In stiller Trauer

  • So da der "schwarze Montag" fast vorbei ist, hier meine neue Story... aber Achtung... derTitel ist nicht umsonst gewähtl... und nun wünsche ich mir ganz viele Feeds!!!!


    Ach bevor ich es vergesse..danke an Jenni für den tollen Banner


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    Holger Stahl stand an der Autobahn und sah auf die Autos die an ihn vorbeifuhren. Einige hupten um ihn zu warnen, falls er die Absicht hatte auf die Straße zu gehen, doch das wollte Holger gar nicht. Er war ja nicht lebensmüde, aber diese A1 war sehr gut befahren. Damit würde es sich doch wirklich lohnen. Jetzt war es gerade 9 Uhr morgens und immer noch fuhren viele Autos. Holger wandte sich ab und ging in den Wald. Doch nicht sehr weit. Er hockte sich vor einen Koffer und öffnete ihn. Als er auf das Gewehr mit dem Zielfernrohr und dem ganzen Zubehör im Koffer liegen sah, grinste er böse. Mit geübten Griffen setzte er das Gewehr zusammen und sah kurz durch das Zielfernrohr. Alles war perfekt. Nun musste es nur noch geladen werden und gut ist. Ab sofort war Krieg angesagt. Er gegen die Autobahnpolizei. Er hegte keine Wut gegen die Polizisten, sondern wollte wissen wie lange es brauchte, bis sie ihm auf die Spur kamen. Nun ist Showtime….dachte er und ging bis zur Baumgrenze zurück. Er sah sich die Fahrzeuge an und bemerkte einen Polizeiwagen. „Wie bestellt…“ lachte er, legte an und drückte ab. Das Fahrzeug brach aus und rammte die Leitplanke. Die nachfolgenden Fahrzeuge gerieten vor Schreck auch außer Kontrolle und nur wenige Augenblicke später war ein Chaos auf der A1. Holger lachte leise, packte das Gewehr wieder ein und besah sich den Schaden aus nächster Nähe an. Er stellte fest, dass er einen der Polizisten in die Brust geschossen hatte. Der gebrochene Blick von dem Toten sah ihn strafend an. „Bingo…“ stieß er aus und wandte sich ab. Das war ein Volltreffer. So konnte es weitergehen. Aber erst musste er wissen, welche Reviere der Polizei hier an der Autobahn waren. Das müsste doch im Internet zu finden sein. Die Generalprobe war schon mal perfekt. Holger verließ die Unfallstelle und holte sein Gewehr. Nur wenig später stieg er in seinen BMW und fuhr nach Hause um die weiteren Taten zu planen.


    „Semir! Ben! Wir haben einen Massenunfall an der A1 auf Höhe km 409…“ kam über Funk. Sofort ließ Ben das Blaulicht aufleuchten und Semir trat das Pedal durch. Sie waren nicht weit davon entfernt und kamen dank Martinshorn schnell und problemlos hin. Als sie an der Unfallstelle ankamen sahen sie das Dieter und Hotte bereits mit der Aufnahme der Unfallbeteiligten beschäftigt waren. „Dieter? Hotte? Was ist hier passiert?“ wollte Semir wissen. „Dort der Streifenwagen der Kollegen von der ADS 27 ist gegen die Leitplanke und dann wurde das Chaos hier veranstaltet…“ erklärte Hotte. „Kollegen? Was sagen sie aus?“ harkte Semir nach. „Der eine sagt gar nichts mehr…Brustschuss…. Er ist tot...“ gab Dieter von sich. „Was ist mit dem anderen Kollegen?“ kam leiser von Ben. „Der ist schwer verletzt und wird gerade mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Ob er noch mal aufwacht ist nicht sicher…Die Beamten heißen Laurenz Haffner und sein Beifahrer Manuel Dautz…“ erklärte Hotte. Semir sah Ben an. „Scheiße..“ stieß er leise fast unhörbar aus, doch Ben wusste was er sagte und nickte nur. „Wissen die Kollegen der Dienststelle schon Bescheid?“ fragte Semir nach. „Nein…noch nicht…“ gab Dieter zurück. „Okay..das übernehmen wir.“ Kam von Semir und schon fuhren sie wieder los. Schweigend ging die Fahrt zum Revier der Kollegen. Dort wurden sie auf ihr Bitten hin zum Dienststellenleiter empfangen. „Kriminalhauptkommissar Heinz Rolfes…“ stellte sich der Mann vor. „Semir Gerkan….das ist mein Kollege Ben Jäger… wir sind von der Kripo…“ kam von Semir. „Kripo? Was kann ich für Sie tun? Aber bitte setzen Sie sich. Möchten Sie einen Kaffee oder was Kühles trinken?“ bot Rolfes an. „Nein danke….es geht um Laurenz Haffner und Manuel Dautz…“ erklärte Semir. „Die Kollegen sind nicht hier … sie machen gerade ihre Runde…“ gab Rolfes zu verstehen. „Nun…Herr Rolfes. Wir wurden eben zu einem Unfall gerufen…bei km 409….der Verursacher war Laurenz Haffner…“ erklärte Semir leise. „Was sagen Sie da? Einen Unfall? Wie geht es den Beiden?“ wollte Rolfes bestürzt wissen. „Es tut uns sehr leid, Herr Haffner ist tot..Herr Dautz wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik gebracht worden. Er ist nicht vernehmungsfähig..“ kam leise von Semir. „Oh mein Gott….wissen Sie….ich meine…wie es passiert ist?“ fragte Rolfes leise. Er war sichtlich geschockt über das was er zu hören bekam. „Herr Haffner wurde erschossen….“ gab Ben zur Antwort. Rolfes sah ihn an. „Erschossen????“ stieß er fragend aus.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Ihr seid heute wieder echt gut....als Feeder....hier die Belohnung...


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    Semir sah Ben an. „Das wissen wir leider nicht. Der einzige Zeuge wäre Herr Dautz und der ist nicht vernehmungsfähig. Hatte Herr Haffner Feinde?“ harkte Semir nach. Rolfes sah ihn an. „Wir sind von der Polizei…da hat man unweigerlich Feinde. Aber sicher keinen der so eine Tat rechtfertigt…wenn das überhaupt ein Begriff dafür ist…“ stieß Rolfes aus. „Hat Herr Haffner an einem bestimmten Fall gearbeitet?“ wollte Ben wissen. „Nein…nein…er sollte mit Dautz eine Radarkontrolle aufbauen…aber….Gott…wie sage ich es seiner Frau?“ klagte Rolfes. „Haffner war verheiratet?“ kam von Semir. Rolfes nickte. „Seine Frau….Sandra…sie…sie erwartet Zwillinge…Sie wissen gar nicht wie sehr sich Laurenz darauf gefreut hatte….“ stieß er aus. Semir räusperte sich. „Wann werden die Kinder das Licht der Welt erblicken?“ wollte er wissen. „In vier Tagen….Oh verdammt…das wird sie….völlig aus der Bahn werfen..“ stieß Rolfes aus. Eine Träne lief die Wange runter. „Mein Gott…“ kam auch von Ben. „Wenn Sie wollen, dann übernehmen wir das…“ schlug Semir vor. Rolfes schüttelte den Kopf. „Ich werde es meiner Tochter beibringen….ich schaffe das schon…“ erklärte er leise. „Sie sind der Schwiegervater?“ kam wie aus einem Mund von Semir und Ben. „Ja…Laurenz und Sandra sind gerade mal eineinhalb Jahre verheiratet….es war die wahre Liebe….“ bestätigte Rolfes. „Es tut mir sehr leid….ich verspreche Ihnen, dass wir den Mörder finden werden…“ kam entschlossen von Semir. „Danke meine Herren…ich werde jetzt meine Tochter den Tod erklären und dann in die Uniklinik fahren…“ Rolfes stand auf und verabschiedete sich von Semir und Ben.


    Holger Stahl fuhr nach Hause und ließ sich in seinen Fernsehsessel fallen. Sicher war in den Nachrichten schon was zu hören, von dem Unfall. Er zappte durch das Programm und blieb bei einem Sender stehen. Die Nachrichten liefen. „…eine Meldung der Polizei. Die A1 ist nach einem Horrorcrash noch mindestens vier Stunden gesperrt. Aus noch unerklärlichen Gründen kam ein Fahrzeug der Polizei vom Revier ADS 27 von der Fahrbahn ab und verursachte einen Massencrash. Der Beamte der am Steuer des Wagens saß verstarb noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen… und nun zum Sport…“ hörte er die Sprecherin sagen. Was sollte das heißen? An seinen Verletzungen? Er hatte ihn doch tödlich getroffen…er Kerl wurde erschossen und konnte nicht an den Unfallfolgen sterben. Er schaltete den Fernseher aus und setzte sich an seinen PC. Dort versuchte er die größeren Polizeidienststellen an den Autobahnen herauszufinden. „Die denken wohl mich verarschen zu können….aber das werde ich diesen verdammten Bullen schon zeigen…mal sehen was ihr sagt, wenn ich den nächsten aufs Korn nehme…“ fauchte er wütend und schrieb sich diverse Dienststellen auf. Schon morgen wird es den nächsten erwischen… dachte er. Er ließ den PC runterfahren und ging zu Bett Seine Wut über die Ignoranz der Polizei ließen ihn kaum zur Ruhe kommen.

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  • Der nächste Morgen ging für Semir und Ben mit einem Besuch im Krankenhaus. Der Beifahrer war aus dem Koma erwacht und war vernehmungsfähig. Auf dem Flur trafen sie auf den behandelnden Arzt. „Das ging aber schnell...“ meinte Semir. „Das ist bei solchen Verletzungen nie wirklich voraussehbar. Herr Dautz hat eine erstaunliche Konstitution. Er hat sein linkes Bein gebrochen. Durch den Aufprall wurde sein Rückenmark verletzt und ob es jemals wieder heilt ist nicht sicher. Aber er scheint sich sicher zu sein, dass er wieder laufen wird…“ erklärte der Arzt. „Danke Doc…Wir werden es nicht lange machen…versprochen..“ nickte Semir. „Das hoffe ich sehr…“ lächelte der Mann in Weiß und verschwand. Semir und Ben betraten das Zimmer und zuckten zunächst zurück. Der junge Mann der dort im Bett lag, war höchstens 25 Jahre alt. „Guten Tag…“ begrüßte Semir den Mann. „Hallo….“ kam zurück. „Was ist mit Laurenz? Niemand will mir was sagen….was ist mit ihm?“ kam die bange Frage. Semir sah zu Ben und dieser nickte. „Laurenz wurde erschossen… deshalb sind wir hier. Semir Gerkan und Ben Jäger..Kripo Autobahn…“ erklärte Semir leise. „Tot? Gott…warum denn? Er sollte doch Vater werden? Wer hat das getan..?“ schoss Manuel die Fragen ab. „Das wissen wir nicht. Aber wir wollen es herausfinden. Können Sie sich an den Unfallhergang erinnern?“ wollte Semir wissen. „Nicht wirklich…wir waren unterwegs zum Rastplatz….dort sollten wir die Radarfalle aufstellen…und plötzlich…verriss Laurenz das Lenkrad. Ich erschrak mich weil vorher die Scheibe zerbrach…und dann….ist alles dunkel…da ist nichts…“ klagte der junge Mann. „Schon gut…okay….haben Sie oder Ihr Partner Drohungen erhalten?“ harkte Ben nach. „nein…weder bei mir noch bei Laurenz… Warum sollte es auch. Wir tun doch nur unseren Job…“ klagte der Mann. „Okay…das war es….Gute Besserung...“ verabschiedete Semir sich.


