Der große Deal

  • Hier ist ein zweiter Teil von Lukas Springer. "Ein schwieriger Partner" kurzer Rückblick. Während Tom Urlaub macht, wird er von Lukas Springer vertreten. Nach einigen Schwierigkeiten tun sich beide zusammen und werden am Ende sogar richtige Freunde.




    DER GROSSE DEAL


    Ein schöner Sommerabend lockt viele Menschen an den Rhein. So auch Semir und sein Dienstpartner Tom. Sie saßen in einer Cocktailbar am Rheinufer und schauten auf das Wasser. „Ist das nicht schön ruhig, heute. Warum kann es nicht immer so sein.“ sinnierte Semir und schloss die Augen. „Du wirst doch wohl nicht alt werden und dich jetzt schon nach der Rente sehnen“ lachte Tom. Semir sah ihn grinsend an. „Nein nicht wirklich. Ich bin gleich wieder da.“ Er stand auf und ging zu den Toiletten. Dort herrschte hoher Andrang und er wartete auf eine freie Kabine. Er betrat eine nach kurzer Zeit. Während er darin war, fanden sich zwei Personen im Vorraum ein und unterhielten sich. „Hey. Der Boss will Mittwoch in einer Woche den großen Deal machen. Er hat schon alles vorbereitet. Und diesmal sind wir dabei.“ hörte er den ersten sprechen. „Spinnst du? … nicht so laut. Wer weiß ob die Wände hier keine Ohren haben. Ich denke nicht, dass uns der Boss da mitmachen lässt. Der braucht uns für die anderen besonderen Dinger. Wer soll denn auf ihn aufpassen, wenn wir uns auf der Autobahn aufhalten.“ kam vom Zweiten.


    Semir hörte schweigend jedes Wort. Er hielt den Atem an. Wenn er es richtig verstanden hatte, ging es hier um einen großen Deal der nächste Woche über die Bühne ging. Er hoffte dass die Beiden sich im Vorraum aufhielten und öffnete die Tür einen Spalt weit. Gerade genug um in den großen Spiegel zu sehen. Tatäschlich standen die beiden Männer nicht direkt vor seiner Kabine und er konnte die Beiden schemenhaft im Spiegel sehen. Er merkte sich die Gesichter und wartete bis die beiden die Toilette verließen. Er selbst wartete noch etwas und ging dann zu Tom Dieser sitzt noch am gleichen Platz. Tom sah ihm entgegen und musste lachen. „War schwer was? Ne halbe Ewigkeit. Dabei haben wir doch nur flüssige Nahung gehabt. „Was? Quatsch… viel los… mehr nicht.“ kam von Semir etwas abwesend. Er sah sich um und hoffte die Männer zu sehen. Er dachte immer noch an dem was er eben gehört hatte. Was war an diesem Deal dran. Wenn es tatsächlich an der Autobahn passieren sollte, dann würde er beruflich damit zu tun haben. Er sah zu Tom „Bitte lass jetzt mal jede Anspielung. Ich hab eben auf der Toilette ein Gespräch mitbekommen. Es geht um ein Deal.“ „Was Ernstes? Ich meine glaubst du da ist was dran?“ fragte Tom und zog die Stirn kraus. Semir zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht genau. Ich hab die Gesichter der Typen gesehen und es hörte sich nicht so an, als wenn die sich Witze erzählen.“ Tom nickte.„Nun ja… wir können ja mal sehen, ob wir irgendwas von diesen Typen herausfinden. Hast du Namen gehört? „Nein. Nur die Gesichter hab ich gesehen, aber das auch nur schemenhaft. Ich könnte sie erkennen, wenn ich die Bilder sehen würde.“ meinte Semir. „Nun dann sollten wir uns morgen mal die Herschaften ansehen. Es sei denn… siehst du sie hier noch? So groß ist die Bar ja nicht.“ Semir sah sich erneut um. Doch er sah keinen von den Beiden. „Nein… die sind nicht mehr da.“ Tom nickte und bestellte noch jedem einen Cocktail. Dann gähnte er herzhaft. „So… wir sollten so langsam auch Schluss machen Morgen ist früh Schicht und wir müssen wenigstens noch etwas schlafen. Ist schon zwei Uhr durch.“

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Semir und Tom saßen am nächsten Morgen im ihrem Büro und Semir erstellte ein Phantombild von den Gesichter der Männer die er am Vorabend gesehen hatte. Nach einer Stunde hatte er das erste fertig. Zufrieden sah er es sich an. „So, das ist Nr. eins. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er so ausgesehen hat. Mal sehen ob uns Andrea helfen kann.“ Tom nickte. „Ja, sicher wird sie das. Nur pass auf, dass die Chefin nicht dahinter kommt. Sonst haben wir den Fall am Hals. Dazu hab ich absolut keinen Bock. Erinnere dich bitte, wie der letzte Fall ausgegangen ist. Sie hätte uns am liebsten selbst in den Knast gesteckt, weil du über das Ziel hinaus geschossen bist.“ Semir sah ihn wütend an. „Wenn ich damals nicht so gehandelt hätte, wie ich es getan hab, dann wären die Typen weg. Bein hätte weiter gemacht und wieder die nächsten Mädchen aus Thailand oder China oder was weiß ich woher ein zu schleusen und sie auf den Strich zu schicken.“ „Ja. Nur ist Bein immer noch draußen und wenn ich dich daran erinnern darf, er hat dir und Springer nach der Verhandlung gedroht hat, wenn du oder Lucas ihm noch einmal in die Quere kommst, seid ihr Geschichte. Also…. Wer ist denn hier im Menschenhandel ganz groß? Das ist doch Bein. Und wenn an deinen beiden Typen was dran ist, dann steckt Bein garantiert dahinter.“ „Ja ich weiß. Wenn Bein wirklich dahinter steckt, dann müssen wir ihn dass nur nachweisen und können ihn endlich dahin bringen, wo er hin gehört. In den Knast.“


    Tom stöhnte leicht hörbar. „Ja sicher…. Du und deine private Rache. Semir, du bringst dich in Teufels Küche und weißt du was das Schlimmste ist? Ich bin dein Freund und deshalb lasse ich dich nicht allein. Aber, nur wenn die Chefin es will.“ „Danke. Du bist ein wahrer Freund. Ich denke schon dass die Chefin uns den Fall überträgt. Also ich meine wenn wir etwas herausfinden und es nicht nur ein Säufergespräch war. Ich geh jetzt mal zu Andrea und bitte sie um Hilfe.“ Er verließ das Büro und ging in den Vorraum zu Andrea. Sie saß an ihrem Schreibtisch und war mit einigen Akten beschäftigt die sich über den gesamten Arbeitsplatz verteilten. „Guten Morgen Andrea Hast du mal für mich ein paar Minuten?“ fragte Semir vorsichtig an. Andrea sah ihn an und nickte. „ Was kann ich denn für dich tun? Ich meine ich habe im Augenblick zwar einiges zu tun, aber für dich hab ich immer Zeit, solange es beruflich ist.“ Andrea lächelte und Semir erwiderte es. „Danke. Also folgendes. Ich hab hier ein Bild gemacht. Es zeigt einen Mann, ungefähr Mitte dreißig, ziemlich groß und mächtig. Könntest du mal gucken ob du ein paar unserer Kunden darauf abstimmen kannst?“ „In einer Stunde hast du die ersten. Sonst noch was?“ gab Andrea zurück und nahm das Bild. „Nein. Das war es eigentlich. Ist die Chefin schon da?“ Andrea schüttelte den Kopf. „Nein… aber sie kommt sicher gleich. Sie musste noch zum Polizeipräsidenten. Es ging da um ein Menschenhändlerring, wo angeblich ein großes Ding geplant ist.. Weiß allerdings nicht, was dran ist. Da musst du sie schon selbst fragen.“

