Willkommen in der Hölle

  • Hallo meine Fans...;)...(ich liebe es zu sagen)


    ich versuche mit meinen wiedergefundenen I-net-Stick euch mit einer neuen STory zu unterhalten. Feedet bitte, auch wenn ich evtl. nicht täglich einstelle....ach ja...und vergesst euer Baldrian nicht...;)


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    Willkommen in der Hölle


    Ben griff sein Handy und schaltete die Freisprechanlage an. „Guten Morgen Susanne..“ begrüßte er die Sekretärin. „Sag nicht ich bin zu spät....ich bin unterwegs wirklich..“ versprach er und fuhr auf den Parkplatz der PAST. „Die Chefin hat große Sehnsucht nach dir Ben....beeile dich bitte..“ hörte er die junge Frau sagen. „Ja okay...“ gab Ben durch und drehte den Zündschlüssel. Er stieg aus und ging in die PAST, wo Susanne ihn staunend ansah. „Bist du geflogen?“ fragte sie etwas verwirrt. „Nein....mein Pilot hat heute frei...ich war schon fast hier, als du angerufen hattest.“ stellte er sofort richtig. „Was liegt denn an?“ hängte er fragend an. „Keine Ahnung...du sollst sofort zu ihr kommen, wenn du da bist. Was ich dir sagen kann ist, das einige Kollegen vom LKA da sind, die Schrankmann und ein gewisser Frank Riefenstahl aus der JVA Aachen.“ zählte Susanne auf. „Ah...ja...klingt wichtig. Dann sollte ich sie nicht länger warten lassen..“ meinte er nur grinsend und ging zum Zimmer von Kim Krüger. „Genau das...“ nickte Susanne und machte mit ihrer Arbeit weiter. Ben klopfte artig an und öffnete die Tür. „Da sind Sie ja endlich!“ stieß Kim aus und bat ihn rein. Ben nickte und verschloss die Tür. Er sah die versammelten Personen an „Sie wollten mich sehen..“ fing er an. Kim nickte. „Bevor wir anfangen stelle ich Ihnen die Herren vor. Das sind Kriminalrat Fritz Sklogowski, Kriminaloberkommissar Hein Schrammel und Hauptkommissar Klaus Gerber vom LKA Düsseldorf, Frau Schrankmann ist Ihnen ja bekannt und Herr Frank Riefenstahl, Leiter der JVA Aachen. Sie sind wegen ein Amtshilfegesuch hier...“ erklärte Kim. „Amtshilfegesuch? In welcher Art?“ harkte Ben sofort nach. „Meine Herren Hauptkommissar Ben Jäger. Bitte Herr Sklogowski...Sie dürfen ihn nun persönlich fragen.“ lächelte Kim einen der Besucher an. Derweil setzte Ben sich auf einen der Stühle und sah den Mann an. „Ben Jäger...der Name sagt mir was. Waren Sie schon mal beim LKA?“ harkte Sklogowski nach. Ben nickte. „Ich habe meine Kommissarsausbildung dort gemacht.“ Gab er zu. „Warum sind Sie nicht geblieben?“ harkte der Mann nach, der ihn mit Hein Schrammel vorgestellt wurde. Bens Lächeln verschwand. „Private Gründe, die hier nichts zu suchen haben.“ am sofort ablehnend von ihm.


    „Könnten wir bitte wieder zum Thema kommen...“ drängte Maria Isolde Schrankmann. „Ja sicher. Es geht um einen Ausbruch der in der JVA Aachen passieren soll.“ Erklärte Kim. „Okay...und ich soll ihn verhindern oder wie?“ grinste Ben. „Nein...Sei sollen ihn mitmachen.“ Kam von Sklogowski. Ben hatte gerade ein Schluck Wasser getrunken und verschluckte sich. Hustend sah er in die Runde. „Bitte was?“ fragte er keuchend. „Sie werden den Ausbruch mitmachen und sich der Bande von Andreas Vohwinkel anschließen.“ Wiederholte nun Klaus Gerber. „Soll das heißen, ich muss in den Knast?“ harkte Ben nach. „Genau das. Wir können keinen von uns rein bringen, denn wir sind Vohwinkel bekannt. Außerdem sitzen dort zu viele die von uns rein gebracht wurden.“ Erklärte Sklogowski weiter. „Ach und von mir rein gebrachte sind dort nicht oder wie?“ wollte Ben wissen. „Was ist wenn mich einer der Insassen erkennt?“ hängte er an. „Das ist uns natürlich bekannt und wir können Ihnen versichern, das wir alle Häftlinge an deren Verhaftung Sie oder Ihr Kollege Semir Gerkan beteiligt waren, verlegt haben. Dort ist niemand mehr, der Sie kennt.“ Versprach Schrammel. „Wenn Sie drin sind, müssen Sie versuchen an Carlos Pérez zu kommen. Er ist Vohwinkels bester Mann und soll befreit werden. Wann und wie wissen wir nicht genau. Sie müssen es herausfinden. Machen Sie sich bei ihm beliebt und brechen Sie mit aus. „Herr Jäger...es ist unsere einzige Chance endlich Andreas Vohwinkel in seine Schranken zu weisen.“ mischte Schrankmann sich ein. Ben stieß leise stöhnend die Luft aus. „Was genau ist der Hintergrund? Wenn ich mich entscheiden soll, dann will ich alles wissen.2 forderte Ben auf. „Also gut...wir haben vor zwölf Wochen einen jungen Kollegen in die Bande von Vohwinkel eingeschleust. Aber seit ungefähr drei Wochen hören wir nichts mehr von ihm. Wir können ihn nicht erreichen. Wir müssen davon ausgehen, das er entweder enttarnt und tot ist, oder aber zur Gegenseite gewechselt hat.“ erklärte Sklogowski. „das ist absurd!! Das hat er nie!! Fynn war und ist Bulle durch und durch!“ verteidigte Klaus Gerber den Ben unbekannten Kollegen. Ben sah ihn an. Er war eigentlich nicht abgeneigt den Auftrag anzunehmen, doch die Sorge, dass einer der Insassen ihn doch erkannte wog schwer. Er atmete tief ein. „Ich weiß nicht...wie lange habe ich Zeit mich zu entscheiden?“ wollte er wissen. Sklogowski sah auf die Uhr. „Genau genommen zehn Minuten.“ kam von ihm.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Ben lachte auf. „Das ist ja wohl ein Witz!“ stieß er aus. Fritz Sklogowski sah ihn an. „Leider nein, Herr Jäger. Carlos Pérez so heißt der Mann, der ausbrechen wird ist Vohwinkels wichtigster Mann. Sie müssen wenn Sie drin sind, sich erst einmal beweisen. Sich quasi hocharbeiten um würdig zu sein in seine Nähe zu kommen. Pérez ist nicht einfach. Er lässt niemanden schnell an sich heran. Wir wissen das Vohwinkel den Ausbruch bei der Verlegung von Pérez in zwei Wochen geplant hat.“ erklärte Sklogowski. „Dann verlegen Sie ihn eben nicht. Wo ist bitte das Problem?“ wollte Ben wissen. „Das ist nicht möglich….Herr Jäger…wissen Sie was für ein Prozedere es ist, so eine Verlegung rückgängig zu machen?“ fauchte Schrankmann dazwischen. „Wir haben uns alles sehr genau überlegt….Sie werden mit einem Tarnnamen und einer fingierten Akte wegen schwerer Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und wegen versuchen Mord sieben Jahre einwandern. Wir haben wirklich alles genau durchdacht….Es kann Ihnen nichts passieren..“ versprach Sklogowski. „Sie wollen, dass ich völlig unvorbereitet auf so eine Sache eingehe? Ich brauche wenigstens mehr Input. Was ist dieser Pérez für ein Mensch?“ harkte Ben nach. Gerber warf ihm eine Akte zu. „Hier steht alles, was Sie über Pérez und Vohwinkel wissen müssen. Lernen Sie es heute Abend und gut ist.“ Grinste er breit. Ben fing die Akte auf. „Das ist Wahnsinn! Der absolute Wahnsinn!“ kam von Ben. Klaus Gerber schnaubte verächtlich. „Ich wusste doch….die Jungs der Autobahnpolizei sind nicht dafür einzusetzen. Es sind Babys…keine Erfahrung mit echten Verbrechern. Die gehören auf die Straße und sollen sich um Verkehrsrowdys kümmern. Echte Polizeiarbeit ist nicht deren Stärke…“ kam höhnisch von ihm. „Ich habe dir doch schon erklärt warum du nicht in Frage kommst. Verdammt du hast Pérez doch rein gebracht. Meinst du er wird dir vertrauen?“ fauchte Sklogowski wütend.

    Klaus Gerber sah Ben herausfordernd an. „Herr Jäger…man kann Sie nicht zwingen, aber auch Sie haben Ihren Eid geleistet. Sie haben geschworen alles für das Land und das Wohl der Bürger zu tun und sich jedem Verbrechen zu stellen. Notfalls sogar das eigene Leben unter das der Anderen zu stellen…“ machte er ihn aufmerksam. Ben hielt dem Blick stand. „Ich weiß was ich für einen Eid geleistet habe!“ fauchte Ben, der ebenso wütend war, dass er den Job machen sollte wie Gerber der ihn nicht durfte. „Ich weiß genau was für einen Job ich mache und es ist ziemlich egal in welcher Abteilung der Polizei man arbeitet! Nur ist es ein großer Unterschied ob ich auf der Straße die Leute stelle oder im Gefängnis wo ich auf mich allein gestellt bin! Ohne Rückendeckung ist es schlichtweg Selbstmord!“ stellte Ben sofort richtig. Er fühlte sich völlig überrollt mit diesem Fall. „Sie werden sich morgen früh um sieben beim LKA einfinden und dann ins Gefängnis gebracht! Damit ist die Sache erledigt. Ich habe noch andere Termine, die ich wahrnehmen muss!“ mischte sich Schrankmann ein. „aber…“ fing Ben an. „Kein Aber! Vohwinkel will einen großen Coup landen, ob mit Drogen oder Waffen, ist nicht bekannt. Wir müssen es herausfinden und natürlich auch verhindern und das ist ihr Job, Herr Jäger!“ Schrankmann stand auf und verließ den Raum. Alle Beteiligten sahen ihr verwundert nach. „Ben…wenn Sie wollen, werde ich Widerspruch beim Innenminister gegen diesen Einsatz einlegen. Man kann Sie nicht zwingen und Sie können sich dagegen wehren!“ schlug Kim vor und unterbrach das Schweigen. Die Männer sahen sie an. Man spürte dass auch sie die Entscheidung der Staatsanwältin nicht akzeptieren. Ben schüttelte den Kopf. „Schrankmann hat Recht. Wir müssen Vohwinkel endlich in den Knast bringen. Ich werde das schon schaffen.“ lächelte er sich an und wandte sich an Sklogowski und Gerber. „ich werde den Fall annehmen. Aber ich setze eine Bedingung. Sobald mein Partner aus seinem Erholungsurlaub zurück ist, wird er eingeweiht und ist mein Kontakt zur Außenwelt!“ forderte Ben. Fritz Sklogowski sah Klaus Gerber an. Dieser nickte. „das können wir sicher einrichten lassen. Herr Gerkan und Herr Gerber könnten ja zusammen arbeiten“ nickte Sklogowski. „Aber denken Sie daran, das dass Gefängnis keine Autobahn ist. Wir sind auf Ausbrüche überhaupt nicht vorbereitet. Außerdem ist die halbe Belegschaft mit einem Virus außer Gefecht gesetzt. Es grassiert gerade ein Magen-Darm-Virus und…“ warf nun Riefenstahl ein. „Deshalb werden wir ja auch diesen Ausbruch nicht verhindern. Die Verbrecher wissen doch, dass sie es nicht machen können.“ lächelte Klaus Gerber.

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  • Andreas Vohwinkel sah Hans Bauer an. „Wie weit seid ihr?“ wollte er wissen und legte die gefüllte Spritze auf die Kommode. „Wir sind dran. Aber das gibt es eine sonderbare Entwicklung. Carlos berichtete mir, das viele Insassen verlegt wurden. Angeblich aus personellen Gründen. Nur sind diese nicht erkennbar. Ich habe ein dumpfes Gefühl, das da was nicht stimmt.“ erklärte Hans nachdenklich. Andreas nickte. „Schon merkwürdig. Was denkst du steckt dahinter?“ harkte er nach. „Keine Ahnung. Aber ich werde es sicher herausfinden. Nur sollten wir unseren Plan nicht aufgeben. Hast du was von dem Bullen erfahren?“ kam die Gegenfrage von Hans. „Noch nicht. Aber ich werde es noch schaffen. Er bekommt gleich seine erste Dosis. In ungefähr einer Woche frisst er mir aus der Hand und wird alles erzählen, um den nächsten Schuss zu bekommen. Und dann gehört er mir.“ lachte Andreas. Hans sah ihn an. „Du willst ihn süchtig machen? Das ist eigentlich eine gute Idee. Aber wenn du ihn gehen lässt dann wird er seine Arbeit nie wieder aufnehmen können. Die Bullen lassen keinen Süchtigen für sich arbeiten.“ gab Hans zu bedenken. „Nun ja....wenn er es geheim hält schon.“ Lachte Andreas. „Und das wird er....“ hängte er an. Es hörte sich an wie ein Versprechen. Er nahm die Spritze und ging zur Kellertreppe. Dort drehte er sich noch einmal zu Hans um. „Willst du beim ersten Schuss dabei sein?“ fragte er. Hans nickte und folgte Andreas. Nur wenige Treppen weiter unten gab es einen verschlossenen Raum. Andreas öffnete die Tür. Der Raum war dreckig und es stank nach Fäkalien. „So mein lieber Fynn. Nun wirst du ein Geschenk von mir bekommen..“ verkündete Andreas und ging zu dem Bett, auf dem ein junger Mann lag. Sein Gesicht war völlig verschwollen. „Hallo Fynn...geht es dir besser? Können wir weiter machen?“ verhöhnte Andreas den Mann. „Du kannst mich mal...“ stieß der junge Mann nuschelnd aus. „Ja...das werde ich auch. Ich habe dir ein Geschenk mitgebracht. In spätestens einer Woche wirst du mir die Füße küssen..“ lachte Andreas. „Niemals...“ kam als Antwort. Andreas prüfte die Spritze und ging ans Bett. Mit schnellen geübten Griffen band er den rechten Arm ab. „NEIN!! Bitte nicht!! Bitte.....ich will das nicht.....!“ schrie Fynn und versuchte sich gegen die Fesseln zu wehren, die ihn am Bett hielten. Andreas lachte und ließ die Nadel in die Vene gleiten. Nur kurz darauf war die Spritze leer. „Angenehme Träume....“ wünschte Andreas dem Mann und verließ mit Hans den Raum.


    Der nächste Morgen kam schneller als Ben gewollt hatte. Der Wecker riss ihn gegen sechs aus seinen schönen Träumen und er hatte Mühe aus dem Bett zu kommen. Um sieben sollte er bereits beim LKA sein. „Das wird knapp“ stöhnte er leise und duschte schnell. Fürs Frühstücken blieb keine Zeit mehr und so musste er mit knurrendem Magen ans Steuer. Doch der Hunger war zu groß. Nur wenige Kilometer später blieb er auf dem Rastplatz stehen und kaufte sich ein Frühstück. Als er wieder losfuhr war fast eine halbe Stunde vergangen und sein Handy klingelte. „Jäger...“ meldete er sich kauend. „Herr Jäger!! Wir hatten gesagt um sieben! Jetzt ist es halb Acht. Wo zum Teufel bleiben Sie?“ fauchte ihn der Anrufer an. „Ihnen auch einen schönen guten Morgen Herr Sklogowski. Ich bin hier nicht ganz allein auf der Strasse und in knapp zehn Minuten da...“ versprach Ben und schluckte das Stück Brötchen runter. „Ich hoffe, dass Sie das einhalten können. Sie dürfen ruhig das Blaulicht benutzen..“ schlug der LKA-Mann vor. „Das verstößt gegen die Regel!“ stellte Ben grinsend richtig. „Beeilen Sie sich bitte!“ kam von Sklogowski und dann legte dieser auf. Ben legte sein Handy auf den Beifahrersitz und grinste. „Wie gut, das ich in manchen Fällen die Vorschriften kenne.“ sagte er leise zu sich. Tatsächlich schaffte er es fünfzehn Minuten später dort zu sein. Er ging ins Gebäude und stellte sich an den Tresen der Anmeldung. „so...da bin ich..“ verkündete er. Die junge Frau hinter dem Tresen sah ihn an und lächelte. „Und wer sind Sie?“ fragte sie freundlich. „Ach so...Ben Jäger....Herr Sklogowski erwartet mich.“ gab er zurück. „Ah ja....Sie gehen die Treppe hoch und dann links. Raum 104..“ erklärte sie weiter. Ben schob ihr eine Karte zu. „Wenn Sie nichts anderes zu tun haben, können Sie mich gern anrufen..“ gab er zu. Sie nahm die Karte und lächelte. „Nur wenn ich meine Kinder und meinen Mann zur Verabredung mitbringen darf..“ stellte sie fest. Ben schluckte. „Vergessen Sie es einfach wieder...“ murmelte er verlegen und zog ihr die Karte aus der Hand und verschwand in Richtung Treppe. Nur wenig später klopfte er artig an der Tür. „Da bin ich...“ wiederholte er als er den Raum betrat. Er sah in die Runde. „Das wird aber auch Zeit! Können wir direkt los?“ wollte Sklogowski wissen. Ben sah ihn an. „Wie sofort? Wollten Sie mich nicht erst einmal ...“ fing Ben erstaunt an. „Sie hatten doch die Nacht Zeit, sich darauf vorzubereiten. Alles Andere werden Sie vor Ort lernen..“ grinste Klaus Gerber. „Es bleibt leider keine Zeit mehr, Herr Jäger...oder besser ab sofort Herr Block...“ gab Sklogowski von sich. Ben schüttelte den Kopf. Er musste sich auf eine Mission einlassen, von der er nicht viel wusste. War das alles, was das LKA wusste? Oder wurde er als Kanonenfutter missbraucht?

