Die unheimliche Begegnung

  • So wie ihr es bereits gewohnt seid. Meine letzte Story "Affentheater" ist ja schon am Ende. Es fehlt lediglich das Letzte Stück... fange ich schon meine nächste an. Viel Spass beim Lesen und natürlich das Feeden nicht vergessen.


    Ben saß mit verschränkten Armen auf dem Beifahrer. „Ich finde das nicht fair. Du fährst meinen Wagen zu Schrott und ich bekomme den Anschiss. Das ist unfair.“ maulte er. Semir lachte. „Ja… ich werde der Chefin nachher erklären, dass du nicht gefahren bist. Die Frage ist nur…. Was gibst du mir dafür?“ stellte Semir lauernd die Frage. „Wieso muss ich dir was geben, damit du die Wahrheit sagst?“ wollte Ben wissen. „Weil wir Freunde sind. Ich dachte da an einen Bootsausflug mit Andrea. So richtig gemütlich auf dem Rhein entlang. Natürlich einen ganzen Tag…“ schwärmte Semir. Ben lachte. „Ach und ich soll dir das bezahlen oder was?“ fragte er grinsend. Semir schüttelte den Kopf. „Quatsch! Du sollst auf Aida aufpassen.“ lachte Semir. Ben sah ihn kurz erstaunt an und nickte dann. „Gebongt!“ gab er dann von sich. Tatsächlich beichtete Semir der Chefin den Vorfall mit dem Auto, doch der wenn Ben glaubte, dass Anna sich nun entschuldigte, hatte er sich geirrt. Sie sah ihn an. „Ben… behalten Sie die Worte einfach im Ohr. Fürs nächste Mal.“ lächelte sie ihn an. Ben sah zu Semir der grinste und nickte nur. „Ach Semir… Sie wissen schon das es der vierte Wagen ist, nicht wahr?“ wandte sich Anna an ihn. Semir sah sie an. „Ja… der vierte in diesem Jahr ich weiß.“ lächelte er sie harmlos an. „Nein… ich meinte nicht in diesem Jahr. Sondern innerhalb von acht Wochen. Man kann also sagen, dass Sie alle zwei Wochen einen Wagen schrotten. Müssen Sie noch mal zu einem Sicherheitsfahrtraining?“ ermahnte sie ihn. „Aber Chefin… solche Kurse kosten doch nur Steuergelder. Und gebracht haben sie bis heute nichts. Ich werde mich künftig bemühen, aber ich kann nichts für die Fehler Anderer.“ gab er zu bedenken. Anna lachte. „Hauen Sie ab und viel Spaß“ meinte sie und entließ die Kommissare.


    Alfred Berner sah angestrengt auf die Straße. Sein LKW lag irgendwie schwer in der Spur und er spürte die Müdigkeit der langen Fahrt. Doch was war das? Eine Spiegelung? Nein… das was er dort sah, konnte nicht wirklich sein. Das war …Alfred hob eine Hand und rieb sich die Augen. Doch das „Ding“ verschwand nicht. Im Gegenteil es kam näher an sein Fahrzeug heran. Er ging in die Eisen und bremste den Wagen ab. Auf dem Standstreifen kam er zum stehen. Wieder sah er aus dem Fenster. Doch das „Ding“ war nicht mehr zu sehen. „Bis zum nächsten Rastplatz und da mache ich die vorgeschriebene Pause. Egal was der Alte mir erzählt, von Termindruck!“ sagte er leise zu sich selbst und ließ den Motor wieder kommen. Er machte auf dem nächsten Rastplatz tatsächlich halt und kroch in die Koje. Doch seine Ruhe sollte nicht lange währen. Er wurde unsanft aus dem Schlaf gerissen, als es plötzlich knallte und sein LKW wackelte. Erschrocken kroch er aus der Koje und sah hinaus. Rund um seinen Wagen standen kleine Wesen. Alfred glaubte nicht richtig zu sehen, aber das waren keine Menschen. Aus Angst verschloss er die Türen als einer der Wesen ihn ansah. ER machte sich klein damit man ihn nicht sah. Allerdings konnte er seinen Spiegel noch so einstellen, um das was draußen geschah genau zu beobachten. Er sah wie die Wesen die Ware aus seinem Wagen holten und in ein Raumschiff brachten. Er griff zu seinem Handy und wollte die Polizei rufen, als er etwas zischen hörte. Dann schlief er ein.

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  • „Und wie war die Bootsfahrt?“ wollte Ben wissen, als Semir und Andrea zurück waren. „Herrlich…. Einfach wunderschön..“ schwärmte Andrea und küsste Semir. „Ja… es war sehr schön. Und wie war meine Tochter zu dir?“ wollte Semir grinsend wissen. „Sehr gnädig. Sie ist schon nach der sechsten Geschichte eingeschlafen und ich mit.“ meinte Ben lachend. „Schläfst du hier, oder willst du nach Hause?“ wollte Andrea wissen. Ben schaute auf die Uhr. „Oh… so spät….?“ fragte er erstaunt. Semir nickte. „Am besten du packst dich im Gästezimmer hin. Wir müssen ja eh in knappen acht Stunden wieder raus.“ bot Semir an. Ben nahm an und verschwand kurz darauf. Tatsächlich klingelte acht Stunden später der Wecker an Semirs Bett. Schlaftrunken stand er auf. Andrea wurde ebenfalls wach. „ich mach euch Kaffee“, sagte sie ebenfalls sehr müde. „Du kannst auch liegen bleiben, wenn du zu müde bist. Die Kaffeemaschine kann ich auch bedienen.“ meinte Semir und gab ihr einen Kuss. Andrea nickte und drehte sich wieder um. Semir und Ben frühstückten und fuhren zur PAST. Doch bevor sie dort ankamen wurden sie über Funk gerufen.


    „Cobra 11 für Zentrale!“ hörten sie Hotte, der heute Dienst am Funkgerät hatte, weil er ziemlich stark erkältet war. „Mensch Hotte… du klingst ja grausam.“ meinte Ben als er sich meldete. „ Danke… ich fühle mich nicht sehr wohl. Passt auf…hatschi!!!.... auf dem Rastplatz Knappsack steht ein LKW. Der Fahrer scheint….hatschi!!! …. scheint getrunken zu haben und labert was davon, dass Außerirdische seine Ware geklaut hat…hatschi!!!“ gab Hotte durch. Man hörte deutlich dass es ihm gar nicht gut ging. Semir nahm das Mikro in die Hand. „Hotte…. Leg dich ins Bett. Das ist ja grausam!“ meinte er nur und fuhr zum Rastplatz. Von Hotte kam nichts mehr. Dafür meldete sich Susanne. „Hotte wird gerade von der Chefin heimgefahren. Hoffe nur sie übersteht es ohne sich anzustecken.“ kam von ihr durch. „Wir fahren hin und sehen mal was da ist. Cobra 11 ende!“ lachte Ben. „Mann… Hotte ist aber auch wie ein Nashorn. Stur und uneinsichtig. Wenn er sich mal keinen Lungenentzündung zuzieht.“ tadelte er seinen alten Kollegen. Semir nickte nur und fuhr auf zum Einsatzort. Dort angekommen sahen sie einen Mann am LKW lehnen. Die Türen zum Laderaum weit offen. Semir hielt direkt vor dem Fahrzeug an. „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Mein Kollege Ben Jäger.“ stellte er sich vor und zeigte seinen Ausweis.

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  • Alfred Berner reichte dem Polizisten die Hand. „Alfred Berner. Ich bin der Fahrer. Ich weiß… was ich Ihnen jetzt erzähle, ist sicher unglaublich. Aber ich schwöre es war so… Es war wirklich so.“ begehrte der Mann auf. Semir hob die Hände. „Erzählen Sie doch erst einmal was passiert ist.“ Bat er den Mann. „Also… gestern habe ich vor meinem Laster so ein blaues Licht gesehen. Es folgte mir und ich dachte, ich bin einfach nur müde. Also bin ich raus und wollte hier meine Pause machen. Dann wurde ich wach, weil es unheimlich laut wurde. Ich machte die Gardine zur Seite und da standen sie. An der Fahrerseite, an der Beifahrerseite und hinten auch. Vier Mann oder Frau. Ich weiß es nicht. Die haben die Ware aus meinem LKW gepackt und ins Raumschiff getragen. Das stand direkt da, wo Sie nun stehen.“ berichtete der Mann aufgeregt. Semir warf Ben einen Blick zu und dieser nickte. „Was hatten Sie geladen?“ wollte Semir wissen. „Ich hatte Festplattenrecorder, Handys, Flachbildfernseher…“ zählte der Fahrer auf. Ben grinste und beugte sich zu Semir. „Ich wusste gar nicht, das ET so etwas braucht…“ meinte er leise und Semir musste ebenfalls lachen. „Also gut… wir sollten auf jeden Fall einen Alkoholtest machen.“ meinte er dann und sah den Fahrer an. „Allerdings rieche ich keine Fahne.“ gab er dann zu bedenken. Ben machte ihn trotzdem. Das Ergebnis waren 0,0 Promille. „Ich weiß, dass meine Story sich unglaublich anhörte, aber es ist wirklich so gewesen.“ kam schon fast flehend von Berner. „Herr Berner, es ist ja nicht so, dass wir Ihnen nicht glauben… aber…“ fing Semir an. Ben nickte. „Nein…. Das nicht. Aber wir sind der Meinung, dass es totale Scheiße ist, die Sie hier erzählen. Sie haben die Ware vermutlich selbst vertickt…“ verdächtigte er den Mann. Semir gab dem Mann seine Visitenkarte. „Sie müssen die Anzeige noch unterschreiben.“ meinte er und wies darauf hin, dass Berner zum Revier kommen musste.


