Tödlicher Anruf

  • Tödlicher Anruf


    „Andrea? Bist du sicher, dass du soviel brauchst? Ich meine wir fahren doch nur für ein paar Tage weg. Aber die Koffer reichen für mindestens sieben oder acht Wochen.“ stöhnte Semir, als er die Koffer einlud. „Schatz, vertraum mir. Davon verstehst du als Mann eh nichts. Sieh mal. Aida ist gerade zwei Jahre und sie macht noch die Hosen voll. Was glaubst du brauche ich da an Windeln, an Wechselwäsche, an Tüchern. Und noch so vieles mehr.“ Semir nickte „ja ist ja schon gut. Aber ich fahre doch nur ein BMW und keinen LKW.“ Andrea lächelte. „Das schaffst du schon. Ich hol die Kleine.“ Semir nickte nur. Es sollte für ein paar Tage in Urlaub gehen. Alle drei wollten sich etwas erholen. Nach dem Stress der vergangenen Tage war es unbedingt erforderlich. Außerdem freute sich Semir bereits endlich ein paar Tage mit der Familie auszuspannen. Es sollte an die Küste gehen. Hier hatte er schon einmal Urlaub gemacht und sehr wohl gefühlt. Andrea kam mit Aida aus dem Haus, schloss ab und setze die Kleine in den Kindersitz. Semir hatte endlich auch den letzen Koffer verstaut. Er sah seine Frau an. „Und fertig?“ fragte er. Sie nickte. „Ja, es kann losghen.“ Sie stiegen ein und dann ging es in Richtung Norden.


    Tom saß im Büro und beneidete Semir. Er hatte vier Tage frei und er, Tom, musste allein hier verbringen. Tom sah auf die Uhr. „In zwei Stunden werden beide in Richtung friesische Inseln aufbrechen. Dort hatten Semir und Andrea schon einmal Urlaub gemacht und sich blendend erholt. Diesmal war Aida mit dabei. Es hatte schon Seltenheit, dass Semir und seine Familie gemeinsam in Urlaub gefahren sind. Aber… dafür war er Polizist. Und die können sich das eben nicht immer aussuchen. „Okay, dann wollen wir mal anfangen.“ sagte er sich selbst anfeuernd und nahm den ersten Bericht zur Hand. Sein Telefon klingelte. „Kranich, Kripo Autobahn“ meldete er sich. „hallo,, hilfe… helfen Sie mir bitte. Ich brauche Hilfe.“ Hörte er ein Flüstern. „Hallo, können Sie etwas lauter sprechen, ich verstehe Sie kaum.“ „Bitte…. Helfen Sie mir…. Er bringt mich um.“ Sprach eine Frau leise weiter. „Wie heißen Sie? Wo sind Sie?“ fragte Tom. Dann hörte er etwas lauter: „So du kleine miese Schlampe. Wolltest du mich verraten?“ Es klatsche und ein Schrei folgte welcher schnell in ein Wimmern überging. Dort schien ein Mann eine Frau zu schlagen. Dann folgte ein Knall. „Hallo… hören Sie mich? Sagen Sie doch was? hallo!“ rief Tom in den Hörer. „Sascha…“ hörte er als letztes. Dann war es still.


    Semir war endlich auch so weit, dass er fahren konnte. Er startete den Wagen und da klingelte das Handy. Andrea sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Semir bitte nicht. Es kann nur Tom sein, oder die Chefin.“ Semir nickte „Und deshalb mein Schatz muss ich ran gehen.“ Er nahm sein Handy und meldete sich. „Tom hier. Ich weiß du hast Urlaub, aber… ich habe eben einen Anruf bekommen… eine Frau hat mich um Hilfe gebeten, während des Gesprächs wurde sie geschlagen und dann folgte ein Schuss. Ich meine, ich denke es war ein Schuss. Es war still und dann kam die Frau wieder, sie flüsterte den Namen Sascha. Mehr nicht. Nur Sascha. Danach war nichts mehr zu hören.“ „Tom, du vermutest, das da jemand eine Frau erschossen hat, während sie mit dir telefonierte?“ „Ja, das tu ich.“ „Okay, du möchtest also, dass ich meinen Urlaub abblase und zu dir komme, mit dir ermittle, ob es tatsächlich ein Schuss war, und dann den Täter mit dir festnehme.“ „Nun, ich würde dich nie beten, aber wenn du es so vorschlägst, ja, es wäre sehr gut, wenn du…“ Andrea sah Semir wütend an nahm ihn das Handy aus der Hand. „Nein Tom. Er wird es nicht tun. Wir fahren jetzt auf eine der Inseln und haben vier schöne Tage. Danach gehört er wieder dir.“ Sie beendete das Gespräch und Semir sah sie sprachlos an. „Und ab geht es.“ sagte Andrea nur und zeigte auf die Straße. Semir nickte schwiegend und fuhr los.

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    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • noch ein kleiner Nachschlag gefällig???


    Tom starrte den Hörer an und musste lachen. Er stellte sich Semirs Gesichtsausdruck vor, als Andrea das Gespräch einfach beendete. Aber er konnte sie verstehen. Semir hatte viel zu wenig Zeit für sie und Aida. Er sollte sich wirklich die Zeit nehmen. Dann griff er erneut zum Bericht und schrieb ihn fertig. Schnell war der Anruf vergessen. Der Tag verlief ruhig und gegen 15.00 Uhr hatte er sämtliche Berichte geschrieben und fuhr um sieben nach Hause. Gegen acht klingelte sein Handy. „Ja?“ fragte er. „Semir hier. Wie geht es dir?“ Tom grinste. „Semir? Warum flüsterst du denn so?“ „Andrea und Aida schlafen schon, und nun ja… dein Anruf heute morgen lässt mich einfach nicht zu Ruhe kommen.“ „Ach, das Telefonat. Ich glaub das war nichts. Ich hab ihn sogar schon fast vergessen. Du solltest dir auch keine Gedanken darüber machen. Entspann dich und in drei Tagen bist du zurück.“ „Hast Recht. Okay. Ähm… Tom, wenn was ist, dann ruf mich an, okay?“ „Ja sicher Semir und nun macht euch ein paar schöne Tage auf der Insel.“ „Alles klar. Das Wetter macht mich irre. Es regnet und ist richtig kalt. Wir können nur im „Ostfriesennerz“ nach draußen gehen.“ Tom lachte. Das harte Wetter an der Küste war das einzige was Semir nicht mochte. „Na vielleicht scheint morgen ja die Sonne.“ „Ja okay. Also dann…machs gut.“ „Ja du auch.“ Tom legte auf.


