Lebensretter Johannes

  • So ein Hallo an alle Tom Kranich Fans.... hier mal wieder eine Story mit unserem Verstorbenen Hauptkommissaren


    Wenige Wochen nachdem Tom seinen Dienst bei der Autobahn wieder aufgenommen hatte, war es als wäre er nie weg gewesen. Semir und er schrotteten ein Fahrzeug nach dem Anderen und Anna verzweifelte langsam. Die Begründung warum nun schon wieder ein neuer Dienstwagen angefordert wurde, musste immer intensiver überdacht werden, damit es glaubhaft klang. Doch nach dem achten spielte der Polizeipräsident nicht mehr mit. Er verdonnerte Tom und Semir dazu einen alten klapprigen eigentlich schrottreifen Wagen aus dem Fuhrpark zu nehmen. Dieser alte Opel klapperte an allen Ecken und Enden was gerade bei höheren Geschwindigkeiten die Angst erweckte er könnte auseinander fallen. Semir saß am Steuer und fluchte wie ein Rohrspatz. „Wie sollen wir denn mit dieser verdammten Mühle Verbrecher jagen?“ fauchte er. „Hättest du deinen BMW nicht geschrottet, dann wären wir darin unterwegs.“ Kam gleichgültig von Tom. „Ach ja... ist meine Schuld nicht wahr? Ich bin ja immer Schuld. Was ist denn mit deinem Mercedes? Hat das jemand Anders als du gemacht?“ wollte Semir wissen. „No... aber ich war nicht Schuld. Und das mein lieber Semir ist der große Unterschied. Mich hat der LKW fast platt gemacht. Die ganze Seite war völlig demoliert, als er mich an die Leitplanke presste während du auf dem Anhänger einen Spaziergang machtest.“ grinste Tom. „Ja und? Einer muss ja arbeiten.“ maulte Semir zurück. „Außerdem....ich hab den BMW ja nicht absichtlich kaputt gemacht. Woher soll ich wissen, das es eine gepanzerte Limousine ist, die ich ramme? Das stand nirgends dran... außerdem war da eine Ölspur und da kannst du gar nichts machen“ verteidigte Semir sich. „Das war Wasser und kein Öl und wenn du zeitig gebremst hättest, dann wäre der Wagen mit Sicherheit zum stehen gekommen.“ meinte Tom lachend. „Gar nicht.... das war dann eben Aquaplaning und da gerät der Wagen auch ins Rutschen. Das geht schneller als du denkst...!“ erklärte Semir. „Ich glaube egal was der Grund war, du findest immer eine Ausrede...“ lachte Tom.


    Sebastian Weißhaupt war ebenfalls unterwegs. Er traf sich mit Shou aus dem Restaurant. „ich weiß dass Sie versuchen über die Schutzgelderpressung was heraus zu finden. Und wenn Sie wirklich wissen wollen wie die so anstellen und wie sie die Leute hier unter Druck setzen, dann kommen Sie ins Restaurant „Lotosblüte“ Denn da ist heute wieder Zahltag.“ Sagte Shou nur. Sebastian sah ihn an. „ich kann nicht kommen. Die Typen wissen wer ich bin und das ist nicht gut. Sind es Japaner?“ wollte er wissen. Shou nickte. „Ja… Kenzo und Kenta. Sie sind Zwillinge und stehen im Dienste von Shiro Akio. Das ist der große Boss. Er tarnt seine Geschäfte mit seiner kleinen Firma die Chips für Autoschlüssel herstellt. Er hat eine saubere Weste, aber seine Leute machen für ihn die Drecksarbeit…“ erklärte Shou. „Wo ist die Firma?“ fragte Sebastian nach. „In Düsseldorf. Mehr kann ich nicht sagen. Ich stehe bei denen auf der Liste. Wenn mein Chef nicht so große Angst hätte, dann wäre ich im letzten Monat schon auf die Barrikade gegangen. Aber er will das ja nicht. Er zahlt lieber…“ fauchte Shou. „Nun er hat Familie. Und da ist man dann schon vorsichtiger. Ich verstehe es. Also gut. Du kannst mir ein Gefallen tun Shou. Diese kleine Kamera wird kaum auffallen. Wenn du doch weißt wann die Typen kommen, dann lass sie vorher… ungefähr eine halbe Stunde laufen. Sie läuft mit dem Akku ca. vier Stunden. Wenn ich es auf Band habe, kann ich der Polizei stecken was hier abgeht und die können dann endlich aktiv werden. Aber erst wenn ich Beweise habe. Und die kann ich damit nachweisen. Kommt Shiro auch selbst oder nur seine Leute?“ wollte Sebastian wissen. „Der große Boss macht sich die Finger nicht schmutzig.“ meinte Shou nur.

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  • Tom und Semir schwiegen eine ganze Weile. „Schade eigentlich, dass du damals nicht zu unserer Hochzeit gekommen bist... Damals... das hört sich an, als sei ich schon seit Jahren verheiratet, dabei sind es gerade mal zehn Monate...“ lachte Semir. Tom sah ihn an. „Und wie war sie?“ wollte Tom wissen. „Sie war wunderschön. Andrea sah so super aus in ihrem Kleid...und sie...“ Semir stockte. Die Erinnerung dass er an seinem schönsten Tag seine Frau fast verloren hatte holte ihn ein. Tom bemerkte, dass etwas nicht stimmte. „Was denn?“ harkte er nach. Semir lächelte. „Nichts... ich dachte nur an ein nicht ganz so schönes Ereignis an diesem Tag.“ erklärte er. „Möchtest du darüber reden?“ wollte Tom wissen. „Nein... noch nicht. Andrea lädt dich übrigens zu essen ein. Heute Abend um acht bei uns. Sie kocht wirklich sehr gut und dir würde etwas entgehen, wenn du nein sagst.“ Meinte Semir nur. „Oh... wenn unsere Prinzessin kocht, dann ist es eine Ehre für mich dabei anwesend zu sein. Ich werde pünktlich vor der Tür stehen.“ grinste Tom. „Hey... ich nehme dich beim Wort. Pünktlich....ich wette das schaffst du nicht.“ lachte Semir. „Um was wetten wir?“ ging Tom sofort darauf ein. „Oh....wie in alten Zeiten.... sagen wir um eine Runde durch die Kneipen die wir früher unsicher gemacht haben?“ schlug Semir vor. Tom schlug ein. „Es ist schön, das du wieder da bist...“ kam von Semir und man spürte sehr genau, dass er es ernst meinte. Dennoch bemerkte auch Semir, das Tom die Erinnerung an etwas plagte. „Du denkst an Elena?“ fragte er vorsichtig. Tom nickte. „Ja... obwohl es bereits zwei Jahre her ist... und es tut weh. Ich sehe immer wieder dieses Bild vor mir, wie sie einsteigt und...den Motor startet und...wie die Explosion den Wagen zerfetzt um mir ihr unser gemeinsames Kind..“ kam leise von Tom.


    Der Tag verlief ruhig und als die Beiden wieder in der PAST waren da wusste Tom, was er die letzten Jahre vermisst hatte. Diese Aufmerksamkeit im Kreise der Kollegen zu sein. Mit Semir über die Autobahn zu rasen, Verbrecher zu stellen… all das war einfach wunderbar. „Und kommst du heute Abend zu uns zum Essen?“ fragte Andrea. Tom sah sie erstaunt an. „War ich eingeladen? Wenn ja, dann tut es mir wirklich Leid…“ kam verlegen von Tom und dann grinste er breit. „Nun dann sag einfach zu. Ich habe dich hiermit eingeladen und du wusstest es schon von unserer Tageszeitung Namens Semir……“ lachte Andrea. Tom strahlte. „Gern… ich bin da. Wann genau?“ wollte er noch wissen. „Sagen wir um acht. Du kannst dann zusammen mit Semir kommen.“ schlug Andrea vor. Tom nickte zustimmend. „Schön… ich bin jetzt weg und gehe einkaufen. Bis heute Abend und Tom… es ist schön dass du wieder da bist.“ kam von Andrea. „Danke…ich freu mich auch.“ sagte Tom ehrlich. „also nicht vergessen… 20 Uhr. Bitte sei pünktlich..“ lachte Andrea und verschwand. Tom sah ihr nach. Semir kam zu ihm. „Na dann mach du deinen Bericht fertig. Ich will nur noch schnell Blumen kaufen…“ kam von Tom und verschwand ebenfalls. Semir schüttelte nur den Kopf. Er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, das Tom sich in kürze verlieben wird.

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  • Tom fuhr nach Köln um einen schönen Blumenstrauß für Andrea zu kaufen. Er parkte direkt vor einem kleinen Laden, der von außen nicht viel hermachte und betrat kurz darauf den Laden. Die Blumen schienen alle recht frisch zu sein, doch welche nahm man nun für einen solchen Anlass? „Kann ich Ihnen helfen?“ erklang es hinter ihm. Tom drehte sich um. Vor ihm stand eine junge Asiatin mit wundervollen Mandelaugen und sehr langem schwarzen Haar, das wie Seide glänzte. „Ja...ich hoffe... also ich will Blumen kaufen...“ stammelte Tom verzückt. „Das dachte ich mir schon...“ lächelte die Verkäuferin. „Für welchen Anlass denn?“ harkte sie nach. „Für welchen was?“ kam von Tom irritiert. „Nun die Blumen...für wen sollen die sein?“ fragte sie. „Für eine Frau....“ meinte Tom nur und sah sie unentwegt an. „Also gut... für eine Frau.. Für Ihre Frau?“ wollte sie wissen. „Nein....ich bin nicht verheiratet...sie sind für...also für.. die Frau meines Kollegen...ich bin eingeladen und ich wollte nicht mit ...Sie sind wunderschön....“ meinte Tom nur. „Ja sie sind alle frisch und wir legen Wert darauf, dass sie noch nicht vollständig blühen....“ erklärte die junge Frau. „Nein...ich meinte Sie...also ja... die Blumen sind schon schön, aber das Schönste im Laden sind Sie..“ sagte er charmant. Sie lachte. Es war ein Lachen, hell wie klares Wasser. „Danke…. Das ist sehr nett. Ich werde Ihnen einen Strauß zusammenstellen. Wie teuer darf er denn sein?“ harkte sie nach. „Wie Teuer… ja egal… ich… Sie sind wirklich wunderschön…“ meinte Tom. „Guter Mann… Sie sollten sich darauf konzentrieren, was ich frage…“ lachte sie erneut. „Ja sicher… machen Sie einen schönen Strauss fertig. Haben Sie heute Abend schon etwas vor?“ wollte Tom wissen. „… warum?“ kam nun von ihr verwundert. „Ich würde gern mit Ihnen essen gehen..“ meinte Tom leise. „Gern aber heute geht es leider nicht. Wie wäre es mit morgen?“ schlug sie vor. „Sehr gern… ich komme her und hole Sie ab…“ nickte Tom. Er nahm den wunderschönen Blumenstrauß und verschwand. Dann fiel ihm ein, dass er sie nicht einmal gefragt hatte, wie sie hieß. Nun das ließ sich morgen nachholen, dachte er und fuhr zu sich nach hause um sich umzuziehen. Gegen 20:02 Uhr stand er vor Semirs und Andreas Wohnung.


    „Hey… du machst dich… nur zwei Minuten verspätet…“ grinste Semir als Tom ins Wohnzimmer kam. „schön habt ihr es hier…“ nickte Tom. „Danke… setz dich doch.. .Essen dauert noch etwas…“ meinte Andrea nur. Tom ließ sich neben Semir nieder. „und… was ist? Gefällt es dir wieder bei den Kollegen?“ wollte Semir wissen. „ja… jetzt bin ich angekommen. Ich weiß wo ich hingehöre. Ihr seid es gewesen, die mir gefehlt haben.“ Kam leise und voller Überzeugung von Tom. „Das freut mich. Ich habe einen neuen alten Partner…“ lachte Semir. Der Abend wurde sehr schön und alle fühlten sich in die Vergangenheit versetzt. Schließlich war Tom fast zwei Jahre wie von der Bildfläche verschwunden. Gegen 22 Uhr klingelte es an der Tür. „ich geh schon..“ meinte Semir und stand auf. Nur wenig später hörte man es scheppern. Sofort rannte Tom zur Tür. Semir lag am Boden und über ihn ein Bassett. Tom lehnte sich an den Türrahmen und schaute zu. Andrea kam ebenfalls. „Oh… Daniela und Johannes… sind da…“ lachte sie. „Johannes!! Runter!!“ schrie Semir. „Oh nee.. Johannes.. du sollst den armen Semir nicht immer so überfallen. Es tut mir wirklich Leid… aber ich dachte er hat es verstanden, doch immer wenn er dich sieht ist es um ihn geschehen…“ entschuldigte Daniela sich und zog Johannes von Semir runter. Dieser wischte sich mit dem nächstenmöglichen Tuch den Hundesabber weg. „Das ist sooo widerlich!“ stieß er aus.