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  • Klaus Gerber beobachtete den Kollegen der Autobahnpolizei. Wie gern würde er mit ihm tauschen. Nur so konnte er seinen kleinen Bruder Fynn aus den Fängen von Vohwinkel befreien. Doch sein Chef ließ ihn nicht. Es wäre zu gefährlich. „Was ist....ziehst du den Schwanz ein, Autobahncop?“ fragte er höhnisch. Ben Jäger sah ihn an. „Nein...das nicht. Ich halte es nur für ziemlich gefährlich so unvorbereitet in die Höhle des Teufels zu gehen. Denn das ist es für mich. Im Gefängnis bin ich auf mich allein gestellt. Niemand der mir zur Seite steht...“ gab Jäger zu bedenken. Klaus Gerber nickte. „Das Leben ist nicht immer einfach. Das eines Polizisten sowieso nicht..“ lachte er nur. „Okay...fahren wir...“ unterbrach Sklogowski. Ben Jäger nickte. Klaus Gerber stand ebenfalls auf. „du kannst immer noch zurück...“ schlug er vor. „Fritz...mein Angebot steht nach wie vor. Wie soll so ein Schisser bitte Fynn befreien? Da können wir auch gleich zwei Kränze bestellen..“ knurrte er und sah Jäger erneut von oben bis unten an. „Du bist nicht der richtige Mann, Klaus. Kapier es endlich. Dir wird Pérez nie vertrauen. Du hast ihn rein gebracht. Er wird dich erkennen, egal wie sehr wir dich maskieren!“ fauchte Sklogowski wütend. „Ich will lediglich meinen ....“ gab Klaus zurück. „NEIN!! Und das ist mein letztes Wort!“ unterbrach Sklogowski. Ben Jäger, er und Sklogowski betraten den Fahrstuhl und fuhren ins Erdgeschoss. Auf dem Hof stand ein Transportbus zur JVA. Der Mann, der die Gefangenen überführte stand gelangweilt am Bus gelehnt und sah die kleine Gruppe an. „Das ist Benjamin Block!“ stellte Sklogowski Ben vor. Der Beamte legte Ben die Handschellen an und brachte ihn in den Bus, der einzelne Zellen hatte. „Und verhalte dich ruhig, Block. Ich kann sehr ungemütlich werden.“ warnte der Beamte. Er stieg wieder aus. Dafür kam Sklogowski in den Bus. „Gerber wird Sie morgen besuchen. Ich wünsche Ihnen sehr viel Erfolg und ich hoffe, dass Sie es schaffen den jungen Kollegen zu befreien und das er noch lebt...“ wünschte Sklogowski dem Mann. Klaus Gerber stieß nur verachtend Luft aus. Eigentlich wäre es doch wohl sein Job gewesen, seinen Bruder zu befreien. Dieser Ben Jäger wusste nicht einmal wie wichtig ihm der Auftrag war und hatte ihn einfach geschnappt. Warum hatte er nicht nein gesagt? Denn dann hätte Fritz ihn nehmen müssen.


    Ben wurde im Gefängnis mit den üblichen Sachen ausgestattet und musste seine privaten Habseligkeiten in eine Schale legen. „In sieben Jahren ist es wieder deins, Block..“ grinste der Mann, der ihn begleitete. Ben wurde abgetastet, ob er nicht doch irgendwo etwas versteckt hatte. Wenn mein Vater wüsste, was ich gerade tue, dachte er, würde er sich für mich schämen. Nacht stand er nun vor der Aufsicht. „Okay....anziehen!“ befahl dieser als er fertig war. Ben kleidete sich mit der üblichen Anstaltstracht und wurde in den Zellentrakt gebracht. Vor Zelle 73 blieben sie stehen. Der Beamte öffnete die Tür und sah Ben an. „Dein neues Zuhause. Wirst dich hier sicher schnell einleben, Block. Wecken ist um sieben, Frühstück um acht, dazwischen hast du Zeit dich zu duschen, sofern dir danach ist.“ erklärte die Aufsicht im Schnellverfahren den Tagesab-lauf. „Zwischen zehn und zwölf, wirst du dich in deiner Zelle aufhalten. Dann haben wir Mittag und Hofgang. Ab sechzehn Uhr ist Freizeit. Wenn du dich an alles hältst, darfst du bald auch in den üblichen Bereichen arbeiten und Geld verdienen. Aber frühestens in vier Wochen.“ Ben hörte schweigend zu und betrat dann die Zelle. Er legte die Bettwäsche auf die Pritsche und fing an die kratzige Decke zu beziehen. Als er fertig war, setzte er sich auf das was sein Bett war und sah sich um. Die Wände waren mit Malereien der Vorbewohner verziert, doch Ben gestand sich, dass es nicht hässlich war und dem Raum eine leichte wohnliche Atmosphäre verlieh. Die Toilette war von einer Wand von der eigentlichen Zelle getrennt und hatte sogar eine Tür. Es roch etwas streng, doch das was Ben wirklich beruhigte war, dass er die Zelle allein für sich hatte. Somit war die Rivalitäten um Bett oder besten Platz nicht gegeben, dennoch fühlte er sich unwohl, denn diese 12 qm² waren nichts im Vergleich zu den 90 qm² die er allein im Wohnzimmer hatte. Ein altes Radio stand auf der kleinen Fensterbank. Ben nahm es und pustete den dicken Staub weg. Ob es wohl noch funktionierte? Semir musste ihm sobald er wieder da war, einige Sachen besorgen. Noch drei Tage und sein Partner und Freund kam aus dem Erholungsurlaub zurück. Bis dahin musste er das Beste daraus machen. „Hey Frischfleisch!!“ rief eine Stimme durch die Wand. Ben reagierte nicht. Dann pochte es deutlicher gegen die Wand. „FRISCHFLEISCH!!“ hörte er erneut. „Was willst du?“ fauchte Ben fragend zurück. „Wer bist du?“ harkte die Stimme nach. „Benjamin Block…“ gab Ben zurück. „Benjamin block…ha…ha…ein toller Name.“ Lachte die Stimme. „Und wer bist du?“ wollte Ben wissen. „Mike Brenner…wie lange hast du zu sitzen?“ kam die nächste Frage. „Sieben Jahre..“ gab Ben zurück. „Schnauze hier!!“ schrie einer der Wärter durch den Gang. Ben zog die Schultern hoch. „Wir unterhalten uns später beim Essen.“ versprach Mike. Ben antwortete nicht. Er legte sich aufs Bett und dachte nach wie er weiter vorgehen würde. Um den Kontakt zu Pérez aufzubauen, musste er zunächst wissen wo er war und wie er an ihn ran kam. Das wird sicher nicht einfach.

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  • Gegen Mittag wurde Ben aus seiner Zelle geholt. „Essen!“ erklärte der Schließer und Ben nickte. „Ich verhungere...“ gab er zu. „Sie werden bis an die Tür vortreten. Wenn ich befehle das es losgeht, lassen Sie alle Anderen vor und schließen sich an!“ erklärte der Beamte ohne auf Bens Anmerkung einzugehen. Ben nickte erneut. Scheinbar war hier das große Reden nicht angesagt. Unmenschlich wie er zugeben musste, aber vermutlich hatte es einen Sinn.Die Männer aus den Zellen, die hinter seiner lagen gingen nach und nach heraus. Ben schloss sich an und nach ihm kam wohl dieser Mike, mit dem er sich unterhalten hatte. Viele der Männer sahen ihn höhnisch an. Frischfleisch, wie man die Neuzugänge hier nannte, war ganz unten. Sie mussten Botendienste für die Altgefangenen machen und Ben ahnte, dass ihm eine üble Zeit bevorstand. Langsam ging es in einen großen Saal wo sich die Insassen zunächst an einer langen Theke anstellten um sich einen Teller füllen zu lassen. Ben stand weit hinten und wurde immer wieder gestoßen. Endlich, nach einer ziemlich langen Zeit war auch er dran und durfte sich bedienen. Das Essen war alles andere als einladend, dennoch nahm er sich von allem was angeboten wurde etwas. „Nimm nicht zu viel...das könnte böse enden...“ mahnte ihn eine Stimme. Ben drehte sich um. „Kennen wir uns?“ wollte Benn wissen. „ich bin Mike Brenner…wir haben uns eben schon unterhalten.“ erklärte der Mann. „Ah, okay….also was die Menge angeht. Ich habe großen Hunger!“ stellte Ben richtig. „Nun ja…. Aber du hast das Essen hier noch nie probiert. Ich bin schon länger hier.“ gab Mike von sich. „Sieht aber nicht schlecht aus. Na mal schauen...“ lächelte Ben und ging mit seinem Teller zu einem der großen Tische. Er suchte sich einen aus, an dem nur ein dicker Mann saß. Ohne zu fragen setzte er sich und fing an zu essen. Ein Raunen ging durch den Saal. „Hey…Benny...komm besser zu mir!“ forderte Mike ihn auf. „Warum?“ harkte Ben nach. Mike kam zu ihm. „Komm…es ist besser, wenn du leben willst. Entschuldigung Don…er ist neu und….kennt die Regeln nicht.“ wandte sich Mike an den dicken Mann. Ben sah den Mann an. Dieser erwiderte den Blick ohne eine Mine zu verziehen. Doch in diesem Blick war etwas, das Ben Angst machte. „Komm...“ wiederholte Mike. Ben nickte, nahm seinen Teller. Er setzte sich mit Mike weiter von dem Tisch weg. „Wer ist das?“ fragte Ben leise. „Das ist der Don. Und du kannst froh sein, dass er heute ruhig ist.“ flüsterte Mike genauso leise. „Was ist denn so schlimm?“ wollte Ben wissen. „Das ist Roman Sommer. Er ist hier der Don…der König. Er ist wegen Mordes hier und er hat hier eine besondere Stellung. Niemand setzt sich ungefragt an seinen Tisch. Jeder der das tut, wird zusammengeschlagen.“ erklärte Mike. Ben sah noch einmal hin. „Provoziere ihn nicht so!“ warnte Mike ihn erneut. „Was will er denn tun? Er wird nachher auch eingesperrt sein und ich habe keine Angst vor diesem Typen.“ meinte Ben nur. „Da wäre ich nicht so sicher. Man sagt, er hat einige Schließer auf seiner Seite, die alles für ihn tun.“ gab Mike zu bedenken.


    Ben merkte sich den Namen von dem Mann vor dem hier scheinbar alle Angst hatte. Er wollte Riefenstahl von diesem Missstand unterrichten, sobald die Möglichkeit bestand. „Ist er ein Angehöriger der Mafia?“ wollte er nach einer Weile kauend von Mike wissen. „Warum?“ harkte dieser nach. „Weil du ihn Don genannt hast. So heißen doch nur Mafiabosse.“ erklärte Ben weiter. „Ach so…. nee…aber er ist genauso mächtig. Er hat hier ein richtiges Imperium aufgebaut. Schutzgeld, Heroin, Frauen. Wenn du was willst und es zahlen kannst, legt er dir die Welt zu Füßen. Wenn nicht, dann nun ja….“ „Er erpresst die Leute hier drin, die eh nichts haben?“ kam etwas verwundert von Ben. „Nur die, die schon arbeiten dürfen. Sobald du Geld verdienst musst du ihm 35 % abgeben. Dafür beschützt er dich. Niemand würde es wagen, dich auch nur schief anzusehen.“ erklärte Mike. Ben aß weiter und war etwas überrascht, dass es gar nicht so schlecht schmeckte. „Das ist doch Blödsinn. Warum sollte ich zahlen? Ich bin im Knast und hier kann mir niemand etwas.“ lachte Ben leise. „Du hast noch nicht so viel Erfahrung im Knast was?“ harkte Mike nach. Ben sah ihn an. „Das schon, aber es waren kleine Provinzgefängnisse, wo die Ordnung sehr hoch gehalten wurde. Da wurdest du schon wegen einem falschen Blick in die Einzelzelle gesperrt.“ übertrieb Ben absichtlich. Mike nickte. „Ich sehe schon…ich muss dir hier einiges erklären. Ab sofort solltest du dich nur in meiner Nähe aufhalten. So lange du bei mir bist, wird dich keiner anpacken. Hier gibt es eine Hierarchie und die fängt mit dem Don an der Spitze an. Dann kommen seine Leute und dann kommen ich und der Rest. Du stehst derzeit ganz am Ende der Schlange. Sogar vor dir sind die Schließer. Du bist quasi Freiwild für alle. Siehst du den da?“ fragte Mike und wies auf einen Mann, der am Nebentisch saß. Ben sah hin und nickte. „Das ist Sputnik. Jeder bekommt nach einer Weile einen Spitznamen. Und er hat ihn, weil er stockschwul ist. Du kannst dir sicher vorstellen, warum er allein sitzt oder? Genau…er hat so ziemlich jeden durch und man munkelt sogar, dass er Aids hat. Aber das sollte dir egal sein. Drehe ihm nie den Rücken zu. Schon gar nicht in der Dusche. Er könnte es als Einladung betrachten.“ warnte Mike ihn. Ben musterte Sputnik. „Dem bin ich doch dreimal überlegen.“ meinte er nur. „Irre dich da nicht. Wenn es darum geht Frischfleisch zu begutachten, wirst du von mehreren Männern, meistens vom Don, festgehalten und Sputnik wird dich beglücken. Du wirst dich nicht wehren können. Sputnik steht unter besonderem Schutz des Dons. Er hat ihm mal das Leben gerettet.“ erzählte Mike weiter. Ben sah ihn an. „Hat er dich auch schon? Ich meine…“ wollte er wissen. Mike nickte. „Nicht nur einmal. Und es ist kein Vergnügen, das kann ich dir sagen...“ gab dieser leise zu. Ben fühlte sich gar nicht mehr wohl. Dieser Plan in den Knast zu gehen, gefiel ihm überhaupt nicht mehr. Langsam aß er fertig. Wenn Mike Recht hatte, dann würde er sicher schon bald Besuch bekommen. Entweder der Don oder aber Sputnik. „Machen die Wärter denn nichts, wenn so was passiert?“ wollte er wissen. Mike lachte leise. „Die sind froh, wenn sie in Ruhe gelassen werden.“ erklärte er nur.