    „Was für ein Blödsinn. Außerirdische haben mir die Ware geklaut..“ lachte Ben noch als sie wieder auf der Autobahn fuhren. Semir grinste nur und nickte. „Ja aber es könnte was dran sein...“ gab er zu bedenken. Ben lachte laut auf. „Wie bitte? Das ist doch gequirlter Mist. Ich meine, dir könnte man was von Außerirdischen erzählen, stammst ja schließlich aus der Generation, die an Ufos glaubt. Ich bin da realistischer...“ meinte Ben nur. Semir warf ihm einen Blick zu. „Du? Realistischer? Du hast doch eben ET erwähnt oder etwa nicht?“ gab er gespielt empört zurück. „Ja aber nur damit dir der Kugelschreiber vor Lachen nicht aus der Hand fällt. Hast du im Ernst geglaubt, was der da erzählt hat?“ wollte Ben wissen. „Nein... aber man muss zumindest versuchen sachlich zu blieben. Immerhin glaubt der Mann das tatsächlich gesehen zu haben. Und ET ist übrigens längst abgelegt. Heute sind es Goald und Orks oder so...“ erklärte Semir grinsend. Ben sah ihn irritiert an. „Die wer?“ fragte er nach. „Na die Außerirdischen bei Stargate. Die Serie beschäftigt sich doch damit... also das ist so... Die reisen durch ein großes Tor, das so genannte „Sternentor“ zu anderen Planeten und treffen meistens auf die Goalds... das sind Wesen in Wurmform. Also irgendwie riesige Regenwürmer, wenn du willst. Diese Würmer verschwinden in die Bewohner der Planeten, also in ihre Körper und kontrollieren diese. Die Leute, die sie beherrschen vermitteln sie dass sie Götter sind. Die sind natürlich böse und diese Stargategruppe sind die Guten, die immer gewinnen. So wie wir.“ erklärte Semir. Ben lachte. „Ich wusste doch, dass du an so was glaubst. Nee jetzt mal ehrlich. Es ist zwar wirklich merkwürdig, aber das ist ein Fake. Und wenn ich dir nun auch etwas zerstören muss. Sei stark.... es gibt keine Raumschiffe, keine fliegenden Untertassen, es sei denn sie kommen aus Andreas Richtung und es gibt auch kein „Sternentor“. kam von Ben ziemlich trocken. „Idiot!“ gab Semir lachend und kopfschüttelnd zurück.

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  • Am Abend war Ben wieder mit Susanne unterwegs. Die Beiden waren nun schon fast vier Monate zusammen und bisher standen die Sterne günstig. Semir machte zwar seine Bemerkungen über die Beziehung aber Susanne und Ben standen darüber. „Weißt du was die Chefin mich heute Morgen gefragt hat?“ kam von Susanne als sie Ben küsste. „Nee… ich meine ich war ja unterwegs. Was denn? Wollte sie wissen wann unser erstes Baby kommt? Oder wann wir heiraten?“ kam neugierig von ihm. Susanne lachte hell auf. „Ja genau in der Reihenfolge. Sie hat es nur anders beschrieben. Sie meinte zu mir, dass ich ihr früh genug Bescheid geben soll, falls wir daran denken und für immer zusammen zu tun, damit sie sich früh genug um einen Ersatz kümmern kann. Ich habe sie beruhigt und ihr gesagt, dass wir noch nicht an die Familienplanung ran gewagt haben.“ Ben sah sie an. „Ich kann sie sehr gut verstehen. Erst Andrea, dann Petra und nun du. Das sie da Bedenken bekommt…. Vielleicht behält Semir ja Recht…“ sinnierte Ben. Susanne sah ihn verwundert an. „Womit?“ wollte sie wissen. „Mit der männlichen Sekretärin…“ lachte Ben und widmete sich ganz seiner Freundin.


    Nur zwei Tage später war der Vorfall vergessen. Ben und Semir waren erneut unterwegs als sie zum gleichen Rastplatz gerufen wurden. Wieder behauptete der LKW-Fahrer er sei von Außerirdischen beraubt worden. Ben sah sich die Frachtpapiere an. „Na... dann hat ET diesmal Möbel für ein Hotel bestellt. Ich weiß auch welches.... das auf Melmak. Denn Alf hat mich gestern angerufen und wollte wissen ob wir nicht mal wieder Skat spielen wollen.“ grinste er Semir an, der lauthals loslachte. „Ben.... hör bitte auf...“ versuchte er ihn möglichst ernst zu ermahnen. Der LKW-Fahrer sah die Beiden an. „Ich weiß selbst, dass es bescheuert klingt, aber es war so.... “ verteidigte er sich. Ben sah ihn an. „Herr Mollenhaupt... es ist ja nicht so, dass wir Ihnen nicht glauben.... aber es gibt keine Außerirdischen...“ erinnerte er ihn. „Das weiß ich selbst. Aber es war so...!“ behauptete Mollenhaupt wütend. Ben nickte. „Also gut... wie sahen diese „Wesen“ aus?“ wollte er wissen. „Nun ja… sie waren grau-blau, hatten Augen die eher an Mandeln ähnelten. Gesprochen haben sie in einem ziemlichen Kauderwelsch. Da hab ich kaum was verstanden. Nur die Befehle waren verständlich. Die hörte sich aber sehr komisch an… als ob sie elektronisch übersetzt wurden… wenn Sie verstehen was ich meine…“ erklärte der Fahrer. Semir schrieb alles auf. „Gut Die Anzeige wird gefertigt. Aber Sie müssen auf jeden Fall zur Wache kommen und Ihre Aussage unterschreiben.“ meinte er kurz und ging mit Ben zum Wagen. „Also ich dachte ja… das die Erste Begegnung ein Zufall war. Aber jetzt sind es schon zwei. Ich meine wir sollten die Umgebung mal absuchen.“ schlug er vor. Ben lachte. „Du glaubst den Mist?“ wollte er wissen. „Ist doch schon komisch, das zwei LKWs hier ausgeraubt wurden, oder?“ gab Semir zurück. Ben nicke. „Ja… irgendwie schon. Aber ich glaube nicht an Außerirdische.“ bekräftigte er. „Ich auch nicht. Na komm… fahren wir wieder…“ stöhnte Semir.


    Im Büro schreib Semir die Berichte fertig und brachte sie zu Anna rein. Sie las kurz rüber und musste dann kurz lachen. „Ist das Ihr Ernst?“ fragte sie. Semir nickte. „Das ist die Aussage der LKW-Fahrer. Sie decken sich. Ich glaube nicht an den Mist, aber keiner von ihnen hatte eine Alkoholfahne. Die Ware ist definitiv verschwunden. Ben und ich vermuten dass Versicherungsbetrug von den Speditionen versucht wird, allerdings können wir das derzeit nicht beweisen.“ endete Semirs Bericht. Anna warf die Akte auf den Tisch. „Ist schon sonderbar. Haben wir denn irgendwelche Zeugen für das „Blaue Licht“, was der Brenner gesehen hatte?“ wollte sie wissen. „Nein… zu dem Zeitpunkt war die Strecke und auch der Rastplatz menschenleer. Das einzige was wir haben sind die Aussagen.“ erklärte Semir. Anna nickte. „Die elektronischen Geräte verstehe ich ja noch…. Aber Möbel?“ kam von Anna. „Nun ja… es waren nicht irgendwelche Möbel. Es waren Möbel aus einem Museum für Antike in Dortmund. Ben und ich fahren gleich mal hin um wenigstens zu erfahren was da gestohlen wurde.“ gab Semir bekannt. Anna nickte. „Dann machen Sie das. Danach können Sie dann Feierabend machen. Übrigens Herzberger ist bis auf weiteres Dienstunfähig. Er hat die Grippe. Auch wenn er eigentlich arbeiten wollte, ich habe ihn unter Hausarrest gestellt und den Arzt zu ihm beordert. Und da er ohne Bonrath nicht auskommt, hat Bonrath von mir den Befehl gegeben ihn zu pflegen. Wird vermutlich kein einfacher Job sein, aber Sie kennen die Beiden. Also wenn Sie Hilfe brauchen, dann müssen Sie sich an die Anderen wenden.“ meinte Anna. „Ja kein Problem. Aber wir kommen sicher auch ohne zu Recht.“ grinste Semir nur und stellte sich vor wie Dieter mit Schürze und Mundschutz vor Hotte stand um ihn die frisch gekochte Hühnersuppe vorzusetzen. „Gut… wir sind dann weg.“ erklärte Semir und verschwand.

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  • Eine Stunde später waren sie am Museum. „Herr Winter?“ fragte Semir als sie das Museum betraten. Der Mann nickte. „Gerkhan… Kripo Autobahn. Es geht um den Transport der Möbel aus Ihrem Hause…“ fing Semir an. „Nein! Sagen Sie nicht, dass der Wagen einen Unfall hatte. Bitte nicht. Der Wert der Möbel ist….“ kam entsetzt von Winter. „…ähm… nein ach so… das hier ist mein Kollege Ben Jäger. Es gab keinen Unfall. Der Wagen wurde überfallen. Die Möbel sind alle weg. Was für Sachen waren das?“ wollte Semir wissen. „Das sind für wahre Kunstliebhaber unbezahlbare Möbelstücke. Nehmen Sie zum Beispiel den Stuhl aus Österreich. Kaiserin Elisabeth von Österreich hatte auf ihn gesessen. Es ist absolut eine Katastrophe. Wie soll ich das dem Besitzer klar machen?“ fragte Winter. Ben sah ihn erstaunt an. „Es waren keine eigenen Stücke?“ kam etwas verwirrt von ihm. „Nein… es sind alles Leihgaben für die Ausstellung die nächsten Monat ansteht. Gott… wir haben aus Ungarn, Schweiz, Österreich und natürlich auch Italien Sachen geordert. Die waren alle im LKW…. Das ist der Ruin für das Museum….“ stöhnte Winter. „Nun ja… aber die Sachen sind doch versichert oder nicht?“ wollte Ben wissen. „Gegen Beschädigungen ja… aber nicht gegen Diebstahl. Aber ich spreche hier auch nicht von dem materiellen sondern von dem historischen Wert. Ich meine wer denkt schon daran, dass Möbel gestohlen werden.“ Kam traurig von Winter. „Wer wusste denn von dem Transport?“ stellte Semir die Frage. „Nur die Spedition und ich. Ja und die Spender natürlich. Der Fahrer auch.“ kam prompt die Antwort. „Sonst keiner?“ Winter schüttelte den Kopf. „Nein… ich wollte so wenig Mitwisser wie es ging. Es ist eine Katastrophe…. Das Museum kann schließen… ich kann mir die Kugel geben…“ jammerte der Mann. Semir sah zu Ben und nickte. „Nun ich würde sagen Sie warten noch etwas ab. Wir finden die Möbel und dann können Sie Ihre Ausstellung klar machen.“ lächelte er Winter zuversichtlich an. Doch der schien ihn gar nicht zu hören und ging einfach weg. Ständig murmelte er: „Ich bin ruiniert… ich bin ruiniert…“


    „Mann der ist ja völlig fertig.“ stöhnte Ben. Semir nickte. „Ja kann ich sogar verstehen. Wenn die Existenz am Ende ist. Tja… nur wir haben immer noch keine Spur. Es haben sich keine Zeugen gemeldete. Entweder hat niemand was gesehen, oder aber es traut sich keiner eine Aussage zu machen, weil die das für absoluten Mist halten und sich nicht lächerlich machen wollen. Ich tippe da allerdings auf die zweite Version. Ich würde auch keinem Kollegen sage, ich hätte ein Ufo gesehen.“ meinte Semir sachlich. Ben lachte. „Ja, wenn ich solche Aussagen zu Protokoll nehmen müsste, könnte ich vor Lachen nicht schreiben. Aber nun haben wir Feierabend. Susanne wartet auf mich.“ Grinste Ben. Semir sah ihn an. „Wann heiratet ihr denn nun?“ wollte er wissen. Ben rollte die Augen. „Warum müssen wir denn heiraten? Wir können doch auch erst einmal eine ganze Weile so zusammen sein.“ stöhnte er auf. „Du kneifst?“ fragte Semir tadelnd. „Nein… ich kneife nicht. Aber ich will einfach keine männliche Sekretärin im Vorzimmer.“ lachte Ben. Semir ließ Ben am Parkplatz der PAST raus und fuhr nach Hause. Ben holte Susanne ab. Der Abend stand ganz im Sinne der beiden frisch Verliebten.


