Ein Wiedersehen mit dem Teufel [Fortsetzung von "Schwere Prüfung"]

  • Kurz zur Info…. Diese Story setzt dort an, wo Gittis „Schwere Prüfung“ aufgehört hat. Sie hat mir erlaubt eine Fortsetzung zu schreiben. Viel Spaß beim Lesen und feeden nicht vergessen.


    Als Tom vier Wochen nach seinem Krankenhausaufenthalt die Arbeit wieder aufnahm wurde er herzlich begrüßt. Semir hatte ihm erzählt, das Hotte seine Kündigung eingereicht hatte und obwohl die Bedenkzeit abgelaufen war, hielt Anna Engelhard die Kündigung immer noch zurück. Tom hörte schweigend zu und ging anschließend zu Hotte. Dieser sah ihn an. „Tom….“ fing er an. Tom lächelte. „Hotte… lass uns doch mal kurz raus gehen, okay?“ fragte er. Hotte erhob sich und nickte nur. Dieter sah ihn mit seinem traurigen Augen an. Sein Blick wanderte zu Semir der im Türrahmen zum Büro stand. Er nickte zuversichtlich.


    „Hör mal.. Tom… ich wollte das nicht. Ich meine, ich dachte wirklich dass sie eine Freundin von dir ist. Sie hörte sich so besorgt an und ich meine, ich weiß dass ich Scheiße gebaut habe. Aber… ich wollte doch nur… Mensch ich bin ein Esel… ein dämlicher Polizist der sich nicht einmal an die eigenen Vorschriften hält. Ich bin für diesen Job nicht geeignet“ erklärte Hotte. Tom hörte zunächst zu. „Hotte… ich bitte dich. Sei nicht so hart gegen dich selbst. Du hast nichts falsch gemacht. Das kann doch jedem passieren. Ich habe es überlebt und ich bin dir nicht böse. Das hätte Dieter doch auch passieren können. Was wäre dann gewesen? Meinst du er würde dann den Dienst quittierten? So wie du? Mensch was sollten wir denn ohne dich machen? Mit wem soll Dieter sich denn um Kleinigkeiten streiten?“ versuchte Tom ihn umzustimmen. „Nein…. Tom So einfach ist das nicht. Ich habe Mist gebaut und ich muss dafür gerade stehen.“ gab Hotte trotzig von sich. Tom nickte. „Du bist ein ganz schöner Sturkopf. Hör mal… weißt du was ich gedacht hatte als ich nach diesem Kopfschuss blind aufgewacht bin? Weißt du was ich wollte?“ fragte er. Hotte schüttelte den Kopf. „Ich wollte sterben. So wollte ich nicht leben. Ich war in der Dunkelheit gefangen. Es war grausam. Aber dann hat mein Überlebenswille eingesetzt. Ich fing an mich damit abzufinden.“ erklärte Tom. Hotte nickte. „Ja und dann hab ich leichtsinniger Weise Informationen heraus gegeben, dich in eine neue Gefahr gebracht. Du wärest fast gestorben, Tom… das ist nicht zu entschuldigen!“ Hottes Stimme klang wütend. Tom wusste genau dass Hotte sich selbst gegenüber wütend war. „Ich lebe! Ich bin nicht tot. Und nur das zählt. Hotte bitte… Schwamm drüber okay?“ fragte Tom. Hotte sah ihn an. Tom merkte wie schwer ihm die Entscheidung fiel. „Tom… lass mir noch etwas Zeit, okay? So schnell kann ich das nicht. Ich meine… es wäre meine Schuld gewesen wenn du… wenn du gestorben wärest. Außerdem ist die Bedenkzeit der Chefin abgelaufen…Ich werde mit der Chefin sprechen und ihr meine Entscheidung bekannt geben.“ kam leise von Hotte und dann drehte er sich um und ging den Parkplatz ein Stückchen runter. Tom sah ihm nach.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Am Fenster im Büro standen Dieter und Semir und schauten zu den beiden auf dem Parkplatz. „Semir… meinst du Tom schafft es, dass Hotte seinen vorzeitigen Ruhestand zurückzieht?“ fragte Dieter besorgt. Semir zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht… Hotte ist ein ziemlicher Dickkopf und er ist sehr hart sich selbst gegenüber. Ich hoffe es sehr. Er hat sich mit Selbstvorwürfen ja regelrecht zerfressen.“ gab Semir zu. Dieter nickte. „Ja… aber wenn Hotte nicht mehr ist, mit wem soll ich denn dann meinen Dienst schieben. Wir gehören doch zusammen. Er kann mich doch nicht einfach im Stich lassen…“ klagte Dieter. „Ich weiß. Mir wäre es genauso gegangen wenn Tom…“ Semir geriet ins Stocken. Wieder dachte er an die schlimme Zeit. Wieder sah er Tom vor sich am Ufer mit einem Loch in der Schläfe. Wie er da lag und wie alle glaubten er sei tot. Der Arzt ihm sagte, dass es schlimm aussieht und man nie weiß wie es ausgehen wird. Er schüttelte den Kopf um den schwarzen Gedanken zu entfliehen. „Er kommt.“ hörte er Dieter sagen und sah ihn an. „Was?“ fragte Semir verdutzt. „Hotte kommt und er sieht verdammt entschlossen aus.“ kam von Dieter und Semir sah wie Hotte mit energischen Schritten ins Büro kam. Er ging zu Anna die an ihrem Schreibtisch saß. Dieter sah ihm nach. „Er hat seine Entscheidung getroffen.“ murmelte er leise. Semir schlug ihm leicht auf den Rücken. „Warte ab. Vielleicht bleibt er doch..“ Dann ging er ins Büro. Tom kam kurz danach. Semir sah ihn an. „Und?“ wollte er wissen. Tom zuckte mit den Schultern. „Er ist stur…. Du kennst Hotte. Ich hab ihm gesagt, dass es jeden hätte passieren können, aber er hat seine Ohren scheinbar auf Durchzug gestellt zu haben. Er wollte jetzt direkt mit der Chefin sprechen.“ meinte er traurig. „kannst du dir die PAST ohne Hotte vorstellen?“ stellte er im Anschluss die Frage. Semir schüttelte den Kopf.


    Anna sah auf, als Horst Herzberger zu ihr kam. „Chefin… ich habe mich entschieden.“ erklärte er. Anna sah ihn an „Was denn Herzberger?“ wollte Anna wissen. „Nun ja… das mit meiner Pension. Ich meine die Kündigung bzw. …“ stammelte Hotte. Anna lächelte. „Sie wollen also wirklich nicht mehr bei uns sein?“ stellte sie sanft fest. Hotte sah sie an. Die Augen wurden traurig und er knetete seine Dienstmütze in den Händen. „Nun ja… ich weiß es ist eigentlich schon zu spät. Ich meine Sie haben das Schreiben vermutlich schon weiter gereicht nicht wahr? Ja sicher… Zuverlässigkeit ist ja auch eine Ihrer Stärken.“ kam von ihm. Er drehte sich um und wollte raus gehen. „Herzberger….setzen Sie sich bitte.“ kam von Anna. Hotte sah sie an. „Na los! Setzen Sie sich.“ forderte sie ein zweites Mal. Er setzte sich. „Herzberger…. Sie wollten sich in den Ruhestand versetzten lassen. Vor sechs Wochen haben Sie mir das Schreiben überreicht und ich gab Ihnen drei Wochen Zeit sich die Entscheidung zu überlegen. Das ist nun schon lang überschritten und nun ja…’“ erklärte Anna. Hotte nickte. „Ich weiß… aber die Sache mit Tom… ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Tja… dann denke ich mal ist alles gesagt. Ich werde meinen Schreibtisch räumen.“ sagte er und stand auf. Er ging traurig mit schleppenden Schritten zur Tür. „Würden Sie mich bitte meinen Satz zu Ende sprechen lassen?“ bat Anna. Hotte drehte sich zu ihr um. „Ich wollte sagen, dass ich den Brief irgendwie verschlammt habe …. Sie müssten, wenn Sie wirklich in den Ruhestand wollen, den Brief noch einmal schreiben.“ lächelte Anna ihn an. Hotte sah sie an. Seine Augen fingen an feucht zu strahlen. „Wirklich? Sie meinen…ich kann doch weiter bei Ihnen… also… ich meine hier arbeiten?“ fragte Hotte stammelnd. Anna nickte. „wie sollte es denn hier ohne Sie weiter gehen?“ stellte sie die Gegenfrage. Hotte fiel ihr um den Hals. „Danke Chefin!“ sagte er und verschwand im Großraumbüro. Anna sah ihm nach und schüttelte lächelnd den Kopf. Sie sah durch die Glastüre wie Herzberger seine Entscheidung mitteilte und die doch so harten Männer sich in die Arme fielen. Jubelgeschrei brach aus. Anna lehnte sich zufrieden zurück, öffnete die Schublade und zerriss den Brief der direkt obenauf lag.

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  • Sylvie sah Jacko durch die Glasscheibe an. „Hey… ich finde es nicht fair, dass sie dich für neun Jahre verknackt haben. Ich könnte diesen beiden Mistbullen dafür in den Arsch treten!“ fauchte sie. Jacko nickte. „Nun ich auch… und Berger sieht es auch so. Der hat sogar 11 Jahre bekommen. Im Augenblick arbeitet er an einem Fluchtplan. Wir haben hier noch ein paar Freunde gefunden, die Kranich und Gerkhan etwas schuldig sind. Sie würden uns bei der Flucht helfen.“ sagte er leise. Sylvie nickte. „Soll ich etwas dafür tun? Ich helfe auch. Und wenn ihr Beide draußen seid, kümmern wir uns um diese beiden Bullen. Und diesmal wird niemand von den Bullen Kranich retten können. Er hatte ein Schweineglück, dass er damals nicht krepiert ist. Aber diesmal werde ich wenn es sein muss abdrücken. Und glaub mir… diesmal wird er sterben.“ grollte sie. Jacko lächelte sanft. „Mein Schatz…. Du bist der Teufel persönlich. Ich denke du kannst tatsächlich was tun. Lass die Bullen nicht aus den Augen. Ich will wissen, was sie machen, mit wem sie schlafen, wann sie Dienst tun, wann Pause… ich will alles wissen. Denn die Flucht wird nicht lange dauern. Berger lässt seine Beziehungen spielen. Über seinen Anwalt wird er seine Freunde informieren und die werden uns rausholen.“ grinste er. Sylvie nickte. „Wie wollt ihr denn fliehen?“ fragte sie neugierig. „Oh… ganz einfach. Wir werden uns verlegen lassen und dann werden wir befreit, weil der Transport von unseren Freunden überfallen wird. Halt dich bereit…“ Sylvie nickte. „Ich liebe dich.“ hauchte sie.


    Jacko wurde zurück in seine Zelle gebracht. Diese teilte er mit Adrian, der wegen Totschlag eine zehnjährige Haftstrafe zu verbüßen hatte. „ Ey Jacko…. Hier grassiert das Gerücht, dass du und dein Kumpel Berger ausbrechen wollt. Nehmt ihr noch welche auf?“ fragte er und kaute auf einen Strohhalm. Jacko sah ihn an. „Warum? Willst du auch raus?“ lachte er verächtlich. „“Was denkst du denn? Meinst du ich will den Rest hier im Knast verbringen?“ kam zur Antwort. Jacko stand auf und stellte sich vor Adrian hin. „Hör mal…. ich weiß dass du ein kleines Mädchen erschlagen hast. Und dass du dich daran vergnügt hast. Du wirst hier nicht raus kommen. Aber ich gebe dir einen Rat…. Du solltest dir Augen im Hinterkopf zulegen. Denn wenn es hier unter den Insassen ein Gesetz gibt, dann ist es ein Paragraph extra für dich. Kinderschänder sind Abschaum und werden auch so behandelt.“ grollte er und zeigte deutlich seine Verachtung für seinen Zellengenossen. Adrian zuckte zusammen. Er war eine knappe Woche hier und bisher wurde er von den anderen Häftlingen abgeschirmt. Nun konnte er sich vorstellen, warum das so ist. Doch er wusste auch, dass einige Wärter ihn genauso hassten wie die Insassen. „Was meinst du, warum ich hier raus will? Die killen mich!“ fauchte Adrian. Jacko nickte. „Du kannst froh sein, dass ich derzeit sehr viel mit dem Ausbruch beschäftigt bin. Sonst würde ich dir zeigen, was ich von deiner Tat halte.“ drohte er Adrian.