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  • Semir sah Andrea zu, wie sie packte. Wieder war der Urlaub vorbei und der Tag der Arbeit rief. „Bist du sicher, dass du wieder soweit bist?“ harkte Andrea nach. Semir nickte. „Ja… freu mich auf die Arbeit. Ben ist sicher schon verzweifelt...“ lachte Semir. Er hatte sich sehr gut erholt und wollte nur noch wieder arbeiten. „Er wird sicher keine Langeweile gehabt haben.“ meinte Andrea nur und hievte den Koffer vom Bett. „so…das war der letzte. Jetzt fahren wir zu Mama und holen die Kinder ab. Dann nach Hause. Ich freu mich auf meine eigenen vier Wände obwohl ich die Tage allein mit dir sehr genossen habe. Endlich mal wieder zeit für uns. Nur für uns...“ strahlte Andrea. Semir zog sie an sich heran. „Ich habe es auch genossen. Du warst wie immer eine wunderbare Krankenschwester, eine noch bessere Frau und eine göttliche Geliebte...“ grinste er und küsste sie. Andrea befreite sich aus seinem Arm. „Komm…. Lass uns los…“ bat sie lachend. Semir stand auf. „Warte…ich will Ben nur warnen, dass ich ab morgen wieder bei ihm bin.“ grinste er und wählte Bens Handy an. Doch dieser ging nicht ran. „Merkwürdig. Ob da was passiert ist? Vielleicht ist er in Schwierigkeiten...“ murmelte er nachdenklich. „Oder er schläft. Semir….du weißt nicht ob er vielleicht Nachtdienst hat und jetzt schläft. Du siehst ihn doch morgen.“ nahm Andrea ihn die Sorgen ab. „Du hast Recht. Sicher ist es so.“ nickte Semir. Er nahm die Koffer und trug sie zum Wagen. Nur wenig später fuhr er los. Die Autobahn war leer und er gab dem Wagen die Sporen. „Semir…nun rase doch nicht so. Du kommst doch früh genug an. Was meinst du was es Ben hilft, wenn du nach dem Urlaub direkt im Krankenhaus liegst?“ wollte sie wissen. Semir sah sie nur kurz an. „Hast du kein Vertrauen zu mir?“ tadelte er sie. „Doch…grenzenlos. Nur kenne ich Semir Gerkan, den Draufgänger auch sehr gut und der lässt schon mal den Macho raus.“ lachte Andrea. Semir lachte ebenfalls. Wenn er geahnt hätte in welcher Situation Ben gerade war, wäre er vermutlich noch schneller gefahren, als er es eh schon tat. Doch das tat er nicht und so fuhr er den Wagen sicher durch die Straßen und über die Autobahnen bis sie das Haus von Andreas Mutter erreicht hatten. Hier wollten sie noch zwei Nächte bleiben und dann mit Layla und Ayda nach Hause fahren. „Da seid ihr ja endlich...“ stöhnte Margot, als sie vor der Tür standen. „MAMA!!! PAPA!!“ schrieen die Mädchen im Chor und schon wurden Andrea und Semir von den Kindern überrannt. Jeder fing eines der Mädchen auf. „Hallo meine Prinzessinnen.“ strahlte Semir. Er hatte Ayda auf dem Arm und küsste sie auf die Stirn. „Endlich...seid ihr wieder da…“ stöhnte das mittlerweile siebenjährige Mädchen. Sie war bereits in der ersten Klasse und machte sich gut in der Schule. Die Ferien waren zur Hälfte um. Noch zwei Wochen und Ayda ging in die zweite Klasse.


    Für Ben endete der Tag im Bett. Er lag auf der Decke und sah gelangweilt an die Wand. Leise fluchte er, dass er keine Bücher mitgenommen hatte um sich zu beschäftigen. Morgen würde Semir wieder im Büro sein. Und vermutlich würde er über Ben fluchten dass er sich auf diesen Plan eingelassen hatte. „Hey…Benni…“ hörte er Mike seinen Nachbarn rufen. „Ja?“ fragte er. „Hast du Bock was zu lesen? Ich kann dir was rüber schicken...“ schlug Mike vor. „Gern und wie willst du das tun?“ harkte Ben nach. „Okay…du bekommst gleich was, sieh mal unter dien Bett…ich kann zaubern.“ kam kurz danach von Mike. Ben tat es und fand tatsächlich ein Buch. „Whow….das Loch ist ganz schön groß“, staunte er als er die Wand betrachtete. „nun ja…so können wir auch Karten spielen wenn du Lust hast.“ kam lachend von Mike. Ben musste insgeheim auch lachen. Da dachten die Schließer sie hätten die Insassen gut im Griff und niemand kam an den Anderen ran, aber dieses Loch bewies genau das Gegenteil. „Ich komme darauf zurück...“ versprach er und sah sich den Titel des Buches an. „Alice im Wunderland…“ las er. „Na ist ein Märchenbuch, aber immerhin kannst du dir damit die Zeit vertreiben. Ist eh gleich Bettruhe. Dann wird das Licht abgeschaltet. „Danke…das wird es bestimmt. Sag mal…wenn wir uns auch hier leise unterhalten könne, warum schreist du dann erst über den Gang?“ wollte Ben wissen. Er musste erfahren wie sich die Insassen verhielten um seinen Plan zu entwerfen. „Weil ich keine Lust darauf habe, das die Schließer aufmerksam werden und das Loch entdecken. Ich habe mehrere Monate gebraucht, es zu machen. Genau wie der Typ, der vor dir in der Zelle war.“ erklärte Mike. „Und wer war der Typ? Warum ist er nicht mehr hier? Hat er seine Zeit abgesessen?“ fragte Ben weiter nach. „Nein….aber er hat es gewagt dem Don Widerworte zu geben.“ kam von Mike. „Hat er ihn umgebracht?“ ging es bei Ben weiter. „Nein…er ist Irre geworden. Man hat ihn in die geschlossene Anstalt eingewiesen. Dort wird er wohl die restlichen Jahre bleiben, wenn nicht sein ganzes Leben.“ sinnierte Mike leise. „Oh…“ stieß Ben aus. „Wie hat er das geschafft?“ hängte er an. „Nun…unser Wolfgang war ein zierliches Persönchen und er wollte den Don nicht für den Schutz bezahlen. Und da der Don keine Scherze versteht, hat er Sputnik auf Wolfgang angesetzt. Dieser hat ihn dann mehrfach…nun ja… du weißt schon. Aber er war stark und hat immer noch nicht klein Beigegeben. Dann hat der Don härtere Wege eingeschlagen. Beim letzten Mal hat er ihm dann die Rippen brechen lassen. Wolfgang ist nach einigen Schlägen gegen den Kopf ins Koma gefallen. Das Ende der Geschichte. Er erwachte und hielt sich für einen Jünger Jesus. Wollte hier alle bekehren und hat sich dann sogar Nägel in die Hände geschlagen um zu beweisen, dass er etwas Besseres war.“ endete Mike. „Deshalb haben alle gestöhnt, als ich mich zum Don an den Tisch gesetzt habe...“ stellte Ben fest. „Das war ganz schön gewagt. Niemand hat es bisher getan und ich denke der Don wird das nicht gerade mit Wohlwollen gesehen haben. Da wirst du wohn noch für zahlen müssen.

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    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Der Tag war vorbei und auch im Gefängnis ging es zur Ruhe. Die Gefangenen wurden in die Zellen gesperrt. Ben nahm das Buch und fing an zu lesen. Gegen 21:00 Uhr wurde das Licht gelöscht und schnell war er eingeschlafen. Doch die Ruhe dauerte nicht lang. Um 22 Uhr wurde er durch das Öffnen der Tür wach. Er kannte sich zwar nicht im Gefängnis aus, aber er wusste genau, dass die Wärter niemals nachts in die Zellen gingen. Langsam setzte er sich auf und sah seinen Besuch an. Es war Roman Sommer, den alle Don nannten. „Geht’s noch?“ fragte Ben wütend. Er war müde und wollte eigentlich nur schlafen. „Ich will mit dir reden, Frischfleisch.“ erklärte der Don und ließ sich auf den Stuhl nieder. „Kann das nicht bis morgen warten? Oder mach besser einen Termin mit meiner Sekretärin.“ gab Ben zurück. Er legte sich hin und zog die Decke hoch. Demonstrativ drehte er seinem Besucher den Rücken zu. „Du scheinst keine Angst vor mir zu haben. Das imponiert mich.“ erklärte sein Besucher. „Schön für dich. Ich bin müde...“ maulte Ben, der gar keine Lust auf Unterhaltung hatte. „Weißt du wer ich bin?“ harkte der Don dennoch nach. „Roman Sommer. Mike hat es mir gesteckt ja...“ gab Ben zur Antwort. „Dann hat er dir doch auch gesagt, das jeder an mir seinen Tribut zahlt, wenn er hier sitzt.“ kam vom Don. „Ja sicher...aber ich passe lieber selbst auf mich auf.“ meinte Ben gleichgültig. Roman Sommer lachte leise. „Du versteht glaub ich nicht ganz. Ich habe hier das Sagen und jeder zahlt! Jeder verstehst du?“ fauchte er wütend. Ben setzte sich erneut auf und sah den Mann an. „Hör mal...ich bin verdammt müde und ich werde zum Tier wenn man mich beim Schlafen stört. Also bewege deinen Arsch aus meiner Zelle oder du lernst mich kennen.“ fauchte Ben ihn an, der nun wirklich genug hatte. Er beobachtete den Mann sehr genau und merkte auch den überraschten Gesichtsausdruck. „Du hast wirklich keine Angst...Hat Mike dir auch von Sputnik erzählt? Oder von dem Mann, der vor dir hier drin war? Jeder hat an mich zu zahlen. Auch du. Notfalls werde ich dir beibringen wie du dich mir gegenüber zu verhalten hast. Dreißig Euro pro Woche!“ forderte der Don und erhob sich. Ben sah ihm nach und der Don drehte sich um. „Für dich sind es vierzig. Und hier kann sehr viel passieren. Wirklich sehr viel...“ drohte er ihm. „Verpiss dich!“ gab Ben respektlos von sich. Der Don war Widerworte scheinbar gar nicht gewohnt, aber er verließ die Zelle und ließ die Tür laut ins Schloss fallen. Nur wenig später drehte sich der Schlüssel. Ben blieb zunächst sitzen. Hatte er vielleicht übertrieben? Sicher würde er es in den nächsten Stunden oder nächsten Tagen erfahren. Jetzt erst einmal die Nacht versuchen zu überstehen. Wer weiß wer hier alles in die Zellen gelassen wurde. Ben wollte dem Direktor jedenfalls stecken, dass hier einige Schließer mit dem Don gemeinsame Sache machten. Wie sonst konnte der Don seine Zelle verlassen und die von Ben betreten?


    Für Semir fing der erste Arbeitstag mit der Botschaft an, ins Büro von Kim Krüger zu kommen. „Was will sie denn von mir? Direkt am ersten Tag.....“ fragte er Susanne, die ihn lächelnd ansah. „Wenn du rein gehst, erfährst du es sicher. Nur keine Sorge...wird nichts schlimmes sein. Dein Auto ist ja heil...“ schlug sie vor. „Sehr witzig...ist Ben schon da?“ harkte er nach. „Also ich sehe ihn nicht. Es wäre eigentlich Zeit aber...nun ja...geh lieber zur Krüger.“ meinte Susanne ausweichend. Semir sah sie fragend an. „So geheimnisvoll kenne ich dich ja gar nicht.“ grinste er und drehte sich um. Er klopfte an die Tür. Ein leises „Herein“ war zu hören. Semir betrat das Büro von Kim Krüger, die ihn ansah. Sie war nicht allein. „Guten Morgen Herr Gerkan. Ich hoffe Sie haben sich erholt...“ lächelte sie ihn an. Semir nickte. „Ja...danke mir geht es sehr gut...“ bestätigte er. „Sehr schön...Das ist Fritz Sklogowski und Klaus Gerber vom LKA. Ihnen ist sicher schon aufgefallen, das Ben nicht anwesend ist und das hat einen triftigen Grund...“ Kim machte eine Pause. Semir sah sie entsetzt an. „Sagen Sie nicht, dass er wieder zum LKA gewechselt ist!“ stieß er aus. Kim lächelte. „Nein...das ist er nicht. aber er ist für einen Fall dem LKA geliehen worden, wenn wir es so benennen können.“ kam von ihr. „Wie meinen Sie das?“ harkte Semir sofort nach. „Ben ist dem LKA aufgrund eines Amtshilfegesuchs überstellt worden. Er wird wenn alles planmäßig läuft in drei Wochen wieder bei uns sein. Bis dahin müssen Sie sich mit Herrn Gerber begnügen müssen.“ erklärte Kim sachlich. „Ein Amtshilfegesuch? In was für einen Fall?“ harkte Semir sofort nach. „Es geht um einen Ausbruch aus dem Gefängnis in Aachen. Ben wurde ins Gefängnis gebracht um diesen Ausbruch mitzumachen und sich dann der Bande von Andreas Vohwinkel anzuschließen. Er soll die Bande von innen ausheben, den jungen Kollegen des LKA’s befreien und Vohwinkel zur Strecke bringen.“ erklärte Kim weiter. „Bitte Was???? DAS IST DOCH WAHNSINN!!“ schrie Semir durch das Büro. „Semir...ich kenne Ihre Bedenken, aber uns blieb keine andere Wahl...“ versuchte Kim ihn zu beruhigen. „Ben wird dort keinen Tag überleben! Er ist dort Freiwild wenn die Insassen herausbekommen wer er ist!“ fauchte Semir wütend. „Wir wissen sehr genau, was für Risiken darin verborgen sind, aber Ben Jäger hat sich freiwillig gemeldet...“ mischte nun einer der Besucher mit.

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  • Semir sah ihn an. „Ach ja...? Und wer schützt ihn, wenn er in Gefahr gerät? Dort werden sicher auch einige sitzen, die dank ihm dort drin sind? Haben Sie auch daran gedacht? Was wenn einer von den Leuten ihn erkennt?“ harkte Semir nach. Er kochte innerlich über diesen Einsatz seines Partners. „Warum haben Sie keinen Ihrer Männer da rein geschickt? Warum Ben?“ wollte er wissen. „Herr Jäger ist oder besser war der einzige, der noch nie mit Vohwinkel zu tun hatte. Sie selbst haben ihn doch mehrfach aus dem Verkehr gezogen. Meine Leute ebenfalls und er findet immer wieder Anwälte die ihn vor Gericht vertreten und frei bekommen. „Ja sicher...ist ja nur Bens Leben was drauf geht. Er ist ja auch nur ein einfacher Autobahnbulle den man opfern kann. Wir sind ja nichts wert...“ fauchte Semir weiter. „Nein..., so ist das wirklich nicht. Frau Schrankmann hatte uns auf die Idee gebracht. Herr Jäger ist wirklich ...“ versuchte Sklogowski zu erklären. Semir stand auf und ging im Zimmer auf und ab. „Was wenn Ben nein gesagt hätte? Hätte man ihn dann suspendiert? Oder direkt entlassen?“ harkte Semir nach. „Semir! Nun übertreiben Sie nicht. Ben ist bereits seit vier Tagen im Gefängnis. Herr Gerber wird ihn heute noch besuchen...“ versuchte Kim weiter die Wogen zu glätten. Semir atmete tief ein und aus. Dann setzte er sich wieder. „Okay...und worin liegt meine Arbeit? Ich werde doch auch auf den Fall gesetzt oder?“ wollte er wissen. Fritz Sklogowski nickte. „Sie werden Andreas Vohwinkel offiziell den Krieg erklären. Machen Sie ihm die Hölle heiß. Ich habe hier die letzten Informationen von unserem Mann, der in der Bande geschleust wurde. Danach geht es in zwei Tagen auf den ehemaligen Rasthof Eifeltor mit einem Waffendeal los.“ erklärte der LKA-Mann. „Und ich soll allein arbeiten oder wie?“ wollte Semir weiter wissen. „Nein...Sie werden mit Gerber zusammen arbeiten. Er kennt Vohwinkel schon lange und ist ganz versessen darauf, ihn zur Strecke zu bringen.“ lächelte Sklogowski. Semir sah seinen Zwangspartner an. „Okay...hab ich kein Problem mit.“ gab er zu. „Kann ich Ben auch besuchen?“ bat er nun. „Nein...Semir...Sie haben doch schon mit Pérez zu tun gehabt. Das steht in Ihrer Akte. Was wenn er Sie erkennt?“ gab Kim zu bedenken. „Na und...dann wissen sie wenigstens mit wem sie sich anlegen...“ stellte Semir dagegen. „Ich denke es ist besser, wenn Gerber ihn besucht.“ lehnte auch Sklogowski die Bitte ab. Semir schluckte nur.


