Tiertransporte...

  • Tom fuhr am Abend durch Köln. Er und Semir waren bereits seit mehreren Stunden unterwegs gewesen und nun lag Semir mehr oder weniger schlafend auf dem Beifahrersitz. „Hey… wir sind gleich bei dir. Da kannst du dich dann ins Bett legen.“ Er stieß Semir an. Dieser schreckte auf. „Was?“ „Du schläfst schon wieder.“ Semir rieb sich die Augen. „Na ist das denn ein Wunder…. Das waren jetzt 43 Stunden am Stück… völlig ohne Schlaf.“ stöhnte er. Tom grinste. „Ja ich weiß. Ich war auch dabei. Zumindest in Gedanken. Aber der Fall ist erledigt. Es war aufreibend genug und nun möchte ich diese drei Wochen aus meinem Kopf streichen..“ erklärte Tom. Semir grinste und schloss wieder die Augen. „Ja… verstehe ich. Verstehe ich sehr gut.“ gab er zu. Er wusste woran Tom dachte. Auch für ihn waren es die schlimme und vor allem lange Tage und er fing an sich daran zu erinnern. Angefangen hatte dieser Fall mit einem aufreibenden Unfall der durch Tierschützer verursacht wurde.


    Mario Stemmer war mit seinem LKW unterwegs auf der A3. Er musste den Schlachthof möglichst schnell erreichen. Seine noch lebende Ware sollte um drei da sein. Mario schwitzte. Die Hitze dieses Sommers war unerträglich. Er war seit gut sieben Stunden ohne Pause am Steuer und sehr müde. Hoffentlich wird er nicht kommt er in keine Kontrolle. Ständig sah er in den Spiegel um zu sehen, ob irgendwo Polizei zu sehen war. Er konnte keine Streife entdecken. Doch dafür einen Wagen, der ihm schon am Rastplatz aufgefallen war. Er fuhr ziemlich dicht auf. Mario sah dass Fotos von seinem Wagen gemacht wurden. Er lachte leise und dachte nur „scheiß Tierschützer“. Der Wagen fuhr an ihm vorbei. Mario dachte er hatte es hinter sich doch dann schnitt ihn der Wagen und er musste stark bremsen. Was dann geschah lief wie ein Film ab. Mario sah wie eine Waffe aus dem Fenster gehalten wurde, es knallte und der schwere Wagen geriet ins Schlingern. Mario verlor die Kontrolle über den LKW und durchbrach die Leitplanke. Er riss die Arme vors Gesicht. Der Wagen raste die Böschung herunter, überschlug sich und blieb anschließend liegen. Der Wagen mit dem Schützen fuhr ungehindert weiter. Der nachfolgende Verkehr geriet durch die Neugierigen die den Vorfall gesehen haben, außer Kontrolle. Der erste Wagen bremste stark ab um zu erkennen, was passiert war. Der darauf folgende raste mit hohem Tempo auf den ersten... Es krachte in Sekundenabständen. Immer mehr Fahrzeuge fuhren in die Unfallstelle....


    „Semir! Tom! Meldet euch bitte!“ hörte man Andreas Stimme im Funk. „Andrea... was gibt es?“ „Tom... es gibt eine Massenkarambolage auf der A3 Kreuz Leverkusen-West. Ein Tiertransporter ist die Böschung runter und einige der nachfolgenden Fahrzeuge sind aufeinander gefahren!“ Tom warf Semir einen genervten Blick zu. „Cobra 11 hat verstanden und übernimmt.“ Er hängte das Mikro wieder ein. „Mann... Mann.... wieso können die nicht einfach ihre Lenkzeiten einhalten und ran fahren wenn sie müde sind. Nee... die müssen durchfahren... und dann passiert es.“ Semir grinste. „Du meinst aber nur den LKW-Fahrer oder was?“ „Na klar... Gut die anderen die da rein gefahren sind, haben auch selbst schuld.... Ach du Schande....!“ stieß er aus, als sie an der Unfallstelle ankamen. „Das bedeutet Arbeit für die Kollegen in Uniform.“ Semir nickte. Sie fuhren an den Pulk von verbeulten Wagen vorbei und stellten sich quer. Sie steigen aus und gingen zu Hotte, der alle Hände voll zu tun hatte um die Unfallbeteiligten zu beruhigen. „Ach... gut das ihr kommt. Der Fahrer von LKW hat es leider nicht überlebt. Das gilt auch für den größten Teil der Schlachttiere, die auf dem Hänger waren. Schweine... Der Tierarzt ist bereits unten.“ Semir sah zum Wagen hin und nickte dann. „Was zum Hergang erfahren?“ Hotte nickte. „Ja... die Fahrzeuge die hier so wild herumstehen sind ineinander gerast, weil einer gucken wollte. Tja.. das übliche. Der Fahrer des ersten Wagens ist so schwer verletzt, dass er mit dem Heli ins Krankenhaus gebracht werden musste. Warum der LKW ausbrach konnte mir bisher keiner erzählen.“ Wieder nickte Semir und sah wie der Tierarzt auf die Straße kam. Er ging hin.

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    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • „Gerkhan, Kripo Autobahn.“ stellte er sich vor. „Dr. Peter Vogel, Ich bin vom hiesigen Veterinärsamt. Tja... die armen Viecher... allerdings sind einige bereits vor dem Unfall tot gewesen. Vermutlich mangelnde Versorgung. Außerdem waren viel zu viele Tiere dort eingepfercht und haben sich gegenseitig gebissen und getreten. Wie Viele beim Unfall starben kann ich leider nicht sagen.“ Semir nickte und bedankte sich. Er ging zu Hotte zurück. „Hotte! Sorg bitte dafür, dass der Wagen in die KTU kommt. Hartmut soll mal nachsehen, ob der Wagen einen Defekt hatte. Habt ihr eigentlich die Tachoscheibe kontrolliert?“ Hotte nickte. „Ja sicher... Alles im Rahmen. Er ist gerade sieben Stunden unterwegs gewesen. Hatte dazwischen eine Pause von dreißig Minuten. Also scheidet Übermüdung aus.“ Tom, der sich am LKW umgesehen hatte kam zu Semir. „Tja... so kann ich nicht viel sehen. Einer von den Reifen ist geplatzt. Entweder durch das Überschlagen oder aber durch Mängel oder durch was weiß ich ...“ Semir nickte. „Gut... hier können wir nichts tun. Wo ist denn Wegener?“ fragte Tom. „Hier!“ hörte er hinter sich. „Ah... kannst du was sagen?“ „Tom... ich kann dir sagen, dass der Fahrer beim Unfall starb. Er heißt Mario Stemmer und wohnt in Köln in der Aachener Str. 1020. Er war 34 Jahre alt. Mehr nicht. Alles weitere nach der Obduktion.“ Schon war er verschwunden.


    „Und was nun?“ fragte Tom. Semir sah ihn an. „Fahren wir zur PAST. Hier können wir nichts machen.“ sagte er und sah noch einmal zu dem LKW. Dort waren einige Leute damit beschäftigt, die toten Tiere aus dem Wagen zu holen. „Also.... auch wenn sie zum Schlachthof gefahren werden sollten, kann man sich doch wenigstens um die Tiere kümmern.“ sagte er. Tom nickte nur. „Na komm lass uns fahren. Übrigens der Wagen kommt von einer Neusser Spedition. Vielleicht ist es dort Gang und Gäbe, die Tiere so zu transportieren.“ „Ja und? Es gelten andere Gesetze. Das spricht ihn nicht frei.“ „Das nicht. Warten wir was Wegener und Hartmut herausfinden.“ „Okay... komm mir ist zu warm.“ stöhnte Semir. Sie fuhren zurück. In der PAST lief die Klimaanlage auf volle Touren. Das Thermometer zeigte dennoch 28 Grad an. Andrea hatte ihren kleinen Tischventilator laufen und hielt ihr Gesicht in den künstlichen Wind. „Jungs... tut mir einen Gefallen. Verhaftet den der für diese Hitze verantwortlich ist,“ stöhnte sie und sah die Beiden spitzbübisch an. Semir nickte. „Machst du uns einen schönen frischen Kaffee?“ fragte er. „Ja... sicher.“ gab Andrea zurück und stand auf. Nur wenige Minuten später war der Kaffee fertig.

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  • Drei Stunden später war der vorläufige Bericht der Spurensicherung auf dem Tisch. Semir nahm die Akte und blätterte sie durch. „Tom! Es wurde eine Patronenhülse in der Nähe der Unfallstelle gefunden. Kaliber 9 mm.“ Tom sah ihn an. „Dann wurde auf den Wagen geschossen?“ „Scheint ganz so... vielleicht Tierschützer?“ vermutete Semir. „Na dann haben die ihren Job aber nicht gut gemacht. Die Tiere sind schließlich fast alle tot.“ meinte Tom nur. Semir nickte. „Ja... aber wenn die wirklich so hart rangehen, dann kann uns ja noch einiges bevorstehen.“ gab Semir zu bedenken. „Warten wir mal ab ob die Hülse mit dem Unfall zu tun hat.“ beruhigte Tom ihn. „Okay... fahren wir mal nach Hartmut. Der hat den Wagen sicher schon in Arbeit.“ Sie fuhren zur KTU. „Ach... ich wollte euch gerade anrufen!“ begrüßte Hartmut sie beiden. „Was hast du denn?“ „Tja... also ich vermute das die Ursache für das Abkommen von der Fahrbahn ein kleines Bleiteil in Form einer Kugel gewesen ist. 9 mm.“ Semir sah Tom an. „Also doch....“ stöhnte er. Hartmut sah ihn erstaunt an. „Du weißt das schon?“ „Ja... Nein... also nicht wirklich.... ich meine erst jetzt bin ich mir sicher. Die Spurensicherung hat ne Patronenhülse gefunden, deshalb.“ Hartmut nickte. „Ja also ich stelle mir den Unfallhergang so vor. Der Fahrer des LKWs fuhr im Tempo von 80 oder 90 km/h. Ein anderer Wagen überholt ihn... und als er auf gleicher Höhe ist drückt er ab. Oder aber er überholt ihn vollständig und schießt dann aus der Position“ Hartmut ging vor Semir und tat so als ob er auf ihn schießen würde. „Das wiederum heißt aber auch, dass der Schütze nicht der Fahrer war. Denn er kann ja nicht fahren und gleichzeitig nach hinten schießen.“ erklärte er weiter. Semir sah Tom nur an und hörte zu. Als Hartmut seine Vorstellung beendet hatte sah er beide erwartungsvoll an. „und?“ fragte er. „Was?“ fragte Tom. „Ja was ihr davon haltet, will ich wissen?“ fragte Hartmut etwas enttäuscht. „Ach so.... na hört sich gut an. Sicher eine gute Grundlage für einen Krimi“ grinste Tom und zog Semir raus. „Danke für die Story“ rief dieser zu Hartmut und schon waren sie wieder unterwegs.


