Vom Jäger zum Gejagten

  • Es war heiß. Die Sonne brannte erbarmungslos vom wolkenlosen Himmel. Tom und Semir waren gerade auf dem Parkplatz bei KM 196 an der A 3 gefahren, als sie von zwei älteren Damen regelrecht überfallen wurden. „Polizei!!“ riefen die Beiden. Tom sah Semir grinsend an. „Wir haben doch noch gar nichts getan“, murmelte er. „Sie müssen uns helfen! Rufen Sie die Polizei!“ rief eine der Alten und sah Tom flehend an. „Ja... Sie müssen uns einfach helfen. Man hat uns hier ausgesetzt! Jawohl! Das ist Piraterie!“ stimmte die Andere zu. Semir nickte und hob die Hände. „Nun mal mit der Ruhe, die Damen. Wir sind von der Polizei. Beruhigen Sie sich und erzählen Sie was passiert ist.“ sprach er beruhigend auf die Frau ein. Die Frau sah ihn spöttisch an. „Sie sind auch Polizist?“ fragte sie. „Ja sicher...!“ kam irgendwie empört von Semir. „Also Ich bin Laura Menzhagen. Meine Freundin Anastasia Kupone und ich waren zu einer Busfahrt eingeladen. Es sollte ins schöne Münsterland gehen und die Fahrt war auch sehr schön. Aber... und das ist etwas Unverschämtes... ging es zu einer Verkaufsveranstaltung. Wir wurden alle in einen Raum gesperrt und mussten das Gelaber von dem Verkäufer anhören. Rheumadecken, Kirschkernkissen und all so ein dämliches Zeug wollten die an uns verkaufen. Einige haben es auch getan. Wir Beide nicht. Wir wurden bedroht... beschimpft und dann wurden wir hier abgesetzt. Angeblich eine Pause. Pah! Pause? Die haben uns hier rausgeworfen und gesagt „Seht zu wie ihr alten Schachteln nach Hause kommt. Wer nichts kauft kann laufen. Das ist doch Betrug, ist das!“ erzählte die Frau auf Semirs Seite.


    Tom sah die Frauen an. „Sind Sie irgendwie verletzt?“ fragte er. Anastasia Kupone schüttelte den Kopf. „Nicht körperlich... aber nervlich sind wir Beide am Ende. Unsere Handtaschen sind ja noch im Bus. Unser Geld, Ausweis, Bankkarten... alles da im Bus.“ meinte sie. „Okay .... wir werden Sie zur Wache mitnehmen und die Anzeige aufnehmen. Ich denke doch dass Sie Beide eine Anzeige schalten, oder?“ fragte Semir. Beide Frauen nickten. „Ja selbstverständlich! Diesen Verbrechern gehört das Handwerk gelegt.“ Empörten sich die Frauen. Semir hielt die hintere Tür auf. „Dann steigen Sie bitte ein.“ forderte er die beiden Frauen auf. Es ging zurück zur Wache. Während der Fahrt stellte er bereits Fragen über den Vorfall. „Wie sind Sie denn zu dieser Busfahrt eingeladen worden?“ wollte er wissen. „Ach... das ein ganz persönlicher Brief. Sie haben gewonnen ... stand als Überschrift. Ich habe noch nie etwas gewonnen, wissen Sie und da hab ich mich natürlich sehr drüber gefreut. Dann rief Anastasia mich an und sagte, dass sie auch gewonnen hatte und sich auf jeden Fall den Gewinn abholen wird. Ja und dann sind wir beide eben in diesen Bus gestiegen. Doch als es dann darum ging, die Gewinne zu verteilen, was laut der Information einen Wert von mindestens 100 Euro haben sollte, Pah!!! Hundert Euro. Es war bei mir ein Dosenöffner, den Sie in jedem Supermarkt für fünf Euro bekommen. Bei Anastasia war es ein Korkenzieher. So ein Betrug! Na auf jeden Fall haben wir uns beschwert. Aber alles was wir bekommen haben war ein müdes Lachen. Und dann sollten wir noch dieses überteuerte nutzlose Zeug kaufen.“ erzählte Laura. Semir nickte nur. Er sah Tom kurz an und dieser schien das Gleiche zu denken.


    Hubert Krassner saß in seinem Büro und grinste zufrieden. „Das sind doch so einfältige Idioten. Glauben die tatsächlich gewonnen zu haben. Tse.... Als ob wir etwas zu verschenken haben.“ grinste er seinen Freund Heiko Richter an. „Tja... so bekommen wir das gute Geld und können uns auf einen unbeschwerten Lebensabend freuen. Ach... der Mann, der die letzte Tour nach Münster gemacht hat, muckt auf. Er meint für das was von ihm verlangt wird, zahlen wir zu wenig und er würde zur Polizei gehen, wenn wir sein Gehalt nicht um mindestens 50 % erhöhen.“ erzählte Heiko. „50 %?“ fragte Hubert nach. Heiko nickte. „Tja... dann dürfte es in Kürze einen Busfahrer weniger auf der Welt geben. Schade eigentlich. Aber ich lasse mich nicht erpressen. Besorge du das bitte. Und vor allem sorge dafür, dass er nicht so schnell gefunden wird. Und dann brauchen wir einen neuen Fahrer. Aber diesmal einen der die Schnauze hält und kuscht. “ ermahnte Hubert ihn und Heiko verschwand.

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  • „Sie können die Männer beschreiben? Haben Sie denn diese Gewinnmitteilung noch?“ fragte Semir als sie in der Wache die Anzeige aufnahmen. Laura nicke. „Ja also den Fahrer kann ich Ihnen beschreiben, aber ich glaube nicht, dass er damit zu tun hat. Er fährt ja nur. Die Verkäufer... das sind die Verbrecher. Und der Veranstalter.“ Erklärte sie eifrig. Semir lächelte. „Ja sicher... nur irgendwo müssen wir ja anfangen. Was ist mit der Einladung? Haben Sie sie noch?“ fragte er weiter. Laura schüttelte den Kopf . „Nein... leider nicht. Diese Einladung war ja quasi die Fahrkarte und wir mussten sie abgeben.“ kam leiser von ihr. „Wissen Sie wie der Veranstalter hieß? Also welches Busunternehmen?“ kam nun von Tom. Laura sah ihn entschuldigend an. „Leider ist mein Namensgedächtnis nicht mehr so gut. Wissen Sie.... ich bin ja schon 78 und da ist das mit dem Gehirn nicht mehr so einfach...“ erklärte sie lächelnd. Anastasia schlug leicht mit der Hand auf die Schulter von Laura. „Also wirklich, Laura. Das interessiert doch keinen ob du senil bist oder nicht.“ tadelte sie ihre Freundin. Semir und Tom sahen sich nur grinsend an. „Wie sieht es denn mit Ihnen aus Frau Kupone... wissen Sie wie das Unternehmen hieß der diese Gewinnausschüttung machen wollte?“ wandte Semir sich nun an sie. „Natürlich weiß ich das. Das war der Name... Kasten oder Kastner oder Kasser? Ich hab bestimmt noch ein Brief von dem da. Ich hab nämlich schon öfter davon was bekommen.“ behauptete Anastasia. Tom nickte nur. „Gut... dann unterschreiben Sie nun die Anzeigen und wir werden Sie dann nach Hause bringen lassen. Um alles Andere werden wir uns kümmern. Und meine Damen... nie wieder mit solchen Bussen fahren.“ warnte Tom sie freundlich.


    Heiko sah Jakob Steiner an. „So... Jakob. Der Boss meint du wärest zu unverschämt und spricht dir hiermit die fristlose Kündigung aus.“ mit diesen Worten hob er seine Waffe und drückte eiskalt ab. Jakob brach zusammen. „Abschaum gehört in den Dreck.“ grinst Heiko und nahm den toten Köper hoch. Er schleppte ihn zum Hinterausgang des Betriebes und warf ihn in den großen Müllcontainer. „So ersparen wir deiner Witwe sogar die Beerdigungskosten.“ Lachte er noch. Anschließend fuhr er zurück zum Busunternehmen. Er meldete sich bei Hubert Krassner. „Der Fall Steiner ist erledigt. Der wird niemanden erpressen, nichts erzählen und schon gar nichts mehr kosten.“ gab er bekannt. „Wo ist die Leiche?“ wollte Hubert wissen. Heiko grinste. „Dort wo Müll hingehört. Er ist in einem Container und der wird morgen in die Müllverbrennungsanlage geleert. Von unserem Steiner bleibt nicht einmal ein Knochen übrig.“ bestätigte er wissend. Hubert nickte. „Dann besorge mir einen vernünftigen Fahrer aber einen der nicht direkt aufmuckt. Am besten vielleicht ein ehemaliger Knasti, der froh ist einen Job zu bekommen.“ meinte Hubert nur. Heiko nickte.


    „Nun die Frauen sind der Meinung, dass sie ziemlich abgezogen wurden. Und da gebe ich denen Recht. Die scheinen ja ne ziemlich miese Masche abzuziehen.“ erklärte Semir der Chefin Anna Engelhard, als sie ihr den Fall erklärten. Anna nickte. „Ja... ich weiß das diese so genannten Kaffeefahrten nicht gerade illegal sind, aber sehr Profit bringend für die Busunternehmen. Das dort natürlich schwarze Schafe sind, ist allen bekannt. Doch scheinbar gibt es immer wieder Leute, die darauf reinfallen. Wie wollen Sie beide vorgehen?“ fragte Anna. Semir zog die Schultern hoch. „Was sollen wir machen. Wir haben keinen Namen an dem wir uns halten können. Die alten Damen bekommen ihre Taschen sicher irgendwann wieder und wenn nicht... Papiere sind schnell neu ausgestellt. Die Kontenkarten sind gesperrt. Damit lässt sich kein Schaden mehr anstellen.“ meinte Tom nur. Anna stimmte dem zu. „Tja... so leid mir die Beiden auch tun. Wir können nichts machen. Also gut. Dann machen Sie Ihre Runde, die Sie wegen den beiden Damen abgebrochen haben, zu Ende.“ gab sie zum Tipp. Semir und Tom nickten und verschwanden.

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  • So da ich morgen ja nach Hürth fahre gibt es heute noch mal eine kleine Fortsetzung:


    Die Tage vergingen. Tom und Semir hatten den Vorfall mit dem Bus längst vergessen und machten ihre Touren auf der Autobahn, hielten einige Rowdys an. Aber es war nichts Gravierendes. Eines Tages fuhren sie die Raststätte Eifeltor an. Hier standen drei Busse die Kaffeefahrten machten und Tom sah wie Laura und Anastasia in einem der Busse einstiegen. „Sieh mal... die Beiden haben nichts gelernt.“ meinte er nur. Semir nickte. „Na und wenn dann wieder so was passiert wie letztes Mal dann sind sie am weinen. Ich versteh die Leute nicht.“ grinste er. „Wollen wir sie mal erschrecken?“ fragte Tom. Semir tippte sich an die Stirn. „Ist dir die Sonne nicht bekommen oder was?“ stellte er die Gegenfrage. „Oder wie wäre es, wenn wir uns einschleichen und mal zusehen, wie so eine Aktion abläuft. Ich meine… dann hätten wir auch was in der Hand… wenn die noch so ein Ding durchziehen.“ meinte Tom darauf, anstatt auf Semirs Anspielung einzugehen. „Mensch Tom… das geht doch gar nicht .Die haben sicher Listen dabei, oder irgendwas das sich dort keiner einmischt.“ behauptete Semir. „Ach woher willst du das den wissen, Schlaumeier…“ grinste Tom ihn an. „Hey… das war aber doch nicht ernst gemeint, oder?“ Semir geriet ins Zweifeln. Dann nickte er. „Doch… du meinst es ernst. Tom wir haben nicht so einen Fall. Und ich will das auch nicht.“ behauptete er fest. „Na und? Mensch wir sind heute Abend wieder zurück und wissen was auf diesen Fahrten so abgeht. Was ist denn schon dabei? Komm!“ überredete Tom seinen Partner. „Wir haben doch unsere Waffen dabei. Wenn die sie sehen, wissen die doch sofort, dass wir Bullen sind.“ merkte Semir an. Tom lachte. „Dann legen wir sie ins Auto. Wir werden hier ja wieder raus gelassen. Komm schon…Denk an die vielen alten Leute die dir dankbar sein, weil wir sie vor weiterem Schaden bewahren.“ redete Tom auf ihn ein. Semir ließ sich breitschlagen. Die Waffen verstauten sie in einer der Taschen, die im Wagen lagen und nahmen sie mit dann stiegen sie hinten in den Bus ein. Dann ging die Fahrt weiter.


