Deja Vu

  • Semir lag auf dem Bett. Er hatte geschlafen nachdem er wieder runter gebracht wurde. Um neun kam Marvin zu ihm und brachte Essen. Semir durfte zur Toilette und wurde anschließend wieder in die Zelle gebracht. Er aß und trank. Danach konnte er nichts anderes tun, als zu warten, was heute passieren sollte. Er dachte an Andrea und Aida. Die Tür ging auf und Puskin kam zu ihm. Semir stand auf. „Schön es scheint dir tatsächlich gut zu gehen.“ „Was wollen Sie?“ Puskin sah ihn an. „Du weißt es immer noch nicht, was? Okay, ich erzähle es dir. Chris Ritter dein Partner hat mir vor ungefähr 11 Jahren ein ziemlich lukratives Geschäft versaut. Dafür habe ich seinen damaligen Partner Manfred Bauer genau hier drin gehabt. Leider meinte Herr Bauer nicht kooperativ zu sein und wollte fliehen. Nun ja. Ich habe ihn eingefangen, und gefügig gemacht. Und zum Dank für sein Eingreifen habe ich Bauer vor Ritter erschossen. Wie im Schach, dort wird der Bauer geopfert. Und wenn du nicht so enden willst, dann solltest du anfangen kooperativ zu sein. Hast du Familie?“ „Das geht Sie einen Dreck an.“ gab Semir von sich. Puskin stand vor ihm und holte aus. Semir ging stöhnend in die Knie. „Falsche Antwort, Bulle.“ Puskin ging raus und verschloss die Tür. Semir rappelte sich auf und legte sich aufs Bett. Nachdem die stärksten Schmerzen vorbei waren, untersuchte er die Gittertür. Diese sah sehr stabil aus. Semir kam zu dem Entschluss, das er hier nicht ohne Hilfe rauskommen würden. Er hoffte nur, dass Chris ihn bald finden wird. Bisher wurde er ziemlich rücksichtsvoll behandelt, aber dieser Puskin, war gefährlich, das hatte Semir bereits festgestellt.


    Die Nacht war für Chris alles andere als Erholsam. Er schlief unruhig. Im Traum lief er zu einem Gebäude. Dort war Lutz Schweiger. Sein Freund und Partner von Puskin festgehalten und gefoltert. Er hörte ihn schreien und flehen. „Nein, lasst ihn.“ schrei Chris im Schlaf. Dann sah er wie Puskin die Waffe an den Kopf von Schweiger legte und wie er in Zeitlupe abdrückte. Chris weinte und ging im Traum zu dem Körper der auf dem Boden lag. Er drehte ihn um und plötzlich war es nicht Lutz, der vor ihm lag. Sondern Semir. „Warum hast du mir nicht geholfen?“ fragte Semir ihm im Traum. „Du bist nicht tot. Semir. Ich werde dir helfen. Du bist nicht tot.“ weinte Chris und schreckte hoch. Er stand auf, ging ins Bad und ließ sich Wasser ins Gesicht laufen. Dann sah er in den Spiegel. „Diesmal wirst du nicht gewinnen, Puskin. Das schwöre ich. Diesmal werde ich dich kaltmachen.“ Er sah auf die Uhr. Es war gerade mal drei Uhr nachts. Er setzte sich in die Küche und machte sich Frühstück. Er hätte eh nicht mehr einschlafen können. Die Nacht war für ihn vorbei.


