Bombige Aussichten



  • Der 16. Januar 2011 fing mit einem heftigen Schneesturm an. Köln lag bereits seit einigen Tagen unter einer dicken Schneedecke und anscheinend schien Frau Holle kein Einsehen mit den Menschen zu haben. Die Straßenverhältnisse waren entsprechend und viele der Kölner nutzten lieber die öffentlichen Verkehrsmittel als sich auf die Schlittenpartie mit dem Wagen einzulassen. Dennoch fuhr ein Wagen sicher durch die Straßen und hielt in einer ruhigen Nebenstraße vor einem völlig dunklen Haus an. Der Fahrer hupte doch im Haus regte sich nichts. Semir Gerkan stieg aus und ging zur Tür. Er parkte seinen Finger auf der Klingel mit dem Namen B. Jäger. „Man…ist ja gut…ich komme schon…! Hörte er seinen Partner brüllen und grinste breit. Die Tür öffnete sich und ein völlig verschlafener Ben Jäger sah seinen Dienstpartner an. „Spinnst du?“ fragte er stöhnend und gab die Tür frei. „Guten Morgen Ben…wir haben in einer Stunde Dienstbeginn und ich dachte zu diesem Anlass bringe ich dir ein paar Brötchen und Croissants mit…“ lachte Semir und drängte sich an Ben vorbei in die Wohnung. Er warf die Kaffeemaschine an und Ben ein Handtuch zu. „Die Dusche wirst du sicher auch in deinem Zustand finden. Muss ja ne tolle Party gewesen sein...“ lachte Semir und sah sich das Chaos in der Wohnung an. Ein ziemliches Durcheinander bot ihm in dem Apartment. Überall lagen Kleidungsstücke auf dem Boden und an der Lampe hing sogar eine Socke. „ist die getragen?“ harkte Semir grinsend nach und hielt die Socke mit zwei Fingern von sich weg. „Was denn für ne Party….und nein… sie ist sauber….“ knurrte Ben. „Du hast nicht gefeiert?“ harkte Semir nach. „Nein…meine Putzfrau ist krank und ich hab angefangen aufzuräumen..das ist alles…“ gab Ben zurück. Semir sah sich erneut um und schüttelte den Kopf. „Ah..ja….“ murmelte er. Ben stellte sich unter die Dusche und kam munter heraus. „so…der Kaffee ist fertig…und der Tisch gedeckt..“ verkündete Semir. Ben setzte sich und genoss das Frühstück was sein Partner ihm zubereitet hatte. „Könntest du das jeden Morgen machen?“ bat Ben. „klar doch….um fünf in der Frühe.“ Stimmte Semir zu. „Nee…lass…das ist ja mitten in der Nacht…“ stöhnte Ben und biss in sein Brötchen. Nach einer viertel Stunde stand Semir auf. „So…auf geht es..unser neues Büro wartet…“ drängte er zum Aufbruch. Ben nickte, griff noch ein Hörnchen und verschwand mit Semir aus dem Haus. Dann ging es endlich zur PAST. „Hoffe nur es steht alles wenn wir kommen…“meinte Ben kauend als er im BMW saß. „Das wird es.. es sei denn Hotte und Dieter bauen die Möbel auf…dann warten wir noch zwei Jahre...“ lachte Semir und dachte an eine Sache als er noch mit Jan Richter Dienst schob.


    Sie kamen wenig später auf dem Parkplatz der PAST an. Ben quälte sich aus dem Wagen und reckte sich ausgiebig. „Mensch..ich brauche dringend Schlaf. Ich bin völlig erledigt…“ stöhnte er. Semir grinste nur. „Wie schafft Andrea das eigentlich? Ich meine Haushalt...die Kinder…dich..“ wollte er wissen. Semir sah ihn an. „Das fragst du sie am besten selbst…“ lachte er nur. Sie betraten das Büro wo Susanne, Dieter und Hotte bereits an ihren neuen Möbeln saßen. „Sieh dir das an…sieht das nicht klasse aus….der Stuhl..ist so bequem..die Lehne ist endlich mal auch für meinen Körperbau geeignet…“ kam von Dieter und er wippte mit dem Stuhl hin und her. „Oh…ja…. Das tut meinen alten Knochen richtig gut..“ stöhnte Hotte auf. Auch er lehnte sich zurück. Der Stuhl knarzte leicht. „Guten Morgen Jungs…Morgen Susanne…“ begrüßte Semir die Drei. Susanne hob den Schlüssel hoch. Sofort griff Ben danach und lachte Semir an. „Die letzten Griffe sind gerade fertig. Ihr seid die Ersten, die es sehen...“ verkündete sie. Ben schloss die Tür auf und sah hinein. „Whow!!!“ stieß er aus. Das Büro war moderner eingerichtet und die Wände trugen statt des üblichen Grau einen sanften Blauton mit einigen silberfarbenen Tupfern. „Na das nenne ich neu…Ich sitze hier!“ lachte Ben und setzte sich an den Tisch wo sonst Semir gesessen hatte. „Hey…das ist mein Platz!“ mokierte dieser sofort auf. „Nee…alles neu…auch die Plätze…“ widersprach Ben und legte seine Füße auf den Schreibtisch. Semir nickte. „Also gut…dann sitze ich hier auf der Sonnenseite des Büros. Vor allem liegt jetzt kein Müll von dir rum…“ grinste Semir und sah sich die Gerätschaften an. „Na…das nenne ich aber Komfort…ich habe sogar eine Kamera..“ lachte er und ließ sich auf seinen Stuhl sinken. Kurz darauf war ein leises klicken zu hören, welches in ein Sirren und leisen Piepton verwandelte. Dieses Geräusch hörte er nicht zum ersten Mal.

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  • Etwas verwundert sah er Ben an, der das Geräusch natürlich auch gehört hatte. Dennoch fragte er nach. „Ben…hast du das auch gehört?“ Ben nickte. „Ja… das hab ich..und es klang nicht danach, dass der Stuhl dein Gewicht nicht trägt…“ gab sein Partner zu. „Du meinst eher wie eine Bombe mit Zeitschaltuhr?“ harkte Semir nach und versteifte sich. „Wie soll die darunter gekommen sein und warum?“ wollte Ben wissen. „Keine Ahnung…aber… ich habe das Gefühl, dass es besser ist, wenn ich sitzen bleibe und nicht nachsehen…“ kam von Semir zurück. Er fuhr sich mit der Zunge über die Lippen, was er immer dann tat wenn er nervös war. Ben wollte es zwar nicht zugeben, aber er musste Semir zustimmen. Das Geräusch war nicht gerade ermutigend. „Ich sehe mal nach okay?“ schlug er vor. Semir nickte. „Aber nichts anfassen…!“ warnte er Ben. Dieser nickte und kniete sich vor Semir hin. „Fass nichts an….egal was da ist…“ wiederholte Semir. „Sicher…ich lass die Finger davon….“ bestätigte Ben. Er sah unter den Stuhl. „Oh…verdammt…“ stieß er aus. „Ist es das wofür ich es halte?“ harkte Semir nach. „Plastiksprengstoff. Mehr als nötig ist, um dich zu beseitigen….Die Uhr läuft….“ erklärte Ben nach und nach. „Dann sollten wir das Bombenkommando bestellen…“ schlug Semir vor. Er sah wie Ben zu dem Etwas unter seinem Stuhl griff. „Hey…lass die Finger davon!!“ befahl er schroff. „Schon gut…ich will nur mal gucken wohin die Kabel gehen…“ kam von Ben. „Die Anzeige steht auf 72….ich vermute Stunden…..“ murmelte Ben nachdenklich und sah nun Semir an. „Das ist nicht gut…das ist gar nicht gut…“ hängte er an. Semir nickte. Ben stand auf und griff direkt zum Telefon, doch er schaffte nicht einmal eine Nummer zu wählen, als Semir aufschrie. „BEN!! Nicht!“ stieß er aus. „was warum denn nicht?“ kam erstaunt von Ben, da Semir eben noch auf das Bombenkommando bestand. Semir wies mit dem Kopf auf seinen PC. „Sieh dir das an…“ sagte er nur.

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  • Ben ging um den Schreibtisch herum und sah wie Semir gesagt hatte. Der PC von Semir schien sich selbständig zu machen. Ein kleines Fenster öffnete sich. „Lass die Finger vom Telefon!“ las Ben vor. „Okay….das heißt der Kerl dem wir deinen heißen Stuhl zu verdanken haben hat sich auf deinen PC eingeloggt…wie kann das denn sein?“ harkte Ben nach und sah Semir an. „Keine Ahnung… ich hab das Ding nicht angemacht…“ gab dieser zur Antwort. „Das Programm ist ein Messenger..das kenne ich…“ meinte Ben. „Ja schön..nur ist der PC neu….also muss jemand hier gewesen sein, der es installiert hat..ich war es nämlich nicht…“ Ben nickte. „Gut..ich werde zu Susanne gehen…wir brauchen Hilfe…“ erklärte er und ging zur Tür. Wieder kam eine neue Nachricht. „Niemand wird den Raum verlassen ohne dass ich es sage!“ las Semir vor. „Okay…der Typ scheint uns zu hören…das ist nicht gut…Semir…die Situation gefällt mir überhaupt nicht…“ knurrte Ben. Er sah sich um und hoffte Mikros zu sehen. „Die Kamera….vermutlich hat sie ein integriertes Mikro…“ meinte Semir nachdenklich. „Sie hat nicht nur ein Mikro sondern auch ein Lautsprecher. Ich bin von Natur aus faul…also rede ich mit euch…“ kam eine Stimme aus dem Nichts. Sie war elektronisch verzerrt und man konnte nicht sagen ob es weiblich oder männlich war. Ben sah Semir an. „Wer sind Sie?“fragte Ben. „Das tut weh….Ben….das tut sehr weh…du erkennst mich nicht?“ tadelte die Stimme. „Sagen Sie mir doch einfach Ihren Namen und schon weiß ich ob ich Sie kenne oder nicht.“ schlug er vor. Ein Lachen kam aus dem Lautsprecher. „Früher warst du nicht so lustig…aber wie dem auch sei….wir spielen jetzt ein feines Spiel…es heißt „Rette deinen Partner…“ verkündete die Stimme. „Wir wollen aber nicht spielen..“ stieß Semir aus. „OH….sind wir heute mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden Semir? Sonst bist du doch auch nicht so ernst…lach doch mal….immerhin sitzt du auf einen heißen Stuhl…“ verhöhnte die Stimme den türkischen Kommissaren. „Verarschen kann ich mich selbst. Wer sind Sie und was wollen Sie von uns? Erpressen lassen wir uns nicht…..also vergessen Sie es!“ fauchte Semir zurück. Ben kniete sich erneut vor Semir hin und besah sich das Etwas.


    Kim kam ebenfalls ins Büro. „Sind Semir und Ben schon da?“ wollte sie von Susanne wissen. „Ja….sind sie..im Büro.“ Bestätigte Susanne. „Fein…dann werde ich die Herren mal zu mir bitten..“ nickte Kim und öffnete die Tür zum Büro ihrer Hauptkommissare. Sie sah Ben vor Semir knien. „Was wird das denn wenn es fertig ist?“ wollte sie wissen. Die Köpfe ruckten zu ihr herum. „Ähm…Chefin…das ist nicht das wonach es ausgesehen hat…also für Sie….“ stammelte Ben. Kim nickte. „Kommen Sie Beide bitte sofort in mein Büro!“ forderte sie und wandte sich zum Gehen. „Chefin…das geht nicht...“ widersprach Semir. Kim sah ihn an. „Warum denn nicht? Sind Sie an dem neuen Stuhl angewachsen? Erheben Sie sich und kommen Sie!“ forderte Kim ihn auf. „Nein Chefin….das nicht…aber….wenn ich aufstehe, dann explodiert der Stuhl…“ stieß Semir aus. Kim erkannte am Gesichtsausdruck dass er nicht scherzte. „Okay…. Dann erklären Sie es mir bitte…“ forderte sie ihn auf. „Unter meinem Stuhl ist ein Sprengsatz angebracht…“ gab Semir bekannt. Kim schloss die Augen, holte tief Luft und sah ihn wieder an. „Wie bitte soll es dort hingekommen sein?“ fragte sie nach. „Ich weiß es nicht, aber derjenige der dahinter steckt hat Zugriff auf meinem PC und spricht auch mit uns. Er befiehlt und wir müssen tun was er verlangt…“ erklärte Semir weiter. Kim kam näher an Semir heran. „Oh….die Chefin persönlich gibt uns die Ehre…“ kam die höhnische Stimme wieder. „Wer sind Sie?“ fragte Kim. „Chefin…wir brauchen das Bombenkommando hier….“ warf Ben ein. Kim nickte. „Ich werde mich direkt drum kümmern.“ versprach sie und wollte gehen. „Nicht so schnell Kim….“ warnte die Stimme. „Was soll das? Was zum Teufel wollen Sie?“ fauchte Semir wütend. „Gut…ich werde nun die Regeln aufstellen. Außer Semir und Ben werden alle das Haus verlassen…“ forderte die Stimme. „Susanne!“ rief Kim durch die Tür. Die Sekretärin kam direkt. „Verlassen Sie bitte alle sofort das Büro!“ forderte sie die Sekretärin auf. Susanne sah sie fragend an. „Machen Sie schon!“ kam von Kim. Susanne nickte und verschwand. „Gut….. manchmal muss man als Chefin schon hart durchgreifen…“ lachte die Stimme. „Was zum Teufel wollen Sie?“ wiederholte Kim die Frage. „Gut….zunächst die Regeln!“ war die Antwort.