    Heiko sah Hubert an. „Die müssten jetzt eigentlich gleich hier ankommen. Wieder ein paar Schäfchen die wir ausnehmen können.“ lachte er. Hubert nickte. „Ja und dann kommt der Nächste und der Nächste. Die Dummen sterben nicht aus. Aber was sollen die auch schon machen. Wenn sie nichts kaufen, dann werden sie ausgesetzt. Wie viele sind es heute?“ wollte er wissen. Heiko sah auf eine Liste. „Nun… wir haben hier an die fünfundzwanzig Leutchen stehen. Na… mal sehen was wir ihnen heute anbieten. Was hältst du denn von diesen Handtüchern. Wir verklickern denen, dass es Spezialtücher sind, die Krätze weg bekommt, oder Neurodermitis.“ lachte Heiko. Hubert nickte. „Ja… machen wir so.“ stimmte er zu. „Mach den Saal fertig. Ich denke in zwei Stunden werden die hier eintreffen.“ befahl er. „Ach ja…. sag Rainer Bescheid, dass die nächste Tour nach Holland ansteht und dass er nur einen Fahrer nimmt auf den wir uns verlassen können.“ Heiko nickte.


    Semir sah Tom an. Sie saßen beide ganz hinten im Bus. Natürlich hatten Laura und Anastasia sie sofort erkannt. Aber Semir machte ihnen ein Zeichen nichts zu sagen. Beide Frauen nickten nur. „Das ist ja echt unbequem. Ich meine wir hätten dem Bus auch mit dem BMW folgen können. Wäre genauso gut gewesen.“ maulte er. Tom nickte. „ja vermutlich, aber dann wäre sicher vor dem Tor Schluss gewesen. Und wir wollen doch wissen was so läuft oder nicht?“ gab Tom zur Antwort. „Oh nein…. Du wolltest es. Ich war direkt dagegen.“ schimpfte Semir. Tom schüttelte den Kopf. „Also wirklich…. Ich weiß gar nicht was du hast. Lass dich doch einfach mal fahren, genießen die Sicht. Du kannst dich entspannen während der Busfahrer sich durch den Verkehr wurstelt.“ Grinste er nur. „Ja du mich auch… Ich hab ein ganz ungutes Gefühl… Was wenn die Typen herausfinden, dass wir Bullen sind?“ raunte Semir ihn zu. Tom nickte. „Na wenn du lauter redest, dann sicher. Wer sollte denn was verraten? Laura und Anastasia sind still. Die wissen ja was passieren kann.“ beruhigte Tom ihn. „Ja und was ist mit der Chefin? Die will sicher wissen was wir treiben. Was soll ich der denn erzählen. Wir machen gerade ne Kaffeefahrt?“ lachte Semir. Tom nickte und schloss die Augen. „Ja…genau das…“ murmelte er.

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  • okay Gitti... hier kommt ein extra langer Teil für dich


    Anna sah Andrea an. „Haben sich Gerkhan und Kranich schon gemeldet?“ fragte sie. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein… seit zwei Stunden nicht mehr. Ich habe sie bereits angefunkt, aber die melden sich nicht.“ erklärte sie. Anna nickte. „Gut… dann versuchen Sie es bitte auf den Handys.“ gab Anna den Befehl. Andrea nickte und wählte Semir an. „Ja?“ hörte sie seine Stimme. „Ja toll… sag mal wo seid ihr denn? Ich versuch euch schon die ganze Zeit zu erreichen. Die Chefin hat Sehnsucht nach euch.“ gab sie durch. „Ähm… ja… also ich denke mal dass wir gegen sechs wieder im Büro sind. Vorher ist es nicht möglich.“ am von Semir als Erklärung. Andrea stutzte. „Wieso denn nicht?“ fragte sie. „Nun ja… wir sitzen in einem Bus auf Kaffeefahrt. Wir also ich meine Tom… er hatte die Idee dadurch an Informationen zu kommen.“ versuchte Semir sich zu entschuldigen. „Ach und jetzt wollt ihr, dass ich der Chefin erkläre was ihr macht. Na ganz toll.“ Grollte sie zurück und beendete das Gespräch. Sie ging zu Anna ins Büro. „Und? Haben Sie die Beiden erreicht?“ wollte sie wissen. Andrea nickte. „Ja… die sind auf Kaffeefahrt.“ gab sie kühl zurück. „Wie bitte???“ fragte Anna überrascht. „Nun Semir sagte mir, dass er und Tom in einem Bus sitzen und auf Kaffeefahrt sind um Beweise zu finden, für die Anschuldigungen der beiden Damen von letztens.“ erklärte Andrea vorsichtig. Sie hasste es, wenn sie als Sprachrohr zwischen den Hauptkommissaren und der Chefin zu spielen. Anna stöhnte leise auf. „Ich wusste doch, dass die Beiden diesen Fall nicht einfach ruhen lassen können. Verdammt noch mal….“ fluchte sie.


    Die Fahrt des Busses schien zu Ende zu gehen. Denn der Fahrer reihte sich ein um auf einen Parkplatz zu fahren. Semir sah Tom an. „Es scheint wir sind am Ziel. Sieht doch eigentlich gut aus.“ meinte er zu ihm. „Ja scheint ganz so… ich hoffe nur du hast auch Geld dabei. Sonst werden wir ausgesetzt…“ grinste er seinen Partner an. „Ha…ha… du Witzbold. Klar hab ich Geld dabei. Aber ich werde mir nichts von diesem Blödsinn kaufen, denn das sind eh nur Lügen. Da können die mich dann auch in der Wüste aussetzen.“ raunte Semir ihn zu. Tom grinste ihn nur an. Dann hielt der Bus. Die Fahrgäste stiegen aus und wurden von einem Mann im Anzug begrüßt und in das Restaurant geführt. „Meine Damen und Herren, schön Sie hier begrüßen zu dürfen .Bevor wir uns allerdings zusammensetzen sollten Sie sich zunächst stärken. Hier zu meiner Linken sehen Sie das Buffet. Sie dürfen sich nehmen soviel Sie essen können. Anschließend bitte ich Sie in den großen Saal zu meiner Rechten zu kommen. Dort werden dann die Gewinne ausgegeben.“ Hörte Semir den Mann reden. „Mann der kann ganz schön schwafeln.“ grinste er. „Nur im Gegensatz zu dir, wird er dafür bezahlt.“ gab Tom zurück. Semir sah ihn an und sein Blick sagte viel. Beide bedienten sich am Buffet. „Boah… wenn das so schmeckt wie es aussieht, dann hat es sich wenigstens gelohnt.“ meinte er kurz darauf und Tom stimmte zu. „Ja… ich habe einen Bärenhunger…“ Er biss in das Brötchen und befand es für sehr empfehlenswert.


    Laura und Anastasia sahen sich an. „Die scheinen sich ja richtig in den Fall zu knien.“ meinte Laura. Anastasia nickte. „Ja… und das ist auch gut so… diesen Verbrechern muss man das Handwerk legen. Wir werden den Beiden helfen.“ stimmte Anastasia zu. Laura nickte. „Ja… wir machen uns zu den Hilfssheriffs und dann helfen wir den Beiden. Die wissen ja gar nicht wie die sich verhalten sollen.“ Gab sie zurück. Beide standen auf und gingen zu den Polizisten. „Hallo… Sie ermitteln wohl die Sache mit den Handtaschen, was?“ fragte sie den Großen. Doch dieser schüttelte den Kopf. „Nein nicht direkt. Wir ermitteln wegen dem Aussetzen. Das ist nämlich ein Verbrechen und so etwas können wir nicht hinnehmen. Was machen Sie eigentlich hier? Wollen Sie wieder auf die Nase fallen?“ fragte er. Laura schüttelte den Kopf. „Nein… diesmal habe ich wirklich gewonnen. Sehen Sie… hier steht es… Herzlichen Glückwunsch… Sie haben gewonnen. Und zwar den Hauptpreis in unserem Preisausschreiben. Sie müssen nur noch mit dem Bus fahren und ihren Gewinn abholen.“ Las Laura einen Brief vor. Die Polizisten schüttelten die Köpfe. „Frau Menzhagen… das haben Sie doch schon öfters bekommen. Das sind falsche Versprechen. Die wollen doch nur, dass Sie mit dem Bus fahren und dann wieder überteuerte Sachen kaufen. Und wenn Sie es nicht tun, dann werden Sie wieder ausgesetzt.“ erklärte der Kleinere. Laura sah ihn an. „Nein… ich habe noch nie solche Briefe bekommen. Meinen Sie, ich vergesse alles? Ich bin doch gar nicht so alt.“ empörte sie sich.


    „So meine Herrschaften! Darf ich Sie dann nach drüben bitten.“ ertönte die Stimme des Veranstalters. Die Reisegruppe gingen alle in den Saal. Auch Tom und Semir schlossen sich an. Kaum waren die Leute drin, bemerkte Tom direkt das zwei Männer die Türen verschlossen. Er macht Semir darauf aufmerksam. Dann fing der Veranstalter an zu reden. „Meine Damen und Herren, wie eben schon gesagt, freue ich mich Sie alle hier begrüßen zu dürfen. Sie haben alle etwas gewonnen und Sie werden sicher begeistert sein. Aber mal ehrlich… was wäre wenn Sie noch viel mehr haben könnten. Sie könnten etwas für Ihre Gesundheit tun. Sicher haben Sie schon von diesen Fahrten gehört, wo Sie etwas kaufen müssen, um wieder heim zu kommen. Bei uns ist es nicht so. Sie erhalten Ihren Gewinn und natürlich können Sie frei entscheiden, ob Sie etwas kaufen oder nicht. Für die Leute die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, bieten wir nun noch einige sehr hilfreiche Produkte an. Nach dieser Verkaufsveranstaltung werden wir Ihnen die Gewinne überreichen und dann gemütlich wieder heimfahren….“ erzählte der Mann Semir sah zu Tom und nickte nur. „Dann kann ich ja schlafen. Weck mich, wenn es vorbei ist“ raunte er ihm leise zu.

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  • So Gitti... das muss reichen bis Sontag


    Gegen 19 Uhr war die Reisegruppe wieder auf dem Rastplatz angekommen. Tom und Semir verließen. „Sehen Sie… es war doch nur ein Irrtum.“ sagte Laura noch zu ihm. Semir sah sie an. „Frau Menzhagen. Sie haben ein Handtuch gekauft und dafür fast 100 Euro hingelegt. Das ist doch nicht kein normaler Kaufpreis. Das Handtuch bekommen Sie in jedem Geschäft für fünf Euro!“ meinte Tom nur. „Ja aber das ist doch was ganz anderes. Dieses Handtuch kann Neurodermitis vorbeugen. Das ist doch was ganz tolles.“ erklärte Laura wieder. Semir schüttelte den Kopf. „Nun wie dem auch sei. Sie sind alle wohlbehalten wieder hier am Treffpunkt. Die Fahrt war zwar sehr entspannend aber nichts was auf ein Verbrechen hin deutet. Das die Handtücher ihren Wert übersteigen ist eine Sache des Verbraucherschutzes.“ meinte Semir nur und ging mit Tom zum Dienstwagen. „Dann auf zur PAST.“ Meinte Tom nur und ließ sich auf den Beifahrersitz fallen.


    Anna bekam während die beiden zurück zur PAST unterwegs waren Besuch. Zwei Herren von der Drogenfahndung nahmen platz und Andrea servierte den Kaffee. „Das ist Lou van den Burg, von der holländischen Drogenfahndung. Er hat ein kleines Problem und wir hoffen auf die Hilfe der Autobahnpolizei. Insbesondere auf einen der Kollegen mit Namen Semir Gerkhan.“ Erklärte Albert Sichel. Anna nickte. „Ich würde ja gern sagen, dass wir ihn zu uns holen, aber er ist derzeit unterwegs. Aber Sie können mir ja schon mal erklären um was es genau geht.“ bat Anna freundlich. Lou van den Burg nickte. „Ja... natürlich... Es geht um einen nicht ganz ungefährlichen Auftrag. Wir haben derzeit Probleme mit einem recht großen Drogenhändler, der Kontakte hier nach Deutschland hat. Allerdings konnten wir Hub van Straaten nichts nachweisen. Er scheint unangreifbar zu sein. Und um das zu ändern, würden wir gern einen Mann in die Organisation einschleusen. Am liebsten natürlich in Holland nur das gibt eben das Problem, dass alle Drogenfahnder bereits mit van Straaten Kontakt hatten. Sie müssen wissen unsere Dienststelle ist nicht besonders groß und wir haben personelle Probleme. Nun ja.... Herr Sichel meinte es wäre für Herr Gerkhan genau das Richtige. Er ist Türke und denen wird ja nachgesagt, mit Drogen zu handeln, zu dealen und natürlich auch schmuggeln. Wir haben uns auch schon etwas ausgedacht, um ihn dort bei van Straaten rein zu kriegen.“ erklärte der holländische Kollege im gebrochenen Deutsch. Anna nickte. „Nun ich denke schon, dass Herr Gerkhan sicher einverstanden ist. Allerdings sehe ich da einige Gefahren. Wir müssten mehr über diesen van Straaten und natürlich seinen Kontakt nach Deutschland erfahren. Lassen Sie mir die Akte zukommen. Ich werde Herrn Gerkhan dann informieren.“ meinte Anna und gab somit ihre Zustimmung.


