Internat des Grauens

  • So da sich unsere Leser daran gewöhnt haben, von uns zu lesen. hier noch eine STory die bei Abwesenheit des Forums entstanden ist. Mit viel Schweiß verbunden haben wir unseren Ärger über die Hacker und den anderen Kram Luft gelassen und Semir sowie Chris etwas leiden lassen. Auch wenn sie nichts dafür können. Also viel Spass beim Lesen und bitte gaaaaanz viele FEedbacks. :] :D :baby:


    Internat des Grauens


    "Wieso müssen wir das beide hin, Chefin? Kann das nicht Bonrath machen? Oder Chris alleine? " Semir hielt den Zettel der Chefin in der Hand, den er eben überflogen hatte. " Sie fahren da morgen hin und bleiben bis Sonntag, das sind drei Tage und fertig. Der Polizeipräsident hat dort wichtige Freunde bzw. deren Kinder." Anna zeigte zur Tür.
    " Ja klar, aber ......." " Nein und jetzt raus hier. fahren sie, packen sie und bereiten sich vor"
    Semir ging in sein Büro und wartete auf seinen neuen Partner. 1 Monat waren sie jetzt zusammen unterwegs seit Toms furchtbarem Tod und so langsam brach das Eis zwischen ihnen. Chris sah ihn an. „ Was ist denn nun los?“ „Wir müssen unsere Sachen packen und in einem Internat für drei Tage die Kinder in Kriminalistik unterrichten.“ Chris stutzte. „Wieso wir beide?“ „Das habe ich auch gefragt. Und sie sagte nur, der Polizeipräsident hat dort wichtige Freunde, deshalb.“ Chris lachte, als Semir die Chefin nachmachte. „Na so schlimm wird es schon nicht. Und es sind doch nur drei Tage.“


    Während Semir und Chris ihre Koffer packten saß im Internat Schloss Wittgenstein jemand in der Klemme. " Hören sie, ich habe das Geld nicht. Ich kann die Summe nicht auf einmal zahlen und was sie da von mir verlangen mache ich nicht." Theo Schmitt war nervös und hatte Schweißperlen auf der Stirn. Der Mann ihm gegenüber fackelte nicht lang und zog Schmitt an der Krawatte über den Tisch. " Sie haben nicht verstanden, entweder jetzt oder der Deal." Und denken sie an ihre Familie!“ „Ja aber sie können doch nicht von mir verlangen, dass ich auch nur einem Kind in der Schule etwas antue. Ich habe doch auch für diese Kinder die Verantwortung.“ „Sie sollten sich überlegen, wer Ihnen mehr wert ist. Ihre Familie oder diese neureichen Kinder.“ Der Mann stieß Theo zurück. „Okay, ich mach es. aber setzen Sie mich nicht unter Druck.“ " OK, Freitagnacht lassen Sie meine Leute und mich ins Internat. Und keinen Mucks, sonst..." " Ja, ja, alles klar. Sie sollten vom Hintereingang aus kommen. Das ist weiter weg von den Schlafräumen." Der Mann nickte und verschwand. Sein Boss würde zufrieden sein. Und bald hätten sie jede Menge Geld. Dafür würden sie schon sorgen.


    Am nächsten Morgen kamen Semir und Chris im Internat an. „Mann ich habe absolut keinen Bock diesen neureichen Gören etwas über Kriminaltechnik beizubringen. Die lachen uns doch aus.“ War Semir am schimpfen. Chris lachte. „Komm schon die drei Tage überstehen wir doch mit links.“ Eine nette, ältere Dame kam auf die beiden zu.
    „Guten Tag, sie müssen die beiden Herren von der Polizei sein. Mein Name ist Else Stratmann und ich bin die gute Seele hier. Ich bringe sie zu ihren Zimmern und zeige ihnen gerne alles." Die kleine und etwas rundliche Frau ging vor. Semir und Chris schauten sich auf dem weg zu ihren Zimmern um. Das Internat war modern und komfortabel reingerichtet. Ihre Zimmer lagen etwas abseits unterm dach und waren recht gemütlich eingerichtet. Hier konnte man es für 3 Tage sicher gut aushalten. Semir warf seine Tasche aufs Bett und sah zu Chris, der das Zimmer direkt ihm gegenüber hatte. „Hast du einen Fernseher?“ fragte Semir ihn. Chris schüttelte den Kopf. „Semir das hier ist ein Internat. Warst du nie in so einer Schule?“ „Nee, bin ganz normal aufgewachsen.“ „Hier gibt es nur im Gemeinschaftsraum einen Fernseher und der ist meistens kaputt.“ Else Stratmann kam zu Semir ins Zimmer und fragte ihn: „Haben Sie einen Wunsch Herr Gerkhan?“ „Ja ich hätte gern einen Fernseher auf meinem Zimmer.“ Stratmann nickte. „Den bekommen Sie wenn Sie sich eingerichtet haben, sofort rein gestellt.“ Chris sah erstaunt rüber. Semir grinste. „ Und jetzt zeige ich ihnen den Speiseraum und die restlichen wichtigen Räume. „ Sie ging voraus. unterwegs kamen sie an einigen Schülern vorbei die alle freundlich nickten und neugierig hinter der Gruppe hersahen.
    „ Der Direktor Herr Witzigmann wird sie auch gleich in seinem Büro empfangen, er hat noch eine Konferenz“ Frau Stratmann ging weiter. Semir und Chris waren beeindruckt, wie nobel diese Herberge war. Wenn jetzt nur noch der Unterricht gut lief, konnten die drei Tage wirklich lustig werden im Vergleich zu ihrer sonstigen Arbeit. Sie ahnten nicht, welch Grauen ihnen noch bevorstand. „Unsere Hausregeln sind einfach. Ab 22.00 Uhr herrscht absolute Ruhe und die Kinder sind in ihren Zimmern. Es ist kein Damenbesuch erlaubt. Ich bitte Sie sich daran zu halten. Wir wollen die Kinder doch nicht versauen.“ Semir und Chris grinsten nur. „So und nun kommen wir zu den Lehrkörper. Heute ist allerdings nur einer der Lehrer im Haus. Die anderen sind bereits ins Wochenende gefahren und kommen erst am Sonntag wieder. Kommen Sie, meine Herren.“ Sie ging voraus und betrat dann einen Raum, in dem ein Mann am Tisch saß. Dieser stand auf, als Stratmann den Raum betrat. „Das hier ist Theodor Schmitt. Er ist Biologie-Lehrer an unserer Schule. Herr Schmitt, das sind die Herren Hauptkommissar, Semir Gerkhan und Chris Ritter.“ Die Männer gaben sich die Hand. „ Ich habe jetzt zu tun. Herr Schmitt wird sie zum Rektor begleiten.“ Sie ging schnellen Schrittes weg. „ Sie sind also die armen Herren der Polizei, die am Wochenende den Sonderkurs geben, schön. Die Kinder für diesen Kurs sind alle nett und wissbegierig. Sie werden ihre Freude haben.“ Er lachte. Wieso habe ich das Gefühl, dass das nicht ernst gemeint ist, dachte sich Semir. Aber na ja, mal sehen, was noch kam. Sie gingen zum Büro des Rektors und wurde dort bereits erwartet. „ Guten tag meine Herren. Ich hoffe sie konnte sich schon umsehen?“ Der Witzigmann begrüßte sie freundlich. „Ja , ein tolles haus haben sie hier unter sich“ Chris schüttelte ihm die Hand. „ Ja, und noch bessere Schüler. Die meisten gehen von hier an Top Unis im Ausland“


    Schmitt hatte sich entfernt und bereitete alles für die Ankunft der nächtlichen Gäste vor. Unten im Keller sollten Taschenlampen lagern. Die Bande hatte sich ganz in der Nähe in ein schlichtes und kleines Hotel eingemietet. Völlig unauffällig als Geschäftsgruppe. Draußen in den Autos hatten sie Waffen und Munition für eine kleine Armee. Gegen 23.00 Uhr werden sie in das Internat eindringen und die Kinder und Lehrer als Geiseln nehmen. Die Eltern werden sicher ne Menge Geld springen lassen, für ihre Sprösslinge. „Hören Sie mich?“ kam mit einem Male eine Stimme aus dem Funk. „Was willst du, Schmitt?“ fragte der Mann am Funk. „Wir müssen den Plan ändern, hier sind heute zwei Polizisten eingetroffen, die am Wochenende einige Unterrichtsstunden in Kriminalistik geben sollen.“ „Polizisten? Na und? Wo ist denn das Problem. In welchen Zimmern liegen die?“ „Unterm Dach sind zwei Zimmer. Dort sind die beiden einquartiert worden.“ „Das ist unser Problem. Sorge du dafür, dass wir reinkommen.“ „Das ist schon vorbereitet.“ Gut, das war zwar eine Planänderung, aber was konnten 2 Bullen schon ausrichten? Nicht viel. Sie werden halt mit einbezogen, fertig.“ „ Also, Knut, ich kümmere mich um den einen, du Kröger um den anderen. Die 2 werden ausgeschaltet und im Keller gut aufbewahrt, bis die Sache gelaufen ist. Also los, es wird Zeit.“ Lautlos drangen die Männer in das Internat ein. Durch den Hintereingang gingen sie leise in den Keller und deponierten dort ihre Waffen, Munition und einige andere Kisten.