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  • „Chefin..wir müssen was unternehmen…“ stieß Semir aus, der sich überhaupt nicht wohl fühlte. „Sie werden nichts tun!“ fauchte die Stimme. „Was wollen Sie verdammt!“ schrie Semir wütend. „Ganz einfach….Du wirst auf dem Stuhl sitzen bleiben. Niemand außer Ben und du werden hier im Büro sein…unsere Kim wird es auch verlassen…“ verkündete die Stimme. Semir sah Kim an. „Das ist doch ein Bluff!“ stieß sie aus. „Meinst du wirklich? Was denkst du Ben….und du Semir?“harkte die Stimme nach. „Was wollen Sie…warum Semir?“ stellte Ben nun die Frage. „Ihr habt euch eure Stühle ausgesucht…du hättest es genauso sein können..“ lachte die Stimme. „Dann war das ein Irrtum? Ich sollte auf dem Stuhl sitzen?“ harkte Ben nach. „Das wäre doch die gerechte Strafe für dich oder?“ fauchte die Stimme ihn an. „Was? Wofür?“ versuchte Ben herauszufinden. „Hast du mich wirklich vergessen? Das tut weh…das tut sehr weh…“ tadelte die Stimme. „Wer sind Sie? Nennen Sie mir doch Ihren Namen…!“ bat Ben erneut. „Nein…noch nicht….und nun werden wir weiter noch etwas spielen…“ lachte die Stimme. „Wir werden gar nichts tun….Sie können uns nicht immer im Auge behalten. Sie werden auch irgendwann müde sein und einschlafen…“ meinte Kim nur. „Denken Sie wirklich, dass es so einfach ist….nur keine Sorge…ich erreiche immer mein Ziel….und nun raus hier!“ fauchte die Stimme. Kim stellte sich provozierend vor die Kamera. „Nein….erst sagen Sie mir was Sie wollen!“ forderte sie. Von der Stimme kam nichts, dafür gab es einen lauten Knall auf dem Hof. Kim, Ben und Semir sahen sich erschrocken an. Kim rannte von Ben gefolgt raus. Auch Semir wäre gern gegangen, aber er konnte nicht. Semir versuchte durch das Fenster etwas zu sehen, doch die Explosion schien nicht in seinem Blickwinkel zu sein. Doch die dunkle Rauchwolke die an seinem Fenster vorbeizog ließ ihm den Atem anhalten.


    „Susanne!“ schrie Kim als sie Susanne auf dem Hof liegen sah. Dieter hatte bereits den Erste Hilfe Koffer aus einem anderen Fahrzeug geholt und wollte erste Hilfe leisten während Hotte mit einem Feuerlöscher am brennenden Fahrzeug arbeitete. Sofort griff Ben zum Handy und orderte einen Rettungswagen für Susanne an. „Sie wollte sich gerade in den Wagen setzen, als der explodierte..“ stammelte Dieter. Kim drehte Susanne vorsichtig auf den Rücken. Die Sekretärin blutete im Gesicht aus kleinen Schnittwunden und war ohne Bewusstsein. „Wir müssen sie verbinden…Ben rufen Sie das Sprengstoffkommando….“ Befahl Kim. Ben nickte und führte den Befehl aus. Vorsichtig verband Kim die Wunden bei Susanne notdürftig. „Das Bein sieht nicht gut aus…sie ist ziemlich durch die Luft gewirbelt und hart aufgekommen…“ erklärte Dieter und wies auf die Beine von Susanne. Kim sah sie sich an. Das linke war leicht verdreht. „Sieht nach einem Bruch aus…“ meinte sie nur. Von weitem war das Martinshorn zu hören. Ben zog seine Jacke aus und schob sie vorsichtig unter Susannes Kopf. Sie kam langsam zu sich und sah sich verwirrt um. Als sie aufstehen wollte drückte Kim sie zurück. „bleiben Sie liegen, Susanne…“ befahl sie. „Was…was…ist passiert?“ fragte Susanne leise. Ben strich ihr sanft eine blutige Haarsträhne aus dem Gesicht. „Bleib liegen…ist sicher nicht so schlimm….“ lächelte er beruhigend. „Mein Auto….. es…es ist explodiert..“ stöhnte Susanne. Die Schmerzen kamen auf. „Mein Bein…es tut so weh..“ klagte sie. „Ganz ruhig….es ist alles okay. Der Arzt kommt gleich..“ erklärte er. „Was ist mit meinem Bein?“ harkte Susanne nach. „Es ist gebrochen…nicht bewegen. Du darfst dich nicht bewegen. Wir wissen nicht ob du noch schlimmer verletzt bist…“ mahnte Ben zur Vorsicht. Susanne schloss die Augen. „was ist mit Semir?“ harkte Susanne nach als sie merkte dass dieser fehlte. „Alles in Ordnung…“ lächelte Kim.

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  • Die Sirenen des Rettungswagens erstarben und der Wagen stoppte dicht bei der Gruppe. „Dr. Werner…was ist passiert?“ wollte der Notarzt wissen, als er sich neben Kim hockte. „Sie wollte zum Wagen als dieser explodierte. Sie war eine ganze Weile bewusstlos.“ erklärte sie in kurzen Zügen. Der Arzt untersuchte Susanne soweit es möglich war. ER leuchtete ihr in die Augen und drückte etwas an den Rippen herum. Susanne stöhnte auf. „Okay…schon vorbei….haben Sie Probleme beim Atmen?“ wollte er von ihr wissen. „Nein…mein Kopf….mein Bein…“ klagte Susanne. „Okay…ich gebe Ihnen etwas gegen die Schmerzen und dann fahren wir Sie ins Krankenhaus. Ich kann innere Verletzungen nicht ausschließen…“ erklärte der Arzt und zog eine Spritze auf. Er sah Kim an. „Wir müssen sie röntgen und sie wird sicher eine Weile im Krankenhaus liegen…“ erklärte er. Kim nickte und stand auf. Susanne bekam einen Zugang gelegt über den sie Schmerzmittel erhielt. Langsam schlief sie ein. Kim, Ben, Dieter und Hotte sahen dem Krankenwagen nach, als dieser das Gelände verließ. „Chefin…wir müssen Hartmut irgendwie informieren… Ich habe doch meinen Privatwagen auf dem Parkplatz an der Raststätte stehen. Ich könnte hin und ihn damit herholen..“ schlug Dieter vor. Kim sah ihn an. „Aber Sie werden nicht allein gehen…Herzberger..Sie fahren mit. Sehen Sie sich aber den Wagen an bevor Sie einsteigen...“ befahl sie. Dieter und Hotte verschwanden während Kim Ben ansah. „Gehen wir wieder zu Semir…“ kam leise von ihr. Ben nickte und gemeinsam betraten sie das Büro. „Warum?“ fragte Kim als sie am PC von Semir stand. „Was ist passiert?“ wollte Semir wissen. „Nur eine kleine Warnung…ich scherze nicht..“ kam von der Stimme. „Was ist passiert?“ wiederholte Semir. „Susannes Wagen ist explodiert. Sie war in der Nähe und ist schwer verletzt worden…“ erklärte Kim mit gepresster Stimme. „Sie verdammtes Schwein!! Warum? Susanne hat nichts getan!!“ schrie Semir wütend und wäre am liebsten aufgesprungen.


    Helene legte ihre weiße Kutte an. Sie war die Priesterin der „Garde des Mondgottes“ und sie musste ihre erste große Zeremonie vorbereiten. Lächelnd strich sie über ein Bild welches einen jungen Mann zeigte. Seine dunklen lockigen Haare umspielten sein Gesicht. „du wirst schon bald die andere Seite kennen lernen..mein Leiber…du bist das erwählte Opfer und du wirst freiwillig kommen. Und dann…das verspreche ich dir…wirst du für alles bezahlen was du uns angetan hast… für alles….mit deinem Leben…“ sagte sie leise zu dem Bild. „Mama…darf ich dich stören?“ riss die Stimme von Ariane sie aus ihren Gedanken. „Ja sicher..mein Schatz. Komm nur...“ lächelte Helene ihre 19jährige Tochter an. „Ich habe die erste Vorbereitung getroffen. Er wird kommen…“ erklärte das Mädchen. „Das ist sehr gut…dein Vater muss gerächt werden…nur dann können wir wieder in Frieden und im Einklang mit dem Mondgott leben….“ lächelte Helene. „Und dann kann ich zur zweiten Priesterin gewählt werden…“ hängte Ariane an. „Ja…dann ist dein Herz frei von Hass und Wut. Er wird seine gerecht Strafe bekommen. Aber nun zieh dich für die Zeremonie an. Der Priester wird nicht lange warten. Du wirst heute die Dienerin des Mondgottes werden und damit einen Platz zur Priesterin erwerben.“ erklärte Helene. Sie strich ihrer Tochter sanft über das Gesicht. „Die Weihe wird in zwei Stunden anfangen. Du musst dich fertig machen und denk an die Reinigung….vergiss den Schleier und die Opfergabe nicht…“ ermahnte sie Ariane. Für sie war dieser Glauben zum Wichtigsten in ihrem Leben geworden. Ariane nickte und ging. „Vergiss nicht…du wrist bald dem Mondgott gehören und er kann mit dir alles tun was er will. Du musst ihm gehorchen..“ gab Helene lächelnd zu verstehen. „ich weiß….es ist eine große Ehre, dass sich der Mondgott für mich entschieden hat, wo doch so viele schöne Frauen hier sind…“ nickte Ariane und verschwand. Helene stellte sich vor einem Götzenbild und fiel auf die Knie. „Ich vertraue dir meine Tochter an…sei gnädig. Sie ist unberührt so wie es in deinem Gesetzt steht. Herr…genieße mit ihr, was du auch immer vorhast. Sie ist ein sehr gutes Kind und wird dir bedingungslos gehorchen. Und bitte…vergib mir meine Sünden, aber ich kann nicht anders. Ich brauche die Gerechtigkeit..“ sagte sie leise und faltete die Hände.