    Semir steckte sein Handy ein. Ein Rascheln schreckte ihn auf und er drehte sich um. „Andrea… Schatz. Du bist noch wach?“ Andrea nickte. „Ja, mit wem hast du denn telefoniert? … warte sag nichts. Ich rate…. Mit Tom.“ Semir fühlte sich ertappt. „Ja…. ich wollte nur wissen, was es mit dem Anruf heute Morgen zu tun hatte. Also ob er etwas herausgefunden hatte. Aber er hat gesagt, dass er ihn eigentlich schon vergessen hatte.“ „Ja das solltest du auch. Komm. Wir haben Urlaub. Erhol dich. In vier Tagen kannst du wieder mit ihm auf die Bahn. Aber ich will dich auch mal für mich allein, also abschalten und genießen.“ Sie küsste ihn. Semir erwiederte den Kuss und schmiegte sich an seine Frau. Sie gingen raus. Es hatte endlich aufgehört zu regnen und sie gingen ein kleines Stück an den Strand. „Es ist nach wie vor sehr schön hier.“ sagte Semir und sah auf das Wasser. Andrea nickte. „ja… stimmt. Und vielleicht haben wir ja wirklich das Glück, dass die Sonne morgen scheint. Dann könnte Aida draußen spielen.“ Semir streichelte seiner Frau über die Wange. „Sag mal. Aida ist doch schon zwei Jahre. Meinst du nicht, es wäre Zeit für ein Schwesterchen, oder Brüderchen?“ Andrea sah ihn an. „Na eigentlich schon. Du meinst…“ Semir nickte. Andrea küsste ihn innig. „Ja, ja sehr gern.“ Semir nahm sie an die Hand und zog sie ins Haus. „Na dann komm.“

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  • Tom wachte am nächsten Morgen auf, duschte und frühstückte und fuhr anschließend zur PAST. „Morgen Dieter, Hotte.“ Begrüßte er seine Kollegen. „Ach Tom… warte mal. Wir haben einen Leichenfund am der A57. Auf einem kleinen Feldweg an der Autobahn wurde eine Frau gefunden. Die Spurensicherung ist bereits unterwegs.“ Tom nickte drehte sofort um. „Gut ich fahr sofort hin.“ Er ging zum Parkplatz und fuhr mit dem CLK los. Am Tatort stand der Arzt und sah ihn an. „Hey, Tom. Wo ist denn dein Zwilling?“ „Ach komm Wegner. Semir hat ein paar Tage frei und ist mit Familie auf eine der Inseln.“ Der Arzt lachte. „Ich dachte wirklichk, dass ihr zwei unzertrennlich seid. Na egal. Also die Frau ist knapp 30 Jahre, eher jünger schätze ich. Todesursache ist ein Schlag auf dem Kopf. Vermutlich mit einem stumpfen Gegenstand. Aber der Fundort ist nicht der Tatort.“ „Sie wurde hier her gebracht?“ „Ja, genau. Sie wurde hier abgelegt. Alles Weitere kann ich dir nach der Obduktion erzählen. Aber ich gehe davon aus, dass sie mindestens seit 24 Stunden tot ist, eher weniger.“ „Danke Peter.“ Sagte Tom und sah sich den Fundort an. Er entdeckte Reifenspuren. Ansonsten waren keinerlei Hinweise zu sehen. Tom dachte wieder an den Anruf. Ob sie das war? Ob sie mich um Hilfe gebeten hatte? fragte er sich. Doch leider gab es keine Antwort darauf. Er fuhr zur Past und wartete darauf, dass Peter Wegner das Obduktionsergebniss bekannt gab.

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  • Um zehn Uhr stand Semir auf und frühstückte ausgibig. Andra und Aida waren draußen am Strand. Die Sonne schien tatsächlich und es war sehr warm. „Na endlich Sonne“ sagte Semir leise, nahm seine Kaffeetasse und wollte gerade raus als sein Handy klingelte. Er nahm es und sah dass Tom ihn anrief. „ Guten Morgen Partner.“ Sagte Semir fröhlich ins Telefon. „Morgen, Semir.“ Kam von Tom. Semir merkte sofort, dass etwas passiert war. „Hey, was ist denn?“ „Eine Tote. Knappe dreißig.“ „Oh…“ gab Semir von sich. „Ja und ich befürchte, dass es die Frau war, die mich gestern angerufen hat.“ „Hör mal. Ist vielelicht doch nur ein Zufall. Mach dir doch keine Gedanken darum. Ich meine… du hättest es eh nicht ändern können.“ „Ja… du hast Recht. Entschuldige, dass ich dich damit belästige.“ „Du belästigst mich doch nicht damit. Ich bin in zwei Tagen zurück und dann erledigen wir den Fall gemeinsam. In der Zeit kannst du ja schon Vorarbeit leisten.“ „Ja sicher. Und wie ist das Wetter bei euch?“ „Sonne pur. Meine Mädels sind schon draußen und ich wollte auch gerade gehen.“ „Dann sieh zu. Grüß mir Andrea und die kleine Maus.“ „Mach ich. Bis später Tom.“ Semir legte auf und ging raus.

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  • „Kranich“ meldete sich Tom am Telefon. „Wegner hier. Die Obduktion ist gelaufen. Also. Die Frau ist ungefähr 22 Stunden vor dem Fund erschlagen worden. Wir haben in der Wunde Glassplitter gefunden. Die Tatwaffe ist entweder eine Vase oder eine Flasche. Ich vermute eher eine Flasche.“ „Was noch?“ „Okay, sie wurde mehrfach misshandelt. Sie hatte ältere und frsiche Spuren von Schlägen am ganzen Körper. Blaue Flecke, Würgemale. Hämatome am gesamten Körper.“ „Danke. Wie alt ist sie? Ich meine wie alt schätzt du sie, Peter?“ „Höchstens 28 Jahre. Ich habe einen Zahnabdruck gemacht und ihn an alle Zahnärzte in der Umgebung geschickt. Außerdem ein Photo an den Erkennungsdienst gegeben. Vielleicht wird sie ja vermisst.“ „Danke Peter.“ Tom legte auf. Wieder kam ihm der Anruf von Gestern in den Kopf. Ob es diese Frau war, die ihn um Hilfe angefleht hat? Er hatte überhaupt keine Anhaltspunkte. Wer war diese Frau? Warum wurde sie nicht vermisst? Oder wurde sie vermisst? Er rief sich die aktuellen Vermisstenanzeigen auf. Doch diese Frau war nicht dabei.


