Offene Rechnung

  • Offene Rechnung (Semir noch unverheiratet)


    Tom saß mit einem Becher Kaffee auf der Beifahrerseite neben Semir im BMW. Sie waren auf der A3 unterwegs. Semir konzentrierte sich auf die Straße und den Verkehr, während Tom seinen Kaffee genoss. Plötzlich bremste Semir und Tom bekam den heißen Kaffee auf die Hose. „Hey, sei doch vorsichtig!“ rief er aus. „Was kann ich denn dafür wenn der vor uns bremst. Soll ich vielleicht auffahren?“ „Nee aber ne Warnung vorher wäre nicht schlecht.“ „Ha, ha. Beim nächsten Mal kannst du ja fahren.“ „Mir wäre es sicher nicht passiert. Na ja. Der Anzug trocknet ja wieder. Schade um die Sitze.“ „WAS? Du hast doch wohl nicht Kaffee auf den Sitz kommen lassen, oder?“ sagte Semir erstaunt. „Doch ein oder zwei Flecke sind es wohl.“ lachte Tom. „Na super. Wieso bremst der da vorn eigentlich.“ fluchte Semir. Tom zuckte mit den Schultern. „Cobra 11 für Zentrale“ kam aus dem Funk. „Cobra 11 hört.“ meldete sich Tom. „Tom auf der A3 soll ein LKW die Ladung verlieren.“ Tom sah auf die Straße. „Wo genau?“ „Bei KM 164.“ „Dann haben wir ihn gleich. Wir übernehmen.“ Tom hängte das Mikro ein und setze das Blaulicht auf. Semir gab Gas. Schnell kam er voran. „Dann weiß ich auch warum gerade gebremst wurde. Da vorn ist der LKW.“ Tom nickte und hielt die Kelle schon parat. Schnell waren sie auf gleicher Höhe mit dem LKW. Tom winkte und der LKW fuhr rechts ran. Semir stieg aus und ging zum LKW. „Gerkhan, Kripo Autobahn. Haben Sie nicht bemerkt, das Ihre Ladung flöten geht?“ fragte er freundlich. Der Fahrer sah erschrocken auf die Straße. „Gott. Es tut mir leid. Ich hab es wirklich nicht bemerkt.“ „Dann sollten Sie möglichst schnell dafür sorgen, dass das was noch drauf ist ordnungsgemäß gesichert wird.“ Der Fahrer nickte und stieg aus. Er nahm ein Netz und legte es auf die Ladung. Dann zurrte er die Riemen fest. „Warum tun Sie es nicht direkt? Wenn Sie schon so ein Netz haben.“ fragte Tom, der nun dazukam. „Ich hatte es eilig und hab es vergessen.“ „Sie können froh sein, dass es dadurch keinen Unfall gegeben hat.“ Semir und Tom verwarnten den Fahrer und stiegen wieder in den BMW. Der Fahrer verließ den Standstreifen und war sichtlich froh, dass er so glimpflich davon kam.


    Während die beiden sich auf dem Weg in die PAST machten, lief in Köln gerade eine ganz andere Sache ab. Mario Seidner stand in der Werkstatt seines Vaters und nahm die Tasche aus dem Versteck unter dem Tisch. Er öffnete die Tasche und nahm eine Waffe raus. Er besah sie sich, nickte zufrieden und schob sie wieder in die Tasche zurück. Dann nahm er einige andere Handfeuerwaffen heraus. Insgesamt waren acht Waffen in der Tasche. „Damit habe ich Hakan in der Hand.“ sagte er leise. Er sah auf die Uhr. In drei Stunden, bin ich reich. Wenn Hakan die Waffen zurück haben will, muss er schon einiges dafür hinblättern. Wenn nicht gehe ich zur Polizei, waren seine Gedanken. Er hatte die Waffen aus einem Wagen entwendet, den er in Werkstatt zur Reparatur hatte. Der Besitzer hatte es gemerkt, aber ist wohlweißlich nicht zur Polizei gegangen. Mario hielt sich für ziemlich schlau. Er ging mit der Tasche in sein Zimmer und legte sie auf das Bett. Er nahm sein Handy und rief Hakan Gül an. „Hey ich hab was, das dir gehört Hakan. Für ne halbe Million kannst du es wiederhaben.“ „Mario? Was soll das. Du hast mir die Waffen aus dem Kofferraum genommen. Es ist mein Eigentum und dafür bezahle ich nicht“ „Na dann hast du sicher nichts dagegen, wenn ich den Bullen die Waffen übergebe, oder?“ „Hey, warte. Keine übereilte Handlung. Wir können über alles reden.“ „Okay, dann treffen wir uns.“ „Gut wo?“ „Auf dem Rastplatz bei Kilometer 75 an der A4. Aber nur du und ich. Und keine Angst ich habe mich abgesichert.“ „Was meinst du damit?“ „Ich habe einen Brief an einen alten Bekannten von mir bei der Autobahnpolizei geschickt. Da steht genau drin, wer mich wenn ich nicht eines natürlichen Todes gestorben bin, umgebracht hat. Hakan Gül.“ „Wer ist denn dein Freund?“ „Das wüsstest du gern was? Aber ich verrate es dir nicht.“ „Okay, wann?“ „Heute um acht.“ „Okay, ich werde da sein. Bring mein Eigentum mit.“ „Aber sicher.“ Mario legte auf und grinste. Er hielt sich für sehr schlau. Dann nahm er den Brief und adressierte ihn an Tom Kranich, Kripo Autobahn Köln. Er ging aus dem Haus und warf den Brief ein.

