen eine fremde Sprache wirklich perfekt. Und das ist mir wirklich 100x lieber, als 45 Minuten lang Untertitel lesen zu müssen, dann sprechen die Leute eben zufälligerweise Deutsch. Ganz so abwegig ist das ja nun auch nicht.
    Ein paar Worte zum Humor: War wohldosiert, ging mir nicht auf den Keks, ganz nett.

    Fazit: Für die maue Action und den für mich nicht ganz so interessanten Fall im Vergleich zur nachfolgenden Episode ziehe ich ein bisschen ab und komme so auf 8,5 Punkte in der Paul-Ära. Unterm Strich wirklich gelungen und wirklich der beste Staffelstart seit „Die Chefin“, wobei die für mich nicht getoppt wurde. Engelhardt schlägt nun mal Dorn.

    Diese Folge habe ich von der neuen Staffel als Erstes gesehen und ich muss zuallererst sagen: Franco kann es noch!
    Endlich ist er gefunden, der ideale Mittelpunkt zwischen zu hart und zu weichgespült/kaum ernstnehmbar. Ein relativ gutes Buch, welches Dana auf eine ziemlich gelungene Art und Weise involviert und den Zuschauer vor allem endlich mal wieder mitfiebern lässt, vor allem im Punkt, wie denn letztendlich die Bedrängnissituation um Dana aufgelöst wird und ob sie dem Clan hilft oder nicht. Sehr schön! Zwar kommt die Wandlung ihrer Mitschülerin am Ende ein wenig plötzlich, letztendlich ist die aber gerade noch nachvollziehbar durch die vorangegangenen Ereignisse. Auch die Darsteller überzeugen durch die Bank weg. Die Action geht völlig in Ordnung und der humorvolle Anfang auch, vor allem: „Der Fall beginnt auf der Autobahn und am Ende ham‘ wir die Welt gerettet!“ - Genau so :D
    Die Folge kommt weitgehend ohne Längen aus und bleibt durchgehend interessant. Der Twist am Ende mit dem Schaufeln des eigenen Grabes - brillant.

    Aber dennoch gibt es ein paar Kritikpunkte:
    - Die Situation um das Safe House erinnert frappierend an „Autohacker“. Schon wieder ist es peinlich easy, an die versteckte Person ranzukommen. Tolles Sicherheitspersonal.
    - Dass Semir von der jungen Anwärterin die Nummer bekommt, ist arg konstruiert, sie hat ja wohl kaum Interesse an ihm, höchstens an Paul, was irgendwie logischer wäre?!
    - Eine Szene zeigt eindrucksvoll, dass Semir und Paul weiter Förderungsbedarf im Punkt Harmonie haben: Paul erklärt, er habe nur Informationen bekommen, weil die junge Polizistin jetzt Semirs Nummer hat. Der Witz versandet nur leider völlig, weil Semir nicht mal zuckt. Im Nachhinein würde ich sagen, die Szene war improvisiert. Würde passen.
    - Größter Logikfehler am Ende: Wozu braucht der Clan die Polizeischüler, wenn man ganz offensichtlich locker dazu in der Lage ist, einen falschen Polizisten selbst einzuschleusen? Das scheint mir irgendwie nicht genug durchdacht.

    Nichtsdestotrotz gebe ich auf der Renner-Skala 9 Punkte, denn so will ich die Cobra sehen. Perfekte Mischung, schon fast wie in alten Zeiten *in Erinnerung schwelg*

    Man steht halt bei RTL mit dem Rücken zur Wand. Zu wenig Geld für zu viele Folgen Cobra 11, zu wenig quotenbringendes Material (siehe die Wiederholung der Staffeln 1-5 dienstags vom Lehrer), C11 läuft halt einfach zu lange. Was willst du machen, in Zeiten von Maxdome, Netflix und Prime werde selbst ich jetzt mich dort mal umsehen, nachdem wir endlich ordentliches Highspeed-Internet haben und dem Privat-TV den Rücken zukehren mit wenigen Ausnahmen.