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  • „Wenn wir uns alle beruhigt haben, dann können wir uns wieder normal unterhalten…“ lachte die Stimme aus dem Lautsprecher. Semir sah Kim an. „Kim…du bist immer noch hier…? Na gut…dann werde ich jetzt die Aufgaben verteilen…du Kim wirst für Semir Kaffee kochen. Der Junge kann nämlich einen gebrauchen. Der Sitz auf der Bombe ist sicher nicht einfach…“ erklärte die unbekannte Person. „Was wollen Sie….warum sagen Sie uns nicht was der ganze Zirkus hier soll?“ harkte Ben nach. „ich werde ganz sicher keinen Kaffee kochen..“ fauchte Kim und setzte sich auf den Besucherstuhl. „Oh… wir werden störrisch? Brauchen wir noch eine Demonstration?“ wollte der Unbekannte wissen. „Gut…dann wird Ben den Kaffee machen. Schließlich kann er das auch…zumindest konnte er es früher..“ wurde weiter erklärt. „Woher kennen Sie mich? Warum nennen Sie nicht Ihren Namen und zeigen sich? Sind Sie feige?“ harkte Ben nach, machte aber keine Anstalten dem Befehl zu folgen. „ich sehe schon…ihr müsst noch eine Lektion bekommen. Gehorsam wurde früher noch großgeschrieben…es hat sich viel verändert. Die Jugend von heute ist scheinbar nicht mehr so einfach zu beherrschen. Ben sah Semir an. „Was für eine Lektion?“ fragte er leise nach. Semir und Kim zogen die Schultern hoch. Kim nahm einen Zettel und schrieb etwas auf. Sie reichte den Zettel Ben und dieser anschließend Semir. Ben und Semir nickte. „Was soll das?“ harkte die Stimme nach. Semir grinste. „Er scheint es nicht zu mögen, wenn wir „stille Post“ spielen…“ gab er zurück. „Mach dich nicht lustig über mich, Semir…das ist sehr gefährlich….Ben..ich will das du Semir die Hände mit Handschellen an den Lehnen fesselst!“ forderte die Stimme auf. „Einen Dreck werde ich…!“ fauchte Ben wütend. „Willst du erneut daran schuld sein, wenn ein weiterer Kollege verletzt wird?“ wollte die Stimme wissen. Ben sah Semir an. „Was meinen Sie damit?“ harkte Semir nach.


    „Also gut Ben… du kennst mich schienbar nicht mehr. Nun ja..ist ja auch schon so lange her… sieben Jahre…sieben verdammte Jahre. Du bist Schuld an dem was passiert ist…erinnerst du dich? Düsseldorfer Hafen…7. März 2004. Es war ungefähr 18 Uhr…“ fing die Stimme an. „Bitte was?“ stieß Ben aus. „Hast du mich deshalb nicht besucht? Weil du ein schlechtes Gewissen hast? Weil du dir auch die Schuld gibst?“ harkte die Stimme nach. Ben sah zu Semir. „Ich glaube ich weiß wer es ist..“ stieß er aus und verschwand. „BEN!!! Wo willst du hin?“ schrie Semir ihm nach. „Er wird sicher nun das tun, was ich auch tun würde….er sucht seine Schuld. Kim….mach Semir am Stuhl fest…oder ich jage den nächsten Wagen in die Luft. Wie wäre es mit dem alten Wagen von Dieter Bonrath? Ist er nicht gerade auf der Autobahn unterwegs zur KTU? Willst du dass die beiden auch sterben?“ harkte die Stimme fordernd nach. „Woher…?“ fragte Kim leise. „Sind die Beiden unterwegs?“ wollte auch Semir wissen. Kim nickte. „Okay…Chefin..der Kerl macht keine Scherze…tun Sie was er sagt…“ kam von Semir. „du bist sehr klug, Semir….ich sehe immer mehr, dass du die richtige Person auf dem Stuhl bist. Als Feind wärest du viel zu gefährlich…“ lachte die Stimme. Kim stand auf und nahm die Handschellen von ihrem Gürtel. Sie legte Semir eine ans linke Handgelenk und führte die Kette dann durch die Armlehne. Anschließend ließ sie die zweite Schelle um sein rechts Gelenk schnappen. „so ist es doch viel besser…“ stimmte die Stimme zu. „Und nun sagen Sie mir was Sie wirklich wollen!“ forderte Kim den unbekannten Gegner auf. Semir sah zu Kim. „Ich werde es später erzählen…wollen wir doch erst einmal abwarten ob Ben uns nicht doch die Geschichte erzählt…“ verkündete die Stimme.

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  • Ben raste mit seinem Wagen durch die Stadt und hoffte dass die Adresse sich nicht geändert hatte. Vor der Hausnummer 83 hielt er seinen Wagen an und stieg aus. Er klingelte Sturm an dem Einfamilienhaus und hämmerte gegen die Tür. „Ist ja gut… ich komme…ich komme..“ ertönte von innen eine männliche Stimme. Die Tür öffnete sich und ein Mann im Rollstuhl sah Ben an. „Ben?“ fragte dieser verwundert. „Michael..hör auf mit diesem Wahnsinn!“ stieß Ben aus. „Was für einen Wahnsinn?“ harkte Michael nach. „Du weißt genau wovon ich spreche!“ fauchte Ben ihn an und drängte sich an den Mann ins Haus. „Du warst auch schon mal freundlicher! Was willst du hier?“ fauchte nun der Mann im Rollstuhl ihn an. „Weißt du das nicht?“ fragte Ben. „Nein..sonst würde ich nicht fragen. Du bist seit sieben Jahren nicht mehr hier gewesen! Was also willst du von mir?“ wiederholte Michael. „Gut…dann werde ich es dir erklären….mein Kollege sitzt derzeit im Büro auf eine Bombe…wir werden erpresst und…dieser Erpresse hat unseren letzten gemeinsamen Einsatz als Hintergrund genannt…also….was soll das? Was willst du von mir?“ harkte Ben nach und sah Michael an. „Ben….denkst du wirklich, dass ich so dumm bin? Wie kann ich dich erpressen? Seit sieben Jahren sitze ich im Rollstuhl, weil ich dir das Leben gerettet habe….“ erklärte Michael leise. „du gibst mir die Schuld an der Sache?“ wollte Ben wissen. Michael lachte bitter auf. „Warum sollte ich das? Ich habe mich dazu entschlossen dir das Leben zu retten…ich hätte es nicht tun brauchen…aber ich habe es getan..und ich habe den Preis dafür gezahlt…ich bin seit diesem Tag nicht mehr der gleiche Mensch…aber ich bin deshalb kein Verbrecher.“ erklärte Michael leise. „Wer kann dann daran Interesse haben? Meine Kollegin ist schwer verletzt worden, als eine Bombe im Auto explodierte…was muss noch passieren?“ wollte Ben wissen. Er sah seinen damaligen Ausbilder an.


    „Die Irrlehren, die die Dämonen über sich selbst verbreiten und mit denen sie die Seelen verwirren, richten sich gegen die heilige Kirche. Die großen Gefahren sind nicht die Dämonen die wir verehren, sondern die der heiligen Kirche! Wir stehen für die Fortführung des Heidentums…wir sind die Diener derer die hier von der Erde verbannt wurde, weil der größte Dämon…den alle Gott nennen, sich ein Imperium aufgebaut hat. Luzifer musste einen hohen Preis zahlen…den Preis des Falls aus dem Himmel in die Hölle. Doch dort ist es nicht kalt..nein..dort herrscht Liebe. Unendlich viel Liebe..und die gilt es sich zu holen! Als Hohepriesterin habe ich heute die Ehre ein neues Mitglied in den Stand der Dienerinnen von unserem Herrn den Mondgott heben darf. Ariane ist unberührt und rein von jeder Schuld, so wie es unser Herr befiehlt. Das Opfer für die Feier ist bereits auserkoren und wird in wenigen Stunden zur Reinigung eintreffen. In wenigen Tagen werden wir es seiner Pflicht zuführen und dann kann Ariane sich unserem Herrn hingeben. Bis zur Agnes-Nacht haben wir nur wenige Tage Zeit. Ariane wird mit dem Sex- und Blutritual in unsere Kreise aufgenommen, die nur den Dienerinnen des Mondgottes vorenthalten sind..“ Helene breitete die Arme aus und in der weißen Kutte sah sie mächtig aus. Keiner der vor ihr knieenden Anhänger der Sekte schien an diesen Worten zu zweifeln. Ariane sah ihre Mutter an die neben dem Hohepriester stand. Helene sah wunderschön in ihrem Gewand aus, das musste Ariane neidlos anerkennen. Doch schon bald würde sie die rechte Seite bekleiden. Sie würde die zweite Priesterin neben dem Hohepriester sein, der den Mondgott auf Erden vertrat. Sobald sie die Reinigung des Opfers vollzogen hatte, würde sie sich dem irdischen Vertreter ihres Gottes hingeben..so wie es ihre Mutter tat.

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  • Michael sah Ben an, als er erzählte was sich im Büro zugetragen hatte. „Ben…ich habe nichts damit zu tun. Glaub mir…ich mache dir nicht die geringsten Vorwürfe. Du warst damals ungestüm und ….ich musste doch auf dich aufpassen. Du hast so viel Potential in dir…das war es mir wert..“ gab er zurück. „Dann erkläre mir, warum das passiert? Warum nutzt der Erpresser unsere damalige Situation aus? Warum Semir? Er hat nichts damit zu tun..“ kam verzweifelt von Ben. „Ich weiß es nicht…seit damals ist mein Leben völlig aus den Fugen geraten. Helene hat mich mit den Kindern verlassen. Sie kommen mich nicht einmal mehr besuchen. Helene und Ariane haben sich genau wie Jacob einer Sekte angeschlossen die sich „Diener des Mondgottes“ nennen. Sie sind völlig abgedreht und haben den Hang zur Realität verloren….“ erklärte Michael weiter. Ben sah ihn an. „Das wusste ich nicht…“ kam verlegen von ihm. „Ich weiß…du hast mich seit dem Vorfall nicht mehr besucht…nicht einmal ein Danke kam von dir…warum nicht Ben? Ist dir das so egal…?“ harkte Michael nach. „Nein..nein…wirklich nicht…aber…ich…ich…“ suchte Ben nach dem Grund. „Du hast dir selbst die Schuld gegeben? Dein schlechtes Gewissen hat dich dazu gebracht dich zurück zu ziehen?“ schlug Michael fragend vor. Ben musste zugeben, dass er Recht hatte. Er hatte sich damals tatsächlich die Schuld gegeben. Ohne Michael würde er nicht da sein…nicht mehr. „Ich wollte dir einfach nicht mehr vor die Augen kommen. Ich meine…du bist in dem Ding, weil ich nicht gehorchen konnte. Helene hätte mich sicher nicht zu dir gelassen. Ich war einmal im Krankenhaus und bin auf sie getroffen. Sie hatte den puren Hass in den Augen. Ich wollte mich bei dir entschuldigen, doch sie sagte, dass du mich nicht sehen willst. Sie war deine Frau…ich habe ihr geglaubt und bin deshalb verschwunden…jetzt bin ich Hauptkommissar und bei der Autobahnpolizei…“ erzählte Ben. Michael sah ihn an. „Das wusste ich nicht. Ich dachte wirklich, das du …der Grund weshalb du hier bist…was hast das auf sich?“ fragte Michale nun nach. „Wie ich schon sagte. Mein Dienstpartner und Freund sitzt im Büro auf einer Bombe. 72 Stunden habe ich Zeit…und ich weiß nicht einmal was ich tun soll..“ klagte Ben leise.


