Ein besonderes Geschäft

  • So Manuela... hier kommt sie die Hartmutstory.... also Lesen, und Feeten :D


    Ein besonderes Geschäft


    „Hey… du sollst aufpassen, Tom. Was wenn jetzt einer von Rechts gekommen wäre? Der hätte voll meine Seite gerammt.“ „Ja und wie war es als du…ach vergiss es. Hier kam gestern keiner und dann kommt heute auch keiner.“ Semir lachte leise. „Ja aber sich über mich das Maul zerreißen.“ Tom grinste ihn an. „Ich kann ja auch über das Steuer schauen und nicht wie du dadurch“ „Ha, Ha…. Sehr witzig.“ Plötzlich krachte es. Ein Wagen von links nahm Tom die Vorfahrt und krachte hinein. „Verdammt!“ stieß er aus, als der Wagen stillstand. „Bist du okay?“ fragte er und sah zur Seite. Semir sah ihn erstaunt an und nickte nur. „Ja? Bist du in Ordnung?“ Semir sagte nichts er schaute nur. „Was ist? Hast du deine Sprache verloren?“ Tom wunderte sich über Semirs Verhalten. „Na dem werde ich was erzählen!“ schimpfte er und wollte aussteigen. Erst jetzt bemerkte er, dass er sich gar nicht bewegen konnte. Er war eingeklemmt. „Verdammt! Semir, hilf mir.“ Jetzt löste sich bei Semir die Starre. Er stieg aus und zerrte dann die Tür an Toms Seite auf. Toms Bein war mit dem Lenkrad eingeklemmt. „Warte! Ich drücke es hoch!“ ächzte Semir und Tom bemerkte, das der Druck auf seinem Bein nachließ. Anwohner hatten die Kollegen verständigt und einen Rettungswagen. Als Tom frei war ging Semir zu dem Unfallverursacher.


    Er schaute in den Wagen. „Sind Sie soweit in Ordnung?“ fragte er den Fahrer. Dieser sah ihn an und lallte: „Ja….all….all…llles okay, mein Freund…hihihi,…“ „Ihnen wird das Lachen noch vergehen. Führerschein?“ „Hab….ich…ich…nicht….hihihi“ Semir wurde beim anhauchen durch den Typen fast übel. Er winkte die Kollegen und gab ihnen die Daten. Sie kümmerten sich um den Mann, während Semir sich wieder zu Tom mühte. Dieser lag im RTW. „Hey… das geht nicht… das Bein ist nur etwas gestaucht… das heilt auch so wieder.“ hörte er Tom mit dem Arzt reden. Er sah hinein. „Tom? Was ist denn?“ „Ihr Kollege hat eine Quetschung am Bein. Ich werde ihn mit ins Krankenhaus nehmen. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Mindestens zwei Tage Aufenthalt.“ Semir grinste. „Dann gute Fahrt. Tom ich informiere die Chefin.“ Er sah dem RTW nach und ließ sich dann von den Kollegen zur PAST bringen.


    Anna sah, das Semir allein im Streifenwagen kam. Sie stöhnte leise auf. „Nicht schon wieder“ murmelte sie. Dann ging sie Semir entgegen. „Wo ist Tom?“ „Im Krankenhaus.“ „Was? Wieso? Was ist denn wieder passiert?“ „Wir waren gerade unterwegs als uns ein Betrunkener die Vorfahrt nahm. Die Verletzungen halten sich in Grenzen. Tom hat lediglich eine Quetschung im Bein und muss für ein, oder zwei Tage im Krankenhaus bleiben.“ „Und der Wagen?“ „Ähm…. Ja… der kommt gleich in die Werkstatt.“ Anna nickte nur. „Es wäre ja auch nur zu schön gewesen, wenn die Woche einmal ohne Schrott ablaufen würde.“ „Chefin… wir können diesmal wirklicht nichts dafür. Der Verursache hatte 1,7 Promille im Blut, keinen Führerschein, weil der bereits wegen Trunkenheit am Steuer einkassiert war….“ „Schon gut, Semir. Dann müssen Sie wohl eine Woche allein Dienst machen.“ „Na ist ja ruhig. Wird schon nichts Schlimmes passieren.“ Anna sah ihn an. „Ihr Wort in Gottes Ohr. Ihr Dienstwagen ist heute Nachmittag fertig.“ Semir nickte und ging in sein Büro. Der Rest des Tages verlief ruhig und am Abend fuhr Semir zu Tom ins Krankenhaus.


    Hartmut freute sich. Er hatte endlich auch pünktlich Feierabend. Er wollte sich heute das bestellte Lenkrad für „Lucy“ kaufen. Endlich war es angekommen. Er musste so lange darauf warten. Hartmut kurvte einige Male um das Kaufhaus und entschied sich dann, im Parkhaus zu parken. Er stellte seinen Schatz ins dritte Parkdeck und sah einen weiteren Wagen alá „Lucy“. Er lachte leise. „Wenn Semir das nun sehen könnte. Es gibt eben doch noch mehr von deiner Sorte.“ Hartmut streichelte über die Armaturen von Lucy. Er kurbelte die Fenster etwas auf, um wenigstens etwas frische Luft zu haben. Dann ging er ins Kaufhaus. Er sah nicht wie sich ein junger Mann kurz darauf an Lucy zu schaffen machte. Nicht um sie zu stehlen. Er warf einen Umschlag durch den Fensterspalt und sah, dass dieser auf den Boden landete. Zufrieden ging er wieder weg. Wenige Minuten später war auch Hartmut wieder da. Er warf seinen Kauf auf den Beifahrersitz und fuhr heim. Hartmut parkte vor seinem Haus, nahm das erworbene Lenkrad mit. Er wollte es morgen in der KTU einbauen. Dann sah er den Umschlag auf dem Boden liegen. Hob ihn auf und ging in seine Wohnung. Dort legte er alles im Wohnzimmer ab. Er setze sich auf die Couch und öffnete den Umschlag. Darin war ein Zettel und er nahm ihn heraus. Die Formeln die darauf waren erkannte Hartmut als chemisch. Er überlegte kurz doch er war sich sicher, dass dies nicht ihm gehörte. Er wollte sich morgen genauer mit der Formel beschäftigen.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • „Hey… du solltest den Umschlag in den Wagen werfen. Wieso klappt das nicht?“ brüllte Arno in den Hörer. „Moment Mal. Ich hab es getan. Ich hab diesen verdammten Umschlag mit den Formeln in das von dir beschriebene Auto geworfen. Ganz sicher. Vielleicht hast du nur nicht richtig geschaut. Er ist auf der Beifahrerseite in den Fußraum gerutscht.“ Gab Björn zurück.“ „Da liegt nichts. Gott verdammt. Ich brauch die Formel. Ich will den Nachschub selbst herstellen. Sieh zu, dass du es wieder geradebiegst. Ach noch was. Ich musste mich von Frederik leider trennen. Er war zu gierig.“ „Ja toll… also auch noch einen neuen Chemiker.“ „Das machst du schon, Björn. Aber beeile dich.“ „Ja ach so… ich hab mir ja das Kennzeichen aufgeschrieben von dem Wagen. Das war K-FH 310“ „WAS!!! Du Idiot! Das war das falsche Auto! Du bist doch….okay…. ganz ruhig. Finde heraus, wem der Wagen gehört und wo dieser Typ ist. Dann sag mir Bescheid.“ „Ja… sorry. Ich wollte es nicht.“ „Ja… Fehler passieren eben. Bügel ihn aus.“ „Ja sicher Boss… mach ich.“


    Am nächsten Morgen bekam Björn die Informationen von seiner Schwester, die bei einer großen Versicherung in der Schadensabteilung saß. „Der Mann heißt Hartmut Freund. Die Adresse lautet, Wiesbadener Strasse 41 in Leverkusen.“ „Danke Agnes. Ich hab die Daten. Du bist ein Schatz.“ „Ist der Wagen schlimm kaputt?“ „nein… nur ne Delle. Aber das könnte ich dann mit dem Typen ohne Versicherung klären. Ist einfacher.“ „Ja du hast Recht. Bis später dann Brüderchen.“ „Danke dir nochmals.“ Björn legte grinsend auf. „So einfach ist es, wenn man an der richtigen Stelle die richtigen Leute sitzen hat.“ Er ging ins Wohnzimmer und setzte sich an den PC. Er wollte genau wissen wo die Straße war, indem der Besitzer des Autos wohnte. Er wollte gleich am Nachmittag hinfahren und dann sich den Besitzer ansehen.

