Herbst 2016- Staffelfazit

  • Mit „Risko“ endete die vielleicht längste Sendestaffel in der Cobra-Geschichte, und mein Fazit fällt überraschend positiv aus.
    Seit Herbst 2015 hat man sich wieder mehr und mehr der Leichtigkeit und dem früheren Stil von Cobra 11 verschrieben. Inzwischen hat man die Fehler der letzten beiden Staffeln erkannt und Cobra 11 wieder zu dem gemacht, wofür es viele Jahre geschätzt worden ist-eine kurzweilige, spannende und humorvolle Actionserie. Das kann ich in allen Folgen der Staffel so unterstreichen.
    Da man diesen Richtungswechsel verkündet hat, habe ich auch andere Erwartungen in der Führung und Qualität der Serie und wurde zufrieden gestellt.
    Auch der rote Faden wird immer noch lose gewahrt, das kann man vor allem in den letzten Folgen erkennen- z.B. an den Handlungen mit Dana sowie mit Paul und Jenny.
    Seitdem sich die Serienwelt verändert hat und man mehr denn je- auch in der deutschen Serienwelt- auf eine weitergehende Handlung schwört, hat sich für einige Zeit auch Cobra 11 verändert, solange Vincenz Kiefer Hauptdarsteller der Serie war. Man ist von diesem Konzept wieder abgewichen seit vergangenem Jahr und setzt nun wieder auf die alten Stärken des Formats, mit denen ich auch damals schon zufrieden war. Natürlich war die Brandt-Ära eine interessante und spannende Zeit, die ich nicht missen will. Aber auf Dauer wäre mir der düstere Touch zu schwer gewesen. Dass man gleich den Darsteller wechseln musste, ist mir bis heute ein Rätsel, da es auch vergangenen Herbst gut funktioniert hat. Nichtdestotrotz hat man in den Staffeln der 90er und 00er Jahre fast nur allein stehende Folgen gehabt. Insofern kann man sich hier glücklich schätzen, dass das Privatleben und die Beziehungen im PAST-Team weiterhin nicht zu kurz kommt.
    Daniel Roesner und Erdogan Atalay stehen hier teilweise sehr scharf in der Kritik- Roesner gilt als farblos, Atalay als amtsmüde. Ich finde, dass Roesner in der Staffel mehr Facetten gezeigt als im Frühjahr, da ist sicherlich noch mehr Potenzial vorhanden, aber man lässt ihm jetzt weitaus mehr Raum als zuvor. Und dass sich die Rolle von Semir mit der Zeit verändert ist auch klar. Für manche ist er zu kontrollsüchtig und unbeherrscht- aber diese Eigenschaften hatte er schon immer, mal mehr, mal weniger präsent. Das Team der PAST kam in dieser Staffel meiner Meinung nach nicht zu kurz (Jenny hatte sehr viel Screentime), nur Katja Woywood könnte wieder mehr Spielraum bekommen.
    Die zwei neuen Charaktere in der PAST- Dana (mal schauben, ob das so bleibt) und Finn- passen bislang gut ins Team rein.
    Viele haben sich über wiederholende Stuns und Geschichten beklagt... wir sind nun bei über 300 Folgen, wie will man denn da jedes Mal das Rad neu erfinden?
    Das ist meine alleinstehende Meinung und ich bin gespannt darüber, wie andere User drüber denken. Für mich ist Cobra 11 momentan in einer guten Richung angekommen und es darf gerne so weiter gehen. Gerne auch wieder mit Auftritten ausgestiegener Darsteller wie z.B. Charlotte Schwab und Johannes Brandrup. Alle Folgen waren sehenswert und kurzweilig, die eine war stark, eine andere ganz gut.


    Hier mein Folgenranking:

    • Vaterfreuden (10 Punkte)
    • Der Ernst des Lebens (9 Punkte)
    • Die Chefin (9 Punkte)
    • Phantomcode (9 Punkte)
    • Risiko (8-9 Punkte)
    • Auf den Spuren meines Vaters (8 Punkte)
    • König der Diebe (8 Punkte)
    • Tod ohne Warnung (8 Punkte)
    • Drift (7 Punkte)
    • Operation Midas (7 Punkte)
    • Ausgebrannt (7 Punkte)
    • Liebesgrüße aus Moskau (6 Punkte)
  • Mein Fazit:


    • Risiko
    • Phantomcode
    • Vaterfreuden
    • Auf den Spuren meines Vaters
    • Die Chefin
    • Der Ernst des Lebens
    • Tod ohne Warnung
    • Ausgebrannt
    • Liebesgrüße aus Moskau
    • Operation Midas
    • Drift
    • König der Diebe


  • Hier mein Folgenranking:

    • Die Chefin (10 Punkte)
    • Operation Midas (9 Punkte)
    • Risiko (9 Punkte)
    • Phantomcode (8 Punkte)
    • Der Ernst des Lebens (7 Punkte)
    • Vaterfreuden (7 Punkte)
    • Drift (6 Punkte)
    • Tod ohne Warnung (6-5 Punkte)
    • König der Diebe (5 Punkte)
    • Liebesgrüße aus Moskau (4 Punkte)
    • Ausgebrannt (3 Punkte)
    • Auf den Spuren meines Vaters (2-3 Punkte)
  • Grundsätzlich kann ich nicht in Euphorie ausbrechen in Bezug auf die Herbststaffel, nichts desto trotz steht diese Staffel unter einem weit besseren Stern als die Frühjahrsstaffel.
    Während die Frühjahrsstaffel 2016 bei mir gnadenlos grausam war, gab es in dieser Staffel so einige Folgen, die sehenswert waren und sogar eine Folge, wo ich dachte `Ja…das wäre ein Weg den sie einschlagen sollten (trotzdem mit Luft nach oben)` rein auf das Konzept bezogen, den Fall und dazugehörige Umsetzung…ausgenommen Charaktere und Schauspieler!


    Nur durch die Bank bleiben einfach bei 12 Folgen zuviele 0815 Folgen, dessen Episodennamen ich schon gar nicht mehr weiß, weil sie vor Langeweile nur so dahinplätscherten. Solche Folgen hatten wir immer wieder mal in jeder Ära, das steht außer Frage, aber bei 12 Folgen stechen die, die einfach durch mein persönliches Empfinden durch das Raster fallen, doch erheblich hervor.
    12 Folgen hätte ich nicht gebraucht, 6-7 Folgen hätten mir gereicht und die dann bitte mal ordentlich umgesetzt wie in etwa `Risiko`, `Phantomcode (rein auf den Fall bezogen)` oder eben `Die Chefin`. Das sind für mich drei Folgen, auf denen sie aufbauen sollten, es waren gute teils aktuelle Themen wirklich gut umgesetzt, es wäre in meinen Augen eine Gradwanderung, wo ich auch das Konzept Leichtigkeit und Humor annehmen könnte. Diese Folgen und dann noch `Vaterfreuden` dazu waren für mich die Highlights der Staffel, alles andere reiht sich in die Folgen der Frühjahrsstaffel ein. Das schlimmste ist das ich mich auf die Regie nicht mehr verlassen kann, denn bestimmte Namen stehen eben nicht mehr durchweg auch für Qualität. Es ist reine Lotterie geworden und eben auch eine Regie, die nicht zu meinen persönlichen Favoriten gehört hier besser abliefert als meine persönliche Nummer 1, das war dann für mich eine Art `Wow-Effekt`.


    Positiv im Vergleich mit der Frühjahrsstaffel sehe ich auch den Einsatz der PAST-Mitglieder. Auch wenn wir noch weit entfernt sind von einer PAST-Familie, so waren die Charaktere zumindest immer wieder mal zu sehen. Die Einführung des neuen Charakters Finn Bartels jedoch war desaströs und sowas von überflüssig. Mir gefällt der Charakter nicht. Er ist und bleibt zu jung. Seine Einführung als PAST-Mitglied kann ich mir nur so erklären, dass die Autoren wieder ein Mitglied brauchten, dass noch `unbelastet` ist und somit Fläche bietet für den ein oder anderen Fall, wo man ihn dann als Episodenhauptdarsteller einsetzt.