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  • Hakan knallte den Hörer auf die Gabel. „Dieses kleine miese Arschloch. Was denkt er eigentlich, darf er sich herausnehmen? So spricht man nicht mit mir. Der hat mir die Waffen geklaut, weil Ihr Idioten nicht aufgepasst habt.“ Er sah in die Runde der vier Männer, die vor ihm standen. „Hey, Hakan. Wir holen uns die Waffen zurück.“ „Klar, holen wir sie zurück. Allerdings hat sich der kleine Scheißer abgesichert. Sagt er. Er hat einem Bekannten bei der Autobahnpolizei einen Brief geschickt. Könnte ein Bluff sein, aber es könnte auch der Wahrheit entsprechen. Ich habe nicht die geringste Ahnung wer das ist.“ „Willst du denn die Waffen zurück kaufen? Dein eigenes Eigentum bezahlen?“ Hakan schüttelte den Kopf. „Nein, das habe ich nicht vor. Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich erpresst werde. Mario weiß nichts über meine Geschäfte. Für die Waffen kann ich einen Waffenschein arrangieren. Für die Handgranaten wird es schon schwieriger. Ich weiß ja auch nicht, ob der Brief den er angeblich an seinen Bullenfreund geschickt hat, so detailliert ist. Wir sollten es darauf ankommen lassen.“ „Du willst ihn….“ „Ja was denkst du denn? Meinst du ich lasse mir von einem kleinen Scheißer so was gefallen?“ Murat schüttelte den Kopf. „Und was ist mit den Bullen?“ „Die werden erst einmal mit dem Toten zu tun haben. Ich glaube nicht, dass er Freunde bei den Bullen hat, und wenn doch…. Dann kümmern wir uns auch darum.“ Murat sah Hakan an. „Wie willst du vorgehen?“ „Ganz einfach du wirst zusammen mit Yusuf, Ibrahim und Orhan zum Rastplatz fahren. Dort versteckt ihr euch. Wenn der kleine Scheißer kommt, dann schnappt ihr ihn euch. Macht es kurz und schmerzlos. Anschließend kommt ihr mit dem Wagen von dem Arsch hierher. Überzeugt euch dass alle Waffen da sind und dann ist die Sache geritzt.“ Murat nickte.

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  • Kurz vor Acht auf dem Rastplatz. Mario stellte seinen Wagen ab. Er stieg aus und wartete. Es dauerte nicht lange und Murat kam ebenfalls heran. Mario sah ihn an. „Ich wollte das Hakan herkommt.“ Sagte er. Murat zuckte mit den Schultern. „Der hat einen anderen Termin. Ich soll das Geschäft mit dir abwickeln.“ „Na mir ist es egal. Hauptsache die Kohle stimmt.“ Murat nickte. „Ich will erst die Waffen sehen.“ Mario lachte. „Du traust mir wohl nicht, was?“ „Ganz genau. Also wo sind sie?“ Mario deutete auf den Kofferraum. „Da drin.“ Sagte er nur. Murat sah ihn an. „Ich hoffe für dich, dass keine fehlt.“ „Wo ist das Geld?“ „Im Wagen. Hol es dir, während ich mir die Waffen anschaue.“ Mario nickte und ging zum Wagen von Murat. Er war tatsächlich so leichtgläubig, dachte Murat. Mario öffnete die Tür und es mache kurz Plopp. Mario sank mit einem erstaunten Ausdruck in den Augen zu Boden. Er war sofort tot. Murat durchsuchte ihn. Er nahm ihm die Autoschlüssel ab und ließ den Körper von Yusuf und Orhan in die Büsche tragen. „Das wird ne Zeit dauern, bis die ihn finden.“ sagte er zu Ibrahim, der so eben die Waffe wieder einsteckte. Kurz danach waren auch Orhan und Yusuf wieder am Wagen. Murat sah Yusuf an. „Du fährst die Karre von Mario. Wir treffen uns bei Hakan.“ Yusuf nickte und verschwand.


    Am nächsten Morgen waren mehrere Menschen im Wald am Rastplatz bei KM 75 unterwegs. Darunter auch ein Mann mit seinem Jagdhund. Dieser riss sich los. „FIPS“ rief der Mann aufgeregt und rannte hinter seinem Hund her. Er hatte Angst, dass dieser auf die Autobahn lief und überfahren wurde. Doch der Hund rannte zu den Büschen am Rand des Rastplatzes. Dort bellte der Hund aufgeregt. Der Hundebesitzer kam zu ihm und wollte ihn an die Leine legen, als er sah, warum der Hund so aufgeregt war. Ein lebloser Körper lag am Boden vor den Pfoten des Hundes. Der Mann erschrak und griff zu seinem Handy. Er rief die Polizei an.


    Tom und Semir saßen gerade im Büro als der Anruf eintraf. Andrea kam zu ihnen und sagte: „Leichenfund an der A3 bei KM 75. Rastplatz. So wie es aussieht wurde der Mann erschossen.“ Tom und Semir schnappen sich ihre Jacken und rasten los. Nur kurze Zeit später waren sie am Fundort. Die Spurensicherung war bereits an der Arbeit. „Hey, Sebastian.“ begrüßte Semir den Gerichtsmediziner. „Ach Semir, hallo Tom.“ „Was weißt du schon?“ „Sauberer Schuss ins Herz. Der Tod muss sofort eingetreten sein. Der Mann ist wahrscheinlich gestern Abend gestorben, aber nicht länger als 14 Stunden her. Ich vermute so gegen acht halb Neun. Der Fundort ist nicht der Tatort, soviel ist auch schon klar. Die Spuren führen zum Parkplatz. Alles weitere nach der Obduktion.“ Semir nickte. „Wissen wir schon wer es ist?“ Der Arzt schüttelte den Kopf. Tom beugte sich über die Leiche und hob die Plane an. „Doch wissen wir.“ sagte er leise. Semir sah ihn erstaunt an. Auch der Arzt schaute überrascht. „Kennst du ihn?“ fragte Semir. Tom nickte. „Das ist Mario Seidner. Seine Mutter ist eine gute alte Freundin von mir. Er und sein Vater hatten eine Autowerkstatt in Köln. Eine kleine aber gut gehende Werkstatt.“ Tom stand auf und ging ein Stück zum Parkplatz zurück. Semir folgte ihm. „Ich hab den Bericht heute noch, klar.“ sagte er dabei zum Arzt und dieser nickte. Semir holte Tom ein und legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter. „Ich muss… zu seinen Eltern…“ Semir nickte. „Wir fahren zusammen.“ Tom sah ihn an. „Danke.“ Sie stiegen ein und fuhren nach Köln. In der Neißestrasse hielt Tom vor einer kleinen Werkstatt. Sie stiegen aus und gingen hinein. Ein Mann schraubte gerade an einem alten VW Käfer rum. Er sah den Männern entgegen. „Hey Tom. Schön dich zu sehen. Was führt dich hierher? Hast du Probleme mit dem Wagen?“ fragte er. Tom schüttelte den Kopf. „Stefan. Ich bin… ich meine…“ fing Tom an. Er warf Semir einen Hilferufenden Blick zu. Semir nickte. „Herr Seidner, wir sind leider aus beruflichen Gründen hier. Ich bin Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Es geht um Mario.“ Seidner legte das Werkzeug zur Seite. „Was ist mit Mario? Hatte er einen Unfall?“ Tom sah Stefan an. Er schüttelte den Kopf. „Nein, Stefan. Keinen Unfall. Mario ist erschossen aufgefunden worden, es tut mir Leid.“ Stefan sah ihn an. „Erschossen? Aber… Das kann doch gar nicht sein. Ich meine wieso sollte man auf Mario schießen. Er hat doch nichts getan..“ Die Tränen liefen dem Mann über die Wangen. Semir stand hilflos daneben. Es war immer schwer Menschen über solche Schicksale zu informieren.