    Am nächsten Morgen saßen acht Mann auf einem alten Bauernhof in der Nähe des Rastplatzes Knappsack in der alten Scheune und öffneten die Kisten. „Hey… das ist doch wohl echt der Hammer… Ein Stuhl… was für ein Fund. Mann… das ging daneben!“ fauchte Maurice. Guido sah ihn an. „Hey… ich dachte wirklich das war der Laster mit den anderem Kram. Verdammt die müssten die Touren getauscht haben. Aber ich bekomme es noch raus. Wir müssen eh erst mal Pause machen. Die Bullen werden wach.“ gab er von sich. Maurice lachte. „Hey.. die Opfer werden den Bullen erzählen, dass sie von Außerirdischen beraubt wurden. Das glaubt denen keiner. Ich kenne den Haufen… die sind realistisch eingestellt. Es gibt niemanden der denen die Story abkaufen wird. Die werden sich erst mal an die Speditionen wenden und auf Versicherungsbetrug ermitteln. Dann werden sie die Eigentümer vernehmen und vermutlich die Fahrer auf Diebstahl überprüfen. Vorstrafen und so weiter. Wir werden noch einen Wagen schnappen. Dann machen wir Pause. Aber die Ware will ich noch haben.“ kam von Maurice. „Was ist es denn diesmal?“ wollte Wolfgang wissen, der gerade mit der Abendzeitung kam. „Diesmal wirklich was ganz Besonderes. Gold, Diamanten, Silber….“ lachte Maurice und nahm die Zeitung. Er schlug sie auf und sah die Schlagzeilen. „Wertvolle Möbel gestohlen!“ sprang ihn regelrecht in die Augen. Er lachte auf. „Das ist ja super!“ grinste er und jubelte. Wolfgang und Guido sahen sich an. „Tickst du total aus, oder was?“ wollte Wolfgang wissen. „Nein… behandelt die Möbel gut und setzt euch ja nicht drauf. Das ist wie ein sechser im Lotto.“ grinste Maurice. Guido sah ihn an. „Was ist den damit? Das ist wertloser Plunder der fast auseinander fällt…“ gab er gleichgültig von sich. „Gestern wurden Möbel aus dem Besitz der österreichischen Kaiserin Elisabeth gestohlen. Das verantwortliche Museum beziffert den Wert auf über drei Millionen Euro.“ las er vor. „Drei Millionen? Whow…. Das ist ja super… Nur wie willst du das zu Geld machen?“ fragte Wolfgang. Maurice lachte leise. „Nach unserem letzten Überfall heute Abend werden wir diesen Museumstypen mal was schreiben und Lösegeld für die Sachen fordern.“ grinste er zufrieden und erläuterte seinen Plan für den Abend.

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  • Auch Semir und Ben waren am frühen Morgen unterwegs. Allerdings nicht auf der Autobahn, sonder in Köln. Sie wollten Hotte und Dieter besuchen. Semir klingelte und nur kurz drauf kam Dieter. Mundschutz und Gummihandschuhe zierten ihn. Semir lachte kurz. „Ist das Haus Virenfrei?“ fragte er grinsend. „nein… Hotte ist ziemlich schlimm dran. Das Fieber ist gestiegen und ich habe schon den Arzt angerufen. Ich dachte er wäre es. Was macht ihr hier?“ wollte Dieter wissen. Ben sah ihn an. „Meinst du wirklich das hilft?“ wollte er wissen und deutete auf den Mundschutz. „Ja sicher…Die Viren werden blockiert und gelangen nicht in meine Atemwege um sich festzusetzen…“ nickte Dieter. „Hast du denn auch daran gedacht, dass sich die Viren über deine Haare in deinen Körper den Weg bahnen können?“ gab Ben zu bedenken. Dieter sah ihn verständnislos an. „Meinst du wirklich?“ fragte er. Ben nickte. „Ja sicher… die Haare gehen ja auch in den Körper und dort könnten die über das Gehirn in deine Schleimhäute gelangen und dich infizieren. Also ich würde an deiner Stelle eine Haube tragen.“ Schlug Ben vor und sah Semir an. Dieser drehte sich um, weil er das Lachen kaum für sich behalten konnte. Dieter schlug die Tür zu. Semir sah Ben an. „Sag mal….!“ tadelte er ihn. „Dieter!! Lass uns doch mal rein! Wir wollen Hotte doch nur gute Besserung wünschen!“ rief er durch die verschlossene Tür. Doch Dieter schrie nur zurück, dass es besser für sie sei, draußen zu bleiben. Semir und Ben fuhren unverrichteter Genesungswünsche auf die Autobahn.


    „Du bist in letzter Zeit ziemlich unverschämt.“ meinte Semir im Auto. „Was? Ich? Wieso? Ich gebe doch nur Tipps. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es mit Viren so geht. Gut… ich weiß jetzt nicht ob Grippeviren das auch machen… aber war schon witzig. Was machen wir denn heute? Wieder Alliens jagen?“ lachte Ben. „Nein…. Wir werden uns einfach mal auf dem Rastplatz Knappsack umsehen. Vielleicht finden wir ja doch etwas.“ kam von Semir. Ben stöhnte auf. „Also doch Alliens jagen….“ Semir schüttelte nur den Kopf. Semir fuhr auf den Rastplatz. Er hielt dort an, wo die Überfälle passiert waren und sah sich um. Ben tat es auch, allerdings etwas gelangweilt und natürlich bemerkte Semir das. „Könntest du wenigstens so tun, als hättest du Spaß an der Arbeit?“ fragte er etwas wütend. „Mach ich doch… ich hab auch Spaß an der Arbeit. Ich suche nur nicht nach etwas, das es nicht gibt.“ erklärte Ben und sah zu Boden. Vor seinem Fuß lag etwas Undefinierbares. „Semir!“ rief er und hob das Etwas mit Handschuhen auf. Semir kam. „Was hast du da?“ wollte er sofort wissen. Ben hob das Tütchen hoch. Semir nahm es in die Hand und sah sich das Etwas an. „Sieht aus wie Plastik oder?“ fragte er. Ben nickte. „Ja allerdings bin ich mir da nicht so sicher. Ist ziemlich biegsam.“ meinte er und testete das Fundstück. Semir nickte. „Wo lag das?“ wollte er wissen. „Da vorn… „ Ben wies hinter dem Auto. Semir erhob sich und ging hin. „Hier liegt noch mehr. Sieh mal!“ rief Semir. Ben kam ebenfalls hin. Tatsächlich lagen dort einige dieser Stücke. „Ich ruf die Spurensicherung.“ gab er durch und ging zum Funk.

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  • Abendessen°


    Eine Stunde später waren sie bei Hartmut in der KTU. „Hartmut! So schwer kann das doch gar nicht sein. Ich meine es ist Plastik und es wird ja sicher von irgendwas stammen.“ maulte Semir herum. „Das weiß ich auch, Semir. Nur es ist nicht von einem Rücklicht. Das ist klar. Dieses Zeug ist verdammt flexibel und mir ist nichts bekannt, wo so ein Material benutzt werden kann.“ erklärte der Techniker. „Aber es ist von dieser Welt oder?“ fragte Ben scherzeshalber. Hartmut sah ihn pikiert an. „Natürlich. Von wo denn sonst!“ empörte er sich. „Nun ja… von einem Raumschiff zum Beispiel.“ grinste Ben. Hartmut sah ihn an und lachte laut auf. „Raumschiff? Ja sicher…. Scotty beam me up…“ gab er zurück. Semir schüttelte den Kopf. „Es ist wichtig. Mach hin und versuch heraus zu finden, woher das Ding stammt.“ Gab er etwas wütend den Befehl. „Eye, Eye Captain!“ grinste Hartmut. Ben und Semir gingen raus und fuhren zur PAST. „Dir macht das so richtig Spaß was? Du stellst die Glaubhaftigkeit der Opfer ganz schön in Frage. Was wenn die doch Recht haben?“ wollte Semir auf der Fahrt wissen. „Ach komm…. Mensch wir haben Karneval. Die Leute verkleiden sich und niemand fällt auf, dass die einen Überfall machen.“ erklärte Ben. Semir sah ihn an. „Stimmt… wir haben Karneval. Wenn die Typen sich Kostüme besorgt haben, dann wäre es gut möglich… Okay… von dir stammt die Idee. Wir werden alle Kostümverleiher und –verkäufer aufsuchen und herausfinden ob es dort solche Kostüme gibt.“ gab Semir bekannt. Den Blick den Ben ihn zuwarf ignorierte er.


