Wer im Glashaus sitzt


  • Donnerstagabend irgendwo am Rhein in Köln:


    Michelle sah den Mann von oben bis unten an. Er passte genau in ihr Beuteschema. Sehr genau sogar. „Hey.. Süßer…wie sieht es aus…hast du für eine durstige Frau etwas zu trinken?“ fragte sie und zeigte ihre Reize sehr offensichtlich. Der Mann sah sie an. „Was bekomme ich dafür?“ war die Gegenfrage. „Nun… ich kann dir sehr viel bieten…für eine Nacht mit mir, zahlt mancher ein Vermögen..“ gab Michelle zu verstehen. „Ach echt? Und was müsste ich hinblättern?“ harkte der Mann nach. „Einen Drink … das ist alles..“ lächelte Michelle. Der Mann leckte mit seiner Zunge über seine Lippe. „Dann kann ich nicht ablehnen..“ grinste er und zog sie regelrecht mit den Augen aus. Michelle fühlte sich elendig, aber sei musste es tun. Sie brauchte es..sie musste es den Männern zeigen. Diese Mistkerle sollten wissen, dass sie mehr als ein Spielzeug war. „Ich bin Gina…“stellte sie sich vor. „Hans… Hans Westerwald… Wir sollten uns aber nicht hier vergnügen… wie wäre es, wenn wir zu mir fahren?“ wollte er wissen. Michelle tat als müsse sie erst überlegen, dann nickte sie. „sehr gern….Hans…“ lachte sie. Sie fuhren in eine noble Gegend und Michelle ahnte, dass sie sich auf fette Beute freuen konnte. Dieser Mistkerl roch nach Geld. Sie gingen ins Haus und sie sah, dass die Einrichtung sicher extrem teuer war. „Whow… das sieht hier klasse aus…“ gab sie von sich. „Ja…und wenn du ganz Lieb bist, bekommst du auch noch was obendrauf…“ versprach Hans. Sie gingen direkt ins Schlafzimmer. Michelle sah sich um. So wollte sie es eigentlich nicht, dachte sie noch als der Mann anfing sie zu küssen und zu betatschen. Dabei ging er nicht gerade sanft um. „Hey….lass uns doch erst mal was trinken….“ schlug sie vor. „Nein…erst bekomme ich etwas für den Drink in der Bar..hab dich nicht so…du machst es doch nicht erst seit gestern oder?“ lachte der Mann. Er zerrte an ihrer Bluse und presste seine Hand auf ihre Rundungen. „Hans…bitte….ich…ich….habe Durst…bitte…“ stöhnte Michelle. Sie spürte dass die Berührungen von diesem Mann sie nicht kalt ließen. Doch er hörte nicht. Er war bereits so in dem Liebesspiel vertieft, dass er alles um sich herum vergaß. Mit sanfter Gewalt drückte er Michelle aufs Bett und vollzog sein Vorhaben. Michelle ließ es sich gefallen und machte mit. Dann eben erst das Vergnügen und dann das böse erwachen für diesen Mann.


    Hans hatte große Ausdauer und es dauerte eine ganze Stunde bis er endlich zur Seite fiel. „So..nun können wir was trinken…“ stieß er erschöpft aus. Michelle rührte sich nicht. „Hey…los trinken…“ lachte Hans. Michelle nickte nur. „Wo… Was?“ fragte sie leise. Er sah sie an, streichelte ihren Körper und wies auf den Schrank. „Dort hinten…ich nehme einen Rotwein...und danach können wir dann eine zweite Runde einläuten, wenn du Zeit hast.“ Grinste er. Michelle stand auf und ging zu dem Schrank. Die zweite Runde wirst du sicher nicht machen, dachte sie noch und bereitete zwei Gläser mit Wein vor. Sie sah zu Hans. Dieser hatte die Augen geschlossen. Eine günstige Gelegenheit….dachte sie und griff schnell in ihre Tasche, die neben dem Schränkchen lag und holte eine kleine Flasche heraus. In das Glas was für Hans bestimmt war, ließ sich drei Tropfen einer klaren Flüssigkeit fallen. Das Fläschchen verschwand wieder in ihrer Handtasche und sie ging mit aufreizenden Bewegungen zu ihm ins Bett. „Du bist wunderschön…..weißt du das?“ wollte er wissen und sah sie an. „Danke….das höre ich nicht oft…“ hauchte sie und reichte ihm das Glas. Er prostete ihr zu und trank das Glas in einem Zug aus. Michelle beobachtete ihn genau. Er dürfte nicht mehr lange dauern, bis er umkippte und von dem zweiten Mal mit ihr träumte. Doch Hans schien zäher als er aussah. Die Tropfen schienen keine Wirkung zu haben. Nach dem Glas widmete er sich wieder Michelle und liebkoste sie erneut. Michelle flehte in Gedanken, dass das Mittelchen endlich wirkte. Noch eine solche Tortur würde sie nicht überstehen. Plötzlich sackte Hans zusammen. Michelle grinste überlegen und befreite sich von dem Gewicht des Mannes. Sie zog sich hastig an und griff ihre Tasche. Beim Anziehen lehnte sie sich gegen die Wand als diese plötzlich nachgab. Michelle fiel in einen versteckten Raum. Sie stand etwas benommen auf und sah sich um. Eine Maschine stand mitten im Raum und rundherum Geld…. Soviel hatte sie noch nie gesehen. Schnell raffte sie so viel in die Tasche wie reinpasste. Es waren alles Zweihunderter. Auf der Maschine lagen zwei Kupferstiche. Michelle hatte vor vielen Jahren mal ein Kunststudium absolviert und sah sich die Dinger an. „Whow….“ stieß sie aus, steckte die Platten ebenfalls ein und verließ dann den Raum. Die Tür ließ sie etwas offen. Dann verschwand sie und verließ die Villa.

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  • Am nächsten Morgen wachte Hans auf und spürte Kopfschmerzen. „Au verdammt….Gina?“ fragte er, als er sich an die hübsche Frau in der Nacht erinnerte. Doch von Gina war keine Spur zu finden. Er stand auf und taumelte ins Bad. „Gina?“ fragte er erneut. Doch von der Frau fehlte jede Spur. Hans ließ sich kaltes Wasser über das Gesicht laufen und ging erneut in sein Schlafzimmer. Und hier sah er, dass die Tür zu seinem Nebenraum offen stand. Langsam ging er auf sie zu. „Gina? Bist du hier?“ fragte er und betrat den Raum. Auch hier keine Spur von Gina, doch er sah sofort, das Geld fehlte. „verdammte Schlampe…“ stieß er aus und dann bemerkte er das die Druckplatten fehlen. „Nein….das darf doch wohl nicht wahr sein….verdammt….verdammt….“ schrie er wütend und schlug mit der Faust auf die Maschine. Er ging ins Schlafzimmer, zog sich schnell an und rannte ins Wohnzimmer. „Frank, Phillip, Malik, Mark...ich brauch euch…sofort!“ fauchte er die dort anwesenden Männer an. „Was ist?“ wollte Phillip wissen. „Wie lange seid ihr schon wach?“ fragte Hans. „Seit zwei Stunden ungefähr. Warum fragst du? Siehst aus, als hättest du den Teufel hier gehabt…“ lachte Malik. Doch sein Lachen verstummte sofort, als er den Blick bemerkte. „Eine Teufelin….dieses Miststück hat erst mit mir geschlafen….dann hat sie mich betäubt…und dann hat sie mich ausgeraubt…verdammt...diese Schlampe…ich will sie haben...sie hat die Druckplatten mitgenommen…“ fauchte Hans wütend. Malik ließ seine Kaffeetasse langsam sinken. „Du hast dich von einer Nutte ausnehmen lassen?“ harkte er nach. „Das wird sie bereuen… sucht sie….sie heißt Gina…ich hab sie in dem Restaurant „Bolle-Bolle“ kennen gelernt…“ gab Hans wütend von sich. Malik nickte. „Beschreibung?“ kam von ihm. „Blond…lange Haare…bis hier…“ beschrieb Hans. „Und sie ist schön….sehr schön…lange Beine…“ hängte er schwärmend an. Malik lachte leise. „Das kommt davon wenn man mit dem Schwanz denkt..“ gab er fast unhörbar von sich. „Sucht sie mir und dann bringt mir die Platten wieder…!“ befahl Hans. „Was machen wir mit der Braut?“ wollte Malik wissen. „Die schenk ich euch... sie ist ne Granate im Bett…wenn ihr versteht..“ lachte Hans.


    Für Semir begann der Freitagmorgen weniger entspannt, denn der Polizeipräsident hielt es für eine gute Idee, die PAST für einen Tag der Presse zu widmen. Alle Mitarbeiter sollten den Reportern Frage und Antwort stehen. Eines der Klatschblätter von Köln wurde durch eine junge Frau vertreten. Manuela Protzner, so stellte sich die Dame vor, nahm sich Semir direkt an. Er sah sie an. „Semir Gerkan..“ gab er etwas missmutig zurück. „Herr Gerkan…schön Sie kennen zu lernen. Sie sind was hier?“ wollte Michelle wissen. „Ich bin Kriminalhaupt-kommissar“ gab er zu verstehen. „Ah ja…und was genau ist Ihre Aufgabe? Ich meine wie sieht Ihr Dienstalltag aus? Jagen Sie nur Temposünder?“ schoss die Reporterin die Fragen ab. Semir rollte die Augen. Mittlerweile war er schon 16 Jahre bei der Polizei und immer wieder wurde die Arbeit als minderwertig betont. „Nun….hauptsächlich fahren wir tatsächlich über die Autobahnen und versuchen den Verkehr so gut es geht zu überwachen. Wir ziehen Kontrollen durch und stellen dabei auch schon mal Drogendealer und Mädchenhändler..“ erklärte Semir ruhig. Er war nicht begeistert hier die Fragen zu beantworten. Doch noch mehr ärgerte er sich darüber, dass Ben Jäger zu spät kam. „Geraten Sie auch schon mal in Gefahr? Ich meine der Job ist doch sicher gefährlich..?“ kam die nächste Frage. „Ich mache grundsätzlich nicht allein Dienst und das ist auch gut so. Mein Partner, der sich heute leider verspätet deckt mich und umgekehrt… wir können uns 100%ig aufeinander verlassen. Außerdem tragen wir bei Einsätzen grundsätzlich schusssichere Westen, falls wir einmal in einem Hinterhalt geraten und die Gangster dann Schusswaffen einsetzen..“ ging es bei Semir ruhig weiter. „Außerdem weiß die Zentrale stets darüber Bescheid wo ich mich befinde…denn ich muss immer den Standort durchgeben..“ hängte er an. „sind Sie denn schon mal in brenzlige Situationen gekommen? Und wenn ja…was war das Schlimmste für Sie?“ wollte die Reporterin wissen. „Es gibt immer wieder Situationen in denen man sich nicht wünschen möchte. Das bringt der Beruf mit sich. Und über das Schlimmste was ich durchmachen musste, möchte ich nicht reden…“ kam etwas forsch von Semir. „Noch eine letzte Frage und dann sind Sie mich los. Ich werde mir dann die Dienststellenleiterin und ihre Sekretärin vornehmen. Was machen Sie, wenn Sie in die Lage kommen Geiseln zu befreien?“ fragte die Reporterin. „Nun ja..zum Glück ist es nicht sehr oft und dafür haben wir Spezialisten. Sollte ich jedoch mal in diese Situation kommen, dann versuche ich mit Ruhe und Gelassenheit, den Täter zum Aufgeben zu bringen, oder aber ich biete mich selbst als Geisel an. Das funktioniert nicht immer aber manchmal…und nun muss ich mich auch um meinen Job kümmern…“ beantwortete Semir die Frage. „Würden Sie sich auch der Gefahr aussetzen zu sterben um das Leben einer anderen Person zu retten?“ Semir atmete tief ein. „Wenn es sein muss ja...und nun lassen Sie mich bitte wieder arbeiten.“befahl er sanft. Die Reporterin verschwand.