    Was ich weiter nicht verstehe das man einen Erdogan Atalay hier tatsächlich bei 2 von 12 Folgen rausgenommen hat. Das war in meinen Augen richtig krass! Die Frage die ich mir stelle, was sich die Macher dabei gedacht haben. War der Grund Daniel Roesner dem Zuschauer näher zu bringen oder will ein Erdogan Atalay vielleicht kürzer treten? Man weiß es nicht.
    Diese Entwicklung gefällt mir jedoch ganz und gar nicht. Für mich ist ein Charakter Semir Gerkhan Alarm für Cobra 11 und einer der wenigen Gründe, warum ich Cobra derzeit noch schaue.


    Weiter habe ich im Frühjahr noch einen Charakter wie Paul Renner als unspektakulär und blass empfunden, so fällt hier meine Bilanz im Herbst 2016 um einiges schlechter aus.
    Zwei Staffeln hatte der Charakter bei mir Chancen zu punkten, beide Staffeln hat er versemmelt und nicht zuletzt komme ich zu einem persönlichen Fazit:
    Daniel Roesner spielt die Rolle Paul Renner, ja, aber er lebt sie einfach nicht, er blüht in seiner Rolle überhaupt nicht auf und kann ihn auch nicht umsetzen, was in meinen Augen somit auch heißt, dass die Rolle Paul Renner nicht zum Schauspieler Daniel Roesner passt…genauso wenig wie das Konzept Leichtigkeit und Humor aufgrund fehlender Mimik und Körpersprache nicht zum Schauspieler passt.
    Keine seiner eingebrachten Szenen im emotionalen Bereich haben mich berührt und nur wenige seiner Humoreinlagen führten auch nur ansatzweise zu einem schmunzeln meinerseits.
    Das ein Daniel Roesner es kann, wenn er sich mit einer Rolle identifizieren kann, habe ich in einem anderen Film gesehen, wo man seine Leidenschaft auf die Rolle bezogen einfach spürte, bei Cobra ist es meines Erachtens nach nicht der Fall.


    Was dann rauskommt, wenn der Charakter und das Konzept nicht zum Schauspieler passen, haben wir in der Folge letzte Woche `Operation Midas` gesehen anhand Paul und Jenny.
    Während Daniel Roesner seine Rolle nicht lebt, sondern versucht `irgendwie` zu spielen ohne Ziel, zerstört man einen Charakter Jenny Dorn mit Leichtigkeit und Humor, wo es dann zu Szenen kommt, dass sie in der einen Minute total daneben zusieht, wie ein Paul Renner verprügelt wird und gute 20 Minuten später ausrastet, weil er tot sein hätte können. Tja, das ist die Leichtigkeit, wenn man hier mal etwas auf Ernsthaftigkeit umschalten würde, dann könnte man auch eine Jenny Dorn erwachsen werden lassen, aber so wie man in dieser Staffel eine Jenny Dorn dargestellt hat geht gar nicht.
    Dieses Gezicke, dieses herablassende und überhebliche einer Jenny Dorn ist einfach nur grausam.
    Aber ich glaube, dass es nicht mal Absicht ist seitens der Macher, sie so darzustellen, vielmehr ist es einfach diese Leichtigkeit und Humor, die zu einem Charakter Jenny Dorn, der plötzlich extrem oft im Mittelpunkt steht, nicht passt. Zu Zeiten einer Jäger-Ära ist es weniger aufgefallen, da der Charakter einfach im Hintergrund blieb an der Seite eines alt eingesessenen Charakters Bonrath. In der Brandt-Ära hatten wir den Charakter emotional am Boden und war schauspielerisch wirklich gut in meinen Augen umgesetzt, das hab ich ihr jede Sekunde abgenommen und passte auch zu dem Charakter Jenny Dorn.
    Aber wenn man einer Jenny Dorn in dem jetzigen Konzept Leichtigkeit und Humor Spielraum gibt artet es in einer Katastrophe aus.
    Gerade der derzeitige Humor hat sehr selten etwas mit Szenenhumor zu tun (wie es ja `angekündigt` war), das ist fast immer reingepresster falsch platzierter Drehbuchhumor mit `hach bin ich lustig Szene` und genau so dämlich kommt es auch bei mir an. Tja, da sollten sich die Drehbuchautoren mal wieder auf das spezialisieren, was sie ja eigentlich beherrschen sollten…nämlich Spannung und Action und nicht auf ein Gebiet forschen wie Humor, von dem ebenfalls nur wenige Drehbuchautoren in Deutschland so wirklich ein Händchen dafür haben.
    Wie ich es hier schon mal erwähnt habe, gibt es in meinen Augen eben auch nur wenige wirklich gute Schauspieler, die Szenenhumor beherrschen.


    Als letzten Punkt komme ich zu den Stunts und während ich im Frühjahr sagte, die haben abgebaut, füge ich hier hinzu…die hatten eine Budgetkürzung.
    Denn wie kommt man sonst in einer Staffel dazu, zwei bereits vorhandene Stunts einzufügen? (oder waren es sogar 3?)
    Das ist ein Todesurteil bei eingefleischten Fans wie mir. Möge es vielen nicht auffallen, mir ist es aufgefallen und das reicht mir auch.
    Noch dazu kommt dann ein Stunt wie der, wo man einen Semir Gerkhan frontal anfährt und alles ist gut…AHA!
    Ja, wir haben über 300 Folgen Cobra hinter uns, aber auch das darf nicht die Ausrede dafür sein, dass die Stunts an Qualität verlieren. Ich persönlich brauche keine großen Explosionen, eine gute Verfolgungsjagd wie wir sie in `Drift` hatten reicht mir völlig und fesselt mich auch mehr als eine Explosion die ich mir eh nicht erklären kann. Von daher erwarte ich auch, dass mir nach 300 Folgen noch eine gewisse Qualität geboten wird. Wenn man 300 Folgen als Ausrede gelten lässt, dass sie uns nichts neues bieten können läuft etwas in die falsche Richtung und werden auch keine weitern 20 Jahre Cobra mehr haben, weil der doch große Reiz von Action dann rausgenommen wurde und dies auch sicherlich nicht im Sinne von Action Concept ist.
    Wenn hier Action Concept nicht bald mal die Augen öffnet ist der Zug abgefahren. Auf Erfolg sollte man sich eben nicht ausruhen und genau diesen Eindruck habe ich gerade.
    Aber dafür hatten wir in dieser Staffel mehr Bodystunts und die muss ich sagen haben mir fast durchweg gefallen. Das beherrschen Erdogan Atalay und Daniel Roesner, keine Frage.


    Tja und wenn ich mein persönliches Fazit zusammenfasse, haben wir zwar in dieser Staffel wieder einige stärkere Folgen bekommen, gerade Fälle mit aktuellen Themen fand ich wirklich gut, wo auch durchaus Spannung vorhanden war, unvorhersehbare Wendungen eingebaut wurden und einfach eine gewisse Ernsthaftigkeit im Vordergrund stand und auch in keinem Vergleich mit der Frühjahrsstaffel stehen, aber es fehlt, wenn man die o. g. Punkte mal außen vorlässt eben auch noch die Liebe zum Detail. Man traut sich einfach nichts mehr, man versucht sich nicht mehr, ich vermisse die Zeit, wo man im Meinungsthread über falsch gesetzte Farbfilter diskutiert hat oder falsche Kameraeinstellungen…Cobra erfindet sich eigentlich seit 20 Jahren ja immer wieder neu…ich wäre mehr als bereit für einen Richtungswechsel, wobei ich mich arrangieren könnte mit Folgen wie Risiko und Co…das wäre ein Weg, aber unterm Strich sind es in einer Staffel zu wenige Folgen die mich überzeugen. Was nach wie vor nicht aufgegriffen wird ist einfach auch ein gewisser roter Faden, der sich Fallbezogen auf die gesamte Staffel beziehen würde, alleine der, wenn er denn vorhanden wäre, würde bei mir mehr als ankommen.