    Der nächste Tag begann mit einer Überraschung für Chris. Als er im Büro ankam und sich eigentlich darauf gefasst machte, von den Kollegen schief angeguckt zu werden, denn er selbst gab sich die Schuld das Semir in den Händen eines nicht einzuschätzenden Feindes war. Chris wusste mittlerweile dass der Mann Russe war. Auch der Mörder seines Freundes und Kollegen vor 11 Jahren war ein Russe. Piotre Puskin. Ihn wollte Chris haben. Er musste zur Strecke gebracht werden. Damals war er im Menschenhandel tätig. Chris betrat die PAST. Alle sahen ihn an. Andrea war die erste die zu ihm kam. „Chris, ich möchte mich bei dir entschuldigen. Ich meine, was ich gestern zu dir gesagt habe… ich war einfach fertig. Ich mache mir Sorgen um Semir. Ich habe…“ Chris lächelte ihr entgegen. „Andrea ich bin dir nicht böse. Ich gebe mir ja selbst die Schuld dass Semir in der Klemme steckt. Aber ich verspreche dir, ich werde ihn rausholen. Ich weiß wer ihn hat und ich werde ihn finden.“ Anna und die anderen horchten auf. „Wer hat ihn?“ fragte Anna direkt. „Das würde ich Ihnen gern unter vier Augen sagen.“ meinte Chris nur und Anna winkte ihn zu sich. „Gehen wir in mein Büro.“ Chris folgte ihr. Als sie saßen fing Chris an zu reden. „Ich erzählte Ihnen ja, dass mein damaliger Partner umgebracht wurde. Er und ich waren an einem Mädchenhändlerring dran. Der Boss hieß Piotre Puskin. Er ist brutal und ziemlich von sich eingenommen. Das Band von Semir und die Fotos darauf habe ich es erkannt. Ich bin mir sicher, dass er Semir in seiner Burg oder mehr gesagt Festung festhält. Er wird ihn quälten, damit ich nichts gegen ihn unternehme. Und er weiß genau, dass ich nichts tun werde, was Semir gefährdet. Und ich denke er wird mich zu sich einladen. Und dann wird der ganze Alptraum wieder von vorn anfangen. Er wird …“ Anna sah ihn an und schüttelte dann den Kopf. „Er wird nichts tun. Und Sie auch nicht.“ fiel sie ihm ins Wort, weil sie sich denken konnte was Chris sagen wollte. „Wie wollen wir das verhindern? Die Festung ist umgeben von Mauern. Hunde bewachen das Gelände und überall sind Kameras.“ „Chris wir finden einen Weg. Wir holen Semir da raus.“ Chris nickte.


    Für Semir begann der Tag nicht so überraschend. Puskin kam als erster zu ihm. Er brachte das Essen. Semir sah ihn an. „Wie lange wollen Sie mich eigentlich festhalten?“ fragte er. Puskin lächelte ihn böse an. „Bald ist es soweit. Ich habe schon meine Informanten zu Ritter geschickt. Er soll herkommen. Ich denke er wird spätestens morgen hier sein. Dann dürft ihr euch ein letztes Mal sehen.“ „Was ist mit den Diamanten?“ fragte Semir und erinnerte sich warum er in diese Situation geraten war. „Die Diamanten? Welche Diamanten? Ach die, meinst du. Na die haben mir schon eine menge Geld eingebracht. Aber das ist erledigt. Nun iss und dann ist Ruhe im Karton.“ Semir tat was Puskin verlangte. Als er fertig war, sah er Puskin an. „Darf ich bitte…“ Puskin nickte. „Ja du darfst. Ach und ab heute wirst du auch was dafür tun, dass du hier isst. Klar.“ „Sie halten mich hier mit Gewalt fest. Wenn Sie mich nicht wollen, okay. Dann geh ich und gut ist.“ Puskin lachte. „Falsch! Du bist mein Druckmittel, damit ich Ruhe vor Ritter habe. Es wird Zeit, dass man dir Manieren beibringt und Ritter noch einmal ein Video von dir zeigen.“ Wie auf Kommando standen zwei Mann im Raum und zerrten Semir raus. „Hey, was soll das? Was haben Sie denn jetzt vor? Aua! Ist ja gut ich komm ja schon.“

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Drei Stunden später klingelte bei Chris das Handy. „Ritter!“ meldete er sich. „Chris…Ich…bitte...“ „Semir? Gott was ist los?“ „Hör zu, Bulle. Deinem Kollegen geht es nicht so gut, aber du hast es in der Hand ob er lebt oder ob er sterben wird.“ „Puskin, was wollen Sie von mir? Ich will mit Semir sprechen!“ „Du willst gar nichts. Ach übrigens. Es ist ein Video zu dir unterwegs und das wird dir zeigen, dass dein Kollege nicht mit dir reden kann…“ „Puskin! Wenn Sie mich wollen, dann kommen Sie her oder sagen wohin ich kommen soll, aber lassen Sie meinen Kollegen aus dem Spiel.“ „Er ist leider etwas zu neugierig gewesen. Aber er bereut es sicher schon.“ Ein Lachen war zu hören. „Nach dem Video werde ich dich noch einmal anrufen. Es dürfte gleich bei dir auftauchen. Und der Bote weiß gar nichts. Es bringt also nichts ihn auszufragen.“ Chris hörte ein Knacken. Das Gespräch war beendet.