    Nur wenig später nachdem die beiden gegangen waren, schlichen Tom und Semir in die Diensträume. Anna sah sie und kam aus dem Büro. „Meine Herren! Würden Sie mir bitte mal erklären, was das sollte? Wir ersticken in Arbeit und Sie beide machen eine Kaffeefahrt!!“ schrie Anna wütend die beiden an, als sie in ihrem Büro saßen. „Chefin… wir wollten nur mal sehen, wie diese Fahrten ablaufen. Das ist die reinste Abzocke. Wenn dort nichts gekauft wird, dann werden Sie mitten auf der Rückfahrt raus geworfen!“ verteidigte Tom seine Idee. Anna sah ihn an. „Sie haben was gekauft?“ fragte sie. Tom und Semir schüttelten heftig den Kopf. „Nein natürlich nicht. Aber diesmal war es alles in Ordnung. Alle wurden zurück gebracht. Aber ich bin mir sicher, dass all diese Fahrten Abzocke sind. Egal wie es ausgeht.“ meinte auch Semir. Anna sah sie nur wütend an. „Sie haben hier genügend Arbeit und es reicht aus, wenn Sie auf Staatskosten die Reparaturen an den Dienstwagen machen lassen. Kaffeefahrten sind nicht inbegriffen.“ grollte Anna.


    Während Semir und Tom sich vor Anna rechtfertigten, ging es auf einer anderen Tour von Krassner heftig zur Sache. Einer der Fahrgäste boykotierte den Kauf und wurde auf der Autobahn zum Aussteigen gezwungen. Mark der Fahrer sah auf Arne. „Mensch du kannst den Alten doch nicht hier raus lassen! Wie soll der denn hier wegkommen und was ist wenn der einen Herzinfarkt bekommt?“ begehrte er auf. Arne sah ihn grinsend an. „Ist nicht mein Problem. Fahr los!“ befahl er. Mark starrte auf die Straße. Der alte Mann stand vor dem Bus und hob die Hände. „Was ist? Fahr los!“ befahl Arne wieder. „Aber… der Mann… er steht doch direkt…!“ meinte Mark. Arne zog ihn vom Steuer weg und setzte sich selbst auf den Fahrersitz. Er fuhr los. Voller Entsetzen der anderen Busreisenden fuhr er den Alten einfach über den Haufen. Auch Mark stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Mark sah wie der Mann gegen die Leitplanke geschleudert wurde und seltsam verrenkt am Fahrbahnrand liegen blieb.


    Nur eine Stunde später erreichte ein Anruf die Autobahnpolizei. Andrea kam aufgeregt ins Büro von Anna wo Tom und Semir saßen. „Ein Anrufer hat eben einen toten Alten an der Autobahn gefunden. KM 418. Nach Auskunft des Anrufers wurde der Mann von einem Bus überfahren.“ berichtete sie. Anna sah erschrocken auf Tom und Semir. „Verdammt!“ fluchte sie nur. Tom und Semir rannten raus und fuhren zum Fundort. Wenig später waren die dort. Wegener, der Gerichtsmediziner war ebenfalls anwesend. Semir ging direkt zu ihm. „Was hast du?“ fragt er und ging in die Hocke. „ Einen Toten! Tja… so wie es aussieht ist er absichtlich überfahren worden. Das sagen ja auch die Zeugen aus. Er heißt Alfred Heise und wohnt in Köln. Hier sind seine Papiere. Er war 87 Jahre alt. Alles weitere nach der Obduktion. Obwohl die Ursache sicher ist.“ murmelte Wegener. „Danke…“ gab Semir von sich und ging zu Tom, der gerade den Zeugen vernahm. „ … ja also der Mann stand vor dem Bus und wollte sich wohl in den Weg stellen. Dann hab ich den Bus anfahren sehen und der hat eiskalt den Mann überfahren. Es war grausam….“ schilderte der Mann. Tom nickte und schrieb sich die Details auf. Er bedankte sich für die Aussage und ließ die Personalien von Dieter aufnehmen.


    Krassner legte nach dem Telefonat auf und sah Arne an. „So ein Mist… die Bullen werden wach und dann… scheiße!! Wieso musst du immer gleich so hart ran gehen?“ brüllte er seinen Komplizen an. „Hey.. .der wollte die Bullen direkt anrufen. Sollte ich solange warten oder was?“ kam als Entschuldigung zurück. Krassner holte tief Luft. „Verdammt…. Was ist mit Mark?“ fragte er. „Der hält dicht. Dem hab ich was in die Hand gegeben und gut ist. Aber er wird nicht weiter für uns fahren.“ meinte Arne nur. „Gut… dann suchen wir uns einen Neuen Fahrer. Ich hab da einen Freund, der so einen Imbisstand hat. Der kennt sicher einige die sich ein Taschengeld als Busfahrer verdienen wollen. Schröder heißt der Gute Mann. Und der kennt Gott und die Welt.“ grinste Krassner. Arne sah ihn an. „Und wenn der auch Bullen kennt`“ fragte dieser besorgt. „Ach quatsch! Ich kenne Schröder, da hat der noch selbst geklaut wie ein Rabe. Nein… bei dem kann ich mir sicher sein. Vor allem besorgt er mir einen Mann, auf den man sich verlassen kann.“ meinte er zu Abschluss. „Arne halt dich künftig etwas zurück. Ich möchte nicht das Stegmeyer sich auflehnt. Er spielt sich als Chef auf und vergisst vermutlich, dass es immer noch mein Laden ist, den er führen darf.“


    Anna sah Tom und Semir an. „Tja… damit haben wir doch einen Fall in Sachen der Busreisen.“ meinte sie nur. Semir nickte. „Die Frage ist wie gehen wir vor? Wir wissen nichts über die Gesellschaft. Nicht einmal den Namen.“ gab er an. Anna nickte. „Ja… nun das ist Polizeiarbeit. Wir müssen herausfinden wer der Betreiber ist. Lassen Sie Andrea alle Busunternehmen in NRW durchleuchten. Vielleicht finden wir eine Spur. Der Fall wird jedoch von Tom allein bearbeitet.“ meinte Anna. Semir sah sie an. „Wieso? Ich meine... wir machen doch sonst immer alles zusammen.“ fragte er nach. Anna nickte. „Das ist richtig, aber ich habe für Sie etwas anderes, etwas wichtigeres. Wir besprechen es gleich. Tom würden Sie bitte schon einmal alles in die Wege leiten?“ bat sie Tom. Dieser nickte und verließ etwas verwundert den Raum Er ging zu Andrea und sah sie an. „Befehl von der Chefin… du sollst bitte alle Busunternehmen in NRW durchchecken ob die etwas mit diesen Kaffeefahrten zu tun haben.“ gab er weiter. Andrea sah ihn an. „Ansonsten habt ihr keine Probleme, oder was?“ fragte sie schnippisch. „Hast du ne Ahnung wie viele das sind?“ Tom nickte. „Doch ich weiß es. Aber wir müssen irgendwo anfangen. Bitte… Ach noch was... weißt du warum die Chefin mit Semir allein reden will?“ harkte er nach. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein... mein Lieber Tom. Das weiß ich nicht. Du kannst ihn ja danach fragen. Es könnte allerdings mit dem Besuch von heute Morgen zu tun haben. Er sah sie an und nickte. „Na gut... kümmerst du dich bitte um die Unternehmen?“ fragte er noch einmal. Andrea nickte und stöhnte gespielt. „Also gut… ich bringe die Ergebnisse sobald ich welche habe.“ sagte sie. Tom gab ihr einen freundschaftlichen Kuss und bedankte sich. Andrea sah ihn an. „Wenn das Semir gesehen hätte würde er vor Eifersucht an die Decke gehen.“ lachte sie leise.

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  • „Semir, ich hatte heute Besuch von der Drogenfahndung aus Holland. Ein gewisser Lou van den Burg war mit Albert Sichel von der Kripo Köln hier. Es geht um einen Undercovereinsatz und die Beiden würden Sie gern in eine Organisation einschleusen, die mit Drogen handelt. Ein gewisser Hub van Straaten, soll Drogen nach Deutschland schmuggeln. Und zwar mit Bussen. Sie sehen, heute scheint ein Bustag zu sein. Tom sollte noch einmal zu den beiden Damen fahren. Vielleicht wissen die ja doch mehr, als sie zugeben. Ach ja… und dann haben wir das Kennzeichen des Busses überprüft. Es gehört zum Busunternehmen Reiferscheidt. Allerdings wurde dieser Bus dort bereits vor zwei Jahren verkauft. Aber er hat die Daten des Käufers. Und vielleicht ist es die erste Spur.“ erläuterte Anna gerade. Tom nickte. Andrea kam herein. „Also das mit den Busunternehmen dauert noch ne ganze Weile. Das sind hunderte!“ stöhnte sie. Semir lächelte sie an. „Das schaffst du schon.“ meinte er. Tom sah Anna an. „Was ist denn nun mit Semir?“ wollte er wissen. „Semir wird an die holländischen Kollegen ausgeliehen. Es geht um Drogen. Sie werden die Frauen noch einmal befragen. Vielleicht wissen die beiden Damen ja doch wer der Unternehmer ist. Immerhin sind die Briefe ja mit einem Briefkopf versehen. Was ist mit den Angehörigen des Toten? Sind sie schon informiert?“ wollte Anna wissen. Tom schüttelte den Kopf. „Dann fangen Sie bitte damit an.“ bat Anna und Tom nickte. „Ja sicher... Semir! Melde dich bei mir und pass bitte auf.“ ermahnte er seinen Partner. Semir nickte. „Ja sicher... wann geht es für mich los?“ wollte er wissen und wandte sich an Anna. „In genau zwei Stunden fahren Sie los. Sie werden im Präsidium 3 von Lou van den Burg erwartet.“ Gab Anna bekannt. „Dann werde ich mal meine Sachen packen“ stöhnte Semir und verschwand.


    Hubert Krassner informierte Rainer Stegmeyer und ließ ihn zum Parkplatz fahren wo Schröder seinen Imbissstand hatte. „Hey…. Rainer! Was machst du denn hier?“ begrüßte Schröder ihn. „Na du weißt doch … ohne deinen Fraß kann ich nicht leben.“ lachte Stegmeyer. Schröder nickte. „Na dann … was willst du heute?“ fragte er grinsend. „Deine Hilfe.“ meinte Stegmeyer nur. „Oh ich helfe gern, wenn ich kann.“ gab Schröder zu. „Ich denke schon dass du es kannst. Du kennst doch viele Leute. Hast du auch Busfahrer darunter? Ich meine die die vielleicht einen Job suchen…“ erklärte er. Schröder sah ihn an. „Suchst du welche?“ fragte er. Stegmeyer nickte. „Ich hör mich um und sag dir dann Bescheid.“ gab Schröder zur Antwort. „Und willst du essen?“ fragte er noch einmal. Stegmeyer schüttelte den Kopf. „Mein Magen kann das heute nicht ab.“ meinte er nur und fuhr wieder los. Schröder sah ihm kurz nach.


    „Frau Kupone… Haben Sie noch einmal geschaut ob Sie etwas von diesem Busunternehmen haben, das Sie ausgesetzt hatte?“ fragte Tom. Anastasia schüttelte den Kopf. „Leider nein. Es tut mir aufrichtig Leid. Aber ist der Fall nicht erledigt? Ich meine Laura und ich haben unsere Taschen ja wieder bekommen.“ erklärte sie. Tom nickte. „Ja darum geht es leider nicht mehr. Diesmal ist es Schlimmer. Ein Mann wurde getötet und wir müssen den Mörder finden. Alles was wir wissen ist, dass dieser Mann auf einer Kaffeefahrt war und dann ausgesetzt wurde. Anschließend überrollt.“ erklärte er weiter. Anastasia sah ihn erschrocken an. „Das ist ja schrecklich!“ stieß sie aus. „Mein Gott… wie können diese Leute nur so brutal sein…“ sagte sie traurig. „Reicht es diesen Leuten nicht, dass sie einem das Geld aus der Tasche ziehen?“ Tom nickte. „Deshalb wollen wir diesen Leuten ja auch das Handwerk legen.“ Gab er bekannt. „Ich würde gern helfen. Aber leider habe ich gar nichts mehr von diesem Unternehmen. Aber ich werde Sie anrufen, sobald ich wieder solche Einladungen erhalte.“ nickte Anastasia. Tom lächelte sie an. „Es wäre besser, wenn Sie gar nicht erst mitfahren. Geben Sie Ihr Geld anders aus.“ empfahl er.