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  • Michael Bein saß mit Joachim Sieger am Tisch. Sie stießen mit einem Weinbrand an. Auf dem Tisch vor ihnen lag ein großer Haufen Euroscheine. Joachim nahm sich einige der Haufen und legte sie in einen bereit gestellten Koffer. „So in knapp sechs Tagen haben wir genügend Mädchen um unsere Kundschaft zufrieden zu stellen. Sie warten auf die Ware Die ist 1A. Ich kenne den Lieferanten. Auf den kannst du dich verlassen. Nur das Beste vom Besten.“ „ Wenn du es sagst, Ich vertrau dir. Die Mädchen sollten wirklich die drei Millionen wert sein. Wenn nicht… dann… Ach noch eins. Du glaubst doch wohl nicht, dass deine Freunde von der Sitte, dich nicht beobachten.“ Michael sah ihn an und grinste. „Nun ich hoffe, doch dass mich dieser Springer nicht vergessen hat. Du kennst mich. Ich halte meine Versprechen. Ich schnappe ihn mir. Und seinen Freund von der Autobahnpolizei auch. Wann weiß ich noch nicht, aber ich werde sie holen. Beider werden dann langsam ersaufen, wie Katzen im Sack. Meine Rache werde ich richtig genießen.“




    Joachim sah ihn an. „Ich hoffe nur, dass du damit nicht unser Geschäft versaust.“
    „Ich werde es nicht versauen. Ich sorge nur dafür, dass wir auch künftig gute Geschäfte machen können, Ich habe… sagen wir mal so… eine sehr gute Quelle um zu erfahren, wann und wo die nächste Razzia stattfindet, oder wenn sich Gerkhan und Springer in die Sache reinhängen.“ „Wieso? Hast du dir jemand an Land gezogen, der dich warnt?“ „Ja… so kann man das nennen. Ein Kollege von Springer gehört zu meinen Informanten. Er wird mich sofort anrufen, wenn sich der gute Springer reinhängt.“ „Das ist ja sehr gut. So etwas können wir immer gebrauchen, so und nun hilf mal das Geld einzupacken. Nicht das etwas fehlt.“ Beide verstauten das viele Geld in die Koffer. Als sie fertig waren, nahm Joachim die Koffer und stelle sie in den im Raum stehenden Tresor. Er drehte sich zu Michael um. „Sorge ja dafür dass Heino und Sebastian das Maul halten. Nicht das die was ausquatschen und wir die Bullen früher am Hals haben als notwendig. Und halt dir den Kontakt zur Sitte warm.“ Joachim verließ das Büro und fuhr davon.


    Andrea hatte die Daten eingegeben und kam mit sechs verschiedenen Namen zu Semir und Tom. Sie sah die beiden an. „Ich hoffe du bringst frohe Kunde. Sag mir dass du den Typen gefunden hast“ flehte Semir sie an. Andrea lachte „Wenn es für dich eine frohe Kunde ist, dass ich gleich sechs davon habe, dann ja.“ Semir sah sie erstaunt an. „Gleich sechs? Whow… hätte ich nicht mit gerechnet. Zeig mal“ Andrea gab ihm die Akten und Semir schaute hinein. Nur kurz darauf hielt er zwei Akten in der Hand. „Das sind die beiden. Und weißt du was? Sie arbeiten für Bein. Das ist sein Todesurteil.“ kam erfreut von Semir. Tom sah ihn an. „Ja oder deins und das von Lucas. Wenn das mal keine Falle ist. Ich meine die sind doch nicht so blöd und plaudern das in einer Toilette aus. Wenn Bein das in die Wege geleitet hat, um seine Rache an dir auszuleben, was dann? Semir lächelt versonnen. „Weiß nicht. Die scheinen nicht die Hellsten zu sein. Nun ja…. auf zur Chefin. Die muss uns nun das Okay geben.“ Tom erhob sich stöhnend. „Mann du bringst uns garantiert in Teufels Küche…. Ich weiß genau, dass es wieder einer der Fälle wird, die ich nicht mag. Die ich absolut nicht mag.“ Sie gingen beide in das Büro von Anna Engelhard. Diese saß an ihrem Tisch und telefoniert gerade. „Aber Herr Springer…. Das geht nicht so einfach. Ich meine wenn wir definitiv Erkenntnisse hätten, dass so etwas in Planung wäre, dann könnte ich darüber nachdenken Ihnen Tom und Semir zur Verfügung zu stellen, aber solange es nur ein vager Verdacht ist…“ …. Okay… ich mache Ihnen folgenden Vorschlag. Sie beschaffen mir konkrete Beweise und schicke Ihnen Tom und Semir.“ Sie hörte ein Weilchen zu und lachte leise. „Okay… kommen Sie her und reden Sie selbst mit den Beiden. Dann legte sie auf und sah die beiden Männer entschuldigend an.

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  • Semir sah sie an. „Was wollte Lucas denn von Ihnen?“ „Nun… er hat einen Verdacht oder besser einen Hinweis bekommen, das Michael Bein ein großen Deal vorhat. Er bat um Amtshilfe. Deshalb war ich auch eben beim Polizeipräsidenten. Der wiederum hat mir die Pistole auf die Brust gesetzt warum nichts von unserer Seite her gegen diesen Menschenhändler unternommen wird. Er wäre immerhin des öffteren auf der Autobahn gesehen worden, wie er seine „Ware“ in Empfang nahm.“ Semir nickte. „Genau deshalb wollten wir Sie sprechen, Chefin. Ich habe gestern nämlich ein Gespräch mitbekommen, in dem es um genau diesen Deal ging.“ Anna sah ihn an. „Das ist nicht Ihr Ernst.“ Semir nickte. „Doch. Und es sieht ganz danach aus, das Bein da hinter steckt.“ Anna schloss die Augen. „Semir, wenn das wirklich wahr ist, dann kann ich der Amtshilfe nur zustimmen.“ Semir sah kurz zu Tom. „Übertragen Sie uns den Fall. Wir werden ihn zusammen mit Latetia und Lucas lösen. Anna nickte. „Gut… Springer wird eh gleich herkommen. Sie können dann gemeinsam die Sachen durchgehen.“ Semir nickte und stand auf. „Danke Chefin.“


    „Sarah bist du sicher? Ich meine es war vielleicht ein Hörfehler.“ meinte Latetia zu dem Mädchen was bei ihr saß. „Hör mal…. Ey ich bin hier, weil ich gehört habe, dass Michael Bein Frischfleisch ins Land bringen will. Ich hab mich sicher nicht verhört. Also ich will das diese Mädchen nicht das Gleiche durchmachen müssen wie ich. Glaub mir bitte.“ Latetia sah zu Lucas. „Wie soll der Transport passieren? Per Schiff, per Auto… oder Flugzeug?“ „Über die Autobahn. Aber ich weiß nicht genau wann.“ Lucas nickte. „Gut…. Sarah. Du solltest nicht mehr zurückgehen. Ich meine… wenn Michael erfährt, dass du hier bist, dann…“ Sarah nickte. „Er weiß es mit Sicherheit.“ „Gut, dann werde ich für dich ein sicheres Plätzchen suchen. Ich muss nur ein paar Leute zur Hilfe holen. Die passen auf dich auf. Also ich und noch ein Kollege. Latetia und ein Anderer werden die Ermittlungen aufnehmen.“ Latetia sah ihn an. „Kommst du mal bitte kurz raus?“ fragte sie Lucas. Dieser nickte und erhob sich. Sie gingen vor die Tür. Ich habe mit Anna Engelhard gesprochen. Sie will dass ich rüberkomme. Ich hab ihr gesagt, was Sarah uns erzählt hat und … nun ja… ich muss Semir und Tom überzeugen, dass sie uns helfen.“ „Das dürfte kaum ein Problem sein. Ich weiß von Andrea, dass sie sich derzeit von Semir getrennt hat.“ Lucas lachte. „Schon wieder?“ „Ja schon wieder. So etwas gibt es. Die beiden sind sich nicht einig. Das passiert schon mal.“ „Es ist ziemlich kompliziert bei den Beiden. Ob die jemals heiraten?“ Latetia zuckte mit den Schultern. „Ist nicht unsere Sache. Fahr du hin und frag sie. Ich bleibe solange bei Sarah.“ Lucas verschwand.