    „Was Hartmuts Schilderung angeht... könnte tatsächlich so abgelaufen sein.“ meinte Tom als sie wieder auf der Autobahn waren. Semir nickte. „Ja aber dann muss doch einer der Anderen Unfallbeteiligten auch das Auto des Schützen gesehen haben. Sprich es gibt sicher ein Kennzeichen. Das brauchen wir. Außerdem müssen wir die Spedition anrufen.“ Tom nickte. „ Sie sitzt in Neuss“ Semir sah ihn verwundert an. „Wie heißt die Firma denn?“ fragte Semir. „Meyersohn GBR. Ansässig in der „Auf dem Landhof 3“ in Neuss. Willst du direkt dort hinfahren?“ Semir nickte. „Ja sicher... sind ja eh gleich in der Höhe.“ Semir fuhr ab. Nur einige Minuten später waren sie auf dem Hof der Spedition angekommen. Der Betriebshof bestand lediglich aus einem recht herunter gekommenen Büro. Tom sah Semir erstaunt an. „Das soll ne Spedition sein?“ fragte er. „Tja.. .wenn du mir die richtige Adresse genannt hast, dann ja...“ meinte Semir nur. „Klingeln wir doch einfach mal.“ Sie stiegen aus und gingen zur Tür. Doch kaum waren sie an der Tür knallte es auf einmal. Erschrocken gingen beide in Deckung.


    Anna sah Andrea an, die an ihrem Schreibtisch saß. „Wo sind Semir und Tom?“ „Es gab eine Massenkarambolage auf der A3. Die beiden sind hin und haben sich darum gekümmert. Vermutlich wurde auf den LKW, der verunglückt ist, geschossen. Dadurch kam er von der Straße ab und einige der nachfolgenden Fahrzeuge wollten schauen was passiert ist. Dann hat es gekracht und es kamen immer mehr Fahrzeuge in die Unfallstelle. Wir haben an die 80 Unfallbeteiligte.“ Anna schüttelte den Kopf. „Das es immer so extrem sein muss. Wenn die beiden reinkommen, sofort zu mir.“ Andrea nickte und machte ihre Arbeit weiter. Anna ging in ihr Büro. Das Telefon klingelte und sie meldete sich. „Anna Engelhard.“ „Anna... hier ist Simon. Sag mal... ich habe da von einem Unfall gehört. Ein LKW mit Schweinen soll einen Unfall gehabt haben...“ „Ja... ich wurde eben informiert. Aber genaueres kann ich dir nicht sagen. Da müsstest du schon noch etwas warten, weil die beiden Kollegen die den Fall übernommen haben in der Sache unterwegs sind.“ „Semir und Tom?“ fragte Simon. Anna lächelte. Simon kannte die Beiden und auch ihre Arbeitsweise. „Ja stimmt.“ sagte sie. „Sag denen doch bitte, sie möchten mich anrufen. Ich kann vielleicht helfen.“ „Werde ich machen Simon.“ Anna legte wieder auf.


    Semir sah vorsichtig hinter dem Wagen hervor. „Entweder mag uns jemand nicht, oder aber da hat man was gegen die Geschäftsleitung.“ sagte er leise und sah zu Tom. Dieser lag am Boden. „Tom?“ fragte er. Keine Reaktion. „Verdammt noch mal....“ fluchte Semir. „Tom! Mach bloß keinen Mist und red mit mir!“ Keine Reaktion. Semir kroch zu Tom hin und drehte ihn um. Erschrocken sah er den roten Fleck der sich auf Toms weißes Hemd in Höhe des Herzens breit machte. „TOM!“ schrie er entsetzt und suchte nach dem Puls.

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  • Nee, nee... was seid ihr alle ängstlich... also wirklich.... :D:D


    „Treffer!“ lachte der Schütze und sah durch das Fernglas. „Aber warum hast du das getan? Das sind doch Polizisten. Du hast einen Polizisten erschossen. Verdammt… das … das geht zu weit.“ weinte seine Schwester. Uli sah sie an. „Na komm… was kann ich dafür, dass er in da steht. Sollte nicht so sein. Egal… komm wir müssen weg. Die rufen sicher die Verstärkung und dann wimmelt es nur so…“ raunte er ihr zu, legte das Fernglas beiseite und zog sie zum Wagen. „Was ist mit dem Polizisten? Ist er tot?“ fragte sie. Uli lachte. „Kann sein, kann nicht sein. Das sollte uns wenig interessieren. Davon gibt es doch genügend.“ lachte er und führ ab.


    Semir schloss erleichert die Augen, als er das Schlagen spürte. „Tom... komm schon!“ flehte er. Semir griff zu seinem Handy und rief Andrea an. „Andrea... wir sind in Neuss, Auf dem Landhof 3. Wir stehen unter Beschuss. Tom hat es erwischt. Wir brauchen Notarzt, RTW und Verstärkung“ forderte er und beendete das Gespräch ohne die Antwort abzuwarten. Er nahm das Verbandszeug und legte sich Kompressen raus, dann zog er Tom das Hemd hoch und hoffte dass die Verletzung nicht so schlimm war. Doch nun kam die Überraschung. Es war keine Verletzung zu sehen. Etwas irritiert sah er seinen Partner an. „Du bist ja gar nicht verletzt....“ sagte er. Tom regte sich und sah ihn an. „was laberst du denn da? Was machst du mit mir?“ „Tom... ich dachte... ich meine.... Ich wollte… aber… Du blutest.“ gab Semir verwirrt von sich und deutete auf Toms Hemd. Tom sah sich sein Hemd an. „Das ist kein Blut.... das ist rote Farbe. Ich bin mit dem Kopf irgendwie blöd aufgekommen, das ist alles.“ meinte er dann. „Dann war das eine Farbbombe?“ kam von Semir die nächste Frage. „Ja oder eine Patrone. Vermutlich dieses dämliche Spiel... mit den Farbbomben... was so ein paar Idioten immer wieder gern spielen...“ meinte Tom und stand auf. Gocca oder so...“ Semir nickte. „Na dann wollen wir doch mal schauen, wer uns da bombardiert. Bleib du hier und versorge deine Beule...“ grinste Semir erleichtert. Doch Tom stand auf und beide gingen zur Tür. Doch die Enttäuschung war groß. Das Büro war leer. Nicht einmal ein Stück Papier gab es zu sichten. „Tja… Fehlanzeige.“

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  • Semirs Handy klingelte. „Ja Semir hier!“ meldete er sich. „Semir! Ich habe die Spedition gecheckt wo der LKW hingehörte… was ist mit Tom?“ klang Andreas Stimme an seinem Ohr. „…und festgestellt dass sie nicht existiert.“ beendete er den Satz. „Ja… stimmt. Was ist mit Tom?“ „Wir sind gerade in dem Büro wo eigentlich die Spedition sein sollte. Nichts. Das Büro ist leer. Dafür wurde auf uns geschossen. Tom wurde von einer Farbbombe getroffen. Den Arzt kannst du also abbestellen.“ erklärte er. „ Gott… …“ stieß Andrea aus. „Wir kommen jetzt zurück. Hier können wir nichts machen.“ erklärte Semir. „Das trifft sich gut. Die Chefin hat nämlich Sehnsucht.“ gab Andrea zurück. Semir beendete das Gespräch und stieg mit Tom in den Wagen. „Soll ich fahren?“ fragte er besorgt. „Quatsch“ kam von Tom und schon fuhr er los. Nur wenig später waren sie auf der Autobahn. Vor ihnen fuhr ein LKW. Semir sah sich den Wagen an. Aus der hinteren Türe schien etwas Rotes aus dem Wagen zu laufen. „Siehst du auch, was ich sehe?“ fragte er Tom. „Wenn du mir genau sagst was du siehst, bestimmt“ gab Tom zurück. „Aus dem Wagen da vorn. Irgendwas läuft da unter den Türen hervor.“ Tom sah hin. „Ja stimmt… sieht aus wie rote Farbe.“ automatisch sah er auf sein Hemd. „Das wäre jetzt aber sicher ein Zufall, was?“ fragte er. „Werden wir gleich sehen. Wir winken ihn raus.“ meinte Semir und griff zur Kelle.


    Andrea legte den Hörer langsam auf und schloss die Augen. Alle Kollegen der PAST standen an ihrem Schreibtisch als sie mitbekamen, dass Andrea mit Semir telefonierte. Anna sah sie an. „Was ist mit Tom? Ist er schwer verletzt? Reden Sie schon!!“ forderte sie Andrea auf. Diese schüttelte den Kopf. „… Ich kann den Notarzt und den Krankenwagen abbestellen.“ sagte sie leise. Doch Anna verstand es wohl falsch. Mit einem aschfahlen Gesicht ließ sie sich auf den Besucherstuhl vor dem Schreibtisch nieder. „Er ist tot?“ fragte sie ungläubig. Erst jetzt registrierte Andrea, dass ihre vorherigen Worte falsch verstanden wurden. „Nein… nein… er ist in Ordnung. Tom wurde von einer Gocca-Farbpatrone getroffen. Er ist okay. Außer dass er eine Beule am Kopf hat.“ sagte sie. Anna atmete tief ein und aus. Sie sah in die Runde. „Was ist? Wir haben zu tun! Herzberger! Sie und Bonrath fahren zu dieser Spedition und suchen das gesamte Gelände ab. Ich will diesen Typen kriegen, der mir soeben wieder ein paar Haare hat grau werden lassen!“ gab sie die Befehle. Andrea beobachtete wie sie sich eine Träne weg wischte. Anna sah sie an. „Das bleibt unter uns, okay?“ fragte sie ganz leise. Andrea nickte.

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  • Schön dass euch die Story soooo gefällt. Deshalb hier noch ein Stücken zum Feierabend :D


    Theo Linke sah in den Rückspiegel. Er sah den Wagen mit dem Blaulicht und fluchte verhalten. Als der Beifahrer ihm dann die Kelle zeigte folgte er dem Polizeiwagen auf den nächsten Rastplatz. Er hielt direkt hinter dem Wagen an. Die Männer stiegen aus dem Wagen aus und kamen auf ihn zu. Theo war entspannt. Er hatte nichts falsch gemacht. Sicher war das eine einfache Kontrolle. Er kurbelte das Fenster runter und sah den Polizisten an. „Was kann ich für Sie tun, Herr Wachtmeister?“ fragte er grinsend. „Gerkhan, Kripo Autobahn. Fahrzeugkontrolle. Würden Sie bitte aussteigen?“ Theo nickte und öffnete die Tür. Mit einem einfachen Sprung verließ er den LKW. „Was gibt es denn? Hab ich irgendwas falsch gemacht?“ wollte Theo wissen. „Reine Routine. Was haben Sie geladen?“ fragte der Polizist. „Schlachtvieh!“ gab Theo zur Antwort. „Würden Sie den Laderaum bitte öffnen?“ kam vom Polizisten. Theo sah ihn irritiert an. „Warum?“ fragte er. „Machen Sie es einfach.“ bat der Polizist. Theo fügte sich. Er ging nach hinten wo bereits der zweite Polizist stand.