    Kröger und Knut gingen mit Chloroform und gut bewaffnet zu den 2 Zimmern unterm Dach. Dort schliefen Semir und Chris bereits tief und fest, nach einem mehr als guten Essen, in ihren Betten. Semir spürte das jemand ins Zimmer kam. Er wollte sich gerade aufrichten, als ihm zwei Hände auf das Bett zurückdrückten und er einen Lappen ins Gesicht bekam. Er wehrte sich und versuchte die Hand weg zu schlagen, doch der Mann war stärker. „CHRIS“ presste er raus, doch dann schwanden ihm die Sinne. Er erschlaffte. Der Mann fesselte ihm die Hände auf dem Rücken und schulterte ihn. Auf dem Flur sah er bereits seinen Kumpel mit Chris auf den Schultern. Das ging ja leicht. Die werden Augen machen, wenn sie morgen früh wach werden. Die beiden brachten sie in den letzten Kellerraum und ketteten sie dort an 2 Rohre an. Zusätzlich klebten sie ihnen den Mund mit dickem Isolierband zu. Für alle Fälle.


    Die Türen du Ausgänge des Internates wurden mit dicken Schlössern verschlossen. Alle Fenster mir Zündern versehen. Man überließ nichts dem Zufall. Das Gebäude war nun hermetisch abgeriegelt und gesichert.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Semir erwachte mit Kopfschmerzen. Er wollte sich bewegen, doch es ging nicht. Er spürte die Fesseln an den Handgelenken. Und er spürte das Klebeband auf dem Mund. Er drehte sich etwas weil er spürte, dass neben ihn jemand lag. Das konnte nur Chris sein. Ihm war sicher das gleiche passiert. Er sah Chris ins Gesicht. Dieser schlief noch tief und fest und Semir stieß ihn an. Chris bewegte sich langsam und schlug die Augen auf. Er sah Semir an und an beiden runter. Sie saßen nah genug aneinander um sich mit den Händen gegenseitig das Band vom Mund zu reißen. „ Was ist jetzt los?“ Semir ächzte nachdem er den Mund frei hatte. „ ich dachte du weißt das? Ist das ein Test oder Witz oder wollen die uns veräppeln?“ Chris war merklich sauer. Oben hatten die Gangster die Internatsschüler im Speiseraum versammelt und Schmitt, den Rektor und die nette alte Dame auf Stühle gefesselt.


    „Hey was soll das denn?“ fragte der Direktor die Gangster. Doch er erhielt keine Antwort. „Na wir haben zwei Polizisten im Haus und die werden euch gleich schon Dampf machen,“ gab er voller Überzeugung von sich. Einer der Männer lachte laut. „Ja, die beiden sind noch im Keller. Aber gleich dürften sie auch zu uns.“ Er winkte zwei Männern und schickte sie in den Keller. Semir und Chris wurden sehr unsanft nach oben in den Speiseraum gebracht und dort mit Handschellen und Ketten an den Füßen auf 2 Stühle gefesselt. „ So und nun erkläre ich es 1x für alle. Fenster und Türen sind gesichert, es lohnt also nicht den Helden zu spielen. Das wäre sehr ungesund. Wir werden jetzt eine Botschaft absenden und hoffen, dass sie erhört wird. Sonst dürft es bald die ersten Opfer geben.“ Semir sah den Mann an. „Was soll der Mist?“ fragte er. Der Mann sah ihn an. „Bulle, du solltest die Klappe halten. Sonst wird es schwer für dich.“ „Wer sind Sie?“ stellte Semir die nächste Frage. „Du sollst die Klappe halten!“ kam erneut als Antwort. „Wenn Sie uns nicht sagen, was Sie wollen, können wir ihnen kaum helfen, oder?“ Der Mann schlug zu. Er traf Semir mit der flachen Hand ins Gesicht. „Du sollst die Klappe halten, ist das jetzt angekommen? Oder brauchst du mehr?“ Von Semirs Lippe tropfte Blut. „ Wer wir sind ist völlig egal. Was wir wollen ist nur wichtig für die zahlenden Eltern.“ Einer der Männer machte ein Foto von Semirs blutender Lippe und von ein paar Kindern. „ Das reicht, jetzt wollen wir mal sehen, wie lang es dauert, bis sich jemand bei uns meldet.“ Der Mann ging. Wenige Minuten später liefen mehrere Faxgeräte an und die Bilder plus einer Nachricht wurden für die Empfänger sichtbar. Semir sah kurz zu Chris. Dieser nickte. „Okay, du Klugscheißer. Wir haben keine reichen Eltern und für uns wird auch keiner was zahlen, also hättest du die Güte und loszumachen, damit wir diesen Ort verlassen können?“ Der Mann sah Semir an. Er war über das was Semir gesagt hatte richtig sprachlos, dann ging er zu ihm. „ Pass mal auf du kleine Kröte. Für dich mag ja evtl. keiner zahlen, aber dafür bist du der Erste, der hier richtig leiden wird. Und damit es die Kinder nicht erschreckt, machen wir 2 das lieber nicht hier im Raum“ Er band Semir los und zerrte ihn mit Gewalt am Kragen nach draußen. Dort warf er ihn der Treppe zum Keller runter. Semir überschlug sich mehrfach und blieb regungslos unten am Ende der Treppe liegen.
    „ Wie? Schon genug?“ der Mann lachte. Semir lag nach Atem ringend am Boden. „Wenn… wenn du mir… die Handschellen ab… abnimmst, dann… „ stöhnte er. Der Mann zog ihn hoch. „Was dann? Meinst du halber Meter hast auch nur die Chance gegen mich anzugehen?“ Er schlug mit der Faust zu. Semir schrie auf und ging erneut in die Knie. „ Und wage es dich nicht, vor den anderen oben noch einmal den großen Mann zu spielen, denn der bist du nicht, verstanden? Und jetzt troll dich da hinten in den Kellerraum. Da bleibst du zur Strafe mal ein paar Stunden.“ Der Mann hielt die Waffe auf Semir gerichtet, der auf allen Vieren langsam in die gezeigte Richtung kroch. Aufstehen konnte er nicht mehr. Er wurde fest gekettet und eingeschlossen.

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  • Der Mann ging wieder nach oben zu den anderen. „So, dein Kollege braucht ne Weile Pause. Ich hoffe du bist freundlicher.“ Chris blieb ruhig, doch man merkte seinen zuckenden Gesichtsmuskeln an, wie schwer ihm das in dem Moment fallen musste. Chris antwortete ihm nicht. Er sah ihn nur an. „Gut, scheinbar bist du der Vernünftigerer. Du darfst nun gleich mal eine Nachricht loslassen. Am besten rufst du deinen Vorgesetzten an und erklärst ihm was los ist.“ Chris nickte. Er sah in den Gesichtern der Kinder die pure Angst. Ihr heiles Leben war durch das Eindringen der Männer gestört worden und Chris konnte nur hoffen, dass keiner der Jungen und Mädchen übermütig wird und versuchten auszubrechen. Chris wurde ein Telefon des Internates ans Ohr gehalten. „ Sagen sie uns de Nummer, wir wählen.“ Der Mann tippte.
    „ Ja, Chefin? Ich habe eine Nachricht für sie von einer Entführerbande. Wir werden im Internat gefangen gehalten. Ein Fax geht ihnen zu. Keine Polizei, kein SEK, sonst ist Semir der Erste der tot ist und dann folgen Kinder.“ Das Gespräch war beendet.


    Anna starrte den Hörer an. „Chris?“ fragte sie erneut in den Hörer. Doch es kam keine Antwort. Dafür hörte sie das Fax anspringen. Sie ging hin und zog das Blatt raus. Sie starrte drauf. „Okay, Sie werden sich an unsere Anweisungen halten. Wir halten achtzehn Kinder, drei Lehrkräfte und ihre beiden Kollegen in der Gewalt. Richten Sie jedem Elternpaar aus, das wir pro Kind eine Million Euro fordern. Das Ultimatum für die erste Zahlung ist ab Empfang dieses Faxes genau 48 Stunden. Wenn wir bis dahin kein Geld erhalten, wird es einen Trauerfall geben. Da wir genau wissen, dass für Polizisten nichts gezahlt wird, werden wir den vorlauten Zwerg als erstes hinrichten. Die erste Abreibung hat er bereits erhalten. Bilder davon gehen ihnen in Kürze zu.“ Anna las es noch einmal durch. Da klingelte erneut das Telefon. Sie ging ran und meldete sich. Es war der Polizeipräsident „Anna, haben sie das Fax auch grad bekommen? „ Seine Stimme klang ernst und besorgt. „ Ja, das habe ich. Und vorher einen Anruf von Chris Ritter. Die Lage ist ernst. Wir sollten uns sofort treffen.“ „ In Ordnung, ich erwarte sie in einer halben Stunde hier bei mir im Büro. „

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  • Semir saß im Keller und versuchte die Schmerzen zu bekämpfen. Der Mann hatte ihn geschlagen und getreten. Er dachte sich, warum er die Klappe nicht gehalten hatte. Warum musste er immer wieder den Mund aufmachen und was sagen. Die Tür ging auf und der Mann kam zu ihm. „Na haben wir nun genug?“ Semir antwortete nicht. „Hey, ich hab dich was gefragt?“ Semir sah ihn nur an. „Ja, reicht das als Antwort?“ Semir stöhnte auf. „ Gut, dann komm mit. Ich brauch dich für ein paar Bilder und dann kannst du was essen und trinken.“ Er zog Semir hoch auf die Beine.


