Träume sind Schäume, oder nicht?

  • So hab es mir überlegt.... knappe 12 Stunden Pause sind genug. ;) Außerdem will ich nicht daran schuld sein, dass ihr nichts mehr zu lesen habt. Aber dieser Story ist mit Vorsicht zu genießen und auf eigene Verantwortung weiter zu verfolgen. viel Spaß beim Lesen :D


    Am frühen Morgen fuhren Semir und Ben bereits auf der A4 und fuhren ihre Strecke ab. Über Funk bekamen sie eine Meldung, dass es eine Schießerei auf dem Rastplatz ging. Semir gab Gas und als sei ankamen, sahen sie gerade einen schwarzen Mercedes abrauschen. Sofort hängte Semir sich an und holte auf. Ben machte das Blaulicht an und machte seine Waffe bereit. Semir sah ihn an. „Mann weiß ja nie..“ grinste Ben nur. Sie kamen den Wagen immer näher. Doch nun wendete sich das Blatt. Der Beifahrer des Mercedes lehnte sich aus dem Fenster und zielte mit einer Bazooka auf den BMW. „Scheiße!!! Semir! Lass dir was einfallen!“ schrie Ben verzweifelt. Semir vergrößerte sofort den Abstand. Der Mercedes schoss davon. Semir versuchte auf Sichtweite dran zu bleiben, aber sobald er wieder soweit war, kam die Bazooka hervor. Es war einfach zu gefährlich, dem Wagen zu folgen. Semir brach ab und gab das Kennzeichen zur Fahndung aus. Ben schien zwar nicht begeistert doch in Anbetracht der Bedrohung konnte er mit der Entscheidung leben. Semir fuhr eine Schleife um wieder auf den Parkplatz zu kommen. Dort war bereits die Spurensicherung vor Ort und hatten die Leiche abgedeckt. Ben beugte sich zu der Plane und zog sie weg. Doch als er das Gesicht sah, sprang er auf und sah sich geschockt. Semir war nirgends zu sehen. Dann sah er wieder zu der Leiche. „NEIN!!!“ schrie er. Das konnte nicht sein. Wie war das möglich? Verzweifelt sah er sich nach dem BMW um, mit dem er eben noch gekommen war. Semir… er war doch neben ihm, oder nicht? Ben bekam Zweifel. Denn der Tote vor seinen Füßen war sein Partner. Semir Gerkhan.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • „SEMIR!!!“ mit diesem Schrei setzte Ben sich auf. Er war schweiß gebadet und am zittern. Doch dann registrierte er, dass er in seinem Bett lag. Zuhause in seinem Bett. Er war nicht auf der Autobahn. Er war nicht mit Semir unterwegs gewesen. Langsam atmete er durch. Dann warf er die Decke bei Seite und ging ins Badezimmer. Mit eiskaltem Wasser versuchte er die Gedanken an dem Traum weg zu wischen. Semir ist nicht tot. Es war ein dämlicher Traum, nur ein dämlicher Traum, sagte Ben sich immer wieder. Dann ging er wieder ins Bett und versuchte zu schlafen. Doch sobald er die Augen schloss sah er wieder den Toten vor sich liegen. Seinen Partner. Er sah auf die Uhr. Es war gerade mal vier Uhr in der Früh. Also nur noch eine Stunde. Ergeben warf er erneut die Decke zur Seite und stand auf. Eine Dusche und anschließend ein stärkendes Frühstück mit einem noch stärkeren Kaffee brachten ihn auf die Beine. Semir wollte ihn abholen. Um sechs Uhr wolle er da sein. Ben sah auf die Uhr. Es war gerade fünf. Die Zeit ging für ihn nur langsam vorbei. Er brauchte Gewissheit. Was, wenn das kein Traum war. Was wenn Semir wirklich tot war? Nein… er lebt. Er ist bei seiner Andrea und seiner Tochter Aida. Es geht nicht anders. Ben machte den Fernseher an und zappte durch das Programm. Es lief noch nicht viel doch er sah eh nicht richtig hin. Dann hatte er den Sender NTV. Wenn Semir doch…. nein… das ging gar nicht. Aber wenn doch, dann wäre doch in den Nachrichten vielleicht was zu hören. Er lauschte den Worten des Nachrichtensprechers. Nichts kam über einen toten Polizisten. Zufrieden lächelte Ben. „Ich wusste es.“ sagte er. Ein Blick zur Uhr zeigte ihm an, dass es nur noch zehn Minuten waren, bis Semir ihn abholte. Er machte sich endgültig fertig und fuhr schon einmal runter. Auf der Straße war es noch sehr ruhig. Nur ab und zu fuhren ein paar Wagen vorbei.


    Semir verabschiedete sich von Andrea und Aida. „Passt auf euch auf, hört ihr?“ ermahnte er sie. Andrea nickte „Ja sicher…. Geh du nur die Welt retten und pass auf dich auf. Du wirst noch gebraucht“ lachte Andrea zurück und gab ihm einen Kuss. „PAPA!! Aina auch!“ brabbelte seine Tochter. Semir lachte leise und gab seiner Tochter einen Kuss. „So nun muss ich aber mal los. Ben wartet schon.“ Semir verschwand in seinem Wagen und seine Frau und Tochter winkten hinterher. Selbst als er die Kreuzung erreicht hatte, sah er die Beiden noch am Gartentor stehen. Er fuhr durch die Stadt und holte seinen Partner ab. Dieser stand bereits auf der Straße und wartete. Mit einem „Morgen“ murmelnd stieg Ben ein. „Oh… nicht gut geschlafen?“ wollte Semir wissen. „nee… schlecht geträumt.“ murmelte Ben und schnallte sich an. „Willst du mir den Traum erzählen?“ scherzte Semir. Doch von Ben kam nichts. „Na das kann ja ein toller Tag werden…“ murmelte Semir leise. Er fuhr auf die Autobahn. Doch als sie gerade aufgefahren waren, hörten sie Hottes Stimme im Funk. „Cobra an Alle… auf dem Rastplatz Königsforst soll es eine Schießerei gegeben haben. Ich wiederhole! Auf dem Rastplatz Königsforst soll es eine Schießerei gegeben haben.“ Ben war sofort hellwach. „Hier Cobra 11. Wir sind nah dran und übernehmen. Ende!“ Er hängte das Mikro ein und schaltete das Warnlicht an. Semir gab Gas. Sie kamen schnell voran. Als sie am Rastplatz ankamen, sahen sie wie ein dunkles Auto den Platz verließ. Semir hängte sich an. Er achtete nicht auf Ben, der sich soeben mit einem Dejavue konfrontiert sah.

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  • „Verdammt! Die Bullen!“ schrie Adrian, und sah sich zu seinen Freunden auf der Rückbank um. „Na und? Blas sie doch einfach weg. Ich meine wir haben hier genügend Waffen an Bord“ lachte Freddy der sich hinten breit machte. „Nein… nicht auf die Bullen schießen. Die würden eine Hetzjagd veranstalten. Schieß in eine der Wagen die hier rumkurven und dann bleiben die schon stehen. Die sind nämlich so richtige Schisser“ lachte Julian, der den Wagen fuhr. Adrian nickte und zielte mit einer kurzläufigen Schrotflinte auf den Wagen neben ihm. Der Fahrer sah ihn kurz an, riss erschrocken die Augen auf und versuchte zu bremsen. Der Wagen verlangsamte sich und die Waffe war genau auf den Fahrer gerichtet. Der Hahn schlug auf die Patrone. Adrian erschrak, doch den Lauf der Kugel konnte er nicht mehr ändern. Eine Kugel traf das Gesicht des Fahrers. Der Wagen geriet außer Kontrolle und prallte an die Leitplanke. Er überschlug sich und immer mehr nachfolgende Wagen rasten in den kleinen Golf. Julian schrie leise auf. „Super Schuss!!“ lachte er und gab Gas. Im Rückspiegel sah er wie auch die Polizisten die Verfolgung aufgaben, weil sie nicht an dem Blechknäuel vorbei kamen.


    Semir stieg in die Bremsen, als der Wagen sich überschlug. „Verdammt!!“ schrie er. „Cobra 11 an Zentrale. Schwerer Unfall auf der A 57! Benötigen das gesamte Programm und einiges an RTWs. Achtung… der Fluchtwagen ist ein brauner Nissan Micra. Amtliches Kennzeichen BM- CI 1978. Der Wagen flieht auf der A57 in Richtung Düsseldorf! Die Insassen machen ohne Rücksicht von der Schusswaffe gebrauch!“ gab Ben durch. Semir und er stiegen kurz drauf aus und versuchten den nachfolgenden Verkehr zu. Schnell war das im Griff und dann trafen auch die Kollegen ein. Semir und Ben gingen zu dem Wagen, der sich überschlagen hatte. Als Semir den Fahrer sah, drehte er sich um und musste einen Würgreiz unterdrücken. Von dem Gesicht des Mannes war nicht mehr viel zu erkennen. Er musste auf der Stelle tot gewesen sein. Ben sah sich auf der Rückbank um. „Hey…. Hier ist noch ein Kind!“ schrie er plötzlich und hantierte im Wagen herum. Doch sofort waren die Feuerwehrmänner da und drängten ihn weg. Wenige Augenblicke holten sie ein Kind aus dem Wagen. Ein Notarzt untersuchte es kurz und schüttelte dann den Kopf. Semir spürte Wut in sich aufsteigen. „Ich will diesen Mistkerl haben. Ich werde ihn schnappen.“ gab er laut von sich. Ben nickte nur. Er ließe es sich nicht anmerken, aber er hatte Angst davor zum Parkplatz zurück zu fahren. Auch wenn in seinem Traum dieser Unfall nicht vorkam. „Na komm… auf geht es. Wir sehen uns mal am Rastplatz um. Da hat es schließlich angefangen.“ meinte Semir und stieg in den BMW. Ben folgte ihm nur widerwillig.