    Barbara Vieken war mit ihrem kleinen Werttransporter auf der A1 unterwegs. Ihre Ladung war so viel wert, dass sie ständig in den Rückspiegel schaute ob ihr jemand folgte. Es war eigentlich nicht üblich, dass sie allein fuhr, doch der Kollege, der sie begleiten sollte war krank und es gab keinen Ersatz. Da sie es nicht weit hatte, wollte sie die Tour trotzdem machen und als Chef des kleinen Unternehmens konnte sie es ohne jemanden zu fragen. Sie rieb sich kurz die Augen und war gerade kurz vor dem Rastplatz Knappsack als sie ein bläuliches Licht vor sich bemerkte. Sie drosselte das Tempo und sah in die Richtung aus der dieses Licht kam. Doch plötzlich stieg sie auf die Bremse. Nicht weit vor ihr stand eine fliegende Untertasse und blockierte die Fahrbahn. Es sah aus, als schwebe sie etwas über der Fahrbahn.. Barbara war eine Realistin die nicht an Ufos glaubte. Aber nun als sie dieses Ding vor sich sah, geriet ihre reale Welt etwas ins Wanken. Sie hielt auf dem Standstreifen an und sah sich das Lichtspiel des Gefährts an. Es war schön. Auch der nachfolgende Verkehr hielt an und starrte in das Licht. Keiner von ihnen ahnte, dass dies das Leben von Barbara retten sollte.

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  • „Verdammt! Zu viele Zuschauer. Wir müssen den Coup verlegen.“ fluchte Wolfgang. „Quatsch! Lass mich nur machen. Ich weiß schon etwas….“ lachte Maurice und zog sich den Anzug an. „Willst du die Leute da erschrecken?“ fragte Wolfgang. Maurice nickte. „Ja… ganz genau. Lass mal die Luke aufgehen.“ befahl er grinsend. Wolfgang tat was er wollte und er wusste genau, dass es für die Zuschauer so aussehen musste, als würde sich der Eingang zum Ufo öffnen. Maurice ging auf die Straße. Die Menschen auf der Straße schienen nicht zu erkennen, dass es sich bei dem Ufo um einen einfachen Wohnwagen handelte, der etwas umgebaut war. Maurice sah sich suchend um und ging dann zielstrebig auf Barbara zu. Die anderen wichen alle ängstlich zurück. Dieses Wesen schien ihnen Angst zu machen. Maurice hob einen Leuchtstab hoch und alle anderen machen, dass sie in ihr Auto kamen. Barbara jedoch sah ihn nur an. Maurice schritt etwas ungelenkig auf Barbara zu. Während dessen ließ er von einem MP3-Player Befehle abspielen, die rückwärts aufgenommen wurden. So hörte es sich nicht gerade irdisch an. Er musste sich beeilen denn sicher war die Polizei schon informiert worden. Zielstrebig ging er zum hinteren Teil des Transporters und sah Barbara an. Er wies nur auf den Laderaum. Sie kam und öffnete mit zitternden Händen den Wagen. Maurice sah sich um und griff nach einigen Päckchen. Er legte alles in einen Sack und verschwand mit der Ware wieder in seinem „Raumschiff“.


    Barbara stand an ihrem Wagen und starrte auf das Wesen das soeben ihren Wagen leer geräumt hatte und nun abfuhr. Dann ging sie in die Knie und lehnte sich an ihren Wagen. Nur wenig später hörte sie Sirenen. Jemand hatte die Polizei gerufen. Barbara zuckte zusammen als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Sie sah auf und sah einen jungen Mann mit wilder Mähne vor sich stehen. „Sind Sie in Ordnung?“ fragte er vorsichtig. Barbara nickte. „Ja… ich glaub schon…“ kam von ihr. „Ben Jäger. Frau …“ stellte er die Frage. „Vieken… Barbara Vieken.“ stellte sie sich immer noch etwas verwirrt vor. „Frau Vieken. Ich bin von der Kripo Autobahn. Können Sie mir sagen was passiert ist?“ wollte er wissen. Barbara nickte. „Ja… sicher. Ich bin überfallen worden. Von Außerirdischen.“ kam leise und irgendwie zweifelnd von ihr. „Okay… Sind Sie verletzt?“ wollte der Polizist wissen. „Nein… zumindest nicht körperlich.“ gab Barbara zu und ließ sich von dem Mann auf die Beine ziehen. Erst jetzt merkte sie, dass sie ziemlich zitterte. Völlig aufgelöst von diesem sonderbaren Vorfall. „Frau Vieken, können Sie mir sagen, was fehlt?“ wollte ein zweiter Mann wissen. Sie sah ihn an. „Wer sind Sie?“ wollte sie wissen. „Semir Gerkhan. Kripo Autobahn.“ stellte sich der Mann vor. „Warten Sie… ich kann es Ihnen gleich sagen, was fehlt. Aber so wie ich es sehe, hat er hier einiges mitgenommen.“ Sagte sie, als sie in den Laderaum sah. „Was genau?“ wollte der kleine Polizist wissen. „Ich hatte Rohedelsteine, Silber- und Goldbrocken geladen. Es sollte zu einem Schmuckhersteller gebracht werden. Tja… das wird ein bitteres Bonbon für mich.“ gab sie von sich. „Warum für Sie?“ wollte Jäger wissen. „Nun ja… es ist meine Firma, mein Transporter. Ich bin zwar versichert aber vermutlich wird man mir die Hälfe der Schuld anrechnen. Denn ich habe den Wagen geöffnet als sie mich zwangen...“ kam leise von ihr. „Wie hoch war der Wert der Edelsteine?“ lautete die nächste Frage. „Ich weiß es nicht genau. Wie wertvoll sind ungeschliffene Smaragde, Rubine, Diamanten, Opale…?“ stellte sie die Gegenfrage.

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  • Wolfgang, Guido und Maurice fuhren zu ihrem Bauernhof und brachten ihre Beute in die Scheune. Dort sahen sie sich die Steine an. „Mann… das nenne ich einen Jackpot!“ jubelte Maurice. Guido nickte. „Ja und das werden wir an unseren Mann in Kiel zukommen lassen. Der Kaufpreis liegt bei drei Millionen. Also für jeden genug.“ lachte er. Wolfgang parkte den Wohnwagen in der Garage. „Wir werden so langsam leichtsinnig. Mitten auf der Autobahn den Überfall machen. Es waren tausend Zeugen da!“ übertrieb er als er bei den Anderen war. „Mann… was können die schon sagen? Ein Außerirdischer hat mit seinem Raumschiff einen Überfall ausgeübt. Keine Kennzeichen. Na und die Personenbeschreibung ist ja wohl auch unglaubwürdig….“ lachte Maurice, der sich sehr sicher war. „Und was machst du, wenn diese Beiden Typen wieder kommen? Die, die gestern hier rumgeschnüffelt haben? Das waren mit Sicherheit Bullen. Die haben auf dem Rastplatz ein Teil von deinem Anzug gefunden.“ Kam von Wolfgang. Maurice sah ihn an. „Wenn es tatsächlich Bullen waren, dann werden sie uns kennen lernen, sobald sie uns zu lästig werden. Du weißt doch wie ich mit unbequemen Personen fertig werde.“ lachte er nur. Wolfgang nickte. „ja ich weiß.“ kam leise von ihm und er erinnerte sich an Markus, den Maurice von der Autobahnbrücke geworfen hatte. Niemand konnte ihm etwas nachweisen und die Polizei glaubte, dass sein Bruder Selbstmord begangen hatte.


    „Das kann doch wohl nicht wahr sein! Der Dritte Überfall und wir haben keine Spur. Wie lange wollen wir denn noch zusehen. Die Presse nimmt uns auseinander und wir haben nichts!“ fauchte Anna wütend und warf den Express auf den Tisch. Semir und Ben sahen sich an. „Ja Chefin… aber ich meine es gibt außer den Beschreibungen von den Zeugen definitiv keine brauchbaren Hinweise. Hartmut hat herausgefunden, dass dieses Plastikstück von einem größeren Stück ist. Wir vermuten von diesem Kostüm, das die Verbrecher tragen. Frau Vieken hat diese Person ebenfalls geschildert wie die LKW-Fahrer. Ich meine… es gibt kein Kennzeichen von der „Untertasse“ und ich denke wir brauchen uns nicht darüber unterhalten das es natürlich keine Ufos gibt. Hier ist eine Bande am Gange die sich …“ versuchte Ben in Worte zu fassen. Doch als Anna ihn ansah, schwieg er plötzlich. „Ich selbst glaub nicht daran, aber wir müssen alles daran setzten, diesen Fall zu lösen. Semir! Was schlagen Sie vor?“ wollte sie wissen. „Nun ja… mehr wie beobachten können wir nicht. Ich meine, wir machen schon alles, nur ohne Nummernschild können wir nichts machen.“ erklärte Semir und wollte gerade seinen Vorschlag machen, als Susanne rein kam. „Erneuter Überfall am Rastplatz Knappsack. Diesmal allerdings mit einem Toten.“ erklärte sie. Semir und Ben sahen sich an und sprinteten aus dem Büro.

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  • So und hier kommt das Abendessen und Nachtmahl gleichzeitig.


    „Du verdammter Idiot!“ fauchte Maurice Wolfgang an. „Hey.. der hat mir die Maske runter gerissen! Der hätte mich beschreiben können!“ schrie dieser zurück. Guido sah die Beiden nur an. „Beruhigt euch! Gut der Zeuge ist tot und es gab keinen weiteren mehr. Wir müssen nur eine Pause einlegen. Die Bullen werden erst einmal versuchen was zu finden. Hast du die Patronenhülse eingesteckt?“ wollte er wissen und sah Wolfgang an. „Nein… verdammt ich hab nicht daran gedacht!“ gab er leise zu. „Na super! Absolute Spitze. Aber eins sag ich dir! Ich gehe nicht in den Knast.“ fauchte Maurice und stand auf. Wütend lief er hin und her. „Bisher war alles ein Kinderspiel. Aber du musst ja gleich ausrasten Das ist bullshit!!“ schrie er. Guido nickte. „Ja es ist passiert und damit müssen wir nun klar kommen. Der Typ ist tot und daran ist nichts mehr zu ändern. Wir müssen uns überlegen wie es weitergehen soll. Die Bullen werden jetzt sicher mehr ermitteln. Wolfgang du wirst erst einmal die Biege machen. Maurice lachte verächtlich. „Ja klar… er bekommt seinen Anteil und kann abhauen! Mann der reißt und völlig rein!“ schrie er wütend. Guido sah ihn warnend an. „ bisher haben die Bullen gar nichts und daran wird sich nichts ändern. Wenn dir etwas an meiner Entscheidung nicht passt, dann pack deine Sachen und geh!“ fauchte er Maurice an. „Okay… gut… wir machen erst mal Pause. Wir müssen nur darauf aufpassen, dass die Bullen sich hier nicht einnisten.“ Kam von Maurice, der einsah dass es besser war sich zu beruhigen. Guido nickte. „Wenn die sich hier aufspielen, dann werden wir denen etwas Buntes zaubern. Mir fällt da schon was ein.“ grinste er und war zufrieden, dass er den Streit zwischen seinen Freunden bereinigen konnte.


