Staatsanwältin in Not

  • hallo @ Leo 91. Damit du dich nicht langweilst.... hier meine neueste Story. Viel Spass und Feed nicht vergessen :D :baby:


    Staatsanwältin in Not


    Sandra Giersdorf ihrem Vater im Besucherraum von der Vollzugsanstalt „Köln-Ossendorf“ gegenüber. „Es geht alles so wie wir es wollen. Wir werden der Dame zeigen, wer das Sagen hat.“ Sagte sie und sah ihren Vater an. „Sandra. Du bist ein Goldstück. Aber vergiss bitte nicht, wer mich hier reingebracht hat. Es war nicht die Staatsanwältin. Das waren die beiden Autobahnbullen. Gerkhan und Kranich. Die beiden werden dafür bezahlen, hörst du… Ich brauche das Geld, was die mir abgenommen haben, ich brauche es für meine Rache. Die Beiden werden mich von einer ganz anderen Seite kennen lernen.“ Sandra nickte. „Ja Papa. Ich weiß. Ich bin dran. Aber erst müssen wir die Staatsanwältin überzeugen, dass wir es ernst meinen. Ich weiß auch schon wie. Vertrau mir einfach.“ Walter Giersdorf nickte. Er hatte großes Vertrauen in seine Tochter.


    Sabine Wiegand saß mit ihrer Tochter Alexandra auf dem Spielplatz. Sie sah zu, wie ihre Kleine über die Klettergerüste hangelte und rutschte und wie sie mit den anderen Kindern spielte. Es war eine Pracht zu sehen, wie sich die Kleine entfaltete. Sabine war in Gedanken und erschrak kurz, als sich eine Hand auf die Schulter legte. „Hallo Binchen.“ Hörte sie sagen. Sie drehte sich um. „Claudia? Das ist ja ne Überraschung. Was machst du denn hier?“ „Ach ich hab gerade Pause und dachte… geh mal auf den Spielplatz Binchen und Alex sind bestimmt auch da. Bei diesem Wetter.“ Sie lachte. Sabine lächelte ihrer Schwester zu. „Wie geht es euch denn?“ Sabine sah zu Alexandra. „Du siehst ja… es wird wieder. Wenn Basti sehen könnte, wie seine Tochter aufwächst dann wäre es perfekt. Aber leider….“ Claudia nahm ihre Schwester in den Arm. „Ich weiß. Aber dieser Mistkerl ist nun endlich vor Gericht und ich vertrete die Anklage. Der bekommt seine Strafe dafür, dass er die Bank überfallen hat und dafür dass ausgerechnet mein Schwager bei einem Unfall das Leben verlor, den er verursacht hat. Die beiden Beamten werden gegen ihn aussagen.“ Sabine nickte. „Ich weiß. Du tust alles um ihn in den Knast zu bringen. Aber das bringt uns Basti nicht wieder. Ich muss allein klar kommen.“ „Wir schaffen das. Ich bin immer für dich und Alex da. Das weißt du doch.“


    Am frühen Abend verließ Sabine mit Alex den Spielplatz und fuhr heim. Sie machte Abendessen und brachte ihre vierjährige Tochter ins Bett. Das Kind war völlig ausgepowert und schlief schnell ein. Endlich blieb Zeit für sich, dachte Sabine sich und setzte sich vor dem Fernseher um zu relaxen. Sie schlief ein und wurde durch ein Klirren wach. Irritiert setzte sie sich auf. Hatte sie geträumt? Sie ging in die Küche. Alle Fenster waren in Ordnung. Auch im Wohnzimmer und Esszimmer war alles okay. Eine Ahnung, eine böse Ahnung trieb sie in die erste Etage ins Zimmer ihrer Tochter. Sie öffnete leise die Tür und sah ins Bettchen. Es war leer… „nein… Alex? Alex?“ rief sie. Sie ging durch das ganze Haus. Aber ihre Tochter blieb verschwunden. Dann fiel ihr Claudia ein. Sie rief ihre Schwester an. „Claudi… Alex ist weg.“ weinte sie. Claudia versprach umgehend zu kommen. Sabine legte auf. Doch schon darauf klingelte das Telefon. „Ja?“ fragte sie bang in den Hörer. „Hallo Frau Wiegand. Ich habe Ihre Tochter. Wenn sie die Kleine gesund wiederhaben wollen, dann sollten Sie keine Fehler begehen. Rufen Sie Ihre Schwester an und sagen sie ihr, sie soll die Anklage gegen Walter Giersdorf fallen lassen. Wenn nicht, dann wird die kleine Alex zu einem kleinen Engel.“ „Bitte tun Sie ihr nichts. Hallo? Hallo?“


    Claudia Schrankmann saß in ihrem Büro als es klopfte. „Ja bitte?“ rief sie energisch wie immer. „Ah, Herr Gerkhan, Herr Kranich. Nehmen Sie platz.“ begrüßte sie beide Beamte der Kripo Autobahn. „Tag Frau Schrankmann. Sie wollten uns unbedingt sprechen?“ fing Semir an. Schrankmann nickte. „Ja das ist richtig. Ich weiß sonst nicht, wen ich fragen sollte. Also… ich muss etwas ausholen… Möchten Sie Kaffee?“ Tom sah Semir schweigend an dann nickten beide. Sie verstanden die Welt nicht mehr. Die Staatsanwältin war unheimlich freundlich zu den beiden, die sie eigentlich überhaupt nicht ausstehen konnte. „Ähm… bitte verzeihen Sie…. Es geht um Giersdorf.“ Semir sah sie an. „Giersdorf? Walter Giersdorf?“ Schrankmann nickte. „Ja genau um diesen Giersdorf.“ „Wie können wir Ihnen und vor allem wobei helfen?“ fragte Tom, dem das Verhalten von Schrankmann ziemlich suspekt vorkam. Schrankmann lächelte. „Nun, das will ich Ihnen gern erklären… Sie wissen ja, das die Verhandlung, bei der Sie beide als Zeugen aussagen sollen in ungefähr einer Woche stattfindet?“ Semir und Tom nickte. „Gut… das ist nämlich auch das Problem…. Ähm… wo soll ich nur anfangen…“ Die beiden Kripobeamten wussten immer noch nicht woran sie waren. Was wollte die Schranke eigentlich? „Frau Schrankmann. Was wollen Sie? Sie rufen bei Frau Engelhardt an und sagen es wäre sehr dringend das wir sofort bei Ihnen erscheinen, und nun reden Sie um den heißen Brei. Was wollen Sie?“ „Ähm… gut Herr Kranich, Herr Gerkhan. Ich werde erpresst.“ Semir sah Tom an. „Sie werden erpresst? Womit?“ Schrankmann sah beide an. Dann nahm sie ein Bild und legte es auf den Tisch. Semir sah drauf und gab es dann an Tom weiter. „Wer ist die Kleine?“ fragte Semir. Das Bild zeigte ein knapp vierjähriges Mädchen. „Das ist Alexandra Wiegand. Meine Nichte.“ „Ihre Nichte? Hübsches Mädchen.“ „Herr Gerkhan bitte. Meine Nichte ist seit gestern verschwunden. Sie wurde aus dem Haus ihrer Mutter, meiner Schwester, entführt. Kurz darauf gab es einen Anruf, dass sie mich herbestellen sollte. Nun ja…. ich bin hin und ein weiterer Anruf folgte. Ich soll die Anklage gegen Walter Giersdorf fallen lassen, das Geld des Überfalls besorgen und die beiden Beamten der Kripo Autobahn samt dem Geld zu einem Rastplatz bringen. Dort werden das Geld und die Beamten abgeholt. Natürlich unbewaffnet und sogar mit Handschellen gefesselt. Herr Walter Giersdorf soll ebenfalls dabei sein. Wenn nicht…so hat man es mir versprochen…. dann wird meine Nichte den fünften Geburtstag nicht mehr erleben.“ Schrankmann holte Luft.

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  • Semir sah Tom an. „Wie wollen Sie vorgehen? Ich meine…. Die Anklage fallen lassen ist eine Sache, Geld ausliefern ist auch nicht das Problem. Aber ich sehe es schon schwerer an, uns beide dorthin zu bringen und dann auch noch gefesselt mit diesem Giersdorf….“ Schrankmann nickte. „Das ist der Grund, weshalb ich Sie beide hier haben wollte. Sie müssen mir helfen… bitte…“ „Wie stellen Sie sich denn die Hilfe vor? Sollen wir beide uns in die Gewalt dieser Unbekannten begeben?“ „nein…. Natürlich nicht. Also wenigstens nicht beide…“ „Frau Schrankmann…. Das glaub ich nicht. Sie machen uns sonst die Hölle heiß … weil wir uns nicht an die Vorschriften halten. Und nun…was Sie machen ist ja wohl nicht genau nach Vorschrift, oder?“ Schrankmann nickte. „Ja ich weiß Herr Kranich. Aber ich …befinde mich in einer Notlage. Ich kann Sie nicht zwingen, sondern nur bitten.“ Semir wurde nervös. „Frau Schrankmann…. Haben Sie mit Frau Engelhardt über die Sache gesprochen?“ „Ja… und sie sagte mir, das Sie beide es entscheiden müssen. Ich bitte Sie nicht mir zu helfen. Helfen Sie meiner Nichte. Bitte.“ Sie sah Tom flehend an. „bitte…“ sagte sie noch einmal. Tom warf Semir einen Blick zu. Sie spürten die Verzweiflung der Staatsanwältin. Vergessen waren die ganzen Kabbeleien zwischen ihnen und der Frau. Hier ging es um das Leben eines Kindes. Welches für den Stimmungswechsel der Frau absolut nichts konnte. Semir nickte. „Okay, Frau Schrankmann…. Wir übernehmen es.“ Claudia Schrankmann putzte sich verstohlen eine Träne aus dem Gesicht.