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  • Wenig später auf den Rastplatz. Semir stieg aus und Ben sah ihn zunächst nach. Dann lachte Semir auf einmal. „Sag mal was ist denn? Komm!“ forderte er Ben auf. Dieser nickte und stieg aus. Mit ziemlich steifen Schritten ging er zu der Folie unter der sich der Umriss eines Menschen andeutete. Ben sah zu Semir, der sich runter beugte. „Tja… das war es dann wohl für ihn.“ gab er von sich. Ben sah ihn an. „du kennst den?“ harkte er nach. „Nein... aber er ist eindeutig ein Türke.“ erklärte Semir. Ben nickte. „Meinst du wir haben es hier mit Ausländerfeindlichkeiten zu tun?“ fragte er weiter. Semir zog die Schultern hoch. „Ich hoffe doch nicht. Wenn doch... dann kommt ne Menge Arbeit auf uns zu. Aber erst einmal müssen wir wissen wer das hier ist und warum er starb und wodurch.“ gab er leise von sich. Ben nickte nur. Seinen Traum verschwieg er zunächst. Er war einfach nur froh, dass es nicht wahr wurde. Semir und er gingen zu Wegener der bei dem Leichenwagen stand und Instruktionen gab. „Was kannst du uns sagen?“ wollte Semir wissen. „Nun ja... das er tot ist, weißt du ja. Allerdings ist im Augenblick auch alles, was ich sagen kann. Weiteres nach der Obduktion.“ gab der Gerichtsmediziner kurz und knapp von sich.


    „Hier! Mehr hatte der Tote nicht bei sich.“ meinte Hartmut als die Beiden zu ihm kamen. Semir nahm die Tasche und sah hinein. Er fand einen Ausweis. „Ahmed Turan“ las er vor. „Also tatsächlich ein Türke.“ murmelte Ben. Semir nickte. „Ja...“ sagte er und wühlte weiter. Eine Visitenkarte kam zum Vorschein. „Er hatte eine eigene Firma für Werbeartikel. Dann werden wir mal hinfahren. Susanne hat bis wir zurück sind, sicher schon den Halter ermittelt.“ führte er weiter aus und gab Hartmut die Tasche wieder zurück. „Komm!“ sagte er zu Ben und sie fuhren nach Düsseldorf zur Firma des Toten. Nur eine Stunde später saßen sie dem Geschäftspartner von Turan gegenüber. „Herr Tayfun... hatte Herr Turan Feinde?“ fragte Semir. Sein Gegenüber schüttelte den Kopf. „Wir sind eine kleine Firma. Wir haben keine Feinde. Mein Schwager ist ... war ein ganz normaler Mensch. Außer dass er aus der Türkei stammt, hatte er keine Probleme.“ gab er leise von sich. Semir nickte. „Sie vermuten also mehr einen ausländerfeindlichen Anschlag?“ wollte er wissen. Tayfun zog die Schultern hoch. „Ich dachte eigentlich die Zeiten sind vorbei. Aber ganz ausschließen möchte ich es nicht. Nur das herauszufinden ist Ihre Aufgabe.“ Er sah Semir an. „Ich werde es meiner Schwester sagen. Sie brauchen sich nicht darum zu kümmern. Es wird sehr schwer für sie werden. Die beiden waren gerade seit acht Monaten verheiratet.“ sagte Tayfun traurig. Semir nickte. „War die Hochzeit freiwillig, oder gezwungen?“ harkte er nach, da er aus der Vergangenheit schon häufiger die Schwierigkeiten von Zwangsheiraten erfahren hatte. „Es war eine Liebenshochzeit. Wir leben hier ja nicht im Mittelalter oder im tiefsten Anatolien. Unsere Eltern haben es uns überlassen, wen wir heiraten. Das galt auch für meine Schwester.“ erklärte Tayfun. Semir erhob sich. „Ich werde Sie auf dem Laufenden halten, wenn ich etwas erfahren.“ sagte er und verabschiedete sich.

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  • Also gut... wenn ihr noch was wollt....


    Wenig später in der PAST hielt Susanne ihnen eine Notiz hin. „Hier... der Besitzer des Wagens ist ein gewisser Adrian Hoffer. Monetenstrasse 769 in Köln.“ gab sie bekannt. Semir griff den Zettel und drehte direkt wieder um. „Na dann komm..“ meinte er zu Ben und fuhren zum Adrian Hoffer. An der Wohnungstür horchten sie kurz auf. „Scheint niemand da zu sein.“ meinte Ben. Semir nickte. „Dann würde ich sagen, wir machen mal auf Verdacht auf.“ grinste er und zog den Dietrich. Doch gerade als er anfangen wollte, hörten sie Schritte. Semir sah Ben kurz an und sie versteckten sich in einer Nische neben der Tür. Nur wenig später stand ein Mann vor der Tür von Adrian Hoffer, steckte den Schlüssel ins Schloss und betrat die Wohnung. Bevor er die Tür schließen konnte stellte Semir seinen Fuß dazwischen. Der Mann sah ihn erstaunt an. „Adrian Hoffer?“ fragte er. Der Mann nickte. „Gerkhan, Kripo Autobahn... das ist mein Kollege Ben Jäger. Hätten Sie einen Augenblick für uns Zeit?“ stellte Semir sich und Ben vor. „Ja sicher... kommen Sie doch rein...“ bat der Mann freundlich. Im Wohnzimmer lachte der Mann freundlich. „Sie kommen sicher wegen meinem Wagen? Haben Sie ihn gefunden?“ fragte er. Semir sah ihn an. „Der Wagen wurde Ihnen gestohlen?“ wollte er wissen. Adrian Hoffer nickte. „Ja gestern morgen. Ich bin sofort zur Polizei und hab ihn als gestohlen gemeldet. Im Revier Köln-Niehl. Die müssen ja ein Protokoll haben.“ erklärte er aufgeregt. Semir sah Ben kurz an und nickte. Für Semir kam die Antwort einfach zu schnell. „Ihr Wagen ist zwar noch nicht gefunden, aber es wurde damit eine Straftat verübt.“ erklärte Semir und sah sich flüchtig in der Wohnung um. Adrian sah betreten zu Boden. „Was genau ist denn passiert?“ harkte er nach. „Ein Unfall. Dabei sind zwei Personen ums Leben gekommen. Mehr darf ich Ihnen leider nicht sagen.“ meinte Semir nur. Ihm war dieser Adrian Hoffer nicht koscher. „Das tut mir Leid.“ antwortete Adrian betroffen.


    Nur wenig später waren sie unterwegs zur PAST. „Der Kerl hat Dreck am Stecken. Das rieche ich.“ kam von Semir. Ben, der am Steuer saß nickte. „Ich habe Susanne angewiesen, sich mal nach diesem Hoffer zu überprüfen. Irgendwie war der mir zu glatt. Wir hatten nicht einmal angedeutet warum wir da waren und schon kam der mit der „Auto gestohlen Nummer“ und erzählt eins vom Pferd.“ erklärte er und Semir nickte zustimmend. Gerade im Büro kam auch schon Susanne zu ihnen. „Also... dieser Adrian Hoffer saß wegen Bankraub bis vor drei Monaten in Siegburg ein. Er hatte 2001 die Sparda Bank in Köln überfallen und wurde auf der Flucht angeschossen und dadurch gestellt. Die Beute konnte gesichert werden. Außerdem hatte er wegen illegalem Waffenbesitz bereits einige Vorstrafen. Den Bankraub hat er mit insgesamt drei weiteren Personen durchgeführt. Die konnten allerdings entkommen. Hoffer hat dicht gehalten und keinen verraten.“ endete Susannes Vortrag. „Danke...Ich wusste doch, dass der Typ Dreck am Stecken hat.“ erwiderte Semir. Ben stand auf. „Na dann wollen wir ihm doch mal auf den Zahn fühlen.“ grinste er und Semir nickte. „Ja aber erst morgen. Wir lassen ihn erstmal in der Gewissheit, ihm zu glauben.“ meinte er. Ben sah ihn enttäuscht an. „Also gut... du bist der Boss.“ kam beleidigt von ihm zurück. Semir lachte laut auf. „Wie gut, dass du es einsiehst.“ Gegen neun fuhren beide nach Hause. Ben sehnte sich nach seinem Bett und schlief erstaunlich schnell ein.