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  • Semir kam mit seinem BMW auf den Hof der KTU gefahren „Hartmut?“ rief er laut. „JA… hier hinten“ Semir ging der Stimme nach. „Was machst du denn da?“ fragte Semir erstaunt, als er die ganzen Reagenzgläser sah. „Ich untersuche etwas. Gibt es was Besonderes?“ „Ähm… nun ja… eigentlich nicht. Es ist nur… mein Auto… es macht so sonderbare Geräusche und ich dachte wir könnten den mal kurz auf die Bühne fahren und nachsehen.“ „Jetzt?“ „Ja wäre nicht schlecht. Tom hat seinen Wagen doch wieder kaputt und ich wollte gleich noch ins Krankenhaus und dann…“ Hartmut sah Semir an. „Also wenn es nur für heute ist, dann kannst du Lucy nehmen. Aber geh vorsichtig mit ihr um. Keinen Kratzer.“ Semir grinste. „Natürlich nicht. Versprochen.“ Hartmut warf ihm die Schlüssel zu. „Wie lange brauchst du?“ „Ähm… ich mach dir einen Vorschlag. Du fährst mit dem BMW heim und ich bringe dir Lucy heute Abend nach Hause.“ „Einverstanden. So und nun weg mit dir, bevor ich es mir anders überlege.“ „Danke Hartmut. Bis heute Abend.“ Hartmut hob die Hand und beschäftigte sich weiter mit seiner Formel. Semir verschwand.


    Björn stand am Abend vor der Adresse, die er von seiner Schwester bekommen hat. Er sah sich nach dem auffälligen Wagen mit dem Kennzeichen um. Aber konnte ihn nirgends entdecken. Er sah auf die Uhr. Es war sieben durch. Er wollte schon fahren, als er den Wagen endlich sah. Der Mann der aus dem Wagen stieg prägte sich in Björns Hirn. „Gut… dann weiß ich ja wie du heißt und wo du wohnst. Dann mach dich mal darauf gefasst, dass ich dich besuchen komme. Ich hoffe nur du hast den Umschlag noch.“ Björn fuhr zunächst wieder heim. Er wollte sich morgen überlegen, wie er an den Umschlag kam. Jetzt hatte er einen Termin mit einem Chemiker. Das ließ sich nicht aufschieben.

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  • Semir klingelte bei Hartmut. Er öffnete und zog ihn in die Wohnung. „Hey. Was ist denn?“ „Semir… du wirst es kaum glauben, aber ich hab es geschafft.“ Semir verstand gar nichts. „Was denn?“ „Ich hab neulich ein neues Lenkrad gekauft… für Lucy… hast du es bemerkt?“ „Hartmut ich habe Lucy vielleicht zweimal gefahren.“ „Was? Ach so ja… also als ich das Lenkrad gekauft habe, da bin ich ins Parkhaus und hat mich auf dem dritten Parkdeck gestellt. Du glaubst es kaum, da stand genau ein Wagen wie Lucy. Direkt daneben. Ich hab meine Fenster etwas auf gehabt…. Wie immer also. Und als ich wieder zurückkam, lag ein Umschlag im Wagen. Ich hab ihn genommen und reingeschaut. Da war eine Formel drin. Ja und diese Formel habe ich heute getestet. Weißt du was draus entstanden ist?“ Semir schüttelte den Kopf. „Eine synthetische Droge“ sagte Hartmut stolz. „Eine Droge?“ fragte Semir neugierig. „Ja… eine synthetische Droge. Ich nenne sie …. Hero. Hört sich doch gut an, oder?“ „Hartmut? Das ist doch wohl nicht dein Ernst. Du willst mir erzählen, du hast mit einer Formel Drogen hergestellt und willst ihr sogar einen Namen geben?“ „Ja warum denn nicht. Hey… ich verkauf das Zeug doch nicht. Wer weiß wie die wirkt.“ „Eben. Und deshalb werde ich die Formel mitnehmen. Was ist denn alles da drin?“ Semir deutete auf die kleine gelbe Pille.“ „Nun ich könnte dir jetzt etliche Namen aufzählen, aber das bringt dir nicht viel. Ich weiß nur, das die Kombination der Zutaten dir die besten Träume vermitteln“ Semir nickte. „ Hartmut, weißt du was das heißt? Die Typen werden sicher alles daran setzen um die Formel wieder zu bekommen. Im Parkhaus hast du gesagt, hast du den Umschlag zum ersten Mal gesehen?“ „Ja, oder vielmehr nein. Ich hab ihn erst gesehen, als ich vor der Tür stand. Aber ich war nur im Parkhaus.“ Okay… ich werde mich mal in dem Parkhaus umsehen. Ist mein Wagen wieder flott?“ „Nein… leider nicht. Ich muss da morgen was einbauen. Nimm du doch Lucy. Sie ist ja heil und du bist doch ein guter Autofahrer. Ich vertrau dir.“ Semir nickte nur. Dann fuhr er los.

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  • Björn sah wie der Wagen in das Parkhaus fuhr. Er fuhr hinterher. Bevor der Mann aussteigen konnte stand Björn neben der Fahrertür und riss sie auf. Er zog den Fahrer, der völlig überrumpelt wurde raus, stieß ihn an den Wagen und hielt ihm die Waffe ans Kinn. „Wo ist der Umschlag?“ stieß er drohend seine Frage aus. „Hey.... ganz ruhig, okay? Welcher Umschlag? Wovon sprechen Sie denn?“ Björn drückte die Waffe tiefer an den Hals. „Wo? Sag es mir lieber, bevor ich wütend werde.“ Der Mann sah ihn an. „Ich weiß wirklich nicht wovon Sie sprechen.... lassen Sie mich los!“ Björn schlug zu und der Mann ging zu Boden. Björn durchsuchte den Wagen. Er fand nichts. Fluchend trat er nach dem Mann am Boden, der ohne Bewusstsein war. Dann durchsuchte er den Mann. Er fand auch dort nichts. „Das gibt es doch nicht!“ brüllte er. Er ging zu seinem Wagen und sah noch einmal auf das Kennzeichen. K-HF 310 „Oh verflucht!“ stöhnte er leise. Es war der falsche Wagen. „Verdammt! Verdammt!“ Er stieg ein und schlug auf das Lenkrad. Dann fuhr er raus. Bevor er jedoch die Straße erreichte sah er die Polizei. „Mist!“ Doch er sah noch etwas. Den Wagen den er suchte.


