Zwischen den Fronten

  • Semir lehnte sich ins Kissen zurück. Er hatte gerade das Gefühl, gegen eine Wand zu reden.
    "Chefin, natürlich werden die nicht den Auftraggeber nennen. Der Mann, der eben hier war, hat behauptet, wir hätten zwei geständige Mörder und das der Rest nicht für uns bestimmt war."
    Anna setzte sich auf den Stuhl und schwieg. Sie dachte an die anonymen Anrufe, an die Drohungen, die tote Architektin und vor allem an ihre Nichte. Sie dachte auch daran, wie hartnäckig Tom und Semir weiterbohren würden. Der Mann, der hr im Aufzug begegnet ist, sie hatte ihn nur flüchtig in Erinnerung. So wog innerlich ab, was gut für ihre Leute und ihre Famillie und was gegen die Ermittlungen sprechen würde. Sie hatten nicht einmal den leisesten Verdacht wonach und nach wem sie suchen sollten. Auch der Brand ging ihr nicht aus dem Kopf. War es Zufall oder Absicht, dass sie da gerade nicht anwesend war?
    "Chefin?" Anna schreckte aus ihren Gedanken auf. Sie hatte ausgeblendet, dass sie noch im Krankenzimmer bei Tom und Semir war.
    Sie bemühte sich um ein Lächeln.
    "Oh ja, sicher...Sobald Sie beide wieder genesen sind, erwarte ich Sie zu einer Besprechung. Bis dahin halten Sie äußerste Ruhe."
    Sie verabschiedete sich von den beiden Cops.
    Tom und Semir sahen sich ratlos an.
    "Was war das denn jetzt?" fragte Semir. Tom zuckte nur mit den Schultern, bereute die Bewegung aber gleich wieder und verzog schmerzverzerrt das Gesicht. "Frag mich mal etwas einfacheres. Die ganze Sache stinkt von vorn bis hinten. Geständige Mörder..."
    "Reg Dich ab, Tom. Vielleicht ist die Sache wirklich zu groß für uns. Ich meine, der Typ wusste, wer wir waren und was pasiert war. Und woher sollte er das wissen?"
    Tom schüttelte den Kopf. Er war sich nicht sicher, was er denken sollte. Vielleicht war sein Verstand noch zu vernebelt von den Medikamenten und sie bräuchten wirklich erst einmal Erholung.
    "Wir werden die Chefin fragen, sobald wir hier wieder draußen sind. Bis dahin werden wir eh keine vernünftige Antwort bekommen."
    Semir stimmte seinem Partner zu.



    Anna stieg in ihren Wagen. Sie wollte gerade den Motor starten, als sie unter einem der Wischerblätter einen Zettel klemmen sah. Sie hielt ihn zuerst für einen Strafzettel, denn sie hatte vergessen, die Parkscheibe zu stellen. Sie fluchte, stieg aus und faltete den Wisch auseinander.
    Zu ihrem Erstaunen musste sie feststellen, dass es sich lediglich um eine Notiz handelte:
    'RUFEN SIE FRAU SCHRANKMANN AN! SIE HABEN IHRE MÖRDER DER ARCHITEKTIN! MANCHE DINGE SIND NICHT FÜR JEDERMANN BESTIMMT!'
    Anna sah sich um, aber bis auf ein paar Schwestern und ein paar Leute, die die Klinik verließen und betraten, war niemand zu sehen. Anna laß die Notiz erneut. Sie dachte an den Mann im Aufzug und daran, was Tom und Semir ihr erzählt haben. Sie setzte sich in ihr Auto. Ihre Hände fühlten sich kalt und klamm an, als sie die Nummer der Staatsanwaltschaft wählte.
    "Büro der Staatsanwaltschaft. Was kann ich für Sie tun?" meldete sich die Stimme vom Empfang.
    "Ja, meine Name ist Anna Engelhardt, Kripo Autobahn, ich möchte gerne Frau Schrankmann sprechen."
    "Einen Moment bitte, ich verbinde Sie."
    Dann ertönte eine Melodie, mit einer Stimme vom Band, die daraufhinwies, dass der Teilnehmer verbunden wird. Die Sekuden kamen Anna wie Stunden vor, bis endlich eine weibliche Stimme zu hören war.
    "Schrankmann..."
    "Guten Tag, Frau Schrankmann, Engelhardt, Kripo Autobahn..."
    "Ach Frau Engelhardt, ich habe schon versucht, Sie zu erreichen, aber man teilte mir mit, Sie wären außerhalb unterwegs..."
    "Ja, ähm...Frau Schrankmann, ich habe eine Notiz erhalten, ich sollte Sie anrufen."
    "Ach ja?" Frau Schrankmann war für einen Moment überrascht, aber dann begann sie von den Geständnissen der beiden Verdächdigen zu berichten und gratulierte Anna zu dem erfolgreichen Zugriff, nicht jedoch ohne es zu versäumen, auf die unerwünschten Eigenmächtigkeiten von zwei gewissen Kripobeamten tadelnd aufmerksam zu machen.
    Nach dem Gespräch, war Anna wie erschlagen. Die Ereignisse des vergangenen Tages kreisten ihn ihrem Kopf. Mit einem Mal war ihr Beschützerinstinkt geweckt und sie wußte, was sie zu tun hatte.