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  • Adrian griff zum Telefon als die Beamten wieder weg waren. „Hör zu... du suchst doch noch ein Versuchskaninchen oder?“ fragte er als sich jemand meldete. „Ich hätte da jemanden. Durchtrainiert, mittleren Alters, Türke.... wie du es willst. Versteh allerdings immer noch nicht warum. Aber soll mir egal sein. Wie viel zahlst du wenn ich dir den klar mache?“ wollte er wissen und horchte eine Weile. Dann lachte er auf. „Hör mal... ich trage das Risiko. Da musst du schon ein paar Euros drauf packen.“ erklärte er höhnisch und horchte wieder. „Also gut... ich ruf dich an, wenn ich soweit bin. Ach ja... es könnte allerdings etwas schwieriger werden als die anderen. Er wird sich nicht so schnell bändigen lassen. Aber das ist dann dein Problem.“ lachte er in den Hörer und legte auf. Er sah aus dem Fenster und wie die Polizisten abfuhren.


    Der nächste Morgen brach an. Semir und Ben fuhren zu Adrian Hoffer um ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren. Semir klingelte an der Tür. Nur kurz darauf wurde sie geöffnet. „Guten Morgen Herr Hoffer. Es haben sich da noch ein paar Fragen ergeben, die wir denke ich klären sollten.“ erklärte Semir. Hoffer sah die Beiden an und nickte. „Sicher… nur wäre es schön, wenn die Polizei einem braven Bürger seine Nachtruhe gönnen würde. Ich bin gerade von der Nachtschicht gekommen.“ maulte Hoffer. Semir grinste Ben an. „Ja sicher… wo arbeiten Sie denn?“ wollte er wissen. „Ich bin Pfleger in einer Privatklinik.“ kam als Antwort. „Klar… was pflegen Sie denn da? Reiche Leute, die Sie überfallen und ausrauben können?“ stellte Ben höhnisch seine Frage. Hoffer sah ihn erschrocken an. „Sie brauchen nicht so zu starren. Wir haben uns über Sie erkundigt. Ist Ihr Wagen tatsächlich gestohlen worden?“ harkte Semir nach. „Wollen Sie mir was anhängen?“ kam schon fast drohend von Hoffer zurück. „Nein… Warum haben Sie gestern nicht erzählt, dass Sie bereits gesessen haben?“ fragte Semir. „Sollte ich das?“ erwiderte Hoffer. Nun ja, dann wäre die Aussage dass das Auto gestohlen ist sicher glaubwürdiger…“ gab Ben nun von sich. Hoffer warf ihm einen wütenden Blick zu. „Ich weiß dass ich damals Scheiße gebaut habe. Aber ich habe meine Strafe abgesessen. War es das oder wollen Sie mir jetzt einen Strick draus drehen?“ fauchte Hoffer wütend. Semir merkte es sehr wohl das Hoffer wütend war. „Gestern gab es auf einem der Rastplätze an der Autobahn eine Schießerei. Ein Toter ist zu beklagen. Die Täter flohen in einem brauen Micra… in Ihrem. Klingelt da etwas?“ wollte Semir wissen. Hoffer schloss die Augen. Er drehte sich um. Weg von Ben und Semir, die sich kurz ansahen. Plötzlich stürmte Hoffer auf Semir zu und erst jetzt sah Ben das Messer in der Hand. „SEMIR!!“ schrie er warnend seinem Partner zu. Er zog seine Waffe um Semir, der erstarrte zu beschützen…. Zu spät… Er sah wie das Messer sich in den Körper seines Partners bohrte.

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  • So nicht dass ihr Alpträume bekommt.... ;)


    „NEIN!!!“ schrie Ben und schreckte auf. Doch im gleichen Augenblick ließ er sich wieder ins Kissen fallen. „Verdammte Träume…“ stieß er aus. Es war bereits der zweite Traum in dem er seinen Partner sterben sah. Es machte ihm Angst. Was hatte das nur zu bedeuten? War es eine unbewusste Angst, seinen Partner der bereits ein Freund geworden war zu verlieren? Er sah auf die Uhr. Es war gerade mal zwei Uhr nachts. Er drehte sich um und versuchte wieder zu schlafen. Es ging nur sehr schleppend. Die Gedanken an den Träumen, in denen sein Partner starb, hielten ihn wach. Er warf sich hin und her. Doch nach einer Stunde übermannte ihn doch die Müdigkeit. Um sechs klingelte der Wecker. Ben stand auf und ging duschen. Er frühstückte und wartete auf Semir. Dieser war überaus pünktlich. Ben stieg ein und wünschte Semir einen „Guten Morgen.“ „Oh… hört sich schon wieder nach schlecht geträumt an.“ meinte Semir kurz angebunden. „Ja… du hast Recht. Sag mal… wie weit würdest du Träumen eine Bedeutung beimessen?“ wollte Ben wissen. „Ganz ehrlich?“ kam von Semir die Gegenfrage. „Ja sicher…. Sagen wir mal du würdest zweimal hintereinander träumen, das dein Freund stirbt… was würdest du dann denken?“ erklärte Ben. Semir sah ihn an. „So schlimm? Ben… in den Träumen verarbeiten wir den Alltag. Das Erlebte. Niemand kann die Zukunft träumen. Vermutlich ist es bei dir eine unbewusste Angst. Vielleicht vor Verlust? Ist es ein guter Freund den du sterben siehst?“ wollte Semir wissen. Ben nickte. „Ja…. ein sehr guter Freund.“ gab er nachdenklich wieder.


    Semir nickte. „Hey… gib den Träumen nicht zu viel Bedeutung. Vielleicht bekommst du nur Stress mit diesem Freund. Ich meine… siehst du ihn tot vor dir oder glaubst du nur, dass er tot ist?“ versuchte Semir den Traum zu deuten. „Semir… der Freund… ich meine der dort in meinen Traum stirbt… das bist du.“ kam leise von Ben. „Oh!“ machte Semir nur. „Und wie sterbe ich?“ wollte er nach einer kurzen Pause wissen. „Nun ja… im ersten Traum kam ich auf einen Parkplatz. Das heißt wir sind beide hingefahren. Wir wurden beschossen und zwar mit einer Bazooka und sind dann zurück zum Parkplatz. Genau wie der Unfall gestern. Als wir zurück waren, da bin ich hin zu der Leiche und…ich nahm die Decke weg… und…. da lagst du… du hast mich mit weit aufgerissenen Augen angesehen. Ich dachte erst… es ist ein Irrtum und hab mich dann umgesehen. Aber du warst nicht mehr da. Dein Auto war nicht mehr da…. dann bin ich wach geworden und fand mich in meinem Bett wieder. Heute Nacht haben wir dann im Traum diesen Hoffer vernommen, als der plötzlich ein Messer zieht und dich absticht.“ erzählte Ben und fühlte sich irgendwie erleichtert. „Na… das wird schon nicht so schlimm. Ich meine… ich sitze hier neben dir. Ich bin nicht tot. Also hör auf Trübsal zu blasen…“ grinste Semir zurück, der nicht wirklich an warnende Träume glaubte. „So… wir sind da.“ meinte er kurz darauf. „Was?“ fragte Ben. „Wir sind bei Hoffer… Schon vergessen? Wir wollten ihn heute befragen. Fragen warum er uns nicht gestern schon gesagt hat, dass er gesessen hat …“ erklärte Semir. „Ach so… ja sicher… ne ich weiß das doch…“ Ben stieg aus. „Cobra 11 für Zentrale“ hörte er gerade noch und meldete sich. „Wir haben den Fluchtwagen gefunden. Er ist ausgebrannt und wird in die KTU gebracht.“ Kam aus dem Funk. Semir sah Ben kurz an. „Danke verstanden und Ende.“ Ben hängte das Mikro wieder ein.

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  • Adrian zuckte zusammen als es klingelte. Er sah auf die Uhr und schüttelte den Kopf. Mit schlurfenden Schritten ging er zur Tür und öffnete. „Oh….Sie schon wieder“ stöhnte er gequält. „Auch Ihnen einen schönen guten Morgen. Herr Hoffer“ gab Semir freundlich wieder. Ben hatte ein sehr wachsames Auge. „Was kann ich noch für Sie tun? Aber bitte machen Sie schnell ich will nämlich ins Bett.“ gab Adrian unfreundlich von sich. Semir grinste. „Die Nacht ist doch zum Schlafen da, oder für Sie nicht?“ wollte er wissen. Hoffer lacht gequält. „Wenn ich Beamter wie Sie wäre, könnte ich am Schreibtisch schlafen. Aber ich verdiene mein Geld als Pfleger in einer Privatklinik und hatte Nachtdienst. Das kann Ihnen jeder dort bestätigen.“ gab Adrian von sich und Ben zuckte zusammen. Wie in seinem Traum…, dachte er. „Warum haben Sie uns verschwiegen, dass Sie im Gefängnis waren?“ harkte Semir nach. „Was geht Sie das an? Ich hab gesessen na und? Hab mal Scheiße gebaut und die Strafe abgesessen, mehr nicht..“ fauchte Adrian ihn an und Ben spannte sich als Hoffer sich umdrehte. Er stellte sich direkt neben Semir und falls alles wie in seinem Traum kam, schnell eingreifen konnte und somit Semir das Leben retten konnte. Hoffer sah aus dem Fenster. „Wissen Sie… damals als ich noch an der Nadel hing, da war das Geld ständig knapp. Ich habe die Bank überfallen um mir genügend Drogen zu besorgen. Genug bis in meinem Tod…Ist leider schief gegangen.“ erklärte Adrian leise. Semir nickte. „Also gut…Herr Hoffer. Ihr Wagen ist gefunden worden. Leider nicht mehr sehr viel davon übrig. Wir werden ihn allerdings erst einmal untersuchen und danach… nun ja…“ lächelte Semir und nickte Ben zu. Semir drehte sich um und ging. Ben folgte ihm, erleichtert darüber dass sein Traum nicht Realität wurde.