    Gegen sieben wurde Ben geweckt. „Oh man...das war so eine scheiß dämliche Idee... dafür müsstest du eingesperrt werden, Ben Jäger...“ dachte Ben nur und erhob sich müde. „Aufstehen und an die Tür treten!“ forderte der Schließer. Ein freundliches „Guten Morgen“ gab es hier wohl nicht. Ben stand auf und ging mit schweren Schritten zur Tür. „Zelle 1 bis 19 vortreten zum Waschen!“ kam der nächste Befehl. Ben war Zelle Nr. 4. Er kannte das Ritual und wusste dass er erst raus durfte, wenn die letzten an ihm vorbei waren. Im Gänsemarsch ging es in den Duschraum. Ben rümpfte die Nase, als er den kahlen Raum betrat. Mehrere Duschen waren an der Decke angebracht. Es gab keine Kabinen. „Na...nicht so schüchtern Frischfleisch!“ wurde er von den Insassen aufgefordert. Ben zog sich aus und duschte. Das Wasser war lauwarm aber immerhin konnte er sich sauber machen. Er hatte seinen nächtlichen Besuch nicht vergessen und war wachsam. Jeden der Mithäftlinge sah er an. Carlos Pérez war nicht unter ihnen. „Hey Frischfleisch! Wie ist dein Name?“ wollte einer der Männer wissen. „Benjamin! Benjamin Block!!“ gab Ben von sich. „Benjamin Blümchen...“ kicherte ein Anderer. „Nein...Block...“ knurrte Ben zurück. „Aber Blümchen passt besser. Ab sofort bist du unser Blümchen...“ verkündete einer der Männer. Zu viert kamen sie auf Ben zu und drängten ihn an die Wand. Ben hob die Arme zur Abwehr. „Vorsicht...ich hasse es, wenn man mich in die Enge treibt. Das könnte böse für euch enden.“ warnte Ben die Männer. Ein Gelächter erschallt durch den gekachelten Raum. „Mario! Bezieh mal Wache an der Tür. Wir wollen uns mit Blümchen etwas unterhalten...“ erklärte der Mann direkt vor ihm. Ben sah ihn an. Er bemühte sich keine Angst zu zeigen. Er musste sich gegen die Männer beweisen, sonst würde er sicher schwere Stunden durchmachen müssen. „NEIN!! LASST IHN IN RUHE!!“ hörte er Mike schreien. Ein Blick in die Richtung zeigte, dass auch Mike festgehalten wurde. Die Hand des Mannes vor ihm, den Mike mit Sputnik tituliert hatte stricht ihn über die nackte Brust. „Ein so starker Mann...hat Angst vor mir...“ lachte er leise. Ben stieß ihn zurück. „Keine Angst...verschwinde du Schwuchtel!“ stieß er aus. „Na...wer wird denn gleich so böse werden. Mein kleiner Freund hier unten hat schon lange keinen so starken kräftigen Mann gehabt...“ säuselte Sputnik und strich sich über sein Genital. „Verschwinde oder du hörst die Glocken klingen!“ warnte Ben. Er machte sich bereit und spannte innerlich alle Muskeln an. „Oh...du bist störrisch...dann macht es mir ja noch mehr Spaß.“ lachte Sputnik. „Lass Ihn, Sputnik! Nimm mich! Ich war doch immer gut genug...“ schrie Mike. Er wehrte sich gegen die Männer die ihn hielten. „Mike...Mike...ich will mal wieder was Feines haben. Du hast ausgedient. Akzeptiere es doch endlich. Warum sollte ich einen Porsche fahren, wenn ich einen Ferrari bekommen kann. Nicht wahr Blümchen...“ lachte Sputnik.

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  • Semir sah Kim und Sklogowski an. Klaus Gerber saß nur da und hörte zu. „Also gut...ich werde mir alle Fakten zu dem Fall Vohwinkel besorgen und mit einarbeiten. Er hat damals schon mit Drogen und Waffen gehandelt und ich kenne ein paar seiner bevorzugten Stellen. Diesen Deal an der Autobahn werde ich ihm versauen. Das verspreche ich schon mal hier.“ Knurrte er. „Alles nur Geschwafel...“ stieß Klaus Gerber aus. Semir sah ihn fragend an. Er kannte Klaus Gerber vom LKA aus einem früheren Fall. „Das Sie mit dieser Art der Ermittlung nicht einverstanden sind, kenne ich aus der Vergangenheit. Diesmal werden Sie mich nicht daran hindern. Oder muss ich Sie an den Vorfall vor sechs Jahren erinnern?“ fauchte Semir ihn an. „Ganz sicher nicht. Ich habe damals einen Fehler gemacht, aber ich sehe immer noch keinen Sinn einen dummen Autobahnbullen auf den Fall anzusetzen. Ich kann mit Ihnen sicher nicht zusammen arbeiten.“ gab Gerber von sich. „Wirst du aber müssen, Klaus. Es gibt keine andere Möglichkeit.“ ermahnte Sklogowski ihn. „Wir würden alle schneller vorankommen wenn wir zusammen arbeiten Also bitte...meine Herren. Keine Rivalitäten!“ ermahnte Kim. Semir nickte. „Ist kein Ding. Ich arbeite lieber allein.“ lächelte er. „Das wird aber nicht gehen und das wissen Sie.“ ermahnte Kim ihn. Klaus sah Fritz an. „Können wir uns mal kurz draußen unterhalten?“ bat er seinen Vorgesetzten. Fritz nickte. Gemeinsam gingen sie raus. Für Semir die Gelegenheit auch mit Kim über diese erzwungene Partnerschaft zu reden. „Ich kenne dieses Arschloch. Er ist zu keiner Zusammenarbeit fähig!“ stieß er aus. „Semir...Sie wissen doch genau, das ich Sie nicht allein ermitteln lassen kann. Sie brauchen einen Partner, der ihnen den Rücken stärkt und Sie gegebenenfalls auch schützt.“ versuchte Kim. „Dieser Gerber wird es sicher nicht tun. Er ist ein selbstverliebtes Arschloch.“ wiederholte Semir. „Dennoch kann er auch ein Partner sein, der Ihnen das Leben retten kann. Nur für diesen einen Fall... und Semir...bitte schrotten Sie nicht zu viele Fahrzeuge...“ bat Kim ihn lächelnd. Semir nickte. „Wie immer Chefin...“ gab er grinsend von sich. Es klopfte und Fritz Sklogowski und Klaus Gerber traten wieder ein. „Also gut...ich bin zur Zusammenarbeit bereit, unter der Bedingung dass ich die Einsatzleitung habe und sage, was zu tun ist!“ verkündete Klaus. Semir sah ihn nur mitleidig an und dann zu Kim. „Beide sind gleichberechtigt. Sie sind beide Hauptkommissare und ich denke da ist es egal wer was macht, Hauptsache Sie tun es gemeinsam.“ stellte Kim richtig. „Aber ich bin beim LKA und damit stehe ich über ihn!“ protestierte Klaus Gerber. „Das LKA ist lediglich eine weitere Einrichtung der Polizei. Das ist keine höher gestellte Institution.“ erklärte Semir mit einem Grinsen.


    „Wir werden die Akten durchgehen! Sie werden mir sagen, was Sie wissen und dann werden wir uns einen Plan zu Recht legen!“ befahl Semir und wurde lauter. Gerber sah ihn erschrocken an. „Ja…ja…klar…“ stammelte er. „Dann haben wir uns ja verstanden.“ grinste Semir und verließ das Büro von Kim Krüger .Klaus Gerber trottete ihm hinterher. Kaum im Büro von Ben und Semir angekommen warf Semir ihm eine Akte zu. „So…hier ist die erste. Aber bevor wir loslegen, was ist Ihnen bekannt? Wer ist der eingeschleuste und angeblich verschwundene Kollege und …“ zählte er auf. „Augenblick bitte! Ich habe eben nichts gesagt, weil die Vorgesetzten dabei waren. Ich lasse mich sicher nicht von Ihnen vorführen! Wir sind wie Sie schon sagten beide Hauptkommissare und sollten uns respektieren. Ich bin kein Sklave von Ihnen und umgekehrt!“ fauchte Klaus Gerber. Semir lächelte. „Ich habe keine Probleme damit. Also… ich bin ganz Ohr“ kam von ihm. „Wir sind seit vier Jahren hinter Vohwinkel her. Sie wissen ja selbst was er alles anstellt. Vor ungefähr vier Wochen haben wir Fynn in die Bande geschleust und bis vor vier Tagen hat er auch immer wieder Kontakt zu uns aufgenommen. Doch seit dem hören wir nichts mehr von ihm. Ich befürchte, das er aufgeflogen ist.“ erklärte Klaus kurz. „Fynn…und wie weiter?“ harkte Semir nach. „Gerber…“ stieß Klaus aus. Semir stutzte. „Sie sind mit ihm verwandt?“ kam die nächste Frage. „Er ist mein kleiner Bruder...“ nickte Klaus. Semirs Gesichtsausdruck verhärtete sich. „Wie alt?“ wollte er wissen. „27 Jahre alt. Vohwinkel wird ihn sicher völlig fertig machen, oder gar umbringen….Fynn wusste von Anfang an von diesem Risiko und….ich hoffe…das wir ihn lebend befreien können.“ kam leise von Klaus. Semir sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Sie hatten auch schon mit Vohwinkel zu tun?“ wollte Klaus wissen. „Ja…das hab ich. Wir haben auf einen unserer Parkplätze das Drogenproblem in Angriff genommen und einen Deal fingiert. Ich habe mich als Käufer für eine große Menge ausgegeben und wir konnten beim Zugriff die Bande stellen.“ erzählte Semir. „Warum ist Vohwinkel dann auf freiem Fuß? Hat die Beweislage nicht ausgereicht ihn für immer einzusperren?“ harkte Klaus nach. „Doch … die Beweislage war sehr gut und jedes andere Gericht hätte ihn mit Sicherheit schuldig gesprochen. Aber die Anwälte und die Zeugen waren sehr gut auf die Verhandlung vorbereitet. Er wurde freigesprochen, weil Zeugen behaupteten, dass er zu dem Zeitpunkt nicht auf dem Parkplatz gewesen sein könne. Ich konnte das Gegenteil nicht beweisen und der Anwalt von Vohwinkel warf mir persönliche Gründe vor, die ich gegen ihn hätte. Nun ja…“ erzählte Semir weiter. „Wie lange ist das her?“ kam die nächste Frage von Gerber. „Ungefähr drei Jahre.“ dachte Semir nach. „Dann ist das der Fall, der beim LKA die Runde machte. Man mutmaßte das der Richter, die Zeugen und sogar die Staatsanwaltschaft geschmiert wurden...“ meinte Gerber nachdenklich. „Na…der Richter und die Staatsanwaltschaft sicher nicht...“ lachte Semir. Klaus sah ihn an. „Warum nicht?“ harkte er nach. „Die Staatsanwaltschaft wurde durch Frau Isolde Maria Schrankmann vertreten und die Frau können Sie mit nichts bestechen.“ stellte Semir fest. Auch über Gerbers Gesicht huschte ein Lächeln. „Also gut…was machen wir jetzt?“ fragte Gerber nach. „Wir werden jetzt die einzelnen Clubs wo Vohwinkel sich aufhält besuchen. Heute Abend geht es los. Als erstes ist die „schwarze Perle“ dran.“ gab Semir bekannt.

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  • Ben trat um sich und traf Sputnik empfindlich. „Du Mistkerl!!! Du verdammter Mistkerl!!“ jammerte der schwule Mithäftling und sah seine Freunde an. „Macht ihn fertig!!“ stieß er keuchend aus. Sofort gingen die Anderen auf Ben los und er musste einiges einstecken. Doch er teilte auch aus. Auch Mike mischte nun kräftig mit und schaffte es sogar Ben etwas Luft zu verschaffen. Doch der Erfolg stellte sich nicht ein. Scheinbar wurden die Gegner immer mehr und Ben schrie auf als eine Faust erneut in seinem Gesicht landete. Auch Mike musste einstecken bis einige der Schläger ihn festhielten und so den Rest der Bande auf Ben einschlagen konnte. Nur kurz konnte Ben die Chance nutzen. Er nahm sein Handtuch und ließ es kreisen. Es war nass und tat höllisch weh, wenn es sein Ziel erreichen konnte. Mit dem um sich wirbelnden Stück Stoff verschaffte er sich Luft. „Haut ab ihr Idioten!!“ gab er wütend und nuschelnd von sich. Er blutete bereits aus der Nase und hielt sich die Rippen. Ein Pfiff ertönte. „Okay….genug Jungs…der Don hat gesagt eine kleine Abreibung zur Warnung.“ kam nun von einem Außenstehenden. Tatsächlich ließen die Männer von Ben ab und verließen die Dusche. Ben stand langsam auf und kam mit Mikes Hilfe auf die Beine. „Komm…sag jetzt besser nichts mehr...“ mahnte er ihn. Ben nickte nur. Er hielt sich den Magen und ging gebückt mit Mark aus dem Duschraum. „warte…mein Handtuch...“ stöhnte Ben. Mark legte ihm sein nasses Handtuch um die Hüften und brachte ihn in den Vorraum. „Geht’s wieder?“ wollte er wissen. Ben nickte leicht. Er lehnte den Kopf gegen die Wand. „Diese Schweine… ich mache sie alle fertig.“ stieß Ben leise aus. „Du wirst die nächsten Tage sicher erst mal auf der Krankenstation liegen. Die haben dir die Rippen gebrochen. Ich lasse mal eine Aufsicht kommen.“ erklärte Mike und verschwand bevor Ben protestieren konnte. Nur wenige Augenblicke später kam Mike mit einem der Beamten zurück. „Was ist passiert?“ wollte dieser wissen. „Einige Mistkerle haben mich zusammen geschlagen.“ stieß Ben mühsam aus. Mike sah ihn an. „Er ist ausgerutscht…in der Dusche. Und…er ist unglücklich aufgekommen.“ berichtigt er. „Nein…man hat mich zusammen geschlagen und ich werde dem Direktor davon berichten. Mit mir machen die das nicht noch mal.“ stieß Ben erneut undeutlich aus. „Er scheint mehr abbekommen zu haben, als ausschaut.“ gab Mike von sich. „Bleib bei ihm, ich hole den Arzt.“ befahl der Beamte und verschwand wieder. „Warum hast du gelogen...?“ wollte Ben wissen. „Weil du nicht weißt was du dir damit antust. Verräter leben hier nicht lange und du kannst nichts beweisen...“ stellte Mike fest. „Du warst doch dabei!“ kam verwundert von Ben. „Ich habe nichts gesehen.“ meinte Mike nur. „Warum lügst du? Hast du so eine große Angst vor dem Don? Weißt du dass genau diese Angst ihn so mächtig macht? Weißt du dass du es in der Hand hast es zu ändern? Der Don steckt dahinter. Ich hab es gehört!“ stieß Ben aus. Der Beamte kam zurück und hatte einen Sanitäter im Schlepptau. Dieser begutachtete Ben kurz und nickte dann. „Auf die Krankenstation!“ befahl er. Gemeinsam mit Mike wurde Ben dort hin gebracht und nur kurz darauf lag er in einem weichen Bett. In dem Zimmer wo er war, lag bereits eine Person, die scheinbar schon schlief. Doch als sie allein waren hörte Ben das leise Lachen. „Frischfleisch nach der ersten Behandlung...“ meinte der Mann nur.