    Semir und Tom waren auf der Autobahn. „Ach…. Endlich wieder Auto fahren. Mensch was ich das vermisst habe.“ strahlte Tom und sah Semir freudig an. „Hey! Achte auf die Straße!“ warnte er Tom und deutete nach vorn. „Was ist? Hast du Angst, dass ich das Autofahren verlernt habe, oder was?“ lachte Tom. „nein… ich möchte nur nicht im nächsten Graben landen, oder in der Leitplanke. Immerhin warst du Blind…“ erklärte Semir grinsend. Tom lachte auf. „Hey… ich könnte auch blind fahren. Die Strecke kenne ich auswendig.“ Wieder wandere sein Blick zu ihm. Semir sah auf die Straße und erkannte dass der Fahrer vor ihnen bremste. „ACHTUNG!“ stieß Semir aus und Tom erschrak kurz. Er bremste ab. „Mensch erschreck mich nicht so… hab doch alles im Griff.“ empörte er sich. Semir schüttelte den Kopf. „Was bin ich froh, wenn ich wieder selbst fahren kann.“ stöhnte er. „Ja aber da musst du mindestens noch bis Freitag warten, weil du deinen Wagen ja in den Sand gesetzt hast.“ lachte Tom. „Sand? Das war ein kleiner Unfall. Ich meine woher soll ich denn wissen, das dieser Sandhaufen über mich zusammenfällt und mich begräbt?…. Das war … ach egal. Der Wagen muss das abkönnen. Hey.. ich hab Hunger.“ lenkte Semir von dem Thema ab. Auch wenn die Erinnerung an seinen Unfall vor kurzem zurückkamen. Er verfolgte einen Flüchtigen und dieser fuhr ins Sandwerk bei Horrem von der Autobahn und wollte sich dort verstecken. Semir fuhr mit seinem BMW hinterher und musste feststellen, das seine Wagen für Sand nicht geeignet war. Das Ende vom Lied, Semir raste in eine der Dünen und diese brach in sich zusammen, begrub den Wagen unter sich. Vier Stunden war Semir im Wagen gefangen. Dann wurde diese Düne abgetragen und der BMW machte Bekanntschaft mit einem Schaufelbagger, was er sehr übel nahm. Danach war der Wagen nicht mehr brauchbar und Semir musste sich Einiges von den Kollegen gefallen lassen.



    Bitte schön für Gitte ein extra langes STück :D

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  • Julius Berger saß im Speisesaal und sah in die Runde. Jacko saß schräg gegenüber von ihm, doch die Wärter achteten darauf dass die Beiden keinen näheren Kontakt bekamen. Allerdings rechneten die Wärter nicht damit, dass die Gefangenen es trotzdem möglich machten, dass die Beiden sich absprechen konnten. So bekam er den Zettel von Jacko zugespielt und las „in drei Tagen“. Er erknüllte den Zettel und nickte kaum merklich. Jacko grinste leicht. So war das schon einmal erledigt. Julius wusste genau, dass er sich darauf verlassen konnte, wenn Jacko einen Plan schmiedete. Seine Gedanken gingen zu dem Polizisten, dem er am Tag seiner Verhaftung schon angedroht hatte, sich zu rächen. Semir Gerkhan… dieser dreckige Bulle, der es wagte ihn zu verhaften und Tom Kranich, der es wagte gegen ihn auszusagen. In seinen Gedanken lebte er seine Rache aus. Er sah beide Bullen vor sich auf den Knien und um Vergebung bettelnd. Leise lachte er auf. ~ ja… ihr werdet vor mir kriechen. Das verspreche ich euch~ dachte er. Sobald die Flucht gelungen war, würde er sich etwas suchen und dort würde er dann die Beiden einladen. Vermutlich müsste er die Bullen überreden zu ihm zu kommen, aber wenn er erst einen hat, dann wird der zweite von ganz allein kommen. Ja…. so wird es gemacht werden. Erst einmal raus hier und dann…. Dann kommt die Rache.


    „Ich bin nicht zu schnell gefahren!“ beschwerte sich der Fahrer des schwarzen Cabrios. Tom nickte. „Ja sicher… hören Sie. Wir haben Sie auf Video und Sie dürfen sich das gern ansehen. Die Geschwindigkeit war 180km/h und da hier Tempo 80 in der Baustelle erlaubt ist, sind Sie 100 zuviel gefahren. Damit haben Sie den Führerschein für drei Monate abzugeben außerdem haben Sie mit einem Bußgeld von 180 Euro und mit vier Punkten in Flensburg zu rechnen.“ zählte Tom auf und sah Semir Hilfe suchend an. Doch dieser grinste nur. „Aber mein Tacho hatte nur 70 angezeigt und darauf vertraue ich. Schließlich können Sie das Video ja manipulieren oder?“ fauchte der Fahrer zurück. Tom rollte die Augen. Nun kam auch Semir zur Beifahrerseite und klopfte gegen die Scheibe. Der Fahrer sah ihn an. Semir zeigte seinen Ausweis und lächelte freundlich. Doch dann erstarrte er. Tom schien es nicht zu sehen, doch der Fahrer richtete eine Waffe auf ihn. „Tom Achtung!!“ schrie Semir und griff zu seiner Waffe. Tom erschrak und sprang zur Seite. Der Fahrer nutzte es aus und trat das Gaspedal durch und schoss nach hinten auf sie. Der Wagen machte einen Satz und rauschte davon. Semir und Tom lagen am Boden und erwiderten die Schüsse auf den Wagen doch sie trafen ihn nicht mehr. Sie standen auf und Tom klopfte seinen Anzug ab. „Mann…. Was erschreckst du mich denn so!“ fauchte er Semir an. „Hey…. Der hatte ne Waffe auf dich gerichtet und da war sicher keine Platzpatrone die er darin hatte. Ich hab dir das Leben gerettet, wie ich es ja immer machen muss.“ verteidigte Semir sich. „Und wir sollten hinterher!“ meinte er weiter und rannte zum Wagen. Doch dann sah er dass die Reifen platt waren. Denn der Flüchtende hatte die Reifen getroffen. „Scheiße!“ fluchte Tom.


    Mark sah im Rückspiegel wie die Polizisten sich aufrichteten und zu ihrem Fahrzeug gingen. Schnell zückte er sein Handy und rief Sylvie an. „Die Beiden hätten mich fast gekrallt. Verdammt die sind echt gut.“ gab er durch. „Du sollst dich an die Regeln halten, verdammt noch mal. Ich will erst Julius und Jacko rausholen, verdammt! Wenn die dich jetzt eingebuchtet hätten, dann wäre ich allein.“ hörte er Sylvie fluchen. „Ja… ich weiß. Aber ich…nun ja…“ entschuldigte er sich. „Ich hoffe du hast wenigstens falsche Nummernschilder dran.“ kam die Frage. „Ja sicher…. Die finden mich nicht, da brauchst du keine Angst haben.“ lachte er ins Handy. „Du… ich habe keine Angst, dass du geschnappt wirst. Denn wenn die Bullen aufmerksam werden, dann sorge ich dafür, dass du keine Sorgen mehr haben wirst, ist das klar? So und nun zum Thema zurück. Morgen um 14 Uhr ist es soweit. Julius und Jacko werden morgen verlegt. Wir haben die Strecke von dem einen Vollzugsbeamten erhalten, nachdem wir ihm deutlich gemacht haben, dass es für seine Familie sehr wichtig ist. Wir werden auf der A3 bei KM 216 zuschlagen. Du und die drei Jungs werden eine feine Falle aufbauen. Lass dir was einfallen. Die Bullen werden mit Sicherheit sehr aufmerksam zu sein. Heute Abend erfahre ich auch, ob Gerkhan und Kranich dabei sind. Es ist ihr Revier und sicher werden sie sich daran beteiligen. Morgen bist du um 11 Uhr am Ort und sorgst dafür, dass wir beide bekommen. Wie ist mir egal.“ Es knackte. Sylvie hatte aufgelegt. Mark sah sein Handy an und schüttelte den Kopf. „Nur weil du die Beine für die beiden breit machst, hast du mir ganz sicher nichts zu sagen.“ sagte er leise verächtlich zu sich selbst.

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  • „Und er ist Ihnen einfach entwischt? Sie sind nicht hinterher?“ fragte Anna tadelnd. Tom sah beschämt zu Boden. Semir zuckte mit den Schultern. „Ist mit einem platten Reifen ziemlich unmöglich. Bis wir den gewechselt hatten, war der Mann natürlich über alle Berge. Das Kennzeichen war falsch und mit Hilfe unserer Beschreibung wurde ein Phantombild vorbereitet, was gerade durch die Datenbank gejagt wird. Sollte er dort drin sein, dann werden wir ihn sicher finden.“ erklärte er. Anna nickte. „Gut dann werden wir abwarten. Es gibt noch etwas. Wir haben morgen einen Gefangenentransport nach Aachen zu begleiten. Es sind alte Bekannte von Ihnen. Und da dieser Transport über unsere Autobahnen geht, müssen Sie Beide dabei sein.“ erklärte sie. Tom sah zu Semir. „Alte Bekannte?“ fragte er. Anna nickte erneut. „Ja… Julius Berger und Jakob Kaufmann.“ Toms Augen wurden größer als er die Namen hörte. „Warum…Warum werden sie verlegt?“ fragte er heiser. Seine Erinnerungen kehrten zurück an eine schlimme Zeit. Er fing an zu zittern. „Chefin….ich… ich kann… ich kann nicht dabei sein. Ich kann diesen Leuten nicht gegenübertreten. Damals vor Gericht, war es sehr schwer für mich und….“ erklärte er langsam. Anna lächelte. „Ich weiß Tom. Wenn Sie wollen kann Semir es mit einem anderen Kollegen machen.“ Ihr Blick wanderte zu Semir, der wiederum besorgt zu Tom sah. „Ja sicher…. Vielleicht mit Bonrath.“ stimmte er zu. Tom atmete tief ein. „Nein! Ich muss damit abschließen. Es hilft mir vielleicht das Erlebte endlich abzuschließen. Ich werde mit Semir fahren.“ bestimmte er dann doch. Anna sah ihn an. „Tom…. ich weiß das es schwer sein wird, aber ich sehe es auch als Abschluss der Sache. Denken Sie daran, dass diese Leute ihre gerechte Strafe bekommen haben.“ gab sie zu. Tom nickte und sah Semir an. „Nimmst du mich denn mit?“ fragte er. Semir lachte leise und meinte nur. „Wenn ich fahren darf, sicher. Aber der Beifahrer ist ruhig.“ „Sie werden direkt bei den Gefangenen sitzen. Fahren tut ein junger Kollege, damit ich sicher sein kann, dass der Wagen unbeschädigt zurück kehrt.“ gab Anna bekannt. Tom sah Semir an. Semir wusste genau, dass dies eine sehr harte Prüfung für Tom war aber er wusste auch, dass er damit fertig wurde.


    Sylvie saß am nächsten Morgen in ihrem Wagen und wartete auf die Kolonne. Sie sah auf die Uhr. In zwanzig Minuten…. Nur noch zwanzig Minuten und dann ist es soweit. Sie und Jacko werden wieder zusammen sein. Endlich nicht mehr allein in den Nächten. Nicht mehr einsam… Ihr Handy schreckte sie aus ihren Tagträumen. „Sie sind losgefahren.“ gab der Anrufer durch. „Danke…“ antwortete sie und stieg aus. Stefan und Wolfgang saßen wenige Meter von ihnen entfernt und warteten. Sie sahen auf, als Sylvie kam. „Es geht los. In knappen zehn Minuten werden die Wagen hier sein. Jacko und Julius sind im dritten Wagen und zwar mit Kranich und Gerkhan. Das heißt wir haben alle vier auf einen Schlag. Der Wagen wird gekapert und dann ab ins Versteck. Julius hat die Waffe versteckt, das weiß ich. Auch Jacko hat eine zugeschoben bekommen. Es wird also alles bestens werden.“ gab sie bekannt. Die Männer nickten und bereiteten die Falle vor. Sylvie ging zurück zu ihrem Fahrzeug. Sie würde Geleitschutz für die Befreiten machen und alle anderen Verfolger mit gezielten Schüssen von sich und ihrem Freunden fernhalten. Sie sah sich bereits in Jackos Armen liegen und eine wundervolle Nacht vollbringen. Als sie endlich im Wagen saß, schloss sie die Augen und genoss ihren Tagtraum.

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  • Semir und Tom sahen Julius Berger und Jakob Kaufmann an. Julius grinste. „Na…. Die Augen wieder in Ordnung?“ fragte er höhnisch. Tom nickte. „Ja…. wie vorher.“ gab er zu. „schade…. Ich dachte wirklich dass man einen Kopfschuss nicht überleben kann. Aber gut… es gibt einige Sachen zwischen Himmel und Erde die einem nie begreiflich sind. Wir sollten es bei Gelegenheit wiederholen, finden Sie nicht, Kranich?“ lachte Berger weiter. „Sie werden die Chance nie wieder bekommen“ grollte Semir der merkte dass Tom Probleme damit hatte. „Oh… Gerkhan…. Man sollte niemals nie sagen. Haben Sie das nicht gelernt?“ fragte Berger nun. Kaufmann grinste nur vor sich hin. Semir bemerkte, dass er etwas am Gürtel machte. „Was machen Sie da?“ fragte er sofort forsch. Kaufmann lachte. „Hast du Angst? Ich habe doch Handschellen an. Was soll ich denn machen?“ fragte er höhnisch. „Lassen Sie die Hände sichtbar!!“ warnte Semir. Kaufmann tat es. Semir war zunächst beruhigt. Aber er hatte das dumpfe Gefühl das etwas nicht stimmte. Tom warf ihm einen Blick zu und er konnte lesen, dass er, Tom das gleiche dachte. Semir nickte leicht. „Mach dich auf Ärger bereits“ hieß dies.