    Auf dem Weg zur PAST bekamen beide einen Funkspruch. „Semir! Ben! Auf dem Rastplatz Brückheim wird eine Entführung gemeldet!“ gab Hotte durch. „Wir sind schon unterwegs!“ gab Ben durch, machte das neue Blaulicht an und Semir gab Gas. Zwanzig Minuten später waren sie dort. Eine indische Frau saß verschleiert in einem der Wagen. Semir stieg aus und ging zu ihr. „Hallo! Verstehen Sie mich?“ fragte er vorsichtig. Sie nickte. „Mein Mann… die haben meinen Mann…“ weinte sie plötzlich und Semir kam sich hilflos vor. Dieter kann auch zu ihm. „Semir! Sie steht unter Schock. Wir haben einen anderen Zeugen, der noch versucht hat, dem Mann zu helfen, aber die Täter haben ihn niedergeschlagen. Einem konnte er die Maske runterreißen. Danach wurde er bewusstlos…“ erklärte Dieter. Semir nickte. „Hat er das Gesicht sehen können?“ wollte er wissen Dieter nickte. „Sobald er verbunden ist, kann er sich mit dem Zeichner zusammensetzen.“ kam als Antwort. „Wer sind Sie?“ fragte er nun wieder die Frau. „Shaban Kanalamru…“ sagte sie leise. „Haben Sie was gesehen?“ harkte Semir weiter wurde jedoch vom Arzt zur Seite gezogen. „Die Frau gehört in ein Krankenhaus.“ ermahnte er ihn. Semir nickte und gab den Weg frei. Dafür kam nun mit Dieter der Zeuge zu ihm. „Hören Sie… die Typen sind ganz schön brutal… die haben den armen Mann aus dem Auto gezerrt und dann in den schwarzen Van geworfen. Das Kennzeichen hab ich allerdings nicht gesehen.“ zeterte der Mann los. Semir lächelte ihn freundlich an. „Danke… Sie haben wenigstens versucht zu helfen. Das ist nicht selbstverständlich.“ sagte er und reichte ihm die Hand.


    Anna sah Semir an. „Was wissen wir von diesen Herrn Kana…lamaru?“ wollte sie wissen. „Nichts. Er ist ein indischer Einwanderer, der als Lagerhelfer in einer kleinen Spedition arbeitet. Kaum der deutschen Sprache mächtig. Seine Familie hat kein Geld…“ gab er bekannt. Anna nickte. „Und sonst?“ harkte sie weiter. „Nichts… absolut nichts was eine Entführung rechtfertig. Der Fall wird von den Kollegen des LKA übernommen. Sie haben bereits Fangschaltungen in der Wohnung der Familie gelegt. Außerdem scheinen da mehrere Fälle zu sein. Es sind, so sagte mir der Kollege bereits sechs Ausländer verschwunden. Vornehmlich Türken und Inder.“ meinte Semir weiter. Anna nickte nachdenklich. „Passen Sie bitte auf sich auf, Semir. Ach was mir noch auffällt. Ben ist in den letzten Tagen etwas abwesend, oder hat er irgendwie Probleme?“ wollte sie abschließend wissen. Semir grinste. „Alpträume. Er hat in den letzten Nächten ständig Träume in denen ich sterbe und scheinbar hat er Angst, dass es sich in die Realität überträgt.“ erklärte er. „Oh… nun dann sollte er mal Baldrian versuchen. Das hilft…“ gab sie den Rat. „Ich werde es ihm sagen Ich fahre gleich noch zu Hartmut um das Ergebnis wegen dem Diebstahl und der Schießerei.“ Sagte er schnell und verschwand. „Nehmen Sie Ben mit! Und anschließend einen schönen Feierabend!!“ rief Anna ihm nach. Semir hob die Hand und lächelte sie an.

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  • Semir brachte Ben nach Hause. „Hey.. und träum mal was Schönes von mir. Ich will morgen nicht hören, dass ich wieder gestorben bin okay?“ fragte er lachend als Ben ausgestiegen war. „Semir.. ich würde auch gern was Schöneres träumen…“ stöhnte Ben gekonnt. „Vergiss nicht… morgen früh um sieben, klar?“ hängte er noch an. Semir hob die Hand zum militärischen Grüß. „Jawohl, Sir!“ lachte er und fuhr los. Er musste jetzt einmal durch Köln fahren und war zuhause. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass es noch recht früh war. Also wird Aida noch wach sein, freute er sich. Er parkte den Wagen in der Garage und wurde von seiner Tochter bereits an der Tür empfangen. „Hallo mein Engel…“ sagte er und hob das kleine Mädchen hoch. Ein wenig kuschelnd ging er in die Küche wo Andrea saß. „hallo…“ sagte sie und gab ihren Mann einen Kuss. „Hast du Hunger?“ wollte sie wissen „Ja… wie ein Wolf. Ich könnte kleine Mädchen fressen, grrrr…“ machte er und knabberte an Aidas kleinem Händchen. Das Mädchen lachte laut auf. „Mach sie nicht wieder munter. Sie muss gleich ins Bett.“ ermahnte Andrea ihn scherzeshalber. „Na… das mach ich schon. Ich lese ihr etwas vor während du dich im Bad ein wenig von deinem Tag erholst..“ lachte er und Andrea war begeistert. „Oh …. Ja… das ist schön. Einen Abend wo ich an mich denken kann.“ schwärmte sie und küsste ihn schnell. „Essen ist gleich fertig“ Eine halbe Stunde später brachte Semir seine Tochter ins Bett und las ihr eine Geschichte vor. Andrea war eine gute Stunde im Bad. Als sie herauskam, war Semir immer noch bei Aida. Andrea ging die Treppe hoch und schlich ins Zimmer ihrer Tochter. Es war alles ruhig. Sie sah durch die Tür und musste lachen. Semir schlief neben seiner Tochter, während diese das Buch durchblätterte. Sie nahm Aida das Buch weg und legte das Kind in ihr eigenes Bett.


    Adrian sah den Wagen des Polizisten in die Garage fahren. Er pfiff anerkennend beim Anblick des Hauses. „Genieße deine Familie. Bald hast du eine Andere, dachte er leise und lachte. Dann klingelte sein Handy. „Hör genau zu… die Zeit drängt. Ich brauche Nachschub an Probanten. Diesen Inder, den du da ausgesucht hast ist krepiert. Ich hab ihn ablegen lassen. Der Typ war scheinbar herzkrank, verdammt. Ich sagte doch ich will gesunde Leute haben.“ fauchte ihn der Anrufer an. „Hey.. ist ja gut… ich bin bereits am nächsten Opfer dran. Gib mir noch einen Tag. Ich brauche nur die richtige Gelegenheit.“ bat Adrian. „Also gut… aber morgen will ich was sehen. Wer soll dir helfen?“ wollte der Anrufer wissen und es hörte sich jetzt schon etwas besänftigt an. „Martin, Lars und Florian. Die müssten reichen. Sag mal… warum müssen es eigentlich Ausländer sein?“ wollte er wissen. „Alles klar. Sag mir wo und die Jungs sind bereit. Und was deine Frage angeht… die Antwort ist einfach. Es gibt zu viele von ihnen.“ Der Anrufer legte auf. Adrian lehnte sich entspannt zurück. Dann sah er wie das Licht im Hause ausging. Er sah auf die Uhr. Elf Uhr, dachte er… Na dann gute Nacht und hab heute noch einmal viel Freude… Adrian fuhr nach hause. Er wollte sich einen Plan zu Recht legen, um diesen Gerkhan zu seinem Boss zu bringen.

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  • na gut... ein kleines Stück noch...


    Ben legte sich ziemlich fertig ins Bett und hoffte diese Nacht wenigstens einmal ohne Probleme schlafen zu können. Er schlief schnell ein. Für ihn waren nur wenige Stunden vergangen, als er durch sein Handy geweckt wurde. Verschlafen blickte er auf das Display und rollte die Augen. „Ja Semir?“ fragte er müde. „Schön dass du auch schon wach bist. Wir haben einen Leichenfund. Ich hol dich in fünfzehn Minuten ab.“ hörte er seinen Partner sagen. „Ja okay...“ gab er zurück und schwang sich müde aus dem Bett. Nur zehn Minuten später stand er bereits auf der Straße und wartete. Dieser kam gerade um die Ecke und hielt direkt vor ihm. Ben stieg ein. „Wo?“ fragte er knapp. „Rastplatz bei km 368 an der A1. Die Spurensicherung ist bereits vor Ort. Mehr weiß ich selbst noch nicht.“ gab Semir bekannt und gab Gas. Obwohl es doch ziemlich spät war und er mit Blaulicht fuhr kamen sie für Bens Empfindung nur sehr langsam voran. Er stutzte... sollte das wieder ein Traum sein? fragte er sich.