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  • „Mann…. Diese Ferien hasse ich. Es ist nichts los auf der Straße.“ stöhnte Semir und sah zum Fenster raus. Tom nickte nur. Er spielte gerade am PC und ließ sich von Semir nicht abhalten. Semir sah wie ein Golf auf den Parkplatz fuhr und wie ein Mann ausstieg. „Da ist er ja.“ Tom sah ihn an. „Semir ich mag keine Ratespiele. Wer kommt denn?“ „Rate mal. Er ist ein….nein war ein nerviger Kollege, der sich zum Freund entwickelte.“ „Lucas Springer.“ „Spielverderber. Du hättest drei Versuche gehabt. Aber es stimmt. Lucas. Es geht sicher um den Fall. Er bringt sogar schon die Akten mit. Ein perfekter Partner“ Semir grinste. Er warf Tom ein Radiergummi an den Kopf und dieser warf ihm Papierkügelchen rüber. Semir lachte laut und schmiß mit Büroklammern. Als Tom dann den Locher nahm versteckte er sich hinter seinem Monitor. Dann klopfte es an der Tür. „Ja komm rein.“ rief Semir. Lucas steckte seinen Kopf rein. „Hey… darf ich euch mal stören… bei dieser wichtigen Arbeit?“ „Ja auch wenn es nicht so aussieht, aber wir haben eine ziemlich heftige Diskussion zu führen.“ grinste Semir und warf Tom einen Bleistift zu. Lucas lachte. „Ja ich sehe schon. Eine sehr heftige Diskussion. Schon mal von Deeskalation gehört?“ Tom nickte. „Ja…. aber dann macht es weniger Spass. Du bist aber doch nicht gekommen um unsere Diskussion zu stören, oder? Wo ist Latetia?“ „Sie wollte nicht mitkommen. Und nein… nicht deshalb. Ich brauche eure Hilfe.“ „Hm….Amtshilfe? Haben schon gehört? Wir bekommen grünes Licht.“ „ Es geht um Prostitution, worum auch sonst.. Ich meine ich bin bei der Sitte und da geht es meist darum. Okay… wir haben ein junges Mädchen dazu überreden können uns Informationen über das leider immer noch geöffnete „Latin Love“ zu geben. Sie hat uns verraten, dass eine neue Lieferung „Frischfleisch“ ankommen wird. Noch in dieser Woche. Sarah so heißt die Kleine will als Kronzeugin gegen Bein, das ist der Nachfolger von Golbär aussagen. Damit wäre der nächste Mistkerl von der Bildfläche. Aber sie kann natürlich nicht mehr zurück und deshalb müssen wir sie verstecken. In eine der Schutzwohnungen. Aber ich brauche Leute denen ich vertrauen kann, die mir helfen das Mädchen zu schützen….“

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  • Semir sah ihn an. „Gut… du willst also dass wir das Mädchen beschützen?“ „Nein.“ „Nein? Was dann?“ „Also nein ist nicht ganz richtig. Du, Semir und ich werden den Schutz des Mädchens übernehmen. Tom und Latetia ermitteln gegen Bein. Wir beide dürfen ja nicht in das Lokal, weil man uns dort schon kennt.“ Semir nickte. „Gut… ich denke dass wird Tom schon hinbekommen.“ Tom stutzte. „Was bekommt der gute Tom hin?“ „ Das du und Latetia gemeinsam ermitteln.“ Tom rollte die Augen. „Das könnt ihr vergessen. Ihr wißt doch genau, dass wir uns nicht verstehen. Also von ihrer Sicht her. Von mir aus wäre das sicher kein Problem.“ Tom…. bitte…“ Semir klimperte mit den Augen. Lucas lachte laut los. Tom schüttelte den Kopf. „Okay. …. Warte mal…. Wie hatte dich André immer genannt? Purzelchen?“ Semirs Grinsen verschwand. „Ja… auch.“ gab er leise von sich. „Ach ja und Gurkenkopf. Ohhh hörst du das nicht gern, Purzelchen?“ Semir griff zum Locher und drohte mit dem Wurf. „Wenn du mich noch einmal so nennst, dann…“ „Hey… Frieden!“ rief Lucas dazwischen und nahm Semir den Locher weg. „Also machen wir es?“ Tom und Semir grinsten sich an und nickten dann.

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  • Latetia sah Sarah an. „Du hast Angst nicht wahr?“ Sarah nickte. „Ja große sogar. Bein ist noch schlimmer wie Axel. Der hat uns wenigstens leben lassen. Aber Bein will alles haben. Wir haben ja freie Kost und Logis und damit sollten wir uns zufrieden geben. Ich will aussteigen. Ich will das nicht mehr. All diese widerwärtigen Männer, die glauben mit uns alles machen zu können. Latetia..es ist so ekelhaft. Hilf mir bitte.“ Latetia nickte. „Du must nie wieder zurück. Das verspreche ich dir. Außerdem wenn du als Kronzeugin aussagst, dann bekommst du eh eine bessere Chance. Wir besorgen dir einen Job, eine neue Wohnung in einer anderen Stadt. Eine neue Identität…. Du wirst eine ganz neue Person werden. Niemand wird wissen, was du mal warst. Außer den Menschen die dir dabei helfen, versteht sich.“ Sarah lächelte. „Das klingt sehr gut.“ Latetia hielt die Hand der fünfundzwanzigjährigen. „Es wird gut. Aber du musst daraus was machen. Wir helfen dir dabei, aber das Ergebnis liegt in deiner Hand. Nimmst du Drogen?“ Sarah schüttelt den Kopf. „Nein. Ich will diesen Mist nicht. Bein will das zwar, aber ich konnte mich bisher dagegen wehren.“ „Gut, dann warten wir hier auf Lucas und auf die anderen Zwei.“ „Kennst du die beiden Anderen?“ „Nur einen. Aber das ist etwas Anderes. Ich denke schon dass wir ihnen vertrauen können. Ganz sicher.“ Sarah war zufrieden mit der Erklärung.


    „Sie sind sicher, dass es sich dabei nicht um einen Irrtum handelt?“ fragte Anna Lucas. „Nein… ich meine… ich bin mir sicher, dass es kein Irrtum ist. Dieser Michael Bein holt junge Asiatinnen und Polinnen nach Deutschland. Bisher hab ich nie genug Beweise gehabt ihm was nachzuweisen, weil er die Mädchen Gewalt androht wenn sie mit mir oder den Kollegen reden. Verständlich, wir stören ja auch sein Geschäft. Aber …. Ich vertraue dem Mädchen. Und sie ist in sehr großer Gefahr. Bein wird nichts unversucht lassen, das Mädchen auszuschalten.“ Anna nickte. „Ich verstehe sehr wohl Ihre Situation. Semir und Tom sind sicher Feuer und Flamme von dem Fall. Und nachdem Semir mir erzählt hat, dass er gestern ein ähnliches Gespräch verfolgt hatte, ist es nur selbstverständlich, dass ich mich nicht dagegen weigern kann. Zumal die beiden ja bereits zugestimmt haben. Außerdem ist meine Einwilligung einholen nur der Form halber. Ich gebe grünes Licht.“ Lucas stand auf und reichte ihr die Hand. „Danke, Frau Engelhard.“ Anna lachte leise. „Schon gut. Ich hab keine andere Wahl. Schnappen Sie sich den Mistkerl und sorgen Sie dafür, dass dieses „Latin Love“ geschlossen wird. Für immer.“ Lucas nickte und ging zu Tom und Semir. Die beiden sahen ihn gespannt an. „Gut… Mama hat gesagt, ihr dürft mit mir spielen.“ Semir stand auf und zog den Arm zur Hüfte. „Jaaaa!!“ stieß er dabei freudig aus. Tom schüttelte nur den Kopf.