    „Ich bin Ben…nicht Frischfleisch!“ stieß Ben nuschelnd aus. „Fein…ich bin Carlos. Habe das gleiche Problem wie du gehabt. Lass mich raten…du wolltest den Don nicht für den Schutz bezahlen und wurdest von Sputnik und seinen Freunden in die Mangel genommen. In der Dusche. Alle haben zugesehen und im Nachhinein behauptet, dass du ausgerutscht bist und dumm aufgekommen…“ meinte sein Bettnachbar. „Genau das…“ bestätigte Ben. „Aber wenn ich dich so betrachte, dann bist du doch ziemlich glimpflich davon gekommen .Was hat den Don beeindruckt? Irgendwas musst du getan haben, dass er dich nicht ganz fertig gemacht hat.“ dachte Carlos laut nach. „Keine Ahnung…vielleicht war es die Tatsache, dass ich mich während des Essens an seinen Tisch gesetzt habe oder das ich ihn aus meiner Zelle geworfen habe.“ nuschelte Ben. „Das ist es…das hat noch niemand gewagt. Kein Wunder das der Don dich lieb hat. Er hasst Feiglinge. Er möchte lieber Gegner haben, die sich nichts gefallen lassen. Die sich wehren. Das wertet den Tag auf und den Beitrat den du zu leisten hast. Bei mir hat er es auch nicht geschafft und er verlangte 40 € pro Woche von mir. Aber nicht mit mir. Ich lasse mich nicht erpressen!“ stieß Carlos aus. „Und was hast du davon…du liegst hier und hat vermutlich auch gebrochene Rippen.“ meinte Ben leise. Auf einer Seite war er Sputnik dankbar, denn immerhin hatte er dafür gesorgt, dass er auf die Krankenstation kam und Carlos Pérez kennen lernte, doch zum einen hatte er ihm starke Schmerzen zugefügt und so was gehörte bestraft.. „Das mag sein, aber ich bin nicht mehr Lange hier.“ versprach Carlos und riss ihn aus seinen Gedanken. Ben sah ihn an. „willst du etwa abhauen? Das packst du nie. Die Schließer werden sicher nicht so einfach zuschauen, wie du abhaust...“ lachte er. Doch im gleichen Augenblick stöhnte er auf. „Nicht lachen. Das tut weh…“ gab Carlos den guten Rat. „Verdammt…ich mache diese Mistkerle fertig...“ stieß Ben Luft aus. Der Arzt betrat den Raum. „Sie haben verdammt viel Glück gehabt, Block…die dritte und die sechste Rippe sind angebrochen. Allerdings werde ich auf den Verband verzichten. Die Rippen wachsen auch so wieder zusammen. Aber die nächsten drei oder vier Tage werden Sie hier liegen bleiben.“ erklärte der Arzt und verließ den Raum wieder. „Na dann…auf gute Bettnachbarschaft. Keine Sorge…ich bin nicht schwul...“ lachte Pérez. Den Rest des Tages konnte Ben im Bett verbringen. Er bekam sein Essen gebracht und durfte sogar etwas lesen.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Semir und Klaus Gerber fuhren am Abend in den Club „schwarze Perle“. Klaus Gerber stürmte sofort zur Tür und Semir konnte ihn gerade noch aufhalten. „Langsam….wir wissen noch nicht ob Vohwinkel hier ist außerdem ist das SEK noch nicht da. Wir werden eine Razzia machen. So was nimmt uns Vohwinkel übel und dann wird er wissen, das er auf der Abschussliste steht.“ ermahnte Semir ihn. Klaus nickte. „Ich werde diesen Mistkerl ausquetschen….das verspreche ich Ihnen.“ kam leise von dem Kollegen. „Dazu haben Sie Zeit wenn wir ihn haben.“ nickte Semir. Das SEK kam und gemeinsam mit diesen betraten Semir und Klaus den Club. „Das ist eine Razzia! Jeder bleibt an seinem Platz und hält seinen Ausweis bereit!“ brüllte Semir durch den Saal. Einige der Anwesenden schrieen auf und versuchten dennoch das Weite zu suchen. Doch die Kollegen waren wachsam. Niemand konnte den Club verlassen. Nach einer guten Stunde war der Spuk vorbei. „Nichts….Vohwinkel war nicht hier!“ stieß Klaus enttäuscht aus. Semir sah ihn an. „sie denken doch wohl nicht, dass wir gleich beim ersten Schlag Glück haben. Aber Vohwinkel wird davon erfahren und den Angriff auf uns starten.“ versprach Semir dem ungeduldigen Kollegen. „Außerdem weiß er sicher, dass wir ihn auf dem Kicker haben. Und wenn ihr Bruder alles gestanden hat, dann weiß er auch das wir uns was einfallen lassen um ihn zur Strecke zu bringen.“ hängte er an. „Das ist ein toller Plan….ganz toll…. Wir geraden in die Schusslinie und er kann uns abknallen wann immer er will...“ fauchte Klaus wütend zurück. Semir nickte. „Genau das habe ich vor. So wie ich Vohwinkel kenne, wird er sich auf uns einschießen. Damit ist er dann beschäftigt und wird auch Fehler machen. Und dann wenn er am wenigsten damit rechnet werden wir ihn festsetzen. Dann ist ihr Bruder frei und jeder geht wieder seine eigenen Wege.“ bestätigte Semir. „Das ist doch lächerlich….dieser Plan ist völlig dämlich...“ stieß Klaus aus. Doch dann grinste er. „Er ist so dämlich, das er mir richtig gefällt.“ hängte er an. Semir musste zugeben, dass er sich in diesem Mann, der noch vor Jahren eingebildet und egoistisch war, getäuscht hatte. Er schien gereift zu sein. „Gut…dann werden wir jetzt Feierabend machen.“ grinste Semir und reichte dem Mann die Hand. Sie stiegen ins Auto und fuhren ab. „Was denken Sie wird Vohwinkel mit Fynn machen?“ unterbrach Klaus das Schweigen im Fahrzeug. „So wie ich ihn kennen gelernt habe, wird er ihn foltern, bis er alles gesagt hat. Ich hatte mal das kurze Vergnügen gehabt in seinen Fängen zu sein. Das war kein Zuckerlecken. Vohwinkel hat alle Register gezogen und als ich befreit wurde, lag ich drei Wochen in der Uniklinik. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich der Mistkerl geändert hat. Ich will Sie nicht enttäuschen, aber…die Chance Fynn dort lebend heraus zu bekommen, ist sehr gering.“ gab Semir leise zu.


    In der Nacht wurde Ben wach. Seine Rippen schmerzten und er klingelte nach dem Pfleger. Dieser kam nur wenige Augenblicke nach dem Alarm. „Was ist?“ fragte er leise. „Ich habe Schmerzen….kann ich etwas dagegen bekommen?“ bat Ben leise. Der Pfleger nickte und verschwand. Nur zwei Minuten später kam er mit einer Spritze bewaffnet zurück. „Danach können Sie sicher schlafen...“ lächelte er und setzte Ben die Spritze in seinem Allerwertesten. Dann verließ er den Raum wieder. Ben spürte tatsächlich wenige Minuten danach eine Linderung und wurde müde. „Das war sehr gefährlich…Benni…“ kam leise murmelnd von Pérez. „Warum?“ harkte Ben nach. „Weil die Pfleger hier mit Heroin versorgt werden. Jeder von denen ist irgendwie süchtig und du kannst froh sein, wenn er dir wirklich ein Schmerzmittel gegeben hab.“ lachte der Verbrecher. „Zumindest hilft es. Meine Schmerzen sind weg und ich will schlafen. Also halt die Klappe...“ kam von Ben. „Dann wünsche ich mir für dich, dass du auch wieder aufwachst…“ lachte Pérez weiter. Ben schluckte, wenn Carlos wirklich Recht hatte, dann gingen hier im Gefängnis ziemlich üble Dinge ab und dieser Riefenstahl hatte keine Ahnung, das direkt unter ihm das Verbrechen nicht weg gesperrt war, sondern regelrecht aufblühte. Er nahm sich vor schon sehr bald mit Riefenstahl zu sprechen. Endlich war auch Pérez ruhig und er konnte schlafen. Auch wenn die Nacht nicht mehr lang war und er sicher um sieben geweckt wurde. Doch tatsächlich kamen die Pfleger erst um acht und weckte die Patienten sanft. „Wir werden gleich frühstücken und dann werden Sie beide duschen gehen.“ erklärte der Pfleger. Ben sah ihn an. „Nur keine Sorge….die Anderen sind jetzt duschen. Wir trennen die Kranken von den Anderen.“ lächelte er als er Bens Blick interpretierte. Tatsächlich konnte Ben sich nicht von der Angst freisprechen erneut zusammen geschlagen zu werden. Doch noch hatte er das Schlimmste nicht hinter sich, wie sich in wenigen Tagen herausstellen sollte. Jetzt genoss er die Pflege die ihm hier zuteil wurde und das reichhaltige Frühstück. Scheinbar bekamen die Insassen auf der Krankenstation besseres Essen als in der großen Kantine. „Sag mal Carlos….dieser Don…mischt er hier in allen Bereichen mit?“ wollte e r wissen. „Nur im Trakt. Ansonsten ist er ein kleines Licht. Aber er hat viele Freunde hier, die ihm helfen und viele die Angst vor ihm haben. Das gibt ihm die Macht und die nutzt er hier. Außerdem hat er unter den Schließern einige Freunde, die ihn aus der Zelle lassen damit er Neuankömmlinge wie dich unter Druck setzen kann.“ erklärte Carlos.

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  • Andreas Vohwinkel sah Hans an. „Was ist passiert?“ fragte er wütend. „Die Bullen haben die „schwarze Perle“ ausgehoben. Sie haben vier der Mädchen mitgenommen und drei der Barkeeper. Sie haben sogar Stoff gefunden. Der Laden ist dicht.“ kam von Hans. „Diese verdammten Hurensöhne….ich will wissen wer den Laden gestürmt hat! Alles über diese Bullen!“ fauchte Andreas wütend und schlug mit der Faust auf den Tisch. „Das habe ich bereits in Erfahrung gebracht. Der Mann heißt Semir Gerkan….und ist von der Autobahnpolizei…“ gab Hans sein Wissen preis. „Gerkan? Gerkan….der Name sagt mir was…irgendwo her kenne ich den Namen…irgendwo her….“ murmelte Andreas leise. „Habe ich dir bereits seine Adresse besorgt. Er wohnt in der Kantstrasse 5 in Ehrenfeld. Er hat Frau und zwei Kinder. Ganz süße Mädchen…“ grinste Hans breit. Andreas ahnte worauf er hinaus wollte. „Nein…nein…Weiber sind nie gut in Gefangenschaft und kleine Mädchen… nein… ich will ihm eine Lektion erteilen, ja…aber keine Gefangenen. Außerdem wird er seine Familie sicher unter Schutz stellen. Trommel die Jungs zusammen und stattet Gerkan einen Besuch ab. Der Junge wird sich seinen nächsten Schritt sehr genau überlegen. Fynn ist übrigens auch so weit. Er frisst mir aus der Hand, um seinen Stoff zu bekommen. Ich denke es wird Zeit, dass wir den Spieß umdrehen und die Bullen aushorchen.“ grinste Andreas. „Denkst du die vertrauen ihm noch?“ harkte Hans nach. „Ganz sicher ist man da nie, aber es ist ein Versuch wert.“ wog Andreas ab. „Sollen wir Gerkan zusammen schlagen?“ harkte Hans nach. Andreas schüttelte den Kopf. „Nein…das sind Schmerzen die vergehen. Er muss Angst haben. Gewaltige Angst. Wenn ihr ihn schlagt, dann geht er zum Doc und lässt sich Aspirin verschreiben.“ Andreas drehte nachdenklich eine gefüllte Spritze in den Fingern. „Aber wenn er etwas gespritzt bekommt, von dem man nicht wirklich weiß was es ist, dann blüht die Angst auf. Man kann es sogar fokussieren in dem man der Person erklärt, dass es ein unbekanntes Gift ist, was langsam wirkt. Sehr langsam. Gib Gerkan das was hier drin ist und sage ihm, dass er nur noch vierundzwanzig Stunden zu leben hat. Erklärte ihm, das es kein Gegengift gibt und das wir ihm eine hübsche Höllenfahrt wünschen.“ lachte Andreas. Er überreichte Hans die Spritze, der sie etwas weiter abhält. „Was genau ist da drin?“ wollte er wissen. Doch Andreas grinste nur. „Das bleibt mein Geheimnis.“ meinte er nur.


    Als Semir ins Büro kam wurde er zu Kim geordert. „Chefin, was gibt es?“ fragte er ohne einen „Guten Morgen“ zu wünschen. „Ich habe Nachricht aus dem Gefängnis. Ben wurde zusammen geschlagen. Er ist zwar nicht schwer verletzt, aber es reichte aus um ihn für ein paar Tage auf die Krankenstation zu bringen.“ erklärte Kim. Semir sah sie an. „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Wissen wir den Hintergrund?“ harkte Semir nach. „Nein…nicht genau. Sie fahren mit Klaus Gerber ins Gefängnis und werden Ben dort besuchen. Lassen Sie es wie ein Verhör aussehen...“ bat Kim. Semir nickte und sah Klaus an. „Dann wollen wir mal.“ stieß er aus. Auch Klaus erhob sich. Auf der Fahrt zum Gefängnis räusperte sich Klaus. „Was denken Sie, was dahinter steckt? Ob er aufgeflogen ist?“ wollte er wissen. Semir zog die Schultern hoch. „Das werden wir sicher erfahren, aber wir müssen erstmal zum Direktor. Er wird Ben dann holen lassen und in seinem Büro können wir ihn dann sprechen. Dem Kerl werde ich was erzählen….“ knurrte Semir. „Allerdings denke ich nicht, dass Ben aufgeflogen ist, denn dann würde eine Leiche aus dem Gefängnis transportiert werden…“ hängte er an. „Verstehen Sie mich nicht falsch…aber für mich hängt sehr viel davon ab, das Herr Jäger erfolgreich ist. Nur so können wir Fynn finden und retten. Sofern er noch zu retten ist...“ Angst schwang in der Stimme mit. Semir lächelte zuversichtlich. „Wir werden ihn retten…“ versprach er. Sie kamen an und wurden direkt zum Direktor Riefenstahl gebracht. „Semir Gerkan…ich bin der Kollege von Ben Jäger…“ stellte Semir sich vor. „Mir wurde Ihr Besuch bereits angekündigt. Ich werde auch kein Blatt vor den Mund nehmen. Aber ich sehe es so, das sich Herr Jäger in Schwierigkeiten gebracht hat.“ fing der Direktor an. „Was genau ist passiert?“ fragte Semir nach. „Wir wissen das Roman Sommer, ein Mörder der hier einsitzt, sich aufspielt und sich selbst den Don nennt. Die Häftlinge haben Angst vor ihm und zahlen ihm freiwillig Schutzgeld, damit sie in Ruhe leben können. Der Don finanziert hier so sein Leben. Ich weiß auch, das ein Schließer mit dem Don gemeinsame Sache macht, aber ich habe noch nicht herausgefunden, wer es ist.“ erklärte Riefenstahl. „Schutzgeld? Und Sie sehen nur zu?“ kam nun auch von Klaus. „Wir können nichts dagegen tun….und…solange die Häftlinge sich nicht wehren, wird es sich nicht ändern...“ verteidigte Riefenstahl sich. „Dann hat Ben sich wohl geweigert zu zahlen und ist zur Warnung zusammen geschlagen worden….“ murmelte Semir nachdenklich. „so sieht es aus. Er liegt jetzt auf der Krankenstation mit Carlos Pérez zusammen.“ nickte Riefenstahl. Klaus Gesichtszüge hellten auf. „Dann hat er den Kontakt schon geschlossen. Das ist doch ein Fortschritt. Warum liegt Pérez dort?“ harkte Klaus nach. „Er hat sich ebenfalls nicht erpressen lassen.“ gab Riefenstahl bekannt. „Dann lassen Sie Ben jetzt holen!“ bat Semir Riefenstahl nickte und gab den Befehl. „Haben Sie versucht zu erfahren was passiert ist?“ wollte Semir wissen. Wieder nickte Riefenstahl. „Wir haben natürlich alle Verdächtigen verhört aber sie sagen alle das Gleiche. Herr Jäger sei beim Duschen ausgerutscht und unglücklich gestürzt.“ stöhnte er leise. „und wo war die Aufsicht?“ harkte Klaus wütend nach. „Ähmm….ich muss zugeben, das sie leider nicht vor Ort waren, weil es an einer anderen Stelle eine Schlägerei gab. Vermutlich wurde diese inszeniert um Herrn Jäger in die Mangel zu nehmen.“ Riefenstahl sah seine Besucher an. „ich kann mich für den Vorfall nur entschuldigen.“ hängte er an.