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  • Semir und Tom verließen das Büro von Schrankmann. „Hast du gesehen? Die hatte Tränen in den Augen. Die Frau ist sonst so hart und jetzt…“ „Semir… wie würdest du denn reagieren, wenn deine Nichte in Gewalt von was weiß ich für Leuten wären?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Weiß nicht. Hab ja auch keine.“ Tom nickte. „Ja ich weiß. Du Einzelkind. Aber wie wollen wir vorgehen? Wir kennen den Fall von Giersdorf. Der hatte mit vier Komplizen eine Bank überfallen, Geiseln genommen, ist dann über die Autobahn gerauscht und hat dabei einen Autofahrer getötet. Er gehört hinter Gitter. Frau Schrankmann wird ihn sicher nicht gehen lassen. Doch das schlimmste was ihr wohl am meisten stört, ist dass sie sich an uns wenden musste. Nun gut. Die kleine Alexandra kann nichts dafür. Den Typen oder besser gesagt die Typen gehen mir jetzt schon gegen den Strich. Wer Kinder in solch dreckigen Sachen reinzieht, dem…“ Tom nickte. „Ja schon gut. Wir werden anfangen zu planen. Als erstes fahren wir zu der Mutter. Diese Sabine Wiegand.“ Semir nickte. Und schon waren sie unterwegs.


    Sabine hatte den Anruf von Claudia erhalten. Sie wartete darauf dass die beiden Männer zu ihr kamen. Es klingelte und sie lief zur Tür. „Hallo…“ sagte sie nur. „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Mein Kollege Tom Kranich. Frau Schrankmann…“ Sie nickte nur. „Ich weiß schon Bescheid. Kommen Sie bitte rein.“ Sie gab die Tür frei. „Frau Wiegand. Bitte erzählen Sie uns was bisher passiert ist.“ „Nun… gestern war ich mit Alex auf dem Spielplatz. Sie hat den ganzen Tag gespiel und war so… so glücklich. Meine Schwester kam in der Mittagspause und setze sich etwas zu uns. Als es Abend wurde sind wir heim, ich hab die Kleine gebadet und dann ist sie nach dem Essen ins Bett. Sie ist schon beim anziehen eingeschlafen.“ Sie wischte sich eine Träne weg. „dann hab ich ferngesehen und hörte ein Klirren. Ich…ich hab alles abgesucht. Hier unten war nichts, also bin ich hoch und als ich in Alex Zimmer war…das war das Bettchen leer…. ich hab das ganze Haus abgesucht, aber sie war weg. Dann klingelte das Telefon und man befahl mir meine Schwester herzuholen sonst würde meine Kleine … so sagte diese Anruferin… zu einem Engel werden. Sie wollen die Kleine töten….Man hat mir doch schon den Mann genommen, aber bitte… verhindern Sie… das sie meine Tochter…“ Sabine weinte hemmungslos. Semir sah betreten zu Tom. Dieser nahm Sabine in den Arm. „Wir werden alles tun, um Alex wieder zu Ihnen zu bringen.“ Sie nickte nur.

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  • Tom rief Hartmut an um eine Fangschaltung zu installieren. Anna Engelhardt sowie Claudia Schrankmann waren ebenfalls im Haus. Schrankmann hatte die Akte Giersdorf mitgebracht. „Wir wissen, das Giersdorf mit vier Männern die Bank überfallen hat. Sie haben die Angestellten als Geiseln genommen und sind dann auf die Autobahn. Die Beute betrug kanppe dreihunderttauschen Euro. Auf der Autobahn verursachte Giersdorf einen Unfall, bei dem leider auch mein Schwager, Ulrich Wiegand, ums Leben kam. Giersdorf wurde gefasst. Seine Komplizen nicht.“ „Sie meinen dass die Komplizen diese Sache hier inszeniert haben um ihn freizupressen?“ „Ich weiß nicht was ich glauben soll, Herr Gerkhan. Aber ich befürchte es. Und wenn Alex in den Händen von diesen Gangstern ist, dann… gott wenn ich nur daran denke.“ Sie sah zu ihrer Schwester die traurig und irgendwie abwesend auf dem Sofa saß. „Ich muss mich um Sabine kümmern.“ Semir nickte. Das Telefon klingelte. Sabine zuckte zusammen. Hartmut machte ein Zeichen, dass Sabine ran gehen sollte. Sie hob den Hörer ab, Semir griff zum zweiten Hörer und verfolgte das Gespräch, während Tom bei Hartmut stand. „Sie haben Ihre Schwester bei sich, die beiden Bullen und das Geld?“ Claudia nickte ihrer Schwester zu. „Ja… bitte…. Lassen Sie mich mit Alex sprechen? Bitte…“ „Später vielleicht.“ „NEIN! Jetzt. Bitte… seien Sie doch kein Unmensch bitte…“ „Die Kleine schläft im Augenblick, aber es geht ihr gut. Geben Sie mir einen der beiden Bullen.“ Sabine sah Semir an und dieser nickte. Er nahm den Hörer. „Gerkhan.“ „ach sehr gut. Die erste Aufgabe werden du und den Kollege erledigen. Ihr beide bringt mir das Geld und Giersdorf.“ „Wohin?“ „Na nicht so neugierig. Das werdet ihr früh genug erfahren. Wichtiger ist, wo ist Giersdorf?“ „Der sitzt.“ „Dann solltet ihr ihn holen. Ich will dich, deinen Freund und Giersdorf in genau drei Stunden auf dem Rastplatz bei Leverkusen sehen. Du und dein Freund tragen Handschellen. Hände auf dem Rücken. Natürlich keine Waffen. Das Geld vom Überfall wird Giersdorf haben.“ „Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Sie damit durch kommen?“ „Natürlich. Warum denn nicht. Ihre Kollegen werden nichts unternehmen solange wir die Göre haben. Sie werden ebenfalls alles tun, was wir wollen.“ Der Anrufer legte auf. Semir sah Hartmut an, doch dieser schüttelte den Kopf. Das Gespräch war zu kurz. „Mist.“ fluchte Tom.


    „Was wollen wir denn nun machen?“ fragte Sabine ängstlich. Claudia saß neben ihr und hielt ihre Hand. „Die beiden hier werden dir Alex wiederbringen.“ Semir sah den beiden Frauen zu. Bisher hatte er Schrankmann nur als kratzbürstig, herrisch und eingebildet gehalten, doch nun zeigte sie eine Seite, die sie fraulich erscheinen ließ. Liebevoll und besorgt ihrer Schwester gegenüber. „Frau Schrankmann, könnte ich Sie bitte kurz sprechen?“ fragte er leise. Claudia sah ihn an und nickte nur. Sie gingen raus auf die Terrasse. „Frau Schrankmann…. Wir sollten zunächst wirklich tun, was die Erpresser fordern. Zumindest bis Ihre Nichte wieder unversehrt hier ist.“ „Herr Gerkhan. Ich kann Giersdorf nicht freilassen. Der Mann hat…“ Semir sah sie an. „Er hat Ihrer Schwester schon den Mann genommen, er hat ihn umgebracht. Wollten Sie das sagen?“ Schrankmann nickte. „Ja, genau das wollte ich sagen. Aber ich kann von Ihnen und Herrn Kranich nicht verlangen, dass Sie sich in die Hände von diesem …Verbrecher begeben. Das kann ich nicht verlangen.“ „Sie brauchen das auch nicht verlangen. Es geht hier einzig und allein um das Leben eines vierjährigen Mädchens.“ Schrankmann nickte. Sie hatte wieder Tränen in den Augen. Semir legte ihr die Hand auf die Schulter. „Wir werden die Kleine zurück bringen. Versprochen.“ Wieder ein Nicken. „Danke Herr Gerkhan. Vielen Dank.“ Semir nickte und sagte dann „Schon gut.“ Er ging zu Tom.

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  • „Okay, Partner. Bist du bereit?“ „Nee. Ehrlich gesagt nicht. Wer weiß was die Typen vorhaben.“ Semir nickte. Ihm war auch nicht wohl bei der Sache, aber das Leben des Kindes stand an oberster Stelle. „Was sagt Andrea eigentlich dazu?“ „Oh…ähm… der hab ich noch nichts gesagt. Nur dass ich mit dir einen Spezialauftrag übernommen habe. Mehr nicht.“ Tom nickte. „Okay, wie soll es weitergehen?“ „Nun wir werden Giersdorf holen und das Geld. Dann warten wir, dass sich die Erpresser wieder melden. Alles weiter wird sich zeigen.“ Tom nickte erneut. „Ja und, was meinst du werden die machen? Die Kleine einfach laufen lassen?“ „Das werde ich fordern. Wir gegen das Kind.“ „Okay…. Wenn die sich drauf einlassen. Was sagt die Chefin dazu?“ „Es ist unser Einsatz und unsere Entscheidung.“ „Ich verstehe. Nun gut. Ich würde alles tun, um die Kleine zu befreien.“ „Ja ich auch. Gut. Dann sollten wir uns auf den Weg machen und Giersdorf holen.“


    Sandra sah das Mädchen an. „Möchtest du mit mir spielen?“ fragte sie sanft. Das Mädchen schüttelte den Kopf. „Ich will zu Mami.“ sagte sie mit zierlicher Stimme. „Du darfst bald zur Mami. Dir passiert gar nichts. Ich tu dir nichts.“ Zärtlich streichelte sie dem Mädchen über den Kopf. „Na komm. Wir essen was und dann schlafen wir wieder.“ Alexandra nickte. Sie hatte Angst. Aber bisher war die Frau ganz lieb zu ihr und spielte mit ihr. Aber sie wollte unbedingt zur Mami zurück. Die Frau hat erzählt, dass die Mama krank war und im Krankenhaus liegt. Sie wollte solange auf Alexandra aufpassen. Für ihre vier Jahre war das Mädchen zwar sehr aufgeweckt und Sandra musste sehr aufpassen, dass die Kleine das Haus nicht verließ. Alle Türen waren verschlossen und die Fenster waren verklebt. Alexandra hatte ein Zimmer für sich allein. Ein Bettchen mit ganz vielen Kuscheltieren und Spielsachen. „Wann kommt Mami denn wieder?“ fragte Alexandra. Sandra sah sie an. „Bald meine Kleine, bald. So und nun essen und dann schlafen, okay?“ Alexandra nickte.