    Semir fuhr zum Parkhaus und als er ankam, sah er einige Kollegen der hiesigen Polizei um einen Wagen stehen, der Lucy sehr ähnlich war. Selbst das Kennzeichen unterschied sich nur in der Reihenfolge. Er grinste leicht und ging zu den Kollegen. „Martin? Was ist denn hier für ein Aufgebot?“ fragte er als er Martin Reif am Wagen stehen sah. „Hey... das ist nichts für die Autobahnpolizei. Das ist unser Fall. Also bitte.“ Er warf einen Blick auf den Wagen von Semir. „Neuer Dienstwagen? Hast du deinen wieder zu Schrott gefahren?“ Semir sah in lächelnd an. „Nein.... das ist ein Wagen vom Kollegen. Mein Wagen ist zwar in der Werkstatt, aber nicht wegen einem Unfall.“ „Ach und wo ist Tom?“ „Der liegt im Krankenhaus wegen einem Unfall... aber nicht mit meinem Wagen.“ Martin lachte. „Ihr seid Chaoten.“ Er schüttelte den Kopf. „Na gut... aber nur weil du einen ähnlichen Wagen fährst wie das Opfer sagt es gar nichts. Der Mann hier ist zusammen geschlagen worden. Ein anderer Autofahrer forderte von ihm einen Umschlag. Er hat keine Ahnung was das sollte.“ Semir sah ihn an. „Aber ich weiß es. Tja.... es wird wohl weniger Arbeit für dich sein. Denn mein schöner Wagen dort ist es, der einen Umschlag hatte. Es beinhaltet eine Formel. Und der Besitzer des Wagens, also unser werter Kollege Hartmut Freund... aus der KTU hat die Formel analysiert und die daraus gewonnenen Pillen garantieren einen Freiflug in die Welt des Wahns.“ Martin sah ihn an. „Oha.... dann ist mir klar, dass die Typen die Formel zurück haben wollen. Aber es ist trotzdem unser Fall. Hast du die Formel bei dir?“ Semir schüttelte den Kopf. „Nee.... die hab ich in der PAST.“ „Dann bring sie mir bitte, beziehungsweise kannst du sie Andreas geben. Wir bearbeiten den Fall gemeinsam.“ Semir nickte und fuhr ab.

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  • Björn hängte sich an den Wagen und folgte ihm auf die Autobahn. Es war wenig Verkehr und so hatte Björn sich gedacht, den Wagen zu stoppen. Er fuhr dicht an den Wagen heran und rammte ihn. Der Wagen machte einen Satz. Björn sah wie sich der Fahrer nach ihm umdrehte. Wieder fuhr er auf. Der Fahrer macht einen Schlenker um von Björn weg zu kommen, doch genau das wollte Björn. Der Wagen fuhr nun auf der rechten Spur und Björn setzte sich auf gleiche Höhe wie der Wagen. Nun fuhr er ihm in die Seite. Er sah wie der Fahrer versuchte die Gewalt über den Wagen nicht zu verlieren. Noch einmal rummste es. Der Wagen brach aus und raste die Böschung herunter. Björn hielt etwas entfernt davon an und stieg aus. Er ging zu der Stelle wo der Wagen im Gras lag und rannte hin. Er öffnete die Tür und zog den benommenen Fahrer raus. „Wo ist der Umschlag?“ brüllte er ihn an. Doch der Fahrer war gar nicht in der Lage etwas zu sagen. Er sah Björn mit glasigen Augen an. Björn stieß ihn heftig zurück. Der Mann schlug mit dem Kopf gegen den Wagen und verlor gänzlich das Bewusstsein. Erst jetzt bemerkte Björn, dass der Mann eine Waffe trug. Er durchsuchte ihn und holte die Brieftasche heraus. Er sah den Ausweis. Eine der Visitenkarten fiel heraus. Björn nahm sie und steckte sie ein. „Verdammt! Ausgerechnet ein Bulle!“ stöhnte er. Björn durchsuchte das Auto, doch er fand nichts. Unverrichteter Dinge musste er wieder abziehen, denn aus der Ferne hörte er bereits das Martinshorn.


    Semir kam zu sich. Sein Kopf dröhnte. Langsam versuchte er sich aufzurichten. Es klappte zu seinem Erstauen sogar. „Warten Sie! Wir helfen Ihnen!“ hörte er jemanden rufen. Er drehte den Kopf in die Richtung und sah Sanitäter auf sich zu rennen. „Danke... geht schon. Nur kurz darauf wurde er von den Sanitätern in den wartenden RTW gebracht. Dann hörte er Hottes Stimme. „Gott, das ist doch Lucy von Hartmut!“ „Holen Sie bitte den etwas korpulenten Herrn zu mir?“ Der Sanitäter nickte und holte Hotte. Als dieser Semir sah war er überrascht. „Semir? Bist du mit Lucy gefahren?“ „Ja... bin ich... ich wurde abgedrängt...Sorg dafür, das der Wagen zu Hartmut kommt...“ Hotte nickte. „Klar... wird ihm aber gar nicht gefallen. Was ist denn passiert?“ Semir schilderte ihm den Vorfall. Der Arzt kam und untersuchte Semir, doch er konnte lediglich eine leichte Gehirnerschütterung und eine Platzwunde am Kopf feststellen. Semir durfte mit Hotte zur KTU fahren. Er schloss die Augen und spürte Übelkeit aufsteigen. „Willst du nicht besser nach Hause fahren?“ „Nein... ich muss doch Hartmut erklären, was...was passiert ist. Wegen Lucy..“ Hotte nickte und fuhr hinter dem Abschleppwagen her. Dann waren sie angekommen.

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  • „NEIN!!“ stieß Hartmut aus, als er seine Lucy sah. „Was hast du denn gemacht, Semir?“ „Hartmut... bitte... es war wirklich nicht meine Schuld.“ „Aber was soll das denn? Hast du ne Verfolgungsjagd gemacht?“ „Ich war der Verfolgte. Man hat mich abgedrängt. Hartmut die wollen den Umschlag.“ Hartmut sah ihn an. „Den Umschlag? Deswegen ist meine Lucy kaputt? Wegen einem dämlichen Umschlag? Ich dachte du bist so ein guter Autofahrer? Semir? Ich krieg die Beulen nie wieder raus.“ „Jetzt hör aber mal auf! Ich hätte dabei drauf gehen können. Interessiert es dich nicht?“ „Meine Lucy... meine arme Lucy... Das ist das letzte Mal, das du mit ihr fahren durftest.“ Hartmut streichelte sein Auto. „Du Arme... ich krieg dich wieder hin. Du wirst wieder wie neu werden und dann darf der böse Mann da nicht mehr mit dir fahren.“ Semir musste trotz der Schmerzen grinsen. Wie konnte man so zu einem Auto sprechen. Dann sah Hartmut ihn an. „Hast du den Mistkerl gesehen?“ „Nicht genau genug. Hartmut der Umschlag ist in der PAST. Diese Typen sind sicher nicht zu Scherzen aufgelegt. Die haben in der Tiefgarage einen Mann zusammengeschlagen. Mich haben sie von der Autobahn gedrängt. Das ist verdammt ernst.“ Hartmut nickte. Er wurde sich der Tragweite bewusst. „Was wollen wir denn jetzt machen?“ „Die haben sich auf mich eingeschossen. Also vermuten die wahrscheinlich, dass mir der Wagen gehört. Du bist außen vor. Jetzt noch. Ich werde mit der Chefin telefonieren, dass du ... hörst du mir eigentlich zu?“ Hartmut sah ihn an. „Was? Ja sicher... ich höre dir zu.“ „Was hab ich denn gesagt?“ „Das du den Mistkerl nicht genau gesehen hast, und dass du einen Mann in der Garage zusammen geschlagen hast und ...“ „Hartmut! Nicht ich hab den Mann zusammen geschlagen, sondern der Typ, der den Umschlag haben will.“ „Ach so.... ja sicher.....“ Semir schüttelte den Kopf. Hotte kam zu ihm. „Semir... ich muss zurück zur PAST. Soll ich dich mitnehmen?“ Semir sah ihn an. „Nein... ich fahre gleich mit dem BMW nach Hause. Sagst du der Chefin Bescheid. Ich leg mich was hin.“ „Mach das. Ist sicher besser für dich.“ Hotte fuhr los.

