Eine richtige Entscheidung

  • Tom und Semir fuhren gemeinsam auf der Autobahn. Die Sonne schien und es war einer von diesen schönen Sommertagen. Die Autobahn war trotzdem sehr unsicher. Viele Leute wollten so schnell wie möglich von der Stadt weg und in die Ferien fahren. Deshalb gab es auch mehrere Unfälle. "Mensch Tom, ich will auch schon meinen Urlaub haben.... In der Sonne liegen...nichts machen müssen...aaah" sagte Semir ganz verträumt. "Das muss du mir nicht sagen. Glaubst du, ich mag diese Hitze, wenn ich im Auto mit dir sitzen muss?" Semir warf ihm einen bösen Blick "Hey, du kannst auch einsam fahren, klar?" grinste er. "Naja, ich schweige schon...Aber sag mal, wohin fährst du deiner Familie in Urlaub?" fragte Tom. "Ahm, ich weiß es noch nicht. Aida ist noch klein und ich denke, sie soll lieber zu Hause bleiben, aber Andrea will ans Meer." gab Semir von sich und sah sich auf die Hände. "Aha, also Familien-Dilemma" lachte Tom. Einerseits war er froh, dass er ähnliche Probleme nicht lösen musste, anderseits beneidete er Semir seine schöne Familie. "Ja Dilemma heißt es, aber ich bestehe, dass wir fliegen. Das wird für Aida bequemer." erklärte Semir. "...Ja und du muss nicht fahren..." sagte Tom und machte eine Pause. Semir verstand wie Tom es gemeint. "Hey um mich handelt es sich nicht klar?" verteidigte Semir seinen Plan. "Ich weiß, du machst alles nur für Aida..." sagte Tom immer mit diesem spitzigen Ton. Semir wollte noch etwas sagen aber er war vom Funk unterbrach. „Ja, Cobra 11 hört." meldete er sich. "Semir, Tom es gab einen Unfall bei Kilometer 256. Ihr seid in der Nähe." sagte Petra. „Wir sind bei km 208. Okay, wir übernehmen das. Cobra 11, Ende." antwortete Semir. "Siehst du? Genauso endet es wenn man mit dem Auto fährt...immer irgendwelche Staus und Unfälle. Viel zu gefährlich." fluchte Semir. Tom seufzte und setzte das Blaulicht auf das Dach.


    Nach etwa zwei Stunden waren sie fertig und sie fuhren zurück zur PAST. Dort angekommen, wollten sie nur noch den Bericht schreiben und dann nach Hause fahren. Als sie das Büro betraten, hörten sie die Stimme von Anna Engelhard. „Tom, Semir kommen sie in mein Büro bitte." Sie sahen sich an, drehten sich um und gingen in Annas Büro. "Was haben wir jetzt gemacht?" wunderte sich Semir. Tom nur zuckte mit den Achseln und öffnete die Tür. „Tom, Semir, ich will ihnen Herr Kleine vorstellen." Der Mann stand auf und gab Tom und auch Semir seine Hand. "Kleine, Karl Kleine" stellte er sich noch vor. Beide Polizisten sahen etwas verwundert an. Anna hatte es bemerkt und lächelte. „Kommissar Kleine ist von unseren Kollegen in Aachen.“ erklärte Anna Tom und Semir nickten. "Unsere Abteilung geht schon lange nach eine Bande, die mit Drogen handelt. Und es gehen auch schon einige Menschenleben auf ihrem Konto. Also, keine gute Jungs" sagte Kleine noch und lachte über eigenen Witz. "Und was wollen sie von uns Herr Kleine?" fragte Semir, der schon ziemlich nervös war. Er wollte nur nach Hause zur Aida und Andrea. Anna sah ihn warnend an und Semir zuckte mit den Schultern. „War nur ne Frage…“ sagte er zur Verteidigung. „ Die Kollegen brauchen unsere Hilfe Semir. Es wäre gut, wenn jemand in die Bande eingeschleust wird und..." Anna machte Pause, und Kleine ergriff das Wort. "Wir brauchen einfach jemanden als Undercover und hier Frau Engelhardt war so nett und bot mir ihre Hilfe an." erklärte er. "Es ist natürlich ein freiwilliger Einsatz." sagte Chefin dann, „außerdem ist es ziemlich gefährlich und ich verstehe wenn..." Sie konnte es nicht beenden.


    Beide Semir und Tom sagten "Ich mache es!" im gleichen Moment. Dann sahen sie sich an und Anna nur verdrehte die Augen. "Ich sehe, sie haben großes Interesse, können sie sich bitte einigen?" fragte sie dann. "Du warst beim letzten Mal" sagte Semir. "Nein, das ist nicht Wahr, du warst! Also ich gehe..." widersprach Tom. Es schien als würde ein kleiner Streit entstehen. " Meine Herren! Ich sehe, dass Sie Zeit brauchen um es sich zu überlegen, also melden Sie sich bitte bei mir morgen, okay?" sagte Kleine lächelnd. Er verabschiedete sich und Anna begleitete ihn nach draußen. Als sie an die Tür war, warf sie Tom und Semir einen bösen Blick und tippte sich mit dem Finger auf der Stirn. Semir nur zuckte mit den Achseln und grinste.

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  • "Ich nehme an und wir diskutieren nicht" sagte Tom und stemmte die Arme in die Seiten. "Wieso? Ich bin dran!" widersprach Semir. "Ja, aber du hast ne Familie, erinnerst du dich? Und wie ich hörte, soll die Arbeit gefährlich sein. Ich will nicht Andrea erklären müssen, dass du mit einer Kugel im Kopf im Leichenschauhaus liegst." erklärte Tom nun. Das waren die richtigen Worte, beide wussten, wie gefährlich ist diese Job und sie wollten nicht, dass dem anderen etwas passiert. " Ich weiß was du meinst. Ich werde mit Andrea sprechen und sie wird das verstehen. Sie weiß das es manchmal brenzlig werden kann. Ich mache es ja nicht zum ersten Mal." meinte Semir. "Ja? Wirklich? Und was sagst du ihr? Hallo Schatz, ich nehme diesen gefährlichen Job, ich liebe dich und es ist mir egal ob was passiert. Oder wie?" Tom starrte an Semir, der etwas antworten wollte, aber die Chefin unterbrach. Sie war schon zurück und wollte die Sache endlich lösen. "Also meine Herren, das reicht. Hören sie bitte endlich auf. Sie sind wie kleine Kinder. Semir, ich denke eigentlich auch, dass Sie zunächst an Ihre Familie denken sollten, aber wie ich eben schon sagte, es ist eine freiwillige Entscheidung. Und da Tom beim letzten Mal nicht besonders gut weg gekommen war, sollten Sie es wenigstens versuchen. Also meine Herren...." sie drehte sich zu Semir. "Ja, stimmt" sagte er nur und grinste Tom an. "Gut. Sie werden sich morgen mit Kleine in Verbindung setzen!" befahl Anna. "Ja Chefin, mach ich.“ kann von Semir. Tom starrte sie an "Was? Warum?" versuchte er seine Argumente einzubringen. "Tom, sie sind doch schon genug alt. Muss ich Ihnen wirklich sagen, was beim Letzen Mal passiert ist? Semir weiß was er macht, also, keine Widerworte bitte. okay?" Tom nickte nur, es hatte keinen Sinn zu verhandeln.


    Zu Hause war Semir unruhig. Tom hatte Recht, er wusste nicht wie er es Andrea sagen sollte. Er saß mit Aida auf die Decke und spielte mit ihr, als Andrea kam und ihn zum Abendessen rief. "Semir …., was ist mit dir? Was ist los?" fragte Andrea besorgt. "Überhaupt nichts, warum?" gab Semir wieder und dachte nach. "Na du bist ganz seltsam. Seit du hier bist, bist du nervös. Selbst wenn du mit Aida spielst. Sollte ich was wissen?" fragte Andrea und zog ihre Braue hoch. "Nein Schatz, nichts..." entgegnete Semir ihr und machte eine Pause. Andrea sah ihn eindringlich an. "Ja...du hast Recht, es gibt was. Ich muss packen." sagte er auf einmal und wollte gerade raus. Andrea hielt ihn fest und sah ihn verständnislos an. "Was? Wieso?" Semir setzte sich bei ihr auf die Couch und legte ihr seinen Arm um die Schultern. Sie stieß den Arm weg. "Ich warte!" sagte sie schon ein bisschen wütend. Semir atmete aus. "Naja...ich...ich muss für ein paar Tage weg… Ich habe einen Undercover-Einsatz angenommen. Nichts Außergewöhnliches... Ich schwöre..." versuchte er sie zu beruhigen. "Bist du jetzt total verrückt? Du weiß doch, dass ich es hasse ... diese Aktionen sind zu gefährlich. Denkst du gar nicht an uns?" fragte sie wütend und stand auf. Semir wollte sie festhalten. „Andrea…. Bitte….“ Semir schlug seine Augen nieder, er wusste dass Andrea sich aufregen würde und verstand es sehr gut. Sie brachte Aida ins Bett. Er hörte sie wie sie sang. Eine Stunde später lag auch sie im Bett. Semir saß noch im Wohnzimmer. Er wusste genau, wenn er Andrea erst einmal zur Ruhe kommen ließ, war sie auch für ein Gespräch bereit.

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  • Semir ging langsam zu ihr und legte sich neben sie. Sie drehte sich und zeigte ihm ihren Rücken. Er näherte sich und streichelte sie sanft. "Andrea...bitte, es wird alles gut. Mir passiert nichts. Ich verspreche es dir.“ sagte er leise zu ihr. Doch Andrea regte sich nicht. "Andrea bitte! Weiß du was? Wenn ich zurück bin, dann fahren wir in den Urlaub und entspannen am Meer. Was sagst du dazu?" versuchte er seine Frau dazu zu bewegen, mit ihm zu sprechen. Andrea drehte sich um, sie war immer wütend, aber ruhiger. "Das heißt WENN du überhaupt zurück kommst" sagte sie noch ganz sauer. "Aber Andrea daran darfst du nicht denken..." bat er sie. "Ich hab Angst Semir, verstehst du?" erklärte sie und die Angst klang in der Stimme mit. "Ich weiß. Und ganz ehrlich… ich auch. Aber wir müssen diesen Mistkerl stoppen. Denn wenn wir das nicht tun, dann … dann gibt es wieder mehr Drogentote und dann hätte ich wieder sehr viele Überstunden zu schieben und gar keine Zeit für einen Urlaub mit dir und Aida." erklärte er umständlich und küsste sie auf die Stirn. "Alles wird gut, ja?" Sie nickte, jetzt hatte Semir gewonnen. Sie schmiegte sich an ihn und nach eine Weile schlief sie ein.