    Semir sah auf den Mann, der vor ihm am Boden lag und mit Plane abgedeckt war. „Was wissen wir?“ wandte er sich an Wegener. „Was du weißt, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass er seit ungefähr vier Stunden tot ist. Ursache ist ein Schuss ins Herz aus nächster Nähe abgegeben. Er hielt das hier noch in der Hand.“ sagte der Gerichtsmediziner und dieser hob eine Maske hoch. Semir nahm sie und sah sie sich an. Sofort fiel ihm auf, dass an dem Auge etwas fehlte. Er sah Ben an, der neben ihm stand. „Das ist der Rest von dem Plastikstück.“ murmelte dieser. Semir nickte. „Ja… was ist mit der Patronenhülse?“ wollte Ben wissen. „Haben wir auch hier. Schicken wir heute noch ein und dann dürftet ihr morgen den Bericht bekommen.“ meinte Wegener und machte sich wieder an die Arbeit. „Danke…“ murmelte Semir und ging mit Ben zur Leitplanke. „Also wenn ich den Fall Revue passieren lasse, dann hat keiner der Zeuge etwas gesagt, dass die „Untertasse“ wieder abgeflogen ist. Das wäre ja üblich oder? Aber niemand hat das erwähnt. Abgesehen davon, dass unsere Untertasse mit Sicherheit nicht fliegt. Also gut. Wie wäre es, wenn wir uns auf die Lauer legen?“ schlug Ben vor. „Ben…. Wir wissen doch gar nicht, ob sie wieder zuschlagen. Das ist doch absurd!“ gab Semir zu bedenken. „Nein… sehe ich nicht so… pass auf. Die Typen müssen ja irgendwoher ihre Informationen her bekommen. Wir müssten zunächst mal herausfinden, was die Überfälle für einen Zusammenhang haben…“ kam von Ben das Argument. Semir nickte. „Richtig es müsste etwas sein, was alle zusammen haben. Also gut… packen wir dort mal an.“ nickte er.

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  • Am Abend luden Semir und Andrea Ben und Susanne zum Abendessen ein. Die beiden kamen sehr gern. „Wir müssen morgen die ganzen Akten durchgehen. Das wird harte Arbeit… lesen… lesen… lesen…“ stöhnte Semir am Tisch. Ben sah ihn an. „Kannst du vielleicht beim Arbeiten mal unterlassen von der Arbeit zu reden? Es nervt. Wir haben Feierabend.“ Erinnerte er seinen Partner. „Ja weiß ich.. gut… vergessen wir die Arbeit. Wann heiratet ihr?“ wollte Semir plötzlich wissen und bekam einen Tritt von Andrea gegen das Schienbein. „Ja was denn? Man darf doch wohl mal fragen, oder?“ grinste er seine Frau an. Susanne hüstelte. „Also wirklich… wieso glaubt jeder, dass wir heiraten? Wir sind befreundet… also eng befreundet. Aber man muss doch nicht gleich heiraten.“ Gab sie zu bedenken. „Sehe ich auch so…“ stimmte Ben zu.


    Der nächste Morgen: Die Akten lagen wild auf dem Schreibtisch herum. „Also der erste Raub waren Hi-Fi-Anlagen und andere Unterhaltungsgeräte, das zweite waren antike Möbel, der Dritte waren Rohedelsteine, Gold und Silber, bei dem letzten ist gar nichts gestohlen worden. Der erste Fahrer kam aus Lingen und war unterwegs nach Köln, der zweite war von Düsseldorf nach Köln unterwegs. Die Edelsteine sollten nach Oberhausen. Von dem letzten wissen wir, dass die Ware nach Düsseldorf sollte. Es gibt keinen Zusammenhang.“ stöhnte Ben. Semir sah ihn müde an. „Tja… das war es dann mit deiner Vermutung. Ich denke da eher an moderne Piraterie. Die Typen wissen gar nicht was kommt, die warten und hoffen auf fette Beute. Wie die Piraten auf hoher See, halten sie ihre Opfer ohne vorher auszusuchen.“ gab Semir sein Ergebnis bekannt. Ben nickte. „Scheinbar hast du Recht.“ stimmte er zu. „Aber die Frage ist doch, was machen wir jetzt?“ Semir dachte nach. Er grübelte über eine Lösung. „Wir könnten uns die Nächte dort um die Ohren schlagen und warten dass die noch einmal zuschlagen.“ Meinte er. Ben grinste. „Genau so sehe ich das auch.“ lachte er und freute sich, dass nun doch sein Vorschlag angenommen wurde. „Okay.. dann werden wir die Chefin mal informieren.“ stöhnte Semir und stand auf. „Nein!“ kam von Anna. „Aber Chefin…. vielleicht finden wir dann eine Spur. Sie sagen doch selbst, dass Sie wissen wollen wer dahinter steckt.“ begehrte Ben auf. Anna sah zu Semir. „Sie sind auch der Meinung?“ wollte sie wissen. „Ja… sehe ich genauso. Sehen Sie… die Überfälle scheinen nicht miteinander zusammen zu hängen. Es gibt nur das Eine. Und das ist der Ort. Ben und ich werden uns dort auf die Lauer legen und darauf hoffen, dass wir etwas finden.“ meinte er dazu. Anna holte tief Luft. „Also gut… Sie bekommen drei Nächte. Mehr nicht. Aber ich kann Ihnen niemanden zur Unterstützung geben. Herzberger liegt mit Grippe im Bett. Bonrath ist ebenfalls am schnupfen. Sie müssen beide allein den Fall bearbeiten.“ sagte Anna. Semir lächelte. „Das geht schon.“ stimmte er zu. „Wir werden uns dann mal zum Rastplatz begeben. Drücken Sie uns die Daumen.“ meinte er noch.


    Wolfgang lief in der Scheune auf und ab. „Was machen wir denn jetzt?“ wollte er wissen. Er hatte die Zeitung auf den Boden geworfen. „Wir warten.“ meinte Guido gleichgültig. „Auf was? Wir müssen jetzt aufhören. Es geht nicht mehr. Wir haben doch genügend Beute gemacht. Das reicht. Lass und den Wagen irgendwo abstellen, die Hütte hier abbrennen und gut ist.“ kam von Wolfgang. „Nein! Weißt du ich habe nicht genug. Wir haben hier Millionen an Euro stehen und wir werden es jetzt durchziehen. Die Speditionen sind versichert, aber die Besitzer werden alles zahlen was wir fordern.“ grinste Guido. „Du willst die Besitzer erpressen?“ lachte Maurice der von der Idee begeistert war. Guido nickte. „Ja… und bei dem Antiquitätentypen fangen wir an. Du wirst ihnen die Nachricht überbringen, Maurice.“ Gab er bekannt. Maurice nickte. „Ja sicher… wir sind hier ziemlich unbemerkt. Keiner weiß dass wir hier auf dem Bauernhof leben. Gut… ich nehme mir nachher die Karre aus der Scheune und fahr hin. Aber ich leg nur einen Brief hin.“ kam von Maurice. Guido nickte. „Ist okay…“ Maurice stand auf und ging in die Scheune während Guido den Brief schrieb. Wolfgang war bereits in sein Zimmer gegangen. Er war unzufrieden mit sich selbst und wusste auch, dass seine Freunde ihm den Tod des Mannes übel nahmen. Es war einfach nur ein Unfall.

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  • Gegen 18.00 Uhr fuhren Semir und Ben zum Rastplatz und legten sich auf die Lauer. „Ich hoffe du hast genügend zum Lesen mitgebracht.“ meinte Semir und zog ein Buch raus. Ben sah ihn an. „Du willst lesen?“ fragte er erstaunt. „Ja sicher… weißt du wie langweilig so eine Beobachtung ist? Und wir wissen ja auch nicht ob überhaupt was passiert.“ lachte Semir. „Ja super…. Du hast deinen Spaß und ich langweile mich. Was liest du denn?“ wollte Ben wissen. Semir hob das Buch hoch. „Vom Winde verweht???“ fragte Ben lachend. „Ja und… ist doch egal. Ich schlaf eh nach drei Seiten ein.“ grinste Semir leicht. Ben schüttelte nur den Kopf und während Semir sich das Buch vornahm, sah er auf die Felder rund um den Rastplatz. Die Nacht verging nur langsam und Semir schlief tatsächlich ein. Ben sah ihn kopfschüttelnd an. „Das liegt vermutlich am Alter“ sagte er leise und nahm sich das Buch von Semir. Er las und ehe er sich versah, war die Nacht vorbei. Er rüttelte Semir und als dieser die Augen aufschlug lachte Ben. „Na… gut geschlafen?“ wollte er wissen. „Hab ich doch gar nicht. Ich hab… nur intensiv über den Fall nachgedacht.“ behauptete Semir. Ben nickte. „Ja sicher… ich hab das sogar gehört.“ lachte er. „Frühstück!“ hängte er an und zog Brötchen hervor. „Wo hast du die denn her?“ wollte Semir wissen. „Och während du über den Fall nachgedacht hast, habe ich Brötchen geholt. Ich wollte dich bei deinen Überlegungen nicht stören.“ grinste Ben nur.


    Die nächsten Nächte passierte gar nichts und Anna ließ die Observation abbrechen. Ben und Semir gaben ihr Recht. Er brachte nichts, wenn sie dort standen. Vermutlich kam es deshalb kein Überfall mehr zu Stande, weil die Verbrecher den Platz genauso beobachteten. Nun hieß es einfach nur warten bis der nächste Überfall stattfindet. Doch dazu sollte es nicht kommen. Stattdessen klingelte das Telefon bei Semir. Er meldete sich. „Hier ist Alfred Winter. Herr Gerkhan, ich habe ein Erpresserschreiben bekommen. Man verlangt vier Millionen für die gestohlenen Möbel.“ kam vom Anrufer. „Wir sind gleich bei Ihnen!“ gab Semir durch und legte auf. Ben sah ihn fragend an. „Das war der Museumsdirektor. Er wird erpresst!“ kam als Erklärung und schon rannten beide raus. Keine zwanzig Minuten später waren sie bei Winter im Museum. Ben packe den Brief umgehend in eine Plastiktüte. „Hat den Brief außer Ihnen noch jemand angefasst?“ wollte er wissen. Winter schüttelte den Kopf. „Gut… dann müssen wir Ihnen gleich Fingerabdrücke nehmen, damit wir wissen welche Ihre sind.“ erklärte Ben. Winter nickte. „Ich verstehe das nicht. Okay… die Möbel sind einiges wert. Aber ich habe nicht so viel Geld. Die Versicherung zahlt ja nicht an mich, sondern an die Besitzer und das dauert in der Regel auch noch. Wo soll ich denn soviel Geld hernehmen?“ klagte Winter. Semir sah ihn an. „Ist der Brief per Kurier gekommen?“ wollte er wissen. Winter schüttelte den Kopf. „Nein… als ich heute Morgen hier ankam, lag er vor der Tür.“ sagte der Mann. Semir sah Ben an. Dieser nickte. „Herr Winter, wir werden nun jemanden kommen lassen, der die Telefonate abhört. Das geht natürlich nur mit Ihrem Einverständnis. Alles wird selbstverständlich vertraulich behandelt.“ erklärte Semir dem Direktor. dieser war einverstanden.