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  • Tom saß mit Semir im Wagen und war auf dem Weg zur PAST. Semir warf ihm ein Seitenblick zu. „Hey, geht es wieder?“ fragte er. Tom nickte. „Ja es ist nur, weißt du ich kenne den Jungen bestimmt schon 14 Jahre. Er war immer etwas unbesorgt aber nicht leichtsinnig. Ich weiß nicht was dahinter stecken könnte. Aber er war sicher nicht in die falschen Kreise geraten. Ich wette, das er irgend etwas mitbekommen hat und nun als unlieber Zeuge beiseite geschafft wurde.“ Semir nickte. „Ich denke wir kriegen das raus. Vielleicht können wir nachher noch einmal das Zimmer von Mario sehen. Ich meine…“ „Semir bitte. Das werde ich tun. Lisa und Stefan haben sicher im Augenblick nichts davon, wenn wir anfangen zu schnüffeln.“ „Aber die wollen sicher, dass der Mörder schnellstens hinter Gitter kommt.“ Tom nickte. Dann herrschte Schweigen bis sie in ihrem Büro waren. Auf Toms Schreibtisch lag ein Brief. Er nahm ihn. „Das ist Marios Handschrift.“ sagte er und öffnete den Brief. Er las: „Hallo Tom. Wenn du diesen Brief in den Händen hältst bin ich entweder bereits im sonnigen Süden und fange mein Leben neu an, oder ich bin tot. Sollte das zweite der Fall sein, so bin ich sicher nicht freiwillig aus dem Leben geschieden. Dafür ist Hakan Gül verantwortlich. Er handelt mit Waffen. Ihr solltet ihn mal auf die Finger klopfen. In seinem Wagen, den ich letzte Woche hier hatte, waren Waffen im Wert von mindestens einer halben Million vorhanden.“ Tom legte den Brief beiseite. „Hakan Gül? Wer soll das denn sein.“ Semir sah ihn an. „Ein Ganove wie er im Buche steht.. Bisher ist er zwar wegen anderer Delikte aufgefallen, aber das passt zu ihm.“ Tom sah ihn an. „Du kennst ihn?“ „Nicht persönlich. Aber den Namen habe ich hier im PC stehen. Als du ihn sagtest, habe eine Anfrage gemacht.“ Tom kam rum. Er sah auf den Bildschirm und las sich die Daten durch. „Der scheint ja ne richtige Gang zu haben.“ Semir nickte. „Ja und alles Türken. Er hält nicht viel von Deutschen und deren Gesetz.“ sagte er. „Wenn er wirklich mit dem Tod von Mario zu tun hat, dann bekomme ich ihn.“ grollte Tom. Andrea kam rein, „Ihr sollt zur Chefin kommen.“ sagte sie und verschwand wieder. Tom und Semir gingen zu Anna Engelhardt.


    Sie betraten das Zimmer. Dort war bereits Besuch anwesend. Anna stand auf. „Das sind Semir Gerkhan und Tom Kranich.“ stellte sie die beiden vor. „Sebastian Pfeiffer vom LKA Köln.“ Die Männer reichten sich die Hände. „Meine Herren, ich weiß es klingt irgendwie dumm, aber das LKA braucht Ihre Hilfe.“ Semir sah Pfeiffer an. „Wieso? Ist doch keine Schande, “ grinste er. „Es geht um einen Waffendeal, der nach unseren Informationen in ungefähr drei Wochen über die Bühne gehen soll. Der Käufer, ist ein weltweit gesuchter Terrorist. Sein Name ist Hakim Sandal.“ „Ein Türke?“ Pfeiffer nickte. „Ja allerdings zählt er eher zu den Kurden. Zumindest symphatisiert er mit ihnen. Er beliefert sie mit Waffen, die er in der ganzen Welt kauft. Diesmal wird der Deal hier in Köln über die Bühne gehen, wo genau ist unbekannt.“ „Es ist sehr sonderbar, denn eben habe ich einen Brief erhalten, der genau mit Waffen zu tun hat. Chefin, es geht um den Tod einen Jungen der mir privat bekannt ist. Er hat mir einen Brief geschrieben. In diesem Brief deutet er einen Waffendeal an. Der Drahtzieher, oder Verkäufer ist ein gewisser Hakan Gül.“ Pfeiffer sah auf. „Hakan Gül? Auch ein Türke.“ Tom nickte. „Ja und vermutlich der Mörder von Mario Seidner.“ Engelhardt nickte. „Es könnte eine Sache sein.“ Pfeiffer stand auf. „Ja, und nun kommt das Problem. Dieser Hakim Sandal ist ziemlich misstrauisch, was Deutsche angeht. Er arbeitet grundsätzlich nur mit Türken oder Kurden zusammen. Wir konnten eine Verbindung zwischen ihm und der PKK in Köln nachweisen.“ Semir hatte ein komisches Gefühl. „Sie brauchen also einen Türken?“ schoss er ins Blaue. Pfeiffer nickte. „Ja so ist es. Allerdings haben wir niemanden in den ersten Reihen. Sie, Herr Gerkhan, wären der einzige der in Frage käme. Es ist natürlich ein freiwilliger Einsatz und er ist nicht ganz ungefährlich.“ Semir nickte. „Ich hoffe doch, dass ich Bedenkzeit bekomme?“ Pfeiffer nickte. „Sicher. Überlegen Sie sich das genau. Ich weiß dass es nicht einfach ist.“ Semir nickte. „Allerdings brauche ich bis spätestens übermorgen eine Antwort von Ihnen. Es drängt etwas. Und Sie müssen noch eingewiesen werden.“ Semir nickte. „Ich brauche nicht lange. Morgen bekommen Sie Bescheid.“ Pfeiffer nickte und verabschiedete sich. Tom, Semir und Anna blieben im Büro zurück.