  • Sie stieg aus und ging zurück ins Klinikgebäude.
    Vor dem Zimmer des Chefarztes stoppte sie kurz und klopfte an.
    "Herein..ach Frau Engelhardt. Was kann ich für sie tun. Ihren beiden Beamten geht es ja doch shcon ganz gut, soweit ich gesehen habe."
    "Ja, das ist es nicht Prof. Köhler. Ich habe ein anderes Anliegen. " sie erläuterte kurz den Besuch des Unbekannten und ihre Vemrutungen.
    "Gut, wenn sie meinen, dass die beiden hier nicht sicher sind, verlgen wir sie natürlich gerne. Die Namen können im Computer geändert werden , kein problem. ich werde alles in die Wege leiten"
    er gab ihr zum Abschied die Hand.


    Draussen vor der Türe atmete sie tief durch. So, das wäre erledigt. Nun würde sie sich um Sandy kümmern.

  • Eine gute halbe Stunde später stand sie vor Sandys Wohnung. Ihre Nichte strahlte sie an, aber das Lächeln erstarb, als Anna ihr kurz erzählte, dass die Gefahr noch nicht ganz vorrüber sei und sie in eine Schutzwohnung müsste.
    "Du denkst, die Typen könnten uns etwas antun?"
    "Es ist nur eine Vorsichtsmaßnahme. Die beiden haben ein umfassendes Geständnis abgelegt, und wenn wir uns raushalten, dann ist die Sache ausgestanden. Aber ich möchte kein Risiko eingehen."
    Sandy sah ihre Tante wenig begeistert an.
    "Hör mal, diese Typen hätten vermutlich Dich umgebracht, ohne Skrupel, und wer auch immer dahintersteckt, hat jetzt Tom und Semir eindringlich gebeten, sich daraus zu halten und mein Büro wurde samt den Beweisen angesteckt."
    "Na dann gibt doch Ruh, ihr habt doch die Mörder und ein Geständnis, was wollt ihr denn noch? Weder Du noch Tom oder Semir können die Welt retten..." Sandy war sauer. Anna konnte die Gefühle nachempfinden, denn in ihr sonst so beschauliches Leben war das jetzt wie eine Katastrophe.
    "Ich bleibe hier...hör auf, Phantomen hinterher zu jagen, dann werden die auch Ruhe geben, wer die auch immer sind."
    "Ist das Dein letztes Wort?" wollte Anna wissen. Sandy nickte nur.


    Vor dem Gebäude fuhr sich Anna durch die Haare. Dann griff sie zu ihrem Handy und beorderte eine Zivilstreife zur Überwachung. Auf dem Weg zur Past, dachte Anna über Sandys Worte nach. Sie konnte wirklich nicht die Welt retten. Sie wollte den Fall ruhen lassen und abwarten, auch wenn das nicht unbedingt in ihrer Natur lag.

  • Tom und Semir wunderten sich über ihre Verlegung , aber als der Prof. von Annas besorgtem Blick und Gespräch erzählte waren sie sich einig.
    "Die glabt uns scheinbar doch, mit unserem rätslhaften Besucher. Warum nur hat sie uns nichts mehr gesagt?"
    "Na Partner, ist doch klar. Irgend etwas geht da vor sich und wir müssen langsam dahinter kommen was. "Semir setzte sich auf und schielte nach seinen Sachen.
    "Komm nicht auf dumme Gedanken, Semir. Ich seh was du vorhast."
    "Ich? Gar nix... aber ehrlich. Es wird sicher nicht auffallen, wenn ich mal kurz weg bin, oder?"

  • "Semir? Was heißt denn kurz für dich? Eine Stunde, zwei oder gar drei Stunden? Was erzähle ich dem Arzt wenn er nach dir fragt?" Semir grinste und zog sich an. "Dir fällt schon was ein." Schon war er weg.

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    Beethoven wurde taub
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  • "Mein Gott, kann das denn so schwer sein? Lass dir was einfallen und gut ist. ich fahr jetzt ins Labor und schau mich dan och mal um. Dann zu Hartmut, da kann ich ungesehen an den Rechner. Vielleicht finde ich ja heraus, wr unser netter Besucher war" schon war Semir aus der Türe und Tom liess sich müde und erschöpft in die Kissen sinken. Wie gern wäre er jetzt hinterher, sah aber ein, dass das keinen Sinn machen würde in seinem Zustand.