    Semir ging mit dem Mann nach hinten und hörte ihn leise fluchen. Doch kaum waren sie an der Tür knallte es. Betonsplitter flogen hoch. „DECKUNG!!“ schrie Semir und Tom riss den Fahrer sofort hinter den Wagen. Semir selbst kroch unter den Wagen und zog seine Waffe. „TOM!?!“ rief er. „Alles klar. Von wo kam das?“ kam als Antwort. „Keine Ahnung... vermutlich aus dem Gebüsch links!“ gab Semir zurück. Tom griff zum Handy. „Cobra 11 an Zentrale! Stehen unter Beschuss beim Rastplatz KM 48,6! Brauchen Verstärkung!“ Semir versuchte unter dem Wagen wieder hervor zu kommen. Doch kaum war er auf der Straße fielen die nächsten Schüsse. Semir stieß einen leisen Schrei aus. „SEMIR!“ schrie Tom zurück.

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  • „Alles Okay... hab nur Steinsplitter abgekriegt.“ rief dieser zurück und kroch wieder unter den LKW. „Tom! Siehst du ihn?“ fragte Semir. Er spürte wie das Blut aus einer Wunde im Gesicht sickerte, wo ihn eines der Splitter erwischt hatte. „Nein! Ich sehe gar nichts... Verdammt wo bleiben denn die Kollegen!“ fluchte Tom verhalten und sah sich nach dem Schützen um. Nichts war zu erkennen. Dann endlich waren die Sirenen der Kollegen zu hören. Tom lugte unter der Deckung hervor. Der erste Streifenwagen stellte sich hinter dem LKW. „Stell dich davor...Die haben Semir unter Beschuss!“ rief Tom dem Fahrer des zweiten Wagens zu. Dieser tat es. Semir kroch unter dem Wagen hervor. Kein Schuss kam mehr.


    „Hey! Du blutest!“ sagte Tom und zeigte in Semirs Gesicht. „Ja... ein Splitter ist mir da hingeflogen.“ antwortete Semir und wischte mit dem Ärmel das Blut weg. Tom wandte sich an den Fahrer. „Sind Sie in Ordnung?“ fragte er. Der Fahrer nickte. „Ja... was soll das ganze denn?“ fragte er. „Das würden wir auch gern wissen... okay...“ meinte Tom und sah ihn an. Semir ging zu den Türen und zog diese auf. Der Streifen, den sie vorher gesehen hatten stellte sich als Blut heraus. In dem Wagen lag direkt an der Tür ein totes Kalb. Semir sah zu Tom der nun neben ihm stand. „Scheinbar tot getrampelt.“ vermutete er. Tom nickte. „Oder von einer der Kugeln getroffen.“ kam von dem Fahrer. „Kann eigentlich nicht sein. Ich ruf den Veterinär an.“ gab einer der uniformierten Beamten ab und griff zum Funkgerät. Der Tierarzt kam nur wenige Minuten später. „Schon wieder!“ stöhnte er. „Scheinbar sind diese Transporte in letzter Zeit das Augenmerk der Polizei was?“ fragte er Tom. „Nun uns ist nur ein kleiner roter Rinnsal aufgefallen, deshalb haben wir ihn raus gewunken.“ gab dieser zur Antwort. „Tja... soweit ich es sehen kann, ist das Tier wohl tot getrampelt worden. Vermutlich aus Panik... oder wegen der Enge.... Die Tiere sind wie beim letzten Mal nicht versorgt. Diese Mistkerle sollte man alle selbst einpferchen.“ fluchte der Arzt. Tom nickte nur.


    Die restlichen auf dem LKW befindlichen Tiere wurden versorgt und anschließend ging der Transport weiter. „Wieso lassen Sie den fahren?“ fragte der Arzt wütend. Semir sah ihn an. „Ja was sollen wir denn machen? Die Tiere sind jetzt ordnungsgemäß gesichert und er wird sie auch für den Rest der Strecke sicher versorgen.“ „Ja haben Sie denn nicht gesehen, dass er sie behandelt?“ Semir hob die Hände…. „Guter Mann… wir sind nicht vom Tierschutz. Die Tiere werden zum Schlachter gebracht. Die haben es so gut wie hinter sich.“ sagte er. Der Arzt sah ihn wütend an. „Was würden Sie tun, wenn Sie in einer solchen Lage wären? Eingepfercht auf engen Raum… kein Essen, kein Trinken? Kein Tageslicht?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Na ich werde ja nicht geschlachtet.“ grinste er und ging dann zu Tom, der am Wagen wartete. Er sah nicht wie der Arzt wütend hinter ihm her starrte.

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  • So bevor alle wirklich umkippen... mal ein etwas leicht zu verdauender Absatz


    Melissa und Uli saßen in der Bar. „Das wäre fast schief gegangen! Die Bullen hätten uns fast einkassiert!“ schrie sie ihn an. Die anderen Gäste sahen zu ihr rüber. „Hey… beruhige dich. Nicht so laut… die Leute schauen schon alle. Ist doch noch mal gut gegangen. Hey… die waren echt schnell.“ lachte er. „Ich verstehe dich nicht. Die Polizei hat den Wagen angehalten und du ballerst auf die los? Warum bitte? Ich versteh das nicht.“ beklagte Melissa sich. Uli nickte. „Ja ich weiß dass du es nicht verstehst. Es war mein Auftrag. Damit die Bullen endlich diese Transporte stoppt! Verstehst du das nicht. Wenn wir nichts unternehmen, dann werden die armen Tiere immer wieder auf der Fahrt zum Schlachthof so unwürdig behandelt. Das darf nicht sein.“ erklärte er. Melissa nickte. „Ich verstehe. Aber die Polizisten haben doch getan was ihnen möglich war. Ich meine sie können ja die Leute nicht einfach verhaften, oder?“ gab sie zu bedenken. „Tja… das sollten sie aber…“ meinte Uli. Das Handy von Uli klingelte. „Warte…“ sagte er zu Melissa und nahm das Gespräch an.


    „Hör zu…. So langsam müssen wir uns was einfallen lassen. Die Bullen tun mir zu wenig. Wir müssen härtere Geschütze auffahren. Noch einen Toten. Aber diesmal mit mehr Aufsehen! Von mir aus legt eine Autobahn in Schutz und Asche! Ich will endlich Resultate sehen! Verdammt Ich will endlich das die Transporte aufhören!“ hörte er den Mann am anderen Ende wütend brüllen. „Ja beruhig dich mal. Wir machen schon was wir können. Wo wird der nächste Transporter sein?“ fragte Uli. „Nein… warte ich habe es mir überlegt. Wir werden diesmal dort zuschlagen wo die Tiere verladen werden. Wir werden das Übel an der Wurzel packen….“ kam als Antwort. „Okay.. wo?“ fragte Uli. „Ich gebe den Startschuss. Solange haltet euch zurück.“ sagte der Anrufer. „Alles klar.“ Meinte Uli und beendete das Gespräch. Melissa sah ihn an. „War er das?“ fragte sie. Uli nickte. „Was wollte er diesmal?“ wollte sie wissen. „Na was wohl…. Wir sollen uns bereithalten.“ erklärte Uli. „Uli… ich will nicht mehr…. Bitte lass uns damit aufhören.“ flehte Melissa. „Nein… nicht jetzt. Er hat was ganz großes vor und da will ich bei sein.“ sagte Uli.

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  • Tom und Semir saßen im Büro. Anna kam zu ihnen. „Was ist genau passiert?“ fragte sie. „Wir wollten den Wagen kontrollieren, weil wir etwas auslaufen sahen. Als der uns den Laderaum zeigen wollte fielen die ersten Schüsse. Tom riss den Fahrer hinter den Wagen und ich bin unter den Wagen gekrochen. Tja… und da lag ich dann bis die Kollegen kamen. Anschließend stellte sich heraus, dass einige Tiere sich tot getrampelt haben.“ erklärte Semir. „Haben wir irgendeinen Verdacht?“ fragte Anna. Tom nickte. „Ja… es könnte sich um Tierschützer handeln. Die wollen vielleicht gegen diese Transporte auflehnen.“ meinte er. „Dann sollten Sie anfangen die Firmen die solche Transporte durchführt zu untersuchen und vor allem zu warnen. Übrigens... Simon Speyer vom K16 hat angerufen. Sie sollen sich mit ihm in Verbindung setzen. Er meint er könnte vielleicht in diesem Fall helfen.“ Semir nickte und griff zu seiner Jacke. „ Das machen wir, wenn wir Fragen haben. Erst mal werden wir ermitteln. Komm wir fahren die ersten an. Andrea sollte uns schon einige Adresse ausgedruckt haben.“ sagte er und sah Anna an. „Darf ich mal?“ fragte er. Anna warf Tom einen Blick zu und dieser zuckte mit den Schultern. Semir schien schlechte Laune zu haben.


    „Wir teilen uns auf. Du nimmst die Firma in Leverkusen, diese Heinrich & Söhne und ich nehme die Düsseldorfer Schmidtbauer GBR vor.“ bestimmte Semir, als Tom am Wagen stand. „Hast du schlechte Laune?“ fragte Tom. Semir sah ihn an. „Nein... nur Kopfschmerzen. Tom wir müssen endlich was finden. Die Chefin tut gerade so, als ob wir nichts tun.... Verdammt wir wurden jetzt bereits zweimal beschossen! Das ignoriert sie völlig...“ gab er wütend zu. Semir schlug wütend auf das Lenkrad. Tom legte ihm die Hand auf die Schulter. „Hey... nimm es ihr nicht übel... ihr sitzt Schranke im Nacken. Nimm ein Aspirin und dann... Sag mal wer ist eigentlich dieser Simon Speyer?“ sagte er. „Er leitet das K16. Wir hatten vor sechs Jahren oder so das Vergnügen zusammen zu arbeiten. Er hat damals einen Fälscherring festgesetzt. Ich bin zufällig rein geraten und hab damit fast die Tour vermasselt. Er war nicht gerade begeistert und hat mir sogar ein Disziplinarverfahren angehängt. Das wurde zwar von der Chefin abgeschmettert und wir haben den Fall zusammen gelöst. Seit dem hab ich allerdings nichts mehr von ihm gehört.“ erklärte Semir. „Gut das können wir dann später mal regeln. Erst die Speditionen.“ meinte Tom nur. Semir nickte. Tom fuhr in Richtung Leverkusen, während Semir die Fahrt nach Düsseldorf antrat.