    Während Kim und Semir im Büro saßen hatten Dieter und Hotte es geschafft Hartmut zu holen und ihn in den Stand der Dinge eingeweiht. „Das ist echt ein starkes Stück. Und ihr denkt dass einer der Speditionsmitarbeiter die Bombe gelegt hat?“ harkte Hartmut nach. Dieter nickte. „Susanne wurde verletzt als die zweite Bombe hochging…du musst es dir ansehen…und Semir will sicher auch von seinem Stuhl runter..“ gab Hotte zu. Hartmut sah ihn an. „Ja sicher…verständlich..nur was kann ich da tun? Ich kann ja nicht einfach rein marschieren und die Bombe entschärfen. Immerhin bin ich kein Sprengstoffexperte..“ meinte Hartmut nur. „Das wissen wir…aber wir müssen einen Weg finden Semir vom Stuhl zu holen. Er hat nur 72 Stunden und wir wissen nicht was der Erpresser damit erreichen will..“ klagte Dieter. „Gut…dann solltet ihr den Erpresser fragen….“ Schlug Hartmut vor. „vielleicht kannst du ja die Kamera anzapften….oder herausfinden woher das Signal kommt..“ schlug Dieter vor. Hartmut sah ihn an. „Wie soll das gehen?“ harkte er nach. „Keine Ahnung..ich hab das mal im Fernsehen gesehen…da hatte der Erpresser einen Bus entführt und die Polizisten haben die Kamera angezapft…eine Schleife aufgenommen und dann in die Kamera eingespeist…der Erpresser sah dieses Bild in der Schleife und während er glaubte alles sei okay…wurden die Passagiere aus dem Bus geholt…“ erklärte Dieter. Hartmut lachte. „Das gelingt im Fernsehen..aber wir sind im wahren Leben und da geht das nicht…“ kam von Hartmut als Erklärung. „Ja aber die Idee…ich meine die ist doch nicht schlecht. So eine Kamera hat sicher auch ein Signal was sie abgibt und das kann man doch sicher abfangen..und herausfinden wo es herkommt oder nicht?“ wollte Hotte nun wissen. „Theoretisch ist es durchaus möglich…nur dies praktisch auszuführen ist sehr schwer. Ihr müsst dafür zunächst die Frequenz herausfinden die in einem Bereich liegt, welche nur sehr schwer zu erfassen ist, weil das Signal nicht stark ist. Dazu müsste man in der Nähe der Kamera einen Frequenzscanner bringen. Und wenn ihr sagt, nur die Chefin und Ben dürfen das Büro betreten, dann müsste einer der Beiden das Gerät mitnehmen um es im Büro zu verstecken…“ erklärte Hartmut. „Dann werden wir das tun. Das hat ja auch geklappt als Ben begraben war..“ machte Dieter sich Mut. „Das ist was anderes..da hatten wir den Sender….“ widersprach Hartmut.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Kim sah Semir an. „Was ist mit Susanne?“ fragte er. „Ich fahre gleich ins Krankenhaus und werde mich nach ihr erkundigen. Wie geht es Ihnen?“ stellte sie die Gegenfrage. Mittlerweile waren einige Stunden vergangen, seit er in dem Stuhl saß. „Blendend….“ log Semir. „Ich habe hunger…Durst…außerdem müsste ich mal aufs Klo…also kann es mir nur blendend gehen…“ kam sarkastisch von ihm. Kim nickte. „Ich frage mich nur, was der Kerl will…“ stöhnte sie. Bisher hatte der Erpresser seinen Grund für das Geschehen nicht genannt. „Wo ist Ben?“ wollte Semir wissen. „Er meldet sich nicht. Weder per Handy noch über Funk. Hoffe nur das er keinen Blödsinn macht. Außerdem hatte ich das Gefühl, das er genau weiß wer dahinter steckt. Vermutlich sind Sie nur ein zufälliges Opfer. Der Erpresser konnte nicht wissen, dass Sie die Plätze tauschen.“ kam nachdenklich von Kim. Von Semir kam ein leises Knurren. „Sorry…mein Magen..“ lächelte er sie an. Kim stand auf. „Ich besorge Ihnen etwas zu essen und zu trinken…und für das andere Problem…werden wir auch eine Lösung finden.“ Versprach sie. Semir lächelte sie nur an. „Ich denke für das dritte brauch ich noch keine Lösung…..aber die ersten Sachen wären schon wichtig…“ gab er zu. „Wie nett ihr doch zu einander seid…“ lachte die Stimme des Unbekannten wieder. Kim stand auf und verschwand um wenig später mit einem Teller belegter Brote zurück zu kommen. Semir wollte zugreifen, doch er hatte die Fesseln vergessen. Er sah Kim an. „Geben Sie mir eins in die Hand..“ bat er. Kim nickte und tat es. „Warum wollen Sie, dass Semir gefesselt ist….?“ wollte Kim von dem Gegner wissen. „Du hast Recht, Kim…es ist dumm nicht wahr. Semir würde eh nicht aufstehen….du darfst ihm eine Hand lösen…die linke!“ befahl die Stimme. Semir lächelte gequält. Er war Rechtshänder aber immerhin war es ein kleiner Vorteil. Er konnte wenigstens auch die Kaffeetasse selbst nehmen und das köstliche schwarze Gesöff trinken. Kim hob eine leere Wasserflasche hoch. „Für das andere Bedürfnis…“ lächelte sie. „danke Chefin…“ gab Semir zurück. Er stellte die leere Wasserflasche auf seinen Schreibtisch. „Semir…ich möchte zu Susanne ins Krankenhaus und ich muss Andrea noch informieren..“ erklärte Kim. „Nein…sagen Sie nichts Andrea…ich … ich werde mir was einfallen lassen…“ versprach Semir. Kim verschwand.


    Nur wenig später kam sie im Krankenhaus an und fragte sich nach Susanne durch. Sie lag im OP wo der Knochen gerichtet werden musste, da sich der Bruch als komplizierter herausstellte als gedacht. Nach wenigen Minuten kam der Arzt heraus. „Dr. Huber…guten Tag… Sie sind…?“ fragte er nach. „Kim Krüger…ich bin die Vorgesetzte von Frau König..“ stellte Kim sich vor. „Gut…Frau König hat einen komplizierten Schienbeinbruch, eine schwere Gehirnerschütterung sowie einige kleine nicht relevante Schnittwunden und Abschürfungen. Das Letztere heilt von selbst. Aber sie wird sicher zwei Wochen hier bleiben. Die Gehirnerschütterung muss vollständig auskuriert sein, bevor sie auf Krücken das Krankenhaus verlässt. Anschließend wird sie eine Reha machen müssen und in spätestens sechs Monate werden die Nägel wieder entfernt…“ erklärte der Arzt. „Aber sie wird wieder ganz gesund?“ harkte Kim besorgt nach. „Selbstverständlich…es werden keine bleibenden Schäden zurückbleiben..“ bestätigte er. „Gut…hier ist meine Karte…wenn etwas ist, dann rufen Sie mich an. Egal wann.. und lassen Sie niemanden in ihr Zimmer, der nicht von mir autorisiert wurde..“ befahl Kim freundlich. Der Arzt versprach es zu tun und Kim fuhr zurück zu Semir um ihm die Nachricht zu überbringen. Als sie im Wagen saß versuchte sie Ben zu erreichen. Nichts…Ben meldete nicht. „Verdammt noch mal wo steckt der denn?“ fauchte sie wütend. Sie fuhr wenig später auf den Parkplatz wo Herzberger, Bonrath und Hartmut standen. Kim stieg aus und sah die Drei an. „Hartmut…ich brauche Ihre Hilfe…ich denke die Beiden haben Sie bereits informiert...?“ fragte sie nach. „Ja…aber das ist kompliziert…also ich habe es den Beiden schon versucht zu erklären..“ fing Hartmut an. Kim sah ihn an und er schwieg. „Geht etwas oder nicht?“ wollte sie wissen. „Nun ja…aber nicht in fünf Minuten..“ nickte Hartmut. „Dann los!“ befahl Kim. Hartmut erklärte ihr was er vorhatte.

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  • Während Kim die Leute draußen instruierte saß Semir in seinem Stuhl. Die rechte Hand war nach wie vor gefesselt und er spürte Müdigkeit vom Nichtstun. „Warum tun Sie das wirklich? Warum sagen Sie uns nicht was Sie wollen und wir reden darüber?“ harkte er nach einer Weile des Schweigens nach. „Ben Jäger muss für das, was er mir angetan hat büßen. Er ist Schuld an dem Unglück was ich erleiden musste…“ stieß die Stimme wütend aus. „Was hat er denn getan?“ harkte Semir nach und hatte wirklich Interesse an dem was diese Person dort zu dem bewegte was nun geschah. „Du willst mich einlullen…das funktioniert nicht…ich lasse mich nicht von dir einwickeln. Also lass die psychologische Schiene. Sie steht dir eh nicht Semir. Ben hat mir das Wichtigste genommen….und ich werde ihm das nehmen…“ versprach der Unbekannte. „Was habe ich mit der Sache zu tun? Vor sieben Jahren war Ben nicht bei uns…“ wollte Semir wissen. „ich weiß…aber du bedeutest ihm viel und das ist Bens wunder Punkt. Wo ist er?“ fragte die Stimme nun. „Das weiß ich nicht…er ist vor Stunden raus und…“ gab Semir gepresst zurück. Kim betrat das Büro. „Chefin… wo ist Ben?“ wollte er von ihr wissen. „Ich weiß es nicht. Es gibt keine Rückmeldung von ihm und er meldet sich immer noch nicht.“ kam leise von Kim. Sie legte etwas auf den Tisch und mahnte Semir mit Blicken nicht zu fragen. Er verstand und nickte kurz. „Holt mir Ben her! Ich will das er zu dem steht, was er getan hat!“ forderte die Stimme auf. „Wir wissen nicht wo er ist…“ gab Kim bekannt. „Dann sucht ihn! Ich will ihn hier haben!!“ schrie die Stimme hysterisch. Semir sah Kim an. Diesmal kam etwas von der normalen Stimme. Kim nickte. Eine Frau…formulierte sie mit den Lippen. „Chefin…..“ riss Bens Stimme die Beiden aus einem Zwiegespräch welches mit Blicken geführt wurde. Kim ruckte herum „Ben!! Wo zum Teufel waren Sie?“ schrie sie ihn wütend an. „Ich…ich habe…“ fing Ben an. „Er war bei einem alten Freund nicht wahr, Ben…du hast ihn besucht…nach sieben Jahren hast du ihn zum ersten Mal besucht…“ verhöhnte die Stimme.


    Semir sah seinen Partner an. „Bist du okay?“ wollte er wissen. Ben schüttelte den Kopf. „Ich denke ich weiß warum es passiert…und unser Freund am anderen Ende heißt entweder Helene, Ariane oder Jacob…“ stieß Ben aus. „Wie kommst du darauf?“ harkte Semir nach. „Ich war bei Michael Bonners…mein ehemaliger Ausbilder, der aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl gelandet ist…“ fing Ben an. „Unfall? Es war kein Unfall!! Du bist daran schuld!!“ schrie die Stimme wütend. „Ich war der Auslöser ja…aber nicht der Schuldige….Michael hat mir nie die Schuld gegeben..nie….aber du….du denkst es und steigerst dich da rein…warum?“ forderte Ben den Gegner auf. „Du hast mir alles kaputt gemacht!! Alles!!!“ schrie die Stimme. Semir sah Ben an. „Mach weiter…sie wird unvorsichtig..“ stieß er leise aus. „Sie?“ fragte Ben nach. „Ja..wir wissen mittlerweile dass es eine Frau ist..“ kam nun von Kim. „Hör mir genau zu….ich habe damals genügend Gewissensbisse gehabt, als es mit Michael passierte…aber ich kann die Uhr nicht zurück drehen. Hör auf mit dem Wahnsinn….Semir ist Familienvater…willst du einen Unschuldigen töten?“ wollte Ben wissen. „Du hättest niemals Polizist werden dürfen..niemals. Du hast mir das Liebste genommen was ich wollte. Warum hat Gott das nicht verhindert? Ich weiß es…Gott ist ein Dämon, der die Menschen versklavt…er verbietet Liebe…und deshalb ist es geschehen..“ stieß die Person aus. „Lass es…Michael hat sich damit abgefunden, warum nicht du Helene? Du hast mich schon vor dem Krankenzimmer von ihm verurteilt…ich habe dir gesagt, dass es mir Leid tut…aber ich kann es nicht mehr ändern…“ kam leise von Ben. Die Unbekannte sagte nichts mehr. Semir sah ihn an. „Helene?“ harkte er nach. „Die Exfrau von Michael Bonners….“ nickte Ben. Endlich hatte die Unbekannte einen Namen. „Was ist damals passiert Ben?“ harkte Kim nach. „Es ist lange her….“ wich Ben aus. „Aber ich weiß wo ich suchen muss….“ Gab er bekannt und rannte raus. „BEN!!! Nicht allein!! Ben!!“ schrie Semir hinter ihm her und wäre am liebsten aufgesprungen.