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  • Elfriede Weißhaupt sah fern und kraulte dabei ihren Kater Felix, der es sich auf ihren Schoß gemütlich gemacht hatte und die Streicheleinheiten genoss. Er schnurrte sanft und zuckte zusammen als das Telefon klingelte. „Weißhaupt!“ meldete sich Elfriede und sah auf die Uhr. Es war schon zehn Uhr durch und normalerweise ruft doch um diese Zeit niemand an. „Hallo Oma ich bin es…“ hörte sie ihren Enkel Sebastian. „Basti!! Schön das dich mal meldest. Bist du immer noch in Italien?“ wollte sie wissen. „Nein Oma… ich bin nicht in Italien. Ich bin in Köln. Morgen komme ich dann mal zu dir, einverstanden?“ gab er zurück. „Aber seit wann bist du denn aus Italien zurück? Und warum bist du noch nicht zu mir gekommen? Du weißt doch, dass ich nicht so richtig laufen kann.“ meinte sie etwas empört. „Oma… ich bin erst gestern zurück. Ich komme morgen zu dir, versprochen und dann gehen wir auch wieder in den Park…“ versprach der Enkel. „Das ist ja wohl das Mindeste, was ich verlangen kann…“ forderte sie. „Nur keine Sorge.. .es wird sicher ein schöner Tag für dich sein. Ich hab dich Lieb…“ kam von ihrem Enkel. Elfriede legte auf und drehte ihren Rollator wieder in Richtung Wohnzimmer. Nur langsam ging sie vorwärts. Vor drei Jahren hatte sie einen Oberschenkelhalsbruch und obwohl er gut verheilt war, konnte sie nicht mehr so gut laufen. Aber sie war ja auch schon 85 und das Alter zeigte sich immer mehr.


    Gegen Mitternacht verabschiedeten sich die Gäste von Semir und Andrea. Leider nicht mit einem bitteren Nachgeschmack für Semir. Denn Daniela erzählte, dass sie Johannes zum Rettungshund ausbilden lassen wolle. Semir lacht lauthals los und fing sich strafende Blicke von Andrea ein. „Du meinst Johannes der als Polizei- und Drogenhund durchfällt, weil er eine Allergie gegen Kokain hat und außerdem Klaustrophobie? Der soll in Ruinen kriechen und Menschen retten? Daniela…. Das ist nicht dein Ernst… Das kannst du nicht wirklich glauben..“ lachte er herzhaft. Daniela sah ihn an. „Aber Semir… ich will erst einmal dass sie die Prüfung ablegt. Sie heißt zwar Johannes, aber sie ist eine SIE! Warum merkst du dir das nicht .Außerdem sie mag dich und von daher habe ich vor mit dir zu wetten.“ erklärte sie. Semir sah sie an und dann zu Andrea die wusste, dass ihr Mann sehr gern wettet. Egal um was es geht, er tat es. „Also gut… Was ist der Wetteinsatz?“ wollte er sofort wissen. „Nun ganz einfach, wenn ich gewinne, dann spielst du das Suchopfer für Johannes. Sie liebt dich, das weißt du doch..“ gab Daniela bekannt. „Ach… und was wenn ich gewinne?“ harkte Semir sofort nach. „Dann werde ich …dann werde ich …“ überlegte Daniela und sah Andrea hilfesuchend an. „du könntest sein Auto waschen… das macht er sehr ungern…“ ließ Andrea verlauten. Semir nickte heftig. „Also gut… wenn ich verliere, was eh nicht passieren wird, dann wasche ich dir vier Wochen lang dein Auto…“ verkündete sie. Semir schlug siegessicher ein, obwohl er nicht wusste worum die Wette überhaupt ging. „Was müssen wir machen?“ fragte er deshalb neugierig. „Gar nichts… Andrea sagte mir, das du Fußballwetten machst… ich will mit dir bei einem Spiel wetten. Sagen wir.. München gegen Stuttgart?“ schlug Daniela vor. Semir grinste breit. „Gerne… München gewinnt 4:1…“ lachte er vor Freude. Das war eine Wette die er gewinnen musste. So dachte er jedenfalls.


    Irgendwo in Köln im Restaurant „Lotosblüte“ hatte der Inhaber Shou Tsangsee ungebetenen Besuch. Er hockte am Boden und weinte leise. „Du solltest besser zahlen, Shou...du weißt doch wie Shiro sein kann. Willst du wirklich dass dein Geschäft von Vandalen zerstört wird? Wir können für deinen und auch für den Schutz deiner Familie sorgen. Du bezahlst nur einen kleinen Obolus an uns und schon kannst du in Frieden leben...“ grinste Kenzo den Mann vor sich an, der sich arg bedrängt fühlte. „Ja ich zahle... bitte.. ich zahle... nenn mir den Betrag und...“ fing er an. Kenzo lächelte freundlich und sah zu seinem Bruder Kenta. „Siehst du... man muss nur die richtigen Argumente haben und schon klappt das...“ gab er von sich. „Wir bekommen 500 Euro pro Woche. Das ist die unterste Grenze!“ wandte er sich wieder an Shou. „500? Das schaffe ich doch gar nicht. Ich habe gerade mal 700 Euro in der Woche. Ich muss doch auch von etwas leben... meine Kinder... sie wollen essen...“ beklagte er sich. Kenzo lachte auf. „Shou... willst du mich verärgern? Dir bleiben doch 200. Das sollte ausreichen. Es gibt Leute die mit viel weniger auskommen müssen. Die erste Zahlung wird sofort fällig!“ kam kalt von ihm zurück. „Aber ich kann doch nicht....“ fing Shou an zu flehen. Kenta hob seinen Schlagstock und zog ihn einmal über das erste Regal wo die Gläser ordentlich nebeneinander standen. Es schepperte und klirrte sehr laut. „Bitte.... nicht...“ flehte Shou weiter. „Dann zahle. Weißt du ich bin gnädig... ich lasse dir Zeit bis Freitag, dann will ich das Geld haben. Sonst geht mehr zu Bruch, als nur die Gläser, klar?“ drohte er. Shou nickte ängstlich. Kenzo hatte ihm auch körperlich gezeigt, dass es nicht gut war sich gegen die Erpressung zu wehren.

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  • Sebastian erhielt nur kurz nachdem die Männer weg waren einen Anruf von Shou. „Sie waren da....mein Freund. Sie haben nicht geschlagen und meine Einrichtung etwas demoliert. 500 Euro pro Woche.... ich kann das nicht zahlen...“ weinte der Restaurantbesitzer. „Das wirst du auch nicht. Ich werde morgen früh zu Shiro fahren und ihn damit konfrontieren. Du wirst sehen.... ich werde diesem Treiben ein Ende setzen. Ich komme gleich zu dir und hole das Band ab. Ich weiß auch schon wo ich es aufbewahren werde. Meine Oma ist ein herzensguter Mensch und dort werden sie sicher nicht suchen.“ Meinte Sebastian nur. „Es ist nicht gut, wenn du deine Oma damit belastest. Was wenn sie es herausfinden? Shiro hat sicher überall seine Leute. Ich will nicht, dass der alten Dame etwas passiert.“ Begehrte Shou auf. „Ihr wird nichts passieren. Ich habe alles geplant. Diesem Treiben muss ein Ende gesetzt werden. Aber du hast Recht... vielleicht sollte ich Shiro nicht direkt beim ersten Besuch alles auf die Nase binden. Ich werde mir das Band ansehen und die Stelle genauer betrachten. Vielleicht erkennt man sogar die Gesichter... Die kann ich als Standbilder dann in der Presse verwenden. Was meinst du wie blöd die aus der Wäsche gucken wenn sie sich in der Tageszeitung entdecken...“ lachte Sebastian. „Ich habe Angst... ich würde am liebsten den Laden aufgeben. Soll da ein anderer mit glücklich werden..“ gab Shou zu. „Warte erst einmal ab. Du wirst sehen, die werden ganz schnell klein beigeben. Vertrau mir...“ bat Sebastian. „Also gut, aber wenn es deswegen Tote geben sollte, dann werde ich den Laden schließen. Das ist es nicht wert.“ legte Shou fest.


    Schon am nächsten Morgen fuhr Sebastian zur Firma. „Hondachip ltd. dessen Chef Shiro Akio war. Er sah sich in dem Büro von Shiro Akio um. Er war Journalist und hatte durch einen Freund erfahren, das der große Shiro Akio, ein sehr bekannter Mann in Köln. Shiro Akio leitete ein Betrieb der sich in der Computerbranche einen großen Namen gemacht hatte. Der Betrieb stellte Chips für elektronische Autoschlösser her. Ein Markt der immer größer wurde und auch die Konkurrenz schlief nicht. Doch das interessierte Sebastian überhaupt nicht. Er war hier, weil er von seinem Freund einen alten Japaner, der ein sehr gut gehendes Restaurant in der Köln. Dieser Freund teilte ihm mit, dass er von Angestellten eben dieses Akio unter Druck gesetzt wurde Schutzgeld zu zahlen. Bisher konnte er sich erfolgreich weigern, aber die Angst wurde immer größer. Sebastian sah seine große Chance endlich den Durchbruch als Journalist zu erreichen. Er musste Beweise finden. Beweise gegen Shiro Akio und er wusste auch schon wen er dafür fragen musste. Aus seiner Studienzeit kannte er eine Japanerin, die ihm sicher was über Akio erzählen konnte. Er trug ihr Bild immer noch bei sich. Hotaru… was für eine Frau. Eine kurze Affäre zwischen ihn und dieser Göttin, zumindest in seinen Augen war sehr ereignisreich. Er hatte ein wenig von der Kultur Japans gelernt und wusste genau wie er sich zu verhalten hatte. So war es für ihn auch nicht schwer bei Shiro Akio einen Pressetermin zu bekommen.


    Shiro lächelte seinen Besucher an. „Wie kommt es, dass Sie einen Bericht über meine Firma schreiben wollen? Ist etwas passiert?“ fragte er freundlich. „Nein… ich finde nur, man sollte über Firmen die von ausländischen Mitbürgern geleitet werden auch mal in den Vordergrund heben. Denn genau diese Firmen sind es von denen viele gar nichts wissen. Sehen Sie Herr Akio… Sie stellen Chips her für die Automobilindustrie. Aber wer berichtet über Sie oder über Ihre Angestellten? Jeder kennt das Auto welches Ihren Chip benutzt, aber Ihr Name geht nicht in die Verkaufsbilanz ein.“ erklärte der Journalist. Shiro gefiel die Art. „Das ist eine sehr weise Sicht. Nur wer sagt Ihnen, dass wir so weit in den Vordergrund wollen?“ lächelte er ihn an. „Wenn Sie es nicht wollen, dann können wir es auch einfach ablegen. Aber ich würde halt gern etwas wissen.“ kam von dem Journalisten. Shiro nickte. „Ich liebe Hartnäckigkeit mein Lieber. Ich denke auch, dass Sie einen sehr guten Bericht schreiben würden, aber ich lehne ab. Unsere Firma bleibt lieber im Hintergrund. Dennoch beantworte ich Ihnen ein paar Fragen.“ nickte der Unternehmer.

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  • Sebastian fühlte sich am Ziel. Nun musste er noch die richtigen Fragen ausdenken, doch dank seiner Ausbildung war das gar kein Problem. „Herr Shiro… Für welche Automarke stellen Sie derzeit die Chips her und was zeichnet dieser aus?“ fragte er. Der Unternehmer lächelte. „Nun wir haben keinen festen Kundenstamm. Die Autoindustrie allgemein, wenn Sie so wollen. Uns ist es ziemlich egal in welchem Fahrzeug sich unser Chip wieder findet. Für uns ist wichtig, dass er es überhaupt schafft im einem der Fahrzeuge zu landen. Und was ihn auszeichnet… die Qualität. Ja ich denke es ist die Qualität. Ja doch… das sollte zumindest sein. Sehen Sie… die Computerbranche ist sehr weit gefächert und viele Firmen haben sich auf Spiele konzentriert. Aber für die Sicherheit da gibt es viel zu wenig. Und dort setzen wir uns ein.“ Erklärte der Unternehmer sachlich. „Denken Sie, dass diese Schließungsart die Sie gerade entwickeln auch irgendwann mal für Wohnungstüren geeignet sind?“ harkte er nach. Shiro Akio nickte. „Ja… das denke ich schon. Dazu muss jedoch erst noch die Idee reifen. Denn wenn jeder mit einem Knopfdruck in meine Wohnung könnte dann wäre es nicht so gut oder?“ lachte der Mann sympathisch. „Machen Sie auf diesem Gebiet auch Forschung?“ wollte Sebastian wissen. Shiro lächelte wieder. „Das ist ein Geheimnis. Ich kann Ihnen leider nicht verraten woran wir gerade forschen. Das verstehen Sie sicherlich…“. Der Unternehmer stand auf. „Haben Sie noch Fragen? Ich kann Ihnen auch gern den Betrieb mal zeigen. Sie machen ein paar Fotos und ich hoffe auf einen sehr guten Bericht.“ schlug er vor. Sebastian war einverstanden.


