Helfer in der Not

  • So hier ist die nächste GS. Also Mitschreiber gesucht.... und gefunden? ;)


    Helfer in der Not


    „Tja… damit ist der Fall dann wohl erledigt.“ meinte Semir und speicherte seinen Bericht ab. Ben sah ihn an. „Meinst du wirklich? Ich denke wir werden von diesem Herrn Dingsda… noch was hören. Mir ist es rätselhaft, warum er Selbstmord begangen hat. Hat die Obduktion denn was ergeben?“ wollte er wissen. Semir zog die Schultern hoch. „Vergiss es… er ist tot… T … O … T. Auch für dich Ben Jäger. Der Fall ist erledigt. Wir können wieder aufatmen“ prophezeite Semir. Ben stand auf und sah aus dem Fenster. „Ich habe ein verdammt ungutes Gefühl. Torben Gerner ist keiner der so einfach Selbstmord begeht. Irgendwas sagt mir, dass wir den Typen innerhalb weniger Zeit wieder zu Gesicht bekommen.“ Kam von Ben nachdenklich. „Ja… bei der Beerdigung. Mensch Ben… hör auf zu unken. Das ist nicht gut für dein Ego..“ lachte Semir.


    Andrea war mit Aida auf dem Spielplatz. Aida rutsche gerade als sich ein Mann neben Andrea setzte. „Ist das Ihre Tochter…?“ fragte er freundlich. „Ja… sie ist sehr lebendig. Ich bin froh wenn sie in einer Stunde völlig geschafft im Bettchen liegt.“ Lachte Andrea und ließ Aida nicht aus den Augen. „Sind Sie mit Ihrem Kind hier?“ fragte Andrea. Der Mann lachte leise. „Ich habe keine Kinder Frau Gerkhan… aber ich möchte Sie bitten Ihrem Mann etwas auszurichten…“ der Unbekannte machte eine Pause. Andrea sah ihn erschrocken an. „Woher wissen Sie wer ich bin?“ fragte sie vorsichtig an. „ich weiß sehr viel über Sie und über Ihren Mann. Er ist Kriminalhauptkommissar und arbeitet bei der Kripo Autobahn. Gemeinsam mit seinem Partner Ben Jäger. Sagen Sie ihm, er soll die nächsten Tage aufpassen.“ riet der Mann und stand auf. Andrea prägte sich das Gesicht des Mannes an.


    Am Abend saßen Semir und seine Familie am Tisch. „Semir… heute als ich mit Aida auf dem Spielplatz war, da hat mich ein Mann angesprochen. Er kannte meinen Namen und wusste auch wo du arbeitest und als was du arbeitest. Ich kannte ihn nicht. Er sagte mir ich soll dir ausrichten dass du die nächsten Tage aufpassen sollst. Was hat das zu bedeuten?“ wollte Andrea wissen. Semir sah sie erschrocken an. „Hast du ihn gesehen? Kannst du ihn beschreiben?“ wollte er sofort wissen.


    ………………der nächste bitte………………. ;)

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    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Gefunden ;)


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    Andrea schloss die Augen und beschrieb den Mann aus ihren erinnerten Gedanken heraus. "Er war nicht älter als 40, graue Kotteletten, ansonsten dunkelblondes, schulterlanges Haar. Seine Augen waren grün und stachen irgendwie gefährlich hervor.", erklärte Andrea, während Semir mit beunruhigtem Gesichtsausdruck ihren Worten lauschte. "Würdest du morgen mit aufs Revier kommen und mit dem Zeichner ein Phantombild anfertigen?", fragte er. Seine Frau nickte zustimmend. Gemeinsam setzten sie das Essen fort, ahnten sie doch nicht, dass sie beobachtet wurden.


    "Dieser Bulle ist mehr als neugierig.", zischte eine dunkle Gestalt seinem Nebenmann zu. "Er hat aber doch das festgestellt, was du wolltest. Offiziell ist Torben Gerner tot. Warum willst du unnötig Staub aufwürbeln?", fragte der kleinere Mann und lehnte sich gegen den Baum, der gegenüber von Semirs Wohnzimmerfenster stand. "Ich musste abtreten. Dieser Bulle gibt doch nicht eher Ruhe, bis er einen hinter Gitter oder in die Leichenhalle gebracht.", meinte die dunkle Gestalt und wandte sich ab. "Wann kommt das Schiff?", wollte er wissen. "In drei Tagen.", erwiderte der Kleine. Die Gestalt nickte und überlegte. "Bis dahin muss alles erledigt sein. Wir müssen ihn irgendwie beschäftigen.


    Ben saß in seinem Probenraum umd zupfte auf seiner Gitarre. Irgendwas an diesem Fall ließ ihn nicht los. Gab es doch für Torben Gerner einen Grund, vor den Augen der beiden Polizisten in den Rhein zu springen? Der junge Hauptkommissar glaubte nicht wie Semir, dass er sich der Verhaftung entziehen wollte. Da steckte mehr dahinter. "Ben, du bist schon wieder aus dem Takt.", zischte sein Drummer. Ertappt drehte sich Ben um und sah ihn entschuldigend an. "Tschuldige Tobi, ich bin heute irgendwie nicht ganz bei der Sache.", meinte er, legte seine Gitarre beiseite und nahm sich ein kühles Bier aus dem Kühlschrank.


    ...

  • Sehr schön eingestiegen Chris….
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    „Wie willst du ihn beschäftigen?“ wollte der Kleine wissen. Marko Stegers war mit Torben Gerner eng befreundet. Sie hatten so manches Ding gedreht und bisher war es immer gut gegangen. Dann hatten sie ihr Arbeitsfeld auf die Autobahn verlegt und waren mit Semir Gerkhan zum ersten Mal zusammen getroffen. „dieser verdammte Bulle, hat mir drei gute Geschäfte versaut. Ich dachte mir, er muss dafür zahlen. Ich habe denke ich mal den richtigen Weg. Aber noch ist nichts spruchreif. Halt dich und die Jungs zur Verfügung. Wenn ich dich anrufe, dann müsst ihr schnell reagieren. Ich werde mir was überlegen. Er muss beschäftigt werden. Am besten so, dass er gar keine Zeit bekommt an mich zu denken.


    Gegen zehn gingen Andrea und Semir zu Bett. Aida schlief bereits tief und fest. „Andrea… wenn du morgen das Phantombild gemacht hast, möchte ich dass ihr zu deiner Mutter fahrt. Ich weiß nicht, aber diese Begegnung schien nicht zufällig zu sein. Hast du diesen Mann schon mal gesehen?“ wollte Semir wissen und streichelte seiner Frau sanft über den Rücken. „Nein… ich habe ihn noch nie gesehen. Semir… ich muss gestehen, dass ich Angst bekommen habe. In seiner Stimme lag so etwas Unheimliches. Ich weiß nicht genau was es war, aber …“ versuchte sie die richtigen Worte zu finden. „Wenn er mich kennt, dann werde ich es herausfinden. Es kann nur jemand sein, den ich mal eingebuchtet habe, Warum sonst sollte er mich warnen.“ mutmaßte Semir.


    Am nächsten Morgen fuhren sie gemeinsam zur PAST. Semir rief umgehend den Phantomzeichner, der sich mit seinem Laptop in Semirs Büro niederließ. Ben war noch nicht da. „Also gut… fangen wir an. War das Gesicht länglich oder eher rund?“ fing der Profiler an. „Länglich aber nicht lang….“ Gab Andrea von sich. Es dauerte nicht lang und sie hatten die Gesichtsform. Doch bis das Bild endlich fertig war, dauerte es fast vier Stunden. „Ja… das ist er…“ sagte Andrea stolz. Semir stand auf und sah sich das Bild an. „Andrea… bist du sicher, dass du diesen Mann gesehen hast?“ fragte Semir heiser. Andrea nickte. „Ich bin mir 100%ig sicher. Das war der Mann.“ Gab sie bestimmt von sich. „Aber das kann doch gar nicht sein… Andrea du kannst diesen Mann nicht gesehen geschweige denn gesprochen haben….“ Stammelte Semir. Andrea sah ihren Mann an. „Warum nicht Semir?“ wollte sie wissen.