    Am Nachmittag waren Semir und Tom mit Giersdorf und dem Geld in der Wohnung von Sabine Wiegand. Sie selbst war mit Anna Engelhardt und Claudia Schrankmann in der Wohnung der Staatsanwältin, weil sie es ihrer Schwester nicht zumuten wollte mit dem Mörder ihres Mannes unter einem Dach zu sein. Semir ging ans Telefon als es klingelte. „Ja?“ „Sie haben Giersdorf und das Geld?“ „Ja.“ „Sehr gut. Okay, zum nächsten Punkt. Du wirst mit deinem Kollegen, dem Geld und Giersdorf jetzt nach Leverkusen fahren. Du hast genau eine knappe Stunde Zeit. Das ist zu schaffen. Also…ach und vergiss nicht die Handschellen mitzubringen.“ „Wo ist das Mädchen?“ „Sie ist in Sicherheit. Der kleine Engel schläft gerade. Sie wird auf dem Rastplatz ausgetauscht.“ „Okay…. Wir fahren los.“ Der Anrufer legte auf. Semir sah Tom an dann Giersdorf. „Wer will Sie befreien?“ fragte Tom. Giersdorf lachte. „Was weiß ich. Ich habe sehr viele Freunde. Und wir sollten machen das wir loskommen.“ Semir nickte nur. Er wollte sich nicht mit diesem Mann anlegen. Sie verließen die Wohnung und Tom trug das Geld zum Wagen. Giersdorf und Tom saßen hinten. Semir am Steuer. Sie fuhren los. Vierzig Minuten später waren sie auf dem Rastplatz. Giersdorf grinste Tom an „Dann wollen wir mal. Wo sind die Handschellen?“ Tom griff nach hinten in die Tasche und gab die Handschellen an Giersdorf. Dann ließ er sich ohne Widerstand fesseln. Giersdorf stieg aus. Semir saß am Steuer und rührte sich nicht. Die Hände lagen auf dem Lenkrad. „Und nun du.“ Meinte Giersdorf und hielt Semir die Hand fordernd hin. Semir holte seine Handschellen ebenfalls raus. Auch er ließ sich ohne Widerstand fesseln. Dann sahen sie einen Wagen auf den Rastplatz fahren. Drei Mann stiegen aus und kamen zu Giersdorf. Er nickte ihnen zu. „Wo ist das Mädchen?“ fragte Semir. „Sie kommt gleich.“ meinte einer der Männer nur.

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  • Sandra fuhr auf den Rastplatz. Sie sah die Männer und sie sah ihren Vater. Als sie angehalten hatte stieg sie aus und stürzte auf ihn zu. „Paps!!“ rief sie erfreut und umarmte ihn. „Wo hast du die Kleine?“ „Sie ist im Wagen. Sie schläft.“ „Du bist ein Goldstrück. Wir sollten sehen, dass wir endlich verschwinden.“ Sie nickte. „Ja…“ dann sah sie zu den beiden gefesselten Beamten. „Was machen wir mit den Beiden?“ fragte sie. Giersdorf sah sie an. „Du weißt doch, was ich vorhabe.“ Sandra nickte. „Ja aber ich denke es wäre nur…. Falsch. Versteh mich doch. Wir haben die Kleine entführt. Sie hat keinen Schaden genommen. Aber was du vorhast, ist Mord. Und ich will nicht…“ „Hey… Kleines. Wer sagt denn dass ich sie umbringe. Spinnst du? Ich verhindere nur, dass sie uns folgen, das ist alles. Dafür werde ich beide an verschiedenen Orten festsetzen. Mehr hab ich nicht vor. Aber dabei musst du mir helfen.“ Sandra nickte. „Ja okay…. Ich helfe dir. Aber den beiden passiert sonst nichts.“ Giersdorf gab seinen Helfern einen Wink. Sie kamen zu ihm. „Okay. Du Georg fährst mit diesem Kranich zu der alten Kirche in Leverkusen. Du weißt ja wo das ist. Mach ihm dort klar, dass es nicht gut ist sich mit mir anzulegen. Genau wie wir es damals abgesprochen haben.“ „Ja alles klar Walther.“ „Du Mario fährst mit diesem Gerkhan nach Köln. In die Ruine am Rheinufer, unter der Seilbahn.“ Wieder ein Nicken. Giersdorf ging zu Semirs Wagen und zog die Tasche aus dem Wagen. Anschließend setzte er sich zu seiner Tochter in den Wagen. Das Mädchen ließen sie auf einer Bank liegen. Es schien tief zu schlafen.


    Semir sah dem Treiben zu. Er saß nach wie vor im BMW, genau wie Tom. Sie sahen wie Sandra das Kind aus dem Wagen auf die Bank legte. Einer der Leute kam zu ihnen und setzte sich zu ihnen in dem Wagen. „Was soll das? Was haben Sie vor?“ fragte Semir, doch er bekam keine Antwort. Der Mann grinste ihn nur an. „Wir fahren jetzt zu einem schönen Ort.“ Sagte er nur. „Lassen Sie mich wenigstens einen Hinweis an meine Kollegen geben, wo das Mädchen abzuholen ist. Bitte.“ sagte er zu dem Mann. Dieser sah ihn an und nickte. „nehmen Sie mir die Fesseln ab?“ „Dreh dich um. Eine löse ich dir, aber keine Tricks.“ „Klar.“ Semir drehte sich um und ließ sich die Handschellen aufschließen und war Tom einen Blick zu. Dieser nickte nur und grinste. Semir griff zum Mikro. „Cobra 11 an Zentrale. Alexandra Wiegand kann von dem Rastplatz wo die Übergabe stattgefunden hat, abgeholt werden. Ende und Zugriff!“

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  • Innerhalb von wenigen Sekunden war das Fahrzeug umzingelt. Der Mann im Wagen wollte eine Waffe ziehen, doch plötzlich hielt Tom ebenfalls eine in der Hand. „Nur keine Panik, dann wird es viel einfacher und Sie kommen ohne Kugel weg.“ Der Mann hob die Hände. Semir und Tom sahen wie Giersdorf total verdutzt auf dem Rastplatz stand und ebenfalls die Hände gehoben hatte. Semir stieg aus und ging zu ihm. „Haben Sie wirklich geglaubt, damit durchzukommen. Das, wenn ihre Tochter ein kleines Mädchen entführt und bedroht, uns zu bekommen? Ich hab Sie eigentlich für schlauer gehalten. Nun ja… so kann man sich täuschen.“ Giersdorf starrte ihn an. „Dafür bekomme ich noch meine Rache…. Gerkhan. Ich mache dich und Kranich fertig. Ich …“ Semir nickte nur und winkte ihm zu, als er im Streifenwagen abgeführt wurde.


    „Kommen Sie, Frau Wiegand, wir holen Ihre Tochter.“ Sabine sah Anna an. „Wirklich? Sie ist frei? Mein kleiner Engel ist frei? Wo?“ „Kommen Sie…“ Anna, Sabine und Claudia fuhren zum Rastplatz. Dort stand bereits ein RTW. Sabine rannte sobald der Wagen stand zum RTW. Sie riss die Türen auf und sah wie der Arzt sich um ihre Tochter kümmterte. „Wie geht es ihr?“ fragte sie Bange. DerArzt sah sie an. „Sie sind die Mutter?“ Sabine nickte. „Nun Ihrer Tochter geht es gut. Sie scheint betäubt zu sein. Aber sie ist sonst körperlich unversehrt.“ Sabine sah auf ihre Tochter und hielt ihre Hand. „Gott… meine kleine Engel…“ Sie weinte. Der Arzt legte ihr die Hand auf die Schulter. „Wir bringen Sie trotzdem ins Kinderkrankenhaus nach Köln. Nur zur Beobachtung.“ Sabine nickte. Anna Engelhardt und Claudia Schrankmann fuhren hinter dem RTW her. Im Krankenhaus wurde Alexandra gründlich durch gecheckt, aber der Kinderarzt konnte bestätigen was der Notarzt bereits festgestellt hatte. Alexandra war unversehrt. Sabine kam zu Anna und Claudia. „Danke… vielen Dank. Ich weiß gar nicht was ich sagen kann… ich…“ Anna nickte. „Schon gut. Das Alexandra nichts passiert ist, ist das wichtigste.“ „Was ist mit den Kollegen? Herr Gerkhan und Herr Kranich?“ „Uns geht es gut. Frau Wiegand. Wie geht es der Kleinen?“ Sabine sah Semir an, der an der Tür des RTWs stand. Sie stieg aus und umarmte Semir. „Danke….“ sagte sie und weinte nur. Semir war es sehr unangenehm, und Anna merkte es sofort. Nun kam auch Tom dazu. Sabine sah ihn und bedankte sich auch bei Tom. „Schon gut. Fahren Sie mit der Kleinen in die Klinik.“ sagte er. Sabine nickte und dann fuhr der RTW ab. Claudia Schrankmann trat zu den beiden. „Herr Gerkhan, Herr Kranich?“ sagte sie. Semir und Tom sahen sie an. „Danke.“ sagte sie nur und reichte den beiden Kommissaren die Hand.