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  • Semir wollte gerade aus der PAST als er mit Ben zusammenstieß. Sofort zog er ihn mit sich. „Du kannst froh sein, dass du nicht schon früher da warst. Diese nervende Reporterin…warum und wieso so und nicht anders?...“ äffte Semir die Frau nach. Ben lachte leise. „Wie schön, dass verschlafen auch Vorteile hat…ich meine außer dass man wacher ist…“ grinste er. Semir nickte. „Ja…und beim nächsten Mal, werde ich es sein, auf den ihr warten müsst… dann komme ich zu spät…“ drohte er. Ben sah ihn an. „DU? Zu spät? Das passiert doch nie…“ lachte er nur. „Komm wir fahren..ich muss raus!“ stöhnte Semir. Sie stiegen in den BMW und fuhren los. Es dauerte nicht lange bis sie ihren ersten Fall für heute hatten. „Hey…sieh mal dort…wenn die mal nicht minderjährig sind…die Beiden da..“ wies Ben auf zwei Mädchen, die am Straßenrand der Autobahn standen. „Na…dann wollen wir doch mal fragen wohin die Beiden wollen..“ grinste Semir und lenkte den BMW sanft auf den Standstreifen. Ben kurbelte die Scheibe runter als er neben den Mädchen zum stehen kam. „Wo soll es denn hingehen?“ wollte er von der Blondine wissen. ER schätzte die Mädchen auf 14 höchstens 15 Jahre. „Wir wollen nach Aachen…zur Party….von einem Freund..“ erklärte das Mädchen. „Ach…nach Aachen…. Na dann steigt mal ein..“ bot Ben an, stieg aus und öffnete die hintere Tür. Ohne zu zögern steigen die Mädchen ein. Semir sah die Beiden an. „Wie alt seid ihr denn? Und wissen eure Eltern, was ihr hier macht?“ wollte er wissen. „ich bin 13 und das ist meine Schwester..sie ist 14…“ erklärte sie stolz. „Und fahrt ihr öfter so als Anhalter?“ kam die nächste Frage diesmal von Ben. „Klar….das macht riesigen Spaß…“ lachte das Mädchen. „Wie heißt du denn?“ fragte nun wieder Semir. „Ich bin die Claudia und das ist Daniela….“ Stellte das Mädchen sich und ihre Schwester vor. „und wie weiter?“ harkte Semir nach. „Wieso? Wir wollen euch ja nicht heiraten…..“ kam als patzige Antwort. „Nein…aber wenn wir euch zuhause abliefern wollen, dann wäre ein Nachname sehr hilfreich…. Kripo Autobahn…ich bin Semir Gerkan und das ist mein Kollege Ben Jäger…“ stellte Semir sich und Ben vor. „Und ihr seid zuhause sicher besser aufgehoben als auf der Party..“ hängte er an. „Hey…was quatschst du denn da für einen Mist? Seid ihr Bullen oder was?“ beschwerte Claudia sie. „Ganz genau…und zuhause seid ihr besser aufgehoben…“ grinste er. Die Mädchen sahen sich an. „Man…da fahren so viele Autos rum und wir erwischen die Bullen…“ stöhnte Claudia leise.


    „Was machst du denn am Wochenende? Lust auf die Piste zu gehen?“ wollte Ben wissen, als sie die Mädchen zuhause abgelieferten hatten. „Nein…ich hab meiner Familie versprochen das Wochenende mit ihnen zu verbringen. Ich geh mit Ayda in den Zoo während Andrea und Layla sich zuhause vergnügen. Layla ist derzeit krank…hat ein wenig Fieber, aber nichts Schlimmes. Hoffe ich zumindest. Andrea ist deswegen ziemlich gestresst und deshalb teilen wir die Kinder diesmal auf..“ erklärte Semir. „Versteh ich…na dann geh ich ein Bierchen allein trinken…und eins für dich..“ grinste Ben nur. „Mach das…wenn du erst mal Familie hast, dann kannst du es nachvollziehen..“ meinte Semir nur. „Ich versteh das schon und ich finde es toll…“ bestätigte sein junger Partner. „Na dann ist ja gut…wir fahren jetzt zur PAST und machen die Berichte fertig und dann lassen wir das Wochenende einläuten….ich hab keine Lust noch bis zum sechs diese Reporter zu sehen…“ stöhnte Semir. „Ja klar…wir können auch vorher essen gehen..ich lad dich ein…“ schlug Ben vor. „Okay….dann zögern wir die Fahrt zur PAST so weit raus, dass wir auch keine Berichte mehr schreiben müssen..“ lachte der Deutschtürke und lenkte auf den Rastplatz mit einem gemütlichen kleinen Restaurant. Tatsächlich tauchten die Beiden erst Stunden später wieder im Büro auf. Susanne sah die Beiden an. „Man….endlich ist der Tag vorbei…diese Reporterin…die hat mir Löcher in den Bauch gefragt…“ stöhnte sie. Auch Kim kam aus dem Büro. „Dem Polizeipräsidenten werde ich verbieten so etwas noch einmal zu machen….Presseleute…das sind die Schlimmsten die es gibt..“ fauchte auch Kim. „Chefin…Ben und ich machen Feierabend..“ gab Semir bekannt. Normalerweise würde Kim nun widersprechen, doch es schien ihr diesmal sogar Recht zu sein. „Machen Sie das und ein schönes Wochenende…ach Ben…am Montag bitte pünktlich…“ ermahnte sie den jungen Hauptkommissaren. „Ja sicher Chefin….selbstverständlich…“ nickte Ben eifrig. „sehr gut…viel Vergnügen…“ lachte Kim und verschwand selbst aus dem Büro. „Na komm… ich fahr dich nach Hause..“ lachte Semir. „Nein setz mich doch direkt am Rhein ab…dann mach ich die Meile unsicher…“ lehnte Ben ab. Semir nickte nur. Sie verabschiedeten sich von Susanne und fuhren nach Köln. Am Dom angekommen öffnete Ben die Tür und wollte aussteigen. „und bitte….Montag pünktlich…“ ermahnte auch Semir seinen Partner. „Ja…Ja….“ stöhnte Ben und verschwand ins Wochenendgewühl der Kölner Altstadt.

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  • Ben schlenderte am Rhein entlang und ließ sich da es sehr warm war vor dem Restaurant „Bolle… Bolle“ nieder. Nicht lange und eine Kellnerin fragte nach seinen Wünschen. Er bestellte ein Bier und sah auf das Wasser. „Hey…. Hast du nen Drink für eine einsame Frau?“ riss ihn eine Stimme aus den Gedanken. Ben sah sie an. Sie war wunderschön. Blonde bis zur Hüfte reichende Haare, lange Beine und ein noch hübscheres Gesicht. „Ja sicher…..setzen Sie sich doch..“ bot er an. Die unbekannte Schöne tat es und schlug die Beine übereinander. „Was..darf es sein?“ wollte Ben wissen. „Ich nehme ein Gin-Tonic…“ kam von der Schönen. „ich bin Ben….“ stellte er sich vor. „Ich bin Adele…“ lächelte sie. „Adele..ein alter aber sehr schöner Name..“ stellte er fest. „Danke mir gefällt er auch…“ lachte sie. Sie bekam ihren Drink und Ben flirtete was das Zeug hielt. Gegen Mitternacht wollte er auch nach Hause. „So… für mich ist Schluss…ich muss heim..“ gab er zu. „Das ist schade…ich….ähm…es klingt komisch, aber…ich würde gern mit dir gehen..dich in der Nacht wärmen..oder kühlen…“ meinte Adele. Ben sah sie an. Er war selten in einer solchen Lage aber wenn sie sich schon anbot? Warum eigentlich nicht…dachte er. „Gut…dann gehen wir gemeinsam…“ bestätigte er. Sie gingen durch die schmalen Gassen der Altstadt und kamen eine knappe Stunde später bei Bens Wohnung an. „Hast du noch was zu trinken?“ wollte Adele wissen. „Ja….ich habe Rotwein…Weißwein….Champagner….viele Dinge..“ nickte er und schloss die Tür auf. Adele staunte nicht schlecht, als sie die Räumlichkeiten sah. „Whow…das sieht ja richtig klasse aus…“ strahlte sie. „Freut mich wenn es gefällt…ist eher schlicht und einfach…aber mach es dir nur bequem…“ lächelte er. Ben holte eine Flasche Champagner aus dem Kühlschrank und ließ das Gesöff in die Gläser laufen. „Hast du vielleicht auch was zu knabbern?“ wollte Adele wissen. Ben lachte leise. „Klar…hab ich….einen Augenblick nur…“ meinte er und stand erneut auf. Er ging in die offene Küche und sah zu Adele. Diese schien sich unbemerkt und Ben sah, wie sie etwas in sein Glas tropfen ließ. Was für ein Früchtchen…dachte er und stellte eine Schüssel auf den Tisch. Er merkte sich das Glas wo die unbekannte Flüssigkeit drin war. Er musste die Gläser vertauschen, sollte Adele doch das trinken, was sie ihm zugedacht hatte. „lass uns etwas tanzen?“ bat er und nahm ihr das Glas aus der Hand. Adele schloss die Augen und Ben tauschte die Gläser. „Nein…lieber nicht….ich glaub ich bin beschwipst..“ lehnte sie ab. „Dann solltest du vielleicht nichts mehr trinken…“ gab Ben zu bedenken. Er reichte ihr das Glas was eigentlich seins war und sie trank. Ben beobachtet sie. Es dauerte nicht lang und sie schlief ein. „Na das hast du dir aber gut ausgedacht….mal sehen wie du wirklich heißt…“ murmelte Ben und griff zu ihrer Tasche. Er suchte nach der Brieftasche und fand den Ausweis von „Adele“. „Michelle Junghans….ah ja….wollen wir doch mal sehen, ob du noch mehr ausgefressen hast.“ murmelte er und griff zu seinem Handy. „Ja ich bins…Ben…hör mal..mach mir mal ne Ema von einer Michelle Junghans…..ja..ich warte…“ bat Ben den Kollegen am anderen Ende. Nur wenig später wusste er das seine unbekannte Schönheit nichts Kerbholz hatte. Etwas enttäuscht sah Ben auf die schlafende Frau Ben grinste. Wie gut, dass er manchmal so misstrauisch war. Nicht auszudenken, was sie getan hätte…wenn er es getrunken hätte. Ben trug die junge Frau in sein Bett und legte ihr eine Handfessel um ein Gelenk an. Die andere Handschelle ließ er um sein Bettgestell einschnappen. Wenn die wach wird, macht sie erst einmal Augen, dachte er nur und legte sich im Wohnzimmer auf die Couch.


    „Adele“ wachte auf und sah sich erschrocken um. Sie setzte sich auf und wollte gerade die Decke wegtun, als sie die Handfessel spürte. Verdammt…was war das? „HEY!!! WAS SOLL DER MIST?!“ schrie sie wütend und zerrte an der Fessel. „Die bekommen Sie nicht ab Adele...oder soll ich besser sagen Michelle? Michelle Junghans… … gab Ben, der im Türrahmen stand von sich. Michelle sah ihn erschrocken an. „woher wissen Sie…?“ fragte sie leise. „Man sollte sich aussuchen, wen man versucht auszunehmen….Ben Jäger… Kripo Autobahn….“ stellte Ben sich vollends vor. „Ein Bulle? Aber….du….ich meine Sie…sehen nach Geld aus….ich ….“ stammelte Michelle. „Sie haben nicht ganz Unrecht...ich hab Geld…aber wer davon profitiert und wer nicht, bestimme ich. Wen haben Sie noch über den Tisch gezogen?“ wollte Ben wissen. Doch nun wurde Michelle trotzig. Sie sah ihn wütend an und sagte nichts mehr. „Gut…dann werde ich mal in Ihre Wohnung fahren und dort die Diebesware sicherstellen. Ich bin mir sicher, dass ich dort genug finde…“ versprach er. Auch jetzt reagierte Michelle nicht. Ben rief die Kollegen an, um seinen diebischen Gast abführen zu lassen. Den Durchsuchungsbefehl für Michelles Wohnung brachten die Kollegen direkt mit und Ben zeigte ihn genüsslich mit einem Grinsen Michelle. „Wollen Sie vorher noch etwas beichten? Sie machen es mir leichter, wenn Sie mir sagen, wo ich suchen soll..“ schlug er vor. Von Michelle kam nichts. „Dann eben nicht….ich werde schon was finden…da bin ich ein Meister drin…“ lachte Ben und fuhr los. Das war es dann mit dem freien Tag….dachte Ben während der Fahrt.

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  • Semir fuhr mit Ayda in den Zoo, wie er es versprochen hatte. Andrea kümmerte sich um Layla, die scheinbar etwas kränkelte. Semir zahlte den Eintritt und setzte Ayda in einen der Bollerwagen, die man für eine kleine Gebühr leihen konnte. Dann ging die Tour los. Gehege für Gehege wurde besichtigt und Ayda stellte Fragen über jedes Tier. Semir versuchte mit Hilfe der Informationstafeln zu beantworten, was ihm auch glänzend gelang. „Guck mal…Papa….der ist aber groß!“ strahle Aida als sie vor dem Nashorngehege standen. „ja…sehr groß. Das ist ein Nashorn..“ erklärte Semir. „Das will ich haben…“ kam von Ayda. Semir lachte laut auf. „Nein…nein..das geht nicht…das geht absolut nicht…“ meinte er nur und dachte an Andrea, was sie wohl sagen würde, wenn er mit einem solchen Monstern nach Hause kam. „PAPA!!! Ich will aber!!“ riss Ayda ihren Vater aus seinen Gedanken. „nein mein Schatz…das geht nicht…das wäre…als würde man dich einfach mitnehmen und Mama und Papa wollen das nicht….“ Versuchte Semir kindgerecht zu erklären. „Aber ich will das haben!“ trotzte Ayda und stampfte mit dem Fuß auf. „Das geht nicht….wirklich. Das Tier muss immer ganz viel essen und in unserem Garten da ist ja gar kein Sand…da ist Gras und…“ ging es mit Semir weiter. „Aber mein Sandkasten ist da…da kann er dann im Sand graben….das geht…ich will ihn haben…“ fing Ayda nun an zu weinen. Semir fühlte sich etwas hilflos. „Weißt du…kleine Maus….das ist nicht nur das Fressen…das Tier ist auch gefährlich….und kann das ganze Haus kaputt machen in dem du und dein Eltern wohnen. Wir passen auf das Tier hier auf und geben ihm das, was es zum Leben braucht. Außerdem ist das Tier nicht allein… sieh mal da hinten….da läuft das Baby von dem Großen rum…das ist nämlich ein Mädchen wie du…das hier ist die große Layla und das kleine Baby dort ist ein Junge und heißt Ambo….willst du denn das wir dem Baby die Mama wegnehmen?“ mischte sich eine Tierpflegerin ein, die das Gespräch und Semirs verzweifelten Bemühungen mitbekam. Ayda schüttelte den Kopf. „Papa…hast du gehört…das Nashorn heißt wie meine Schwester….“ Strahlte Ayda. Semir nickte und warf der Pflegerin einen dankbaren Blick zu. Er war froh, dass er am späten Nachmittag den Zoo verließ. Ayda war sehr wissbegierig und stellte Fragen zu jedem Tier.