  • Semir schlich über den Krankenhausflur zu dem Fahrstuhl. In der Kabine atmete er erst einmal tief durch. Er war zwar Polizist, aber sein Herz klopfte auf Aufregung. Nicht wegen der Gangster, aber das Gefühl, an einer ganz großen Sache dran zu sein. Und er würde sich nicht aufhalten lassen.
    In der Lobby angekommen, durchquerte er sie so schnell und unauffällig wie nur möglich, aber weder Pflegepersonal noch irgendjemand, der sich sonst dort aufhielt, nahm Notiz von ihm.
    Vermutlich ist es nur die innere Anspannung, redete sich Semir ein.
    Erst als er draußen war, bemerkt er, dass er das wichtigste überhaupt vergessen hatte: Sein Wagen wurde vermutlich zur Past gebracht und nun stand er ohne Fahrzeug da.
    Er entdeckte unweit von ihm ein Taxistand, aber statt der Geldbörse fand er nur den Dienstausweis.
    "Verdammter Mist!" fluchte Semir und überlegt fieberhaft, was er machen könnte. Ein Fahrzeug zu stoppen wäre blödsinn, denn dann wüsste die Chefin ziemlilch bald über seine Aktion bescheid. Also beschloss er, das Taxi für seine Zwecke einzusetzen. Er ging auf das erste Fahrzeug in der Reihe zu, in der Hoffnung, das der Fahrer mitmachen würde.
    Semir klopft an das Fenster der Fahrerseite. Der Mann, blickte von seiner Zeitung auf, ließ das Fenster runter und fragte:
    "Wo soll´s denn hingehen, junger Mann..."
    "Tja, das ist ein wenig schwieirig...Gerkhan, Kripo Autobahn...ich brauche Sie und Ihr Fahrzeug für einen Einsatz." Semir hielt ihm den Ausweis hin. Der Fahrer sah abwechselnd zu Semir und dann zu der kleinen laminierten Karte.
    "Das kann ja jeder behaupten...ohne Penunse nix drin." Er wollte schon das Fenster wieder schließen, als Semir ihm dann mit der Mitleidstour kam.
    "Hören Sie, normalwerweise habe ich einen Dienstwagen, aber der ist zu auffällig..."
    "Und Sie denken, meine Taxe hat ne Tarnkappe?"
    "Nein, aber jemand, der mit einem Taxi vorfährt, wird nicht gleich für einen Polizisten gehalten. Außerdem sind Sie mittendrin in den Ermittlungen, es geht um Leben und Tod. Es ist wirklich ernst, sonst würde ich Sie nicht daraum bitten."
    Der Taxifahrer überlegte. Sein Verhalten amüsierte ihn schon ein wenig, und nachdem seine Schicht eh gleich rum und seine Neugierde geweckt war, ließ er sich darauf ein.
    "Ok, steigen Sie sein...meine Schicht ist eh gleich rum."
    Semir war erleichtert und nahm auf der Rückbank Platz. Der Fahrer meldete sich von der Zentrale ab. Nach ein paar Minuten hielten sie auf einem großen Parkplatz.
    "Was machen wir hier?" Semir war irritiert.
    "Das hier ist ein Wechselplatz. Wir tauschen nur eben das Fahrzeug", klärte er ihn auf. "Ach ja, ich bin übrigens Heinz...da drüben, der Opel Omega, das ist mein Privatwagen."
    "Semir" gab er knapp aber erleichtert zur Antwort und schüttelte ihm auf dem Weg zum Wagen die Hand.
    "So, dann erzählen Sie mal. Ich bin schon lange genug als Taxifahrer unterwegs und merke genau, das da etwas nicht stimmt."
    "Tja, so genau wissen wir das selber nicht...es fing alles mit einem Verkehrsunfall an, der aber immer mysteriöser wurde. Im Moment haben wir nur Vermutungen und Indizien, dass es sich um irgendeine Schweinerei im Bereich der Pharma handeln muss, aber je mehr wir ermittelten um so mehr gerieten wir in die Schusslinie. Irgendjemand will da etwas verbergen. Das ganze zieht immer weitere Kreise. Man ist sogar an uns herangetreten, das wir uns aus dem ganzen raus halten sollen."
    "Deep Throat, was?"
    Semir verstand die Anspielung nicht ganz.
    "Na, Watergate..."
    Nun verstand auch Semir und musste lachen: "Na ja, ich glaube, so spektakulär wird es nicht werden." Aber insgeheim machte er sich so seine Gedanken und fand nach den jüngsten Ereignissen die Idee gar nicht so abwägig, das Leute dahintersteckten, die sonst in irgendeiner Weise politisch engagiert sein müssten.
    "Ok, Semir, dann vermiesen wir mal ein paar Leuten gründlich den Tag." Heinz startete den Motor und schlug den Weg zum Labor ein.