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  • „So und was hast du vorgesehen?“ fragte Tom. „Nun… dieser Bein kennt mich und Semir ja schon. Also müssten du und Latetia den Fall bearbeiten während Semir und ich für die Sicherheit des Mädchens sorgen.“ Tom schüttelte den Kopf. „Ihr sucht euch mal wieder das einfachste aus. Aber gut… was meint Latetia dazu? Kann sie das Private bei Seite legen?“ Lucas nickte. „Sie ist Profi genug.“ „Okay…. dann werden wir jetzt mal abdüsen.“ Semir ging zu Andrea. Er sah sie an. „Andrea… ich bin für die nächsten Tage nicht zuhause zu erreichen…“ „Na und? Interessiert mich nicht die Bohne“ Dieser Satz kam so kalt rüber, das Semir eine Weile da stand und nichts sagen konnte. Dann ging er raus. Lucas sah Tom an. Dieser zuckte nur mit den Schultern. Tom stieg bei Semir ein, während Lucas mit seinem Wagen vorausfuhr. „Sag mal… Andrea ist ganz schön sauer auf dich. Was hast du denn schon wieder angestellt?“ „Nichts. Das ist es ja…. ich habe nichts getan.“ „Ach wirklich. War es das gleiche Nichts wie damals als du in der Bar gewesen bist? Du weißt schon, wo du dieses Nichts sogar im Bett hattest.“ „Hey… das ist absolut unfair. Ich bin damals durch KO-Tropfen dazu gebracht worden und du weißt ganz genau, dass dort gar nichts passiert war. Das war ein Undercover-Einsatz und sonst nichts.“ Tom nickte. „Okay… was war es denn jetzt?“ „Ich …ich habe der Nachbarin nur Komplimente gemacht. Mehr nicht.“ „Ach und hast du Andrea auch welche gemacht?“ „Nee…. warum denn. Sie weiß doch dass ich sie liebe.“ „Semir du lernst es nie“, stöhnte Tom. „Frauen wollen es hören, nicht wissen.“

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  • Lucas hielt vor dem Hotel, wo Latetia und Sarah warteten. Er ging mit Semir und Tom hinein. Als Semir eintrat begrüßte Latetia ihn freudig. Er grinste Tom an. „Das müsste Andrea mal machen…“ schwärmte er. Tom lächelte nur und hielt Latetia die Hand hin. Sie sah ihn an. „Also wenigstens ein Küßchen zur Begrüßung.“ zwinkerte sie ihm entgegen. Tom küßte sie und schon kam ihm die Erinnerung an ihren erst kürzlichen gemeinsamen Urlaub. „Hey… fang nicht an zu träumen. Das ist vorbei.“ „Na ich hätte nichts gegen eine Wiederholung.“ murmelte Tom leise. Latetia lachte. „Ja… ich eigentlich auch nicht. Aber erst sollten wir arbeiten.“ Lucas grinste nur. „Könnten wir vielleicht mal anfangen? Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.“ kam von Semir, dem das Geturtel auf die Nerven ging. Tom sah ihn an. „Bist du eifersüchtig oder was? Ist eben nicht jeder wie du.“ „Ja ist doch gut. Ich …Lucas? Wo bist du denn?“ „Hier. Kommt… das hier ist Sarah.“ Semir sah sich das Mädchen an. Sie war höchstens 18 vielleicht sogar noch jünger. „Das ist ja ein halbes Kind.“ sagte er deshalb. Sarah sah ihn an. „Ich bin kein Kind. Auch wenn es nicht danach aussieht. Ich bin 25.“ Nun sah Lucas sie auch erstaunt an.

    Gegen Mitternacht, saßen alle am Tisch zusammen. Semir legte die Bidler der Männer auf den Tisch. Sarah sah sie an. „Ja das ist Heino Freck, 32 Jahre alt, seit einiger Zeit für Bein tätig, als Schläger und Bodyguard und sein Komplize Sebastian Selbmer, der ist 31 Jahre und ebenfalls als Schläger und Bodyguard für Bein tätig.“ Semir nickte. „ Die haben sich gestern in der Toilette über einen Deall für nächsten Mittwoch also in sechs Tagen unterhalten. Sie wollen es an der Autobahn machen. Gut… ich weiß nicht genau in welchem Abschnitt, aber das finde ich auch noch raus. Ich brauche nur etwas Zeit.“ „Wenn es wirklich Bein ist, der dahinter steckt, und das so gut wie sicher, weil Sarah uns ja gesagt hat wer das ist. Wir die Akten von denen haben, ist es ganz klar, dass an der Sache mit dem Gespräch auf der Toilette und das was Sarah gehört hatte, was dran ist. Allerdings…Ich meine es könnte auch eine Falle sein. Wir wissen alle das Bein uns auf dem Kicker hat. Der würde sicher jede Methode wählen, um uns zu zeigen, dass er der Bessere ist.“ „Das hab ich ihm auch gesagt. Aber er denkt wirklich, dass die Schläger zu blöd waren um zu checken, dass er in einer der Kabinen war. Und du kennst ja Semirs Sturheit.“meinte Tom, „Ja… nur zu gut. Okay, dann sollten wir uns einen Plan zulegen.“ „Ja und der sieht folgendermaßen aus. Wir werden erst einmal alle schlafen gehen. Es ist fast Mitternacht.“ kam von Latetia. Semir sah Tom an. „Stimmt… bin ich noch gar nicht hinter gekommen.“ „Ja… dann werden wir es uns hier im Wohnzimmer gemütlich machen. Ihr habt ja sicher das Nebenzimmer in Beschlag genommen.“ Meinte Tom und sah Latetia an. „Tom… Sarah und ich schlafen im Bett. Du und Semir und Lucas hier im Wohnzimmer. Diese Wohnung ist doch groß genug. Da haben wir alle Platz.“ Tom grinste. „Ja aber ich würde gern mit Sarah tauschen.“ flüsterte er Semir ins Ohr. Dieser grinste nur.



    Wo sind die FEEDS???? :baby:

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  • Am Rheinufer saßen Hein Freck und Sebastian Selbmer auf der Bank. Heino schlug die Arme hinter den Kopf zusammen. „So…. in ein paar Tagen sind wir reich. Ich werde mit meiner Süßen in die Südsee fahren und die Rest der Tage meines Lebens verbringen. Was machst du mit dem Batzen Geld vom Boss?“ Sebastian nickte. „Ich kann es nur genießen, wenn du es nicht zu laut in der Toilette rausposaunt hast. Wer weiß ob nicht doch noch jemand in den Kabinen befand, als du damit angegeben hast.“ Heino lachte. „Du bist ein ganz schöner Angsthase. Wer soll das denn mitbekommen haben? Ein Bulle, ein Konkurrent? Quatsch. Mach dir keinen Kopf. Das wird alles gut gehen.“ Heino sah zu den Leuten am Ufer. Auf einmal er er zwei bekannte Gesichter im Geiste vor sich. Was meinst du würde der Boss sagen, wenn wir ihm ein Geschenk machen?“ Sebastian verstand nicht. „Was für ein Geschenk?“ Heino lächelte verlegen. „Ach war nur ein Gedanke. Vergiss es.“ Sebastian schüttelte unverständlich den Kopf. „Na komm, gehen wir in die Kajüte. Ich bin müde und wir haben ja nicht jeden Tag das Vergnügen, die Jacht von Bein zu fahren.“ Sebastian nickte. Sie gingen an Bord und kurz darauf verlosch das Licht.


    Am nächsten Morgen saßen Semir und Tom mit den Anderen am Frühstückstisch. „Wie wollen wir denn vorgehen?“ „Nun… Tom wird mit Latetia zunächst mal Erkundungen einholen. Sich umsehen. Ich weiß von Sarah, das Bein seine Leute am Rheinufer mit seinen Booten fahren läßt. Vielleicht waren die Beiden ja deshalb in dieser Bar.“ Semir nickte. „Ja und wir beide werden hier mit Sarah zusammen sein. Ich werde mich draußen etwas umsehen und du wirst hier mit der Kleinen…“ Lucas nickte. „Genau. Ach noch eins, Tom. Vergiss nicht, das Bein skrupellos ist. Er nimmt keine Rücksicht.“ Tom nickte. „Schon klar. Ihr passt auf, dass er euch nicht auf die Schliche kommt. Denn auf euch ist er besonders scharf.“ Semir lachte. „Der weiß ja nicht einmal, dass wir hier sind.“ „Eben. Außerdem wird er mit dem Geschäft voll beschäftigt sein. Er wird höchstens sauer werden, wenn wir es ihm versauen, und genau das habe ich vor.“ Tom sah Lucas an. „Das ist hier kein Spass. Seid vorsichtig.“ Semir und Lucas nickten. „Schon gut. Wir passen auf uns auf und ihr auf euch.“ Tom und Latetia verschwanden.