    Anna war im Büro des Polizeipräsidenten angekommen. „ Schlechter Anlass, aber ich freu mich Sie zu sehen, Anna“ er gab ihr die Hand. „ Ja, leider, aber das lässt sich nun nicht ändern.“ „ Gut, was tun wir jetzt? Ich habe die Eltern der betreffenden Kinder teilweise erreicht. Sie sind schon auf dem Weg zu mir.“ „ Ich befürchte die meinen es ernst mit ihrer Drohung. Auf dem Weg hierhin habe ich eine Nachricht von Herzberger erhalten. Bilder sind eingegangen auf denen Gerkhan nicht gut ausschaut. „Sie haben bereits Einsatzkräfte dort?“ fragte der Polizeipräsident. „Ja Herr Gerkhan und Herr Ritter sollten dort drei Tage Unterricht in Kriminalistik geben. Allerdings scheinen die Herren die Realität regelrecht anzuziehen. Egal was für einen Auftrag sie bekommen, es endet im Chaos.“ Das ist jetzt natürlich schlecht. Habe die beiden ihre Waffen mit?“ „ Ich nehme es an ja, es ist ja ein offizieller Einsatz. Hoffentlich versucht Ritter keinen Alleingang. So gut kenne ich ihn leider nicht, dass ich sagen könnte, wie er in so einer Situation reagiert. Er ist wie Sie wissen erst seit 1 Monat bei uns. Das Zusammenspiel zwischen ihm und Gerkhan ist noch nicht besonders ausgeprägt. Der Präsident nickte. „Ja aber was ist mit Herrn Gerkhan?“ „Das haben wir gleich. Herr Herzberger wollte mir die Bilder auf das Handy schicken.“ In diesem Augenblick klingelte es tatsächlich. Anna sah drauf und schloss dann die Augen. „Gott, das darf doch wohl nicht wahr sein.“ Der Polizeipräsident sah sie an. „Was, Anna?“ „Die Bilder von Herrn Gerkhan. Er hat anscheinend mal wieder den Helden gespielt.“ Sie reichte das Handy rüber. „ Das ist nur für unsere Augen bestimmt. Die Eltern der Kinder dürfen das nicht sehen.“ Axel Exner verzog das Gesicht. „Gut, nur, was tun wir? Ich will kein SEK dort haben, nicht sofort. Das geht nach hinten los.“ Anna trommelte mit den Fingern auf dem Tisch. „ Ich werde allein mit einem Heli hinfliegen und vermitteln.“ Es klopfte an der Türe. Es war der Sekretär von Exner. „ Herr Exner? Die ersten Eltern sind eingetroffen, sie warten vorne.“ „ Gut, ich komme gleich, Moment“ „ Anna, sie haben das Kommando über den Einsatz bis ich weiteres höre, kümmern sie sich ab sofort darum.“

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  • Im Internat wurde das Essen vorbereitet. Semir saß neben Chris auf dem Stuhl und sah ihn an. „Hey, bist du soweit okay?“ fragte Chris leise. Semir nickte nur. „Hat er gesagt was er wollte?“ Semir schüttelte den Kopf. Einer der Männer kam mit Essen zu ihnen und stellte zwei Teller auf den Tisch. Dann kam der Anführer zu ihnen. „Okay, ich denke wir sollten uns mit Namen ansprechen. Also ich bin Paul. Wer seid ihr?“ „Chris.“ „Okay, und du?“ Semir antwortete nicht. Paul sah ihn an. „Hey, wer bist du?“ „Er heißt Semir.“ gab Chris zur antwort. Paul nickte und ging wieder. Chris sah Semir an, dass er Schmerzen haben musste.
    „ Pass auf, wir müssen zusammenhalten und dürfen nicht auffallen, nur so haben wir eine Chance. Ich werde nachher versuchen etwas mehr zu erfahren und mich mit dem Anführer mal unterhalten. Wundere dich nicht, ich mache das auf meine Art.“ „ Okay, aber sei vorsichtig, bitte die spielen nicht, die meinen es ernst“, Semir aß weiter. Chris sah ihn an. „Was ist los?“ Semir schüttelte nur den Kopf. „Nichts ist schon okay.“ „Hast Schmerzen?“ Semir nickte. „Wo?“ „Die Rippen und ein Handgelenk. Aber ich denke es ist nicht so wild.“ Chris zog das Shirt von Semir hoch und sah die blauen Flecke. „Mindestens eine ist gebrochen.“ „Dann hab ich ja richtig Glück gehabt.“ meinte Semir grinsend. „Was ist mit dem Handgelenk?“ Semir zeigte ihm die Hand. Sie war ebenfalls bläulich. „Wenn du Glück hast ist es nur geprellt.“ „ Pass auf, es geht los. „ Chris sah Semir an und grinste. Sekunden später knallte er ihm den Teller vor die Füße. „ Friss den Mist doch alleine und labere mich nicht von der Seite an. Ich hab gewusst, dass es ein Fehler ist wieder zu eurem Verein zurückzugehen. Nach der Sache hier bin ich endgültig raus.“ Chris stand auf. „ Ach, sieh an. Ich hab´s gerochen, dass du nicht koscher bist und doch übergelaufen warst zu den anderen. „ Semir spielte gut mit. Plötzlich standen 2 Männer neben den beiden. „ Was ist hier los? „ „ Den könnt ihr einsacken, Verräter. einmal krumme Dinger gedreht und übergelaufen, mieses Schwein.“ Semir spuckte auf den Boden. Dann bekam er einen Schlag an den Kopf. „Halt die Klappe. Dein Freund weiß auf welcher Seite er gehört.“ Semir sagte nichts mehr. „Bist du fertig, Semir?“ fragte Paul ihn, als er wieder dazu kam. Semir nickte nur. „Okay, dann komm mit!“ Er zog Semir hoch. Chris sah ihn an. „Was soll das denn wieder?“ fragte er. Ich will den Zwerg aus dem Weg haben, aber vorher unterhält sich unser Boss mit ihm“ Ein anderer Mann übernahm Semir und brachte ihn weg. Paul nahm Chris zur Seite. „ Wir 2 unterhalten uns jetzt auch mal, nebenan.“ Chris folgte ihm „ so, was war das eben mit dem Seite wechseln?“ „ Ich war Undercover Agent und hatte Spaß daran. Leicht verdientes Geld und kein Risiko. Hätte dabei bleiben sollen und nicht wieder in den normalen Dienst zurückgehen. Ist jetzt 1 Monat her, seit der Sache mit den Gehlens.“ Chris pokerte hoch und hatte Glück. „ Gehlen? Du warst in die Sache verwickelt?“ „Ja, Semir hat mich überredet, in den normalen Dienst zu kommen, um seinen Partner zu ersetzen. Na ja ich hab es probiert, aber das ist nichts für mich.“ Paul sah ihn an. „Willst du bei uns mitmachen?“ Chris nickte. „Klar. Aber ich möchte ein paar Bedingungen stellen.“ Paul sah ihn an. „Welche?“ „Den Kindern da drinnen passiert nichts.“ „Okay, kann ich blind unterschreiben.“ „Zweitens: Semir wird fair behandelt.“ „Was liegt dir an ihm?“ „Es muss nicht sein, dass er gequält wird. Ich werde ihm gleich das Handgelenk verbinden und seine Rippen mit einem Streckverband versehen. Er wird nicht gefesselt…“ „Moment. Er wird gefesselt. Und mir ist ziemlich egal, ob sein Gelenk gebrochen ist, oder nicht. Wenn er sich nicht an meine Spielregeln hält, dann bekommt er es zu spüren.“ „ Gut, aber mehr nicht,. Er hat Familie und kann nichts dafür, dass er hier rein geraten ist. Im Gegenteil, er kann euch gut sagen, wie seine Chefin denkt. . Dafür solltet ihr ihn aber bei Laune halten.“ Chris zog sich einen Stuhl ran. „ hast du eine Zigarette für mich?“ „ Hier, nimm die ganze Packung.“ Paul warf ihm eine zu. „ Ich geh mal zum Boss, der dürfte mit dem Zwerg fertig sein. Komm mit.“ Von Semir war nichts mehr zu sehen: Kröger saß alleine im Zimmer. „ Mein lieber Mann, jetzt sind sich schon die Bullen nicht einig untereinander. Wie arm. Dein Partner ist voll fertig. Erst stirbt sein bester Freund und Partner und nun läuft sein neuer Partner über. So was...“ Er lachte Semir saß im Zimmer auf dem Boden. Der Mann der ihn hier hergebracht hatte, fesselte ihn mit Handschellen an der Heizung. Semir schrie auf, als die Schelle um das geschwollene Gelenk einschnappte. Der Mann drückte sie extra fest zu. Die Tränen waren bei Semir zu sehen. „Tut weh, was?“ lachte der Mann. Paul kam rein. „Mach ihn los.“ Der Mann sah Paul an. „Wieso?“ „Er wird zwar gefesselt, aber an einer Hand reicht aus.“ Christ steckte sich eine neue Zigarette an und ging zu Semir ins Zimmer „ kannst gehen, ich kümmere mich um ihn. Kröger hat sein okay gegeben.“ Paul verschwand. Chris machte Semir los und verband ihm den Oberkörper und das Handgelenk. „ Sie haben es geschluckt. Denke ich. Aber übertreiben wollen wir es nicht. Ich versuche jetzt die Chefin zu informieren oder wenn du reden musst, versuch du es. Hier ist alles vermint an den Fenstern. Außer übers dach haben wir keine Chance.“ Semir nickte. Als Chris fertig war sah er ihn an. „Was haben die genau vor?“ Chris zuckte mit den Schultern. „so wie es aussieht wollen die nur Geld. Doch ich glaube nicht, dass sie dann einfach abhauen werden. Bis jetzt glauben sie mir, dass ich auf ihrer Seite bin. Wir sollten es erst einmal dabei belassen. Geht das so mit dem Verband?“ Semir nickte. „Mein Handgelenk scheint doch gebrochen zu sein. Wohl von dem Sturz von der Treppe.“ Chris sah ihn fragend an. „Na, als der Typ dieser Paul mich zum ersten Mal …“ „Ach so. Er hat dich die Treppe runter gestoßen?“ Semir nickte. „Aber mit dem Verband ist das okay.“ „ Gut, halt dich zurück. Ich versuche dich hier rauszubekommen. Wo hast du deine Waffe in deinem Zimmer?“ „ Im Koffer in einer Box, verschlossen. Der Schlüssel ist am Bund. Der liegt auf dem Tisch.“ „ Okay, meine ist sicher versteckt, die dürften sie noch nicht gefunden haben.. Bis später, Partner.“ Chris ging zurück zu Kröger. „ So, der ist versorgt. Rufen Sie bei der zuständigen Leiterin an und erkläre Sie ihr was sie vorgaben, sonst steht hier gleich das SEK und MEK vor der Tür. Ich denke die werden nicht lange fackeln, wenn Sie nichts mehr von sich hören lassen. Kröger nickte. „Dann wird unser Freund hier drinnen, gleich mal aktiv werden müssen.“ Chris nickte. „Ich werde mich mal kurz verzeihen.“ Kröger ging zu Semir der mit einer Hand an der Heizung gefesselt war in den Raum. „so Bulle. Hastet wohl etwas Pech mit der Wahl deines Partners was? So ist das leben. Du wirst gleich mit deiner Chefin reden, aber auch nur ein falsches Wort und du bist Geschichte, klar?“ Semir sah den Mann an und nickte. Chris rannte so schnell er konnte nach oben in ihre Zimmer. Semirs Waffe war noch da wo er beschrieben hatte. Das war gut. Er steckte sie mit 2 Magazinen ein, ebenso seine Waffe. Die Fenster waren auch gesichert, aber die kleine Speichertreppe nach oben aufs dach nicht, hier musste Semir raus. Semir bekam den Hörer wieder ans Ohr. „ Chefin, ja, mir geht es gut. Lassen sie MEK und SEK aus dem Spiel. Und Ritter können sie von der Gehaltsliste streichen. Jäger ist wieder im Spiel. Er ist mit von der Partie...“ Der Hörer wurde ihm vom Ohr gerissen.