    Etwa zur gleichen Zeit stand der mysteriöse Mann am Fenster eines vornehmen Herrenhauses außerhalb von Köln. Er sah nachdenklich aus. Ihm gefiel die Richtung nicht, in der sich das ganze Projekt bewegte. Er war kein Freund von Gewalt und das bereits deswegen Menschen zu Schaden gekommen sind, berietete ihm größtes Unbehagen. Alles schien sich verselbständigt zu haben. Der Minister verfolgte höhere Interessen, wollte das ganze aber unter absoluter Geheimhaltung gewußt haben und war bereit, dafür Opfer zu bringen.
    Er hoffte nun inständig, dass sein Auftritt im Krankenhaus ausreichend war und die beiden Beamten sich von den Ermittlungen fernhalten würden. Er wollte nicht noch mehr Tote oder Verletzte.
    Seine Angestellte riss ihn aus den Gedanken.
    "Entschuldigen Sie, ein Gespräch für Sie."
    "Danke...ich nehme es hier entgegen."
    Nachdem die junge Frau den Raum verlassen hatte, nahm der den Höhrer ab.
    "Ja, Herr Minister...es ist alles geregelt. Die Polizei hat zwei geständige Mörder und es wird keine weiteren Ermittlungen geben...ja, sicher...ich verstehe...Auf Wiederhören."
    Der Mann war blass, als er auflegte. Der Minister hatte klare Anweisung gegeben: Der Schutz des Projekts genoss höchste Priorität.

  • Semir fuhr mit Heinz zum Labor. „Heinz…warten Sie bitte hier draußen. Ähm…haben Sie ein Handy?“ Heinz nickte. „Okay…. sobald jemand kommt warnen Sie mich. Es dauert sicher nicht lange. Ich muss nur eben was überprüfen.“ Heinz nickte. Semir gab ihm seine Handynummer und verschwand ins Gebäude.


    „Sandra… ich muss noch mal weg.“ Sagte der Minister und verschwand. Seine Sekretärin sah ihm nur verwundert nach. Er stieg in seinen Wagen als er einen Anruf bekam. „Einer der beiden Polizisten ist aus dem Krankenhaus verschwunden.“ „Was? Wie konnte das denn passieren? Wieso haben die anderen denn nicht aufgepasst?“ „Nur keine Angst…. Heinz ist mit ihm unterwegs. Allerdings weiß der Bulle nicht, das Heinz einer von uns ist.“ „Gut… Heinz soll ihn bewachen und sobald der Junge wieder im Auto ist, ihn sicher unterbringen.“ „Ich geb es weiter.“

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  • Semir stand vor dem Gebäude, er blickte noch einmal zum Opel zurück. Er wusste nicht einmal warum, es war wie eine innere Eingebung. Er sah, wie Heinz telefonierte. Unter normalen Umständen hätte er sich nichts dabei gedacht, aber nach den letzten Vorfällen war er misstrauisch geworden. Semir kam der Gedanke, dass der Taxifahrer engagiert worden war, um ihn und Tom im Auge zu behalten, nur bestimmt nicht aus reiner Nächstenliebe. Er hatte das Gefühl, in der Falle zu sitzen.
    Er betrat letztendlich das Gebäude um nach Spuren zu suchen. Es war dunkel und durchwühlt. Überall lagen Papiere und Glassplitter von zerbrochenen Reagenzgläsern und anderen Gefäßen auf dem Boden. Er ging in den hinteren Teil des Labors. Er durchsuchte die verschiedenen Räume, traf dort aber auch immer wieder auf dasselbe Chaos.
    Er ahnte, dass dies weder das Werk von SEK noch der Spurensicherung war, sondern von denen, die schon ein paar Mal versuchten, sie umzubringen.
    Er betrat das letzte Zimmer. Auch hier bot sich ihm ein Schlachtfeld. Es schien eine Art Büro zu sein. Sein Blick fiel auf den Monitor, der noch ganz war, allerdings fehlte der Rechner.
    "Mist, verdammter", fluchte Semir.
    Vom Schreibtisch aus fiel sein Blick auf ein Bild. Es wirkte wie abstrakte Kunst und wollte es schon ignorieren. Aber dann kam es schoss es ihm wie ein Blitz durch den Kopf, dass dies das einzige Zimmer war, in dem ein Bild hing. Die beiden anderen Büros waren karg eingerichtet, von den Laborräumen mal zu schweigen.
    Semir nahm das Bild von der Wand. Er betrachte es von allen Seiten, befühlte es und stieß letztendlich auf eine fast nicht zu tastende Unebeneheit. Er öffnete den Rückteil des Bildes und zog einen Umschlag heraus.
    Semirs Hände zitterten als er ihn öffnete und dort Unterlagen vorfand. Ein Teil enthielten Formeln und Zeichen, die ihm fremd waren, aber zwei Dokumente enthielten klare Anweisungen zur Forschung neuer Energiequellen und trugen das Siegel der Landesregierung. Dann zog er ein Bild heraus. Es war ein Gruppenfoto. Die Gesichter kannte er nicht, aber nach der Aufmachung mussten es Leute in höheren Positionen sein. Ein Mann fiel ihm besonders auf: Es war diegleiche Person, die ihm im Krankenhaus aufgesucht hatte.
    Hastig räumte er die Unterlagen und das Foto wieder in den Umschlag und griff zu seinem Handy. Langsam hielt er sich selber für paranoid, aber er öffnete das Telefon und überprüfte es nach Wanzen, auch wenn er als Polizist wusste, das man ihn auch anders abhören konnte. Er überlegte, dann entschied er sich, erst einmal den Umschlag an einen sicheren Ort zu verstecken. Er stopfe den Umschlag lautlos in Prospekthüllen und vergrub ihn dann in den Blumenkasten, der sich auf dem Fenstersims befand. Er war unbeobachtet, da sich hinter dem Gebäude nur ein großes Feld befand ohne jegliches Busch oder Baumwerk. Dann rief er Tom. Er wusste, wenn jemand ihn verstehen würde, dann er.
    "Kranich."
    "Ja, hallo Tom, ich bin´s..."
    "Semir, wo steckst Du denn? Bald ist Visite..."
    "Ja, hör mal ich bin im KÖLNER Labor...war ne Finte...hier könnten HINZ und KUNZ dringewesen sein. Hier sieht es aus, als hätten hier 101 MANTAFAHRER eine Party gemacht. Ich mache mich jetzt auf den Weg...sag der Chefin bitte nichts. Bis gleich."
    Semir legte auf und er hoffte, Tom hätte die Anspielung mit dem Namen und der Betonung der Nummer verstanden.