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  • Auf dem Weg zurück zur PAST wurden sie angefunkt, bevor sie die Autobahn erreicht hatten. „Semir! Wir haben einen Anruf erhalten und zwar von der Vereinsbank Köln, sie hat einen Transport der genau über diesen Abschnitt geführt wird. Ihr sollt euch umgehend bei einem Herrn Mälzer melden. Er erwartet euch.“ kam von Susanne durch. Semir bestätigte. Ben wendete und fuhr zur Anschrift der Bank. Sie wurden umgehend zu Mälzer gebracht, der bereits nervös in seinem Büro auf und ab ging. „Die Herren von der Polizei!“ wurden sie angekündigt. Mälzer begrüßte Semir und Ben freudig. „Gott sei Dank. Wie sollen wir den Transport denn ablaufen lassen. Es gibt keine andere Strecke als diese. Was wenn diese „Wesen“ meinen Transporter überfallen?“ fragte Mälzer. Ben sah ihn an. „Beruhigen Sie sich erst einmal. Wie viel Wert hat der Transport denn?“ wollte Semir wissen. „An die sechshunderttausend Euro.“ kam von Mälzer. „Ist er versichert?“ warf Ben dazwischen. „Ja sicher… bei der Veni-Verda-Versicherung.“ kam von Mälzer. Semir nickte. „Gut… wir können ihnen eine Eskorte anbieten. Wann soll der Transport denn stattfinden?“ wollte Semir wissen. „In drei Tagen. Ich bin völlig verunsichert. Ich meine in der Zeitung stand jetzt, dass es einen Toten gegeben hat. Es ist grausam. Was sind das für „Wesen“?“ fragte Mälzer. Ben lächelte. „Herr Mälzer, es waren ganz normale Verbrecher, wie wir sie tagtäglich kennen lernen. Also ganz normale Menschen.“ erklärte Ben. „Okay…. ich werde mit meiner Chefin abklären was wir machen. Könnten Sie den Transport verschieben?“ wollte Semir anschließend wissen. „Nun ja… ein oder zwei Tage wäre das schon möglich, aber dann muss es auf jeden Fall passieren.“ meinte Mälzer. Semir nickte. „Alles klar. Wir melden uns bei Ihnen.“ verabschiedete er sich.


    Ben sah Semir an als sie im Wagen saßen. „Sag mal… was hattest du denn gerade, es sah aus als würde es bei dir Klick machen?“ fragte Ben. „Ja… wir haben eine Sache vergessen. Die ganze Zeit haben wir doch versucht den Täter zu finden. Wir haben die Fahrer durchleuchtet und auch die Firmen und deren Inhaber. Einen haben wir vergessen.“ erläuterte Semir. „Ja sicher die Täter.“ grinste Ben. „Nein nicht die Täter. Aber die Versicherungen. Ich meine, es könnte ja auch sein, das einer der Leute von der Versicherung an den Überfällen versichert sind.“ erklärte Semir. Ben nickte. „Ja dann lass uns doch direkt zu dieser Veni-Versicherung fahren.“ Kam von Ben. „Nein.. erst will ich wissen ob mein Verdacht sich bestätigt.“ meinte Semir nur und ließ Ben im Unklaren was er damit meinte. Im Büro rief er die Firmen an, die durch die Überfälle geschädigt wurden. Tatsächlich erhielt er die Antwort, die er erwartet hatte. Alle Transporte waren bei ein und derselben Gesellschaft versichert. Er ließ sich von Susanne die Adresse der Hauptverwaltung geben und fuhr mit Ben hin. Obwohl sie angemeldet waren, wurden sie am Eingang aufgehalten. „Hören Sie…. Herr Werner erwartet uns. Würden Sie uns also bitte anmelden?“ fragte Semir den Mann wütend. „Ja selbstverständlich. Bitte warten Sie solange bis Sie an der Reihe sind. Wie Sie sehen, haben wir hier eine Menge zu tun.“ erklärte der Mann sachlich. Semir sah Ben an und nickte. „Dann suchen wir eben allein.“ meinte Semir und ging einfach los. Wenig später saßen sie dem Chef gegenüber.

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  • „Sie meinen tatsächlich, dass einer meiner Mitarbeiter hinter den Überfällen steckt?“ fragte Moritz Werner. Semir nickte. „Wir gehen stark davon aus. Es ist doch schon seltsam, dass alle Transporte bei Ihnen versichert sind. Was liegt also näher, als dass einer Ihrer Leute mit den Räubern gemeinsames Spiel macht, oder gar zu der Bande gehört.“ ließ er verlauten. Werner lachte. „Ich beschäftige hier nur Menschen, keine Außerirdischen. Zumal ich an der Existenz exterristischer Lebewesen großen Abstand nehme, denn ich glaubte nicht daran.“ lachte Werner. Semir rollte mit den Augen und sah Ben an. „Wir glauben auch nicht dran, aber Fakt ist, dass die Transporter alle an einem und demselben Rastplatz beraubt wurden. Fakt ist auch, dass die Opfer alle sagen, dass es Außerirdische waren und Fakt ist, dass alle Transporte bei Ihnen versichert sind. Würden Sie endlich die Güte haben und uns sagen, wer die Versicherungen abgeschlossen hat?“ fragte Ben und man hörte dass er langsam wütend wurde. „Ja selbstverständlich... ich sehe gleich mal nach...“ kam von Werner und er verschwand für einen Augenblick. Fünf Minuten später war er wieder da. „So... das war Wolfgang Nieken. Allerdings ist der gute Mann seit drei Wochen krank.“ gab er bekannt. „ Ach... was für ein Zufall. Dann hätten wir gern die Anschrift von dem Herrn Nieken.“ meinte Semir und bekam prompt die Daten die er benötigte. „Ich denke aber nicht, dass Sie dort an der richtigen Adresse sind. Herr Nieken ist schon seit langem ein sehr loyaler Mitarbeiter.“ verteidigte Werner seinen Angestellten. Semir lächelte. „Wissen Sie wie oft ich diese Worte schon gehört habe? Und das nicht nur von Versicherungen. Die Zugehörigkeit zu einem Betrieb lässt nie auf die Ehrlichkeit schließen.“ Semir und Ben verabschiedeten sich und fuhren zu der Anschrift von Nieken.


    Wolfgang kam gerade aus dem Haus, als er den Wagen der beiden Polizisten sah. Er fluchte verhalten. Bevor er auf der Straße war, standen die beiden Polizisten vor ihm. „Pardon…. Wir müssen mal durch!“ sagte Semir und drängte ihn zur Seite. Innerlich grinste Wolfgang, doch äußerlich zeigte er sich verständnisvoll und gab den Weg frei. „Ach sagen Sie… wohnen Sie hier im Haus?“ wollte Semir noch wissen. „Ja… warum?“ kam die Gegenfrage von Wolfgang. „Wir suchen Herrn Nieken… können Sie uns sagen in welchem Stockwerk er wohnt?“ „Ach der Nieken… ja der wohnt unterm Dach. Wenn Sie aus dem Fahrstuhl kommen, dann wenden Sie sich nach links. Die Tür ganz hinten ist seine.“ erklärte er freundlich. Semir bedankte sich und ging mit Ben zum Aufzug. Wolfgang machte sich aus dem Staub. Sein Wagen stand zum Glück nicht weit von der Tür. Er fuhr zum Bauernhof und vergewisserte sich während der Fahrt ständig ob er nicht doch einen Verfolger hatte. Woher wussten die Bullen wo er wohnte? Wieso verdächtigten sie ihn? Dann fiel es ihm ein. Die Versicherung. Vermutlich hatte Werner den Bullen die Adresse gegeben. Doch er musste auch den Polizisten gratulieren, dass sie herausgefunden hatten, dass einer der Täter bei Versicherung arbeitete.

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  • „Hier muss das sein…“ murmelte Semir und zog vorsichtshalber die Waffe. Ben tat es ihm nach. Anschließend stellten sie sich links und rechts neben die Tür. Semir klingelte. „Herr Nieken! Machen Sie bitte auf! Polizei!!“ rief er durch die Tür. Doch es regte sich nichts. Er sah zu Ben. „Was machen wir jetzt?“ fragte dieser. „Tja… dringender Tatverdacht, auf Beherbergung nicht terristischer Lebensformen und daher notwendiger Aufbruch der Tür?“ stellte Semir fragend fest. Ben lachte leise und nickte. „Das gab es noch nie…“ gab er zu und machte sich bereit. Er trat gegen die Tür, die fast mit dem gesamten Türrahmen in die Wohnung fiel. Semir sprang mit der Waffe in der Hand in den Flur und sicherte Raum für Raum. Ben tat es ihm nach. Doch die Wohnung war leer. „Sehen wir uns mal um. Vielleicht finden wir etwas um unseren Freund zu finden.“ meinte Ben und ging ins Wohnzimmer während Semir sich das Schlafzimmer vornahm. „Semir!“ hörte er Ben rufen und ging hin. „Was denn?“ wollte Semir wissen. „Hier… das ist Wolfgang Nieken.“ Sagte Ben und hielt Semir ein Bild vor die Nase. „Hey… das ist doch der Typ von eben!“ stieß dieser aus und rannte zum Fahrstuhl. Ben kam hinterher. „Kannst du vergessen, der ist sicher schon weg.“ Meinte er sachlich. Semir nickte. „Ja stimmt… gut sehen wir uns weiter um. Vielleicht finden wir wirklich noch was.“ Sie gingen zurück. Die Durchsuchung ergab nichts und beide mussten abziehen. „Gut.. .dann sollten wir uns mal um den Werttransport kümmern. Der soll ja auch in Kürze stattfinden. Nieken setzen wir auf die Fahndungsliste.