    ----- na warum konnte Andrea nicht mit ihm sprechen?-------------------

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  • Bevor meine Idee bis morgen mir beim Schlafen aus den Ohren läuft, bring ich sie lieber hier zu Papier ;) Nicht böse sein, Alex 8)


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    "Der Mann ist tot. Wir haben ihn eigenhändig aus dem Rhein gefischt.", stotterte Semir und hielt das Bild mit zitternden Händen fest. "Aber das ist der Mann, der mich auf dem Spielplatz angesprochen hat.", meinte Andrea nochmals nachdrücklich. Semir sah auf. In seinem Kopf arbeitete es wie in einem Hochdruckkraftwerk. "Wie ist das möglich? Wir haben ihn doch einwandfrei identifiziert und der Doc hat den Zahnabgleich gemacht. Torben Gerner muss tot sein.", meinte er und ging schnellen Schrittes zum Telefon. "Ja Gerkhan hier, ist der Doc zu sprechen?", fragte er mit harscher Stimme in den Hörer. "Nicht? Wo ist er denn?", wollte er wissen, nachdem er eine negative Antwort bekam. "Mittagessen? Bestellen sie ihm, ich käme in einer halben Stunde und wolle mir die Leiche von Torben Gerner noch einmal ansehen.", bestimmte der Kriminalist und legte auf. Andrea, sichtlich verängstigt über das Verhalten ihres Mannes, kam auf ihn zu und griff ihn sanft am Arm. "Semir, was hat das alles zu bedeuten?", fragte sie. "Ich weiß es nicht, aber fahr bitte so schnell es geht nach Hause. Hotte und Dieter sollen bei dir bleiben, bis ich heute Abend nach Hause komme, ja?", bestimmte er und sah seine Frau mit eindringlichen Augen an. Sie sah, dass sie wieder da war, die ewige Angst um seine Familie. Andrea nickte ergeben und ließ sich von Hotte und Dieter heim bringen. Semir ahnte ja nicht, dass dies nur das sekundäre Ziel seines totgeglaubten Gegners war.


    Ben war auf dem Weg zur Arbeit. Wieder Mal hatte er verschlafen, weshalb er seine Maschine mit besonders schnellem Tempo über die Straße jagte. Ihm fiel das Auto, dass ihn schon seit seiner Wohnung verfolgt hatte, gar nicht auf. "Man, Semir wird mich eines Tages noch umbringen.", dachte er und fuhr ein wenig schneller.


    "Hast du es getan?", wollte Harald von Sven wissen. "Natürlich. Ich hatte das Motorrad und seinen Wagen präpariert, wusste ja nicht, was er nehmen würde. Es müsste eigentlich gleich soweit sein.", lachte er und ließ den Wagen ein wenig zurückfallen. "Gut, wenn er dann auf den Seitenstreifen anhalten muss, werden wir Helfer spielen und ihn gut verarzten.", meinte Harald und zog eine kleine Spritze und ein dazu passendes Fläschchen hervor. "Meinst du, die Dosis reicht?", wollte Sven wissen. "Keine Sorge, er soll ja nur schlafen. Wir wollen ihn ja nicht umbringen ... noch nicht.", lachte er und steckte die kleine unscheinbare Spritze in seinen Jackenärmel. Jetzt brauchten sie nur noch darauf zu warten, dass alles nach Plan verlief. Dann konnten sie mit Phase Zwei weitermachen. Ihr Auftrag lautete den Partner und die Tochter dieses Gerkhan in ihre Gewalt zu bringen, sie an einen Ort zu schaffen, den der Bulle in den nächsten drei Tagen finden müsse, bevor das Gebäude gesprengt wird. In der Zwischenzeit hätten sie freie Bahn für ihre Geschäfte.


    ...

  • „Semir? Sind Sie sicher, dass es Gerner war, der Ihre Frau angesprochen hat?“ wollte Kim wissen. „Chefin… ich weiß dass es nicht sein kann, aber Andrea hat ihn einwandfrei beschrieben.“ Erklärte Semir. „Kann es nicht sein, das sie vorher ein Bild von Gerner gesehen hat und dieses einfach nur auf ihre Erinnerung projiziert?“ harkte Kim weiter. „Meine Frau war lange genug bei der Polizei. Sie weiß genau was sie gesehen hat. Ich weiß das er tot ist, aber was wenn nicht?“ kam nun von Semir die bange Frage. Kim lächelte ihn an. „Nun… es gibt eine Möglichkeit das herauszufinden. Fahren Sie in die Pathologie. Dort liegt der Leichnam. Sehen Sie ihn an und stellen Sie fest dass er es wirklich ist.“ Befahl sie. Semir stand auf. „Was ist mit meiner Familie? Es könnte wirklich sein, dass sie bedroht wird…“ wollte Semir voller Angst wissen. Kim nickte. „Ich kümmere mich darum.“ Versprach sie. „Danke Chefin…“ lächelte Semir immer noch ziemlich nervös.


    Ben kam gut voran und war eigentlich schon fast da, als seine Maschine plötzlich anfing zu spucken. Es ruckte und Ben sah verwundert auf die Tankuhr. Der Tank war doch voll… „Oh nein… bitte nicht. Das kann doch alles nicht wahr sein. Semir reißt mir den Kopf ab.“ Stöhnte er und fuhr rechts ran. Er stieg ab und löste den Helm und bockte die Maschine auf. Er nahm sein Handy und rief Semir an. „Ja… ich bin’s. Hör zu… meine Maschine hat gerade den Geist aufgegeben. Ich bin aber eigentlich auch schon fast in der PAST. Schau nur kurz was das Baby hat und komm dann…“ erklärte er bevor Semir was sagen konnte. „Ben… ich kann dich ja abholen. Fahre gerade zur Pathologie. Andrea wurde gestern von Gerner angesprochen…auf dem Spielplatz…“ kam von Semir. Ben hörte einen Wagen direkt hinter seiner Maschine halten. „Ist nicht nötig, bekomme gerade die Hilfe… Wir sprechen uns gleich…“ versprach Ben. „ Ben pass bitte auf…. Ich befürchte du hast Recht, dass Gerner noch lebt….“meinte Semir leise. „Klar…kein Problem.“ Gab Ben durch und beendete das Gespräch. „Können wir Ihnen helfen?“ wollte der freundliche Autofahrer wissen, der nun bei ihm stand. „Wenn Sie was von der Harley wissen, klar immer..“ grinste Ben und wies auf sein Motorrad. „Ein sehr schönes Ding…“ lächelte der Mann nur und untersuchte mit Ben die Maschine. Den zweiten Mann bemerkte Ben zu spät.

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  • Ich versuch mich dann auch mal, um wieder einen kleinen Einstieg zu bekommen. Natürlich nur, wenn nichts dagegenspricht ;)



    "Nein tut mir leid", gab der Mann nach einem kurzen Blick auf die Harley entschuldigend zu. "Da kann ich Ihnen leider auch nicht weiterhelfen." Ben sah immer noch missmutig auf seine Maschine,ehe er sich lächelnd zu dem Mann drehte. "Naja, da kann man nichts machen. Trotzdem vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich glaube, irgendwann bringt mein Kollege mich noch um, weil ich ständig zu spät komme", scherzte er. Er hatte den zweiten Mann, der jetzt dicht hinter ihm stand, nicht bemerkt.