    Morgens packte Semir alles, was er brauchte und verabschiedete sich von Aida und Andrea. "Tom wird mit dir im Kontakt bleiben, er wird dir alles sagen, okay?" wieder sah er sie an. Sie nickte und küsste ihren Mann. "Pass auf dich auf. Bitte. Aida und ich brauchen dich." flehte sie regelrecht. Semir lächelte sie an und strich ihr durchs Haar. „Versprochen“ sagte er. Dann stieg er in seinen Wagen und fuhr los. Sie blieb noch eine Weile an der Tür stehen und winkte ihm hinterher. Wenig später war er bereits in der PAST und ging mit Tom zur Chefin, die bereits in ihrem Büro saß. "Du scheinst ja ziemlich nervös zu sein, wenn du so früh hier bist?" triezte Semir Tom, der einen Hang hatte ständig zu spät zu kommen. "Ja, jemand muss dich ja bewachen." konterte Tom. "Sehr witzig, hat sich Kleine schon gemeldet?" fragte Semir die Chefin. "Ja...ich sagte ihm, dass Sie die Arbeit machen. Er wird in etwa einer Stunde mit weiteren Informationen auftauchen." erklärte Anna. "Alles klar" antwortete Semir und ging ins Büro. Tom folgte ihm. "Und, was hat Andrea gesagt?" fragte er neugierig. Semir starrte ihn eine Weile an. "Ja...Du hattest Recht. Sie war sauer..., aber…“ er machte eine Pause und sah Tom an, der plötzlich ein Leuchten in den Augen hatte. „Dann darfst du nicht?“ fragte er hoffnungsvoll. Semir grinste und beendete den Satz. „…aber nichts was ich nicht wieder wettmachen konnte. Sie hat eingesehen, dass es sehr wichtig ist und ihr Okay gegeben." grinste Semir. Tom schüttelte nur den Kopf.

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  • Eine halbe Stunde später war Kleine da. Er überreichte Semir die Unterlagen, die er benötigte und sah ihn ernst an. "Also Herr Gerkhan, sind Sie fertig?" fragte er. "Ja, ich habe alles was ich brauche, denke ich mal." meinte Semir und las in der Akte. "Gut, hier sind ihre neuen Ausweispapiere" er gab sie Semir. "Jetzt heißen sie Matt Seller. Sie waren vor drei Wochen noch im Knast und wurden wegen guter Führung vorzeitig entlassen. Jetzt suchen Sie einen Job. Von unserem Informant wissen wir, dass Kalana ständig neue Leute sucht." erklärte Kleine. "Warum?" wollte Semir wissen. "Sie planen eine große Aktion. Drogenhandel im großen Stil. Wir müssen das vereiteln." kam von Kleine zur Erklärung. Semir nickte. "Was soll ich machen?" fragte er und sah Kleine an. "Sie müssen jetzt erst einmal nur die Bande infiltrieren und dann werden Sie uns alles melden. Sie kontaktieren Herrn Kranich und er wiederum wird mich informieren. Es ist sehr wichtig, dass wir über jeden Schritt von Kalana unterrichtet werden." erklärte Kleine. „Und seien Sie ganz beruhigt. Selbst wenn es bei uns eine undichte Stelle gäbe. Ihre neue Akte ist sehr gut ausgebaut worden. Also auf den Namen Matt Seller. Nur für den Fall, dass Kalana irgendwelche Informationen über Sie einholt“ kam von Kleine. Wieder nickte Semir. "Können wir aufbrechen?" fragte Kleine. "Okay, Tom pass bitte auf Andrea auf." bat Semir seinen Freund und Partner. "Verlasst dich drauf...und Semir, pass bitte auf dich auf ja?" meinte Tom dagegen, der ein schlechtes Gefühl hatte, dass etwas passierte. Semir lachte leicht und ging mit Kleine zum Wagen. Zwei Stunden später waren sie am Treffpunkt.


    „Alex wird Sie über alles informieren, was Sie wissen müssen. Sie werden auf sich selbst gestellt sein. Niemand kann Ihnen helfen, wenn Sie in Bedrängnis geraten. Sie müssen allein zurecht kommen." meinte Kleine und zeigte auf eine Gestalt vor ihnen. Sie waren in einer sehr belebten Straße und alles sah sehr unauffällig aus. „Mein Informant." sagte Kleine „Er hat schon den Boss kennen gelernt. Kalana vertraut ihm und hat schon einige Leute angenommen, die von Alex vorgeschlagen wurden. Natürlich weiß Kalana nicht, dass Alex für mich arbeitet. Er ist kein Bulle. Er heißt Nietsche, Alex Nietsche. Er weiß alles über Kalana und wird Sie eingehend informieren. Sobald Sie alles wissen, werden Sie eingeschleust. Ich denke in ein bis zwei Wochen hat er Sie soweit, dass nicht einmal Ihre Mutter Sie wieder erkennt." erklärte Kleine. Semir sah den Mann vom Auto her an und nickte. Kleine blickte sich um "Gut, Sie können aussteigen, Alex wird sich um sie kümmern." forderte Kleine. "Okay ich melde mich sobald ich drin bin und Informationen habe." sagte Semir, stieg aus und nahm seinen Koffer und ging auf Nietsche zu. Kleine blickte sich noch mal um und dann fuhr los.


    "Ich bin Semir Gerkhan" stelle sich Semir vor und gab Alex seine Hand. "Alex" kam von dem Mann. Semir beobachtete ihn und machte sich ein Bild. Alex war Mitte dreißig und hatte schwarzes Haar. Er sah jünger aus, aber seine Augen waren müde und er blickte sich immer wieder um, genau wie Kleine. Das machte Semir nervös. 'Ist das wirklich so gefährlich?’ fragte er sich selbst. „Ist dieser Typ wirklich so, wie mir Kleine erzählt hat?“ stellte er dann laut die Frage. Alex warf ihm einen verächtlichen Blick zu. „Ja… würde ich so sehen. Aber alles der Reihe nach. Du wirst zunächst erstmal ein paar Tricks beigebracht bekommen. Ich meine wie du ne Tür aufbekommst weißt du sicher. Aber du musst wissen wie du dich Kalana gegenüber zu benehmen hast. Er ist nämlich sehr empfindlich was das angeht. Also…. Wenn du Kalana gegenüberstehst, dann sieh ihm niemals in die Augen aber zeige keine Angst. Wenn du das nämlich machst, dann wird er ziemlich gehässig und denkt du bist ein Arschkriecher. Du musst aber versuchen seine Achtung zu gewinnen und das geht nur, wenn du ihn zwar als Boss anerkennst, aber dich nicht zu seinem demütigen Diener machst. Also …. Erste Lektion… er ist der Boss… du bist der King.“ Semir nickte. Er verstand zwar nicht genau was Alex von ihm verlangte aber irgendwie hatte er das Gefühl, das die erste Lektion eigentlich das war, was er täglich mit den Leuten auf der Straße erlebte.

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  • Wenig später stand er mit Alex in einer ziemlich abgewrackten Bude. „Hier wohnst du?“ fragte er verächtlich. „Kannst ja wieder gehen, wenn dir was nicht passt. Mann, Du sollst einen gerade aus dem Knast entsprungenen mimen. Da kannst du nicht in einem Palast leben.“ Kam wütend von Alex. „Entschuldige mal. Ich bin nicht von gestern. Ich habe schon ein paar Undercover-Einsätze hinter mich gebracht!“ gab Semir wütend zurück. „Ja sicher… aber du kennst Kalana nicht. Also hör mir gefälligst zu. Es sind nämlich Sachen die dir vielleicht das Leben retten können, klar?“ harkte Alex nach. Semir nickte.


    Eine Woche später war er soweit, dass er alles wusste was Kalana anging. Alex hatte ihm gezeigt wie er sich vor ihm zu bewegen hat, wie er ihm imponieren konnte, was er beachten musste um nicht aufzufallen und vor allen wie er mit Höller, der rechten Hand von Kalana, umzugehen hat. Wo welcher Raum im Haus war und wo er was vorfand. Alex warnte ihn, zu impulsiv vorzugehen und am Anfang möglichst wenig aufzufallen. Semir merkte sich was Alex von sich gab. „Ach ja… Kalana trinkt ziemlich viel. Es könnte sein, dass er dich dazu inspirieren wird. Er trinkt Wodka, wie es sich gehört…. Und er kann viel vertragen. Lass dich auf keinen Fall auf ein Wetttrinken ein. Du würdest es verlieren und vielleicht sogar dein Leben lassen, weil er dich ausfragen wird.“ warnte ihn Alex. Semir nickte. „Noch Fragen?“ wollte Alex wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… ich muss erst mal das verdauen, was du mir erzählt hast.“ gab er zurück. „Gut… dann komm! Du bist bereit.“ Lachte Alex leicht. Semir sah ihn an und nickte. "Komm wir müssen noch ein paar Straßen gehen" sagte Alex. Semir nahm seinen Koffer und ging mit ihm. "Was weiß du?" fragte Alex. "Na...nur das ich heute Pawlow Kalana vorgestellt werde." sagte Semir und grinste leicht. "Das stimmt, er heißt Pawlow Kalana. Aber nenne ihn niemals so. Warte bis er dir sagt, dass er so heißt. Sonst könnte er schnell dahinter kommen, das du nicht der bist, für den du dich ausgibst." gab Alex von sich.