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  • Ben sah auf, als die Tür aufging und einer der Beamten herein kam. „Block! Mitkommen!“ befahl er kühl. Ben stand langsam auf. „Darf ich erfahren wohin?“ wollte er wissen. „du hast Besuch…und es ist besser wenn du dich beeilst, die Herren haben nämlich was besseres zu tun, als auf dich zu warten!“ fauchte der Beamte. Carlos sah Ben an. „Das riecht nach Bullenalarm…Benni…einen kleinen Tipp…sag du bist gefallen. Sonst bist du nämlich ein Verräter und so einer lebt hier drinnen nicht lange.“ warnte Carlos ihn. „Und lass dich von den Bullen nicht einwickeln. Die können hier drinnen nichts ändern. Du bist eh ganz unten...“ hängte er an. Ben hob nur kurz die Hand. Er wurde von dem Beamten zu seiner Verwunderung nicht in einen der Besucherräume gebracht, sondern zum Direktor. Nur wenig später stand er vor Semir und Klaus Gerber. „Block…das sind Semir Gerkan von der Autobahnpolizei und Klaus Gerber vom LKA…die beiden würden gern von Ihnen wissen, was passiert ist. Herr Thomas…Sie können gehen.“ bat Riefenstahl den Beamten, der Ben gebracht hatte. Kaum war er draußen und die Tür zu umarmten Ben und Semir sich. „Warum machst du solche Sachen. Wie kannst du dich auf so eine Aktion einlassen! …verdammt noch mal.“ fauchte Semir ihn an. „Du warst ja in Erholungsurlaub und nicht zu erreichen. Was soll ich denn tun. Außerdem halte ich es jetzt für einen guten Plan. Ich bin mit Carlos zusammen und wir können gemeinsam ausbrechen.“ erklärte Ben. Er reichte Klaus Gerber die Hand. „Ich hatte schon Angst, dass Sie es nicht schaffen. Ich muss mich korrigieren. Sie sind wirklich gut…“ lobte Klaus ihn. „Danke…Riefenstahl…Sie sollten aufräumen. Dieser Roman Sommer lässt die Häftlinge für sich arbeiten. Wer nicht gehorcht, wird von Sputnik und seinen Leuten in die Mangel genommen. Da unten herrscht ein Verbrecherregiem und einer der Schließer gehört zu der Bande!“ stieß Ben aus. „Wir wissen, dass es ein Problem gibt…und wir werden auch dagegen vorgehen, aber nicht jetzt...“ stieß Riefenstahl aus. „Nicht jetzt? Wissen Sie was dieser Sputnik mit den Gefangenen macht? Er vergewaltigt sie…der Mann ist schwul und kann hier tun und lassen was er will!“ schrie Ben wütend. Semir sah ihn an. „Wer ist Sputnik?“ wollte er wissen. „Der Mann hießt Michael Sporneck…er ist wegen versuchten Mords hier. Dass er schwul ist, wissen wir auch nur hatte ich bisher keine Ahnung, dass er mit dem Don gemeinsame Sache macht. Wir werden uns darum kümmern…“ versprach Riefenstahl.


    Semir sah Ben an. „Was hast du getan um so auszusehen?“ fragte er seinen Partner. „Ich habe mich geweigert die 40 € an den Don zu zahlen und habe ihn aus meine Zelle geworfen. Denn dort tauchte er auf. Mitten in der Nacht .Scheinbar ist es hier aber egal ob einer der Schließer sich mit dem Don zusammen tut. Immerhin könnte man den Dienstplan ja ansehen und weiß wer der Täter ist.“ Ben warf einen Blick zu Riefenstahl. Dieser sah beschämt zu Boden. „Also…ich habe mich geweigert und dafür wollte Sputnik mich beglücken. Ich wollte nicht und hab die Glocken geläutet. Dann kamen die Fäuste von einigen anderen auf mich zu und ich saß in der Falle bis ich mit Hilfe von Mike Bonners die Kerle abschütteln konnte und bin auf die Krankenstation gebracht.“ erzählte Ben. „Mike Bonners?“ harkte Klaus nach. „Ja...warum?“ wollte Ben wissen. „Der Mann ist ein Computerspezialist. Er hat mit seinem Fachwissen einige Server gechrascht und einen Schaden in Millionenhöhe verursacht.“ stieß Riefenstahl aus. „zumindest hat der Junge mehr Schneid als die Beamten die sich hier vor dem Don ducken.“ kam von Ben wütend. „ist ja gut...ich kenne das Problem!“ schrie nun Riefenstahl zurück. „Dann tun Sie was dagegen! Lassen Sie Sputnik und diesen Sommer in einem anderen Trakt verlegen und Sie haben Ruhe!“ gab Ben ebenso laut zurück. „Das geht nicht von heut auf Morgen. Ich brauche zeit muss erstmal einen Platz für die Männer finden.“ beklagte sich der Gefängnisdirektor. Semir sah ihn nur an und wandte sich dann an Ben. „Wie geht es dir?“ fragte er. „Ich habe nur Rippenbrüche und ein paar Hämatome. Die Schwellungen gehen zurück. Alles im Allem geht es mir gut...“ spielte Ben es runter. „Das ist kein Kinderspiel Ben… ich kann dich nicht schützen…“ ermahnte Semir ihn zur Vorsicht. „Ich pack das schon. Mit Pérez habe ich bereits Kontakt und wenn es so weitergeht, dann werde ich auch von der Befreiung was erfahren…“ versprach Ben. Er sah Riefenstahl an. „Sie sagten doch dass Pérez verlegt werden soll und dann befreit wird. Wie wäre es, wenn Sie mich auch verlegen?“ harkte Ben nach. Riefenstahl schluckte. „Pérez ist ebenfalls verletzt und er wird sicher noch zwei Tage auf der Station liegen. Genau wie Sie….warum sollte ich Sie verlegen lassen? Das ergibt doch gar keinen Sinn...“ meinte er nur. „Das ist nicht übel. Immerhin könnte er dann mit Pérez fliehen.“ gab Semir zu bedenken. „Das ist es….ich werde gleich wieder zurück gebracht und werde fluchen was das Zeug hält. Pérez wird sicher neugierig werden und nachforschen. Ich sage ihm dann, dass ihr mich verlegen wollt. In zwei Tagen…“ stieß Ben aus. „Ja und dann?“ harkte Semir nach. Ben zog die Schultern hoch. „keine Ahnung….mal sehen...“ grinste er.

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  • Ben wurde zurück gebracht und fluchte wie ein Meister als er in dem Raum lag. „Was wollten die von dir?“ fragte Carlos. „Ich soll verlegt werden! Diese Typen wollen mich nach Köln bringen. Nur weil ich dort mal wegen was verurteilt wurde. Diese Idioten denken wirklich die können mich von einem Knast in den nächsten verfrachten! Wenn ich könnte würde ich abhauen und denen die Nase lang machen!“ fluchte Ben wütend. „Vielleicht kann man da was machen. Warum bist du eigentlich drin?“ harkte Carlos nach. Ben sah ihn an. „Wegen versuchten Mord. Ich bin zu sieben Jahre verurteilt worden. Sieben Jahre…in diesem stinkigen Loch. Aber nun soll ich nach Köln.“ fluchte Ben weiter. „Genau wie ich. Ich könnte kotzen. In Köln ist es schlimmer als hier…“ prophezeite Carlos. „Warst du schon mal dort?“ harkte Ben nach. Carlos nickte. „Ja…vor gut fünf Jahren. Ich habe damals einen Penner totgeschlagen. Und ein Bulle sah es. Er hat versucht den Kerl zu retten und hat mich verhaftet. So ein dämlicher Autobahnbulle…ich hasse sie alle.“ stieß Carlos aus. „Warum hast du das getan? Ich meine das mit dem Penner?“ „Ich hasse Penner. Sie sind Dreck, Abschaum und der Typ hat mich provoziert. Ich konnte nicht anders.“ erklärte Carlos weiter. „Womit hat er dich denn provoziert?“ lachte Ben. „Mit seiner Anwesenheit. Leider kam mir der Bulle dazwischen. Semir Gerkan…heißt der Kerl. Nun ja…in meiner Wut bin ich auf ihn los und wollte ihn abstechen. Er hat pariert und ich habe vier Jahre bekommen. Zusätzlich zu dem, was ich eh einsitzen muss. Insgesamt elf Jahre...“ beklagte Carlos. „Das ist eine lange Zeit.“ stimmte Ben zu. „Ja…aber nicht für mich. Ich werde in spätestens zwei Wochen hier raus geholt.“ versprach Carlos. Ben schluckte. Das war wesendlich länger als Sklogowski ihm gesagt hatte. „Ach ja…von diesen Ausbruchgerüchten habe ich schon gehört.“ lachte Ben. „Das ist kein Gerücht. Das werde ich wirklich tun…“ stieß Carlos aus. „Was meinst du…ob die uns zusammen verlegen? Ich meine dann könnte ich auch ausbrechen und abhauen. Ich will nicht im Knast versauern. Dafür bin ich zu jung.“ klagte Ben. Carlos sah ihn an. „Was kannst du denn außer mit der großen Klappe umgehen?“ harkte er nach. Ben zog die Schultern hoch. „Nun ja…ich habe mal als Dealer gearbeitet. War auch kein schlechter Job...“ grinste er. „mal sehen...ich werde es abklären. Normalerweise können wir immer gute Leute gebrauchen.“ dachte Carlos laut nach. „Ach echt? Das wäre klasse…und wer ist wir?“ wollte Ben nun wissen. Doch diesmal schwieg Carlos. Er drehte sich um und tat als würde er schlafen.


    Am gleichen Tag ging Andreas Vohwinkel erneut in den Keller, wo er seinen Gefangenen seit Wochen untergebracht hatte. „hallo Fynn...“ begrüßte er ihn. Fynn Gerber sah ihn mit fiebrigen Augen an. „Bitte…ich brauche was…ich brauche meinen Schuss…bitte…“ flehte er. Zitternd streckte er die Hand aus. „Du bist auf Entzug…das ist hart….aber du weißt ich kann dir nichts mehr geben. Nicht umsonst. Du müsstest mir schon was dafür bieten.“ Grinste Andreas hinterhältig. „was? Ich tue alles… bitte gib mir was… bitte…“ flehte Fynn weiter. Andreas zog eine fertige Dosis hervor. Sofort griff Fynn danach und wollte sie haben, doch Andreas zog die Hand wieder weg. „Na…nicht so schnell…“ lachte Andreas. Er hatte es geschafft. Der Bulle war süchtig und die Sucht nach dem Gift hatte ihn voll im Griff. Andreas lachte gehässig. „Du wirst mir Informationen besorgen!“ befahl er. Fynn nickte. Er wollte nur das Gift und dafür hätte er sogar seinen Bruder verkauft. „Ich werde dir alles besorgen...“ versprach er. „ich vertraue dir, Fynn…“ meinte Andreas und überreichte Fynn die Spritze. Angewidert drehte er sich weg, als Fynn sich die Spritze setzte. Er haste Junkies. Das er diesen Mann, der eigentlich Polizist war, an die Nadel gebracht hatte war Nebensache. Hauptsache die Informationen waren für ihn verwertbar. Er sah wie Fynn zusammensackte und verklärt lächelte. „Nach dem Trip wirst du mir alles besorgen was ich will, mein Freund.“ versprach Andreas und verließ den Raum. Hans kam ihm entgegen. „Und? Wie sieht es aus?“ wollte er wissen. „Er ist voll drauf…“ grinste Andreas. „Was hast du jetzt mit ihm vor?“ kam die nächste Frage von Hans. „Sobald er wieder klar ist, wird er mir die Informationen bringen, die ich vom LKA brauche um ungehindert meinem Geschäft nachgehen zu können. Keiner wird mir dazwischen funken. Weder das LKA noch sonst ein Bulle.“ Versprach Andreas nachdenklich. „Was erhoffst du dir dabei? Das LKA wird diesem Jungen sicher nicht vertrauen...“ gab Hans zu bedenken. „Das LKA nicht, aber sein Bruder und der ist auch beim LKA. Er wird seinem Bruder sicher einiges erzählen und damit kann Fynn uns dann beliefern. Wie weit bist du mit Gerkan?“ harkte Andreas nun nach. „heute Abend wird es soweit sein. Wir werden ihn einen Schrecken einjagen, so wie du es wolltest…“ versprach Hans. „sehr gut. Aber erst bringst du Fynn zum LKA zurück. Werfe ihn dort einfach aus dem Wagen…“ kam kalt von Andreas. Hans nickte nur. Was wenn Fynn seinen Aufenthaltsort verrät?“ gab er zu bedenken. „Das ist kein Problem. Er weiß nicht wo er war und sobald ich habe was ich will, wird er auf der Müllkippe landen.“ versprach Andreas. „Was ist mit Gerkan?“ hängte er an. „Wir sind dran, heute Abend wird er von einem Informanten einen Hinweis bekommen und sich mit ihm treffen. Sobald das passiert ist, werden wir ihm die kleine Lektion erteilen und er wird uns nicht in die Quere kommen“ versprach Hans.

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  • Klaus und Semir fuhren zur PAST zurück um Kim Bericht zu erstatten. „so wie es aussieht, hat Ben den Kontakt aufgenommen. Jetzt können wir nur abwarten, was passiert. Wir haben uns überlegt, dass wir beide verlegen lassen. Ben und Pérez zusammen. Dann wäre die Möglichkeit gegeben, das Beide abhauen...“ gab Semir Bericht ab. „Halten Sie es für eine gute Idee?“ wollte Kim wissen. „Besser als vorher...“ stimmte auch Klaus zu. Kim atmete ruhig ein. „Also gut. Dann wollen wir mal hoffen, das es klappt….“ stimmte sie zu. „Aber jetzt ist erst einmal Feierabend. Immerhin ist es schon acht am Abend...“ befahl sie. Klaus nickte. Er stand auf und verabschiedete sich. Semir blieb noch sitzen. „Und…wie kommen Sie mit ihm zurecht?“ wollte Kim wissen. „Geht so. Er ist nicht Ben, aber er ist zuverlässig.“ bestätigte Semir. „Also werden Sie weiter mit ihm zusammen arbeiten?“ harkte Kim nach. Semir nickte. „Ich denke es wird gut gehen...“ lächelte er. „Okay…Aber für heute ist Feierabend. Sie fahren nach Hause und werden sich hinlegen.“ befahl Kim. „Jawohl Chefin…“ lachte Semir und salutierte spaßeshalber vor seiner Vorgesetzten. Es war kurz vor 21 Uhr als Semir endlich nach Hause fuhr. „Da bist du ja endlich...“ kam müde von Andrea die eingerollt in einer Decke auf der Couch lag. „Ja tut mir Leid. Ich habe im Augenblick sehr viel um die Ohren. Ben wurde im Gefängnis zusammen geschlagen und liegt auf der Krankenstation.“ gab er auch seiner Frau Bericht ab. „Ist er schwer verletzt?“ harkte sie sofort nach. „nein…nur das übliche. Rippenbruch und einige blaue Flecke…“ beruhigte er sie wieder. „Warum lässt er sich auf so ein Unterfangen ein? Ich meine…er hat doch…“ wollte Andrea wissen. Bevor Semir antworten konnte klingelte sein Handy. Er küsste seine Frau und lächelte leicht. „Bin gleich für dich da….und dann gehöre ich nur dir.“ versprach er und meldete sich. „Charlie…wenn du um diese Zeit anrufst, dann ist es dringend…“ lachte er ins Handy. Andrea sah ihn an. Charlie Bauer war ein alter Bekannter, der leider abgerutscht ist und Semir hin und wieder Tipps gab. Sie sah Semir an. „Okay….wann?“ fragte ihr Mann. „Okay….wir treffen uns morgen Abend um acht wie immer...“ versprach Semir. „Liebe Grüße auch von Andrea…“ hängte er an. Er lächelte. „Das werde ich…versprochen…“ lachte er. Das Gespräch war beendet. Nachdenklich steckte Semir das Handy an. „Was ist denn?“ fragte Andrea sofort. „Nichts…alles gut….alles okay…“ wich Semir aus.


    Für Ben und Carlos hieß es ebenfalls die Nachtruhe einzunehmen. „und was willst du tun, wenn du wieder draußen bist? Falls dein Ausbruch überhaupt funktioniert…“ wollte Ben wie beiläufig wissen. Carlos grinste. „Nun ja….mein Boss hat da ein paar Pläne. Ich werde erst einmal Urlaub auf seine Kosten machen bis sich die Bullen beruhigt haben. Dann werde ich meine Arbeit aufnehmen.“ gab Carlos bereitwillig Auskunft. „Scheint ja ein richtiger Wohltäter zu sein, dein Boss. Wie heißt er denn?“ grinste Ben. „Er ist sehr gut und vor allem loyal. Er würde seine Hand ins Feuer stecken um mich hier raus zu holen…“ erklärte Carlos. „Klingt echt gut. Hat so ein Boss auch einen Namen?“ harkte Ben weiter nach. „Hat er, aber ich wüsste nicht was es dich angeht! Du stellst mir zu viele Fragen und das nervt...“ knurrte Carlos. Für Ben war es eindeutig ein Zeichen, das er zurück schrauben musste um nicht aufzufallen. „Ich will nur ein paar Kontakte knüpfen. Wenn ich wieder raus komme, dann will ich eine Anlaufstelle haben…“ gab Ben seinen Grund bekannt. „du sitzt sieben Jahre….was willst du denn da mit Kontakten?“ lachte Carlos. „Wer sagt dir, dass ich nicht auch ausbreche?“ grinste Ben nur. Carlos setzte sich auf. „Weißt du was….irgendwie mag ich dich…nein wirklich…ich mag dich…und Leute die ich mag, denen tue ich ein Gefallen. Wenn wir beide wirklich verlegt werden sollten und dass auch im gleichen Wagen, dann nehme ich dich mit und stell dir meinen Boss vor. Der kann immer gute Leute gebrauchen…“ schlug Carlos vor. Ben strahlte. „Echt? Das wäre super….weißt du… ich zeige mich auch erkenntlich…wirklich…das wäre für mich ein Neuanfang…Wo müsste ich denn was tun?“ harkte Ben nach. „Langsam….langsam. Noch haben wir ein paar Tage. Morgen wird mein Anwalt kommen und mit dem werde ich es besprechen. Wenn mein Boss ja sagt, dann kommst du mit.“ versuchte Carlos ihn zu beruhigen. Ben rieb sich in Gedanken die Hände. Er hatte mit mehr Problemen gerechnet, doch scheinbar ließ Carlos sich von seinen Worten beeindrucken. „Weißt du was ich mir gerade überlege?“ riss Carlos ihn aus den Gedanken. „Nein woher denn? Im Gedankenlesen habe ich in der Schule gefehlt.“ grinste Ben ihn an. „Witzbold….“ knurrte Carlos. „Ich dachte gerade daran, dass wenn du mitkommst, doch deinen Plan diesen Bullen zu erledigen durchführen könntest.“ schlug er vor. Ben sah ihn an. „Wenn ich an ihn rankomme werde ich es auch tun...“ versprach Ben. „Nun dann lass uns schlafen…“ meinte Carlos und drehte sich um. In wenigen Augenblicken herrschte Ruhe in dem Krankenzimmer.