    "oh, nicht doch. Dann nimmt er uns ja den ganzen Spaß", hörte Ben plötzlich eine Stimme hinter sich. Erschrocken drehte er sich um und spürte bereits einen Einstich am Hals. Instinktiv griff er an die stechende Stelle und sah den Mann mit weitaufgerissenen Augen an. Dann sackte er auch schon bewusstlos in sich zusammen. "Schlaf gut, Bulle", lachte der Mann und steckte die Spritze zurück in seine Tasche.


    Der erste Mann schüttelte grinsend den Kopf. "Sei bloß nicht zu nett zu ihm. Denk dran, was wir noch alles mit ihm vorhaben. Und jetzt hilf mir ihn in den Wagen zu tragen.


    Die beiden Männer hievten Ben in den Kofferraum ihres Wagens und während sich der eine Mann wieder hinters Steuer setzte, durchwühlte der andere Mann noch Bens Jackentaschen. Nach kurzer Zeit hielt er triumphirend in den Händen, wonach er gesucht hatte. "Wir wollen doch nicht, dass man dich findet, bevor wir alles für den großen Showdown vorbereitet haben", lachte er und schmiss Bens Handy in den Graben.

  • "Sehr gut, jetzt nur noch das hier und dann zur zweiten Phase.", meinte Harald und klebte noch schnell einen Brief an die Harley . So schnell sie gekommen waren, so schnell verschwanden sie auch wieder. Beinahe hätten sie einen der Streifenwagen gerammt, der aus der Ausfahr der nahegelegenen PASt kam. "Mensch vorsicht.", zischte Harald seinen jungen Partner an. "Oder willst du denen gleich unseren Gast im Kofferraum zeigen? Kein Aufsehen.", fauchte er und Sven sah ihn nur entschuldigend an.


    Andrea saß mit Aida und Hotte im Wohnzimmer, der mit der Kleinen Hoppe-Reiter spielte, was das Kind mehr als lustig fand. Doch Andrea konnte nicht so abschalten, wie ihre zweijährige Tochter. Schweigend stand sie da und starrte auf das gemeinsame Foto ihrer kleinen Familie, das sie bei einem Zooausflug geschossen hatten. Alle drei lachten zur Genüge, doch Andrea war im Moment nicht danach. Was sollten diese Worte nur bedeuten, Semir solle aufpassen? Sie hatte sichtlich Angst. Angst, dass Semir wieder in Gefahr geraten würde.
    "Shit, sie wird bewacht.", zischte Sven, als er mit seinem Kumpel vor Semirs Haus stand und einen Blick hinein warf. "Ach vergiss es, der Bulle da hinten wird reichen. Die Kleine können wir immer noch holen.", meinte Harald und wies Sven mit einem Handwink an, weiter zu fahren.


    Semir lief ungeduldig auf dem Parkplatz hin und her. "Mensch Ben, wo bleibst du denn?", fragte er, während er immer wieder einen Blick auf seine Uhr warf. Dann reichte es ihm aber und er beschloss, Ben entgegen zu fahren. Bevor er aber zu seinem Wagen ging, lief er kurz zur Autobahnauffahrt und sah, dass nur 500 Meter vom PASt-Parkplatz entfernt, die Maschine seines Freundes stand. Von Ben selbst war nichts zu sehen. Mit einem ungutem Gefühl im Bauch lief Semir den schmalen Weg hinter der Leitplanke entlang auf die Harley zu. Als er neben der Maschine stand, sah er sich um. "Ben?", rief er und wandte seine Augen in alle Richtungen. Doch sein Partner war nirgends zu sehen. So griff Semir zu seinem Handy und wählte Bens Nummer. Seine Augenbrauen zogen sich wundernd zusammen, als er Bens Klingelton ganz in seiner Nähe vernahm. Langsam stieg er in den Graben hinab und folgte dem Klingeln, bis er das Handy seines Partners gefunden hatte. "Was in aller Welt ist hier passiert?", fragte er sich und ging zur Maschine zurück. Dann fand er den Brief, zog ihn ab und las ihn.


    ...

  • Hallo Bexx.... freu mich dass du mitschreibst... wirklich gut.... es spricht nichts dagegen, ist doch eine GS und jeder darf mitschreiben, der es sich zutraut...


    „Gerkhan… du solltest deine Füße stillhalten, wenn du nicht willst, das deinem jungen Partner was passiert. Ich werde dich kontaktieren, also halte dich bereit von deinem neuen Boss die Befehle entgegen zu nehmen und auszuführen. Ich habe dich in der Hand. Vergiss das nie…“ las er. „Dieses verdammte Schwein…“ stieß Semir wütend aus und ließ den Brief senken. Es war klar wer Ben hatte. Gerner… er war nicht tot. Wo zum Teufel konnte Ben stecken. Semir rief Kim an. „Chefin… Gerner hat Ben geschnappt. Seine Maschine steht keine 500 m von der PAST entfernt. Ich brauche Hartmut hier…“ sagte er leise. „Semir! Sie kommen umgehend zu mir ins Büro. Sofort! Ohne Umwege!“ befahl Kim kühl. „Ja Chefin…“ gab Semir nur und ging tatsächlich in Richtung PAST. Er hielt Bens Handy in der Hand. Dann sah er über den Seitenstreifen und auf das Grasland was direkt dahinter begann. „Wo steckst du, Partner…“ stieß er aus und ging weiter. Er bemerkte nicht, dass er beobachtet wurde.


    „Oh sieh mal an… er ist ja ganz geknickt…“ lachte Gerner der nicht weit von der Stelle war. Seine Leute hatten Ben Jäger bereits ins Versteckt gebracht. Schon heute Abend werden sich die Beiden hören. Ben Jäger darf mit Gerkhan sprechen und ihm sagen, dass er nichts unternehmen sollte, was ihm schadet. „Tja… so wird der Bulle alles tun, was ich will. Ich habe ihn in der Hand.“ Grinste er und startete den Motor seines Wagens. Er fuhr nach Köln und wollte sich schon sehr bald mit Jäger unterhalten. Dieser schlief vermutlich noch. Das Mittel was man ihm verabreicht hatte, hielt einige Stunden an. Gerner erwischte sich dabei Semir direkt anzurufen um ihn den Ernst der Lage noch einmal deutlich zu machen, doch dann verzichtete er doch darauf.


    „Semir! Wenn Gerner noch lebt, dann müssen wir …“ fing Kim an. „Er lebt. Ben hatte von Anfang an Recht. Ich habe mir den Toten in der Pathologie angesehen. Er gleicht dem Kerl wie ein Ei dem Anderen. Er sieht genauso aus…“ unterbrach Semir sie. Susanne stürmte herein. „Ist ja auch kein Wunder. Gerner hat noch zwei Geschwister… sie sind eineiige Drillinge.“ Gab sie bekannt. Semir sah sie erstaunt an. „Drillinge? Oh verdammt….“ Stieß Semir aus. „Der Brief besagt, dass sie was von Ihnen wollen. Können Sie sich vorstellen was es ist?“ wollte Kim wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… nicht wirklich… aber es ist auch egal… ich werde alles tun, um Bens Leben zu schützen.“ gab er bekannt.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Wie schön, ein Mitschreiber. :) Dann hoffe ich mal, unsere Vorlagen werden nicht allzu schwierig :D
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    Langsam erwachte Ben aus seiner ungewollten Ohnmacht. Sein Schädel brummte, wie ein Dampfhammer. Er fasste sich an den Kopf. "Oh man, ich fühle mich, als hätte ich einen ganzen Kasten Bier auf einmal ausgetrunken.", meinte er und stand langsam auf. Zumindest wollte er dies. Eine Kette an seinem Fuß- und seinem Handgelenk hielt ihn eingeschränkt am Boden und der Wand fest. Seine Ohren vernahmen daraufhin ein bedrohliches Knurren, was ganz aus der Nähe kam. Langsam und vorsichtig drehte Ben seinen Kopf zur Seite und sah in die leuchtenden Augen eines großen, ausgewachsenen sibirischen Tigers.
    "Wow.", stieß er aus, als das Tier gegen die Gitterstäbe sprang und mit der Pranke nach ihm schlug. Schnell rutschte der junge Hauptkommissar in die hinterste Ecke seiner Zelle und beobachtete die gestreifte Großkatze genau. "Ich hoffe, du hast schon gegessen.", meinte er. "Glaub mir, ich würde dir auch nicht schmecken." Der Tiger pirschte immer an der Wand lang, knurrte und sah mit funkelnden Augen zu Ben hinüber. Irgendwann jedoch legte er sich an die Gitter und beruhigte sich, was auch Ben zu beruhigen schien.