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  • Anna starrte den Hörer an. Der Polizeipräsident sah sie erstaunt an. „Wer ist Jäger?“ Anna musste plötzlich grinsen. „Jäger ist Chris Ritter. Er scheint zu den Gangstern übergelaufen zu sein, oder mehr die Verbrecher werden das denken. Semir hat mir damit gesagt, dass Chris mit den Leuten eine gemeinsame Sache macht. Und das ist Show. Chris wird versuchen, einen nach dem Anderen auszuschalten.“ „Anna ich verstehe nicht ganz. Wieso ist Chris Ritter nun Jäger?“ „Jäger war der Tarnname von Chris als es darum ging, Kranichs Mörder zu fassen. Da Semir mir eben sagte, Jäger ist wieder da, muss es mit diesen Fall zu tun haben. Entschuldigung ich muss umgehend zurück zum Revier.“ Schon verschwand sie Auf dem Revier holte Anna die Akte Gehlen und Jäger raus. Wie froh war sie vor 1 Monat gewesen, diese als erledigt abzustempeln. Schmerzlich kamen die Erinnerungen wieder hervor. , der Einsatz bei dem Tom Kranich kaltblütig erschossen wurde. Sie schluckte und blätterte bei den Tatortbildern schnell weiter. Wen konnte Jäger entdeckt haben? Oder wollte man ihr nur mitteilen, dass Chris wieder als Jäger unterwegs war? Das Rätsel musste noch eine Zeit warten, denn der Heli zum Internat war startklar. Sie packte die Akten ein, nahm ihre Dienstwaffe und stieg in den wartenden Heli.


    Semir saß in dem Raum und hatte die Augen geschlossen, als die Tür aufging. Kröger kam herein. „Nun darfst du deiner Chefin mitteilen, was wir haben wollen. Aber das erste Geld sollte schnell hier sein, sonst…“ Er ließ auf was sonst passieren würde, aber Semir konnte sich schon denken, was gemeint war. „Wir wollen zunächst Geld für Karsten Springer haben. Sagen wir 1 Million. Ist doch angemessen. Oder?“ Semir sah ihn an. Er nickte. „Chefin, Semir hier. Die erste Million ist fällig. Sagen sie das den Eltern von Karsten Springer. Mir geht es gut.“ Semir wurde das Telefon weggenommen. „ So und nun hast du Pause.“ Kröger ging wieder. 5 Minuten später kam Chris zu Semir. „ Pass auf, der Speicher oben ist frei zugänglich. Von dort kann ich Leute reinlassen. Irgendwie müssen wir der Engelhardt das zeigen. Hast du eine Idee?“ Semir sah ihn an. „Wir sollten eine versteckte Nachricht durchgeben. Ich werde mir was einfallen lassen.“ Chris nickte. „Okay, und dann sollten wir versuchen die Leute einen nach dem Anderen auszuschalten.“ Er drückte Semir etwas in die freie Hand. „Der Schlüssel für die Handschellen. Sobald es ruhiger wird, mach dich los und dann schlagen wir zu.“ Semir nickte. „Hoffentlich kriegen die nicht vorher spitz, dass du eigentlich doch Bulle durch und durch bist. Ich meine das könnte böse für uns beide enden.“ „ich pass schon auf. Mach es ja nicht zum ersten Mal.“ Chris ging wieder. Semir versteckte den Schlüssel indem er sich draufsetzte. Chris sah nach wo die anderen waren und war zufrieden. Ein paar Minuten sollte er haben. Schnell rannte er nach oben aufs Dach und band ein Bettlaken an die Antenne. Darauf hatte er mit Kugelschreiber etwas geschrieben. Nun musste nur noch jemand auf die Idee kommen, dass das Laken ein Zeichen sein sollte. Es müsste doch möglich sein, den einen oder anderen Schüler vorsichtig hier oben hochzubekommen. Doch dafür müssten sie die Bande nicht nur ablenken, sondern gingen auch ein großes Risiko ein. Er beeilte sich und ging wieder runter. „So, auf dem Dach ist ein Zeichen für die Chefin. Ich schau mal, was die Anderen machen und du sieh zu, das du freikommst. Unten im Keller liegen die Waffen.“ Chris verschwand wieder und ließ Semir allein.