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  • Anna sah Semir an. „Sie wissen, dass es nicht ungefährlich ist.“ Semir nickte. „Ja ich weiß. Aber ich möchte auch nicht unbedingt das die PKK in ihrem dreckigen Kampf unterstützt werden. Außerdem ist schon ein Toter zu viel. Aber bevor ich zusage muss ich mit Andrea darüber sprechen.“ „Andrea? Was hat sie damit zu tun?“ fragte Anna erstaunt. Semir sah sie an. „Ich bin mit ihr zusammen. Ich meine wieder zusammen.“ Anna lächelte. Sie kannte das Geplänkel zwischen den Beiden. „Nun dann sollten Sie mit ihr sprechen. Aber wie gesagt, sehr viel Zeit bleibt nicht.“ Semir verließ das Büro. Tom blieb noch sitzen. „Was gibt es Tom?“ „Chefin, mir gefällt die Sache nicht. Semir wäre ohne Rückendeckung da. Was wenn die Typen raus finden…“ „Tom, ich denke Semir ist sich der Gefahr vollkommen bewusst. Aber leider ist es so, dass dieser Hakim keine anderen in seinem Reihen duldet. Warten wir erst einmal ab, was wir an Informationen haben. Außerdem ist der Fall mit Mario Seidner auch noch zu lösen. Und somit sind Sie ja auch eingebunden. Zumindest indirekt, und als Kontakt für Semir werden Sie auch fungieren, dafür werde ich mich einsetzten.“ Tom nickte. „Okay, was wissen wir über diesen Mario Seidner?“ Tom erklärte ihr was er wusste und was im Brief stand. Anna nickte und hörte schweigend zu. Als Tom endete fragte sie ihn: „Wie wollen Sie vorgehen?“ „Ich würde mir am liebsten diesen Hakan vornehmen. Aber dadurch…“ Anna schüttelte den Kopf. „Das geht im Augenblick nicht. Er ist derzeit tabu. Denken Sie sich was anderes aus.“ Tom nickte. Dann verließ auch er das Büro.


    „Andrea. Bitte ich weiß was du von solchen Einsätzen hältst. Aber unser Job ist eben nicht immer einfach. Aber was ist, wenn…“ „Semir bitte. Ich will es einfach nicht. Ich weiß genau, das vor Angst sterbe. Ich weiß nicht wie es dir geht, was du gerade machst, was die mit dir machen? Was wenn du Hilfe brauchst und…“ „Hey, Schatz. Ich krieg das schon hin.“ Andrea sah ihn an. „Bist du sicher?“ Er nickte. „ja bin ich. Außerdem hoffe ich, das Tom mein Kontakt sein wird.“ Andrea nickte. „Was weißt du denn von diesem Hakim?“ „Gar nichts.“ „Gar nichts? Das ist nicht gerade viel, oder? Soll ich mal gucken?“ Semir grinste und nickte dann. Andrea tippte auf ihren PC einige Daten ein und das Gerät arbeitete. „Mist die Akte ist gesperrt.“ sagte Andrea fluchend. Semir nickte. „Hab ich mir schon gedacht. Gut. Dann gehe ich das Risiko ein.“ Andrea sah ihn bittend an. „Bitte sei vorsichtig.“ Semir lächelte. „Bin ich das nicht immer?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein du Kindskopf bist du nicht, und das weißt du ganz genau.“ Semir gab ihr einen Kuss und verschwand dann in Annas Büro um seine Entscheidung kund zu tun. Anna sah ihn an. „Sie sind sich absolut sicher? Ich meine es wird garantiert kein Spaziergang.“ Semir nickte. „Ja aber es wäre eine Chance wieder einen Waffenhändler von der Straße zu schaffen. Und das ist …“ Anna nickte. „Ich verstehe Sie, Semir. Nur ist es eigentlich nicht unser Gebiet. Sie haben auch noch nicht so viel Erfahrung in Undercovereinsätzen. Allerdings hat der Polizeipräsident bereits seine Zustimmung erteilt. Ich werde nun Herrn Pfeiffer von Ihrem Entschluss informieren. Halten Sie sich bitte bereit.“ Semir nickte und verließ wieder das Büro. Er ging zu Tom, der an seinem Schreibtisch saß. „und? Machst du es?“ fragte er als Semir das Büro betrat. Semir nickte. „Gut, dann werden wir auf jeden Fall miteinander Kontakt halten.“ Semir sah ihn erstaunt an. „Wieso?“ „Ich ermittle in dem Fall Seidner direkt. Da wird es sich nicht vermeiden lassen, auch mit diesem Hakan zu sprechen. Also tu wenigsten überrascht wenn du mich siehst.“ Semir nickte.

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  • Am nächsten Morgen als Semir ins Büro kam, war Pfeiffer bereits da. Er wedelte mit einer Akte. „Das ist Ihre Akte.“ Semir sah ihn an. „Wie meinen Sie das?“ „Ich habe für Sie eine Identität angelegt, die auf den Fall zugeschnitten ist. Sie heißen ab sofort. Bülent Koc, sind 37 Jahre alt, waren insgesamt acht Jahre im Knast. Zuletzt als Schmuggler verknackt. Sie wurden gerade entlassen und suchen einen Job. Da Sie nichts gelernt haben, hat ihn ein gewisser Mustafa Dinc gesteckt, das Hakan Gül Leute sucht.“ Semir nickte. „Okay, klingt realistisch. Wer ist dieser Mustafa Dinc?“ „Ein Mann, der im Knast vor vier Jahren umgekommen ist. Also kein Risikofaktor. Er steht nicht auf einmal bei Hakan Gül und könnte Sie auffliegen lassen. Hier ist die Akte über Hakan Gül und über Hakim Sandal. Machen Sie sich mit den Geflogenheiten der Beiden bekannt. Sie dürfen keine Fehler machen. Es ist ein Riskantes Spiel.“ Semir nickte, nahm die Akten und wollte gerade wieder in sein Büro gehen, als Pfeiffer ihn noch einmal aufhielt. „Sie bekommen eine Wohnung in der Keupstraße. Dort fallen Sie mit Sicherheit nicht auf.“ Semir sah ihn an. Die Keupstraße war so was wie Klein-Ankara in Köln. Dort lebten ausschließlich Türken. „Ein besseren Ort hätten Sie nicht finden können, oder was?“ fragte Semir etwas enttäuscht. „Nun als ehemaliger Insasse kann nicht direkt nach dem Knast in einer Villa wohnen, der?“ Semir lächelte. „Ja stimmt auch wieder. Okay, ich werde mich mal einlesen.“ Pfeiffer nickte. Im Büro schlug Semir die Akte von Hakan Gül auf. Die Akte las sich fast wie ein Kriminalroman. Drogenhandel, Prostitution, Körperverletzung, Waffenhandel, Erpressung. Alle möglichen Taten waren in dieser Akte vorhanden. Semir merkte die die Eckpunkte, die er für wichtig hielt. Insbesondere merkte er sich die Angaben über den Mustafa Dinc, der ja ihn, Bülent Koc, die Info gegeben hatte, das Hakan immer Leute suchte. Als er die Akte durch hatte nahm er die Akte von Hakim Sandal vor. Auch hier waren einige Verbrechen aufgelistet, aber keiner war auch nur vergolten worden. Hakim Sandal war zwar als Waffenhändler bekannt, aber niemand konnte ihm was nachweisen. In allen und Ganzen war die Akte ziemlich dürftig. Keine besonderen Verhaltensweisen von diesem Sandal waren vermerkt, keine Vorlieben einfach nichts worauf Semir bauen konnte. Er legte die Akten beiseite.