    Gerner kam in das Versteck, wo schon Harald und Sven auf ihn warteten. "Habt ihr die Beiden?", wollte er gleich wissen. Harald sah etwas betreten zu Boden. "Wir haben nur den Bullen erwischt. Das kleine Mädchen wurde schon bewacht, als wir sie holen wollten.", meinte er und traute sich kaum, seinen Chef anzusehen. Er rechnete jetzt mit einer saftigen Ohrfeige oder zumindest mit einem gewaltigen Anschiss. "Auch gut, der Bulle soll uns reichen.", kam es von Torben und er ging auf die Tür zum Lagerraum zu. "Ist er schon untergebracht?" "Ich habe ihn in die Zelle neben Khan gesperrt.", erwiderte Sven. "Na hoffentlich will Khan nicht mit ihm spielen. Wäre ja schade um den Tiger.", lachte Torben. "Schließlich ist der doch was wert.", fügte er hinzu und ging in den Raum.


    Kim sah Semir energisch an. "Semir, das dürfen sie nicht tun.", meinte sie. "Bens Leben steht auf dem Spiel. Ich werde tun, was sie von mir verlangen, egal was es ist. Und wenn ich einen Mord begehen muss.", erwiderte er und hoffte, dass das letzte nicht ihr Plan war. Kim atmete kurz aus und sah auf ihren Schreibtisch. "In Ordnung.", meinte sie dann nach einiger Zeit. "Wir werden ihnen helfen, aber das sie mir keine Alleingänge unternehmen. Sie melden mir jeden Schritt, den diese Gangster von ihnen verlangen. Ist das klar?", fragte sie und hatte ihren Zeigefinger drohend auf Semir gerichtet.


    ...

  • Semir sah sie an. „Chefin… wenn diese Leute von mir verlangen niemanden etwas zu sagen, dann werde …“ fing er an. „Sie werden mir sagen. Egal was! Das ist ein Befehl. Lassen Sie sich nicht zu einem kleinen Befehlsempfänger von Verbrechern machen.“ Kam von Kim. In der Stimme klang etwas Sonderbares mit. Semir nickte nur. „Ich will nur nicht, das Ben etwas passiert. Meine Familie… wir müssen auch damit rechnen, dass sie mir meine Familie nehmen. Bitte…“ flehte er regelrecht. „Wir werden Andrea und Aida nicht aus den Augen lassen .Das gesamte Haus ist abgeschirmt.“ Versprach Kim. „Danke Chefin…Wenigstens können sie geschützt werden. Bei Ben habe ich versagt…“ sagte Semir leise. „Das ist Unsinn und das wissen Sie verdammt genau. Wir sind davon ausgegangen, das Gerner tot ist. Wer konnte denn mit so etwas rechnen…“ wollte Kim wissen. „Ich hätte es wissen müssen. Ich war Jahrelang hinter diesem Mistkerl her. Ich hätte wissen müssen, dass es nicht so einfach werden würde. Ben ahnte es bereits seit wir den Leichnam gefunden haben. Ich hätte auf ihn hören sollen.“ kam bitter von Semir. Er konnte sich nicht verzeihen, dass er versagt hatte.


    Ben wagte sich nicht zu rühren. Immer wieder sah er auf den Tiger, der zwar durch ein Gitter von ihm getrennt war, dennoch dicht genug an ihn herankam. Die Tür ging auf und es kam ein Mann herein. „Na… fühlst du dich wohl?“ fragte er Ben. Aus der Stimme klang triefender Hohn. „Was wollen Sie von mir hören?“ stellte Ben die Gegenfrage. „Nun… ich denke wir sollten Khan doch mal die Gelegenheit geben an dir zu schnüffeln…“ grinste der Mann und ging tatsächlich zum Käfig. Er griff an das Schloss und steckte den Schlüssel rein. Er öffnete die Tür und tatsächlich kam der Tiger aus dem Käfig. Er ging in Bens Richtung. „Sie tun sehr gut daran, sich nicht zu bewegen…“ lachte der Mann und klopfte dem Tiger auf die linke Brustseite. „Khan kann sehr unangenehm werden. Einen schönen Aufenthalt noch…“ grinste der Mann und verließ den Raum. Ben zog sich zusammen. Ihm gefiel es überhaupt nicht, dass der Tiger frei war. Doch dagegen konnte er nicht viel machen. Der Tiger kam immer näher und Ben leckte sich sehr nervös über die Lippen. Ob der Tiger spürte, dass er Angst hatte?

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  • Bei dem Tempo, was ihr vorlegt, wird es nicht einfach werden ;)



    Ben war starr vor Angst. Er traute sich kaum zu atmen. Was wenn dieser Tiger wirklich spürte, dass er verdammte Angst hatte? Was wenn der Tiger ihn tatsächlich anfallen würde? Aber was hätten die Männer davon? Dann wäre Ben tot und würde ihnen nichts mehr nützen. Und wenn der Tiger ihn nur verletzen sollte? Dann würde er hier wer weiß wie lange liegen und vor sich hin sterben? Hoffentlich würde Semir noch rechtzeitig kommen. Semir... plötzlich fiel ihm sein Partner wieder ein. Ja, er würde sich mit Sicherheit schon Sorgen machen, da er immer noch nicht bei der PAST aufgetaucht war. Bestimmt hatte Semir schon alles in die Wege geleitet, um seinen Partner aus der Patsche zu helfen.


    Das laute Fauchen des Tigers riss Ben aus seinen Gedanken. Deutlich zuckte er zusammen und drückte sich immer weiter an die Wand. "Süße kleine Mietzekatze, ich hoffe, du hast heute schon was zu fressen gehabt." Ben versuchte das Zittern in seiner Stimme zu unterdrücken. "Geh doch einfach wieder in deinen Käfig und halte ein Mittagsschläfchen, ok? BITTE" Tatsächlich schien der Tiger keinen Gefallen mehr an Ben zu haben. Er streifte zwar noch einmal an dem am Boden liegendem Polizisten entlang, aber würdigte ihm keines Blickes. Stattdessen legte er sich vor seinen Käfig hin und schloss die Augen. Erleichtert stieß Ben einen tiefen Atemzug aus. "Na endlich. Hauptsache das Vieh ist genauso ein Langschläfer wie ich. Semir, beeil dich bloß!"



    Derweil saßen Sven und Harald bei Gerne und überlegten, wie sie doch noch das Kind von diesem Gerkhan entführen konnte ohne bemerkt zu werden. "Ach vergesst es, viel zu riskant", schimpfte Gerner, dem es gar nicht passte, dass sie nur den Partner von Gerkhan hatten. Immerhin waren die beiden noch nicht allzulange Partner. "Aber wir brauchen noch jemanden, mit dem wir Druck auf Gerkhan aufbauen können. Sicher ist sicher." Gerner kratzte sich am Kinn und überlegte. "An wen hast du gedacht Boss?" fragte Harald. "An jemandem, der Gerkahn sehr nahe steht." "Wer könnte das denn sein? An die Familie kommen wir nicht ran. Und wenn mich nicht alles täuscht, dann sind er und der andere Bulle nicht nur Partner", meinte Sven. Gerner schlug wütend mit der Faust auf den Tisch und funkelte seine beiden Gehilfen böse an. Durch den lauten Aufschlag zuckten die beiden zusammen. "Das ist mir sowas von egal! Überprüft ihn halt nochmal! Vielleicht hat er Geschwister oder noch andere gute Freunde. Oder meinetwegen seine Mutter! Egal! Und jetzt verschwindet!" Harald und Sven warfen sich vielsagende Blicke zu. Es war des beste jetzt zu verschwinden. Ihr Boss war wütend und wenn er wütend war, dann hieß das, dass er seine Wut an jemandem auslassen musste. Und das wollten die beiden Männer nicht am eigenen Leib spüren müssen. Wie oft hatten sie schon miterlebt, dass ihr Boss die Nerven verlor und seiner Aggressivität freien Lauf ließ. Und das verhieß nie was Gutes.