    " Pawlow …Das hört sich nicht sehr Deutsch an" antwortete Semir. "Stimmt! Du hast Recht, wir vermuten dass er aus Polen ist oder auch Tschechien, aber er hat hier viele Leute und auch gute Kontakte. Also es ist sehr schwer ihn zu schnappen, verstehst du? Woher er wirklich kommt… wissen wir auch nicht." erklärte Alex. Semir nickte. „Seine rechte Hand ist, wie schon gesagt, Fritz Höller, ein Deutscher. Er ist sehr gefährlich, hat schon mehrmals gesessen wegen schwerer Körperverletzung und auch wegen eines Mordversuchs. Kalana hat ihn jedes Mal wieder raus bekommen. Kalana schmuggelt Drogen über die polnische Grenze nach Deutschland. Meist sehr große Mengen. Die Kollegen vom Zoll konnten allerdings nie etwas beschlagnahmen, bis vor acht Wochen. Da ist ein LKW auf der Autobahn verunglückt. Kalana verlor mit einem Schlag 38 Kilo Koks. Du kannst dir sicher vorstellen, dass ihm das gar nicht gefiel. Wir haben gedacht, dass er dann erst einmal eine Pause machte, aber nein… Der Handel geht weiter, als sei nichts gewesen." erzählte Alex. Semir nickte. „Als was soll ich mich ausgeben?“ Alex sah ihn an. „Er sucht vor allem Mechaniker und Fahrer. Außerdem Handlanger. Also Jungs für alles, wenn du so willst. Du kannst es dir aussuchen. Aber als Mechaniker hast du es schwer. Weil du da ja nichts kannst. Am besten wir werden dich als Fahrer ankündigen. Kannst du LKW fahren?" fragte Alex und grinste. Semir konnte sich auch ein Grinsen nicht verkneifen. „Ja sicher. Busse, LKWs alles was sich auf der Straße bewegt.“ gab er zurück. "Wir sind da" Alex stoppte beim kleinen metallenen Tür.


    Alex öffnete die Tür und betrat das Haus. Semir folgte ihn. Der Flur sah sehr schmutzig und alt aus. Es roch sehr streng und er sah Alex naserümpfend an. "Das Drogengeschäft scheint nicht sehr gut zu laufen, wenn die sich hier aufhalten." meinte Semir. "Warte, das ist nur Tarnung." widersprach Alex. Semir nickte, aber er verstand nicht ganz und musste nachdenken, warum er überhaupt diese Aufgabe angenommen hatte. Aber jetzt war es schon zu spät um sich zurück zu ziehen. Alex klopfte an die Tür am Ende des Flures. Eine Weile geschah gar nichts, dann öffnete jemand die Tür, dieser Jemand schien Alex zu kennen. "Nietsche, was bringt dich hier her? Verschwinde! " sagte er bissig und blickte Semir neugierig an. "Höller, halt die Luft an, ja? Ich will mit Kalana reden." forderte Alex. Eine Pause entstand. "Warum?" wollte Höller wissen. "Ich hab nen guten neuen Jungen für ihn" Alex zeigte auf Semir. Höller warf einen überprüfenden Blick auf ihn. "Ist er sauber?" fragte er. "Kalana will keinen herumschnüffelnden Bullen hier haben!" kam von Höller. "Keine Angst, und jetzt mach die Tür frei" forderte Alex und schob Höller zurück. Höller grinste und trat zurück. "Komm" sagte Alex zu Semir. Dieser kapierte sofort, was Alex eben gemeint hatte. Dieser Teil des Hauses war voll von Luxus und alles schien sehr teuer. Sie kamen in einem Raum, welcher anscheinend Kalanas Arbeitzimmer war. Der Boss selbst saß im großen Sessel und hielt eines Glas mit Whiskey in der Hand.

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  • Er lachte Alex an. "Nietsche! Hab dich schon lange nicht gesehen" sagte er fast als wenn er einen alten Freund traf. "Wie geht es dir mit deinem Job?" fragte Kalana grinsend. "Alles Super" antwortete Alex einfach. Kalana merkte erst jetzt dass Alex nicht allein war. "Wen bringst du da mit?" wollte Kalana wissen und musterte Semir kritisch. "Einen neuen Fahrer wenn du willst" kam von Alex ziemlich gelassen. "Du weiß doch immer, was ich will und dass ich jetzt neue Leute suche." gab Kalana von sich und machte eine Pause. "Wer bist du?" er drehte sich zu Semir. "Seller, Matt Seller" antwortete Semir nur. "Gut und was kannst du?" kam die nächste Frage. "Kommt drauf an, was Sie wollen" sagte Semir. "Gut, du scheinst klug zu sein. Weißt wann du die Klappe halten musst. Ist auch sehr selten." sagte Kalana drehte sich wieder zu Alex. "Warum er?" Alex überlegte "Er ist gut Kalana, und du brauchst gute Leute, nicht wahr?" Kalana nickte. "Schon gesessen?" fragte er weiter und sah Semir eindringlich an. "Ja und die Bullen sind mir noch was schuldig." kam von Semir und er sah zu Boden. Kalana lachte, er mochte Leute, die nicht auf den Mund gefallen waren, frech, aber er wollte sicher sein, dass Semir nicht sein eigenes Süppchen kochte. "Okay, nur keine persönliche Rache, ich will keine Probleme klar?" warnte er ihn. Semir nickte, er wollte nichts riskieren. "Gut Matt ... ich nehme an das ist die Abkürzung für Mathias, oder? Fritz kümmert sich um dich, er zeigt dir dein Zimmer" gab Kalana von sich. Semir nickte. „Stimmt, was den Namen angeht, aber so nennt mich niemand. Sie sollten auch nicht damit anfangen. Was ist jetzt? Haben Sie einen Job für mich oder nicht?" fragte er noch. "Sagen wir mal, ich gebe dir eine Chance. Wenn du dich bewährst, dann hast du den Job. Wenn nicht...." antwortete Kalana, aber in diesem Moment war Fritz schon da und nahm Semirs Koffer. "Komm" sagte er nur. Semir warf Alex noch einen Blick. Er nickte leicht. Bis jetzt lief alles nach Plan.


    "Na und was mit dir Nietsche? Trinkst du eines Glas mit mir?" Kalana war in gute Laune. "Nein danke, Job ruft mich" sagte Alex entschuldigend. "Nietsche, Nietsche, deine Arbeit bringt dich einmal um" sagte Kalana und lachte wieder. "Lass mir eine Nachricht zukommen, falls du nicht zufrieden bist." sagte Alex und zeigte mit seinem Kopf in die Richtung, in die Semir weggegangen hat. "Warum setzt du dich für ihn ein?" kam plötzlich die Frage von Kalana. Alex sah ihn an. „Sagen wir... ich bin ihm was schuldig.“ erklärte Alex, nickte und drehte sich um. „Ich werde dich informieren. Und zeig dich mal wieder. Du hast dich in der letzten Zeit sehr Rar gemacht. Ich möchte mit dir noch über alte Zeiten reden." rief Kalana noch. Dann trank er sein Glas. Er musste über diesen Seller nachdenken. Irgendwie hat ihm dieser Typ gefallen, aber er musste doch vorsichtig sein. Bullen sind unberechenbar. Er sah Alex nachdenklich durch dem Fenster nach.


    Höller führte Semir in seinen Raum. Semir blickte sich um. Dieser Raum war sehr nobel eingerichtet. "Gefällt es dir?" fragte Fritz. "Ja, sehr. Man ist nicht daran gewöhnt im Knast" sagte Semir und lachte. Höller gefiel ihm irgendwie nicht. Er schien argwöhnisch. "Na also viel Spaß. Ich werde dich holen, wenn Kalana es wünscht. So lange verlässt du den Raum nicht." sagte er und verschwand. Als er vor der Tür war, stockte er. Irgendwie war ihm dieser Typ verdächtig. 'Im Knast… und er sieht so gut aus?' fragte sich Höller. 'seltsam' Er überlegte noch eine Weile aber dann zog er einen Schlüssel aus seiner Tasche und steckte ihn ins Schloss. 'Dich werde ich erst einmal unter Verschluss halten’ dachte er und sperrte die Tür zu Semirs Zimmer ab. Dieser hörte das und sprang zur Tür. "Hey!? Was soll das?" rief er. "Nur kein Angst mein Freund, fühl dich wie zu Hause, ich will dich erst einmal überprüfen. Nicht dass wir uns da eine Laus in den Pelz gesetzt haben." lachte Höller und ging los. Noch immer hörte er das Trommeln des Mannes den er eben eingesperrt hatte. „Tob du nur…. Du kommst erst raus, wenn ich es will….“ lachte er und setzte seinen Weg fort.

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  • „Verdammt, hey! Lass mich raus!!" rief Semir und trommelte gegen die Tür. Doch niemand hörte ihn. Er drehte sich um und ging langsam zu seinem Bett. Schöner Mist. Hoffentlich ist das was Kleine gemacht hat auch wasserdicht, dachte er und setzte sich. Dann fiel ihm ein, dass er Tom vorsichtshalber anrufen sollte. Er musste ihm sagen, dass er drin war, wenn auch eingesperrt. Er ging wieder zur Tür und horchte. Nichts. Absolute Stille. 'Gut' dachte er und wählte Toms Nummer. Dieser meldete sich kurz darauf. "Hallo Tom. Ich bin's" "Semir, na endlich, was ist?" fragte Tom ganz ungeduldig. "Na noch nichts. Bin ja erst seit ner Stunde hier. Ich hab mit dem Boss gesprochen, er hat mich hier untergebracht und sein Kumpel hat mich eingesperrt." erklärte Semir in kurzen Sätzen. "Was? Wieso?" fragte Tom besorgt. "Na ja er sagte etwas von Überprüfung. Hoffe, dass Kleine alles gut organisiert hat, sonst bin ich erledigt." sagte Semir ein bisschen nervös. "Mach Dir keine Sorgen, alles ist in Ordnung, sie finden nichts" versuchte Tom ihn zu beruhigen. " Dein Wort in Gottes Ohr. Gut ich melde mich wieder, sobald ich etwas herausgefunden habe.“ kam von Semir. "Alles klar, sei bitte vorsichtig" warnte Tom ihn erneut. "Bis bald." Semir legte auf.