    „Verdammt Du bist doch ein total hirnverbrannter Idiot. Was glaubst wen sie angerufen hat? Sie hat um Hilfe gerufen. Du hast sie umgebracht und der andere hat es gehört. Was ist mit der Wahlwiederholung?“ tobte Anton. „Ich hab mir die Telefonnummer nur aufgeschrieben. Aber ich hab nicht angerufen. Ich wollte einfach … verdammt diese Schlampe hat mich lächerlich gemacht. Vor all meinen Freunden hat sie mich ausgelacht.“ gab Sascha leise zur Antwort. Anton nickte. „Ja und deshalb hast du sie geschlagen. So wie du es schon seit Wochen machst. Warum? Sie war schön. Sie war gut im Bett. Ich weiß es.“ „Was? Sie hat auch mit dir? Mit meinem eigenen Bruder? Warum hast du mir nie etwas gesagt?“ „Weil Laura es dir selbst sagen wollte. Ach nun komm schon. Wir finden noch eine für dich. Aber jetzt werde ich erst einmal herausfinden, wen sie angerufen hat.“ Er ging zum Telefon und wählte die Nummer. Es dauerte nicht lange und die Gegenseite hob ab. „Kranich, Kripo Autobahn.“ Anton legte schnell wieder auf. „Verdammt.“ Sascha sah ihn an. „Was ist denn?“ „Sie hat die Bullen angerufen. Hast du gehört, was sie gesagt hat?“ „Sie hat nur Sascha gesagt.“ Anton sah ihn an. „Sascha. Gut. Das ist ein Problem. Nun müssen wir erst einmal überlegen was wir machen. Sie wird nicht vermisst. Also hat die Polizei keinen Anhaltspunkt. Sie werden sicher eine Anzeige in die Zeitung setzen nach dem Motto „Wer kennt diese Frau.“ Wir werden uns dann ein oder zwei Tage danach melden und sagen, dass es unsere Freundin ist. Wir haben den Artikel erst gelesen, weil wir in Urlaub waren.“ Sascha nickte nur.

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  • Semir und Andrea sahen Aida beim spielen zu. „Was meinst du. Wie wird Aida auf ein Geschwisterchen reagieren?“ Andrea zuckte mit den Schultern. „Wahrscheinlich wie alle Kinder. Erst einmal eifersüchtig auf den neuen sein und dann die Geschwisterliebe auskosten. Sie ist dann schließlich die große Schwester. Aber noch ist es ja nicht so weit.“ Semir lachte. „Nein noch nicht. Aber ich werde mich anstrengen. Ich brauche doch einen Stammhalter.“ „Ja und was tust du, wenn es wieder ein Mädchen wird?“ „Na dann wirst du so lange Kinder kriegen, bis ich einen Sohn habe.“ sagte er und küsste sie. Andrea lachte ihn an. „Ach darf ich dabei auch mitreden?“ Semir sah sie an, überlegte kurz und sagte dann: „Nein.“ Die Augen von ihm sagten Andrea jedoch was anderes. Sie genossen den Tag und als die Sonne unterging, Aida bereits tief schlief, saßen beide noch einmal am Strand und sahen auf das Meer. Andrea lag in Semirs Armen und sah ihn an. „Woran denkst du gerade?“ „Ach… ich bin im Augenblick einfach nur glücklich. Hier mit dir und Aida. Die Ruhe… es ist einfach schön. Tom und ich haben heute Morgen miteinander telefoniert. Es gab eine Tote. Und nun macht Tom sich Vorwürfe, dass es die Frau gewesen ist, die ihn um Hilfe angerufen hatte.“ „Ja aber das weiß er nicht, oder?“ Semir schüttelte den kOpf. „Nein er ist sich absolut nicht sicher. Aber sie könnte es gewesen sein.“ „Ja aber er hat doch keine Schuld. Sie wäre auch tot, wenn sie ihn nicht angerufen hätte.“ „ich weiß nicht. Aber ich kenne die Vorwürfe die man sich macht. Ich meine wir sind Polizisten und sind verpflichtet, den Bürgern zu helfen.“ „Ja aber ihr könnt doch nicht überall sein. Das wird Tom auch einsehen müssen. Aber ich seh schon. Du möchtest am liebsten morgen zurück, nicht?“ Semir sah sie an. „Du kennst mich zu gut. Ja… aber ich will auch mit dir und Aida hier sein. Ich … ich weiß einfach nicht. Ich bin hin und hergerissen. Einerseits tut mir der Kurzurlaub hier sehr gut. Aber da ist Tom, der sich Vorwürfe macht. Und….“ Andrea nickte schon. „Na komm. Gehen wir schlafen. Morgen fahren wir dann zurück und du kannst dich mit Tom unterhalten.“ „Wirklich? Du bist nicht böse?“ Andrea schüttelte den Kopf. „Nein. Bin ich nicht. Weißt du. Mama hat angerufen. Sie möchte, dass ich und Aida ein paar Tage bei ihr sind. Sie hat Sehnsucht nach uns und ich meine…“ Semir nickte. „Ja sicher. Ich bringe euch hin. Dann muss der Stammhalter eben noch etwas warten.“

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  • Am nächsten Morgen saß Tom im Büro. Bisher hatte sich kein Angehöriger gemeldet. Tom hatte sich den Express geholt. Schon von weitem fiel die Schlagzeile auf: „UNBEKANNTE TOTE!! WER KENNT SIE!! prankte auf der ersten Seite. Dann kamen der Bericht und das Bild der Toten. Da es keine Vermisstenanzeige gab, war dies die einzige Möglichkeit die Frau zu identifiziern zu können, einen Namen zu geben und dann die Angehörigen zu benachrichtigen. Tom las den Bericht durch. Nun konnte er nur noch warten. Warten, dass sich jemand meldete und die Frau erkannte. Er nahm sich noch einen der alten Akten um den Bericht zu schreiben. Die Zeit verging. Nichts geschah. Dann gegen 11 klingelte das Telefon. „Wegner hier. Tom. Ein Zahlarzt aus Pulheim bei Köln hat sich gemeldet. Die Tote scheint eine seiner Patienten zu sein. Der Abdruck passt zu einer gewissen Sylvia Spät aus Köln.“ „Okay, danke Peter. Mal sehen ob ich darüber was finde. Danke für die Hilfe.“ „Immer wieder gern.“ Es klopfte. Tom rief herrein und die Tür öffnete sich langsam. Tom sah gelanweilt zu bis die Person den Raum betrat. „Semir? Was machst du denn hier? Du hast doch frei.“ Semir lächelte ihn an. „Ja, hab ich. Aber Andrea wollte zu ihrer Mutter und ich wollte… naja ich wollte dir helfen.“ Tom alchte. „Na das ist doch was. Freut mich. Wirklich.“ „na dann weih mich mal ein.“ „Okay, die Tote ist vielleicht 28, wurde misshandelt, wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum. Aber sie wird nicht vermisst.“ Semir nickte. Er sah Tom an. Gedankenverloren schaute er aus dem Fenster. „Hey, es ist doch nicht deine Schuld.“ Sagte er wieder und fasste Tom an die Schulter. „Ja ich weiß.“