    Kenta sah Shiro mit einem weiteren Mann ankommen. „Guten Abend Oyabun…“ sagte er und verbeugte sich tief. „Guten Abend Kenta. Was gibt es heute?“ wollte Shiro wissen. „Wir haben alles in die Wege geleitet. Ich denke es gibt ab sofort keine Probleme mehr.“ erklärte Kenta. „Das ist sehr schön zu hören. Wir sprechen uns später. Ich mache nur mal eine kleine Führung und dann können wir uns unterhalten. Ich hoffe sehr, dass es ein erfolgreiches Gespräch wird.“ Shiro sah Kenta warnend an. „Selbstverständlich Oyabun… ich werde auf Sie warten…“ Kenta verbeugte sich erneut und verschwand. „Sie führen Ihr Personal mit strenger Hand, wenn ich das so sehe…“ hörte er den Mann an Shiros Seite sprechen. „Ja… aber es ist manchmal leider notwendig.“ wich Shiro aus. „Das sehe ich genauso. Herr Shiro… ich würde gern ein paar Bilder machen, mit Ihnen im Vordergrund. An einer Maschine oder so… wären Sie damit einverstanden?“ bat der Journalist. Kenta sah den Beiden nach. Er hatte ein sonderbares Gefühl bei diesem Mann. Wollte er wirklich nur einen Bericht über einen japanischen Betrieb in Deutschland schreiben? Aber Shiro hatte ihn sicher im Griff.


    Nur eine Stunde später saßen sie wieder im Büro von Shiro. „Herr Akio… würden Sie mir noch ein paar Fragen zu der japanischen Kultur beantworten?“ bat Sebastian. Shiro Akio sah ihn an. „Gern… wenn Sie sich dafür interessieren.“ Nickte er lächelnd. „Nun… es geht mir um eine Art Mythos. Man sagt ja, dass die Japaner ihre eigene Mafia haben. Die Yakuzza. Und ich wollte wissen wie Sie das sehen. Ist die Yakuzza wirklich eine Mafia in Japan?“ wollte Sebastian wissen. Shiros Lächeln verschwand. „Die Yakuzza ist keine Mafia. Sie ist eine Ehrengesellschaft und legt Wert auf die alten Sitten.“ verteidigte der Mann seine Kultur. „Gehören Sie ihr an?“ wagte Sebastian den Schritt nach vorn. Shiro lächelte wieder. „Wie kommen Sie denn darauf. Ich bin hier in Deutschland und nicht in Japan. Hier gibt es keine Yakuzza. Ich muss Sie nun leider verabschieden. Es gibt noch sehr viel zu tun und… Zeit ist bekanntlich Geld.“ Shiro stand auf. Sebastian verstand. „Ja sicher.. ich verstehe..“ nickte Sebastian und ließ sich zur Tür bringen. Er prägte sich das Gebäude sehr genau ein. Denn er würde dieser Firma einen weiteren Besuch abstatten, aber nicht zur Geschäftszeit. Doch nun musste er noch was anderes erledigen. Denn er hatte den Mann den Shiro mit Kenta ansprach erkannt. Er war auf dem Band was er gestern Abend gesehen hatte. Er wollte es schnell überprüfen und anschließend zu seiner Großmutter fahren, wo er das Originalband verstecken wollte.

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  • An diesem Morgen bekam auch Semir ein Problem. Als er in die Morgenzeitung sah stieß er einen heiseren Schrei aus. Stuttgart hatte gegen München gewonnen. 3 : 1. „Nein!!“ ließ er leise verlauten. Andrea sah ihn erschrocken an. „was ist denn passiert?“ fragte sie verwundert. „München hat verloren...!“ stöhnte Semir. Andrea lachte laut los. „Das wusste ich. Daniela hat dafür ein Näschen. Sie wettet nur wenn sie weiß dass sie gewinnt. Tja... mein lieber Göttergatte... dann wirst du wohl oder übel das Opfer für Johannes spielen müssen. Wettschulden sind Ehrenschulden...“ freute sie sich für ihre Freundin. „Du hast es gewusst! Und du hast zugelassen, dass ich mich auf diese Wette einlasse! Warum hast du mich nicht gewarnt?“ wollte Semir maulend wissen. Andrea sah ihn an und streichelte mit beiden Händen sein Gesicht. „Also wirklich... du hast doch wohl keine Angst vor einem so süßen Hund wie Johannes oder?“ lachte sie und küsste ihn. „Angst? Davon kann keine Rede sein. Sie beißt ja nicht... aber wenn ich daran denke, dass ich diese lange Zunge wieder im Gesicht haben werde, dann wird mir übel... ich mag gar nicht daran denken...“ maulte Semir weiter. „Da musst du nun durch... mein Lieber...“ freute sich Andrea. Semir nickte leidlich. „Ja und ausgerechnet morgen... an meinem einzigen freien Tag...“ murmelte er noch.


    Nachdem Semir zum Dienst fuhr hing Andrea am Telefon. „Daniela… er ist völlig fertig. Ich musste mir heute wirklich das Lachen verkneifen, als ich sein Gesicht gesehen habe. Sein Blick so hilfesuchend….“ lachte sie. „Ja ich wusste das ich gewinne. Aber Semir tut mir etwas Leid. Meinst du er zieht es trotzdem durch?“ wollte Daniela wissen. „Dafür werde ich sorgen. Morgen um neun auf dem Sportplatz und wenn ich ihn hinschleifen muss. Du kannst dir sicher vorstellen, dass er alles versuchen wird, um sich raus zu reden.“ Meinte Andrea nur. „Du…ich werde Johannes darauf trimmen, dass sie ihn nicht abschleckt. Aber das ist doch nur aus Dankbarkeit und Freude. Sie ist einfach nicht zu halten, wenn sie Semir sieht. Du wirst sehen, wenn ihr uns abholt. Ich wette sie ist sofort im Auto und hängt an Semir dran.“ Erklärte Daniela. „Da muss Semir durch. Er wird es schon überleben und im Endeffekt ist es ja was Gutes… Immerhin sorgt er dafür, dass Johannes dann Menschenleben retten wird. Und vielleicht mal irgendwann sein eigenes.“ kam von Andrea und sie ahnte nicht, wie Recht sie behalten sollte.


    „Semir…. Wie kannst du denn so eine Wette eingehen! Du weißt doch, dass man mit Frauen keine Wetten macht. Die gewinnen immer. Das ist ungerecht und von daher wird es sicher…“ tadelte Tom seinen Freund, als dieser von der Wette erzählte. „Wie kann ich denn ahnen, dass die Ahnung von Fußball hat? Ich fand es extrem hinterhältig! Und das Schlimme ist, dass Andrea es wusste. Sie hat mich auf diese Wette eingehen lassen obwohl sie wusste, dass ich verliere… das ist unfair…“ maulte Semir weiter und konzentrierte sich auf den Verkehr. „Ich überlebe den morgigen Tag nicht. Hilf mir Tom bitte….ich flehe dich an als Freund. Du musst mir helfen. Du hast doch auch frei und vielleicht…“ fing Semir an. Tom lachte laut auf. „Nee…. Vergiss es. Du hast die Wette verloren und nicht ich. Aber ich leiste dir geistigen Beistand. Ich komme mit auf den Platz.“ grinste Tom. „Danke… du bist ein wahrer Freund wirklich…ein wahrer Freund.“ stöhnte Semir. „Was willst du denn? Meinst du der Hund sucht nach mir? Er ist in dich vernarrt und nicht in mich. Du hast die Wette verloren… nee mein Lieber… mach du mal…“ lachte Tom nur. „Er ist eine Sie!“ verbesserte Semir ihn. „Was?“ wollte Tom wissen. „Johannes! Johannes ist eine sie.“ erklärte Semir und wünschte sich, dass dieser Tag mit einem so schweren Fall enden würde, dass sein freier Tag gestrichen wurde. Doch nicht einmal dieser Wunsch wurde ihm erfüllt. Der Tag endete unspektakulär.

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  • Am nächsten Morgen klingelte um sieben der Wecker. Semir quälte sich für ihn viel zu früh an seinem freien Tag aus dem Bett. Suchperson für Johannes. Warum hatte er sich dazu überreden lassen? Dieser laufende Waschlappen konnte nur nerven und das ging bereits auf der Fahrt zum Veranstaltungsort los. Daniela, Andreas Freundin hatte sich tatsächlich in den Kopf gesetzt den an Klaustrophobie leidenden Exdrogenhund, der eigentlich eine „Sie“ war, mit schwacher Blase und einer Kokainallergie zum Rettungshund auszubilden. Für Semir war das natürlich absolut absurd, aber Andrea ließ ihn nicht aus der Wettschuld entkommen. Alles bitten half nicht und so musste er das Opfer spielen. Seit der letzten Begegnung mit Johannes, die zwar schon lange zurück lag, aber immerhin damit endete, dass er dem Hund das Leben rettete war Johannes von Semir schwer zu trennen, wenn sie sich sahen. Semir fuhr vor Danielas Wohnung vor und als der Hund ihn sah war Hopfen und Malz verloren. Johannes bekam ein Tempo drauf, was man ihr überhaupt nicht zutraute. „Johannes!! NEIN!! AUS!!“ schrie Semir die Befehle und versuchte sich im Auto in Sicherheit zu bringen. Doch Andrea schien das Ganze viel Spaß zu machen. Sie öffnete die hintere Tür und schon hing Johannes an Semir dran. Wusch!!! Die Zunge landete in seinem Gesicht.


    Die Fahrt verlief dann doch noch ruhig, weil Daniela Johannes am Halsband hielt damit Semir sich überhaupt auf die Autofahrt konzentrieren konnte. Auf dem Parkplatz war es dann jedoch mit seiner Ruhe vorbei. . „Komm Semir! Du musst dich verstecken. Daniela lenkt Johannes ab. Du musst dich beeilen!“ drängte Andrea. Semir nickte und verschwand. Er wollte es dem Hund nicht so einfach machen und versteckte sich in eine sehr kleine enge Aussparung im Boden, welches ein eingestürztes Haus simulierte. Semir wurde von einem Helfer mit Steinen aus Pappmachee bedeckt. Und dann ging es los. Semir sah wie die Hunde die die Prüfung ablegten über das Gelände rasten. Alle irrten ziemlich umher nur eine nicht.. Johannes schien eine verdammt gute Nase zu haben. Sie rannte schnurstracks auf Semirs Versteck zu und fing sofort an zu graben. Sie bellte und jaulte gleichzeitig. Und dann war sie bei ihm. „Gut…Johannes aus!! Nein!! Hör auf!!“ schrie Semir verzweifelt denn schon wieder landete die schlabbernde Zunge in seinem Gesicht. Semir zog sich aus seinem Versteck und versuchte dem Hund bei zu bringen, dass es damit erledigt war. Er musste zugeben, dass Johannes wirklich einen tollen Job hinlegte. So lobte er sie in dem er sie streichelte. „Gut gemacht… sehr gut..“ sagte er dabei. Johannes sah ihn mit ihren treuen dunklen Augen an. Semir versuchte alles um den Hund von sich zu bekommen, aber Johannes war sehr anhänglich und schaffte es immer wieder. „Johannes!! Gut jetzt!!“ rief Semir verzweifelt und endlich kam Daniela und zog den Hund weg. „Das hast du sehr gut gemacht!“ lobte sie die Hündin.


    Tom sah Semir und den Hund ankommen. Wieder lachte er laut los, denn der Hund schien tatsächlich ein wandelnder Waschlappen zu sein. „Sag ein Wort und ich kündige die Partnerschaft!“ schwor Semir als er Tom ansah. „Ich sag nichts!!“ kam von ihm. „Das ist absolut ekelhaft…“ stöhnte Semir. „Der Hund sabbert dich völlig voll. Wenn du in den Trümmern nicht erstickst, dann ertrinkst du an Hundesabber!“ maulte Semir und stieß den Hund weg. Tom lachte laut. „Hör auf zu lachen! Sonst bist du gleich in dem Loch!“ drohte Semir. „Na aber ich passe nicht in das Loch…“ widersprach er. „Ha…Ha… sehr witzig. Mensch Johannes!! Nun ist gut… ich bin gerettet!“ blaffte Semir den Hund an, der ihn immer noch am Ohr schleckte. „Das hast du sehr gut gemacht, Johannes… wirklich sehr gut…“ lobte Andrea den Hund ihrer Freundin. Für heute war das Training für Suchhunde, für die Johannes nach seiner Kariere als Drogenhund und mit Klaustrophobie, angemeldet wurde, beendet. Nur wenig später kam Daniela mit einer Plakette zu ihnen. „Zwar nicht den ersten Platz belegt, aber er ist dabei...“ strahlte sie über beide Ohren. Obwohl alle sehr glücklich darüber waren, dass für Johannes eine neue Chance gab, war Semir sehr froh als Johannes am Abend nach Hause gebracht wurde. Noch ahnte er nicht, dass er Johannes schon sehr bald sein Leben verdankt.