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  • Björn rief seinen Boss an. „Hey... wir haben ein Problem.“ „Ach und welches?“ „Der Umschlag ist bei einem Bullen gelandete. Ein gewisser Semir Gerkhan. Autobahnpolizei.“ „Ich fass es ja wohl nicht. Was hast du für ein Bockmist gemacht.“ „Chef ich wusste es doch nicht. Der Wagen ist nicht auf ihn zugelassen. Ein gewisser Hartmut Freund ist der Besitzer. Was soll ich denn tun?“ „Was weißt du von diesem Freund?“ „Nichts... ich weiß nur wie der Bulle heißt und wo er wohnt.“ „Ich ruf dich an. Bleib in der Nähe deines Telefons.“ Der Mann legte auf. Björn fluchte verhalten. Was sollte er nun machen? Der Boss wollte ihn anrufen, also musste er warten. Wie lange? Was wenn der Boss ihn dafür verantwortlich machte... und... Nein... der braucht mich noch. Ich weiß wo der Bulle wohnt. Nicht der Boss. Das Telefon klingelte nur wenig später. „Pass auf.... es ist eigentlich gar nicht schlecht. Der Bulle ist klar.... da hast du die Adresse ja auch. Dieser Hartmut Freund ist bei der Kriminaltechnischen Untersuchung. Er ist ein Chemi-Ass. Das hießt unser Problem, einen Chemiker zu finden, hätte sich auch erledigt. Beobachte ihn und den Bullen. Finde ein gutes Druckmittel um unseren Freund, Herrn Freund, zu überreden das Zeug für uns herzustellen.“ „Alles klar, Boss.“ „Ach noch eins.... lass den Bullen nicht aus den Augen.“ „Ja aber wie soll ich denn beide...“ „Nimm dir Torben zur Hilfe. Du bleibst an Freund dran und Torben an dem Bullen.“ „Okay.“ Björn legte auf und fuhr zur Hartmuts Dienststelle, wo er bereits einige Male war.

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  • Hartmut sah auf die Uhr. Fast Feierabend. Dann sah er auf Lucy. Der Wagen stand verbeult in der Ecke. Hartmut bekam Tränen in den Augen. Morgen wollte er Lucy wieder fit machen. Heute wollte er zu Daniela und so musste er notgedrungen den alten Golf nehmen, der auf dem Hof stand. Er stieg ein und fuhr los. Hartmut bemerkte nicht, dass ihm ein Wagen folgte. Er fuhr zu Daniela und begrüßte sie herzlich. „Hey... was wollten wir denn heute machen?“ „Ich habe für uns gekocht. Komm rein. Wir machen es uns hier gemütlich.“ Hartmut sah sie verliebt an und küsste sie zärtlich. „Hartmut... nicht vor allen Leuten“ Hartmut lachte, „Aber hier ist doch keiner der zuschaut.“ Daniela wurde leicht rot. Ihr langes blondes Haar hatte sie in einem Pferdeschwanz gebändigt und nur ein paar Strähnen wehten durch den abendlichen Wind in ihr Gesicht


    Der Verfolger machte Fotos von den Beiden und fuhr eine Stunde später nach Hause. Dort ließ er die Fotos ausdrucken und fuhr zum Boss. „Hier! Unser Druckmittel. Er liebt die Kleine offensichtlich.“ Arno sah ihn an. „Sehr gut. Wie heißt sie?“ „Daniela Walther“ Dann werden wir Herrn Freund einen guten Grund liefern, uns zu dienen. Schnapp dir die Kleine morgen früh. Was ist mit dem Bullen?“ „Der liegt zuhause. Hat sich wohl eine Gehirnerschütterung eingehandelt.“ „Wo soll ich die Maus hinbringen?“ „Such dir einen Ort, wo sie sicher untergebracht ist. Aber das eins klar ist... du fast sie nicht an. Sie ist nur Druckmittel und nichts anderes. Wenn du dagegen verstößt, dann lernst du mich von einer anderen Seite kennen. Ist das klar?“ „Ja sicher Boss... ich werde mich dran halten. Was ist mit dem Bullen? Ich meine wenn er zu neugierig wird?“ „Dann kümmern wir uns um ihn, was denn sonst. So und nun ist genug. Morgenfrüh erwarte ich einen Bericht, dass alles gut gelaufen ist. Ach noch eins Björn. Wenn du wieder Scheiße baust, dann kannst du dir die Radieschen von unten ansehen.“ Es klickte in der Leitung. Arno hatte aufgelegt.

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  • „Du musst wirklich heim?“ fragte Daniela. Hartmut nickte. „Ja... ich muss sehr früh raus und ich will dich nicht stören.“ „Das tust du doch nicht. Wir könnten doch die Nacht zusammen verbringen und morgen früh gemeinsam frühstücken. Ich lege mich anschließend wieder hin. Hab doch Nachtschicht ab Morgen und dann geht das.“ Hartmut lächelte. Er war acht Wochen mit Daniela zusammen. „Gut... aber nur wenn es wirklich nichts ausmacht.“ Daniela küsste ihn. Ihre brauen Augen sahen ihn strahlend an. „Ich liebe dich.“ Hartmut lächelte erneut. „Ja ich weiß....Hey... ich hab ja noch was für dich. Augen zu!“ Daniela schloss die Augen. Sei spürte Hartmuts Hände an ihrem Hals. Er legte ihr eine Kette an. Sie öffnete die Augen und sah in den Spiegel. Die Kette gefiel ihr sehr. Es stand in goldenen Lettern ihr Name und ein Ich liebe dich drauf. „Sie ist wunderschön.“ „Wirklich? Sie gefällt dir?“ Daniela nickte. „Ja sehr sogar.“ Es wurde noch ein sehr schöner Abend. Gegen fünf am nächsten Morgen fuhr Hartmut los. Daniela ging noch einmal zu Bett und schlief schon bald wieder ein.


    Björn hatte die Nacht vor dem Haus verbracht. Er sah wie Hartmut Freund das Haus verließ. „Dann ist ja der Weg frei für mich.“ Er stieg aus und klingelte bei Daniela. Sie öffnete ohne durch den Spion zu sehen, weil sie glaubte dass Hartmut was vergessen hätte. Björn stieß die erschrockene Frau in die Wohnung zurück und hielt sie anschließend fest. Eine Hand presste er auf den Mund. „Bleib ganz ruhig...“ sagte er warnend. Daniela erstarrte vor Angst. Björn klebte ihr den Mund zu und stieß sie ins Wohnzimmer. „Zieh dich an. Wir fahren weg.“ Zitternd tat Daniela was der Mann verlangte. Als sie fertig war, fesselte Björn ihr die Hände auf dem Rücken. Niemand der Nachbarn sah was passierte. Selbst auf der Straße nahm niemand Notiz davon. Björn stieß die Frau in den Wagen und verband ihr nun auch die Augen. Daniela spürte nur Angst und traute sich nicht gegen den Mann zu wehren. Sie spürte wie der Wagen abfuhr.

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  • Hartmut saß gerade an seinem Tisch und biss in sein Brötchen, was Daniela ihm gemacht hatte als das Telefon klingelte. „Hartmut......“ hörte er Daniela. Doch etwas an ihrer Stimme ließ ihn erschrecken. „Dani? Was ist denn? Was hast du?“ „Hör genau zu, Freund. Ich weiß dass du etwas hast, das eigentlich mir gehört. Ich will es zurück. Aber erst wirst du mir nach der Formel, die du ja sicher schon herausgefunden hast... sechs Kilo herstellen.“ „Ähm... was soll das? Ist das ein Scherz?“ „Nein... kein Scherz. Deine Freundin sieht richtig gut aus....“ „Lassen Sie sie in Ruhe!“ „Aber ich tu ihr doch nichts. Das heißt solange du tust was ich sage.“ „Was wollen Sie?“ „Du wirst für mich die kleinen bunten Pillen machen.“ „Das geht nicht. Ich habe keine Ahnung wie das gehen soll“ „Verarsch mich nicht! Willst du die Kleine schreien hören? Ich könnte auch mal wieder eine Frau...“ „Nein!! Warten Sie.... okay... aber ich ... ich kann das nicht allein machen.“ „Ha, ha, ha. Wenn du auch nur einem von deinen Bullenfreunden erzählst, was hier abläuft, dann kannst du einen Kranz für deinen Schatz besorgen. Niemanden, ist das klar!“ „Ja... okay... bitte tun Sie Daniela nichts. Darf ich sie noch einmal sprechen? Hallo? Hallo?!“ Doch der Anrufer hatte aufgelegt. Hartmut starrte auf das Telefon. Er musste erst einmal verdauen, was der Mann zu ihm gesagt hatte. Er sollte Drogen für diesen Mistkerl machen? Hat der Mann sie noch alle? Doch was sollte er jetzt tun? Semir hat ihm die Formel weggenommen. Er musste sie wieder holen. Er musste einfach. Hartmut zog sich um und fuhr zur PAST.