    Für Kim Krüger fing der Morgen mit den ätzenden Pfeifton des Weckers an. Sie schlug die Decke beiseite und setzte sich noch etwas mühsam auf. Nachdem sie es geschafft hatte die Müdigkeit weitestgehend abzuschütteln, schlurfte sie in ihr Badezimmer und ließ die Dusche anlaufen. Sie sah stöhnend auf die Uhr. „Na...wenigstens hab ich mal richtig ausgeschlafen...das ist doch was..“ murmelte sie leise. Sie stieg unter die Dusche und genoss das Nass, welches auch den Rest der Müdigkeit wegspülte. Die letzten Tage waren für sie schwer zu ertragen. Doch endlich...nach einer langen Zeit durfte sie wieder arbeiten. Seit dem 24.12.2010 hatte Weihnachten für sie eine andere Bedeutung bekommen. Man konnte sogar sagen, dass sie an diesem Tag ein zweites Leben geschenkt bekommen hatte. Seit diesem Tag hatte sich viel für sie geändert. Wieder kamen die Bilder von den schießwütigen Männern in den Kopf. Wieder spürte sie den Schmerz als die Kugel sich in ihren Unterleib bohrte. Immer noch hatte sie Probleme beim sitzen, doch sie wollte wieder arbeiten. Hier fiel ihr die Decke auf den Kopf und Hanna war auch wieder wohlbehalten bei ihren Eltern. Für das Mädchen was die Weihnachtsferien bei ihr verbracht hatte war es grausam. Sie wurde noch als Geisel mitgenommen. Doch Hanna hatte alles sehr gut überstanden. Auch machte Kims Bruder ihr keine Vorwürfe. Wolfgang war in dieser Sache sehr kulant. Aber was sollte er auch sagen. Sie hätte es ja nicht verhindern können. Das Telefon riss sie aus ihren Gedanken. Schnell warf sie ein Handtuch über und schritt zum Gerät. „Guten Morgen Kim...“ hörte sie Hanna sagen. „Hanna...hallo wie geht es dir?“ wollte Kim wissen. „Danke...und du? Hast du alles gut überstanden?“ harkte Hanna ihrerseits nach. „Ja alles bestens... heute werde ich wieder arbeiten gehen. Das erste Mal seit....Weihnachten..“ erklärte Kim.

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  • Abendessen!!! :D:D


    Hanna lächelte. „Das ist doch schon. Hör mal...warum ich dich anrufe. Ich würde die nächste Woche gern wieder bei dir wohnen. Mama und Papa wollen schon wieder in die Berge...aber ich will nicht. Und Papa meinte du könntest sicher etwas Gesellschaft gebrauchen...aber er wusste wohl nicht, dass du wieder arbeiten gehst..“ gab sie durch. „Hanna.... du wirst allein sein...oder aber dich in meinem Büro langweilen...“ kam nachdenklich von Kim. „Langweilen? Bei euch? Na...das ist schon okay...sieh mal...ich könnte doch ein Schülerpraktikum bei euch machen... und dann....ich könnte Susanne bei der Arbeit helfen und...alles andere machen....wirklich... solange mir nicht wieder Kugeln um die Ohren fliegen ist es schon okay...“ lachte Hanna. „Ja sicher Schätzchen...wann willst du denn kommen?“ harkte Kim nach. „Morgen Nachmittag... ich komme dann direkt zur Wache...Das ist gar kein Problem. Papa setzt mich dort ab..“ schlug das Mädchen vor. „Ich freu mich schon...und ich verspreche dir, diesmal bleiben die bösen Jungs draußen...“ versprach Kim. Hanna verabschiedete sich von ihrer Tante und sah ihren Vater an. „Kim hat ja gesagt!“ stieß sie aus. „Ja...das war nicht zu überhören. Wie geht es ihr denn?“ wollte Wolfgang Krüger wissen. „Sie sagt das alles in Ordnung ist. Sie geht sogar wieder arbeiten..“ erklärte Hanna. „Gut... wenn sie einverstanden ist, dann geht das in Ordnung. Aber das ist das letzte Mal, dass du nicht mit an die Küste kommst....das nächste Mal musst du mit uns fahren!“ ermahnte Wolfgang seine Tochter. Hanna nickte und war froh, dass ihr Vater nicht gehört hatte was sie Kim erzählte.


    Um sechs in der Frühe fuhr einsam ein Streifenwagen auf den Parkplatz der A4. Zwei ältere Polizisten stiegen aus und stellten die Kamera auf. Dieter Bonrath und Horst Herzberger waren über drei Jahrzehnte bereits Dienstpartner und verhielten sich wie ein altes Ehepaar. Das galt bei Streitereien wie auch beim Vertragen. Dieter sah seinen Partner an. Bis gestern hatte er die Dienststelle in Vertretung für Kim Krüger geleitet. Natürlich ging vielen drunter und Drüber aber....im großen und ganzen war es in Ordnung. Auch hatte Hotte sich diesmal zurück gehalten sich Dieter gegenüber zu herrisch zu benehmen. „Und bist du traurig, dass du wieder Streifendienst machen musst?“ wollte r von seinem dicklichen Partner wissen. „Ach weißt du...ich fahre lieber auf der Autobahn las im Büro zu versauern und diesen Anzugproleten zuzuhören. Nee...Dieter, dann lieber mit dir zusammen die verpestete Luft atmen..“ grinste Hotte. „Na dann...wollen wir mal unsere Radarfalle aufbauen. Das wird wieder einige Führerscheine kosten...“ lachte Dieter. „Weißt du worüber ich mir Gedanken mache?“ wollte Hotte wissen. Dieter schüttelte den Kopf. „Nee...was denn?“ harkte er nach. „ich frage mich ob es einen Gott gibt. Stell dir doch mal vor... wir wären in der PAST gewesen, als sie überfallen wurde. Die Gangster wären nie rein gekommen. Ich frage mich ob das Schicksal war, dass wir nicht da waren und zuvor die Nachtschicht hatten...“ kam nachdenklich von Hotte. Dieter überlegte kurz. „Nun...vermutlich wären wir längst nicht mehr da.... denn nach dem was die uns erzählt haben, waren sie ganz schön am rennen...das hätte unsere alte Pumpe gar nicht mehr geschafft. Nee Dicker...ist schon gut, dass wir nicht da waren....“ kam von ihm. Hotte konnte nicht anders. Er musste seinem Partner zustimmen. „Du hast ja so Recht...Dieter..“ lachte er nur. Nach und nach wurden die Wagen zu ihnen geschickt. „Die Staatskasse füllt sich wieder...“ meinte Dieter und ging zum ersten Wagen, der auf den Platz fuhr. Hotte übernahm den zweiten. So ging es weiter bis sie fast 40 Fahrzeuge in ihrer Falle hatten. Gegen fünfzehn Uhr wurde dann abgebaut und es ging zur PAST zurück. Die Beiden bemerkte nicht, dass ihnen jemand folgte. Für die beiden alternden Polizisten war alles in Ordnung. Doch das sollte sich schnell ändern.

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  • Kim betrat das Büro und wurde von Susanne herzlich begrüßt. „Frau Krüger...Sie sind aber doch noch bis zum 1. Februar krank geschrieben... was machen Sie denn hier?“ hängte sie tadelnd an. „Susanne... mir fällt daheim die Decke auf den Kopf. Es ist unerträglich gar nichts zu tun...“ klagte Kim. Susanne sah sie prüfend an. „Aber Sie werden nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen. Das ist noch viel zu anstrengend.“ ermahnte sie ihre Chefin. Seit dem Vorfall waren sie sich viel näher gekommen. Kim lächelte. „Ich verstehe Semir und Ben jetzt viel besser, wenn sie sagen, dass es im Krankenhaus langweilig ist und sie arbeiten wollen. Man geht wirklich kaputt..“ stöhnte Kim schmunzelnd. „Lassen Sie das die Beiden bloß nicht hören. Wenn Sie sich schon nicht an die Schonzeit halten, wie sollten die Beiden das machen? Wie wollen Sie den Beiden erklären, dass sie zuhause oder im Krankenhaus bleiben sollen?“ lachte Susanne. Sie war irgendwie doch froh, das Kim wieder da war. „Susanne...ich...ich hab mich noch nicht einmal bei Ihnen bedankt... Sie haben die Kugel rausgeholt...das war eine hervorragende Leistung....das vergesse ich Ihnen nie..“ versprach Kim und reichte Susanne die Hand. „Danke dafür....“ sagte sie leise. Susanne ergriff die Hand und sah sie an. „Das war selbstverständlich... ich bin froh, dass Sie meinen Eingriff überlebt haben.“ Kam etwas verlegen von der Sekretärin.


    Semir und Ben kamen nur wenige Minuten nach Kim im Büro an. Sie gingen lachend ins Büro und Ben erzählte, dass er am Wochenende mit Bonny zusammen war. „Was hast du mit dem Hund gemacht? Ist sie nun fertig?“ wollte Semir wissen. Doch bevor Ben antworten konnte unterbrach Susanne ihr Gespräch. „Semir...Ben...die Chefin will euch sehen...“ gab sie von sich. Es war früh am Morgen und die beiden sahen sich an. „Was? Warum denn?“ kam sofort die Frage. Ben sah die Sekretärin an. „Was hast sie denn wieder? Unsere Autos sind tadellos, wir haben noch keine Autobahn in Schutt und Asche gelegt und keine Schießerei veranstaltet, oder eine Verfolgung... was will sie denn von uns. „Das wird sie euch sicher sagen. Geht nur rein. Sie ist gut gelaunt..“ lachte Susanne und wies auf die Tür der Dienststellenleiterin. Ben und Semir nickten und klopften artig an die Tür. „Kommen Sie rein...meine Herren..“ begrüßte Kim die Beiden. „Chefin....herzlich willkommen zurück. Geht es Ihnen wieder gut?“ wollte Semir wissen. „Ja danke....es geht soweit. Wie ist es hier ergangen?“ fragte Kim nach. „Nun...Sie kennen Herzberger.. er ist ein sehr gütiger Chef...“ gab Semir zurück. „Ja sehr gütig. Die Schreibarbeiten hat er mir überlassen...“ lachte Kim. „Nun....das kenne ich auch..“ murmelte Ben nur und stieß einen leisen Schrei aus, als Semir gegen sein Schienbein trat. „Was gab es denn für Vorfälle?“ fragte Kim. „Wir haben einen toten Polizisten. Er wurde auf der A1 erschossen, als er auf Streife war...“ erklärte Semir. „Haben wir Hinweise?“ wollte Kim wissen. „Leider nein... sein Partner wurde schwer verletzt aber ist außer Lebensgefahr und konnte schon vernommen werden. Die Untersuchung der Kugel dauert noch an. Wir wollen gleich noch zu Hartmut um zu erfahren was es bisher gab...“ erläuterte Semir. „Gut...dann kümmern Sie sich darum und ich werde die Post bearbeiten sowie den Schreibkram erledigen..“ lächelte Kim. Dabei verzog sie das Gesicht etwas und Semir und Ben sahen sofort das sie noch Schmerzen hatte.