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  • „Tja… hat nicht viel gebracht.“ meinte Tom zu sich selbst als er wieder im Auto saß. Er fuhr auf die Autobahn und wollte zu dem Unternehmen fahren, von wo der Bus verkauft wurde. Er sah auf die Uhr und beschloss zunächst zu Schröder zu fahren, da sein Magen anfing zu knurren. Er ordnete sich ein und fuhr zu Schröders Imbissstand. „Hey… das man dich auch mal wieder sieht! Wo ist denn Semir?“ fragte Schröder erstaunt als nur Tom ausstieg. „Nun ja… wir haben viel Dienst und kaum Zeit Freunde zu besuchen.“ meinte er entschuldigend. Schröder nickte. „So so… und was jagt ihr diesmal? Waffenschieber? Drogenhändler? Menschenschmuggler?“ fragte er und packte Pommes in die Friteuse. „nein… diesmal geht es um Busreisen.“ erklärte Tom. „Busreisen? Wie aufregend. Hoffentlich nicht solche Kaffeefahrten. Das ist nämlich ein ziemlich hartes Geschäft.“ meinte Schröder darauf. Tom sah ihn an. „Doch genau um solche Sachen geht es. Sag mal… du kennst doch sicher ein paar schräge Typen die so etwas machen, oder?“ harkte er nach. „Ähm… ja einen. Aber der ist harmlos. Der sucht sogar Busfahrer im Augenblick. Und er ist ein sehr sozial eingestufter Zeitgenosse.“ erklärte Schröder. „Danke… was machen meine Pommes? Ich haben nämlich noch was zu tun. Wie heißt denn dein Freund?“ wollte Tom wissen. „Rainer Stegmeyer. Meyer mit Ypsilon. Und er ist mehr ein Bekannter. Ich habe doch euch als Freunde und das reicht völlig aus.“. Schröder stellte die Pommes vor Tom hin.


    Als er auf dem Weg zum Busunternehmen war, dessen Bus angeblich den Unfall verursacht haben soll, wurde über Funk daran erinnert zu den Angehörigen des Toten zu fahren. Er sollte den Angehörigen des Toten, dessen Anschrift sie überprüft haben die Nachricht überbringen. Tom stieß einen nicht definierbaren Ton aus. Er hasste diese Sachen. Nachrichten über den Tod von geliebten Menschen zu überbringen waren stets unangenehm. Aber sie mussten getan werden. Tom hielt vor der Tür des Hauses wo der Mann wohnte. Er stieg aus und klingelte. Nur kurz darauf öffnete eine junge Frau. „Kranich, Kripo Autobahn. Es geht um Herrn Alfred Heise.“ stellte er sich vor. „Meinem Vater? Was ist mit ihm?“ wollte die Frau wissen. „Frau Heise… es tut uns Leid… aber…dürften wir bitte reinkommen?“ fragte er. Die Frau nickte und gab die Tür frei. „Geradeaus durch…“ gab sie den Weg an. Dann waren sie im Wohnzimmer. „Nun… was ist mit meinem Vater?“ fragte sie erneut. „Frau Heise… Ihr Vater wurde heute überfahren.“ kam leise von Tom. Annelise Heise setzte sich in einen Sessel. „Was? Ist er schwer verletzt? In welchem Krankenhaus ist er denn?“ kamen die Fragen von der Frau. Tom sah bedrückt zu Boden. „Frau Heise… Ihr Vater ist tot.“ erklärte er vorsichtig. Die Blicke der Frau schienen Tom zu durchbohren. „Tot? Aber wie?“ kam erneut die Frage. „Frau Heise… Ihr Vater war heute auf einer Bustour, wissen Sie von welchem Veranstalter es war?“ wollte er wissen. „Tot… er ist tot….? Veranstalter? Busreise. Ja sicher… er hat den Brief das er gewonnen hat sicher hier liegen. Er sagte immer… also er meinte… irgendwann könnte er es sicher gebrauchen…“ kam mit tränenerstickter Stimme von der Frau. Sie kramte etwas in der Post und überreichte dann den Brief der Gewinnmitteilung an Tom weiter.



    Tse.... Gitti.... erst eine Story verlangen und dann keine Feeds? Was ist das denn? Ne... ne.... so geht das nicht.... ;)

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    Einstein ist tot
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  • Wenig später verließ er die Frau. „Und wer mach diese Veranstaltungen?“ wollte Semir wissen als Tom sich über Handy meldete. „Dreimal darfst du raten.“ gab Tom zur Antwort. „Hey… wir haben einen Mordfall zu lösen. Also wer?“ fauchte Semir ihn an. „Also gut… es sind die Wonderland-Busfahrten. Genau die, die den Bus von diesem anderen Unternehmen gekauft hat.“ erklärte er. „Wonderland… was für ein bescheuerter Name.“ grollte Semir. Tom lachte leise auf. „Was wenn die tatsächlich dahinter stecken. Wenn wir denen als Bullen kommen, machen die doch sofort dicht.“ dachte er laut nach. Semir stimmte dem zu. „Damit kannst du rechnen. Das einzige dort an Informationen zu kommen, wäre eine Undercoveraktion aber vermutlich wird die Chefin nicht zustimmen.“ gab er zu. Tom nickte. „Nicht wenn wir sagen, dass wir beide gemeinsam daran denken. Als Gast bekommst du nicht genügend mit. Du musst schon zum Kreis der direkt damit Beteiligten gehören.“ meinte er weiter. Semir bejahte es. „Kreis der direkt damit Beteiligten….hört sich irgendwie wichtig an…“ lachte er. „Na gut… dann erkläre du es ihr. Ich darf ja die Kollegen in Amsterdam unterstützten.“ meinte er nur. „Hör mal... lass und bei Schröder treffen. Dann können wir uns einen Plan überlegen, wie wir die Chefin auf unsere Seite ziehen.“


    „Habe ich Sie richtig verstanden? Sie wollen als Busfahrer in diesem Unternehmen anfangen um an Informationen zu kommen?“ fragte Anna als Tom ihr die Sachlage später erklärte. „Ja sicher… Chefin… von Schröder wissen wir, dass dieser Stegmeyer Busfahrer sucht. Ich kann Bus fahren. Außerdem hatte der Tote von diesem Unternehmen das wiederum durch Stegmeyer geführt wird die Einladung zur Fahrt erhalten, auf die er dann zu Tode kam, weil der Fahrer ihn überrollte….“ versuchte Semir sie zu überzeugen. Anna nickte. „Es mag ja sein, dass Tom Bus fahren kann. Die Frage ist nur, warum sollte Stegmeyer ihn einstellen sollte. Allerdings muss er es allein machen. Sie werden die Kollegen in Holland unterstützen. Außerdem... Es gibt sicher ein paar Hunderte die darauf warten als Busfahrer zu arbeiten.“ gab Anna zu bedenken. Tom nickte. „Ja aber die haben nicht das, was wir haben.“ meinte er nur. Annas Blick wanderten zu ihm. „Und was ist das?“ wollte sie wissen. „Nun ja…. eine Freikarte sozusagen. Wir sind von Schröder. Er wird schon mitspielen, wenn wir ihm erklären um was es geht.“ meinte er weiter. Anna dachte kurz nach. Semir warf Tom einen Blick zu der zu sagen schien, ich wusste doch sie sagt nein. „Also gut..“ kam leise von Anna. „Sehen Sie Chefin…. wenn wir nicht jetzt etwas unternehmen, dann gibt es den nächsten Toten. Diese Typen sind absolut skrupellos… sie werden sicher nicht so schnell aufgeben, aber wenn Tom in Verbindung bleibt und sich ständig bei Ihnen meldet… Außerdem kann Tom sich ja auch mit mir in Verbindung setzen und so wäre es ja auch noch etwas ungefährlicher, als wenn er Sie direkt anruft, oder über die Zentrale kommt .... also gut???“ Semir sah sie an. Erst jetzt schien ihre Zustimmung zu der Aktion angekommen zu sein. Anna lächelte ihn an. „Ja… ich sagte also gut. Machen Sie es, Tom. Aber Sie werden sich jeden Tag einmal melden.“ warnte sie die Beiden. „Wann wollen Sie anfangen, Tom?“ fragte sie noch, bevor die Männer ihr Büro verließen. „Morgen… Wir fahren jetzt zu Schröder und der soll Stegmeyer anrufen. Dann warte ich wann der sich bei mir meldet und hoffe, das dieser Stegmeier mich nimmt.“ erklärte Tom. Anna nickte. „Viel Glück meine Herren. Ach und Semir vergessen Sie nicht... dass Sie gleich nach Holland fahren. Also bitte pünktlich abfahren.“ ermahnte sie ihn. Semir nickte „Ich hab den Koffer bereits im Auto und fahre von Schröder direkt los.“ bestätigte er.

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  • Schröder sah die Beiden an, als sie ihm ihren Plan offerierten. „Und ihr meint dass Rainer darin verstrickt ist?“ fragte er erstaunt, als er von dem Toten hörte. „Alles scheint darauf zu deuten. Was weißt du denn über diesen Stegmeyer? Er scheint nicht vorbestraft zu sein.“ fragte Semir. „Nun ja…. Rainer ist ein alter Schulfreund von mir. Er hat damals ein paar von den Sachen gekauft, die ich früher organisiert habe.“ erklärte Schröder. Semir warf ihm einen Blick zu. „Du meinst die du damals geklaut hast?“ harkte er nach. „Ach Semir… geklaut ist so ein komisches Wort. Da klingt organisieren doch viel besser oder nicht?“ lachte Schröder. „Hör mal…. das war damals nicht gerade von Pappe. Aber du machst es ja nicht mehr. Bist ja jetzt ne ehrliche Haut, oder?“ kam von Semir. Schröder sah ihn an. „Natürlich bin ich ehrlich. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen. Das war damals… jetzt bin ich ein echter ehrlicher Geschäftsmann….“ verteidigte Schröder sich. Semir nickte. „Ja ein ehrlicher Geschäftsmann, der mit seinen Gaunereien einiges kassiert. Also meldest du Tom bei diesem Rainer an?“ fragte er. Schröder nickte. „Also gut… aber wenn der raus findet, dass er ein Bulle ist und dass ich es weiß, dann … dann bin ich so gut wie tot.“ ermahnte Schröder die Beiden. Tom lachte. „Schröder… wenn der erfährt dass er Bulle ist, dann sitzt er in U-haft. Denn erst dann weiß er dass.“ nickte er. Schröder griff zum Telefon und rief Stegmeyer an. „Rainer! Ich bin es. Kai-Uwe. Hör mal… ich hätte da einen Busfahrer für dich. Er ist gut und würde es gern bei dir versuchen.“ … „Ja sicher… ich lege meine Hand ins Feuer für ihn…“ Bei diesem Satz schloss Schröder die Augen und verzog sein Gesicht so, dass man glaubte er würde die Verbrennungen schon spüren. „Ja… also gut… ich schicke sie dir vorbei.“ …“Ja sicher… er heißt Ralf Trichter…“ sagte er und sah auf das was er in der Hand hielt. Dann beendete er das Gespräch und legte einen Plastiktrichter bei Seite.


    „Ralf Trichter?“ fragte Semir erstaunt. Schröder zuckte entschuldigend mit den Schultern. „Nun ja… mir ist nichts Besseres eingefallen?“ gab er zu. Semir nickte nur. „Also gut… Ralf Trichter.“ Tom sah ihn an. “Ein so dämlicher Name...?“ stöhnte er. Semir grinste. „Na sehe es positiv... ich hab wieder was zum Ärgern.“ mit diesen Worten ging er zum Wagen. Dann blieb er stehen. „Sag mal Schröder… Tom bräuchte aber einen deiner „Leihwagen“ aus deinem Mietservice. Er kann schlecht mit dem Mercedes dort auftauchen…“ grinste Semir, denn Schröder hatte ein Mietwagenservice eröffnet der nur schleppend anlief. „Nun ja… dann sollte er aber den Golf nehmen.“ empfahl er und warf ihm die Schlüssel rüber. Tom fing sie geschickt auf und bedankte sich. Dann fuhr Tom mit dem Golf los und Semir nach Holland. Auf dem Weg dahin, trieb der Golf den am schnell fahren gewöhnten Tom fast zur Verzweiflung. Mehr wie 90 Sachen waren einfach nicht drin. „Diese verdammte Karre! Das ist ein absoluter Schrotthaufen! Klar gibt Schröder mir den, damit er die Verschrottungskosten spart! Dem werde ich was erzählen, sag ich dir!“ stieß er wütend ins Handy. Semir amüsierte sich köstlich über die Flüche von Tom. „Hey… du schindest das alte Auto aber auch. Mach die Klimaanlage an, kühlt dich etwas ab.“ empfahl er. Tom rollte die Augen. „Dieser Wagen hat keine Klimaanlage. Dieser Wagen hat nicht mal eine automatische Fensteröffnung. Als der gebaut wurde, gab es so was noch nicht… Diese Karre hat gar nichts….diese Karre ist Schrottreif! Sie gehört in die Presse!“ stieß er wütend aus. Semirs Lachen war das nächste was er hörte. „Ach Tom…. noch einen Hinweis. Du fährst alte Leute durchs Land und die können keine Geschwindigkeiten ab. Nicht das die Kollegen jetzt alle fünf Minuten raus müssen, weil du den Bus nicht unter Kontrolle hast.“ gab Semir durch. „Semir…. denk du daran das du nach Holland fährst. Bei deiner Größe ist es leicht möglich, dass du in den Rhein geworfen wirst, weil man dich mit einem verirrten Fisch verwechselt. Aber dann kannst du dich ja treiben lassen und bei Köln wieder ans Ufer kriechen.“ gab er leicht sauer wieder musste aber dann doch lachen, als er von Semir nur ein Grummeln hörte.