    „Hartmut? Was machst du denn hier?“ fragte Semir als Hartmut in seinem Büro stand. „Ach könntest du mir bitte den Umschlag noch einmal geben?“ „Warum?“ „Tu es bitte. Ich erkläre es dir später.“ Semir schüttelte den Kopf. „Hartmut hast du die Pillen geschluckt?“ „Nein wo denkst du hin. Bitte komm her mit der Formel.“ „Ja okay... wenn es so wichtig für dich ist.“ Semir nahm den Umschlag aus der Schublade und reichte ihn Hartmut. Dieser griff danach und verschwand genauso schnell wie er kam. Semir sah kopfschüttelnd hinterher. Andrea kam zu ihm „Was ist denn mit Hartmut los?“ „Ich weiß es nicht. Irgendwie scheint der gute Junge abwesend zu sein.“ „Vielleicht ist er mal wieder verliebt.“ Meinte Andrea. Semir sah sie an und lachte. „Ja aber diesmal spiele ich nicht den Souffleur und sagte ihm was er zu dem Mädchen sagen soll. Das eine Mal reichte völlig aus.“ Andrea nickte. „Ja das war schon eine komische Sache. Aber du als Frauenkenner und Tom als Frauenversteher... das konnte doch nur schief gehen.“ erwiderte Andrea und kniff ein Auge zu. Semir sah sie nur an.

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  • Hartmut ging in der KTU auf und ab. Dabei hatte er die Arme auf dem Rücken gefaltet, als dachte er angestrengt nach. Wenn er Dani da rausholen will, musste er tun was die Männer von ihm verlangten. Er fing an die Pillen herzustellen. Er arbeitete wie ein Besessener und der Haufen wurde immer größer. Nach einigen Stunden hatte er eine ziemliche Anzahl von den Pillen fertig. Nun musste er sie nur noch härten und aus den Formen holen. Dann in Tüten verteilen und ... ja und dann musste er warten, bis die Männer die Dani hatten, sich meldeten. Er überlegte ob er nicht doch Semir einweihen sollte. Jetzt wo Tom noch zuhause lag, war es sicher besser wenigstens einen der Beiden hinter sich zu wissen. Doch dann dachte er wieder an die Drohung des Anrufers. „Niemanden!“ Er arbeitete weiter. Der Tag verging und Hartmut wartete darauf, dass der Mann sich meldete. Doch nichts geschah.


    Arno sah Björn an. „Sehr gut. Er wird sicher alles tun, was wir verlangen. Wenn die 6 Kilo erst einmal hier sind, dann wird er noch mehr machen.... wenn nicht... dann...“ Björn nickte nur. Arno sah zu Daniela die auf dem Stuhl saß. Sie hatte immer noch die Augen verbunden, war geknebelt und gefesselt. Er ging zu ihr und streichelte ihr Gesicht. Daniela zuckte zusammen. Sie wurde von dem Mann, der sie seit heute Morgen festhielt gezwungen ihren Arbeitgeber anzurufen und sich krank zu melden. „Nur keine Angst, Kleines. Dir passiert so lange nichts, solange dein Freund macht was wir wollen. Daniela nickte nur. „Sehr schön. Und dann darfst du gleich mit deinem Freund telefonieren. Er hat sicher Angst um dich.“ Dann sah er Björn an. „Bring sie wieder weg. Wie besprochen.“ Björn nickte und brachte Daniela in einem der oberen Räume unter. Er hatte Arno informiert, dass er sonst keine Bleibe gefunden hatte um Daniela unterzubringen und Arno wollte sie in seinem Haus verstecken. Er hatte genügend Zimmer frei. Und da er in einer sehr feinen Gegend wohnte, hatte er die unteren Fenster mit einem Gitter gegen Einbrecher geschützt. Nun auch vor Ausbrechern. Björn nahm Daniela die Augenbinde und die Fesseln ab. „Sei ruhig. Schreien nützt dir gar nichts.“ Daniela nickte nur und setzte sich auf das Bett. Es war sauber und weich. Sie legte sich hin und weinte leise.

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  • Hartmut ließ die Reagenzgläser rauchen. Er hatte etwas geschlafen und war nun vollends beschäftigt. Sein Handy klingelte. Er meldete sich mit einem zaghaften „Ja?“ „Wie sieht es aus?“ „Ich ... Ich bin mitten drin. Bitte lassen Sie Dani gehen. Ich tu was Sie wollen.“ „Ja sicher tust du es. Wem hast du denn von unserer Übereinkunft erzählt?“ „Niemandem Wirklich. Bitte... ich möchte mit Daniela sprechen.“ „Ja sicher...“ Es verging eine kurze Zeit. „Hartmut?....“ kam die leise Stimme von Daniela. „Schatz.... ich ... ich hol dich da raus. Wirklich... hörst du... ich hol dich raus.“ „Hartmut... tu was sie von dir verlangen. Bitte... ich hab Angst.“ „Ja ich weiß.... ich werde tun was die wollen.“ „Das reicht!“ kam nun die männliche Stimme wieder. „Okay... wann wollen Sie das Zeugs haben?“ „Morgen Abend. Alles was du bis dahin hast.“ „Wann lassen Sie Daniela gehen?....Hallo? Hallo?“ Hartmut sah auf sein Handy. Der Anrufer hatte das Gespräch beendet. Er legte das Gerät beiseite und machte sich wieder an die Arbeit. Die ersten Pillen waren hart und er packte sie in Tüten. So ging es die ganze Nacht durch. Am nächsten Morgen schlief Hartmut neben den Reagenzgläsern. Er schreckte hoch, als eine Hand ihn berührte. „Guten Morgen, Hartmut.“ kam von Semir der neben ihm stand. „Semir? Was machst du denn hier? “ „Ich wollte diese Formel abholen. Ich muss sie bei den Kollegen abgeben.“ „Ach so.... ja sicher.“ Hartmut gab Semir den Umschlag. Ohne hineinzusehen, nahm Semir ihn und fuhr wieder ab. Hartmut sah ihn nachdenklich hinterher.

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  • Semir kam bei den Kollegen der Kripo an und gab den Umschlag ab. Der Kollege öffnete ihn und holte das Blatt heraus. „Ah... das sieht gut aus. Okay... dann haben wir diesen Verbrechern schon mal die Grundlage genommen. Das ist sehr gut.“ Semir nickte. „Habt ihr schon eine Spur?“ Andreas sah ihn an. „Du weißt doch genau, dass ich dir nichts sagen kann.“ „Andreas, der Typ hätte mich umbringen können. Ich bin etwas persönlich angegriffen.“ „Ja versteh ich. Also gut. Nein wir haben keine konkrete Spur. Aber wir werden den Mistkerl finden und dann könnte ich dich ja mal fünf Minuten mit ihm allein lassen.“ Andreas zwinkerte. Semir musste lachen. „Ja die reichen aus. Ich muss wieder.“ „Okay.... bis später und grüß mir Tom.“ „Mach ich.“ Semir fuhr anschließend zu Tom. Als er dort ankam klingelte er. Tom kam an die Tür und öffnete ihm verschlafen. Semir grinste. „Na... Schlafmütze?“ „Oh.... Mann“, stöhnte Tom, „Was willst du denn hier. Mir geht es gar nicht gut.“ Semir nickte. „Ja sieht man. Was macht der Kopf?“ „Dröhnt was denn sonst. Ich komm mir vor, als hätte ich im Alkohol gebadet.“ „Tja... war schon ein kräftiger Bums. Ich hab der Chefin erklärt, dass es wirklich nicht deine Schuld war.“ „Stimmt ja auch.“ Sie gingen ins Wohnzimmer. „Brauchst du was?“ „Ja... meine Ruhe...“ „Gut... dann geh ich wieder.“ Grinste Semir. „Was ist mit dem Fahrer?“ „Der hatte gut getankt. 1,7 Promille. Der Lappen ist eh schon weg gewesen...“ Tom nickte. „Du ich wollte auch nur schauen, wie es dir geht. Ich muss los.“ Tom sah ihn an. „Was wichtiges? Ich meine ich könnte ja Büroarbeit erledigen.“ „Nee... es ist ruhig. Bleib du morgen auch noch zu Hause. Ich komme schon klar. Sind ja nur die Berichte.“ „Morgen ist gut. Der Arzt hat mich für die ganze Woche krankgeschrieben. Ich hab ne Gehirnerschütterung und die Quetschung am Bein.“ „Du solltest dich wirklich ausruhen. Tom.. .Gönn dir die Woche.“ „Ja… vielleicht hast du Recht. Ich sollte es wirklich tun.“ Semir ging wieder.