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  • Ben fuhr zu Andrea. Sie musste wissen was mit Semir war und das er vermutlich heute nicht nach Hause kam. Er bemerkte nicht, dass er seit seiner Abfahrt verfolgt wurde. Er hielt vor Semirs Haus und sah gerade wie Andrea vom Einkauf kam. „Ben? Was machst du denn hier?“ fragte sie erstaunt als er ausstieg. „Andrea…ich…“ fing Ben an und nahm der Ehefrau seines Partners die Taschen ab. „Ist was mit Semir?“ fragte Andrea weiter. Ben nickte. Andrea blieb stehen. „Was ist es diesmal? Kugel in der Schulter? Beinbruch….oder Gehirnerschütterung?“ harkte sie nach. „Weder noch..lass uns reingehen…“ bat Ben. Andrea sah ihn ängstlich an. „Sag nicht, dass …. ist er… ich…“ fragte sie vorsichtig. „Nein… nein… er ist nicht tot… nein… beruhige dich….er sitzt auf einer Bombe und …das ist meine Schuld…“ erklärte er nun. „Auf einer Bombe? Aber ihr habt doch gerade neue Möbel bekommen! Wie kann das denn sein?“ harkte sie nach. „Das wissen wir nicht….aber wir sind dabei und werden denjenigen finden…“ versprach Ben. „danke…Ben….Wie viel Zeit bliebt ihm?“ wollte sie noch wissen. „Als ich weg bin waren es 72 Stunden…denke ich..ich bin jetzt seit sechs Stunden insgesamt unterwegs..und…“ erklärte Ben als er auf die Uhr sah. „Okay….was kann ich tun?“ fragte Andrea jetzt. „Nichts…nur abwarten…ich wollte nur, dass du weißt das wir alles tun…um Semir von dem heißen Stuhl zu bekommen…und dann werden wir den Schuldigen finden…“ versprach er erneut. „Und was ist mit Semir? Wie lange soll er denn dort so sitzen...was wenn es schief geht…?“fragte sie ängstlich. „Das wird es nicht….bitte verschließ die Türen und lass niemanden rein….auch wenn ich es nicht glaube, aber der Mistkerl könnte auch dich und die Kinder gefährden..“ bat Ben. Andrea nickte und verschloss nachdem Ben gegangen war alle Türen. Wieder einmal musste sie die Kinder im Haus halten…


    Helene und Ariane sahen den Priester an. „Du weißt was es heißt als Priesterin unseren Herrn zu dienen?“ fragte er und sah Ariane an. „Ja Meister…ich weiß es…ich werde alles tun um den Herrn glücklich zu machen..“ versprach das Mädchen. „Du weißt auch, dass du die Weihe über dich ergehen lassen musst und dies als unberührte Jungfrau tust?“ harkte der Priester nach. „Ja Herr….das weiß ich…“ bestätigte Ariane. „du schwörst unberührt zu sein? Helene…kannst du das bestätigen?“ kam die nächste Frage. „Herr…das kann ich…meine Tochter ist rein…..und unberührt….“ Bestätigte Helene. „Dann fehlt uns nur noch das Opfer für die Weihe….da du Ariane in den Stand der Priesterin treten willst musst du dir ein Opfer auswählen….wer soll es sein?“ wollte der Priester wissen. „Ich forderte Ben Jäger als Opfer…“ kam klar und deutlich von Ariane. „Warum?“ fragte nun der Priester. „Weil er mir das Liebste genommen hat, was mir alles bedeutete…er hat zerstört und er muss gereinigt werden…“ erklärte Ariane. „Nun so sei es….weißt du wo Ben Jäger sich aufhält?“ „Ja….das weiß ich und ich bitte dich oh Herr..sende deine Boten aus um ihn zu uns zu bringen…die Reinigung werde ich so wie es im Buch der Bücher steht vornehmen…“ erklärte Ariane und sah ihn bittend an. „Nun so sei es…ich werde die Boten aussenden um das Opfer zu holen….bereite du die Reinigungszeremonie vor….wir werden in wenigen Tagen damit beginnen…und vergiss nicht…auch du musst gereinigt sein…gereinigt von Hass und Rache….gereinigt von Wut und Angst…gereinigt von allem negativen…wird das Opfer dir diese Last abnehmen?“ harkte der Priester nach und hob den Kopf von Ariane leicht an. „Ja Herr….das wird er…“ versprach sie. „Dann geht….in wenigen Stunden werden wir die Reinigung beginnen…“ versprach der Priester und wandte sich wieder ab. Helene und Ariane verließen den Raum.

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  • euer Betteln wurde erhört :D:D:D



    Ben versprach Andrea Semir aus der Situation zu holen und fuhr wieder auf die Autobahn. Von Michael hatte er eine Adresse bekommen wo angeblich Helene mit den Kindern wohnte. Nach einigen Kilometern sah er im Rückspiegel dass ein dunkler Wagen scheinbar an ihm klebte. Die Fahrweise war normal. Nicht zu schnell nicht zu langsam. Dennoch zog er Bens Aufmerksamkeit auf sich. „Verfolgst du mich etwa?“ fragte er leise. Er wollte es testen und fuhr die nächste Ausfahrt raus. Tatsächlich folgte der Wagen in einem gebührenden Abstand. „Na warte..“ knurrte Ben und fuhr in eine Seitenstraße. Er hielt vor einem der kleineren Häuser und stieg aus. Der Wagen fuhr an ihm vorbei um dann ebenfalls zu parken. „Okay…dann wollen wir uns doch mal unterhalten…“ dachte Ben leise und tat als würde er eines der Häuser betreten. Doch er schlich um eines der Häuser um dann wieder etwas weiter weg auf der Straße zu treten. Mit schnellen Schritten ging er auf den Wagen zu, zog seine Waffe und riss unvermittelt die Fahrertür auf. „SO! Aussteigen!!“ schrie er wütend und packte den Fahrer am Kragen. „Was soll das?“ fragte eine zierliche Frau ängstlich und hob die Hände. Die Augen waren vor Schreck weit aufgerissen. „Sie verfolgen mich schon eine ganze Weile! Hätten Sie die Güte mir das zu erklären?“ fauchte Ben sie an. „Ich…ich verfolge Sie nicht…ich wohne hier..“ stammelte die Frau. „Dann können Sie das sicher beweisen oder?“ harkte Ben nach. „ja sicher…ich..ich mein Ausweis…bitte..“ stammelte die Frau und kramte in der Handtasche. Mit zitternden Händen reichte sie ihm den Ausweis. Ben nahm ihn und sah sich die Adresse an. Es stimmte…die Frau wohnte tatsächlich hier. „Entschuldigung….“ murmelte er, steckte die Waffe weg und ging wieder zu seinem Auto. Er hatte die Frau zu Tode erschreckt und dabei eine Unschuldige erwischt. Die Sache geht dir etwas an die Nerven….dachte er leise und fuhr wieder zurück auf die Autobahn.


    Mandy Steiner atmete auf und sah dem jungen Mann nach. Was für ein dämlicher Kerl…dachte sie nur und stieg wieder ein. Sie nahm das Handy und wählte die ihr bekannte Nummer. „Ariane..ich bin es….ja…es hat alles geklappt. Er hat den Sender…Nun hol dir den Mistkerl“ stieß sie aus. „Du bist ein Schatz. Wenn ich erst einmal Priesterin bin, werde ich dich ebenfalls zur Dienerin des Herrn erwählen. Und dann bist du mir ebenbürtig.“ Gab Ariane zu verstehen. „Nein…niemals… wie hättest du wissen können, das er auf genau die Straße fährt die im Ausweis stand. Das wissen nur mächtige Wesen. Du kannst die Zukunft sehen. Ich bin schon froh, erwählt zu sein, dir zu dienen…“ gab Mandy zurück. „Komm jetzt zu uns. Heute Abend werde ich mir Ben Jäger holen. Niemand kann mich von der Rache befreien außer er. Er wird für das bluten, was er mir und meiner Familie angetan hat.“ erklärte Ariane. „Ich werde in wenigen Minuten bei dir sein…meine Herrin…“ hauchte Mandy ins Gerät und startete den Motor. Sie hatte ihre Arbeit getan. Was nun kam, war nicht mehr ihr Part. Das musste Ariane und ihre männlichen Helfer erledigen. Mandy fuhr zurück zur Unterkunft der Sekte. Eine alte Villa die schon baufällig war. Jeder der sich nicht auskannte würde das Gemäuer nicht betreten. Mandy sah sich um, bevor sie auf die Einfahrt fuhr. Sie stieg aus und ging hinter das Haupthaus. Dort führte eine kleine Klappe im Garten zu dem unterirdischen mit vielen Gängen versehenen Versteck der Sekte. Bisher konnte die Polizei nichts gegen sie unternehmen und das würden sie auch in Zukunft nicht. Die Priester und Priesterinnen des Mondgottes verhinderten das, indem sie ein unsichtbares Feld über das Gelände ausbreiteten, was Ungläubige nicht überwinden konnten.

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  • Ariane sah Jacob an. „Du hast es mir versprochen...“ sagte sie ihrem jüngeren Bruder. „Ja… Ariane…das habe ich, aber ich weiß das es falsch ist. Du musst aufhören zu hassen. Es bringt dir nichts wenn du Ben Jäger tötest…das gefährdet nur deine Zukunft…“ versuchte Jacob seine Schwester zu überzeugen. „Nein…du verstehst es nicht. Ben Jäger ist das Opfer für meine Ernennung zur Priesterin. Das ist das Höchste was mir passieren kann…ich brauche ihn. Bitte Jacob…hilf mir…es ist mein Traum…“ bettelte sie. Jacob sah sie an. „du wirst höchstens die Sklavin von diesem Martin…der euer angeblicher Priester ist..“ fauchte er zurück. „Nein…es ist mein Glaube…mein verstehst du…ich glaube daran… Du hast es doch auch getan….du bist auch dabei…als das mit Vater passierte…da….du musst mir helfen. Nur ihn herbringen…alles Andere mache ich…aber du musst ihn herbringen..hier..das ist seine Handynummer…ruf ihn an und behaupte du weißt was….er wird kommen….schon allein um seinen Partner zu finden…“ erklärte Ariane. Jacob atmete tief ein. „Du weißt genau, dass es Sünde ist einen unschuldigen zu töten. Gerkan ist unschuldig. Er hat nichts mit der Sache von Damals zu tun. Er ist lediglich ein Kollege…“ gab Jacob zurück. „Du bist schwach…Jacob….Gerkan wird nichts passieren. Das verspreche ich. Wir sind Geschöpfe des Mondes und wir haben uns zum Ziel gesetzt unseren Willen zu bekommen. In unserer Gesellschaft ist kein Platz für Versager…“ erklärte Ariane. „Du bist genauso verblendet wie Mama. Diese Sekte hat euch kaputt gemacht. Was meinst du wie lange die Kollegen von Gerkan und Jäger brauchen um herauszufinden wer dahinter steckt? Hältst du sie für so dumm?“ harkte er nach. Ariane atmete ein und sah ihn an. „Tust du es oder nicht?“ wollte sie wissen. In ihrer Stimme lag es unheimliches. Eine Macht die Jacob einen Schauer über den Rücken laufen ließ. Jacob nickte. „also gut…ich werde ihn dir bringen…mehr nicht…alles Andere ist mir nicht bekannt….“ Gab er klein bei. „So ist es richtig….du wirst ihn für mich einfangen. Die Kiste dort ist groß genug. Du wirst ihn fesseln und darin aufbewahren. Leih dir einen LKW womit du die Kiste transportieren kannst. Ich kann dir keine Leute zuteilen. Ich will ihn in vier Stunden in meiner Gewalt haben und mit der Reinigung anfangen..“ befahl Ariane. Jacob sah sie an. „Was ist nur aus dir geworden. Vater würde es nicht wollen….er hat Ben verziehen. Warum kannst du es nicht?“ fragte er leise. „Weil er mir alles genommen hat, was ich liebte. Vater wollte mir mit reiten gehen…mit mir schwimmen…er wollte so vieles tun und nur weil Ben Jäger seinen Dickschädel durchsetzen musste, ist er nun ein Krüppel!“ fauchte Ariane voller Hass. Sie wusste genau, das Jacob das was sie wollte, tun würde.