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    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Und während Semir mit Johannes kämpfte bekam Elfriede Besuch von ihrem einzigen noch lebenden Verwandten Sebastian. „Hallo mein Junge... schön dass du auch noch mal kommst. Ich fühle mich so einsam...“ beklagte sie sich. „Oma... ich muss doch arbeiten. Ich kann nicht jeden Tag zu dir kommen. Du hast doch auch Felix und ...“ erklärte Sebastian und gab seiner Oma einen Kuss. „Du hast überhaupt keine Zeit mehr für mich. Na geh kommt mit in die Küche... ich habe Apfelkuchen gebacken..“ sagte sie, stützte sich auf ihren Rollator und ging langsam in die Küche. „Oma... hast du es dir überlegt? Du wärest in einem Altersheim doch viel besser aufgehoben und den Felix kannst du auch mitnehmen. Du brauchst doch auch etwas Gesellschaft...“ redete er auf sie ein. „Ach... ich komme sehr gut allein zurecht. Und außerdem... im Altersheim kenne ich doch niemanden...“ widersprach die Alte. „Aber dann kannst du sie doch kennen lernen. Bitte Oma... überleg es dir doch. Es ist sicher besser dort...“ gab er zu bedenken. „Ach Basti.... ich weiß nicht... hier bin ich doch alt geworden. Ich meine... diese Wohnung... da sind Erinnerungen dran. Hier ist deine Mama geboren worden und hier ist dein Großvater gestorben. Du hast hier deine Kindheit verbracht....“ kam klagend von der alten Frau. „Oma... die Erinnerungen sind doch nicht hier in der Wohnung. Die hast du doch alle im Kopf. Ich wäre wirklich froh, wenn du in ein Altersheim gehst wo du betreut wirst. Denk doch nur mal an den Bruch zurück. Wenn ich nicht meinen Schlüssel vergessen hätte bevor ich nach Amerika flog, dann ...dann wärest du nie gefunden worden... Überlege es dir okay?“ bat er sie inständig. Sie bemerkte sehr wohl wie besorgt ihr Enkel war.


    „Weißt du Daniela ist davon überzeugt, dass Johannes bald in Erdbebengebieten eingesetzt wird und dort Menschen aus den Trümmern retten kann.“ erklärte Andrea und streichelte Johannes zum Abschluss über den Kopf .Semir nickte. „Ich hoffe sehr weit weg.“ knurrte er nur. Anschließend fuhren er und Andrea, die seit gut vier Monaten nun zusammen lebten nach Hause. „Sag mal riechst du das?“ wollte Semir wissen, als sie das Haus betraten. Andrea schnupperte. „Gas?“ fragte sie erstaunt. Semir nickte. „Ja Gas… okay…. Du rufst die Feuerwehr und ich hole die Bewohner aus dem Haus. Schnell!!“ befahl Semir und schob Andrea wieder aus dem Haus. Er selbst ging die Treppen hoch und klopfte an jeder Tür. Die alte Dame, mit der Semir kurz von Dienstbeginn immer ein paar Wörter wechselte sah ihn erschrocken an. „Herr Gerkhan? Was ist denn los?“ fragte sie und schob ihren Rollator von der Tür weg. „Frau Weißhaupt… Sie müssen jetzt mal den Turbo an Ihrem Porsche einlegen. Wir haben hier vermutlich ein Gasleck. Verlassen Sie das Haus….“ empfahl er und zog die gehbehinderte Frau vorsichtig jedoch bestimmend aus der Wohnung. „Aber…. Meine Katze….. sie ist noch in der Küche…“ begehrte die Frau auf. „Ich bringe sie mit…“ versprach Semir und drängte die Frau raus. „Ich hole Felix!“ hörte er eine Stimme. Ein junger Mann kam mit dem Tier auf dem Arm aus der Wohnung. Semir nickte ihm kurz zu und ging die Etagen durch. Es dauerte ein knappe viertel Stunde bis alle aus dem Haus waren. Die Feuerwehr entdeckte kurze Zeit später ein Leck in der Gasleitung und wenn Semir und Andrea die Leute nicht gewarnt hätten, dann wäre hier jede Hilfe zu spät gekommen.


    „Hey! Da sind ja unsere Helden!“ rief Dieter erfreut, als Semir und Andrea am nächsten Morgen ins Büro kamen. „Was? Woher?“ wollte Andrea wissen. Hotte hob die Tageszeitung in die Höhe. „Die Retter! Polizist rettet mit seiner Freundin zwanzig Menschen vor dem sicheren Tod!!! “ prangte in roten Lettern über ein Bild welches Andrea und Semir zeigte. „Whow….“ kam von Semir. „Ihr seid ja richtig gut… habt eine Katastrophe verhindert.“ meinte Dieter. „Ja sicher.. man das war doch verständlich, dass wir die Nachbarn warnen.“ maulte Semir, der sich überhaupt nicht gern in der Zeitung sah. Andrea zog ihn ins Büro. „Warum schraubst du das denn so runter? Sei doch froh, dass die Leute wissen, wie heldenhaft du es getan hast. Du hast was Großes geleistet… Ich bin sehr stolz auf dich….“ sagte sie ihm. Semir zog die Schultern hoch. „Es ist mir einfach zu Wider. Ich habe nichts Besonderes gemacht. Die Leute waren in Gefahr und ich habe nur meinen Job gemacht…“ kam von Semir. „Was stört dich denn daran?“ wollte Andrea wissen. „Das mich jeder als Held ansieht. Jeder hätte es in dieser Lage getan. Genau wie ich…“ erklärte Semir, der sich in der Heldenrolle gar nicht wohl fühlte. „Hey!! Guten Morgen, Held und Partner. In den Nachrichten ist nichts anderes mehr zu sehen und zu lesen. Der Polizist, der Held, der zwanzig Menschen vor dem Tod rettet… Da hast du ja wieder tolles geleistet.“ begrüßte Tom seinen Partner.

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  • Sebastian sah seine Oma an. „Kann ich dich wirklich allein lassen?“ wollte er wissen. „Aber ja mein Junge… das Gas ist abgedreht, die Handwerker sind bereits an der Arbeit und du musst ja auch Geld verdienen. Aber vergiss nicht… du musst pünktlich zum Abendessen daheim sein. Ich warte nicht mit dem Essen…“ lachte Elfriede und kraulte Felix den Kopf. Sebastian nickte. Er nahm seine Tasche und fuhr zur Arbeit. Wie froh war er, dass es seine Oma gab. Auf diese alte Frau war Verlass und es war die einzige Verwandte die er noch hatte. Und er war bereit dafür alles aufzugeben. Doch seine Gedanken gingen wieder zu Shiro Akio. Wie konnte er beweisen, dass seine Leute die Restaurantbesitzer bedrohen und erpressen. Und dann hatte er seine Idee. Doch Sebastian hatte sich vorgenommen Shiro nun mit der Wahrheit zu konfrontieren. Die Nacht hatte er bei seiner Großmutter verbracht damit sie nicht so einsam war. Er war dem Nachbarn sehr dankbar, dass er sie vor dem Gasleck gewarnt hatte. Seine Oma hatte erzählt, dass er Polizist war und so spielte Sebastian mit dem Gedanken, das Video direkt in Semirs Briefkasten zu werfen. Sobald der Mann es sieht wusste er genau, was zu tun war. Sebastian packte die kleine Videokassette in einen Briefumschlag und schrieb noch ein paar Worte zur Erklärung dazu. Dann warf er den Brief ein und hoffte, dass der Mann es sich ansah.


    Semir lenkte seinen BMW ruhig über die Autobahn. Es dämmerte bereits und Semir war froh das Johannes nicht bei ihm im Auto war. Die Begegnung mit dem Hund war für die nächsten Jahre ausreichend. Es war nicht viel los und so konnte er ziemliche relax mal die PS ausprobieren. „Und... was macht unser Held sonst so?“ wollte Tom wissen. „Lass das mit dem Held. Ich bin keiner. Ich habe nur etwas ganz normales gemacht. Ich meine... wenn es mir nicht aufgefallen wäre, dann einen der anderen Nachbarn. Die hätten sicher auch so reagiert, wie ich.“ erklärte Semir, der den Wirbel um seine Person verabscheute. „Ich weiß nicht... kann es nicht sein, dass jeder Andere nur an sich gedacht hätte? Ich meine du weißt es doch nicht so genau.... Wenn niemand das Leck bemerkt hätte, dann wären alle Bewohner tot. Du und Andrea vielleicht auch... schon mal daran gedacht?“ gab Tom zu bedenken. Semir wurde nachdenklich. Er hatte Recht. Vielleicht hätte nicht jeder so gehandelt wie er. Er wusste sehr genau, dass es gefährlich war. Sicher er und Andrea hätten in dieser Nacht sterben können, aber sie sind es nicht. Und nur weil er für einen nervigen Hund das Opfer spielen sollte. So konnte dieser Nachteil auch ein Vorteil haben. Semir sah in den Spiegel. „Ja ich weiß... aber ich hielt es einfach für meine Pflicht.“ gestand Semir. „Du bist viel zu bescheiden. Semir... die Presse feiert dich als Held. Genieße es doch einfach.“ lachte Tom und sah aus dem Fenster. „Was ist eigentlich mit Johannes?“ wollte er plötzlich wissen. „Oh... der sabbernde Bettvorleger ... er macht seine Sache gut. Ich muss nächste Woche schon wieder ran.“ stöhnte Semir. „ist dass dann die letzte Prüfung?“ harkte Tom nach. Semir zog die Schultern hoch. „Ich hoffe es inständig.“ gab er zu. „Und was machst du?“ wollte Semir wissen um das Thema zu wechseln. „Du... ich habe da eine wunderbare Frau getroffen. Sie ist eine Japanerin. Klein, anschmiegsam und sie bedient mich wo es nur geht. Ich brauche nichts zu sagen. Ich liebe die asiatische Kultur...“ lachte Tom zurück. „Du? Du liebst nur die Frauen, weil sie dir alles nachtragen..“ erwiderte Semir grinsend. „Alles hat seine Vor- und Nachteile....“ gab Tom zu.

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  • Am gleichen Abend gab es in dem Restaurant „Lotosblüte“ den nächsten Besuch von Kenta und Kenzo. Die Beiden nahmen sich den Besitzer vor und jagten alle Gäste aus dem Raum. Brutal stießen sie den zitternden Mann gegen die Theke. „Wo ist unser Geld?“ fragte Kenzo. „Ich habe nichts.. bitte ich fange doch gerade erst an. Ihr habt mir meine Gäste vergrault… wie soll ich da das Geld zusammen bekommen. Ich bin ruiniert. Ich muss aufgeben…“ weinte der Besitzer. „Das wird Shiro aber gar nicht gern hören.“ Tadelte Kenzo. „Also gut… wir geben dir noch eine Chance. Aber wenn wir nächste Woche auch kein Geld bekommen, dann brauchst du das Geschäft nicht aufgeben… dann müssen das deine Angehörigen machen, klar?“ drohte Kenzo. Sebastians Freund nickte ängstlich. Kenta ließ den Mann los. Beide verließen das Restaurant und nur wenig später stand Sebastian im Raum. Er kümmerte sich um seinen Freund. „Na komm schon Shou… das wird das letzte Mal sein, dass sie dich bedrängen. Dafür werde ich nun sorgen.“ Gab er bekannt. Shou sah ihn an. „Wie denn? Die Yakuzza ist mächtig.“ weinte der Besitzer. „Ja… aber hier ist die Polizei mächtiger. Ich werde es jemanden geben, der was dagegen tun kann. Shou… du musst mit ihnen zusammen arbeiten, hörst du… wenn sie zu dir kommen, dann sag ihnen alles.“ bat Sebastian seinen Freund.