    Ich persönlich habe gerade einen Semir Gerkhan, die Seele von Cobra 11, den man mir zweimal innerhalb einer Staffel gestrichen hat, habe einen Paul Renner, dessen Rolle nicht zum Schauspieler passt, habe eine Jenny Dorn wo ich nur eines sage: Charakterverfehlung auf ganzer Linie, habe einen Finn Bartels der mir als Pizzabote besser gefallen hat als in Uniform und habe einen Hartmut Freund, der die Leidenschaft als KTUler verloren hat, wo ich seine Klugscheißerei einfach nur vermisse…


    Zu guter Letzt das neue Traumpaar am Sternenhimmel!
    Paul und Jenny!
    Beim ersten Charakter kann der Schauspieler die Rolle nicht umsetzen und der zweite Charakter kennt sich wohl gerade selber nicht mehr.
    Aber wir sind bei Cobra…das bringen wir durch mit Biegen und Brechen…und sie lebten glücklich bis ans Ende Ihres Lebens…oder aber auch der Serientod des ersten Charakters setzt dem irgendwann mal ein Ende, da man ihn in ferner Zukunft bei solch einer Liebesverbindung mit einem Stammcharakter nicht mehr einfach so sauber aus der Serie rausschreiben kann, ohne den zweiten Charakter mitgehen zu lassen – ebenfalls sterben zu lassen – oder aber als gebrochenes Herz durch die PAST wandern lässt…von daher hoffe ich inständig, dass man Paul und Jenny im Frühjahr 2017 unter den Teppich fallen lässt wie man es bei dem Charakter Hartmut und auch Alex Brandt gemacht hat, ich würde es RTL nicht übel nehmen.


    Ja, wir haben sie wieder, die stärkeren Folgen und darüber habe ich mich auch gefreut. Von 12 Folgen waren 4 wirklich gut umgesetzte Fälle. Aber die o. g. Punkte werten die Staffel im ganzen einfach wieder ein Stück nach unten. Für 12 Folgen war es mir einfach zu wenig abgeliefert und hoffe sehr, dass man im Frühjahr 2017 aus der Herbststaffel 2016 wieder ein Stück weit gelernt hat...

  • Also in this season no excellent episodes ...my ranking :


    • Risiko (8)
    • Phantomcode (7.5)
    • Vaterfreuden (7.4)
    • Tod ohne Warnung (7.2)
    • Operation Midas (7)
    • Drift (6.5)
    • Der Ernst des Leben (6.2)
    • Der Konig der Diebe (6.0)
    • Liebesgrusse aus Moskau (5.8)
    • Ausgebrannt (5.5)
    • Die Chefin (5)
    • Auf spuren meines Vater (4,5)
  • Ich bin etwas traurig. Die Staffel hatte wirklich gute Ansätze, nur hat man sich alles verbaut. Da holt man Alexander Bayer für so eine im entferntesten Sinne ähnliche Rolle wie in Ohne Gewissen... warum knüpft man dann nicht wenn man sogar den selben Stunt verwendet einfach daran an? Schafft Brücken !
    Hier mal mein Ranking:





    Auf Platz 12 ist für mich ganz klar König der Diebe. Geschäft mit Flüsterasphalt - Bombenidee! Nur dermaßen nach Schema F verpackt, dass man schon am Trailer die Episode ableiten konnte..


    Platz 11 macht für mich die Folge Drift. Schlecht erzählte Charakter.. wie immer sieht man nur den Vater.. Erhebliche Ersparnis der Stunts... Das Fahrtraining war mega gut gemacht! Deswegen auch Platz 11 ... warum führt man Pauls Freundin nicht besser ein ?


    Platz 10: Liebesgrüsse aus Moskau.. nette Erzählweise.. schöne Parallele zu Aida.. Guter Anfang aber irgendwie nicht reißerisch wie sonst... und vor allem zu viele Logiklöcher



    Platz 9 macht Der Ernst des Lebens - der Schlussstunt .. darauf stehe ich ja. Fand das schon 98 in der Folge Crash echt gut. Aber irgendwie alles zu klassisch ... man hätte mehr Tiefgang in den Charakter Finn geben müssen... was wissen wir jetzt mehr über ihn? Er hat ne Schwester ....



    Platz 8 auf den Spuren meines Vaters.. Der letzte Stunt war genial! Die Sache mit dem Krankenwagen war wirklich was neues.. Trotz einer gewissen Emotionalität hat sie mich kein bisschen berührt oder mitgefiebert.. Bösewicht war genial.. besser als in 72 Stunden Angst



    Platz 7 ist Operation Midas .. nur ein paar Sätze mehr zu Ohne Gewissen und es wäre eine tolle Überleitung gewesen.. dann hätte man Semir fragen müssen wer das ist .. aber er hätte sich ja dann sicher aus dem Urlaub zurück gemeldet. Das Ende war für mich wirklich neu und echt gelungen - davon abgesehen dass es zu den Charakterzügen nicht passt. Eigentlich bin ich nicht der größte Susanne Fan aber wenn man ihr sowas gibt brilliert sie genial - nicht wie immer im Büro ..



    Platz 6 ist für mich Tod ohne Warnung - tolle Crashs, tolle Bösewicht, nette Storry, ein hartnäckiger Scharfschütze ... kann mir jemand erklären warum die Folge Tod ohne Warnung heißt? Hab ich bisher nicht begriffen



    Platz 5 ist für mich Phantomcode.. fand sie einfach nicht so reißerisch wie andere Fans .. vielleicht muss ich sie nochmal ansehen.. Paul, Jenny, Finn.. irgendwie war es für mich wie der Cobra Kindergarten macht Wandertag und Kindergärtner Semir ist heute nicht dabei sonder Frau Krüger .. das gepaart mit einem überdimensionalen Fall und mal sehen was passiert - der Anfang war dennoch super !



    Platz 4 macht Ausgebrannt. Abgesehen vom Anfangscrash der völlig Banane und unschön war, das ist eine geniale Cobra 11 Folge ! Etwas verschachtelt, tolle Stunts am Ende.. undercover Action.. neue Erzählwege und ein neuer Fall den es so noch nicht gab ..



    Platz 3 ist Vaterfreuden.. ich mag dieses kompromisslose von Eckart ... gerne noch extremer



    Platz 2 belegt aus Nostalgiegründen Risiko. Wäre die Story nicht mit Frank läge sie deutlich hinter Ausgebrannt !



    Und Nummer 1 - nichts geht über Frau Engelhardt. Ernsthaft Gänsehautmomente - Wie in alten Zeiten - das Schlachtfeld am Ende mit der Chefin, großartig .. die für mich beste Folge des Jahres und wahre 300. Episode! Danke für diesen Auftritt !!



    Alles in allem leider eine schwache Staffel aber gute Ansätze

    Edited once, last by Eddyduck96 ().

  • Zuerst hier mal mein Ranking:


    01. Die Chefin
    02. Risiko
    03. Phantomcode
    04. Vaterfreuden
    05. Auf den Spuren meines Vaters
    06. Der Ernst des Lebens
    07. Ausgebrannt
    08. Tod ohne Warnung
    09. Liebesgrüße aus Moskau
    10. König der Diebe
    11. Drift
    12. Operation Midas


    Erklärung:


    12. Operation Midas: Eine lächerliche und schwache Episode. Es hätte durchaus Spannung auf kommen können, wenn man diesen Kindergartenhumor und dieses hin und her Gezicke von Paul und Jenny raus gelassen hätte. Lichtblick in dieser Episode war Susanne.


    11. Drift: Langweilige 0815 Episode mit schwacher Umsetzung. Allerdings muss ich auch hier etwas hervor heben. In der Verfolgungsjagd in der Mitte und den Humor.


    10. König der Diebe: Ebenfalls eine 0815 Episode Episode aus der man hätte mehr machen können. Die Episode hatte ich schon fast vergessen. Allerdings war die Action in dieser Episode nicht die schlechteste.


    9. Liebesgrüße aus Moskau: Noch so eine Episode die ich so 0815 empfand. Im Gegensatz zu den meisten hier, hat mir aber Pauls Wassersportnummer gefallen. Außerdem hat Ayda ihre Sache doch ziemlich gut gemacht. Höhepunkt der ganzen Episode: Andreas Weckruf!


    8. Tod ohne Warnung: Wieder so eine 0815 Nummer, aber dieses mal um einiges besser umgesetzt als die Plätze 9 bis 11. Aber das Ende...dieses grauenhafte Finale...Das hätte deutlich mehr Potential gehabt.


    7. Ausgebrannt: Episode mit großem Auftritt von Jenny Dorn. Eine Episode die diese Plätze 9 bis 12 schon auf einigem Abstand hält. Die war relativ düster, gut gespielt und mit einigen unerwarteten Wendungen.


    6. Der Ernst des Lebens: Erstmal vorweg. Mir gefällt Finn. Spannende Episode, mit gutem Humor und sehr, sehr guten Bodyfights. Aber Semir ist mir in dieser Episode etwas sauer aufgestoßen. Damit meine ich nicht seinen kleinen "Siegestanz". Über den kann ich im nachhinein doch etwas schmunzeln. Sondern eher, dass er in dieser Episode zu negativ dargestellt wurde.