    Am Abend lag Semir bei Andrea auf dem Schoß und ließ sich von ihr streicheln. Er liebte es, wenn sie mit ihren Fingern an seiner Stirn lang ging und sie leicht massierte. „Das Wochenende ist schon wieder vorbei…“ murmelte er mit geschlossenen Augen. Die Kinder waren bereits im Bett. Ayda war so fertig, dass sie auf dem Heimweg eingeschlafen war. „Es war wunderschön…Ayda war so fertig als wir im Auto saßen. …sie ist völlig erledigt. Den ganzen Tag an der frischen Luft…“ strahlte Andrea. „ja…sie wollte auch nur ein Nashorn mit nach Hause nehmen..“ grinste Semir. Andrea sah ihn an. „Wie bitte?“ lachte sie. „Ja…deine Tochter wollte ein Nashorn mitnehmen. Mit Hilfe einer Tierpflegerin konnte ich es ihr ausreden. Sie war dann mit einen solchen als Stofftier zufrieden..“ erzählte Semir von seinem Abenteuer im Zoo. „Deine Tochter ist halt wie du..will immer was ganz großes haben..“ bestätigte Andra. „Hey… ich hab was Großes…“ protestierte Semir sofort und küsste sie. „Du bist unverbesserlich…mein türkischer Hengst…“ lachte Andrea. Semir sah sie an. „nein…so meinte ich das jetzt nicht.. das Große oder besser Größte was ich habe…ist meine Familie…“ stellte er sofort richtig. „wie war dein Tag mit Layla? Hat sie ihre Koliken jetzt überstanden?“ wollte er wissen. „Ja..ich glaub es war die Nahrung…diese Umstellung von Muttermilch auf Folgemilch…ist scheinbar schwieriger als bei Ayda. Aber ich hab die Marke geändert und schon hat es aufgehört. Sie hat heute sehr viel geschlafen…“ erklärte sie. „du bist die beste Mutter der Welt -… für meine Kinder..“ strahlte Semir. „Es sind auch meine Kinder… mindestens 505…“ lachte Andrea nur. „Hey … sie sehen aus wie ich…“ behauptete er. „Ja sicher… die Augen haben sie von dir, aber die Mundpartie und die Nase sind eindeutig von meiner Seite…“ grinste Andrea. „Wir sollten uns mal überlegen einen Stammhalter zu bekommen… ich meine…ich bin in der Unterzahl..“ kam plötzlich von ihm. Na Layla ist gerade mal sechs Monate alt….“ Widersprach Andrea. Semir grinste breit. „Na und…wir können ja schon mal üben…“ Andrea sah ihren Mann nur an. „Du bist unverbesserlich..“ tadelte sie ihn lachend.

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  • Ben fuhr in die Wohnung von Michelle Junghans. Es lag zwar nichts gegen diese Frau vor, dennoch hatte Ben das ungute Gefühl, dass sie etwas zu verbergen hatte. Die Wohnung war exklusiv eingerichtet. Er musste sie fragen, was sie arbeitete. Aus dem horizontalen Gewerbe war sie jedenfalls nicht. Aber was, wenn sie auch bei anderen Männern diese Masche abgezogen hatte? Was wenn sie es alles gestohlen hatte? Ihr etwas nachzuweisen würde schwer fallen. Ben suchte weiter. Nach einer geraumen Weile fand er im Schlafzimmer in einer Schublade mit Unterwäsche einige Geldnoten. Ben nahm einen der Scheine und hielt sie ins Licht. Falschgeld! Es war eindeutig Falschgeld. Sofort nahm er einen seiner Tütchen und packte alles Geld hinein. Dann ging er ins Bad. Er wusste genau wo er suchen musste, denn Leute die etwas verstecken wollen ziehen die Spülung der Toiletten als sicheres Versteck vor. Er öffnete den Kasten und sah tatsächlich eine kleine weiße Tüte an die Rückseite geklebt. Langsam löste er sie und setzte den Deckel wieder auf. Ben fuhr zur PAST zurück und ging zu Michelle Junghans, die in einem der Verhörräume saß. Er warf das Geld auf den Tisch. Michelle sah ihn trotzig an. „Und? Sind Sie fündig geworden?“ fauchte sie ihn an. „So kann man das sehen…das Geld hier…ist sicher nicht Ihrs oder?“ wollte Ben wissen. Michelle schwieg. „Michelle….das hier ist Falschgeld….und ich denke, dass Sie es einem ihrer Kunden abgenommen haben…also warum reden Sie nicht mit mir?“ wollte Ben wissen. Michelle sagte nichts. „Also gut….haben Sie von dem Geld etwas in den Verkehr gebracht?“ harkte Ben nach. Wieder kam nur schweigen. Ben stöhnte auf. „Wie kann man nur so hübsch und gleichzeitig so stur sein?“ wollte er wissen. Michelle sah ihn an. „Von irgendwas muss ich doch leben..“ erklärte sie. „Was wollten Sie denn bei mir? Denken Sie wirklich, das ich Geld auf dem Tisch liegen habe? Wie viele Männer haben Sie bereits betäubt und ausgeraubt?“ wollte er wissen. Michelle zuckte mit den Schultern. Sie sagte nichts. „Die Kerle wollen doch alle nur das eine…nur Sex…egal wie…“ stieß sie plötzlich aus. „Sie animieren die Männer doch. Da müssen Sie sich nicht wundern. Also von wem haben Sie das Geld gestohlen?“ wiederholte Ben seine Frage. Michelle schwieg eisern.


    Hans Westerwald tobte in seiner Villa. Noch nie hatte es jemand gewagt, so mit ihm umzugehen…schon gar keine Frau!!, dachte er. „Boss….wir haben in der Kneipe nachgehört…aber von einer Gina haben die noch nichts gehört und können sich an die Kleine auch nicht erinnern..“ gab Malik von sich. „Dann sucht sie!!! Diese Schlampe wird sicher noch mal so ein Ding abziehen!!! Ganz sicher!!“ brüllte Hans ihn an. Malik nickte. „Wir haben ein paar Jungs am Rhein laufen, die die Augen offen halten…“ erklärte er ruhig. Er kannte Hans Ausraster und konnte damit umgehen. „Nimm dir ein Aspirin….dann sind die Kopfschmerzen nicht so heftig..“ grinste er und verschwand. Hans sah ihn wütend nach. Wie sollte er diese Frau finden? Und vor allem wo? Vielleicht zog sie diese Sache noch einmal ab…mit einem anderen Typen? Er musste selbst auf die Piste, nur dann konnte er sich wieder erkennen. Ja…er würde heute wieder auf die Piste gehen und nach dieser Schlampe Ausschau halten. Sobald sie auftaucht wird er ihr folgen und sie dann in ihrer Wohnung stellen. Ja...das war eine gute Idee…das war es… dachte er nur. Entschlossen drückte er seine Zigarette aus. Er schwor sich auf die Suche nach Gina oder wie sie sonst hieß zu gehen und er wird sie finden. Wie gut, dass er ein fotografisches Gedächtnis hatte, was Gesichter anging. So konnte er sie beschreiben und seine Männer instruieren in den Clubs und Bars entlang des Rheins Ausschau nach der Schlampe halten.

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  • Am nächsten Morgen traf Semir vor Ben ein. Er grinste breit und dachte nur, wie immer… „Guten Morgen Susanne…“ begrüßte er die Sekretärin. „Hallo Semir… na dein Wochenende war wohl gut gewesen, was? Du strahlst so..“ gab sie zu. Semir nickte. „Ja...ein sehr schönes...aber viel zu kurzes Wochenende….“ bestätigte Semir. „Ben ist wohl noch nicht da….hat er so lange Dienst gemacht?“ grinste Semir und sah sich um. „Ben ist bereits im Verhör…er hat sich linken lassen….also fast…von einer Frau…die wollte ihn wohl ausnehmen..“ gab Susanne bekannt. „Ach echt? Das ist ja interessant…wann war das denn oder warte…am Freitag...als er auf die Piste ging, richtig?“ grinste Semir. Susanne nickte. „Ja...die Frau hat es faustdick hinter den Ohren… hat vermutlich die Masche wohl schon öfter abgezogen…aber es liegt nichts gegen sie vor. Ben war natürlich in ihrer Wohnung und hat die durchsucht… und hat das Falschgeld gefunden…in einer ziemlich großen Menge…alles zweihunderter….eine super Qualität..“ erzählte Susanne. Semir sah sie erstaunt an. „Zweihunderter? Bist du sicher?“ harkte er sofort nach. „Ja…hier...ich hab noch einen in der Schublade..“ meinte sie und zog eine der Plastiktütchen heraus. Darin war ein Zweihunderteuroschein. Semir sah ihn sich genau an. „.. in welchem Raum?“ wollte er wissen. Susanne sah ihn an. „Ben ist im zweiten Raum..“ sagte sie. Semir ging hin und klopfte kurz an. Nach einem kurzen „Ja“ betrat er ihn und sah Ben am Tisch sitzen. Ihm gegenüber saß eine hübsche Blondine. „Morgen…“ begrüßte er seinen Partner. „Morgen Semir…darf ich dir Vorstellen Michelle Junghans….hab sie gestern verhaftet als sie mich betäuben wollte... mit KO-Tropfen. Ich hab es gesehen und konnte dann die Gläser vertauschen so dass sie in den Dornröschenschlaf fiel…“ klärte Ben ihn kurz auf. Semir nickte. „und was sagt sie?“ wollte er wissen. „nichts...sie zieht es vor zu schweigen...“ stöhnte Ben leise. „Kommst du mal kurz…“ bat Semir ihn. Ben nickte, erhob sich und verließ mit Semir den Raum. Vor der Tür sah Semir ihn ernst an.


    „Diese Blüte…hat Susanne mir gerade gegeben…“ erklärte er. „Ja und?“ wollte Ben wissen. „Diese Blüte ist wenn ich das richtig sehe, aus dem Besitz von einem gewissen Hans Westerwald…er ist oder besser er war der Fälscherkönig vom Rhein….“ Erzählte Semir und hob die Blüte hoch. „Bist du sicher? Ich meine…das steht ja kein Name drauf… wie kommst du darauf?“ harkte Ben nach. „Ich…habe vor ungefähr vier Jahren schon einmal das Vergnügen gehabt, mit Westerwald zusammen zu treffen. Schmerzhaft, glaub mir…Damals haben wir mit dem LKA die Bande von ihm ausgehoben und dabei fast drei Millionen Euro in Blüten sichergestellt. Sie wurden vor einem Jahr vernichtet, aber die Qualität dieser Blüte ist genau wie die von Westerwald. Er wurde damals nicht geschnappt. Bis heute dachte ich, dass er vielleicht umgekommen ist…aber scheinbar hat er sich abgesetzt und nun ist er wieder da…“ dachte Semir laut nach. „Ja und was willst du jetzt tun? Diese Michelle schweigt eisern. Es liegt nichts gegen sie vor. Ich vermute sie macht es wie bei mir, mit falschen Namen. Da kann man lange suchen bis man da einen Zusammenhang findet. ..“ erklärte Ben. „Wir müssen erfahren woher sie die Blüten hat…wenn ich nämlich richtig vermute ist der Fälscherkönig wieder da…“ gab er bekannt. „Wie hieß denn dieser Fälscherkönig, von den du da sprichst?“ wollte Ben wissen. „Ich hatte mit Hans Westerwald schon vor vier Jahren zu tun gehabt. Damals hatten wir eine ziemlich schmerzhafte Begegnung…. Ich kann dir nachher mal erzählen, was das für einer ist…was machen wir mit ihr?“ wollte Semir wissen. „Wie schon gesagt…gegen ihr liegt außer das sie versucht hat mich zu betäuben…dass sie Falschgeld im Besitzt hat, was sie allerdings abstreitet und die Druckplatten. Aber sie sagt ja auch nicht woher…. Wir sollten sie ins kalte Wasser werfen und fragen ob der Mann von dem sie es hat, Hans Westerwald heißt…“ schlug Ben vor. „…dieser Westerwald…was ist das für ein Typ?“ fragte Ben nach. „Der ist eiskalt… hat damals einen Kollegen vom LKA erschossen, als sich dieser in seine Bande einschleuste. Der arme Kerl ist nur 32 geworden und hinterließ zwei Kinder und eine hochschwangere Frau. Westerwald hat sich einen üblen Ruf zugelegt und gilt als extrem kalt. Ich hatte wirklich gedacht, dass ich nie wieder was mit ihm zu tun bekomme…aber nun…“ stieß Semir aus. „Du sagtest eben was von schmerzhafte Begegnung...was hat er getan?“ harkte Ben nach. Semir sah ihn an. „Dieser Mann…vom LKA…war ein Freund von mir….ein sehr guter Freund…. Westerwald hat ihn eiskalt erschossen, als ich ihn stellen wollte….Genickschuss… ich stand unmittelbar daneben…“ kam leise von Semir. Ben sah ihn erschrocken an. „Oh…“ machte er nur.