    Tom fuhr auf den Hof und wurde direkt von einem Sicherheitsbeamten angehalten. „Das ist ein Firmengrundstück! Würden Sie es bitte verlassen und draußen parken?“ sagte der ältere Mann grantig. Tom zückte seinen Ausweis. „Kranich! Kripo Autobahn. Ich müsste mit dem Inhaber bzw. dem Geschäftsführer sprechen!“ stellte er sich vor. Der Mann sah sich den Ausweis an. „Ähm... ja... Sie finden Herrn Heinrich jr. Im dritten Gebäude, 1. Etage.“ erklärte der Mann. Tom bedankte sich und fuhr zu dem angegebenen Haus. Er stieg aus und betrat das Büro. Am Schreibtisch saß eine junge brünette Dame die ihn mit feurig grünen Augen ansah. „Guten Tag! Was kann ich für Sie tun?“ fragte sie freundlich. „Kranich, Kripo Autobahn. Ich würde gern mal Herrn Heinrich jr. sprechen.“ Sie nickte und stand auf. Dann verschwand sie hinter einer Tür. „Kommen Sie bitte!“ forderte sie Tom auf. Sie brachte Tom in ein sehr gemütlich eingerichtetes Büro. „Möchten Sie einen Kaffee?“ fragte die unbekannte Schöne. „Ja danke sehr gern.“ lautete seine Antwort. Sie verschwand und kam mit einer Tasse Kaffee zurück. „Nehmen Sie Zucker und Milch?“ fragte sie. Tom sah sie an. „Nein... danke ich trinke schwarz.“ antwortete er. „Danke Janine!“ sagte der Mann auf der anderen Seite des Schreibtisches und bat die Sekretärin hinaus. Tom sah ihr hinterher.

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  • „Herr Kranich? Was kann ich für die Autobahn tun? Bin ich irgendwie zu schnell gefahren?“ fragte Heinrich. Tom lächelte. Er überhörte diesen Satz. „Nun es geht um Ihre Tiertransporte.“ erklärte Tom sein Anliegen. „Tiertransporte? Ach so... Sie meine das Schlachtvieh... Was ist damit?“ wollte Heinrich wissen. „Nun ja... es gab in den letzten Tagen immer wieder Anschläge auf solche Transporte. Leider war dabei ein Toter zu beklagen. Wir sind nun auf der Suche nach dem oder die Täter....“ erläuterte Tom weiter. Heinrich sah ihn entsetzt an. „Das ist ja schrecklich. Ich hab von dem Unfall gelesen, wo der Fahrer starb. Wissen Sie schon Näheres? Ich meine wer dahinter stecken könnte? Wer gefährdet ist? Wo der nächste Anschlag stattfindet?“ fragte Heinrich und man merkte dass er nun doch nicht mehr so unbedacht war. Tom schüttelte den Kopf. „Nein... was transportieren Sie an Schlachtvieh?“ fragte Tom. „Nun ich habe dafür Subunternehmer. Ich selbst transportiere keine Tiere, weil ich gar keine Wagen dafür habe. Aber die Subunternehmer sind alle ehrenwerte Unternehmer!“ schwor der Mann.


    Auch Semir hatte sein Ziel erreicht. Die Sekretärin begrüßte ihn freundlich. Er wurde zum Geschäftsführer der Firma gebracht. „ Schmidt“ stellte der Mann sich vor. „Gerkhan, Kripo Autobahn.“ erwiderte Semir und reichte dem Mann die Hand. „Was kann ich für Sie tun?“ wollte Schmidt wissen. Semir klärte den Mann über die Anschläge die auf Transporte durchgeführt wurden auf. Schmidt sah ihn an. „Das ist ja grauenhaft. Aber Sie haben sicher eine Spur, oder?“ fragte Schmidt weiter. „Bisher ist es sehr vage. Wir haben eine Vermutung dass Tierschützer dahinter stecken können. Haben Sie irgendwelche Drohbriefe erhalten? Wurden Anschläge verübt?“ wollte Semir wissen. Schmidt sah ihn an. „Sie glauben, dass diese Leute hier bei mir zuschlagen?“ kam erstaunt die Frage. Semir nickte. „Es ist nicht ganz ausgeschlossen.“ bestätigte Semir. „Nun bisher habe ich nur von den Anschlägen gehört, aber bei mir ist nichts passiert. Auch keine Drohbriefe, oder Anrufe.“ gab Schmidt von sich. „Sind denn in den nächsten Tagen irgendwelche Transporte in Sachen Schachttiere vorgesehen?“ kam von Semir die nächste Frage. Schmidt sah ihn an. „Schlachttiere?“ fragte er. „Ja Sie haben doch diese Spezialtransporte oder?“ Semir war etwas irritiert. „Ja... sicher. Aber in den nächsten Tagen.... warten Sie...“ Er sah in seinen Kalender nach. „Ah ja... hier! Der Transporter wird gerade beladen. Wenn Sie wollen können wir uns dazu gesellen und zusehen.“ bot Schmidt an. Semir nickte. „Ja ich würde mir gern den Verladevorgang ansehen.“ nahm Semir das Angebot an.. Sie verließen das Gebäude.


    Uli sah durch das Fernglas. Die Tiere wurden mit Tritten in die LKWs befördert. In Uli kochte das Blut. Er nahm sein Gewehr und legte auf den Mann an, der die Tiere trat. Doch bevor er abdrücken konnte stellte sich ein kleinerer Mann direkt in die Schusslinie. Uli nahm das Gewehr runter. „Dich kenne ich doch...“ fluchte er leise. „Na die Polizei ist ja ganz schön schnell auf der richtigen Spur. Hab ich gar nicht vermutet. Und das hier wird nur ein kleiner Spaß.“ sagte er leise. Er griff zum Fernglas und sah durch. „Schade, dass ich nicht verstehen kann was du ihnen sagst...“ murmelte er, als er sah dass der Polizist auf den Mann einsprach.


    „Was soll das denn? Können Sie die Tiere nicht humaner behandeln?“ fragte Semir wütend als er sah wie einer der Männer nach einem Schwein trat, welches nicht in den Wagen wollte.. Schmidt lächelte. „Das ist eine Ausnahme. Der Herr ist sicher etwas genervt und ich kann ihn verstehen. Schließlich sind die Tiere ja ziemlich störrisch.“ entschuldigte dieser das Verhalten seines Angestellten. „Deshalb müssen die Tiere ja nicht derart getreten werden, oder?“ fragte Semir. In ihm kochte das Blut. „Herr Gerkhan.... das ist doch nur Schlachtvieh. Sehen Sie, diese Tiere haben nur noch ein paar Stunden vor sich und sterben dann eh. Sie wären für unseren Beruf wohl nicht geeignet.“ lachte Schmidt. „Herr Schmidt. Es ist mir so ziemlich egal, ob die Tiere nur noch eine Stunde oder ein Jahr vor sich haben. Was glauben Sie, wollen diese Täter mit den Anschlägen bewirken? Wir gehen sehr stark davon aus, dass es sich um Tierschützer handelt, die eben solche Transporte verhindern wollen. Sie könnten der nächste sein, auf dem ein Anschlag verübt wird. Seien Sie vorsichtig.“ warnte er den Unternehmer. Semir wandte sich ab und wollte gehen, als er etwas unter dem LKW bemerkte. Er beugte sich hinunter und erschrak. Das sah ziemlich nach einer Bombe aus. „Herr Schmidt! Schaffen Sie sofort die Tiere aus dem Wagen und bringen Sie Ihre Leute in Sicherheit.“ befahl er. Schmidt sah ihn an. „Was? Warum denn?“ kam die Gegenfrage. „Unter diesem Wagen ist eine Bombe... ich weiß nicht ob sie mit Fernzünder oder mit Zeit funktioniert. Aber wenn sie hochgeht, dann ist nicht mehr viel von Ihrer Firma übrig.“ meinte Semir und sah ihn ernst an.

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    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Schmidt erschrak. Sofort brüllte er Befehle. Die Tiere waren schnell aus dem LKW und liefen in einen der Stallungen. Die Männer brachten sich in Sicherheit. Semir forderte den Schlüssel für den LKW. Schmidt sah ihn an. „Was haben Sie denn vor?“ fragte er erstaunt. „Nur fünf Minuten von hier, ist ein Steinbruch... ich bringe den Wagen da hin und dann kann die Bombe entweder hochgehen, oder aber von einem Kommando entschärft werden.“ erklärte Semir. „Aber ....? Das ist doch gefährlich!!“ stellte Schmidt unnötigerweise fest. Semir nickte „Ja ich weiß. Beten Sie, dass die Bombe nicht vorher hochgeht.“ Semir stieg ein und fuhr los. Schmidt sah ihm nach. Dann rannte er zum Wagen und fuhr hinterher.


    Semir lenkte den Wagen auf die Umgehungsstraße zum Steinbruch. Er griff zum Handy um Tom zu informieren. „Ich bin auf der B9 in Richtung des Steinbruchs. Der Wagen ist mit einer Bombe bestückt. Ich ... Tom?“ fragte er, als er ein Knacken im Handy hörte. „Hier ist nicht Tom!“ kam als Antwort zurück. „Die Bombe wird in knapp fünf Minuten hochgehen. Sieh zu dass du da raus kommst, Bulle! Sie ist nicht für dich bestimmt.“ sagte die fremde Stimme. „Ja danke du Schlaumeier! Was wollen Sie damit erreichen?“ fragte Semir. Er hatte den Steinbruch erreicht. Es waren keine Arbeiter zu sehen. „Nun...ich will einfach nur, dass diese unwürdigen Transporte aufhören. Mehr nicht. Scheinbar begreifen die Spediteure das aber nicht.“ erklärte der Unbekannte. „Hören Sie auf mit dem Unsinn! Es sind Tiere die für den Schlachter bestimmt sind! Sie bringen Menschen in Gefahr! Ich bin Ihnen schon auf der Spur. Die Bombe wird sicher den Wagen zerfetzen, aber ich werde Spuren finden. Und dann gnade Ihnen Gott!“ sagte Semir und versuchte seine Stimme nicht zu wütend klingen zu lassen um den Unbekannten nicht zu reizen. „Du bist nicht mein Ziel, ... noch nicht! Sieh zu, dass du aus dem Wagen kommst! In einer Minute knallt es!“ Semir fuhr den Wagen dicht an den Rand und löste die Handbremse. Dann sprang er raus. Der Wagen donnerte den Steinbruch runter. Kurz darauf knallte es heftig. Eine Feuerwolke kam aus der Tiefe und Semir sprang in Deckung.