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  • Anna kam derweil am Internat an. Sie hatte das Geld von den Springer Eltern dabei. „Das Handy klingelte und sie meldete sich. „Semir hier. Wie weit sind Sie?“ „Semir wir haben das Geld von den Springern. Wie soll es weitergehen?“ „Sie sollen das Geld vor dem Tor ablegen. Chefin, ich… tun Sie bitte was er sagt und steigen Sie uns nicht aufs Dach. Die machen Ernst.“ „Ich werde mich an die Forderungen halten.“ Semir wurde wieder in das leere Zimmer gebracht und gerade als Kröger ihn anketten wollte, sahen seine Augen den kleinen Gegenstand auf dem Boden liegen. Was war das? Ein Schlüssel für Handschellen. Er hob ihn hoch und steckte ihn ein. „ Du miese kleine Ratte, woher kommt der? Dachtest du kannst abhauen, was? Also so nicht. Er trat Semir in die Seite und zog ihn hoch. Chris und die anderen sahen ihn kommen. „ Was ist los? Gibt es Probleme?“ „ Kann man wohl sagen, dein Ex Kollege hat einen Schlüssel versteckt und wollte sich dünne machen“ Du zeigst ihm und uns jetzt mal, wie du wirklich eingestellt bist. Chris sah Kröger an. „Was willst du damit sagen?“ „Nun ganz einfach. Er wird nun von dir erfahren, was es heißt sich nicht an Regeln zu halten. Paul und ich werden zusehen und die Anderen passen auf die Kinder auf. Du solltest nun keinen Fehler machen, klar?“ Chris sah kurz zu Semir. „Willst du dass ich ihn kalt mache oder was?“ fragte er Kröger. Dieser schüttelte den Kopf. „Nein nicht unbedingt. Aber er sollte es schon spüren.“ Chris zog Semir hoch und schleifte ihn hinter sich her. „ Das machen wir lieber im Keller, da hören es die Kinder nicht. Muss ja nicht sein.“ Semir stöhnte auf, als Chris ihn einfach hinter sich die Stufen in das Kellergewölbe runter zog. Er zwinkerte mit dem Auge und holte mit der Faust aus. Semir zuckte schon vorher zusammen, als ihn die Faust dann traf, fiel er um und drehte sich zur Seite. Christ zog ihn wieder hoch. „ Na, du willst doch nicht schon schlapp machen, oder?“ Er warf ihn gegen die Wand, dass Semir aufschrie. Und im gleichen Atemzug mit geschlossenen Augen am Boden liegen blieb. „Der ist fertig. Kette ihn hier an hat er es doch schön.“ Chris schob Semir Arm mit der Fußspitze zur Seite. Kröger schien zufrieden. Er selbst zog Semir an der Wand hoch und legte ihm die Handschellen an. Diesmal auch an das gebrochene Handgelenk. Er betrachtete ihn und es schien ihm Spaß zu machen. Allerdings sah er nicht dass Chris hinter ihn die Fäuste ballte. „Okay, das reicht erst einmal. Wenn er wieder zu sich kommt, gibt es die nächste Abfuhr. Die werde ich dann selbst übernehmen. Komm“ Er ging mit Chris aus dem Keller. Chris warf Semir noch schnell einen Blick zu. Dieser öffnete kurz die Augen und nickte. „ Schaut euch das an. So lieb ich es, wenn ein Plan funktioniert. „ Kröger hatte die Tasche mit dem Lösegeld hereingeholt. Jetzt überlegen wir, wer das nächste Opfer ist und lassen das Kind hier mal frei.
    Er holte Karsten Springer, öffnete die Türe und ließ ihn gehen.

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  • Anna sah den Jungen kommen. Er wurde vor ihr direkt empfangen und in Sicherheit gebracht. Der Co-Pilot aus dem Heli kümmerte sich um das Kind. „Was könnte Semir mit dem Dach gemeint haben? Starten sie den Heli noch mal, ich möchte gerne eine Runde drehen, das hatte doch etwas zu bedeuten.“ Der Pilot nickte. Sie stieg ein und flog dann zum Dach. Dort sah sie dann den Schal. „Das meinte er damit. Okay, nun müssen wir uns nur noch einen Plan ausdenken. Was will Semir damit erreichen. Sollten wir über das Dach eindringen und…“ Anna überlegte.


    Semir saß im Keller fest. Er konnte seine Hände nicht bewegen. Sobald er die unverletzte Hand bewegte, schmerzte die Gebrochen. Kröger hatte die Schellen fest zusammengedrückt. Die Tür ging auf und Kröger kam herein. „Na wie geht es uns nun?“ fragte er Semir lachend.
    Kröger machte Semir los. „ Jetzt zeige ich dir mal richtig wo es langgeht.“ Er holte aus und traf Semir hart am Kinn. Dieser taumelte nach hinten und fing sich mit der unverletzten Hand auf. „ Wie? Keinen Mumm in den Knochen dich zu wehren? „ Wieder traf die Faust, diesmal im Magen. „ Lassen Sie es doch gut sein, ich tue nichts und Sie haben was Sie wollen, das erste Geld.“ Semir stöhnte leise. „ Gut, aber wir sprechen uns noch.“ Kröger machte ihn wieder fest und ging.


    „Hier, der Name des nächsten Kindes. „ Kröger war im Speiseraum eingetroffen und hielt Chris den Zettel hin.“ Ruf an, kannst ja direkt erzählen, dass du ab jetzt zu uns gehörst“.... Chris grinste, das war die Chance die er brauchte um der Chefin vom Dach und seinem Plan zu erzählen. „ Engelhardt? Ja, als nächsten ist die Million für Anna Schulte fällig. Sehen Sie zu, dass sie schnell eintrifft. Und eins will ich ihnen sagen, Semir steigt mir gehörig aufs Dach. Wenn der so weitermacht ist er der Nächste der dort runterfliegt“ Chris beendete das Gespräch und hoffte nur, dass die Chefin es verstanden hatte, was er damit sagen wollte. Er sah Kröger an. „Ich geh noch mal zum meinem `Partner` mal sehen ob er schon wieder unter den Lebenden weilt.“ Kröger lachte. „Ja tut er. Ich habe dafür gesorgt, dass er künftig noch braver ist. Irgendwie hat er wohl geschnallt, dass er auf der falschen Seite steht. Na ja. Wie es auch immer sei. Wir werden uns später noch einmal mit ihm befassen. Nun muss erst einmal das nächste Geld da sein.“ Chris nickte nur. Anna wusste jetzt, dass der Schal und der Hinweis von Chris nur eins bedeuten konnten. Das Dach war ungesichert und sie mussten dort versuchen einzudringen oder Chris würde ihr dort Schüler rausreichen.

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  • Jetzt war Eile geboten. „Semir? Alles okay? „ Chris war im Keller angekommen. „ ich habe telefoniert und die nächste Summe eingefordert. Die Chefin weiß jetzt mit dem Dach Bescheid Wir müssen jetzt was tun. Sonst bekommen wir bald Probleme. Pass auf, schaffst du es alleine hoch aufs Dach? Dann lass ich ein paar Kinder frei.“


    Semir zuckte „ Ich weiß nicht Chris... das ist keine gute Idee. Das geht nicht schnell genug. Die Chefin muss von oben Leute hier reinbringen. Ich kann mit links nicht schießen und die rechte Hand kaum gerade halten.“ Semir verzog das Gesicht. „ Okay, dann muss ich mir etwas einfallen lassen. Die merken doch, wenn der Heli schon wieder übers Dach fliegt.“ „Ich kann dir leider nicht helfen. Wenn dieser Kröger…“ „Der ist schon hier.“ kam es hinter Chris. „Also was? Beschwert sich dein Freund hier? Geht es ihm noch zu gut?“ lachte er Chris an. Anscheinend hatte er von dem Gespräch nichts mitbekommen. „Ich kümmere mich schon darum.“ meinte Chris. Kröger schüttelte den Kopf. „Das werde ich tun. Du gehst und holst den nächsten Beitrag und lass das dazu gehörende Kind frei. Unseren Freund hier werde ich versorgen.“ gab Kröger als Antwort. Chris sah kurz zu Semir. Er sah, dass Semir diese Situation mit Sicherheit nicht wollte. Chris ging hoch und nahm das betreffende Kind mit an die Türe. „Hör zu, du musst der Frau da draußen sagen, dass sie übers Dach eingreifen sollen, sofort und schnell. Hast du das verstanden?“ Chris sah das Mädchen an. Sie nickte. Er öffnete die Türe, nahm das Geld vor der Pforte weg und brachte das Mädchen ein Stück vors Tor.


    Anna hatte durchs Fernglas beobachtet. Das Mädchen rannte nun weiter in ihre Richtung auf die Wiese wo der Heli stand. „ Sind sie die Frau von der Polizei? Ich soll ihnen sagen, dass sie durchs Dach müssen und das schnell.“ Sie zitterte und Anna nahm sie erst mal in den Arm.


    Kröger verpasste unterdessen im Keller Semir einen Schlag nach dem anderen bis dieser bewusstlos auf dem Kellerboden zusammenbrach. „So und ab sofort wirst du gar nichts mehr sagen.“ gab er zufrieden von sich. Er nahm einen Streifen Klebeband und presste es auf Semirs Lippen. Er blutete aus der Nase und die Lippen waren aufgeplatzt. Chris kam in den Keller und erschrak als er Semir liegen sah. „Das reicht jetzt aber.“ sagte er wütend. Kröger sah ihn an. „Wieso? Er soll einfach nur die Klappe halten. Wenn du dich um ihn sorgst, dann kannst du dich zu ihm legen, klar?“ Chris nickte. „Schon klar.“ Kröger verließ den Raum und Chris beugte sich zu Semir. Er untersuchte ihn kurz. „Semir? Du musst hier raus. Ich bring dich jetzt nach oben aufs Dach. Gemeinsam schaffen wir das. Der bringt dich sonst noch um. Schaffst du es allein, wenn ich dir die Treppen hoch helfe?“ Chris zog ihn vorsichtig hoch. „Ahhh. ...... ich kann...dich doch...nicht allein...lassen.“ Semir stöhnte und atmete schwer. „Doch kannst du, komm, ich bring dich jetzt bis oben und schau ob die Luft rein ist, dann musst du die Chefin auf dich aufmerksam machen. Ich pack das hier alleine, keine Sorge.“ Chris legte den Arm und Semirs Hüfte und half ihm die Treppen hoch. Oben im Flur war alles ruhig. Sie kamen langsam vorwärts, aber niemand außer ihnen war zu sehen oder zu hören. „Was hab ich denn getan… das… er mich… so behan…delt.“ stöhnte Semir. Chris sah ihn besorgt an. „Ich weiß nur, dass er dich ganz schön auf den Kicker hat. Kennst du ihn vielleicht?“ Semir schüttelte den Kopf. „Nein… Ich weiß nicht… Kann sein.“ Sie kamen in die erste Etage. Auch hier schien niemand zu sein. Doch dann kam ihnen ausgerechnet Kröger entgegen. „Hey, was soll das? Wo willst du mit dem Zwerg hin?“ „ Ich bring ihn in sein Zimmer und kette ihn an sein Bett. Oder willst du für nen Toten gerade stehen? Das muss nicht sein. Da stört er keinen und kann vor sich hinstöhnen. Im Keller bei den Waffen kommt er noch auf dumme Gedanken.“ Chris zog Semir unsanft weiter und scheuchte ihn dabei, damit es echt aussah. „ Na wenn du dir da sicher bist, okay. Aber mach ihn gut fest, damit er wirklich nicht abhaut. Ich schau später noch mal nach.“ Kröger verpasste Semir einen Hieb in die Seite.