    Sylvie sah auf die Uhr. „Sie sind gleich hier! Alle auf ihre Plätze.“ befahl sie. Und kurz darauf fuhr der Konvoi an sie vorbei. „Jetzt!“ gab sie durch. Und kurz darauf krachte es auch schon. Sylvie fuhr hinter den Konvoi. Sie sah wie der erste Wagen abhob und sich überschlug. „Sehr schön. Gute Arbeit, Ingo“ lobte sie den Mann, der mit einer Bazooka auf den Wagen geschossen hatte. Doch nun wurde das Feuer von den anderen Begleitfahrzeugen erwidert. Allerdings schien niemand damit gerechnet zu haben, dass die Befreier in Überzahl und verdammt gut vorbereitet waren. Ein Wagen nach dem Anderen wurde ausgeschaltet. Die Leute nahmen keine Rücksicht. Dann war der Wagen mit den Gefangenen der einzige der übrig war. Sylvie stellte sich quer hinter den Wagen. Mehrere Männer rannten auf ihn zu und richteten die Waffen auf die Fenster, rissen die Türen auf und zerrten die Männer darin raus. Der Fahrer wurde eiskalt erschossen.


    Semir und Tom erschraken, als sie den Wagen explodieren sahen. „Scheiße!“ stieß Semir aus und griff zum Handy. Doch nun schalteten sich Julius Berger und Jakob Kaufmann ein. Beide hielten plötzlich eine Waffe in den gefesselten Händen und zielten auf Tom und Semir. „Ganz ruhig! Ist alles in Ordnung. Der Fahrer sollte jetzt besser anhalten und Sie beide werden ihre Waffen abgeben und die Handschellen aufschließen!“ befahl Julius grinsend. Semir warf Tom einen Blick zu und nickte dann. „Okay…kein Grund zur Panik. Aber ich will Ihnen eins sagen, Berger! Sie werden damit nicht durchkommen. Sie können sich nicht vor uns verstecken!“ sagte er in einem leisen warnenden Ton. Julius lachte laut. „Ich weiß, dass Sie und Kranich sicher direkt zur Jagd blasen würden und deshalb werden Sie und er uns begleiten. Wir haben ja eh noch offene Rechnungen zu begleichen. Verbinden wir das angenehme doch direkt mit dem Unangenehmen.“ sagte er grinsend. Schon wurden die Türen aufgerissen. Semir und Tom wurden brutal rausgezerrt und in Schacht gehalten. Dann sah Semir wie einer der Männer auf den Fahrer schoss. „NEIN!!“ schrie er. Doch zu spät. Der junge Mann am Steuer sackte zusammen. Jacko ging zu ihm und zog ihn vom Steuer. Die gebrochenen Augen zeigten dass er tot war. Semir schloss die Augen. „Sie Schwein!“ stieß er aus. Julius sah ihn lachend an. „Er war eh nutzlos.“ meinte er nur und machte Zeichen, dass es Zeit war abzufahren.

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  • So da Katrin mich gerade erinnert hat, das dies ja eine Sonderstory ist (weiß gar nicht wie sie darauf kommt) aber ich gebe mich geschlagen... hier kommt ein weiterer Teil...


    Leonhard Sichel fuhr ebenfalls auf der Strecke wo der Gefangenentransport entlang fuhr. Er hielt an, als der Knall zu hören war und stieg aus dem Wagen aus. Als er die Männer mit den Waffen sah, versteckte er sich im Gebüsch und machte mit seinem Handy Fotos. Er sah wie die Männer andere aus dem Wagen zerrten und gegen den Wagen stießen. Er sah wie der Fahrer eiskalt erschossen wurde. Als er genügend Fotos gemacht hatte und die Leute bereits anfingen abzufahren rief er die Polizei an. „Hier ist Sichel! Ich bin auf der A3! Hier findet ein Überfall statt! Es gibt Tote! Alles ist schrecklich!“ gab er durch und beendete das Gespräch. Dann machte er wieder Fotos von dem brennenden Wagen und wagte sich, als die Männer weg waren sogar zum Wagen. Er fotografierte den Toten. „Das bringt mir sicher einiges ein.“ lachte er leise und verschwand wieder im Gebüsch. Er hörte die Sirenen der Einsatzfahrzeuge. Dann fiel ihm ein, dass er ja auch eine Videofunktion hatte und verdammte sich selbst, es nicht bereits vorher die Aufnahme zu machen. Aber die Bilder kann er ins Netz stellen und sicher einiges dafür kassieren. Er machte immer wieder Fotos von den Einsatzkräften die mit den Aufräumarbeiten beschäftigt waren. Er war begeistert von den Arbeiten, wie die Schwerstverletzten aus den anderen Fahrzeugen bargen und wie die Toten abtransportiert wurden. Für Sichel galt nur eins… viele Fotos machen und sie an die Zeitung zu verkaufen. Sowie diese ins Netz zu stellen.


    „Chefin!! Der Gefangenentransport ist überfallen worden! Bei KM 246…Wir haben mehrere Tote und Verletzte!“ mit diesen Worten platzte Andrea in Annas Büro. Anna sprang auf und rannte sofort raus. „Herzberger, Bonrath, Müller! Sofort hin!!“ rief sie noch und steig in ihr Auto ein. Mit Blaulicht und Sirene fuhr sie mit quietschenden Reifen los Hotte und Dieter bestiegen ihren Porsche und hängten sich an. Während Siggi sich mit Attila einen Wagen teilten. Schnell war die Unfallstelle erreicht. Ein Chaos empfing die Polizisten. Anna sah den Wagen in dem Semir und Tom saßen und rannte hin. Sie sah den jungen Mann auf dem Fahrersitz. „Oh nein…!“ stieß sie aus. Sie kannte den Fahrer persönlich und war geschockt. „Er wurde so scheint es, regelrecht hingerichtet. Kopfschuss.“ gab der Gerichtsmediziner bekannt. Anna nickte nur. Sie sah sich um und entdeckte einen der Männer die den Transport begleitet hatten. Sofort rannte sie auf den Mann hin, der weinend am Straßenrand saß. „Alex…. Was ist passiert?“ fragte sie. „Anna… die… die sind … die haben…sie haben einfach geschossen… Wir konnten nichts tun…“ gab er stockend von sich. Anna nickte. „Was ist mit Gerkhan und Kranich?“ wollte sie wissen und fasste ihn sanft am Arm. „Die…wurden mitgenommen. Es waren insgesamt acht Mann. Keine Chance… absolut keine Chance…“ erklärte er weiter. Anna sah zu dem Arzt, der sich um Alex Sandmüller kümmerte. „Schock! Er wird nichts weiter sagen können und wenn doch, dann sicher nichts zusammen hängendes.“ erklärte er und ließ Alex in den Krankenwagen bringen. Anna richtete sich auf. Sie atmete tief ein. Wieder kamen die Drohungen die Berger gegen Semir und Tom ausgesprochen hatten. Sollten sie nun wahr werden?


    Leonhard Sichel saß zuhause und sah sich das Video an, welches er von der Unfallstelle gemacht hatte. Es waren für ihn supertolle Bilder die vermutlich viel Geld einbringen könnten. Er musste nur noch die Zeitungen anrufen und ihnen mitteilen, was er hat. Auch die Fernsehsender wollte er das Video zukommen lassen. „Die Kasse wird klingeln. Und wenn ich die Kohle kassiert habe, dann werde ich die Bilder in Internet stellen. Für jedermann.“ lachte er leise. Dann griff er zum Telefon und rief die Redaktionen beim Fernsehen an. Zunächst wurde er abgespeist, doch als er ihnen erzählte was er für Material hatte versprach man ihm, umgehend in Kontakt zu treten. Und tatsächlich waren am nächsten Morgen mehrere Personen von diversen Sendern bei ihm und boten um das Videomaterial um die Wette. Leonhard verkaufte die Videoaufnahmen an den Meistbietenden für einen stattlichen Preis. Dann zog er die gleiche Masche mit der schreibenden Zunft der Medienwelt ab. Am späten Vormittag hatte er eine große Menge Geld kassiert und war mit sich zufrieden. Nun wartete er darauf, dass die Bilder in den Zeitungen erschienen und das Video im Fernsehen gezeigt wurde.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Anna saß im Büro und wartete. Die Ermittlungen der Befreiung wurden vom LKA aufgenommen. Bisher fehlten jede Spur von Tom und Semir. Es gab keinen Hinweis wo sie sich befanden. Sicher war nur, dass sie in der Gewalt von Julius Berger befanden. Doch Berger trat nicht in Kontakt mit ihr. Was er von Semir und Tom wollte, war sicher klar. Rache. Anna sah gedankenverloren auf den Fernseher, der in ihrem Büro stand. Es liefen gerade die Nachrichten. Plötzlich sah sie die Bilder des Überfalls. Sie sah wie Semir und Tom aus dem Wagen gezerrt wurden und mit Waffengewalt weggebracht wurden. Sie machte den Ton an. „….wurden zwei Männer erschossen. Die geflohenen Häftlinge haben sich zwei Beamte als Geiseln genommen. Von ihnen fehlt jede Spur.“ hörte sie den Rest des Sprechers. Sie griff zu Hörer und rief die Redaktion an und forderte umgehend die Bänder sowie den Namen des Informanten. Nach einigen Schwierigkeiten gab die Redakteurin Anna die Informationen die sie benötigte und ließ Leonhard Sichel in die Wache bringen. Nur eine Stunde später saß er im Verhörraum. „Sie haben die Aufnahmen gemacht? Waren Sie da? Wo standen Sie? Haben Sie gesehen wohin die Leute verschwunden sind? Kennzeichen des Fluchtwagens? Namen? Irgendwas?“ fragte Anna ihn. Leonard sah sie an. „Aber… ich dachte es war nur ein Scherz. Ich meine… ich wollte doch nur ein cooles Video fürs Internet. Und…“ stammelte er. Anna sah ihn warnend an. „Sie sind Zeuge von der Entführung zweier Beamte und den Mord an zwei weiteren. Sie haben gesehen wie die Männer erschossen wurden. Und hatten nichts Besseres zu tun als zu filmen? Ist Ihnen klar, das Sie wegen unterlassener Hilfeleistung bestraft werden können?“ Anna wurde lauter als sie es eigentlich wollte, aber sie konnte ihre Wut kaum beherrschen.. „Es tut mir Leid… aber ich hab doch die Polizei angerufen…“ kam leise von Leonard. Anna holte tief Luft. „Haben Sie noch Abzüge von den Bildern?“ fragte sie. Leonard nickte. „Sie sind alle beschlagnahmt. Die Videos ebenfalls. Halten Sie sich zu unserer Verfügung. Eine Anzeige erhalten Sie auf jeden Fall.“ erklärte sie ihm. Leonard nickte, übergab die restlichen Videos und Bilder. Anschließend verließ er PAST.


    Julius Berger sah Sylvie an. „Du bist ein Schatz.“ sagte er leise und lächelte sie an. Sylvie nickte. „Danke… aber ich habe nur einen Job erledigt.“ meinte sie nur. „Na …. Nicht so bescheiden. Gab es irgendwelche Probleme? Sind wir hier sicher?“ wollte Julius wissen. Sylvie nickte erneut. „ Ja… Mark schient Probleme damit zu haben sich von mir was sagen zu lassen. Wir sind vor der Befreiung etwas an einander geraten, weil er sich von Gerkhan und Kranich fast erwischen ließ. Er konnte gerade noch abhauen. Was dieses Haus angeht….Niemand weiß etwas von diesem Anwesen. Es gehörte meinem Großvater und der ist schon lange tot. Niemand kennt meinen Namen und somit könnt ihr euch hier austoben.“ lachte sie leise. Julius nickte. „Ich werde mir Mark bei Zeiten vornehmen. Wenn er noch einmal etwas macht, sag mir einfach Bescheid.“ lächelte er sie an und küsste ihren Nacken. Jacko kam hinzu. „So… die sind gut untergebracht..“ erklärte er. Julius sah ihn an. „Wo sind sie?“ fragte er. „Im Keller… getrennte Zimmer.“ gab er bekannt. Julius stand auf. „Sehr gut… lassen wir so noch etwas schmoren. Heute kein Essen, kein trinken. Mal sehen wie lange sie brauchen um vor mir zu kriechen.“ lachte er leise. Sylvie sah Jacko an und nickte. „Was hast du mit ihnen vor?“ wollte sie dann von Julius wissen. „Oh… ich denke mir fällt da einiges ein. Vielleicht eine Wiederholung der Szene am Ufer… Kranich eine Waffe an den Kopf setzen. Meine Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Sicher werden die Kollegen uns bereits suchen. Wir müssen aufpassen, auch wenn wir hier in diesen Mauern sicher sind. Ich traue den Beiden da unten so einiges zu. Sie dürfen nicht fliehen. Ihr seid mir dafür verantwortlich.“ Er sah drohend in die Runde.

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    Beethoven wurde taub
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  • Semir versuchte sich aufzurichten. Es war schwierig, doch nach einigen Versuchen schaffte er es tatsächlich. Seine Hände waren eng gefesselt. Man hatte ihm die Augenbinde abgenommen, als er in den Raum gebracht wurde. Doch selbst das, brachte keinen Vorteil. Der Raum hier hatte kein Fenster und das Licht brachte kaum Helligkeit in den Raum. Er war allein. Seine Gedanken drehten sich um Tom, den er seit dem Überfall nicht mehr gesehen hatte. Wo war er? Was hatte Berger mit ihnen vor? Sicher Rache hatte er ja schon versprochen gehabt, aber wie sollte diese aussehen? Wollte Berger sie einfach erschießen? Nein…. Das wäre sicher zu einfach. Berger wollte es genießen. Das war Semir klar. „Tom?“ rief er laut. Doch scheinbar hörte es niemand. Zumindest kam keine Antwort. Semir setzte sich auf den Boden. Er konnte nichts anderes als warten. Warten bis Berger oder Kaufmann kam und anfing, ihre perfiden Ideen an ihm und Tom auszuleben. Die Rache auszuführen, die ihnen versprochen wurden. Wo war Tom? Lebte er noch? Was hatte Berger vor? Fragen über Fragen gingen ihm durch den Kopf. Semir schloss die Augen. Er wusste genau, dass die Kollegen sicher alles in die Wege leiten wird um ihn und Tom zu retten, doch würden sie noch rechtzeitig kommen?