    Ich würde mir auch weniger die Frage stellen, ob der Veranstalter einverstanden ist, sondern viel mehr, ob man dem Säugling damit einen Gefallen tut. Ganz nebenbei bemerkt ist so eine Tour ziemlich teuer und wenn das Baby verständlicherweise dauernd am Quengeln ist, hält sich der Spaß auch für alle anderen in Grenzen. Von daher, lass es lieber sein. Wenn man das Kind nicht zu Oma/Opa/Geschwistern geben kann, dann würde ich auch ganz auf die Tour verzichten und sie auf unbestimmte Zeit verschieben.

    @Cobra-X

    Spoiler anzeigen

    Also für ein komplettes Serienende hätte es natürlich noch einiger Szenen bedarft zum Schluss, um die Serie nicht holterdipolter nach 22 Jahren in dieser Form enden zu lassen, denn so würde auch ich nicht vollends zufrieden sein. Auch würde ich der Serie zum Serienfinale nochmal einen 90-Minüter gönnen, mit gleichermaßen vielen familiären wie auch dramatischen/actionreichen Szenen bzw. einem entsprechenden Plot, der alle wichtigen noch lebenden (und in berechtigten Rückblenden toten) Charaktere aus 22 Jahren gelungen mit einbindet, vielleicht schon über die letzte Staffel hinweg endlich Geschichten wie Alex’ Mutter oder Andrés Stick auserzählt und nix mit Welt retten zu tun hat. Es sollte irgendwie auch in der Serie ein guter Schlussstrich gezogen werden in welcher Form auch immer, der zwar das Ende einer Zeit symbolisiert, aber trotzdem keinen faden Beigeschmack hinterlässt. Ich denke da so an das, was „Comeback“, „Engel des Todes“ oder „Geld regiert die Welt“ in Nebenhandlungen angerissen aber verständlicherweise nie so richtig durchgezogen haben.

    Der Fluch geht weiter...

    309: Operation Midas -> 9 Folgen später: 318: Jenseits von Eden -> 9 Folgen später: 327: Scheißtag -> 9 Folgen später: 336: Klassenfahrt -> 9 Folgen später: 345: Weiberfastnacht

    Freut euch auf Folge 354! Bestimmt die Ritterfolge...

    Das Problem ist halt, dass die Folgen vor Ben mit Ausnahme einiger Chris-Folgen alle im 4:3-Format gedreht worden sind. Ich denke schon, dass man sonst zumindest auf die Tom- und Jan-Ära zurückgreifen würde. Es sieht halt absolut kacke aus, die ins 16:9-Format zu ziehen, wie RTL Nitro ja stets beweist.

    Wichtiger als die Anzahl von Zuschauern in Millionen ist denke ich der prozentuale Anteil am Markt. Eine Folge kann auch von 5 Millionen Zuschauern gesehen worden sein. Wenn aber an jenem Abend 50 Millionen Zuschauer den Fernseher anhatten, ist das trotzdem nicht zufriedenstellend und läge unter dem Senderschnitt. Genauso natürlich auch das Gegenteil - nur 2 Millionen Zuschauer insgesamt für die Cobra, aber es haben auch nur 5 Millionen ferngesehen. Das wäre in dem Fall keine allzu schlechte Quote.

    Wenn man so bedenkt, was diese Staffel auf Platz 6 steht und das mit Platz 6 der letzten Staffel vergleicht...

    Bisher sieht’s bei mir so aus:
    1. 342: Bombenstimmung (10/10)
    2. 338: Harte Schule (9/10)
    3. 337: Most Wanted (8,5/10)
    4. 339: Showtime für Paul (8,5/10)
    5. 340: 5 vor 12 (7,5/10)
    6. 341: Hetzjagd auf Semir (7/10)

    Zum Vergleich Frühjahr 2018:
    1. 333: Blinde Zeugin (8/10)
    2. 332: Autohacker (4/10)
    3. 331: Hooray für Bollywood (2/10)
    4. 334: Held der Straße (2/10)
    5. 336: Klassenfahrt (1/10)
    6. 335: Kein Entkommen (0/10)

    Ich würde sagen, es steht schon 50,5 zu 17...