    Nur fünf Minuten später wurde tatsächlich ein Video gebracht. Anna wurde hinzu gerufen und Chris packte das Video aus. Er schob es ein und sah es sich zusammen mit Anna an. Das Bild zeigte Semir, der an einem Gerüst gebunden war. Vor ihm stand ein Mann, der dünne Stäbe in der Hand hielt. Er drehte sich zur Kamera und Chris erkannte Puskin. „Das ist dieser Mistkerl. Der hat damals meinen Kollegen erschossen.“ sagte er tonlos. „so Ritter. Nun sieh zu, wie ich deinen Kollegen fertig mache. Er wird sicher schreien und sich wünschen, dass du ihn rettest. Aber du hast keine Chance. Hörst du. Du kannst ihn nicht retten.“ Der Mann drehte sich wieder zu Semir um, der versuchte sich los zu reißen. Dann schlug der Mann das erste mal zu. Semir schrie auf. Immer wieder schlug er zu. Es schien ihm Spaß zu machen. Semir hing wie leblos am Gerüst. Chris sah den Striemen aus Semirs Brust. Anna drehte sich weg. „Wo ist der Typ?“ Chris sah sie an. „Das ist seine Festung. Er hält ihn dort sicher fest. Wir müssen sofort das SEK hinschicken.“ Wieder sah er auf den Bildschirm. Der Mann drehte sich erneut zur Kamera. „Willst du dass ich weitermache? Wollen wir mal testen, wie viel dein Kollege abkann? Du darfst zusehen. Komm zu mir.“ Puskin lachte. Semir schien zu sich gekommen zu sein. „Chris… tu es nicht. Der bringt mich eh um.“ hörte er Semir sagen. „Halt dein Maul!“ brüllte ihn Puskin an und schlug erneut zu. Immer wieder schlug er Semir mit den Stöcken. Anna schaltete das Video ab. „Chris es wird nicht vorkommen, dass Sie sich dorthin begeben. Es wäre nicht im Sinn von Semir, wenn Sie sich opfern.“ „Ich werde gehen. Er hat schon einmal einen Partner umgebracht. Er wird es nicht noch einmal tun.“


    Semir kam langsam wieder zu sich. Er lag auf dem Bett. Sein ganzer Körper schmerzte und schrie nach Erholung. Semir hatte Tränen in den Augen, als er sich bewegte. Er war nicht gefesselt, doch durch die Schläge mit den Stöcken taten die Arme und die Beine weh. Er konnte sich kaum rühren. Die Zellentür ging auf und Puskin stand vor ihm. „Na wie geht es?“ Semir wusste nicht genau ob er nun antworten soll oder nicht. Puskin tippte ihn an. „Hey, bist du wach?“ Semir nickte vorsichtig. Dann spürte er einen Schlag. Er stöhnte gepresst auf. „Dann antworte gefälligst!“ „Lassen Sie mich doch einfach in Ruhe. Bitte.“ presste er heraus. Puskin griff ihn an den Hals und drückte zu. „Wenn ich dich in Ruhe lasse, bist du tot.“ Semir sah ihn an. Er bekam Luftnot und fing an zu röcheln. Puskin ließ ihn los. Semir hustete und verhielt sich ruhig. Puskin sah ihn an. „So und beim nächsten Filmen wirst du gar nichts sagen, klar?“ Semir nickte. „Sehr gut. Dann darfst du nun mit deinem und meinem Freund reden. Aber auch nur einen falschen Ton und …“ Er machte eine Bewegung. Semir nickte nur. Dann zog Puskin sein Handy und wählte Chris an. Dieser meldete sich direkt. „Okay. Du darfst nun deinen Kollegen sprechen.“ Er drückte Semir das Handy ans Ohr. „Chris…?“ sagte Semir leise. „Semir! Bist du soweit in Ordnung?“ „Nein… hilf mir… Er ist …“ Puskin nahm das Handy wieder weg. „So das reicht.“ „hören Sie Puskin. Es ist eine Sache zwischen Ihnen und mir. Lassen Sie Semir raus.“ Puskin lachte und legte auf. Dann sah er Semir an. „Was wolltest du ihm sagen? Das ich wahnsinnig bin? Verrückt? Was?“ Semir sah ihn nur an aber sagte nichts. Puskin lachte. Dann verließ er den Raum. Semir stand langsam auf. Jede Bewegung schmerzte. Er besah sich seinen Körper. Dieser war mit Blutergüssen und aufgeplatzten Wunden übersät. Dann ging er langsam wie ein alter Mann zur Tür. Er zog an sie. Irritiert stellte er fest, dass sie offen war. Puskin hatte vergessen sie abzuschließen. Semir stutzte. Hatte er es wirklich vergessen? War es nicht vielleicht Absicht? Semir stand eine kurze Zeit einfach nur da. Er wusste nicht genau was er mit diesem Zustand anfangen sollte. Dann kamen die Worte von Puskin wieder in seinen Kopf. „Du kannst nicht fliehen. Hunde und bewaffnete Männer bewachen das Grundstück. Kameras nehmen es auf.“ Trotzdem wollte er es versuchen. Langsam und vorsichtig verließ er seine Zelle.