    5. Auf den Spuren meines Vater: Für mich der beste Auftritt von Paul Renner in dieser Episode. Spannender, emotionaler und viel Paul Renner, ohne dass er nervig wirkt. Wenn Paul häufiger so agieren würde wie hier, wäre das wirklich Spitze. Hier sieht man, dass Daniel Roeßner wirklich gut spielen kann.


    4. Vaterfreuden: Starke Episode. Spannender Fall, guter Humor und vorallem gut gespielt. Es war auch relativ viel Gefühl in der Episode und die Schrankmann war mal auf unserer Seite. Auch Wunder sollen mal geschehen. Nur Dana könnte doch etwas weniger zickig sein. Weil langsam geht das etwas auf die Nerven.


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    3. Phantomcode: Eine Episode ohne Semir, die wirklich gelungen ist. Guter erster EInsatz von Finn, ein verdammt gutes Spiel von Jenny und auch die anderen Charaktere (Paul und Kim). Es war verdammt viel Spannung drinnen. Was mir auch irgendwie sehr gut gefallen hat, dass Jenny aus überlebenswillen raus ihre Gegnerin nicht nur KO gesetzt hat, sondern auf Nummer Sicher gegangen ist. Das ist die Härte die man öfter zeigen könnte.


    2. Risiko: Spannender und düsterer Fall. Hier haben alle beteiligten Hauptfiguren gezeigt was die können. Höhepunkt: Frank Stolte. Der hat mich komplett überzeugt. Man hat den Charakter noch wieder erkannt und Johannes hat wirklich verdammt gut gespielt. Sehr sehr viele Anspielung auf die Episode aus dem Jahre 1996. Das war wirklich eine Episode wo für mich fast alles gepasst hat.


    1. Die Chefin: Hier werden mich einige für komplett durchgedreht halten. Aber für mich war die Chefin die beste Episode. Eine spannende Episode, eine große Rolle von Andrea, ein guter Humor und einige Anspielungen auf die goldene Cobra Zeit. Das ganze PAST Team war dabei und eine Episodenhauptrolle für Anna Engelhardt! Nostalgie pur in meinen Augen. Wie Anna in der Episode schon sagte. "Fast wie in guten, alten Zeiten"



    So Noch einiges hier von mir zur Staffel. Es war schon viel schönes dran. Aber insbesondere die Mitte war nur "streckenweise ok."
    Ich habe nichts gegen 0815 Episoden, wenn es nicht zu viele werden und wenn sie gut umgesetzt sind. Insbesondere die Episoden 302 bis 305 waren wirklich langweilig.
    Zu den Charakteren: Semir sollte eine Wendung machen. Er war mir in dieser Staffel doch manchmal zu negativ dargestellt. War er im Frühjahr stellenweise zu lächerlich, war er hier zu zickig. Vielleicht wollte man eine Brücke zu Dana aufbauen. Zu Paul nur so viel. Wenn er häufiger so agieren würde wie in "Die Chefin", "Auf den Spuren meines Vater" und "Risiko", also emotional und ernst, dann wäre da deutlich mehr drinnen. Jenny hat mir zu Staffelbeginn sehr gut gefallen, doch hat sie dann sehr, sehr abgebaut. Tiefpunkt für Jenny, alsauch für Paul war "Operation Midas", was einfach nur lächerlich war. Susanne hat für meinen Geschmack zu oft gefehlt. Entweder war sie nur ganz kurz dabei, oder garnicht. Gerade die schlechteste Episode der Staffel war die beste für den Charakter, weil hier Daniela gut gespielt hat. Hartmut hat für mich ebenfalls einen Schritt nach hinten gemacht. Häufig nicht dabei und wenn dann hat man die alte Spritzigkeit vermisst. Selbst in Operation Midas konnte er nicht wirklich hervor stechen. Finn hat mir sehr gefallen. Der Junge hat Talent, mal sehen was die aus ihm machen. Kim Krüger war die einzige Konstante in dieser Staffel Was die Rolle angeht, alsauch was die Anwesenheit angeht. Paul ist mir ein Rätsel. Mal ist er sehr gut, mal würde ich die Episode lieber ohne ihn sehen. Er kann gut spielen. Aber dem Charakter fehlt noch etwas besonderes. Etwas was ihn hervorstechen lässt. Und damit meine ich nicht seinen Wassersport. Aber jeder Partner vor ihm hatte eine oder mehrere spezielle Eigenschaften. Die fehlen Paul. Auch wenn er präsenter war als in der Frühjahresstaffel, so ist er immer noch etwas zu farblos. Vor allem weiß ich, dass Daniel gut spielen kann. Also sollten sie das auch zeigen.


    Was mir an dieser Staffel hinsichtlich der Past besonders aufstößt, ist das häufige fehlen der Castmitglieder. Wahrscheinlich Budgetkürzungen, aber vorallem das Zusammenspiel der Cobra Familie hat die Serie doch zu dem gemacht, was sie ist. Susanne hat 5 mal gefehlt. So oft hat sie vorher nur in der Herbststaffel 2008 gefehlt. Semir war 2 mal nicht dabei, Jenny war 4 mal nicht dabei. Bei ihre kommt es mir fast so vor, als würde man Katrin fast nur noch für Episodenrollen ran holen. Finn hat man gut eingeführt und dann 4 Episode unter den Tisch gekehrt. Die letzten 6 Episoden hat er dann nur einmal gefehlt. Bei Hartmut war es das selbe Problem wie bei Susanne. Also dafür, dass man Daniele, Katrin und Nils jetzt im Vorspann erwähnt, waren sie viel zu oft nicht mit dabei. Es wird doch wohl nicht so schwer sein, Semir und Paul als Ermittlerteam, Finn und Jenny als Unterstützung, Susanne (Nicht Finn oder Dana) als Sekretärin oder Hartmut als brillantes KTU Genie einzusetzen oder? Dana könnte Susanne unterstützen oder von ihr lernen. Einzig die Krüger ist normal die Chefin geblieben (erste Episode mit der wahren Chefin mal außen vorgelassen)


    Zu den Episoden: Der Episodenaufbau gefällt mir häufig nicht mehr wirklich. Wo sind bitte die schönen, langen, verfolgungsjagden in der Mitte und am Ende. Es muss nicht jede Episode sein. Aber Verfolgungsjagden die mir im Gedächtniss geblieben sind, kann ich an einer Hand aufzählen "Drift" und "Risiko". Außerdem wird mir der Dienstwagen viel zu schnell geschrottet. Klar, dass der Dienstwagen drauf geht, kennen wir seit Anfang der Tom Ära. Aber so wie es stellenweise in dieser Staffel war, war es schon lächerlich. Man kann ihn ja ruhig mal über die ganze Episode schrotten. Wenn man nicht ganz so viele Autos verbraucht, kann man das Budget sogar sinnvoll einsetzen. Der Humor war jetzt schon besser als in der Frühjahresstaffel (Wenn mann "Operation Midas" mal heraus lässt). Spannung hatten auch viele Episoden.


    Fazit: Besser als die Frühjahrestaffel, aber mit viel Luft nach Oben.

  • Ich bin gegeistert von der Staffel und finde, die Schauspieler haben es super gemacht....


    Toll finde ich die Idee, Dana durch ein Praktikum mehr einzubringen....


    Die Sache mit Jenny&Paul.....Ich fand es süß und bin gespannt wie es weiter geht.....


    Dany hat es diese Staffel um einiges besser gemacht als im Frühjahr....


    Und das Semir nicht so oft zu sehen war, er ist nicht mehr der jüngste und dreht auch mal anderes....


    Schön auch Finns einstand....ich hoffe man wird von ihm noch viel sehen




    • Der Ernst des Lebens
    • Phantomcode
    • Vaterfreuden
    • Auf den Spuren meines Vaters
    • Operation Midas
    • Tod ohne Warnung
    • Tod ohne Warnung
    • Ausgebrannt
    • Liebesgrüße aus Moskau
    • Die Chefin
    • Drift
    • König der Diebe

    "...und außerdem Ich kann Blaulicht."



    aus "Drift"

  • Mein Fazit zur Herbststaffel 2016 fällt sehr gemischt aus. Das liegt nicht zuletzt an der hohen Folgenanzahl, die sowohl das eine oder andere Highlight, aber leider auch einige ziemlich schwache Folgen zustande gebracht hat. RTL hat sein Ziel aber in meinen Augen erreicht: ich werde mir einige Folgen sicher noch ein zweites, vielleicht sogar drittes Mal ansehen, um mein Urteil endgültig fällen zu können. So belasse ich es hier mal bei meinem Ersteindruck. Ich möchte, für den Fall dass RTL das tatsächlich mal liest, vor allem meine größten Kritikpunkte an dieser Staffel sachlich herausarbeiten.