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  • „Na komm…wir werden die Dame mal mit diesem Kerl konfrontieren….ich lasse ihn vorladen und dann eine Gegenüberstellung..“ schlug Semir vor. „Wo willst du ihn denn finden?“ harkte Ben nach. „Ach so…..stimmt….verdammt…daran hab ich nicht gedacht…“ murmelte Semir. „Vielleicht kann Susanne helfen?“ gab Ben zur Hilfe. „Stimmt...ich ...bin gleich zurück...“ meinte Semir und rannte zu Susanne. „Susanne….ich brauche alles was du über einen Hans Westerwald hast…Anschrift und so…“ befahl er freundlich. „Okay..ich sag dir Bescheid wenn ich was hab…“ lächelte Susanne und machte sich an die Arbeit. Semir ging zu Ben zurück. „Ich will mich mal mit ihr unterhalten….bist du dabei?“ fragte er Ben. „Ja klar…“ lachte dieser. Gemeinsam betraten sie den Verhörraum. „Ich bin Semir Gerkan…Frau Junghans….mein Kollege hat mich informiert, dass Sie Falschgeld in Umlauf bringen….“ Fing Semir an. „Das ist nicht wahr…ich habe keinen Cent davon ausgegeben!“ widersprach die Frau sofort. „Sie hätten es aber gemacht..oder etwa nicht….woher haben Sie das Geld?“ kam mit scharfer Stimme von Semir. Michelle zuckte zusammen. „Ich……. Von einem Mann…ich hab…“ stammelte sie. „sie hat es bei einem Freier geklaut..“ warf Ben ein. „ich bin keine Nutte!!“ schrie Michelle wütend und stand auf. Sofort stand die Beamtin hinter ihr und drückte sie wieder auf den Stuhl zurück. „Ben…ich glaub das siehst du falsch… sie ist keine Nutte…sie ist eine Betrügerin und hat sich mit dieser Sache ganz schön in die Scheiße geritten…“ wandte Semir sich an ihn. „Meinst du wirklich?“ wollte Ben wissen und schien zu ahnen was Semir damit bezwecken wollte. Das hatte schon mal funktioniert. Die beiden philosophierten über Michelle während sie dabei saß. „Weißt du….ich denke sie war bei Hans Westerwald und hat ihn betäubt. Dann hat sie die Blüten gesehen und sie eingesteckt. Dumm nur, das Westerwald das sicher krumm nehmen wird und sie jagt…er lässt sich nichts gefallen. Hat ja schon zwei Morde auf sich genommen…nun ja…ich befürchte, dass wir nicht viel machen können…“ kam nun von Semir. „Nun ja…. Noch sitzt sie hier…und hier kommt er sicher nicht an sie ran..“ gab Ben nachdenklich zurück. „Nein…du siehst das falsch…sie hat einen festen Wohnsitz und bisher sind keine Anzeigen außer die von dir vorliegend…und darin ist nur ein Versuch des Raubes festgehalten….also darf sie gehen…“ berichtigte Semir ihn. „Oh….nun dann…sollten wir sie gehen lassen...“ nickte Ben.


    Michelle sah die Beamten an. Was hatten diese Kerle vor? Wollte man sie wirklich gehen lassen? Sie konnte nach Hause und dann wieder auf die Piste gehen...noch einmal und dann Koffer packen und weg. „Nun..weißt du….ich habe Westerwald ja schon einmal was zu tun gehabt….er hat eiskalt einen Kollegen erschossen… ich denke nicht, dass er Skrupel hat eine Frau zu erschießen…er wird sich bestimmt mit ihr Vergnügen, bevor er sie tötet…“ erklärte der Mann weiter, der sich mit Gerkan vorgestellt hatte. „Warst du dabei, als er den Kollegen tötete?“ wollte Jäger wissen. „Ja…ich stand daneben…ich dachte jeden Augenblick, dass ich der nächste bin…ich war gefesselt und hatte die Waffe im Nacken….das war kein gutes Gefühl..und Westerwald hat es genossen….“ bestätigte Gerkan. Michelle fühlte sich verunsichert. Warum redeten die Beiden in ihrem Dabeisein über solche Dinge. „Weißt du was...ich hab mal eine Exfreundin von Westerwald gefunden…sie lag an der Autobahn….die Kehle war durch geschnitten und der Gerichtsmediziner hat festgestellt, dass sie Stunden vor ihrem Tod mehrfach vergewaltigt wurde. Von mindestens vier Männern…das muss du dir mal vorstellen…das war kein schöner Anblick…sie hatte Bisswunden überall am Körper...grausam…wirklich grausam….“erzählte Gerkan weiter. „Habt ihr das Westerwald nachweisen können?“ harkte Jäger nach. Die Männer nahmen gar keine Notiz von ihr. „Nein….es war nur sicher, dass es seine Freundin war…und als ich ihn fragte, ob er es getan hatte, sagte er mir…das er mit Frauen die ihn betrügen und belügen umspringen kann, wie er es für richtig hält…“ endete die Erzählung des Mannes. Michelle sah ihn an. Auch er sah zu ihr. Sofort senkte sie wieder den Blick. „Das ist schade.. ich meine sie ist ja eigentlich eine Hübsche…was meinst du wird Westerwald mit ihr machen?“ harkte Ben Jäger nach. Wieder ging der Blick von Gerkan zu ihr. Er maß sie ab. „Nun…sie ist gut gebaut..ich denke mal, sie wird länger zu leiden haben, als die Exfreundin… Westerwald hat sicher mehr als nur vier Männer heute…und alle werden ihren Spaß haben… vielleicht hat sie ja auch Glück und wird in eines der von Westerwald betriebenen Bordelle verkauft….“ mutmaßte Gerkan. „Verdammt…was wollt ihr von mir!!“ schrie Michelle die es nicht mehr aushielt wie Luft behandelt zu werden.

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  • Semir grinste leicht und wandte sich an die Frau. „Frau Junghans…. Wenn Sie uns nichts sagen, dann können wir Ihnen nicht helfen. Westerwald wird sich sein Eigentum zurück holen wollen….also?“ wollte er wissen. „Aber…ich… ich hab doch nur….ich meine…ich wusste doch nicht, dass es ein Verbrecher war…bitte… Sie müssen mich beschützen…bitte…“ flehte die Frau plötzlich. Ben lachte leise. „Michelle…was und wen haben Sie ausgenommen? Und bitte ohne Lücken…Sie werden dafür zwar bestraft, aber sicher ist das besser als zu sterben…“ schlug er vor. „Es waren acht Männer...ich kenne aber keine Namen…nicht mehr…ich vergesse sie immer….“ erklärte sie. Ben nickte. „Sie haben die Masche immer wieder abgezogen, oder? In der Kneipe ansprechen…sich einladen lassen..und dann zu dem Mann nach Hause…wo es meist zu einem weiteren Drink kam… Dann haben Sie die KO-Tropfen ins Glas getan und als die Männer schliefen, haben Sie die Geldbörsen geleert…war das so?“ wollte Semir wissen. Michelle nickte. „Okay… und wie war das bei Westerwald?“ harkte Ben nach. „Ich habe bei ihm genau die gleiche Masche abgezogen….aber als wir bei ihm waren, da… da hat er….er hat sofort angefangen mich anzugrapschen und….dann ging es auch schon los…er war brutal und schien gar nicht interessiert daran zu wissen, was ich wollte. Es dauerte eine ganze Stunde bis er abließ…dann kam das Getränk..und…ich hab ihm die Tropfen gegeben…danach…bin ich auf Streifzug gegangen und hab das Geld und diese Dinger gefunden...“ erklärte Michelle nun bereitwillig. „Das lag einfach so rum?“ kam erstaunt von Semir. „Nein….nein..ich hab mich beim Anziehen an die Wand gelehnt und…die hat plötzlich nach gegeben. Ich bin in einen Raum gefallen und dort stand eine sonderbare Maschine….und diese Geldscheine…ich hab mir das Geld eingesteckt…“ endete sie mit ihrer Erzählung. „War das alles?“ wollte Ben nun wissen. Michelle nickte. „Ja….das war alles…“ bestätigte sie. „Wo war das Haus? Oder besser gesagt die Villa?“ fragte Semir nach. „Das weiß ich nicht genau….es war dunkel…und…ich weiß nur, dass sie nicht zentral gelegen ist…ich musste eine Stunde laufen, bis ich einen Bus fand…“ kam leise von Michelle. „Und mehr wie das Geld und die Druckplatten haben Sie nicht mitgenommen?“ harkte auch Ben nach. Michelle sah ihn an. „Nein…“ sagte sie fest. „Dennoch…wenn Sie sagen, dass Sie von dem Geld nichts in Umlauf gebracht haben, können wir sie lediglich 48 Stunden festhalten. Dann muss der Haftrichter entscheiden, ob Sie in Haft bleiben oder nicht…“ erklärte Semir. „Aber, was ist wenn….Sie sagten doch dass er gemein und brutal ist…was wenn er mich…?“ fragte sie ängstlich. „Alles Weitere liegt nicht in unserer Hand. Sie werden von der Kripo Köln abgeholt und dort können Sie dann Ihr Anliegen vortragen… Ach einen guten Rat, der kostet auch nichts….lassen Sie sich am besten nicht mehr in den Kneipen sehen, wo Sie bereits waren..“ lächelte Semir. Susanne hatte die Kollegen mittlerweile verständigt.


    Semir und Ben übergaben Michelle und machten sich mit dem Fall Westerwald vertraut. Wenig später saßen sie in ihrem Büro und Ben drehte die falsche Banknote in den Fingern. „Gute Arbeit würde ich sagen..wenn ich nicht vor kurzem einen Lehrgang gemacht hätte, würde ich ihn sicher nicht erkennen..“ gab er nachdenklich von sich. „Ja…Westerwald liebt besondere Qualität. Aber wir sollten die Blüten mal von Hartmut untersuchen lassen. wenn er den Vergleich mit damals machen kann, dann weiß ich wenigstens, ob ich Recht habe. Und wenn ich Recht habe, dann haben wir eine verdammt harte Nuss zu knacken..soviel steht fest…“ erklärte Semir leise. Sie fuhren los. Die Fahrt zur KTU ging zunächst schweigend von sich, bis Ben die Ruhe unterbrach. „Wie war dein Wochenende?“ wollte er wissen. „Wunderbar… ich war mit Ayda im Zoo…..und da wollte sie doch glatt ein Nashorn als Haustier mitnehmen..ich musste sie überreden, es dort im Gehege zu lassen..“ erzählte Semir stolz. „Oh…dann weiß ich ja, was ich ihr zum nächsten Geburtstag schenken kann...“grinste Ben. „Untersteh dich….wo soll ich das Vieh denn hinstellen?“ wollte Semir wissen und lachte laut. Ben sah ihn an. „Dein Garten ist doch groß genug…ich meine…da einen kleinen Swimmingpool für das Tierchen bauen und schon ist der Drops gelutscht…“ schlug Ben vor. „Nee..lass mal..über einen Hund kann ich noch nachdenken, aber kein Nashorn..“ lehnte Semir vollends ab. „Ich kaufe auch nur ein ganz kleines..“ versprach Ben. Semir schüttelte den Kopf. „Ben nein….diese Tiere gehören nach Afrika und nicht in meinen Garten…“ Ben sah auf die Straße als er am Straßenrand zwei Mädchen sah. „kennen wir die Beiden nicht?“ murmelte er und wies auf die Kinder. Semir sah ihn. „Allerdings…“knurrte er und fuhr rechts ran. Ben kurbelte das Fenster runter und lächelte freundlich. „Hallo Mädels…einsteigen bitte!“ meinte er nur, stieg aus und öffnete die hintere Tür. Die Mädchen stiegen ohne Murren ein und wurden nach Haus gebracht.