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  • Markus Bein stand Heino und Sebastian gegenüber. Er lief nervös durch den Raum. „Ich hab Informationen erhalten, das sich eines unserer Pferdchen sich selbstständig gemacht hat und zu Lucas Springer gelaufen ist. Sie hat sogar gesungen. Unser Geschäft ist damit so gut wie unmöglich geworden. Außerdem habe ich von einem Informanten erfahren, dass ausgerechnet unser Freund Semir Gerkhan, von der Autobahnpolizei, zwei Männer auf der Toilette einer Cocktailbar belauscht hat, die von einem großen Deal gesprochen haben. Ratet mal wer diese beiden waren?“ Heino sah Sebastian ängstlich an. „Boss… wir wußten nicht, dass der Bulle da in der Kabine war, wirklich, sonst hätte wir sicher nichts darüber gesagt. Wir müssen den Bullen zum Schwiegen bringen. Bein nickte. „ Das ist ja auch nicht so schlimm. Aber nun sind beide, Springer und Gerkhan an dem Fall dran. Mit ihren Partnern zusammen. Nun… ich werde mir was einfallen lassen. Das Beste wäre, ihn und Springer aus dem Verkehr zu ziehen und damit die Anderen ebenfalls zu stoppen. Wenigstens bis das Geschäft über die Bühne gegangen ist. Danach verlasse ich Deutschland ohnehin. Ihr beide werdet dafür sorgen, dass weder Springer noch Gerhan.etwas unternehmen können. Ich weiß von meinem Informanten der Sitte, dass die beiden den Fall übernommen haben und mir etwas nachweisen wollen. Er wird mich anrufen, sobald die Beiden direkt gegen mich vorgehen. Ihr zwei werdet die anderen Beiden in Atem halten. Es kann ja soviel passieren im Straßenverkehr, bei Autokontrollen. Seid etwas erfinderisch. Wichtig ist dass mir keiner der Bullen in die Quere kommt.“ Heino und Sebastian nicken heftig. Sie wollten gerade den Raum verlassen als Bein ihnen hinterher rief: „Ach noch eins… wenn ihr versagt, dann lasst euch besser hier nicht mehr sehen, ist das klar?“ Heino und Sebastian verließen in Gedanken versunken den Raum und standen kurz danach auf der Straße. „Was sollen wir denn machen? Wie wollen wir uns den Typen vom Hals schaffen? Ich meine… wir können doch nicht einfach auf diesen Simons schießen, oder von der Straße fegen.“ Sebastian grinste ihn an. „Warum nicht? Unfälle passieren nun mal. Wir fangen klein an und werden ihnen ein wenig Angst einjagen. Wenn sie dann immer noch nicht aufgeben, dann greifen wir zu härteren Mitteln. Du wirst schon sehen, die streichen die Fahnen und wir gewinnen.“

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  • Semir saß mit Lucas im Wohnzimmer der Schutzwohnung. Er sah in Gedanken versunken aus dem Fenster. Lucas stieß ihn an. „Lässt du mich an deinen Gedankengängen teilhaben?“ Semir sieht ihn an. „Was? Ach so…. nun…. Ich überlege mir die nächsten Schritte. Ich meine dieser Bein: Er dealt mit Drogen und wir wissen das. Er ist ein Menschenhändler, wir wissen das. Er schmuggelt und auch das wissen wir. Aber wir tun nichts.“ Lucas lächelt verbittert. „Wir können doch nicht alles unter Kontrolle haben. Wir müssen zunächst Beweise sicher haben und die bekommen wir jetzt von Sarah. Allerdings.... Bein hat Anwälte die ihn innerhalb weniger Stunden wieder rausholen. Wenn wir ihm wirklich etwas nachweisen wollen, müssen wir ihn an der empfindlichsten Stelle treffen und ihn quasi aus der Reserve locken.“ Semir nickte. „Hast du auch einen Vorschlag, wie es funktionieren soll?“ Lucas lächelte zuversichtlich. „Ja… wir werden die Ladung einkassieren, also beim Deal der nächste Woche über die Bühne geht. Dann wird er sicher sehr sauer werden und wir werden noch weiter nach oben auf die Abschussliste gesetzt. Dann wird er sicher versuchen uns unter Druck zu setzen und dazu werden Bein und seine Freunde sicher nichts unversucht lassen.


    Tom war in der Tiefgarage von Semirs Wohnung angekommen und wollte ein paar Sachen für ihn holen. Er ging zu seinen Wagen, der etwas abseits stand. Als er den Schlüssel in die Hand nahm, spürte er eine Bewegung hinter sich. Er drehte sich um und sah vor sich einen maskierten Mann. „ Wenn du dich nicht zurück hältst und Bein in Ruhe lässt, werden wir dir die Knochen brechen. Zieh dich zurück!“ hörte er den Mann reden. Tom sah ihn nur an. „Wer sind Sie? Freck oder Selbmer?“ fragte er den Mann. Dieser atmete tief durch „Du fühlst dich wohl stark was? Das können wir ändern. Einen kleinen Vorgeschmack auf das was mit dir passiert, wenn du weiterhin deine Nase in Angelegenheiten wirst du gleich noch bekommen. Halt dich zurück!“ kam es von ihm. Tom spürt eine Bewegung hinter sich und dreht sich um. Ein weiterer Mann stand hinter ihm und schlug ihn mit einem Magenhaken zu Boden. Tom krümmte sich und Der erste Mann trat ihn in die Niere. Tom verlor nach kurzer Zeit das Bewusstsein und blieb reglos liegen. Zufrieden verließen die beiden Angreifer die Garage.

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  • Kurz danach kam Tom wieder zu sich und quälte sich hoch. Er ließ sich in den Autositz fallen und fuhr zu Semir und Lucas. Als Semir die Tür öffnete erschrak er und zog Tom in die Wohnung. „Was ist denn mit dir passiert?“ Tom erzählte ihm von seiner Begegnung. Semir sah ihn besorgt an. „Geht’s es oder soll ich einen Arzt holen? Hast du jemanden erkannt? Wie sind die Typen in die Garage gekommen?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein aber es hat mit dem Fall zu tun. Der Typ drohte mir falls ich nicht aufhöre gegen Bein zu ermitteln, er sonst was mit mir anstellen würde. Das war nur ein Vorgeschmack von dem was mir blüht.“ Lucas gab Tom einen Eisbeutel „Wir sollten die Warnung ernst nehmen.“ meinte er nur. Semir sah ihn an. „Sicher. Wir wussten ja von Anfang an, dass es kein Spaß werden wird. Aber es zeigt uns auch, das Bein kalte Füße bekommt. Okay... wir müssen aufpassen. Wo ist denn Latetia?“ Tom sah zu Semir. „Die ist im Büro und versucht einen Durchsuchungsbefehl für Beins Wohnung zu bekommen. Verdacht auf Drogenbesitz und Entführung. Die Chefin wollte ihr einen besorgen und du weißt ja... wenn die Chefin sagt sie besorgt einen Durchsuchungsbefehl, dann macht sie das.“ Semir nickte. „So und ich fahr dich erst einmal zum Doktor. Der soll dich durchchecken, nicht das du...“ Tom nickte. „Ja... hast Recht. Können wir dich und Sarah allein lassen, Lucas?“ Lucas nickte. „Klar.... ich verrammle die Tür und lasse niemanden rein. Semir grinste ihn an. Dann verließen die beiden die Wohnung.


    Semir hielt vor dem Krankenhaus und Tom ging hinein. „Ich hol mir ein Taxi. Fahr du zurück zu Lucas. Nicht das dort was passiert.“ Semir nickte und fuhr ab. Als Semir die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte sah er in den Rückspiegel. Er bemerkte einen dunklen Wagen der ihm anscheinend folgte. Er griff zum Handy und rief Lucas an. „Ich glaub ich hab einen Schatten. Werde zunächst mal Umwege fahren und versuchen ihn abzuhängen.“ „Alles klar. Sei bitte vorsichtig. „Ja sicher. Kennst mich doch.“ „Eben drum.“ Nachdem er einige Umwege gefahren war konnte er durch einen Blick im Spiegel erkennen, dass die Verfolger nicht mehr da waren.