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  • Puskin sah auf den Bildschirm und er sah wie sein Gefangener an der offenen Tür stand. „Nun komm schon. Du wirst doch wohl nicht ängstlich sein.“ Dann endlich verließ der Mann den Raum. „Habt ihr die Hunde an der Leine?“ fragte er ins Mikro vor ihm. Ein knappes Ja war die Antwort. „Ich will nicht dass er direkt aufgehalten wird. Lass ihm die Hoffnung entkommen zu können. Aber verliert ihn nicht aus den Augen.“ Wieder war ein knappes „alles Klar“ die Antwort. Dann beobachtete Puskin seinen Gefangenen bei jeder Bewegung. Er sah wie er vorsichtig die Treppe hochschlich. Er machte sich einen Spaß daraus, die Tür etwas zu öffnen und zu sehen, wie der Polizist erschreckte. Dann ließ er ihn in den Garten treten. „Okay, er ist draußen. Ab sofort doppelte Wachsamkeit. Wer ihn entkommen lässt stirbt. Aber er darf nicht getötet werden.“ Er schaute wieder auf den Monitor und sah wie der Mann sich langsam über das Gelände fortbewegte. „Okay, lasst Arko frei. Mit Maulkorb.“ Nur kurz darauf sah man einen großen schwarzen Dobermann über das Gelände in Richtung des Polizisten rennen. Der Hund holte den Mann schnell ein, und Puskin lachte, als er sah wie der Mann ängstlich vor dem Hund stand. „Ruf ihn zurück.“ sagte Puskin und der Hund wurde mit der Hundepfeife abgerufen. Puskin sah den verdutzten Blick des Polizisten. Dieser brauchte nur kurz um zu erkennen, das der Hund tatsächlich weg war und rannte weiter in Richtung Tor. Kurz davor warteten bereits drei Mann auf den Polizisten. Sie waren versteckt und man konnte sie nicht sofort sehen. „Okay, er kommt direkt auf euch zu. Ihr dürft ihn zu mir bringen. Aber lasst ihn leben.“ Puskin schaltete den Monitor aus und ging in sein Arbeitszimmer. Dort wollte er auf den Mann warten.


