Es fühlt sich fremd an.
Der Name ist gleich, die Themen sind die selben und der eine Schauspieler ist wieder zurück. Also ist es - wie angekündigt - wirklich eine Fortsetzung? Nein, finde ich nicht.
„Reboot“ würde besser passen. Neue Stadt, neue Schule, neue Schüler und ein komplett neuer Cast. Bei den Schülern passt es natürlich und das die Serie nach Leipzig verlegt wurde, weil Hendrik Duryn dort wohnt, auch.
Was mir am meisten aufstößt:
Das Kollegium inkl. Schulleiterin bekommt nach den ersten zwei Folgen absolut gar keine Sympathiepunkte. Sorry, wenn das jetzt sehr hart klingt, aber da kommt einfach nichts rüber. Weder schauspielerisch noch würde mir irgendwie einfallen, wie oder was ich für diese Figuren empfinden könnte. Das ist okay beim Super-Bösewicht in einer Cobra Folge, aber nicht beim Nebencast des Lehrers. Vor allem, wenn ich das unweigerlich mit den Figuren aus den Folgen von 2009-2021 vergleiche. Die waren herzlich und lebensnah geschrieben und gespielt. Das die jetzt komplett (!) fehlen, merke ich.
Mir ist bewusst, dass die Figuren, so wie sie jetzt sind, so sein müssen, damit Stefan dieses „Problem“ im Laufe der Staffel fixen kann. Aber an das, was die Serie (außer Duryn) ausgemacht hat, wird man nicht mehr herankommen.
Ich finde es großartig, dass im Hintergrund das selbe Autorenteam (sogar mit Headautor) vertreten ist - das merkt man den Dialogen auch sofort an. Bei der Musik ebenfalls. Das es kein richtiges Intro mehr gibt, finde ich schade, ist angesichts meines bisherigen ersten Eindrucks aber für mich noch am wenigsten gravierend.
Hendrik Duryn ist wie immer klasse und die neue Frida Darstellerin auch. Es besteht absolut kein Zweifel, dass diese Figur die besten Eigenschaften und Eigenarten von Karin und Stefan vererbt bekommen hat. Das so schreiben und auch spielen zu können, verdient absoluten Respekt!
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und werde das natürlich auch verfolgen. Trotzdem fühlt es sich für mich aktuell wenig nach „dem Lehrer“ an.