    „Hey... wir verlieren ihn.“ Raunte Heino Sebastian zu. „Na und? Wir wissen doch wo er hin will. Er und Springer haben Sarah sicher in einer der Schutzwohnungen versteckt. Du hast doch gehört, was Bein will. Wir sollen sie nervös machen.“ „Ja schon, aber wenn der uns so leicht abhängen kann, dann sehe ich schwarz für den Zeitpunkt wo wir ihn einfangen.“ „Das hier ist doch gewollt. Meinst du ein Bulle kann mich abhängen, wenn ich es nicht will?“

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  • Klaus Zörbel schloss die Schublade in Lucas Büro. Er hatte die Unterlagen, die er suchte gefunden. Blitzschnell ließ er sie in der Akte verschwinden, die er mitgebracht hatte, bevor Latetia ins Büro kam. „Klaus? Du bist ja immer noch hier. Was gibt es denn?“ „Ach Latetia... Lucas wollte mir noch sagen, wo der Fall mit Siegel liegt. Hat er wohl vergessen. Ich sollte ihn ja weiter bearbeiten.“ Latetia nickte. „Ja warte ich hab sie auf meinem Tisch liegen.“ Sie kramte etwas und reichte die Akte zu Klaus. „Okay... dann werde ich den Abschluss machen. Latetia nickte und Klaus ging raus. Er lief in sein Büro und griff direkt zum Hörer. „Ich bin’s. Gib mir Bein.“ Es dauerte einen Augenblick. „Ja... ich hab die Adresse.“ „Dann gib sie mir.“ „Es ist Eigelstein 18 in Köln. Sarah ist dort mit Springer und Gerkhan.“ „Okay... sind noch andere Kräfte vor ort?“ „Nein ist mir nicht bekannt.“ „Dann finde es raus, verdammt noch mal. Willst du mich närrisch machen?“ „Nein... Aber ich muss aufpassen, sonst bin ich mein Job los.“ „Wenn du mir nicht die Infos gibst, dann ist dein Job dein kleineres Problem, ist das Klar?“ „Ja... sicher... ich kümmere mich drum.“ „Das will ich auch hoffen. Ich hab die Info bis heute Abend. Wenn nicht, dann brauchst du dir um deine Rente keine Sorgen zu machen.“ Es klickte. Bein hatte aufgelegt. Klaus fluchte leise.


    Semir fuhr zum Haus wo Lucas und Sarah auf ihn warteten. „Hast du ihn abgeschüttelt?“ fragte Lucas. Semir nickte. „Ja... aber es scheint mir ganz so, als sei es denen nicht schwer gefallen, sich abschütteln zu lassen. Ich hab noch nie solch einen dämlichen Verfolger gehabt.“ „Nun ja... ist doch gut so.“ Semir wog den Kopf. „Ich weiß nicht.... ich hab da so ein sehr sonderbares Gefühl.“ „Hey... komm mir jetzt nicht mit deinem Bauchhirn.“ Semir sah ihn an. „Hat Tom dir das erzählt?“ Lucas nickte. „Okay... hat er dir auch erzählt, dass ich damals Recht hatte?“ „Ja auch das.“ Semir grinste breit. „Gut, nur dass eins klar ist, ich hatte Recht. Und wenn Tom auf mich gehört hätte...“ Semirs Handy klingelte. „Wenn man vom Teufel spricht,...“murmelte er und meldete sich dann. „Tom... was sagt der Doc?“ Er hörte eine Weile zu. „Dann solltest du dich im Hintergrund halten. Gebrochene Rippen tun weh.“ Semir lachte.... „Ich weiß es, weil ich es schon des öfteren hatte“ Wieder ein Schweigen. „Okay... bis nachher. Ach Tom.... bringst du was Kuchen mit?“ Semir sah sein Handy an. Lucas beobachtete ihn lachend. „Was sagt er?“ „Nun er hat eine Rippe angebrochen und soll sich schonen. Tja und auf den Kuchen hin sagte er gar nichts und legte einfach auf. Der drückt mir einfach weg. Na warte, wenn der wieder mal Gummibärchen haben will, halte ich auch nicht an.“ Lucas lachte laut. „Ihr seid mir schon zwei.“

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  • Tom fuhr zur Dienststelle von Lucas und Latetia um sie abzuholen. Sie stand bereits vor der Tür und stieß einen erschrockenen Laut aus, als sie Tom sah. „Was ist denn mit dir passiert?“ fragte sie entsetzt. Tom erzählte ihr, dass er die erste Begegnung mit den Schlägern von Bein gemacht hatte. „Na... dann werden wir ihn richtig auf die Füße treten. Deine Chefin hat mir soeben mitgeteilt, dass sie den Durchsuchungsbefehl für Beins Wohnung hat. Wir sollen ihn abholen und dann zu Bein fahren.“ Tom nickte. „Sehr gut. Mal sehen wie der feine Herr Bein so wohnt.“ Sie fuhren zur PAST und damit Anna nicht Tom direkt nach Hause schickt, ging Latetia rein und holte den Durchsuchungsbefehl ab. „So... und nun in die Trankgasse 54 in Köln. Da steht eine Villa. Die Beamten warten bereits auf uns.“ Tom nickte und fuhr nach Köln. Vor dem Haus standen bereits drei Streifenwagen vor dem Haus. Tom sah das Hotte und Dieter, sowie Siggi und Attila dabei waren. Tom klingelte und ein völlig überraschter Michael Bein öffnete die Tür. Tom legte ihm den Durchsuchungsbefehl vor und die Beamten gingen ans Werk. Bein schimpfte und drohte mit rechtlichen Schritten, gegen diese wie er sie nannte Behördenwillkür. Tom lächelte nur und nickte. Er kannte das schon. Dieses Aufbrausen, wenn sie Durchsuchungen machten. Je schlimmer die Verbrechen waren, umso mehr waren die Verdächtigen empört. Da machte Bein keine Ausnahme.


    Laika, die Sekretärin der Dienststelle von Lucas und Latetia sah, dass Klaus Zörbel in das Büro von Lucas ging. Sie wunderte sich zunächst nicht darüber, weil die beiden ja zusammen arbeiteten. Doch dann fiel ihr ein, dass Lucas und Latetia an einem anderen Fall arbeiteten. Sie nahm sich vor, Latetia zu sagen, dass Zörbel in ihrem und Lucas Büro war. Vielleicht brauchte er ja nur ihre Hilfe und hatte vergessen, dass die beiden nicht da waren. Als Zörbel wieder raus kam, verließ er das Polizeigebäude. Laika sah ihm verwundert nach, denn normalerweise meldeten sich die Beamten bei ihr ab, um Nachfragen zu verhindern. Doch Zörbel machte es nicht. Laika überlegte kurz und rief dann Lucas an. Sie schilderte ihm was hier gewesen ist. Lucas hörte schweigend zu und meinte dann nur, er würde sich darum kümmern.


    Semir sah Lucas stutzig an. „Was hast du denn?“ „Ach, das war eben Laika unsere Sekretärin. Sie hat mir gesagt, dass mein Kollege Zörbel in meinem Büro war.“ „Na und? Bei uns ist es immer so. Warum sollte er nicht?“ „Nun ich hab dort die Akten liegen die nur ich bearbeite. Alles andere ist bei Laika. Hmm... aber vielleicht hast du Recht. Es ist sicher nichts dabei.“ Semir nickte. „Aber du glaubst es nicht ganz, oder?“ „Ich hab ein ungutes Gefühl.“ Semir lachte. „Ach du auch jetzt. Okay.... ich mach dir einen Vorschlag. Ich werde mal zu deiner Dienststelle fahren und schauen wo dieser Zörbel ist. Werde mit ihm sprechen und...“ „Semir das ist quatsch. Ich fahre hin. Ich kenne ihn schließlich. Du und Sarah bleiben hier. Du passt gut auf die Kleine auf.“ Semir nickte. „Sicher, kannst dich drauf verlassen. Hast du den Verdacht, das Zörbel eine undichte Stelle ist?“ Lucas schüttelte den Kopf. „Ich hoffe doch nicht. Denn er weiß ne Menge über diesen Fall. Wir haben ja manchmal schon zusammen gearbeitet.“ „Klär du das ab. Ich warte hier.“ Lucas nickte und verschwand.