    Tom erging es nicht anders. Auch er saß gefesselt in einem Raum ohne Fenster. Auch er machte sich Gedanken darüber was mit Semir war. Dass Beide nur durch eine Wand getrennt waren ahnte er nicht. Seine Gedanken gingen zurück. Zurück zu der Zeit, als er sich im Undercovereinsatz befand und in die Bande von Berger schmuggelte. Er flog auf. Wie konnte er auch ahnen ausgerechnet von einem alten Bekannten erkannt zu werden. Dann sah er die Szene am Ufer. Wie Jacko ihm die Waffe an die Schläfe presste und abdrückte. Als er dies überlebte und dann im Krankenhaus wieder aufwachte. Blind, allein…verlassen…Nicht wissend was die Zukunft brachte. Allein? Nein…. Er war nicht allein. Semir war für ihn da und Petra. Alle Kollegen waren da. Er dankte Gott dafür, dass er wieder sehen konnte, doch nun saß er wieder in der Falle. Nicht nur er. Verdammt wo war Semir? „Semir!“ rief er. Doch es kam keine Antwort. Tom stieß einen tiefen Seufzer aus und setzte sich auf den Boden. Er schloss die Augen und versuchte ruhiger zu werden. Doch das war nicht so einfach. Er konnte sich sehr gut vorstellen, was Berger und Jacko mit ihm machen würden. Was sie mit Semir anstellen würden… Finstere Gedanken gingen ihm durch den Kopf. Er sah schlimme Bilder. Semir als er tot vor seinen Füßen lag. Dann wie Semir sich vor Schmerzen windet. Er ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, wie nahe er mit seinen Ahnungen der Wahrheit lag. Er wusste nicht, dass Berger noch grausamer sein konnte, als er sich es ausmalte.


    Anna lief im Büro auf und ab. Ihr Besucher sah sie gelangweilt an. „Hören Sie… Herr Fink! Ich weiß dass Berger meine Kollegen in seiner Gewalt hat. Er hat ihnen bittere Rache geschworen. Durch Berger wurde Kranich fast getötet! Wir müssen alles in Bewegung setzten damit wir sie finden! Wissen Sie denn gar nichts? Was ist mit dem Videomaterial? Können wir dort keine Kennzeichen auslesen?“ fragte sie verzweifelt. „Leider nein. Das Material ist eine sehr schlechte Qualität und dort ist nichts machbar. Es ist Müll.“ gab der LKA-Mann von sich. Anna sah ihn an. „Geben Sie mir den Müll. Ich weiß jemanden, der damit sehr viel anfangen kann. Auch die für Sie wertlosen Bilder.“ forderte sie ihn an. Fink lachte. „Meinen Sie, Sie kennen bessere Spezialisten die damit was anfangen können. Frau Engelhard… niemand kann zaubern. Wir haben den besten Mann rangesetzt, aber er musste klein beigeben. Was glauben Sie würde Ihr Spezialist darauf finden?“ lachte er etwas herablassend. Anna überhörte die Anspielung. „Er kann es wenigstens versuchen, oder?“ fragte sie schnippisch. Fink nickte. „Gut…. wenn Sie meinen. Ich lasse Ihnen den Müll bringen. Versuchen Sie ihr Glück. Leider habe ich jetzt keine Zeit dafür. Ach noch eins…. Wenn die Kollegen Gerkhan und Kranich noch leben sollten, wovon man eigentlich schwer ausgehen kann, wie verhalten sie sich, während einer solchen Lage?“ wollte Fink wissen. Anna zog die Schultern hoch. „Wenn wir berücksichtigen, dass Herr Kranich Berger bereits einmal ausgeliefert war und nur sehr knapp dem Tod entkommen ist? Tja… ich kann nur beten, dass sie nicht zu viel durchmachen müssen. Kranich ist immer noch sehr traumatisiert und würde vermutlich zusammenbrechen, wenn er wieder mit der Situation konfrontiert wird. Bei Gerkhan sehe ich eher das Problem, dass er seinen Stolz nicht zurückhalten kann und dadurch in ziemlich brenzlige Situationen gerät. Er ist schwierig.“ erklärte Anna. Fink nickte. „Gut…ich muss leider. Wenn die Beiden noch leben sollten, dann finden wir sie.“ versprach er. Anna nickte nur. Sie glaubte nicht ganz an die Worte des LKA-Mannes.

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  • Na dann will ich mal nicht so sein und weil heute Wochenende ist... hier ein weiteres Stück zum Lesen und mit leiden....


    Julius sah Jacko an. „Was meinst du… sollten wir unsere beiden Freunde mal besuchen?“ fragte er grinsend. Jacko zuckte nur mit den Schultern. „Na komm… leisten wir uns mal einen kleinen Spaß.“ grinste Julius und ging in den Keller. „Wo sind sie?“ fragte er und sah zu Jacko. „Im ersten sitzt Gerkhan, im zweiten Kranich.“ gab er bekannt. Julius nickte. „Gut… dann fangen wir bei Kranich an.“ Er forderte den Schlüssel der Tür und schloss auf. Der Polizist saß am Boden und sah auf, als die Tür geöffnet wurde. „Guten Tag… Kranich. Geht es dir noch gut?“ fragte Julius höhnisch. „Danke der Nachfrage. Wo ist mein Kollege?“ stellte der Polizist die Gegenfrage. „Oh…. Herr Gerkhan. Tja… es gab einen kleinen Zwischenfall.“ kam von Julius. Er beobachtete den Polizisten sehr genau. Er spürte das Entsetzen. „Wo ist er?!!“ schrie er ihn an. Julius lachte. „wollen wir eine Leiche sehen? Hast du das nicht oft genug im Berufsleben getan. Aber gut… wenn du es willst, dann werde ich ihn dir zeigen. Ist aber kein schöner Anblick. Ich wusste ja nicht, dass er keine Drogen verträgt. Ist wohl etwas zu viel gewesen.“ lachte Julius. Kranich sprang trotz der Fesseln auf und rammte Julius den Kopf in den Magen. Julius ging in die Knie und stöhnte auf. „Du verdammter Lügner! Wo ist er? Wo?“ schrie Kranich weiter und wurde von Jacko zurück gezogen. Julius stand langsam auf und sah ihn wütend an. „Wenn du so weiter machst, dann wird es sicher kein Wunschdenken bleiben. Noch geht es ihm gut. Aber gleich bekommt er seine erste Ladung. Was meinst du wie lange ich darauf schon warte.“ drohte Julius. Kranich spürte dass es keine leere Drohung war. „Lassen Sie ihn!“ bat er etwas ruhiger. Julius lachte gehässig. „Dafür ist es zu spät. Du bist schuld daran, wenn er nun krepiert.“ Julius wandte sich zum gehen. Als er die Tür verschloss hörte er Kranich noch immer schreien und flehen. „Lassen Sie ihn in Ruhe!!! Bitte!!!“ Jacko grinste nur. Dann gingen sie in den Raum, wo Gerkhan festgehalten wurde.


    Semir erschrak als die Tür aufging. Julius Berger und Jakob Kaufmann kamen herein. Semir schob sich an der Wand hoch. Er wollte nicht vor diesen Männern liegen oder hocken. „Wo ist mein Kollege?“ stellte er die gleiche Frage. „Gut aufgehoben. Aber das ist eh Nebensache. Ich habe eben mit ihm gesprochen und er war sehr ungehalten. Nun ja… ich habe ihm erzählt, dass ich dir Drogen gegeben habe und du leider daran krepiert bist. Und ich stehe zu dem, was ich sage. Mach dich auf einen schönen Flash bereit. Semir sah ihn erschrocken an. „Nein!“ stieß er aus und versuchte sich in eine Ecke zu bringen um weniger Angriffsfläche zu bieten. Jacko lachte auf. „Oh doch… und wenn du dich nicht wehrst, dann ist es auch nicht schmerzhaft.“ Mit diesen Worten kam er auf Semir zu, hebelte ihm die Beide weg und drückte ihn am Boden fest. Julius holte eine Spritze hervor. Er ließ etwas der klaren Flüssigkeit bereits aus der Nadel schießen und beugte sich dann zu Semir hinunter. „NEIN!!“ schrie er und versuchte sich zu wehren, doch gefesselt hatte er gegen Jacko keine Chance. Er spürte die Nadel, wie sie sich in seine Haut bohrte. Jeden Augenblick musste das Gift in seine Venen fließen, doch nichts geschah. Verwundert sah Semir zu Julius, der lachte und zog die Nadel zurück. „Hast du Angst?“ fragte er höhnisch. Semir stieß Atem aus. Er hatte die Augen geschlossen. „Ich denke wir sollten nun mal anfangen zu spielen. Jacko…. Bring unseren Freund in die Waschküche und binde ihn am Stuhl fest. Ich werde mit Kranich kommen.“ befahl Julius. Semir wurde hoch gezogen und durch den Raum gestoßen. Der Gang war dunkel. „TOM!“ schrie Semir als er eine zweite Tür sah und wollte sich losreißen. Doch Jacko hatte ihn im Griff. „Nur keine Angst… er kommt gleich nach.“ lachte er.


    Tom hörte Semir schreien. „SEMIR!“ gab er zurück. Die Tür öffnete sich und Julius holte ihn ebenfalls raus. „So ein letztes Wiedersehen mit deinem Freund.“ lachte er gehässig und brachte Tom ebenfalls in den Waschraum. Semir saß bereits auf dem Stuhl und wurde von Jacko daran gefesselt. Anschließend wurde er geknebelt, damit die beiden sich nicht unterhalten konnten. Mit Tom geschah das gleiche. Julius sah zu den Beiden Polizisten und lachte. „So gefallt ihr mir. Nun… ihr fragt euch sicher was das ganze soll… ist einfach. Ich will ein Spiel mit euch spielen. Ihr seid die Figuren und Jacko und ich werden sie lenken. Mal sehen wie lange es dauert, bis ihr am Ende seid.“ erklärte Julius höhnisch. Während er sprach ging er wie im Slalom um die Stühle herum. Bei Semir beugte er sich hinunter. „Na…. Wie war es? Willst du nicht doch eine Ladung davon haben?“ lachte er. Semir sah ihn erschrocken an. Julius lachte nur. Dann ging er zu einem Tisch und nahm zwei Revolver in die Hand. „Okay… wir werden nun ein ganz tolles Spiel spielen. Ich erkläre es mal. Hier in den Waffen sind jeweils acht Kammern. Eine Kammer ist gefüllt. Jacko und ich werden die Trommel drehen und keiner von uns weiß wann die gefüllte Kammer da ist. Wir werden euch die Waffen an den Kopf setzen und abdrücken. Die Chance steht also für jeden 7:1. Ist doch fair oder?“ Julius sah von Semir zu Tom und zurück. Beide ließen sich die Angst nicht anmerken.

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  • Jacko nahm seine Waffe und drehte die Trommel. Dann setzte er Semir die Waffe an den Kopf und drückte ab. Semir schloss die Augen. Er spürte den Druck und zuckte zusammen, als der Hammer auf eine leere Kammer traf. Sein Atem ging stoßweise. Nun war Julius dran. Er wiederholte das Spiel bei Tom. Bei Tom weiteten sich die Augen und Semir ahnte, dass er sich in die Situation am Ufer zurück gesetzt Er stieß undeutliche Laute aus was Julius allerdings nur amüsierte. Er drückte ab. Wieder schlug der Hammer auf eine leere Kammer. Tom atmete heftiger. Er bekam Schweißausbrüche. „So… die erste Runde habt ihr ja überstanden. Bleiben nur noch sieben. Wir wechseln nun wieder….“ lachte Julius und ging zu Semir. Nun setzte er ihm die Waffe an die Schläfe und drückte ab. Wieder eine leere Kammer. Auch bei Jacko war es eine leere Kammer als er am Kopf von Tom abdrückte. So wiederholte sich das perfide Spiel immer wieder. Nun kam die achte Runde. Julius war bei Semir dran. Dieser versuchte das Zittern zu unterdrücken, was Julius nicht entging. „Nervös?“ fragte er höhnisch. Er genoss den Augenblick und zögerte den letzten Schuss hinaus. Er sah abwechselnd auf Tom, der völlig blass war. Die Augen schrieen ihre Angst heraus. Panik…. Semir hätte alles getan um ihn dieses perfide Spiel zu beenden… Natürlich hatte er mitgezählt und wenn Julius die Waffe tatsächlich mit einer Kugel geladen hatte, dann war es nun soweit. Er schloss erneut die Augen und wartete einfach nur auf den Knall. Doch Julius und Jacko reizten das Spiel noch weiter aus. Julius wartete bis Jacko ebenfalls soweit war und die Waffe an Toms Kopf hielt. „So und nun sagt beide Goodbye…“ lachte Julius und zählte von drei runter auf ein. Dann drückten beide ab.