    „Mann… mein Chef muss mich verraten haben. Die haben herausgefunden, dass ich die Versicherungen für die Transporte abgeschlossen habe. Die suchen mich wegen Mord und wegen Versicherungsbetrug und wegen Raub…wenn die mich kriegen, dann…bin ich tot…“ beklagte er sich. Maurice sah ihn an. „Du wusstest doch dass es irgendwann rauskommt. Aber keine Sorge. Die suchen sicher erst mal nach dir. Aber sie werden dich nicht finden.“ Grinste er. „Was? Wieso? Meinst du die kommen nicht auf die Idee sich hier auf dem Hof umzusehen?“ fauchte Wolfgang. „Lass sie doch. Was finden sie hier? Nichts. Nicht einmal unsere Untertasse. Wir machen nach dem nächsten Bruch Schluss. Nur diesmal werden wir den Bullen ein ganz tolles Schauspiel liefern. Diesmal werden die Bullen nur den Wagen finden. Nichts anderes. Nur den leeren Wagen. Die Lieferung und der Fahrer werden uns für ein paar Tage Gesellschaft leisten. Die Bullen werden denken, dass der Fahrer mit dem Geld auf und davon ist. Niemand wird uns hier finden. Vertrau mir…“ lachte Maurice. Wolfgang beruhigte sich. „Also gut. Aber danach ist Schluss. Ich muss abhauen. Das ist der letzte Coup den ich mitmache.“ gab er bekannt. Maurice nickte und dachte nur ‚dafür werde ich sorgen’. „Wo willst du denn jetzt hin?“ fragte er beiläufig. „Ich werde mich erst einmal hier auf dem Hof einnisten. Meine Wohnung wird vermutlich gerade auseinander genommen. Da kann ich nicht hin.“ meinte Wolfgang. „Kein Problem. Wir haben hier genügend Zimmer frei.“ lachte Maurice.

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  • „Der Erpresser hat sich gemeldet. Herr Winter wollte gleich hier sein und erklären was passieren soll und wie sich die Erpresser die Übergabe vorstellen. Aber die wollen auf jeden Fall, dass Sie die Übergabe machen.“ erklärte Anna. Semir sah Ben an. „Na einer von uns kann das machen.“ lächelte er. „Nein… die wollen dass Sie beide das machen. Ausdrücklich Sie beide.“ kam von Anna. Semir sah zu Ben und wollte gerade etwas erwidern, als es klopfte. „Ja bitte!“ rief Anna und die Tür öffnete sich. Winter kam herein. „Herr Winter! Was haben die Erpresser verlangt?“ wollte Ben sofort wissen. „Sie und Ihr Kollege sollen mit Ihrem Wagen zum Rastplatz Eifeltor fahren. Sie übergeben das Geld und im Gegenzug erhalten Sie die Möbel, die Sie dann zu mir bringen dürfen. Aber die Voraussetzung ist natürlich ohne Wa…“ erklärte Winter gerade als das Handy klingelte. Er meldete sich und nickte nur kurz. Dann reichte er das Handy an Semir weiter. „Die Erpresser“ sagte er leise. Semir nahm das Handy. „Semir Gerkhan!“ stellte er sich dem Anrufer vor. „Sehr schön…. Der Museumsdirektor hat Ihnen sicher schon erklärt, was Sie zu tun haben.“ hörte er eine metallische Stimme. Der Klang deutete darauf hin, dass ein Stimmenverzehrer eingesetzt wurde. „Warum sagen Sie mir nicht Ihren Namen?“ wollte er wissen. Doch die Gegenseite sagte nichts darauf. „In einer Stunde will ich Sie und Ihren Kollegen dort sehen. Sie werden aussteigen und die Geldkoffer vor dem Auto stellen! Sie und Ihr Kollege werden sich mit den Händen am Auto lehnen und in Schrägstellung bringen. Verstanden?“ höhnte der Anrufer. „Ja… okay.“ meinte Semir. Der Anrufer beendete das Gespräch.


    Semir und Ben fuhren zum Rastplatz und warteten. Die Zeit verging. Nichts passierte. Wie sollten die Beiden auch ahnen, dass sie so nur abgelenkt werden sollten, während die Verbrecher ihren nächsten Coup durchzogen. Semir sah auf die Uhr. „Mann… die sind zu spät.“ stöhnte er wütend. Ben nickte nur. „Wie lange wollen wir warten?“ wollte er wissen. „Höchstens eine Stunde. Diesen Mistkerlen würde ich nur all zu gern mal gegenüber stehen. Denen würde ich was erzählen, sag ich dir.“ drohte Semir. Ben lachte leise. „In welcher Sprache?“ harkte er sofort nach und grinste Semir an. „Auf meine Gerkhanisch… die beherrscht keiner so gut wie ich.“ lachte Semir. „Wir sollten uns mal hier umsehen. Weißt du eigentlich, dass heute der Transport von der Bank stattfinden soll.“ meinte Ben beiläufig. Semir sah ihn an. „Verdammt! Das hier ist alles nur Ablenkung. Die Typen wollen so freie Bahn für den Überfall haben.“ fiel Semir ein und er rannte zum Wagen. „Cobra 11 für Zentrale!“ rief er. „Zentrale hört!“ kam als Antwort. „Ja Semir hier…. die Übergabe ist gescheitert. Die Erpresser sind nicht aufgetaucht. Wir vermuten, dass es eine Ablenkung war um einen weiteren Überfall zu verüben und fahren zum Rastplatz Knappsack!“ gab Semir durch. „Zentrale hat verstanden.“ Semir und Ben fuhren mit Blaulicht und Sirene zum Rastplatz.

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  • Maurice sah Wolfgang und Guido an. Sie trugen alle ihre Masken und hatten den Fahrer und dessen Kollegen aus dem Wagen gezerrt, geknebelt, gefesselt und betäubt. „Los…in den Wagen und dann ab!“ befahl er. Die beiden nickten und räumten den Wagen aus. „Wolle! Du fährst den Transporter in das Sandwerk und lässt ihn dort verschwinden!“ befahl er weiter. Wolfgang nickte und stieg in den Wagen. Doch ausgerechnet in diesem Augenblick hörten sie Sirenen. „Verdammt… die sind vermutlich dahinter gekommen, dass wir sie gelinkt haben. Wolle! Los du zuerst und dann hauen wir ab!“ fluchte Maurice. Wolfgang gab Gas und raste mit dem Transporter los. Maurice und Guido fuhren mit der Beute zum Bauernhof während Wolfgang den Transporter in ein Sandwerk fuhr. Dort ließ er den Wagen dicht an einer der Sandberge stehen. Doch damit nicht genug. Er nahm einen der Bagger und vergrub den Wagen. Niemand würde den hier schnell finden. Dass er damit das Todesurteil über die beiden Männer aussprach, interessierte ihn nicht wirklich. Nun musste er nur noch zur Straße und einige KM laufen. Er stellte sich an die nahe gelegene Autobahn und ließ sich per Anhalter zum Rastplatz bringen. „Hier würde ich mich nicht lange aufhalten. Es hat hier Überfälle von Außerirdischen gegeben.“ warnte ihn noch der Fahrer als er ausstieg. Wolfgang nickte nur. Er wartete bis der Wagen wieder weg gefahren war und ging dann zum Haus.


    Als Ben und Semir am Rastplatz ankamen, war natürlich nichts mehr zu sehen. „… ich hasse diese Leute. Meinst du dass die Burschen mit dem Geld vielleicht abgehauen sind? Vielleicht haben sie diese Tour nur abgezogen, weil sie unseren Fall zur Grundlage nehmen? Trittbrettfahrer? “ fragte Semir. Ben sah ihn an. „Ich weiß nicht… ich glaube nicht, dass die Leute, sich selbst mit Chloroform betäuben und dann noch Auto fahren.“ gab Ben von sich und hob ein Tuch, was er gefunden hatte, vor Semirs Nase. Der zog seinen Kopf zurück. „Du hast Recht… so mir reicht es jetzt. Wir werden uns den Bauernhof dort ansehen.“ fauchte er wütend und zog Ben mit sich. „Was… allein?“ fragte Ben. Semir sah ihn an. „Du wolltest doch da hingehen. Hast du doch Angst, dass es Außerirdische waren oder kommst du mit?“ stellte Semir wütend die Frage. „Natürlich hab ich keine Angst. Es gibt keine Außerirdischen!“ stellte Ben klar. Semir grinste. „Dann ist ja gut. Also los… Mark! Ihr kümmert euch hier um Alles. Ben und Ich gehen mal da hinten zum Bauernhof!“ rief Semir dem Beamten zu. Dieser hob die Hand zum Zeichen dass er verstanden hatte. Schon waren die Beiden im Auto unterwegs.

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  • Auf dem Bauernhof angekommen stiegen Semir und Ben aus und sahen sich um. Das verfallene Haus schien völlig unbewohnbar zu sein. „Hier fühlt sich nicht mal ET wohl.“ grinste Ben und wies auf das Haus. Semir grinste nur und nickte. „Trotzdem schauen wir uns mal um. Erst das Haus und dann die Scheune. Vielleicht finden wir ja doch was.“ meinte er nur. Ben ging hinter ihm her. Er drehte sich um und sah über das verwahrloste Gelände. Doch dann bemerkte er Reifenspuren die bis zur Scheune führten. „Semir! Sieh mal!“ rief er und wies zum Boden. „Wetten, dass es die Spuren von der Untertasse sind?“ fragte er als Semir neben ihm stand. „Schon möglich….. die Spuren enden direkt an der Scheune. Die Tore wären groß genug um dort ein größeres Gefährt unterzubringen.“ murmelte Semir und ging den Spuren nach. „von der Art der Spuren tippe ich auf einen LKW. Oder einen Hymer. Ein Mechatroniker kann sicher da einiges zaubern. Gehen wir mal rein.“ grinste Ben und stieß die Türen zur Scheune auf. Doch enttäuscht sahen sie dort lediglich einen Mähdrescher. Semir sah Ben enttäuscht an. „Tja… war wohl nichts.“ kam von ihm. Auch er hatte sich mehr erhofft. Sie fuhren zurück zur PAST.