    „Wie heißt sie denn?“ fragte Semir nach. „Wer?“ wollte Tom wissen. „Na deine Freundin!“ meinte Semir nur. „Ach so... Glühwürmchen...“ kam von seinem Partner. Semirs Kinnlade klappte runter. „Wie bitte? Glühwürmchen?“ klang es völlig verwirrt von ihm. „Ja... Glühwürmchen. Das ist die Übersetzung. Sie heißt Hotaru Kazuko.“ lachte Tom. „Oh… sehr hübsch. Wann lerne ich sie kennen?“ grinste Semir. „Oh… ich dachte wir könnten zu viert ausgehen du mit Andrea und ich mit Hotaru… sie ist schon sehr gespannt auf dich.“ gab Tom zu. „Wie? Was hast du ihr denn so über mich erzählt?“ harkte Semir nach. „Nur das Beste und natürlich hat sie auch den Bericht in der Zeitung gelesen… der große Held von Köln…“ lachte sein Partner. „Oh man… diese Zeilen werden mich sicher noch ne Weile verfolgen..“ stöhnte Semir nur. Die Fahrt durch das Revier verließ ruhig und so war der Abend schnell da und versprach amüsant zu werden. Semir hatte für sich und Andrea natürlich zugesagt. Das Abendessen war wunderbar. Es wurde natürlich in einem japanischen Restaurant eingenommen und Sushi war da für Andrea und Semir der Höhepunkt. „Was machen Sie denn beruflich… Hotaru?“ wollte Semir wissen und schob sich einen Fisch im Reismantel in den Mund. „Ich bin Studentin und jobbe nebenbei im Blumenladen. Dort haben wir uns auch kennen gelernt. Ich liebe meine Muttersprache, aber nur die Sprache. Viele Sitten habe ich bereits in der Jugend abgelegt.“ erklärte sie. Die Stimme klang hell und offen.

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  • Semir und Andrea kamen gegen Mitternacht nach Hause. „Sie ist nett..“ meinte Andrea nur. „Ja… sehr nett. Und sieht auch noch gut aus. Ich freu mich für Tom. Er hat sie verdient und ich hoffe die Beziehung hält ne Weile…“ meinte Semir ehrlich. „Ja… sieh mal… bei Frau Weißhaupt ist auch noch Licht. Vielleicht kann sie wieder nicht schlafen…“ murmelte Andrea und wies auf das Fenster. Doch in diesem Augenblick löschte man das Licht. Semir und Andrea betraten das Haus und gingen langsam die Stufen zu ihrer Wohnung hoch. „Na… oder aber der junge Mann ist bei ihr. Ihr Enkel… ist auch ein sehr netter Mensch. Ich konnte mich ja etwas mit ihm unterhalten.“ meinte Semir nur. „Komm… nun möchte ich noch etwas mit dir kuscheln und dann müssen wir ja auch früh raus.“ hängte er an. Andrea sah ihn an. „Nur kuscheln?“ fragte sie etwas enttäuscht. Semir nickte. „Ja sicher… nur kuscheln… türkisch kuscheln…“ lache er. Andrea nickte. „Türkisch kuscheln…. So, so… was genau ist das?“ wollte sie dann aber doch wissen. „Ich zeig es dir…“ lachte Semir und zog Andrea in die Wohnung.


    Am nächsten Morgen verabredete Sebastian sich erneut mit Shiro Akio und wollte ihn mit dem was er auf dem Video gesehen hatte konfrontierten. Für diesen Zweck hatte er eine Kopie angefertigt die er auch Shiro zeigen wollte. Er lächelte immer noch, als das Band beendet war. „ Herr Weißhaupt... das Video ist wirklich sehr grausam, aber wie kommen Sie darauf dass ich damit zu tun habe?“ wollte der Geschäftsmann wissen. „nun... das sagt mir der Besitzer des Restaurants und die beiden Männer auf dem Video sagen es ja auch eindeutig. Herr Akio... mir ist es eigentlich egal, womit Sie ihre Kasse aufbessern, aber... ich will etwas von dem Kuchen abhaben. Außerdem forderte ich, dass Sie das Restaurant nicht mehr bedrohen, denn sonst...“ fuhr Sebastian fort. Akio sah ihn warnend an. „Was sonst? Wollen Sie mir drohen? Was meinen Sie wie weit Sie damit kommen. Herr Weißhaupt Sie tun sich selbst ein Gefallen, wenn Sie mir das Video aushändigen. Sagen wir für 80.000 Euro?“ schlug Akio vor. Sebastian grinste. „Sie geben es also zu?“ fragte er nach. „Ich gebe gar nichts zu. Was meine Angestellten in ihrer Freizeit machen, ist nicht meine Sache. Ich versuche lediglich, meine Weste die rein ist auch rein zu halten.“ lächelte der Japaner siegessicher. „Was ist mit dem Restaurant?“ wollte Sebastian wissen. Doch hier gab Akio keine Antwort. „Ich denke wir sollten das Gespräch hier abbrechen. Herr Weißhaupt. Nehmen Sie das Angebot an oder nicht?“ die Stimme von Akio verschärfte sich. „Es wäre wirklich zu Ihrem Wohle. Sehen Sie.. ich verabscheue Gewalt, aber wenn es sein muss, dann kann auch ich sehr gefährlich werden, wenn Sie verstehen was ich meine...“ wieder war diese Lächeln da. Doch es sah gefährlich aus. Sebastian wollte sich nicht einschüchtern lassen. „Herr Akio... ich nehme das Geld nicht an... ich will dass Sie das Restaurant in Ruhe lassen. Wenn ich noch einmal Ihre Leute dort sehe, dann gehe ich zur Polizei. Sie können sich denken, dass die das nicht gerne sehen.“ drohte Sebastian nun vollends. Akio stand auf. „Verlassen Sie bitte mein Büro und betreten Sie die Firma nie wieder!“ sagte der Asiat bestimmt. Dennoch nutzte er das Wort „Bitte“. Sebastian nickte und verschwand. „Wir sehen uns sicher wieder...“ versprach er.

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  • Sebastian fuhr zur Redaktion um dort noch einiges zu erledigen. Er wollte Shiro Akio fertig machen. Die Bilder die er aus dem Video erstellt hatte, wollte er in die nächste Ausgabe einbringen. Er hatte dennoch ein sonderbares Gefühl in sich und dachte er würde verfolgt werden. Im Rückspiegel fiel ihm ein Wagen auf, der bereits seit einiger Zeit hinter ihm her war. Doch er maß dem keine Bedeutung bei. „Fuck..“ stieß er aus, als er kurz danach im Stau stand. Im Spiegel sah er die beiden Männer aussteigen und auf ihn zukommen. Es waren Japaner und Sebastian erkannte einen von Shiros Männern. Verdammt….. Akio schien keine Zeit zu verlieren. ... er musste weg. Dachte er sich und legte den Gang ein. Bevor die Männer am Wagen waren raste er über den Standstreifen unter einem Hupkonzert der anderen Verkehrsteilnehmer davon. Doch er ahnte schon, dass die Männer von Shiro nicht einfach aufgeben. Als er das nächste Mal in den Spiegel sah, waren sie dicht hinter ihm. Bisher war Sebastian immer ein sehr rücksichtsvoller Fahrer, aber er ahnte genau, dass wenn er jetzt nicht Gas gab und in die Fänge von den Männern geriet, war sein Leben kein Pfifferling mehr wert. Er gab mehr Gas. Als er wenige KM gefahren ist, sah er die Ursache des Staus. Direkt vor ihm stand ein ADAC Wagen und leistete Pannenhilfe. Die Japaner waren immer noch hinter ihm. Sebastian zog den Wagen durch eine Lücke der nun anfahrenden Autos.


    Hotaru fuhr am nächsten Tag zu ihrem Onkel. Freudig begrüßte er seine Nichte und bat sie ins Büro. „Du strahlst richtig, mein Kind…“ bewunderte er sie. „Ja… ich habe einen ganz tollen Mann kennen gelernt. Tom… Tom Kranich heißt er. Er ist so….so….so..“ suchte sie nach den richtigen Worten. Shiro lachte leise. „Ich versteh schon was du sagen willst. Es ist sehr schön. Wir sollten ihn dann vielleicht mal einladen.. Zum Essen oder so. Sag deiner Tante einfach Bescheid und dann machen wir einen herzlichen Empfang…“ schlug er vor. Hotaru nickte. „Das werde ich auf jeden Fall tun… Er ist so ein Traummann…“ schwärmte sie weiter. Shiro stand auf und nahm sie in den Arm. Seit dem Tod ihrer Eltern hatte er die Tochter seines Bruders aufgezogen. Hotaru war damals so schrecklich traurig und einsam. Sie war mit im Wagen und sah ihre Eltern sterben. Bisher konnte er sie immer wieder aufmuntern und freute sich für sie, wenn sie glücklich war und genau das schien sie nun zu sein. „Nur eins ist gewiss. Wenn er dich verletzt, dann werde ich ihn töten…“ drohte Shiro und Hotaru wusste dass es nicht nur gesagt war. Ihr Onkel würde es tun. Die Familie stand für die Yakuzamitglieder ganz oben.


    Semir und Tom waren zufällig auf der gleichen Autobahn unterwegs wie Sebastian und standen etwas weiter vorn im Stau. Semir wurde durch das Hupen der Wagen aufmerksam und sah den Drängler. „Na… was macht der denn da?“ fragte er sich und machte Tom damit auf die Situation aufmerksam. „Hat er was an der Waffel? Der kann doch …“ fauchte dieser. Doch Semir bemerkte auch den zweiten Wagen. „Der wird scheinbar verfolgt… Lass sie an uns vorbei und dann schauen wir mal was das für Typen sind.“ meinte Semir und machte sich startklar. Nur wenig später waren die Wagen an ihm vorbei und es grenzte an ein Wunder, das niemand einen Unfall verursachte. „Gut… wir hängen uns ran. Gib mal durch, was hier los ist…“ befahl er seinem Partner. Tom griff zum Funk und rief die Zentrale. Semir fuhr hinter dem Mitsubishi her, der den alten Golf folgte. Doch der Fahrer schien ihn bisher nicht zu bemerken. Als sich der Beifahrer dann aus dem Fenster lehnte und mit einer Handfeuerwaffe auf den fliehenden Wagen zielte. „Verdammt! Der schießt!“ stieß Tom aus und zog selbst seine Waffe. Er legte an und zielte auf den Beifahrer, der zusammenzuckte als die Kugel an ihm vorbei flog. Sofort gab der Fahrer Gas und zog an einigen Fahrzeugen vorbei. Semir blieb dicht auf. Der verfolgte Golf schien im Rückspiegel zu verfolgen, was passierte und verminderte das Tempo, was dazu führte, dass der Mitsubishi immer näher kam. Dann rammte der Japaner den Golf und dieser überschlug sich bei Tempo 100. „Scheiße!!“ stieß Semir aus und hielt umgehend an, als der Golf zu liegen kam. Der Mitsubishi entkam, doch das war jetzt eh zweitrangig. „Gib das Kennzeichen durch!“ forderte Semir und sprang aus dem Wagen. Der restliche Verkehr war bereits zum Stillstand gekommen als die ersten Schüsse fielen. Semir ging zum Golf und zog den Fahrer vorsichtig raus. „Herr Weißhaupt?“ fragte Semir erstaunt als er sah, er dort vor ihm lag.

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  • Sebastian erkannte den Nachbarn seiner Oma und lächelte leicht. Blut floss ihm aus dem Mund, aus der Nase und aus dem Ohr. Ein sicheres Zeichen, dass es bald vorbei war und er wusste es auch. Er zog den Kopf des Mannes über ihn runter. „Passen… Sie…auf Oma….auf…Sie….. ist…. In Gefahr…“ stieß er mühsam. Aus. „Warum? Wer bedroht sie?“ fragte der Mann. „Yakuzza….“ brachte Sebastian leise raus. „Yakuzza…? Japaner? Worum geht es?“ harkte der Polizist nach. „USB---stick….hinter…m…Bild….von…Opa…“ stöhnte Sebastian. Er fühlte sich so müde… er wollte schlafen und nie wieder aufwachen. „Sagen….sagen …sie ihr….ich…..ich…lie…liebe sie…“ Sebastian schloss die Augen und der Kopf fiel zur Seite. Ein letzter Atemzug ließ eine Menge Blut aus dem Mund laufen und dann wich das Leben aus seinem Körper. Er sah sich auf dem Boden liegen und er sah den Mann neben sich, der versuchte ihn wieder zu beleben. Doch die Verletzungen waren extrem und Sebastian fühlte sich leicht. „komm…mein Junge…“ hörte er hinter sich eine Stimme und drehte sich um. „Opa?“ fragte er erstaunt. „Ja… komm ich hole dich heim.“ lächelte der alte Mann. Sebastian nickte. Hier auf dieser Seite des Lebens hatte er nichts mehr zu suchen. Noch einmal sah er den Mann vor seinem leblosen Körper an. „Beschütze meine Oma….“ sagte er und schwebte davon.