    Anna fuhr zur KTU. „Hartmut! Ich brauche Ihre Hilfe. Ich weiß es ist unmöglich, aber es geht um Semir und Tom. Bitte…“ sagte sie und legte Videobänder und Fotos auf den Tisch. Hartmut sah sich die Fotos an. „Gar keine gute Qualität.“ Meinte er. „Hartmut bitte… Sie sind der Einzige, der helfen kann.“ Erklärte Anna. Hartmut sah sie an. „Der Einzige? Worum geht es?“ wollte er nun neugierig wissen. „Semir und Tom sind entführt worden. Berger und Kaufmann. Sie wissen schon… Vor einigen Monaten der Kopfschuss den Tom überlebt hat?“ fragte Anna. Hartmut nickte. „Dieser Typen sind ausgebrochen, als Tom und Semir sie zu einer anderen Haftanstalt bringen wollten und nun sind sie in seiner Gewalt. Das LKA tappt völlig im Dunkeln und meinte die Videos seien unbrauchbar. Keine Hinweise. Ich will das nicht glauben…Ich will…“ erzählte Anna. Hartmut nahm das Video und legte es ein. Er sah einige Sequenzen und nickte. „Tja… sehr schlechte Qualität….“ Murmelte er. Anna schloss verzweifelt die Augen. „Also nichts zu machen?“ fragte sie leise. Hartmut lächelte. „Chefin… nichts existiert in meinem Wortschatz nicht. Ich werde sicher was finden. Aber ich brauche mindestens acht bis zwölf Stunden.“ Gab er bekannt. Anna nickte. „Beeilen Sie sich…. Bitte. Semirs und auch Toms Leben hängen davon ab.“ flehte sie ihn an. Schon machte Hartmut sich an die Arbeit.


    Fink saß bei Anna im Büro. „Und was meint Ihr Spezialist?“ fragte er etwas herablassend. Anna lächelte ihn an. „Er arbeitet daran und er wird etwas finden.“ gab sie bekannt. Fink lacht leise. „Bitte missverstehen Sie das nicht falsch, aber… ich habe die Besten Fachleute daran gesetzt und die haben nichts geschafft. Da wird Ihr Fachmann sicher auch nichts schaffen.“ sagte er. Es klopfte und Petra kam herein. „Chefin! Ich habe ein Match mit dem Phantombild, was Tom und Semir gemacht haben erhalten. Es ist ein gewisser Mark Holzmann. Er ist vorbestraft wegen Menschenschmuggel, Drogenhandel, Körperverletzung… Wohnhaft in der Riefenstahlstraße 1 in Düsseldorf.“ erklärte sie Fink stand auf und rannte raus. „Ich kümmere mich um ihn!“ rief er noch und war weg. Anna sah ihm nur nach. „Petra…. Durchleuchten Sie das Leben von diesem Holzmann und suchen Sie nach Hinweisen, die ihn mit Berger oder Kaufmann in Verbindung bringen.“ bat sie ihre Sekretärin. Diese nickte und verließ das Büro. An der Tür stieß sie mit Andrea zusammen. „Entschuldigung…“ sagte Petra leise. „Schon gut. Gibt es was Neues?“ fragte Andrea. Petra schüttelte den Kopf. „Nein…. aber wir sind dran. Die Chefin… sie..“ fing Petra an als Anna bereits nach Andrea rief. „Kommen Sie doch in mein Büro. Wir reden…“ bat sie. Andrea nickte und ließ Aida runter. „Kannst du einen Augenblick…?“ fragte sie Petra. Diese nickte und kümmerte sich um Aida.

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  • Fink kam an der Adresse an. Doch bei Holzmann war natürlich niemand zuhause. Er ließ die Tür aufbrechen und durchsuchte die Wohnung. Auf dem Tisch lagen einige Pläne. Fink entdeckte sofort, dass es ein Abschnitt der Autobahn war, auf dem der Überfall verübt wurde. Vermutlich sogar die Stelle, an der es geschah. Der Plan war bis ins Detail ausgefüllt. Er sah einige Autos auf denen Namen standen. Sylvie, Stefan, Wolfgang und noch andere Namen. Ein Wagen in der Mitte dort stand nur Ziel. Sylvie….? Sylvie…..? Der Name sagte Fink etwas. Er rollte den Plan zusammen und fuhr zu Anna zurück. Es schien doch dass die Kollegen der Autobahnpolizei sich als nützlicher erwiesen, als er es gedacht hatte. Ohne anzuklopfen stürmte er ins Büro der Chefin und stand plötzlich zwei Frauen gegenüber. „Frau Engelhard! Ich hab was….Oh…. Entschuldigung.“ Stammelte er verlegen. „Herr Fink… das ist Frau Gerkhan. Sie wollte wissen, ob wir etwas haben um ihren Mann aus den Klauen dieses Verbrechers zu befreien.“ Stellte Anna Andrea vor. „Fink… LKA. Frau Gerkhan… wir werden alles nur Mögliche tun, um die beiden Beamten da heraus zu holen. Sie sollten nach Hause fahren und auf unseren Anruf warten…“ gab Fink fadenscheinig von sich um die „Zivilistin“ zu beruhigen. Doch da war er bei Andrea an der falschen Adresse. „Herr Fink… ich war lange genug selbst hier in der Dienststelle tätig um genau das zu wissen. Natürlich wird alles getan, aber ich habe ein Recht hier zu sein. Hier ist nämlich ein Großteil meiner Familie, verstehen Sie?“ fauchte sie ihn wütender an, als sie eigentlich wollte. Fink zuckte zusammen. „Also wenn das so ist… ich meine… trotzdem würde ich mit Frau Engelhard etwas Dienstliches besprechen.“ erklärte Fink. Anna lächelte. „Wir haben keine Geheimnisse vor Frau Gerkhan. Was ist das?“ wollte Anna wissen und deutete auf den Plan in seiner Hand. „Nun das ist scheinbar ein Ablaufplan des Überfalls. Hier sehen Sie.“ sagte er und breitete den Plan am Tisch aus. Auch Andrea warf einen Blick darauf.


    Julius saß auf dem Sofa und genoss seine Havanna-Zigarre. Jacko sah ihn an. „Das tat gut.“ stieß er zufrieden aus. Er küsste Sylvie die ziemlich zerzaust in seinen Armen lag. Julius lachte. „Hattet ihr Spaß?“ fragte er. Jacko nickte. „Ja… es hat ziemlich lange gedauert, aber es hat sich gelohnt.“ gab er zu und küsste Sylvie. Julius richtete sich auf. „Sylvie… wenn du nichts dagegen hast, würde ich auch gern mal… du weißt schon…“ lachte er. Sylvie sah zu Jacko und dieser nickte. „Gönne es ihm doch.“ meinte er. Sylvie nickte und verschwand mit Julius. „Ich werde mich noch mal um unser anderes Problem kümmern. Jetzt wo ich wieder so zufrieden bin, kann ich es genießen.“ gab Jacko von sich und erhob sich. „Sei aber nicht zu grob. Ich will nicht noch mehr Dreck hier haben.“ lachte Julius auf der Treppe. Sylvie zog ihn regelrecht ins Schlafzimmer. „Na dann mach dich mal auf etwas gefasst, alter Mann. Ich bin sehr anspruchsvoll.“ schnurrte sie wie ein Kätzchen. „Und ich bin nicht Alt. Aber das wirst du gleich erfahren. Ab ins Körbchen.“ gab Julius wieder und verschloss die Zimmertür.


    Jacko grinste nur. Dann ging er die Stufen zum Keller hinunter. Er und Julius hatten sich bereits abgesprochen wie es nun weiter gehen sollte. Sie wollten so schnell es ging die Geschäfte wieder aufnehmen. Er öffnete im Keller eine Geheimtür und betrat einen Raum, der steril gehalten schien. In diesem Raum waren einige Leute in weißen Anzügen damit beschäftigt weißes Pulver in Tüten abzufüllen. Der Drogenhandel konnte schon bald wieder florieren. Jacko sprach mit einem der Leute und ließ sich etwas von dem weißen Pulver geben. Er nahm es und verschwand wieder. Kurz darauf war er in der Küche und tat das Pulver in eine Flasche mit Wasser. Er wartete bis es aufgelöst war. Dann setzte er sich ins Wohnzimmer und wartete auf Julius. Er sah auf die Uhr. Gerade mal eine halbe Stunde war vergangen, als er und Sylvie nach oben gegangen waren. Jacko nahm sich eine Zigarre und blies den Rauch in Ringen durch die Luft.


    Hartmut sah sich das Video Sequenz für Sequenz an. Er spulte vor und zurück, machte Standbilder und vergrößerte sie am PC und verwarf sie wieder. Nach vier Stunden schloss er erschöpft die Augen und schüttelte den Kopf. Die Leute vom LKA hatten Recht, die Aufnahmen waren eine Katastrophe. Doch so einfach wollte er nicht aufgeben. Es musste möglich sein, die Qualität zu verbessern. Irgendwie etwas herausfiltern. Gesichter oder Kennzeichen. Irgendwas. Plötzlich machte es klick. Er hatte doch kürzlich ein Programm bekommen, womit man Videos digitalisieren konnte und eine Bildqualität in bester Auflösung bekam. Er kramte etwas und hatte es in der Hand. Schnell war es installiert und er ließ das Video durch das Programm bearbeiten. Es dauerte ziemlich lang und in der Zeit machte Hartmut sich über die Fotos her. Er nahm eine Lupe und sah sich jede Person auf dem Foto an. „Wieso hat der denn keine Digitalkamera benutzt, verdammt…“ fluchte er leise. Die Zeit flog dahin. Er wusste genau, dass Engelhard sich auf ihn verließ und sie wusste dass er nichts unversucht lassen würde, Ergebnisse zu bekommen, die niemand für möglich hielt. Er scannte die Bilder in den PC und besah sie sich in einer vielfachen Vergrößerung an. Doch es war nichts zu sehen. Hartmut spürte Wut aufsteigen. Er wollte sich nicht auslachen lassen. Er würde etwas finden. Egal wie lange es dauerte.

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  • So da alle so fleißig in ihren Storys schreiben setze ich auch noch etwas ein. Besonders für Jenny... nicht dass sie die ganze Woche sich nich konzentrieren kann....


    Julius kam zufrieden mit Sylvie herunter und sah Jacko an. „Und?“ fragte dieser. „Du hast Recht…. Sie ist absolute Spitzenklasse.“ grinste Julius zufrieden. „Was hast du mit Kranich vor?“ wollte Jacko wissen, als Julius sich seine Zigarette ansteckte. „Oh... ganz einfach. Er wird zusehen, wie wir seinen Freund erschießen. Zumindest wird er das glauben. Gerkhan bekommt eine Schutzweste an und du wirst auf ihn schießen. Er verliert durch den Aufprall der Kugeln sicher das Bewusstsein. Kranich wird denken er ist tot. Und ab da werden wir anfangen ihn an die Nadel zu bringen. Er wird uns dankbar sein, für jeden Schuss den er von uns bekommt. Und danach werden wir mit Gerkhan, der dann ja „tot“ ist an einen Rastplatz fahren und ihn ablegen. Irgendjemand wird ihn schon finden. Kranich kann das Schauspiel ansehen und dann ist es um ihn geschehen.“ gab Julius seinen Plan bekannt und blies den Rauch durch die Nase aus. Jacko zog die Schultern hoch. „Gerkhan wird uns jagen. Wir müssen ihn wirklich erschießen. Wenn der rausbekommt, wo wir sind, dann....“ gab er seine Bedenken durch. Julius lachte laut. „Na... der wird gar nicht wissen wo wir sind. Er braucht sicher eine Zeit, bevor er wieder zu sich kommt und diesen Zeitraum können wir ja auch verlängern.“ meinte Julius achselzuckend.


    Semir saß in seinem Kellerraum. Er war zwar nicht gefesselt, aber er hatte bereits festgestellt, dass er die Tür nicht allein öffnen konnte. Seine Hände zitterten immer noch von dem perfiden Spiel was Kaufmann und Berger mit ihm und Tom gespielt hatten. Russisches Roulette. Doch Berger hatte geblufft. Es waren keine Kugeln in den Kammern. Bei jedem Abdrücken hatte Semir große Angst. Würde es nun ihn erwischen, oder Tom? Für Berger und Kaufmann war es ein belustigtes Spiel. Als sie zum achten Mal den Revolver an die Schläfe gehalten bekamen, versuchten sie sich zu äußern, doch das Klebeband verhinderte es. Berger genoss die Angst der Polizisten. Er spürte Hunger und Durst. Seit sie hier waren hatten sie nichts bekommen. Dann hörte er wie die Tür geöffnet wurde und sein Körper spannte sich. Kaufmann kam mit einem Tablett hinein. Semir roch Kaffee. „Hier iss!!“ blaffte Kaufmann ihn an. Semir stand langsam auf und versuchte das Zittern zu verbergen. Doch Kaufmann fiel es natürlich auf, als er die Tasse nahm. „Na…. Flattern die Nerven immer noch?“ fragte er grinsend. Semir antwortete nichts und aß das Brötchen, was daneben lag. Kaufmann wartete bis er fertig war. Dann verließ er den Raum wieder.