  • Torben griff zu seinem Handy und wählte eine Nummer. "Gerner hier. Ist die Ladung bereit?", fragte er. Sein Gegenüber bejahte diese Frage. "Wir sind schon auf dem Weg nach Köln. In drei Tagen sind wir da." "Gut, bis dahin sind wir auch soweit." "Was ist mit meinem Tiger?", wollte sein Partner am anderen Ende der Leitung wissen. "Och, dem geht es gut. Er hat im Moment ziemlich viel zu fressen gekriegt und döst wahrscheinlich jetzt vor sich hin.", lachte Gerner und beendete dann das Gespräch.
    Danach machte sich Gerner in den Lagerraum auf, um nach Ben zu sehen. Er wollte ihn mit Gerkhan telefonieren lassen, um ihn wissen zu lassen, dass es seinem Partner gut ging. Noch jedenfalls.


    Ben kauerte in seiner Ecke und bewegte sich nicht. Noch immer ruhten seine Blicke auf dem Tiger, der tief und geräuschvoll zu schlafen schien. Nur die Rute bewegte sich immer hin und her. "Man, so eine Bewachung hatte ich auch noch nie.", dachte er laut und versuchte sich etwas bequemer hinzusetzen, was aber nicht ohne Rasseln der Ketten ging.
    Khan hob seinen Kopf und blickte in Bens Richtung. "Oh nein.", zischte er leise und versteifte sich sofort wieder. Doch der Tiger blickte nur müde drein, stand kurz auf und ging wieder in seinen Käfig, um dort weiterzuschlafen. Erleichtert atmete Ben auf.


    Die Tür öffnete sich und wieder kam der Mann rein. "Wie ich sehe, hatte Khan wohl keine Lust mit ihnen zu spielen.", lachte er und schloss die Tür des Käfigs wieder. "Scheinbar bin ich nicht sein Typ.", zischte Ben und zerrte an seinen Ketten. Der Mann hielt ihm jedoch blitzschnell eine Pistole an die Stirn. "Ganz ruhig, sie werden jetzt mit Gerkhan telefonieren und ihm sagen, dass er in den nächsten drei Tagen ruhig verhalten soll oder sie werden sein Abendessen.", lachte er und deutete mit dem Handy auf den Tiger.
    Ben sah ihn erzürnt an, doch was für eine Chance hatte er schon gegen diesen Mann, wenn ein Bein und eine Hand an der Wand gekettet waren? IHm wurde das Handy ans Ohr gehalten und er hörte das Tuten. Dann die vertraute Stimme seines Partners. "Gerkhan?" "Semir, ich bins." "Ben, wo zum Geier steckst du? Wer hat dich verschleppt?", kamen die Fragen von Semir, doch bevor Ben antworten konnte, hatte Gerner das Handy an sich genommen.


    ...

  • "Hallo Gerkhan...." höhnte es aus dem Handy. "Gerner!" fauchte Semir. "Ich warne dich... wenn du Ben auch nur ein Haar krümmst, dann werde..." hängte er wütend an. "aber ... Aber... wer wird denn gleich so feindlich gesinnt sein. Ich erkläre dir mal die Situation in der sich dein Freund befindet. Also... stellt dir vor du bist an der Wand und am Boden angekettet. Hast nicht viel Freiheit. Aber das schönste ist, dass es einen wunderbaren Tiger gibt, der dich bewacht. Wie würdest du reagieren?" hörte Semir die Stimme seines Feindes. Semir schloss die Augen. "was willst du?" fragte er nun. "So klingt es schon viel Besser. Es ist ganz einfach. Du wirst dich die nächsten drei Tage absolut still verhalten. Spiel mit deiner Tochter oder von miraus mit deiner Frau. Lass den lieben Gott einen schönen Mann sein, oder spiele mit deinen Kollegen Golf. Aber wage dich nicht etwas gegen mich zu unternehmen. Das gilt auch für jeden Anderen. Du wirst sie daran hindern. Wenn nicht... Khan ist sehr hungrig und ich finde Ben Jäger ist ein Leckerlie für ihn." drohte Gerner. Semir atmete tief ein. "Ich will noch mal mit Ben sprechen.." forderte er. "Du willst? Aber ... hast du schon mal was von Freundlichkeit gehört?" tadelte Gerner ihn und legte auf. Semir ließ das Handy sinken und sah zu Dieter und Hotte. "Tut mir Leid... aber so schnell können wir das nicht orten." erklärte Susanne, die alle einige Überstunden schoben. Semir nickte enttäuscht. Es wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn sich Gerner so einfach überlisten ließ.


    Kim kam heraus. "Was ist Semir?" wollte sie wissen. "Gerner hat sich etwas ganz perfides ausgedacht. Er hat Ben angekettet und als Bewacher einen Tiger ausgesucht." stieß Semir wütend aus. Er atmete tief ein und aus. "hat er durchblicken lassen, was er will?" harkte sie nach. "Ja... ich soll die nächsten Tage ncihts gegen ihn unternehmen. Genauer gesagt die nächsten drei Tage." kam leise von Semir. "Also erwartet er wieder Ware. In drei Tagen. Gut... wir werden still halten." bestimmte Kim. "Das werden wir nicht!" kam in diesem Augenblick hinter Kim. Semir drehte sich um und sah Isolde Maria Schrankmann zur späten Stunde im Büro sehen. "Was?" fragte er. "Wir werden uns nicht erpressen lassen. Mir ist so ziemlich egal was gegen Sie als Druckmittel benutzt wird. Aber ich werde ganz sicher nicht zusehen, wie Gerner wieder unschuldige Mädchen ins Land schmuggelt und sie an den Meistbietenden verkauft." gab Schrankmann bekannt. "Er will meinen Partner von einem Tiger auffressen lassen!!" schrie Semir die Frau an, die er noch weniger mochte als seine Schwiegermutter. "Nun gut... Sie werden nichts tun, aber ich habe ja nciht nur Sie zur Verfügung. Ich kenne genügend junge Polizisten, die sich die Sproen verdienen wollen." lachte Schrankmann verachtend. Semir sah sie erschrocken an. "Sie wollen mich daran hindern?" fragte er ungläubig. Schrankmann nickte. "Sie werden mir keine Schwierigkeiten machen. Denn wenn... werde ich Sie eigenhändlig einsperren, Herr Gerkhan..." gab Schrankmann bekannt. Auch Kim Krüger war völlig sprachlos.

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    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Semir ballte seine Hände zu Fäusten und presste seine Lippen stark aufeinander. Innerlich kochte er bereits vor Wut. Was fällt dieser falschen Schlange eigentlich ein hier herein zu platzen und über Bens Leben zu entscheiden?