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  • „ So, Kröger ist weg, jetzt hier hoch und dann bist du auf dem Dach“ Chris schob Semir die Stiege hoch. „Was willst du Kröger sagen, wenn er nach mir sieht? Ich meine…. Aaahhhh. Warte Chris es geht nicht.“ „Was ist denn?“ „Bring mich in mein Zimmer. Ich werde dort auf die Chefin… warten. Ich … kann nicht mehr…“ Chris nickte und brachte Semir in das Zimmer. Er legte ihn vorsichtig auf das Bett als Paul das Zimmer betrat. „Du sollst zu Kröger kommen, Chris.“ Chris sah ihn an. „Okay. Ich mache ihn nur klar.“ „Das tue ich schon. Geh lieber.“ sagte Paul. Chris ging runter zu Kröger. „Was ist? Ich war noch nicht fertig mit dem Kerl. Hätte gern noch ein paar Minuten gehabt, um einen Sache zu klären. Aber das kann ich ja später noch tun.“ Kröger zog an einer Zigarette. „ Pass auf, ich will, dass du den Zwerg in Ruhe lässt. Nicht, dass ich dir misstraue, aber ab sofort ist er tabu für dich, klar?“


    Anna telefonierte mit dem Polizeipräsidenten. „ Ich brauche sofort vom SEK 5 Mann mit einem Heli, die aufs dach des Internates gegen. Dort haben meine Männer eine Möglichkeit zum eindringen gegeben. Es muss schnell und lautlos geschehen. Mehr nicht. „ Anna, wie stellen sie sich das vor?“ „ das lassen sie meine Sorge sein. Tun sie es einfach und vertrauen sie Gerkhan und Ritter“ Der Präsident sah sie an. „Gut, Anna ich verlasse mich darauf. Sorgen Sie dafür, dass alle Kinder unverletzt da raus kommen. Zwei sind frei, aber der Rest…“ Anna lächelte. „Ich mach das schon.“


    Paul hatte Semir fest an das Bett gebunden. Außerdem hatte er ihn den Mund zugeklebt. „So mein Freund. Ich will auch Spaß haben, weißt du. Warum denn nur Kröger?“ Semir sah ihn an. Dann schloss er ergeben die Augen. Er wollte sich nicht wehren. Er hoffte dass der Mann ihn dann in Ruhe ließ, doch anscheinend war Paul eiskalt. Paul nahm seine Zigarette aus dem Mund und drückte sie Semir genüsslich auf dem Bein aus. Er wollte gerade wieder ausholen, als Kröger in der Türe stand. „ raus, das mache ich, verschwinde und pass auf den anderen Kerl auf. Der denkt tatsächlich ich würde ihm glauben, dass er zu uns übergelaufen ist.

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  • Anna hörte 10 Minuten später den 2. Hubschrauber und sah die Beamten des SEK aufs Dach klettern. Alles ging innerhalb weniger Sekunden und der Heli landete neben ihnen. Der Einsatzleiter gab ihr das Headset für den Funk. „ Hier, die Leute warten auf ihr Kommando.“
    „ Okay, danke.“ Sie setzte das Gerät auf. „ Passen sie auf meine Herren, alle Fenster und Türen sind vermint. 2 Beamte sind im haus, der eine gibt sich als Gangster aus, passen sie auf. Sie wissen wie er ausschaut. Ich versuche bei der nächsten Übergabe Kontakt herzustellen und dann greifen wir ein. Vorher rühren se sich nicht von der Stelle.“


    Kröger war zufrieden. Er sah auf Semir herunter und zog ihn das Klebeband vom Mund.. „Lassen Sie mich… bitte in Ruhe…“ versuchte Semir. Kröger lachte. „Hör mal. Ich mag Bullen nicht. Ich weiß auch, dass dein Freund nicht zu uns rüber ist. Aber er glaubt es. Schade, eigentlich. Er ist sehr brauchbar. Na ja. Solange ich dich bearbeite, wird er das tun, was ich sage. Und ich habe meinen Spaß. Gut. Nun werden wir und mal gepflegt unterhalten. Bist du eigentlich immer noch bei der…?“ „Autobahnpolizei.“ gab Semir von sich. „Ach Straßenbulle, richtig? Du erinnerst dich an mich. Weißt du was ich gegen dich habe?“ Semir schüttelte den Kopf. „Ich mag grundsätzlich keine kleinen Bullen. Und du bist sehr klein, oder?“ „Was wollen Sie?“ „Rache für meinen Bruder.“ Paul ging zu Chris. Der Gedanke dem Bullen noch etwas anzutun kam in ihm hoch. Doch erst musste er das nächste Geld holen. „ Geh raus und nimm das Kind mit das Geld wird gleich gebracht.“ Chris nahm den Jungen und ging wieder an die Türe. „ Du gehst jetzt zum Heli auf der Wiese und sag der Frau im Heli: Zugriff. Dann weiß sie Bescheid, okay?“ Der Junge nickte.

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  • Anna nickte ebenso, als Julius mit der Nachricht kam. Sie gab dem SEK den befehl. Lautlos kamen die Männer durch die Dachluke ins Internat und stiegen die Stiege runter. Kröger saß bei Semir am Bett und sah durch die geöffnete Türe den ersten SEK-Beamten die Stiege herunter schleichen „Na was für eine Überraschung.“ lachte er leise. „Dann bin ich ja richtig gut bedient.“ Er zog seine Waffe und presste sie Semir auf die Stirn. Der SEK-Beamte kam zu der Tür und blieb stehen. „Okay, mein Freund. Verschwinden sofort wieder Rückwärts, klar. Sonst hat er ein Extraloch im Kopf.“ Er spannte den Hahn der Waffe. Semir schloss in Erwartung der Kugel die Augen. Semir zuckte und Kröger war für den Bruchteil einer Sekunde abgelenkt. Diese nutze einer der SEK Männer um bei Chris in die Zimmertür zu verschwinden. Die anderen Männer zogen sich über die Stiege wie verlangt zurück. „So und nun zu dir“ Kröger zog Semir den Kolben der Waffe über und der wurde nun endgültig bewusstlos.


    Kröger ging in den Keller und holte 2 Packungen Sprengstoff und verminte damit die Dachluke. Dann ging er runter in den Saal. Der verbliebene SEK Mann griff zum Funk.„Erbitte weitere Befehle. Der verletzte Beamte hier nebenan muss raus, der sieht nicht gut aus. Ich kann ihn aufs Dach bringen, die Sprengladung ist simpel.“ „Versuchen Sie ihn raus zu bringen, damit er in ärztlicher Behandlung kommt. Aber achten Sie darauf dass Sie nicht gesehen werden.“ „Verstanden“ Der Mann befreite Semir von den Fesseln und schulterte ihn vorsichtig. Dann ging er die Treppe hoch, legte Semir kurz ab und entfernte die Minen. Dann schaffte er Semir auf das Dach. Während der ganzen Zeit war Semir nicht einmal zu sich gekommen. Der Heli startete und Kröger beobachtete dies durch das Fenster des Saals. Was haben die nun vor? Irgendwas war da doch im Busch. Er stand auf und machte sich auf den Weg nach oben.

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  • Oben auf dem Dach hatte der SEK Beamte Semir in den Heli getragen und wollte gerade wieder in die Dachluke klettern, als Kröger ihm entgegenkam. Er wich zurück und gab dem Heli ein Zeichen. Dieser drehte sofort ab. Kröger ging die Luke hoch und zielte auf den SEK Beamten. Anna beobachtete die Szene durchs Fernglas. „ Du mieses Schwein, hast dich versteckt, was? Na gut, dafür nimmst du jetzt den kurzen Weg.“ Kröger drückte eiskalt ab. Der Beamte stolperte nah hinten. Erneut drückte Kröger den Abzug durch. Der Mann taumelte und stürzte rückwärts vom Dach.