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  • Anna, Semir und Tom fuhren gemeinsam zurück zur PAST. „Meine Herren, ich glaube es war das erste Mal, das ich Frau Schrankmann so sanft gesehen habe.“ Semir nickte. „Allerdings muss ich ehrlich sagen, Chefin. Ich glaube der Fall ist noch nicht erledigt. Es ging mir irgenwie zu einfach. Dieser Giersdorf oder besser gesagt die Tochter, entführt die Nichte der Staatsanwältin um sie unter Druck zu setzen. Okay, kann ich nachvollziehen. Aber das hat die Tochter sicher nicht alles allein geplant.“ „Semir meinen Sie die damaligen Komplizen werden es noch einmal versuchen?“ „Ich habe so ein Gefühl, das der Fall noch nicht erledigt ist. Irgendwie glaube ich einfach, dass die Entführung von der Alex nur zur Verwirrung diente. Die haben was Größeres vor.“ Tom lachte leise. „du und dein Gefühl. Hör einfach auf damit. Wenn nämlich deine Gefühle anfangen zu denken, dann endet das in einer Katastrophe.“ „Ha,ha. Okay, war ein langer Tag. Ich denke wir sollten schluss machen.“ Anna nickte. „Ja und außerdem ist ja in der nächsten Woche die Verhandlung von Giersdorf. Und da sind Sie ja auch als Zeugen vorgesehen.“ Semir nickte. „Ja ganz genau. Solange das Urteil nicht gesprochen ist, denke ich einfach dass dieser Mistkerl noch andere Schwierigkeiten machen wird.“ „Na ja, aber das ist dann nicht mehr unsere Sache.“ Semir und Tom nickten nur.


    Der Verhandlungstermin rückte näher. Giersdorf erwartete seinen Anwalt. „Ludwig. Die ganze Sache ist schief gegangen. Nun ist alles verloren. Sandra ist auch hinter Gitter. Verdammt, ich dachte der Plan war gut durchdacht.“ „Das war er doch bisher auch. Noch sind wir nicht fertig. Du wolltest doch alle auf einen Schlag haben. Aber so wie du es wolltest war es nicht möglich. Du kannst nicht ein Kind entführen lassen und zum Austausch die beiden Polizisten und das Geld. Das konnte gar nicht gut gehen. Aber keine Sorge. Ich habe Klaus, Eugen, Ewald, Dieter, Michael und Siegfried angeheuert. Der Anschlag im Gericht ist einmalig. Damit kriegen wir alle und wir können viel mehr Geld kassieren, als nur diese lächerlichen dreihunderttausend. Wir können Millionen verlangen. Geiseln sind dann sicher genug da. Der Richter, die Schöffen, Staatsanwaltschaft, Zeugen und Zuschauer bzw. Zuhörer.“ Walther sah ihn an. „Ich will keine Besucher in der Gewalt haben. Mir reichen die beiden Bullen und die Staatsanwältin. Mehr nicht. Alle Anderen dürfen den Saal unversehrt verlassen. Gegen eine kleine Gebühr, von sagen wir zwei Millionen. Der Richter auch. Den brauch ich nicht. Aber was ist mit Sandra?“ „Nun, der Richter wird gegen sie ausgetauscht. Dann werden wir einen Bus fordern und damit hauen wir ab.“ Walther war einverstanden. „Wie wollt ihr die Waffen ins Gebäude kriegen?“ „Ich bin dein Anwalt. Ich werde vorher nicht durchsucht. Also kein Problem. Für Eugen, Ewald und Michael habe ich außerdem Uniformen der Gerichtsdiener bereitliegen. Sie werden sozusagen den Schutz für die Zuschauer sein.“ Walther musste lachen. „Dann hoffe ich, wird diese Aktion besser verlaufen, als die Entführung.“ Der Anwalt nickte. „Mit Sicherheit.“

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  • Die Verhandlung war auf den 16. April festgelegt. Semir und Tom saßen am 15. im Büro. „So… morgen können wir dann auch Giersdorf abschreiben. Wieder einer weniger.“ Tom nickte. „Ja und ich hoffe, das der Richter diesmal sehr hart ins Gericht geht. Giersdorf wird wegen Bankraub und Geiselnahme, Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, fahrlässige Tötung und nun auch noch Anstiftung zum Menschenraub verurteilt. Ich denke mal er wird so mit mindestens sieben Jahren bestraft.“ Semir schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht. Ich denke da werden wir noch einiges zu knacken kriegen. Ich habe echt Magenschmerzen, wenn ich an Morgen denke.“ „Dann denk nicht dran. So und nun auf die Piste. Unsere Runde wartet.“ Semir nickte und erhob sich. Dann fuhren sie die Autobahnen ab. Gegen Mittag machten sie eine Pause und aßen bei Moni im Truckstop. Anschließend fuhren sie auf die Bahn zurück und konnten nach einem eigentlich sehr ruhigen Tag Feierabend machen. Tom brachte Semir nach Hause. „Ach und Tom… morgen bitte pünktlich um sieben hier.“ Tom nickte „Als ob ich jemals zu spät käme.“ lachte er dann fuhr auch er nach Hause. Semir sah ihm nach und ging ins Haus. Am nächsten Morgen stand Tom tatsächlich um sieben vor Semirs Tür. Semir kam heraus. „So und nun machen wir unsere Aussage und dann sind wir diesen miesten Typ los.“ Tom nickte und fuhr ab. „Was meinst du wen werden die zuerst reinholen, dich oder mich?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Vielleicht mich. Ich hab meinen Termin um zehn.“ „Ja ich auch du Schlauberger. Na gut. Wir werden eh erst warten müssen.“


    Im Gerichtsgebäude waren die Gerichtsdiener bereits damit beschäftigt, die Zuhörer nach Waffen abzuklopfen und einzulassen. Der Gerichtssaal füllte sich langsam. Der Richter und auch die Staatsanwältin betraten den Saal und nahmen Platz. Der Anwalt von dem Angeklagten stand mit zwei der Gerichtsdiener an der Seite. Sie sprachen miteinander, aber Schrankmann dachte sich nichts dabei und beachtete sie nicht weiter. „Also, wenn wir beide Zeugen im Saal haben, dann wird niemand mehr ohne unsere Erlaubnis raus gehen. Ihr habt eure Waffen?“ Die Männer nickten. „Okay, und wie gesagt, erst wenn beide Bullen im Saal sind.“ Er sah dann die beiden Hauptzeugen. „Da… das sind die beiden. Semir Gerkhan und Tom Kranich. Die werden ihre Waffen nicht tragen. Dürfen sie nämlich nicht im Gerichtssaal. Haben wir genügend Handschellen zur Verfügung?“ Wieder folgte ein Nicken. „Prächtig. Die beiden und die Staatsanwältig werden sich bestimmt sehr freuen. Na und Richter Jäckel wird keine Schwierigkeiten machen. Die Zuschauer und Schöffen dürfen gehen, wenn zwei Millionen als Lösegeld gezahlt wurde. Der Richter im Austausch gegen Sandra. Der Rest wird mit uns eine schöne Reise machen. Ihr behandelt mich genauso wie die Anderen. Ich bin schließlich auch Geisel.“ Dann ging er zu seinem Platz. Sah kurz zur Staatsanwältin und ging dann zu ihr. „Frau Schrankmann. Ich hab gehört, was Ihrer Nichte passiert ist. Es ist gott sei Dank nichts passiert. Ich bin leider dazu verdonnert den Herrn Giersdorf zu vertreten, aber ich wollte Ihnen sagen, dass ich dieses Vorgehen meines Mandanten verabscheue.“ Schrankmann nickte. Sie kannte den Anwalt bereits länger und hatte schon öfter mit ihm zu tun. Dann betrat Richter Jäckel den Raum. Alle erhoben sich und der Richter begann mit der Verhandlung.

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  • Semir und Tom saßen auf der Bank vor dem Saal. Es zog sich hin, bis sie aufgerufen wurden. „Mann wie lange brauchen die denn? Wir haben doch wohl mehr als genug an Arbeit.“ stöhnte Semir der sehr nervös war. Tom sah ihn an. „Sag mal du wippst hier rum, als hättest du Mücken im Hintern. Bleib doch mal ruhig sitzen.“ „Tom irgendwas ist hier falsch. Der Fall da drinnen ist noch nicht geklärt. Ich habe…“ „Ja ich weiß dein Gefühl…. davon hast du ja nun schon genug geredet.“ stöhnte Tom. „Herr Gerkhan bitte in den Saal.“ hörten sie den Richter sprechen. Semir stand auf. „Na denn…“ sagte er nur und verschwand im Saal. „Herr Gerkhan, nehmen Sie bitte Platz.“ Semir setzte sich und dann kam der Spruch des Richters den er schon so oft gehört hatte. „Herr Gerkhan schildern Sie bitte, was sich bei der Festnahme von Herrn Giersdorf ereignet hatte.“ Semir nickte und erzählte. Immer wieder wurde er durch Fragen von seiten der Staatsanwältin wie auch des Anwalts unterbrochen. Dann wurde er entlassen, jedoch bestand der Anwalt des Angeklagten darauf, dass er den Saal nicht verlassen dürfte, falls noch Fragen auftauchen sollten. Der Richter war einverstanden. Dann war Tom an der Reihe. Auch auf ihn prasselten die Fragen ein. Tom gab die gleichen Fakten an wie Semir zuvor. Dann wurde es plötzlich unruhig im Saal. Der Richter sah kurz auf und bemerkte, dass wohl eine Zuschauerin den Saal verlassen wollte aber der Gerichtsdiener sie nicht raus ließ. „Was bitte geht da vor?“ erkundige sich der Richter. Doch statt einer Antwort sah er plötzlich, dass die Gerichtsdiener Waffen in der Hand hielten. Dann kam einer nach vorn. „Meine Damen und Herren, bitte bewahren Sie Ruhe, dann wird Ihnen nichts passieren. Wir sind nur hier um unsere Interessen zu wahren. Diese sind nicht, Sie zu verletzen. Sobald die Regierung unseren Forderungen nachkommen, werden Sie den Raum verlassen dürfen.“ „Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst“ sagte der Richter. „Doch… mein voller Ernst, euer Ehren. Und nun zum weiteren Vorgehen….“