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  • Sascha las ebenfalls die Zeitung. „Hier sie haben sie gefunden.“ Sagte er zu seinem Bruder. Anton nickte. „Ja dachte ich mir. Sie war ja auch nicht all zu schwer versteckt. Nun gut. Dann werden wir heute Nachmittag diese Nummer anrufen. Wir werden den Bullen erzählen, dass wir gerade aus dem Urlaub sind und unsere kleine Freundin vermissen. Wir hätten sie vorgestern noch gesprochen, da wollte sie… ausgehen. Danach war schweigen. Du wirst in Tränen aufgelöst in der Gerichtsmedizin erscheinen, sie identifiieren und gut ist. Die Bullen suchen den Mörder und werden uns nichts nachweisen können.“ Anton lachte. Sascha sah ihn an. „Glaubst du die Bullen sind so blöd?“ Antons Lachen stoppte. „Wenn die uns nichts nachweisen können, dann sind wir aus dem Schneider, Wenn sie nicht so dumm sind wie wir es wollen, dann sorgen wir dafür, dass sie gar nichts rausfinden.“ Sascha nickte. „Ist ja gut. Okay, wer ruft an, Du oder ich?“ Anton zuckte mit den Schultern. „Sie war deine Verlobte:“ meinte er nur. „Ja sicher. Ich hätte nicht so fest zuschlagen dürfen. Aber… ich konnte mich einfach nicht beherrschen. Die Tatwaffe ist ja weg. Die ist zum Glück im Müll. Die haben sie nicht.“ Anton nickte. „Es kann nichts passieren. Glaub mir. Die können uns nichts nachweisen.“


    Tom und Semir saßen im Büro und unterhielten sich über die tote Frau. „Was glaubst du, ob sie schon Kinder hatte?“ Semir schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht. Aber… Tom. Es hilft nichts. Wir müssen erfahren wer sie ist. Was ist denn mit diesem Zahnarzt.“ Tom schüttelte den Kopf. „Sie war es nicht. Ich bin zu den Angehörigen gefahren. Sie hat mir selbst die Tür geöffnet. Die Ähnlichkeit war zwar da, aber sie war es nicht.“ Semir nickte. „Okay, Ich denke es wird sicher noch was dauern, bis jemand anruft.“ Doch genau in diesem Augenblick klingelte das Telefon. „Kranich Kripo Autobahn.“ Meldete sich Tom. Hörte eine Weile zu und setzte sich dann auf. „Okay, Wo?“ wieder eine Weile ruhe. „Alles klar. Wir kommen zu Ihnen.“ Er legte auf. Semir sah ihn interessiert und neugierig an. „Was Neues?“ „Das könnte sein. Ein gewisser Sascha Mertz hat angerufen. Er ist heute aus dem Urlaub gekommen und seine Verlobte war weg. Eigentlich wollte sie ihn abholen, aber… nichts. Komm wir fahren hin.“ Semir schnappte sich die Jacke und beide fuhren ab. Es ging nach Pulheim. Nach einer knappen Stunde waren sie auf dem großen Anwesen.

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  • Sascha sah den Wagen vor das Haus fahren. „Da sind sie.“ Anton nickte. „Ja, okay. Wie wir besprochen haben. Du spielst den besorgten Verlobten. Ich komme hinzu, wenn ihr redet und versuche dich zu trösten“ Sascha nickte. Anton sah ihn eindringlich an. „Mach keinen Fehler.“ Es klingelte. Sascha öffnete und ließ die beiden Männer nach Vorstellung ins Haus. „Bitte nehmen Sie platz.“ sagte er. Semir und Tom nickten. „Herr Mertz, Seit wann vermissen Sie Ihre Verlobte?“ Sascha sah zu Anton. „Wir sind gerade vor vier Stunden aus dem Urlaub zurück. Laura wollte mich abholen. Ich hab ne Stunde gewartet. Man kennt ja die Frauen, die wollen sich schön machen um zu gefallen, na ja aber als sie dann nicht auftauchte, hab ich meinen Bruder angerufen und hab mich von ihm abholen lassen. Hier hab ich dann alles abgesucht, aber…sie war nicht hier. Tja und als ich die Zeitung aus dem Kasten geholt habe… hab ich gelesen… Gott. Warum nur.“ Sascha weinte. Semir und Tom sahen betreten zu Boden. „Herr Mertz. Das Bild ist ja nicht gerade das Beste. Vielleicht sieht die Tote ja nur Ihrer Laura ähnlich.“ Versuchte Tom den Mann zu trösten. Sascha sah ihn an. „Dann meinen Sie? Sie könnte vielleicht noch leben?“ Tom nickte. „Die Möglichkeit besteht immer. Wir müssten Sie allerdings dafür mit in die Pathologie mitnehmen. Sie schauen sich die Frau an und …“ „…identifiziere sie dann.“ vollendete Sascha den Satz. Semir nickte. „Ganz genau.“ Sascha stand auf. „Dann lassen Sie uns direkt losfahren.“

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  • In der Pathologie wartete Wegner bereits in der Leichenhalle. Semir und Tom kamen gerade mit Sascha Mertz herein. Semir nickte und sie traten an die Bahre. Wegner hob das Tuch und gab den Blick auf die Leiche frei. Sascha sah sie und dann liefen die Tränen, er nickte. „Sie ist es. Meine Laura. Gott, wer hat das nur getan…“ Semir zog ihn weg. „soll ich Ihnen einen Arzt rufen?“ Sascha schüttelte den Kopf. „Sind Sie fähig, ein paar Fragen zu beantworten?“ Sascha sah ihn an. „Wenn… wenn es sein muss, ja.“ „Leider ja.“ Sascha nickte und dann fuhren alle zur PAST. Im Büro von Semir und Tom bekam Sascha einen Kaffee. „Herr Mertz. Bei der Obduktion ist herausgekommen, dass Frau…? Wie hieß Laura mit Familiennamen?“ „Ähmmm. Siegbert. Laura Siegbert.“ „Also bei der Obduktion kam herhaus, dass Frau Siegbert häufiger geschlagen wurde. Können Sie mir sagen von wem?“ Sascha sah ihn an. „Nein… ich meine wir sind erst seit einem Jahr zusammen. Sie hat mir mal erzählt, dass sie vor mir einen Typen hatte, der sie regelmäßig zusammengeschlagen hat. Sie ist geflohen.“ Semir warf Tom einen Blick zu. „Hat Frau Siegbert einen Namen genannt?“ Sascha schüttelte den Kopf. „Nein… also im Augenblick kann ich mich nicht erinnern. Warum? Warum musste sie sterben?“ „Warum können wir Ihnen nicht sagen. Bevor Frau Siegbert starb, hatte sie hier angerufen. Wir vermuten es zumindest. Sie rief mich an. Warum weiß ich nicht. Aber das letzte was sie sagte war „Sascha“. Warum hat Sie Ihren Namen gesprochen?“ Sascha wurde nervös. „Wir haben uns geliebt. Vielleicht hat sie Sie so bitten wollen, mir Bescheid zu geben. Ich meine… vielelicht wollte sie einfach nur…“ Er weinte wieder. Semir warf Tom einen Blick zu und nickte dann. „Gut, Herr Mertz. Das war es erst einmal. Ich lasse Sie nach Hause bringen.“ Sascha nickte nur.