    Anna rannte zum Heli als dieser gelandet war. Vorsichtig wurde Semir aus dem Heli gezogen und von den Ärzten versorgt. Anna sah besorgt auf ihn dann zum Arzt. Dieser nickte. „Okay. Was ich bisher sagen kann ist, dass mindestens zwei Rippen gebrochen sind, das rechte Handgelenk, die Nase und er hat mehrere Hämatome am Körper. Außerdem eine Brandwunde am Bein. Die Bewusstlosigkeit wurde vermutlich durch einen Schlag auf den Kopf herbeigeführt. Ob das Hirn oder der Schädelknochen dabei verletzt wurde, lässt sich erst nach dem Röntgen sagen. Er muss sofort in die Klinik.“ Anna nickte. Semir bekam 2 Infusionen und wurde stabilisiert und in den RTW verladen. Anna sah ihm besorgt nach. Der SEK Beamte war tot, Semir auf dem Weg in die Klinik und Ritter nun allein auf sich gestellt. Sie mussten zugreifen. Entweder Ritters Tarnung war eh schon dahin oder es gab bald das nächste Opfer und ein Blutbad. Sie ließ sich eine Verbindung mit dem Polizeipräsidenten machen.


    Kröger tobte. Er raste in den großen Saal, nahm Chris am Kragen und zog ihn in den Nebenraum, dort schmiss er ihn gegen die Wand. „ Was soll das? Meinst du bist superschlau, was?“ Chris zuckte die Schultern.“ Ich weiß nicht, was du meinst.“ „ na was wohl. Das ganze Getue war doch nur Spiel. So doof bin ich nicht, aber dafür hast du jetzt ausgespielt und bist an der Reihe. Dein Kollege kann ja nicht mehr und der andere ist leider vom Dach gefallen.“ Chris schluckte. Hoffentlich war Semir in Sicherheit. Chris sah Kröger an. „Und was willst du nun tun?“ Kröger grinste böse. „Nun wird das erste Kind sterben. Du darfst es aussuchen.“ Er lachte gemein. Chris sah ihn entsetzt an. Er wusste bereits dass Kröger brutal genug war, es durchzuziehen. Dann schüttelte er den Kopf. „Lass die Kinder in Ruhe. Nimm mich. Ich könnte dir mit den Verhandlungen helfen.“ Kröger lachte. „Schade eigentlich, dass dein Partner nicht mehr hier ist…. Warte mal…. Ja genau. Du wirst deine Chefin anrufen und ihr sagen, dass sie diesen Zwerg hierher zurück schaffen soll.“


    Annas Handy klingelte. „ Ja, Ritter, was gibt es.“ „ Kröger verlangt, dass Semir hier wieder auftaucht, sollte er das nicht, wird er das erste Kind umbringen. Er meint es ernst, das haben sie ja gesehen.“ „ Geben sie ihn mir.“ Chris reichte den Hörer an Kröger. „ Engelhardt hier. Ich kann ihre Forderung leider nicht erfüllen, das hätte sie sich überlegen müssen, bevor sie den Beamten so zugerichtet haben. Momentan kämpft er im Krankenhaus um sein Leben durch die Kopfverletzung die sie ihm verpasst haben. Ich mache ihnen einen anderen Vorschlag. Nehmen sie Ritter, das komplette Geld, welches gleich angeliefert wird und wir gewähren ihnen freien Abzug.“ „Pass mal auf. Ich gebe hier den Ton an und wenn ich den Zwerg nicht innerhalb von zwanzig Minuten wieder hier habe, dann werde ich das Mädchen mit dem schönen Namen Isabella Frei vor Ihren Augen erschießen. So die Zeit läuft.“ Kröger legte auf. Chris sah ihn an. „Lassen Sie meinen Kollegen in Ruhe. Er ist …“ Kröger sah ihn an. „Das ist mir egal, was er ist. Und nun Klappe.“ Kröger hatte die Kinder eingeschlossen und seine Mannschaft um sich versammelt.“ Wir gehen jetzt in den Keller und holen unser Werkzeug und die Waffen. Die Kinder hörten, dass nebenan ein großer Aufbruch stattfand.
    „ Passt mal auf, die kennen sicher den Gang hinter der Küche nicht, da wo wir immer bei der alten Stratmann reinkriechen und uns am Essschrank bedienen. Da können wir raus, wir müssen uns nur beeilen. Los.“ Max stand auf und stocherte an der Türe rum. Er war da Profi drin und hatte die Tür innerhalb 1 Minute auf. Alle Kinder liefen leise hinter ihm her bis in die Küche. Dort schoben sie einen kleinen Schrank zu Seite, hinter dem noch eine Türe zum Vorschein kam. Der letzte schob den Schrank wieder zurück. Vor ihnen lag ein kleiner Flur des alten Internatsgebäudes. Wie praktisch, wenn man nach der Sperrstunde nach Hause kam oder mal aus der Küche etwas haben wollte.


    Anna traute ihren Augen kaum, als sie plötzlich an der Seite des Gebäudes ein Kind nach dem anderen in den Wald laufen sah. Sofort schickte sie Männer zu dem Kind. Dann kamen weitere. Anna staunte nicht schlecht. Sie hielt eines der Kinder fest. „Wo kommt ihr her?“ „Na aus dem Geheimgang.“ „Wo ist der genau und wo führt er hin?“ „Ich zeig es Ihnen.“ sagte der ungefähr 14jährige Junge und nahm Anna an die Hand. Anna besah sich den Gang und hatte dann eine Idee.

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  • Im Krankenhaus wurde Semir von dem Arzt versorgt. Er kam langsam zu sich und wollte sich aufsetzen. Doch der Arzt drückte ihn zurück ins Bett. Semir hatte noch nicht realisiert, dass er in Sicherheit war und flehte leise: „Bitte, lassen Sie mich in Ruhe. Ich tue… was Sie wollen… bitte…“ Der Arzt sah ihn an. „Herr Gerkhan, es ist alles in Ordnung Sie sind im Krankenhaus. Niemand wird Ihnen hier etwas tun. Hören Sie mich?“ Semir orientierte sich langsam und sah die Infusionsnadel in seinem Arm und seufzte erleichtert. Doch schon musste er an Chris denken. „Ich brauche ein Telefon, bitte. Mein Kollege..“ Der Arzt reichte ihm den Hörer. „ Aber nur 5 Minuten“ „ Chefin, ja. Danke, es geht. Sie müssen Ritter da rausholen er ist aufgeflogen und Kröger wird nicht lange fackeln. „ Semir hatte Schwindelanfälle und merkte, dass er nicht richtig sprechen konnte.“ „ Semir, ist alles okay. Die Kinder haben einen geheimen Ausgang genutzt und sind frei. Kröger dürfte das jetzt bald merken, wir greifen zu.“
    Doch von Semir kam keine Antwort mehr, der Arzt hatte ihm bereits den Hörer abgenommen.
    „ Hallo? Ja, Dr. Gründer hier. Herr Gerkhan ist noch nicht ganz fit für lange Telefonate, aber keine Sorge, das wird wieder.“



    Anna sammelte außer Sichtweite des Gebäudes den Trupp des SEK und erklärte ihnen mit Hilfe des Jungen den Weg ins Haus. Der Zufallsmoment dürfte damit genau auf ihre Seite liegen. Nun müsste nur Ritter heil da rauskommen Kröger ging noch einmal in den Keller. Er wollte die Tür zum Raum mit den Kindern ebenfalls verminen. Er öffnete die Tür und sah… nichts. Die Kinder waren alle weg. Wütend lief er nach oben. Paul stand mit Chris an der Tür. „Die Gören sind abgehauen. Verdammt Wieso hat uns dieser Schmitt nichts von dem Geheimgang erzählt.“ Chris grinste. „Vielleicht kannte er ihn ja nicht. So wie du aussiehst warst du wohl nie in einem Internat. Ich schon. Wir, also die Kinder hatten unsere Geheimnisse. Na dann gebt am Besten auf.“ Kröger richtete die Waffe auf ihn. „Das werden wir nicht tun. Du wirst nun als Druck herhalten. Wo bleibt dein Kollege?“ „Er wird nicht kommen.“ Die SEK Männer arbeiteten sich langsam vor. Der Flur war ruhig und man hörte leise Stimmen aus dem Keller. Lautlos umstellten sie die Treppe und warteten dort auf die ersten Männer der Bande, die die Treppe hochkamen. Kaum war der erste Kerl oben angekommen ging das Treiben los. Im Nu waren die 5 überwältigt. Kröger reagierte Blitzschnell, nahm Chris in die Mangel und den Rucksack mit dem letzten Zünder und hielt Chris die Waffe an den Kopf. Oben am Fuß der Treppe konnte dies der SEK Mann sehen. „ Weg da oben, sonst ist der Mann tot.“ Der SEK-Mann zog sich zurück. Er gab an Anna die Lage durch. Dann ging Kröger mit Chris als Schutzschild zum Wagen von Chris und Semir. „Du fährst und fahr gut. Nur eine falsche Bewegung oder sonst was, dann bist du Geschichte. Hast du mich verstanden?“ Chris nickte. Zuerst stieg Kröger über die Fahrerseite ein und zog Chris dann auf den Fahrersitz. „Und ab.“ Chris gab Gas. „Wohin?“ Kröger überlegte. „Ins Krankenhaus. Dort wo dein Kollege liegt.“ Chris schüttelte den Kopf. „Sie kommen nicht an ihn ran.“ „Ich komme ran. Glaube mir. Und nun drück auf die Tube.“ Chris überlegte wie er Kröger überwältigen konnte, doch im Augenblick fiel ihm nichts ein. Chris fuhr los in Richtung Krankenhaus und hoffte Anna würde sie verfolgen ließ.