    Hartmut war mit der Herstellung der Pillen beschäftigt. Er hatte schon eine beachtliche Menge hergestellt und machte einfach nur weiter. Bisher konnte er alles verstecken. Keiner hatte seine Arbeit gesehen. Sobald jemand kam, war er der alte Hartmut, der seine Arbeit machte. Er fand es diesmal als Glück, dass Semir ihn nicht so wahr nahm, sonder einfach nur die Ergebnisse sehen wollte. Diesmal war es wirklich Glück. Harmut zuckte zusammen, als sein Handy klingelte. „Ja?“ meldete er sich. „So pass auf. Du hast jetzt noch genau 12 Stunden Zeit. Ich denke es ist zu schaffen. Bis dahin solltest du die Menge hergestellt haben, die wir wollen.“ „Ja sicher… kein Problem.“ „Das ist gut. Denk an dein Mädchen. Sie hat etwas Angst.“ Der Anrufer beendete das Gespräch. Hartmut legte die Tütchen, die er bereits fertig hatte auf eine Waage. Sie zeigte stolze vie Kilo an. Er sah wie abwesend auf die kleinen gelben Pillen, dessen Wirkung er überhaupt nicht kannte. Doch in seiner Verfassung hatte er kein schlechtes Gewissen. Wenn er die Pillen nicht herstellen würde, dann täte es ein Anderer. Das Ergebnis ist das Gleiche.

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  • Auch bei Semir klingelte das Handy. Er meldete sich. Andreas war dran. „Sag mal… Semir ich kenne deine Scherze, aber ich mag es absolut nicht, wenn ich verärgert werde.“ „Was? Hast du was genommen, oder warum machst du mich so an?“ „Es geht um die Formel. Ich habe sie von einem Chemiker überprüfen lassen. Sie ist nicht korrekt.“ „Wie bitte? Das kann aber gar nicht sein. Ich habe diese Formel von unserem Chemiker bekommen. Er hat sie doch getestet.“ „Von wem sprichst du?“ „Von Hartmut.“ „Hartmut? Weiter?“ „Hartmut Freund. Unser Mann bei der KTU. Du kennst ihn doch.“ „Semir? Die Formel ist nicht korrekt. Ich befürchte leider, dass unser Herr Freund die Dinger herstellt. Und wenn es so ist, dann vertickt er sie auch.“ „Du spinnst doch. Hartmut ist eine absolut ehrliche Seele. Der raucht ja nicht einmal.“ „Nun es gibt auch Dealer, die sich nicht selbst Heroin spritzen. Das weißt du ganz genau. Kommst du auch zu Freund? Oder soll ich ihn allein verhaften?“ „Hey. Andreas. Warte mal. Lass mich das machen, okay?“ Schweigen entstand. „Andreas? Bitte…“ „Okay Semir. Aber wenn ich nicht bis …. Fünf von dir höre, dann werde ich eingreifen.“ „Danke.“ Semir beendete das Gespräch und fuhr zur KTU. Er wollte Hartmut zur Rede stellen.


    Björn saß gelangweilt im Zimmer und sah fern. Er überlegte wie er den Tag interessanter gestalten könnte. Er dachte daran wie lange es schon her war, das er eine Frau….nein! Arno macht mich nen Kopf kürzer, wenn ich die Kleine…aber wenn er es gar nicht erfährt, dann…Arno kam zu ihm. „Ich muss mal in die Stadt. Pass du auf die Frau auf und wie gesagt…fass sie nicht an. Ich weiß von deiner Vorliebe Frauen …..“ Björn sah ihn schief an. „Hör mal… ich bin wegen Vergewaltigung zwar im Knast gewesen, aber ich war unschuldig.“ „Ja sicher… fass sie nicht an!“ „Ja schon gut.“ Arno verließ das Haus. Am Abend war Arno immer noch nicht zuhause. Björn langweilte sich immer mehr. Dann stand er auf und ging zu Daniela. Er schloss die Tür auf und sah die Frau auf dem Bett liegen. Sie sah ihn erschrocken an. Daniela sah die Gier im Blick des Mannes. „Nein… bitte nicht…. tun Sie mir nichts bitte…“ weinte sie als er vor ihr stand. Der Mann grinste gemein und fasste sie an.


    „Hartmut!!“ brüllte Semir wütend in der Werkstatt. Er lief direkt auf das Labor zu und öffnete die Tür. Er sah auf dem Tisch die ganzen Pillen liegen. Hartmut sah ihn erschrocken an. „Was soll das denn? Hartmut? Was tust du hier?“ „Semir… bitte… es ist nicht das was du denkst… wirklich.“ „Hartmut… ich sehe doch, dass du hier die Pillen herstellst. Was soll das? Ist es also wahr? Du vertickst die Pillen?“ „Nein… das tu ich nicht. Aber ich bin in einer Zwickmühel…. Semir vertrau mir. Bitte.“ Semir nahm eine Handvoll der Pillen. „Hartmut… hast du eine Ahnung was das für Pillen sind? Wie sie wirken? Das ist doch nicht für dich.“ „Nein… natürlich nicht. Aber ich… du störst.“ „Ja sicher… bei der Herstellung. Hartmut. Ich will sofort die Formel.“ „Die hast du doch.“ „Nein das ist nicht die, die ich dir gegeben habe. Sofort Hartmut!“ „Semir geh bitte. Bevor etwas passiert, was wir beide nicht wollen… bitte…“ Semir sah ihn an. Er merkte dass Hartmut Probleme hatte, aber er kannte auch seinen Dickkopf. „Kann ich dir helfen?“ Hartmut schüttelte den Kopf. Zu gern hätte er Semir eingeweiht, aber was passiert dann mit Dani? „Hartmut… ich bin dein Freund. Bitte… sag mir was hier los ist.“ „Semir… ich … ich kann nicht.“ „Okay… ich gehe hier nicht raus, bevor du es mir sagst.“ „Semir bitte! Du bringst Daniela in Gefahr.“ „Hartmut, du hast die Formel, die ich dir gegeben habe, verändert und dann ….“ Hartmut sah ein, dass Semir Recht hatte.