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  • Am Rhein stand Zörbel mit Bein und unterhielten sich. „Verdammt es mir zur gefähr-
    lich, wenn wir uns jetzt treffen. Du sollst mir nur Infos über Sarah und Springergeben; mich warnen, wenn Springer was unternimmt. Und was ist passiert? Die Bullen durchsuchen mein Haus. Die haben zwar nichts gefunden, aber sie hätten was finden können. Ich habe drei Mann zu der Adresse geschickt, die du mir gegeben hast. Ich hoffe für dich, dass die stimmt.“ Zörbel nickte. „Ja sicher. Sie stimmt. Aber sei bloß vorsichtig. Ich weiß aus Lucas Akten, dass dieser Gerkhan ein Gespräch in einer Cocktailbar belauscht hat. Vermutlich das mit dem Deal am Mittwoch. Er ist also auch Zeuge. Wenn die Kollegen dahinter kommen, dass ich dir Tipps gebe, dann gehen wir beide in den Knast, das schwöre ich dir.“ Bein sah Zörbel an. „ Um Gerkhan kümmere ich mich. Das ist kein Problem. Willst du mir drohen?“ Zörbel antwortete nicht. „Okay.... ich mache dir einen Vorschlag. Ich werde mir das Mädchen holen. Und die beiden Bullen, die sie bewachen. Deine Schuld ist bezahlt und du kannst dich aus dem Staub machen, Zörbel. Ich brauche dich nicht mehr.“ Zörbel sah ihn an. „Du meinst... ich habe meine Schuld bezahlt?“ Bein lachte gehässig. „Natürlich. Bis auf eine Kleinigkeit.“ „Okay... das schenkst du mir.“ Bein nickte. Zörbel drehte sich um und wollte gehen. Bein hob seine Waffe und legte an. „Klaus!“ rief er. Zörbel drehte sich um und erschrak. „Das ist der Schuldschein.“ lachte Bein und drückte ab. Zörbel war Tot bevor er zu Boden fiel. Mit einem eiskalten Blick auf die Leiche verließ Bein das Gelände und fuhr ab.


    Semir sah Sarah an. Sie war hübsch. Schade, dass Bein sie in die Finger bekommen hat. Aber die Mädchen waren so leicht zu täuschen. „Sag mal Sarah…. Wie bist du bei Bein gelandet?“ Sarah stieß ein bitteres Lachen aus. „Oh…. Ich bin in einem kleinen Provinznestchen groß geworden. Und als ich immer älter wurde und mich selbst entdeckte, war es meinen Eltern zu viel. Mein Alter trank, meine Mutter litt den ganzen Tag an irgendwelchen Schmerzen und schluckte Tabletten. Ich bin weg und ich wette es ist denen nicht einmal aufgefallen. Tja und dann traf ich Bein. Er war so anders, als andere Erwachsene. So lieb und vertrauensselig. Er sagte zu mir, ich könne bei ihm wohnen und essen. Müsste nur einen kleinen Dienst für ihn tun. Ich war gerade vierzehn und völlig allein gelassen. Tja… ich bin mit ihm nach Köln und die erste Zeit war richtig schön. Doch irgendwann zeigte er sein wahres Gesicht. In einer Nacht fielen vier Männer über mich her. Immer wieder. Ich hab Bein angefleht aufzuhören, aber er lachte nur und meinte, dass müsste ich ab sofort immer machen. Sonst würde er mich umbringen. Ich tat es. Aus Angst und Verzweiflung. Dann wollte er dass ich Drogen nehme. Ich sagte ihm, dass ich keine Drogen will, weil ich wenigstens meinen Körper reinhalten möchte. Meine Seele war bereits verloren. Er sah ein, dass ich ohne Drogen besser dran war. Drohte mir Schläge an, wenn ich versuchen sollte, abzuhauen. Ich bin ein braves Mädchen und tat was er wollte.“ Sie war aufgestanden und kam zu Semir. Sie nahm ihn in die Arme und Semir dachte erst, sie bräuchte Trost. Doch dann lachte sie. „Na, Semir? Wollen wir auch unseren Spaß haben? Ich mach es für dich auch umsonst.“ Semir löste sich von ihr. „Sarah, damit eins klar ist, ich beschütze dich, weil es mein Job ist. Mehr ist nicht.“ Sarah sah ihn an und nickte. Schmollend ging sie wieder zum Sofa und ließ sich fallen.



    Ein frohes neues Jahr!!!! :baby:

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  • Lucas kam in seinem Büro an und begrüßte Laika. „Lucas? Was machst du denn hier? Ich dachte du bist ...“ „Ja ich weiß Laika. Aber dein Anruf hat mich etwas nervös gemacht. Ich wollte nur mal im Büro nachschauen, ob Klaus vielleicht was genommen hatte, genommen hatte oder ob er mir was hineingelegt hat.“ Laika lächelte. „Wie wäre es, wenn ihr euch absprechen würdet, das erspart mir dann auch etwas Arbeit.“ Lucas grinste leicht. „Weißt du, normalerweise machen wir das ja auch, aber wir haben uns ja überhaupt nicht gesehen. Ich hatte ihn angerufen und gesagt, das ich auf einen anderen Fall angesetzt bin und für eine Weile in eine der Schutzwohnungen in Köln zu erreichen bin...“ Lucas stockte. Er rannte in sein Büro und sah in die Schublade. Dann sah er die Akte und nahm sie in die Hand. Hatte er sie nicht unter den Haufen gelegt? Natürlich. Verdammt in der Akte war die Adresse vermerkt. Er nahm sein Handy und rief Semir an. Doch dieser meldete sich nicht. „Verdammt!“ Er rief Tom an.


    Tom war gerade von Bein wieder weg, der während der Durchsuchung plötzlich einen Termin hatte. Da seine Frau anwesend war, durfte er gehen. Tom sah Latetia an. Sie zuckte mit den Schultern. „Nichts. Hier ist absolut nichts zu finden.“ stöhnte sie leise. Toms Handy klingelte. „Ja, Kranich!“ meldete er sich. „Lucas hier. Ich kann Semir nicht erreichen. Er geht nicht ans Handy.“ „Bist du nicht bei ihm?“ „Nein... ich musste zur Dienststelle, es gab da ein Problem und er meinte zu mir, er könne sicher mit Sarah eine Stunde allein sein.“ Tom grinste leicht. „So ein Filou“ sagte er leise. „Tom.... ich befürchte, dass wir einen Maulwurf haben. Es könnte gut sein, das mein Kollege Zörbel mit Bein unter einer Decke steckt und Bein die Adresse der Schutzwohnung verraten hat. Was das genau bedeutet, brauche ich dir ja wohl nicht erzählen. Aber ich komme hier nicht so schnell weg. Der Verkehr ist ziemlich zum erliegen gekommen.“ „Okay... ich fahre sofort hin.“ Tom beendete das Gespräch und informierte Latetia. Beide rasten daraufhin zur Schutzwohnung.

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  • Tom fuhr so schnell er konnte und hoffte rechtzeitig dort zu sein. Sicher war Bein, falls Lucas Befürchtung stimmte bereits informiert. Er erreichte die Straße und blieb mit quietschenden Reifen stehen. Dann stürmte er in die Wohnung und sah wie Semir erschrocken zusammenzuckte. „Spinnst du?“ fragte er bissig. „Hey… was ist das denn für eine Begrüßung. Du machst dir hier einen schönen Lenz, während ich hart arbeite.“ Semir grinste. „Ja sehe ich. Was sollte das denn? Spielst du hier einen Filmhelden oder was?“ „Ja lach du nur…. Aber das vergeht dir, wenn du hörst, dass es in Lucas Reihen einen Verräter gibt.“ Semir sah ihn an. Das Grinsen verlosch tatsächlich. „Bist du sicher?“ Tom nickte. „Lucas ist sich sicher. Und schon deshalb werden wir in eine andere Wohnung umziehen. Zumindest Sarah.“ Semir dachte nach. „Tom…. ich weiß genau die Idee gefällt dir sicher nicht, aber es wäre die Möglichkeit, Bein eins auszuwischen.“ Tom sah ihn an und zog die Augenbraue hoch. „Ne. Das vergiss es direkt wieder. Das macht die Chefin nicht mit und ich auch nicht.“ „Aber verstehst du denn nicht? Ich könnte hier den Lockvogel spielen. Die Räume werden überwacht. Bein wird hier reinstürmen und sich Sarah holen wollen, weil er ja weiß, dass sie hier ist und dann ….“ „Semir! Das ist absolut….“ „tollkühn?“ „Ich weiß. Aber es ist auch eine Möglichkeit Bein ans Bein zu pinkeln….“ „Nein ich wollte sagen, absolut hirnrissig. Du weißt doch genau, das Bein dich und Lucas fertig machen will. Was denkst du wird er mit dir machen, wenn er dich bekommt?“ „Das ist ein Risiko, welches ich eingehen muss. Tom… ich verstecke mich nicht vor diesem …“ „Nein! Und jetzt pack deine Sachen und gut ist.“ Semir trollte vor sich hinbrummend in sein Zimmer.