    "Chef, mir gefällt dieser Seller nicht" sagte Höller als er in Kalanas Büro trat. "Warum?" fragte er und drehte das Glas in der Hand. "Ich weiß nicht, er ist mir irgendwie verdächtig. Er ist im Knast gewesen, nicht wahr?" fragte Höller. Kalana nickte nur. "Ich habe seine Hände gesehen. Nichts…. Keine Schwielen oder so. Keine Tattoos. Seltsam, oder?" gab Höller zu bedenken. "Höller, das bedeutet doch nicht, dass er verdächtig ist. Es muss doch nicht jeder ein Tattoo haben, wenn er im Knast war. Vielleicht hat er nur auf sich geachtet. Aber mir ist was Anderes zu Ohren gekommen. Justin hat mich angerufen. Er hat beobachtet wie Alex als er von uns weg ist, mit einem anderen Mann zusammen getroffen ist. Und dieser Typ ist Kleine vom LKA. Was allerdings nicht heißt das Alex ein Bulle ist, aber wir sollten es überprüfen. Und wenn du dabei bist, kannst du das für Mathias auch gleich machen." befahl Kalana. "Das würde auf jeden Fall für meine Theorie sprechen. Das sind alles Bullen. Und dieser Matt saß nie im Knast. Dafür sieht er einfach zu gut aus. Ich war lang genug drin. Er sieht nicht wie jemanden aus, der die letzte Zeit im Knast verbracht hat. Ich denke, ich sollte ihn mir mal vornehmen!" kam von Höller und er wusste, das Kalana mit Sicherheit dafür stimmte. Kalana nickte. "Ja, okay… aber erst wirst du abchecken was mit Alex ist." gab er den Befehl. "Okay, ach und noch was. Ich habe Matt eingesperrt. Er tobt etwas. Du kannst dich ja noch mal mit ihm unterhalten, falls du willst." sagte Höller noch. Kalana winkte ab. „Lass ihn erst einmal. Wenn er tatsächlich nicht koscher ist, dann ist es doch dumm, wenn er mehr sieht, als das was er bisher gesehen hat. Er drehte sich um und ging los. Er lachte kalt. 'Man muss sich absichern.'

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  • Es dauerte ein paar Stunden und Höller war zurück. Kalana hatte inzwischen noch mehrere Gläser getrunken, aber es schien, dass er daran gewöhnt war. "Na?" fragte er nur, als Höller den Raum trat. " Was Alex betrifft, kann ich derzeit nichts herausfinden. Aber das wird schon. Matt, so scheint es jedenfalls, ist sauber. Ich hab nichts gefunden, aber wir müssen trotzdem vorsichtig sein" sagte Höller. Er war sichtlich sauer, weil er nichts gefunden hat und er rechnete überhaupt nicht mit dieser Möglichkeit. "Gut, jetzt beruhig dich. Wir brauchen gute Leute, wir können doch mal warten. Es scheint alles in Ordnung. Ich denke ich sollte ihn auch selbst prüfen, nicht wahr? Wir sollten uns mit ihm unterhalten. Hol ihn!“ forderte Kalana. „Was hast du denn vor?“ wollte Höller wissen. Kalana lächelte böse. „Nun ich will wissen, ob ich ihm vertrauen kann. Er bekommt eine Sonderaufgabe als Aufnahmeprüfung. Besteht er sie, gehört er zu uns. Wenn nicht… nun ja….“ meinte Kalana nur. Was passieren würde, wenn die Aufgabe nicht gelang ließ er offen, aber Höller wusste genau was er damit meinte. Höller nickte, aber beruhigte sich nicht ganz. Er drehte sich um und ging zu Semirs Zimmer.


    Semir saß auf seinem Bett und überlegte was sie mit ihm noch machen können. Er zuckte zusammen als er den Schlüssel im Schloss hörte. "Na endlich! Was sollte das denn? Geht ihr immer so mit den Neuen um oder was?" fragte er Höller und wollte an ihm vorbei den Raum verlassen. Höller hielt ihn am Kragen fest und stieß ihn zurück in den Raum. Dann ging er auf ihn los und zog ihn am Kragen bis zur Wand, presste ihn dagegen. "Bis jetzt hattest du Glück, aber ich finde schon raus, wer du in Wirklichkeit bist. Da drauf kannst du dich verlassen. Aber ich mach dir einen Vorschlag…. Du sagst es mir direkt dass du ein Bulle bist, dann wird es leichter für dich." drohte Höller ihm. Semir sah ihn an und versuchte seine Nervosität zu unterdrücken. Dieser Höller schien ziemlich misstrauisch. Er musste versuchen ihn irgendwie einzuwickeln. "Lass mich los!“ sagte Semir und versuchte seine Stimme drohend klingen zu lassen. Höller lächelte. „Aber sicher doch. Kalana will mit dir sprechen. Komm!" Semir verdrehte die Augen. Höller zerrte ihn am Kragen und als sie aus dem Zimmer waren, stieß er Semir in den Rücken. Semir stolperte vorwärts. "Schneller!" forderte er Semir auf. "Hey! Was soll das?" fragte Semir wieder. "Kalana mag keine langen Verzögerungen, klar?" erklärte Höller "Okay, ich gehe ja schon" antwortete Semir müde, er wollte Höller nicht noch provozieren.

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  • Als sie in Kalanas Büro kamen, war schon das nächste Glas auf dem Tisch. Kalana winkte Höller aus dem Raum. Dieser drehte sich um und verschwand. "Setzt dich!" forderte Kalana Semir auf. Er setzte sich und sah Kalana direkt in die Augen. "Höller scheint etwas nervös. Hab ich irgendwas gemacht, was nicht richtig war?" fragte Semir und zeigte mit seinem Kopf in die Richtung in die Höller gegangen war. "Höller ist Höller. Er ist ein guter Mann und eigentlich kann ich mich auf sein Urteil verlassen." Kalana machte eine Pause. "Aber kein Angst. Wenn du nichts zu verbergen hast, dann tut er dir nichts." sagte er beruhigend. Semir nickte. Irgendwie war ihm dieser Typ unsympathisch. Im Augenblick war Semir ihm unterlegen und musste akzeptieren, dass er der Boss war. "Und was wollen Sie jetzt von mir?" fragte er weiter. "Unsere nächste Sache ist groß und ich will, dass alles klappt" Kalana trank den nächsten Schluck. Semir sagte nichts, er wollte Kalana sprechen lassen und wollte so viel wie möglich an Informationen bekommen. "Andererseits gibt es natürlich Regeln" wieder eine Pause. "Also, nimm das nicht persönlich, aber ich will dich testen." Kalana sah Semir eindringlich an. Semir hielt dem Blick stand. 'testen? Was soll das wieder?' dachte er. "Ich dachte Höller hat das schon gemacht?" fragte Semir auf einmal. " Höller hat dich überprüft, Jetzt bin ich dran dich zu testen. Und eins sag ich dir direkt. Wenn ich herausfinden sollte, dass du ein verkappter Bulle bist, der nur mit mir spielt, dann gnade dir Gott." Die Stimme war sehr drohend und Semir lief dabei ein Schauer über den Rücken.


    Kalana grinste leicht. "Und wie wollen Sie mich testen?" wollte Semir wissen. "Kein Angst, nur etwas Kleines. Eine Nebensächlichkeit wenn du so willst." erklärte er. Semir nickte, diese Sache gefiel ihm nicht, aber er konnte auch nicht zurück. "Also gut. Aber ich will ordentlich behandelt werden. Nicht eingesperrt werden und mich frei bewegen dürfen. Was ist es?" harkte er nach. Kalana öffnete seine Schublade und nahm einen Briefumschlag. Dann gab er ihn zu Semir. Die Anforderungen von Semir überging er. „Da ist alles drin was du benötigst. Höller wird dich zu dem Platz fahren, der hier drin verzeichnet ist." meinte Kalana nur. "Okay, und dann? Ich will wissen, was ich machen soll." kam von Semir. Kalana sah ihn lange an "Alles der Reihe nach." lächelte Kalana ihn an. 'Super' dachte Semir, 'ich weiß immer noch nichts' "Ich war auch geduldig, obwohl ich ihm am liebsten sofort eine Kugel in den Kopf gejagt hätte. Die Gelegenheit war sehr günstig. Bereits mehrmals hätte ich es durchführen können, aber ich habe gewartet... und nun wirst du es für mich machen und so deine Loyalität beweisen.“ Kalana zeigte auf den Umschlag in Semirs Hand „Öffne ihn!“ forderte Kalana mit einem leichten Lächeln. Semir verstand nicht direkt. 'Was war drin?' fragte er sich in Gedanken. "Sieh es dir an. Und dann weißt du Bescheid.“ Kalana stand auf und drückte einen Knopf an seinem Schreibtisch. Nur wenig später stand Höller im Raum. „Er hat seinen ersten Auftrag. Du wirst ihn zum Treffpunkt fahren und darauf achten, dass er alles richtig macht. Aber jetzt geht er erst in sein Zimmer“ gab Kalana bekannt. Höller grinste Semir nur an und nickte dann. Semir ging in sein Zimmer, setzte sich und öffnete langsam den Brief, zog das Bild heraus und schluckte. Auf dem Foto war Tom!

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  • Er drehte das Foto um. Auf der anderen Seite war nur das heutige Datum und eine Zeit - 18.00. Jetzt war es 17.00 Uhr. Er sprang auf und beeilte sich zum Tisch, wo er sein Handy gelassen hat. Doch es war nicht da, hier lag nur eine glänzende Waffe. Semir stockte. 'Was soll er machen?' Er dachte nach. Wo verdammt hatte er sein Handy? Es war doch hier? Er überlegte kurz. War es möglich, dass er vielleicht sein Handy an einem anderen Platz gelassen hat. 'Warum? Warum Tom? Irgendwas verband Kalana mit Tom. Aber was? War es aus der Zeit, als Tom für einige Jahre aus dem Polizeidienst ausgetreten war. Damals als Elena starb? Was war mit Kalana? War er in Wahrheit jemand anderes? Semir grübelte und grübelte. Er suchte nach seinem Handy, aber das war definitiv weg. Er sah sich die Waffe an. Sechs Projektile.. Damit schien sein Auftrag klar zu sein. Kalana forderte ihn auf Tom zu erschießen. Er musste einen Weg finden, Tom zu warnen.