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  • Klaus Gerber fuhr nachdem er von der PAST weg war noch einmal zum LKA um dort ein paar Akten zu sichten. Während er das tat verging die Zeit wie im Fluge und er merkte gar nicht dass er ganz allein im Gebäude war. Erst ein Geräusch ließ ihn aufschrecken. Er ging mit gezogener Waffe diesem Geräusch nach und blieb an einer Tür stehen. Er lauschte. Tatsächlich kamen die Geräusche hier aus diesem Raum. Es hörte sich an, als würde jemand wühlen. Noch einmal überprüfte er die Waffe und betrat den Raum. Vor einem der Aktenschränke kniete ein junger Mann der scheinbar etwas suchte. Klaus schlich sich an die Person ran und drückte ihm die Waffe ins Genick. „Keine Bewegung! Langsam hochkommen und umdrehen!“ forderte er den Mann auf. Langsam kam dieser dem Befehl nach. „Hände hoch!“ forderte Klaus ihn auf. Auch das tat der Mann. Als Klaus das Gesicht sah, ließ er die Waffe sinken. „FYNN!! Verdammt wo kommst du her?“ fragte er. Sein Bruder sagte nichts. Er sah ihn nur an und brach zusammen. Klaus konnte ihn gerade noch auffangen bevor er zu Boden knallte. „Fynn...Fynn...was hat das Schwein mit dir gemacht? Wie siehst du denn aus?“ klagte Klaus und strich seinem jüngeren Bruder die völlig mit Blut verklebten Haare aus dem Gesicht. „Einen ARZT!! SCHNELL!!“ schrie er durch das Gebäude, doch dann fiel ihm ein, dass er allein war. Er zog sein Handy und wählte den Notruf. Nur wenige Minuten dauerte es bis sein Bruder ins Krankenhaus gebracht wurde. Klaus meldete sich bei Sklogowski und fuhr mit Fynn in die Klink. Während Fynn behandelt wurde, lief Klaus nervös auf und ab. Auch Sklogowski kam in die Klinik. „Klaus! Wo ist er? Wie geht es ihm?“ überfiel ihn sein Vorgesetzter mit den Fragen. „Er wird gerade behandelt. Er sah grausam aus. Fesselmale an den Fuß- und Handgelenke. Blaue Flecke auf dem ganzen Körper, getrocknetes Blut….er muss verdammt viel mitgemacht haben…“ erklärte Klaus Gerber leise. „Konnte er dir schon erzählen, was passiert ist?“ harkte Sklogowski nach. Klaus schüttelte den Kopf. „Er stand mit einem Mal vor mir und kippte einfach um.“ gab Klaus Bericht ab. Das er Fynn bei den Aktenschränken überrascht hatte, verschwiegt er. Das musste sein zunächst ihm erklären. „Ich hoffe nur, das Vohwinkel ihn nicht umgedreht hat.“ stieß Sklogowski aus. „Das hat er nicht. Fynn ist immer noch Polizist.“ verteidigte Klaus seinen Bruder sofort.


    Der Arzt kam aus dem Behandlungszimmer und sah ihn an. „Sie sind sein Bruder?“ fragte er. Klaus nickte. „Wie geht es ihm?“ wollte er wissen. „Die Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich. Drei Rippen sind gebrochen, der linke Zeigefinger, blaue Flecken und die zum Teil entzündeten Wunden haben Sie ja selbst gesehen. Seine Bewusstlosigkeit ist wohl eher daher gekommen, dass er nicht genügend zu trinken und zu essen bekommen hat. Das haben wir schnell im Griff. Allerdings…“ der Arzt machte eine Pause und holte tief Luft. „Was? Was ist mit ihm?“ kam sofort ängstlich von Klaus. „Ihr Bruder ist drogensüchtig. Wir haben sehr viele Einstiche in den Ellbeugen gefunden. Beidseitig wohl gemerkt. Wir haben eine Haarprobe genommen und sie im Labor untersuchen lassen. Sie war positiv. Ihr Bruder ist auf Heroin….“ gab der Arzt zu verstehen. Tränen traten Klaus in die Augen. „Dieses verdammte Schwein….dieser Mistkerl…“ stieß er wütend aus. „Sie sollten Ihren Bruder erst einmal schlafen lassen. Danach können Sie ihn immer noch…“ schlug der Arzt vor. „Nein…ich meine ja…ich meinte nicht meinen Bruder. Können Sie ihn von den Drogen bringen?“ fragte Klaus leise. „Nun…in seinem Zustand ist es schwer einen Entzug durchzuziehen. Dafür ist die Klinik gar nicht gedacht.“ kam von dem Arzt. Klaus sah Fritz an. „Dieses Schwein von Vohwinkel hat ihn süchtig gemacht. Fritz … wir müssen was tun. Wir können Fynn doch nicht so einfach hängen lassen. Hilf mir…bitte…“ flehte er. Fritz nickte. „Natürlich helfe ich dir. Ich werde es zunächst geheim halten. Offiziell ist Fynn noch vermisst. Aber du wirst dich jetzt nur um ihn kümmern. Ich werde Frau Krüger und Herrn Gerkan davon erzählen, das Fynn wieder da ist.“ meinte Fritz und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Danke…aber was wenn Jäger nun nicht weitermacht? Was wenn wir Vohwinkel nicht festsetzen können?“ kam die besorgte Frage von Klaus. „Überlass es mir…“ lächelte Fritz. „Kümmere du dich um Fynn. Er braucht dich mehr als alle anderen...“ hängte er an. Klaus nickte und betrat das Zimmer in dem sein Bruder lag. Blass und ruhig schlief er .Sanft strich Klaus seinem Bruder über die Wange. „Hey….Indianer….was machst du denn für Sachen? Was hat der Mistkerl mit dir gemacht….ich werde ihn umbringen, wenn ich ihn in die Finger bekomme, das schwöre ich dir. Ich werde einen Weg finden dich zu rächen…“ raunte Klaus leise.

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  • Am nächsten Morgen durften Ben und Carlos zum ersten Mal raus. Sie durften den Hofgang allein machen, da sie als verletzt galten und für die Anderen nur Freiwild waren. Zwei Stunden ließen die Beamten die Beiden allein. Carlos reichte ihm eine Schachtel Zigaretten doch Ben lehnte ab. „Nichtraucher…“ gab er zurück. „Oh…du achtest auf deine Gesundheit…sehr gut…“ grinste Carlos und zog den Rauch seines Glimmstängels tief ein. „Wann wirst du denn auf der Tour zum anderen Knast abhauen?“ harkte Ben nach. „Ich weiß noch nicht genau. Das liegt bei meinem Anwalt und bei meinem Boss. Ich erfahre näheres wenn ich heute Nachmittag mit meinem Anwalt gesprochen habe. Ich werde dich auf jeden Fall mitnehmen, wenn es klappt...“ grinste Carlos. „Das ist cool…wirklich….echt klasse von dir…“ strahlte Ben. Ben griff sich einen der herumliegenden Bälle und fing an Korbball zu spielen. Doch nicht lange und er sah den Don und drei weitere Personen auf den Hof kommen. „Wir bekommen Besuch…“ warnte er Carlos, der sofort aufsah. „Der Don! Dann wird er uns jetzt fragen, ob wir nicht doch zahlen wollen.“ stieß er ängstlich aus. Ben setzte sich wieder neben ihn. „Ich werde nicht zahlen…“ legte er fest. „Ich auch nicht. Ich lasse mich nicht ausnehmen .Der Arsch sollte für sein Geld arbeiten wie die anderen auch!“ fauchte Carlos. Die Gruppe blieb vor den Beiden stehen. Ben sah hoch. „Sie scheinen hier einen Sonderstatus zu haben. Wie sonst können sie an Stellen gelangen, die für alle anderen verboten sind.“ gab er in Richtung des Dons ab. „Ich habe dir schon einmal gesagt, dass ich Menschen die sich nicht so einfach verbiegen lasen, liebe. Aber übertreibe es nicht .Ich habe gehört was euch Beiden passiert ist und bin unendlich traurig. Aber wenn ihr bezahlte hättet, dann wäre ich auch zur Stelle gewesen und hätte es verhindert…“ gab der Don von sich. Ben lachte verächtlich auf. „Ja sicher…Sputnik bekommt doch von Ihnen die Aufträge die Anderen anzugehen. Aber das klappt nicht bei mir. Und Sputnik wird auch noch die Quittung bekommen.“ drohte Ben. „Oh…Blümchen…..nicht drohen bitte. Das ist übel. Sputnik bezahlt mich das ich ihn vor Angriffen schütze. Dafür macht er für mich ein paar Botengänge. Das ist nichts Böses…“ grinste der Don. „Wir zahlen nicht!“ legte Ben fest. „Das ist eine sehr bedauerliche Entscheidung .Aber kannst du auch für unseren Freund Carlos sprechen?“ harkte der Don nach. Carlos sah zu Ben. „Ich denke schon. Ich bin nicht zu erpressen und mein neuer Freund hier auch nicht...“ bestätigte der Ermittler. Der Don stand auf. „Schade…dass ihr so eine Einstellung habt, aber ihr werdet sicher verstehen, dass ich euch nicht schützen kann, wenn ihr nicht zahlt. Passt ab sofort auf euch auf. Sehr gut. Es kann sehr viel passieren.“ drohte er. Dann verließ er mit seiner Gefolgschaft den Hof. Ben und Carlos atmeten tief ein. „Tja… So wie es aussieht, habe ich jetzt keine andere Möglichkeit als dich mitzunehmen. Wie du mit dem Don umgesprungen bist…das hätte ich nicht gekonnt.“ Strahlte Carlos und reichte Ben die Hand. „Jetzt nehme ich dich auf jeden Fall mit. Du bist ein verdammt guter Freund…Blümchen“ versprach er. Ben drückte die Hand und nickte. „Dann auf unsere Freundschaft. Und bitte…Benjamin oder Ben oder Benni…nicht Blümchen…“ grinste er breit.


    Als Semir ins Büro kam wartete Sklogowski bereits mit Kim Krüger in dessen Büro auf ihn. „Guten Morgen…was ist passiert?“ harkte er sofort nach. „Fynn Gerber ist wieder aufgetaucht…“ kam sofort von Sklogowski. „Oh…verdammt...ist er...? Ich meine…“ fragte Semir nach. „Nein…er lebt. Aber Vohwinkel hat ihn an die Nadel gebracht.“ gab Sklogowski leise von sich. Semir und Kim sahen sich an. „Haben Sie das schon gemeldet?“ harkte Semir nach. Fritz Sklogowski schüttelte den Kopf. „Ich wollte den Einsatz von Herrn Jäger nicht gefährden. Es ist wichtig das Vohwinkel endlich aus dem Verkehr gezogen wird. Wenn ich den Oberindianer erkläre, dass Fynn wieder aufgetaucht und süchtig ist, wird man ihn aus dem Polizeidienst entfernen und den Fall zu den Akten legen. Vohwinkel kann weitermachen wie bisher und niemand kann ihn stoppen…“ erklärte der LKA-Mann. „Aber es wäre der normale Dienstweg…“ ließ Kim von sich hören. „Chefin…er hat Recht, wenn er es meldet, dann ist der Fall erledigt und die lassen Vohwinkel machen was er will. Wir müssen den Fall durchziehen. Ich meine bisher weiß niemand das Fynn wieder da ist. Was wenn wir es noch etwas verschleiern...“ schlug er vor. „Aber das verstößt gegen die Regeln…“ gab sie zu bedenken. „Ich weiß…aber ich treffe mich heute Abend mit einem Informanten, der mir was erzählen will. Wir müssen Vohwinkel endlich in seine Schranken weisen….bitte….versuchen Sie doch einmal die Vorschriften nicht so eng zu sehen. Bitte….“ flehte Semir und klimperte mit den Wimpern. Kim lächelte. „Also gut….wir machen weiter.“ stimmte sie zu. „danke Chefin…“ strahlte Semir. Fritz Sklogowski sah ihn an. „Danke…aber da ist noch was. Klaus Gerber hat im Krankenhaus davon gesprochen, das er Vohwinkel umbringen wird, sobald er ihn vor sich hätte. Und Klaus ist da sehr direkt. Er wird es tun, deshalb habe ich ihm die Aufgabe übergeben, sich um seinen Bruder zu kümmern. Er kann nicht mit Ihnen ermitteln…“ erklärte Fritz langsam. Semir nickte. „Das ist mehr als verständlich. Wenn es mein Bruder wäre, würde ich nicht anders handeln. Ich werde dann allein ermitteln…“ stimmte Semir zu. „Das werden Sie nicht. Sie werden mit mir Vorlieb nehmen müssen.“ lehnte Kim ab. „Aber Chefin!!“ protestierte Semir sofort. „Haben Sie ein Problem damit? Ich kann Ihnen auch den Rücken decken...“ meinte Kim nur grinsend. Semir stöhnte leise auf. Gegen diese Logik konnte er nichts machen. Wenn sich Krüger was in den Kopf gesetzt hatte, dann brachte sie es auch durch. „Okay…aber zum Treffen gehe ich allein. Mein Informant mag keine Mithörer…“ legte er fest. Damit war Kim einverstanden.

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  • Fynn wachte auf und sah sich um. Er spürte dass er auf etwas Weichem lag. Hatte er nur geträumt, dass er frei war? War es wieder einer dieser Trips die ihn Vohwinkel bereitet hatte. Nein…nein…das konnte nicht .Dieses Zimmer war hell und freundlich. „Hey...Fynn...“ riss ihn eine Stimme aus den Gedanken. Langsam drehte er seinen Kopf und sah das Gesicht seines Bruders. „Klaus…?“ fragte er ungläubig. Er sah dass sein Bruder mit den Tränen kämpfte. „Ja…was hat der Mistkerl dir angetan? Was hat er mit dir gemacht?“ fragte er mit erstickter Stimme. „Er hat mir Heroin gespritzt. Er will das ich….ich will nicht…ich habe versucht mich zu wehren, aber…es ging nicht…es ging einfach nicht .Er wollte das ich alles verrate, aber ich habe nichts gesagt.“ behauptete Fynn. Er spürte dass etwas in seinem Körper passierte. „Wo bin ich hier?“ fragte er leise. „Du warst gestern in der Dienststelle und bist zusammen gebrochen. Du hast was im Aktenschrank gesucht. Was?“ harkte Klaus nach. „Ich kann mich nicht erinnern. Ich weiß nur, dass ich im Auto war und dann irgendwann auf der Straße lag. Ich bin aufgestanden und in dieses Haus gegangen. Ich kannte es…aber es war alles so komisch…mir ist schlecht…Klaus…ich...ich brauche den nächsten Schuss…Er hat mich süchtig gemacht…er hat erreicht, was er wollte….ich bin kein guter Bulle…ich brauche Stoff…besorge mir was bitte...“ flehte Fynn. Klaus schüttelte den Kopf. „Das werde ich nicht. Fynn…ich werde dir helfen von dem Zeug wieder runter zu kommen. Du kannst es schaffen. Ich weiß es. Du bist stark. Stärker als dieses verdammte Zeug…“ redete Klaus ihm ein. „Das dauert viel zu lange. Wir müssen Vohwinkel stoppen. Er darf nicht so weiter machen...“ flehte Fynn. „Das wird er nicht. Aber weder du noch ich werden es schaffen. Unsere Kollegen von der Autobahnpolizei werden das erledigen...“ versprach Klaus. „Autobahnpolizei? Was …was hat die damit zu tun?“ harkte Fynn nach. „Einer von ihnen ist im Knast eingeschleust worden um sich an Pérez ran zu machen und mit ihm auszubrechen“ erklärte Klaus. „Das wird er nicht schaffen. Die machen ihn fertig genau wie mich. Kein Bulle kann Vohwinkel das Wasser reichen. Wie… wie heißt der Junge?“ kam von Fynn die Frage. „Das ist Ben Jäger…aber im Knast heißt er Benjamin Block. Er hat beim LKA gelernt und er weiß was für uns auf dem Spiel steht. Er weiß nicht, das du wieder da bist, aber bei der nächsten Gelegenheit werde ich es ihm sagen.“ versprach Klaus. Fynn schloss die Augen. Er hatte wichtige Informationen, die er unbedingt Vohwinkel geben musste. Dann bekam er seinen nächsten Schuss. Wenn sein Bruder ihm nicht half, dann musste Vohwinkel es tun, dachte er. Doch er musste auch seinen Bruder in Sicherheit wiegen. „Ich bin müde…“ gab er leise von sich. Klaus nickte. „Schlaf…das ist das Beste was du tun kannst. Ich sitze draußen und werde dich beschützen. Niemand wird an dich rankommen. Das verspreche ich dir. Du brauchst keine Angst zu haben. Nie wieder...“ schwor Klaus ihm. Fynn nickte und schloss erneut die Augen.