    "Frau Schrankmann, verstehen Sie doch. Es..." Kim versuchte Frau Schrankmann die Lage zu erklären. Doch diese wimmelte sie nur mit einer abfälligen Handbewegung ab. "Frau Krüger, ich weiß worum es geht. Ihre beiden Super-Polizisten bringen sich mal wieder in Schwirigkeiten und wollen nun ihren Kopf selbst wieder aus der schlinge ziehen. Das ist nichts Neues. Aber das werden Sie noch früh genug erfahren." "Es eht hier um Ben verdammt nochmal!" schrie Semir wütend und kassierte von Kim einen warnenden Blick, der ihm verriet besser still zu sein. Zwar war Kim noch nicht lange die Chefin der Autobahnpolizei, doch lange genug, dass Semir wusste, wann es besser war sie reden zu lassen. Auch wenn es ihm sichtlich schwer fiel. Die Staatsanwältin sah kühl auf Semir herab und wandte sich dann wieder Kim zu. "Und auch die Wutausbrüche und das temperamentvollen kleinen Superhelden, der es schafft, fast jede Woche seinen Dienstwagen zu schrotten, werden sie sich schnell gewöhnen Frau Krüger." "Arrrgh..." Das durfte doch nicht wahr sein! Semir biss die Zähne aufeinander. Jetzt bloß nicht ausrasten. Das ist genau das, was dieses Miststück will. Ihn bis aufs Blut reizen, um ihm dann ohne schlechtes Gewissen - sofern sie überhaupt ein Gewissen hat - den Fall zu entziehen und das Schicksal seines Partners und besten Freundes in die Hände junger, karrieregeiler Polizisten zu legen. Aber es ging hier nicht um irgendwen... es ging um Ben! Und Semir würde nicht zulassen, dass... Kim unterbrach seine Gedanken. "Frau Schrankmann, lassen Sie es doch bitte meine Sorge sein, was und wen ich kennen lerne und was nicht." Schrankmann stieß einen verächtlichen Pfiff aus und verschränkte genervt die Arme. "Frau Krüger, Sie sind jung. Ich verstehe, wenn sie sich mit der neuen Situation überfordert fühlen und sich gerne von Gerkhan und Jäger auf der Nase rumtanzen lassen. Aber gearde bei den beiden darf man nicht nachgeben. Aber mir war von vornerein klar, dass man den Posten nicht an jemanden so junges und unerfahren vergeben kann. Aber ihre Vorgängerin hat sich ja auch alles Gefallen lassen von den beiden hier." Mit einer Handbewegung wies sie auf Semir, der sich mittlerweile kaum noch unter Kontrolle halten konnte. Was bildet sich diese Frau eigentlich ein?


    Nun wurde es auch Kim zu bunt. Sie stemmte ihre Hände in die Hüften und baute sich vor der Staatsanwältin auf und funkelte sie böse an. "Wollen Sie damit sagen, dass ich nicht gut genug wäre für diesen Job hier?" Schrankmann stimmte ihr nickend zu. "So kann man es nennen. Machen wir usn nichts vor Frau Krüger. Sie sind überfordert. Und nur so kam es überhaupt dazu, dass Jäger jetzt in Schwierigkeiten steckt. Weil ihre Männer alles machen dürfen, was ihnen gerade in den Kopf kommt." Kim schüttelte ungläubig den Kopf. Nun verstand sie endlich warum man die Schrankmann auch als Giftziege bezeichnete. "Frau Staatsanwältin. Ich glaube SIE sind mit ihrem Job überfordert. sie wissen ja gar nicht mehr was die da reden. Das ergibt doch alles keinen Sinn. Ich lasse mir nicht vorschreiben, wie ich meine Dienststelle zu leiten habe. Und schon gar nicht von Ihnen. Und wenn Sie auch nur daran denken, irgendetwas zu tun, was das Leben von Ben Jäger gefährden könnte, dann lernen Sie mich richtig kenne. Und nun verlassen sie augenblicklich MEINE Dienststelle, damit ich in mir in Ruhe weiter von Hernn gerkhan auf der Nase rumtanzen lassen kann, wie Sie das doch so schön genannt haben. Denn im Gegensatz zu Ihnen, haben wir was Sinnvolles zu tun. Wenn Sie jemanden mit ihrem unprofessionellen Gequatsche nerven wollen, dann kaufen sie sich nen Kanarienvogel. Aber jetzt lassen Sie uns in Ruhe arbeiten. Einen schönen Tag noch!" Mit diesen Worten ließ Kim die Saatsanwältin stehen und maschierte in ihr Büro. Semir, Susanne, dieter und Hotte standen mit offenen Mündern da und schauten Kim hinterher. Auch die Schrankmann konnte kaum glauben, was sie gerade gehört hat. Noch nie hat sie jemand so bloß gestellt. Beleidigt und vor Wut schnaubend drehte sie dich um und verließ die PAST. Kurz vor der Tür drehte sie sich noch einmal zu den anderen um. "Das wird ein Nachspiel haben,darauf können Sie sich verlassen. Richten Sie das Ihrer Chefin aus."


    "Wow, Chefin, das war ja mal eine Ansage", grinste Semir und schloss die Tür zu Kims Büro. "Naja, ich lass mir doch von so einer nicht sagen, was ich zu tun und zu lassen habe. Außerdem möchte ich nicht einen meiner besten Männer verlieren- ich denke, ich bin jetzt lange genug hier, um das behaupten zu können. Sie und Herr Jäger sind ein absolutes Dreamteam. Und nun machen Sie sich an die Arbeit, dass sie ihren Partner dort unbeschadet wieder rausholen."

  • Schrankmann fuhr mit großer Wut im Bauch ins Landeskriminalamt, wo sie besagte junge Beamte hatte, die sich bestimmt ihre Beförderung verdienen wollten. Einer von ihnen war der gerade von der Polizeischule gekommene Jungkommissar Mark Polanski. Mark saß in seinem Büro und hatte seinen aktuellen Fall vor sich, als die Tür aufschwang und die Staatsanwältin in der Tür stand. "Herr Polanski, ich habe einen Fall für sie.", fing sie an und sah, wie der junge Mann erstaunt aufblickte. "Wie meinen sie das?", fragte er und hielt eine Akte hoch. "Ich habe doch schon einen Fall. Ich muss diesen Diebstahl hier aufklären.", erklärte er. "Wollen sie diesen Diebstahl aufklären oder einen größeren Fall, der ihnen Anerkennung und Beförderung zugleich einbringt?", fragte sie und wusste, worauf junge Kriminalbeamte warteten.
    Mark überlegte nicht lange. "Okay, was ist das für ein Fall?", fragte er und schob seine Akte über den Ladendiebstahl beiseite. Schrankmann lächelte hinterhältig und erklärte dem jungen Mann von 28 Jahren, was auf ihn wartete. "Noch was, kennen sie einen Ben Jäger?", wollte sie wissen, nachdem sie mit ihren Ausführungen fertig war. Mark schaute ein wenig verduzt und schüttelte den Kopf. "Nein, der Name sagt mir nichts." Schrankmann lächelte zufrieden. Er sagte aber nicht, dass er Semir Gerkhan kannte, der einer seiner Seminarsleiter an der Polizeischule war. "Gut, dann machen sie sich bald an die Arbeit. Ich will so schnell es geht Ergebnisse haben.", zischte die Schrankmann und verließ das Büro wieder. Da war sie also, die große Chance seines Lebens. Sofort stürzte sich Mark in die Arbeit, nichts ahnend, welch Unheil er damit anrichten würde.


    Ben war immer noch in seinem "Gefängnis" eingesperrt mit dem Tiger als Bewacher. Dieser hatte inzwischen sein Essen bekommen und kaute genüßlich an dem großen Stück Lendenfleisch herum. Der junge Hauptkommissar konnte deutlich hören, wie die Knochen durch das Gebiss des Tigers regelrecht und spielend durchgebissen wurden. Ihm lief dabei ein großer, eiskalter Schauer über den Rücken.
    Dann kam Gerner wieder rein. "So, wie fühlen wir uns denn so?", fragte er höhnisch. Ben sah ihn nur böse an. "Was wollen sie von mir?", fragte er dann. "Sie sind mein Trumpf dafür, dass ihr Kollege die Füße stillhält, während ich meinen Geschäften nachgehe. Das wird in den nächsten drei Tagen der Fall sein.", erwiderte er und stellte sich genau vor Ben hin. "Ich nehme an, dass ich danach wieder gehen kann.", meinte Ben mit Ironie in der Stimme. Es war ihm klar, dass, wenn Semir ihn nicht nach Ablauf des dritten Tages finden würde, er dann nicht mehr lebend hier raus kam.