    „Hey! Was ist denn?“ riss Semir ihn aus seinen Gedanken. „Was? Ach so... ich dachte ich träume schon wieder. Die Fahrt dauert so lange... und irgendwie...komisch...“ gab Ben zu. „Wie lange? Wir sind doch gerade erst losgefahren. Ich meine wir sind fast da und es sind gerade mal zehn Minuten vergangen. Wir kommen nicht langsam voran. Hast du was genommen?“ scherzte Semir. „Nein... schon gut...“ kam leise von Ben. Dann sah er Semir erneut an. „Würdest du mich mal bitte kneifen?“ fragte er vorsichtig. Semir grinste. „Ja sicher... wo denn?“ wollte er wissen. „Egal... Hauptsache es tut weh und ich werde wach.“ meinte Ben nur. Semir tat was er wollte und kniff Ben in den Oberarm. „AUA!!“ stieß er aus und schloss erleichtert die Augen. Es war kein Traum. Der Rest der Fahrt verging schnell. Auf dem Rastplatz standen einige Einsatzfahrzeuge. „Da ist Wegener!“ rief Ben und deutete auf den Gerichtsmediziner der gerade aufstand. Semir und Ben gingen hin. „Hallo Wegener! Was hast du?“ wollte Semir wissen. „Nun ja... die Todesursache ist noch unklar. Das einzige was ich dir sagen kann, ist das er ein gewisser Haman Kanalamaru oder so ist.“ gab der Mediziner von sich. Semir sah Ben an. „Das ist doch der Inder, der gestern entführt wurde.“ stieß er aus. Ben nickte nur. „Gut... ich informiere die Kollegen.“ meinte er darauf und ging zum Funk.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • An Schlaf war nun nicht mehr zu denken. Semir und Ben fuhren zur PAST wo auch Anna auf sie wartete. Der Kollege vom LKA kam ebenfalls hinzu. „Tja... so wie es aussieht ist die Entführung nun ein Mordfall und fällt wieder an Sie zurück, Herr Gerkhan. Es ist Ihr Abschnitt.“ gab der Kollege zu. Semir nickte. „Ja aber wenn Sie an chronischen Arbeitsmangel leiden, dürfen Sie ihn abschließen. Der Kollege lachte. „Danke... wir haben genügend. Ach ich habe von anderen Kollegen erfahren, dass es bereits mehrere Tote gegeben hatte. Vornehmlich Ausländer. Asien und Vorderasien, vom Aussehen her. Die Todesursache ist bei einigen eine unbekannte Substanz. Die Kollegen vermuten, dass hier Medikamente oder Drogen im Spiel sind. Es gibt nur eins was gemeinsam ist bei den Toten. Sie sind entweder an Aids erkrankt oder hatten die Grippe. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Lösen...“ meinte der LKA-Mann und erhob sich. „Die Akten lassen Sie mir auf jeden Fall zukommen, ja?“ wollte Semir wissen. Der LKA Mann nickte. „Sie werden Sie schon am späten Vormittag auf Ihrem Tisch liegen haben.“ bestätigte er noch einmal. Semir und Ben bedankten sich und gingen ins Büro. Anna verabschiedete den Kollegen.


    „Tja und nun? Wir müssen auf die Ergebnisse der Obduktion warten. Die von diesem Turan ist auch noch nicht da.“ stöhnte Semir gekonnt. Ben nickte und legte seinen Kopf in die auf dem Schreibtisch positionierten Arme. „Müde?“ fragte Semir höhnisch. „nein... nur Rheuma auf den Augen. Vergeht schon. Machst du uns einen Kaffee?“ wollte Ben im Gegenzug wissen. Semir lachte und nickte. „Klar doch...“ meinte er nur und verschwand. Als sie ihn getrunken hatten sah Semir Ben an. „Weißt du was... wir können heute eh nichts mehr machen. Was hältst du davon, wenn wir zu mir fahren und du dich bei mir auf die Couch packst?“ schlug Semir vor. Ben nickte. „Das ist eine verdammt gute Idee. Die Beste, die du heute hattest.“ grinste er verschlafen. „Na komm... fahren wir.“ lachte Semir und schon verschwanden sie. Leise betraten sie Semirs Haus und er suchte für Ben Decke und Kissen zusammen, ohne Andrea oder Aida aufzuwecken. Nur eine halbe Stunde später waren bei tief am Schlafen. Doch drei Stunden später schreckte Ben wieder hoch. „Nein!“ stieß er aus und erschrak selbst wie heiser seine Stimme klang. Nur ein kurzer irritierter Blick und er wusste wieder wo er war. Erleichtert schloss er die Augen und atmete tief ein. Scheinbar war niemand von seinem Schrei wach geworden. Er legte sich wieder hin und schloss einfach nur die Augen.

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  • so hier erst einmal eine kleine Fortsetzung


    „Guten Morgen, Ben!“ begrüßte Andrea den Partner ihres Mannes. „Semir duscht nur schnell und ist dann gleich unten. Willst du einen Kaffee?“ fragte sie freundlich. Ben nickte. „Danke Andrea...“ kam noch etwas verschlafen von ihm. Er war tatsächlich noch einmal eingeschlafen. Nur zehn Minuten später saß auch Semir am Tisch. „So dann werde ich mal schnell duschen und wir können los.“ meinte Ben und machte sich auf ins Bad. Eine Stunde später waren sie in der PAST. Auf dem Schreibtisch lagen jede Menge Akten und Semir sah auch die Obduktionsberichte. „So bei dem Turan ist eine Überdosis von Dyclohydroclorid…dingsbums die Todesursache. Er hat Einstiche in den Armen und Beinen sowie in der Bauchdecke. Ein zu hoher Blutzuckerwert lässt darauf schließen, dass er Diabetiker ist. Bei dem Inder ist die Todesursache genau die Gleiche. Also Medikamentenmissbrauch allerdings hat der eine Überdosis Beomythyl….dingsda… Diese Worte sind ja kaum auszusprechen…Vermutlich hat also unser Kollege vom LKA Recht. Es geht um Medikamententests. Dieser Turan hatte Aids, aber es war noch nicht ausgebrochen. Der Inder hatte eine Grippe. Allerdings so schreibt Wegener ist ein Medikament mit der Kombination dieser Mittel nicht auf dem deutschen Markt erhältlich.“ las Semir laut vor. Ben sah ihn an. „Also wenn es das Mittel nicht gibt, dann sind das Versuche und die entführen wahllos Menschen um das Medikament zu testen? Wie krank ist das denn?“ tadelte Ben. „Nun nicht wahllos. Die Akten hier vom LKA sind sehr schön sortiert. Sogar eine Namensliste ist aufgeführt. Eins haben die Verschwunden gemein. Sie sind alle Ausländer. Hier Haran Ay aus der Türkei erkrankt an Aids, Lausanne Mylyph…also die ist aus Pakistan, Grippe, Tamur Boyraz ebenfalls aus der Türkei auch mit Grippe, Laksmy Siomila aus Kurdistan…hatte Aids im Anfangsstadium. Also alle aus dem vorderasiatischen Raum.“ meinte Semir und legte die Liste wieder beiseite.


    Adrian wartete auf dem Rastplatz auf seine Helfershelfer. Martin und Fabian kamen pünktlich an und stiegen aus. „Wie willst du den Bullen krallen? Wie die Anderen einfach auf dem Rastplatz einkassieren?“ lachte Fabian. Adrian lachte. „Der fällt auf so was nicht rein. Nein… ich dachte da eher an einen Unfall. Zwei oder drei Autos rasen ineinander. Du stehst mit deinem Van etwas abseits sagen wir als einer der Ersthelfer. Ich vermute mal dass hier ein allgemeines Durcheinander sein wird. Die uniformierten Kollegen kommen natürlich als Erstes an. Aber wir haben ja einen Trumpf, denn einer der Unfallopfer wird tot sein. Das ruft die Kripo auf den Plan und somit ist Gerkhan vor Ort. Nun müssen wir ihn etwas abseits nur noch in den Van zerren und ab geht es.“ gab Adrian seinen Plan bekannt. Martin und Fabian nickten anerkennend. „Also gut… sorgt etwas für Aufruhr. In drei Stunden will ich Gerkhan haben.“ ermahnte Adrian seine Freunde die sich an die Arbeit machten. Nur eine halbe Stunde später war der Unfallort auserkoren und es konnte losgehen. Eine weitere halbe Stunde krachte es. Adrian schoss der Fahrerin des Wagens neben ihn in den Kopf. Es kam wie vorausgeplant zu einem Crash.

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  • Okay okay.... es gibt noch was. aber nur, weil ich am Samstag wegfahre....


    Ben saß schweigsam am Steuer als sie ihre Tour machten. Semir bemerkte es natürlich. „Was ist? Wieder schlecht geträumt?“ wollte er wissen. Ben nickte. „Ja.. heute Nacht bei dir… ich meine… ich …“ fing Ben an. „Wie bin ich diesmal gestorben?“ harkte Semir nach. „Das ist es ja… ich … also es ging los mit einem Unfall. Ein Mann wurde erschossen und dadurch ist es zum Unfall gekommen. Wir sind hin und während ich die Kollegen über Funk einwies sah ich wie dich einer der Typen in ein Auto zerrte als du beim verunglücktem Wagen standest und abfuhren.“ erzählte Ben. Semir lachte. „Hey… der erste Traum wo ich nicht sterbe. Das ist doch was…“ Ben warf ihn ein Blick zu. „Damit ist der Traum ja auch noch nicht zu Ende. Vielleicht hat das ja auch mit diesem Fall zu tun. Also ich habe dich natürlich gesucht. Und ich habe dich gefunden. Völlig herunter gekommen, nervlich am Ende… du warst halb tot und dann sagtest du zu mir…ich hätte dich im Stich gelassen…“ endete Bens Erzählung. Semir schwieg und räusperte sich leise. „Aber…ich bin nicht gestorben. Das sehe ich als sehr positiv“ versuchte er seinen Partner aufzumuntern. Ben zog die Schultern. „Vielleicht wärest du es aber, wenn ich weiter geträumt hätte!“ gab er zurück.