    Schmidt sah seinen Wagen in die Luft fliegen. Er hielt sein Auto an und sah den Polizisten am Boden liegen. „Herr Gerkhan! Sind Sie in Ordnung?“ fragte er besorgt. Der Mann stand auf und klopfte seine Kleidung ab. „Ja ich bin okay!“ sagte er. Schmidt ging zu ihm hin. „Das war verdammt mutig von Ihnen!“ sagte er anerkennend. Semir schüttelte den Kopf. „Nein... leichtsinnig. Aber ich habe anscheinend jemanden geweckt. Fahren Sie mich bitte zu Ihrer Firma zurück.“ gab Semir zurück und ging zum Wagen. Schmidt nickte. „Ja selbstverständlich. Wissen Sie was der Unbekannte damit erreichen will? Wenn morgen der nächste Transport stattfindet… und die wieder zuschlagen. Was soll ich dann machen?“ fragte er während der Fahrt. Semir nickte. „Ja... er will dass die Transporte aufhören. Aber er hat einen Fehler gemacht. Er hat sich mit mir angelegt. Den Transport morgen werden wir bewachen. Aber es gibt noch etwas was mir aufgefallen ist, wo ich erst jetzt dran denke. Ich glaube ich habe etwas herausgefunden.“ erklärte er. „Ach und was?“ fragte Schmidt neugierig. „Das behalte ich lieber für mich. Noch....“ meinte Semir nur. Schmidt hielt vor der Firma an und Semir fuhr in seinem BMW weg. Schmidt sah ihm nach.

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  • Sooo noch eine klitze kleine Schonfrist....


    „Semir! Bist du in Ordnung?“ fragte Tom als Semir ins Büro kam. „Ja sicher… war nichts Besonderes. Nur eine Bombe. Chefin! Das Gebiet der Firma muss überwacht werden. Wir müssen mit mehr Anschlägen rechnen.“ sagte er zu Anna. Anna nickte. „Das können Herzberger und Bonrath übernehmen. Was hat der Firmenchef gesagt?“ fragte sie. Semir zuckte mit den Schultern. „Nichts weiter. Ich war bei der Verladung dabei. Also wenn das bei allen Firmen so abgeht, dann ist es verständlich das die Tierschützer was machen. Das soll natürlich nicht heißen dass ich die Methode gutheiße.“ meinte Semir. „Gibt es Anhaltspunkte wer dahinter stecken könnte?“ wollte Anna wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… aber ich habe da einen Plan.“ gab Semir bekannt. Tom sah ihn entsetzt an. „Semir! Das endet doch nur wieder mit ner Menge Schrott und einem Krankenhausbesuch. Mindestens!!“ lachte er. Semir sah ihn an. „Hey… ich tu wenigstens etwas ja…“ fauchte er zurück. Dann grinste er. „Nein mal im Ernst. Ich dachte wir beide sollten einen der Tiertransporte durchführen. Fingiert natürlich. Ohne Tiere. Wir tun so und fahren die Strecke ab, die eigentlich so abgefahren wird. Und dann mal sehen was passiert.“ erklärte Semir. Anna schüttelte den Kopf. „Semir das ist viel zu gefährlich, was wenn es zu einem Unfall komm? Was wenn einer von Ihnen schwer verletzt oder gar getötet wird? Nein… Sie werden nicht allein fahren. Aber Sie können gern ein Begleitschutz machen. Wenn ein solcher Transport wieder von Statten geht. Das ist das einzige was ich gewähre.“ gab sie entschieden an. „Gut… dann morgen früh. Das ist der nächste Transport der Firma. Ich wette die werden zuschlagen.“ meinte Semir überzeugt. Tom nickte. „Gut fahren wir morgen zur Firma und werden den Transport bewachen.“ stimmte er zu. Anna lächelte. „Ach und wenn ich sage begleiten, dann meine ich das auch so, verstanden?“ warnte sie forsch. Semir und Tom sahen sich an. „Ja sicher!“ sagten beide wie aus einem Mund.


    Am nächsten Morgen trafen sie alle bei Schmidt ein. Er begrüßte Semir und sah Tom an. „Das ist mein Kollege, Tom Kranich. Herr Schmidt wir werden den Transport heute übernehmen. Das heißt ich werde den LKW fahren und mein Kollege wird ihn begleiten. Wir hoffen so an die Männer heranzukommen, die diese Anschläge verüben.“ Erklärte Semir während sie Kaffee tranken. Schmidt sah ihn zweifelnd an. „Sie wollen den großen LKW fahren?“ fragte er und musterte ihn seltsam. Semir lächelte. „Ich kann fahren.“ sagte er. „Na das hab ich ja nicht bezweifelt. Aber was ist mit den Tieren?“ wollte Schmidt wissen. „Wir werden keine mitnehmen. Den tatsächlichen Transport können Ihre Männer machen.“ erklärte Semir. In diesem Augenblick kam die Sekretärin hinein. Sie hörte die letzen Sätze und stutzte kurz. Sie stellte den Kaffee auf den Tisch und ging wieder. Kaum war sie am Schreibtisch griff sie zum Telefon und wählte. Ein knappes hartes „Ja“ war zu hören. „Ich bin’s…. Der Transport heute wird von Polizisten durchgeführt, aber der ist fingiert. Der tatsächliche geht zwei Stunden später los.“ sagte sie schnell. Sie legte wieder auf und machte sich an ihre Arbeit.


    Tom stieg in den BMW ein. Semir kam noch einmal zu ihm. „Lass meinen Wagen ganz!“ sagte er grinsend zu ihm. „Klar doch…. wenn du den LKW in einem Stück lässt“ gab Tom zurück. Semir ging zum leeren LKW und fuhr ab. Tom hängte sich ran. Die Fahrt verlief sehr ruhig. Tom und Semir standen über Funk in Verbindung. „Also bisher alles ruhig. Wie sieht es bei dir aus?“ fragte Semir. Tom griff zum Mikro. „Ich bin hinter dir, wenn es bei dir ruhig ist, dann bei mir auch.“ gab er zurück. „Tom? Falls der oder die Typen zuschlagen, dann hoffe ich nur, ich kann die Karre halten.“ gab Semir zu bedenken. „Hey… wenn die auf dich schießen und den Reifen treffen, dann spring raus, hörst du!“ bat er. „Ja sicher.“ gab Semir zurück.


    Uli lag noch im Bett als sein Handy klingelte. „Ja?“ meldete er sich verschlafen. „Steh auf! Der nächste Transport steht an.“ hörte er. „Ja wo denn? Mann ich will auch mal ausschlafen!“ maulte Uli. „Du wirst umgehend aufstehen und den Transport abfangen. Die Bullen sind uns auf den Fersen und sie müssen mal eine Lektion verpasst bekommen. Du wirst diesmal den LKW links liegen lassen. Ich weiß von Melissa dass sie den Transport fingieren. Es ist ein leerer LKW. Richte diesmal die Kanone auf den BMW der dahinter fährt. Damit rechnen die nicht.“ sagte der Mann am anderen Ende. Uli war hellwach. „Du willst dass ich nen Bullen umlege?“ fragte er ungläubig. „Was heißt denn umlegen? Wer hat gesagt du sollst ihn umlegen? Du sollst ihn aus dem Verkehr ziehen. Das ist alles. Und dann wirst du den tatsächlichen Transport von der Bahn pusten.“ Es knackte. Der Gesprächspartner hatte aufgelegt. Uli machte sich fertig.

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  • so gut vorbereitet? Beruhigungstabletten zurecht gelegt? Hier kommt der nächste teil


    „So! Ihr könnt schon mal die Tiere ein letztes Mal versorgen. Dann raus und auf die Autobahn. Hoffe nur, dass der Transport in Ruhe gelassen wird.“ sagte Schmidt. Karl der Fahrer sah ihn an. „Das hoffe ich sehr. Ich will meine Familie heute Abend sehen.“ sagte er. Schmidt nickte. „Ja sicher… wird schon schief gehen, Karl. Mach dir da mal keinen Kopf.“ gab er beruhigend zurück. Karl sah ihn an. „Hör mal… wenn ich nicht wieder komme, weil diese Irren mich von der Bahn gepustet haben, dann kümmere dich bitte um Tina…“ bat er Schmidt. Dieser sah ihn an. „Karl! Es wird nichts passieren, hörst du! Es wird nichts passieren. Ich kann auch jemand Anderen einteilen, wenn du willst.“ Karl schüttelte den Kopf. „Nein… ich mach das schon. Ist ja nur ne kurze Strecke.“ gab Karl zurück und lächelte nervös. Dann stieg er ein und fuhr ab.


    Semir sah in den Rückspiegel. „Tom! Wir haben fast unser Ziel erreicht und bisher ist gar nichts passiert. Irgendwie schon sonderbar, nicht wahr?“ meinte er. „Nun.. vielleicht haben sie kapiert das es nichts bringt und geben auf. Die machen nichts mehr. Wir können auch ne Rast einlegen und uns dann an den eigentlichen Transport ranhängen, was hältst du davon?“ fragte Tom. „Nee… lass und noch bis zum eigentlichen Ziel fahren und dann können wir Schmidt entwarnen. Der echte Transporter ist auch gerade los. Wenn er den Zeitplan einhält.“ Semir sah in den Rückspiegel und sah den BMW. Doch nur Sekunden später sah er den Feuerball der auf den Wagen zuschoss. „TOM!!! Achtung!!“ schrie er ins Mikro. Zu spät! Er sah wie de BMW von einer unsichtbaren Hand getroffen wurde und die Böschung runter schoss. Semir hielt den LKW an, sprang raus und rannte zur Unfallstelle. “TOM!!!“ schrie er verzweifelt. Der BMW stand in Flammen. „Neeeiiiin!“ schrie er und rannte die Böschung runter.


    Anna sah Andrea an. „Haben sich die Beiden schon gemeldet?“ fragte sie. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein bisher nicht. Aber sie wollten sich ja eh erst melden wenn sie am Ziel sind und der tatsächliche Transport über die Bühne gegangen ist.“ erklärte Andrea. Anna nickte. „Ja aber ich habe ein sehr ungutes Gefühl. Nicht dass da etwas passiert.“ Meinte Anna und fasste sich an den Kopf. „Ich kann ja mal versuchen sie zu erreichen. Die haben sicher ihre Handys an.“ meinte Andrea. Anna schüttelte den Kopf. „Nein… wir warten noch etwas.“ bestimmte sie und ging in ihr Büro. Doch zehn Minuten später kam sie wieder. „Versuchen sie Semir oder Tom über Handy zu erreichen!“ befahl sie. Andrea nickte und wählte Semir an. Es klingelte, aber niemand ging ran. Sie versuchte es bei Tom. Doch auch er meldete sich nicht. „Ich kann keinen erreichen!“ rief sie durch das Büro. Alle Kollegen sahen sie entsetzt an. Anna kam zu ihr. „Verdammt! Ich hab es geahnt. Herzberger! Bonrath! Sie fahren die Strecke ab!“ befahl sie. Die angesprochenen nickten und stoben raus. Nur wenig später sah man den Porsche abfahren.