    Semir sah das Tor. Endlich. Er stoppte kurz. Sollte es tatsächlich so einfach sein, von hier zu fliehen? Er blieb stehen. Seine Rippen taten weh und er holte tief und langsam Luft. Dann ging er weiter. Als er das Tor anfassen wollte, hörte er ein Geräusch neben sich. Er drehte sich um. Zwei Männer traten auf ihn zu. Er hob die Arme, als er die Waffen sah. Die Männer lachten. „hast du wirklich gedacht, dass wir dich entkommen lassen?“ fragte einer von ihnen. Dann stießen sie Semir wieder in Richtung Haus. Im Arbeitszimmer wurde er auf einen Stuhl gestoßen. Puskin sah ihn lächelnd an. „Hast du wirklich gedacht ich lasse dich einfach gehen? Bist du nicht darauf gekommen, dass ich dich testen wollte? Ob du schon fertig bist oder ob ich dich noch etwas bearbeite?“ fragte er grinsend. Semir antwortete nicht. Er spürte wie sich die Fesseln um seine Handgelenke eng zusammen zogen. Puskin stand auf und kam zu ihm. „Ich habe dich was gefragt?“ Dann stand er vor ihm und schlug Semir ins Gesicht. Der Schlag war hart und Semirs Lippe platze auf. Er schrie kurz auf. „Also? Was ist nun?“ „Lassen Sie mich doch einfach in Ruhe. Ich habe nichts getan, oder?“ „Doch, du hast versucht mir in die Quere zu kommen. Das ist allein schon Grund genug, dich fertig zu machen. Aber ich bin ja nicht brutal. Ich werde dich kaum anrühren. Meine Männer werden dir nun zeigen, dass du zu gehorchen hast.“ „Sie sind feige. Das ist alles. Sie würden jeden ihrer Männer über die Klinge springen lassen, wenn Sie selbst dafür nicht belangt werden würden.“ Semir reizte ihn. Puskin lachte. „Du hast Angst. Du glaubst meine Männer könnten sich gegen mich wenden. Da wirst du einfach kein Glück mit haben. Sieh mal. Jeder von diesen Männern ist mir verpflichtet. Sie werden tun, was ich sage.“ Als wollte er es demonstrieren, nickte er einem Mann zu, der hinter Semir stand. „Du darfst ihm zeigen, wie treu du mir ergeben bist, Igor.“ Igor nickte und schlug Semir zusammen. Nur fünf Minuten später lag Semir stöhnend am Boden. Puskin lachte. „So und nun werden wir unserem Freund Ritter, einen schönen Empfang bieten. Bringt ihn nach oben.“ Igor zog Semir hoch und brachte ihn in ein Zimmer im ersten Stock. Dort wurde Semir auf einem Stuhl gebunden. Er bekam einen Knebel. Das Gesicht war mittlerweile komplett zu geschwollen. Semir konnte kaum etwas erkennen.

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  • Chris stand mit drei SEK-Trupps vor der Villa und die ersten Männer waren bereits auf dem Gelände. Die Hunde waren betäubt und lagen den Männern zu Füßen. Durch einen Störsender wurden die Funksignale der Kameras und Funkgeräte unterbrochen. Die Männer konnten ungehindert auf dem Gelände springen. Dann wurden die Wächter überrumpelt. Nun war der Weg frei. Chris betrat ebenfalls das Gelände. Er war angespannt und sah wütend aus. Er wollte diesen Mann haben. Egal was es kostet und er wollte Semir befreien. Langsam zogen die Männer einen Kreis um das Haus. Chris vermutete das Semir im Keller gefangen gehalten wurde. Er wollte ihn als erstes rausholen und in sicherer Obhut geben. Mit dem SEK war alles abgesprochen. Die Männer sollten die Villa von allen möglichen Seiten stürmen und die darin befindlichen Personen festzunehmen. Alles klappte wie am Schnürchen. Chris stürmte in den Keller und durchsuchte die Räume. Keine Spur von Semir. Er ging in die erste Etage, wo dass SEK bereits die Leute in Gewahrsam genommen hatten. Doch Semir war nicht da. Chris ging auf einen der Männer zu. „Wo ist meine Kollege?“ Der Mann sah ihn an und grinste. Chris sah sich um. Die SEK Männer beobachteten ihn doch Chris war sicher, dass keiner von Ihnen auch nur etwas gegen ihm tun würde. In einer solchen Situation hielten die Männer zusammen. Chris sah den Mann an und dann schlug er zu. Der Mann vor ihm ging stöhnend in die Knie. „Wo ist mein Kollege?“ fragte er noch einmal drohend. „Puskin hat ihn.“ kam gepresst als Antwort. „Ich will wissen wo!“ „Oben dritter Raum.“ „geht doch.“ meinte Chris zufrieden und nahm sich vier SEKler mit. Sie gingen in die obere Etage und stellten sich vor der genannten Tür auf. Chris zog seine Waffe. „Puskin! Geben Sie auf und lassen Sie meinen Kollegen frei!“ rief er durch die verschlossene Tür.