    „Cobra 11 für Zentrale!“ kam durch den Funk. Semir meldete sich. „Was gibt es denn?“ wollte er wissen. „Semir, bei KM 387 auf der A4 ist es zu einem Unfall gekommen. Die Kollegen sind zwar schon da, aber es ist erforderlich, dass ihr ebenfalls hinfahrt. Eine Frau scheint erschossen worden zu sein.“ gab Yvonne eine junge Polizistin durch. „Alles Klar, Cobra 11 hat verstanden und übernimmt.“ beendete Semir das Gespräch. Er sah wie Ben sich schüttelte. „Hey… es war nur ein Traum.“ ermahnte Semir ihn. „Ja sicher…“ gab Ben zu verstehen. Sie kamen an. Semir wollte aussteigen doch Ben hielt ihn fest. „Semir… bitte. Halte mich nicht für paranoid, aber bitte bleib hier beim Wagen okay?“ fragte er vorsichtig an. Semir lachte leise. „Ben…“ fing Semir an. „Bitte… Semir…ich bitte dich…bleib hier im Wagen oder geh da vorn zur Leitplanke. Aber bitte bleib von den Unfallwagen weg…“ Semir hörte das große Angst in Bens Bitte steckte. „Also gut… ich mache dir einen Vorschlag. Ich gehe dorthin wohin du auch gehst, dann kannst du mich beschützen…“ lachte Semir leise. Ben nickte ergeben. „Okay…“ sagte er und stieg aus. Alles verlief ordnungsgemäß. Nichts passierte mit Semir oder sonst etwas wie Ben es geträumt hatte. Obwohl es Semir auch mulmig wurde, denn immerhin war es bereits öfter das Ben Sachen träumte und es tatsächlich passierte.

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  • Der Tag verging und Semir versuchte eine Spur zu den Vermissten zu finden. Doch nichts. Niemand hatte etwas bemerkt oder gesehen. Bei einem Gespräch mit der indischen Frau kam heraus, dass ihr Mann herzkrank war. Er sollte hier in Deutschland einen Herzschrittmacher bekommen. Die Frau war nervlich am Ende und wurde von einer indischen Frau betreut, die hier in Köln Medizin studierte. Sie war sehr fürsorglich. Auch bei dem Bruder von Turan kam Semir weiter. Er und Ben erfuhren, das Turan tatsächlich Diabetiker war und ständig sein Insulin brauchte. Als Semir seinem Bruder die Todesursache überbrachte spürte er die Wut des Mannes und konnte es sogar verstehen. „Herr Turan…warum haben Sie uns verschwiegen, das Ihr Schwager Aids hatte?“ wollte Ben wissen. Turan sah ihn an. „Wie bitte? Er war gesund. Er hatte kein Aids! Das wüsste ich!“ schrie er wütend. Semir nickte und legte dem Mann die Hand auf die Schulter. Er sprach etwas auf Türkisch. Turan setzte sich wieder hin. „Wir werden den Mörder Ihres Bruders finden und vor Gericht stellen. Bitte halten Sie sich zurück und kommen Sie mir bitte nicht in die Quere…“ warnte Semir den Mann vorsichtshalber. Dieser nickte nur. Semir und Ben fuhren zurück. „Tja… alle Spuren verlaufen im Sand. Es gibt nichts wo wir ansetzen können. Die Kugel ist eine 38er und die Waffe vorher bei keinem Verbrechen benutzt worden. Die Tote ist eine ganz normale Hausfrau die auf dem Weg vom Einkaufen nach Hause war.“ gab Semir verzweifelt von sich. Ben nickte. „Und was machen wir jetzt?“ wollte er wissen. „Feierabend. Es ist schon zwanzig Uhr durch.“ meinte Semir nur. Ben war einverstanden.


    Martin sah Adrian an. „Ach… zuschnappen und fertig was? Wieso hast du das denn abgeblasen? Es war doch alles geplant!“ fauchte er ihn an. Adrian lachte leise. „Ja… sicher… allerdings haben wir da etwas zuviel Polizei gehabt. Aber keine Sorge… wir werden ihn heute noch holen. Aber dann wenn er am wenigsten damit rechnet. Fahr nach Weiden. Dort in die Kantstrasse 5. Wir werden ihn direkt vor der Tür cashen.“ meinte er lapidar. Martin nickte. „Du bist der Boss. Aber wenn das wieder schief geht, dann wird es sicher von dem Professor bestraft werden. Ich habe keinen Bock auf eine von den Spritzen!“ warnte ihn Fabian. „Hey.. ich hab alles geplant. Ab sonst kommen wir noch zu spät.“ Lachte Adrian und sie fuhren los. Sie kamen fast gleichzeitig mit dem Polizisten an. „So… da ist er. Ach sie mal.. sein Frauchen ist auch schon da…na Püppchen dann sieh mal was ich jetzt mit dem lieben Bullen mache. Fahr dicht an ihn ran! Komm Martin wir schnappen ihn und zerren ihn in den Wagen. Halt das Chloroform bereit!“ gab Adrian die Befehle.

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  • So liebe Leute.... teilt euch den Teil gut ein. Vor Montag gibt es nichts mehr, denn ich fahre bis Sonntagabend weg....


    Andrea stand an der Tür und hatte Aida auf dem Arm. „Sieh mal… da ist Papa“ sagte sie und hob von Aida die Hand. Semir sah seine Frauen und winkte. Er stieg aus und ging zum Kofferraum um etwas herauszuholen. Ein Wagen kam die Straße hoch. Das erregte zunächst keinen Aufsehen. Doch plötzlich sah Andrea wie der Wagen dicht hinter Semir hielt, die Türen waren offen und Hände griffen nach ihrem Mann und zerrten ihn in den Wagen. „SEMIR!!!“ schrie sie laut und rannte raus. Doch alles was sie sah, war nur noch wie der Wagen um die Ecke bog. Sie rannte zurück ins Haus und griff mit zitternden Händen ihr Telefon. Nur wenig später hörte sie Ben am anderen Ende. „Ben!! Semir… er ist… er ist entführt worden! Direkt vor meinen Augen wurde er in einen Van gezerrt! Ben…ich …ich…habe nicht einmal das Kennzeichen..“ Sie fing an zu weinen. „Ich bin gleich bei dir…“ kam von Ben und sie hörte nur noch ein Klicken. Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür. Sofort rannte sie hin und öffnete. Anna und Ben standen vor der Tür. „Ben! Schnell wir müssen die Fahndung einleiten… ein schwarzer Van. Bitte… wir müssen ihn finden..“ wieder fing sie an zu weinen. „Ganz ruhig… beruhige dich erst einmal. Was ist passiert?“ wollte Ben wissen. Andrea erzählte was er beobachtet hatte. Anna hörte schweigend zu.


    Semir sah Andrea und Aida in der Tür und winkte fröhlich. Doch dann veränderte sich Andreas Aussehen. Er sah Angst in ihrem Gesicht. Bevor er darauf reagieren könnte wurde er von hinten gepackt und in ein Auto gezerrt. Zunächst war er erschrocken doch dann setzte sein Kampfgeist ein. Er fing an sich zu wehren. Er spürte die Hände die ihn festhielten. Er versuchte sich loszureißen, warf den Kopf hin und her und trat um sich als eine Hand ihm etwas auf Mund und Nase presste. Instinktiv versuchte er die Luft anzuhalten, doch es brachte nichts. Er hörte das Fluchen der Männer die ihn festhielten. Mit aller Gewalt sperrte er sich gegen die Behandlung. Langsam sackte er weg. Panik war das Letzte was er spürte. Sein letzter Gedanke war Ben. Sollten seine Träume sich nun verwirklichen? Was wollten die Männer von ihm? Wer waren sie? Fragen die er nicht mehr beantworten konnte. Müdigkeit machte sich breit und obwohl er dagegen ankämpfte wusste er doch genau dass es sinnlos war. Er schlief ein. Er spürte noch wie die Männer ihm die Hände fesselten bevor er ganz wegtrat.

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  • So hier wie versprochen.... ein sehr langer Teil...


    Anna rief Andreas Mutter an und bat sie sich um Andrea zu kümmern. Sie sah Ben ernst an. „Semir hat Priorität! Sie werden sich umgehend nur darum kümmern. Versuchen Sie herauszubekommen wer ihn entführt haben kann. Es muss nichts mit dem aktuellen Fall zu tun haben, aber schließen Sie es bitte auch nicht aus.“ befahl sie. Ben nickte. „Ja ich werde mich sofort daran machen.“ sagte er und sah zu Andrea, die von dem gerufenen Notarzt eine Beruhigungsspritze erhalten hatte. Aida sah neugierig zu ihrer Mutter. Sie verstand nicht was gerade vorgefallen war, aber sie spürte dass etwas nicht in Ordnung war. Völlig verwirrt starrte sie Ben fragend an. Anna nahm sie auf den Arm. „Hey.. kleine Prinzessin... gleich kommt die Oma und dann kannst du mit ihr spielen, ja? Die Mama geht es auch gleich wieder gut. Komm wir gehen etwas in den Garten.“ sprach sie beruhigend auf das Kind ein und nahm sie mit raus.