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  • „Wer ist Daniela?“ fragte Semir überrascht. Hartmut sah ihn an. „Du musst mir versprechen, mit niemanden darüber zu reden.“ Semir nickte. „Ja sicher… also was ist los?“ Hartmut erzählte Semir alles. Als er fertig war, fing Hartmut an zu weinen. „Ich weiß genau, dass ich Danis Leben aufs Spiel setze… weil ich dir alles erzählt habe. Bitte Semir… du darfst es niemanden erzählen.“ „Hartmut. Die werden Daniela nicht so einfach laufen lassen. Wenn die wissen, dass du dieses Zeug herstellen kannst, dann werden sie dich immer wieder dazu zwingen. Willst du das mit dir machen lassen? Dich zu einem Werkzeug machen?“ „Nein… natürlich nicht. Die werden Dani freilassen und dann können wir sie beschützen. Semir bitte…“ „Hartmut ich kann dich nicht lange decken.“ „Ich weiß. Ich brauche aber etwas Zeit.“ Semir sah auf die Uhr. „Bis drei… das sind noch fünf Stunden. Mehr geht wirklich nicht.“ „Danke. Semir Danke…. Du hast was Gut bei mir.“ „schon gut… aber wir reden noch mal. Gib mir die Formel.“ „Ich brauche sie noch. Du bekommst sie später. Versprochen.“ Semir nickte. „Gut dann fahr ich nach Haus. Aber ich komme heute Nacht wieder“ Hartmut nickte. Semir verschwand. Als er weg war, klingelte Hartmuts Handy. „Ja?“ „Du hast dich nicht daran gehalten.“ „Was? Nein… ich hab...“ „Du hast dem Bullen die Story erzählt. Das war gar nicht gut. Absolut nicht. Jetzt muss ich mich um ihn kümmern“ „Hören Sie… ich … hallo? Hallo?“ Doch der Anrufer hatte das Gespräch beendet. Hartmut wurde nervös.

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  • Hartmut legte sein Handy auf den Tisch. Verdammt, woher wußte der Typ das er mit Semir darüber sprach. War es möglich, dass er unter Beobachtung stand? Richtmikrofon? Oder Wanzen? Er suchte das Labor und die Werkstatt ab. Tatsächlich… an einem der Regale war eine Wanze. Hartmut nahm sie und trat drauf. Er ließ an diesem kleine Ding seine ganze Wut aus.


    Semir fuhr nach Hause. Er rief Andreas an und konnte ihn auf morgen vertrösten. Dann ging er unter die Dusche und anschließend ins Bett. Er dachte kurz daran wie es war, als er mit Andrea noch zusammen war. Irgendwie passte sie zu ihm. Er lächelte leicht. Dann schlief er ein. Er wachte durch ein starkes Hämmern gegen seine Wohnungstür auf. Semir sah auf die Uhr. Es war gerade mal fünf. Welcher Idiot klopft denn wie bescheuert? fragte er sich und quälte sich aus dem Bett. Er ging mit schlurfenden Schritten zur Tür und schaute durch den Spion. Sein Nachbar stand davor. Semir öffnete die Tür. „Herr Gerkhan... entschuldigen Sie... ich brauch Ihre Hilfe. Bitte.... meine Frau... sie liegt im Badezimmer und es hat gerade so laut gescheppert.... ich befürchte es ist etwas passiert.... helfen Sie mir bitte?“ flehte der Mann. Semir nickte. „Ja sicher.... ich zieh mich nur eben an. Haben Sie ihre Frau gesprochen?“ Der Mann nickte heftig. „Ja... aber ... aber sie antwortet nicht.“ „Gut... ich komme gleich Herr Ernst.“ Semir schloss die Tür und zog sich schnell einen Jogginganzug an. Dann ging er rüber zu den Ernstes. Er betrat die Wohnung und da diese genau wie seine geschnitten war ging er schnurstracks ins Badezimmer. Er musste dazu nur durch das Wohnzimmer und zu seinem Erstaunen saß Frau Ernst auf dem Sofa und sah ihn ängstlich an. Semir drehte sich zu Herrn Ernst um, der hinter ihm stand. „Was soll...“ die Worte blieben ihm im Hals stecken, als er die Waffe sah die auf ihn gerichtet wurde. „Es tut mir Leid, Herr Gerkhan. Aber die wollten uns umbringen, wenn ich Sie nicht geholt hätte. Er hätte die Kinder...“ Semir hob die Hände. „Schon gut, Herr Ernst. Ich verstehe. Nehmen Sie ihre Familie und gehen Sie langsam raus.“ Familie Ernst wollte gerade die Wohnung verlassen, als der Unbekannte mit der Waffe zu Martin Ernst kam. „Setzt dich hin. Mein Freund und ich werden die Wohnung gleich verlassen und dann darfst du sogar seinen Kollegen anrufen und verraten, dass ich ihn hab.“ Martin nickte. „Ich tu alles was Sie wollen, aber lassen Sie meine Kinder und meine Frau...“

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  • Semir stand mit erhobenen Händen da und sah den Mann mit der Waffe an. Er kannte das Gesicht nicht. Auch die Stimme sagte ihm nichts. „Was soll das?“ fragte er deshalb. „Du und ich haben einen gemeinsamen Freund und du bist für mich sehr gefährlich geworden. Wir müssen deshalb etwas unternehmen.“ „Darf ich die Hände runter nehmen?“ „Nein. Wo hast du deine Handschellen?“ „In meiner Wohnung. Hören Sie... gehen wir rüber, dort können wir uns unterhalten und...“ „Ja... du hast Recht. Es reicht auf dich aufzupassen. Okay... wir gehen.“ Er winkte mit der Waffe und Semir ging an ihm vorbei. Er sah kurz zu den Ernstes, aber die schienen in Ordnung. Der Unbekannte verschloss die Wohnung und stieß Semir in seine. Im Wohnzimmer musste Semir sich auf den Boden setzen und die Hände im Nacken verschränken. Inständig hoffte er, dass Martin Ernst, der Toms Handynummer hatte, ihn anrief und ihm sagte was hier gespielt wurde. Sicher dauerte es nicht lange, bis Tom und die Kollegen hier waren. Aber das wusste auch der Unbekannte. „So wir holen die Handschellen und dann ab.“ Semir nickte. „Die sind in der oberen Schublade.“ Der Mann griff hinein und wollte sie gerade rausholen, als Semir der sich blitzschnell erhoben hatte die Schublade trat und damit die Hand des Mannes einklemmte. Der Mann schrie auf und schlug Semir mit der Waffe. Er traf die Schulter. Der Schmerz durchzog Semirs Körper, doch er ließ nicht locker. Dann trat er dem Mann die Beine weg und gab die Schublade frei. Der Mann ging zu Boden und Semir stürzte sich auf ihn. Er versuchte ihm die Waffe zu entreißen. Endlich... die Waffe schlidderte über den Holzboden und blieb unter der Heizung liegen.


    „Herr Kranich! Ernst hier, Martin Ernst. Hören Sie.... Ihr Kollege braucht Ihre Hilfe. Ein Mann hat mich gezwungen Herrn Gerkhan in eine Falle zu locken. Ich hab es getan. Aber er ist mit Herrn Gerkhan in dessen Wohnung gegangen und ich hörte wie die beiden kämpfen. Der Mann hat eine Waffe“ hörte Tom aus dem Telefon. „Ich bin schon unterwegs.“ Tom humpelte aus seiner Wohnung und fuhr mit Martinshorn und Blaulicht zu Semir. Vergessen waren die Schmerzen im Bein und im Kopf. Für ihn zählte nur noch, das Semir in Gefahr war. Er brauchte knappe fünf Minuten. Mit gezogener Waffe betrat Tom das Haus und stand vor der Wohnung von Semir. Gegenüber ging die Tür auf. „Es tut mir so Leid... sie sind gerade weg. Der Mann hat Herrn Gerkhan mitgenommen.“ „Was? Verdammt.“ Tom nahm seinen Schlüssel und betrat Semirs Wohnung. Alles war umgekippt. Die Schubladen waren herausgerissen. Die Wohnung war ein Schlachtfeld. Tom griff zum Handy und rief Anna an. Als sie sich meldete gab er durch, das Semir verschwunden war. Sie versprach umgehend die Spurensicherung zu schicken und auch selbst sich in der Wohnung einzufinden. Tom sah Martin Ernst an. „Was genau ist passier?“ fragte er sachlich. „Wie ich schon sagte... der Mann hat geklingelt, meine Frau hat aufgemacht und dann hat er uns mit der Waffe bedroht. Ich sollte Gerkhan rüber holen, wenn nicht, würde er, also der Mann meine Kinder erschießen dann meine Frau und...“ Tom winkte ab. „Was geschah dann weiter?“ „Ich hab getan was er verlangte und Herr Gerkhan kam rüber. Dann hat der Mann mit Herrn Gerkhan die Wohnung verlassen und sind rüber. Da hab ich dann gehört wie die beiden gekämpft haben... kurz nachdem ich Sie angerufen habe, trug der Mann Herrn Gerkhan raus. Er war wohl bewusstlos... es tut mir so Leid...“ Tom sah den Mann an. „Ist schon gut. Sie haben richtig gehandelt.“ Doch die Worte halfen nicht sehr viel.