    Höller kam zurück zu Kalana. "Alles erledigt?" fragte der Boss. Fritz nickte. "Mein Wagen ist draußen" Höller grinste böse. "Gut, nimm unseren Freund mit, wenn er versagt, möchte ich dass du ihn wieder zu mir bringst. Ich denke er weiß genau, was seine Arbeit ist. Wenn er doch ein Bulle ist, dann wird er es nicht tun." wieder eine Pause von Kalana Höller lachte " Im Übrigen habe ich Sellers Handy einkassiert. Wenn er ein Bulle sein sollte, wovon ich immer noch ausgehe, kann er seinen Kollegen nicht warnen. Sie müssen diesen Kranich richtig hassen. Ich kenne ihn nicht, aber ich weiß wie Bullen sein können." gab er sein Kommentar ab. Kalana nickte "Er hat mich fast ruiniert, ich musste dann verschwinden und erst mit neuer Identität zurück kommen. Und er hat mich auch um viel Geld gebracht. Wenn Seller ihn erledigt, dann können wir unser kleines Geschäft realisieren. Und ich habe meine Rache." Kalana kreuzte seine Arme. "Mal sehen was unser Freund dann macht. Ich werde auf jeden Fall dabei sein, wenn er abdrückt." sagte Fritz ganz stolz. Wieder zufriedenes Nicken "Gut, ich denke es ist Zeit. Wenn Seller wirklich ein Bulle ist, dann wird er nicht schießen…“ meinte Kalana und füllte sein Glas erneut. Er bot Höller ebenfalls ein Glas an, was dieser auch dankend annahm. „ ... und dann bring ihm mir zurück. Egal wie es ausgeht, klar?“ wiederholte Kalana. Wieder nickte Höller.

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  • Semir starrte immer wieder auf die Waffe in seinen Händen als die Tür geöffnet wurde. "Fertig?" fragte Höller als ob sie nur einkaufen gehen würden. "Wo ist mein Handy? Was soll das?" antwortete Semir mit einer Gegenfrage. "Du brauchst es jetzt nicht, komm wir müssen uns beeilen. Du hast doch einen Job. Also die Zeit drängt!" meinte Höller nur. "Warum?" wollte Semir wissen. " Kalana will nur loyale Leute, das heißt, mach was er will und halt deine Klappe" erklärte Höller schnell und grinste breit. Semir schüttelte den Kopf. "Ich will mein Handy. Du hast kein Recht es zu behalten!" begehrte Semir auf. Höller sah ihn an und lachte leise und gefährlich. "Du bekommst es nach der Arbeit, klar?" Seine Stimme ließ anmerken, dass es besser war, nichts mehr zu fordern. Semir nickte, aber er wusste nicht, wie das enden sollte. Er nahm die Waffe und seine Jacke und verließ mit Höller den Raum.


    Sie stiegen in den Wagen. Höller blickte auf seine Uhr. "Gut, fahr erst zur Tankstelle." forderte er Semir auf. "Tankstelle?" fragte Semir verständnislos. "Ja zur Tankstelle, was meinst du warum fahren Leute zur Tankstelle?" fragte Höller wütend. Benzin...er hatte vergessen zu tanken, doch das sagte er natürlich nicht. 'Das soll Kalana lieber nicht hören' dachte er. "Wo rauf wartest du?" ranzte er Semir an. "Ja… schon gut." antwortete Semir. Er fühlte, dass Höller diese Sache nicht geplant hatte. Das war seine Chance etwas zu unternehmen. Sie kamen zur Tankstelle. Semir stieg aus und tankte, dann blieb er stehen. Höller warf ihm seine Geldtasche. "Beeil dich. Unser Freund wartet" sagte er als er wieder seine Uhr kontrollierte. Es fröstelte Semir im Rücken. Er drehte sich um und ging ins Geschäft die Rechnung zu bezahlen. Er wusste, er hat nur wenig Zeit, aber er musste doch was unternehmen! Irgendwie Tom warnen... Im Geschäft sah er sich um. Kein Telefon. "Mist" zischte er. Er drehte sich um. Höller starrte ihn an. Semir ging lieber schnell in der Schlange. Er wollte Höller nicht provozieren. Dann fiel ihm etwas ein. 'Nicht sehr gut, aber besser als nichts' dachte er als er in die Reihe kam. Er bezahlte, dann nahm er die Rechnung und drehte sie. Er nahm den Kugelschreiber der auf der Theke lag und schrieb schnell eine Nachricht sowie die Telefonnummer. Die Verkäuferin sah ihn ganz verständnislos an. "Haben sie ein Handy?" fragte Semir ohne sie anzusehen. Sie nickte leicht. Sie schien ziemlich verstört. "Fragen sie bitte nicht und schicken sie bitte diese Nachricht so schnell wie möglich auf diese Handynummer. Bitte...." Semir zeigte auf das Papier und sah die Frau flehend an. "Aber.." sie war ganz verstört. "Bitte, es ist sehr wichtig. Machen sie das?" fragte Semir bittend. Er drehte sich wieder zu Höller. Dieser saß immer im Wagen und hatte seinen Kopf weggedreht. 'Wenigstens etwas' dachte Semir und sah die Verkäuferin wieder an. Sie nickte "Ich verstehe nicht..." sagte sie. „Ich kann Sie nicht zwingen, bitte helfen Sie mir." bat Semir und ging weg. Er konnte sich nicht länger hier aufhalten. Das wäre zu verdächtig. Die Frau sah sich den Zettel an. Um 18.00. Hab bitte eine Kugelsichere Weste an. Semir. Und dann eine Nummer. Sie schüttelte den Kopf.

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  • Also gut... ich hab dich ja vorgewarnt... Gitti... Viel Spass beim Lesen.


    Der Rest die Fahrt war ruhig. Höller blickte nur immer wieder auf seine Uhr. '17.40' Semir wusste, wo er Tom finden würde. Um sechs sollte er nach Hause kommen. Semir erinnerte sich an die Verkäuferin. 'Hatte sie die Nachricht geschickt? Was wenn nicht?' Er bekam Angst. Wie konnte er auf seinen Freund schießen? Sie waren schon in die Nähe. Höller zog seine Waffe. "Was...?" fragte Semir. "Nur zur Sicherheit. Falls du versagst… verstehst du? Chef will ihn erledigen und wenn nicht du, dann mach ich es selbst." sagte Fritz und lachte. "Willst du immer noch bei uns einsteigen?" fragte er weiter lachte kalt. "Ja und ich werde sicher nicht kneifen und dir diesen Triumph gönnen." sagte Semir, aber ganz leise. Höller nickte "Gut." meinte er nur. 17.55 Uhr. Sie kamen vor Toms Haus an. Die Straße war ruhig. Toms Wagen war noch nicht da. "Raus!" befahl Höller. Semir nickte und gemeinsam mit Höller stieg er aus. Höller sah sich um und gab Semir einen Dietrich. "Öffne die Tür!" befahl er weiter. Semir erinnerte sich, dass er eigentlich einen Schlüssel hatte und musste trotz der Situation grinsen. Das Schloss öffnete schnell mit einem leisen 'Klapp'. Semir und Höller betraten die Wohnung. Semir versuchte so zu tun, als ob er sie nicht kannte. Irgendwie war das ziemlich schwer. Höller entschied, dass sie im Wohnzimmer warten sollten. Semir sah auf seine Uhr. 18.07. Noch immer nichts von Tom. Semir überlegte, ob er Überstunden schob? Tom? Nee, das war nicht möglich. Die Minuten liefen wie Sekunden vorbei. Semir hoffte, dass die SMS auch bei Tom angekommen war. Hat er überhaupt die richtige Nummer geschrieben? Beide Männer stockten als sie den Schlüssel im Schloss hörten. Höller machte einen Schritt zurück und versteckte sich hinter den Schrank. Er starrte aber Semir immer an. Dieser stellte sich hinter die Tür. Tom betrat seine Wohnung. Von der Tür konnte er Semir und Höller nicht sehen. Semir sah ihn an. Tom trug ein schwarzes Hemd. 'Scheiße' dachte Semir, er konnte nicht sehen ob Tom die Weste an hatte. Er drehte sich zu Höller. Dieser nickte. Semir schluckte und zog die Waffe hoch. Er entsicherte sie. Dieser winzige Klang reicht für Tom sich zu drehen. Er starrte Semir erschrocken an und Semir sah, dass es nicht gespielt war.


    Es waren nur Sekunden, aber für Semir war es Ewigkeit. In einem Moment hatte Semir Gefühl, dass Tom in Panik geriet. Semir zögerte erst doch dann drückte er ab. Der Schuss war sehr laut, dann hörte er auch Toms Aufschrei und auch den Schlag, mit dem er auf den Boden fiel. Das alles zerriss ihm das Herz. Semir öffnete wieder die Augen. Tom lag auf dem Boden und bewegte sich nicht. Höller trat aus seinem Versteck und ging zur Tür. Er schien zufrieden. Auf dem Weg trat er Tom zur Seite. Nichts. Toms kraftloser Körper bewegte sich nicht. Dann sah Höller Semir an. " Du Idiot! Der Knall war in der ganzen Nachbarschaft zu hören! Komm. Schnell, bevor jemand auf die Idee kommt die Bullen zu rufen." sagte er. Semir stand immer ohne Bewegung da. Höller lachte, wieder so kalt. "Das war zum ersten Mal, oder?". Semir sagte nichts und ging zu Tom. "Was machst du jetzt? Komm!" Höller zog Semir an der Jacke hoch und presste ihn durch die Tür. Semir wehrte sich dagegen. Er wollte sicher gehen, dass nichts passiert war. "Ich will wissen ob er wirklich tot ist." sagte Semir, er hörte seine Stimme wie durch Watte. Er wollte zu Tom, er wollte wissen, dass er lebt! "Bist du verrückt? Willst du hier Abdrucke lassen? Glaub mir, der ist tot. Aber wenn du willst, dann jage ich ihm eine Kugel in den Kopf. Dann ist er es mit Sicherheit." sagte Höller wütend und legte an. „Nein! Schon gut… ich komme. Du hast Recht… er ist tot.“ sagte Semir schnell. Höller schnappte sich Semirs Arm und zog ihn weg. Als sie draußen waren machte er die Tür zu. In diesem Augenblick sah Semir zum letzten Mal Toms reglosen Körper.