    Ben wählte Kim an und teilte ihr mit dass er mit Andrea gesprochen hatte und nun zu der Adresse von Helene Bonners fahren wollte. „Ben...Sie werden auf gar keinen Fall allein fahren. Warten Sie auf Herzberger und Bonrath!“ befahl Kim. „Okay Chefin...“ gab Ben durch und hielt vor dem Haus wo Helene Bonners mit den Kindern wohnen sollte. Obwohl er genau wusste dass es verboten war, ging er allein zum Haus. Als er klingelte sah er Jacob Bonners in einem Lieferwagen ankommen. Dieser zuckte kurz zusammen, als er Ben sah. „Was willst du denn hier?“ fauchte der junge Mann ihn an. „Jacob... wo ist dein Mutter... ich muss mit ihr reden..“ bat Ben und reichte dem Mann die Hand. Doch Jacob übersah sie. „Sie wohnt nicht mehr hier. Ich wohne hier allein..“ gab Jacob von sich. „Wo kann ich sie finden? Es ist wirklich sehr wichtig...“ versuchte er. „Keine Ahnung...ich bin schon lange nicht mehr bei ihr gewesen..“ knurrte Jacob und schloss die Tür auf. Ben hielt ihn am Arm fest. „Jacob... deine Mutter hat meinen Kollegen in ihrer Gewalt...wenn du mir nicht hilfst, dann muss er sterben..“ versuchte Ben zu erklären. Jacob riss sich mit einer harschen Bewegung los. „Was geht mich das an? Meine Mutter hat ihn sicher nicht entführt..“ fauchte Jacob. „Nein... das stimmt...er sitzt in seinem Büro...auf einer Bombe....das ist auch Freiheitsberaubung...wo ist sie?“ wiederholte Ben. Jacob atmete tief ein. „also gut...komm rein..“ bot er Ben an. Er schloss die Tür auf und lächelte den Hauptkommissaren an. Ben betrat die Wohnung vor Jacob. Ein Geräusch ließ ihn herumfahren, doch es war zu spät. Er sah noch das höhnische Grinsen von Jacob, als ihn die Faust traf und Ben in die Dunkelheit abglitt. „Ich führe nur meinen Job durch.....“ hörte er noch. Ben versuchte sich gegen die Bewusstlosigkeit zu wehren. Ein zweiter Schlag von Jacob ließ diese Bemühung jedoch im Keim ersticken.

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  • Dieter und Hotte kamen eine knappe viertel Stunde nach Ben in der Straße an. „Da steht sein Wagen..“ meinte Hotte und wies in die Richtung. „Ja....nur wo ist er?“ stellte Dieter die Frage. Hotte griff zum Funk und rief Ben über das Gerät. Dieter lachte leise. „Er ist nicht im Wagen....warum rufst du ihn über Funk. Nimm das Handy....“ schlug er vor. „Danke für den Hinweis..“ knurrte Hotte leise. ER ließ nach fünf Minuten das Handy sinken. „Ben meldet sich nicht. Hoffe nur, er hat sich nicht dazu hinreißen lassen den Befehl zu ignorieren...“ murmelte Hotte nachdenklich. „Och nee...nicht schon wieder...“ stöhnte auch Dieter. „Wo sollen wir denn suchen?“ hängte er fragend an. „Hmm....Ben hat die Adresse nicht angegeben. Nur die Straße....verdammt das kann Stunden dauern...die ganzen Häuser hier zu durchsuchen..“ stöhnte Hotte. „Dann sollten wir anfangen..“ schlug Dieter vor. Sie stiegen aus und gingen zunächst zu Bens Wagen. „Wenn er offen ist, dann können wir sicher auch die Adresse finden..“ murmelte Hotte und zog an der Tür des Mercedes. Sie war verschlossen. Sie gingen ziemlich verloren durch die Straße und hofften etwas zu erkennen. Nach einer Weile stöhnte Hotte auf. „Ich kann nicht mehr....“ Dieter lachte leise. „Hör mal...du bist doch kein Rentner...wir müssen noch einiges durchforsten..“ mahnte er seinen beleibten Partner. „Ich habe seit heute Morgen um fünf nichts mehr gegessen...das ist jetzt genau sechs Stunden her...Susanne wurde verletzt, Semir sitzt auf einem Stuhl mit ner Bombe...Ben ist verschwunden. Das schlägt mir auf den Magen. Ich muss ihn füllen, damit ich nicht vollständig zusammenbreche.“ stöhnte Hotte. „Du verhungerst schon nicht. Versuch lieber noch mal Ben zu erreichen..“ mahnte Dieter ihn an. Hotte tat es, doch das Ergebnis blieb das Gleiche. Ben meldete sich nicht. „Fragen wir den jungen Mann doch mal da drüben..“ schlug Hotte vor, als er sah wie sich ein Mann mit einer scheinbar schweren Kiste abmühte.


    „Tut mir echt leid Ben…aber Ariane fordert dich und ich habe ihr damals versprochen alles zu tun, damit sie bekommt was sie will.“ Erklärte Jacob während er den bewusstlosen Ben Jäger fesselte, knebelte und in eine Kiste steckte. „Du bist ganz schön schwer…“ stöhnte er leise. Zum Schluss nahm er noch einen Schal den er zur Augenbinde missbrauchte. So war Ben Jäger völlig hilflos. Nun hieß es aber, die Kiste in den Wagen zu bekommen. Jacob sah sich um und entdeckte die alte Sackkarre. „Das ist es….nicht weglaufen..“ lachte er und holte den Karren. Nun musste er seine „Ware“ nur noch etwas verdecken, für den Fall, dass jemand zu neugierig war. Wie gut, dass er so viele Bücher hatte. Jacob nahm eine alte Decke und breitete sie über Ben aus. Dann ließ er ein paar Bücher auf die Decke fallen und bedeckte so den Körper teilweise. Niemand würde in dieser Kiste wühlen. Jacob ließ den Deckel der Kiste zufallen und machte sich daran diesen mit Nägeln zu verschließen. Dann endlich konnte er die Kiste mit dem Karren raus schaffen. Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass es so schwer wurde. Die Hebebühne seines kleinen Lasters war uneben und nicht so einfach zu überwinden. Mit beiden Händen versuchte er die Kiste auf dem Karren zu lassen und gleichzeitig auf die Bühne zu ziehen. „Können wir Ihnen helfen?“ riss eine Stimme ihn aus seinem Tun. Jacob sah sich erschrocken um. „Was?“ fragte er und sah in das Gesicht zweier Polizisten in Uniform. Verdammt… wenn die reinschauen, dann…, dachte er. „Na..bei der Kiste…können wir Ihnen helfen?“ wiederholte der dicke Polizist die Frage. „Ähm…ja…gern..“ schlug Jacob ein. „Wo soll die Kiste denn hin?“ kam nun von dem in die Länge gewachsenen Polizisten. „Dort in die Ecke auf dem LKW…meine Bücher….ich…ich bin Student..“ erklärte Jacob schnell. „Was studieren Sie denn?“ kam die nächste Frage. „Ich bin…Historiker..also will ich werden…“ erklärte Jacob. „Ach..die Geschichte…ja ja….das ist ein sehr interessantes Gebiet..“ schwärmte der Dicke. „Nun ja…ziemlich trocken….“ Lachte Jacob. Vereint schafften sie die Kiste in den LKW. „Danke….das war sehr nett...“ meinte er und verabschiedete sich. Schnell war er eingestiegen und rauschte mit seiner „Ware“ davon.

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  • „Was für ein netter Mensch….ach ja…da werden Erinnerungen wach..“ stöhnte Dieter und sah dem Wagen nach. „Ach Mensch Dieter…wir hätten ihn fragen sollen, ob er Ben gesehen hat…“ kam von Hotte. „Na dann gehen wir doch mal auf diesem Hof...vielleicht ist Ben dort…“ schlug Dieter vor. Sie gingen in die Wohnung die von der Straße abgewandt in einem Hinterhof lag. Auf der Klingel stand das Schild Jacob Bonners. „Bonners…der Name sagt mir was…“ murmelte Hotte leise. Dieter lachte leise. „Ja..so heißt der Kerl der uns immer die netten Hamburger macht…an der A3…“ gab er zurück. „Ach ja…siehst du..ich hab Hunger..“ lachte Hotte zurück. „Ich rufe ihn noch einmal…“ meinte er anschließend und griff zum Funk.“Ben? Cobra 11 für Cobra 17…wo steckst du?“ fragte er nach. Keine Antwort. „Versuch du mal ihn über das Handy zu bekommen..“ bat er Dieter. Dieser wählte Bens Nummer an und hörte ein Klingeln. Sie drehten sich um. Hier in der Wohnung war Ben nicht. Aber das Klingeln kam eindeutig aus dem Raum hier. „Verdammt….“ stieß Dieter aus und ging dem Klingeln nach. Unter der Couch fand er das kleine Mobiltelefon. „Hotte! Ich hab es….Ben muss was passiert sein…“ stieß er aus und hob das Handy hoch. „Mein Gott….aber wo ist er?“ wollte Hotte wissen. „Keine Ahnung…lass die Spurensicherung kommen..“ empfahl Dieter. Hotte tat was gesagt wurde und ließ die Truppe anrücken. Während Dieter sich umsah machte Hotte eine beunruhigende Entdeckung. „Dieter…hier..sieh dir das an…überall Holzfasern….da Nägel…und hier… oh mein Gott…das ist Blut…“ stieß er aus und tippte in eine rötliche kleine Pfütze. Es war klebrig und roch nach Blut. Hotte sah Dieter an. „Du willst doch nicht sagen, dass….also…ich meine…der Student?“ harkte Dieter nach. „sieht ganz so aus….hast du das Kennzeichen?“ wollte Hotte wissen. „Nein….ich….wer kann sowas denn auch ahnen..“ stieß Dieter sofort zur Verteidigung aus. „Schon gut….nur wie erklären wir es Semir und der Chefin?“ fragte Hotte nach. Doch auf diese Frage wusste auch Dieter keine Antwort.


    Kim war noch einmal nach draußen gegangen und traf dort auf Andrea die sie sorgenvoll anblickte. „Frau Krüger....?“ fragte sie. „Frau Gerkan... wir versuchen alles um Ihren Mann von dem Stuhl zu bekommen. Aber wir müssen dazu erst einmal sicher sein, dass der Erpresser ihn nicht beobachtet. Derzeit besteht keine Chance.“ erklärte sie ruhig und sachlich. „Kann ich zu ihm?“ bat Andrea. Kim schüttelte den Kopf. „Der Erpresser fordert, das niemand das Büro betritt außer mir und Ben..“ gab Kim bekannt. Andrea sah sie an. „Bitte...dann vom Fenster aus...ich...ich muss zu ihm...bitte...“ flehte sie. „also gut... vom Fenster aus...“ kam von Kim. Andrea ging zum Fenster von Semirs Büro. Kim sah Hartmut an. „Wie sieht es aus?“ wollte sie wissen. „Es ist verdammt kompliziert. Diese kleine Kamera ist schwer zu erfassen. Aber ich hab ein Signal... und das versuche ich nun irgendwie zu erfassen.“ murmelte Hartmut und sah auf eines der technischen Spielzeuge vor ihm. „Hey...was ist das?“ stieß er aus. Kim sah ihn an. „Was denn?“ harkte sie sofort nach. „Die Kamera wechselt das Signal...na warte...nicht mit Hartmut Freund....so einfach wirst du mir nicht entkommen..“ knurrte er und tippte auf eine kleine Tastatur herum. Kim schüttelte den Kopf. „Frau Krüger?“ riss ein Mann sie aus den Gedanken. „Ja?“ fragte sie nach. „Hornbach...Sprengstoffkommando. Man sagte uns, dass es hier eine Bombe gibt, die entschärft werden muss.“ Stellte sich der Mann vor. „Ähm...ja...nur derzeit ist nichts zu machen. Ein Kollege sitzt im Büro auf der Bombe und wird von einem Erpresser, der uns immer noch keinen Grund genannt hat, quasi festgehalten.“ erklärte Kim kurz und sachlich. „Das ist übel...Zeitzünder?“ harkte Hornbach nach. „Ja...die Uhr stand eben bei 62 Stunden und läuft weiter. Vermutlich wird die Bombe auch dann gezündet wenn er aufsteht....“ nickte Kim. „Gut...dann können wir im Augenblick nur warten..“ stöhnte Hornbach. „Nun...Herr Freund hier will versuchen das Signal der Kamera auf eine Endlosschleife zu spielen. Das dauert aber noch einiges...“ erklärte Kim weiter.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Hartmut frömmelte an seinen Anlagen herum. „Wie konnte der Typ eigentlich wissen, das Semir und Ben die Plätze tauschen?“ wollte er wissen, nachdem Kim ihn in die Probleme eingewiesen hatte. „Er hat es nicht wissen können….der Stuhl der an Semirs Seite stand war ebenfalls mit einer Bombe gespickt. Nur scheint dort der Zünder nicht zu funktionieren. Hornbach hat den Stuhl rausgeholt und die Bombe entschärft….also er wollte es… und dabei hat er festgestellt, dass die Bombe inaktiv ist…“ erklärte Kim. „Ich hab es…so…ich werde jetzt die Schleife aufnehmen. Ich denke in gut zwei Stunden haben wir es geschafft…“ lächelte Hartmut. Kim klopfte ihm auf die Schulter. „Das ist sehr gute Arbeit…“ lobte sie ihn. „Kein Ding….für Semir und Ben tu ich es ständig…auch wenn dann kein Lob kommt..wie vor kurzem als Semir wieder eine Beule in den BMW fuhr…..die hab ich im Nullkommanichts ausgebügelt…wie gut das der Baum an der Autobahn nicht reden ka…..“ Hartmut stoppte. Kim sah ihn an und lächelte. „Schon gut…ich verrate nichts…“ gab sie zurück. „ähm…ich…also….“ Stammelte Hartmut. Er hatte in seinem Redewahn Semir verpfiffen. Das dürfte dann wohl ein Donnerwetter geben….