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  • Anna kam direkt mit Hartmut, Hotte und Dieter gefahren. Hartmut machte sich umgehend an die Sicherung der Spuren. Anna sah Tom bei dem Nachbarn stehen und nickte ihm zu. Er kam direkt zu ihr. „Was wissen wir?“ Tom erzählte was sich zugetragen hatte und Anna ging zu Martin Ernst. „Herr Ernst... es ist jetzt sehr wichtig. Was hat der Mann gesagt? Haben Sie sein Gesicht erkannt? Hat er etwas Besonderes an sich? Ein Gehfehler, oder sonst etwas. Jede Kleinigkeit kann helfen.“ „Er hatte zwar Handschuhe an, aber als er mir den Mund zuhielt, da spürte ich, dass er nur vier Finger an der linken Hand hatte. Ich glaubte der linke Ringfinger fehlt.“ sagte Denise Ernst. Anna sah sie an. „Das ist sehr entscheidend. Ist noch etwas? Die Größe? Augenfarbe? Haarfarbe?“ Martin nickte. „Ja... er war größer als meine Frau ich denke so an die 185 cm. Die Haare waren verdeckt. Die Augen waren eisblau.“ Tom nickte. „Damit könnte ich erst mal was anfangen. Es muss ein alter Bekannter sein, sonst hätte er sicher nicht den Namen von Semir gewusst.“ Anna nickte und sah zu Hartmut. Er tat seine Arbeit wie immer. Keiner der Anwesenden ahnte, dass er der Grund für Semirs Verschwinden war.


    .Wo ist er?“ „Im Keller. Ich habe ihn dort angebunden. Er liegt gefesselt, geknebelt und mit verbundenen Augen unten. Weiß nicht ob er schon wieder wach ist. Der Mistkerl hat tatsächlich versucht mich zu überwältigen. Tse.....Tse.... so ein Idiot.“ „Was soll das genau heißen?“ „Ich hab ihm gezeigt, dass ich stärker bin.“ „Wie bitte? Du solltest ihn herbringen, das war dein Job. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn er irgendeinen Schaden genommen hat, dann...“ „Hey... der hat doch angefangen. Er hat mich geschlagen und getreten. Ich lasse mir das nicht gefallen. Schon gar nicht von einem Bullen.“ „Gut gehen wir runter und sehen ihn an.“ „Hey.... warte. Erst bekomme ich mein Geld. Mein Job ist erledigt und du weißt dass ich heute noch abfliege.“ „Ja sicher... aber ich will erst die Ware sehen. Wenn sie beschädigt ist, gibt es eine Minderung. Also sag es direkt wenn etwas nicht in Ordnung ist.“ „Hey.... ich habe mich nur gewehrt. Er wird sicher nicht gerade den 1. Preis in der Schönheitskonkurrenz gewinnen, aber nichts was nicht wieder heilt. So und nun her mit dem Geld.“ Der Mann am Tisch sah ihn an. „Ja sicher...“ Er stand auf und ging zum Tresor. Er öffnete ihn und griff hinein. Doch statt des Geldes zog er eine Waffe heraus und schoss den Entführer nieder. „Idiot. Ich zahle stets sofort.“ Arno sah ohne mit der Wimper zu zucken auf sein Opfer. Er stieg über die Leiche hinweg und betrat das Zimmer wo Semir lag.

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  • Semir lag ruhig auf dem Platz. Er hatte Schmerzen. Die Erinnerung kam. Der Mann in seiner Wohnung. Der Versuch ihn zu überwältigen, der kläglich scheiterte. Was wollte man von ihm? Wer steckte dahinter? Semir hörte wie der Schlüssel gedreht wurde. Er zog sich zusammen. Schritte verharrten direkt vor ihm. „Nur keine Sorge. Ich nehme dir jetzt die Augenbinde und den Knebel ab. Bleib ruhig.“ Semir nickte nur. Dann fühlte er eine Hand, die ihm die Augenbinde runter zog. Er schloss geblendet die Augen wobei er nur das linke Auge zumachen musste, weil das Rechte zu geschwollen war. Der Mann vor ihn zog ihm das Klebeband vom Mund. „Ich will nicht dass du schreist.“ Semir nickte wieder. Seine Lippen taten ihm weh, als das Band weg war. Sie waren rau und aufgeplatzt. „Was wollen Sie von mir?“ fragte er leise. Doch der Mann bei ihm gab keine Antwort. Er sah aus dem Fenster. Es schien immer noch dunkel. Dann fiel ihm ein, dass er Andreas versprochen hatte die Formel abzugeben. Er hatte sie sicher in seiner Wohnung liegen. Der Mann raschelte mit Papier. Semir sah ihn an. Er sah den Umschlag und konnte sich vorstellen, was der Mann in der Hand hielt.


    Am nächsten Morgen gab es ein Run auf die KTU. Hartmut hatte sämtliche Pillen, die er in der Nacht hergestellt hat, in seiner Lucy gepackt. Er wollte in der KTU auf den Anruf der Männer, die Dani in ihrer Gewalt hatten, warten und anschließend umgehend losfahren. Doch zunächst rührte sich gar nichts. Er saß bis zum Mittag einfach nur da und wartete. Dann hörte er jemanden hineinkommen. „Andreas Kuhns, Kripo Köln. Herr Freund?“ fragte der Mann ihn. Hartmut nickte. „Ja? Was gibt es denn?“ „Ich möchte gern wissen wo Semir Gerkhan ist? Wo ist die Formel?“ Hartmut sah ihn an. „Was? Semir? Ich weiß nicht.“ „Er war gestern bei Ihnen und Sie sollten ihm die Formel geben, richtig?“ „Ja... hab ich ja auch. Er ist weg und...Moment mal... wollen Sie sagen, ich hätte mit dem Verschwinden von Semir zu tun?“ „Herr Freund... wir haben hier Spuren gefunden, von Arzneimittelrückständen.“ „Ja sicher... ich hantiere ja auch damit. Das ist doch ganz normal.“ „Nicht diese Mittel. Haben Sie Gerkhan verschwinden lassen, weil Sie befürchteten, er könnte Ihren kleinen Nebenverdienst aufdecken?“ „Was? Nein? Wie kommen Sie denn darauf?“ „Sagen wir mal, ein Vögelchen hat es mir gezwitschert.... Sie sind Chemiker?“ „Nein... ich hab zwar chemische Kenntnisse, aber ich bin bei weitem kein Chemiker...“


    Ein Mann kam zu Kuhns und gab ihm etwas in die Hand. Andreas sah drauf und dann zu Hartmut. „Herr Freund? Was ist das?“ Er hielt eine kleine gelbe Pille in der Hand. „Sicher ein Grippemittel. Ich war... ich meine ich bin...krank...ja... ich hab ne Erkältung gehabt und die ist mir sicher runter gefallen.“ erklärte Hartmut und bemerkte selbst wie dämlich seine Erklärung war. Andreas nickte. Er wandte sich an die Männer, die ihn begleiteten. „Durchsucht hier alles. Anschließend fahren wir zu Freund nach Hause und werden dort alles auf den Kopf stellen.“ Hartmut sah ihn an. „Was soll das denn? Erklären Sie es mir doch.“ „Nun gut... Gestern Abend habe ich mit Semir Gerkhan gesprochen. Sie kennen ihn doch...“

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