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  • Semir fühlte sich wie in einem bösen Alptraum. Er hörte den Schuss, sah Tom auf dem Boden liegen, hörte seinen Aufschrei... 'Nein...es ist nicht möglich' sagte er zu sich selbst. 'Ich habe auf ihn geschossen. Oh Gott… bitte lass alles in Ordnung sein… bitte…!' Er wollte nur noch wieder zurück, das Handy bekommen und Tom anrufen. Es schauderte ihm bei Gedanken, ob sich Tom melden wird... Ein Blick auf Höller ließ ihn in die Realität zurückkommen. „Wo ist meinem Handy?“ fragte er. Höller lachte. „Was willst du denn damit? Wen willst du anrufen?“ fragte er. „Das geht dich einen Dreck an!“ kam wütend von Semir. „Gib es mir und gut ist!“ forderte er. Höller sah ihn kurz an und hob die Hand. Semir dachte er würde das Handy nun bekommen, aber eh er sich versehen konnte landete die Hand flach in seinem Gesicht. Er schrie erstickt auf. „Wage es nicht noch einmal so mit mir zu reden. Sonst zeige ich dir, wie es ist, wenn ich wütend werde.“ drohte ihm Höller. Semir spürte das Blut an der Lippe und wischte es mit dem Ärmel weg. Höller sah ihn an. „Hast du mich verstanden? Oder sollen wir mal eben kurz Rechts ran fahren und es ausdiskutieren?“ fragte er grinsend. Semir hätte ihm am liebsten gezeigt was er drauf hatte, aber er hielt sich zurück und schüttelte den Kopf.


    Höller sah sehr zufrieden aus. Semir schwieg. Was hätte er auch sagen sollen. In Gedanken versunken saß er neben Höller und dachte an Tom. Er hatte auf seinen Freund geschossen. Er hatte wirklich geschossen. Wenn die Frau in der Tankstelle ihm keine SMS geschickt hat, dann … ja dann war Tom tot. "Der Boss wird zufrieden sein!" sagte Höller und grinste zu Semir, der auf dem Beifahrersitz saß. Höller war wirklich in sehr gute Laune. "Ich weiß zwar nicht, ob Kalana dich dafür bezahlt, aber egal was er dir gibt, gehört die Hälfe mir." wieder ein Lächeln. Semir antwortete nicht. Ihm war es im Moment ganz egal. "Hey! Hast du deine Sprache verloren?" fragte Höller. Semir schüttelte den Kopf, aber sagte immer nichts. "Naja, beim ersten Mal ist es am schwersten." Höller schien seinen Spaß zu haben und grinste. Semir schloss die Augen. 'Wie lange kann diese verdammte Fahrt noch dauern?' "Hast du schon viele Leute umgebracht?" fragte Semir auf einmal und er wusste nicht warum. Wieder ein Grinsen von Höller. "Ich weiß nicht, hab es nicht gezählt." Semir warf ihm einen verständnislosen Blick zu, er war sich nicht sicher ob es Höller ernst meinte oder nicht. "Kalana wird dich wirklich mögen. Kranich war seine schwarze Erinnerung, jetzt kann er sicher ruhig schlafen. Mit der neuen Identität und neuen Kontakte kann dieses Geschäft wieder klappen." Höller war zufrieden. „Kalana heißt nicht Kalana?“ fragte Semir irritiert. Höller lachte. „Nein… nicht wirklich. Aber das sollte dich nicht interessieren.“ gab er zurück.

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  • Tom fühlte sich nicht viel besser. Er lag auf seinem Bauch am Boden und alles tat ihm weh. Am meistens seine Brust. Er konnte kaum atmen. Sein Kopf dröhnte und ein scharfer Schmerz durchzuckte seinen ganzen Körper. Alles an diesem Nachmittag ging so schnell. Semirs Anruf, dann musste er auch noch irgendwelche Papierarbeit machen, dann wollte er nur nach Hause. Er hat noch Andrea angerufen, dass alles in Ordnung ist und saß schon in seinem Wagen, als die Nachricht kam. Im ersten Moment dachte er, dass es nur nächste dumme Werbung ist. Er hatte die Nummer nicht in seinem Telefonbuch. Aber dann las er die SMS doch. 'Um 18.00. Hab bitte Kugelsicherweste an. Semir.' Es war wie ein Traum und es dauerte noch ein paar Minuten bis er die Nachricht verstand. Es hieß, Semir hat Probleme, aber es hieß auch, dass Tom Probleme hatte. Er drehte um und fuhr zur KTU. Irgendetwas sagte ihm, dass er dem was in der SMS stand folgen sollte. Hartmut selbst war nicht da, aber die Vertretung gab ihm eine Schutzweste ohne nachzufragen. Tom legte sie sich unter seinem Hemd an und dann das Hemd drüber. Sein schwarzes Hemd passte genau. 'Gut', dachte er. Wenn ihn jemand sieht, dann fällt es nicht auf, dass er die Weste trug. Er informierte Anna über die SMS und sie warnte ihn vorsichtig zu sein.


    Die Fahrt nach Hause war kurz und dann erinnerte sich Tom nur noch an die glänzende Waffe und Semirs erschrockenes Gesicht. Vermutlich sah nicht einmal Semir die Weste. Tom wollte Semir irgendwelche Zeichen geben, doch dann überlegte er, dass sein Partner vielleicht nicht allein war. Irgendwie ihm sagen, dass alles okay ist, er konnte nicht. Dann spürte er nur noch den Einschlag der Kugeln. Jetzt tat der Kopf immer noch weh, aber sein Atem verbesserte sich schon. Vielleicht nur ein oder zwei geprellte Rippen. Er zog sein Hemd aus. Die Kugel war direkt in Höhe des Herzens in die Weste eingeschlagen. Tom nahm sie in die Hände und ein Schauer lief ihm über den Rücken. Semir zielte präzise. Andererseits, was hätte er tun sollen? Er wollte sicher Tom nicht verletzten, aber er musste davon ausgehen, dass sein Begleiter, wenn es einen gab, sich davon überzeugen wollte, dass Tom tatsächlich tot war. Wie schön, dachte Tom, dass dieses künstliche Blut, was Tom sich ebenfalls von Hartmut besorgt hatte, so perfekt aussah. Tom lehnte sich an die Wand, aber blieb immer noch am Boden sitzen. Langsam zog er auch die Weste aus. Ein stechenden Schmerzen in seinem Brustkorb zeigte ihm wie nah er diesmal dem Tod war. 'Ja, sicher die Rippen geprellt!', dachte er, versuchte aber den Schmerz zu vergessen. Er musste nur noch sein Handy finden und Semir anrufen! "Mist!" fluchte er als er feststellte, dass sein Handy noch im Wagen war. 'Semir muss noch warten...' Tom hatte in diesem Moment nicht die Kraft aufzustehen. Er lehnte seinen Kopf an die Wand und schloss die Augen. Dann fiel sein Blick auf den Teppichboden und er sah den roten Fleck. „Das bekomme ich nie wieder raus.“ stöhnte er.

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  • So hier kommt noch euer Sonntagsnachschlag...


    Er zog sein Handy und rief Anna Engelhard an. „Chefin… Semir hat mich erschossen.“ sagte er nur. „Was? Gott…. Sind Sie in Ordnung?“ kam besorgt von Anna zurück. „Ja… außer Prellungen ist es in Ordnung. Er war scheinbar nicht allein. Denn sonst hätte er sicher nicht geschossen sondern etwas gesagt. Ich gehe davon aus, das Kalana ihn testen wollte, ob er loyal ist.“ gab Tom durch. „Sie gehen zum Arzt und Tom… Ihre Wohnung wird in Kürze versiegelt. Wir müssen davon ausgehen, dass die Leute auch Ihre Wohnung überwachen. Das heißt Sie werden gleich in einem Sarg raus getragen. Ich schicke Ihnen Hartmut vorbei damit Sie sich eine Perücke aufsetzen können und vielleicht einen Bart ankleben. Sie sind ab sofort außen vor.“ kam von Anna eine klare Ansage. „Aber Chefin! Das geht doch nicht… Semir braucht mich.“ widersprach Tom. „Tom… es muss einen Grund dafür geben, warum dieser Typ Sie umbringen will. Warum glauben Sie, wollte er das tun? Kennen Sie Kalana? Durchforsten Sie alle Fälle, die Sie gemacht haben. Irgendwo liegt dort eine Verbindung zu diesem Kalana, dem Boss des Ringes.“ befahl Anna und ihre Stimme ließ keine Widerworte zu. „Okay… hab verstanden.“ Tom beendete das Gespräch.


    Höller und Semir kamen wieder zu Kalanas Haus. "Geh in dein Zimmer! Ich will noch mit Boss sprechen", befahl Höller. Semir nickte. „Ich denke, ich muss dich nicht einsperren, oder?“ lachte Höller. Semir schüttelte den Kopf. "Keine Angst. Ich werde dich lobend erwähnen" sagte er noch immer lachend, als er Semirs Gesicht sah. Dieser antwortete nicht und ging langsam zum Haus. Dann aber stockte er und drehte sich um. "Und mein Handy?" fragte er nach. "Was willst du denn damit? Du bekommst es morgen, sobald ich die Kontakte überprüft habe." Semir nickte. Er war nicht überrascht. Kalana hatte viele Leute. Wie zum Teufel sollte er nun erfahren, ob mit Tom alles in Ordnung war? „HEY!!“ rief Höller ihn noch einmal. Semir drehte sich zu ihm um. „Hier… sonst weinst du noch“ Höller machte sich über ihn lustig und warf ihm sein Handy zu. Semir fing es auf und schloss einen Augenblick erleichtert die Augen. Als er in seinem Zimmer war, stellte er den Stuhl vor die Tür, damit niemand unbemerkt diese öffnen konnte. Er wählte mit zitternden Fingern die Nummer von Tom. Stille... Nur das Rufzeichen war zu hören. Semirs Herz fast stoppte. „Nein...melde dich doch bitte….“ flehte er inständig und wieder kam das Bild. Tom reglos am Boden liegend, Blut aus der Wunde tretend… er sah wie…. ‚Nein!’ sagte er selbst. Tom muss leben. Tränen füllten seine Augen. Tom meldete sich nicht. Er legte das Handy weg und starrte in die Luft. Dann fiel ihm ein, dass er am Besten die Chefin anrief. Sie musste doch wissen, ob Tom noch lebte oder nicht. Er brauchte Gewissheit. Er musste wissen, ob er seinen Freund vielleicht doch erschossen hatte.