    „Mist…“ stieß Semir aus, als er merkte, dass die Versuche den Mann am Leben zu halten scheiterten. Tom kam zu ihm. „Und?“ fragte er. „Er ist tot… die Verletzungen sind wohl zu schlimm gewesen. Aber er hat ein paar Worte gestammelt. Er ist der Enkel meiner Nachbarin und… er sagte ich soll auf sie aufpassen, weil sie in Gefahr ist. Sie wird von der Yakuzza bedroht…und ein Video aber ich habe nicht verstanden was es damit auf sich hat und wo es ist…“ erklärte Semir, der immer noch am Boden hockte. „Die Mediziner sind gleich da…“ kam von Tom und er zog seinen Partner hoch. „Komm… du kannst eh nichts machen. Die Kollegen sind informiert. Meinst du an dem was der Mann gesagt hat ist was dran?“ wollte er wissen. Semir zog die Schultern hoch. „Keine Ahnung. Ich meine warum sollte die Yakuzza die ja in Japan operiert hier eine alte Dame bedrohen? Es gibt doch gar keinen Grund. Aber das hier war eindeutig Mord und damit werden wir ermitteln. Was ist mit dem Mitsubishi?“ wollte Semir wissen. „Ist zur Fahndung raus.“ kam von Tom lediglich. „Wir müssen seiner Großmutter sagen, dass er tot ist…“ erklärte Semir leise. Sein Partner nickte. „Lass uns nur noch auf die Kollegen warten und dann fahren wir zu ihr…kennst du sie näher?“ fragte er nach. „Eine sehr nette alte Dame. Nicht auf den Mund gefallen. Ich hoffe nur sie wird es verkraften…“ murmelte Semir. Tom nickte. Dann waren die Kollegen da und übernahmen. Semir und er fuhren nach Köln. Doch dort erwartete sie eine weitere Überraschung.


    Semir hielt vor dem Haus wo auch er seit einiger Zeit wohnte. Er schloss die Tür auf und ging mit Tom zu der Wohnungstür hinter der Elfriede Weißhaupt lebte. Schon am Treppenabsatz hörten er und Tom laute Geräusche. „Aber ich habe doch nichts…. Bitte lassen Sie mich doch…“ hörte Semir die flehende Stimme der alten Frau. „Die sind schon da!“ stieß er aus und zog im Laufen seine Waffe. Tom tat es ihm nach. Sie stürmten in die Wohnung und sahen Elfriede Weißhaupt lag am Boden und sah die beiden Männer erschrocken an, die vor ihr standen. „POLIZEI!!!“ schrie Semir. Die beiden Japaner sahen sich an und rannten dann durch die Wohnung auf den Balkon. Tom rannte hinterher, während Semir sich um die alte Frau kümmerte. „Sind Sie okay?“ fragte er und sah sie besorgt an. Elfriede nickte. „Ja... aber meine Katze.... sie haben Felix getötet...“ weinte sie. „Ich bin gleich zurück!“ kam von Semir und auch er rannte hinter den Männern her. Doch bevor er die Wohnung verlassen konnte kam Tom völlig außer Atem zurück. Er blutete an der Lippe. „Was ist passiert?“ wollte Semir wissen und ging mit Tom zu Elfriede zurück. „Weg... die konnten Karate… ein Tritt und… das war’s dann.“ stieß er aus. Semir nickte nur. „Lass uns zu der Frau gehen..“ gab er leise zurück. Wie sollte er dieser Frau klar machen, dass sie nicht nur ihre geliebte Katze verloren hatte, sondern auch den Enkel. Semir sah Elfriede an, die weinend im Sessel saß. Sie sah Semir mit roten Augen an. „Was waren das für Menschen? Sie haben mich geschlagen und...“ sagte sie leise. Semir sah zu Tom. „Wir werden sie bekommen. Frau Weißhaupt... ich...ich habe eine ...eine schlechte Nachricht für Sie... Ihr Enkel... Sebastian...“ erklärte Semir so einfühlsam wie nur möglich. „Was ist mit Basti?“ fragte Elfriede entsetzt. „Er hatte einen Unfall... er ist mit seinem Auto....“ ging es mit Semir weiter. Er knetete die Hände um sich in Gedanken die Worte zurecht zu legen. „Er... ist ...noch an der Unfallstelle...verstorben...“ endete er leise und hielt die Hände von der Frau fest. Er spürte wie sie zu zittern anfingen. Elfriede sah ihn sprachlos an. „Frau Weißhaupt... sind Sie okay? Soll ich einen Arzt holen?“ wollte Semir besorgt wissen. „Nein.... ich brauche keinen Arzt.... Hat ....hat er noch mit Ihnen gesprochen?“ wollte sie wissen. Semir nickte. Die Traurigkeit dieser Frau riss ihn mit und er spürte wie seine Augen feucht wurden. „Ja... ich soll Ihnen sagen, dass er Sie sehr liebt.“ nickte Semir. Elfriede weinte leise. „Er war ein guter Junge...“ sagte er.

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  • Tom sah die bedrückende Situation. Er hatte in der Küche den toten Körper der Katze gefunden. Diese Frau hatte nicht nur ihren geliebten Enkel verloren sondern auch ihr geliebtes Haustier. Wieso waren die Männer so grausam vorgegangen? Er verstand es nicht. „Frau Weißhaupt.... Ihr Enkel hat mir gesagt, dass er etwas hinter dem Opa-Bild versteckt hätte. Können Sie mir sagen was es war?“ hörte er Semir fragen. „Sehen Sie nach... im Wohnzimmer über der Couch... das ist mein verstorbener Mann... alle sind tot... alle die ich je geliebt habe. Wofür lohnt es sich jetzt noch zu leben..“ stellte Elfriede die bange Frage. Tom hatte schon vielen Menschen schlechte Nachrichten überbringen müssen, aber das hier ging ihm sehr an die Nieren. „Sie sollten nicht aufgeben. Sie werden gebraucht....“ versuchte er der alten Frau Mut zu machen. Elfriede nickte. „Ich weiß.... meine Bestimmung ist noch nicht zu Ende... Jeder hat seine Aufgabe auf Erden und ich habe meine noch nicht erfüllt. Ich habe die Kriege mitgemacht.... ich habe meine Eltern verloren, ich habe zwei Kindern das Leben geschenkt und sie wurden mir früh genommen, mein Mann starb.... und nun auch mein einziger Enkel... aber ich habe meine Aufgabe noch nicht erledigt... was will er denn noch von mir…?“ fragte Elfriede. Semir sah Tom und dieser nickte. „Frau Weißhaupt… es scheint ganz so, als wäre Ihr Enkel ermordet worden. Wir haben gesehen wie er gejagt wurde. Ich vermute es hat mit dem Bild seines Opas zu tun….“ erklärte Semir leise. Elfriede sah ihn an. „Ermordet? Warum? Er hat doch niemanden etwas getan…“ weinte sie weiter. „Ich verspreche Ihnen, dass ich den Mörder finden und vor Gericht stellen werde.“ gab Semir mit fester Stimme weiter.


    „Die Frage ist nur warum man ihn umgebracht hat und hier eingebrochen ist. Haben die Leute etwas gefragt?“ wollte Tom wissen und kniete sich vor Elfriede hin. „Sie haben mich gefragt wo das Video ist. Ich weiß nicht was sie damit meinten. Aber als ich ihnen sagte, dass ich nichts weiß, sind sie so brutal gewesen. Sie haben Felix einfach den Hals umgedreht....er hat so schrecklich miaut...“ nickte Elfriede und weinte leise. Tom sah bedrückt zu Semir. „Wir sollten einen Arzt holen...“ schlug er vor. Semir nickte und wollte gerade zum Telefon greifen. „ich brauche keinen Arzt. Ich will hier niemanden sehen....“ sagte sie leise. „Frau Weißhaupt... Es ist wirklich nur zu Ihrem Besten. Sie sollten jetzt nicht allein bleiben...“ ermahnte er sie. „Dann schicken Sie mir doch Ihre Frau.... sie ist immer so lieb zu mir und ich kann mich mit ihr sehr gut unterhalten...bitte... keinen Arzt....bitte...“ flehte die Frau regelrecht. Semir lächelte. „Wir machen ein Kompromiss.... Andrea wird zu Ihnen kommen und einen Arzt mitbringen, der sich Ihre Verletzungen anschaut. Sie müssen nicht ins Krankenhaus... einverstanden?“ Semir sah sie sanft an. Elfriede war einverstanden und nickte kurz. „also gut.... ich bin einverstanden. Mein armer Felix... Basti.... warum...warum?“ weinte sie wieder. Semir rief Andrea an, die versprach umgehend zu kommen. Tatsächlich war eine halbe Stunde spätere Andrea da. Sie hatte auch den Briefkasten geleert und bemerkte den Umschlag, der keinen Absender enthielt. Als sie die Wohnung von Elfriede Weißhaupt betrat bekam sie einen Schrecken. Alles war in dieser sonst so ordentlichen Wohnung kaputt gemacht worden. Sie sah ihren Mann und Tom bei Elfriede sitzen. Das Gesicht der alten Frau war durch Schläge gekennzeichnet worden. „Oh mein Gott...“ stieß Andrea aus, als sie den toten Katzenkörper sah. Semir wandte sich um und zog sie kurz zur Seite. „Hör zu... sie steht unter Schock, aber sie will in kein Krankenhaus. Ihr Enkel ist ermordet worden. Die Kerle haben etwas gesucht wurden durch uns aber gestört. ...“ erklärte er. Andrea nickte. „Ich kümmere mich um sie. Das war bei uns im Briefkasten. Kein Absender drauf.“ murmelte Andrea zurück und gab ihm den Umschlag. Semir öffnete ihn vorsichtig. Der Inhalt war ein Zettel und eine kleine Videokassette.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Semir sah Tom an. „Scheint ganz so, dass Herr Weißhaupt tatsächlich ein Video hatte. Nur haben die Kerle es an der falschen Stelle gesucht...“ murmelte er. Tom nickte. „Arbeit für Hartmut.“ Gab er zurück. „Ja.... Andrea... kümmerst du dich um Frau Weißhaupt? Der Arzt kommt sicher auch gleich.“ bat Semir seine Frau. „Ja sicher.... ich bleibe bei ihr...“ versprach sie. Tom und Semir fuhren zur KTU. „HARMUT!!“ rief Semir laut durch die große Halle. „Ja… ist ja gut… ich bin hier hinten!“ kam aus der Ecke zurück. Semir und Tom gingen hin und sahen Hartmut fast in einem Kofferraum liegen. „Oh… sieht aber sehr gefährlich aus…“ grinste Semir. Hartmut sah ihn an. „Semir … was willst du denn hier?“ fragte er. „Ich hab hier eine Videokassette... aber keinen Recorder. Hast du hier irgendwo einen rum stehen?“ wollte Semir wissen. „Ja hinten in der Ecke bei meinem Schreibtisch, aber kein Schweinkram schauen!!“ lachte Hartmut. „Danke Hartmut.... was da drauf ist, weiß ich nicht. Aber dafür musste ein Mann und eine Katze sterben...“ gab Semir etwas bissig zurück. Hartmut schien heute seinen lustigen Tag zu haben. „Ach und wer hat wen...hey... okay... sorry...“ gab er kleinlaut wieder als Semir ihn mit einem wütenden Blick bedachte.


    Semir legte das Video in den Recorder und Tom gesellte sich dazu. Nach einigen Augenblicken verzog Semir das Gesicht. „Schutzgeld... so steht es auf dem Zettel. Die Typen gehen ganz schön brutal vor...“ stieß er wütend aus. „Ja und vermutlich ist dieser Weishaupt dahinter gekommen. Ich vermute sogar, dass er daraus Kapital schlagen wollte und die Typen aus dem Band kennt. Hartmut! Kannst du aus den Aufnahmen der Kerle Standbilder machen und sie auswerten?“ rief Semir nach hinten. „Weiß nicht... kommt auf die Qualität an...“ kam direkt hinter ihm. Hartmuts Neugier war halt nicht zu stoppen. „Dann versuch es. Und komm mir nicht mit Ausreden...“ befahl Semir und wandte sich zum gehen. „Semir! Da ist noch mehr...sieh mal...“ rief Hartmut als die beiden gehen wollten. Wieder gingen die Blicke auf den Monitor. Und dann sahen sie wie der Schuss fiel. „Mord! Vor laufender Kamera! Das ist ein absoluter Beweis... Also gut Hartmut! Ich will die Männer auf Bild haben, klar?“ kam fordernd von Semir. „Ja sicher... das krieg ich bestimmt hin...!“ nickte Hartmut und machte sich direkt an die Arbeit.