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  • „Chefin...Sie wissen schon, dass Sie eigentlich nicht hier sein sollten oder? Hotte kann die Dienststelle wirklich gut leiten...warum fahren wir Sie nicht nach hause und Sie legen sich dort hin..“ schlug Ben vor. „Nein...dort war ich nun lange genug. Ich habe zwei Wochen im Krankenhaus verbracht und jetzt schon drei Wochen zuhause. Mir fällt die Decke auf den kopf...“ stöhnte sie. Unbewusst griff sie dorthin wo die Kugel gewesen ist. Semir bemerkte dies natürlich. „Sie haben immer noch Schmerzen oder?“ fragte er besorgt. „etwas...wenn ich zu lange gesessen habe...“ lächelte Kim. „Okay...wenn Sie nicht nach Hause wollen, dann legen Sie sich hier auf die Couch und ich sorge dafür, dass Sie nicht gestört werden...“ schlug er vor. Er selbst wusste was es für Schmerzen waren. Auch sein Arm war von einer Kugel getroffen worden und er konnte ihn immer noch nicht so belasten, wie er es wollte. „Also gut...Sie haben gewonnen..“ gab Kim klein bei. Sie legte sich tatsächlich auf die Couch in ihrem Büro und Ben legte ihr eine Decke über. „So...und nun wird etwas geruht. Es ist besser so...“ lächelte er sie an. „Danke Ben...“ gab Kim zu verstehen. „Wie geht es eigentlich Hanna? Hat sie das Abenteuer verkraftet?“ wollte Ben wissen. „Ja...ihr geht es gut. Sie war froh, als sie wieder bei ihren Eltern war. Aber sie kommt morgen zu mir. Für eine Woche...und sie kommt natürlich auch hier her... Ich hoffe nur, dass es ganz normaler ruhiger Besuch wird...“ lächelte Kim. Semir sah sie an. „Sicher wird das ein normaler ruhiger Besuch. ES kann ja nicht immer knallen..“ beruhigte er sie. Ben sah zu Semir und dieser nickte. Beide verließen das Büro und gingen zu Susanne. „Hör mal...die Termine von der Krüger kannst du kanzeln....alle...die Frau ist nicht in der Lage zu arbeiten..“ befahl Semir freundlich. „Das du das auch merkst. Das habe ich bereits gemacht. Vor nächster Woche gibt es keine Termine. „Sehr gut...“ lobte Semir sie.


    Holger Stahl fuhr nachdem er den beiden Polizisten gefolgt war wieder auf die Autobahn und suchte sich sein nächstes Opfer. Mal sehen wie lange die Bullen von einem normalen Unfall sprechen? Mal sehen wenn es keinen von ihnen erwischt, sondern eine Frau, oder einen Familienvater...oder aber ein Kind....? Er hielt an einem Parkplatz an und stieg aus. Im Kofferraum hatte er sein Gewehr und brauchte es nur zusammenzusetzen. Er nahm den kleinen Koffer und ging zur Autobahn. Hinter einem ziemlich struppigen Gebüsch hockte er sich hin und baute in aller Ruhe das Gewehr zusammen. Als das Zielfernrohr aufgesteckt war, sah er durch und wählte sich einen der Wagen aus. „Bingo....“ stieß er aus, als er einen PKW anvisiert hatte. Er legte an und drückte ab. Der Wagen brach aus, überschlug sich und einige Fahrzeuge prallten in das sich überschlagende Fahrzeug. Schnell war wieder eine Katastrophe auf der Autobahn angerichtet worden. Holger lachte und packte das Gewehr ein. Er rannte zu seinem Fahrzeug, stieg ein und fuhr davon. Keiner der anderen reagierten auf den Mann der mit Bleifuss den Platz verließ. Doch er fuhr nicht weit. Er fuhr zu der Dienststelle der Autobahnpolizei, wo er die Beiden alten Polizisten hingefolgt war. Mal sehnen wie sie auf diesen Unfall reagierten. Wenn überhaupt... Und tatsächlich...nur fünfzehn Minuten nachdem er den Schuss abgegeben hatte, rasten mehrere Streifenwagen vom Platz.

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  • Andrea Gerkan war ebenfalls mit ihrem kleinen blauen Wagen unterwegs. Sie wollte zu Semir um ihm eine Kleinigkeit zum Essen zu bringen und hatte ihre beiden Kinder im Wagen. Ayda schlief genau wie Layla in ihrem Sitz. Andrea konzentrierte sich auf den Verkehr und sah wie nicht weit vor ihr ein Wagen plötzlich von der Bahn abhob und sich überschlug. „Aaaaaahhhhhhhhhhhhh“ stieß sie aus und lenkte den Wagen geistesgegenwärtig auf die Standspur. Die ersten Wagen rasten bereits in den verunfallten Wagen und Andrea fuhr über den kleinen Grünstreifen um aus dem Chaos zu kommen. Sie schaffte es gerade noch über den Streifen und kam auf einem kleinen Platz zum stehen, bevor die Wagen mit kreischenden Bremsen auch die Standspur blockierten. Doch sie war nicht aus der Gefahrenzone, denn ein Fahrzeugführer schien den gleichen Gedanken wie sie zu haben. Sie spürte den Aufprall als der Transporter auf ihren Wagen knallte. Blech kreischte und Schreie gellten zu ihr rüber. Andrea schlug bei dem Aufprall auf das Lenkrad und war für einen Augenblick benebelt. Als sie den Kopf wieder hob, spürte sie das Blut aus der Nase laufen. „Ayda...Layla.....“ stieß sie aus und sah zu ihren Kindern. „MAMA.....“ weinte Ayda und Andrea stieg aus. Sie wollte die Kinder aus dem Wagen in Sicherheit bringen. Vorsichtig nahm sie Ayda raus und stellte sie neben den Wagen. „warte...mein Schatz....ich hole nur Layla...“ kam von Andrea. Dann zog sie auch die Kleinste vom Sitz. Sie nahm Ayda an die Hand und mit der anderen trug sie Layla in ihrem Sitz von der Unfallstelle weg. Auf eine Bank ließ sie die beiden Kinder nieder. „Mama ist gleich wieder da...nicht weglaufen...Ayda... pass auf Layla auf, ja..?“ bat Andrea. Ayda nickte. „Mama...blut....“ weinte die Kleine. Andrea griff zum Handy und Semir an und setzte den Notruf ab. Langsam ließ sie sich nach hinten sinken. „Gott...das hätte schief gehen können..“ gab sie leise von sich.


    „ANDREA!!!“ schrie Semir als er mit Ben an der Unfallstelle ankam. Er sah sich suchend und panisch um. „ANDREA!!“ rief Semir noch einmal. Dann entdeckte Ben den Wagen. „DA!!“ stieß er aus. Sofort rannten die beiden hin. Der Wagen war leer. „ANDREA!!“ schrie Semir erneut. „PAPA....“ kam zurück. Auf der Bank nicht weit vom Wagen saß seine Familie. „Oh mein Gott...Andrea...Ayda...Layla...seit ihr okay?“ wollte er wissen als er seine Frauen in die Arme schloss. „Ich habe Kopfschmerzen, aber das ist kein Wunder...ich bin auf das Lenkrad geknallt...als der Lieferwagen auf mich raste...“ kam von Andrea. Semir strich ihr sanft über den Kopf. „Deine Nase ist ganz dick... hast du dich schon untersuchen lassen? Was ist mit den Kindern?“ wollte Semir wissen. „Die sind in Ordnung. Ich hab nur eine Gehirnerschütterung und eine gebrochene Nase...“ beruhigte Andrea ihren Mann. „Weißt du was passiert ist?“ harkte er nach. „Ich sah nur, wie ein Wagen vor mir plötzlich abhob und sich überschlug. Dann konnte ich den Wagen noch auf den Standstreifen lenken und über den Grünstreifen da...und dann krachte es schon bei mir..“ erzählte Andrea. „Hast du einen Schuss gehört?“ wollte Ben wissen. Andrea sah ihn an. „Nein...da war nichts....“ gab sie zurück. „Okay...ihr werdet erst einmal im Krankenhaus durchgecheckt. Nicht das die Kinder doch was abbekommen haben und du auch...keine Widerworte...“ befahl Semir und winkte einen der Sanitäter zu sich. Als er erklärte, dass die Kinder beim Aufprall im Wagen waren wurden die Mädchen direkt in den Rettungswagen gebracht. Auch Andrea wurde von Semir zum Wagen begleitet. „danke mein Held...“ hauchte sie und legte sich artig auf die Barre.

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  • sooo das Abendessen....


    Semir und Ben sahen dem Krankenwagen hinterher. „Haben wirklich Glück gehabt...übrigens....der Typ der den Unfall verursacht hat ist erschossen worden. Schuss in den Kopf...“ erklärte Ben. Semir sah ihn an. „Damit hat mir dieser Typ persönlich den Krieg erklärt. Andrea hätte auch tot sein können und die Kinder. Wir fahren zu Hartmut!“ befahl Semir und drehte sich um. Mit schnellen energischen Schritten ging er zum BMW und stieg ein. Auch Ben ließ sich auf dem Beifahrersitz nieder. „Semir...du solltest diese Sache nicht zu persönlich nehmen. Der Wahnsinnige wusste doch nicht dass Andrea auf der Straße ist. Ich meine...es hätte auch andere erwischen können. Du weißt wie Krüger darüber denkt..“ gab er zu bedenken. „Ben...ich weiß das es Zufall war. Aber das ist der zweite Tote...und ich will nicht, dass der Typ weiter auf die Autofahrer schießt....ich werde ihn stellen, das verspreche ich dir...“ knurrte Semir und sah konzentriert auf die Fahrbahn. Ben hatte Recht... er musste privat und berufliches trennen, aber wie sollte man das tun? Wie wenn die Familie so nah am Tod vorbeigeschrammt ist? Der Rest der Fahrt ging schweigend vorüber. „HARTMUT!!“ schrie Semir, als er gerade die Tür zur KTU geöffnet hatte. „Hier!“ kam zurück und schon sah ein ziemlich dreckverschmiertes Gesicht sie an. „Ah...da....hast du schon was über die Kugel von dem Unfall mit den Kollegen?“ wollte Semir sofort wissen. „Ja....die Kugel hat das Kaliber 38...das ist ein gängiges aber nun kommt es...die Waffe ist eine Beretta....und zwar ein ziemlich altes Modell...ich würde sagen aus den 70er Jahren..“ erzählte der Techniker. „Ach...ein altes Stück...und was ist daran so interessant? Ich meine Waffen haben kein MHD...“ grinste Ben. „Das weiß ich auch...diese Waffe hier ist 40 Jahre alt....das heißt, sie ...ach das versteht ihr ja eh nicht... also....das Besondere ist das die Waffen damals nur mit Vorlage eines Waffenschein verkauft wurden (Internet war ja noch ein Fremdwort damals).... Ach ja.... es gibt übrigens insgesamt 169 Inhaber von solchen Waffen...viel Spaß...beim heraussuchen...“ kam von Hartmut.