    „Andrea!! Was machst du denn hier?“ wollte Semir wissen, als Andrea ihn durch das offene Fenster ansah. Semir gefiel es überhaupt nicht, das seine Frau hier war. „Ben …er hat mir gesagt, was hier abgeht…Semir…ich… ich wollte sehen ob es dir gut geht..“ kam traurig von seiner Frau. „Mir geht es gut….geh bitte wieder. Ich weiß nicht wie der Mistkerl auf der anderen Seite reagiert, wenn er dich sieht..“ bat Semir. Andrea stutzte. „Er sieht dich? Er sieht einfach zu, wie du auf der Bombe sitzt? Wo ist er? Wer ist er?“ harkte Andrea nach. „Ich weiß es nicht…aber es hat was mit Ben zu tun…“ gab Semir offen zu. „Tu nicht so bescheiden…du weißt genau, dass es mit Ben zu tun hat…..“ kam eine für Andrea fremde Stimme. „Sie halten meinen Mann fest!! Was zum Teufel wollen Sie? Sind Sie zu feige Ihr Gesicht zu zeigen? Können Sie sich nur mit solchen ….absurden….Machenschaften Geltung verschaffen?“ fauchte Andrea wütend. Semir sah sie erschrocken an. Seine Frau war meistens impulsiv, aber hier war er doch erstaunt, dass sie sich nicht zurück hielt. Immerhin saß er auf der Bombe und wusste nicht, was der Gegner nun dachte und wie er handelte. „Bitte….Andrea…wir wissen nicht wie er auf diese Angriffe reagiert…er…ist am längeren Hebel…“ ermahnte Semir seine Frau. Am liebsten hätte er sie in den Arm genommen, aber die Handfessel und die Bombe hinderten ihn daran. Er wusste nicht ob er sich bewegen durfte, selbst wenn es nur das rollen war. „Ben sagte mir auch das Susanne verletzt ist...ich werde gleich ins Krankenhaus fahren..“ gab Andrea bekannt. „Tu das... und bestellt ihr liebe Grüße von mir..“ lächelte Semir. Andrea nickte. „Ich habe Angst Semir...“ kam von ihr. „Wird schon gut gehen. Wann war Ben bei dir?“ wollte Semir wissen. „Vor ungefähr drei Stunden. Warum?“ harkte Andrea sofort nach. „Weil wir ihn nicht erreichen können. Und diese ganze Sache mit etwas aus Bens Vergangenheit zu tun hat. Susanne liegt im Krankenhaus...ich darf mich nicht bewegen...ich kann nicht mal am PC was machen, weil er blockiert ist...“ stieß Semir verzweifelt aus. „Dann kann ich doch am Computer herausfinden...“ schlug Andrea vor. „Du wolltest zu Susanne...“ gab Semir zu bedenken. „Sie ist heute sicher froh wenn sie ausruht... wonach suchen wir?“ wollte sie wissen. „Ich muss wissen was damals passiert ist. Gehe Bens Akte durch...vielleicht finden wir etwas..“ bat Semir. Andrea nickte.“Ich werde sofort anfangen...wie früher...“ lachte sie leicht. „Wie früher...“ bestätigte Semir und sah sie an.. „Ich liebe dich...“ sagte er deshalb. Andrea nickte. „Ich weiß...“ gab sie zurück.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Ben kam langsam zu sich. Er versuchte sich zu bewegen, doch es ging nicht. Seine Arme klebten regelrecht an seinem Körper und auch die Beine waren nicht fähig sich zu strecken. Er spürte die ungewöhnliche Haltung des Körpers genau. Sein Gefängnis war viel zu klein für ihn. Sehen konnte er nichts. Das lag zum einen an der Augenbinde die er trug und zum Anderen, dass kein Lichtstrahl in die Kiste drang. Auch das Klebeband über seinem Mund ließ ihn nicht ohne Beschwerden. Das Klebemittel zerrte an seinen Barthaaren wenn er den Kopf bewegte. Er blieb ruhig liegen bis er einen Ruck bemerkte. Verdammt was war passiert? Er ... er war doch bei Jacob Bonners...und als...er sich mit ihm unterhalten wollte, gab es einen heftigen Schmerz. Sollte Jacob da mit drin stecken? Sein Gefängnis wurde unsanft abgelassen und der Ruck ließ in Ben die Erinnerung an dem Sarg wieder kommen. Dieser verdammte Tag im Sarg, dem er Wolf Mahler zu verdanken hatte. Panik stieg in ihm auf. Die Luft wurde eng und er glaubte ersticken zu müssen. Alles in ihm verkrampfte sich. Nur langsam bekam er sich wieder in den Griff. Ben schloss die Augen und konzentrierte sich auf seine Atmung. „Ruhig Junge…..ganz ruhig….es ist kein Sarg…das ist nicht wie damals…“ sagte er leise zu sich. Ein Rucken ging durch das Etwas, das ihn umgab. Ben atmete heftig ein. Was passierte nun? Er spürte dass der Sarg oder in was er auch lag bewegte. Leichte Schaukelbewegungen waren deutlich zu spüren. Was passierte nun? Ein zweiter Ruck ließ Ben leise aufstöhnen, denn sein Rücken machte mit den harten Wänden seines Gefängnisses Bekanntschaften. Scheinbar wurde dieses gerade abgestellt. „so…hier hast du ihn. Ich bin wieder weg. Was jetzt kommt ist nicht meine Sache..“ hörte er eine dumpfe Stimme. Er konnte nicht sagen, ob es Jacob Bonners war oder nicht


    Hotte sah Dieter schweigend an. Auch dieser war in Gedanken versunken. Wie sollten sie Kim Krüger und Semir erklären, dass sie bei der Entführung von Ben geholfen haben? „Mensch…Dieter…was sagen wir denn jetzt der Chefin und Semir? Wir können doch nicht sagen, dass wir dem Entführer geholfen haben, Ben zu verladen….“ stieß Hotte auf der Rückfahrt zur PAST aus. „Wir werden es so sagen wie es ist…wir haben Ben gesucht aber nichts gefunden außer sein Handy. Die Wohnung war schon leer. Es ist doch nicht einmal sicher, ob der junge Mann da wirklich Ben entführt hat. Mit solchen Anschuldigungen sollte man vorsichtig sein..“ ermahnte Dieter. „Du hast gut Reden….Bens Handy…das Blut…und die Holzsplitter. Deutlicher geht es eigentlich gar nicht…“ stöhnte Hotte. „Wir wissen das Ben verschwunden ist….das Blut in der Wohnung kann von jedem sein….okay…das Handy…aber mal ehrlich…es könnte auch ein Fremdes sein..“ versuchte Dieter sich schön zu reden. „Das ist Bens Handy… ich hab es doch angerufen…. oh… verdammt… die Chefin…“ stieß Hotte aus, als sie den Parkplatz erreichten. „Lass mich nur machen…“ lächelte Dieter. Er sah Kim Krüger auf sie zukommen. Kaum hatte Hotte den Wagen angehalten ging schon die Tür auf. „Haben Sie Jäger gefunden?“ wollte Kim wissen. „Ähm..nein…in der Wohnung war niemand. Wir haben aber Bens Handy gefunden und Blutspuren. Hartmut ist bereits an der Arbeit..“ erklärte Dieter. „Haben Sie sonst jemanden gesehen?“ harkte Kim nach. „Nein….außer einem Studenten, der gerade umzieht…“ gab Hotte ehrlich zu. „Hat er was gesehen?“ fragte Kim. „Nein…also…wir haben ihn nicht gefragt… er war schon weg, als wir in die Wohnung gegangen sind...“ kam von Dieter. „Haben Sie wenigstens das Kennzeichen des Wagens mit dem der Mann gefahren ist?“ harkte sie nach. „Ähm..nein...“ gab Dieter zu. „Das Gesicht des Mannes?“ hoffte Kim. „Ähm….also…normal…würde ich sage…“ stammelte Hotte. Kim stieß einen undefinierbaren Laut aus. Das Handy von ihr klingelte. „Frau Krüger… Bernd Steger hier. Ich habe die Spuren aus der Wohnung gesichert. Das Blut stammt von Ben…. Die Holzsplitter die ich gefunden habe sind vermutlich von einer Transportkiste, die für Umzüge genutzt wird. Das Holzt ist in einem einwandfreien Zustand.“ erklärte Hartmut. Kim schloss die Augen. „Danke Herr Freund…“ sagte sie und legte auf. Sie sah die beiden Streifenpolizisten wüten an und stand auf. „ Was sind Sie doch für dämliche Idioten….“ stieß sie schnaubend aus. Dieter und Hotte sahen sich erschrocken an. „Meine Herren…ich habe eben die Bestätigung erhalten, dass es Bens Blut ist und die Holzsplitter stammen von einer Transportkiste für Umzüge…“ stieß sie aus. Dieter und Hotte sahen sich an. Sie mussten sich eingestehen, dass sie bei der Entführung von Ben sogar geholfen haben. Dann ging ihr Blick betroffen zu Boden. „Frau Krüger….ich…wir…es tut uns Leid…aber….wir machen alles wieder gut…versprochen…“ stammelte Dieter. „Was stehen Sie hier noch rum!! Gehen Sie zum Phantomzeichner und versuchen sich wenigstens etwas an den Mann zu erinnern!“ fauchte Kim sie wütend an und ging zu Semir.

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  • Semir sah auf als Kim eintrat. „Chefin..gibt es Neuigkeiten von Ben oder Susanne?“ fragte er sofort. Kim nickte. „Susanne geht es entsprechend. Ihr Bein ist kompliziert gebrochen und sie hat eine schwere Gehirnerschütterung…ein paar Schnittverlet-zungen im Gesicht, die aber wieder heilen…“ Kim machte eine Pause. „Und was ist mit Ben?“ harkte Semir nach. „Ben wurde scheinbar entführt. Herzberger und Bonrath haben sein Handy in eine Wohnung gefunden sowie Blut, was zweifelsfrei von Ben stammt…“ wieder kam eine Pause. Semir sah sie aufmerksam an. „Da ist doch noch was...“ stieß er aus. Kim lächelte nervös. „Ja….schon…es sieht ganz so aus, als hätten Herzberger und Bonrath bei der Entführung geholfen...“ hängte sie an. „Wie bitte?“ fragte Semir erstaunt nach. „Nun...vor dem Haus aus dem Ben entführt wurde, haben sie einem jungen Mann geholfen eine Kiste zu verladen. Diese Kiste ist vermutlich mit Ben gefüllt gewesen. Der Kriminaltechniker hat Holzfasern in der Wohnung und vor dem Gebäude gefunden, die ohne Zweifel zu einer Kiste gehören..bzw. zu einem Möbelstück. Herberger und Bonrath sind gerade beim Zeichner um ein Bild zu bekommen..“ gab Kim von sich. Semir sah sie an. „Das kann doch jetzt nicht wahr sein…das gibt es doch gar nicht...Diese Idioten…wenn ich hier runterkomme, dann….“ stieß er aus. „Scheinbar doch….“ bestätigte Kim. „Wie geht es ihnen?“ stellte sie die Gegenfrage. „Soweit gut…nur würde ich mich gern etwas bewegen. Aber der Kerl scheint nicht mich gemeint zu haben. Es war von Anfang an auf Ben gerichtet…seit kurzem spricht er nicht mal mehr mit mir….vermutlich weil er sein Ziel erreicht hat… Ich wünschte jetzt ich könnte mit Ben tauschen…“ gab Semir leise zurück. „Dann sollten wir nun anfangen….“ meinte sie. Semir nickte und rieb sich die Augen. „Müde?“ fragte Kim. „Ja…dieses Nichtstun ist langweilig…ich weiß nicht mal ob ich die Füße hochlegen kann ohne das ich damit einen Mechanismus auslöse…“ bestätigte er. Kim nahm einen Zettel und schrieb darauf. „Hartmut hat das Signal der Kamera…. Werden jetzt aufzeichnen…tun Sie als würden Sie schlafen und dann haben wir Sie bald vom Stuhl. Wir brauchen mindestens zwei Stunden Material…“ las Semir nur wenig später. Er sah sie an und nickte.