    Regie:


    Franco Tozza
    Die Staffel hätte mit dem tozza'schen Block kaum besser starten können. Das hat natürlich den Vorteil, dass ich weiterhin drangeblieben bin, gleichzeitig ist man dann doch ziemlich enttäuscht, wenn man anschließend so etwas wie König der Diebe präsentiert bekommt, die durch das begrenzte Budget weit weniger zu beeindrucken wusste, als Die Chefin, eine Folge, die ich definitiv nochmal sehen werde, ist ja schon ganze zwölf Wochen her, Auf den Spuren meines Vaters, eine herausragende Paul-Episode und leider die Einzige, in der er stark aus der Mitläufer-Rolle herauskommen kann und Phantomcode, eine Folge, bei der einfach alles stimmt und bei der Tozza beweist, dass er in der Lage ist, einen fehlenden Semir Gerkhan zu ersetzen. Tozza hat sich mit einfachsten Mitteln drei Mal in der oberen Hälfte meines Rankings platziert und zeigt, dass man auch ohne die Düsterheit eines Alex Brandt noch viel aus der Serie herausholen kann.
    15/15 Punkten.


    Kai Meyer-Ricks
    Irgendwer hat halt immer das Pech mit den sehr durchschnittlichen Drehbüchern in einer Staffel und das ist hier ohne Wenn und Aber für mich eindeutig Meyer-Ricks. Der Unzerschied zwischen ihm und Ralph Polinski jedoch ist, dass Kai Meyer-Ricks sich bei schwachen Drehbüchern selten bemüht, das Beste herauszuholen, das zeigen König der Diebe und Drift sehr eindrucksvoll. Nur seine letzte Episode Ausgebrannt kann mit einem durchaus recht gelungenen Drehbuch auch nochmal den Schnitt etwas nach oben reißen, trotzdem kann man sie nicht wirklich mit dem Tozza-Block vergleichen. Ich bin deshalb nicht wirklich traurig darüber, dass Staffel 39 ohne Meyer-Ricks abgedreht wird. Mir fehlten einfach größtenteils die Spannung, die Gefühle und - auf König der Diebe bezogen, Action, die wenigstens halbwegs spektakulär inszeniert wird.
    8,5/15 Punkten.


    Ralph Polinski
    Dass er in der Lage ist, eine 0815-Story gelungen umzusetzen, zeigt hier Tod ohne Warnung. Gleichzeitig bin ich enttäuscht, dass eine solche Episode seine beste in dieser Staffel ist. Es ist natürlich Pech, wenn man so ein Drehbuch wie Liebesgrüße aus Moskau bekommt, sich wirklich deutlich bemerkbar bemüht, trotzdem das Beste draus zu machen und es am Ende dann durch die dennoch vorhandenen Logiklöcher nicht mehr als 3/5 Punkte werden. Und dann wäre da noch Der Ernst des Lebens, eine Folge, die mich sehr ratlos zurücklässt, bei der es zu Totalausfällen bezüglich der Besetzung kommt und die Spannungskurve höher hätte sein dürfen und müssen. Nicht zu vergessen der tanzende Semir. Aber zu den Personen komme ich erst gleich. Insgesamt zeigt Ralph Polinski, dass er das Beste draus macht, aber mit Vinzenz Kiefer deutlich lieber gearbeitet hat.
    10,5/15 Punkten.


    Nico Zavelberg
    Zavelberg, derjenige, der seit Anbeginn der Alex-Ära einen schweren Stand bei mir hat, der in den letzten Staffeln mit Ausnahme der letzten Brandt-Staffel immer mit einem Ausfall den letzten Rankingplatz gepachtet hat. Das ist hier nicht anders. Er kann es trotzdem und das zeigt er gleich zu Beginn seines Blocks mit der wirklich eindrucksvoll düsteren Folge Vaterfreuden, die zu den besten Episoden der Staffel zählt. Die Erwartungen sprangen bei mir sprunghaft an - und in der Folgewoche würde ich unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Operation Midas will viel und schafft davon exakt nichts, wirklich gar nichts. Da stimmen weder Atmosphäre, noch die Dialoge, die Dramatik, die Action (die hier nacherzählt wird, super!) und schon gar nicht diese Liebesgeschichte. Auch dass man Zavelberg ständig das Staffelfinale gibt, begreife ich nicht. Ja, viel kann man bei Drehbüchern wie Auf eigene Gefahr, Die falsche Seite oder eben Risiko auch nicht versemmeln, aber jedes Mal blieb der Eindruck, dass ein Franco Tozza es hätte besser machen können (Tag der Abrechnung...). Das Staffelfinale ist weit davon entfernt, schlecht zu sein, aber gerade im letzten Drittel geht es dann zu sehr nach unten mit der Spannungskurve. Das macht Risiko in meinen Augen deutlich schwächer als seine Auftaktfolge Vaterfreuden.
    10/15 Punkten.


    Zwischenfazit: Die Hälfte der Folgen hätte gereicht (selbstredend die obere Hälfte) und die Staffel wäre klasse ausgefallen. Eine erhöhte Folgenanzahl heißt noch lange nicht gleichzeitig erhöhte Qualität. Wenn man sich solche unnötigen Episoden wie König der Diebe, Drift und Operation Midas spart, kommt sehr viel mehr dabei raus. Deshalb würde ich an der Stelle von RTL nochmal drüber nachdenken, ob sie uns im Frühjahr wirklich mit 9 Folgen „beglücken“ wollen. Anstatt für unnötige Gaststars könnte man mehr Geld in die Drehbücher investieren.


    Darsteller:


    Semir
    Ich war bei Semir noch nie so ratlos, nein, sagen wir lieber, ich hätte nie gedacht, dass ich mal was im Staffelfazit zu ihm schreiben muss. Aber irgendwas stimmt da nicht. Und damit meine ich nicht mal, dass Semir vor einem ausgeknockten Gegner tanzt, nein, eher einfach, dass man wieder sieht, was er alles mitmacht. Es mag einigen bereits sehr weit vorgegriffen sein, aber so, wie man die Figur Semir Gerkhan hier präsentiert, würde mich nicht wundern, wenn wir 2018 wieder eine Babyalarm-ähnliche Folge vorgesetzt bekommen würden. Semir hat sich einfach der Neuausrichtung der Serie nach verändert und es passt nicht zu ihm. Er macht auch weiterhin gute Miene zum bösen Spiel von RTL und arrangiert sich mit Paul Renner - aber auch in dieser Staffel gab es keinen Moment, in denen man etwas für die Freundschaft zwischen den beiden tun konnte.


    Paul
    bleibt der Mitläufer und übernimmt mehr denn je Ben Jägers Part als Frauenaufreißer. Man nimmt ihm weder den liebevollen Typ ab, der das Mädchen aus Tod ohne Warnung einfach hoppladihopp zum Sprechen bringt, noch deine Beziehung mit Lissy und schon gar nicht dieses Liebesgedöns mit Jenny. Den guten Ansatz aus Auf den Spuren meines Vaters fährt man sehr schnell wieder gegen die Wand. Ich werde einfach nicht warm mit ihm und das ist nach 19 Folgen einfach nur enttäuschend. Zugegeben, es hat mit Alex Brandt bei mir auch ein bisschen gedauert, aber das hat sich sehr viel rascher gelegt.


    Jenny
    Ja, was soll man da sagen? Ein toller Einsatz in Phantomcode gegen die Teenie-Tussi in Operation Midas. Wofür sonst die Krüger immer herhalten musste, dafür benutzt man jetzt Jenny. Charakterwandlungen, die kein Mensch braucht und auch niemand verstehen kann, wenn man Ausgelöscht gesehen hat. Diese Reife ist zum Staffelende in sich zusammengebrochen. Hoffen wir mal, dass es tatsächlich beim One-Night-Stand bleibt. Kathrin Heß hat Daniel Roesner in den beiden letzten Folgen der Staffel so viel Kontra gegeben - eigentlich müsste er es jetzt kapieren.