    Während Semir und Ben versuchten etwas über den Tathergang und dem Täter sowie dessen Beweggründe herauszufinden waren Dieter und Hotte erneut auf Kundenfang für die Radarfalle und die blieben nicht aus. „Der nächste hat gute 20 mehr. Wieder ein kleiner Beitrag der Öffentlichkeit für das Stadtsäckel. Kannst ihn rauswinken. Roter Golf K-DT 34“ gab Dieter bekannt als die Meldung der Kollegen kamen. Hotte machte sich bereit und hob die Kelle hoch. Der Fahrer fluchte verhalten, das konnte Hotte sehen und quittierte es mit einem leichten Grinsen. Immer wieder das Gleiche. „Herzberger...Autobahnpolizei. Sie sind 145 km/h gefahren. Hier sind aber höchstens 120 erlaubt. Ihren Führerschein und die Fahrzeugpapiere bitte. Machen Sie den Motor aus...“ befahl er mit freundlicher Stimme. Der Fahrer nickte und kramte im Handschuhfach. Er reichte Hotte die Papiere und dieser ließ sie von Dieter überprüfen. Während das lief, ließ Hotte sich das Warndreieck und den Verbandskasten zeigen. Hier war alles in Ordnung und auch die Papiere und die Person waren okay. „Sie werden in den nächsten Tagen Post erhalten. Gegen die Verwarnung können Sie natürlich Widerspruch einlegen. Fahren Sie bitte künftig entsprechend der Vorschriften..“ entließ Hotte den Mann. So ging es eine ganze Weile weiter. Viele Fahrer sahen ihren Fehler sofort ein und entschuldigten sich. Auch gab es viele Ausreden warum man gerade zu schnell gefahren war. Es waren immer wieder die gleichen. Ein Vorstellungstermin und man hatte verschlafen...aber es ist ja durchaus wichtig...oder aber die Frau lag im Krankenhaus und bekommt ein Baby... Dieter und Hotte waren die Gründe egal. Sie taten ihren Job und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. So verlief der Tag recht ruhig für die beiden alten Polizisten.

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  • Holger Stahl wartete erneut die Nachrichten ab und hoffte das nun endlich gesagt wurde, das der Unfallverursacher anhand einer Kugel starb. „...erneut krachte es an der Autobahn. Diesmal war es die A4 in Höhe Aachen Süd. Durch eine noch ungeklärte Ursache kam der 31jährige Fahrer von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals. Nachfolgende Fahrzeuge fuhren in das verunfallte Fahrzeug und es entstand ein Sachschaden in einer sechsstelligen Nummer. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch...“ Holger schaltete ab. Wie ignorant sind diese verdammten Bullen? Warum berichteten sie nicht von seiner Tat? Warum taten sie so, als wäre alles normal? Er musste scheinbar härtere Methoden auffahren...und er wusste auch schon wo er anfangen würde. Die Autobahnpolizei zwischen Köln und Düsseldorf. Die Beamten die dort arbeiteten waren von ihm bereits verfolgt worden. Es gab nur eine kleine Besetzung von ca. 20 Mann und wenn die alle so dämlich waren wie die beiden die er ohne Mühe verfolgen konnte, dann war es doch ein einfaches Spiel. Vielleicht werden sie wach, wenn es richtig knallt. Nun musste er nur noch sehen, dass er das was er dafür brauchte auch beschaffen konnte. Holger gab sich für sein Vorhaben vier Tage. Dann wollte er der Polizei einen lauten Grund geben endlich die Jagd auf ihn zu eröffnen.


    Semir und Ben kamen am späten Nachmittag in die PAST zurück und baten Susanne alles über die Inhaber von Waffenscheinen und den Besitzern der 38er Beretta aus den 70ger Jahren heraus zu finden. Susanne machte sich direkt an die Arbeit. „Ist die Chefin noch da?“ wollte Semir wissen. „Nein...Hanna ist gekommen und dann sind die beiden nach Hause....“ erklärte Susanne. „Ist auch besser so...“ meinte Ben nur. „Ja sicher...hör mal...ich fahre ins Krankenhaus zu Andrea und den Kindern....bin später noch mal hier okay?“ wollte Semir wissen und sah Ben an. „Ja sicher....mach das und grüß die Damen von mir..“ kam von seinem Partner. Susanne sah ihn erschrocken an. „Sind die drei verletzt?“ harkte sie nach. „Nein....zumindest sah es nicht so aus. Aber ich habe sie zur Sicherheit ins Krankenhaus bringen lassen, damit sie untersucht werden. Gerade bei den Kleinen wäre bei so ein Aufprall mit Folgen zu rechnen. Ich will einfach sicher gehen..“ erklärte Semir sofort. Susanne atmete erleichtert auf. „Dann grüß mir die Kleinen und Andrea natürlich. In welchem Krankenhaus sind sie denn? Ich könnte nach Feierabend hinfahren und sie besuchen.“ Schlug Susanne vor. „Na...ich denke wenn sie unverletzt sind, werde ich sie nach Hause bringen..“ lächelte Semir. Schon war er verschwunden. Er fuhr gemütlich durch die Stadt bis zum Krankenhaus. An der Anmeldung wurde er informiert das Andrea und die Kinder auf Station gebracht wurden um zur Beobachtung wenigstens 24 Stunden im Krankenhaus zu bleiben. Semir ließ sich die Zimmernummer geben und fuhr nach oben. An der Tür zum entsprechenden Zimmer klopfte er an.

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  • „Das ist bestimmt der Papa..“ meinte Andrea als sie das Klopfen hörte. „Ja...?“ fragte sie. „PAPA!!“ rief Ayda als sie sah wer dort rein kam. Sofort sprang sie aus dem Bett und rannte ihrem Vater in die Arme. Dieser hob sie sanft auf, gab ihr einen Kuss und sah sie an. „Bist du in Ordnung mein Schatz?“ fragte er. „Ja...mir tut aber der Kopf weh... da ...“ klagte die Kleine und wies mit der Hand auf die Stirn. „Oh....“ machte Semir und schmunzelte leicht. Andrea sah ihn an. Semir kam zu ihr und gab ihr ebenfalls einen Kuss. „Seid ihr wirklich in Ordnung?“ kam seine besorgte Frage. „Der Arzt meint ich hätte ein Schleudertrauma...genau wie Ayda..... Layla hat es ganz ohne Probleme überstanden. Aber auch nur weil sie lag. Sonst hätte es sehr böse für die Kleine enden können...“ erklärte Andrea. „Weißt du denn schon was passiert ist?“ hängte sie an. „Ja....der Fahrer des Unfallwagens wurde erschossen...“ kam leise von Semir. „Oh mein Gott....“ stieß Andrea aus. Ihr kam in den Sinn, was hätte passieren können, wenn sie den vorausfahren Fahrer zum Beispiel überholt hätte... „Weißt du schon was dahinter steckt?“ fragte sie weiter. „Leider nein. Es ist der zweite Tote. Vorgestern war es ein Kollege....gerade 29 Jahre und im Begriff Vater zu werden...“ erklärte Semir weiter. „Die arme Frau....Ihr müsst was machen....dieser Typ muss geschnappt werden...bevor noch mehr passiert. Semir...die Kugel hätte mich treffen können...“ meinte Andrea leise. Semir nickte. „Daran denke ich die ganze Zeit und deshalb möchte ich dass du bis der Fall gelöst ist, nicht mehr auf der Autobahn fährst...“ bat Semir. Andrea nickte. Sie wusste dass ihr Mann solche Sache nicht ohne Grund sagte. „Ich verspreche es dir... aber wir müssen nach Hause....ich kann hier nicht liegen.....Ayda hat keine Spielsachen und Layla und ich fühlen uns auch nicht wohl...“ klagte Andrea. Semir lachte leise. „Nein...mein Schatz...du und meine beiden Goldstücke werden heute hier die Nacht verbringen. Morgen hole ich euch ab...versprochen...“ verabschiedete Semir sich von seinen drei Frauen. Andrea sah ihn schmollend an. „Dann bring mir wenigstens was zum Lesen und für die Kinder zum spielen und vergiss den Schlafteddy von Ayda nicht..“ sagte sie. Semir nickte und versprach Susanne mit den entsprechenden Sachen zu schicken.


    Holger Stahl hatte seine Sachen die er für seine nächste Tat benötigte innerhalb kürzester Zeit besorgt. Nun musste er nur noch eine funktionierende Waffe daraus machen. Wie gut das man Freude in diesem Milieu hatte und seine Freunde ihn immer halfen. Sie waren nicht so unbequem wie Händler die Sprengstoff und Zünder verkauften. Sie stellten keine Fragen wofür es genutzt wurde. Es interessierte sie einfach nicht denn sie wussten auch, dass wenn die Polizei kam, sie nichts verraten oder mit dem Verbrechen in Verbindung gebracht werden konnten. Zuhause versuchte er sich an den Sachen und stellte fest, das die Ausbildung zum Pyrotechniker nun endlich auch zu nutzen war. Wie oft hatte er sich beim Sprengstoffkommando des Kampfmittelräumdienstes beworben? Immer wieder kam die Absage mit der Begründung dass er nicht dafür geeignet war. Er hatte sich bei der Polizei gemeldet doch auch dort wollte man ihn nicht. Nun war er für diese Arbeit zu alt. Wer mit 25 nicht bei der Polizei genommen wurde, brauchte es mit 30 nicht mehr versuchen. Holger musste also die Ausbildung machen die ihm angeboten wurde und war seit dem arbeitslos. Niemand wollte ihn einstellen. Er sah die Schuld nicht bei sich. Die Noten die er hatte waren nicht besonders die beste Note war eine 3 in technischen Angelegenheiten. Dennoch sah er es so, dass er seine Prüfung abgelegt hatte und die schulischen Fächer in der Ausbildung brauchte man nie wieder. Wozu denn politische Bildung? Die machten doch eh was sie wollten und hielten sich selten an die Gesetze. Warum sollte er es dann lernen? Holger bastelte bis spät in die Nacht und hatte am frühen Morgen seinen Prototypen fertig. „Und wenn du heute Nachmittag funktionierst dann habe ich meinen Job gut gemacht...“ lobte er sich selbst. Er hatte die alten Bullen jetzt zwei Tage beobachtet und herausgefunden, dass sie jeden Tag um die gleiche Zeit Mittag machten und immer beim gleichen Restaurant für eine Stunde waren. Dort wollte er zuschlagen. Mit einem zufriedenen Ausdruck im Gesicht schlief er gegen vier in der Früh ein.

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  • Hanna sah ihre Tante an. „Kim....geht es dir wirklich gut?“ wollte sie wissen. „Ja mein Schatz...es ist alles bestens. Und dir? Hast du ...ich meine...dieses Abenteuer war doch ziemlich heftig und...ich hatte wirklich Angst...“ erklärte Kim leise. Hanna nickte. „Ich auch. Aber es ist vorbei und ich muss sagen, so eine aufregende Weihnacht hatte ich noch nie. Aber ich finde es toll, dass ich dennoch zu dir kommen darf. Als ich Mama und Papa erzählt habe, was hier passiert ist waren sie geschockt. Mama meinte ich dürfte nie wieder zu dir... aber Papa hat dann nur gesagt, dass es ja nicht deine Schuld war und man auch daran denken muss, dass du verletzt wurdest. Papa ist da echt cooler als Mama..“ strahlte Hanna. „Ja...das war er als Kind auch schon. Was meinst du was wir alles angestellt haben..“ lachte Kim leise als sie an ihre Kindheit dachte. „Echt?“ kam erstaunt von Hanna. „Paps hat mir gesagt, das er früher immer der brave Junge war...stimmt das nicht?“ harkte sie nach. Kim lachte und hielt die Hand auf die noch nicht ganz verheilte Wunde. „Brav? Dein Vater? Ich glaube das Wort kann er erst schreiben seit er selbst Vater ist...aber das bleibt unter uns...Einmal hat dein Vater gemeinsam mit mir und Onkel Rudolf einen Bruch gemacht. Wir sind in eine Wohnung eingestiegen wo eine Frau ermordet wurde. Wir haben so getan, als wären wir Detektive und haben den Mord rekonstruiert....bis die Polizei uns erwischte. Unsere Eltern waren nicht begeistert.“ erzählte Kim. „Echt!?!“ staunte Hanna. „Ja sicher...Papa war nicht so brav, wie er nun macht. Auch in der Schule war...Moment...hat er dir gesagt wie er in der Schule war?“ wollte Kim wissen bevor sie weiter erzählte. Hanna nickte. „Ja...er hat gesagt, das er der mieseste Schüler der Klasse war und sich nur mit viel Glück durch den Abschluss gemogelt hat...“ erzählte das Mädchen. Kim sah sie an. „Na...dann hat er wenigstens dort die Wahrheit erzählt...“ bestätigte sie. Die beiden erzählten sich noch verschiedene Storys wo Hanna sehr viel über ihren Vater erfuhr. Gegen Mitternacht gingen sie ins Bett.