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  • Tom hörte sein Handy klingeln und wollte rangehen, als Anna ihn festhielt. „Sie sind tot! Schon vergessen?“ fragte sie. Tom schüttelte den Kopf. „Was wenn es Semir ist und wissen will ob alles gut gegangen ist?“ fragte Tom dagegen. Anna nickte. „Und was, wenn es die Leute sind, die ihm das Handy abgenommen haben? Und Ihre Nummer gefunden haben? Sie nun anrufen und somit Semirs Tarnung auffliegt? Auch daran gedacht? Ich glaube nämlich, das Semir sehr genau weiß, dass Sie leben. Und falls nicht, dann wird er mich anrufen um es zu erfahren. Erst wenn das passiert, dann dürfen Sie mit ihm reden.“ bestimmte Anna. Tom sah ein, dass sie Recht hatte. Genau in diesem Augenblick klingelte Annas Handy. Sie nahm es und sah auf die Nummer. „Semir! Ich wusste doch, dass er anruft.“ sagte sie und meldete sich. „Engelhard! Semir…. es ist alles in Ordnung. Tom geht es entsprechend gut. Wenn Sie nicht reden können, legen Sie einfach wieder auf. Ansonsten geben Sie einen kurzen Bericht ab.“ forderte sie ihn auf. „Ich bin allein. Was ist mit Tom? Ist er nicht verletzt? Ich hab doch Blut gesehen.“ kam von Semir und Anna hörte, dass er scheinbar ziemlich aufgelöst war. „Ich gebe Ihnen gleich Tom. Was wissen Sie bisher?“ fragte Anna. „Nichts… außer dass dieser Typ jemand aus Toms Vergangenheit sein muss. Vermutlich aus der Zeit, wo er seine Auszeit gehabt hat. Vielleicht als er als Privatdetektiv tätig war. Bisher bin ich nur in meinem Zimmer. Ist Tom wirklich okay?“ fragte er erneut. Anna reichte Tom das Handy. „Hey… beim nächsten Mal schieß daneben, ja.“ scherzte Tom. „Gott sein Dank… ich hatte wirklich große Sorgen, ob du überhaupt informiert wurdest.“ sagte Semir erleichtert. „Na Unkraut vergeht nicht. Hey… mach dir keinen Kopf. Mir geht es sehr gut. Wir sollten aufhören, sonst kommst du noch in Teufels Küche. Pass auf dich auf, hörst du.“ sagte Tom zum Ende. „Ja… du hast Recht. Tom versuch bitte heraus zu finden, was dieser Typ mit dir zu tun hat. Bis bald.“ sagte Semir und beendete das Gespräch.


    Höller saß Kalana gegenüber. Kalana saß auf der Couch und sah ihn an. "Und?" fragte er nur. "Erledigt, Kranich ist tot. Seller hat ihn erschossen." sagte Höller. Kalana nicke zufrieden und nahm das nächste Glas. "Ach Höller, auf diesen Moment hab ich so lange gewartet!" Höller nickte "Ich weiß. Was kommt jetzt?" wollte er wissen. "Erstens müssen wir etwas feiern na und dann kann unser Geschäft beginnen" antwortete sein Boss mit kalten Lächeln. „Stoßen wir darauf an, dass einer unserer Feinde unter der Erde liegt. Hast du dich davon überzeugt, dass er wirklich tot ist?“ wollte Kalana wissen. Höller sah ihn an. „Er ist wie ein Baum umgestürzt. Blut trat aus der Wunde. Der Typ ist Geschichte. Seller hat ihn erschossen. Wir mussten schnell weg, weil Seller den Schalldämpfer vergessen hat. Sonst hätten uns vermutlich die Bullen bekommen. Die waren nämlich direkt nach uns dort.“ erklärte Höller. Kalana sah ihn an. „Aber du bist sicher, dass er Kranich erschossen hat? Er hatte keine Möglichkeit, ihn zu warnen?“ fragte er Höller. „Wieso sollte er ihn warnen. Weißt du etwas, was ich wissen sollte?“ wollte Höller wissen. Kalana lachte. „Nein… schon gut. Ich wollte nur deine Reaktion sehen. So und nun sollte unser neuer Freund sich auch erfreuen. Hol ihn!“ befahl Kalana. Höller nickte und stand auf. Er ging zu Semirs Zimmer. Erst horchte er an der Tür, doch er konnte nichts hören.

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  • Hier ist euer Abendmahl :D


    Semir schloss erleichtert die Augen. „Gott sei dank“, sagte er leise und legte sich aufs Bett. Er war so froh und wischte sich die Tränen weg, die er vor Erleichterung und vor Freude vergossen hatte. Tom war in Ordnung. Nun musste er nur noch raus finden, wer Kalana wirklich war. Sobald Tom wusste wer ihm ans Leder wollte, war es ein Einfaches diese Bande dingfest zu machen. Semir atmete auf. Dann hörte er plötzlich Schritte und kurz darauf das Klopfen an seiner Tür. „Ja!“ sagte er und versuchte sich gelassen zu geben. „Kalana will dich sehn!“ hörte er Höller sagen, ohne das dieser rein kam. Semir stand auf und öffnete die Tür. „Was ist denn mit dir?“ fragte Höller als er ihn ansah. „Nichts… alles in Ordnung.“ gab Semir fadenscheinig zurück und ging an Höller vorbei. Höller stieß ihn an die Wand und hielt ihn am Arm fest. „Schieß mir nicht quer und die Ohrfeige, behältst du besser für dich, klar? Wenn ich wegen dir Ärger bekommen, dann machst du ein Rennen mit. Haben wir uns verstanden?“ warnte er Semir. Dieser nickte nur und ging dann zu Kalana.


    Tom sah Hartmut an. „hast du den Tatort auch richtig ausgewertet?“ fragte er grinsend. Hartmut sah ihn an. „Ja und ich muss sagen, dass du mir als Leiche eigentlich zu lebendig bist. Wenn du willst ändere ich das eben.“ grummelte Hartmut und hob ein kleines Messer. Tom hob abwehrend die Hände… „Hey… schon gut. Wusste nicht, dass du so eine schlechte Laune hast.“ lachte er. Hartmut grinste etwas verzerrt zurück. „Hör mal… wie würdest du reagieren, wenn du plötzlich einen Einsatzbefehl zu einer Adresse bekommst, von der du weißt, das dort ein sehr netter Kollege und Freund wohnt?“ fragte er giftig. „Ach so… du warst nicht informiert. Hey… das ist aber nicht meine Schuld. Da musst du dich bei der Chefin beschweren. Ähm… aber weshalb ich hier bin… darf ich für ne Weile bei dir wohnen? Ich meine, in meine Wohnung kann ich ja wohl schlecht. Bin ja tot.“ lachte Tom. Hartmut grunzte. „Du scheinst es ja sehr witzig zu nehmen, dass du umgebracht werden solltest. Wie hat Semir das denn aufgenommen?“ wollte er wissen. Tom zuckte mit den Schultern. „Na ich denke ganz gut. Er war zwar etwas durch den Wind, aber das gibt sich. Er muss ja in der Bande bleiben.“ erläuterte er. Hartmut nickte. „Ein schwerer Job, was?“ meinte er. „Ja und ich bin froh, dass ich mich nicht aufgedrängt habe. Denn dann wäre ich mit Sicherheit tot.“ gab Tom zu bedenken, dem erst jetzt in den Kopf kam was für ein Glück er gehabt hatte, als Anna Semir aussuchte. „ Also… kann ich bei dir pennen oder muss ich ne Schutzwohnung beziehen?“ fragte er noch einmal. Hartmut nickte. „Klar kannst du…“ sagte er. „Danke Hartmut…“ schon war Tom wieder zur PAST unterwegs.

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  • Anna sah auf, als ihre Tür aufging. „Tom? Was machen Sie denn hier?“ fragte sie erstaunt. „Na ich will wissen, wer dieser Kalana ist. Wenn er aus der Zeit stammt, wo Semir und ich zusammen waren, dann hätte Semir ihn auch erkannt. Also muss es im meiner Auszeit gewesen sein, wie Semir bereits vermutet hat. Und so viel hatte ich in der Zeit nicht zu tun. Es gab sechs Männer bzw. Frauen die ich festgesetzt habe. Und wenn ich mich daran erinnere gibt es einige, die mich lieber tot sehen wollen. Also muss ich alle Fälle durchgehen.“ erklärte Tom. Anna nickte. „Ja was ist mit Andrea? Ich meine sie hat sicher große Angst um Semir. Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn Sie dort eine Weile leben würden.“ meinte Anna. Tom lächelte. „Ich glaube das würde Semir gar nicht gern sehen. Ich hab mich bereits bei Hartmut einquartiert. Aber ich fahre auf jeden Fall zu ihr. Sie soll wissen, dass Semir sich gemeldet hat und dass es ihm soweit gut geht.“ meinte Tom nur. Anna nickte. „Tun Sie das. Ach und vergessen Sie nicht sich zu verkleiden. Wir wissen immer noch nicht, ob Sie nicht doch beobachtet werden.“ meinte sie kurz. Tom lachte. „Ja schon klar.“

    „Ich habe gehört, dass du sehr gute Arbeit geleistet hast, Matt… sehr schön. Ich brauche Leute die nicht kneifen.“ sagte Kalana und bot Semir den Sessel an. Er setzte sich. „Was hatten Sie gegen den Bullen?“ wollte Semir wissen. Kalana sah ihn an. „Warum willst du das wissen? Der ist Geschichte, wie man so schön sagt. Eine sehr schöne Geschichte.“ lachte er. Semir grinste ihn an. „Ich höre gern Geschichten. Warum erzählen Sie mir die Geschichte nicht?“ wollte er erneut wissen. Kalana sah ihn an. Semir hielt dem Blick stand. Kalana lachte. „Du gefällst mir. Scheinst keine Angst zu haben. Also gut… aber nicht heute. Vielleicht morgen. Trink was… und lass uns den Abend genießen. Es wird sicher die erste Nacht, wo ich keine Alpträume bekomme, in denen der Bulle hinter mir steht und mich verhaften will. Obwohl da war er wohl gerade in Urlaub. Aber er hat dafür gesorgt, dass ich sechs Jahre in den Knast musste. Und das vergesse ich ihm nie. Du hast quasi die Schulden von mir bezahlt.“ Kalana sah ihn nur an. „Das Thema ist erledigt. Alles andere interessiert nicht, nicht wahr Matt?“ lachte er. Semir nickte. „Ja sicher… was ist denn mit der Bezahlung für den Job?“ wollte Semir wissen. Kalanas eben noch freundliche Lachen verschwand. „Das war ein Test. Und ich bezahle keine Test, ist das angekommen?“ Die Stimme klang wütend und Semir nickte nur. „Ja sicher… „ sagte er leise und warf Höller, der in den Raum kam, einen wütenden Blick zu. Dieser grinste nur. Scheinbar wusste er genau, was Kalana sagen würde und wollte das Semir Ärger bekam.