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  • Tom war unterwegs zu Stefan Seidner. Er wollte ihn befragen, was es mit Hakan Gül auf sich hatte. „Dieser Hakan hatte vor kurzem seinen Wagen hergebracht. Inspektion und einige kleine Reparaturen. Nichts Besonderes. Mario sollte sich darum kümmern. Er hat es auch getan und Hakan hat sich den Wagen abgeholt. Für mich war es ein ganz normaler Vertrag. Hakan hat bezahlt und damit war es erledigt.“ „Könnte es sein, das Mario die Waffen entdeckt hatte?“ Stefan nickte. „Ich kann es mir sehr gut vorstellen. Ich meine er hat es dir ja in dem Brief geschrieben, aber warum hat er versucht, Hakan zu erpressen. Ich meine, er hat doch alles gehabt. Ich…“ Tom sah wie Tränen in den Augen von Stefan standen. Er ging zu ihm und legte die Hand auf die Schulter. „Stefan ich verspreche dir, dass ich den Mörder fasse und ihn hinter Gitter bringen werde.“ Stefan nickte. „Wie hat Lisa es aufgenommen?“ „Sie hatte einen Nervenzusammenbruch. Sie liegt in seinem Zimmer und weint nur. Ich komme nicht an sie ran. Sie redet nicht mehr mit mir. Ich weiß einfach nicht was ich tun soll oder was ich sagen soll. Tom. Ich weiß es einfach nicht.“ Tom nickte. „Wenn du und Lisa Hilfe brauchen, ich kenne da eine Psychologin, die sicher bereit wäre auch Hausbesuche…“ „Wir brauchen keinen Psychologen.“ kam eine weibliche Stimme hinter Tom. Er drehte sich um. Lisa Seidner stand dort. Man sah die von Tränen geröteten Augen. Tom ging zu ihr und nahm sie in den Arm. Sie ließ es geschehen. „Versprich mir den Mörder zu fassen, Tom. Mehr will ich nicht.“ „Klar ich verspreche es dir. Ich kriege ihn.“ Lisa nickte. „Ich verlasse mich auf dich, Tom Kranich.“ Tom nicke. „Ich muss gehen. Bitte sagt mir Bescheid wenn ihr Hilfe braucht.“ Lisa und Stefan nickten.


    Hakan sah auf die Waffen. „Ja, alles da. Das ist sehr gut. Mario wurde angemessen bezahlt, nehme ich an.“ Murat nickte. „Wie du es wolltest.“ „Dann haben wir ja keine Probleme mehr. Die Ware wird in drei Wochen abgeholt und der Käufer mag es gar nicht wenn etwas dazwischen kommt. Außerdem will er noch mehr von mir haben. Wenn einer der falschen Leute etwas davon mitbekommen, dann werden die Käufer abspringen.“ „Wer ist denn der Käufer?“ wollte Ibrahim wissen. Hakan lächelte. „Das hat dich nicht zu interessieren.“ Hakan packte die Waffen wieder ein und behandelte sie wie rohe Eier.“ Anschließend brachte er sie in die alte Speisekammer und schloss sie ab. „Gut damit wären wir aus dem Schneider. Ich hoffe nur, dass die Leiche nicht zu schnell gefunden wird. Und wenn, mist. Was ist mit dem Brief?“ Murat sah ihn an. „Er war nicht bei ihm. Wenn er ihn schon eingeworfen hat, dann…“ „Na egal. War vielleicht nur ein Bluff. Wir warten erst einmal ab.“ Hakan nickte. „Ach haben wir schon einen Ersatz für Latif?“ Murat schüttelte den Kopf. „Noch nicht. aber ich habe jemanden an der Hand, der einen kennt. Gerade aus dem Knast. Ein Freund von Mustafa Dinc.“ „Mustafa Dinc? Der ist doch im Knast umgebracht worden.“ Murat nickte. „Ja und vorher hat er einem anderen erzählt, dass du immer gute Leute suchst. Und dieser jemand hat in unsere Kneipe nach dir gefragt.“ Hakan nickte. „Okay, sehen wir uns den Kameraden mal an.“


    Semir fuhr in seine neue Wohnung. Er sah sich um. Sie bestand aus zwei Zimmern die recht gemütlich eingerichtet war. Es war eine der Schutzwohnungen des LKA und erfüllte den Zweck. Semir setze sich auf die Couch. Er schaltete den Fernseher ein. Um acht sollte er in einer Bar zum ersten Mal als Bülent Koc auftreten. Er sollte sich in der Kneipe Kölsches Eck mit einem Typen treffen, der bekanntlich mit Hakan Gül zusammenarbeitet. Ein gewisser Ibrahim Bakir. Pfeiffer hatte Semir informiert, wie dieser Ibrahim aussah. Er sah auf die Uhr. Gerade mal vier. Er hatte noch sehr viel Zeit. Er telefonierte mit Andrea. Da sie in der nächsten Zeit ebenfalls nicht mehr zusammen sein durften, wollte er sie wenigstens hören. Sie telefonierten fast eine ganze Stunde und immer wieder ermahnte ihn Andrea sehr vorsichtig zu sein. Sie hatte große Angst um ihn. Er versprach ihr gut aufzupassen. Kurz vor sieben fuhr Semir in die Straße wo die Kneipe lag. Er betrat sie und wurde fast von der Luft erschlagen. Anscheinend hielt hier keiner was von frischer Luft. Er ging in eine Ecke und bestellte sich ein Bier. Es dauerte noch eine ganze Stunde bis jemand zu seinem Tisch kam und sich setze. Es waren zwei Türken. „Bist du Bülent?“ Semir nickte. „Okay, lass uns gehen.“ „Wer bist du?“ „Ibrahim.“ „Wir können doch auch hier sprechen, oder nicht?“ „Sagen wir mal so, wenn du einen Job bei Hakan haben willst, solltest du mitkommen.“ Semir sah ihn an. „Okay, aber erst trinke ich mein Bier zu Ende.“ Ibrahim nickte und setzte sich zu Semir. „Ich mag es gar nicht, wenn man sich widersetzt.“ „Tu ich doch gar nicht. Aber das Bier ist ziemlich teuer und derzeit habe ich es nicht so dicke.“ „Dann trink schneller.“ Semir trank sein Bier aus und dann verließ er mit Ibrahim und dem anderen Mann die Kneipe. Vor der Tür hielt Ibrahim Semir fest. „Okay, zunächst einmal, wer hat dir gesteckt das Hakan Männer braucht?“ „Das war im Knast. Ich war mit Mustafa Dinc zusammen, und der hat mir gesagt, also er hat gesagt: Bülent, wenn du raus bist und nen Job brauchst geh zu Hakan Gül. Der braucht immer gute Männer.“ Ibrahim nickte. „Okay, Mustafa ist aber schon lange tot. Ich war auf seiner Beerdigung.“ „Ja, ich weiß. Er ist im Knast verreckt. Er wurde von einem Zellengenossen abgestochen. Ich war dabei.“ „Du hast es gesehen?“ Semir nickte. „Da reden wir noch mal drüber. Okay, komm Wir fahren zu Hakan. Er wartet schon auf dich.“ Semir nickte und folgte Ibrahim.