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  • „Das sind vielleicht zwei Früchtchen..“ lachte Semir als sie die Mädchen wieder zuhause abgeliefert hatten. „Die Jungend von heute..sie haben es nicht einfach..“ nickte Ben. „Was heißt denn nicht einfach? Die Kinder in dem Alter haben abends zuhause zu sein und nicht irgendwo an der Autobahn. Das ist brandgefährlich!“ widersprach Semir. „Nein…das ist mir schon klar, aber die Mädchen wohnen weit ab von jeder Zivilisation und wollen auch mal was erleben. Das sie ausbrechen ist kein Wunder. Das meine ich..“ erklärte Ben weiter. „Das ist immer noch kein Grund, sich so in Gefahr zu bringen. Wenn Ayda das machen würde, dann wäre ich verdammt wütend…das glaub mir mal…“ gab Semir zu verstehen. Ben lachte. „Ja…du würdest sie vermutlich auch von der Disco abholen…“ meinte er nur. „Ja..würde ich auch…aber da brauche ich gar keine Angst zu haben, denn Ayda wird gar nicht erst diese Läden betreten..“ drohte Semir. „Ach…willst du deine Tochter einsperren wenn es soweit ist?“ wollte Ben wissen. „Idiot…nein…aber..“ suchte Semir noch einem Grund. „Ich weiß schon..es ist sicher nicht einfach, Kinder groß zu ziehen, nur sollte man immer daran denken, dass es eigene Persönlichkeiten sind, die dort aufwachsen...und diese Persönlichkeiten entfalten sich erst, wenn man sie laufen lässt..“ grinste Ben. „Wo hast du das denn gelesen?“ wollte Semir wissen. „In der Zeitschrift „Eltern“ als ich neulich beim Zahnarzt war..“ gab Ben zu. Sie kamen bei Hartmut an. „Hey…da seid ihr ja…ich wollte euch gerade anrufen… diese Blüten die du, Ben mir gebracht hast...sind eine wahre Meisterleistung…alles stimmt bis auf ein kleiner Fehler an denen mal die Blüten erkennen kann… aber sonst…1 A…. diese Dinger hatten wir vor einiger Zeit in der Asservatenkammer gehabt..ich hab mir davon eine weg gelegt…und die Dinger sind identisch..Semir…du musst dich an den Fall eigentlich noch erinnern können…das war dieser Westerwald….vor ungefähr vier Jahren….“ erklärte Hartmut. Semir sah Ben an. „siehst du…ich hab es doch gewusst..“ nickte er. „Das ist also die gleiche Qualität?“ wollte er noch einmal wissen. Hartmut nickte. „Eindeutig….sogar die Farbe ist die Gleiche…was mir allerdings auffällt ist, das die Druckplatten diesmal etwas genauer sind….bei den alten Blüten hatten wir hier eine kleine Abdriftung in der Ecke…und bei der neuen Blüte ist das nicht mehr. Klar…die Druckplatten waren ja auch eingezogen worden… und dieser Westerwald scheint nun ein neues Paar zu haben..besser noch als vorher….“ erklärte Hartmut. „Danke…dann sollten wir mit der Chefin sprechen..“ meinte Semir nur. „Okay…“ kam von Ben und schon waren die Beiden wieder verschwunden.


    Ben und Semir betraten die PAST. „Hier… die Akte von Westerwald. Ach so..Semir… du hast Besuch…ein gewisser Lukas Springer ist da…“ gab Susanne bekannt. „Lukas? Whow…der war ja schon lange nicht mehr hier. Steckt bestimmt wieder in der Klemme und ich soll ihm helfen..“ grinste er Ben an. Dieser sah ihn nur fragend an. „Wer ist das?“ wollte er wissen. „Erkläre ich dir gleich…komm…“ lachte Semir und ging ins Büro. „Lukas!!! Was machst du denn hier?“ begrüßte Semir seinen Freund. „Semir….freut mich dich zu sehen. Wo ist denn Chris?“ wollte Lukas wissen. „Chris? Du weißt es nicht oder?“ kam von Semir. Die Freude wandelte sich in leichter Trauer. „Was denn? Hat er Urlaub und du musst mit einem jungen Spund wie mich damals Dienst schieben?“ lachte sein Besucher. „Nein..Chris ist tot…er wurde vor zwei Jahren von einem Drogenhändler erschossen..Sander Kalvus….das ist Ben..mein neuer Dienstpartner…vom LKA zur Kripo Autobahn gewechselt..“ stellte Semir Ben vor. Die Männer reichten sich die Hand. „Lukas Springer ist Leiter der Sitte bei der Kripo Köln….“ ergänzte er noch. „Ah…und was machen Sie dann hier?“ wollte Ben nun wissen. „Du….ich bin Lukas….“ lachte der Mann von der Sitte…“nun ja..ich brauche Hilfe…diesmal geht es um einen alten Bekannten von dir, Semir. Hans Westerwald..“ erklärte Lukas. Ben und Semir wechselten einen schnellen Blick. „Was hast du denn mit dem Geldfälscher zu tun?“ harkte Semir nach. „Er scheint sich jetzt auf die Prostitution zu konzentrieren. Ihm gehören drei Clubs in Köln. Angebliche Saunaclubs…allerdings geht dort die Post ab. Er soll Minderjährige beschäftigen. Ausreißerinnen die sich von ihm bequatschen lassen und dann in seinem Bordell der Prostitution nachgehen. Ich habe ein junges Mädchen vor gut vier Wochen befreien können. Sie hat mir alles erzählt. Nur kommt da nicht jeder rein.“ erklärte Lukas weiter. „Ach und wer kommt rein?“ warf Ben seine Frage ein. „Leute die viel Geld haben und sich die exklusiven Clubs von Westerwald leisten können. „Ja gut…du wirst sicher von ihm erkannt werden, genau wie ich…ah…Moment…du willst Ben als Undercover in die Häuser einschleusen?“ kam etwas irritiert von Semir. Lukas grinste breit. „Wie schön, dass du auch die Worte hörst die man nicht ausspricht…ja…ich weiß das Ben, dein neuer Partner hier, der Sohn von Konrad Jäger ist, der die Jäger AG leitet. Also Multimillionär und damit genau das was Westerwald reizt.“ bestätigte er Semirs Verdacht. „Ähm…hab ich das was mitzureden?“ wollte Ben wissen. Semir sah zu Lukas. „Na klar…aber weißt du wer noch…die Krüger….“ grinste Semir. Lukas sah ihn an. „Wer ist Krüger?“ wollte er wissen. Doch weder Ben noch Semir sagten etwas darauf. „Komm…“ befahl Semir und zog Lukas zu Kims Büro.

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  • Kim sah auf, als die Tür aufging. „Frau Krüger…haben Sie einen Augenblick Zeit?“ bat Semir. Kim nickte und legte den Kugelschreiber weg. „Das ist Lukas Springer von der Sitte Köln…er braucht unsere Hilfe. Aber nicht nur das..es geht auch um den aktuellen Fall von uns. Wir denken er hängt zusammen…“ erklärte Semir kurz und knapp. Kim sah Lukas an und nickte ihm freundlich zu. Lukas reichte ihr die Hand. „Bitte setzen Sie sich doch…was kann die Kripo Autobahn für die Sitte tun?“ wollte sie wissen. „Es geht um Hans Westerwald..“ fing Lukas Springer an zu erklären. „Hans Westerwald? Der Fälscher?“ harkte Kim nach. Lukas nickte. „Ja genau der….Semir hat mir erzählt, das wieder Blüten aufgetaucht sind, die seine Handschrift tragen. Ich bin mir sicher, dass er das Geld in den Bars und Kneipen verteilt und so in echtes Geld umtauscht.“ Gab Lukas zum Besten. „Nun…das ist nicht ganz so….“ lächelte Kim. Lukas sah zu Semir und Ben. „Wir haben eine Betrügerin festgenommen, die Westerwald ausgenommen hat….leider war es Falschgeld…“ grinste Ben. „Ach so….nun ja…also mein Antrag auf Amtshilfe ist bereits unterwegs hier her. Ich selbst bin Westerwald ja bekannt, genau wie Semir und wir müssen unbedingt jemanden in der Bande haben, der mich unterstützt und…die Wahl fiel auf Ben…“ erklärte Lukas nun. „Sei wollen diesen Westerwald stellen…das ist ja gut…und auch akzeptabel. Aber warum soll Ben bitte in die Bande eingeschleust werden und wie?“ wollte Kim wissen. „Ähm…also das warum…ist einfach zu erklären. In die Clubs von Westerwald kommen nur Leute die nach Geld riechen und ich glaube dass Ben sich auf diesem Parkett sicher bewegen kann. Immerhin ist er ein Sohn eines Multimillionärs und das prägt doch….oder?“ Lukas wandte sich unsicher an Ben. „Ja sicher…klar doch..mir sieht man den Goldjungen an..“ grinste dieser. Susanne brachte ein Schreiben rein. „Von der Sitte…“ erklärte sie kurz. Kim nickte und las das Schreiben durch. „Nun… Wenn ich zustimmen…und ich sage wenn!!... dann werden Sie sich einen Weg suchen, der möglichst ohne Sach- und Personenschaden von Statten geht…“ ermahnte sie. Semir sah zu Ben und nickte dann. „Klar Chefin..“ bestätigte er. „Okay… dann lassen Sie sich die Akte von Susanne raussuchen, Semir.. und Sie Ben nehmen sich noch einmal diese Dame vor….erklären Sie ihr, dass es besser wäre, wenn sie uns hilft…“ schlug Kim vor. Ben nickte. „ich werde es versuchen..“ versprach er. „Gut…dann an die Arbeit…meine Herren..“ lächelte Kim und warf die Beiden freundlich aus dem Büro. Semir ging zu Susanne und bat sie die Akte von Hans Westerwald heraus zu suchen und auf seinen PC zu legen. Es dauerte keine zehn Minuten bis er sie hatte.


    „Diese Frau, die mit Westerwald zusammen war und ihn ausgenommen hat, wo ist die?“ wollte Lukas wissen, als er mit den beiden im Büro zusammen saß. „Sie wurde den Kollegen der Kripo Köln übergeben. Verdacht auf Betrug in mehreren zumindest aber in zwei Fällen. Mitführen von illegalen Betäubungsmitteln und Körperverletzung. Da sie einen festen Wohnsitz hat, wird man sie sicher bis zur Verhandlung auf freien Fuß setzen. Ben weiß aber wo sie wohnt..“ erklärte Semir. „Oh….die hat es ja wohl faustdick hinter den Ohren. Wen von euch hat sie geangelt?“ grinste Lukas. Ben sah ihn leidig an. „Mich…aber ich kam ihr auf die Schliche als sie mir KO-Tropfen ins Glas tat..“ erklärte er. „Oh..sie hat sich also tatsächlich den reichen Jungen gesucht….sie hat wohl einen guten Blick dafür. Dann vermute ich wirklich dass sie Westerwald die Blüten abgenommen hat oder?“ harkte Lukas nach. „Ja einiges. Die Summe beläuft sich auf gut 17.ooo Euro und die Druckplatten.“ Bestätigte Semir und starrte auf den Bildschirm. „In welcher Kneipe war sie denn?“ wollte Lukas wissen. „Keine Ahnung ich hab sie im Bolle Bolle kennen gelernt..“ kam von Ben. „Kann ich die Platten noch mal sehen?“ bat Semir plötzlich. Ben nickte und gab sie ihm. Semir nahm sie und sah sie sich an. „Ben…das ist nicht witzig….! Das sind die Platten die ich schon vor vier Jahren in der Hand hielt..“ maulte Semir enttäuscht. „Du irrst dich..die Dinger habe ich aus der Wohnung von Michelle Junghans geholt…nicht aus der Asservatenkammer!“ verteidigte Ben sich. „Aber du hast Recht…es kann nicht sein…die, die ich meine sind sicher in der Asservatenkammer….das müssen Neue sein…“ murmelte Semir nachdenklich. „Vielleicht sehen die nur gleich aus..ich meine so sicher kannst du doch gar nicht sein…“ mutmaßte Ben. „Nein..nein…siehe hier... fühl mal an dieser Stelle….diese Delle hier…das sind die Druckplatten von damals…“ kam sicher von Semir. Ben sah ihn an. „Wenn du Recht hast, dann.....ich will es gar nicht aussprechen...dann ...“ antwortete er. Semir nickte. „Dann steckt ein Kollege mit diesem Westerwald unter einer Decke.“ kam von Semir. „Lass uns zur Asservatenkammer fahren...ich muss wissen, ob es tatsächlich die alten Platten sind..“ bestätigte Ben. „Ja...ich auch..“ gab Semir zurück.

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  • Marcel Wehners saß in seinem kleinen Büro der Asservatenkammer. Ein Job den niemand gern machte. Doch für Marcel war es neben seiner Pension das einzige was ihm von seinem damaligen Polizistenjob noch blieb. Niemand verstand, dass er sich hier einmummelte und den ganzen Tag las oder ein Pläuschchen mit den Kollegen hielt, die er alle kannte. Egal ob sie bei der Kripo in der Stadt, auf dem Land oder auf der Autobahn waren. Selbst die Polizeischüler waren ihm bekannt. Marcel hatte fast 70 Jahre auf dem Buckel, doch das sah man ihm nicht an. Er war immer noch fit und konnte manchen jüngeren Kollegen in die Tasche stecken. „Hallo Marcel....auch wieder hier?“ riss ihn eine Stimme aus den Gedanken. Der Kopf ruckte zu dem Besitzer der Stimme hoch. „Semir!!! Das ist ja eine Freude....Mensch was machst du denn hier?“ strahlte Marcel und rannte den kleinen Mann regelrecht um. „Ach nun ja....du weißt doch....ich bin überall und nirgends....“ lachte Semir zurück. Marcel musterte den jungen Mann an der Seite des Kriminalhauptkommissaren. „Wer ist das? Dein Sohn?“ harkte er nach. Semir lachte. „Nein...ich habe lediglich zwei Töchter das ist Ben Jäger...mein Dienstpartner. Ben...das ist Marcel Wehners...ein sehr erfahrener Kollege...“ stellte Semir die Beiden vor. Die Männer reichten sich die Hand. „Hast du schon wieder so einen jungen Hüpfer wie Jan an der Backe...“ lachte Marcel. „Ja...aber er hat es drauf...“ lobte Semir und wies auf Ben. „Was kann ich für dich tun?“ wollte Marcel nun wissen. Semir sah zu Ben. „Siehst du...er weiß wenn wir hier sind, dann nie um ein Pläuschchen zu halten. Aber du hast Recht...erinnerst du dich an den Fall Westerwald? Hans Westerwald...?“ wollte Semir wissen.