    Hartmut bearbeitete in Zeitlupe Bild für Bild durch. Er schien ziemlich verzweifelt, denn das Video war extrem verwackelt. Doch er schaffte es das Kennzeichen sichtbar und vor allem erkennbar zu machen. „Endlich!“ stieß er aus und machte ein Standbild. Dann vergrößerte er das Kennzeichen und druckte es aus. Jetzt brauchte er nur die Bilder von den Personen schärfer zu machen und dann konnte man direkt fahnden. Das war relativ einfach, denn die Bilder waren besser, als er es vom LKA gehört hatte. Drei Gesichter waren eindeutig zu erkennen. Hartmut packte alles zusammen und fuhr zur PAST um Anna Engelhard das Ergebnis seiner Arbeit zu präsentieren. Nur fünfzehn Minuten saß er Anna gegenüber. „Chefin! Ich hab es geschafft!“ sagte er und hob stolz die Brust hervor. Anna nahm die Bilder und sah sie sich an. „Super... Ich wusste dass Sie es schaffen, Hartmut.“ Lobte sie den Techniker. „Ja sicher... ich meine.... ich habe alles versucht. Leider ist nicht mehr herausgekommen.“ kam fast entschuldigend von Hartmut. „Na es ist mehr als vom LKA zu erwarten war. Okay... die Bilder werden von Petra durch den PC gejagt und dann hoffe ich, das wir außer Berger und Kaufmann noch die anderen in der Kartei haben. Das Kennzeichen lassen wir überprüfen. Sie Hartmut legen sich jetzt mal ne Weile hin. Sie sind ziemlich müde.“ Gab Anna bekannt und erhob sich. Hartmut nickte. „Ja.... es waren ein paar Stunden und ich könnte eigentlich noch weiter machen...“ begehrte Hartmut auf. Doch ein Blick von Anna ließ ihn verstummen und er nickte nur. „Gut... ich fahre heim.“ sagte er und verschwand. Anna sah auf die Uhr. Es war drei Uhr nachts, doch weder sie noch Petra dachten an Schlafen. Sie wollten beide alles möglich machen, um Semir und Tom aus den Fängen des Teufels zu befreien.


    Auch Tom saß in seinem Raum und wartete. Er allerdings hatte die Augen geschlossen und versuchte Ruhe zu finden. Die Tür ging auf und Tom sah den Mann, der ihn und Semir hier festhielt. „Wo ist Semir?“ fragte er leise. Berger lachte. „Gut aufgehoben. Hier iss!“ befahl er. Tom stand auf und aß. Er trank das Wasser und spürte einen bitteren Geschmack. „Ist auch nicht mehr ganz frisch, was?“ fragte er. „Schmeckt es nicht? Wir können die Versorgung auch ganz einstellen.“ meinte Berger warnend. Tom schüttelte den Kopf und aß schweigend weiter. „Wo ist Semir? Bitte… ich will mit ihm reden.“ versuchte Tom es erneut. Doch Berger schüttelte den Kopf. „Es wäre nicht gut wenn ihr mit einander redet. Deshalb wirst du hier bleiben. Dein Freund ist ebenfalls gut untergebracht. Ich hab noch eine ganze Menge vor mit dir und deinem Freund. Nur keine Sorge… ihr werdet euch nicht langweilen.“ versprach Berger und verließ, nachdem Tom gegessen hatte den Raum wieder. Tom stand langsam auf. Er rüttelte an der Tür, doch diese war natürlich verschlossen. „Semir!“ rief er erneut. Verzweiflung machte sich breit.

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  • Fink sah Anna an. „Es tut mir wirklich Leid. Es sind mittlerweile vier Tage vergangen. Ich befürchte, dass wir für Gerkhan und Kranich nichts mehr tun können. Vermutlich leben sie gar nicht mehr. Ich meine sie sind für Berger und Kaufmann nutzlos geworden.“ Gab er von sich. Anna schloss die Augen. „Sicher... die Wahrscheinlichkeit besteht. Aber ich denke wir sollten nicht aufgeben. Ich lasse Frau Schertbach soeben von meiner Sekretärin überprüfen. Vielleicht hat sie noch andere Grundstücke oder Wohnsitze wo sich die Leute aufhalten könnten. Und vielleicht finden wir dann die Beiden. Ich denke nämlich nicht, dass sie tot sind. Berger hatte Semir bitterböse Rache geschworen und er wird bei Kranich auch nicht zurück stecken. Wir dürfen nicht aufgeben...“ versuchte sie den jungen Mann zu überzeugen. „Also gut. Sie rufen mich an, wenn Sie etwas finden, was uns weiterbringt. Aber sollten wir bis zum Wochenende nichts finden, dann müssen wir davon ausgehen, dass die beiden Beamten tot sind.“ bestimmte Fink. Anna nickte nur und sah den jungen LKA-Beamten hinterher. „Das ihr immer gleich aufgeben müsst“ murmelte sie unhörbar.


    Isolde Schrankmann beehrte Anna am nächsten Tag. „Das ist ja wieder mal sehr schön zu sehen, dass Kranich und Gerkhan nichts aber auch absolut gar nichts auf die Reihe bekommen. Nicht einmal einen Gefangenentransport können die Beiden durchführen, ohne ein Chaos anzurichten!“ keifte sie direkt los. Anna sah sie an. „Frau Schrankmann, falls es Ihnen entgangen ist. Kranich und Gerkhan sind in der Hand dieser Verbrecher. Sie sind vielleicht sogar schon tot. Sollten Sie noch einmal über meine beiden besten Beamten derart herziehen, werde ich mich bei Ihrem Vorgesetzten beschweren.“ Gab sie leise drohend von sich. Schrankmann sah sie pikiert an. „Ach… warum wurde ich nicht direkt informiert? Was denken Sie eigentlich muss noch passieren? Ich werde die beiden suspendieren! Die werden auf eine einsame Insel versetzt, sobald sie wieder da sind!“ ging das Gezeter der Staatsanwältin weiter. Anna schüttelte den Kopf. „Ganz genau sobald sie wieder da sind…. Frau Schrankmann. Ich weiß nicht wer Sie informiert hat, aber derzeit sind wir dabei heraus zu finden, wer Berger und Kaufmann zur Flucht verholfen hat. Wir werden es herausfinden und dann gnade demjenigen Gott, werde ich keine Gnade walten lassen. Und solange sollten Sie sich erst einmal zurück halten.“ Anna war wütend und man merkte es nicht nur ihrer Stimme an. Auch die Gestik sagte deutlich was sie von den Vorwürfen der Staatsanwältin hielt.


    Nachdem die Staatsanwältin das Büro von Anna verlassen hatte, hielt Anna die Hände vors Gesicht und stieß ein leises Stöhnen aus. „Warum kann die Frau sich nicht einfach mal raushalten?“ fragte sie leise. „Ähm… Chefin?“ holte Hartmut sie aus ihren Gedanken. „Hartmut… Sagen Sie mir bitte, dass Sie etwas gefunden haben.“ flehte Anna. Doch Hartmut schüttelte den Kopf. „Es tut mir Leid. Alles was ich herausgefunden habe, waren die Kennzeichen. Die Personen mit Ausnahme der Frau waren völlig unscharf. Das gilt auch für die Bilder.“ Gab Hartmut selbst von seiner Leistung enttäuscht zu. Anna nickte. „Sie haben es immerhin versucht.“ meinte Anna tröstend. Hartmut nickte zwar, aber man sah ihm sein schlechtes Gewissen an. „Chefin… ich würde gern mehr machen. Haben wir denn irgendeine Nachricht von Semir oder Tom? Ich meine nach dem was Tom gerade durchgemacht hat und… ich …“ gab Hartmut von sich. Sorge war in der Stimme deutlich zu hören. „Nein… leider nicht. Hartmut Sie sollten sich nun ausruhen. Mehr als das, was Sie getan haben konnten Sie nicht tun. Ich werde Sie unterrichten, wenn ich etwas weiß.“ tröstete sie ihn. Hartmut nickte und verließ mit gesenktem Kopf die PAST.

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  • Na für die vielen Feedbacker gibt es noch einen extra langen Nachschlag...


    Jacko sah Sylvie an. Er küsste sie sanft. „Was meinst du… ist Julius Plan die Beiden so richtig fertig zu machen perfekt? Ich will dass sie leiden. Besonders Kranich… er soll mich anbetteln, dass ich ihn leben lasse. Ich will ihn fertig machen….“ grollte er leise. Sylvie lachte. „Nun ich denke schon, das Kranich zerstört ist, wenn er zusieht wie Gerkhan stirbt. Allerdings teile ich deine Meinung das Gerkhan uns ab diesem Zeitpunkt jagen wird. Es sei denn er bekommt eine Gratiszugabe, die ihn für immer außer Gefecht setzt. Ich habe nämlich keinen Bock im Knast zu verenden, nur wie Julius Plan einen Fehler aufweist. Du kennst Gerkhan.... er gibt nicht auf. Lass dir also was einfallen. Ich nehme mal an, dass du Gerkhan ein Schlafmittel verpassen sollst, damit er für länger ausgeschaltet ist. Tausch den Inhalt aus und gib unserem Bullenfreund einen goldenen Schuss.“ meinte sie kalt. Jacko lachte leise. „Du bist eine wahre Hexe.... so schön gemein und knallhart, aber auch sexy...“ gab er zu. Er stand auf. „Wo willst du denn hin?“ fragte sie enttäuscht. „Ich bereit nur alles vor. Ich will nämlich keine Fehler machen. Die Spritze bereitmachen und schon einmal verstauen. Morgen werden wir uns die beiden Bullen schnappen und dann geht der Spaß los. Ich bin schon auf Kranichs Gesicht gespannt.“ lachte er und verließ den Raum.


    Fink besuchte Anna am nächsten Morgen. „Gibt es was Neues?“ fragte er hoffnungsvoll. Anna sah ihn an. „Ich dachte Sie wollte klein beigeben?“ kam etwas erstaunt von ihr. „Nun ja… ich wollte erst, aber…ich meine…vielleicht finden wir sie ja doch. Ich habe die Akten noch einmal durchgesehen und etwas festgestellt. Oder besser gesagt, ich habe herausgefunden, dass es ein geheimes Labor von diesem Berger geben muss. Das Problem ist nur… ich weiß nicht wo. Ich meine es könnte doch immerhin möglich sein, das Berger dort genau Gerkhan und Kranich festhalten…“ erklärte Fink. Anna nickte. „Ja es ist eine Möglichkeit. Nur wie soll es uns weiterhelfen? Ich meine wenn Sie keine Adresse haben, wo sollen wir suchen?“ kam von Anna die Gegenfrage. „Ja ich weiß. Ich habe meine Kontakte in der Drogenszene angerufen. Es gibt dort einen, der damals sehr nah an Berger dran. Ich hoffe nur, er kann sich erinnern, wenn er mal wieder klar im Kopf ist.“ meinte Fink. Anna nickte. „Das wäre wenigstens etwas.“ gab sie zu. „Tja… nur gibt es ein Problem. Die Staatsanwältin will die Ermittlungen einstellen. Sie meint es brächte sicher mehr, wenn man aufhören würde zu suchen. Schon allein wenn man die Ausgaben für die Suche berücksichtigt und vermutlich damit die Staatskasse derart belastet, dass es besser wäre, Gerkhan und Kranich zu vergessen.“ Erzählte Fink leise. Anna sah ihn an. „Wie war das?“ fragte sie erstaunt. Fink sah sie an und hob die Arme. „Hören Sie… ich bin trotzdem hier. Weil ich denke das Gerkhan und Kranich eine Chance verdient haben, gefunden zu werden. Schrankmann sieht das natürlich nicht so und ich werde vermutlich suspendiert werden, weil ich mit Ihnen zusammen arbeite. Aber das nehme ich in Kauf.“ erklärte Fink weiter. Anna nickte. „Danke und um die Staatsanwältin werde ich mich kümmern. Sie können zunächst hier Ihr Lager aufschlagen. Benutzen Sie das Büro von unseren beiden Kommissaren.“ nickte Anna und griff zum Telefon. Sie wählte eine Nummer und bat dann darum, den Oberstaatsanwalt zu sprechen. Nur wenig später schien alles klar zu sein. „so… damit haben wir grünes Licht. Ihre Suspendierung muss leider warten.“ lächelte sie ihn an. Fink stand auf. „Dann mache ich mich mal an die Arbeit.“ nickte er und verschwand.


    „Wo willst du hin?“ fragte Berger als Jacko ihm auf dem Weg ins Labor begegnete. „Ich will nur die Möglichkeit ausschließen, dass Gerkhan uns ab morgen verfolgt. Einen goldenen Schuss und alles ist vorbei. So einfach ist das. Umso mehr Zeit können wir uns bei Kranich lassen ihn an die Nadel zu bringen.“ lachte er. Berger nickte nachdenklich. „Gut… ich denke Kranich wird nicht lange brauchen. Ich habe ihn bei unserem Roulette beobachtet. Er war da schon ziemlich blass. Heroin… nun ich denke nach drei viermal wird er sicher dafür alles tun.“ dachte Berger laut nach. „alles was ich will. Nur um an den Stoff zu kommen.“ ging es weiter. Jacko nickte. „Ja… ganz genau. Er wird vermutlich morgen zusammenbrechen. Soll ich Gerkhan erschießen?“ wollte er wissen. „Ja. Ich werde Kranich beobachten, ihn fertig machen oder besser gesagt, fertig machen lassen. Was meinst du wie er sich fühlt, wenn er zusieht, wie du seinem Freund erneut eine Kugel verpasst? Er wird zusehen und nichts tun können. Was meinst du was passiert?“ fragte Berger lachend. Jacko nickte. „Er wird vermutlich den Raum in dem du ihn sperrst zu Kleinholz verarbeiten.“ gab er zu. Berger schüttelte den Kopf. „Nein… das wird er nicht, er wird schreien, toben, aber…“ lachte Berger zufrieden. „…ich will ihn ganz langsam fertig machen. Und sobald er mein ist, lasse ich ihn wieder fallen!“ Berger verließ das Zimmer und ging in den Keller.