    Semir und Tom fuhren wieder zur PAST. Im Büro sahen sie sich die Kopie, die Hartmut schnell gezogen hatte noch einmal an. „Also wenn du mich fragst sind das Japaner...“ meinte Semir leise. „Ja sieht ganz so aus. Zumindest sind es Asiaten... also sollten wir unser Augenmerk dort aufbauen. Ich habe übrigens während du gerade bei der Chefin warst, das Leben von Weishaupt überprüft. Er war zuletzt in der japanischen Firma „Hondachip limited.“ Gewesen. Dort hat er Bilder gemacht und wollte so sein Redakteur wohl einen Text über die Yakuza schreiben. Der Inhaber heißt Shiro Akio oder so.... auf jeden Fall ist es zu einen Termin gekommen. Diesen Akio wird nachgesagt, ein Oberhaupt der Yakuza in Deutschland zu sein.“ klärte Tom ihn auf. „Yakuza? Hier bei uns? Sind das nicht diese Spinner die sich selbst verunstalten wenn sie versagt haben? Wie heißen diese Typen noch mal... Samurais oder so?“ kamen von Semir die Fragen. „Was du meinst sind die Ninja... und ja... der Yakuza werden solche Dinge nachgesagt. Was wenn Weishaupt diesem Akio etwas gesagt hat und der wiederum dann einen Mitwisser erledigen wollte? Ich meine die Typen die ihn verfolgt haben waren Japaner...“ gab Tom von sich. „Asiaten... Für mich sehen die alle gleich aus... Chinesen, Japaner, Laoten, Philippiner...“ zählte Semir auf. „Nun ich wüsste jemanden der weiß ob es Japaner sind.“ Grinste Tom. „Du meinst dein kleines Glühwürmchen?“ wollte Semir wissen. Und Tom nickte nur. „Also gut.... du holst Glühwürmchen her und ich fahre zu diesem Akio... so kommen wir schneller voran.“ bestimmte Semir und verschwand.

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    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Semir sah sich das imposante Gebäude der Firma von Akio an. Dann nickte er anerkennend und betrat es. Am Eingang wurde er von einer jungen Japanerin empfangen die sich tief verbeugte. „Guten Tag der Herr... was kann ich für Sie tun?“ säuselte sie mit einem ständigen Lächeln auf den Lippen. „Gerkhan, Kripo Autobahn... ich würde mich gern mit Herrn Shiro Akio unterhalten...“ bat Semir freundlich. „Oh... ich hoffe doch es ist nichts Unangenehmes...“ kam von der Frau. „Wie man es nimmt. Ich würde das gern persönlich mit Herr Akio besprechen.“ Wiederholte Semir. „Ja selbstverständlich. Einen Augenblick bitte...“ Die Frau verschwand kurz hinter dem Tresen und gab per Telefon etwas auf der Landessprache durch. Dann hörte sie einen Augenblick zu und lächelte ihn wieder an. „Warten Sie bitte einen Moment... Herr Akio wird Sie gleich empfangen...“ gab sie bekannt. Semir nickte und wartete. Es dauerte fast zehn Minuten bis sich jemand zu ihm gesellte. „Herr Gerkhan?“ fragte ein Mann im Anzug. „Ja...?“ Semir sah den Mann an. „Folgen Sie mir bitte...“ kam zur Antwort. Es ging zum Fahrstuhl und dann in die oberste Etage. „Hier entlang!“ befahl der Mann freundlich. Nur wenig später stand Semir in einem Vorzimmer. „Einen kleinen Augenblick...“ kam wieder und Semir musste erneut warten. Er sah ein kleines Aquarium im Raum stehen und klopfte an die Scheibe. Die darin schwimmenden Fische sammelten sich alle an dem Fenster. Semir sah sich um. Irgendwie sahen die Fische hungrig aus und Semir suchte nach einer Futterdose. Doch hier gab es keine. Dann hielt er den Finger über die Öffnung und wollte ihn gerade eintauchen, als eine Hand nach seiner griff. „Das sollten Sie nicht tun.... ich denke Sie brauchen Ihre Hand noch. Die Fische die Sie dort sehen, sind Snakeheads... das sind Fleischfresser.“ erklärte ein Mann der neben ihm stand. „Ohhh....“ machte Semir nur und befreite sich aus dem Griff. „Shiro Akio... ich bin der Geschäftsführer hier. Sie sind Herr Gerkhan?“ wollte der Mann wissen. Semir nickte und sah noch einmal auf die Tiere im Aquarium. „Die sehen eigentlich gar nicht gefährlich aus...“ meinte er nur. „Ja... aber das gibt es auch bei Menschen. Wenn Sie jedem Mörder ansehen könnten, dass er ein Mörder ist, wäre Ihr Job doch langweilig, oder...?“ lächelte der Mann ihn an und bat ihn in sein Büro.


    Hotaru fuhr nach ihrer Vorlesung zu Tom ins Revier. „Mein Onkel würde dich gern einladen. Ich ...er will dich kennen lernen und ich denke auch, dass wir die Familie zeigen sollten, wie sehr wir uns verstehen..“ begrüßte sie ihn stürmisch. Tom sah verstohlen zu Andrea sie leicht grinsend am Schreibtisch saß. „Ja sicher... machen wir auch. Wann denn?“ wollte Tom wissen und zog Hotaru in sein Büro. „Ich dachte am Wochenende. Du kommst zu uns und ich stelle dich vor.“ Säuselte sie und küsste ihn wieder. Tom versuchte sich sanft von ihr zu lösen. „Bitte... die Kollegen tuscheln doch schon. Was hältst du denn davon, wenn wir was essen gehen... also jetzt. Ich hab noch gar keine Mittagspause gehabt...“ schlug er vor. Hotaru war einverstanden. „Aber vorher muss ich noch jemanden besuchen. Danach gehen wir schick essen. Und anschließend machen wir uns einen schönen Abend zu zweit, vor dem Kamin....nur du und ich...“ fing nun er an zu säuseln. Hotaru lachte leise. „Denk an deine Kollegen... Ich bin einverstanden...“ erwiderte sie. Tom und sie verließen das Büro. „Andrea... wenn dein Göttergatte wieder kommt.... ich mache Schluss für heute. Fahre nur noch zu Frau Weißhaupt und dann gehe ich mit Hotaru essen..“ erklärte er. Andrea nickte und wünschte beiden viel Spaß.


    Nur wenig später saßen Semir und Shiro in einer recht gemütlichen Sitzecke. „Was kann ich für die Autobahnpolizei tun?“ fragte Shiro freundlich und goss seinem Gast einen Tee ein. „Nun es geht um einen Reporter Namens Weishaupt...sagt Ihnen der Name etwas?“ wollte Semir wissen. „Weishaupt... ja.... dunkel... das ist doch der junge Mann, der eine Reportage über meine Firma machen will. Wir haben uns sehr gut unterhalten. Ich hoffe doch dem guten Mann ist nichts passiert...“ kam von Shiro. Semir beobachtete ihn genau. „Herr Weishaupt ist tot. Bei einem Unfall um Leben gekommen...“ erklärte Semir. Shiro zuckte zusammen. „Das ist ja schrecklich...“ stieß er aus. Dennoch hatte Semir das Gefühl, dass die Bestürzung über den Tod nicht echt war. „Der arme Mann.... ist er zu schnell gefahren?“ wollte Shiro wissen. „Darüber darf ich leider nicht reden. Was war der Inhalt des Gespräches? Oder waren es mehrere?“ harkte Semir nach. „Nun... er hat sich mit mir einmal unterhalten und Fotos gemacht. Dann hat er mir versprochen, es in die Zeitung zu stellen. Wissen Sie... wir sind nicht so für die Öffentlichkeit, aber wenn man es umsonst bekommt...nun ja... auch wir rechnen mit jedem Cent...“ erklärte Shiro lächelnd. „Ja sicher... Sagen Sie... war Weishaupt nur einmal hier?“ wiederholte Semir seine Frage. „ja... soweit ich weiß ja... haben Sie da andre Informationen?“ kam nun von Shiro, der sichtlich nervös wurde. „Nein... nicht in dieser Sache. Was genau sollte denn in diesem Bericht über Ihrer Firma in der Zeitung stehen?“ wollte Semir wissen. „Nun ja... das weiß ich auch nicht so genau. Aber den können wir ja nun getrost vergessen. ES tut mir wirklich Leid was passiert ist, nur kann ich es leider nicht ändern.“ lächelte Shiro. „Ja sicher... sagen Sie... was sagt Ihnen die Yakuza? Ist sie auch in Deutschland aktiv?“ fragte Semir. „Die Yakuza? Nein... wie kommen Sie denn darauf...“ lachte Shiro. „Nun uns ist bekannt, dass Sie der Yakuza angehören. Und das ist soweit uns bekannt ist, eine mafiaähnliche Verbindung die sicher auch genauso oder sogar noch brutaler vorgeht. Schutzgelderpressung, Menschenhandel, Prostitution und vermutlich vieles mehr...“ zählte Semir auf. Shiro lächelte nur. „Herr Gerkhan... ich distanziere mich von diesen Vorwürfen. Die Yakuza ist keine verbrecherische Verbindung sondern eine von Gleichgesinnten. Das sollten Sie doch wohl unterscheiden können.“ gab er zur Antwort.
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    hmmm...wenn ich das richtig sehe, dann muss ich doch wohl mal ne Pause machen..... die Feeds sind ja soooo schleppend und sehr einseitig.....

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  • „Ich denke schon, dass es anders ist. Sie sind an der Spitze?“ wollte Semir wissen. Shiro nickte. „Es ist eine Ehre eine solche Gemeinschaft anzuführen.“ kam zurück. „Ja sicher… und die Kämpfer… diese…. Samurai oder Ninja…oder was auch immer. Die müssen sich doch selbst bestrafen, wenn sie versagen, oder?“ harkte Semir nach. Shiro lachte leise. „Das war in der Tat so. Vor ungefähr 200 Jahren. Die Yakuza hat sich auch verändert. Sie ist human geworden. Sind Sie wirklich deswegen hier?“ wollte Shiro wissen. „Nein… nicht nur. Sehen Sie... ich weiß das Herr Weishaupt ermordet wurde und ich kenne den Grund. Kennen Sie diese beiden Herren?“ wollte Semir wissen und legte dem Geschäftsmann die Fotos auf den Tisch, die er kurz zuvor von Hartmut abgeholt hatte. Shiro warf einen Blick auf die Männer und zuckte unmerklich zusammen. „Nein... tut mir Leid.“ lächelte er erneut. „Sind Sie sich sicher?“ harkte Semir nach und beobachtete ihn genau. „Ja... ganz sicher. Es tut mir wirklich Leid, aber ich kann Ihnen nicht helfen. War es das? Zeit ist bekanntlich Geld und gerade bei den Unternehmern ist leider zuwenig von Beiden da...“ meinte Shiro. Semir merkte, dass dieser Mann ihn loswerden wollte. „Danke... für Ihre Hilfe. Ich gebe Ihnen meine Karte, wenn Ihnen noch etwas einfällt, dann rufen Sie mich an.“ bat Semir. Shiro versprach es.


    Nachdem Semir die japanische Firma verlassen hatte fuhr er zur PAST zurück. Andrea war ebenfalls da. „Wie geht es Frau Weishaupt?“ fragte er, denn er machte sich tatsächlich Sorgen um die alte Dame. „Tom ist jetzt hin, er wollte sie wohl noch was fragen. Sie ist fertig. Sie sagt dass sie nun niemanden hat, der sie noch braucht. Sebastian war ihr Halt und Felix. Sie hat ihre Katze abgöttisch geliebt. Sie tut mir so leid…“ sagte Andrea. Semir nickte. „Ich hoffe nur sie tut sich nichts an.“ kam leise von ihm. „Gesundheitlich ist sie ja auch nicht mehr auf der Höhe und sie denkt niemand braucht sie. Sie tut mir unendlich leid...“ erklärte Andrea. Semir nickte. Auch er hatte mit der alten Frau Mitleid, aber er zeigte es nicht so offen. Sie betraten das Mehrfamilienhaus und bevor sie die erste Stufe des Treppenhauses erreicht hatten, hörte Semir im Keller ein leises Wimmern. Sofort sah er Andrea an. „Warte hier... ich sehe mal was das ist.“ ermahnte er sie. Andrea nickte und sah wie Semir vorsichtig die Treppen runter stieg. Neugierig sah Andrea die Treppe herunter und wartete bis er wieder hoch kam. Diesmal trug er etwas auf dem Arm. Andrea besah es sich genauer. „Wo hast du den denn her? Das ist ja noch ein Welpe...“ stieß sie aus, als sie das weiß-schwarze Bündel sah. „Ja... er lag in der Mülltonne... einfach weg geworfen wie Dreck...“ fauchte Semir wütend. „Ist der süß....“ schwärmte sie. „Ja nur wohin damit? Tierheim?“ wollte Semir etwas ratlos wissen. Andrea bekam eine Idee... „Nein... gib ihm mir...“ bat sie.