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  • Semir sah Tom an. „Was denkst du?“ „Ich weiß nicht. Irgendwie vage. Die Angaben, meine ich. Irgendwas hat der Typ zu verbergen.“ „Ach und was macht dich da so sicher?“ „Die Angaben über die Verletzungen. Wegner hat mir gesagt, dass die Flecke alt waren, aber bestimmt kein Jahr. Ich meine Blaue Flecke dauern nicht ein Jahr. Der Typ lügt.“ Semir nickte. „Okay, er sieht zwar nicht gerade aus wie ein Schläger aber wir können ihn ja mal überprüfen lassen.“ Tom nickte. „Okay, gibst du Andrea Bescheid?“ „Ja mach ich… Ach die ist doch gar nicht da.“ Tom sah ihn an. „Stimmt. Die hat ja noch frei. Gut dann mach du das.“ „Wieso ich?“ „na warum denn nicht?“ „Warum machst du das nicht?“ Auf diese Frage konnte Tom nicht antworten. Er lachte. „Okay, wir machen es gemeinsam.“ Semir setzte sich an seinen PC und gab die Suchanfrage „Sascha Mertz“ ein. Nur einen winizigen Moment da sahen sie alle Daten. „Ach sieh mal hier. Der hat schon ne Strafanzeige wegen Körperverletzung hinter sich. Angezeigt von einer gewissen Anette Beck. Er soll sie geschlagen und vergewaltigt haben. Die Vergewaltigung konnte ihm nicht nachgewiesen werden, wohl aber die Körperverletzung. Die Frau hat sich von ihm getrennt und ist dann weg gezogen. Und uns spielt er hier den trauernden Verlobten vor.“ „Na ich wußte doch, dass der lügt. Der hat sicher die Frau so zugerichtet.“ „Ja aber zum Todeszeitpunkt waren die Brüder in Urlaub.“ „Das sagen sie. Aber noch haben wir nichts was diese beweist.“ „Dann sollten wir uns doch noch einmal mit denen unterhalten.“ „Ja dann auf nach Pulheim.“

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  • „Und wie ist es gelaufen?“ fragte Anton seinen Bruder. „Ich weiß nicht. Ganz gut, glaub ich. Aber wenn die rausfinden, dass ich damals Anette geschlagen habe. Die blöde Kuh hatte mich angezeigt. Das weißt du. Wenn die rausfinden, dann… dann wissen die auch das ich Laura geschlagen habe.“ „Ja und? Es geht manchmal nicht ohne. Frauen sind da wie ungezogene Kinder. So ist es halt. Und uns rutscht eben dann die Hand aus, wenn du so willst.“ Anton lachte. Er fand es in Ordung wenn Frauen geschlagen wurden. „Mensch Anton. Die werden anfangen zu schnüffeln. Wir müssen irgendwas tun. Wir müssen…“ Anton nickte. „Ja sicher. Wir werden was tun. Abwarten. Warte einfach ab, was passiert. Man was sollen die denn machen? Das war ein unfall. Mehr nicht. Laura hat es leider nicht überlebt. Sie hat eben Pech gehabt..“ Doch die Worte beruhigten Sascha nicht. „Was wenn die Bullen hier auftauchen und in der Vergangenheit graben?“ „Man, das sind Autobahnbullen, die dürfen Raser jagen, Autobahntäter, aber die haben nichts mit den anderen Sachen zu tun. Schon gar nicht mit Gewalt gegen Frauen. Dafür sind die einfachen Polizeistationen zuständig.“ „Ist ja schon gut.“ Er sah aus dem Fenster. „Mist. Die sind schon da.“ sagte er Sein Bruder sah ihn an. „Hey, ganz ruhig. Okay. Die haben keine Beweise und nur weil du früher mal ausgeflippt bist, können die dir nichts beweisen. Ich regel das.“ Er ging zur Tür.

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  • Semir sah Tom an. „Ist ein ganz schön großes Gelände was?“ sagte er und zeigte auf das Anwesen. Tom nickte. „Ja, es gehört beiden Brüder.“ Die Tür ging auf. „Ach die Herren von der Polizei. Es tut mir leid, aber Sascha hat sich hingelegt. Ich hab den Docgerade hier gehabt, er hat ihn was gespritzt. Er schläft.“ „Oh… schade. Wir hätten uns gern noch etwas mit ihm unterhalten. Aber wenn er … okay. Hätten Sie dann die Güte uns ein paar Fragen zu beantworten?“ Anton lachte. „Ja sicher, wenn es unbedingt sein muss. Aber wir gehen dann ein paar Schritte. Ich möchte nicht, das Sascha…“ Semir nickte. „Ja sicher kein Problem.“ Toms Handy klingelte. Er meldete sich. „Ja? Wegner? Was gibt es denn noch?“ Er hörte eine Weile zu. „Ach das ist ja interessant. Ja sicher ich komm gleich.“ Er sah kurz zu Semir. „Ähm… ja sicher. Okay, pass auf. Wir sind gerade in einer Befragung. Ich denke in einer Stunde sind wir bei dir. Danke Peter.“ Er beendete das Gespräch. „Semir, wir müssen zu Wegner.“ „Ach was hat er denn?“ „Zahnschmerzen.“ sagte Tom nur. „Äh… was?“ „Komm schon.“ Semir verabschiedete sich von Anton. „Ich werden wohl nachher wieder kommen. Ich meine wenn es Ihnen nichts ausmacht.“ Anton nickte. „Ja ich kann aber auch ins Präsidium kommen.“ Semir nickte. „Ja dann morgen Früh. Um Neun?“ „Alles klar.“ Semir und Tom fuhren ab.


    „Was war denn? Wir sollen zu Wegner, weil der Zahnschmerzen hat?“ „Quatsch. Er hat noch was Interessantes an der Leiche von dieser Laura gefunden. Wollte es aber am Telefon nicht sagen. Und ich wollte es vor diesem Anton nicht so laut sagen. Also fahren wir hin.“ „Ach so.“ „Bist du heute schwer von Begriff. Früher war das schneller. Nimmt Andrea dich so in Anspruch, das die Hirnzellen sich erholen müssen, wenn sie nicht da ist?“ „Ha ha.“ Sie kamen in der Pathologie an. „Hey, Peter. Was gibt es denn?“ „Ähm. Ja also. Ich hab den Mageninhalt untersucht. Die Dame hatte einiges gegessen, kurz vor ihrem Tod. Das schönste jedoch war dieser Ring.“ Wegner hielt einen goldenen Ring hoch.“ Semir sah zu Tom. „Das sieht aus wie ein Trauring.“ Wegner nickte. „Ja ist er auch und er ist sicher nicht schon seit Tagen im Magen. Der wäre ja auf natürlichem Wege wieder erschienen. Sie hat ihn am Tag ihres Todes geschluckt.“ „moment mal. Der Ring war…“ Wegner nickte. „Ja sicher.“ Tom nickte. „Was besonderes an dem Ring?“ „Ja ne Gravur. *Sascha und Laura. 17.07.07*“ „Das ist das heutige Datum.“ Tom nickte. „Ja und wenn ich mir überlege, dass die beiden heute vielleicht heiraten wollten, dann stellt sich die Frage, warum der Bräutigam dann in Urlaub fährt.“ „Der Typ ist wirklich nicht sauber.“ Tom nickte. „Ja und deshalb werden wir die beiden Brüder morgen auch noch mal sehr genau unter die Fitiche nehmen.“ Semir war nicht einverstanden. „Wir werden sie heute noch unter die Fitische nehmen. Erzählt uns was von Trauer und so. Ich lass mich doch nicht für dumm verkaufen.“ Er rannte raus und Tom hinterher.