    Susanne
    Ebenfalls ein großes Fragezeichen. Wenn mich jemand fragt: In welchen Folgen war Susanne denn alles dabei? Ich könnte kaum eine Antwort darauf geben. Die einzige markante Szene war die mit dem Blitzerfoto aus der Folge ... ähm, ja, und da liegt das Problem. Ich musste erstmal nachdenken. Und dann hat Susanne in Operation Midas plötzlich wieder eine Episodenhauptrolle. In Zeiten von Tom Kranich und Jan Richter hat man die PAST in eigentlich jeder Folge in einem perfekten Maß eingebunden. Woran liegt's, dass dieses Familiengefühl komplett flöten gegangen ist?


    Finn
    Bei Finn weiß ich auch nicht so recht, wie RTL das managt. Einführung in zwei Folgen zu Staffelbeginn, danach erst mal gar nicht zu sehen und dann - BÄMM - Episodenhauptrolle. Warum? Und warum ist Finn Jennys Partner, aber arbeitet nicht mit ihr zusammen? Aber man muss sagen, er macht sich nicht schlecht und sticht mehr heraus als Susanne und Hartmut.


    Dana
    Reif ... unreif ... Praktikum ... kein Praktikum ... auf Familie aufpassen ... Zicke vom Dienst. Kurze Frage: Passt das alles zusammen? Warum ist Dana in jeder Folge anders drauf? Warum gibt es Szenen, in denen sie mich nervt und dann Szenen, in denen ich um sie zittere? Wo ist das Problem?


    Hartmut
    Brauche ich eigentlich gar nicht zu erwähnen. Ich kann mich nicht positiv an ihn erinnern. Wo kam er nochmal vor? In Die Chefin, oder? Hm, RTL, schönes Konzept, diese Erhöhung der Folgenanzahl.


    Kim Krüger
    ist die einzige Konstante im Team, die mich eigentlich durchweg noch überzeugen kann. Katja Woywood kann sich als Einzige so mit der derzeitigen Situation arrangieren, dass man es ihr zu 100% abkauft. Wenigstens etwas.


    Zwischenfazit: Fällt einfach nur vernichtend aus. Hier steckt der Wurm drin. Ich vermisse Dieter ... und Hotte.


    Action:
    Normalerweise sage ich mir: Ein bisschen Action hier und da und ich bin zufrieden und muss es nicht erwähnen. Hier muss ich es erwähnen. Man kopiert, man erzählt Action nach (das ist für mich die Härte), man setzt sie fehl am Platz ein, man triumphiert, wenn man Gangster umlegt und man nimmt es mit Humor, wenn sie entwischen. RTL, was ist denn da los? Wenn ihr sparen müsst, dann bitte bei der Folgenanzahl und den Gaststars oder den flachen Witzen. Aber bei einer Actionserie spar ich doch nicht an der Action. Sollte ich noch Semirs Unverwundbarkeit erwähnen? Hm, ja.


    Horizontale Erzählung:
    Hm, schauen wir mal: Finn wird eingeführt, Dana macht ein Praktikum, man fährt Semirs ach so interessante Privatgeschichte rasant zurück, Paul bändelt mit Jenny an, die so gar nichts von ihm wissen will, aber wen stört das schon, Paul doch nicht. Immerhin geht es nicht um Schimmel oder Algenkekse. Oder Chromoxidgrün. Aber das Gelbe vom Ei ist das auch nicht. Die Neugier auf die nächste Folge ist kaum größer geworden.


    Zwischenfazit: Es wird irgendwie nicht besser. Dann komme ich jetzt lieber mal zum Ende.


    So sieht schlussendlich meine Rangliste aus:


    1. Phantomcode (5/5)
    2. Vaterfreuden (5/5)
    3. Auf den Spuren meines Vaters (5/5)
    4. Die Chefin (5/5)
    5. Risiko (4/5)
    6. Ausgebrannt (4/5)
    7. Tod ohne Warnung (4/5)
    8. Der Ernst des Lebens (3,5/5)
    9. Liebesgrüße aus Moskau (3/5)
    10. Drift (2,5/5)
    11. König der Diebe (2/5)
    12. Operation Midas (1/5) (nur für die Storyidee. Hab diese Folge noch immer nicht verdaut).


    Fazit: Es bleiben viele verbesserungsbedürftige Schwächen, auch humortechnisch. Immerhin wäre diese Staffel beinahe ohne Totalausfall ausgekommen, aber wie gesagt, die ersten 6 Folgen in der Rangliste hätten mir gereicht. Dann „freue“ ich mich mal auf den FKK-Alarm für Semir...

  • Welche Folge der Herbststaffel 2016 war am besten? 11

    1. 310 - Risiko (4) 36%
    2. 301 - Phantomcode (3) 27%
    3. 308 - Vaterfreuden (2) 18%
    4. 299 - Die Chefin (1) 9%
    5. 300 - Auf den Spuren meines Vaters (1) 9%
    6. 302 - König der Diebe (0) 0%
    7. 303 - Liebesgrüße aus Moskau (0) 0%
    8. 304 - Drift (0) 0%
    9. 305 - Ausgebrannt (0) 0%
    10. 306 - Tod ohne Warnung (0) 0%
    11. 307 - Der Ernst des Lebens (0) 0%
    12. 309 - Operation Midas (0) 0%

    Und hier ist die obligatorische Umfrage:

  • So hier mal meine Reihenfolge.


    Platz 1 ist schwer zu entscheiden, da schwanke ich zwischen "Risiko" und "Phantomcode" tendiere aber im Moment mehr zu "Phantomcode". Könnte sich aber nach mehrmaligen Anschauen der Folgen wieder ändern.


    Auf 2. dann erst mal "Risiko".


    Nr.3 geht an "Vaterfreuden"


    Platz 4 "Auf den Spuren meines Vaters"


    Platz 5 "Die Chefin"


    Platz 6 belegt "Tod ohne Warnung"


    Die 7 geht an "Ausgebrannt"


    Nr 8 bekommt " Der Ernst des Lebens"


    Platz 9 "König der Diebe"


    10 "Liebesgrüße aus Moskau"


    11 "Drift"


    12 Operation Midas"


    Beurteilungen habe ich ja schon zu den einzelnen Folgen geschrieben, einige fehlen zwar, aber da hatte ich überhaupt keine Motivation etwas zu schreiben, wegen 0815. Diese Staffel werde ich mir mal wieder zulegen, hauptsächlich, wegen "Risiko" und "Phantomcode", die ich mir sicher öfter ansehen werde, und die Folgen bis Platz 10 könnte ich mir auch noch einmal anschauen. Aber "Drift" und "Operation Midas" brauch ich jetzt nicht nochmal.

    Am Ende gibt es nur zwei Möglichkeiten, aufgeben oder weitermachen.

  • Bei mir ist die Reihenfolge wie folgt:



    1. Risiko


    2. Der Ernst des Lebens


    3. Vaterfreuden


    4. Phantomcode


    5. Auf den Spuren meines Vaters


    6. Die Chefin


    7. König der Diebe


    8. Ausgebrannt


    9. Tod ohne Warnung


    10. Liebesgrüße aus Moskau


    11. Operation Midas


    12. Drift

    _______________________________
    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • So, dann wird es auch für mich Zeit ein Staffelfazit zu schreiben. 12 Folgen...12 Folgen! Vollkommen neu und auch irgendwie geil so viele Folgen in einer Staffel zu sehen, aber das größte Problem ist hier einfach, dass man sich die Hälfte locker hätte sparen können.


    Vorweg möchte ich sagen, dass mir diese Staffel doch besser gefallen hat als die Frühjahrsstaffel, aber Cobra 11 einfach keinen Plan wohin die Reise geht. Man will irgendwie teilweise alles kombinieren, aber das funktioniert nicht, vor allem diese Freundschaft zwischen Paul und Semir. Nein, ich kaufe das nicht wirklich ab respektive in manchen Folgen. Die Einführung von Paul fand ich nicht schlecht und es war auch neu, aber man hat einfach das Potenzial und die Idee nicht genutzt.