    Tom legte auf. Er schüttelte den Kopf und meinte erst, das wäre eine Folge der vielen Medikamente. Aber irgendwie kam ihm das Gespräch komisch vor und er wurde das Gefühl nicht los, dass sein Partner log. Und das mit voller Absicht. Er ließ sich noch einmal durch den Kopf gehen, was Semir gesagt hatte und vor allem, wie er manche Worte betont hatte.
    Dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.
    Er rief die Chefin an. Das Donnerwetter konnte er sich vorstellen, aber das war ihm egal.
    "Engelhardt?"
    "Hallo Chefin, hier ist Tom..."
    "Tom, wie gibt es?"
    An ihrer Stimme konnte er feststellen, dass sie ahnte, dass er nicht nur zum Vergnügen anrief.
    "Chefin, ich erkläre es ihnen später...Semir ist in Gefahr...ich glaube, er hat etwas im Labor gefunden und vermute, er ist mit einem Opel unterwegs...vermutliches Kennzeichen: K-HK 101. Wahrscheinlich ist er nicht alleine."
    "Tom, was geht da vor?" Annas hörte sich alles andere als begeistert an.
    Chefin, bitte, geben Sie eine Fahndung raus...und schicken Sie Hotte und Bonrath her, sie sollem mich abholen, aber diskret...so wie sich das hier entwickelt hat, werden die uns sicher beobachten."
    "In Ordnung Tom, wir werden uns etwas einfallen lassen. Ich gebe inzwischen die Fahndung raus."
    Nachdem das Gespräch beendet war, zog sich Tom langsam an. Das die Wunde schmertzte, ignorierte er.

  • Semir verließ das Gebäude. Er war neugierig und wollte wissen wer dahinter steckte. Seine Ahnung Heinz könnte etwas mit den Leuten zu tun haben, könnte sich nun als Vorteil erweisen. Er wollte das Risiko eingehen. Semir stieg in den Wagen von Heinz. Dieser sah ihn an. "Und?" "Tja.... hier ist nichts zu finden." meinte Semir und machte einen enttäuschten Eindruck. "So ist das halt. Den ehrlichen Leuten wird das Leben schwer gemacht." gab Heinz sein Kommentar ab. "Wohin?" "Zurück zur Klinik. Ich muss mit meinem Kollegen sprechen." Heinz nickte und fuhr ab. Semir beobachtete ihn genau. Er hatte zwar keine Waffe bei sich, aber wenn Heinz falsch spielen sollte, dann wird er es sicher bald erfahren.

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  • Wenig später waren Anna, Hotte und Dieter bei Tom in der Klinik, und versuchten, ihn zu überreden, sich wegen seiner Schussverletzung zu schonen und das Krankenhaus nicht zu verlassen.
    "Tom, Sie sind nicht in der Lage so zu handeln, wie sonst, sehen Sie das doch ein...außerdem, auch wir verstehen zu spielen und werden diesen Typen mal gehörig in die Suppe spucken. Ein Team ist vor Ort und dursucht das Labor. Was auch immer Semir gefunden hat, er wird es nicht bei sich haben. Das andere Team hat den Opel gesichtet und hat sich unauffällig an seine Fersen geheftet. Andrea verfolgt den Wagen per Handyortung."
    Tom sah nicht glücklich aus. Er fühlte sich hilflos, wollte vor Ort sein und helfen. Stattdessen war er hier und sein Partner womöglich in Gefahr.