    Hans Westerwald betrat den Raum in dem seine Goldmaschine, wie er sie nannte stand. Sie war nutzlos, solange die Druckplatten nicht da waren. Hans überlegte wie er sie sich besorgen könnte und was passierte wenn die Polizei dieser Gina auf den Spuren war? Wenn die Druckplatten in die Hände von der Polizei gerieten, würden die sicher schnell herausfinden, dass es die alten waren. Die die er bereits vor vier Jahren hatte und die eigentlich in der Asservatenkammer der Kripo liegen sollte. Hans hatte so einiges dafür hingeblättert um sie zu bekommen. Ein junger Beamter, der sich noch die Sporen verdienen musste war sein Opfer. Hans hatte Glück der Mann war ein Spieler und konnte sein Hobby geheim halten. Zumindest vor seinen Kollegen, doch Hans hatte es herausgefunden und ließ dies als Druckmittel wirken. Mit Erfolg. Michael Reinders ließ sich erpressen und lieferte ihm die Druckplatten aus. So war es Hans möglich, die gleiche Qualität an Blüten herzustellen wie damals als seine Bande aufflog. Allerdings galt Hans Westerwald nicht als Samariter. Zum Dank für die Platten ließ er Reinders einen Unfall haben. Einen tödlichen versteht sich. Michael Reinders verunglückte auf dem Nachhauseweg auf der Landstraße. Er geriet mit 100 km/h auf der gerade trockenen Strecke von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen eine Mauer, die zur Lärmdämmung aufgebaut war. Michael Reinders war sofort tot. Für Hans gab es niemanden mehr, der gegen ihn aussagen konnte. Westerwald fühlte sicher, doch dann erfuhr er von einem Spitzel, dass sich eine Kröte vom LKA in seine Bande geschleust hatte. Schnell fand er raus, wer es war. Doch er ließ diesen Kerl im Glauben immer noch das Vertrauen zu genießen. Bis zum Zugriff. Damals…war dieser komische Kommissar dabei..dieser Kerl der sich nicht kaufen ließ…wie hieß er denn noch mal….Westerwald überlegte stark. Gerkan..richtig….so war der Name. Aber diesen hatte er schnell gezeigt, dass niemand gegen ihn ankam. Er war unschlagbar. Während seine Leute sich um Gerkan kümmerten nahm er sich den Verräter vor. Dann wurden die Beiden in ein Raum gebracht und Westerwald sah den Verräter an. Seine Leute hielten Gerkan, der gefesselt war fest. Er sollte zusehen wie sein Kollege starb. Westerwald drückte eiskalt ab. Anschließend setzte er sich nach Belgien ab.

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  • „Westerwald...der Fälscher?“ harkte Marcel nach. „Genau der..“ nickte Semir. Marcel bestätigte es mit einem nachdenklichen Nicken. „Ja sicher.....das war vor vier Jahren oder?“ wollte er wissen. Wieder bestätigte Semir. „Ist der nicht weg vom Fenster?“ fragte Marcel zweifelnd. „Er ist wieder da...und er hat diese Platten im Gebrauch gehabt...es sind die Gleichen wie vor vier Jahren....ich weiß...das es eigentlich nicht sein kann, weil die ja von uns eingezogen wurden, aber .... es sind die Gleichen...“ erklärte Semir nun sein Auftauchen und reichte Marcel die Druckplatten. Dieser war bereits vor vier Jahren in diesem Fall involviert. Damals noch als Kripobeamter. Er sah sie sich sehr genau an. „Du hast Recht ....das sind die gleichen von Damals...die Delle hier.....aber das kann doch eigentlich gar nicht sein...ich meine....warte.....ich muss das mal überprüfen...“ murmelte Marcel mehr zu sich als zu den Beamten. Die Druckplatten legte er auf den Tisch und verschwand in die hinteren Räume. Es dauerte fast eine halbe Stunde bis er wieder nach vorn kam. „Semir...die Platten...sie sind nicht da....sie müssen vernichtet sein....denn eine andere Möglichkeit wäre nur....“ murmelte er ziemlich verwirrt. „Marcel...wir vermuten, dass ein Kollege die Dinger an Westerwald gegeben hat. Wann weiß ich nicht...gab es Kollegen die in den letzten vier Jahren irgendwie versetzt oder entlassen wurden?“ wollte Semir wissen. Marcel sah ihn über den Rand seiner Brille an. „Du willst doch nicht sagen, dass hier ein Korruption vorliegt?“ kam empört von Marcel. „Leider ja...ich müsste wissen, wer die letzten Jahre hier Dienst gemacht hat...und ob es irgendwelche Vorfälle gab...“ lächelte Semir ihn an. „Nur einen...ein junger Kollege der hier Dienst schon...Michael Reinders...ein sehr talentierter junger Mann...vor gut zwei Jahren hatte er einen tödlichen Autounfall...“ kam von Marcel. „Einen Unfall? Auf der Autobahn?“ harkte Ben nach. „nein...auf der Landstraße...der Wagen ist aus unerklärlichen Gründen von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Mauer gerast... Michael war sofort tot.“ erzählte Marcel mit traurigem Ton. „Vor zwei Jahren? Gab es Anzeichen für eine Sabotage am Fahrzeug?“ fragte Semir nach. „Nein...das Fahrzeug war vollkommen in Ordnung und auch an der Leiche fand man nichts. Keine Gewalteinwirkung...gar nichts...“ las Marcel aus einer Akte hervor. Semir grinste. „Du kennst immer noch die Tricks, wie du an Informationen bekommst oder?“ grinste er. Marcel lachte. „Manche Sachen vergisst man nie.“ gab er nur zurück.


    Ben und Semir fuhren nachdenklich zur PAST zurück wo Lukas in ihrem Büro wartete. „und…? Habt ihr was herausgefunden?“ wollte er wissen. Dabei ließ er den Kugelschreiber immer wieder auf den Tisch tippen. „LUKAS!!! Lass das bitte….es nervt!“ stieß Semir aus und nahm ihn den Kugelschreiber weg. „So…die Druckplatten sind tatsächlich die von früher. Hast du schon wegen dein Anliegen bei Krüger vorgesprochen?“ stellte Semir die Gegenfrage. „Nein…ich warte auf euch..ich meine….nach dem was du mir von der Frau erzählt hast, da….dachte ich..das…“ grinste der Sitte-Mann. „Du hast Angst vor der Krüger?“ lachte Semir laut. „Quatsch..ich habe nie Angst vor ner Frau…..“ bestritt Lukas uns zog Semir mit. „Na los..ich zeige dir, dass ich keine Angst hab…“ Sie betraten zu dritt das Büro von Kim. „Meine Herren..ich hoffe Sie haben Neuigkeiten für mich..“ begrüßte sie die Drei. „Ja..wir haben festgestellt, dass die Druckplatten die gleichen sind wie vor vier Jahren. Ein Kollege, der vor zwei Jahren ums Leben kam, muss sie an Westerwald gegeben haben. Ich habe die Akten über den Unfall angefordert. Ähm…Frau Krüger…Herr Springer hier…würde gern wissen wie Sie sich entschieden haben..“ erklärte Semir. Kim sah zu Lukas und zu Ben. „Ich bin bereit Herrn Jäger die Zustimmung zu geben. Er wird sich mit Herrn Springer um die Prostitution und dem Mädchenhändlerring kümmern. Sie Semir…. Werden die Falschgeldsache bearbeiten. Ist der Unfall geklärt gewesen?“ wollte sie wissen. „nein…deshalb lass ich mir die Akte kommen. Westerwald ist es zuzutrauen, dass er sich dem lästigen Zeugen entledigt hat.“ Dachte Semir laut nach. „gut…dann an die Arbeit…Ach Herr Jäger..ich will regelmäßig was von Ihnen hören..einmal pro Tag mindestens!“ ermahnte sie Ben. Die Drei nickten und verließen das Büro wieder.

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  • „JA!!!“ stieß Lukas aus und zog seinen Arm an den Körper. „Ihr seid Klasse…Okay…Ben… ich hab noch ein paar Informationen im Büro. Dein neues ich musst du dir auch noch anschauen…..“ bat Lukas. „Wie wäre es mit Willy…?“ grinste Semir und duckte sich direkt als Ben seine Hand auf seinen Kopf sausen ließ. Auch Lukas musste lachen. „Nein jetzt mal im Ernst. Wir können dich zwar als Ben Jäger laufen lassen, aber Westerwald ist nicht dumm und wir müssen sicher gehen, das deine wahre Identität nicht raus kommt.“ Gab er von sich. Ben nickte. „Dann lass uns mal überlegen….aber später. Die Vorgehensweise kenne ich schon...oder besser ein Vorschlag….Semir ermittelt ganz offen gegen Westerwald und wird ihn auch befragen. Sicher erkennt Westerwald ihn auch. Und einen Abend…nachdem ich mir dort das Vertrauen erschlichen habe….wird eine Razzia durchgeführt….du und Semir führen diesen Einsatz an. Natürlich müssen wir einen Abend erwischen wo auch Westerwald anwesend ist. Ich werde dann eingreifen und Semir niederschlagen als er Westerwald verhaften will. Du…Lukas willst natürlich dazwischen gehen…ich nehme Semir als Geisel und drohe ihn zu erschießen, wenn die Polizei nicht sofort das Gebäude verlässt. Du wirst dich der Gewalt beugen und das Feld räumen. Ich bin natürlich verzweifelt….und weiß nicht wie es weiter geht…..aber Semir ist in meiner Gewalt. Westerwald wird sich dankbar zeigen und mich aufnehmen…hoffe ich zumindest.“ schlug Ben vor. Semir sah Lukas an. „Wie schön, ist das die Rache für Willy, oder was? Wenn du mich KO schlägst und als Geisel nimmst, könnte Westerwald auf dumme Ideen kommen…“ knurrte Semir, dem der Plan nicht gefiel. „Nur keine Angst…ich werde mich dann schon für dich einsetzen.“ grinste Ben. Lukas sah von einem zum Anderen. „Man könnte echt meinen Tom Kranich und Semir Gerkan stehen vor mir. Aber zurück zur Idee…. Das ist wirklich gut. Nur erst einmal muss ich dich rein bringen. Und dazu musst du auch die Akte kennen. Also die Akte gegen Westerwald die ich führe. Er hat mit Sicherheit seine Finger in einem Mädchenhändlerring drin. Und zwar einer der sich auf Asiatinnen und Afrikanerinnen konzentriert. Wir haben in einem von seinen Bordellen drei 13jährige aus Ghana befreit. Die Mädchen waren völlig fertig und verängstigt…“ knurrte Lukas. Semir nickte. „Also gut…der Plan steht. Ihr meldet euch bei mir sobald die Razzia ansteht…“ schlug Semir nun doch ein.


    Ben fuhr mit Lukas zur Sitte um dort von ihm in dem Fall informiert zu werden. „Wie viele Jungs stehen denn im Dienst von Westerwald?“ wollte Ben wissen. „Nun… wir wissen von drei Männern…der eine heißt Frank Richter, Phillip Freisinger und ein gewisser Malik Strombowski…. Es sind aber sicher noch mehr dort. Immerhin hat er vier Bordelle allein in Köln. Zwei in Leverkusen und einen in Düsseldorf. Allerdings hält er die sauber. Das Illegale ist meist in den Privatclubs. Nur müssen wir es ihm nachweisen und genau das ist dein Part. Besorge mir Beweise für den Mädchenhandel und am besten auch noch die Hintermänner mit denen Westerwald Geschäfte macht.“ befahl Lukas grinsend. „Ach…mehr nicht…nun gut...ich hoffe nur, dass die hübschen Mädchen im Job inbegriffen sind. Immerhin muss ich mich ja opfern…“ gab Ben zurück. Lukas nickte „Ein schweres Opfer…ich weiß…..aber du wirst es sicher überleben….so….zum Namen…hast du dir was ausgedacht?“ wollte Lukas wissen. „Nein…nicht wirklich…nur wenn ich aus dem Geldadel komme, wie es ja auch ist, sollte ich einen wohlklingenden Namen haben. Ben als Vorname ist okay…..nur wie weiter?“ dachte Ben laut nach. „Wie wäre es mit ….warte…hier….Lichterberg oder aber Hingsen…?“ schlug Lukas vor. „Ben Hingsen….Ben Lichterberg…..ich nehme den Lichterberg…was bin ich sonst außer Reich?“ wollte Ben wissen. „Du bist in aller erster Linie Sohn…..und so führst du dich bitte auch auf...kannst du das?“ fragte Lukas nach. Ben sah ihn gespielt entrüstet an. „Was denkst du denn von mir…?“ Fauchte er mit einer etwas erhobenen und abwertenden Stimme. Lukas nickte. „klingt schon mal Vielversprechend… so zu seiner Person…Ben Lichterberg ist Sohn eines Industriellen, der in Kanada einen guten Ruf hat und dort auch den Firmenhauptsitz. Du bist hier um die deutschen Wurzeln zu erfahren. Auf das Geld musst du nicht achten…..ich habe unbegrenztes Potential und muss die Sachen nicht belegen…aber…der Steuerzahler wird dir jeden Cent krumm nehmen...“ grinste Lukas. „Also soll ich nicht so großkotzig tun?“ wollte Ben wissen. „doch…aber nur im Dienst und nur in den Kneipen von Westerwald...“ lachte Lukas.