    Hotte sah Dieter mit seinen roten müden Augen an. „Ich bin am Ende… Dieter. Die Grippe macht mich fertig.“ stöhnte er leise. „Quatsch! Ich bring dich schon wieder auf die Beine. Du wirst sehen, wenn du erst mal meine Hühnersuppe gegessen und den Fencheltee getrunken hast, dann bist du fast gesund.“ prophezeite Dieter. Hotte putzte sich die Nase und ließ sich wieder in die Kissen fallen. „Ich bin müde. Ich will schlafen. Warum lässt du es nicht zu, dass der Schlaf mich heilt. Schlaf ist gesund. Meine Mutter sagte immer… Junge… schlaf dich gesund. Also…!“ forderte er heiser. Dieter lachte leise. „Elfriede hatte schon immer sonderbare Ansichten. Hotte du hast fast vierzig Fieber. Normalerweise würde ich dich ins Krankenhaus bringen…“ fing Dieter wieder an. Er ließ es bereits seit Tagen von sich hören. Hotte gehöre ins Krankenhaus, wo er von hübschen jungen Schwestern gepflegt wird und ohne Stress gesund werden kann, doch Hotte wollte nicht. Er wollte zuhause liegen. Es klingelte an der Tür. „Bin gleich zurück!“ erinnerte Dieter und verließ das Zimmer. Nur wenig später stand Elfriede Herzberger im Zimmer. „Mutter!“ stieß er aus. „Ja… so warum liegst denn du im Bett? Du musst an die Luft. Hier ist es ja völlig stickig drin. Kein Wunder dass du keine Luft bekommst. Na… jetzt bin ich da und jetzt wird es dir schnell wieder besser gehen.“ versprach sie.

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  • „Chefin! Es gibt gar nichts. Kein Hinweis wo die Fahrer des Geldtransporters sind. Absolut gar nichts.“ kam von Semir. Anna nickte. „Es sind bereits zwei Tage vorbei. Eigentlich gibt es nur die Möglichkeit, wie Sie es bereits erwähnten, dass der Lappen mit dem Chloroform ein Trick ist und die Männer mit dem Geld verschwunden sind. So also quasi zu Trittbrettfahrern geworden sind, die den Aufruhr gegen diese „Außerirdischen“ ausgenutzt haben. Die Presse schreibt natürlich von einem neuen Überfall der exterristischen Lebensformen, aber es hat vermutlich keinen gegeben. Diese Leute lachen sich ins Fäustchen und wir sind die Dummen.“ stöhnte Anna schon fast verzweifelt. Semir sah zu Ben. „Chefin… vielleicht sollten wir doch einen fingierten Transport machen. Der wird über diese Versicherungsgesellschaft versichert und ich wette 1000 zu 1, dass er überfallen wird.“ prophezeite Semir. „Semir! Diese Leute sind gefährlich! Was wenn sie jeden Skrupel verloren haben und über Leichen gehen? Was wenn dieser Werttransporter mit den Insassen beseitigt wurde?“ kam von Anna besorgt. „Ja sicher das Risiko besteht, aber es ist die einzige Möglichkeit herauszufinden, wer dahinter steckt.“ begehrte Semir auf. „Ich werde es mir überlegen.“ nickte Anna.


    Während Anna über Semirs Vorschlag nachdachte, versuchten sich die beiden Männer aus dem vergrabenen Fahrzeug zu befreien. Doch schnell sahen sie ein, dass ihre Bemühung ohne Aussicht auf Erfolg war. Der junge Mann sah den älteren an. „Mark…. Ich würde gern anders sterben…“ sagte er leise. Mark nickte. „Ja ich weiß was du meinst…. Wir werden hier ersticken. Ein langsamer Tod. Das Beste wäre wir würden schlafen und bekämen das Ende nicht mehr mit.“ resignierte er. Leon sein junger Kollege lachte leise. „Ich habe doch erst vor vier Wochen geheiratet. Lisa bekommt ihr erstes … unser erstes Kind… ich werde meinen Sohn niemals kennen lernen.“ Kam traurig von ihm. Doch genau diese Worte schienen Mark die Kraft für einen neuen Akt zu geben. „Du wirst deinen Sohn sehen. Du wirst ihn kennen lernen.“ sagte er grimmig und drehte sein Fenster runter. „Spinnst du? Der Sand kommt doch rein!“ schrie Leon erschrocken. „Ja und damit haben wir nach oben Luft. Komm…. wir müssen es weiter versuchen. Wir schaffen es!“ versprach Mark. Mit den Händen schaufelten sie den Sand in den hinteren Bereich und tatsächlich kam nach einiger Zeit der blaue Himmel zum Vorschein. „Es klappt! Wir sind gleich draußen!!“ kam freudig von Leon Mark nickte nur. Leon bemerkte, dass er nur schwer Luft bekam. „Mach eine Pause… ich schaffe es allein…“ bat Leon. Mark nickte nur und ließ sich auf Fahrersitz nieder, während Leon weiter machte. Eine halbe Stunde später war es soweit. Sie konnten durch das Schiebedach raus. Leon jauchzte vor Freude. „Wir haben es geschafft!!“ rief er und wandte sich an Mark. Dieser saß ohne jegliche Reaktion auf dem Sitz. Er reagierte nicht auf Leons rufen oder schütteln. Nach einer Weile registrierte Leon das Mark tot war. Er kroch durch das Dach und zog seinen Freund raus. Dann lief er zu einer der Buden, die auf dem Gelände standen. Sie waren verschlossen, doch er brach eine davon auf und rief den Notarzt und die Polizei.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • „Semir! Ben! Man hat die Männer vom Geldtransporter gefunden. Einen Toten. Im Sandwerk in Horrem!“ Kam Susanne aufgeregt ins Büro von den Beiden. Sofort griffen sie nach den Jacken und rannten raus. Nur fünfzehn Minuten später waren sie dort. Sie sahen das Aufgebot von Kollegen die dort waren und wollten hin. Allerdings wurden sie von einem Kollegen in Uniform aufgehalten. „Sie können hier nicht durch! Es gibt nichts zu sehen! Fahren Sie weiter!“ blaffte der Mann sie an. „Ja schon gut… wir sind Kollegen!“ entgegnete Semir und zeigte seinen Ausweis vor. Der Uniformierte ließ die Beiden durch. Gerade wurde der Sarg abtransportiert und ein Mann in den Krankenwagen gebracht. „Augenblick bitte!!“ rief Semir und hob seinen Ausweis, als er vor dem Arzt stand. „Nur ein paar Fragen…“ bat er weiter. Der Arzt nickte. Semir stieg in den Wagen „Gerkhan Kripo Autobahn.“ Stellte er sich vor. „Leon Förster….“ kam von dem Mann auf der Liege. „Können Sie mir sagen, was passiert ist?“ fragte Semir. Leon nickte. „Ja… wir wurden überfallen, betäubt und begraben. Mark…mein Kollege hatte die geniale Idee uns frei zu graben. Er bekam dann Probleme mit der Atmung und…als ich ihn sagte, dass wir es geschafft haben, da…da war er tot. Er hatte mir als Letztes versprochen, dass ich mein Kind kennen lernen werde… und…ich meine… warum?“ Semir sah sofort, das der junge Mann mit den Tränen kämpfte. „Genug jetzt. Wir fahren ihn ins Krankenhaus. In den nächsten 48 Stunden wird kein weiteres Gespräch zwischen Ihnen und dem jungen Mann mehr stattfinden!“ kam vom Arzt. „Nein… bitte sagen Sie meiner Frau Bescheid. Kirchheimer Str. 9 in Leverkusen. Marion Förster….Bitte…“ flehte der junge Mann und schloss die Augen. Semir nickte und verließ den Krankenwagen. Er ging zu Ben, der gerade vom Leichenwagen kam. „Tja… der Gerichtsmediziner meint es wäre Herzversagen gewesen. Genaueres würde er uns natürlich nach der Obduktion sagen. Was hast du?“ wollte Ben wissen. „Nichts weiter. Sie wurden überfallen und anschließend begraben. Er ist ziemlich durch den Wind und hat anscheinend Beruhigungsmittel bekommen. Wir werden jetzt zu der Ehefrau fahren und sie ins Krankenhaus bringen.“ gab Semir bekannt und stieg ein. Gemeinsam fuhren sie nach Leverkusen.


    Marion kam gerade vom Einkauf wieder. Sie wartete darauf dass Leon nach Hause kam. Erwartet wurde er zwar erst morgen, aber seit sie in der Zeitung gelesen hatte, dass ein Geldtransporter überfallen wurde konnte sie ihn nicht auf Handy erreichen. Sie hatte etwas Angst, was zum größten Teil an den Medien lag die diesen Fall unglaublich aufbauschten. Innerlich musste sie lachen, wenn sie las, dass Außerirdische die Transporter überfallen hatten. Außerirdische, als ob es solche Wesen gab…, dachte sie bei sich und schüttelte verächtlich den Kopf. Als sie vor der Tür den Polizeiwagen sah, wurde ihr etwas anders. Ausgerechnet jetzt spürte sie wieder eine heftige Bewegung des Kindes. „Schon gut…. das hat sicher nichts mit Papa zu tun, mein Kleiner.“ sagte sie und streichelte mit der Hand über den dicken Bauch. Allerdings kamen die Männer aus dem Wagen direkt auf ihr zu. „Frau Förster?“ fragte der kleinere der Beiden. Sie nickte. „Ist was mit meinem Mann?“ kam die Gegenfrage. „Frau Förster… könnten wir kurz rein gehen? Ich denke es ist besser für Sie und Ihr Kind…“ bat der Polizist. „Ja sicher….“ stammelte Marion nervös. Sie ging voran und bat die beiden Männer rein. „Was ist mit Leon?“ fragte sie erneut, als sie in der Küche saßen. „Ihr Mann wurde überfallen. So sagt er wenigstens. Das war vor zwei Tagen. Haben Sie ihn nicht vermisst?“ wollte der jüngere Mann wissen. „Er ist meistens für drei Tage unterwegs. Genau wie jetzt. Was soll das denn?“ harkte Marion nach. „Nun Ihr Mann wurde heute aus dem Sandwerk geholt. Sein Kollege ist tot. Er behauptet überfallen und begraben worden zu sein. Der einzige der das bezeugen kann ist tot.“ erklärte der jüngere Mann. Marion stand auf. „Leon ist im Krankenhaus und Sie verdächtigen ihn, dass er lügt?“ schrie sie plötzlich los. „Nein… also…wollen Sie zu ihm?“ beruhigte sie der Kleinere. „Danke… ja….“ sagte sie traurig.

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