    Ferner ist es klar, dass auch die horizontale Erzählung einfach fehlt. Damit hat man die Cobra einfach interessanter gemacht, denn es ist neu, interessant und vor allem bleibst du als Zuschauer auch an der Sendung dran. Keiner von diesen Leuten, weder RTL oder ein Heiko Schmidt, kann mir erzählen, dass das nicht möglich ist. Man hat es bei einem Ben Jäger eingeführt und die letzte Staffel mit Tom Beck gehört sicherlich zu seinen stärksten (neben Herbst 08). Cobra 11 hat immer noch genug Potenzial, egal welchen Partner Semir hat. Damals war es die Trennung von Andrea oder die Geschichte rund um Ben und Nina und heute? Jenny Dorn wird irgendwie komplett verhunzt (ja, am Anfang der Staffel ging so noch) und ein Paul Renner kommt irgendwie nicht so richtig heraus (dazu später mehr). Die Neuausrichtung tut Semir so richtig weh, denn was er in dieser Staffel so abgezogen hat, ist irgendwie katastrophal. Es fängt schon beim Humor an und endet bei einem Siegestanz, was soll das?
    Wir haben zwei gute Headautoren, aber was bringt sich das wenn wir immer noch so eine beschissene Qualität bekommen? Warum nutzt man das nicht? Will man wirklich mit Paul Renner wieder so einen Erfolg bekommen wie mit Ben Jäger/Tom Beck? Wenn das der Plan ist, dann muss ich sagen, dass das nicht funktionieren wird, das liegt daran Daniel und Tom zwei verschiedene Personen sind und die Folgen einfach anders produziert bzw dargestellt wurden. Die Action genauso: Das ging schon einmal alles besser, aber gut: Wenn man unter Einsparungen leiden muss, ist es blöd.


    RTL braucht nicht glauben, dass man jedes Jahr 20 Folgen produzieren muss. Nein, ich würde es schon fast befürworten wenn RTL mal nachdenkt und dafür eine Sendestaffel auslässt und sich überlegt wohin die Reise geht und dann das Potenzial und auch die Leute nutzt, die man hat.
    Ich hoffe so sehr, dass wieder ein gescheiter horitzontaler Bogen eingeführt wird, denn da tut sich jeder leichter und der Stil etc ist wesentlich besser. Ich will hier auch gar nicht sagen, dass es so dargestellt werden muss wie bei Alex, nein: Es reicht wenn man sich auf die Herbststaffel 2013 bezieht und hier einfach irgendwie den Stil etc verwenden kann. Was die Storyline angeht so hat man mit Jenny und Finn ausreichend Potenzial. Bei Paul kann man dann irgendwie die Jenny-Story besser darstellen und bei Semir wird man sich schon was einfallen lassen. Also es geht schon...wenn man will.


    Hinsichtlich Paul:
    Ja, er war in dieser Staffel besser als in der Frühjahrsstaffel, aber man nutzt auch hier einfach nicht seinen Charaktere respektive seine Eigenschaften oder sein Handeln (siehe "Auf den Spuren meines Vaters oder Risiko"). In jeder Folge versucht man Paul irgendwie anders darzustellen und Daniel kann das! Ich bin überzeugt davon, dass er bestimmte Szenen gut spielen kann, aber auch nur wenn man ihn lässt. "Drift" war ja katastrophal, da habe ich ihm die Liebesstroy nicht abgekauft. Vergleiche ich diese Folge inklusive Liebesstory mit Schattenmann oder "Mitten ins Herz", dann könnt ihr euch eh schon meine Antwort darauf denken, denn ja: Die beiden genannten Episoden würden diese Folge und viele andere aus dieser Staffel haushoch verlieren. Vielleicht wirds ja 2017 was...



    Zu den Drehbüchern will ich gar nichts sagen, denn wir wissen alle, dass sehr viel 0815 Ware dabei war. Die Budgetkürzungen und das Einbauen von manchen Actionszenen, die bereits verwendet wurden sind auch traurig. So macht ihr das Format nicht besser. Die Einführung von Finn war ja nicht so schlecht, aber auch hier ist man beim Aufbau kläglich gescheitert, schade.


    Die einzigen Personen die ihren Job gut gemeistert haben waren Nik und Jaro. Soundtrack ist top - Achja: Ich hoffe, dass Justin Burnett in der nächsten Staffel eine oder mehrere Episoden vertont :D


    Bevor ich jetzt noch weiterschreibe was mir nicht passt oder was schlecht ist, gehe ich direkt zu meiner Folgenbewertung über:


    1) Phantomcode
    Für mich eine Folgen, die mir von hinten bis vorne komplett gefallen hat. Es ist zwar eine Folge ohne Semir, aber Franco hat das wunderbar gemeistert und die Folge verdient sich in meinen Augen den ersten Platz. Des Weiteren hat es hier auch einen sehr geilen Anfangsstunt gegeben, der mir hier auch in Erinnerung geblieben ist und die Musik von Nik und Jaro sowieso.


    2) Vaterfreuden
    Genauso stark wie "Phantomcode" und wirklich ein kleines Meisterwerk von Nico, denn die Folge hat einfach alles was man braucht. Einziger Punkt ist die Sache mit Semir's Aufprall - Deswegen eher Platz zwei, aber ich behaupte einmal sehr stark, dass diese beiden Folgen einfach die Plätze tauschen könnten.



    3) Risiko
    Es war klar, dass diese Folge irgendwie unter den besten Drei gehört. Richtig gute Story bzw gutes Buch von Andreas Brune & Sven Frauenhoff sowie ein Nico Zavelberg, der hier mal wieder ein gutes Finale abliefert. Johannes Brandrup war super. Er hat das wunderbar gespielt und ich habe ihn alles abgekauft. Des Weiteren schöner Bezug zur ersten Stunde und natürlich der wichtigste Punkt: Er überlebt ;)


    4) Die Chefin
    Direkt zum Vergleich mit "Risiko" ist "Die Chefin" eher lockerer und hat viel mehr Action, aber irgendwie war "Risiko" eine Spur intensiver. Die Folge ist für mich trotzdem ein Highlight und ich war schon am überlegen ob ich diese Folge nicht eher Platz drei gönne, aber "Risiko" hat trotzdem gewonnen. Trotzdem hat man hier sehr viel richtig gemacht: Anna Engelhardt im Mittelpunkt, viel Action, tolles Zusammenspiel zwischen allen Beteiligten und natürlich ein genialer Soundtrack :)


    5) Auf den Spuren meines Vaters
    Ebenso eine starke Folge von Franco, aber die anderen Episoden haben mir einfach persönlich besser gefallen, aber trotzdem eine Folge, die sich zeigen lässt und auch wenn sie den fünften Platz belegt, so ist sie trotzdem eine gute Episode. Solide Story, toller Daniel Roesner und dosierte Action.


    6) Ausgebrannt
    Für mich eine sehr interessante und gute Episode. Kai Meyer-Ricks hat halt Pech bei den Drehbüchern, dafür kann er nichts, aber bei dieser Folge bin ich doch recht zufrieden mit dem Endergebnis. Die Story ist "eher" neu, auch wenn man mehr hätte daraus machen können, Jenny ist im Mittelpunkt, die Action ist auch soweit okay.


    7) Der Ernst des Lebens
    Hätte Semir diesen Siegestanz nicht aufgeführt, dann wäre diese Folge auf Platz 6, aber so reicht es nur für den siebten Plaz. Finn im Mittelpunkt, die Action gut, die Story ist okay, wobei das Thema Drogen jetzt nichts neues ist, aber ja....Lassen wir das jetzt mal so stehen.


    8) Liebesgrüße aus Moskau
    Im Vergleich zu manch anderen Leuten hat mir diese Episode auch noch recht gut gefallen. Paar Kleinigkeiten waren dabei die gestört haben, aber insgesamt doch recht solide


    9) Tod ohne Warnung
    Keine schlechte Episode, aber das Finale war eher mies.


    10) Operation Midas
    Es war irgendwie klar, dass die Folge hinten ist?


    11) Der König der Diebe
    Im Vergleich zu Drift haben mir manche Szenen besser gefallen.


    12) Drift
    Nicht so katastrophal wie "Tricks", aber ähnlich wie "Der König der Diebe" nicht das gelbe vom Ei.


    Ich denke es ist klar, dass hier sehr viel Luft nach oben herrscht und vielleicht passiert das ja auch schon in der nächsten Herbststaffel.

    "Mit Alex Brandt werden wir die Cobra ein weiteres Mal neu definieren - Alex Brandt ist ein toller Charakter mit Ecken und Kanten".