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  • Semir hielt Tom fest. „Tom…. augenblick. Nun bleib doch mal stehen“. Er hielt Tom fest. „Was ist? Dieser Typ hat sicher seine Freundin totgeschlagen, angeblich im Urlaub am Hochzeitstag??? Das glaubst du doch wohl selbst nicht.“ „Nein tu ich nicht. Aber ich denke es steckt mehr dahinter. Weißt du diese Brüder sind mir überhaupt nicht koscher. Wir werden die Brüder überprüfen, von der Geburt bis zum heutigen Tag. Ich wette, wir finden da ne Leiche im keller. Aber wir müssen vorsichtig rangehen. Nichts überstürzen. Okay?“ Tom nickte. „Okay, du hast ja Recht. Gut. Dann fahren wir zur PAST und werden sie überprüfen.“ Sie fuhren los. Im Büro setzte sich Semir direkt an den PC und rief noch einmal die Daten von Sascha Mertz auf. Doch die Daten waren wie davor. Bisauf dass die Körperverletzung dastand war nichts zu erkennen. Semir sah Tom an. „Nicht.“ „Und der Bruder? Dieser Anton?“ Semir gab die Daten ein. „Oh…. Das ist ja… Tom sieh mal.“ Tom kam um den Tisch herum und sah uf den PC. „Na das ist ja ein ganz besonderes Früchtchen. Raub, schwerer Raub, Totschlag, schwere Körperverletzung, Drogenhandel usw. Der hat ja ne Menge auf dem Kerbholz. Aber nichts was uns weiterbringt“ Semir nickte. „Ja leider. Oder… warte mal…. Als die Frau hier anrief, was sagte sie da?“ Tom überlegte. „Sie sagte Ich brauche Hilfe. Helfen Sie mir und den Namen Sascha.“ „mehr nicht?“ Tom schüttelte den Kopf „ Mehr nicht.“ „hmm. Dann müsste Wegner was übersehen haben. Vielleicht hat sie irgendwas entdeckt und musste deshalb sterben. Vielleicht hat sie entdeckt, das Anton mit Drogen handelt, hat Drogen gefunden oder so….?“ Tom schüttelte den Kopf. „Ich glaube nicht, dass es so war. Es könnte ja auch ein Unfall gewesen sein. Sie telefoniert und streitet mit diesem Sascha. Der schlägt zu und sie knallt auf einen Glastisch. So unglücklich, dass sie daran starb.“ Semir sah ihn an. „Ja könnte auch so gewesen sein. Gut. Ich denke heute bringt das Nachdenken eh nichts.“ Sie machten Feierabend.

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  • Anton sah Sascha grinsend an. „Siehst du. War doch gar nicht so sclimm.“ Sascha nickte. „Verdammt, wieso musste Laura so neugierig sein. Du hast doch gesagt, die Verstecke der Mädchen sind sicher. Niemand wird sie finden. Laura hat sie gefunden. Und sie wolle uns verraten. Ich hätte sie ins Zimmer sperren sollen, oder direkt bei den Weibern lassen.“ Anton lachte. „Aber du hast es nicht. Sie hat gesagt, dass sie nichts machen würde, dann sah sie sich mit ihren unschuldigen Augen an und klapperte mit den Wimpern. Schon fing dein Schwanz an zu denken und es war zuspät. Tja und dann stelltest du fest, sie ist nichts weiter als eine Nutte. Sie telefoniert mit den Bullen und will Hilfe holen. Tja du schlägst zu und schade, schade… Laura fällt unglücklich und ist tot.“ Sascha sah ihn giftig an. „Wieso lachst du denn?“ „Na dass du so dumm warst und glaubst Laura hätte dich nicht durchschaut. Doch nun müssen wir den Schaden begrenzen. Die Bullen werden nicht ruhen, ehe der Mörder gefasst ist oder aber der Tod als Unfall abgehandelt wurde. So und nun werden wir uns hinlegen und morgen schaffen wir die Weiber weg. Dann muss uns der Typ sie eben eine Woche früher abkaufen.“ Sascha nickte nur. Er war es gewohnt auf seinen Bruder zu hören.


    Am nächsten Morgen saßen Semir und Tom im Büro. „So und was machen wir jetzt?“ fragte Tom. Semir zuckte mit den Schultern. „Tja, mal sehen. Wir sollten auf jeden Fall diesen Sascha auf dem Zahn fühlen.“ Tom nickte. „Dann lass uns mal hinfahren.“ Schon waren sie verschwunden. Die Fahrt nach Pulheim war schnell, weil es kaum Verkehr gab. Auf dem Anwesen der Brüder Mertz war kein Betrieb. Semir stieg aus und ging zur Tür. Er klingelte. Doch niemand öffnete. „Die scheinen nicht da zu sein.“ meinte er zu Tom. „Tja… dann sollten wir uns mal ein wenig umsehen, was meinst du?“ Semir sah ihn an. „Ohne Durchsuchungsbefehl? Wir haben ja nur einen vagen Verdacht und der würde niemals einräumen, dass wir uns hier umsehen dürfen.“ Tom grinste. „Na wir suchen doch nur nach den Brüdern.“ „Stimmt auch wieder. Okay, du gehst in Richtung der Häuser da drüben, ich in die Scheune.“ Tom war einverstanden. Er griff zum Mikro und rief die Zentrale. „Cobra 11 an Zentrale. Wir befinden uns derzeit auf dem Anwesen der Brüder Mertz in Pulheim, Wir werden uns hier mal umsehen, Die Herren scheinen sich irgendwo hier auf dem Gelände zu sein. Ende.“ „Zentrale hat verstanden“ Tom warf das Mikro auf den Beifahrersitz und schlug die Autotür zu.

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  • Anton sah aus der Scheune die beiden Polzisten am Haupthaus stehen. Sein Bruder sah ihn an. „Ich wußte es. Die beiden geben nicht auf. Die lassen das nicht als Unfall durchgehen. Verdammt. Was machen wir denn jetzt?“ Anton lachte leise. „Na nun mal keine Panik. Das hier ist ein landwirtschaftlicher Betrieb. Wir sind Landwirte und deshalb sind wir hier auf dem gesamten Gelände unterwegs. Sie suchen uns sicher nur. Okay….“ Anton sah wie die beiden sich trennten. „Das ist keine Gute Idee, der beiden.“ Sagte er leise. Sascha sah ihn an. „Wieso denn nicht?“ „Na weil die so garantiert etwas finden, was sie nicht finden sollten. Okay, dann müssen wir uns um die beiden kümmern. Du lenkst den großen ab, ich den kleinen. Schleich dich an den anderen ran, dann kommst du aus einem der Häuser und sprichst mit ihm. Ich mach das gleiche mit dem abgebrochenen Zwerg.“ Sascha nickte und ging zu einem der Häuser.