    Elfriede Weißhaupt sah teilnahmslos zum Fernseher. Seit Felix und auch Sebastian tot waren, war jede Freude aus ihrem Leben verschwunden. Sie weinte in sich hinein und dachte an die Vergangenheit. In den letzten Tagen erwische sie sich immer wieder dabei wie sie an Tod dachte. Es klingelte und sie schleppte sich schwer zur Tür. Jeder Elan war bei ihr verschwunden. Durch den Spion erkannte sie Andrea. Diese junge Frau war das einzige was Elfriede an Abwechslung hatte. „Guten Abend... mein Kind...“ begrüßte sie sie. „Hallo Frau Weißhaupt. Wie geht es Ihnen?“ wollte die junge Frau wissen. „Mir geht es nicht so gut. Mein Leben ist ohne Inhalt geworden und ich warte eigentlich nur darauf, dass der Herr Gott mich zu sich ruft.“ erklärte Elfriede traurig. „Das ist sehr schade... weil ich etwas gefunden habe. Im Müll aber es lebt und ich finde es hat etwas Besseres verdient. Würden Sie ihn nehmen bis ich ihn morgen ins Tierheim bringen kann?“ bat die junge Frau. Elfriede wurde neugierig. „Was ist es denn?“ wollte sie wissen. „Nur ein kleiner Welpe. Semir hat ihn gefunden...“ erklärte Andrea und zeigte ihr das Tier. „Oh... ist der süß. Geben Sie ihn mir... der arme Kleine....“ Elfriede streckte die Arme aus und nahm Andrea das Tier ab. „Das ist ja ein kleiner Shelti... ist der niedlich...“ sagte sie leise und liebkoste das kleine Wesen. Es wimmerte und jammerte so herzzerreißend, das Elfriede ihn gar nicht wieder hergeben wollte. „Er hat bestimmt Hunger... der Arme ....“ sagte sie und verschwand mit dem Tier, welches sie in dem kleinen Korb an ihrem Rollators gelegt hatte, in die Küche. Andrea lächelte zufrieden.

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  • Semir sah Andrea an, als sie in die Wohnung kam. „und? Hat dein Plan funktioniert?“ wollte er grinsend wissen. Andrea nickte. „So wie es ausschaut ja. Frau Weißhaupt hat das Tier jetzt schon ins Herz geschlossen. Aber ich werde selbstverständlich morgen früh bei ihr klingeln und das Tier abholen.“ Nickte Andrea. „Du bist ein Schatz. Du weißt doch ganz genau, dass sie es nicht wieder hergibt. Es ist eine Fundsache und normalerweise muss man das melden.“ gab Semir zu bedenken. Andrea lachte leise. „Normalerweise… Semir… genau das ist der Punkt… Als ob du jemand irgendwelche Vorschriften beachtet hast.“ Tadelte sie ihn. „Na hör mal... ich bin Polizist!“ kam gespielt erbost von ihm. Andrea nickte und nahm ihn in den Arm. „Genau das ist es was ich so an dich liebe. Du legst dir die Vorschriften wie du sie gerade brauchst. Du hast diesen Ausdruck bei Frau Weißhaupt nicht gesehen… sie war so glücklich, als sie den Hund nahm. Davor war der Blick so traurig… sie wollte nicht mehr leben. Aber dieser Hund… kann ihr das zurück geben. Sie wird gebraucht…“ erklärte Andrea. Semir wusste das insgeheim natürlich. „Also gut… wir werden sehen, wie sie morgenfrüh reagiert, wenn du ihn wieder abholen willst.“ nickte er.


    „Ach mein Kleiner… wie konnte man dich denn so behandeln…du brauchst einen Namen… ja… und dann werden wir Beide uns ein schönes Leben machen. Willst du bei mir bleiben? Willst du mein keiner Begleiter sein?“ fragte sie und hob den Hund so, dass er sie mit seinen Knopfaugen ansehen konnte. Ein kleines Winseln war die Antwort. „Ja… wir verstehen uns…. Mein kleines Flöckchen….“ Kam von Elfriede. „Flöckchen… ja… du heißt ab sofort Flöckchen. Und die Andrea braucht morgenfrüh gar nicht herkommen… du wirst ab heute bei mir sein. Die Formalitäten müssen wir aber erledigen. Das werden wir alles schaffen…Na komm Flöckchen… wir werden uns jetzt mal ins Bett begeben… Du schläfst natürlich bei mir…“ bestimmte sie und drückte das kleine Wesen an sich. Im Schlafzimmer holte sie eine alte Decke raus und legte sie auf das leere Bett. „Hier kannst du dich hinlegen. Aber erst gehen wir noch mal in den Garten… du musst sicher noch, nicht wahr….?“ fragte sie und sah den Hund prüfend an. Sie ging mit dem Hund in den Garten den sie durch die Tür im Wohnzimmer sehr einfach erreichen konnte, auch wenn sie gehbehindert war. Sie nahm ein kleines Seil und band dieses dem Hund um. „Morgen werden wir eine Leine und ein Halsband kaufen. So und nun lauf ein bisschen und dann geht es schlafen.“


    Auch Tom und Hotaru waren bereits zuhause. „Tom. Wenn du willst bekommst du deine Massage…“ lockte sie ihn zärtlich. Tom bekam strahlende Augen. „Sehr gern… meine Lotosblüte..“ grinste er und küsste sie. Doch sie merkte auch, dass Tom etwas quälte. „Was hast du?“ fragte sie ihn. „Es geht um den Fall den ich gerade bearbeite.“ kam nur von Tom. „Um was geht es denn?“ harkte Hotaru nach. „Ein Mann ist ermordet worden und eine alte Frau wurde überfallen. Der Katze haben sie den Kopf umgedreht.“ erzählte Tom stichwortartig. „Das ist aber grausam. Die arme Frau. Habt ihr denn eine Spur?“ wolle Hotaru wissen. „Verdächtige, ja… aber ohne Namen. Das einzige was wir wissen ist, dass es Japaner sind. Mehr nicht.“ stöhnte Tom. Hotaru streichelte ihn sanft das Gesicht. „Nun ist aber gut, mit Trübsalblasen. Lass uns einen schönen Abend machen. Du musst abschalten…“ bettelte sie. „Also gut… Feierabend.“ nickte Tom. Sie genossen den Abend. Allerdings war zum Schlafen nicht viel Zeit…. Der nächste Morgen fing für Tom und Hotaru mit einem ausgiebigen Frühstück an. Tom sah die Köstlichkeiten und strahlte. „Das sieht ja lecker aus…“ grinste er und küsste Hotaru, die in seiner Pyjamajacke sexy aussah. „Setz dich…. Kaffee ist gleich fertig. Willst du auch Eier?“ fragte sie. „Nein…ich bin eh schon fast zu spät. Kaffee reicht…und vielleicht ein Brötchen oder zwei…“ meinte er nur. Hotaru lachte laut. „Du bist mir einer… Tom….wegen deinem Fall… ich meine diese Japaner… hast du da einen Namen?“ wollte sie wissen. „Ja… Shiro Akio soll mit drin stecken. Aber ich rede jetzt ganz sicher nicht über den Fall.“ kam von Tom leicht säuerlich. „Musst du auch nicht. Shiro Akio… das ist doch der Inhaber dieser Chipfabrik. Was hat der denn damit zu tun?“ dachte sie laut nach. „Hotaru….bitte.. ich will nicht darüber reden…“ ermahnte Tom sie ein zweites Mal. „Schon gut… ich sag ja nichts mehr… iss und dann müssen wir los. Bringst du mich zur Uni?“ bat sie. Tom nickte kauend.

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  • Andrea und Semir wollten auch los. „So dann wollen wir doch mal den kleinen Hund abholen…“ lächelte Andrea und klingelte bei der alten Frau. Die Tür öffnete sich. „Guten Morgen Andrea…. Was gibt es denn so früh?“ wollte sie wissen. „Ich wollte den kleinen Hund abholen. Semir und ich müssen los und wir wollten ihn im Tierheim abgeben.“ erklärte Andrea sachlich. Elfriede schüttelte den Kopf. „Flöckchen hat doch einen Besitzer. Ich werde mich um ihn kümmern und tun Sie nicht so, als wussten Sie das nicht schon gestern. Deshalb haben Sie ihn mir doch gebracht. Danke dafür…. Er ist genau das, was ich brauche….“ lächelte Elfriede und liebkoste ihren neuen Freund. Andrea nickte. „Ertappt…“ gab sie zu und lachte leise. „Dann wünsche ich einen schönen Tag…“ winkte sie und verschwand zu Semir der bereits im Wagen wartete. Sie stieg ein und sah ihn an. „Mission geglückt?“ fragte er grinsend. „Ja… in allen Lagen…. Sie ist sehr glücklich. Flöckchen heißt der Kleine und fühlt sich sichtlich wohl.“ nickte sie. „Gut… dann können wir ja endlich arbeiten gehen…“ lachte er und gab Gas. Nur eine halbe Stunde später waren sie im Büro. Semir staunte nicht schlecht das Tom auch schon da war.


    „Bist du aus dem Bett gefallen?“ begrüßte er seinen Partner. „Nee... ich bin schon etwas später hier gewesen. Und wie ich sehe du auch. Wie geht es Frau Weishaupt?“ wollte auch Tom wissen. „Sie hat wieder eine Beschäftigung. Andrea und ich haben gestern Abend in unserem Keller eine Hundewaise gefunden. Nun ja.. und Andrea hatte die Idee das Tier bei Frau Weißhaupt zu lassen. Es ist geglückt...“ grinste Semir zufrieden. „Das war eine tolle Idee. Tja... was hast du bei diesem Shiro Akio herausgefunden?“ harkte Tom nach. „Nichts... er ist ziemlich stoisch bei der Behauptung geblieben, dass Weishaupt lediglich einen Bericht über seine Firma machen wollte. Er hat nichts mit der Yakuza zu tun und er kennt die Herren auf den Bildern nicht.“ gab Semir Auskunft. „Dann sollten wir die Bilder doch mal durch den Computer jagen. Tja... viel haben wir nicht. Ach ja... Hans hat mich angerufen. Du weißt schon. Hans Freiberg von der Mordkommission. Er hat da einen Todesfall in einem japanischen Restaurant. Es könnte der Mord sein, den wir auf Video haben. Hans hat mir zwar einen Bericht geschickt aber der ist sehr dürftig. Der Mann wurde aus nächster Nähe erschossen, wie wir ja auf dem Band gesehen haben und ich habe übrigens eine Kopie des Bandes an die Kollegen geschickt. Die, so sagte mir Hans... wären nicht böse wenn wir den Fall klären, da er scheinbar mit unserem Fall zusammenhängt.“ erklärte Tom. „Ja sicher... und die stecken dann die Lorbeeren ein.“ lachte Semir und tippte sich an die Stirn. „Aber wenn der wirklich damit zusammen hängt, dann ist klar, dass es um Schutzgeld geht. Vermutlich hat sich der Mann aus dem Restaurant nicht erpressen lassen und ist deswegen ermordet worden. Quasi um ein Zeichen zu setzen. Ich hoffe nur, dass diese Kerle in unserer Kartei sind.“ grollte Semir. „Die Chance ist vermutlich mehr schlecht als Recht.“ kam auch skeptisch von Tom. Und tatsächlich waren beide Bilder negativ.


    Elfriede Weishaupt sah ihren neuen Freund an. „Na...komm mein Kleiner.... wir sollten mal etwas frische Luft tanken....komm Flöckchen...“ lockte sie den Welpen, der sie mit großen Augen ansah. Gemeinsam gingen sie aus der Wohnung in den hellen Garten. Elfriede war schon lange nicht mehr raus gegangen doch der Hund musste nun mal raus und jetzt wo Basti nicht mehr da war...musste sie es doch tun. Sie wurde wieder etwas traurig, als sie an ihren Enkel dachte. Wer sollte nun alles erben, was sie besaß? Gut es war nicht viel, aber immerhin....die Lebensversicherung...das Ersparte....Wen konnte sie nun nach ihrem Ableben damit noch eine Freude bereiten? „Ach mein Kleiner.... wenn Basti doch noch bei uns wäre... wer soll sich denn um dich kümmern wenn ich nicht mehr bin?“ fragte sie den Hund, der jaulend zu ihren Füßen kam. Sie beugte sich runter und streichelte ihn. Dankbar leckte er über ihre Hand. „Ja... wir verstehen uns nicht wahr. Mein kleiner Schatz.... ich bin Andrea so dankbar, dass sie dich gebracht hat. Du wirst ein tolles Leben haben...das verspreche ich dir....“ sagte sie leise zu dem Hund. Dann gingen sie wieder ins Haus zurück.

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