    Am nächsten Morgen fuhr Semir zunächst ins Krankenhaus und holte seine kleine Familie ab. Andrea wartete schon auf ihn. Sofort begrüßte Ayda ihren Vater und sah ihn freudig an. „Papa....fahren wir nach Hause?“ fragte das aufgeweckte Mädchen. „Ja mein Schatz... und dort bleibt ihr dann auch.“ erklärte er. „Aber ich will doch in den Kindergarten!“ protestierte das Mädchen sofort. „Ja...sicher....du gehst morgen in den Kindergarten. Heute bleibst du bei Layla und Mama zuhause und passt auf die beiden auf...“ erklärte Semir weiter. „Aber Papa....dafür bin ich doch viel zu klein.....“ tadelte Ayda. Semir musste lachen. Er konnte seiner Tochter nichts vormachen. Sie hatte einen so wachen Verstand das manch einer darüber nur staunen konnte. Semir sah Andrea an. „Seid ihr fertig?“ wollte er wissen und gab seiner Frau einen Kuss. „Ja....wir werden uns zuhause aber hinlegen. Ayda hat immer noch ein wenig Probleme und darf die ganze Woche nicht in den Kindergarten. Der Arzt sagte sie soll auf jeden Fall noch zwei bis drei Tage zuhause bleiben. Viel liegen... und das wird eine Folter für sie sein. Da ist deine Tochter wie du. Sie kann einfach nicht ruhig bleiben...“ erklärte Andrea. Semir sah auf seine jüngste Tochter. „Ist sie wirklich in Ordnung?“ fragte er noch einmal. „Ja...ihr geht es sehr gut. Sie hat einen unstillbaren Hunger... aber sie ist unverletzt und sehr munter. Auch wenn sie jetzt schläft...“ lachte Andrea. „Und wie geht es dir?“ kam von Semir weiter. „Mir geht es auch gut...außer den Kopfschmerzen. Aber das vergeht wieder. Mach dir nicht so viele Sorgen...“ gab Andrea zurück. „Ich habe Angst um euch... der Unfall...er hätte ganz anders ausgehen können...und...“ erklärte Semir. Andrea gab ihm einen Kuss. „Ssssscht...wir sind ja noch gut davon gekommen und die nächsten Tage werde ich sicher kein Auto fahren. Versprochen. Dann geh ich halt bei uns um die Ecke einkaufen..“ lächelte Andrea und strich ihm über die Wange. Semir fuhr seine Familie nach Hause und anschließend zur PAST wo Ben bereits auf ihn wartete.

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  • Für Dieter und Hotte ging der letzte Tag der Woche mit weiteren Radarkontrollen weiter. Es war für die Beiden Routine und sie wickelten alles ordnungsgemäß ab. Scheinbar hatten sich die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den deutschen Straßen nicht in allen Köpfen festgesetzt. So gingen ihnen auch heute wieder einige ins Netz. Gegen 14 Uhr machten sie Mittagspause. „Mensch ... das wird aber auch Zeit... hab einen riesigen Hunger...“ stöhnte Hotte als sie endlich zum Imbiss fuhren. „Du tust ja gerade so, als wärest du am verhungern..“ grinste Dieter. Hotte lachte und schlug sich auf seine Wampe. „Na das ist ja auch so...mein Leib ist mein Gut und das will gepflegt werden. Ich habe da auch ziemlich viel rein gesteckt..“ beklagte er sich mit einem leichten Grinsen. Dieter lachte auf und nickte. „Ja...das sieht man...sehr viel rein gesteckt..“ gab er zurück. „Was willst du denn damit nun sagen Dieter? Willst du behaupten ich sei fett?“ harkte Hotte nach und versuchte einen ernsten Gesichtsausdruck zu machen. Dieter schüttelte den Kopf. „Das würde ich nie behaupten...niemals...Hotte...“ lachte Dieter nur. Im Imbiss bestellen sie sich Pommes rot-weiß mit einem großen Jägerschnitzel. Es schmeckte wie immer sehr gut. Eine Stunde gönnten sich die Beiden die Pause bis es dann wieder zur Kontrolle ging. Als sie ihren Standplatz erreicht hatten und ausgestiegen waren, sahen sie ein Stück Papier an einen der Pylone kleben. „Was ist das denn?“ wollte Hotte wissen und zog das Stück ab. „Das ist ja seltsam. Ein Liebesbrief?“ harkte Dieter nach. Sie sahen beide auf das Stück Papier und lasen gemeinsam vor. „Drei....zwei ... eins...“ Kaum hatten sie es ausgesprochen gab es eine Explosion. Beide gingen sofort in Deckung und zogen ihre Arme über den Kopf zusammen. Der Wagen mit dem sie eben noch gefahren waren, hob ab und landete als Feuerball wieder auf der Straße.


    Der Notruf erreichte Semir und Ben als sie auf der A1 waren und sich über den Fall unterhielten. „Semir! Ben! Explosion an der Radarkontrolle...der Wagen von Dieter und Hotte....“ kam aufgeregt von Susanne. „Verdammt! Sind die Beiden okay?“! harkte Ben sofort nach. „Ja...fahrt bitte hin!“ gab Susanne von sich. „Wir sind schon unterwegs!“ stieß Ben aus und Semir trat das Gaspedal durch. Sie brauchten fast eine halbe Stunde bis sie an Ort und Stelle waren. Der Wagen brannte immer noch. Kaum stand der Wagen sprangen Semir und Ben auch schon raus. „HOTTE!!! DIETER!!“ schrie Semir und sah sich suchend um. „Hier...uns geht es gut...“ ertönte es aus einem Kranken-wagen, der bereits vor Ort war. „Gott sei Dank... was ist hier passiert?“ wollte Ben wissen als sie vor den Beiden standen. Die Gesichter waren leicht rußgeschwärzt. „Wir haben nur ganz normal die Radarkontrolle gemacht... sind dann essen gefahren und als wir wieder hier waren, da...da hing ein Zettel an der einen Pylone. Wir sind hin, haben ihn gelesen und dann ist der Wagen....booom....“ erzählte Hotte. „Und ihr seid wirklich unverletzt?“ harkte Semir nach und sah die beiden überprüfend an. „Ja...ja doch...uns ist nix passiert. Nur ein Druck auf den Ohren.... Aber die ganze Arbeit...alles umsonst...“ beklagte Hotte sich. Semir sah zu Ben. „Sag mal geht es noch? Das war ein Anschlag!! Und ihr könnt froh sein, dass ihr nicht im Wagen ward!!“ fauchte Ben wütend. „Ja...ist doch schon gut...aber wir standen hier....“ jammerte auch Dieter. „Dieter...ich frage mich warum? Ich meine was hat man davon, unseren Wagen in die Luft zu jagen?“ harkte Hotte nach. Wenn wir das herausgefunden haben wer es war, werden wir ihn fragen. Der Wagen oder besser die Reste kommen sofort in die KTU!“ befahl Semir. Ben sah ihn an und legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter.

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  • „Okay...was habt ihr gemacht? Sagt bitte alles... denn jedes kleinste Detail kann wichtig sein...“ mischte Ben sich nun ein. „Wir sind heute Morgen um fünf hier her und haben unsere Radarfalle aufgebaut...Dann haben wir die Kontrollen gemacht und sind um zwei ungefähr zum Rastplatz bei Kilometer 874 gefahren. Semir...die machen Currywürste, da träumst du nur von..“ schwärmte Hotte. „Lass mal die Würste...du wärest selbst bald eine Grillplatte geworden... ist es möglich, dass man auf dem Parkplatz des Restaurants die Gelegenheit hatte, ungesehen an den Wagen zu kommen?“ wollte Semir wissen. „Wir waren ne gute Stunde im Restaurant und wir hatten den Wagen nicht immer im Blick...“ gab Hotte zu. „also ja?“ harkte der Deutschtürke nach. „Ja...wenn man es so bedenkt...dann schon...“ bestätigte Hotte. „Okay... denkt jetzt bitte mal genau nach...Konntet ihr jemanden auf dem Parkplatz oder im Restaurant sehen, der sich verdächtig benommen hatte? Jemand der euch beobachtet hat? Oder euch gefolgt ist?“ schoss Ben die Fragen ab. „Nein...uns ist nichts aufgefallen...aber das waren Kameras...der Parkplatz ist Videoüberwacht...“ erklärte Dieter nachdenklich. Semir sah zu Ben. „Okay...ihr sorgt dafür, dass der Rest von dem Wagen zur KTU kommt. Hartmut soll ihn durchchecken. Vielleicht gibt es einen Hinweis auf den Täter. Wir beide werden uns die Videobänder des Parkplatzes holen und einen Kinotag machen. Ihr ward um zwei da?“ harkte Semir noch einmal nach. Dieter und Hotte nickte. „Na...dann hoffe ich mal, dass wir was auf den Bändern finden...“ murmelte Semir und ging mit Ben zum Wagen. Sie fuhren zum Restaurant in dem Hotte und Dieter gegessen hatten.


    Sie sahen sich aufmerksam auf den Parkplatz um. Dieter hatte die Stelle wo sie parkten genau beschrieben. Leider war es außerhalb des Kamerabereiches und so war eine leichte Lösung wohl nicht möglich. Ben sah sich auf dem Boden um und fand ein Stück Draht. „Sieh dir das an…“ stieß er aus. Semir schaute und nickte. „Tja… nur beweist das gar nichts. Das kann von allen stammen.“ meinte er. Ben ließ das Stück dennoch in eine der Tüten. „Wenn nicht, dann hätten wir einen Hinweis. Hartmut wird es sicher herausfinden können.“ grinste Ben. Semir nickte. „Wir könnten ja mal im Restaurant fragen, ob jemand was bemerkt hat…“ schlug er vor. „Semir…die Gäste die da gewesen sind, als Dieter und Hotter hier waren, sind sicher schon weg. Es sind mittlerweile drei Stunden vergangen…“ gab Ben zu bedenken. Semir sah ihn an. Dieser Logik konnte er nicht widersprechen. „Gut..fahren wir zur PAST…“ meinte er nur. Sie fuhren zurück und wurden direkt von Susanne und Kim überfallen. „Was ist mit Dieter und Hotte?“ fragte Semir besorgt. „Sie sind unverletzt. Es geht ihnen gut..“ beruhigte Semir sofort. „Haben Sie eine Ahnung was das sollte?“ kam von Kim. „Nein…bevor der Wagen explodierte haben sie einen Zettel gefunden. Mehr nicht..“ gab Semir bekannt. „Einen Zettel? Fingerabdrücke darauf?“ harkte Kim nach. „Ist noch in der KTU. Aber es ist eindeutig ein Anschlag auf die Beiden. Die Frage ist nur, ob es absichtlich war oder aber ob sie willkürlich ausgesucht wurden….“ meinte Semir nachdenklich. Kim sah ihn an. „Wenn nicht, dann sind wir alle in Gefahr…genau wie zu Weihnachten….“ sagte sie leise und sah zu ihrem Büro. „Was ist?“ fragte Ben sofort. „Hanna… sie ist da. Sie…macht ein Praktikum bei uns…und…ich…ich …ich habe einfach Angst, dass ihr etwas passieren könnte..“ gab Kim zu. Semir nickte. Er konnte diese Angst nachvollziehen. „Dann sollten Sie und Hanna gemeinsam mit Susanne nach Hause fahren und nicht wieder kommen, bevor der Mistkerl hinter Schloss und Riegel sitzt…“ schlug Semir vor. „Nein…das kommt gar nicht in Frage. Sie können nicht ermitteln und das Revier leiten. Ich werde nicht kneifen…“ bestimmte Kim. „Gut…dann werden immer ein paar Mann hier bleiben und auf Sie, auf Hanna und auf Susanne aufpassen…“ lenkte Ben ein. Kim dachte kurz nach. „Darüber kann man nachdenken. Und nun schnappen Sie sich das Schwein…“ forderte sie die Beiden auf.