    Tom war an einem der Nebenhäuser angekommen. Er klopfte an der Tür, doch es schien niemand da. Er betrat das Haus. Hier standen mehrere Betten, die anscheinend auch benutzt wurden. „Hallo? Ist hier jemand?“ Keine Antwort. Tom sah in die Schränke. Hier hingen einige Sachen. Zum größten Teil war es Frauenkleidung in verschiendenen Größen. Ist zwar seltsam, aber nun ja, dachte Tom. Er verließ das Haus und ging in das nächste. Auch hier klopfte er an. Keine Antwort. Er betrat das Haus. Hier standen Tische, Stühle und andere Nutzbare Sachen herum. Doch keiner war anwesend. Schon seltsam, dachte er. Dann hörte er ein Geräusch. Er drehte sich um. „Kann ich Ihnen irgendwie helfen?“ fragte ihn Sascha der hinter ihm stand. „Oh… Herr Mertz. Wir haben Sie schon gesucht.“ Sascha sah ihn an. „Ach und ausgerechnet in einem der Häuser hier?“ „Nun ja. Sie waren nicht im Haupthaus, also hätte es ja sein können. Ich meine es war ja auch so.“ Sascha nickte. „Schon gut. Was kann ich für Sie tun?“ „Es geht um Laura. Nun es hat sich noch etwas Neues ereignet. Der Arzt der die Obduktion durchgeführt hat, hat aus Lauras Mageninhalt einen Ring geholt. Einen Trauring mit der Gravur Ihrer Namen und das Hochzeitsdatum.“ Sascha sah ihn an. „Ach ehrlich? Wie kann sie ihn gefunden haben. Ich hatte ihn extra versteckt. Naja die Gravur stimmte eh nicht mehr. Ich meine das Datum…. Wir wollten eigentlich am 17. heiraten. Aber …“ Tom sah ihn an. „Ach… der Termin hat gar nicht stattgefunden?“ „Nein natürlich nicht. Wissen Sie… Laura und ich haben uns gestritten und… nun ja wie es eben in solchen Streitereien passiert. Man sagt Wörter, die einem direkt wieder Leid tun. Ich hab den Termin abgesagt. Ich wollte die Ringe ändern lassen.“ Tom nickte. Mit der Erklärung musste er sich zufrieden geben. „Okay, das erklärt natürlich einiges. Tja, das wars dann. Ich muss dann mal meinen Kollegen suchen.“ Sascha nickte.

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  • Semir ging zur Scheune und betrat sie. Er hörte die Kühe muhen. Er sah sechs der Tiere in der Stallung stehen. Daneben stand Anton und er sah Semir an. „Was machen Sie denn hier?“ „Ähm… Herr Mertz. Wir haben noch Fragen an Ihren Bruder. Es geht immer noch um den Tod von Frau ….Siegbert.“ Anton nickte. „Ja und was gibt es da noch für Unklarheiten? Sie ist tot. Wie auch immer es passiert ist.“ Semir nickte. „Ja aber es hat sich was Neues ergeben Bei der Obduktion ist ein Ring gefunden worden. Der Name Ihres Bruders und von Laura ist eingraviert und das Hochzeitsdatum. Der 17.7. Tja, und da sind Sie und Ihr Bruder ja erst aus dem Urlaub gekommen. Können Sie mir das erklären?“ Anton sah ihn an. „Ach das… Ja sicher. Es war so, der Ring ist ein Unikat. Wir wollten einfach sehen, wie es ausschaut, wenn die Gravur drin ist. Aber es war kein Termin beim Standesamt zu bekommen. Mir ist unverständlich wie Laura diesen Ring haben konnte. Wir hatten ihn versteckt. Eigentlich war er ja auch nicht dazu bestimmt, dass sie ihn bekommt.“ Semir nickte. Die Erklärung war ziemlich dürftig, aber er konnte ja nicht das Gegenteil beweisen. Also schluckte er die Erklärung erst einmal. „Na dann erklärt es sich ja. Danke. Das war es auch schon.“ Semir wollte gerade aus der Scheune gehen, als er ein kratzendes Geräusch vernahm. Er stutzte unmerklich, aber ging trotzdem raus. Er sah Tom am Wagen bereits stehen.


    Anton sah seinen Bruder an. Und dieser nickte nur. Tom und Semir stiegen in den Wagen und fuhren los. Aber nur wenige Meter vom Anwesen entfernt hielt Semir wieder an. Tom sah ihn an. „Was hast du denn?“ „Irgendwas stimmt hier nicht. Ich weiß nicht genau was, aber mein Bauchhirn sagt, dass hier etwas ganz gewaltig stinkt.“ Tom grinste. „Ach spricht das Bauchhirn wieder?“ „Ja mach du dich nur lustig. Aber ich weiß nicht. Ich bin mir eigentlich ganz sicher, das hinter dem Tod des Mädchens mehr steckt.“ Tom nickte. „Ja sicher. Gut. Ich hab Sascha wegen dem Datum gefragt. Er sagte mir, dass sich die beiden gestritten haben und deshalb wurde der Termin verschoben. Der Ring sollte eigentlich eingeschmolzen werden und neu gemacht werden.“ Semir sah ihn an. „Tatsächlich? Anton sagte mir, dass der Ring nur ein Unikat sei um zu sehen wie die Gravur aussieht. Der Termin wäre aber nicht mehr zu haben gewesen. Und als ich aus der Scheune gehen wollte, hörte ich ein Geräusch. Erst dachte ich, es wäre eines von dem Viehzeug war, aber das Kratzen war nicht von der Kuh, ich bin mir sicher, dass es unter der Scheune noch was gibt.“ Tom nickte. „Ja, jede Menge von Kuhdung.“ Lachte er. „Nein, da ist was Anderes. Aber das krieg ich raus.“ „Gut ich bin dabei.“ Semir lachte. Er wußte doch dass er sich auf Tom verlassen konnte. „Wie sieht dein Plan aus?“ fragte Tom Semir. „Plan? Ach das… ich hab ehrlich gesagt noch keinen. Ich dachte du könntest dir mal… also wenn du …“ Tom lachte. „Schon gut. Verstanden. Ich mache mir mal Gedanken.“