    Tom war der erste, der zwei Stunden später aus dem Raum geholt wurde. „Wo ist Semir? Bitte sagen Sie es mir doch?“ flehte er, denn seit er seinen Freund das letzte Mal gesehen hatte waren mittlerweile zwei Tage vergangen. „Halt die Klappe!“ blaffte Jacko ihn an und stieß ihn in einen Raum, der mit Spiegeln verkleidet war. „Was soll das?“ fragte Tom. Doch Jacko wollte nicht mit ihm reden. „Setz dich!“ befahl Jacko und drückte Tom auf den im Raum stehenden Stuhl. „Was haben Sie vor?“ kam von Tom ängstlich. Jacko nahm Handschellen und band Tom mit dem Stuhl zusammen. „Was soll das?“ stellte Tom die nächste Frage. Doch Jacko antwortete nicht. Stattdessen verließ er den Raum wieder und überließ Tom seine Angst. Doch es dauerte nicht lange und Jacko kam wieder. „Weißt du noch was wir beide gemacht haben?“ fragte er leise. Tom sah ihn an. „Was meinen Sie?“ wollte er wissen. „Nun ich dachte an die Situation, als du vor mir knietest, als du meine Waffe am Kopf spürtest und als du die Kugel spürtest? Erinnerst du dich daran? Weißt du noch wie das Gefühl war?“ stellte Jacko die Fragen und lud seine Waffe. Tom sah ihn erschrocken an und schluckte trocken. „Nun? Ich warte auf deine Antwort.“ lachte Jacko und ließ die Trommel einrasten. Tom ahnte was nun passieren sollte. „Weißt du eigentlich dass wissenschaftlich gesehen, die Chance einen Kopfschuss zu überleben sehr gering ist? Nur zwei Prozent gibt es, die so etwas überleben. Du kannst dich also glücklich schätzen. Aber ganz sicher ist, dass du einen zweiten Kopfschuss nicht überlebst. Und das werde ich dir jetzt zeigen.“ lachte Jacko höhnisch und presste Tom die Waffe an den Kopf. Tom zuckte zusammen, als er den kalten Stahl spürte. Die Erinnerung kehrte zurück.


    und nun? Morgen geht es dann weiter... Gute Nacht allen Lesern. ;)

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  • Semir erschrak als die Tür zu seinem Gefängnis aufging. Berger kam zu ihm. „Komm!“ befahl er nur. Semir stand langsam auf und hob die Hände weil Berger eine Waffe auf ihn richtete. „Hey… ist es wieder ein Spiel von Ihnen?“ fragte er vorsichtig. „Nein….kein Spiel. Diesmal sind hier Kugeln drin. Willst du dass ich es dir zeige?“ kam von Berger lachend. Er zielte auf Semirs Knie. Semir schüttelte den Kopf. Er traute Berger alles zu. Noch konnte er ja nicht wissen, dass Berger nur den Wunsch hatte, Kranich nervlich am Boden zu sehen. Langsam zum Wahnsinn treiben. Berger wollte ihn winseln hören, betteln…heulen… Semir ging langsam aus dem Raum und versuchte Berger immer im Auge zu halten, doch dieser stieß ihn als er an ihm vorbei war fest in den Rücken. Semir taumelte und stieß gegen die Wand. Sofort war Berger da und presste ihn fest ran. Er drückte seine Waffe an Semirs Hals. „Wenn ich jetzt abdrücke, dann wäre Kranich sicher sehr traurig nicht wahr?“ langsam spannte er den Hahn. Semir atmete heftig und versuchte sich zu lösen, doch es ging nicht. Berger nahm die Waffe wieder runter und lachte leise… „Nein… so einfach mache ich es dir nicht…“ fauchte er und stieß Semir weiter. Wenn dieser eben noch daran dachte sich zu wehren und versuchen raus zu kommen, so wurde er nun doch ziemlich ruhig und führte die Befehle von Berger aus. Nur wenig später wurde er wieder in sein Gefängnis gebracht. Er hatte Schmerzen, weil Berger ihn geschlagen hatte. Ohne zu nach etwas zu fragen, einfach nur um ihn zu peinigen. Aber er hatte ihn nicht ins Gesicht geschlagen. Rippen, Magen, Nieren waren seine Angriffsziele. Die Schläge waren mit so einer Heftigkeit, das Semir bei jedem Schlag aufschrie. Aber er war zu stolz um Berger anzuflehen, aufzuhören.


    Jacko lachte gehässig, als Tom ein tiefes Stöhnen ausdrückte. „Na was sagt man dazu… da habe ich doch tatsächlich vergessen, Patronen einzulegen. So was aber auch“ Er beobachtete sein Opfer genau. Der Atem ging stoßweise. Die Augen waren unnatürlich groß und drückten Panik aus. „So schnell wirst du nicht sterben. So schnell nicht. Was hältst du davon, wenn ich bei deinem Freund mal nachforsche, ob er es überlebt? Willst du dabei sein?“ Die Fragen trieften vor Hohn. Tom schüttelte den Kopf. „Nicht…..“ stieß er aus. Seine Stimme zitterte. Die Erinnerungen an das Erlebte hatten ihn wieder voll im Griff. Wieder sah er die Situation, als er vor Jacko kniete, als dieser abdrückte und der Schmerz, der ihn befiel bis das Bewusstsein erloschen war. Dann kam die Erinnerung an die Dunkelheit, die ihm danach befiel. Blind… für immer Blind…. „Warum quälen Sie mich so?“ fragte er leise. Jacko sah ihn an. „Du fragst warum? Ich mag es nicht, wenn ich hintergangen werde, wenn ich verraten werde und vor allem mag ich keine Bullen. Du bist einer und deshalb mag ich dich nicht. Für heute war es erst einmal genug. Morgen geht es richtig zur Sache. Ich habe eine ganz tolle Überraschung für dich. Doch nun.... wird es dunkel. Stockdunkel um genau zu sein…“ lachte Jacko und verließ den Raum. Tom atmete tief ein und versuchte seine Nerven zu kontrollieren. Doch plötzlich verlöschte das Licht und es wurde finster in dem Raum. Nirgends drang ein Lichtstrahl durch. „NEIN!!“ schrie Tom. Seit er blind war, hatte er Panik wenn ein Raum vollkommen dunkel war. Genau wie hier. Er fühlte sich hilflos…


    Semir wartete, das man sich um ihn kümmerte. Die Schmerzen waren abgeklungen und er wartete drauf, dass es eine weitere Runde gab. Er machte sich Sorgen um Tom. Was hatten die Kerle mit ihm gemacht? Wo war er? Warum haben sie die beiden getrennt? Fragen die ihn durch den Kopf gingen und auf die er keine Antwort fand. Er erschrak als die Tür aufgetreten wurde und gegen die Wand schlug. Berger kam zu ihm mit Jacko im Schlepptau. „Hoch mit dir!“ brüllte Jacko ihn an und zog ihn sofort auf die Beine. „Wo ist Tom? Was habt ihr mit ihm gemacht?“ fragte Semir und versuchte sich gegen Jacko zu wehren. „Ihr nervt ganz schön. Dein Freund ist gerade etwas nervös, aber ich denke das wirst du gleich ändern. Er hat Sehnsucht nach dir.“ lachte Jacko. Er ließ Semir los und stieß ihn gleichzeitig vorwärts. Semir taumelte, fing sich dann jedoch wieder. Langsam ging er vor den Männern her. „Was haben Sie vor?“ fragte er leise. „Wir spielen ein kleines Spiel. Mal sehen ob es dir gefällt…“ lachte Berger und stieß Semir weiter vorwärts. Vor einer Tür blieb er stehen. „Aufmachen!“ befahl Jacko. Semir tat es und wurde in den finsteren Raum gestoßen. „Einen schönen Aufenthalt!“ lachte Jacko und versperrte die Tür wieder. In dem Raum konnte man die Hand vor Augen nicht mehr sehen.

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  • Langsam tastete Semir sich durch den Raum. Er hörte ein Wimmern. „Tom?“ fragte er hoffnungsvoll. „Semir? Semir…ich … ich kann nichts sehen. Ich bin blind. Ich bin wieder blind..“ kam leise von Tom. „Tom… du bist nicht blind. Wir sitzen in einem finsteren Raum. Ich sehe genauso wenig wie du. Bist du okay?“ wollte Semir wissen und versuchte sich zu orientieren woher Toms Stimme kam. „Dieser Mistkerl... er... er hat mir die Waffe an den Kopf.... und er... er hat abgedrückt. Alle Bilder sind wieder da. Alles was ich nicht mehr ...“ Tom stockte. Semir hörte das er fertig war. Seelisch fertig. „Tom... rede weiter. Ich komme zu dir. Sag was...“ bat Semir. „Ich will nicht mehr... Semir... ich will nicht mehr. Diese Erinnerungen... sie sind so grausam. Ich will nicht mehr....“ Semir musste schlucken, denn Tom schien zu weinen. Diese Mistkerle hatten es tatsächlich geschafft ihn zu brechen. „Tom... wir kommen hier raus. Daran musst du glauben. Wir werden es schaffen und hier raus kommen. Du darfst nicht aufgeben.“ versuchte Semir ihn zu stärken. Doch auch bei ihm verschwand die Hoffnung langsam. Wenn er sich nicht verrechnet hatte waren sie bereits seit drei Tagen hier, oder sogar mehr? Er wusste es nicht genau. Langsam tastete er sich im Raum vor und stieß gegen den Stuhl. „Tom? Bist du das?“ fragte er hoffnungsvoll. „Ja...“ kam leise zurück. Semir ließ sich runter und suchte nach Toms Händen. Er spürte die Handschellen „Hör zu... ich will das du alle Gedanken von dir wirfst, okay... denke nicht an das was geschehen ist. Dieser Jacko will dich weich kochen, lass es einfach nicht zu. Sie spielen mit uns und hoffen so an ihr Ziel zu kommen. Ich weiß es ist schwer.... versuche nicht daran zu denken...“ gab Semir zu und redete weiter auf Tom ein.


    Anna lief in ihrem Büro auf und ab. Der vierte Tag und es gab keine Hinweise wo Semir und Tom steckten. Fink kam zu ihr. „Mein Informant hat mich eben angerufen.“ Sagte er stolz. Anna sah ihn an. „Ja und? Wollen Sie nun eine Medaille haben oder erzählen Sie mir auch so, was er gesagt hat?“ fauchte sie ihn an. Doch im selben Moment tat es ihr leid. „Entschuldigung...ich bin müde...“ bat sie. Fink nickte. „Schon gut. Er hat mir gesagt, das dieser Berger nichts an Grundstücken besitzt. Auch Kaufmann nicht. Was er aber sagen konnte ist, das diese Sylvie ein kleines Häuschen hat. Außerhalb von Köln und ziemlich versteckt. Dort so hat er wiederum von einem Drogenabhängigen gehört, gibt es wohl ein kleines Labor, wo so sagt der Informant Drogen hergestellt werden. Der Renner aus diesem Labor ist eine Partydroge, die den schönen Namen „Engelsflug“ trägt. Er weiß allerdings nur das dieses Labor irgendwo zwischen Köln und Neuss liegt. Wo genau...“ erzählte Fink. Anna nickte. „Das Gebiet ist zwar immer noch groß, aber ich denke so viele Häuser wird es im Grünen sicher nicht geben.“ dachte sie laut nach und rannte bereits zu Petra damit diese anfängt zu recherchieren.


    „und dann ... erinnerst du dich noch... als Andrea mit Aida schwanger war? Oder als wir Petra kennen gelernt haben? Ich weiß das du und sie...also ..“ erzählte Semir und lachte zwischendurch. Er versuchte Tom aufzuheitern, doch es schien nicht wirklich zu funktionieren. „Tom... redest du nicht mehr mit mir?“ wollte er wissen, als sein Freund gar nichts von sich gab. „Semir... wir werden hier nicht wieder lebend raus kommen. Diese Mistkerle haben sicher noch einiges mit uns vor. Sie werden uns langsam umbringen...“ sagte dieser leise. „Nein... daran darfst du nicht denken. Die Chefin setzt sicher alles in Bewegung um uns zu finden...“ bekräftigte Semir seine Gedanken. „Vergiss es... sie weiß ja nicht einmal wo wir sind. Berger und Kaufmann werden gewinnen. Sie werden uns fertig machen....Ich weiß es. Sie sind brutal und...“ Tom stockte weil sie einen Schlüssel hörten. Die Tür ging auf und Berger machte das Licht an. Semir und Tom schlossen geblendet die Augen. Dann wurde Semir gepackt und raus dem Raum gezerrt. „So... für dich ist es Zeit Goodbye zu sagen“ fauchte Berger. Tom starrte Berger an. Dann schlug die Tür wieder zu und die Dunkelheit verschlang Tom, der immer mehr verzweifelte.