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  • Nach fast zwei Stunden kam Tom bei dem Unternehmen an. Er wurde zu Rainer Stegmeyer gebracht. „Du bist also Ralf?“ fragte er. Tom nickte. „Wo warst du bisher beschäftigt?“ wollte der Mann wissen. „Ich bin seit sechs Jahren ohne Arbeit. Gelegenheitsjobs hab ich zwischendurch zwar immer wieder gehabt, aber nichts Festes. Mal ne Kaffeefahrt für ein paar Freunde…“ erklärte Tom. Stegmeyer nickte. „Also gut… Schröder hat dich empfohlen und normalerweise kann ich ihm vertrauen. Ich werde dich testen. Mal sehen ob du was taugst. Wo wohnst du?“ wollte er wissen. „In Köln.“ erklärte Tom. Stegmeyer sah ihn an. „Gut…“ „Hattest du schon mal was mit den Bullen zu tun?“ fragte er weiter. Tom verneinte. Stegmeyer nickte erneut. „Also gut. Die erste Tour machst du mit Heiko zusammen. Dann werde ich genau wissen, wie du dich schlägst. Geld gibt es jeweils nach den Touren bar auf die Hand.“ erklärte er. Tom war einverstanden. „Wann geht es los?“ wollte er wissen. „In zwei Tagen. Bis dahin kannst du dich mit den Bussen vertraut machen. Du nimmst den Bus Nr. 8. Er steht in der Halle und wird gerade gereinigt.“ meinte er und schickte Tom raus.


    Auch Semir kam an seinem Ziel an. Er wurde zu Lou van den Burg gebracht. Die beiden Männer begrüßten sich. „So... Herr Gerkhan... ich werde Sie kurz einweisen. Sie wissen sicher, dass es sich um Drogenschmuggel handelt. Wir kennen die Wege, wir wissen wie sie die Drogen außer Landes schaffen.. Aber bisher konnten wir keinen auf frischer Tat ertappen und festsetzen.“ erklärte der holländische Kollege. Er reichte Semir die Akte von Hub van Straaten rüber. Semir überflog sie. „Wie wollen Sie mich in die Organisation einbringen, wenn ich fragen darf?“ wollte er wissen. „Nun ich habe einen Streetwalker der sich in der Szene sehr gut auskennt. Wie wäre es, wenn wir einen Dealer aus Ihnen machen, der etwas Probleme bekommt? Wenn ich die Leute von van Straaten richtig einschätze, werden Sie Ihnen helfen und dann ist es Ihre Sache mit van Straaten ins Gespräch zu kommen. Lassen Sie sich was einfallen.“ meinte Lou van den Burg. Semir nickte. „Also gut… wann soll es losgehen? Ach wo soll ich schlafen? Ich hab mir noch kein Hotel gesucht.“ fragte er nach. Lou van den Burg nickte. „Ich habe eine Schutzwohnung für Sie herrichten lassen. Nichts Besonderes, aber ich denke es reicht für den Fall. Sie können gleich hingebracht werden und sich einrichten.“ gab Lou bekannt.

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  • Der Tag verging. Rainer Stegmeyer wartete bis alle Leute gegangen war und griff zum Telefon. „Ja Reiner hier…. ich hab nen Neuen Fahrer. Also wenn du willst werde ich testen, ob ich ihm trauen kann und dann zu dir schicken. Also ich meine für dich auf Tour schicken. Er ist seit sechs Jahren ohne Job und kommt außerdem von einem Freund, dem ich sehr vertraue. Ich werde erst einmal normale Fahrten von ihm verrichten lassen und sehen wie er sich schlägt. Dann kann er in zwei oder drei Wochen als Kurier eingesetzt werden.“ Berichtete er als er Hubert Krassner am Telefon hörte. Mehr sagte er nicht und legte wieder auf. Arne und Heiko kamen zu ihm rein. „Ist das der Neue?“ fragte Heiko. Stegmeyer nickte. „Ja… er wird eine Tour mit dir fahren. Du wirst die Veranstaltung leiten, Heiko. Diesmal geht es in die Schweiz, zumindest haben wir es angedeutet. Natürlich geht es nur nach Berlin. Für unser Senioren doch eine Abwechslung. Was ist eigentlich mit diesem Alten? Hat die Polizei was herausgefunden?“ wollte er wissen. Heiko lachte. „Nein… die tappen immer noch im Dunklen. Das Kennzeichen war ja nicht auf uns zugelassen. Und der Bus hatte keine Reklame drauf. Der Fahrer hält die Klappe und alle anderen sind so verängstigt gewesen, dass keiner von denen zu den Bullen was sagen wird.“ Gab er bekannt. Stegmeyer nickte. „Das ist gut. Also macht euch bereit und weiht die Neuen ein. Es darf kein weiterer Fehler passieren.“ ermahnte er die Beiden. Heiko nickte.


    Tom sah sich die Busse in der Halle an. Er war allein und konnte sich alles in Ruhe ansehen. An einem Bus sah er eine dunkle Schattierung und kratzte etwas ab. Es schien eindeutig Blut zu sein. „Na… da wird einem ja richtig warm ums Bullenherz“ murmelte er leise und ließ etwas von dem abgekratzten Blut in eine Tüte fallen. Die kleine Probe wollte er mitnehmen und sie an Hartmut geben.. Dann steckte er alles wieder ein. „Wenn das der Unfallwagen war, dann sind wir ja schnell fündig geworden.“ Dachte er laut nach. Ein Geräusch warnte Tom noch rechtzeitig. Dann zog er die Motorhaube hoch. „Was wird das denn, wenn es fertig wird?“ fragte ihn der Mann, der soeben zu ihnen kam. Tom sah ihn an. „Nun ja… wenn wir mit dem Bus auf Tour sind, will ich sicher gehen, dass alles funktioniert. Die Busse sind ja nicht gerade das Gelbe vom Ei.“ behauptete er. „Ich bin Heiko… Ich werde dich auf deiner ersten Tour begleiten und die Verkaufsaktionen die wir für die Fahrgäste eingerichtet bzw. eingeplant haben.“ erklärte er. Sie reichten sich die Hände. Dann verschwand Heiko wieder.


    Am Abend fuhr Tom nach Hause. Er spürte den Hunger und schob sich eine Tiefkühlpizza in den Ofen. Als er mit dem Essen fertig war rief er Anna an. „Chefin! Ich bin es… ich bin drin. In zwei Tagen werde ich die erste Tour machen. Wohin ist mir noch nicht gesagt worden. Aber ich habe vermutlich den Bus gesehen, der als Mordwerkzeug diente. Er steht im Fuhrpark dieses Stegmeyer und soll von mir gefahren werden. Da gibt es dann noch einen Heiko… Nachname unbekannt. Er wird mich auf der Fahrt begleiten und die Verkaufsaktion leiten. Wäre doch schön wenn Hotte uns auch begleitet. Er ist in dem Alter und passt sicher gut dahin.“ regte er an. Anna lachte. „Herzberger auf der Busfahrt? Wie ich ihn kenne, wird er entweder schlafen oder essen. Aber eine gute Idee. Ich werde sehen was sich machen lässt.“ meinte Anna nur. „Ach ja… wir konnten etwas Blut sicherstellen und haben es zu Hartmut gebracht. Aber ich denke es stammt von Heise.“ gab Tom bekannt. „Okay… ich kümmere mich drum.“ meinte Anna nur.

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  • Anna ging in das Großraumbüro und sah dass Hotte und Dieter am Schreibtisch saßen. „Herzberger, Bonrath! Kommen Sie bitte beide in mein Büro.“ Rief sie durch den Raum. Die beiden Polizisten sahen sich an. „Was haben wir denn gemacht?“ raunte Dieter Hotte zu. Dieser zog die Schultern hoch. „Na kommen Sie schon!“ forderte Anna sie auf. Die beiden Männer standen auf und gingen zu ihr. „Schließen Sie die Tür bitte.“ meinte Anna und sah die Männer an. „Chefin? Was gibt es denn? Haben wir irgendwas angestellt?“ wagte Dieter den Vorstoß. Anna lächelte. „Nein… ich habe einen Sonderauftrag für Sie.“ meinte sie. Dieter und Hotte sahen sich an. „Einen Sonderauftrag?“ fragten beide wie aus einem Mund. „Ja… Sie beide werden an einer Kaffeefahrt mit dem Bus teilnehmen. Der Bus wird von Tom gefahren. Sie werden an einer Verkaufsveranstaltung teilnehmen. Alles weitere wird Ihnen von Tom erklärt. Der Treffpunkt wird ebenfalls von ihm noch mitgeteilt.“ erklärte Anna zu Ende. „alles klar… wir sind dabei.“ meinte Hotte und stand auf. Sie verließen das Büro wieder und stießen sich gegenseitig an. „Wir… wir haben einen Spezialauftrag. Das ist doch super!“ freuten sie sich.


    Die Tage vergingen. Tom trat seinen Dienst als Busfahrer an. Die erste Tour sollte er mit diesem Heiko fahren. Er setzte sich ans Steuer. „Weißt du eigentlich wohin die Fahrt geht?“ fragte er. Heiko lächelte nur.. „Nach Berlin. Die Leute allerdings denken wir fahren in die Schweiz.“ grinste er. Tom nickte. „Und wo sind die Fahrgäste? Kommen die her?“ wollte er wissen. Heiko schüttelte den Kopf. „Nein… die Schäfchen holen wir ab. Wir haben da ein paar Haltestellen und die werden wir nun anfangen abzufahren. Bist du bereit?“ Er sah Tom an. Dieser nickten. „Na dann los. Und ja vorsichtig fahren.“ lachte Heiko. Tom ließ den Motor an und fuhr ab. Es ging zunächst nach Köln. Dort wurde er nach Weidenpesch geschickt wo die erste Haltestelle für den Bus vorgesehen war. Tom hielt den Bus an und sah sich die Personen an. Es waren insgesamt acht Leute die einstiegen. Alle in einem Alter von 50 Jahren aufwärts. Dann ging es weiter zur nächsten Station nach Hürth. Hier stiegen vier Personen ein. Die nächste Station war in Düren. Als sie dort ankamen sah Tom erschrocken zu den Leuten. Hier standen zwei alte Freunde von ihm. Anastasia und Laura. Aber es schien das Laura und Anastasia ihn trotzdem erkannten. Tom sah wie Dieter und Hotte ebenfalls in den Bus stiegen. Sie taten so als ob sie sich nicht kannten.


    Laura sah Anastasia an. „Das ist doch einer der netten Herren von der Polizei oder?“ fragte sie kaum hörbar. Anastasia nickte. „Ja ich denke auch. Aber das kann doch gar nicht. Warum sollte der denn einen Bus fahren?“ fragte sie. Laura zuckte mit den Schultern. „Weiß ich doch nicht. Aber wir können ihn ja mal fragen.“ meine Laura und stand wieder auf. Anastasia hielt sie fest. „Du… lass mal. Ich meine er könnte ja auch in geheimer Aktion unterwegs sein. So wie im James Bond. Ich meine da machen die das auch immer.“ warnte Anastasia sie. Laura nickte. „Du hast Recht. Wir werden ihn ein anderes Mal fragen. Und nun werden wir die Fahrt genießen.“ erklärte sie und lehnte sich bequem zurück. Anastasia tat es ihr nach. „Wir fahren in die Schweiz… das ist doch toll. Ich meine dann sehen wir mal was Anderes als sonst. Ich freu mich schon völlig. Mal sehen was wir diesmal gewonnen haben.“ lachte sie.


    Tom sah Dieter durch den Spiegel an und dieser nickte.. „So und nun auf die Autobahn. Ach ja und achte ja auf die Geschwindigkeit. Die Bullen sind in letzter Zeit ziemlich aufmerksam geworden.“ ermahnte Heiko ihn. Tom nickte und dachte nur, wenn du wüsstest… Er fuhr los. Heiko setzte sich auf die Bank hinter Tom und nahm das Mikro. Er drehte sich leicht zu den Fahrgästen. „So herzlich willkommen auf unserer Fahrt nach Berlin. Ich weiß Sie haben die Einladung erhalten, dass wir in die Schweiz fahren, leider gibt es da nur ein kleines Problem. Deshalb haben wir uns gedacht, dass wie deshalb nach Berlin fahren und uns dort in einem schönen Restaurant den Bauch voll schlagen. Anschließend werden die Gewinne verteilt und am Abend werden wir dann zurück fahren. Ich hoffe, dass Sie trotz der Routenänderung viel Vergnügen haben.“ Heiko hängte das Mikro ein und lehnte sich entspannt zurück. „So…nun genießen wir die Fahrt.“ Er schloss die Augen.