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  • Abendessen!!!


    Semir und Ben fuhren zu Hartmut. „Hey...wo steckst du denn?“ fauchte Semir, als er den rothaarigen Techniker nicht sofort sah. „Hier hinten...in eurem Schrott!“ kam von Hartmut Freund. „Ah...hier hast du dich versteckt. Hast du was für uns?“ wollte Semir wissen. „Ja und nein....also die Bombe ist von einem Stümper gebaut worden....das ist schon mal klar. Ein Wunder das das Ding nicht schon vorher explodiert ist..“ gab Hartmut von sich. Semir und Ben sahen sich an. „soll das heißen die hätte viel früher losgehen können?“ harkte Ben nach. Hartmut nickte. „Ja....“ gab er zu. „Kann es nicht sein, dass das Ding versehentlich zu spät hoch gegangen ist?“ fragte Semir nach. „Das kann natürlich auch sein...“ lenkte der Techniker ein. „Verdammt...vielleicht hatten Hotte und Dieter mehr Glück als sie dachten...“ murmelte Ben. „Nein...nein...der Zettel...sie sagten ja sie zählten runter und es knallte pünktlich bei null...also kann es nicht zu spät gekommen sein...“ gab Semir zu bedenken. „Stimmt... den Zettel....ja...hab ich vergessen. Also gut...also hatten sie wirklich Glück. Was ist mit Fingerabdrücken?“ fragte Ben nach. „Nun...da gibt es weder auf dem Rest der Bombe, was ja kein Wunder ist...noch auf dem Papier. Der Kerl ist nicht dumm und er muss schon öfter was mit Sprengstoff zu tun haben...“ gab Hartmut weiter Bericht ab. „Aber du hast doch gerade gesagt, dass es ein Stümper war...“ kam verwundert von Semir. „Was das Bauen angeht ja...aber nicht was die Menge an Sprengstoff angeht. Ich meine...wenn ich als Laie eine Bombe lege, dann weiß ich ja nie wie viel ich an Sprengstoff benötigte. Aber der Kerl hat genau die Menge genutzt die benötigt war. Der Sprengstoff ist nicht verteilt worden, als sie explodierte. Aus den Resten hätte ich nämlich noch etwas herausfinden können. Das wollte er aber verhindern und deshalb muss er was mit Sprengstoff zu tun haben. Vielleicht ist er ja vom Kampfmittelräumdienst oder aber hat dort gelernt. Zumindest solltet ihr dort euer Augenmerk richten...“ schlug Hartmut vor. Semir und Ben nickte. „Danke für den Tipp...“


    Holger Stahl verfolgte den ganzen Tag die Nachrichten. Bisher wurde nichts über seine Tat berichtet. Gar nichts kam. Verdammt warum ignorierten sie ihn so? Die Kollegen der beiden Alten müssen doch völlig aus dem Häuschen sein? Warum kam nichts? Er verstand die Welt nicht. Hatte er seinen Plan nicht gut genug überdacht? Musste er noch mehr anrichten, damit die Bullen endlich die Jagd auf ihn anbliesen? Er setzte sich ans Steuer und fuhr zu dem Revier. Er wollte hier so tun, als hätte er als Gast des Restaurants wo die Alten gegessen haben, jemanden am Auto gesehen. Aber bisher konnte er sich nicht melden. Holger grinste. Ja...das war die Idee. So lernte er sicher seine wahren Gegenspieler kennen. Außerdem konnte er so den nächsten Anschlag viel besser planen. Diese Beamten der Station müssten ihn doch hassen...irgendwie.... Holger hielt seinen Wagen eine halbe Stunde später vor dem Revier an und stieg aus. „Guten Tag...ich ...ich wollte eine Aussage machen..“ erklärte er und tat auf schüchtern. Eine hübsche Blondine kam zu ihm und lächelte. „Sie meinen eine Anzeige?“ fragte sie nach. „Nein...nein...eine Aussage. Ich ...ich habe gehört, dass ein Auto explodiert ist und vielleicht...hab ich da was gesehen...“ murmelte er schüchtern. Während er sprach senkte er seinen Blick zu Boden. „Ah...Warten Sie bitte einen Augenblick..“ lächelte die unbekannte Schöne. Holger nickte nur und ließ sich auf einen der Stühle nieder. Nur fünf Minuten später stand ein junger Mann vor ihm. Die dunklen Haare waren gelockt und umspielten sein jungenhaftes Gesicht. „Ben Jäger...Sie haben etwas gesehen?“ fragte er nach. Holger nickte. „Ja...ich bin Martin Sandhut...“ log er. „Herr Sandhut...kommen Sie dann mal bitte mit in mein Büro...dann können wir die Aussage ja aufnehmen..“ lächelte der junge Mann. Holger nickte und ging mit.

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  • Semir sah auf, als Ben in Begleitung eines Mannes ins Büro kam. „Das ist mein Kollege Semir Gerkan... Semir...das ist Martin Sandhut. Er hat uns etwas zu sagen...“ erläuterte Ben. „Ach ja...in welcher Angelegenheit?“ fragte Semir sofort nach. „Ich war...im Restaurant an der A4 und ich glaube ich habe da was gesehen, was nicht ganz okay war...“ fing der Mann an. „Und was genau?“ harkte Semir nach. „Ich habe gesehen wie ein Mann an einem Polizeiwagen was gebastelt hat. Erst dachte ich, dass ich mich vielleicht vertan habe. Aber ich war vor einer Stunde noch einmal im Restaurant und da hat mir die Bedienung davon erzählt...und...ich halte es für meine Pflicht das was ich gesehen habe der Polizei zu erzählen..“ behauptete der Mann. „Dann sagen Sie uns genau was sich zugetragen hat...“ bat Semir und nahm eine aufrechte Position am PC an. Mit flinken Fingern schrie er die Notizen die er von dem Mann bekam mit. „Also...ich war im Restaurant und habe in aller Ruhe gefrühstückt...ja...ich weiß...es war eigentlich Mittag aber ich bin LKW-Fahrer und habe länger geschlafen als ich sollte... nun ja... als ich dann raus ging, kamen mir zwei Polizisten entgegen. Auf dem Parkplatz stand nicht weit von meinem Truck der Dienstwagen und nun ja...als ich in meinem LKW sitze, da kroch ein Mann unter dem Wagen hervor und wischte sich die Hände ab. Ich habe verdammt gute Augen und konnte sehen, dass der Mann die Hände dreckig hatte. Ölig...würde ich sagen.... Ich habe mir erst nichts dabei gedacht, aber dann...als ich eben wieder im Restaurant war, da hat man mir gesagt, dass ein Polizeiwagen explodiert ist und da dachte ich das es der von hier gewesen sein konnte... und...bin hier her...“ murmelte Sandhut. „Herr Sandhut...haben Sie das Gesicht des Mannes gesehen?“ fragte Ben nach. „Leider nein Herr Jäger. Das Gesicht war von einer Kapuze bedeckt...ich konnte nichts erkennen..“ kam entschuldigend von Sandhut. Semir hatte alles mitgeschrieben und sah Ben an. „Das war wirklich ein wichtiger Hinweis..“ lobte Ben den Mann. „Danke... das ist ja wohl meine Bürgerpflicht..“ lächelte der Mann nervös. „Sagen Sie…ich habe da eine sehr hübsche junge Drau gesehen… jung…schlank..dunkle Haare..könnten Sie mir da nicht mal ein Date machen?“ wollte er wissen. Ben lachte auf. „Sie meinen unsere Chefin? Kim Krüger? Nee…besser nicht…“ lehnte er ab. Nachdem Holger seine Aussage unterschrieben hatte, verließ er das Revier.


    Als der Mann weg war sah Semir Ben an. „was hältst du von der Aussage?“ wollte er wissen. Ben zog die Schultern hoch. „Nun ja...ich finde es beachtlich, dass die Bedienung sich an den Gast erinnerte obwohl sie mir sagte, dass sie nicht wüsste wer da gewesen ist. Zuviel Publikum...sagte sie mir....“ kam nachdenklich von ihm. Semir nickte leicht. „Ja...schon seltsam. Wir haben ja auch nicht darum gebeten, dass der Fall an die große Glocke gehängt wird... aber vielleicht sollten wir genau das tun. Vielleicht will der Kerl Aufmerksamkeit und so könnten wir ihn dann in die Enge treiben...“ schlug Semir vor. „Wir sollten es erst einmal so versuchen. Ich meine wir müssen nur herausfinden wer es war….“. Ben stieß ein leises Stöhnen aus. „Das wäre eine Möglichkeit. Außerdem wäre dann noch die Idee, dass sich noch Zeugen melden...“ gab er zu. „Gut...dann werden wir die Medien einbinden. Mal sehen was passiert....“ murmelte Semir. „Na dann auf zur Krüger..“ grinste Ben und erhob sich. „Willst du es ihr sagen oder soll ich?“ fragte Semir nach. „Das war deine Idee also darfst du es ihr sagen..“ gab Ben zurück. Sie betraten nur wenig später das Büro von Kim Krüger. Als Semir seine Absicht erklärte sah Kim ihn skeptisch an. „Sie denken also der Mann will Aufsehen erregen?“ fragte sie nach. „Ich denke er will Angst verbreiten. Wenn wir der Presse mitteilen, dass jemand an der Autobahn auf Autos schießt, dann bekommen die Bürger Angst und werden auf die Polizei schimpfen die in ihren Augen nicht genug tut um den Täter zu fassen.“ Gab Semir zu bedenken. „Er will also dass die Bürger sich gegen die Polizei auflehnen. Wenn Sie Recht haben, dann wird er erst aufhören, wenn sich die Presse und die Medien einschalten…“ kam verwundert von Kim. „Das denke ich nicht…aber es wird ihn vielleicht abschrecken…das hoffe ich irgendwie und vielleicht melden sich Personen die den Mann kennen oder glauben ihn zu kennen…“ murmelte Semir nachdenklich. „Warten wir noch zwei Tage ab. Sollten Sie bis dahin keinen Hinweis haben, dann werden wir die Medien hinzuziehen und eine Pressekonferenz abhalten…“ stimmte Kim zu.