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  • Tom saß im Büro von Anna mit Pfeiffer zusammen. „Also der Stand ist derzeit, dass Herr Gerkhan von einem gewissen Ibrahim Bakir abgeholt wurde. Ibrahim ist die linke Hand von Hakan Gül. Ich gehe davon aus, dass er ihn zu Hakan bringen wird. Sicher wird Hakan Gül einige Informationen über Bülent Koc einholen. Aber die Informationen, die wie über diesen Koc haben sind lückenlos. Selbst im Knast hat man die Akte von Bülent Koc. Es ist keine Gefahr da.“ Tom nickte. „Was wenn einer der ehemaligen Insassen von Gül befragt wird, ob es jemals ein Bülent Koc gab?“ „Auch kein Problem. Es war tatsächlich ein Bülent Koc im Knast. Er sah Herrn Gerkhan ziemlich ähnlich. Aber keiner der Insassen hat Kontakt zu Hakan Gül.“ Tom war immer noch nicht zufrieden. „Was wenn Hakan andere Quellen hat? Semir ist in Gefahr. Er hat keine Rückendeckung.“ Pfeiffer sah Tom an. „Wir haben an alles gedacht, Herr Kranich. Es kann nichts schief gehen.“ Tom hielt seinem Blick stand. „Ich hoffe es sehr. Denn wenn es nicht so ist, werde ich zum Tier.“ Anna warf Tom einen warnenden Blick zu. „Tom, Bitte.“ „Chefin, ich habe Angst um Semir. Die Akten von diesem Hakan lesen sich wie ein Kriminalroman. Der hat alles auf dem Kerbholz, außer Mord. Ich wette der hat seine Kontakte die gefährlich sind, für Semir.“ Anna nickte. Sie verstand Tom sehr gut, aber sie war auch sicher, das Semir wusste welche Gefahren auf ihn lauern, wenn er diesen Undercover-Einsatz macht, aussetzt. „Was ist mit diesem echten Bülent Koc passiert?“ fragte Anna. Pfeifer sah sie an. „Frau Engelhardt, Bülent Koc ist vor drei Monaten bei einem Banküberfall erschossen worden. Er ist tot.“ Anna nickte zufrieden.

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  • Semir saß in einem großen Wohnzimmer. Er wartete darauf dass man ihn holte und zu Hakan brachte. Ein Mann kam zu ihm. „Okay, Bülent. Komm.“ Semir stand auf und folgte dem Mann. In einem Büro saß ein weiterer und Semir erkannte sofort das es Hakan Gül war. „Du bist Bülent Koc?“ fragte er kühl. Semir nickte. „Komm her!“ Semir trat an den Schreibtisch. „Ich weiß dass du mit Mustafa Dinc in einem Block gesessen hast. Warst du mit ihm in einer Zelle?“ Semir wusste aus den Akten, wer mit Dinc in einer Zelle war und konnte sich vorstellen, das auch Hakan es wusste. Er schüttelte den Kopf. „Ich war daneben.“ Hakan nickte. „Okay, Was kannst du?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Kommt drauf an.“ Hakan lächelte. „Okay. Wo wohnst du?“ „in der Keupstraße 4“ „Das ist nicht gerade eine tolle Gegend oder?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Wie man es nimmt. Ist billig und keiner stellt einem unangenehme Fragen.“ Hakan nickte. „Wenn du für mich arbeiten willst, dann bekommst du bei mir ein Zimmer. Ich habe meine Leute gern griff bereit.“ Semir nickte. „Hab ich kein Problem mit.“ „Gut. Gib mir deine Handynummer. Ich ruf dich an.“ Semir nickte und nannte sie. Hakan winkte Murat und dieser brachte Semir raus. „Ach und Bülent? Ich hoffe du hältst dich an meine Anweisung. Ich mag keine Alleingänge, klar?“ Semir nickte. Dann wurde er nach „Haus“ gebracht. Kaum war er in seiner Wohnung rief er Tom an. „Mann wo warst du denn so lange? Ich hab mir Sorgen gemacht.“ „Ja nun mal gut. Also der erste Kontakt ist gut gelaufen. Dieser Hakan hat angebissen. Morgen wird er mich anrufen. Was ist mit diesem Mario? Hast du da was raus gefunden?“ „Ja und nein. Dieser Hakan hat seinen Wagen in Marios Werkstatt gehabt. Er hat ihn repariert und dabei so vermuten wir, die Waffen entdeckt. Dann wollte er Hakan die Waffen wieder verkaufen und sein Schweigen bezahlen lassen. Als dann die Übergabe stattfinden sollte, haben Hakan oder seine Gefolgsleute ihn umgebracht. So meine Vermutung und die deckt sich damit was Stefan, also Marios Vater, aussagte.“ „Dann ist es ja wohl eindeutig, das dieser Hakan Gül dahinter steckt. Er hat mir ganz klar Grenzen gesteckt. Wenn ich für ihn arbeite, muss ich in seinem Haus wohnen. Das heißt, wir können nicht mehr telefonieren.“ „Ach und wie halten wir Kontakt?“ „Das gibt sich. Mal schauen was rauskommt.“ „Mensch Semir, sei bloß vorsichtig.“ „ja bin ich doch. Wie immer.“ „Ich hoffe nicht. Wie immer.“ Semir legte auf.