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  • Die Fahrt verlief wie gehabt. Die Leute wurden gezwungen etwas der völlig überteuerten Ware zu kaufen. Alle taten es. Auch Dieter und Hotte waren die Opfer. Allerdings schien Hotte begeistert zu sein. Er sprach mit Dieter über die Rheumadecken und dass er schon sehr oft gehört hatte, das diese wirklich bei Rheuma halfen. Außerdem brauchte seine Mutter ja auch eine. So kaufte er direkt zwei. Tom beobachtete es und schüttelte nur den Kopf. Dann gegen späten Nachmittag fuhr er die Gesellschaft zurück. Alle waren zufrieden. Niemanden ist aufgefallen, dass die versprochenen Gewinne eigentlich nichts anderes waren, als billiges Zeug, das sicher sonst in irgendwelchen Regalen verstaubt wäre. Als sie auf den Betriebshof ankamen, war Tom müde. Er wollte nur nach Hause und der Chefin Bericht erstatten.


    Rainer ließ Heiko zu sich kommen. „Wie hat sich der Neue geschlagen?“ wollte er wissen. Heiko war zufrieden. „Ein sehr gute Fahrer. Ruhig und sehr darauf bedacht die Geschwindigkeit einzuhalten. Ich denke er ist harmlos und braucht nur den Job. Er kann die Klappe halten wenn es sein muss.“ berichtete er. Rainer war zufrieden. „Na... dann werde ich Schröder mal danken, dass er mir vernünftiges Personal besorgt hat. Wenn er sich weiterhin so gut anstellt, dann darf er bald für unseren Freund fahren. Der fragt nämlich schon wann die nächste Tour geht. Du weißt schon... diese speziellen Touren nach Holland. Unsere Kunden werden schon nervös. Klär ihn auf wie sie sich zu verhalten haben. Nicht das sie panisch werden, wenn die Leute die Gepäckfächer ausräumen.“ grinste Rainer. Heiko nickte. „Lass ihn jetzt erst einmal für den Rest der Woche in Ruhe. Er kann die Busse waschen und für die Fahrt vorbereiten. Am Sonntag werden wir den ersten Bus zur Inspektion schicken. Am Montag kann er dann die erste Tour zu unserem Freund machen.“ meinte Rainer noch und ging ins Wohnzimmer. Heiko sah ihm nach.


    „Chefin... dieser Stegmeyer zockt die Leute ab, bis zum geht nicht mehr. Sogar Hotte ist ihm auf den Leim gegangen und hat knappe 500 Euro für zwei Decken ausgegeben. Die Leute glauben denen alles.“ erzählte Tom Anna per Telefon. „Nun ja, Tom.... Dummheit muss halt bestraft werden. was den Mord an Heise betrifft. Es ist tatsächlich das Blut von ihm gewesen, welches Sie Hartmut gebracht hatten. Somit ist eindeutig bewiesen, dass dieser Bus das Mordinstrument war. Dafür können wir jedoch nur den Fahrer belangen. Können Sie mir beweisen, das Krassner dahinter steckt?“ fragte Anna. „Leider noch nicht. Wir sind bis Montag erst einmal kalt gestellt. Am Sonntag soll ich die nächsten Instruktionen erhalten. Ach... und wenn ich dann wieder im Büro bin, müssen wir mal über die Gehälter reden. Als Busfahrer verdiene ich viel mehr...“ lachte Tom. „Tom .... wenn Sie und Semir nicht so viele Autos schrotten würden, dann wäre der Verdienst sicher höher....“ tadelte Anna ihn scherzhaft. „Schon klar...Chefin. Bis denne“ murmelte Tom in den Hörer. “Wieso muss sie immer darauf rum reiten?“ fragte er sich plötzlich. „Als ob ich zu viele Autos schrotten würde. Das ist doch meistens Semir….“ murmelte Tom.


    Am Sonntag fuhr er zum Betriebsgelände, und machte den Bus startklar. Heiko und Arne kamen zu ihm. „So... du fährst unsere Rosi...“ lachte Arne und zeigte Tom seinen Bus für die morgige Tour. Tom sah sich das Fahrzeug an. „Hmm... hat auch schon bessere Tage gesehen, was?“ fragte er etwas. Arne sah ihn an. „Hey... beleidige nicht unsere Rosi. Die macht vielleicht nicht viel her, aber sie fährt wie ne eins. Die Bullen konnten sie noch nie stilllegen. Kein Rost, alles im grünen Bereich. Neue Reifen... was willst du mehr?“ fragte er grinsend. Tom nickte nur. „Also gut wohin geht die Fahrt?“ wollte er anschießend wissen. „Nach Amsterdam. Du fährst dort zu einem Busbahnhof. Rosi wird dort erwartet. Ach und noch eins Ralf... egal was passiert. Es ist alles in Ordnung. Du stellst den Bus dort ab und gehst dann in der Stadt spazieren. Vom mir aus such dir ne hübsche Holländerin und mach dir einen schönen Tag. Ab sechs fährst du wieder zurück. Nicht früher, klar?“ ordnete Arne an. Tom nickte. Er sah skeptisch auf den doch ziemlich alt aussehenden Bus.

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  • Semir sah sich seine „Unterkunft“ an. Sie war klein und ziemlich dunkel „Was für ein Drecksloch“ murmelte er. „Nun es ist nicht das Beste, aber es käme dem was Sie verkörpern sollen sehr nah. Immerhin dürfen Sie einen Junkie spielen, der sich mit den Bullen angelegt hat und deshalb gejagt wird. Die nächste Möglichkeit ist am Sonntag im alten Busdepot. Dort werden sie, so mein Informant das nächste Geschäft abziehen. Ich lasse Sie von zwei Beamten quasi jagen und Sie versuchen sich dort zu verstecken. Die Leute von Van Straaten werden sicher aufgeschreckt. Sie rennen da hin und verstecken sich in der Nähe. Dann warten wir ab. Meine Beamten werden Sie suchen, natürlich nicht finden. Die Leute werden Sie dann sicher verstecken. Vermutlich sogar zu van Straaten bringen um zu erfahren, was Sie dort wollten. Ab da sind Sie auf sich gestellt.“ erklärte Lou van den Burg. Semir nickte. „Das klingt einfach. Wie wollen Sie an die Kontaktleute in Deutschland kommen?“ wollte er wissen. Lou van den Burg zuckte mit den Schultern. „Wir haben zwar einen Verdacht, aber bisher ist er nicht bewiesen. Erst ist es wichtig, dass Sie in der Bande aufgenommen werden.“ Erklärte er. Semir nickte. „Also gut… Kann ich mich am Treffpunkt umsehen?“ harkte Semir nach. Lou van den Burg nickte. „Wir fahren morgen zusammen hin. So…. ich denke Sie sollten sich ausruhen. Ich hole Sie morgen ab. Sagen wir um zehn?“ Lou sah ihn fragend an. Semir nickte. „Ach ja… ich mag es nicht wenn man mich siezt. Gehen wir auf Du… „Ich bin Semir!“ lächelte er freundlich und hielt ihm die Hand hin. Lou van den Burg nahm sie… „Lou…“ sagte er.


    Als er verschwunden war dachte Semir daran sich bei Tom zu melden. Er wählte an, doch Tom schien entweder das Handy nicht zu hören, oder wenn er die Uhrzeit betrachtete bereits zu schlafen. Er steckte es wieder ein. „Schlafmütze.“ murmelte er nur. Dann legte er sich auf das frisch bezogene Bett und war relativ schnell eingeschlafen. Doch mitten in der Nacht schreckte er hoch. Er sah auf die Uhr. Es war gerade mal drei Uhr. Sein Handy klingelte. „Ja…was denn?“ fragte er verschlafen ins Handy. „Ja so was… bist du müde oder warum schläfst du?“ hörte er Tom fragen. „Ach…du bist es… hätte ich mir ja denken können. Es gibt nur einen, der mich um diese Zeit nerven kann.“ murmelte Semir und rieb sich die Augen. „Wollte nur mal hören wie es so bei dir ist?“ kam von Tom. „Ach und das fragst du mich mitten in der Nacht? Ich hab versucht dich zu erreichen, aber Herr Kranich hat es ja nicht nötig sich zu melden. Na egal… bisher ist nicht viel gelaufen. Am Sonntag hab ich meinen Einsatz. Ich werde dann versuchen in die Bande rein zu kommen. Dieser van Straaten ist ein ziemlicher Fiesling, wenn ich Lou glauben darf. Tja… und bei dir?“ wollte Semir wissen, der nun wieder hellwach war. „Wie bei dir. Ich soll am Sonntag die nächste Tour machen. Stell dir vor… Dieter und Hotte haben sich eine Decke andrehen lassen. Hotte hat direkt zwei Stück gekauft. Eine für sich und eine für die Mama… ist das nicht goldig… Fast 500 Euro hat er dafür geblecht…“ lachte Tom ins Handy. „Na wenn er mal nicht direkt zwei Decken für sich braucht.“ gab Semir zurück. „Ach ja… ich habe an einem der Busse Blut gefunden. Es ist von diesem Heise.“ klärte er Semir auf. „So aber ich will dich nicht länger aufhalten. Semir…. bitte pass auf dich auf. Ich möchte dich nicht in Amsterdam suchen müssen.“ Warnte Tom seinen Freund. „Ja du auch…“ meinte Semir nur.


    Der Morgen kam viel zu schnell und punkt zehn stand Lou vor der Tür. Semir war bereits abreisefertig. „Wo ist denn dieser Busbahnhof?“ wollte er wissen als sie im Wagen von Lou saßen. „Dicht bei der Grenze. Es ist ein ehemaliger Busbahnhof. Seit bereits acht Jahren wird dort gar nichts mehr repariert. Deshalb hat van Straaten sich das Gelände vermutlich auch gekauft. Das er dort Drogen zum Schmuggel fertig macht ist von uns ein Verdacht. Uns fehlen handfeste Beweise. Bisher konnten wir ihm gar nichts nachweisen.“ erklärte Lou
    „Auf der Rückbank kannst du ja noch mal in die Akte sehen. Vor allem dir das Bild von van Straaten einprägen.“ meinte er noch. Semir nickte und griff nach hinten. Er sah sich die Akte intensiv an. „Ist nicht gerade eine Schönheit..“ grinste er. Lou nickte. „Nun ja… wir werden uns das Gelände jetzt erst einmal ansehen. Du kannst dir dann ja die Fluchtroute festlegen. Aber pass auf… es könnten dort auch Hunde rumlaufen. Und damit meine ich nicht die zweibeinigen.“ warnte Lou seinen deutschen Kollegen. Semir sah ihn an. „Na… mit denen werde ich schon fertig, also wenn es nicht gerade halbe Pferde sind… meine ich“ grinste Semir ihn an.

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  • Tom wurde bereits am Freitag erneut auf Tour geschickt. Alles lief ab, wie er es bereits kannte. Diesmal ging es nach Bremen. Auf der Fahrt dorthin versuchte er von Heiko, der ihn wieder begleitete auszuhorchen. „Machst du eigentlich jede Tour mit?“ fragte er beiläufig. „Ja… ich leite die Verkaufsveranstaltungen. Willst du heute mal dabei sein?“ kam die Gegenfrage. „Nee… ich glaub wenn ihr da drinnen labert, schließe ich lieber die Augen und ruhe mich für die Rückfahrt aus. Sag mal… wie lange machst du das denn schon?“ stellte er die nächste Frage. „Seit vier Jahren bin ich bei Stegmeyer. Er zahlt gut und pünktlich. Und wenn diese besonderen Fahrten anstehen, gibt es sogar das doppelte Geld.“ lachte Heiko. „Besondere Fahrten? Geht es dann mit den Alten nach England oder was?“ grinste Tom ihn nach. Heiko schüttelte den Kopf. „Nein… das sind Fahrten nach Holland ins Busdepot. Dort werden die Busse repariert und gewartet. Rosi ist demnächst auch wieder dran. Weißt du… da hast du den ganzen Tag Zeit. Du stellst den Bus ab und gehst dann spazieren. Alles weitere… nun ja…. Hauptsache du bist abends wieder am Bus und fährst zurück.“ erklärte Heiko. Tom sah ihn an. „Kann ich solch eine Tour auch mal machen? Ich könnte das Geld gut gebrauchen.“ meinte er nur. Heiko lachte. „Ich versuche es mal. Vielleicht kannst du ja die nächste Tour mit mir zusammen machen.“ gab er zurück.