    Lucas kam eine Stunde später ebenfalls in der Wohnung an. Semir und Sarah saßen bereits auf gepackten Koffern. Er sah sich um und nickte dann. „Ach Semir… eigentlich wäre das jetzt die Gelegenheit, Bein eins auszuwischen.“ murmelte er. Tom sah ihn an. „Noch so ein Verrückter. Ihr beide seid auf der Abschussliste. Semir hat mir den Plan eben schon erläutert. Die Antwort lautet Nein! Nein! Nein!“ Lucas sah Tom an. „Er hatte die gleiche Idee, wie ich?“ fragte er und deutete auf Semir. Tom nickte „Ja und ich bin absolut dagegen.“ „Du bist eins gegen zwei.“ maulte Semir. „Nein Semir…. ich mache mir Sorgen. Wenn Bein dich und Lucas in die Finger bekommt, dann braucht ihr keinen Sarg mehr, eine Plastiktüte reicht. So und nun fahren wir gemeinsam mit Sarah in die neue Wohnung.“ Semir nickte Lucas zu. Sie standen auf und steigen mit Tom ein. Dann fuhren sie ab.

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  • Am nächsten Morgen fuhr Tom ins Büro. Er wurde von Anna aufgehalten. „Wir haben einen Toten. Die Kollegen von der Mordkommission haben einen gewissen Klaus Zörbel am Rhein gefunden. Er wurde erschossen. Es war ein Kollege von Springer.“ Tom sah sie an. „Zörbel? Lucas sagte mir, dass er vermutlich ein Maulwurf für Bein war. Wenn das stimmt, dann hat Bein ihn umgebracht. Wahrscheinlich, weil er seine Schuldigkeit getan hat und die Schutzwohnung verraten hatte. Semir und Lucas sind mit der Zeugin in eine andere Wohnung gefahren.“ Anna nickte. „Ja... Sie sollten mit Frau Jones zur Mordkommission fahren. Anschließend sollten Sie sich am Ufer umsehen.“ Tom nickte und fuhr zu Latetia. Als er vor ihrer Tür stand kam sie gerade raus. „Zörbel ist tot“ rief sie ihm zu. „Ja ich weiß. Hab es eben erfahren. Deshalb bin ich hier wir sollen zur Mordkommission fahren und anschließend zum Ufer.“ Latetia nickte. „Gut... dann los.“ Sie stieg zu Tom und dann ging es los.


    Bein stand in seinem Büro und rief Sebastian und Heino zu sich. Als die beiden da standen sah er sie an. „Was war letztens in der Cocktailbar?“ Heino sah zu Sebastian. „Wieso? Wir haben uns amüsiert, Boss. Das ist unsere Freizeit gewesen.“ Bein nickte. „Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Ihr wisst dass ich da nichts gegen habe. Nur wenn man sich über etwas unterhält, was absolut geheim ist, wie zum Beispiel ein Deal... dann reagiere ich sauer. Wer hat was gesagt?“ Sebastian sah Heino an. „Ähm... Boss. Wir haben in der Toilette darüber gesprochen. Aber die war leer.“ „Habt ihr in die Kabinen gesehen?“ Heino schüttelte den Kopf. Bein kam zu ihm und schlug ihn mit der flachen Hand ins Gesicht. „Siehst du und genau dort stand der Bulle und hat euch belauscht. Ausgerechnet Gerkhan. Wir müssen nun noch einen Zeugen ausschalten. Nicht nur Sarah, sondern auch Gerkhan. Obwohl... da würde ich dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.“ Heino sah betreten zu Boden. „Chef... ich wollte das nicht. Ich mach das wieder gut.“ „Ja genau... Du fährst zum Hafen. Dort habe ich unseren Informanten der Polizei erledigt. Ich wette, dass die Kollegen bereits da sind. Gerkhan wird auch dabei sein. Er ist meist mit Kranich unterwegs. Du kennst ihn ja.“ Heino nickte. „Ich regle das.“ „Das hoffe ich sehr.“

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  • Tom und Latetia waren nach dem sie bei der Mordkommission waren zum Hafen gefahren. Sie sahen sich den Fundort von Zörbel an. „Wenn Bein Zörbel wirklich erschossen hat, stellt sich die Frage warum?“ „Wie warum?“ „Nun ja.... mal ehrlich. Wenn du an Beins Stelle wärest und einen Informanten bei deinem Feind hättest, würdest du dann diesen Informanten umlegen?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein, es sei denn es gibt einen Grund dafür.“ „Ja und wie ich Zörbel kannte, war er gierig. Er wollte sicher mehr Geld und deshalb..“ „Ist gut möglich. Oder aber er war nutzlos geworden.“ Latetia ging etwas abseits von Tom. Plötzlich knallte es und Latetia sank mit einem schmerzerfüllten Schrei zu Boden. Tom zog sie hinter einen Kistenstapel in Deckung. „Schon ... gut... Ist nur ein Streifschuss.“ stöhnte Latetia. Tom sah sie an. „Sieht aber nicht so aus. Bleib in Deckung ich versuch, den Schützen zu stellen.“ „Tom.... der ist .... der ist längst über alle Berge.“ Tom lugte vorsichtig über den Kistenrand. „Hast wohl Recht. Okay... ich fahr dich ins Krankenhaus.“ Latetia nickte. „Das waren sicher die Leute von Bein.“ meinte sie. „Ja bestimmt, aber wieso?“ Tom fuhr ins Marienhospital.


    Heino sah wie der zweite Bulle zusammensank. „So... der Zeuge wäre erledigt.“ Sebastian sah ihn an. „Bist du sicher?“ „Na der Boss sagte doch, dass es der Partner von Kranich ist. Das da war der Partner von Kranich.“ Sebastian nickte. „Aber wenn ich es mir überlege. Wir waren doch in der Herrentoilette und der Partner dort war doch eine Frau.“ Heino sah ihn an. „Hey... wer weiß, vielleicht stand sie an der Tür oder hat sich in der Tür geirrt. Hatte es nötig und ist halt dort geblieben.“ Heino lachte. Für ihn war der Job erledigt. „Komm wir teilen dem Boss mit, dass es erledigt ist.“ Sebastian nickte. Kurz darauf brüllte Bein in seinem Büro herum. „Ihr seid die dämlichsten Leute die ich in meinem Haufen habe. Ich sagte ihr sollt Gerkhan ausschalten. Nicht erschießen. Und vor allem nicht irgendeine Bullenbraut.“ „Du sagtest doch das ist der Partner von Kranich... woher soll ich denn wissen, das es nicht die Frau ist...“ „Halt deine verdammte Klappe. Ich will Gerkhan lebend haben, versteht ihr. Ich will ihn lebend!“ Heino nickte. „Entschuldige... aber...aber...“ „Kein Aber. So und ab sofort werdet ihr auf einem meiner Jachten bleiben. Nicht zu eurem Vergnügen. Sobald ich Gerkhan habe, werde ich ihn dort hinbringen. Ihr werdet auf ihn aufpassen und auf das Mädchen. Dann bringe ich seine Leute dazu, sich nicht in das Geschäft einzumischen. Wenn sie es doch tun, gibt es einen Toten. Und Gerkhan dürfte ich bald haben. Dann fehlen nur noch Springer und Sarah. Die kommen freiwillig zu mir. Auch dafür werde ich sorgen. So und nun ab mit euch. Macht mir das Boot klar. Sobald ich mit den Dreien dort bin, legen wir ab. Das wird ein schöner Tag werden.“ Heino und Sebastian verließen das Büro.

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