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  • Semir wehrte sich nicht gegen Berger und Kaufmann als sie ihn aus dem Raum zerrten. Er wehrte sich nicht, als Kaufmann ihn in eine Schutzweste zwängte. Semir ahnte genau, was die Beiden vorhatten. Sie wollten ihn erschießen und vermutlich sollte Tom zusehen. „Sie werden damit nicht durchkommen! Sie werden ihn nicht brechen!“ stieß er verächtlich und wütend aus. Berger lachte. „Meinst du wirklich? Ich finde er ist jetzt schon ein seelisches Wrack.“ nickte er und sah triumphierend zu Jacko. „Ja und ich finde er ist nicht fertig genug. Bin gespannt was er macht, wenn er sieht, wie wir dich erschießen. Wollen wir wetten, dass er dann für Drogen sehr zugänglich ist? Ich habe da was Neues gefunden und mal sehen....wie es bei einem Bullen wirkt. Und bis er ganz fertig ist, werden sicher noch ein paar Tage vergehen. Tja... so endet das Leben des Semir Gerkhan. Zumindest wird Kranich das glauben. Wie lange meinst du wird es dauern, bis er realisiert, dass alles nur ein Spiel ist?“ stellte Berger Semir die Frage. Semir zuckte mit den Schultern. Was hätte er auch sagen sollen. Das Kaufmann und Berger ihn nicht laufen lassen, war klar. „So eine letzte Nacht für dich und morgen früh geht es los.“ lachte er. Dann nickte er und verließ mit Jacko den Raum. Semir blieb mit den Gedanken an seinem Freund und Partner allein.


    Am nächsten Morgen wurde die Tür zu Semirs Gefängnis aufgeschlossen. Jacko und Julius zerrten ihn auf die Beine. Jacko grinste ihn höhnisch an. „So... unser Freund Kranich sitzt im Zimmer mit dem venezianischen Spiegel und ist bereit auf unser Schauspiel. Darf ich unseren Hauptkommissaren bitten, mir zu folgen.... Der Tod wartet schon.“ grinste er Semir an und zerrte ihn mit sich. Er wurde in einem Raum gebracht, der dem von Tom ähnelte. Nur ein winziger Unterschied war da. An der linken Wand war ein riesiger Spiegel. Da Semir ahnte, dass hinter diesem Spiegel Tom saß und nun ansehen musste wie man auf ihn schoss, wurde ihm sehr unbehaglich. Jacko zwängte ihn an die Wand wo Ketten eingefasst waren. Er fesselte Semir daran. Ein Klebeband über den Mund verhinderte, dass er Tom etwas zurufen konnte. „So... sag Lebe wohl! Ach du kannst ja nicht. Dann machen wir das ohne Abschied. Willst du die Augen verbunden bekommen? Oder willst du mir in die Augen sehen?“ fragte Jacko lachend. Semir sah ihn an. Konnte er wirklich sicher sein, dass Jacko ihm in die Brust schoss? Jacko ging ein Schritt zurück und sah zum Spiegel. Dann nahm er seine Waffe und legte an.


    Tom saß auf der anderen Seite des Raumes und konnte das Geschehen dort mitbekommen. Berger kam herein. „Na... hast du dich schon verabschiedet?“ fragte er höhnisch. „Lassen Sie ihn... bitte. Sie wollen sich an mich rächen okay... Semir hat damit nichts zu tun.“ versuchte Tom seinen Freund zu retten. „Oh er hat eine Menge damit zu tun. Wenn er mich damals nicht abgehalten hätte, wärest du nicht mehr und ich wäre nie in den Knast gekommen. Nein.... er wird sterben. Du darfst zusehen.“ grinste er Tom an. Dann ging er zum Mikrofon und gab durch: „Drei.... zwei.....eins...Feuer!“ befahl er. Tom starrte Jacko durch die Scheibe an und zerrte an seinen Handschellen. „NEIN!!!“ schrie er als Jacko schoss und er sah, wie Semir unter den Einschlag der Kugeln zusammenzuckte. Nur kurz darauf sackte Semir zusammen. Tom schloss entsetzt die Augen. Sein Freund war tot. Er wurde von mehreren Kugeln getroffen. Tränen schossen in die Augen und er schämte sich seiner Trauer nicht. Berger sah triumphierend auf ihn. „Na... das war doch ein Abgang wie man es sich wünschte, gell!“ lachte er und verließ den Raum. Tom starrte mit tränenverschleiertem Blick auf seinen Freund der immer noch in den Fesseln an der Wand hing. Nun war er, Tom, ganz allein. Niemand der ihn hier helfen konnte. Er gab auf. Sollten die Männer doch mit ihm machen was sie wollten. Tom wollte genau wie Semir sterben.

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  • Berger sah zu Kaufmann und nickte. „So... du gehst zu Kranich. Ich kümmere mich um unsere „Leiche““ lachte er Jacko an. Dieser nickte und verschwand. Berger löste die Fesseln an Semirs Händen und dieser sackte leblos zu Boden. Doch er wusste genau, dass er nicht tot war, sondern nur durch den Einschlag der Kugeln in die Weste das Bewusstsein verloren hatte. Es würde sicher noch ein paar Minuten dauern, bis er wieder zu sich kam. Er zog die Spritze, die Jacko vorbereitet hatte aus der Tasche und leerte den Inhalt in der Vene des Hauptkommissaren. „So... und nun ab ins Auto und weg mit dem Dreck“ lachte er leise, schulterte Semir und brachte ihn raus. Der Wagen stand direkt vor der Tür und Julius ließ den Polizisten in den Kofferraum fallen. Es interessierte ihn nicht im Geringsten, das der Mann mit dem Kopf an den Holm schlug. Für ihn war der Mann eh tot und damit brauchte es ihn auch nicht zu kümmern. Der Deckel schlug zu. Berger setzte sich ans Steuer und fuhr los. Da es recht früh war, war noch nicht viel los auf der Straße. Berger fuhr auf der B9 und hielt an einem kleinen Wäldchen was weit ab von der Stadt war. Selbst wenn er noch einmal zu sich kommen sollte, war es doch ziemlich ausgeschlossen, dass ihm jemand helfen wird. Diese Gegend war tot....


    Jacko verließ das Labor mit einer Spritze. Nur wenig später traf er mit Berger zusammen und sah ihn grinsend an und beide gingen in den Raum, wo Tom Kranich sich befand. Als sie den Raum betraten, sahen sie einen Mann, der scheinbar gebrochen war. Er hob den Kopf. Berger sah die Tränen in seinen Augen. „Na... wer wird denn gleich weinen...“ lachte er gehässig und trat hinter Tom. Er schon den Ärmel des Hemdes hoch und Jacko fing an den Arm abzubinden. Der Polizist ließ alles mit sich machen. Er wollte nicht mehr kämpfen. Jacko führte die Nadel ein und leerte den Inhalt. Dann sah er zu wie der Polizist in sich zusammensackte und mit einem dämlichen Grinsen die Augen schloss. „Viel Spaß!“ lachte er und nickte Berger zu. Wo hast du Gerkhan hingebracht?“ fragte er. Berger schüttelte den Kopf. „In einer einsamen Gegend an der B9. Bis er dort gefunden wird, haben wir Weihnachten und einen süchtigen Bullen in unseren Reihen.“ grinste Berger. Kaufmann nickte. „Und er wird alles tun, um an seinen Stoff zu kommen.“ gab er zufrieden von sich. Berger lachte. „Ich hoffe nur die Dosis in der Spritze für Gerkhan war hoch genug, dass er endlich krepiert.“ grollte er und ballte die Fäuste. „Nun... du kannst ja nachsehen und dich überzeugen.“ meinte Kaufmann nur und lehnte sich zurück. Sylvie kam herein. „Habt ihr zwei Lust auf etwas Besonderes?“ fragte sie und stellte sich aufreizend in den Türrahmen. Jacko und Julius sahen sich an, fingen an zu grinsen und nickten dann.


    „Chefin! Ich hab was. Hier… diese Sylvie hat in Dormagen ein Häuschen auf dem Lande. Die Adresse ist Dornsieferweg 48.“ rief Petra und sah Anna an. Fink sah auf und sein Blick wurde traurig.. „Dornsieferweg?“ fragte er erneut. Petra nickte. „Das können Sie vergessen. Das Gebäude darauf ist abgebrannt. Seit fast sechs Jahren. Da ist nichts mehr…“ gab er leise von sich. Anna sah ihn an. „Was wenn es unterirdisch ist?“ fragte sie. Fink sah sie an. „Sie meinen ein unterirdisches Labor? Und ein unterirdischer Wohnraum?“ irgendwie klang die Frage sehr skeptisch. Anna zuckte mit den Schultern. „Warum denn nicht? Wäre eine Möglichkeit…oder etwa nicht?“ stellte sie die Gegenfrage. „Ja sicher… doch schon… also gut. Aber wir sollen bis morgenfrüh warten. Wenn es hell ist, dann können wir dort viel besser suchen.“ erklärte Fink. Anna war einverstanden. Sie sah auf die Uhr. „Gut… wir treffen uns um sieben und fahren dann alleine los. Wenn dort jemand ist, dann werden wir das SEK dazu rufen. Petra… für morgen ein SEK-Team in Bereitschaft.“ befahl Anna. Petra nickte und verschwand. „Warum denn erst morgen?“ fragte Andrea, die plötzlich im Büro stand. Anna sah sie erschrocken an. „Andrea… wir tun alles um Semir und auch Tom zu finden. Sie sollten sich ausruhen.“ sprach sie auf Semirs Frau ein. „Frau Engelhard… ich kann nicht schlafen, wenn ich nicht weiß, was mit meinem Mann ist. Verstehen Sie mich nicht? Ich habe Angst…Angst dass er nicht wieder kommt. Angst davor eines Tages in der Leichenhalle zu stehen und ihn identifizieren müssen.“ kam leise von Andrea. Petra sah sie mitleidig an. „Willst du bei mir schlafen? Wo ist Aida?“ fragte sie besorgt. Andrea sah sie an. Tränen schimmerten in den Augen. „Aida ist bei meinen Eltern.“ sagte sie leise. Anna sah Petra an und diese verstand. Sie nahm Andrea in den Arm. „Ich weiß wie es dir geht.“ sagte sie leise. Andrea fing an zu weinen.

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  • Tom erwachte aus seinem Traum. „Semir?“ fragte er leise doch dann sah er die Bilder wieder vor sich. Er sah wie Semir unter Schüssen zusammenbrach. Nur gehalten von den Fesseln an den Händen. Semir war tot. Erschossen von Berger und Kaufmann. Erschossen! Erschossen! „NEIN!!!“ schrie Tom laut und versuchte die Erinnerung, die Gedanken von sich zu schütteln... „NEIN!!“ schrie er erneut und er ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Er bekam nicht einmal mit, dass die Tür sich öffnete und jemand in den Raum kam. „Na wer wird denn so traurig sein?“ fragte ihn Jacko. Tom sah ihn an. „Hey... ich hab was für dich. Beruhigt die Nerven.“ grinste Jacko ihn an. Tom antwortete nicht. Er wehrte sich nicht, als Jacko ihm die zweite Dosis setzte. Wieder driftete Tom in eine Welt, die ihm nur schönes vorgaukelte. Tom war es egal. Alles war besser als die Wirklichkeit. Jacko verließ den Raum wieder. Er traf auf dem Gang mit Sylvie zusammen die ihn müde ansah. „War es schön?“ fragte er und küsste sie. „Ja... aber anstrengend. Ich werde mich für eine Weile hinlegen.“ Sagte sie leise. Er nickte. „Soll ich mit, oder willst du allein in dem großen Bett sein?“ fragte er lächelnd. „du bekommst wohl nicht genug, was... aber du und Julius...ihr seid mir zu anstrengend. Lass mich bis heute Abend bitte etwas zu Ruhe kommen.“ grinste sie und verschwand.


    Der Tag ging zu Ende. Anna und Fink hatten das gesamte Grundstück abgesucht. Es war keine Spur zu finden. Nichts was darauf hindeutete, dass hier noch Leben war. Anna sah Fink an. „Verdammt… wir müssen endlich was finden. Wir müssen einfach“ stieß sie aus. Fink nickte „Leider ist hier nichts. Ich sagte ja bereits, das können wir uns sparen. Verdammt… ich würde alles tun, um diese Mistkerle wieder da hin zu bringen wo sie hingehören.“ grollte er. Anna holte tief Luft. „Mit Wunschdenken ist uns leider nicht geholfen. Wir fahren zurück.“ meinte sie und ging zum Wagen. Fink nickte „Gut… dann auf die Autobahn.“ kam resigniert von ihm. Anna sah ihn an. „Wenn ich mir die Gegend so ansehe, dann könnte sich ja vielleicht in der Nachbarschaft etwas abspielen. Vielleicht ist hier an der Landstraße ein Häuschen wo man sich verstecken kann, oder so? Hätten Sie etwas gegen eine längere Spritztour?“ fragte sie. Frank schüttelte den Kopf. „Nein… wir sollten es auf jeden Fall untersuchen. Welche Straße meinen Sie genau?“ wollte er wissen. „Nun die B9. Sie führt von hier bis nach Köln rein. Wir können in einem recht flotten Tempo hinfahren und uns die Gegend ansehen.“ schlug Anna vor. Fink war einverstanden. Nur wenig später fuhren sie auf der B9 in Richtung Köln. Die Strecke war ziemlich trostlos. Anna sah sich genau um. Und nachdem sie eigentlich schon aufgeben wollte, sah sie plötzlich etwas am Straßenrand liegen. „Fink… halten Sie an!!“ schrie sie auf einmal und Fink trat die Bremse. Noch bevor der Wagen stand war Anna draußen und rannte ein Stückchen zurück. Fink kam ebenfalls dazu. Er sah wie Anna sich über eine Person gebeugt hatte, die gefesselt und geknebelt am Straßenrand lag. Ein klammes Gefühl kam ihn ihm auf.

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