    "Chefin, was sollen wir jetzt machen?", fragte Semir Kim. Die Chefin saß einfach nur still da und dachte nach. Die Standpauke, die sie der Staatsanwältin gehalten hatte, gab ihr doch noch zu denken. Doch Semir riss sie aus den Gedanken.


    ...


    Na dann, der Nächste bitte ;)

  • Gerner lachte gehässig. „Klar darfst du gehen…“ grinste er Ben höhnisch an. „Ich habe Hunger…und Durst…“ kam von Ben. Gerner sah ihn an. „du bist zwar nicht gerade im Hilton, aber ich will mal nicht so sein. Außerdem… Khan mag lieber etwas zu Kauen haben. Ich bin gnädig und gewährte dir ein halbes Brötchen und ein Glas Wasser…“ sagte er gönnerhaft. Ben stieß einen verächtliches Grunzen aus. Gerner hörte es natürlich. „Ist dir das nicht genug?“ wollte Gerner wissen. Ben sah ihn an. „Würde das was ändern?“ wollte er wissen. „Nein….“ Gab Gerner zu und verschwand. Nur wenig später war er mit einer trockenen Brötchenhälfte zurück. „Hier! Friss!!!“ lachte er und warf Ben das Brötchen hin. „Was ist mit trinken?“ wollte Ben wissen. „Da wirst du bis morgen warten müssen… die Bar ist leider geschlossen. Und nun ist Ruhe! Ich kann Khan auch gern wieder rauslassen…“ drohte Gerner und verschwand.


    „Semir… uns wird schon was einfallen. Ich denke nicht, das die Schrankmann einen jungen unerfahrenen Beamten an den Fall setzen wird. Und wenn doch…. Dann werde ich mich bei dem Vorgesetzten beschweren. Nur keine Sorge… wir finden Ben und dann wird alles gut werden.“ Beruhigte Kim ihn. Semir lachte leise. „Klar doch… Gerner wird sich bestimmt seine Freude an Ben gönnen. Meinen Sie wirklich er wird ihn gehen lassen? Nicht einmal nach den drei Tagen wird Ben lebend raus kommen. Gerner lässt keine Zeugen leben…“ gab er leise zu. Das Telefon in seinem Büro klingelte. Kim nickte. „Es könnte Gerner sein…“ sagte sie. „Gerkhan…“ meldete Semir sich heiser. „Mark Polanski hier…Herr Gerkhan… ich denke Sie erinnern sich an mich… ich war Klassenbester bei Ihnen…“ hörte er den Anrufer. „Polanski?“ fragte Semir und dachte angestrengt nach. Dann machte es Klick. „Ja sicher… Mark… ähm… ich würde mich ja gern mit Ihnen unterhalten, aber ich habe leider gar keine Zeit.“ Erklärte Semir und wollte das Gespräch beenden. „Herr Gerkhan… ich denke wir sind an ein und dem selben Fall dran. Frau Schrankmann war gerade hier… sie hat mir einen Fall aufgetragen. „Gerner und Mädchenhandel… Ich denke Sie haben auch damit zu tun. Zumindest wenn Ben Jäger immer noch Ihr Partner ist.“ Kam von Mark. Sofort war Semir hellwach. „Ben? Sie kennen ihn?“ wollte Semir wissen. „Nein… die Staatsanwältin hat mich auch schon danach gefragt. Nun ja… Sie haben mir beigebracht, dass ich Namen die mit einem Fall in Verbindung genannt werden zu überprüfen… egal ob sie als Verdächtiger oder Opfer gelten. Das habe ich getan und eben heraus gefunden, dass es Ihr Partner ist.“ Erklärte Mark fest. „Das ist richtig… Mark… könnten Sie zu mir in die Dienststelle kommen?“ bat Semir.

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  • Mark fuhr gleich zur Dienststelle. Eigentlich wollte er diesen Fall nicht aus der Hand geben. Er war sehr ehrgeizig und wollte diesen Fall als Sprung zu seiner Beförderung als Hauptkommissar nehmen. Das wollte er auch Semir klar machen. Dennoch wollte er ihm dabei helfen. Aber es war sein Fall, sein Sprung in die große Karrierewelt bei der Kriminalpolizei. Mit seinem kleinen, aber schnellen Dienstwagen fuhr er auf den Parkplatz der PASt vor und parkte neben dem BMW von Semir. Mit lässigem Schwung stieg er aus seinem Wagen aus und schritt in schnellen Schritten in die Dienststelle.
    "Tschuldigung, ich suche Semir Gerkhan. Wo kann ich ihn finden?", fragte Mark die junge, blonde Sekretärin, die vor ihm saß und die er mit einem schelmischen Lächeln ansah. "Der sitzt da drüben.", meinte Susanne erstaunt und deutete auf das Büro hinter sich. "Danke.", erwiderte er mit einem schelmischen Augenzwinkern. Sofort war Susanne dieser junge Mann sympathisch und sie erwiderte das Ganze mit einem Lächeln. "Hübsche Rückansicht.", dachte sie und widmete sich dann wieder ihrer Arbeit.


    Semir saß an seinem Schreibtisch und hatte seinen Kopf in seine Hände vergraben. Er merkte nicht, wie die Tür aufging und ein junger Mann sich neben ihn stellte. "Semir Gerkhan?", machte sich Mark bemerkbar. Der Deutschtürke drehte sich erschrocken um und sah in das smarte Lächeln des jungen Kollegen. "Erinnern sie sich? Mark Polanski.", meinte er und Semir stand erleichtert auf. "Richtig Mark, wie geht es ihnen?", fragte Semir. "Gut, ich bin hier, um mit ihnen den Fall zu besprechen." Semirs Lächeln verschwand wieder und ließ sich wieder in seinen Sessel sinken. "Da gibt es nichts zu bereden." "Ich denke doch, denn ich bin hier, um den Fall aufzuklären und diesen Gerner hinter Schloss und Riegel zu bringen.", erklärte Mark. Semir dachte, er hörte nicht richtig. Erschrocken und mit Wut im Bauch schoss er in die Luft.


    ...

  • Semir stand langsam auf. "Sie wollen was?" fragte er wütend. "Ich werde den Fall lösen. Sehen Sie... ich finde ich muss diese Chance nutzen. Er würde mir helfen Hauptkommissar zu werden und genau das habe ich vor. Ich sagte IHnen schon in der Schule, dass ich ganz nach oben will." kam kühl von Mark zurück. Semir nickte. "Ja.... das sagten Sie. Allerdings denke ich, dass es nich der richtige Fall ist. Also... ich werde IHnen jetzt mal etwas erklären. Ich bin ranghöher als Sie und Sie werden das tun, was ich verlangen. So einfach ist es. Es geht hier um meinen Dienstpartner. Ben Jäger ist entführt worden um mich unter Druck zu setzen. Gerner hat ihn und droht ihn umzubringen, wenn ich auch nur das Geringste unternehme. Wir werden still halten. Haben Sie mich verstanden?" Semirs Stimme hatte einen sehr drohenden Unterton. Mark sah ihn an. Es schien ihn überhaupt nicht zu interessieren was Semir dort sagte. Er lächelte beruhigend. "Herr Gerkhan.... ich habe sicher nicht vor das Leben von Herrn Jäger zu gefährden. Aber wir können nicht zulassen, das Gerner Polizisten unter Druck setzt, um seinen Willen durchzusetzen und seine Verbrechen durch zu führen. Ich bin hier und ich möchte die Akten einsehen." bestimmte Mark. Semir war etwas überrascht über diese Sturheit. Er nickte... "Okay.... Sie dürfen die Akten einsehen, aber .... ich werde dabei sein. Sie werden nichts ohne meine Zustimmung machen..." gab er an. Mark lachte. "So läuft das nicht. Es ist meine Karriere die hier auf dem Spiel steht und die Staatsanwältin hat mir ganz klar gesagt, was ich zu tun habe. Also... Sie dürfen wissen, was ich tue, aber nicht wie und wann." kam nun sehr bestimmt von Mark.