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    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • „Andrea? Haben sich Tom und Semir schon vom Gericht zurück gemeldet?“ fragte Anna Engelhardt am frühen Nachmittag. „Nein, bisher noch nicht. Ich hab versucht sie auf dem Handy zu erreichen, aber das ist ja ausgeschaltet. Wie es sich vor Gericht gehört.“ Anna nickte. „Gut, dann zieht sich die Aussage wohl hin. Na ja bei diesem Giersdorf nicht anders zu erwarten. Okay, Ich bin für ungefähr drei Stunden unterwegs. Wenn die beiden sich melden, sollen sie mich auf Handy anrufen. Es geht um die kleine Alexandra Wiegand.“ Andrea sah sie an. „Hat sie doch etwas abbekommen?“ „Nein, aber ihre Mutter besteht, dass die beiden Alexandra besuchen. Sie hätte was für die beiden. Nun ja… Sie kennen die beiden ja.“ Andrea nickte. „Ich richte es aus, sobald sie auftauchen.“ Anna verließ das Büro. Andrea sah nach einer Weile wie sich einige der Polizisten in der Station vor dem Fernseher der nebenher lief versammelten. Von der Neugier getrieben sah sie auch hin. „Was gibt es denn spannendes?“ fragte sie. Hotte sah sie an. „Da haben einige Verrückte das Gericht in Beschlag genommen.“ „Was? Welches Gericht denn?“ „Na das Amtsgericht in Köln.“ „Das gibt es doch nicht. Tom und Semir sind da.“ Hotte sah sie an. „Heute? Ganz sicher?“ „Na klar. Die machen doch ihre Aussage in der Verhandlung von Giersdorf. Wir müssen sofort die Chefin informieren.“ Sie nahm ihr Handy und rief Anna an um sie zu unterrichten.


    Während dessen war im Gerichtssaal wieder Ruhe eingekehrt. Die Zuschauer saßen friedlich auf ihren Plätzen. Die Staatsanwältin sah zu Tom und Semir, die auf der Zeugenbank saßen, dann ging ihr Blick zum Richter und zum Anwalt. Keiner der Anwesenden sprach auch nur ein Wort. Sie stand langsam auf. Sofort richteten sich die Waffen auf sie. „Was glauben Sie eigentlich, soll das hier werden?“ „Setz dich hin!“ befahl der Gerichtsdiener. Schrankmann sah ihn an blieb aber stehen. „Was wenn ich es nicht tue? Ist Ihnen eingentlich klar, dass die ganze Aktion für die Katz ist? Sie können dieses Gebäude nicht verlassen, egal wieviel Geiseln Sie haben.“ Der Mann lachte. „Sie haben keine Angst?“ „Natürlich nicht. Ich weiß doch genau, dass Sie die Waffe hier garantiert nicht abfeuern werden.“ Der Mann spannte den Hahn der Waffe. Immer noch zeigte die Mündung auf die Staatsanwältin. Semir sah wie sich der Zeigefinger des Mannes langsam bewegte. Er stand auf und ging zur Staatsanwältin. „Seien Sie lieber ruhig. Der schießt.“ sagte er nur. Schrankmann sah ihn an. „Herr Gerkhan? Sie halten sich da raus.“ „Sie sollten ruhig bleiben, Frau Schrankmann. Es muss niemanden etwas passieren.“ „Herr Gerkhan, anstatt hier große Töne zu spucken sollten Sie und Herr Kranich lieber ihren Job tun. Verhaften Sie die hier Anwesenden.“ Semir sah sie an. „Setzen Sie sich sofort wieder hin!“ brüllte er sie auf einmal an. Schrankmann sah ihn sehr irritiert an und setze sich wieder. Sie schwieg. „Na also.“ grinste er. Dann wandte er sich an einen der Geiselnehmer. „So was wollen Sie?“ Der Mann kam zu ihm. „Wer hat dich zum Redensführer gemacht? Wer bist du?“ „Das ist einer der Bullen, die glauben mich hinter Gitter bringen zu können.“ meinte mit einem Male der Angeklagte und stand auf. Semir sah ihn an. „Dass Sie dahinter stecken hab ich bereits geahnt.“ Giersdorf kam zu ihm. „Sie sollten sich nun ebenfalls setzen. Wir werden gleich unsere Forderungen bekannt geben. Bis dahin herrscht hier Funktstille.“ Semir setzte sich neben Tom.

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  • Anna kam direkt wieder in die PAST. „Was ist genau los?“ fragte sie. „Es ist bisher nur bekannt, dass vier oder fünf Mann das Gerichtsgebäude insbesondere den Sitzungssaal Nr. 158 mitsamt dem Richter, Staatsanwaltschaft, Angeklagte, Anwälte, Zeugen und Zuschauer besetzt halten. Sie haben eben eine Forderung gestellt. Es sollen zwei Millionen Euro gezahlt werden, dafür dürften dann die fünfundzwanzig Zuhörer den Saal verlassen.“ „Zwei Millionen? Das kann doch wohl nicht wahr sein. Wie ist es denn passiert?“ „Das SEK hat die Kameras im Sitzungssaal angezapft. Es sind Gerichtsdiener, die den Saal besetzt halten. Deshalb ist ja auch vorher nichts aufgefallen.“ Anna nickte. „Ich rufe den Einsatzleiter an. Den kenne ich sehr gut. Ein alter Bekannter von uns. Alexander Hofmann.“ Andrea nickte. Anna ging in ihr Büro und nahm den Hörer auf. Andrea kam hinter ihr her. „Semir und Tom sind ebenfalls im Saal.“ sagte sie nur. Anna sah sie an und nickte. „Hätte mich auch gewundert wenn nicht.“ stöhnte sie. „Hallo Alex. Anna Engelhardt hier.“ sagte sie in den Hörer. „Es geht um deinen Einsatz im Augenblick im Gerichtsgebäude.“ „Woher weißt du davon Anna?“ „Na sagen wir mal so.. die Berichtserstattung im Fernsehen und ich habe mal wieder zwei ganz nah am Geschehen dran.“ Ein Stöhnen folgte. „Aber bitte sag nicht das Tom und Semir da mit drin sind.“ „Alex ich schätze deine schnelle Auffassungsgabe. Ja sie sind drin.“ „Na super. Gibt es eigentlich einmal ein Einsatz deiner Männer die nicht in einer Katastrophe enden?“ „Alex. Ich möchte von dir die Einschätzung hören. Wie sieht die Lage aus.“ „Nun die Typen haben den Richter, die Schöffen, die Staatsanwältin, den Anwalt, die Zeugen und die Zuschauer in ihrer Gewalt. Sie verlangen für die Zuhörer bzw. –schauer und den Schöffen eine Zahlung von zwei Millionen. Das Geld ist bereits hier und wird gleich überbracht. Wie es weiter geht weiß ich noch nicht. Aber besser ist, wenn du herkommst. So als geistige Unterstützung.“ „Ja gut. Ich komme direkt her.“


    Semir sah Tom an. Dieser saß nur schweigen da und beobachete den Anwalt von Giersdorf. Irgendwas an diesem Kerl mochte er nicht. Aber er konnte nicht sagen was es war. Sie hörten den Mann vom SEK sprechen und erkannten Alex Hofmann. „Na super. Der freut sich bestimmt uns zu sehen“, flüstete Semir Tom entgegen. Dieser nickte nur. „Okay. Meine Damen und Herren. Erheben Sie sich bitte!“ Alle auch Tom und Semir standen auf. Einer der Geiselnehmer kam zu ihnen. „Ihr zwei dürft sitzen bleiben, genau wie unsere Frau Staatsanwältin und der Richter.“ Semir und Tom setzten sich wieder. „Die haben hier ne ganz dreckige Sache vor.“ sagte Semir leise. Wieder nickte Tom nur. „Sie werden nun den Saal verlassen dürfen. Gehen Sie langsam und gesittet. Nicht drängeln.“ lachte der Geiselnehmer und ließ die Schöffen sowie die Zuhörer/Zuschauer gehen. Langsam verließen sie den Saal. Nun blieben nur noch der Anwalt, der Richter, die Staatsanwältin und die Zeugen im Saal. „So nun sind wir eine kleine aber feine Runde.“ meinte der Rädelsführer der Geiselnehmer. Giersdorf sah ihn an. „So nun werde ich das Ruder übernehmen, Michael. Das Geld haben wir. Dann wollen wir unsere Geiselrunde doch noch etwas verkleinern. Ach Frau Staatsanwältin, wie geht es Ihrer Nichte?“ fragte er lachend. Claudia Schrankmann sah ihn an. „Es geht ihr sehr gut, was allerdings nicht Ihr Verdienst ist.“ sagte sie beherrscht. Giersdorf nickte. „Nun… egal. Ich fordere das meine Tochter kommt.“ Claudia Schrankmann sah ihn an und lachte verachtend. „Sie glauben doch nicht im Ernst, damit durch zukommen?“ „Natürlich, wenn nicht wird unser Herr Richter und mein Anwalt sterben, so einfach ist das.“ Er sah seinen Anwalt an und zwinkerte. Tom bemerkte das.