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  • Am nächsten Morgen wurde Semir früh aus dem Bett geklingelt. Er zog sich an und sah das Murat, der Helfer von Hakan vor der Tür stand. „Was ist denn?“ fragte er verschlafen. „Na deine Arbeit wartet. Sieh zu, dass du wach wirst. Dann Klamotten packen und ab.“ „Hey, ich muss die Wohnung erst mal kündigen. Und vielleicht gefällt es mir gar nicht bei Hakan.“ „Komm ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.“ sagte Murat und Semir zog es vor sich zu beeilen. Nur zehn Minuten später war alles gepackt und Semir zog aus der Wohnung aus. Er gab den Schlüssel bei einem Nachbarn, der ebenfalls Polizist war ab. Murat sah nicht, wie Semir dem Mann außerdem einen Zettel in die Hand drückte. Als sie weg fuhren faltete der Mann den Zettel auseinander und las: `geben sie diesen Zettel an Tom Kranich von der Autobahnpolizei. Er weiß was er mit dieser Adresse anfangen soll. Kaiserstrasse 46 `. Der Polizist legte den Zettel wieder zusammen und rief die Telefonnummer an, die Semir ihn schon vor Tagen gegeben hatte. „Kranich“ hörte er nach zwei Freizeichen. „Berg hier. Ich bin der Nachbar von Semir Gerkhan, alias Bülent Koc“ „Ach ja, Herr Berg. Was kann ich für Sie tun?“ „Herr Gerkhan ist eben abgeholt worden. Er hat mir einen Zettel gegeben dort steht drauf Kaiserstrasse 46. Sie wüssten schon, was das bedeutet.“ „Ja, danke. Ich weiß Bescheid. Sie können den Zettel vernichten und Danke für Ihre Hilfe.“ Berg beendete das Gespräch und warf den Zettel weg.


    Tom setzte sich nach dem Anruf des Nachbarn direkt mit Anna Engelhardt und Pfeiffer in Verbindung. „Semir ist jetzt bei Hakan Gül in der Kaiserstrasse 46. Er wohnt ab sofort dort und wurde in der Bande aufgenommen.“ „Wieso ist er in der Kaiserstrasse? Das ist doch Hakans Haus.“ „Ja, Hakan wünscht dass seine Angestellten bei ihm in der Nähe sind. Damit ist Semir für uns unerreichbar und wir können keinen Kontakt zu ihn aufnehmen.“ „Damit habe ich nicht gerechnet. Es wird schwierig aber nicht unmöglich. Hakan wird Herr Gerkhan sicher bald auf „Streife“ schicken. Meist fängt es an, dass er Geschäfte auskundschaftet, die Hakan dann überfällt und ausraubt.“ „Sie glauben doch nicht, das Semir für Hakan Geschäfte auskundschaftet? Das geht nicht. Er wird sich nicht …“ „Herr Kranich. Es ist alles legitim. Herr Gerkhan wird sicher nichts Illegales machen.“ „Das weiß ich auch. Aber was wenn er unsere Hilfe braucht? Oder wenn er uns was mitteilen will?“ „Wir lassen uns was einfallen. Es gibt sicher eine Gelegenheit mit ihm zu sprechen. Wichtig ist, dass er akzeptiert wird und wir diesen Hakim aus den Verkehr ziehen können.“ „Ich hoffe nur, das Semir nicht enttarnt wird.“ „ja das hoffe ich auch. Aber bisher haben wir keine Gemeinsamkeit zwischen Semir saß in einem großen Wohnzimmer. Er wartete darauf dass man ihn holte und zu Hakan brachte. Ein Mann kam zu ihm. „Okay, Bülent. Komm.“ Semir stand auf und folgte dem Mann. In einem Büro saß ein weiterer und Semir erkannte sofort das es Hakan Gül war. „Du bist Bülent Koc?“ fragte er kühl. Semir nickte. „Komm her!“ Semir trat an den Schreibtisch. „Ich weiß dass du mit Mustafa Dinc in einem Block gesessen hast. Warst du mit ihm in einer Zelle?“ Semir wusste aus den Akten, wer mit Dinc in einer Zelle war und konnte sich vorstellen, das auch Hakan es wusste. Er schüttelte den Kopf. „Ich war daneben.“ Hakan nickte. „Okay, Was kannst du?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Kommt drauf an.“ Hakan lächelte. „Okay. Wo wohnst du?“ „in der Keupstraße 4“ „Das ist nicht gerade eine tolle Gegend oder?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Wie man es nimmt. Ist billig und keiner stellt einem unangenehme Fragen.“ Hakan nickte. „Wenn du für mich arbeiten willst, dann bekommst du bei mir ein Zimmer. Ich habe meine Leute gern griff bereit.“ Semir nickte. „Hab ich kein Problem mit.“ „Gut. Gib mir deine Handynummer. Ich ruf dich an.“ Semir nickte und nannte sie. Hakan winkte Murat und dieser brachte Semir raus. „Ach und Bülent? Ich hoffe du hältst dich an meine Anweisung. Ich mag keine Alleingänge, klar?“ Semir nickte. Dann wurde er nach „Haus“ gebracht. Kaum war er in seiner Wohnung rief er Tom an. „Mann wo warst du denn so lange? Ich hab mir Sorgen gemacht.“ „Ja nun mal gut. Also der erste Kontakt ist gut gelaufen. Dieser Hakan hat angebissen. Morgen wird er mich anrufen. Was ist mit diesem Mario? Hast du da was raus gefunden?“ „Ja und nein. Dieser Hakan hat seinen Wagen in Marios Werkstatt gehabt. Er hat ihn repariert und dabei so vermuten wir, die Waffen entdeckt. Dann wollte er Hakan die Waffen wieder verkaufen und sein Schweigen bezahlen lassen. Als dann die Übergabe stattfinden sollte, haben Hakan oder seine Gefolgsleute ihn umgebracht. So meine Vermutung und die deckt sich damit was Stefan, also Marios Vater, aussagte.“ „Dann ist es ja wohl eindeutig, das dieser Hakan Gül dahinter steckt. Er hat mir ganz klar Grenzen gesteckt. Wenn ich für ihn arbeite, muss ich in seinem Haus wohnen. Das heißt, wir können nicht mehr telefonieren.“ „Ach und wie halten wir Kontakt?“ „Das gibt sich. Mal schauen was rauskommt.“ „Mensch Semir, sei bloß vorsichtig.“ „ja bin ich doch. Wie immer.“ „Ich hoffe nicht. Wie immer.“ Semir legte auf.