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  • aud dringendes Bitte von Littlegitti.... hier noch eine kleine Fortsetzung :rolleyes:


    „TOM!“ schrie Semir verzweifelt und wollte zu dem brennenden Fahrzeug. Doch jemand hielt ihn fest. „Hey! Sie können dort nicht runter! Das ist viel zu gefährlich.“ sagte der Mann. Semir wehrte sich und wollte sich losreißen, doch der Mann hatte eiserne Kräfte. „Kommen Sie… ich hab die Rettung schon verständigt. Kommen Sie…!“ beruhigend sprach der Mann auf Semir ein und zog ihn zu seinem Fahrzeug. „Hören Sie… sehen Sie mich an…“ sagte der Mann. Semir sah ihn an. „Mein Kollege… er… er ist… irgendwo da… ich muss wissen… was mit ihm ist…“ stammelte er. „Ich bin Ullrich Thiel. Hören Sie… ich habe die Rettung verständigt. Sind Sie verletzt?“ fragte er. Semir schüttelte den Kopf. Er sah wieder zum brennenden Wagen. „Tom…!“ sagte er wieder. Kurz drauf hörte man die Sirenen der Einsatzkräfte.


    „Brennendes Fahrzeug bei KM 263 in Richtung Dortmund. Feuerwehr und Notarzt sind bereits unterwegs“ hörte man aus dem Funk. Dieter trat das Gaspedal. Er sah Hotte an „Verdammt!“ gab dieser von sich. Nur wenig später waren sie vor Ort. Dieter sah Semir in einem fremden Wagen sitzen. Er ging hin, während Hotte sich mit den Feuerwehrmännern unterhielt. „Semir? Bist du in Ordnung?“ fragte Dieter. Semir reagierte nicht. Ein Mann kam zu ihm. „Er ist bereits so, seit ich verhindert habe, dass er zum brennenden Fahrzeug runter rennt. Er stammelte was vom Kollegen. Seit dem sagt er gar nichts mehr.“ erklärte der Mann. Dieter nickte. „Ich werde mich um ihn kümmern. Haben Sie gesehen wie es dazu kam?“ fragte er den Mann. „Ja… ich meine nein… also nicht wirklich. Etwas kam auf den BMW zugeflogen und dann raste er die Böschung runter. Nur kurz darauf stand er in Flammen. Dann ist dieser hier hin und wollte wie ich schon sagte runter. Ich hab ihn festgehalten und er hat wie am Spieß gebrüllt Ron oder so…“ sagte der Zeuge. „Tom… er ist sein Freund… war sein Freund.“ sagte Dieter leise.

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  • Also gut... nach dem ich bedroht wurde... gebe ich nach... hier kommt die Auflösung... allerdings ob sie euch gefällt? Ich weiß nicht... ich weiß nciht...


    Die Feuerwehr hatte den BMW gelöscht. „HEY! Hier liegt einer!“ schrie mit einem Male einer der Hilfskräfte. Sofort ruckte die Köpfe der Rettungskräfte hoch und rannten in die Richtung. Ein Mann lag im Gras. Bewusstlos. Vorsichtig drehte der Notarzt den Mann auf den Rücken. Das Gesicht war blutig. Er untersuchte den Mann vorsichtig. „Verständigt den Hubschrauber. Er muss sofort in die Klink. Vermutlich hat er schwere innere Verletzungen. Wir müssen ihn ganz vorsichtig auf die Vakuummatratze legen.“ rief er die Anweisungen. Hotte kam ebenfalls dazu. „Mein Gott… Tom!“ stieß er nur aus. Auch Dieter kam dazu. „Hotte! Semir… er hat einen Schock… er …“ Dieter stockte. „Verdammt! Lebt er noch?“ fragte er den Notarzt. Dieser nickte. „Ja… aber er ist schwer verletzt.“ erklärte der Notarzt. „Was ist mit dem Schock? Wo ist der Patient?“ fragte er. Dieter wies auf den Wagen. „Das ist der Partner von ihm hier… er ist kaum ansprechbar.“ erklärte er. Der Notarzt nickte einem der Sanitäter zu. „Er braucht mich hier…. kümmere dich um den Anderen.“ gab er den Befehl. Der Sanitäter nickte und rannte mit Dieter zum Wagen.


    „Sehen Sie mich bitte an!“ forderte der Sanitäter Semir auf. Dieser reagierte nicht. „Sehen Sie mich an!“ sagte er noch einmal. Langsam drehte Semir den Kopf. „Haben Sie Schmerzen?“ fragte der Sanitäter. „Nein…“ sagte Semir leise. Dieter sah ihn besorgt an. „Semir… wir haben Tom gefunden. Er lebt. Hörst du … er lebt.“ sagte er leise. Es dauerte eine Weile bis die Worte von Semir wahrgenommen wurden. Semir sah ihn ungläubig an. „Er lebt?“ fragte er zurück. Dieter nickte. „Ja… er lebt. Aber er ist schwer verletzt. Wir bringen ihn in die Uniklinik. Du wirst auch ins Krankenhaus gebracht, hörst du…“ sagte Dieter fürsorglich „Tom lebt? Er … er .. ist nicht verbrannt?“ fragte Semir wieder. „Nein… er ist nicht verbrannt.“ wiederholte Dieter. Der Sanitäter sah ihn an. „Er gehört ins Krankenhaus. Ich werde ihm etwas zur Beruhigung geben und dann ins Marienhospital bringen.“ erklärte er und gab Semir eine Spritze. Dieter nickte. Er half Semir in den RTW zu bringen. Sie legten ihn auf die Liege und schnürten ihn fest. „Ich muss zu Tom….“ sagte er. Dieter nickte. „Später Semir… später… versuch du jetzt erst einmal ruhig zu bleiben.“ Er legte Semir die Hand auf die Schulter. „Ich muss zu Tom… bitte… Ich muss..“ langsam driftete Semir in den Schlaf. Der Sanitäter überprüfte noch einmal alles. „Er schläft…“ sagte er zu Dieter.

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  • Na gut... aber ob euch das weiter bringt? Ich weiß nicht....


    Karl fuhr den LKW auf der vorgegebenen Strecke. Lutz saß auf dem Beifahrer. „Ich hoffe nur, dass wirklich nichts passiert. Weißt du… Tina bekommt unser Baby. Katrin freut sich schon auf das Brüderchen. Es ist ein Junge… endlich ein Junge… in drei Monaten ist es soweit.“ strahlte Karl. Lutz verstand ihn. „Hey… hältst du mal an der Tanke an?“ fragte er. Karl nickte. „Ja sicher… mach ich. Hast ne schwache Blase was?“ lachte er. „Nein… das nicht.“ sagte Lutz. Karl verstand nicht aber er machte was Lutz wollte. Als sie auf dem Parkplatz an der Tankstelle standen sah Lutz ihn an. „Weißt du Karl … ich bin jetzt 52 Jahre alt. Ich habe mein Leben gelebt. Du bist gerade dreißig und hast eine wunderbare junge Familie. Ich habe es noch nicht einmal dem Schmidt erzählt. Aber ich werde vermutlich nicht mehr meinen 53. erleben. Krebs. Im Endstadium. Niemand kann mir helfen. Ich werde schon bald meiner Else folgen. Steig aus.“ sagte Lutz leise. Karl sah ihn erstaunt an. „Du… du hast Krebs?“ fragte er. Lutz nickte. „Steig bitte aus.“ wiederholte Lutz. „Warum?“ fragte Karl. „Weil ich den Transport allein weiterfahren werde. Ich möchte nicht dass deine Kinder ohne Vater aufwachsen. Ein Vater ist das wichtigste neben der Mutter, was Kinder brauchen. Bitte… steig aus.“ sagte Lutz erneut. „Du meinst… es wird etwas passieren?“ fragte Karl. Lutz nickte. „Ja… und deshalb raus mit dir. Ich habe meinen Wagen gestern hier abgestellt. Hier ist der Schlüssel. Fahr nach Hause…“ gab Lutz leise von sich. „Lutz… aber das geht doch nicht…“ fing Karl an. „Doch… wenn ich sterbe, dann ist es nicht so schlimm. Du wirst noch gebraucht.“


    Karl sah den LKW hinterher. „Danke…“ sagte er noch leise. Dann ging er zunächst ins Restaurant und aß eine Kleinigkeit. Im Fernsehen sah er einen Bericht von einem Unfall. Er sah den Wagen den die Polizisten fuhren. Erschrocken griff er zum Handy und rief Schmidt an. „Ich bin’s…. Die Polizisten sind verunglückt. Sieht verdammt schlimm aus.“ stieß er ins Handy. „Oh mein Gott… weißt du ob es Verletzte gibt? Oder gar Tote?“ fragte Schmidt. „Verletzte ja… über Tote sagen sie nichts. Hör mal… Lutz hat mich aus dem Wagen geschmissen. Er … fährt allein.“ erklärte Karl. „WAS? Warum?“ fragte Schmidt. Karl erzählte ihm, was Lutz gesagt hatte. Als er endete schwieg Schmidt. „Wenn wirklich etwas passiert… dann…mein Gott… es ist ein Alptraum. Ich hoffe nur er kommt heil zurück.“ sagt er anschließend leise. „Komm in die Firma.“ bat er Karl. „Ich bin schon unterwegs.“ Karl fuhr zur Firma zurück. Auch er hoffte dass Lutz heil zurückkam.


    Lutz fuhr die Strecke ab. Er ahnte dass es seine letzte Fahrt war. Er kam an der Unfallstelle vorbei und sah den Wagen der Firma. „Verdammt!“ stieß er aus. Er fuhr langsam daran vorbei. Doch nur drei Kilometer nach der Unfallstelle spürte er einen Schlag in der linken Körperhälfte. Erstaunt sah er an sich herunter. Ein kleines Loch in seiner Brust. Dann kam der Schmerz. Er zog den Wagen mit letzter Willenskraft auf die rechte Seite und schaffte es auf die Ausfahrt zu einem Parkplatz. Dann verlor der das Bewusstsein und sackte über dem Lenker zusammen. Als der Wagen stand war Lutz bereits tot. Ein Mann ging auf den Wagen zu und öffnete die hintere Tür. Schweine sprangen heraus und liefen über den Parkplatz. Zufrieden sah der Mann den Tieren nach, die eins nach dem Anderen im Wald verschwanden. Dann sah der Mann ins Fahrerhaus. Zufrieden betrachtete er den Toten. Er fuhr ohne eine Gefühlsregung ab.