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  • „Siehst du… ich hatte es doch im Gefühl.“ sagte Semir leise. Tom nickte. „Ja und ich weiß dass der Anwalt von Giersdorf auch mit drin steckt. Semir sah ihn an. „Wie kommst du denn darauf. Er ist doch ziemlich still.“ „Giersdorf hat ihm soeben zugezwinkert.“ „Na und?“ „Klappe ihr beiden!“ brüllte Giersdorf. Semir und Tom schwiegen sofort. „Frau Schrankmann, Sie werden nun anrufen und meine Tochter herschaffen lassen. Wenn nicht, gibt es den ersten Toten. Sie dürfen wählen.“ „Sie sind doch wahnsinnig, Giersdorf. Sie können es nicht schaffen.“ Giersdorf legte die Waffe an und drückte ab. Dicht über den Kopf der Staatsanwältin schlug die Kugel ein. Schrankmann zuckte zusammen und wurde auffallend blass. Auch den Anderen im Saal durchfuhr der Schrecken. Claudia Schrankmann griff zum Telefon und gab die Forderung weiter. Tom sah den Anwalt an. „Was bekommen Sie eigentlich, bei dieser Fluchthilfe?“ fragte er auf einmal. Giersdorf sah ihn an. „Ich sagte doch Schnauze! Kranich.“ „Nein Sie sagten, wir beide sollten uns nicht unterhalten. Von Ihrem Anwalt, der sicher in dieser Sache hier verstrickt ist, haben Sie nicht gesprochen“ kam von Semir. Der Blick von Giersdorf sagte alles. Er kam zu Tom und hob die Waffe zum Schlag. Doch bevor er zuschlagen konnte, stand Semir auf und wollte ihn angreifen. Sofort waren die Helfershelfer von Giersdorf zur Stelle und hielten ihn fest. „Ihr zwei geht mir gewaltig auf den Zeiger.“ schrie Giersdorf und schlug Tom mit der Waffe. Semir wandte sich im Griff der Männer die ihn festhielten. Doch gegen die beiden kam er nicht an. „TOM!“ schrie Semir und versuchte sich zu befreien. Giersdorf sah ihn an. „Willst du auch?“ fragte er wütend. Semir sah ihn an. „Dafür …“ Giersdorf drückte ihm die Waffe ans Kinn. „Wenn du noch ein Wort sagst, bekommst du die Kugel. Ist das klar?“ Semir schwieg. Giersdorf verstärkte den Druck. „Lassen Sie ihn in Ruhe, Giersdorf.“ kam von Tom. „Setzt euch da hin… und noch ein Wort Kranich und dein Kollege sieht die Radieschen von unten.“ Tom nickte.

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  • Okay Gitti ein kleines Stückchen gibt es noch.... :D aber nur weil du es bist.



    Anna saß im Einsatzwagen von Alex Hofmann. „So wie wollen wir nun vorgehen? Ist es möglich zu stürmen?“ fragte sie. Alex schüttelte den Kopf. „Nicht solange die so viele Geiseln haben. Die Leute, die drin waren erzählten mir alle, dass sie die Tür zum Richterraum verschlossen haben. Womit konnten sie mir nicht sagen, aber die Täter sagen, sobald jemand durrch diese Tür kommt ist er Staub. Ich vermute deshalb, dass sie vermint ist.“ Anna nickte und sah auf den Bildschirm. Sie sah wie Tom geschlagen und Semir festgehalten wurde. Sie schloss die Augen. „Haltet euch bitte beide zurück“ sagte sie leise. „Nun bisher waren beide sehr friedlich. Der Typ da mit der Waffe hat eben einen Schuss auf die Staatsanwältin abgegeben.“ Anna nickte. „Es wird brenzlig. Wenn Schrankmann die Beherrschung verliert ist es schon schlimm, aber wenn Tom und Semir dabei sind, dann….“ Sie sprach nicht weiter, weil sie hoffte, dass sich die Gemüter wieder beruhigten. „Wie soll es denn nun weitergehen?“ fragte sie. „Wir haben eben die Anweisung bekommen, Sandra Giersdorf herzuholen und sie gegen den Richter und dem Anwalt auszutauschen. Außerdem verlangen die Geiselnehmer einen Bus als Fluchtfahrzeug. Sie verlangen einen Gefängnisbus.“ „Einen Gefängnisbus?“ fragte Anna erstaunt. Alex nickte. „Ja ich befürchte sie werden einige Geiseln mit auf die Flucht nehmen.“ Anna sah ihn an. „Ich weiß glaub ich auch schon wen sie mitnehmen.“ „Nun die Auswahl ist ja auch nicht gerade groß.“ „Ich habe alles bereits angefordert. Frau Giersdorf wird sicher innerhalb der nächsten Minuten eintreffen. Der Bus ist ebenfalls in ungefähr zehn Minuten hier.“ Anna nickte. „Gut…. wir müssen versuchen zuzugreifen, wenn die das Gebäude verlassen.“


    Semir saß friedlich neben Tom, der eine Platzwunde am Kopf hatte. Zwei der Männer standen neben ihm und Tom. Die Tür wurde geöffnet und Sandra Giersdorf kam herein. „PAPS!“ rief sie freudig und nahm ihren Vater in den Arm. Im Austausch durften der Richter und auch der Anwalt von Giersdorf den Saal verlassen. Giersdorf unterhielt sich kurz mit dem Anwalt und dieser nickte nur. „Der Typ steckt sicher da mit drin“, gab Tom leise von sich. Semir nickte nur. Er wollte nichts antworten. Ein warnender Blick von dem an Toms Seite stehenden Mann, schwieg auch er. Die Zeit verging. Der Bus kam. „Okay, meine Herren, Frau Staatsanwältin. Sie werden uns alle begleiten. Wenn ich bitten darf!“ sagte Giersdorf. Semir und Tom standen auf. „Ach meine Herren, Sie werden sicher verstehen, dass ich Sie fesseln muss“ Semir drehte sich zu Giersdorf um. „Tun Sie nicht so freundlich. Das ist ekelhaft und es passt nicht zu Ihnen.“ Giersdorf sah ihn an. „Sie sollten nicht so frech sein, es könnte zu Ihrem Nachteil gelangen.“ Semir schüttelte den Kopf. „Sie werden damit nicht durchkommen.“ „Nun im Augenblick ist es doch sehr gut.“ Man legte Semir und Tom sowie der Staatsanwältin Handschellen an. Dann stellten sich alle an der Tür auf. Zunächst kamen zwei der Gerichtsdiener, die keine waren, dann die Staatsanwältin, die sehr ruhig war, dann kam Sandra Giersdorf, Semir, Torm, Walther Giersdorf und die restlichen Kumpane. Geschlossen gingen alle den Gang aus dem Gebäude. Semir sah mit seinem geschulten Blick die Scharfschützen auf dem Dach. Doch es wurde nicht geschossen. Schrankmann und Tom sowie die Gehilfen und Sandra Giersdorf stiegen in den großen Bus ein. Walther Giersdorf zog Semir zur Seite. „Kannst du den Bus fahren?“ Semir nickte. „Sehr schön dann sitzen wir beide vorn.“ „Das dürfte wohl schwer werden mit gefesselten Händen zu fahren.“ meinte Semir. „Das ändern wir sobald die Anderen sicher untergebracht sind.“ meinte Giersdorf nur und zwang Semir ebenfalls einzusteigen. Semir sah zu Tom, der an einer der Sitze festgemacht wurde. Ebenso Frau Schrankmann. „Wo wollen Sie mit uns hin?“ fragte Semir. „Das wirst du schon sehen. Erst einmal weg von hier.“ Semir nickte. „So und nun wirst du eine Hand am Steuer festmachen.“ Wieder nickte Semir. Als es soweit war sagte Giersdorf „und ab geht es.“

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  • Anna sah Alex Hofman an. „Folgen wir ihm?“ Alex nickte. „Ja werden wir, aber wir werden den Abstand erst einmal vergrößern. Keine Angst… der Sender arbeitet sehr gut.“ Anna nickte. „Alles klar. Dann müssen wir nur noch wissen wohin es geht.“ „Das ist erst einmal zweitrangig. Wir müssen zuschlagen, ehe die auf die Autobahn fahren.“ Anna sah ihn an. „Alex. Wenn wir ihn vorher stoppen wollen, dann müssten wir mitten in der Stadt zuschlagen. Das können wir nicht machen.“ Alex nickte. „Ja ich weiß.“ „okay, wir folgen zunächst einmal. Vielleicht gibt es noch ein Wechsel des Fahrzeugs, dann können wir zuschlagen.“ „Gut versuchen wir es.“ Er gab seinen Männern das Aufbruchszeichen. Sie fuhren in der Kolonne ab. Die Fahrt ging wie vermutet auf die Autobahn. „Wo wollen die denn hin? Alle Auf- und Abfahrten sind gesperrt. Alle Flughäfen, Bahnhöfe stehen unter Bewachung. Die können nicht entkommen.“ „Ja aber vielleicht wollen die gar nicht entkommen.“ Meinte Alex plötzlich. Anna sah ihn an. „Ja was denn sonst?“ „Ich habe da eine Vermutung. Was ist mit den privaten Flugplätzen?“ „Die Privaten? Verdammt… daran hab ich gar nicht gedacht. Ich muss sofort in der Zentrale Bescheid geben.“ Alex lächelte sie an. „Nur keine Angst die wissen schon Bescheid. Hab ich schon gemacht“