    Annas Handy klingelte und alle Beteiligten blickten gespannt auf Anna.
    "Sehr gut, prima. Sie wissen Bescheid, was Sie tun sollen...ok, bis dann."
    Sie blickte strahlend in die Runde. Es amüsierte sie, dass jeder vor Neugier schier zu platzen schien.
    "Das war Hartmut...sie haben die Unterlagen gefunden und anstelle etwas anderes deponiert. Der Inhalt ist in Sicherheit und wird dem Ministerpräsidenten übergeben werden..."
    "Was ist, wenn er dahintersteckt?" Tom war entsetzt. "Nein, auf keinen Fall, er hat bereits selber eine interne Ermittlungskommission ins Leben gerufen, aber bisher ohne Ergebnis...er hat uns freie Handlungsbefugnis erteilt."



    Hartmuth, zwei seiner Kollegen und Siggi beobachteten voller Freude, wie zwei hustende Männer aus dem Gebäude flüchteten und draußen von Einheiten des SEK festgenommen wurden. Dann fuhren sie zurück zur Past, die wertvollen Unterlangen gesichert in einem feuerfesten Metallkasten, um von dort direkt zum Ministerpräsidenten per Heli gebracht zu werden.



    Semir beobachtete Heinz von der Seite. Er wirkte nicht mehr so gesprächig, es war eher, als würde er auf etwas warten.
    "Hey, zur Klinik geht es aber da lang..."
    "Ist schon ok, ich kenne da eine Abkürzung..."
    "Alles in Ordnung, Heinz?"
    Heinz hörte gar nicht richtig zu. Er warete auf den Anruf seiner Kollegen, die inzwischen mit dem Labor fertig sein müssten. Irgendetwas musste schief gegangen sein, dachte er bei sich. Also würde er zu Plan B wechseln.
    Weder er noch Semir bemerkten, dass sie verfolgt wurden.


    "Cobra 3 für Cobra 1..."
    "Cobra 1 hört..."
    "Der verdächtige Opel fährt in Richtung Zubringer A4."
    "Gut, bleiben sie dran...Zugriff erst auf mein Befehl...Cobra 1 an alle Einheiten...sofortige Räumung der A4 und Sperrung aller Auf- und Abfahrten."

  • "Heinz? Wo fährst du denn hin?" "Nur keine Angst.... ich bringe dich zurück. Sicher... Genieße die Fahrt." Er sah in den Spiegel und leider bemerkte er nun den Verfolger. Er fluchte leise. Semir sah ihn an. "Was ist denn?" "Nichts.... du siehst ziemlich blass aus." "Nee... ist alles gut. Mir ist nur etwas schwindelig." "Na dann schließ doch die Augen" Heinz gab Gas. Was Semir nicht sah, war das Heinz die Zentralverrieglung aktiviert hatte. Semir schloss die Augen.


    Tom sah Anna an. "Was wenn Ihr Plan nicht klappt? Ich meine Semir ..." Anna nickte. "Ja ich weiß. Aber wenn unser lieber Herr Gerkhan nicht einmal auf mich hören kann, was ja keine Seltenheit ist, würde meine Arbeit sicher leichter fallen. Erneut bekam sie einen Anruf. Diesmal von den Leuten die Semir verfolgten. "Es tut uns leid. Wir sind in einem Unfall verwickelt worden. Der Wagen ist entkommen." "WAS? Wie konnte das denn passieren?" Anna fluchte. Tom sah sie an. "Was isst denn?" fragt er. Anna schüttelte den Kopf. "Nichts. Nur eine kleine unerwartete Änderung." Sie drehte sich um und verließ den Raum. "Chefin...bitte. Ich will mit." "Nein! Sie bleiben hier. Wenn ich Sie einschließen muss, dann werde ich es tun. Ist das angekommen?" Tom nickte.

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  • Anna war froh, dass sie sämtliche Ab- und Auffahrten hatte sperren lassen. So rief die Bereitschaft und einige Einheiten der Stadtpolizei zusammen. Dank der Rundmeldung des Ministerpräsidenten wussten die Beamten bescheid. Sie hoffte nur, dass Semir da wieder heile rauskommen würde.