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  • „Chefin! Tom und Semir sind im Krankenhaus. Tom ist schwer verletzt. Semir liegt mit einem Schock im Marien. Tom in der Uniklinik.“ gab Andrea aufgeregt von sich und zog ihre Jacke an. Anna sah sie erschrocken an. „Warten Sie! Wir fahren zusammen. Erst zu Semir!“ sagte sie und stand auf. Die beiden Frauen stürmten aus dem Büro. Nur eine halbe Stunde später saßen sie im Krankenhaus. Ein Arzt kam zu ihnen. „Sie wollten zu Herrn Gerkhan?“ fragte dieser. Anna stellte sich vor und nickte. „Er steht im Augenblick unter einem starken Beruhigungsmittel und schläft.“ erklärte der Arzt. Andrea sah ihn an. „Ist er verletzt?“ fragte sie besorgt. Der Arzt schüttelte den Kopf. „Nein zumindest nicht körperlich. Er kann sicher morgen wieder nach Hause. Er hat einen Schock und deshalb haben wir ihn ruhig gestellt. Sie sollten ihn bis morgen schlafen lassen.“ bat der Arzt. Anna nickte. „Ja sicher… dürfen wir nur ganz kurz zu ihm?“ fragte sie. Der Arzt nickte und brachte sie in Semirs Zimmer. Andrea ging zu ihm und sah ihn prüfend an. „Er ist wirklich nicht verletzt?“ fragte sie noch einmal und streichelte sein Gesicht. „Nein… er ist soweit in Ordnung. Lassen Sie ihn einfach schlafen. Morgen geht es ihm sicher besser.“ wiederholte der Arzt. Andrea nickte und ging mit Anna raus. „Wir fahren jetzt zu Tom… kommen Sie Andrea!“


    In der Uniklinik wurden sie zur Intensivstation gebracht. „Warten Sie bitte hier. Der Arzt kommt gleich zu Ihnen.“ bat die Schwester. Anna nickte. Eine halbe Stunde mussten sie warten, bis der Arzt kam. „Dr. Neuhauer. Ich bin der behandelnde Arzt von Herrn Kranich.“ stellte er sich vor. „Anna Engelhard. Ich bin Kranichs Vorgesetzte. Wie geht es ihm?“ fragte Anna. „Den Umständen entsprechend. Wir haben zwar keine inneren Verletzungen feststellen können, aber er hat einige Verletzungen erlitten. Der linke Arm und das linke Bein sind gebrochen. Rippenprellung und eine leichte Quetschung an der Niere. Das rechte Bein ist gestaucht. Außerdem eine schwere Gehirnerschütterung und mehrere Schnittwunden im Gesicht. Er scheint aus dem Wagen geschleudert worden zu sein, als dieser die Böschung runterraste. Ein Wunder dass nicht mehr passiert ist. Er hat riesiges Glück gehabt oder wie wir sagen würden, da haben die Schutzengel Überstunden geschoben. Wir haben den Arm gerichtet und er liegt in einer leichten Narkose. Er hat ständig einen Namen gerufen, oder eine Person… Emir oder so…. Wissen Sie was das bedeutet?“ fragte der Arzt. Anna nickte. „Semir… das ist sein Kollege. Er liegt im Marienhospital.“ klärte Anna den Arzt auf. „Auch verletzt?“ wollte er wissen. Anna schüttelte den Kopf. „Nein… er hat gesehen was passiert ist und steht unter Schock. Er ist nur zur Vorsicht im Krankenhaus.“ erklärte Anna. „Können wir kurz zu Tom?“ fragte Andrea. Der Arzt nickte „Ja aber nur fünf Minuten.“ Der Arzt brachte beide ins Krankenzimmer. Andrea schlug die Hand vor dem Mund, als sie Tom sah. Das Gesicht war geschwollen. Er lag mit geschlossenen Augen im Bett, der Kopf war bandagiert. Sie sah zu Anna. Diese nickte nur. „Er sieht schrecklich aus.“ sagte Andrea leise. Der Arzt nickte. „Ja aber es ist nur der Anschein. Die Werte sind gut. Wir haben ihn von Kopf bis Fuß geröntgt. Er dürfte sich schnell erholen. “ erklärte der Arzt. „Wann wird er wieder wach?“ fragte Anna. „Nun… die Narkose hält sicher etwas an. Aber Sie sollten ihn für heute in Ruhe lassen. Es sind keine Komplikationen zu erwarten.“ Anna nickte und zog Andrea raus.


    Am nächsten Morgen klingelte Andreas Handy. „Ich bin es... hol mich bitte ab.“ hörte sie von Semir. Er klang müde und erschöpft. „Bist du soweit okay?“ fragte sie besorgt. „Ja sicher. Was ist mit Tom?“ fragte Semir. „Er liegt noch auf der Intensivstation in der Uniklinik.“ erklärte Andrea. „Geht es ihm so schlecht?“ fragte Semir traurig. „Semir... ich bin gleich bei dir. Dann fahren wir beide zu Tom, okay?“ fragte Andrea. Von Semir kam keine Antwort. Andrea hielt zehn Minuten später vor dem Krankenhaus. Semir stand bereits draußen. Er stieg ein und begrüßte sie flüchtig. „Wollen wir zu Tom?“ fragte sie vorsichtig. Semir nickte. „Okay... schnall dich bitte an.“ Irritiert sah Semir sie an dann nickte er. Andrea fuhr zur Uniklinik. Sie wurden umgehend zu Tom gebracht und stellten erfreut fest, dass er wach war. Semir sah auf seinen Freund. „Hey...“ sagte er leise. „Semir.... Gott sei Dank. Du bist in Ordnung“ kam schwach von Tom. „Ja sicher... was ist mit dir?“ fragte Semir und schüttelte leicht den Kopf. Das war wieder mal typisch für Tom. „Ich fühl mich etwas schlapp. Aber das wird schon. Irgendwelche Spuren?“ Semir sah Andrea an. „Ich hab Semir eben erst aus dem Marien abgeholt. Wir waren noch nicht in der PAST.“ erklärte sie. Tom sah Semir prüfend an. „Bist du doch verletzt?“ wollte Tom erschrocken wissen. „Nein.... ich stand wohl unter Schock. Ich mein ich hab gesehen, wie du die Böschung runter und der Wagen in Flammen... ich ... ich dachte du...“ Semir stockte. „Hey... ich lebe noch. Schnapp dir den Mistkerl der dahinter steckt, hörst du?“ forderte Tom. Semir nickte. „Ja....“ sagte er entschlossen. „Entschuldigt. Aber ich bin ziemlich platt. Würde es euch was ausmachen wenn ich schlafe?“ fragte er erschöpft. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein... schlaf nur. Wir werden zur PAST fahren.“ Sie verabschiedeten sich und fuhren los.

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  • so da ich nicht weiß wann ich heute Abend zurück bin, stelle ich schnell noch ein Stück ein... viel spass


    In der PAST sahen alle Semir an. „Morgen!“ sagte er nur knapp und verschwand in seinem Büro. Anna kam kurz darauf zu ihm. „Wie geht es Ihnen, Semir?“ fragte sie und sah ihn prüfend an. „Danke... ich bin okay.“ gab Semir zur Antwort. „Nur okay?“ fragte Anna. Semir nickte. „Ich muss die Akten durchgehen. Irgendwas haben wir übersehen.“ sagte er und wühlte den Aktenberg auf seinem Tisch durch. Anna beobachtete ihn genau. „Semir ... ich habe Informationen von Simon aus Niedersachsen und Rheinland Pfalz. Dort waren auch einige Unfälle mit Tiertransportern zu verzeichnen. Allerdings nicht so brutal wie bei uns. Die Akten habe ich angefordert. Es sind sechs Unfälle, die auf ungeklärter Art und Weise passierten.“ sagte sie. Semir wühlte weiter und brummte nur unverständlich. „Semir?“ fragte Anna erneut. „Ja... was?“ fragte er und sah sie an. „Haben Sie gehört, was ich sagte?“ wollte sie wissen. „Ja...sicher sechs Unfälle in Niedersachsen und Rheinland Pfalz. Schon verstanden.“ sagte er und wühlte sich durch. Anna sah ihm kopfschüttelnd zu. Semir schien sehr unkonzentriert. „Semir....“ sagte sie vorsichtig, „...Sie sollten sich vielleicht für ein paar Stunden ausruhen.“ Semir sah sie an. „Ich ... mir geht es gut. Ich werde die Akten alle durchgehen. Und wenn es bis morgen dauert. Ich werde finden, was ich suche.“ sagte er wütend. Anna nickte. „Sicher und was glauben Sie zu finden?“ fragte sie. Semir sah sie an und zuckte dann mit den Schultern. „Ich weiß nicht... irgendwas... irgendeinen Zusammenhang...“


    Tom wurde umsorgt. Er sah die Krankenschwester an. „Ich bin Tom.“ sagte er. Sie lächelte. „Ich weiß.“ „Ja sicher... und wie heißen Sie?“ „Tina.“ nannte sie ihren Namen. „Tina? Schöner Name.“ Sie lachte. „Hören Sie auf... Flirten bringt nichts. Ich habe mit dem Arzt gesprochen. Der kennt sie anscheinend schon sehr gut.“ sagte sie. Tom sah sie an. „Ich hatte nichts Anderes vor. Aber sagen Sie, Schwester Tina... könnte ich ein Telefon bekommen?“ fragte Tom. Sie sah ihn an. „Sie meinen Heute?“ fragte sie. Tom nickte. „Nein!“ entschied sie. „Sie brauche Ruhe. Und wenn Sie ein Telefon haben, dann nutzen Sie es. Vermutlich um mit Ihrem Kollegen in Kontakt zu kommen und den Fall zu besprechen. Das ist aber nicht im Sinne Ihrer Genesung und so müssen Sie schon bis übermorgen warten. Dann aber auf jeden Fall.“ erklärte Tina. Tom sah sie bittend und flehend an. „Entschuldigen Sie Herr Kranich... aber dieser Blick hat mein sechsjähriger Sohn besser drauf.“ lachte sie. Toms charmantes Lächeln verschwand. „Entschuldigung... ich wusste nicht dass Sie verheiratet sind.“ sagte er schnell. Tina schüttelte den Kopf. „Ich bin nicht verheiratet. Ich habe nur einen sechsjährigen Sohn.“


    „Hier! Chefin ich hab was mich störte.“ kam Semir aufgeregt in ihr Büro. Anna sah ihn an. „was ist es?“ „dieser Tierarzt. Er war in jedem Fall am Unfallort.“ sagte Semir. „Semir… er ist der zuständige Veterinär. Das ist doch in Ordnung.“ sagte sie mild lächelnd. „Nein… ja sicher… er ist ja Tierarzt. Aber jedes Mal war er dort. Ich habe eine dumpfe Ahnung, dass er was damit zu tun hat und deshalb werde ich ihn jetzt aufsuchen und befragen.“ gab er bekannt. Anna sah ihn an. Semir drehte sich um und ging. „Semir! Sie gehen nicht allein! SEMIR!!“ rief Anna hinter ihm her. Aber er war bereits draußen. „Herzberger! Bonrath! Fahren Sie hinterher und sorgen Sie dafür, das nichts passiert!“ ordnete sie an. Die Beamten sprangen auf und nickten nur. „Was ist denn nur mit ihm los? Reicht es denn nicht, wenn Tom im Krankenhaus liegt?“ fragte Dieter. Hotte nickte. „Ja… eigentlich müsste er doch so schlau sein. Ich ruf ihn mal über Funk.“ Er griff zum Mikro. „Cobra 11 für Cobra 19. Semir hörst du mich?“ fragte er. „Ja sicher… was wollt ihr denn?“ kam Semirs Stimme durch den Äther. „Semir…. die Chefin will das wir auf dich aufpassen, das ist alles.“ erklärte Hotte. „Ich brauche keinen Babysitter. Der Arzt soll mir nur ein paar Fragen beantworten, das ist alles. Fahrt ihr wieder zurück und kümmert euch um was Anderes.“ meinte Semir nur. Dieter sah Hotte an. Dieser zuckte mit den Schultern. „Semir! Die Chefin hat sicher ihre Gründe, wenn wir auf dich aufpassen sollen, also mach uns nicht dafür verantwortlich. Wir führen nur Befehle aus.“ erklärte er. „Ja schon gut… okay… vom mir aus kommt mit. Aber ihr wartet draußen.“ sagte Semir schon etwas milder gestimmt. „Okay…“ kam von Hotte.