    Semir lenkte den Bus über die Autobahn. Es ging in Richtung Leverkusen. „Wo wollen Sie hin?“ fragte er Giersdorf. Doch er erhielt keine Antwort. Mit einer Hand war er am Lenkrad gefesselt. Was hatte Giersdorf mit ihnen vor? Wie wollte er hier wegkommen? Mit Sicherheit waren alle Auf- und Abfahren gesperrt. Die Flughäfen und Bahnhöfe ohnehin. „Fahr gleich rechts ab. Wir müssen unser Fahrzeug wechseln.“ Semir nickte nur und reihte sich ein. „Okay, anhalten!“ Semir hielt an. Dann ging Giersdorf in den hinteren Raum wo Tom und Schrankmann saßen. „Frau Schrankmann. Es war sehr nett, dass Sie uns begleiten. Sie freuen sich doch auch, oder? Ich könnte sie gehen lassen.“ Claudia Schrankmann sah ihn an. „Herr Giersdorf eins sollte Ihnen sicher sein, ich bekomme Sie noch.“ Giersdorf lachte leise. „Sie sollten die klappe halten, denn sonst werde ich unangenehm.“ Er griff ihr an die Hand und zog sie zur Tür. „so und nun sehen Sie zu, dass Sie den Bus verlassen.“ Er stieß sie raus. Schrankmann sürzte zu Boden. Tom stand langsam auf. „lassen Sie die Frau in Ruhe!“ sagte er drohend zu Giersdorf. Dieser sah ihn an. „Hast du was zu melden, Kranich?“ fragte er ihn. „Lassen Sie die Frau in Ruhe“ wiederholte Tom erneut. „Ich tu ihr doch gar nichts. Aber weißt du was… wir werden alle gehen. Du auch RAUS!“ Tom stieg aus dem Bus und zog Claudia Schrankmann auf die Beine. „Sind Sie okay?“ fragte er. Sie nickte nur. „Danke Herr Kranich. Was haben die noch mit uns vor?“ „Ich weiß es nicht. Aber wir sollten tun, was sie wollen. Gegenwehr ist nie gut.“ Sie nickte wieder. Dann wurde auch Semir aus dem Bus gezogen. „So dort drüben in den Kastenwagen.“ sagte Giersdorf und zog Semir am Kragen seiner Jacke mit.“ „Sie sagten doch eben, dass Sie Frau Schrankmann gehen lassen,“ sagte Tom auf einmal. Giersdorf sah ihn an. „Ich hab es mir anders überlegt. Sie darf uns doch noch begleiten.“ lachte er und befahl seinen Leuten Tom und Schrankmann in den Wagen auf die Ladefläche zu sperren. Er und Semir stiegen wieder vorne ein. „So und nun geht es dort weiter, wo wir eben noch aufgehört haben. Eine Schelle wieder an das Lenkrad und keine Tricks.“ Semir nickte nur und tat was verlangt wurde.

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  • Tom saß claudia Schrankmann gegenüber. Er sah in ihre Augen und erkannte dass sie Angst hatte. „Frau Schrankmann, geht es Ihnen gut?“ fragte er. Sie schüttelte den Kopf. „Nein…natürlich nicht. Herr Kranich.“ gab sie etwas biestig zurück. Der Bewacher neben ihr grinste. „Der guten Frau Staatsanwältin rutscht gerade das Herz in die Hose.“ Er fasste sie an der Schulter an, was sie mit einer energischen Bewegung versuchte zu unterbinden. „Lassen Sie sie in Ruhe!“ forderter Tom den Mann auf. Dieser sah ihn an und trat nach ihm. „Halt die Klappe, ich mach doch nur Spass. Das versteht Frau Staatsanwältin doch wohl.“ „Lassen Sie mich einfach in Ruhe, Sie …“ Es klatschte. Der Mann hatte Schrankmann ins Gesicht geschlagen. Nun wurde es Tom zu bunt. Er trat nach dem Mann und traf ihn empfindlich. Brüllend vor Schmerzen versuchte er Tom zurück zu ziehen. Seine Komplizen sahen eine Weile zu und amüsierten sich köstlich. Dann wurde Tom zurückgezogen. „Ruhe hier, klar!“ Tom beruhigte sich. „Und du lässt die Frau in Ruhe.“ sagte der Mann zu seinem Komplizen, der starke Schmerzen hatte. Claudia Schrankmann sah Tom an und nickte nur kurz zum Zeichen des Dankes.

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  • Anna sah den Buss aum Rastplatz stehen. „Ich hab es geahnt, die sind darauf vorbereitet gewesen. Ein Fluchtwagen stand sicher bereits seit Tagen hier.“ stöhnte sie. Alex nickte. Ziemlich hilflos und verloren stand er da und wußte nicht weiter. „Was jetzt?“ fragte er und sah Anna hilfesuchend an. „Nun müssen wir abwarten. Und hoffen, dass wir sie bald finden. Das einzige was mir richtig Sorgen bereitet, ist das die beiden Herren mit Schrankmann zusammen sind. Die sind eh schon wie Hund und Katze. Und dann gemeinsam als Geiseln. Das kann nicht gut gehen.“ gab sie zurück.


    Semir lenkte den Wagen zu einer abbruchreifen Fabrikanlage. „BETRETEN VERBOTEN!!! EINSTURZGEFAHR!!!“ stand warnend auf einem Schild. Semir sah Giersdorf an. „Fahr zu!“ sagte dieser nur. Semir fuhr auf das Gelände. „Okay, anhalten und Schlüssel her!“ „Was haben Sie vor?“ fragte Semir. Giersdorf lächelte ihn an. „Das hier wird euer Grab. Die Anlage wird in zwei Tagen gesprenngt um einer neuen Anlage Platz zu machen.“ Semir sah ihn an sagte aber nichts. Ein schönes Grab, dachte er verbittert. Er überlegte sich was er machen konnte, doch es gab nicht viel. Tom, er und Schrankmann waren gefesselt und Giersdorf wird sicher verhindern, dass sie irgendwas unternehmen konnten. Er hörte wie die Türen hinten aufgemacht wurden „LASSEN SIE MICH LOS!!“ rief Schrankmann wütend. Dann wurde Tom aus dem Wagen gezerrt. Sie wurden reingebracht, während Semir im Wagen sitzen bleiben musste. Wollen die mich als Fahrer behalten? , fragte er sich. Doch nur kurz darauf wurde er ebenfalls in die Ruine gebracht. In einem Raum im unteren Geschoss wurde er mit Handschellen an einem Träger gebunden. Dort sah Semir Dynamitstangen herauslugen. Er sah Giersdorf an. „Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst. Das Gebäude wird gesprengt…“ „Ja ich weiß. Ein schöner Tod, nicht wahr.“ „Wo ist die Staatsanwältin und mein Kollege?“ „Sie sind auch hier. Die Staatsanwältin hat sogar einen Ehrenplatz.“ Giersdorf lachte. „Dein Kollege ist dort wo er hingehört. In der letzten Kategorie der Existenz. Fühlt sich bestimmt wohl. Und du… nun ja… du wirst hier dein Ende finden. Übermorgen um genau acht uhr wird der Laden hier gesprengt. Du bist ganz unten, also dürftest du am wenigsten von dem mitbekommen. So und nun viel Spaß“ Er verklebte Semir den Mund mit Klebeband. „Nur damit du nicht um Hilfe schreist, obwohl ist ja gar keiner da, der dich hört.“ Semir sah wie die Männer das Gebäude verließen. Er zerrte an den Fesseln, doch das war vergebens.

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  • Claudia Schrankmann saß ebenfalls an einem Stahlträger. Auch hier waren Dynamitstangen zu sehen. Sie hatte Angst. Wo waren denn nun Gerkhan und Kranich? Wieso haben die nichts unternommen. Nach den Berichten die sie bisher gelesen hatte, waren es doch beide Draufgänger. Aber hier verhielten sie sich so friedlich. Wieso? Beide müssten tun was sie können, um sie zu schützen. Wo waren sie denn? Wenn sie hier wieder raus ist, dann wird sie sich den beiden mal wieder annehmen müssen. Doch erst musste sie hier raus. Sie zerrte an den Fesseln. Im Gegensatz zu Semir und Tom war sie nicht mit Handschellen gefesselt. Doch sie kam nicht los. Irgendwann gab sie auf.


    Tom hörte noch wie die Männer das Gebäude verließen. Er wußte nicht wohin die Staatsanwältin gebracht wurde oder was mit Semir geschehen war, aber er wollte nicht einfach hier sitzen und nichts tun. Auch er zerrte an den Fesseln und versuchte den Knebel, der ebenfalls aus Klebeband bestand loszuwerden. Seine Bemühungen waren wie bei den anderen jedoch vergeblich. Ohne Hilfe kam er nicht frei. Er sah nach draußen. Es wurde dunkel und somit brach eine sehr unbequeme Nacht herein.