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  • Anton atmete tief ein. „So die sind wir los.“ Sascha sah ihn an. „Ich hoffe nur du hast Recht. Die verdammte Schlampe hatte den Ring bei sich.“ Anton nickte. „Ja das hat mir der kleine auch erzählt. Aber ich hab ihm eine passende Story aufgetischt.“ Sascha sah ihn an. „Ach wirklich und welche?“ „na das der Ring ein Unikat sei und das Datum nicht zu bekommen war.“ „Oh verdammt.“ stöhnte Sascha. „Was ist denn?“ „Na mich hat der Große auch danach gefragt und ich hab gesagt, wir hätten Streit gehabt und deshalb den Termin platzen lassen.“ „Gut, dann haben wir nun zwei Probleme.“ Sascha sah ihn an. „Wieso zwei?“ „Nun erstens die Mädchen werden vor nächster Woche nicht weg können. Hab eben mit den Käufer gesprochen. Er kann sie nirgends unterbringen. Und als zweites Problem die Bullen. Ich habe den Verdacht, dass wir sie heute noch einmal zu Gesicht bekommen.“ Sascha nickte. „Ja und was nun?“ „Ich werde mir was überlegen. Nur keine Panik. Ruf die Jungs zusammen. Sie sollen aufpassen, das sich keiner hier auf dem Gelände rumschleicht.“ „Alles klar. Meinst du die beiden werden anfangen hier zu schnüffeln?“ Anton nickte. „Ja das denke ich. Wir sollten zumindest in Betracht ziehen das sie es tun.“ Sascha verschwand.

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  • Semir und Tom fuhren zunächst wieder ins Büro und besprachen die Sache mit Anna Engelhard. Sie sah die beiden an. „Semir? Der Tod der Frau ist tragisch. Aber es geht doch etwas zu weit, da soviel hinein zu interpretieren. Es ist tragisch, aber wir können ihnen nichts nachweisen. Und nur, weil dieser Herr Sascha Mertz bereits eine Frau geschlagen hat, muss er es hier auch nicht gemacht haben. Was ist mit den Tickets?“ „Die existieren, aber… das heißt doch nur, das jemand auf dem Namen geflogen ist.“ „Semir? Es sind doch nicht nur Verbrecher hier. Seien Sie doch mal realistisch. Die Frau ist tot. Sie kann uns nichts mehr sagen, also wenn wir keine Beweise haben, dann können wir keinen anklagen. Die Vorstrafen von diesem Anton Mertz sind ebenfalls in diesem Fall belanglos.“ „Aber Chefin, ich habe Kratzen in der Scheune gehört, das ist sicher nicht von den Tieren gekommen. Da ist was ich fühle es einfach.“ Anna lächelte und sah Tom an. „Was meinen Sie denn?“ Tom zuckte mit den Schultern. „Ich muss Semir Recht geben. Die Sache mit dem Ring. Da gibt es zwei verschiedene Aussagen, ansonsten haben beide Brüder genau das gleiche genannt. Aber als sie getrennt waren, gingen die Angaben auseinandern. Was die Geräusche angeht, kann ich nichts zu sagen.“ Er sah Semir entschuldigend an. Anna schüttelte den Kopf. „Das geht mir ehrlich gesagt zu weit. Ich kann Sie nicht immer decken. Das ist eine Sache für die wir nicht mehr zuständig sind. Falls an der Behauptung bzw. Vermutung dran ist.“ Semir nickte. „Wir wollen ja nur wissen, ob was dran ist. Wenn wir was rausfinden, dann geben wir den Fall an die zuständige Stelle ab und erledigt.“ „Semir? Solche Fälle haben Sie immer. Und meistens enden die damit, dass ich Sie aus einem großen Schlamassel rausholen muss. Außerdem sind dann die Berichte mit dem Polizeipräsidenten und den anderen Stellen wieder zu bestreiten.“ Semir stand auf. „Gut…. dann ist der Fall eben erledigt.“ sagte er und ging demonstrativ zur Tür. Anna schloss die Augen. Sie kannte genau die Sturheit von ihm. „Okay… beweisen Sie mir, dass es so ist. Aber der Fall wird abgegeben, sobald Drogen oder sonst irgendwelche Verbrechen auftauchen. Haben wir uns verstanden?“ Semir grinste leicht und murmelte ein „Ja sicher, Chefin. Wie immer.“ Schon waren beide draußen. Anna sah ihnen nach. „Eines Tages bekomme ich noch einen Herzinfarkt wegen Ihnen“ stöhnte sie leise.

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  • Semir und Tom fuhren gegen Abend erneut zum Grund der Brüder Mertz. Dort hielten sie vor dem Grundstück an und stiegen aus. „Wir werden mal sehen, wo man noch auf das Grundstück kommt.“ meinte Semir leise. Tom nickte. „Okay, du rechts, ich links.“ Schon ging es los. Tom lief am Zaun entlang und versuchte einen Weg auf das Grundstück zu finden. Er ging einige Meter und fand dann tatsächlich ein Loch im Zaun. Er merkte sich die Stelle und ging zum Haupteingang zurück. Dann sah er Semir. Dieser hielt sich die Hand. „Was hast du gemacht?“ fragte er besorgt. „Ich hab in Glas gegriffen. Ist nicht so schlimm. Wie sieht es aus?“ „Ich hab einen Weg. Komm.“ Semir verband sich schnell die Wunde an der Hand und dann ging er mit Tom zu dem Loch. Sie krochen durch und versteckten sich hinter einen Strohhaufen. „Okay, und nun?“ Semir grinste. „Na wir werden uns die Scheune mal vornehmen.“ Tom nickte. „Okay. Dann wollen wir mal. Warte… da ist jemand.“ Semir nickte. Als die Luft rein war, rannten sie geduckt zur Scheune. Sie schlichen hinein. Dann hörten sie Stimmen. Schnell versteckten sie sich. Semir sah Tom an und dieser nickte. Langsam schlichen sie in Richtung Stimmen.


    Anton sah die Mädchen an. „Na los… macht schon. Wir müssen hier weg. Bewegt euch endlich.“ sagte er leise und drohend, damit die Mädchen schneller liefen. „Du hast dich geiirt. Die wären doch längst da wenn sie einen Verdacht gehabt hätten.“ „Die sind da. Verlass dich drauf. Ich kenne die Bullen. Wenn die sich festbeißen, dann…“ Sascha nickte. Nun trieb auch er die Mädchen an. Sie gingen alle die Holzleiter hoch in die Scheune. Keiner wußte das unter der Scheune einige Räume lagen, die zur Unterbringung und zum gefügigmachen der Mädchen diente. Hier gab es Einzelzellen, aus denen kein Entkommen möglich war und Gemeinschaftszimmer für die angenehmeren Sachen. Anton sah es gern, wenn die Mädchen *zugeritten* wurden. Meistens war er selbst einer der Akteure. Auch Laura war eines der Mädchen, bis sich Sascha in sie verliebte. Er scheuchte die Mädchen weiter. Dann endlich war es geschafft. Das lettze Mädchen stand nun knapp bekleidet in der Scheune. Anton sah seinen Bruder an und nickte. „Okay, raus mit euch!“ befahl er kurz.

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