    „Schwester Tina… bitte. Ich brauche das Telefon. Bitte…“ Tom versuchte mit allen Registern des Flirtens um das Telefon zu bekommen. Doch Tina war eisern. Sie ging auf keinen Vorschlag von Tom ein. „Sie werden erst einmal wieder gesund werden. Vor übermorgen gibt es kein Telefon. Wenn Sie wollen, dann rufe ich Ihren Freund an, dann kann er herkommen. Aber mehr geht nicht.“ erklärte sie. Tom schüttelte den Kopf. „Nein… ich muss doch mit ihm den Fall besprechen. Bitte!“ flehte Tom. Tina sah ihn an. Dann musste sie lachen. „Okay… Sie bekommen das Telefon. Morgen.“ sagte Tina. Tom nickte. „Wie wäre es mit in zwei Stunden?“ fragte er. Tina schüttelte den Kopf. „Frühestens morgen.“ Tom nickte. „Okay… dann warte ich solange. … Haben Sie ein Handy?“ Tina sah ihn an. „Es reicht doch jetzt wohl, oder?“ fragte sie lachend und verließ das Zimmer kopfschüttelnd.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Semir betrat die Praxis. Doch niemand war hier. Alles schien ausgestorben zu sein. Semir ging durch die Räume. Nirgends war etwas zu sehen. Semir ging in den nächsten Raum. Hier schien ein kleiner Raum dafür zu dienen, die Tiere nach Operationen aufwachen und versorgt werden. Als Semir an einen der Käfige trat sah er einen Kadaver darin liegen. Er schüttelte den Kopf. „Und so was nennt sich Tierarzt“ murmelte er. Er ging in das Privatzimmer des Arztes und sah in die Schubladen. Dort waren einige Briefe und Semir schrieb sich die Adressen auf. „Vielleicht versteckst du dich ja dort irgendwo…“ murmelte er und verließ das Büro. Doch an der Tür fiel ihm ein Bild im Regal auf. Es zeigte eine junge Frau. Semir nahm das Bild aus dem Rahmen und drehte es um. Melissa, stand auf der Rückseite. Semir dachte kurz nach. Melissa? Wo hatte er die Frau schon mal gesehen. Dann fiel es ihm ein. Er verließ die Praxis wieder. Dieter und Hotte sahen ihn an. „Und? Was hat er gesagt?“ wollte Hotte wissen. Semir zuckte mit den Schultern. „Die Praxis ist leer. Verständigt ihr bitte die Spurensicherung? Die sollen hier alles auf den Kopf stellen. Und wartet bitte hier auf die Leute. Sie sollen jeden Stein umdrehen, jeden Käfig durchsuchen.“ erklärte er und wollte zu seinem Wagen. „Wo willst du denn hin?“ fragte Hotte. Semir sah ihn an. „Ich fahre zu Tom. Ich will wissen wie es ihm geht.“ sagte er. Dieter nickte. „Soll Hotte mit dir kommen? Oder ich?“ fragte er. „Nein… das kann ich doch allein. Kümmert ihr euch hier um die Sache, bitte.“ meinte Semir nur und stieg ein. Dieter und Hotte sahen ihm nach als er abfuhr.


    Tom lag in seinem Bett. Es klopfte. „Ja?“ fragte Tom. „Hey… morgen Partner.“ sagte Semir leise. „Semir! Hol mich raus… ich langweile mich.“ flehte Tom. Semir lachte. „Hey… sei froh, dass du so glimpflich davon gekommen bist. Weißt du eigentlich wie schlimm dein Abflug aussah?“ fragte Semir. Tom nickte. „Ich bin geflogen, das ist alles was ich weiß. Okay.. lassen wir das. Hast du ne Spur?“ fragte er. „Ja zumindest glaube ich es.“ Semir zog das Bild aus der Tasche. „Hier… diese Frau. Ich kenne sie. Sie ist die Sekretärin von Schmidt in der Spedition.“ erklärte Semir. Tom zuckte „Na und?“ „Nun ja… dieses Bild war bei dem Tierarzt, der bei den Unfällen zu Gegen war. Mir ist aufgefallen, dass es immer nur er ist und ich dachte…vielleicht ist das ne Spur. Bin also hin zur Praxis und die ist leer. Nur dieses Bild hier. Tja und nun werde ich mir die Dame mal vornehmen.“ Sagte Semir und stand auf. Tom hielt ihn mit dem gesunden Arm fest. „Hey… pass bloß auf. Der Typ ist gefährlich.“ warnte er. Semir nickte. „Ja ich weiß. Aber wenn er dahinter steckt, dann kann er sich warm anziehen. Es gab erneut einen Unfall und einen Toten. Diesmal wurde der Fahrer auf einen Rastplatz erschossen. Die Tiere sind freigelassen worden.“ sagte Semir und nickte Tom nur zu. „Semir! Geh bitte nicht allein zu diesem Arzt. Er … Semir!“ Doch Semir war bereits wieder draußen.

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    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Melissa saß im Büro. Sie hatte vor knapp vier Stunden erfahren, dass der Fahrer Lutz erschossen und die Tiere freigelassen wurde. Sie dachte an den alten Mann, der sich ihr gegenüber immer wie ein Vater verhalten hatte. Sie erinnere sich an das letzte Gespräch vom Vortag. „Lissy… Kleines. Ich möchte mich von dir verabschieden. Ich habe das Gefühl, dass wir beide uns nicht mehr wieder sehen werden.“ hörte sie ihn im Gedanken reden. „Aber Lutz! Wie kannst du so was sagen?“ das Gespräch war in allen Einzelheiten in ihrem Kopf gespeichert. So kann es nicht weitergehen, sagte sie sich und wollte gerade das Büro verlassen, als sie sah dass der Polizist wieder da war. Sie sah ihm gelassen entgegen und kurz darauf stand er bei ihr im Büro. „Frau…Franke?“ fragte der Mann. Melissa nickte. „ Herr Gerkhan, nicht wahr? Was kann ich für Sie tun?“ fragte sie und wischte sich eine Träne aus dem Gesicht. „Sie haben geweint?“ fragte der Polizist. Melissa nickte. „Ja… ich musste gerade an Lutz denken… der Fahrer der erschossen wurde.“ erklärte sie. „Ja… das war keine schöne Sache. Deswegen bin ich hier. Es geht um einen gewissen Dr. Vogel. Tierarzt in Köln. In welcher Verbindung stehen Sie und der Arzt?“ Melissa sah ihn an. „Wie meinen Sie das?“ fragte sie irritiert. „Beantworten Sie mir einfach meine Frage. Kennen Sie einen Dr. Vogel?“ fragte der Polizist erneut. Melissa schüttelte den Kopf. „Nein… der Name sagt mir gar nichts.“ sagte sie mit fester Stimme. Gerkhan griff in seine Jacke und holte ein Foto heraus. Er legte es vor ihr auf den Schreibtisch. „Ach und wieso hat genau dieser Arzt ein Foto von Ihnen im Regal stehen?“ Melissa drehte sich um. „Das weiß ich doch nicht. Fragen Sie ihn doch selbst.“ gab sie spitzfindig an. „Würde ich ja gern… aber er ist nicht da. Wo kann ich ihn finden?“ fragte Gerkhan. Melissa sah ihn nur an. „Ich komme wieder, und wenn Sie etwas wissen, dann sollten Sie mir es sagen.“ Gerkhan verließ das Büro und ging.


    Melissa sah dem Polizisten nach. Als er den Hof verließ, griff sie zum Telefon. „Vater! Der Polizist war hier. Er stellt unangenehme Fragen und setzt mich unter Druck. Ich bin dem nicht gewachsen!“ sagte sie, als die Gegenseite sich meldete. „Nur keine Panik. Wir werden uns darum kümmern. Achte darauf ob du bewacht wirst, so wie ich diesen Typen einschätze setzt er dir einen Schatten auf. Wir werden uns für die nächste Zeit nicht sehen.“ erklärte der Mann am anderen Ende. „Was hat ihr denn vor?“ fragte Melissa. „Nun... wir werden uns um den Polizisten kümmern. Er hat meine Praxis bereits durchwühlen lassen und nun versucht er dich unter Druck zu setzen. Es tut mir Leid. Ich hab dein Bild im Regal stehen gehabt. Ich wollte wenigstens etwas von meinen Kindern haben.“ sagte der Mann leise. Melissa bekam Tränen in die Augen. „Papa... du warst doch damals nicht Schuld dass wir ins Heim kamen und anschließend getrennt wurden. Uli und ich.... wir haben immer an dich gedacht. Die ganze Zeit über. Wir halten zusammen. Aber ich bitte dich... tu nichts Unüberlegtes. Wenn du den Polizisten umbringst, dann.... dann sind sie hinter uns her. Wer weiß wem er erzählt hat, was er weiß.“ bat Melissa. „Hey... Kleines. Den Polizisten überlässt du mir und Uli. Wir werden schon verhindern, dass er irgendwas unternehmen kann.“ erklärte der Mann. „Papa.... bitte! Versprich mir, dass ihm nichts passiert. Ich meine er macht nur seinen Job und...“ flehte sie. „Lissy... vertrau mir. Ich werde ihn nicht umbringen. Versprochen okay?“ fragte er. „Ja... okay.“ sagte sie. „Gut.... und nun mach dir keinen Kopf.“ Sie legte auf.

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