    Am nächsten Morgen ging Peter Hofstetter noch einmal durch das Gebäude welches er morgen durch die Explosion zum Einsturz bringen sollte. Es war sein Job, hier alles zu kontrollieren um zu verhindern, dass sich Kinder verstecken und so in Gefahr geraten. Er ging Etage für Etage durch und fing oben an. In einem Raum sah er etwas weißes am Pfeiler sitzen. Er stutzte erst. „Hallo?“ fragte er und dann sah er dass sich dieses Etwas bewegte. Sofort rannte er hin und wollte der Person klar machen, dass sie hier nichts zu suchen hat. Als er jedoch davor stand sah er dass diese Person gefesselt und geknebel war. „Oh mein Gott…. Einen Augenblick nur. Ich hole eben etwas, damit ich Sie losmachen kann. Bewegen Sie sich nicht.“ sagte er und rannte wieder los. Nur kurz darauf kam er mit einem Messer zurück und durchschnitt der Frau die Fesseln. Sie zog das Klebeband runter. „Danke“ sagte sie nur. „Ich muss trinken… haben Sie etwas Wasser für mich?“ Der Mann nickte. „Kommen Sie wir verlassen das Haus. Es ist sehr gefährlich.“ Doch die Frau schüttelte den Kopf. „Wir müssen das ganze Gebäude durchsuchen. Hier sind noch zwei Männer irgendwo festgebunden. Ich weiß nicht genau wo…“ Der Mann sah sie an. „Noch mehr?“ „Wer sind Sie?“ „Peter Hofstetter. Ich bin der Sprengmeister. Wir werden dieses Gebäude morgenfrüh in Schutt und Asche legen.“ „Erst suchen wir die beiden Männer. Sie müssen hier irgendwo sein. Vorher wird nicht gesprengt.“ Hofstetter nickte. „Ja sicher… Wer sind Sie?“ „Claudia Schrankmann… Staatsanwältin. Die beiden Herren die hier noch irgendwo sind sind Kriminalhauptkommissar Semir Gerkhan und sein Kollege Tom Kranich.“ „Okay, ich werde Sie rausbringen und dann rufen wir die Polizei an.“ Die Frau nickte nur dann führte sie Peter raus.

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  • FEED ME!!!!! :D :baby:


    Wenige Minuten später waren auch Tom und Semir gefunden. „Dieser verdammte Mistkerl. Den schnapp ich mir.“ fluchte Tom und sah zur Staatsanwältin. „Sie Sie in Ordnung?“ fragte er besorgt. Claudia nickte. „Ja und Herr Kranich…danke das Sie…ich meine…“ Tom lächelte. „Schon gut. Niemand hat es verdient so behandelt zu werden. Nicht einmal Sie.“ Das Lächeln, was eben noch die Lippen um die Staatsanwältin zu sehen war, erlosch. „Was ist mit Herrn Gerkhan?“ Tom drehte sich zu Semir um. „Dem geht es gut. gekränkter Männerstolz, aber sonst…. Er verkraftet das.“ In diesem Augenblick kam Semir zu ihm. „So, und nun werden wir uns Giersdorf schnappen. Die Chefin schickt uns einen Wagen.“ Claudia Schrankmann nickte. „Ja könnten Sie mich dann zurück zum Gericht fahren?“ Semir nickte, „Ja natürlich. Machen wir doch gern.“ Tom grinste nur. Dieses friedliche Zusammenspiel zwischen ihnen und der Staatsanwältin könnte sich doch noch positiv auswirken. Das dachte er jedenfalls.


    Hotte brachte Semir seinen BMW. Alle waren froh wieder auf freiem Fuß zu sein und so fuhr Semir mit seinem Wagen und der Schrankmann auf die Autobahn. Tom saß ruhig und nachdenklich auf dem Beifahrersitz. „was meinst du? Wo will Giersdorf hin. Der kann nicht entkommen.“ Semir zuckte mit den Schultern. „Ich denke der ist schon weg. Der hat doch genügend Zeit gehabt. Sicher von irgendeinem Privatflugplazt abgehoben und wech… Schade.“ Tom nickte. „Oder aber auch nicht.“ sagte er plötzlich, als ein dunkler Nissan an ihnen vorbei fuhr. Semir sah ihn an. „Was meinst du?“ „Der dunkle Nissan… du siehst ihn?“ „Ja sicher. Aber der fährt nicht zu schnell.“ „Nein das nicht, aber während du den Fluchtwagen gefahren bist, habe ich mir das Kennzeichen des Fluchtwagens gemerkt, bevor ich in den Kasten musste. Das ist der Wagen.“ „sicher?“ „Ja ganz sicher.“ Semir gab Gas. „Na dann holen wir ihn uns.“ Schrankmann saß auf dem Rücksitz und sah von einem zum Anderen. „Sie wollen doch nicht… ich meine… es geht…“ Semir grinste Tom zu.


    Sandra Giersdorf sah in den Rückspiegel. Sie sah das Blaulicht. „Das gibt es doch nicht….verdammt nochmal. Die sind mir so langsam lsätig.“ fluchte sie leise als sie sah, wer dort am Steuer saß. Sandra drückte das Gaspedal durch. Sie überholte die anderen Verkehrsteilnehmer riskant und versuchte sogar Unfälle zu verursachen um die Verfolger abzuschütteln. „Haut doch ab! Ihr verdammten Bullen!“ Doch die Verfolger ließen sich nicht abschütteln und machten jedes Manöver von Sandra mit. Verzweifelt schnitt sie die anderen Teilnehmer versuchte zu entkommen.


    „Gott Sie sind ja wahnsinnig!! Gerkhan! Halten Sie an! Sie bringen mich um!!“ schrie Claudia Schrankmann vom Rücksitz und versuchte sich festzuhalten. Tom grinste nur leicht und warf Semir einen Blick zu. „Okay, Reifenschuß?“ fragte er. Semir nickte. „Ja aber triff und nicht wie beim letzten Mal.“ Tom sah ihn an. „Ich weiß gerade nicht was du meinst. Fahr gleich auf!“ „Sie wollen doch wohl nicht auf der vollbefahrenden Bahn auf diesen Wagen schießen? Sind Sie von allen guten Geistern verlassen? Halten Sie sofort an!!!“ „Halten Sie den Mund und genießen die Fahrt. Ist doch mal was Anderes. Sie sind mittendrin.“ lachte Semir der seinen Spaß hatte. Doch Claudia Schrankmann sah das wohl anders. Sie hielt sich ängstlich fest. „Das wird ein Nachspiel haben… Gerkhan, Kranich… ein ziemliches Nachspiel. Das schwöre ich Ihnen.“ Semir holte den Wagen ein und setze sich auf eine Höhe. Dann legte Tom an und schoß. Der Nissan fing an zu schlingern. Er rauschte anschließend durch die Leitplanke und überschlug sich. Semir hielt an. Er und Tom stiegen aus und liefen zum Wagen hin. Gerade kroch Sandra Giersdorf aus dem Wagen. Etwas lädiert aber nicht schwer verletzt. „Wollten Sie zu Ihrem Vater?“ fragte Tom lachend. Sandra sah ihn nur an. Semir legte ihr Handschellen an und zog sie hoch. Mittlerweile waren die Kollegen mit einem Streifenwagen vor Ort. Semir übergab Sandra und sah dann zu Schrankmann, die sehr blaß im Wagen saß. „Frau Schrankmann? Alles klar bei Ihnen`?“ Sie schüttelte den Kopf. Sagte aber nichts. Semir nickte nur. „Gut dann fahren wir Sie nun nach Hause.“ Sie nickte. Tom und Semir stiegen ein und fuhren mit Claudia Schrankmann zur PAST. Dort wurden alle freudig begrüßt. Schrankmann sah Anna an. „Frau Engelhardt, dürfte ich Sie kurz unter vier Augen sprechen?“ fragte sie leicht angesäuert. Anna nickte und warf Tom und Semir einen fragenden Blick zu. Beide zuckten grinsend mit den Schultern. Anna schloss die Augen.

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  • „Frau Engelhardt. Ihre beiden Beamten Kranich und Gerkhan sind eine Gefahr für die gesamte Menschheit. Die rasen über die Autobahn und nehmen keine Rücksicht auf Verkehrsteilnehmer oder Mitfahrer. Wobei ich sage, dass ich ein freiwilliger Mitfahrer war. Dies möchte ich aber nicht noch einmal erleben. Ich habe während der Fahrt mit meinem Leben abgeschlossen. Gerkhan ist rücksichtslos und ….“ Anna sah sie an. „Frau Schrankmann, haben Sie vergessen warum die beiden so gerast sind? In dem Wagen saß Frau Sandra Giersdorf die auf der Flucht war. Sie hat die anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Kranich und Gerkhan haben lediglich ihre Arbeit gemacht. Mehr nicht. Dass Sie im Wagen saßen haben die beiden wohl aus Gewohnheit vergessen.“ „Diese Vergesslichkeit, werden bei noch von mir zu hören bekommen.“ „Frau Schrankmann, vergessen Sie bitte nicht, was die beiden für Ihre Nichte in Kauf nehmen wollten. Da haben Sie auch nicht gefragt ob sie wollen oder nicht. Sie hätten es getan.“ Schrankmann schwieg eine Weile atmete tief durch. „Nur dass Sie mich nicht falsch verstehen, Frau Engelhardt. Ich werde diesmal kein Disziplinarverfahren gegen die beiden einleiten, weil die beiden Herren meine Nichte befreit haben, Herr Kranich mich während der Geiselhaft beschützt hat. Sie sollten den beiden jedoch klar machen, das meine Dankbarkeit nicht für immer anhält.“ Anna nickte. „Natürlich nicht Frau Schrankmann. Damit rechnen die beiden eh nicht.“ Schrankmann verließ die PAST. Tom und Semir kamen in ihr Büro. „Was wollte sie denn?“ fragte Tom scheinheilig. Anna sah ihn an. „Sie wissen doch wohl genau, was sie wollte.“ Semir schüttelte den Kopf. „Sie hat sich bei mir bedankt… dafür dass Sie beide ihre Nichte gerettet haben, dass Sie Tom, sie während der Geiselhaft in Schutz genommen hat und natürlich, dass Sie sie auf die kleine Spritztour mitgenommen haben, als Sie Sandra Giersdorf verfolgten.“ Semir sah sie an. „Oh… ähm… nun ja. Wir konnten Frau Staatsanwältin ja nicht auf der Autobahn aussteigen lassen, oder?“ „Nun gut. Sie wird nichts gegen Sie unternehmen. Wegen der Befreiung von Alexandra. Aber Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass sie Ihnen ewig dankbar ist.“

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