    Semir stieß ein leises Stöhnen aus, las Kim wieder gegangen war. „Wenn Ben und ich nicht die Stühle getauscht hätten, oder seine Bombe auch funktioniert hätte, wie wollten Sie ihn dann entführen?“ fragte er leise. Auch wenn er nicht damit rechnete eine Antwort zu hören. „Ich hätte einen Weg gefunden. Notfalls hätte ich die Bombe auf die er gesessen hätte, deaktiviert. Er wäre freiwillig zu mir gekommen, um dich zu retten. Semir…für dich tut er alles. Er würde für dich sein Leben geben. Wärest du auch dafür bereit?“ wollte der Erpresser wissen. „Was genau ist damals passiert?“ versuchte Semir wieder herauszufinden. Doch diesmal schwieg die Person am anderen Ende. „Wollen Sie es mir nicht erzählen, weil Sie es gar nicht wissen? Ist es nur, weil Sie einem kranken Gedanken folgen? Vielleicht hören Sie ja auch Stimmen! Stimmen die nur Sie hören….Sie sind wahnsinnig und …“ reizte er die Person. Auch wenn er nicht genau wusste wie sie reagierte, wenn er es tat. „Du wirst es nicht verstehen…du weißt nicht wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren!! Du weißt nicht was Verlust heißt…genauso wenig wie Ben. Aber Ben wird es erfahren…er wird sein Leben verlieren und vorher wird er büßen für das was er getan hat!!“ schrie die Stimmte wütend. Semir lehnte sich zurück und schloss die Augen. „Du wirst auch büßen….halte deine ungläubige Zunge im Schacht sonst werde ich einen Weg zu deiner Familie finden…..“ fauchte die Stimme wütend. „Lass meine Familie in Ruhe…ich warne dich….solltest du ihr auch nur einen Schritt zu nahe kommen, dann lernst du mich von meiner unangenehmen Seite kennen..“ drohte Semir zurück.

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  • Ben sah die Person an als die Kiste geöffnet wurde. Sie war vermummt. Nur zwei hellblaue, wasserklare Augen sahen ihn an. „Wer sind Sie?“ fragte er als das Klebeband von seinem Mund gezogen wurde. Immerhin hatte er es geschafft die Augenbinde zu lösen. „Ach…das ist ja eine tolle Überraschung..“ lachte die Person. Ben erkannte dass es eine Frau war. „Wer sind Sie?“ wiederholte Ben. „Oh…ich bin deine Bestrafung…wenn du es so siehst..“ gab sie zur Antwort. Ben sah sie an. „Was meinen Sie damit?“ harkte er nach. „Bulle bis zum letzten Atemzug was….du wirst nun für das bestraft was du uns angetan hast. Mir…meinem Vater…meiner Mutter…meinem Bruder….du wirst dir schon bald wünschen, dass wir uns nie begegnet wären…“ kam leise fauchend von der Frau. „Warum sagen Sie mir nicht, wer Sie sind…?“ wiederholte Ben erneut und versuchte sich aufzurichten. Ein verächtliches Lachen kam zur Antwort. „Dass du mich vergessen hast….ich kann es nicht fassen, aber ich verstehe es. Damals als das passierte, war ich gerade mal 12 Jahre alt….lieb und gut erzogen…“ fauchte die Frau. Jetzt fiel bei Ben der Groschen. „Du bist…Ariane?“ fragte er erstaunt. „ja…das bin ich..und schon bald die Priesterin unseres Mondgottes…..und vorher wirst du als Opfer herhalten. Das ist eine Genugtuung für mich… du wirst mich in den Stand einer Priesterin heben…das ist nur gerecht…“ stieß Ariane aus. „Du wirst büßen, was du uns angetan hast und nun fange an zu beten…denn in wenigen Stunden wirst du dir wünschen nie geboren zu sein.“ Versprach sie und drehte sich um. Dafür kamen nun zwei Männer in dunklen Kutten auf Ben zu und hoben ihn aus der Kiste. „Macht ihn für die Reinigung fertig! Ich bin gleich zurück…“ gab sie den Befehl. „ARIANE!!! HEY!!“ schrie Ben hinter ihr her. Doch sie reagierte nicht.


    Ariane ging wieder in ihr Zimmer und setzte sich vor den PC. Sie sah Gerkan im Stuhl mehr liegen als sitzen. „Sind wir müde?“ fragte sie höhnisch. Gerkan antwortete nicht. Er schien zu schlafen. „Ich finde es wirklich unmöglich….die Polizei schläft im Dienst….und wir müssen es mit hart erarbeitetem Geld bezahlen..“ tadelte sie erneut. Doch Gerkan reagierte nicht. „Sprichst du nicht mehr mit mir oder schläfst du wirklich so tief?“ harkte sie nach. Es blieb ruhig. Ariane sah sich die Bilder, die die Kamera lieferte genau an. „Was soll das?“ fragte sie ins Mikro. „GERKAN!! WACH AUF!!“ schrie sie hysterisch. „Hey…“ stieß der Mann aus. Ariane atmete tief ein… sie dachte schon, das der Kerl sie dort gelinkt hätte. Aber die Bombe war noch da…und auch Gerkan war da wo er hingehörte. So hatte sie viel Zeit um sich mit Ben zu beschäftigen. „Ich wollte dich nicht erschrecken….und auch nicht so lange allein sein. Aber ich habe auch wichtige Sachen zu erledigen weißt du..“ erklärte sie. „Wo ist Ben?“ kam von Gerkan die Frage. „Er ist gut aufgehoben..“ meinte Ariane nur. „Was haben Sie mit ihm vor?“ wollte Gerkan wissen. „Du kannst zusehen wenn du willst. Ben wird gereinigt werden….dann wird er büßen und anschließend sterben..“ gab Ariane bereitwillig Auskunft. „ich werde Ben der gerechten Strafe zuführen. ER wird das Opfer sein…und mich in den Stand der Priesterin erheben…er wird sterben und ich werde mich in seinem Blut suhlen. So steht es geschrieben….es ist mein Gesetz dem ich folgen muss...“ hängte sie an. „Das ist doch Wahnsinn. Geben Sie auf….Sie können nicht gewinnen.“ stieß Gerkan aus. „Das finde ich nicht….sieh mal….als mein Vater damals nach dem Einsatz ins Krankenhaus kam..da habe ich geweint..ich war damals 11 Jahre alt und wollte noch so viel mit meinem Vater unternehmen. Aber es ging nicht….mein Vater konnte nicht mehr laufen…konnte nicht ohne Hilfe leben. Zu allem brauchte er uns…für die Toilette…zum Baden….egal was war…er konnte es nicht allein…“ Ariane machte eine Pause. „Ben ist daran schuld…wenn er damals getan hätte, was mein Vater wollte dann wäre es nicht soweit gekommen. Aber dieser verdammte Mistkerl wollte seinen Kopf durchsetzen!! Und er hat meinen Vater zum Krüppel gemacht!!“ schrie Ariane wütend.

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  • Semir leckte sich über die Lippen. Er musste aufpassen dass er diese Person nicht zu sehr reizt, damit sie nicht zu einer Kurzschlusshandlung hingerissen wurde. Sicher brauchte Hartmut noch etwas Zeit. „Denkt Ihr Vater das auch? Ich weiß dass er das nicht macht. Ben war bei ihm. Er hegt keinen Groll gegen Ben…warum Sie?“ harkte er nach. Es kam nichts zurück. „Warum sind Sie so voller Hass? Lassen Sie sich doch helfen…“ schlug er vor. „Mein Vater ist schwach… er ist einfach zu gut für diese Welt und sieht alles anders. Aber er wird bald erleuchtet werden..sobald die Rache vollzogen ist. Nun wünsche ich dir eine gute Nacht. Und denk daran…Ben wird es nicht so einfach haben wie du. Er wird es spüren…. Ach ja…pass auf, dass du nicht vom Stuhl rutschst während du schläfst…das könnte üble Folgen für dich haben…“ ermahnte die Person. „Darf ich meine Beine hochlegen?“ fragte er leise nach. „Ja sicher…du darfst nur nicht aufstehen….dein Gewicht ist der Zünder der Bombe…wenn du aufstehst…dann buuuummm…. Und wenn die Zeit abgelaufen ist…dann auch….buuuummm…“ lachte die Frau. Semir schob seinen Stuhl näher an den Schreibtisch und legte vorsichtig die Beine hoch. Hartmut … beeile dich…Ben braucht mich… dachte er bei sich und lehnte sich zurück. Der neue Stuhl war wirklich bequem…zumindest wenn man nicht auf ihm gefesselt war, wie Semir derzeit. Er schwieg eine Weile und hielt die Augen geschlossen. Nur wenig später wurde er wach und sah auf die Uhr. Es war wieder eine gute Stunde vergangen. Kim kam rein. „so… die Schleife läuft….jetzt werden wir Sie vom Stuhl holen…“ sagte sie entschlossen. „Das wird aber auch Zeit…“ meinte Semir nur. Hinter Kim kam ein Mann rein, der die übliche Schutzkleidung eines Bombenspezialisten trug. „Sie werden sich nicht bewegen…ich sehe mir das gute Stück an und dann den Zünder...wichtig…nicht bewegen..“ ermahnte der Mann ihn. Semir nickte. Seine Stunden auf dem Stuhl war gezählt. „Chefin….machen Sie die Handschelle schon mal los…?“ bat Semir. Kim nickte und schloss die Schelle auf. Semir rieb sich das Handgelenk. Der Spezialist sah sich das explosive Geschenk unter dem Stuhl an. „Okay…das ist einfach….ich muss nur einen Kabel durchtrennen..“ gab er bekannt und hob eine kleine Zange. „Aber bitte den richtigen..“ bat Semir. Nur wenig später kam der Mann wieder hoch und trug eine inaktive Bombe. Semir schluckte bei dem Anblick. „Damit hätte man mich atomisieren können...“ stieß er aus.


    Die Stunden vergingen und Ben spürte den Hunger und den Durst. Hier in diesem Raum herrschte eine unglaubliche Hitze. Er schwitzte und fühlte sich überhaupt nicht gut. Nach einer ihm undendlich scheinende Zeit kam ein Mann zum ihm. „Durst…bitte Wasser“ stieß Ben heiser aus. „Du wirst nichts erhalten…deine Reinigung hat begonnen..“ erklärte der Mann mit einer monoton klingenden Stimme. Er nahm eine Kelle und ging zu einem nicht weit von Ben stehenden Schrein. Darauf ließ er Wasser tropfen. Ben sah dass darin Steine über ein Feuer lagen. Es zischte als das Wasser auf die Steine traf. „Wie in einer Sauna….“ dachte er und leckte sich über die Lippen. Er fing den Schweiß auf, der über das Gesicht und die Lippen lief. Ben schloss die Augen und versuchte die schwere feuchte Luft irgendwie zu filtern, damit er wach bleiben konnte. Wie lange war er nun schon hier? In Gedanken ging er dort hin wo dies angefangen hatte. Er sah seinen Ausbilder Michael Bonners vor sich mit dem er Stellung bezogen hatte. „Du wirst nichts ohne mich machen, Ben..damit das klar ist. Die Kerle da drinnen sind gefährlich…hast du mich verstanden?“ hörte er Michael wieder sagen. Ben sah sich in der Erinnerung nicken. Er hatte es auf die leichte Schulter genommen… Ariane hatte Recht…er hatte Schuld…er war der Schuldige…. Dann sah er die Bilder wie Michael ihn aus der Schusslinie stieß und sich die Kugel einfing…wie er zu Boden ging und sich nicht mehr bewegte. „Es tut mir Leid…“ stieß er aus. „Na…hast du ein schlechtes Gewissen?“ riss ihn eine Stimme zurück in die Gegenwart. Ben öffnete die Augen. „Ariane…warum..?“ fragte er leise. „Du hast mir die Kindheit gestohlen…und dafür wirst du büßen..“ verkündete die junge Frau.

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