    Hans hatte seit dem Ausliefern von Fynn Gerber diesen nicht mehr aus den Augen gelassen und war bis zum Krankenhaus gefolgt. Dort stieg er aus und verschaffte sich eine Pflegerausstattung. So konnte er durch die Gänge laufen und alles mitbekommen. Er erfuhr auch in welchem Zimmer auf welcher Station Fynn gebracht wurde. Mit diesen Informationen fuhr er zu Andreas Vohwinkel und berichtete ihn von Fynn. „So....nun gut. Ab sofort werden sie ihn sicher nicht aus den Augen lassen.“ murmelte Andreas nachdenklich. „Davon kannst du ausgehen. Da war noch ein Typ da...er sah verzweifelt aus...“ gab Hans bekannt und legte ein Bild von dem Mann vor. „Das ist Klaus Gerber, der Bruder von Fynn. Ist doch klar, dass er nervös ist. Aber für uns ist es ein Vorteil. Klaus Geber wird seinem Bruder alles anvertrauen und Fynn wird mir alles erzählen, um an seine nächste Ration zu kommen.“ Grinste Andreas zufrieden. „Die werden ihn sicher nicht so einfach aus der Klinik verschwinden lassen.“ Gab Hans nun zu bedenken. „Ich weiß. Du musst dir was einfallen lassen um an ihn heran zu kommen. Irgendwas ...“ dachte Andreas laut nach. Ein breites Grinsen erschien auf Hans Gesicht. „Das habe ich schon. Ich habe zwar als Pfleger die Runde gemacht, aber ich denke als zierliche Krankenschwester komme ich an ihn ran. Ich werde Fynn seine Ration bringen und die Neuigkeiten erfahren, die wir brauchen...“ schlug Hans vor. „Das ist gut. Das ist verdammt gut...“ lobte Andreas ihn und reichte ihm eine Spritze. „Die ist für Fynn... sein letzter Trip. Danach wird er nichts mehr brauchen...“ grinste Andreas. Hans griff zu. „Hast du die Ration gestreckt?“ harkte er nach. „Nein...das ist pur. Nicht gestreckt. Fynn wird seinen schönsten Freiflug haben.“ meinte Andreas nur. „Du wirst ihn morgen die Dosis geben, aber erst wenn du die Informationen hast. Nicht vorher!“ warnte Andreas ihn. Hans nickte. „Schon klar. Was ist mit Carlos?“ wollte er nun wissen. „Die Details werden heute geklärt. Wie weit bist du mit Gerkan?“ stellte Andreas nun die Gegenfrage. „Das wird heute Abend passieren. Ich habe gehört, das er einen Informanten trifft und danach werden wir ihn uns schnappen.“ versprach Hans grinsend. Andreas nickte. „Wer ist dieser V-Mann?“ harkte Andreas nach. „Charlie Bauer….“ nannte Hans den Namen. „Sorge nach dem Treffen dafür, dass Charlie nie wieder etwas sagen kann….“ befahl Andreas kühl. Wieder nickte Hans und verschwand.

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  • „Hey, mein Freund.“ begrüßte Semir seinen Freund Charlie am Abend. „Hör mal…ihr habt ganz schön Staub aufgewirbelt.“ fing dieser gleich an. Semir grinste. „Wir?“ harkte er nach. „Ja sicher. Ihr , also als Apparat alle Bullen. Hier laufen die Telefone heiß. Die Drogenhändler haben zurück gefahren, weil die letzte Zeit immer mehr Razzien gemacht wurden. Die Parkplätze sind nicht mehr sicher…“ erklärte Charlie. „Du findest nirgends mehr einen Dealer der dir den Stoff verkaufen will…also wenn man die Plätze nicht kennt…“ hängte er grinsend an. „Schon klar. Du kennst sie natürlich. Was weißt du denn von einem geplanten Ausbruch aus dem Knast in Aachen?“ harkte Semir nach. „Du meinst Pérez? Das wird nächste Woche starten.“ bestätigte Charlie. „Weißt du auch wie?“ fragte Semir. „Nein…darüber schweigt man sich aus. Aber ich denke so viele Möglichkeiten gibt es ja nicht...“ grinste Charlie. Semir nickte. „Ach echt? Klar gibt es viele Möglichkeiten, mir würde aber schon ein konkreter Hinweis helfen…“ stöhnte er. „Semir…du wirst alt. Früher hättest du alle Möglichkeiten durchprobiert. Weißt du eigentlich das es im Knast einen Typen gibt, der die anderen Häftlinge erpresst?“ kam von Charlie. Semir nickte. „Ich habe meinen Kollegen da drinnen. Er soll mit Pérez fliehen und sich Vohwinkels Bande anschließen. Dann können wir diesen Mistkerl auch in den Knast bringen.“ Semir nahm einen Schluck aus der Bierflasche die Charlie ihm geöffnet hatte. „Das ist verdammt gefährlich. Vohwinkel hat schon einen Bullen in seinen Reihen und man munkelt dass man ihn süchtig gemacht hat.“ stieß Charlie aus. „Ich weiß….Fynn Gerber. Wir haben ihn ins Krankenhaus gebracht, als er im LKA auftauchte.“ nickte Semir. „Denk daran, dass Süchtige sehr gefährlich sind. Sie würden für den nächsten Schuss alles machen.“ mahnte Charlie. „Weißt du ob Vohwinkel in der nächsten Zeit was vorhat?“ harkte Semir nach. Charlie wog den Kopf hin und her. „Nichts was wirklich feststeht. Man munkelt von einem Waffendeal, der in drei Wochen stattfinden soll. Wo weiß ich noch nicht. Aber ich werde dich informieren, sobald ich es weiß.“ versprach Charlie. „Das ist ziemlich vage…“ murmelte Semir. „Hey…Infos nur gegen Zahlung… deine steht noch aus...“ grinste Charlie. Semir nickte und zog einen Hunderter aus der Tasche. „Du misstraust mir...das tu weh….“ tadelte er ihn lachend. „Na schon besser. Die Ware wird im Niehler Hafen ankommen. Pier 14 beim Tadeus…“ kam von Charlie. „was ist Tadeus?“ harkte Semir nach. „Keine Ahnung. Das müsst ihr herausfinden. Ist jetzt besser, wenn du gehst.“ drängte Charlie zum Aufbruch. Semir nickte. „Danke...du hast mir sehr geholfen.“ Semir verabschiedete sich von seinem Freund und verließ das Versteck.


    Semir sah sich aufmerksam um, als er wieder auf die Straße kam. Niemand war zu sehen und so konnte er zu seinem Auto gehen ohne das für Charlie eine Gefahr bestand. Der BMW stand etwas weiter den Rhein runter auf einem Parkplatz. Charlie hatte ziemliche Angst, dass er als Bullenfreund auffällt und ließ sich immer die schwierigsten Plätze einfallen, wo er seine Informationen an Semir verkaufte. Diesmal war es ein Ponton wo die Schiffe anlegten. Doch für Semir hat es sich gelohnt diesen Weg zu gehen. Charlie konnte ihm wieder einiges erzählen womit er im Vorteil war. Vor allem der Waffenhandel, den Vohwinkel durchziehen wollte und von dem er wusste wo er stattfand war ein Vorteil für die Polizei. Sie konnte in aller Ruhe die Falle aufbauen um Vohwinkel in den Knast zu bringen. Doch Semir wusste auch, das es Wunschdenken war. So einfach würde sich Vohwinkel sicher nicht fangen lassen und leichtsinnig war der Mann auch nicht. Semir kam am BMW an und bemerkte einen Zettel an der Windschutzscheibe. Erst dachte er, dass es die üblichen Werbezettel waren, doch dann erkannte er, dass etwas Handgeschriebenes drauf stand. Semir zog sich Einmalhandschuhe, die er immer bei sich hatte an und nahm den Zettel. „Halt dich zurück, oder du bist tot!“ stand dort. Semir sah sich um. Niemand war zu sehen. Vermutlich hatte man den Zettel schon vor einiger zeit eingeklemmt. Aber wusste jemand von seinem Informanten? War Charlie nun in Gefahr? Er wollte einsteigen als auf einmal Schüsse fielen. Sie kamen aus der Richtung wo er eben noch war. Semir zog seine Waffe und rannte hin. Nicht weit von der Treppe sah er zwei Männern weglaufen. Er konnte jedoch nicht sagen ob sie runter wollten oder gerade herauf kamen. „Stehen bleiben!!! Polizei!!“ schrie er und gab einen Warnschuss ab. Doch die Männer erwiderten das Feuer und Semir musste in Deckung gehen. Einige Passanten rannte n aufgeregt durcheinander. Andere warfen sich zur Boden. Semir musste höllisch aufpassen, dass er keinen unbeteiligten verletzte. „RUNTER!! Deckung!! Auf den Boden und unten bleiben!!“ schrie er immer wieder. Die Aufgeschreckten Passanten machten ihm Platz. Schon an der nächsten Ecke stellte Semir fest, dass die Männer die Panik der Leute genutzt hatten und entkommen waren. Semir rannte zurück wo er seinen Informanten verlassen hatte und fand diesen mit zwei Schüssen in die Herzgegend tot in seinem Versteck liegen. „Verdammt Charlie…“ stieß er aus und wählte die Kollegen an.

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  • Nur wenige Augenblicke nach der Alarmierung waren die Kollegen vor Ort. Der Gerichtsmediziner sah sich den Toten an. „Die Schüsse gingen direkt ins Herz. Aus nächster Nähe abgefeuert. Aber warum zweimal? Einer hätte gereicht. Das Geld hat er allerdings noch bei sich. Also war es kein Raubmord.“ Erklärte er. Semir nickte. „Ich weiß…ich war kurz zuvor bei ihm und habe interessante Informationen erhalten. Das Geld hat er von mir. Ich habe auch eine Warnung erhalten.“ Gab er leise von sich. Dr. März sah ihn an. „Was meinst du?“ harkte er nach. Semir reichte ihm den Zettel, den er mittlerweile in einer der üblichen Plastiktüten gepackt hatte. „Kannst den direkt in der KTU abgeben, obwohl ich nicht damit rechne dass dort Fingerabdrücke drauf sind.“ meinte er nur. Dr. März nickte. „Die Warnung ist deutlich…und wird durch den Tod von diesem Herrn sicher noch bekräftigt. Was wirst du tun?“ wollte März wissen. Semir stand ruckartig auf. Er ballte die Hände zu Fäusten. „Ich werde sicher nicht klein beigeben und mich verstecken. Das die Typen auf Vohwinkels Gehaltsliste stehen, ist ganz deutlich. Aber ich werde jeden einzelnen stellen und ins Gefängnis bringen. Und mit den Beiden die ihn umgebracht haben fange ich an.“ versprach Semir leise. Es hörte sich wie ein Schwur an. „Du bekommst meinen Bericht spätestens morgen auf den Schreibtisch.“ erklärte März weiter und erhob sich. Die Leiche von Charlie wurde abtransportiert. Semir sah den Sargträgern zu. Dr. Walther März legte Semir die Hand auf die Schulter. „Er war dein Freund oder?“ harkte er nach. Semir nickte erst. „Er war viel mehr als das…“ hängte er an. Traurig ging er zu seinem BMW und stieg ein. Semir fuhr auf dem schnellsten Weg nach Hause. Seine Gedanken waren immer noch bei Charlie, der einen sinnlosen Tod starb. Semir parkte seinen Wagen direkt vor der Tür im Carport und stieg aus. Er wollte zur Tür gehen, als er eine Bewegung hinter sich spürte. Blitzartig wirbelte herum um den Angreifer in Empfang zu nehmen, doch die schienen damit gerechnet zu haben, denn nun entstand eine Bewegung neben ihm. Ein heftiger Schmerz durchzuckte Semir, als er einen Schlag ins Genick bekam. Sofort waren alle Glieder wie gelähmt. Semir hingegen war hellwach. Mit einem leisen Stöhnen ging er zu Boden. Keines der Körperglieder ließ sich bewegen. Er war wie paralysiert.


    „Hör mir jetzt genau zu…ich sage es nur einmal. Wenn dir deine Familie wichtig ist, dann hör auf Vohwinkel auf den Nerv zu gehen. Er hätte auch Verwendung für deine hübsche Frau und deinen Töchtern. Was meinst du wie viele Perverslinge es gibt, die deine Töchter zeigen, wo der Hammer hängt. Deine Frau würde auf dem Strich sicher auch einiges einbringen. Vergiss das nicht…“ warnte ihn eine Stimme. Semir versuchte ihn zu fixieren aber es gelang ihm nicht. Die Stimme kam ihm nicht bekannt vor. „Und damit du merkst dass es kein Witz war, werde ich dich jetzt beglücken. Mein Boss hat mir nämlich ein Geschenk gebracht. Stillhalten!“ warnte die Stimme. Schon spürte Semir die Spitze einer Nadel in seiner Ellbeuge. Er wollte nein schreien, doch seine Stimme gehorchte ihm nicht. Alles in ihm stemmte sich gegen das, was nun in seine Adern floss. „Ich sage dir noch was…. Dieses Zeug wirkt in 72 Stunden tödlich. Wenn du nicht sterben willst, dann halt dich zurück. Dann komme ich in drei Tagen wieder und gebe dir das Gegengift. Und nun angenehme Träume!“ lachte die Stimme. Semir spürte eine Veränderung in sich. Panik überkam ihn und er versuchte sich zu beruhigen. Dann wurde er immer müder und schlief schlussendlich ein. Wirre Träume fingen ihn ein. Er sah sich auf einer Brüstung stehen und runter springen. Die Arme verwandelten sich in Flügel und er schlug kräftig damit. Der Wind trug ihn immer weiter in die Höhe. Bis er den Weltraum erreicht hatte. Die Sterne um ihn fingen an zu tanzen. Veränderten ihre Farben und schienen ihn zu rufen. Semir…hörte er immer wieder. Semir….komm zu mir….komm…hier kann dir nichts passieren. Deine Freunde sind alle hier…hörte er. Langsam ging er auf den Stern los und erschrak als das Gesicht von Andreas Vohwinkel ihn anlachte. Voller Panik ergriff er die Flucht, doch egal wo er auch hinging waren die Schergen seines Feindes da. „Lasst mich in Ruhe!!“ schrie er laut. Doch nichts war zu hören. Nur dieses Gelächter der Verbrecher klang in seinen Ohren. Am liebsten hätte er sie sich zugehalten, doch die Arme waren immer noch die Flügel die ihn hielten. Flieg zurück….na los…hau ab! Lass uns in Ruhe!! Schrieen ihn die Verbrecher an. Semir flog zurück. Doch die Erde kam nicht näher. Sie entfernte sich immer mehr. Die Angst wurde immer größer. Doch je mehr er sich anstrengte umso weiter entfernte er sich von der Erde und somit von seiner Familie.

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