    Me too. Hatte gerade unglaublichen Heißhunger. Meine Mutter muss sich auch gefragt haben, was mit mir um halb elf geht :D

    Ja, es klingt deppert, aber das gibt doch irgendwie Hoffnung, ich meine, 5 vor 12 habe ich beim Schützenfestoutfit-Foto auch schon verflucht und es war okay...

    Zum zweiten Mal gesehen, zum zweiten Mal hat mich die Folge zu wenig gepackt. Es lag definitiv nicht am Drehbuch, sondern am Regisseur. Sorry, aber Ralph Polinski, Go Home.

    6 Punkte klingt nach sehr wenig, das Punktesystem sehe ich nicht mehr als aussagekräftig an, denn es war ja deutlich besser als die meisten Paul-Folgen von Polinski (Ausnahmen sind für mich lediglich Zahltag und Gefangen), die Folge hat keine Längen, wie es in letzter Zeit zu häufig der Fall war, die Darsteller alle grundsolide (die Stelle mit den Kopftuchmädchen, klasse rübergebracht, Winter hat einen guten Job gemacht), den Humor fand ich auch gut platziert, das Ende bringt ein aktuelles Thema und die Härte kam nicht so softkrimimäßig rüber.
    Es fehlt dann leider nur an vier wichtigen Punkten:
    - Action (verkraftbar, wenn man von einer Folge im Stil von Familienfest ausgeht, dem war hier nicht so)
    - Dramatik
    - Emotionen
    - Spannung

    Polinski hat das Drehbuch wirklich einfach Szene für Szene abgedreht ohne Blick für Hochwertigkeit, als wenn er gerade den Abwasch macht, ganz automatisch und routiniert, Teller für Teller. Nichts rausgeholt aus Szenen wie dem Gespräch zwischen Semir und Paul in der Nacht oder der Szene, als Paul Semir den Kollegen ausliefert. Nichts lässt hier den Polinski aus „Wo ist Semir?“, „Gestohlenes Leben“ oder „Die Kämpferin“ erkennen. Wo kann man hier mitfiebern? Auch die Lösung, wie Karmann am Leben bleibt, ist letztendlich Blödsinn. Der Laster explodiert einfach ein paar Sekunden später, obwohl das in 340 Folgen vorher kaum bis nie so vorkam, gerade wenn es um die Bösen ging.

    Zur Akte R. Polinski: Lieber bei den Comedyfolgen bleiben? Gegenvorschlag: Das Filmgenre wechseln und das C11-Team verlassen.

    Aber auf das Soundtrack-Album freue ich mich, denn da war ein guter Track dabei, als Semir durch die Stadt läuft und schließlich sich mit Paul trifft.

    Es gibt 7 Punkte, 5 vor 12 war trotz mehr Comedy besser, mit dem zerknirschten Hinweis, dass es sicher keine 7 Punkte wären, wäre selbiges Produkt im Frühling 2015 über den Bildschirm geflimmert.
    „Hetzjagd auf Semir“ in der Paul-Ära ist wie „Space“ in der Alex-Ära. Blass, aber zu verkraften.

    Definitiv. Er hat ja mal alles aus sich rausgeholt. Mindestens so intensiv wie Die letzte Nacht im Finale. Ohne Scheiß, ich hatte Pipi in den Augen. Stand 2017 hätte ich nie, niemals gedacht, das bei einer neuen C11-Folge nochmal zu erleben. Tatsächlich wäre es die perfekte letzte Folge der Serie. Ebenso beeindruckt bin ich aber auch von Carina Wiese. Und Daniel Roesner spielt seine Rolle hier besser als in allen 50 Folgen vorher.
    Vergesst Phantomcode, Vaterfreuden, Überleben oder Risiko. Der Trend war schon seit Staffelbeginn da, dennoch eine faustdicke Überraschung, wie krass man sich vom schlimmsten Tief aller Zeiten wieder in die Höhe geschossen hat. (Und wie beschissen, dass wir in ein paar Wochen die Zahnfee sehen werden, der musste sein, sorry).

    Boris, Thomas - bestes Team!