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  • Während Ben sich mit seiner neuen Identität anfreundete sah Hans Westerwald auf die Maschine die für ihn wertlos war. Ohne die Druckplatten konnte er seinen Vertrag mit den Belgiern nicht einhalten. Die werden ihn zur Verantwortung ziehen. Verdammt…er musste die Platten wieder beschaffen. „MALIK!!“ schrie er laut. Nur wenige Sekunden später stand sein Mann vor ihm. „Beschaff mir endlich die Platten wieder!! Mir ist es egal wie aber tu es!!“ schrie er seinen Mann an. Malik nickte. „Ja…Chef...ich bin schon auf der Suche nach dieser Schlampe… was soll ich machen, wenn ich sie finde?“ wollte er wissen. Hans grinste böse. „Dann bringst du sie zu mir…sie kann im Puff ihre Schulden für mich abarbeiten. Und sie wird es tun….notfalls helfe ich sogar nach…“ versprach er leise drohend. „Okay...ich werde die umliegenden Kneipen abklappern und nach der Schlange Ausschau halten. Bist du heute Abend wieder im Bolle Bolle?“ wollte Malik wissen. Hans nickte. „Ja…ich treffe mich mit dem Belgier…er will wissen wie lange ich noch brauche und ich muss mir eine passende Geschichte einfallen lassen…“ murmelte er nur. „Dann viel Glück… also gut...ich nehme Phillip und Mark mit…Bernd und Wolle können sich auch ein paar Kneipen vornehmen. Ich gebe allen die Beschreibung der Nutte und wie sie sich an die Kerle ranmacht….vielleicht hat sie ihren Typ verändert und zieht die Masche bei anderen ab…“ schlug Malik vor. Hans nickte nur. Ihm plagte in anderer Gedanke. Das Treffen mit seinem Auftraggeber.


    Michelle sah Dieter Leiter an. Der LKA-Mann hatte sie zum Verhör gebeten. „Frau Junghans…Sie dürfen nach Hause. Aber…Sie dürfen das Land nicht verlassen. Michelle schlucke. „ich darf gehen? Wirklich?“ harkte sie nach. „Sie haben einen festen Wohnsitz und außer der Anzeige von Herrn Jäger liegt nichts gegen Sie vor. Versuchte Körperverletzung ist noch nicht bewiesen. Was das Falschgeld angeht…da haben Sie nichts in den Umlauf gebracht….warum sollte ich Sie festhalten. Nur tun Sie sich selbst ein Gefallen und halten Sie sich von den Kneipen fern…“ schlug Dieter Leiter vor. Michelle nickte. „Denken Sie, dass ich mich noch mal da blicken lassen? Ich bin nicht dumm… auch wenn ich blond bin!“ fauchte Michelle. „Das sagte ich auch nicht. Aber es gibt ein paar Männer die etwas sauer auf Sie sein könnten…. Und ich will Sie nicht irgendwo auf der Straße einsammeln müssen. Und nun..einen schönten Abend noch..“ knurrte Dieter zurück. Michelle stand auf. Sie wurde von einer Beamtin raus gebracht und anschließend bekam sie auch ihre Wertgegenstände wieder. Dann fuhr sie nach Hause. Als sie die Tür geöffnet hatte sah sie vorsichtig hinein. Vielleicht hatte dieser Westerwald, von dem die Polizei so schlecht sprach ja herausgefunden wie sie wirklich hieß und wusste wo sie wohnte? Dann war sie in einer Falle. Langsam tat sie einen Schritt nach dem Anderen. Doch sie war allein. Michelle atmete tief durch, ließ sich Badewasser ein und genoss die neue Freiheit. Heute Abend werde ich wieder auf die Piste gehen, dachte sie und schloss die Augen. Sie musste es machen...sie brauchte diesen Kick…

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  • Für Ben fing der Abend entspannt an. Er machte sich bereit für den ersten Auftritt in der Bar klar. Zunächst so hatte Lukas ihm erklärt musste er einen Kontakt zu Westerwald oder dessen Angestellten bekommen. Denn die privaten Clubs um die es Lukas ging, waren Insidertipps. Niemand von der Straße konnte wissen wo sie waren oder von wem sie betrieben wurden. Ben musste sich sozusagen die Sporen verdienen und von Westerwald oder aber seinen Angestellten eingeladen werden, die Clubs zu besuchen. Ben zog eine seiner Jeans an und ein schwarzes Seidenhemd. „Na..wie sehe ich aus?“ wollte er von Lukas wissen und drehte sich. „Hmmm…in Jeans?“ fragte er nach. „Ja sicher…das ist ne Kneipe..und wir wissen noch nicht mal ob Westerwald heute Abend dort auftaucht….also warum nicht?“ grinste Ben. Lukas nickte. „Stimmt…also gut….das Bild von Westerwald hast du….weißt du schon wie du dich an ihn ranmachen willst?“ harkte Lukas nach. Ben zog die Schultern hoch. „ich werde improvisieren. Vielleicht ergibt sich etwas…was machst du denn heute?“ stellte Ben die Gegenfrage. „Tja…ich werde wohl Feierabend machen, wenn ich dich abgesetzt hab..“ grinste Lukas. „Was bist du faul…also gut...ich melde mich bei dir, sobald ich näher an Westerwald bin. Denke nicht, dass es heute schon klappt..“ meinte Ben nur. „Denke ich auch nicht….ähm….Westerwald ist gefährlich…bitte vergiss das nicht. Ich will nicht daran schuld sein, dass Semir seinen Partner verliert… der macht mich dann nämlich wirklich zur sau..“ erklärte Lukas. Ben lächelte verlegen. „Schön, dass du dich um mich sorgst…“ gab er zu. Lukas lachte. „Was heißt denn um dich? Ich hab Angst um mich…hast du Semir schon mal richtig sauer erlebt?“ wollte Lukas wissen. Ben sah ihn erschrocken an. „Nein,…..“ gab er zu. „Siehst du…aber ich…du glaubst gar nicht wie viel Kraft und Ausdauer in ihm steckt..“ erklärte Lukas weiter. Ben stieg kopfschüttelnd aus und sah Lukas nach als er abfuhr.


    Michelle lief die Rheinpromenade ab. Sie sah sich aufmerksam um, doch hier schien heute nicht viel los zu sein. Vielleicht sollte sie doch ins Bolle Bolle gehen? Immerhin waren dort ne Menge von den Kerlen, die sie ausnehmen konnte. Aber wie? Sie hatte keine KO - Tropfen….vielleicht war Markus noch an seinem Platz. Verdammt… Geld… dafür brauchte sie Geld….dachte sie weiter. Vielleicht schrieb Markus ja auch an. Bisher hatte sie immer bezahlt…und für eine Nacht mit ihr, würde auch Markus alles geben…dachte sie und machte sich auf den Weg zu Markus Liebherr, der in einer kleinen Seitengasse eine wahre Hexenküche betrieb. Alles was es an illegalen Drogen gab, konnte man hier kaufen. In kleinen Mengen… für den Eigenverbrauch. Auch Methadon, wenn es jemanden gab, der von dem Heroin weg wollte. Alles war hier möglich. Michelle ging zu ihm und sah den dicken alten Mann an. Er war überall ziemlich überladen mit Körperfett. „Hallo Michelle….was kann ich für dich tun?“ fragte der fast 50jährige. „Ich brauche noch mal ein paar KO-Tropfen….meine sind mir abgenommen worden..“ erklärte sie. „Ach…hat dich die Polizei erwischt?“ grinste Markus. Michelle nickte. „Ja…genau. Kannst du mir welche geben?“ bat sie und setzte ihren treuen unschuldigen Blick auf. „Michelle….du kennst den Preis…“ nickte Markus. „Markus…die Polizei hat mir auch das Geld abgenommen….kann ich bei dir etwas Kredit haben?“ bettelte sie. Markus sah sie an. Ein seltsames Glitzern entstand in seinen Augen. „Tut mir Leid….aber du musst zahlen….“ erklärte er. „Aber… ich habe doch kein Geld…..wie soll ich dann…“ wollte sie wissen. Markus maß sie von oben bis unten. Michelle fühlte sich unwohl doch sie war bereit für die KO - Tropfen alles zu tun.

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  • Ben sah sich in der Kneipe um. Bisher war noch nichts von Westerwald zu sehen. „Hey….hallo…so ganz allein hier?“ wurde er angesprochen. Eine Frau die schon ziemlich wankte sah ihn an. Die Alkoholfahne ließ ihn fast ohnmächtig werden. „Ich hab Durst…“ lallte sie. Ben lächelte. „Ich glaub Sie haben genug getankt…fahren Sie heim und legen Sie sich besser schlafen…“ wies er sie ab. „Arsch….“ fluchte sie und verschwand wankend zum Ausgang. Wieder sah er sich suchend um. Ein Mann der weiter in der Ecke stand schien zu bemerken, dass er etwas suchte und kam zu ihm. „Hey…bist Neu hier?“ wollte er wissen. Ben überlegte kurz. Eigentlich ging es dem Typen doch nichts an, doch dann überlegte er es sich. Vielleicht war es gut, wenn er erklärte, dass er nach dieser Frau suchte, die ihn betrogen hatte. Vielleicht kam er so an Westerwald ran. „Ja…ich suche eine Blondine…die….mich…“ Ben sah sich verschwörerisch um. „Sie hat mich gelinkt….betäubt und ist dann mit meiner Kohle abgehauen…“ flüsterte er. „Ah…ich verstehe….hatte sie langes blondes Haar? Braune Augen?“ harkte der Mann nach. Ben nickte heftig. „Die hat mir fast 1000 Euro geklaut….diese kleine verdammte Schlampe…“ fauchte Ben. „Und hast du sie schon gesehen?“ wollte der Mann wissen. Ben schüttelte den Kopf. „Sie ist nicht hier….ich versteh das nicht…sie sagte mir als ich sie kennen lernte, dass sie fast jeden Abend hier ist…..aber heute nicht…“ murmelte er nachdenklich. „Scheint ganz so…“ bestätigte der Mann. „Ich bin übrigens Malik…..wenn du die Frau siehst…sagst du mir Bescheid? Ich mag es überhaupt nicht, wenn meine Gäste belästigt und beraubt werden.“ Lächelte der Mann. „Ben….danke das werde ich tun… ich meine…sie war verdammt gerissen. Diese Miststück hat mich angequatscht und dann sind wir raus….zu mir nach Hause… ich hab gedacht, dass ich eine tolle Nacht mit der heißen Braut haben könnte, tja und alles was ich bekam waren Kopfschmerzen als ich aufwachte…“ schimpfte er mit sich selbst.


    Michelle zog sich an. Markus lag im Bett und atmete schwer. „Du bist Klasse…“ lobte er sie. „wo sind die Tropfen?“ fragte Michelle kurz. „In der Tasche….nimm dir zwei Flaschen….du Rasseweib…“ stöhnte Markus. Michelle sah ihn an. „Danke….ich werde es nicht vergessen..“ lächelte sie. Markus setzte sich auf. „Michelle..ich kenne mich mit den Bullen aus. Bin oft genug in deren Sicht geraten. Halt dich noch ein paar Tage zurück. Sie werden dich sicher beobachten und darauf warten, dass du die Masche noch einmal machst. Gönn dir ein paar Tage…fahr an die See oder lass die Seele einfach baumeln..in zwei Wochen kannst du dann wieder den ersten Typen übers Ohr hauen..“ gab er den guten Rat. Michelle sah ihn an. Markus war ein Widerling aber wenn es um seinen Rat ging, da konnte man sich auf ihn verlassen. „Danke für den Rat….“ Meinte Michelle nur, packte ihre Sachen und nahm sich die Tropfen die sie mit ihrem Körper bezahlt hatte und verließ Markus. Auf der Straße sah sie sich um. Wenn Markus Recht hatte, würde die Polizei sie beobachtete dann wäre es fatal, wenn sie heute auf die Piste ging. Sie drehte sich um und ging in Richtung U-Bahn und fuhr nach Hause. Nur mürrisch ließ sie sich auf die Couch fallen und zappte sich durch das Fernsehprogramm. Wieso musste sie auch ausgerechnet an einen Bullen geraten. Damit war ihre Masche aufgeflogen. Wieso arbeiten so gut aussehende Männer als Polizisten. Nach einer halben Stunde stand sie wieder auf und sah aus dem Fenster .Vor ihrem Haus stand ein Streifenwagen. Verdammt…ich werde tatsächlich beobachtet, dachte sie und ging nach weiteren zwei Stunden Fernsehen ins Bett. Sie musste sich also ein paar Tage ruhig verhalten. Gut…dann tut sie es eben.