    Der Tag verging ohne dass es eine Spur zu Semir gab. Ben nahm sich die Akten der anderen Verschwundenen vor und las jeden Absatz akribisch durch. Warum hatte man Semir entführt. Nur weil er Türke war? Er warf die Akte auf den Tisch und stand auf. Lief wie ein gefangener Tiger durch das Büro und ging anschließend raus. „Ben?“ fragte Susanne als er die PAST verlassen wollte. Ben drehte sich um. „Ich fahre zu Hartmut. Vielleicht hat er was gefunden.“ sagte er hoffnungsvoll. Susanne nickte. Sie wusste sehr genau, dass Ben sich Sorgen machte. Sorgen wo Semir war, was mit ihm geschah und vor allem ob er überhaupt noch lebte. Auch sie war geschockt als sie hörte, was passiert war. Als Andreas Freundin versuchte sie sie zu trösten und gut zuzusprechen. Hoffnung geben, dass alles schnell vorbei ist. Doch sie selbst glaubte nicht daran.


    Semir wurde wach. Erst wusste er nicht was passiert war, doch dann setzte die Erinnerung ein. Schnell riss er die Augen auf und sah sich um. Eine Krankenschwester stand vor ihm. „Ganz ruhig, Herr Gerkhan. Es ist alles in Ordnung...“ sprach sie beruhigend auf ihn ein. Semir entspannte sich. „Wo bin ich?“ fragte er leise noch immer von den Nachwirkungen der Narkose benommen. „Im Krankenhaus. Es ist alles in Ordnung. Bleiben Sie einfach liegen...“ erklärte sie sanft. Er nickte und schloss die Augen. Also hatte man die Entführung vereiteln können. Nur wenig später kam ein Arzt zu ihm. „Wie fühlen Sie sich?“ fragte er. „Außer den Kopfschmerzen ganz gut.“ meinte Semir und wollte aufstehen. Doch der Arzt drückte ihn zurück. „Bleiben Sie bitte liegen.“ ermahnte er ihn. Semir sank zurück ins Kissen. „Wo ist mein Kollege?“ wollte Semir wissen und sah sich nach Ben um. Doch der war nirgends zu sehen. „Ihr Kollege?“ fragte der Arzt nach. Semir nickte. „Ja... ich bin Polizist. Ich ... haben Sie ein Telefon für mich?“ fragte Semir leise. Der Arzt sah ihn erschrocken an. „Nein... kein Telefon. Ihr Kollege kommt sicher gleich. Nicht aufregen. Ich gebe Ihnen was gegen die Kopfschmerzen und dann denke ich können Sie schon bald entlassen werden.“ lächelte der Arzt freundlich. Semir nickte. In seinem Kopf schienen einige kleine Männchen zu stecken und sich einen Spaß daraus zu machten mit einem Hammer gegen die Stirn zu schlagen. Der Arzt zog eine Spritze auf und setzte sie ihm. Semir verzog leicht das Gesicht, als die Nadel sich in die Haut bohrte. Nur wenig später schlief er wieder tief und fest.


    Professor Dr. Bruno Herwig verließ das Zimmer des neuen Versuchs-patienten. Auf dem Flur griff er zu seinem Handy und rief Hoffer an. Als dieser sich meldete fing Herwig an zu brüllen. „Spinnst du jetzt total? Bringst mir einen Bullen? Willst du dass ich auffliege?“ schrie er ihn an. Doch Hoffer lachte leise. „Beruhige dich Bruno.... es ist alles in Ordnung. Keiner wird eine Spur finden. Genau wie bei den Anderen. Der Unterschied ist, dass der Bulle kerngesund ist. Absolut resistent. Ist doch schön wenn du jemanden hast, dem du alles verabreichen kannst oder nicht?“ hörte er Hoffer lachen. „Und was, wenn er hier den wilden Mann spielt? Meinst du er ist so leicht einzuschüchtern wie die Anderen?“ fragte der Professor. „Wir werden ihn schon ruhig bekommen. Ich bin heute früher da und werde mich persönlich darum kümmern. Mach du nur deine Tests und überlass das Andere mir. Ich werde schon dafür sorgen, dass er keine Schwierigkeiten macht. Wichtig für Sie ist doch nur das Mittel gegen die Grippe. Welches Sie gefunden haben, oder?“ lachte Hoffer. „Ob es tatsächlich hilft wissen wir doch noch gar nicht. Deshalb brauche ich die Leute. Ich glaube wirklich daran, dass dieses Zeug gegen Grippe, Aids, Hepatitis und andere Viren wirkt.“ kam überzeugt von dem Professor.

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  • ABendessen!!!


    „Hartmut?!“ rief Ben in der KTU und suchte den rothaarigen Kriminaltechniker. „Hier hinten, Ben!“ kam als Antwort. „Hast du was gefunden?“ wollte Ben wissen. „Ja und nein... also die Reifenspuren stammen von einem Van. Aber das ist ja nichts Neues, denn Andrea hat ja auch einen Van wegfahren sehen. An den Reifenabdrücken ist eine Spur von Schlamm, die nicht alltäglich ist. Die Analyse läuft noch. So wie das aussieht und was ich vom Geruch her feststellen konnte, ist das dieser Sand in einer ziemlich verseuchten Gegend kommt. Vom Geruch her, würde ich sagen Dioxin oder Protoxin.“ erklärte Hartmut. Ben nickte. „Gibt es davon viele Gebiete in NRW?“ wollte er wissen. Hartmut lächelte. „Wie Sand am Meer. Aber es gibt Unterschiede. Deshalb mache ich ja die Analyse. Hast du was von Semir gehört?“ forschte Hartmut besorgt nach. Ben schüttelte den Kopf. „Nein... bisher gar nichts. Ich vermute, dass er dieser Bande in die Hände gefallen ist, die schon mehrere Ausländer entführt haben. Zwei von denen haben wir tot aufgefunden. Vermutlich wurde ihnen Medikamenten gespritzt. Aber die Analyse der Rückstände dauert noch an.“ erklärte Ben leise fast verzweifelt. Hartmut nickte. „Verdammt blöde Situation“ stimmte er zu.


    Semir erwachte. Die Kopfschmerzen waren weg. Er stand auf und wollte das Zimmer verlassen. Er drückte die Klinke und zog die Tür auf. Niemand war in dem Gang zu sehen. Er ging langsam in Richtung Toiletten. Nur fünf Minuten später verließ er diese wieder und wollte zurück in sein Zimmer, als er von zwei Mann gepackt und brutal in sein Zimmer zurück befördert wurde. Der Arzt stand da und sah ihn strafend an. „Sie dürfen nicht einfach rumlaufen!“ blaffte er ihn an. Semir sah nur verwundert in die Runde. „Warum nicht? Mir fehlt nichts... Ich werde mich auf eigene Verantwortung entlassen“ erklärte Semir. Der Arzt sah seine Leute an und lachte. „Das ist gut...“ fing er an. Semir nickte. „Wo ist der Wisch?“ wollte er wissen. Das Lachen verschwand. „Sie können nicht so einfach gehen. Wir haben noch sehr viel vor. Die Tests sind noch lange nicht abgeschlossen. Sie müssen sich noch etwas gedulden.“ beruhigte ihn der Arzt. Nun war Semir klar, wo er gelandet war. Erst war er nur erschrocken doch plötzlich wirbelte er herum und rannte aus dem Zimmer. Die Pfleger sprinteten sofort hinterher. Semir war aufgrund seiner Größe und seiner Ausbildung viel wendiger und konnte das Treppenhaus erreichen. Doch bevor er die erste Etage verlassen konnte sah er dass von unten weiteres Pflegepersonal kam. Gehetzt sah er sich um. Es gab keine Zwischenetage wo er hin verschwinden konnte. Etwas außer Atem machte er sich auf die Auseinandersetzung bereit. Dann hatte er eine Idee. Hier war ein Schacht. Entweder die Wäscherei oder aber der Müllschlucker. Groß genug für ihn. Schnell war er darin verschwunden. Er hörte allerdings noch wie die Pfleger die ihn jagten anfingen zu lachen.

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  • Lars und Martin hatten versucht Gerkhan noch zu erwischen. Sie sahen wie er im alten Schlucker verschwand und lachten laut auf. Lars griff zum Funk und gab durch, wo er sich befand. Dann rannte er mit Martin in den Keller wo der Schacht endete. Sie sahen durch das Gitter vor dem Ausgang. Dort saß der Polizist und starrte sie nur an. „Das war’s. Hat es Spaß gemacht?“ fragte Lars höhnisch und hob den Schlüssel für das Gitter hoch. Der Polizist schloss die Augen. Er hatte wirklich gehofft hier entkommen zu können, doch scheinbar hatten es schon mehr Patienten versucht hier zu fliehen. Lars öffnete das Gitter und Martin zog den Polizisten raus. Er stieß ihn wütend an die Wand und drehte dem Mann die Arme auf den Rücken. Ein tiefes leises Stöhnen war zu hören. „So und nun ab ins Körbchen.“ lachte er dabei und zerrte den Mann mit sich in den Fahrstuhl. Nur wenig später waren sie wieder im Zimmer und zwangen den Mann ins Bett. Zwei weitere Pfleger legten ihm die Fesseln an. Es blieb keine Zeit für Gegenwehr.