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  • Holger warf noch einen Blick auf die hübsche Sekretärin. Wenn die Bullen jetzt nicht endlich an die Öffentlichkeit gehen, dann wird sie daran glauben müssen, dachte er. Irgendwie tat ihm die Frau sogar Leid, aber wenn die Kollegen nicht spuren, dann musste es halt Opfer geben, ging es in seinen Gedanken weiter. Bis Mitternacht wollte er noch abwarten, dann machte er weiter. Dann war der nächste dran so schwor er sich. Vielleicht sollte er auch erst einmal weiter Angst verbreiten. Vielleicht…ja…. Warum nicht….eine Todesanzeige…aber wie hieß die Chefin noch? Karin….? Katrin…. nein… nein…Kim…ja..Kim…Kim Krüger…berichtigte er sich selbst. Wie wäre es, wenn er der hübschen Dame eine Todesanzeige bekam? Nun musste er nur noch das Todesdatum festlegen. Der 28. Februar 2011…ja…das war ein tolles Datum. Das gefiel ihm. Doch warum konnte er nicht sagen. Das Datum war irgendwie perfekt. Er fuhr nach Hause und gab die Anzeige per Telefon auf. Während es Anrufes gab er falsche Daten an und so war die Rückverfolgung nicht möglich. Natürlich würden auch die Kosten nicht getragen, doch der Effekt war sicher der gleiche. Schon morgen sollte diese Anzeige erscheinen. Nur stieß er hier auf die Bürokratie…denn die Anzeigenaufnahme ließ ihn wissen, dass die Anzeige frühestens übermorgen erscheinen würde. „Danke…dann lassen wir es…“fauchte er und setzte sich an den PC. „Mit dem richtigen Programm, kann ich auch selbst eine Anzeige erstellen…“ murmelte er und machte sich ran, sein Wert zu vollziehen. Er brauchte sage und schreibe vier Stunden bis es soweit war, dass er mit der Anzeige zufrieden war. Er druckte die selbstgemachte Anzeige aus und betrachtete sie auf Papier. „sieht perfekt aus..“ grinste er und packte diese in einen Umschlag. Er schrieb die Adresse auf und warf den Brief noch ein. Morgen würde Frau Krüger sicher große Augen machen… dachte er nur. Dass er damit allerdings einen Fehler machte, war ihm nicht klar.


    Für Ben und Semir sowie für die anderen Personen in der PAST kam um zwanzig Uhr der Feierabend. Sie verabschiedeten sich von einander und fuhren dann getrennt nach Hause. Kim und Hanna fuhren noch essen bevor es nach Hause ging. Für Susanne kam da Bett gar nicht schnell genug. Sie war extrem müde und wollte nur noch schlafen. Das galt auch für Ben. Er war chronisch müde und fiel schon bald ins Bett. Aber erst musste er etwas zu sich nehmen. Um nicht noch zu kochen fuhr er kurzerhand zum Chinesen und holte sich dort einmal gebratenen Reis mit Ei. Nach dem Essen ging er duschen und ließ sich anschließend ins Bett fallen. Es brauchte keine fünf Minuten und er war am schlafen. Für Semir war es zu früh um ins Bett zu gehen. Als er nach Hause kam war Andrea gerade dabei Ayda ins Bett zu bringen. Und da sie ihren Vater viel zu selten sah, war das Mädchen hellauf begeistert, als er versprach ihr ein Märchen vorzulesen. So zog sich der Abend bis zur vollständigen Ruhe noch eine Weile hin. Gegen 22 Uhr gingen die Eltern dann auch zu Bett. Für Dieter und Hotte lief es nicht anders. Allerdings brauchten die alternden Beamten etwas länger um den Abend ausklingen zu lassen. Dennoch schafften auch die letzten es gegen 23 Uhr ins Bett. Alle schliefen tief und erholten sich von dem stressigen Tag. Doch Semir sollte nicht zur Ruhe kommen, denn Layla weinte in dieser Nach sehr oft. Er wechselte sich mit Andrea ab und wurde gegen drei in der Nacht ins Gästezimmer geschickt, damit er wenigstens einige Stunden ohne Störung schlafen konnte. Auch wenn er sich etwas sperrte so hatte Andrea doch Recht, als sie sagte, dass er den Schlaf dringender brauchte. Er musste in seinem Beruf hellwach sein. Sie, so Andrea könnte sich am Tag auch noch kurz hinlegen, was bei ihm nicht möglich war.

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  • Der nächste Morgen fing für Susanne recht spät an. Sie hatte vergessen den Wecker zu stellen und sprang gegen sieben unter die Dusche. Eigentlich hätte sie längst auf der Wache sein müssen. Nach einem Anruf bei den Kollegen der Nachtschicht war der Zeitdruck dann doch nicht mehr so extrem. Dennoch beeilte Susanne sich. Nur eine knappe halbe Stunde später war sie auf der Autobahn und fuhr ihrem Ziel entgegen. Sie hatte die PAST fast erreicht, als sie plötzlich einen Knall hörte und dann direkt darauf einen starken Schmerz in der Schulter spürte. Susanne schrie auf und versuchte die Kontrolle über das Fahrzeug nicht zu verlieren. Sie lenkte es unter Schmerzen auf den Standstreifen und wollte anhalten. Doch sie schaffte es nicht. Ihr Wagen durchbrach die Leitplanke und der kleine Mini raste auf das Grünstück neben der Autobahn. Mit einem lauten Krachen prallte der Kleinwagen an einem Baum. Rauch kam aus der Motorhaube. Susanne spürte wie sie langsam das Bewusstsein verlor, kämpfte erfolgreich dagegen an und versuchte noch aus dem Wagen zu kommen, doch es klappte nicht. Schmerzen durchzuckten auch ihre Beine. Sie war eingeklemmt. „Hilfe…“ stieß sie aus. Tatsächlich schienen die Nachfolgenden Fahrzeugführer sich an ihre Pflicht erinnert und sie hörte wie die Tür aufgerissen wurde. „Sind Sie in Ordnung?“ hörte sie jemanden sagen. „Nein…helfen Sie mir…bitte…“ stöhnte Susanne. Sie sah den Mann nur verschwommen und stellte fest, dass er ein recht hübsches Gesicht hatte. „Keine Angst..ich bin zwar nur Medizinstudent, aber ich werde versuchen Sie hier raus zu holen….machen Sie einfach mit…okay?“ fragte er. Susanne schloss die Augen. „Nicht einschlafen!! Versuchen Sie wach zu bleiben, reden Sie mit mir…ich bin Manuel…..wie heißen Sie?“ fragte er. „Susanne…“ hauchte sie leise. „Susanne…sehr schön….was machen Sie beruflich?“ kam die nächste Frage. Susanne antwortete wie automatisch und spürte nicht einmal wie ihr Retter sie versorgte.


    Semir und Ben kamen fast zeitgleich im Büro an. „Bist du aus dem Bett gefallen?“ grinste Semir seinen Partner an. „Nein….und du?“ gab Ben knurrend zurück. Er war ein Morgenmuffel wie er im Buche stand. Als sie die PAST betraten bemerkten sie sofort die Aufregung die hier herrschte. „Was ist denn los?“ wollte Semir wissen. Mario, der die Nachtschicht fast hinter sich hatte sah ihn an. „Susanne..sie…sie wurde angeschossen und ist von der Straße abgekommen. Sie wird gerade ins Marien gebracht..“ stieß er aus. „WAS?!?“ kam von Semir und Ben und schon waren sie wieder draußen. Sie rasten mit Blaulicht und Sirene zum Krankenhaus und kamen eine knappe viertel Stunde später in der Notaufnahme an. Nachdem sie sich durchgefragt haben standen sie wenig später vor dem OP. Sie warteten vor der Tür bis der Arzt herauskam. „Gerkan Kripo Autobahn…mein Kollege Ben Jäger… unsere Kollegin….Susanne König…sie…“ erklärte Semir und hielt seinen Ausweis hoch. „Ich habe sie soeben operiert. Eine Kugel steckte in der Schulter und durch den Unfall hat sie einige kleinere Blessuren davon getragen. Außerdem ist ihr rechtes Bein gebrochen…“ zählte der Arzt auf. „Wie geht es ihr?“ wollte Ben wissen. „Den Umständen entsprechend. Wenn sie nicht sofort Hilfe von einem Medizinstudenten bekommen hätte wäre sie sicher nicht so glimpflich davon gekommen..“ gab der Arzt zu verstehen. „Medizinstudent? Wissen Sie wo er ist? Wie er heißt?“ harkte Semir sofort nach. „Ja … er sitzt dort hinten im Raum und wartet ebenfalls auf Neuigkeiten. Gehen Sie doch einfach hin und sagen Sie ihm von mir, dass er sehr gute Arbeit geleistet hat..“ lächelte der Arzt und wies auf einen Besucherraum. Semir sah Ben an und nickte. Sie gingen hin und sahen den jungen Mann an. Er hatte ein sympathisches Gesicht. „Gerkan Kripo Autobahn..mein Kollege Ben Jäger…Sie haben unserer Kollegin geholfen?“ harkte Semir nach. „Wenn Sie die Dame mit dem Mini meinen, dann ja..“ bestätigte der Mann. „Haben Sie den Unfall gesehen?“ wollte Semir wissen. „Nur teilweise… für mich sah es erst so aus, als würde der Fahrer lediglich die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren. Als sie gegen den Baum knallte bin ich hin und hab sie versorgt…meine Pflicht als angehender Mediziner und als Bürger….“ Lächelte der Mann verlegen. „Haben Sie erkannt, dass Susanne angeschossen wurde?“ harkte Ben nach.

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  • „Nicht direkt…“ gab Manuel zu. „Wie geht es ihr denn?“ hängte er an. „soweit gut. Sie hat die OP gut überstanden. Das Bein ist gebrochen, aber das werden Sie sicher schon festgestellt haben...“ lächelte der kleinere Mann der sich als Gerkan vorgestellt hatte. „Ich habe die Schusswunde erst bemerkt, als ich die junge Frau aus dem Wagen gezogen hatte. Sie hatte schon sehr heftig geblutet und….ich habe ihr einen Notverband angelegt. Das Bein war eingeklemmt und eigentlich hätte ich sie im Wagen sitzen lassen, aber…der Wagen qualmte verdächtig und…nun ja…Ich denke den Beinbruch würde sie eher überstehen als das Feuer…“ kam von Manuel. Er hatte den Beinbruch zu verantworten und es war ihm schon unangenehm genug. Er machte sich Vorwürfe, weil der Wagen nun doch kein Feuer fing. „Sie haben ihr das Bein gebrochen, als Sie sie rausgezogen haben?“ harkte der größere der Polizisten nach. „Ja..ich weiß… es tut mir wirklich leid, aber..ich dachte…das…“ stammelte Manuel. „Das ist okay…Sie haben sehr gut gehandelt…“ lobte der Kleinere ihn. Manuel sah ihn an. „Aber….?“ Fragte er nach. „Auch wenn der Wagen nicht explodiert ist, Susanne aus dem Wagen zu ziehen ist sehr umsichtig gewesen, denn wenn tatsächlich Feuer ausgebrochen worden wäre, wäre es für Susanne sicher anders ausgegangen…“ erklärte der Mann. „Danke…meinen Sie ich könnte zu ihr?“ harkte Manuel nach. Er fühlte sicher der Frau verpflichtet. „Derzeit wohl eher nicht. Aber Sie können mit uns zur Wache fahren und wir nehmen Ihre Aussage auf..“ lächelte der Größere. Manuel nickte. „Also gut..ich will nur wissen auf welchem Zimmer sie gebracht wird….“ bat er. „Das werden wir Ihnen sagen, wenn wir es in Erfahrung gebracht haben. Übrigens…der Doc meinte, dass Sie gute Arbeit geleistet haben…“ gab der Kleinere das Lob aus. Manuel wurde rot.