  • So... Ich habe es nicht vergessen, konnte mich aber bisher nicht dazu durchringen, ein Staffelfazit abzugeben. Eigentlich müsste ich ja bis zur DVD warten, denn vieles aus der Herbststaffel 2016 habe ich schon wieder vergessen.


    Wie ich an einer anderen Stelle sicher schon einmal gesagt habe, hatte jeder Partner mindestens eine Folge, in der er so richtig glänzen durfte, eine Folge die wirklich gut ist. Paul Renner hat das auch nach 19 Folgen nicht. Ich stehe dazu, was ich bereits im Frühjahr gesagt habe, ich mag Paul und habe im Vorfeld wirklich etwas ähnliches erwartet, wie zu den klamaukigsten Ben-Zeiten. Dass dem nicht so ist, hatte mich zumindest anfangs doch sehr beruhigt. Ja, ich habe mich spätestens ab Herbst 2010 zunehmend über die damalige Entwicklung der Serie wirklich heftig aufgeregt, das ist jetzt anders: Es ist alles so gleichgültig. Eine Gleichgültigkeit, die man so auch einfach in den Folgen präsentiert bekommt. Allgemein ist da extrem wenig Spannung, sehr wenige Emotionen, davon hatten wir sogar zu Bens Zeiten mehr. Einzig mit dem Humor und der Art der Fälle kann ich heute besser leben als damals. Wenn man hier nicht schnellstens etwas ändert, sehe ich für die Zukunft der Serie schwarz.


    Mein Abo bei TVnow habe ich bereits gekündigt (auch wegen der Unzuverlässigkeit, was die Preview angeht). Es machte mir nichts mehr aus, eine Folge nicht direkt am Donnerstag schauen zu können, gegen Ende der Staffel habe ich das teilweise sogar aus Pflichtgefühl getan, denn ich hatte ja bezahlt. Später bei der Ausstrahlung hatte ich den Drang dann nicht mehr, die Folgen ein weiteres Mal zu sehen.


    Was ist also das Problem? Wie oben bereits erwähnt, mag ich Paul Renner. Er ist eine sympathische Figur, er kann in den richtigen Momenten ernst bleiben. Dass er ein sehr positiver Mensch ist, stört mich nicht. Warum auch? Darf er gerne sein. Der Humor ist größtenteils ganz nett, funktionierte für mich zwischen Paul und Jenny oder Paul und Finn am besten. Zwischen Semir und Paul kam der Humor auch ganz gut, aber trotzdem fehlt etwas. Freundschaft ist das Thema, auf das RTL mit Paul besonders wert legt, die sehr enge Freundschaft zwischen Paul und Semir. Beste Freunde, die sich sehr selten streiten, die sich immer retten und trotzdem nehme ich den beiden diese enge Freundschaft nicht ab! Da fehlt etwas, schwer zu sagen was es ist. Eine gewisse Vertrautheit vielleicht. Vielleicht aber auch die Tatsache, dass Semir doch weiterhin sehr oft im Mittelpunkt steht. Die Chemie ist eben eine andere, als etwa mit Tom, Ben oder Alex (man könnte auch weiter zurückgehen. Lediglich bei Chris könnte man sagen, kam die Freundschaft weniger rüber, aber da hat man darauf nicht so viel Wert gelegt). Ich bin schon fast dankbar für Szenen, in denen die beiden sich mal streiten, wenn Paul Semir einmal contra geben darf. Ich mag dennoch Paul, der den ernsten Part des Duos übernimmt, denn war bis 2013 klar Ben der Clown, hat diese Rolle mittlerweile öfter mal Semir inne. Diese Freundschaft, die man uns seitens RTL in Pressetexten etc. verkaufen will, wirkt dann doch ein wenig erzwungen! Besser gefallen mir dann schon eher Pauls Soloauftritte, da ist er einfach stärker, wirkt nicht ganz so blass, verglichen mit seinen Vorgängern.


    Neben der etwas fehlenden Chemie in Sachen Freundschaft, ist die bereits erwähnte fehlende Spannung. Die Helden sind unverwundbar, haben alles im Griff und man weiß einfach, dass ihnen nichts passieren wird, dass sie ihre Liebsten aus jeder Situation retten werden. Das nervt! In vielen Folgen ist kein Spannungsaufbau vorhanden, oder wird, wie im Falle von "Ausgebrannt" sofort wieder im Keim erstickt. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, spannende Momente haben nur "Phantomcode", "Tod ohne Warnung", "Vaterfreuden" und "Risiko" gehabt, also ein Drittel der Staffel. Autsch! Das gleiche gilt für Emotionen, die einfach so stark ausgebremst wirken. Dass man emotional kann, hat man doch mit "Auf den Spuren meines Vaters" bewiesen, eine starke, wenn auch im Hinblick auf die gesamt Serie gesehen, keine überragende Folge. Was fehlt, ist die Verletzlichkeit der Charaktere, etwas, das eben auch Spannung erzeugt und eben genau das, fehlt mir völlig. Da trösten die kleinen emotionalen Momente in "Tod ohne Warnung" und "Vaterfreuden" nicht drüber hinweg.


    Warum überhaupt braucht es 19 bzw. 20 Folgen im Jahr? Das ging nach hinten los! Statt eine Vielfalt von Geschichten zu liefern, wie man es noch vor einem Jahr getan hat, wirkt es fast so, als hätte man das übliche Budget einfach auf eine größere Zahl an Folgen verteilt. Da bekommen wir gleich zweimal den Anfangsstunt aus "Gestohlenes Leben" recyclet. In einer Folge mit Alexander Beyer ist man dann tatsächlich so fahrlässig, den Anfangsstunt aus seiner letzten Folge wieder reinzuschneiden, einen Stunt, den wir 2 Jahre lang sogar im Intro gesehen haben. Bei "König der Diebe" wird auf den Anfangsstunt sogar komplett verzichtet (sorry, da ist Staffel 1 actiontechnisch aufregender).
    Neben den wiederverwerteten Stunts, liefert man uns auch lediglich mit "Risiko" eine neue Geschichte. Da bekommen wir also tatsächlich 11 Folgen, die einfach wirken, als hätte man Drehbücher von vor 10 Jahren wieder ausgegraben, ein bisschen umgeschrieben und fertig. Das wirkt lieblos und einfach billig! Der Nebenhandlungsstrang fehlt zu Beginn auch völlig, positiv anzumerken ist allerdings die Dana-Story oder Jenny und Paul, die zwar kein Brüller sind, aber zumindest ein Schritt in die Richtung serielles Erzählen.


    Einen Pluspunkt bekommt die Neuausrichtung zumindest dafür, dass wir noch nicht in jeder Folge sehen müssen, wie die Welt gerettet wird. Glaubwürdiger als Herbst 2011 bis Frühjahr 2013 ist man dann doch etwas, zumindest wäre man das, würde man den Figuren ein bisschen Verletzlichkeit zurückgeben. Denn Verletzlichkeit macht interessant.


    Ein kurzer Punkt zu den Soundtracks: Von Nik Reich und Jaro Messerschmidt bekommen wir leider immer wieder die selben Tracks über mehrere Folgen geliefert (Der Track "Hochhauschase", auch wenn ich ihn mag, kam in fast jeder Folge dran!). Wenig neues und sehr vieles in aufgehellter Version aus den Alex-Folgen. Schade. Da wünsche ich mir doch wieder etwas mehr Vielfalt. Daniel Freundlieb liefert mit "Auf den Spuren meines Vaters" und "Risiko" ganz passabel, aber nicht überragend ab. Für das Finale hätte ich mir dann doch, wie auch bei "Windspiel" damals, Nik und Jaro gewünscht.


    Mit meiner persönliche Reihenfolge tue ich mich diesmal sehr schwer, darum teilen sich immer mehrere Folgen einen Platz:


    1. "Phantomcode", "Vaterfreuden", "Risiko" (gut)
    2. "Auf den Spuren meines Vaters", "Tod ohne Warnung" (ok, es fehlt etwas)
    3. "Die Chefin", "Ausgebrannt", "Der Ernst des Lebens" (nette Unterhaltung, zumindest einmalig)
    4. "Liebesgrüße aus Moskau", "Drift", "Operation Midas" (eher langweilig)
    5. "König der Diebe" (schlechte Inszenierung)

    Vinzenz Kiefer ist war die größte Chance für die Cobra!!

    Edited once, last by Mav^^: Rechtschreibfehler berichtigt ().

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