    Heinz beschleunigte sein Tempo und Semir stellte fest, dass sie in Richtung A4 fuhren. Semir entschied sich für den Ausstieg. Er war kein Feigling, aber er wollte nicht als Fischfutter oder im Fundament eines Hauses. Aber er ahnte, dass etwas in dieser Art eintreten würde, wenn er nicht ganz schnell verschwinden würde und so zog er am Öffner, doch die Tür regte sich nicht. "Mist, verdammter..."
    "Kneifen gilt nicht..." meinte Heinz nur. "Jetzt wird es richtig lustig...Deine Kollegen sind auch da
    Semir hörte nicht hin und zog ein zweites Mal de Türöffner und löste somit die Verrieglung wieder. Er drückte die Tür auf und ließ sich fallen.
    Heinz, der ihn noch aufhalten wollte, bemerkte nicht, dass er in den Gegenverkehr steuerte.

  • Semir kam sehr unsanft auf und rollte an den Straßenrand. Benommen blieb er liegen. Das nächste was er hörte, war ein lauter Knall und das knirschen von Metall. Ein Polizeiwagen hielt vor ihm. Siggi stieg aus und zog Semir vorsichtig hoch. "Bist du okay?" Semir sah ihn an und nickte nur. Er stellte sich hin, sackte jedoch zusammen. Sein Fuß tat ihm weg. "Aua!" stieß er aus. Siggi sah ihn besorgt an. "Okay... bleib sitzen. Ich ruf die Ambulanz. Die haben hier eh was zu tun." Semir sah ihn fragend an. Siggi deutete auf die Straße. Erst jetzt sah Semir, das der Wagen von Heinz mit einem LKW zusammen gestoßen war.

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  • In Semirs Kopf drehte es sich, langsam machte sich der Stress körperlich bemerkbar. "Das Labor....im...Labor...der Umschlag...", stammelte Semir. Er hielt sich den Kopf und versuchte erneut etwas zu sagen. Hartmuth setzte sich neben ihm.
    "Alles ok, Semir, der ist in Sicherheit und die Typen, die alles aufräumen wollten, haben wir auch."
    Dann wurde sackte Semir weg.
    "Semir? Hey, wach auf...mach keinen Scheiß..."
    Ein Sanitäter kam auf Semir und Hartmuth zugelaufen und überprüfte die Vitalwerte. "Keine Angst, er atmet noch."
    Hartmuth war selber kurz vor einer Ohnmacht als er das Chaos um sich herum betrachtete.
    Inzwischen traf auch Anna ein. Sie hatte von dem Unfall über Funk erfahren.
    Sie rannte zu Semir und stellte erleichtert fest, dass er noch lebte und scheinbar keine Verletzungen hatte.
    "Engelhardt, ich bin seine Vorgesetzte, was ist mit ihm?"
    Der Notarzt sah kurz auf und meinte dann sachlich: "Ein paar Prellungen und vermutlich ein Schock. Alles weitere erfahren Sie in der Klinik."
    Anna nickte und wandte sich dann an Hartmuth und Siggi.
    "Sie haben die Unterlagen?" Als beide zufrieden nickten, fügte sie hinzu:
    "Gut, dann machen wir uns gemeinsam damit auf den Weg zum Ministerpräsidenten."

  • Tom wußte nicht das Semir sicher innerhalb der nächsten Augenblicke wieder bei ihm sein wird. Allerdings nicht ganz freiwillig. Anna kam zu ihm. "Semir ist außer Gefahr. Er ist gleich hier." Tom sah sie an. "Was ist denn passeirt?" "Nichts... Semir wollte nur nicht warten bis der Wagen anhält und hat es vorgezogen während der Fahrt auszusteigen. Aber keine Angst... er ist nicht verletzt."


    Semir wurde ins Krankenhaus gebracht. Er kam unterwegs zu sich und wollte sich aufsetzten. Der Pfleger drückte ihn zurück. "Bleiben Sie bitte liegen." "Was...ja sicher..." Semir lehnte sich zurück.

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  • Am Abend und viele Untersuchungen später lag Semir wieder neben Tom im Zimmer. Er wirkte erschöpft. Tom grinste. "Lass es aber nicht zur Gewohnheit werden, mitten in der Fahrt auszusteigen."
    Semir schloss genervt die Augen. "Lach Du ruhig. Fahr mal mit einem potenziellen Killer mit."
    "Schon klar...Der Typ hat die Aktion nicht überlebt, ist noch am Unfallort gestorben."
    Semir stöhnte, er glaubte schon, das wieder alles verloren ist. Dann fiel ihm aber wieder das Labor und der Umschlag ein.
    "Hey, Partner, immer langsam mit den jungen Pferden...die Chefin hat mir erzählt, dass sie die Unterlagen gefunden haben. Sie ist jetzt beim Ministerpräsidenten."
    Semir sah ihn ungläubig an. Tom grinste vor sich hin.
    "Na ja, war nicht einfach, aber ich habe Dein chiffriertes Telefonat doch verstanden."
    "Oh Gott sei dank", kam es aus Semirs tiefsten Innersten und sank erleichtert in die Kissen zurück.