    Anna beobachtete die Szene und ließ in der Tat den wagen verfolgen. Im Krankenhaus benachrichtige sie den Arzt, dass man Semir in ein Zimmer fernab verlegen solle und teile eine Wache ein.


    „Was wollen sie von meinem Kollegen? Reicht es nicht, dass sie ihn verletzt und misshandelt haben? Soweit ich mitbekommen habe, sieht es nicht gut aus und sie dürften doch genug haben, oder? Nehmen sie das Geld und verschwinden sie, bevor meine Kollegen sie erwischen. Mich können sie mitnehmen oder umlegen, wie sie wollen. Bei der Polizei hab ich eh verschissen.“ Kröger lachte. „Ja ich kann mir denken, dass es dir nicht passt, wenn ich deinen Kollegen fertig mache. Aber das hat seinen Hintergrund. Willst du ihn wissen?“ Chris nickte. „Gut. Das ist nun vier Jahre her, damals war mein kleiner Bruder leider an deinen kleinen Freund geraten. Er wurde kontrolliert. Leider wurden dabei Drogen im Wagen gefunden. Mein Bruder verlor die Kontrolle über sich und zog sein Handy. Er zog nur sein verdammtes Handy aus der Tasche. Dein kleiner Freund hat ihn darauf hin erschossen. Er hat ihn eiskalt abgeknallt. Deshalb wird er auch sterben.“ Chris schluckte, hatte er doch vermutet, dass Krögers Hass einen tieferen Sinn hatte. „ Damit machst du deinen Bruder auch nicht wieder lebendig. Und wanderst in den Knast, willst du das?“ „ Geht dich nix an, fahr zu, dann passiert dir nix.“ Chris sah die Hinweisschilder Klinik und überlegte. Doch er entschied sich für den Weg zur Klinik. Dort würde mit Sicherheit gewartet und ein Zugriff erfolgen.

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  • Der Heli war bereits mit Anna auf dem Dach der Klinik gelandet. Sie sprach sich mit den SEK Kräften vor Ort ab, die in Lauerstellung lagen. Man würde nicht lange fackeln. Sie rief die Leute zusammen „Okay, wir müssen damit rechnen, das sich der Anführer an Herrn Gerkhan ran machen wird. Das müssen wir unbedingt verhindern. Chris Ritter ist mit Kröger im Wagen. Sobald der Wagen auf dem Parkplatz fährt wird der Platz hermetisch abgeriegelt. Keine Maus wird den Platz verlassen.“ Die Beamten nickten und verteilten sich. Anna hielt den Einsatzleiter des SEK fest. „Der Kröger darf auf keinen Fall an Gerkhan rankommen.“ Mark Hoffmann nickte. „Er wird keine Chance bekommen.“ „Ihr Wort in Gottes Ohr.“ meinte Anna nur.


    Semir wurde wach, als man sein Bett in ein anderes Zimmer schob. Ihm war immer noch schwindelig und sein Kopf dröhnte. Die Schmerzmittel ließen langsam nach. Seine Gedanken schweiften zu Chris. Hoffentlich ging alles gut und er kam lebend und heil da raus. Er mochte nicht daran denken, noch einen Partner innerhalb kurzer Zeit zu verlieren. Die Lücke, die Tom hinterlassen hatte, schmerzte noch sehr und ihm stiegen schon wieder Tränen in die Augen, als er daran dachte. Die Tür ging auf und Anna kam herein. Semir sah sofort, dass etwas nicht stimmte. „ Chefin? Was ist?“ „Semir es ist alles in Ordnung. Wir haben alles im Griff.“ Semir versuchte sich aufzurichten, doch es ging nicht. „Sie lügen. Was ist los?“ Anna musste lachen. „Okay, Dieser Kröger ist mit Chris hier her unterwegs. Kröger will unbedingt zu Ihnen. Was ist da vorgefallen?“ Semir sah sie an. „Ich weiß es nicht. Er hat mich von Anfang an auf dem Kicker gehabt. Ich konnte tun was ich wollte, bzw. was er wollte. Er hat mich geschlagen, getreten. Ich habe keine Ahnung. Ich kenne ihn nicht.“ Semir schloss die Augen. Er war fertig. Anna sah es. „Keine Angst. Er kommt hier nicht rein. Ich sorge dafür.“ „Was ist mit Chris?“ „Chris ist bei ihm und in guter Verfassung.“ Annas Handy klingelte. Sie ging raus aus dem Zimmer, damit Semir seine Ruhe hatte. „ Ja?, gut. Das ist die Info, die uns fehlte, danke.“ Jetzt wusste sie Bescheid, was Kröger an Semir gefressen hatte. Eine Rache sollte es also sein. Na da kommt er an die falsche Adresse bei mir. Sie ging wieder nach unten.

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  • „ Noch haben sie die Möglichkeit abzuhauen, denken zu dran. „ Chris versuchte ihn zu überzeugen. „ Klappe, und bremsen jetzt.“ Der Wagen war noch nicht auf dem Parkplatz angekommen. „Wir werden dicht am Ausgang parken. Dann steigst du mit mir aus und wir werden unseren Freund besuchen. Nur keine Angst. Diesmal geht es schnell. Eine Kugel in den Kopf und fertig.“ Kröger lachte. Chris sah ihn nur an. Dann bemerkte er einen Schatten an der Hauswand. Er ahnte was das war. Das SEK war bereits hier. Chris nickte und wollte gerade die Fahrertür öffnen, als Kröger ihm sagte: „Wir steigen beide auf meiner Seite aus.“ Er öffnete die Tür und stieg aus. Dann wollte er Chris raus ziehen. Seine Waffe hatte er in der Hand und zielte auf Chris.“ Komm, los.“ In dem Moment hörte man den ersten Schuss. Das SEK hatte den Befehl zum Zugriff erhalten. Kröger wurde getroffen und zog den Abzug seiner Waffe durch. Ein 2. Schuss durchbrach die Stille. Kröger brach neben dem Auto zusammen. Anna verfolgte die Szene mit dem Fernglas. Doch wo blieb Ritter? Er stieg nicht aus. Verdammt.....


    Chris spürte den Einschlag der Kugel und sah erschrocken an sich herunter. Blut kam aus der Wunde. Er war an der linken Schulter getroffen. Er blieb sitzen um den Schock zu verarbeiten. Die Tür auf seiner Seite wurde aufgerissen und er spürte noch wie ihm zwei starke Hände vom Sitz zogen. Dann schwanden ihm die Sinne.


    Semir beobachtete seinen Partner, der neben ihm im Bett lag und noch nicht aus der Narkose aufgewacht war. Anna kam ins Zimmer. „ Wieso habe ich gerade ein Deja Vu Erlebnis? Sie knüpfen mit ihrem neuen Partner nahtlos da an, wo sie mit Tom aufgehört haben.“ Man hörte den Kloß in ihrer Stimme deutlich. Semir schwieg. Aus dem Bett neben Semir kam ein leises röcheln und husten. Chris wurde wach. „Hey, Partner.“ Sagte Semir leise. Chris sah ihn an. „Wie geht es dir?“ Semir grinste. Auch das war etwas was Tom immer zu ihm sagte, wenn er neben ihm im Krankenhaus lag. „Es wird schon wieder.“ Chris nickte. „Was ist mit Kröger?“ „Der ist Geschichte. Ich weiß übrigens warum er dich so auf den Kicker hatte.“ Semir staunte „Ach und was?“ „Du hast seinen Bruder erschossen. Bei einer Kontrolle. Vor vier Jahren.“ Semir sah ihn an. „Ich versteh nicht? Ich habe niemanden erschossen bei einer Kontrolle… Warte, doch da war was. Aber ich wollte das doch gar nicht. Es ist richtig dass ich geschossen habe, aber wenn der Typ sich nicht weg gedreht hätte, dann…“ „Semir ist ja gut. Es war ein Unfall. Kröger ist Geschichte und fertig.“ Semir nickte. „Ich wollte bestimmt nicht, dass der junge Mann starb. Er war doch fast noch ein Kind.“ Semir drehte den Kopf zur Seite. Anna und Chris mussten nicht sehen, dass ihm ein paar Tränen die Wange herunter liefen.


    „ So meine Herren, jetzt ist Ruhe angesagt bis man sie entlässt und dann bitte ich um eine ruhige Fortsetzung des Kurses und ihres Dienstes.“ Anna schüttelte den Kopf und ging raus.


    Ende

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