    Lou hielt vor einem großen Tor. Semir sah ihn an. „Du wartest hier oder kommst du mit?“ fragte er. „Wenn du willst können wir gemeinsam über das Gelände laufen. Du musst dir jede Ecke einprägen. Wir werden die Jagd auf dich ungefähr 1 KM vor dem Tor anfangen. Es soll ja echt aussehen. Ich hoffe du bist schnell genug um meinem Leuten zu entkommen.“ grinste er ihn an. Semir nickte. „Die hänge ich alle ab. Okay… wir laufen also von da hinten“ er wies in eine Richtung „an und dann renne ich hier zum Tor, oder was?“ fragte er. „Nein… wir fangen auf der Rückseite des Geländes an. Da sind Eisenbahnschienen. Du kletterst dort aus einem Waggon. Wir haben für dich eine ganz tolle Akte angelegt. Du bist Hakan Yilidrim und seit einiger Zeit auf der Flucht wegen Drogenhandel. Du hast so steht es in den Akten, gestrecktes Koks verkauft und dadurch sind ein paar der Kunden ums Leben gekommen. Also wirst du auch wegen Mord gesucht. Wir hoffen das van Straaten es dir abkauft. Du rennst also die Schienen entlang und gerätst rein zufällig natürlich auf das Gelände. Wenn ich die Jungs von van Straaten richtig einschätze, werden sie dich verstecken und die Beamten natürlich abwimmeln. So nach dem Motto hier ist keiner. Meine Leute verschwinden wieder. So einfach ist das.“ erklärte Lou. Semir nickte. Irgendwie hatte er ein sonderbares Gefühl.

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  • Die Fahrt für Tom war ziemlich langweilig. Als er auf dem Gelände ankam ließ er die Leute aussteigen und sah ihnen nach, als sie in das Restaurant gingen. Heiko sah ihn an. „willst du wirklich nicht mit?“ fragte er. Tom schüttelte den Kopf. „Nein… ich leg mich aufs Ohr.“ gab er an Holger nickte und verschwand. Tom wartete noch eine Weile und rief dann Anna an um sie von dem Stand der Dinge zu unterrichten. „Wissen Sei um was für Fahrten es sich nach Amsterdam handelt?“ wollte sie wissen. „Nein, aber ich versuche auf diese Fahrten eingesetzt zu werden. Muss vielleicht mal zu einem nicht ganz legalen Mitteln greifen.“ Meinte er darauf. „Was haben Sie vor, Tom?“ kam sofort die Frage von Anna. „Wir sind zwei Busfahrer. Wenn ich diesen Chris ausschalte muss mich Stegmeyer auf die Tour setzen. So einfach geht das. Nur keine Angst ich wende keine körperliche Gewalt an.“ grinste er sofort weil er sich Annas Gesicht vorstellen konnte als er diesen Satz von sich gab. „Das hoffe ich sehr Tom. Haben Sie von Semir gehört?“ wollte sie wissen. „Ja… wir haben heute Nacht telefoniert. Er wird am Sonntag in die Bande eingeschleust. Das ist zumindest der Plan von den holländischen Kollegen. Er hat mal wieder den besseren Job bekommen.“ bemängelte Tom. „Ich denke es ist gleich wer welchen Job macht. Wichtig ist, dass wir die Verbrechen die dahinter stecken aufdecken und die Schuldigen hinter Schloss und Riegel bringen.“ Erwiderte Anna. Tom beendete das Gespräch und legte sich tatsächlich auf die hintere Sitzbank. Er schlief kurz darauf ein.


    Die Tage vergingen und Tom ließ beim Frühstück seinen Kollegen Chris etwas in den Tee träufeln. Er hatte sich Rhizinosöl besorgt und das sorgte ja bekanntlich für eine gesunde Darmbewegung. Tom hoffte, dass es auch diesmal aufgeht. Nun hieß es warten. Da eh nichts anstand und die nächste Kaffeefahrt erst in einer Woche wieder stattfand, hatte Tom einen recht lauen Job. Er musste einfach warten bis er angerufen wurde und eine andere Tour fahren sollte. Gelangweilt saß er in seiner Wohnung, die ihm während des Falles zur Verfügung gestellt wurde und wartete. Seine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Heute war schon Samstag. Semir, das wusste er, hatte morgen seinen großen Tag und Tom hoffte das alles gut gehen wird. Erst gegen acht Uhr abends klingelte sein Telefon. Er grinste leicht und hoffte, das sein derzeitiger Kollege sein Eingreifen in die Natur verzeihen. „Hier Stegmeyer… hör zu… ich hab ein Problem.“ Hörte er seinen „Chef“. „Ah… um was geht es denn?“ fragte er etwas gleichgültig. „Chris hat eigentlich eine Tour morgen zu fahren. Der hat sich aber einen Virus eingefangen und kommt nicht vom Klo. Du müsstest die Tour übernehmen.“ erklärte Stegmeyer. „Ähm …morgen? Nun ja… wohin denn?“ fragte Tom obwohl er genau wusste wohin die Fahrt gehen sollte. „Nach Amsterdam. Wir müssen unsere Rosi zur Inspektion bringen.“ erklärte der Chef. „Inspektion? Warum denn am Sonntag und warum in Holland?“ harkte Tom nach. „Machst du die Tour oder nicht?“ kam barsch von Stegmeyer. „Ja okay… wann soll ich losfahren?“ wollte er wissen. „Um zehn reicht. Und danke… es ist nicht zu deinem Nachteil. Ach noch etwas. Du bringst den Bus zu diesem Busbahnhof und dann machst du dich vom Acker. Mach dir einen schönen Tag in Amsterdam. Geh spazieren. Um sechs kannst du den Wagen dann wieder in Empfang nehmen. Nicht vorher… ist das klar?“ fragte Stegmeyer. „Ja ist klar. Also dann bis morgen.“ meinte Tom nur und legte auf. Er rief Anna an um ihr zu sagen, dass es nun losgeht.


    Auch für Semir ging es am nächsten Morgen los. Er und Lou fuhren gegen halb Zehn zu den Waggons gefahren. Lou sah ihn an. „So… dann hoffe ich es klappt. Du versteckst dich im dritten Waggon. Von dort aus siehst du dann meine beiden Jungs kommen und nimmst die Beine in die Hand. Lauf in Richtung Busse. Wie du fliehen kannst, denke ich weißt du.“ grinste Lou. Semir nickte. „Ja was ist mit ner Waffe? Ich meine wenn die mich zu Hackfleisch verarbeiten, dann wäre es gut, wenn ich mich wehren kann.“ gab er zu bedenken. Lou griff ins Handschuhfach und zog eine alte Waffe raus. „Hier… geladen ist sie mit Platzpatronen für die Flucht. Der Karton enthält allerdings scharfe Muni… also bitte aufpassen. Die Waffen der Beiden sind ebenfalls mit Platzpatronen geladen. Also liefere mir eine schöne Show.“ meinte Lou und gab Semir beides. Dieser nickte und stieg aus. Nun ging es los und er hoffte dass es funktionierte. Semir saß im Waggon und sah wie die beiden Beamten auf ihn zukamen. Er atmete tief durch und sprang auf den Boden. „HEY! Stehen bleiben! Polizei!!“ riefen die Männer und Semir rannte wie es gewünscht war los. „Bleiben Sie stehen, oder wir schießen!!“ riefen die Beamten hinter ihn her. Semir rannte weiter. Er sah bereits die Busse und er sah dass dort ein paar Männer in seine Richtung sahen. Damit hatte niemand gerechnet. Wieso waren dort schon welche? Etwas irritiert rannte Semir weiter und an dem Gelände vorbei. Die Kollegen gaben Schüsse ab und Semir duckte sich obwohl er wusste dass es keine scharfe Munition war. Er schoss zurück. Schließlich musste er ja die Waffe entleeren, damit es nicht auffiel. Als er dann am Tor vorbei rannte spürte er wie eine Hand in sein Shirt griff und ihn nach hinten riss. Erschrocken ging er zu Boden und wollte sich gegen den der ihn da heranzerrte wehren. Eine Hand legte sich auf seinen Mund und presste fest zu. „Still! Ich helfe dir, okay?“ warnte ihn der Mann, der ihn festhielt. Semir atmete heftig denn obwohl er damit gerechnet hatte gegriffen zu werden, war er doch erschrocken.

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  • Alex hielt den Mann fest, der soeben versuchte an ihn vorbei zu rennen. Er hörte die Schüsse und hielt dem Mann den Mund zu. „Ganz ruhig… die werden dich hier nicht suchen.“ warnte er den Mann. Als dieser nickte nahm er langsam die Hand von dem Mund. Dann sah er durch das Tor und er bemerkte, dass die Beamten bereits um die Ecke rannten. Er sah den Mann an, der ihn immer noch erschrocken ansah. „Hör zu… es ist ziemlich gefährlich sich mit den Bullen anzulegen. Und so wie die dich gejagt haben, hast du was ausgefressen, was?“ lachte er. Der Mann nickte. „Ja… hab nen Bruch hinter mir.“ meinte dieser. Alex lachte. „Einen Bruch? Na ich kenne die Bullen. Die würden dich wegen einem Bruch nicht verfolgen. Aber egal. Du kannst ja gleich wieder raus und weiter rennen. Hast wenigstens Vorsprung.“ meinte er nur. Der Mann sah ihn an. „Ich weiß nicht wohin. Die haben meine Wohnung bereits auf den Kopf gestellt und hier haben sie mich auch gefunden. Man.. ich hatte den Waggon schon richtig gemütlich eingerichtet.“ maulte er und erhob sich. Alex sah ihn an. „Hast du keinen Job?“ fragte er. Der Mann schüttelte seinen Kopf. „Zumindest nichts Festes.“ gab er zu. Alex nickte. „Was kannst du denn?“ wollte er wissen. „Einiges und nichts. Ich kann Autos reparieren, Basteln, und Mädchen schlagen….“ erzählte der Mann. Alex nickte. „Mädchen schlagen ist hier nicht drin. Wir sind ja nicht in Anatolien. Wie heißt du?“ wollte er wissen. „Hakan… Hakan Yildirim.“ stellte sich der Mann vor. „Okay.. Pass auf Hakan… wir suchen immer fähige Leute hier. Und wenn du dich nicht zu dämlich anstellst, dann kannst du hier anfangen. Hab nämlich gerade einen guten Mann verloren.“ meinte Alex. Der Neue nahm an.


    Lou sah zufrieden, dass sein Vorhaben gelungen war. Der deutsche Kollege war in den Reihen von van Straaten und somit konnte es nicht mehr lange dauern, bis man van Straaten endlich etwas nachweisen konnte. Nur musste nur noch der Bus kommen, den man in Verdacht hatte. Sicher wird es heute kommen, denn sonst wären die Männer nicht hier. Er sah auf die Uhr. Es war gerade elf. Er sah die beiden Beamten zu sich kommen und nickte. „Es hat geklappt. Nun müssen wir abwarten. Der Kollege wird sich bei uns melden und sobald er die Beweise hat, werden wir uns van Straaten vorknüpfen. Ich gehe davon aus, das Semir in kürze schon bei ihm in der Nähe ist und dann …. Ja dann endlich werde ich die Beweise bekommen, die ich brauche um ihn in den Knast zu bringen und die Straßen von Amsterdam von einem weiteren Stück Dreck befreien.“ Meinte er zu ihnen und fuhr weg. Der nächste Kontakt zu Semir soll morgen um acht sein, sofern er die Zeit dazu findet.


    Tom kam gegen zwei am Nachmittag an seinem Ziel an. Er stellte den Bus ab und verließ das Gelände. Er machte sich tatsächlich einen schönen Tag und setzte sich zunächst im Straßencafe und trank seine heiße Schokolade. Was er bisher in der Firma mitbekommen hatte, wurde der Bus hier gewartet und ggf. repariert. Rosi schien ein Bus aus der Vorzeit zu sein, denn bei ihr funktionierte eigentlich nicht mehr alles. Schon auf der Autobahn hatte Tom Angst, dass der Bus auseinander brach. Er fuhr sogar unter den vorgeschriebenen 80 km/h. Deshalb war er auch etwas später dran, als eigentlich geplant. Nach einer kleinen Standpauke des Werkstattmeisters zog Tom ab. Er wollte gegen sechs wieder in der Werkstatt sein und abfahren. Zunächst jedoch etwas ausruhen und sich lang machen. Er dachte daran, das Semir ja auch in Amsterdam war und vielleicht sogar zuhause ist. Schnell griff er zum Handy und rief ihn an. Nur wenig später hörte er ein etwas verwundertes „Ja?“ aus dem Handy. „Hey… ich bin gerade in Amsterdam. Sag mir wo du hier wohnst und ich komm dich besuchen.“ lachte Tom. „Äh… ich bin nicht zuhause. Erkläre ich dir später. Hab jetzt keine Zeit, mein Schatz… pass auf… ich ruf dich um elf an. Ja… ich lieb dich auch.“ kam von Semir und Tom sah verwundert auf sein Handy. „Was laberst du denn da? Ich bin’s Tom…!“ brachte er sich in Erinnerung. „Ja ich weiß… also bis später“ Dann herrschte Ruhe. Tom sah auf sein Handy. „Na warte…“ dachte er nur und dann kam ihm der Gedanke, das Semir vielleicht schon mittendrin war.