    Dr. Herwig kam ebenfalls hinzu. „Herr Gerkhan... Sie sollten sich nicht so aufregen. Das ist nicht gesund.“ tadelte er den Mann. „Verdammt! Lassen Sie mich!“ schrie ihn der Polizist an. Herwig lachte leise. „Sie werden sich gleich beruhigen. Nur keine Sorge. Aber Ihr Verhalten hat natürlich auch Nachteile. Solange Sie sich nicht wissen zu benehmen, werden Sie am Bett gefesselt bleiben. Morgen werden wir Sie auf Ihre Aufgabe vorbereiten. Nur keine Sorge... wir haben alles im Griff.“ lächelte er sein Opfer an und band den Arm ab. „NEIN!!“ schrie Gerkhan und versuchte sich gegen die Fesseln zu wehren. „Aber, aber.... Sie tun sich selbst kein Gefallen wenn Sie den wilden Mann spielen. Ganz locker lassen...“ sprach der Professor beruhigend auf ihn ein. Er wies die Pfleger an, Semir zusätzlich festzuhalten und stach die Nadel in den Arm des Polizisten. Er wusste genau, dass dieses Mittel schnell wirkte. In wenigen Augenblicken wird er schlafen und sich nicht mehr wehren können. „Sie werden damit nicht durchkommen...“ stieß Gerkhan aus. „Wenn ich Sie nicht festsetzte, dann werden es... es meine Kollegen... machen...“ formte er bereits schwerfällig die Worte. „Ganz ruhig... schlafen Sie. Morgen sieht die Welt ganz anders aus.“ säuselte der Professor und verließ mit den Pflegern das Zimmer.

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  • ABendessen!!!


    Ben saß bei Anna im Büro und erzählte was er von Hartmut erfahren hat. „Nun ja… die Erde bringt uns nicht wirklich weiter. Was ist mit der Analyse dieses Medikamentes was in den Körper der Toten gefunden wurde?“ fragte sie nach. Ben zog die Schultern hoch. „Die Ärzte sind dabei. Es scheint nicht einfach zu sein. Wegener meinte es wären Substanzen darin die noch gar nicht auf dem deutschen Markt zugelassen sind.“ gab Ben leise von sich. Er nahm die Hände hoch und fuhr sich durch das Gesicht. „Verdammt… wo kann er nur sein…? Was machen die mit ihm?“ fragte er verzweifelt. Anna schloss die Augen. „Ich weiß es nicht. Aber Sie werden nur den Fall mit Semir aufklären. Alles andere werde ich von Ihnen fernhalten. Finden Sie ihn und holen Sie ihn da raus.“ bat sie ihn. Ben nickte. „Wenn Sie mir dann noch sagen, wo ich suchen soll. wäre mir sehr geholfen.“ versuchte Ben zu scherzen, doch es ging voll daneben.


    Der Tag ging zu Ende. Semir erwachte langsam und sah sich um. Die Erinnerung trat ein. Er zerrte an den Fesseln. „HEY!!“ schrie er laut. Doch es schien ihn niemand zu hören. „HILFE!!“ ging es weiter. Die Tür wurde aufgestoßen. Eine Krankenschwester kam hinein. „Sie sind ja schon wieder wach…“ tadelte sie ihn und kam ans Bett. „Haben Sie Hunger und Durst?“ fragte sie. „Helfen Sie mir…machen Sie mich los… bitte….“ sagte Semir. Die Schwester lächelte. „Nein… das ist verboten. Der Professor sagte mir, dass Sie sehr gereizt sind.“ erklärte sie. „Ich bin nicht gereizt. Ich wurde entführt und werde hier gegen meinen Willen festgehalten. Sie machen sich strafbar, wenn Sie diesem Arzt helfen.“ versuchte Semir ihr seine Lage zu erklären. Doch die Schwester lächelte nur. „Der Professor sagte mit auch, dass Sie in der Lage sind, Lügenmärchen zu erzählen nur um losgemacht zu werden. Er hat mich davor gewarnt, dass Sie mit Strafen drohen und mit anderen rechtlichen Dingen kommen. Das Sie ihm Verbrechen vorwerfen. Herr Gerkhan… wissen Sie vor einigen Tagen hatten wir einen ähnlichen Fall hier. Den Mann konnten wir später als geheilt entlassen. Sie werden nun von mir gefüttert und anschließend werden Sie vom Professor untersucht. Sie tun sich selbst ein Gefallen, wenn Sie sich fügen.“ Sanft klangen die Worte von der Schwester und egal was Semir ihr erzählte, sie wusste schon was er sagen wollte denn der Professor hatte ihr scheinbar eine erfundene Krankengeschichte erzählt.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Ben schreckte hoch. Er hatte nur kurz die Augen geschlossen, als das Telefon klingelte. „Wegener hier. Ich hab was gefunden. Am Besten kommst du direkt her und bringst Semir mit.“ hörte er den Gerichtsmediziner. „Bin schon unterwegs.“ gab Ben durch der plötzlich hellwach war. Wenn der Gerichtsmediziner ihn mitten in der Nacht anrief, dann musste es sehr wichtig sein. Nur eine halbe Stunde später stand er bei Wegener in der Pathologie. „Was hast du?“ fragte er. Wegener sah ihn an. „Wo ist denn Semir?“ wollte er wissen. Ben räusperte sich. „Er ist seit zwei Tagen verschwunden. Semir wurde vor seinem Haus und vor den Augen seiner Frau in ein Auto gezerrt und seit dem fehlt jede Spur.“ erklärte Ben ihm. Wegener nickte. „Was hast du?“ wiederholte Ben seine Frage. „Ach so… also ich habe den Türken und den Inder noch einmal eingehend untersucht. Beide haben Medikamente in sich, die ich nicht kenne und auch nicht zuordnen kann. Aber beide haben verschiedene Rückstände. Eines konnte ich isolieren. Es ist ein Mittel das hier in Deutschland nie zugelassen wurde. Angeblich soll es Aids heilen. Absoluter Blödsinn. Und in der Zusammensetzung tödlich. Also wenn man es makaber sieht… Hilft es gegen Aids. Und gegen das Leben. Der zweite, also der Inder hatte Medikamentenrückstände in sich, die auf ein Grippemittel schließen lassen. Er ist nämlich mit einer Grippe infiziert worden, die eigentlich noch gar nicht im Anmarsch ist. Weder in Indien noch in Deutschland.“ erklärte Wegener langatmig.


    Ben nickte zwischendurch. „Was soll das jetzt genau heißen?“ wollte er wissen. Wegener zog die Schultern hoch. „Wenn ein Grippemittel getestet wird, also an freiwilligen Probanten, dann muss zunächst der Virus injiziert werden. Das scheint hier der Fall. Allerdings ist eine Influenza nicht unbedingt tödlich. Es sei denn du bist eh gesundheitlich geschwächt, so wie er es ja war. Der Tod ist also eingetreten, weil sein Abwehrsystem aufgrund des kranken Herzens versagt hat. Ob das Mittel was ihm gegeben wurde, den Virus bekämpft weiß natürlich niemand. Dazu müsste man eine beziehungsweise mehrere Person infizieren. Anschließend wird der Impfstoff verabreicht und die Person beobachtet. Das kann manchmal Tage dauern. Wenn du mit der Influenza infiziert wurdest, braucht es bis zu vier Tage bis der Virus ausbricht. Fieber, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen gehören dazu. Dann werden zunächst die eigenen Abwehrkräfte aktiviert. Aber deshalb hab ich dich nicht gerufen. Du weißt ja auch dass es nicht ganz rechtlich ist, wenn man Menschen zu Versuchstieren macht, wenn die es nicht freiwillig wollen. Aber ich habe bei beiden etwas gefunden, dass eindeutig darauf schließen lässt, dass die beiden Männer hier in einem Versuchslabor festgehalten und dort vermutlich auch zu Tode gekommen sind. Hier! Eine kleine kaum sichtbare Tätowierung.“ Wegener zeigte auf eine Stelle an der Handinnenfläche des toten Inders. Ben beugte sich hinunter und sah sie sich an. „Was genau steht da?“ wollte er wissen .Wegener hielt ein Gerät auf die Tätowierung und an der Wand erschien ein Bild. Ben sah es sich an. „W1G18P“ las er vor. „Toll… und was heißt das jetzt?“ stöhnte er. Wegener lachte. „Nun eigentlich ganz einfach. „W“ steht für die Region also West, 1G für 1. Versuch Grippe, 18 P so vermute ich jetzt für die 18. Personen. Bei dem Türken steht „W1A22P“. A dort dann für Aids.“ erklärte Wegener sachlich. „soll das heißen in dieser Tätowierung steht was für Versuche gemacht werden sollen?“ fragte Ben nach. Wegener nickte. „Ja aber es ist keine normale Tätowierung. Diese Markierung ist eingebrannt worden. Sie verschwindet nach mehreren Monaten von Selbst…“

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D