    Ben spürte wie er müde wurde. Doch wie konnte er schlafen? Der Tiger konnte immer noch jeder Zeit aus seinem Käfig und wer weiß was dieses Tier noch im Schilde führt. Dennoch gegen die Natur konnte er nichts tun. Langsam sackte sein Kopf auf die Brust. Nur wenige Augenblicke später war er eingeschlafen. Noch etwas später sackte er zur Seite. Die Kette rasselte und rief den Tiger auf den Plan. Khan öffnete die Augen und verließ seinen Käfig. Auf recht großen Samtpfoten ging er zu seinem zweibeinigen "Zellengenossen" und begutachtete ihn.


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  • Okay, dann versuch ich mich auch mal mit einem kurzen Teil:


    Langsam senkte er den Kopf und nahm vorsichtig den Geruch von Ben auf. Nach einigen Sekunden wagte er sich noch näher heran und stieß Ben mit der Nase an. Erschrocken zuckte der junge Polizist zusammen und fuhr hoch. Khan wich ein paar Zentimeter zurück und stieß ein warnendes Fauchen aus.


    "Wow, wow langsam mein Freund", entfuhr es Ben und hob reflexartig beide Hände soweit die Ketten dies zuließen. Khan fauchte erneut und schien ihn mit seinem Blick regelrecht zu durchbohren. Ben erstarrte mitten in der Bewegung und der kalte Schweiß brach ihm aus. Seine Gedanken überschlugen sich. Wie sollte er sich verhalten? Was verdammt noch mal hatte er über Tiger gelernt?


    Die Ohren des Tiger begannen nervös zu zucken und seine Schwanzspitze bewegte sich hin und her. Bens Kopf schien für einen Moment völlig leer. Keinen einzigen Gedanke bekam er zu stande und er atmete heftig ein und aus. Er blickte der großen Katzen direkt in die Augen und sah wie sich die Pupillen des Tigers verkleinerten. Die Ohren drehten sich langsam nach hinten und waren schließlich nur noch halb aufgestellt.


    Irgendetwas in der drohenden Körperhaltung half Ben aus seiner Schockstarrte. Sein Denkvermögen setzte wieder ein und er begann hastig zu überlegen. Khan war mit Sicherheit nicht hungrig bei der Portion die er heute verschlungen hatte. Also mußte er ihm nur irgendwie zu verstehen geben das er ihm nichts böses wollte. Hastig senkte er den Blick und starrte auf den Boden. Aus den Augenwinkeln sah er wie sich die Ohren der großen Katze nach vorne richteten. Eine Augenblick spürte er noch den Blick des Tigers, dann entspannten sich die Ohren völlig und Khan drehte sich um und ging zu seinem Käfig zurück.


    Ben ließ erschöpft den Kopf an die Wand fallen, starrte an die Decke und versuchte seinen Atem mehr oder weniger erfolgreich unter Kontrolle zu bekommen. Ganz allmählich wurde er ruhiger. Sein Blick glitt noch einmal zu Khan, der sich mittlerweile hingelegt und zusammengerollt hatte. Schläfrig sah der Tiger zu ihm hinüber.


    "Keine Sorge, ich will Dir Dein Revier hier nicht streitig", sagte Ben bissig. Dann warf er einen Blick zu der Tür. "Viel lieber wäre ich aus diesem verdammten Raum raus!" murmelte er dann zu sich selber und schloss müde die Augen. "Komm schon Semir, beeil Dich mal etwas..."

    Kim: "... Was studieren wir denn eigentlich? Lassen Sie mich raten... Chaostheorie vielleicht?!"

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  • "Das glaube ich jetzt nicht.", zischte Semir, dem nach wenigen Minuten wieder die Worte kamen. Mark stand mit verschränkten Armen da und sah seinen ehemaligen Lehrmeister nur an. "Ich schon. Wo sind die Akten?", fragte er und sah sich mit zügelloser Energie um. Dann erblickte er die geschlossene Akte auf Bens Schreibtisch und ohne zu fragen, setzte er sich auf dessen Platz, was Semir fast zum Kochen brachte. Wie konnte sich seine Menschenkenntnis in diesem jungen Mann so täuschen? "Waren sie immer schon so ehrgeizig und arrogant?", fragte Semir wütend. Mark sah ihn nur an. "Wenn eine so große Chance vor der Tür steht, wäre ich ziemlich dumm, wenn ich sie nicht ergreifen würde.", entgegnete er und las sich weiter in die Akten ein. Sein Blick fiel auf den neuen Vermerk "Eineiige Drillinge - Torben Gerner, zwei andere, einer tot." und sofort arbeitete sein Gehirn. "Was hat dieser Vermerk zu bedeuten?", fragte er Semir, doch dieser schwieg mit verschränkten Armen. "Gut, ich werde es auch so herausfinden.", meinte er und nahm die Akte an sich. Er wollte gehen, doch Semir stellte sich ihm in den Weg.


    Ben hatte sich wieder hingelegt und schlief ein wenig. Der Tiger jedoch schnarchte dermaßen geräuschvoll, dass Ben kaum ein Auge zubekam. "Man, du bist ja schlimmer, als Semir.", zischte er und zog sich die Jacke weiter hoch.
    Plötzlich ging die Tür auf und Gerner kam herein. "Na, hatten sie eine schöne Nacht?", fragte er gehässig. Dann wurde er wieder ernst. "Es sind noch zwei Tage. Ich hoffe, ihr Kollege wird nichts unternehmen. Denn sonst ..." "Was sonst?", fauchte Ben und sah Gerner abwartend an. "Das werden sie gleich sehen.", erwiderte er und zog Ben hoch, nachdem er ihn von den Ketten befreit hatte. Er wollte sich wehren, doch Gerner streckte ihn mit einem gekonnten Handschlag nieder. "So, jetzt wirst du mal erleben, was es heißt, durchzudrehen.", lachte Gerner und zog Ben aus dem Raum, alles unbemerkt von Khan, dessen Schlaf wirklich tief zu sein schien.


    Langsam wachte Ben unter einer seltsamen Konstruktion auf. Sofort dröhnte ihm das teuflische Lachen von Gerner in die Ohren. "Sie sind ja wieder wach. Dann kann der Spaß ja beginnen.", lachte er. Ben zog und zerrte an den Riemen, mit denen er auf einem Tisch festgeschnallt war. "Was soll das, sie Komiker?" "Dies ist eine ganz besondere Konstruktion. Über ihren Kopf ist ein Bottich mit eiskaltem Wasser, darin befindet sich ein kleines, stecknadelgroßes Loch, dass immer wieder einen kleinen Tropfen Wasser auf ihre Stirn tropfen lässt.", erklärte er mit perversem Hochgenuss.
    "Was soll das? Denken sie, das wird mich umbringen?", fauchte Ben. "Das nicht, aber es wird sie wahnsinnig machen, wenn sie das einige Stunden mitgemacht haben.", lachte Gerner und setzte das Wasser in Gang. Langsam tropfte ein Schwall eiskaltes Wasser nach dem anderen auf Bens Stirn.


    ...


    chinesische Wasserfolter ;) Wer übertriff es?