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  • Semir steckte sein Handy ein. „Deine Freundin?“ fragte Alex und er nickte. „Ja… ich wollte mich eigentlich mit ihr treffen, aber mir kam was dazwischen.“ grinste er. Alex nickte. „Ja… also was ist, willst du hier anfangen?“ fragte er. Semir tat als müsse er nachdenken. „Nun ja… wenn ich es so sehe… klar… ich mach es.“ er streckte seine Hand aus und Alex drückte zu. „Gut… unser Bus ist bereits da. Ich zeige dir, was zu tun ist.“ erklärte Alex und ging mit Semir zu einem ziemlich alten Bus, der dort in der Halle stand. „Das ist Rosi… sie ist normalerweise in Deutschland und macht dort ihre Touren. Aber heute haben wir sie hier um sie zu warten. Du kannst anfangen im Gepäckfach die Wände zu reinigen. Dazu nimmst du sie raus und spritzt sie mit dem Dampfstrahler ab. Dann stellst du sie zum trocknen und anschließend werden sie wieder eingebaut. Während du damit beschäftigt bist, machen die anderen die Kabelarbeiten. Wir haben genau drei Stunden Zeit bis der Fahrer kommt und zurück fährt.“ erklärte Alex. Semir nickte und machte sich an die Arbeit. Als er die erste Platte abnahm sah er dass hinter diesen Platten ein leichter Hohlraum war. Hier schien die Möglichkeit gegeben zu sein, dass der Bus zum Drogentransport gebraucht wurde. Die Frage die sich Semir allerdings stellte, war ob der Fahrer wusste welche Fracht er mit nach Deutschland nahm, oder aber völlig unwissend war. Das musste er dann irgendwie herausfinden.


    Tom fand sich kurz vor sechs wieder am Bus ein. Er sah, dass der Wagen geputzt wurden und stieg ein. Der Werkstattmeister gab ihm noch einen Zettel mit, den Tom bei Stegmeyer abzugeben hatte. Tom bedankte sich und fuhr wieder gen Deutschland. Nur knappe vier Stunden später stellte er den Bus auf dem Hof ab. Heiko sah ihn an. „Fahr ihn direkt in die Halle…“ befahl er und Tom nickte. „So… geh zu Stegmeyer und lass dich auszahlen. Du hat jetzt wieder zwei Tage frei.“ meinte Heiko und nahm Tom den Schlüssel ab. Tom ging zu Stegmeyer und übergab den Zettel. Stegmeyer sah kurz drauf und nickte. „Das ist ein ganz toller Job gewesen. Hier dein Geld und nun ab ins Körbchen. Du siehst müde aus.“ Stellte er fest. Tom nickte. „Ja… hatte nur wenig schlaf in der Nacht. Wenn man mich braucht bin ich aber zur Stelle.“ erklärte er, nahm das Geld und fuhr nach Hause. Dort legte er sich ins Bett. Eigentlich wollte er um elf mit Semir telefonieren, aber er schlief ein und wachte erst am nächsten Morgen um zehn auf. Erschrocken sah er auf sein Handy. Keine Anrufe in Abwesenheit… schon mal ein Vorteil. Er ging duschen und frühstückte ausgiebig. Dann meldete er sich bei Anna und klärte sie auf, was seine Vermutung war. Sie ermahnte ihn zur Vorsicht.


    Stegmeyer sah Tom nach als er ging. Dann griff er zum Telefon und wählte eine ihm vertraute Nummern. „So… der Bus ist hier. Alles perfekt gelaufen.“ gab er durch. „Sehr gut. Morgen Abend schickst du mir den Fahrer samt Bus und Ware zum Niehler Hafen. Wir werden dort die Ware abladen.“ erklärte der Angerufene. „Ja okay… ach so… der Wagen wurde heute von meinem Neuen Fahrer gefahren. Er ist sehr gut. Und das wichtigste ist, er kann schweigen. Aber wenn du willst schicke ich dir wieder Chris.“ meinte Stegmeyer. „Nun… mir ist Chris lieber. Den Neuen können wir dann am Sonntag prüfen. Denn die nächste Ware ist angekündigt.“ kam vom Angerufenen. „Hey… dann werde ich wieder den neuen schicken, denn der stellt keine unangenehmen Fragen.“ meinte Stegmeyer nur. „Gut.. .dann werde ich ihn mir ansehen. Nicht das wir uns da eine Nessel in den Pelz setzen. Du weißt ja, ich kenne einige Bullen vom Gesicht her. Ich werde mich gleich mit meinem holländischen Freund unterhalten und dann können wir die Geschäfte wieder regelmäßiger erledigen.“ meinte der Angerufene nur. „Alles klar. Ich werde dann die Ware für den Versand zum Niehler Hafen vorbereiten und Chris zu dir schicken. In der Zeit kann der Neue bis zur nächsten Fuhre Pause machen.“ Stegmeyer legte auf. Er setzte sich nachdenklich in den Sessel. Wenn der Neue sich weiterhin so anstellt, könnte es leicht sein, dass sein Freund ihn ausspannen wird und in seine Dienste aufnimmt. Es wäre nicht das erste Mal. Und er wusste genau, dass er dagegen nichts machen kann.

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  • Boah ihr seid ja unerstättlich... also wirklich.....


    Für Semir sah es da schon etwas Anders aus. Er wurde zwar gelobt, dass er gute Arbeit gemacht hatte, aber anscheinend kam man nicht so schnell an den Boss ran. Alex schien der aus seiner Sicht der Einzige zu sein und so versuchte Semir mit ihm Freundschaft zu schließen. Der Sonntag ging zu ende und nun musste Semir irgendwie schlafen, denn er hatte ja angegeben, dass er keine Bleibe hatte. Alex sah ihn an. „Ich denke du kannst deinen Waggon sicher als Wohnraum vergessen. Tja… ich wohne beim großen Boss und der mag es nicht, wenn Fremde hier sind… was machen wir denn mit dir? Lass mich überlegen…“ Alex grübelte eine ganze Weile nur fiel ihm anscheinend nichts ein. „Warum fragst du denn deinen Boss nicht, ob er mir für heute Nacht wenigstens ein Dach über dem Kopf gibt Ich meine… morgen sind die Bullen sicher nicht mehr an mich interessiert und…“ fragte Semir, schwieg jedoch als Alex die Hand hob. „Ich denke… und dann hältst du die Klappe, klar?“ warnte er ihn. Semir nickte. „Pass auf… hier auf dem Gelände kommen die Bullen nicht. Da vorn haben wir so eine Art Büro. Du und zwei der Jungs gehen zu deinem Waggon und holt ein paar Sachen raus. Dann kommt ihr wieder her und du kannst erst einmal hier auf dem Gelände schlafen.“ erklärte Alex. Semir sah ihn an. „Der Waggon steht garantiert unter Bewachung. Die warten doch nur darauf, dass ich wieder komme um mich dann hops zu nehmen.“ warf Semir ein. „Ich regele das. Du tust was ich dir sage. Ihr wartet bis es dunkel ist. Dann geht ihr hin und gut ist. Die Bullen sind eh schon weg. Vertrau mir einfach, okay?“ fragte Alex. Semir nickte nur.


    Der Abend kam schnell. Tom saß in seiner Wohnung und wartete auf Semirs Anruf. Er müsste sich doch melden. Wieder überlegte er, ob nicht er anrufen sollte doch gerade als er es tun wollte, klingelte das Handy. „Ja?“ meldete er sich. „Hallo Schatz…!“ hörte er Semir reden. „Hast du Besuch?“ fragte Tom sofort. „Ja… also nicht wirklich. Aber ich wollte dir nur sagen dass ich die ganze Woche nicht viel Zeit hab nach Deutschland zu kommen. Der Job hier ist wirklich gut..“ erklärte Semir und Tom begriff, dass es für Semir ernst wurde. Er war also auch in der Gruppe drin. „Hat alles so geklappt wie du es wolltest?“ fragte er deshalb. „Nein noch nicht ganz. Aber sich bald. Ich hab dich lieb.“ hörte er von Semir und dann beendete dieser das Gespräch. Tom grinste nur. „Nächstes Mal mach ich dir nen Heiratsantrag.“ sagte er leise und wählte Anna an, die ebenfalls schon auf seine Meldung wartete. „Ich hab eben mit Semir gesprochen. Er hat mir seine Liebesbekundungen schon gemacht. Alles scheint klar zu sein. Er ist in der Gruppe hat jedoch den Boss noch nicht kennen gelernt.“ erklärte er weiter. „Also gut… dann läuft ja alles bestens. Ach noch eins… wissen Sie eigentlich, dass es heute genau anderthalb Wochen her ist, das Sie und Semir den Dienstwagen geschrottet haben?“ fragte Anna und man hörte ihr Lächeln sogar. „Ja und?“ stellte Tom die Gegenfrage. „Nun ja… das war der letzte Schaden in anderthalb Wochen.“ gab Anna zur Antwort und legte einfach auf. Tom murrte noch etwas.

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  • Semir ging mit drei Leuten zum Waggon, wo er ein paar private Sachen liegen hatte. Er wusste genau dass Lou den Wagen beobachten ließ und von den Leuten die bei ihm waren Fotos machte. Einer der neuen Freunde steig in den Waggon. Er suchte etwas und Semir verstand erst nicht was, doch dann kam der Mann mit der Munition von Semir und ein paar Briefchen wieder. „Ach sieh mal an. Da wollte wohl jemand von dem großen Kuchen etwas abnehmen, was? Dealst du? Wo ist die Waffe?“ fragte er barsch und richtete dabei die Waffe auf Semir. Der hob die Hände. „Hey… was soll das? Wollt ihr mich ausnehmen, oder was?“ fragte er etwas nervös. „Na für den Eigenverbrauch ist es etwas zu viel. Spritzt du es selbst?“ kam die nächste Frage und im gleichen Augenblick traten die anderen Beiden hinter Semir und hielten ihn fest. Einer schob die Jacke hoch so dass die Ellenbeuge frei lag. „Keine Einstiche!“ gab er bekannt, reichte die Waffe weiter und suchte nach Einstichen an den Beinen. Semir wurde wütend. „Was soll das? Ich verticke das Zeug ja.. .aber ich nehme es nicht!“ sagte er fauchend. „Der Boss mag es überhaupt nicht, wenn man in seinem Revier wildert.“ gab der Mann bekannt und machte ein Zeichen Semir wieder loszulassen. „Die Waffe ist erst einmal eingezogen.“ Semir sah ihn an. „Das ist meine Waffe und die lasse ich mir bestimmt nicht von dir abnehmen!“ warnte er sein Gegenüber. Dieser lachte laut. „Du gefällst mir… lässt dir nichts gefallen was? Hier! War ein Scherz.“ kam als Antwort zurück. Der Mann reichte Semir die Waffe und dieser steckte sie ein. „Aber das Zeug hier… bekommt der Boss.“ bestimmte der Mann. „Ach ja ich bin übrigens Milten das da hinten sind Rouven und Jan.“ stellte er sich nun vor. „Hakan…“ kam von Semir. Dann gingen alle mit ein paar Sachen beladen zurück zum Busgelände wo Semir sich ein kleines Zimmer einräumen durfte.


    Tom wurde am nächsten Morgen zum Boss bestellt. Er stand in seinem Büro und sah Tom an. „So… ich war beim letzen Mal sehr zufrieden mit dir. Du fährst sehr gut und warst sogar schneller als Chris obwohl du dich verspätet hattest.“ wurde er gelobt, „und deshalb bekommst du nur noch solche Fahrten. Chris wollte eh etwas Ruhigeres machen und übernimmt die Busfahrten mit den Alten. Du wirst morgen erneut zum Depot fahren. Irgendwie haben die bei Rosi etwas falsch gemacht.“ erklärte Stegmeyer. Tom nickte nur und dachte. ~das die nicht auseinander fällt wundert mich eh~. „Wann soll ich dann wieder los? Um zehn?“ fragte er nach. „Nein… diesmal um acht. Du musst bis sechs wieder hier sein.“ gab Stegmeyer den Befehl. Tom nickte. „Die Bezahlung ist die genauso gut wie beim letzten Mal?“ fragte er. Stegmeyer sah ihn an. „War das nicht genug?“ wollte er sofort wissen „Doch… das war sehr gut. Und wenn ich wieder so eine Summe bekomme ist es völlig in Ordnung.“ Gab Tom sofort zu verstehen. „Okay… genau wie beim Letzten Mal. So und nun ruh dich aus und sei morgenfrüh pünktlich.“ ermahnte Stegmeyer ihn. Tom nickte und verschwand. Der Tag ging schneller rum, als geplant und Tom stand tatsächlich rechtzeitig am Bus und fuhr los.

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