    Kalana, Höller und Semir gingen auf den Hof. Während Semir einige Schritte vor ihnen liefen, unterhielt Kalana sich mit Höller. Er sah bereits alle anderen auf sich zukommen, die scheinbar auf ihn gewartet hatten. "Unser polnischer Freund hat sich gemeldet. Alles ist vorbereitet. Wir beginnen morgen. Die ganze Aktion wird ungefähr zwei Wochen dauern. Ich will zwei Wagen und du…" erklärte Kalana und zeigte auf Höller, der nun neben Semir stand. "… wirst alles besorgen was wir benötigen. Auch das Flugzeug." Höller nickte. Semir war etwas überrascht. 'Flugzeug?' Das war etwas Neues. Endlich. "Okay" führte Kalana weiter. "Das ist alles. Ab morgen ist jeder Ausgang verboten. " Nur zustimmendes Gemurmel war zu hören. Alle Männer wussten offensichtlich schon was sie machen werden. Semir sah sich wieder um, die Männer gingen langsam weg und auch er ging in Richtung Veranda. "Matt, du kommst mit mir. Ich will mit dir reden." sagte Kalana. Semir drehte sich um und blieb stehen. Er sah Kalana fragend an. "Du wolltest doch noch eine Geschichte hören.“ lachte Kalana. „Diese verdammte Bulle bekam was er verdiente. Jetzt ist der Welt endlich etwas sauberer." Semir antwortete nicht. Er erinnerte sich wieder auf Tom, der auf den Boden lag und ihm war übel. Obwohl er wusste, dass nichts passiert war. Semir nickte. „Setz dich!“ forderte Kalana ihn auf und wies auf einen Gartenstuhl. Höller verschwand mit den Anderen. Semir sah ihm nach. Zum ersten Mal war er mit Kalana allein zum Reden. Vielleicht erfuhr er was dieser Mann gegen Tom hatte und vor allem was er jetzt vorhatte. Er wollte ihn geschickt ausfragen.

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    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Abendessen!! ................ ;( Übrigens ihr seid ganz schön schreibfaul :S


    "Du wirst diesen Job mit Höller machen. Er passt quasi auf dich auf. Und du wirst ihn gehorchen, klar? Ich will keine Probleme." Semir nickte. "Ihr werdet fliegen und keine Angst Höller ist ein guter Pilot. Die Wagen werden über Funk mit euch im Kontakt bleiben. Ich fahre auch, will mein Heimat auch wieder sehen." Kalana machte Pause. "Warum fahren wir nicht alle mit dem Auto?" fragte Semir. Kalana zeigte ein kaltes Lächeln. "Aber Matt, warum denkst du denn darüber nach? Du wirst tun, was ich will und gut ist... Außerdem ist es in der Luft einfacher eine Grenze zu überfliegen. Und sollten Verräter unter uns sein, können sie nicht so einfach weg. Verstehst du?" Semir nickte. "Du hilfst ihm bei der Beladung und natürlich bei der Entladung." befahl Kalana. "Okay." gab Semir kurz von sich. "Du gefällst mir Matt...sehr sogar. Ich hoffe, ich täusche mich nicht in dir. Es täte mir sehr leid. Also streng dich an." Semir lachte. "Ich werde mich bemühen" sagte er und versuchte seine Nervosität zu überspielen. "Gut. Jetzt hast du frei und fühl dich wie zu Hause. Schwimmst du gern? Wenn ja, darfst du den Pool benutzen. Du gehörst nun zu uns. Sieh dich um. Wenn du willst, zeigt Höller dir alles." meinte Kalana milde "Danke, aber ich kann mich sicher auch allein umsehen." Semir wollte schon gehen aber dann drehte er sich wieder um.


    "Was ist mit der Geschichte?" Kalana starrte ihn an "Du bist ganz schön hartnäckig, aber das ist gut Matt, das ist gut. Ich sage dir was, er hat mein Leben zerstört und hat mich um viel, viel Geld gebracht. Ich musste für sechs Jahre hinter Gitter. Danach war es schwierig und ich musste ganz unten wieder anfangen. Zum Glück hatte ich meine alten Kontakte und die waren froh dass ich wieder da war..." er stoppte und überlegte ein Moment mit seinen Augen auf dem Glas. „… mehr musst du nicht wissen. Noch nicht. " er machte die nächste Pause und trank ein Schluck. " … aber nun zu dir. Was kannst du mir über dich sagen? Ich weiß nur deine Name und ein paar Kleinigkeiten" erläuterte Kalana. 'Meine Name weißt du zum Glück nicht' dachte Semir und überlegte, was wollte Kalana hören. "Nichts interessant. Ich hatte mehrere Arbeiten bevor ich im Knast gelandet bin ...na und dann nichts, ein paar Jahren in der Zelle, dann hab ich Nietsche getroffen, na und nun bin ich hier. Ich kann versprechen, dass ich gute Arbeit leisten werde. Und alles andere behalte ich zunächst für mich.“ sagte er und versuchte Kalana zu durchschauen.



    FEED ME!!!! :D

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Semir ging direkt in sein Zimmer und wählte Toms Handy an. Er überlegte nicht wie viele Uhr es war. Tom antwortete erst nach dem sechsten Klingeln mit verschlafender Stimme. "Kranich..." Semir hörte noch ein Gähnen und lachte leicht. "Wach auf, du Schlafmütze. Arbeit ruf dich." "Semir..." Toms Stimme war ein bisschen sauer "Weißt du überhaupt wie spät es ist?" "Ja, das weiß ich genau, wart mal...etwas um 6, nicht wahr? Na, willst du was Neues hören oder nicht?" fragte Semir. "Ja..., sicher, was ist?" hörte er Tom fragen. Diesmal klang es sehr neugierig. "Ab morgen geht es los. Die Sache soll sich über zwei Wochen hinziehen." erklärte Semir. "Wirklich?" fragte Tom „Und deshalb rufst du mich mitten in der Nacht an. Nur um mir zu sagen dass es morgen losgeht? Hast du was herausgefunden, was dieser Kalana gegen mich hat?“ wollte Tom wissen. "Ja, jetzt hab ich mit dem Typen gesprochen und weißt du was? Er hat einen richtigen Hass auf dich. Dem hast du ja ganz schön auf den Schwanz getreten." lachte Semir. "Sehr witzig Semir, sehr witzig... na sag schon, was ist es?" forderte Tom ihn an. „Nun ja… er sagte mir, dass du ihn um viel, viel Geld gebracht hast. Weil du ihn verraten hast, an die Bullen. Er sagte auch, dass du in der Zeit kein Bulle oder in Urlaub warst. Also verringert sich der Suchraum auf die Zeit, wo du deinen langen Urlaub hattest. Ach ja und dass er sechs Jahre bekommen hat“ zählte Semir auf. Tom sagte nichts. "Er hat zwei Wagen und ein Flugzeug, ich denke die Drogen werden mit dem Flugzeug geschmuggelt. Mich will er ebenfalls ins Flugzeug stecken und ich habe sogar einen Leibwächter." kam von Semir und er lachte. „Semir ich will dich ja nicht beunruhigen. Aber ich habe fast alle Fälle durch. Nur ein Pole oder Tscheche ist nicht darunter. Es gibt keinen Fall. Ich habe nur noch drei Fälle…“ erklärte Tom. „Vielleicht hast du den nicht aufgeschrieben. Oder nicht als Bulle dafür gesorgt. Na komm…als du Privatdetektiv warst, hattest du wohl nicht so viele Fälle oder?“ fragte Semir höhnisch und weiter: „ Ich hörte, es ist ein Dorf im Norden von Wroclau oder so. Nicht sehr weit von Grenzen. Ach ja… und dieser Höller erzählte das Kalana gar nicht Kalana ist. Der Typ ist falsch. Er ist kein Pole und auch kein Tscheche.


    Tom saß mittlerweile aufrecht im Bett. "Semir, verdammt. Hast du eine Ahnung wie Kalana vorher hieß? Ich brauch einen Namen…“ bat Tom. "Spinnst du? Was soll ich tun? Ich kann ihn doch nicht einfach fragen" antwortete Semir und Tom hatte den Eindruck, dass er nervös war. "Du denkst dir schon was aus" grinste Tom "Der Typ mag dich doch, hast du gesagt." Semir lachte "Gut, ich versuche was. Aber es dauert. Versuch du im Gegenzug etwas heraus zu finden, wo bei einem Fall von dir, Jemand sechs Jahre bekam und mit Drogen zu tun hatte. Auch und über einen gewissen Fritz Höller brauche ich alles, was du raus finden kannst. Das was mir Kleine bzw. dieser Alex gegeben hat, ist ziemlich dürftig. Vor allem will ich wissen, wohin er Verbindungen hat." forderte Semir von Tom. „Wie geht es dir sonst?“ fragte Tom "Gut...Mir ist nur nicht ganz wohl, wenn ich daran denke wie es weiter geht. Ich meine wenn die dahinter kommen, dass ich ein Bulle bin, dann... Kalana will mich im Flugzeug haben, wie schon gesagt. Also...ich werde mit dieser Höller fliegen, hoffe er kann fliegen." "Okay, ich gebe es weiter und wir besprechen mit Kleine den Verlauf." antwortete Tom. "Alles klar...Ach ja und noch was, wir beginnen schon um sechs Uhr, Kalana ist wohl ein Frühaufsteher. Mehr weiß ich nicht, ich melde mich wieder. Und jetzt muss ich Schluss machen, sonst fällt es auf.“ meinte Semir leise. "Okay, bis dann und pass auf dich auf." verabschiedete Tom sich.

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