    Puskin lachte leise und zog Semir den Knebel raus. „So und nun wirst du ihm sagen, dass er nicht reinkommen soll, klar?“ Semir nickte. Er war zu keiner Gegenwehr fähig. Puskin drückte ihm die Waffe in den Hals. „Los! Sag es und dann wirst du sterben. Schade eigentlich. Ich mag dich. Du bist kein Weichei. Nicht so wie der andere Kollege. Der hat um sein Leben gebettelt. Du nicht. Du bist eiskalt, oder? Nein. Du hast auch Angst.“ Semir sagte nichts. Er wusste dass jedes Wort sinnlos war. Er sah zu, wie Puskin eine Waffe an einem Stuhl befestigte. An dem Abzug brachte er einen Draht an und das andere Ende von dem Draht an der Tür. Jeder der durch die Tür kam, würde Semir erschießen.

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  • „CHRIS!!“ hörte er Semir rufen. „NICHT REINKOMMEN! Wenn ihr die Tür öffnet erschießt ihr mich!! Hörst du!“ Chris war etwas irritiert. „Was genau geht da vor?“ „Puskin hat eine Konstruktion gebastelt. Wenn ihr die Tür öffnet, dann geht die vor mir aufgebaute MP los. Ich bin gefesselt und kann mich nicht bewegen.“ „Okay, Semir. Wir werden einen anderen Weg finden. Was ist mit den Fenstern?“ „Da sind Minen angebracht.“ Chris rollte mit den Augen. „Dieser Mistkerl.“ sagte er leise. „Semir? Wo ist Puskin?“ Doch diesmal kam keine Antwort von Semir. „Semir?“ Nichts. Einer der SEK Männer kamen. „Das ist sicher ein Trick. Wir haben das ganze Haus durchsucht. Nur diesen Raum nicht.“ Chris nickte. Er ahnte, das als Semir nicht mehr antwortete, Puskin mit Semir im Raum ist. „Puskin! Ich weiß dass Sie da drin sind. Lassen Sie meinen Kollegen gehen!“


    Semir saß vor einer MP. Puskin lachte ihn aus. Die Waffe zielte auf Semir. Er war wieder geknebelt und konnte nichts sagen. Doch dann schien Puskin doch etwas anderes zu planen. Er nahm den Draht von dem Türgriff und entfernte so die Gefahr für Semir. Dann stellte er sich hinter Semir und presste ihm die Waffe ins Genick. „Ich nehme dir den Knebel ab und du wirst Ritter rein rufen, klar?“ Semir schüttelte den Kopf. Puskin schlug ihn. „Du wirst es tun! Wenn nicht, bekommst du die erste Kugel in dein Knie. Weißt du wie weh das tut?“ Semir schloss die Augen. Er hatte Angst. Der Mann konnte ihn in Stücke schießen. Er allein hatte keine Chance. Nachdem sein Fluchtversuch gescheitert war, hatten die Männer ihn in die Mangel genommen. Das Gesicht war als solches nicht mehr zu erkennen. Semir kannte Gegenden in seinem Körper, die er noch nie so gespürt hatte wie gerade in diesem Augenblick. Er nickte. Puskin zog den Knebel raus. „Chris, komm rein, aber allein.“ sagte er vernehmlich. Die Tür öffnete sich und Chris trat ein. Semir sah ihn hilfesuchend an. „Chris. Ich…“ Er stöhnte auf, weil Puskin ihn die MP ins Genick drückte. „Halt dein Maul. Dein Job ist erledigt.“ Er bekam den Knebel wieder. „Schon gut, Semir.“ sagte Chris.