  • "Aber Frau Engelhard... das ist doch wirklich absurd. Ich meine Spionage in unserem Land... Das ist doch lächerlich." Anna schüttelte den Kopf. "Hören Sie, ich habe eindeutige Beweise dafür." "Beweise? Was sagen die denn schon aus? Dort steht keine Name von irgendjemanden. Und die Bedrohung die ihren Beamten gegenüber gemacht wurden... wer weiß was die beiden genommen oder bekommen haben, dass sie sich dass vielelicht nur ausdenken." Anna sah ein, dass es keinen Sinn hatte sich mit dem Mann zu unterhalten. "Geben Sie mir einfach die Erlaubnis, den Mann, der im Verdacht steht zu vernehmen und dessen haus zu durchsuchen." Der Ministerpräsident schüttelte den Kopf. "Sie vergessen die diplomatische Imunität."

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  • Doch Anna ließ nicht locker.
    "Sie haben aber doch selber gesagt, sie vermuten illegale Machenschaften in den eigenen Reihen. Sie haben mir freie Hand gelassen und die Einsätze der Kollegen unterstützt."
    Der Ministerpräsident wurde nachdenklich: "Ja, das habe ich...ich denke aber nach wie vor, dass es sich hier nicht um Spionage handelt..."
    "Aber...?" Anna beugte sich vor. "Wegen dem Inhalt dieser Unterlagen musste eine Frau sterben, meine Beamten wurden bedroht. Einer meiner fähigsten Beamten hat diese Unterlagen sichergestellt."
    Der Ministerpräsident sah sich die Dokumente noch einmal durch. Dann runzelte er die Stirn.
    "Diese Schreiben sind eindeutig nicht von mir, da bin ich mir sicher...was diese anderen Unterlagen angeht, tja, was soll ich sagen...damit werden sich die Experten auseinandersetzen müssen. Sollte es sich hierbei um eine neue Form der Energie handeln, wie ihr Fachmann meint, dann sollten wir sie für die Menschheit und nicht zum Profit weiterentwickeln."
    Dann fiel sein Blick auf das Gruppenbild und schwieg, sein Blick wurde ernst. Anna entging sein Gesichtsausdruck nicht und sprach ihn direkt an.
    "Frau Engelhardt...dieses Bild war auch mit dabei?"
    "Ja, alles was sie hier sehen, stammt aus dem Umschlag im Labor."
    "Dann haben wir es hier nicht mit Spionage zu tun, aber mit einer ungeheuren Gier nach Macht und Profit." Er deutete auf einen der Männer. Anna erkannte ihn wieder. Es war jener Mann, der sie im Aufzug angerempelt hatte.
    "Dem bin ich schon einmal im Krankenhaus begegnet..."
    "Wissen Sie, dieser Mann ist einer meiner engsten Vertrauten, fast schon ein Freund. Wir haben beide um das gleiche Amt kandidiert, aber er unterlag. Das ist schon Jahre her. Es war ein Posten mit einer Menge Einfluss und er ließ nichts unversucht. Danach verschwand er und meldete sich wieder, als ich Ministerpräsident wurde. Er hatte sich verändert, so empfand ich es, er war friedlicher und hatte gute Ideen und immer einen wachen Verstand. So kann man sich täuschen."
    "Was werden Sie nun in dieser Angelegenheit unternehmen?"
    Der Ministerpräsident schwieg eine Weile, betrachtete sich das Bild und meinte dann: "Sie bekommen die Erlaubnis zur Durchsuchung."



    Tom und Semir lagen noch lange wach, sie grübelten, ob ihre Chefin etwas erreichen würde, als Toms Handy klingelte. Beide schreckten zusammen.
    Tom sah den Namen der Chefin auf dem Display und meldete sich.
    "Tom, ich habe eine Erlaubnis zur Durchsuchung und einen Namen. Ich werde Sie beide über den weiteren Verlauf in Kenntnis setzen, aber unter einer Bedingung...Sie bleiben beide bis zur ihrer regulären Entlassung in der Klinik."
    Tom willigte wenig begeistert ein, aber dennoch war er froh, dass sich die Ermittlungen gelohnt hatten und erzählte Semir davon.

  • Nur kurz darauf betrat Anna mit einer ganzen Truppe in das HAus den Mannes ein, dessen Namen sie vom Minister bekommen hat. "Sie sind Erwin Reib?" fragte sie den Mann, der sie verblüft ansah. Er nickte. "Sie sind verhaftet." sagte Anna und ließ dem Mann die Handschellen anlegen. "Ach und warum bitte?" "Nun fangen wir mit Spionage an. Dann Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Entführung... wollen Sie noch mehr hören?" "Sie wissen doch genau, dass ich diplomatische Immunität genießen." Anna lächelte. "Die wurde soeben aufgehoben. Abführen."

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

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