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  • Für Ben verliefen die nächsten Abende damit, dass er jeden Abend in der Kneipe „Bolle Bolle“ war und tat als würde er jemanden suchen. Jedes Mal kam Malik zu ihm und fragte ob er schon die Frau entdeckt hatte. „Warum interessiert dich das eigentlich…? Bist du auch gelinkt worden?“ harkte Ben nach. „Nein...ich nicht…ein guter Freund. Und er liegt mir sehr am Herzen. Aber scheinbar haben die Bullen die Kleine geschnappt. Das würde ich jetzt so denken, denn so eine wäre hier schon längst aufgefallen. Wie wäre es, wenn wir uns etwas Spaß gönnen?“ schlug Malik vor. Ben sah ihn an. „Was meinst du damit?“ wollte er wissen. „Nun…ich kenne einen kleinen privaten Club. Sehr exklusiv, sagen wir als kleine Entschädigung für den Schaden den du hier auf dich genommen hast? Was ist? Hast du Lust?“ grinste Malik. Ben tat als müsse er überlegen. „Lohnt es sich denn?“ harkte er nach. „Hey….du bekommst dort was du willst. Wenn du ein kleines Mädchen willst, bekommst du es gegen entsprechende Bezahlung natürlich, sofort. Wenn du eine willst die etwas wild ist...bekommst du auch die...oder eine die sich dir unterwirft?“lachte Malik. „Ach komm…das ist Wunschdenken…“ lachte Ben. „Ich zeig es dir...was ist? Kommst du mit?“ lockte er den Polizisten. Ben nickte. „Also gut….zeig es mir…“ nickte Ben und stand auf. Malik lachte. „ich zahle und dann fahren wir..okay?“wollte er wissen. Ben nickte. „ich geh nur mal für große Tiger..“ lachte er und ging in Richtung Toiletten. Malik sah ihm nach und zahlte. Ben betrat die Toilettenräume und suchte sich eine leere Kabine. Zum Glück war er allein hier. Er griff zum Handy und wählte Lukas Springer an. „Lukas..ich bin es…hör zu….dieser Malik Strombowski hat mich soeben eingeladen einen Club zu besuchen, in den man alles bekommen kann…alle Altersgruppen. Ich hab zugestimmt…“ gab er durch. „Alles klar Ben…pass auf dich auf und lass dein Handy eingeschaltet.“ ermahnte Lukas ihn. Ben lachte leise und beendete das Gespräch. Er tätigte das, was hier getan wurde und zog ab. Nach dem Händewaschen verließ er den Raum. Schon vor der Tür stand Malik. „dachte schon, du bist reingefallen..“ scherzte er. „Nee…es klemmte….“ Gab Ben zurück. Gemeinsam mit seinem neuen Freund verließ er das „Bolle Bolle“.


    Lukas Springer sah Semir an, der sich zu ihm gesellt hatte. Er legte sein Handy auf die Ablage. „Das war Ben. Es geht los…“ erklärte er. Semir nickte. „Hoffe nur, dass alles gut geht. Ich habe herausgefunden, dass an dem Wagen des Kollegen von damals die Bremsen manipuliert waren. Also ich meine der Kollege in der KTU hat das festgestellt. Die Bremsleitungen waren gekappt. Er hätte den Wagen nicht kontrollieren können. ES war also eindeutig Mord. Und ich fresse einen Besen, wenn dieser Westerwald nicht dahinter steckt..“ knurrte Semir. „Semir….Westerwald lässt keine Zeugen leben. Wenn ihm einer gefährlich werden konnte, dass dieser junge unerfahrene Kollege. Und ich verspreche dir, wenn wir Westerwald haben, dann wird er auch für diesen feigen Mord büßen. Sag mal…was ist mit Tom passiert?“ wollte Lukas wissen. „Tom….? Er ist seit über drei Jahren tot…. Er wurde erschossen….und….starb in meinen Armen..“ kam leise von Semir. Auch wenn es jetzt schon so lange her war, tat es weh, daran erinnert zu werden. „Oh….“ Stieß Lukas aus. „Es war auch ein Mädchenhändlerring… Vater und Sohn schafften Asiatinnen ins Land. Ein Versprechen, sie können in Deutschland als Kindermädchen viel Geld verdienen…die Mädchen glaubten scheinbar alles. Und hier angekommen wurden sie in die Bordelle verteilt die Erik van Gehlen und sein Vater betrieben. Tom und ich hatten ein Mädchen aus den Fängen befreien können, doch bevor wir wirklich eingreifen konnten…da….haben die Mistkerle das Mädchen erschossen. Und Tom…. Er….entschuldige Lukas..aber ich kann nicht darüber sprechen…“ bat Semir. Lukas nickte. Er sah weg, als Semir sich eine Träne aus dem Gesicht wischte.

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  • Ben und Malik stiegen vor einem nichtssagenden Haus aus. „Ich dachte wir fahren in ein Club? Wohnst du hier?“ kam enttäuscht von Ben. „Nur keine Panik…hier ist der Club untergebracht….komm…“ lachte Malik. Ben zuckte mit den Schultern und folgte Malik. Dieser klingelte an der Tür. Eine kleine Kamera surrte und fing die Besucher ein. Es ertönte ein Summton. Malik drückte die Tür auf und zog Ben mit rein. Der Korridor auf dem sie kamen war in rotem Samt gekleidet. Schummeriges Licht empfing die Beiden. Ben sah sich erstaunt um. „Whow..sieht ja echt cool aus..“ gab er überzeugt von sich. „Ja nicht wahr..aber warte bis du die Mädels siehst..“ lachte Malik und zog ihn weiter. Der Raum den sie nun betraten war in einem sanften Ton getaucht. Leise war Musik im Hintergrund zu hören. Leichtbekleidete Mädchen räkelten sich auf den Sitzgruppen. Als die beiden Männer eintraten erhoben sich sofort drei Mädchen und kam auf sie zu. „hallo…“ begrüßte eines der Mädchen die Beiden. „hallo Ivanka….das ist Ben…und ich will ihm das Besondere an diesem Club zeigen…“ erklärte Malik. Das Mädchen nickte. „Für ihn haben wir sicher auch was Besonderes. Was magst du denn so?“ wollte sie wissen und sah Ben an. „Ähm…ich?“ fragte er irritiert. Malik lachte. „Du kannst auch Ivanka bekommen….aber sie ist ein Tiger….der gezähmt werden will…“ warnte Malik ihn. „Ich…möchte mal die brave Art haben….so richtig unterwürfig….demütig….“ erklärte Ben. Malik nickte und sah Ivanka an. „Ich hole die Damen, die diesem Format entsprechen“ nickte sie und verschwand. Schon wenige Minuten später standen vier Asiatinnen vor Ben. Die Ältesten schätzte Ben auf 17 Jahre, was bei Asiatinnen immer sehr schwer war. „Whow…!“ stieß er aus. „Na hab ich dir zu viel versprochen? Und das gute ist…die verstehen dich ohne Worte…denn deutsch können sie nicht..“ lachte Malik. Ben suchte sich eines der Mädchen aus. „Wo?“ wollte er wissen. „In der ersten Etage…Ivanka zeigt dir das Zimmer…viel Spaß….“ Lachte Malik. „Sind die Zimmer videoüberwacht?“ harkte Ben nach. „Wieso? Das hier ist ein Puff und kein Stasiheim…“ verneinte Malik. „Ich will nur nicht später das Opfer von Erpressungen werden..“ knurrte Ben.


    Semir und Lukas fanden sich nach der Handyortung von Ben ebenfalls vor dem Gelände ein. „Das ist also eines der Verstecke. Vermutlich hält Westerwald hier die Kinder - und es sind in meinen Augen noch Kinder - gefangen.“ Knurrte Lukas. „Kanntet ihr die Adresse noch nicht?“ wollte Semir wissen. „Nein…dies ist eine Privatadresse. Vermutlich wohnt hier einer seiner Handlanger. Die Adresse werde ich gleich prüfen lassen.“ Gab Lukas von sich. „Das ist ziemlich schwer rein zu kommen. Ich meine ich sehe zwar keine Kameras aber der Eingang wird sicher überwacht….das sollte man versuchen…“ murmelte Semir. Lukas sah ihn an. „Wir wollen noch nicht da rein. Hier können wir erst zuschlagen, wenn wir die Razzien durchgeführt haben. Ben wird hoffentlich nicht mit einem der Mädchen ins Bett gehen….“ teilte Lukas seine Sorge mit. „Nur keine Angst….Ben ist nicht erst seit gestern Polizist. Er vergreift sich ganz sicher nicht an eine Kindsfrau…“ verteidigte Semir seinen neuen Partner. „Das meinte ich ja auch nicht….aber was wenn man ihn nicht allein mit dem Mädchen lässt? Dann muss er es tun….“ Gab Lukas zu bedenken. „Ben wird sich schon was einfallen lassen…da bin ich mir sicher…“ lächelte Semir beruhigend. Lukas nickte. „Ich hoffe sehr, dass du Recht hast. Gut….wir können erst etwas tun, wenn wir wissen was er da drinnen festhält. Ben wird uns sicher irgendwie Informationen zukommen lassen.“ kam nachdenklich von Lukas. Semir nickte. „Was ist eigentlich mit Letizia…?“ wollte er plötzlich wissen. „Letizia….sie hat sich versetzen lassen..zum BKA. Außerdem hat sie dort ihren zukünftigen Mann kennen gelernt. Nächste Woche ist Hochzeit und ich bin Trauzeuge…“ grinste Lukas.

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  • Ben und das Mädchen gingen ins Zimmer. Ben schloss die Tür ab und sah das Mädchen an. Sie hatte Angst, das sah er sofort. „Kannst du mich verstehen?“ fragte er. Sie lächelte nur nervös und fing an sich auszuziehen. „Nein..nein…lass das….es ist alles okay…du musst das nicht tun…“ hielt er sie fest. Sie sah ihn unverständlich an. „Do you speak english?“ fragte Ben. „Yes…“ hauchte das Mädchen. Ben lächelte. „Das ist sehr gut…“ gab er in Englisch zurück. „Wir werden reden….ich will dir und deinen Freundinnen helfen, verstehst du das?“ wollte er wissen. „Yes…“ hauchte das Mädchen wieder. Es entspannte sich etwas. Ein Anzeichen dafür, dass sie verstand, dass er nicht mit ihr schlafen wollte. „Wie viele seid ihr?“ fragte er sie. „Fünfzehn…“ war die Antwort. Ben schluckte. „fünfzehn? Wie alt bist du? Und wie alt sind deine Freunde?“ harkte er nach. „Ich bin 16 und meine Freunde im Keller sind zwischen 13 und 18. Wir sind verkauft worden, von unseren Familien. In unserer Heimat ist es normal. Wir sind Sklaven und müssen für unsere Familien ….“ Das Mädchen stockte. „Wie heißt du?“ fragte Ben sanft. „Ich bin Li Phung….“ Sagte sie. „Li Phung….woher kommst du?“ kam die nächste Frage. „Aus Vietnam…ich dachte, ich kann hier arbeiten..in Deutschland…aber…nicht das…hier…“ Li Phung fing an zu weinen. Ben spürte die Wut aufsteigen. Westerwald nutzte die Hilflosigkeit und die Hoffnung dieser Mädchen aus um sie in seinem Bordell anzubieten. „ich helfe dir und deinen Freunden. Aber bis es soweit ist, musst du mit deinen Freunden sprechen. Niemand darf etwas wissen.“ Bat Ben sie. „Wer sind Sie?“ wollte nun Li Phung wissen. Ben lächelte. „Ich werde euch helfen….mehr nicht…okay? Niemand darf von dem Gespräch hier erfahren…wir werden nun so tun, als ob wir das machen, was wir machen sollen….einverstanden?“ wollte er wissen. Li Phung nickte. Eine kleine Träne lief der Asiatin über die Wange. „danke…“ hauchte sie leise.


    Nach einer Stunde kam Ben aus dem Zimmer heraus. Li Phung ging vor ihm mit gesenktem Kopf. „und?“ fragte Malik. „Ja…nicht schlecht… die ist echt gut…“ bestätigte Ben. Er wusste dass mit seiner Aussage Li Phungs Leben abhing. Westerwald wird sich nicht mit einem Mädchen belasten, welches es in seinen Augen nicht brachte. „Gut…Ivanka!!! Bring sie zurück…sie bekommt heute was zu essen…die anderen auch..“ kam großzügig von Malik. Ben ballte die Faust. Am liebsten hätte er sie in das Gesicht von Malik getrieben, als er sah, wie er mit dem Mädchen umging. „ich will sie immer haben, geht das?“ wollte Ben wissen. „Nein…sie wird sicher bald auf einen unserer Bordelle verteilt werden. Jeden Monat ein anderes…Mein Boss ist sehr gnädig…keines der Mädchen wird hier alt werden..“ lachte Malik. „Dein Boss? Wer ist das?“ harkte Ben weiter nach. Doch nun lachte Malik. „Vielleicht stell ich ihn dir mal vor. Aber nun lass uns noch was saufen gehen…willst du noch ein Mädchen testen?“ lachte er. Ben schüttelte den Kopf. „ich muss morgen in die Firma….werde jetzt also nach Hause fahren und dann morgen im Büro sitzen..“ lehnte Ben freundlich ab. Malik zog die Schultern hoch. „Na dann…viel Spaß.“ lachte er nur. Er setzte Ben wieder vor „Bolle Bolle“ ab und fuhr anschließend weiter. Ben ging in die nächste Gasse. Dort wartete Lukas und Semir auf ihn. „Boah…das ist ein übler Typ...“ stieß er zur Begrüßung aus. „Wer?“ wollte Lukas sofort wissen „dieser Malik…er behandelt die Mädchen wie Dreck…der kann froh sein, dass ich nicht mein wahres Gesicht zeigen durfte..“ stieß Ben wütend aus und gab Bericht ab.

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