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  • Chris sah erschrocken auf Semir, der gar nicht gut aussah. Die Augen waren zugeschwollen, Das Gesicht wies grün und blaue Flecke auf und war zum Teil blutig. „Geben Sie auf, Puskin. Lassen Sie ihn gehen. Sie wollten mich, Sie haben mich.“ Puskin lachte. „Meinst du wirklich ich gebe meinen Trumpf aus der Hand. Ich werde dir was zeigen.“ Er stellte die MP zur Seite und zog ein Messer. Dies setzte er Semir an den Hals und zog die Klinge langsam daran entlang. Das Messer schien sehr scharf, denn sofort zeigte sich Blut auf der Haut. Semir stöhnte auf. Chris sah ihn an. „Hören Sie auf! Sofort!“ Puskin sah ihn an. „Willst du mir Befehle geben? Soll ich stärker zudrücken. So etwa hier?“ Er setzte das Messer an die Halsschlagader.“ Chris schüttelte den Kopf. „Lassen Sie ihn. Ich tue was Sie verlangen.“ „Gut. Wir verstehen uns. Okay, als erstes lassen wir jetzt mal die Männer draußen abrücken.“ Chris nickte. Er gab den Befehl an das SEK weiter. Puskin hatte Semir vom Stuhl gezogen und hielt ihn im Würgegriff fest. „So und nun werden wir das Gelände verlassen Du wirst fahren, Ritter. Wenn du auch nur einen Trick versuchst, dann wird er hier nicht mehr unter uns weilen.“ Puskin lachte wieder. Chris wusste genau, dass er nicht bluffte. Er würde Semir eiskalt umbringen. Er drehte sich um und öffnete die Tür. Er wusste genau, dass die SEK-Männer vor der Tür standen und sich verbargen. Sobald Puskin das Zimmer verließ sollten sie zugreifen, ohne Semir dabei zu verletzen. Er nickte unmerklich als er das Zimmer verlassen hatte. Dann kamen Puskin und Semir. Chris sah genau, das Semir sich kaum auf den Beinen halten konnte. Dann passierte etwas, das Puskin nicht voraussehen konnte. Semir sackte zusammen, als er aus dem Raum war. Für Puskin kam es so überraschend, dass er da stand und einfach nichts tat. Dann griffen die SEK-Beamten ein. Sie rissen Puskin die Arme auf den Rücken und entwaffneten ihn. Chris sah ihn an. „So und nun wirst du die Strafe bekommen, was du verdienst, Puskin. Für den Mord an meinen Expartner und für den Mordversuch an meinen jetzigen Partner. Es wird sicher ein Vergnügen sein, dich hinter Gitter zu sehen. Obwohl… wenn ich mir so überlege, was du mit Semir gemacht hast, dann ist ein Aufenthalt hinter Gitter für dich die reinste Erholung.“


    Er sah zu den SEK-Beamten. „Sag mal, Ralf. Haben wir Puskin lebend gefasst?“ Er zwinkerte kurz. „Puskin? Wer ist das?“ stieg Ralf ein. „Na dieser dämliche Bastard, der unseren Kollegen fast umgebracht hat.“ „Ach nun ja. Es tut mir leid, aber wir waren leider gezwungen den finalen Rettungsschuss anzuwenden.“ meinte er nur. Chris sah zu Semir der reglos am Boden lag und mittlerweile vom Notarzt versorgt wurde. Dann zog er seine Waffe und legte diese an Puskins Stirn. Dieser bekam plötzlich doch Angst und sah Chris an. „Hey, das dürfen Sie nicht. Sie dürfen mich nicht einfach erschießen. Das ist Selbstjustiz und die ist verboten. Also… Ich meine Ihr Kollege lebt doch noch… und das damals war ein Irrtum. Eine Kugel hat sich gelöst. Ich wollte doch gar nicht…“ stammelte er. Chris sah an ihm runter. Er sah die nasse Hose und rümpfte nur die Nase. „Ist das nicht Sonderbar, Ralf? Sobald es solchen Arschlöchern an den Kragen gehen soll, erinnern sie sich plötzlich an die Rechtsprechung. Solche Typen ekeln mich einfach nur an. Bring ihn weg. Ich muss zu Semir.“ Ralf nickte und stieß Puskin grob zur Treppe. Dann hörte Chris ein Poltern und grinste nur. Ralf hatte wohl nicht gesehen, wo die Treppe anfing und Puskin polterte sie runter.