    „Weißt du was Dieter….ich finde wir sollten uns auf die Suche nach dem Kerl machen, der unser schönes Auto kaputt gemacht hat…Wir müssen eine Spur finden und wir fangen bei Hartmut an..“ gab Hotte bekannt. „Du weißt doch was Semir und Ben davon halten. Das ist deren Fall. Nee…lass uns mal lieber die Verkehrskontrollen durchführen. Das können wir besser..“ lehnte Dieter ab. „Bist du feige?“ harkte Hotte nach. „Das hat doch nix mit Feige zu tun. Ich finde nur, die Beiden können das besser. Wo bleibt Susanne eigentlich?“ wollte Dieter wissen. Hotte zog die Schultern hoch. „Vielleicht hat sie verschlafen..“ meinte er nur und biss in sein Brötchen. In diesem Augenblick kamen Semir und Ben ins Büro. „Morgen Jungs…sagt mal…wisst ihr was mit Susanne ist?“ fragte Hotte kauend. Semir sah zu Ben und wieder zu Hotte. „wisst ihr das denn noch nicht…? Auf Susanne wurde heute Morgen geschossen…sie liegt im Krankenhaus.“ klärte Semir die Beiden auf. Hotte sah ihn an und vergaß das Kauen. „WAS?“ fragte Dieter bestürzt. „Susanne wurde heute auf dem Weg zur Arbeit angeschossen. Die Kugel war in der Schulter und sie hat ihr Bein gebrochen, weil sie die Gewalt über das Fahrzeug verloren hat. Und jetzt will ich diesen Mistkerl fassen…egal wie..und ihr werdet uns dabei helfen..“ erklärte Semir. Seine Stimme hörte sich wütend an. Sofort sprangen Hotte und Dieter auf. „Du kannst dich auf uns verlassen!“ bestätigten die Beiden. „Okay….“ nickte Ben nun auch. „Was sollen wir tun?“ wollte Dieter wissen. Doch bevor Semir oder Ben antworten konnten kam Kim Krüger ins Büro. Sie sah die vier Männer an. „Wie geht es Susanne?“ wollte sie wissen. „Soweit gut. Sie hat die OP gut überstanden. Das Bein ist gebrochen aber es heilt wieder..“ beruhigte Semir sie sofort. „Kommen Sie beide bitte in mein Büro…“ bat sie mit gepresster Stimme. Semir und Ben spürten sofort das etwas nicht stimmte.

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  • „Dieter…Hotte…ihr fahrt nach Hartmut und holt was er bereits zusammen getragen hat. Wir müssen endlich eine Spur zu diesem Mistkerl finden, bevor…es noch jemanden erwischt..“ bat Semir die alternden Polizisten. Diese verschwanden sofort. Semir und Ben folgten Kim in ihr Büro. „Chefin…was ist los?“ wollte Semir sofort wissen. „Das hier….lag heute vor meiner Tür..“ erklärte Kim und schob den Beiden einen Brief über den Tisch. Semir nahm ihn und sah ihn sich an. „Was genau ist das?“ wollte er wissen. „Lesen Sie…“ forderte Kim ihn auf. Semir öffnete den Umschlag und nahm das Papier heraus. Seine Augen weiteren sich. „Eine Todesanzeige?“ stieß er fragend aus. Kim nickte. „Ja..ohne Absender…keine Fingerabdrücke. Das hab ich bereits untersuchen lassen. Diese Anzeige war alles was in dem Umschlag war…“ erklärte Kim. Ben nahm Semir den Zettel aus der Hand. „Hier steht, dass Sie am 28. Februar sterben sollen…das wäre übermorgen…“ murmelte Ben nachdenklich. Kim schüttelte den Kopf. „Dort steht nur, dass das Revier am 28. Februar einen Trauerfall haben wird. Ich gehe davon aus, dass der Mistkerl nicht den Anschlag auf Susanne meint. Ich habe das Gefühl, dass der Kerl, der bereits zwei Menschen auf dem Gewissen hat sich mit uns anlegen will…bzw. bereits macht. Er will uns zeigen, wie viel Macht er ausüben kann. Nur was will er damit erreichen? Er kann doch nicht im Ernst davon ausgehen, dass wir untätig zusehen, während er einen nach dem Anderen aus dem Verkehr zieht…“ meinte Kim nachdenklich. „Also gut…wenn wir hier über das Warum nachdenken, wird es uns nicht helfen. Wir werden diese Anzeige zurück verfolgen müssen. Die Zeitung wird ja wohl einen Hinweis auf den Aufgeber geben können..“ meinte Semir nachdenklich. „Also gut..fangen Sie an. Was ist mit Ihrer Familie Semir?“ harkte Kim nach. „Andrea und die Kinder werden unter Personenschutz gestellt. Sie dürfen für die nächsten Tage nicht raus..“ gab Semir bekannt und dachte direkt an seine Erklärung für Andrea nach. Kim nickte.


    Semir sah Kim an. „Wo ist Hanna?“ fragte er. „Sie kommt sicher gleich mit der Bahn. Sie wollte etwas in der Stadt erledigen und dann herkommen…“ kam von Kim. Kurz darauf hörten sie einen Knall und einen Schmerzschrei. Ben, Semir und auch Kim hatten blitzschnell ihre Waffen in der Hand und rannten raus. „HANNA!!!“ schrie Kim, als sie ihre Nichte am Boden liegen sah. “Chefin!! NICHT!!” schrie Semir hinterher als sie rauslaufen wollte. Ben riss sie zu Boden während Semir sich zu dem Mädchen begab. Er zog das weinende Mädchen in die PAST und stellte fest, dass sie an der Schulter getroffen war. Ben hielt Ausschau nach dem Schützen. „ich kann niemanden sehen!“ stieß er aus. Semir hatte Hanna auf den Boden gelegt. Das Mädchen weinte laut vor Schmerzen. Vorsichtig zog Semir die Jacke aus und sah sich die Wunde an. „Ich sehe sie mir nur an….bleib ganz ruhig…okay?“ fragte er vorher. Hanna nickte. Ihr Gesicht war schmerzverzerrt. Nur wenig später schrie sie laut auf. „Okay…okay…die Kugel ist noch drin…“ meinte Semir und sah Kim an. Er reichte ihr das Handy. „Rufen Sie die Rettung an..“ bat er. Kim nickte und wählte den Notruf. „Aua….das tut so weh…“ weinte Hanna. Sanft strich Semir ihr übers Haar. „Ich weiß...ich weiß…“ sagte er leise und beruhigend. „BEN!!“ rief er, als er seinen Partner plötzlich über das Gelände laufen sah. Doch er kann nur wenig späte wieder zurück. „Nichts…keine Spur…“ gab er von sich. Er sah zu Hanna. „Wie geht es ihr?“ wollte er von Semir wissen. „Schultersteckschuss…“ gab dieser nur von sich. Von weitem hörte er die Sirenen. Nur wenig später waren die Sanitäter da. Hanna wurde auf die Trage gelegt und fuhr mit Kim ins Krankenhaus. Semir sah Ben an. „Wir müssen den Mistkerl endlich stellen!“ fauchte er wütend. Ben nickte nur.

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  • Gegen zehn kamen Dieter und Hotte zurück in die PAST. Sie sahen natürlich sofort die Blutspuren die noch nicht ganz entfernt waren. „Verdammt…was ist hier passiert?“ wollte Hotte wissen. Semir und Ben brachten die Beiden auf den neuesten Stand. „Dieses verdammte Schwein….dieser Mistkerl!! Warum zeigt er sich denn nicht…“ fauchte Dieter und ballte die Faust. „Keine Ahnung, aber er hat uns den Krieg erklärt und ich verliere nicht gern. Was hat Hartmut herausgefunden?“ wollte Ben wissen. „Nicht viel. Die Bombe lässt keine Rückschlüsse auf den Bauer zu. Alles weg. Die Kugel die in Susannes Körper gefunden wurde war das gleiche Kaliber wie die Kugel, die den jungen Kollegen und auch den unschuldigen Autofahrer getötet hat. Die Kugeln waren identisch und Hartmut sagt dass sie zu 100 % aus ein und derselben Waffe stammt.“ erklärte Dieter. „Also ein Täter…okay….was haben wir sonst?“ wollte Semir wissen. Ben sah ihn an. „Das ist alles. Die Waffe ist scheinbar nicht registriert. Das einzige was wir haben ist diese vage Beschreibung unseres Zeugen…“ murmelte er nachdenklich. „Zeugen…..das ist es…verdammt der Kerl muss ja an der Autobahn gestanden haben...vieleicht hat ihn doch jemand gesehen…aber es für unwichtig gehalten. Wir müssen die Medien jetzt doch einschalten…. Da führt kein Weg dran vorbei..“ stieß Semir aus. „Also gut….und wie willst du das definieren? Willst du die Sender bitten einen Aufruf zu starten und die Männer und Frauen zu melden, die mit einem Gewehr an der Autobahn standen oder was?“ wollte Ben wissen. „Nein natürlich nicht. Wir wollen keine Panik verbreiten, sondern einen Mörder stellen. Nein…ich dachte eher dass wir nach besonderen Vorkommnissen fragen…“ schlug Semir vor.


    Hanna wurde nach der OP auf das Zimmer von Susanne gelegt. Sie erschrak als sie sah wer dort im Bett lag. Hinter Hanna kam Kim und begrüßte Susannen. „Hat der Mistkerl auch auf sie geschossen?“ fragte Susanne schwach. Kim nickte. „Wie geht es Ihnen?“ wollte sie im Gegenzug wissen. „Wenn der junge Mann nicht gewesen wäre, dann …“ Susanne stockte. „Was ist mit Hanna?“ harkte sie nach. „Sie hatte einen Schultersteckschuss. Wenn es so weiter geht, dann darf sie mich gar nicht mehr besuchen oder nur in Schutzkleidung herumlaufen…“ meinte Kim nachdenklich. Susanne lächelte müde. „Ich hatte sicher auch Glück. Wenn er richtig gezielt hätte, dann wäre ich tot…“ gab sie zu verstehen. Kim schluckte. „Genau das ist es. Semir und Ben werden diesen Kerl finden…sie werden sich an die Öffentlichkeit wenden. Jemand muss doch was gesehen haben. Dieser dubiose Zeuge der angeblich die Person am Wagen von Hotte und Dieter gesehen haben will ist irgendwie auch nicht ganz koscher…“ murmelte Kim nachdenklich. „Wieso? Ich meine so wie er es geschildert hat ist es ja wohl auch abgelaufen oder nicht?“ wollte Susanne wissen. Sie versuchte sich etwas aufzurichten. „Nun…genau das weiß ich nicht… Hartmut hat die Aussage und soll sie mit seinen Untersuchungen überprüfen. Wenn dort eine Ungereimtheit auftritt können wir davon ausgehen, dass es nur ein Möchtegernzeuge ist…“ kam von Kim. „Ich will Sie nicht weiter von Ihrer Ruhe abhalten. Passen Sie mir etwas auf Hanna auf, ja…?“ bat Kim. Susanne nickte. „Wir werden uns schon gut verstehen..“ versprach sie. Kim verabschiedete sich und fuhr zurück zur PAST.

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