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  • „Hey, Partner?“ brachte Semir raus, als Chris an der Bahre stand. „Du hast es überstanden. Bist du…“ Semir schloss die Augen und Chris sah den Arzt an. Dieser zuckte mit den Schultern. „Wir werden ihn ins Marienhospital bringen. Wir müssen innere Verletzungen ausschließen. Er hat einiges abbekommen.“ Chris nickte. Er sah noch einmal auf Semir der so schien es, schlief. Dann sah er dem abfahrenden Wagen nach. Chris zog das Handy und rief Anna an. „Semir ist auf dem Weg ins Krankenhaus Marienhospital. Bitte benachrichtigen Sie Andrea.“ „Tue ich. Was ist mit Puskin?“ „Chefin er lebt. Und er wird seine Strafe bekommen.“ „Okay, Chris. Was machen Sie nun?“ „ich fahre auch zum Hospital. Frau Engelhardt. Semir hat einiges abbekommen. Ich werde zu ihm fahren, denn es war ja eigentlich nur wegen mir. Übrigens die Diamanten habe ich hier ebenfalls in Empfang genommen. Da dürfte eine sehr große Summe zusammenkommen. Die Brüder wandern alle ein.“ „Gute Arbeit, Chris.“ sagte Anna und dann war das Gespräch beendet.

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  • Im Krankenhaus wurde er von Andrea und Anna empfangen, die kurz vor ihm ankamen. Sie warteten auf den Arzt. Chris stellte sich zu ihnen. „Andrea, es tut mir leid, was Semir …“ Andrea sah ihn an und lächelte. „Nein Chris. Es tut mir Leid. Ich war ungerecht. Ich …“ Chris nickte. „Wir haben wohl beide Fehler gemacht. Vergessen wir es einfach.“ Der Arzt kam. „Frau Gerkhan?“ Andrea nickte. „ Ihrem Mann geht es soweit gut. Er hat zwar einiges abbekommen, aber es ist nichts Schwerwiegendes. Die Hämatome werden von allein verschwinden und die Wunden an den Armen und Beinen ebenfalls. Die Wunde am Hals heilt auch ohne weiteres ab. Aber er ist erschöpft. Das Beste wäre, wenn wir ihn für ein paar Tage hier behalten und er sich erholen kann. Anschließend sollte er vielleicht in psychiatrische Behandlung. Er hat einiges durchgemacht und wird die nächste Zeit sicher von Alpträumen und Angstzustände geplagt werden. Mit den Kollegen von der Psychiatrie wird es sicher einfacher.“ Andrea schloss erleichtert die Augen und nickte. „Darf ich zu ihm?“ „Ja aber nur Sie. Er braucht Ruhe.“ Andrea sah zu Anna und Chris. Beide nickten und sie ging zu Semir. Dieser lag geschlossenen Augen im Bett. Doch als er merkte das jemand öffnete er sie. Allerdings konnte er nicht viel sehen. „Wer ist da?“ fragte er schwach. „Schön gut Schatz… Ich bin es. Wie geht es dir?“ fragte Andrea mit tränengefüllter Stimme. „Oh, Andrea. Danke. Ich schaff das schon. Schade dass ich dich nicht richtig sehen kann. Aber irgendwie krieg ich die Augen nicht auf.“ versuchte er zu scherzen. „Hey schon gut. Das wird wieder. Ruh dich aus. Ich besuch dich morgen wieder.“ Er nickte. „Ist Chris draußen?“ „Ja, er steht vor der Tür. Der Arzt ließ nur mich rein.“ „Ich will ihn sehen. Bitte.“ „Semir das ist nicht gut. Du solltest erst einmal gesund werden.“ „Nein. Ich will ihn sehen.“ „Okay, Ich hole ihn.“ Andrea ging zur Tür und holte Chris rein. Er kam zu Semir ans Bett. „Hey. Alles Klar?“ „Ja danke. Es geht. Ich wollte nur noch einmal danke sagen. Wenn du…“ „Hey. Das war doch klar. Ich meine der Typ hat dich doch nur in die Mangel genommen, weil er mit mir eine Rechnung offen hatte. Na ja und nebenbei haben wir den Fall mit dem Diamantenschmuggel aufgeklärt. Ich denke es war ein großer Erfolg. Und nun solltest du …“ Semir war eingeschlafen. „Hey, Chris. Lass uns gehen“ meinte Andrea nur. Chris nickte und sie verließen das Zimmer.


    Ende

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