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  • den Personen gefunden, oder auch nur irgendein Hinweis, das Gerkhan mit einem der Männer zusammen gekommen ist.“


    Semir wurde in ein geräumiges Zimmer gebracht. Alles was er brauchte war vorhanden. Sogar ein Fernseher. „In einer Stunde gibt es Frühstück.“ Semir nickte. Er packte den Koffer aus und sah aus dem Fenster. Das Zimmer lag im zweiten Stock. Vom Fenster konnte man die Straße gut überblicken. Semir zückte sein Handy und überprüfte den Ladestand. Der Akku war fast leer. Er nahm das Ladegerät und steckte das Handy ans Netz. Dann legte er es auf sein Bett. Er packte die Kleidung in den vorhandenen Schrank und wartete. Nach ungefähr vierzig Minuten verließ er das Zimmer und wollte die Treppe runtergehen. Doch als er aus dem Zimmer kam stand Mario an der Treppe. „Ich zeige dir gleich alles. Hast du ein Handy?“ „Ja warum?“ „Gib es mir bitte.“ „Wieso?“ „Gib es einfach, okay?“ Semir zuckte mit den Schultern. Er hatte schon vorher die Wahlwiederholungen gelöscht und auch das Telefonbuch enthielt keine besonderen Nummern. Er hatte von Pfeiffer eine neue Karte bekommen, die jungfräulich war. So konnte er durch nichts verraten werden. Er gab es Murat und dieser steckte ein. „Kannst du dir kein eigenes leisten?“ fragte Semir grinsend. Murat verstand anscheinend den Witz nicht. Zumindest lachte er nicht. „Okay, Gehen wir einmal durch das Haus. Es gibt hier Räume die für alle sind und welche wo du nicht hindarfst. Die wirst du jetzt kennen lernen.“ Semir nickte. Dann ging er hinter Murat her. Er zeigte ihm einige Räume, die Semir betreten durfte und die, die wer auf gar keinen Umständen betreten darf. „Was wenn ich mich mal in einen dieser Räume verirre? Ich meine es könnte ja passieren.“ Murat sah ihn an. „Besser nicht.“ Semir sah ihn an, er verstand genau was Murat damit sagen wollte. Na dann, erst recht, dachte Semir im Stillen.


    Tom wartete auf seinen Einsatz. Er sollte Hakan vernehmen, wegen dem Mord an Mario. Damit er auch Semir zu Gesicht bekam, sollte er zu Hakan in die Kaiserstrasse fahren. Pfeiffer gab ihm den Wink. Tom stieg aus und ging auf das Haus zu. Er klingelte und kurz darauf wurde geöffnet. Tom stellte sich vor und wurde zu Hakan gebracht. Dieser saß am Frühstückstisch mit seinen Männern zusammen. Auch Semir saß am Tisch. Er schluckte, als er Tom sah. „Herr Kranich? Was kann ich für die Autobahnpolizei tun?“ „Ich habe einen Mordfall zu bearbeiten und deshalb bin ich hier. Ich sehe hier gibt es sogar ein bekanntes Gesicht am Tisch. Hallo Bülent“ sagte Tom. Semir verschluckte sich. Hakan wunderte sich. „Ihr kennt euch?“ „Kann man so sagen.“ meinte Tom nur. „Gut also Sie hatten vor einiger Zeit hatten Sie Ihren Wagen in der Werkstatt von Seidner.“ Hakan nickte. „Ja, stimmt. Die leisten gute Arbeit.“ Tom nickte. „Wie schon gesagt. Es gab einen Mord. Der Sohn des Inhabers Mario Seidner ist erschossen worden.“ Hakan sah ihn an. „Ach und was hab ich damit zu tun?“ „Ich befrage jeden, der in den letzten Wochen mit der Familie zu tun hat. Deshalb bin ich hier. Ach Bülent? Seit wann bist du denn wieder frei?“ Semir sah ihn an. „Warum? Ich hab meine Strafe abgesessen. Kannst mich mal du …“ „BÜLENT!“ gab Hakan von sich. Semir sah ihn an. „Geh in dein Zimmer.“ Semir nickte und stand auf. Er verließ den Tisch und ging dicht an Tom vorbei. Keiner der anderen sah, dass er Tom einen Zettel zuschob. „Herr Kranich. Was möchten Sie noch wissen?“ „Warum war Ihr Wagen in der Werkstatt?“ „Reparatur und Inspektion. Ich bin auf den Wagen angewiesen und es ist wichtig das er richtig funktioniert.“ „Haben Sie mit dem Jungen Seidner oder dem alten gesprochen?“ „Der junge. Er hat auch die Reparatur durchgeführt. Alles zu meiner Zufriedenheit.“ Tom sah ihn an. „Danke. Es könnte sein, dass ich noch Fragen habe. Also falls es so ist, werde ich Sie noch einmal besuchen.“ Hakan nickte. „Ja tun Sie das. Aber lassen Sie sich dann einen Termin geben.“ Tom nickte und verabschiedete sich. Er wurde raus gebracht und fuhr wieder weg.

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  • Hakan sah Murat an. „hol mir Bülent her.“ Murat nickte und lief nach oben. Er holte Semir aus dem Zimmer und brachte ihn zu Hakan ins Zimmer. „Woher kennst du diesen Bullen?“ Semir sah ihn an. „Der hat mich mal hochgenommen. Auf der Autobahn. Ich war mit nen geklauten Wagen unterwegs und bin in eine Kontrolle geraten.“ Hakan sah ihn eindringlich an. „Wirklich das ist alles.“ Hakan nickte. „Ich glaub dir ja, aber beim nächsten Mal sagst du direkt was los ist. Und bitte keine Schimpfwörter wenn Bullen in der Nähe sind, klar.“ Semir nickte. „Gut dann geh weiter essen. Du warst noch nicht fertig.“ Semir stand auf und verließ das Büro. Murat sah Hakan an. „Pass auf ihn auf.“ sagte Hakan nur und Murat nickte. Er verließ ebenfalls das Büro und ging zu Semir. Dann setze er sich zu ihm. „Und, warum reagierst du eigentlich so empfindlich?“ „Wie meinst du das?“ „Hakan hat es vielleicht nicht gesehen, aber ich habe es direkt gemerkt. Als dieser Bulle hier rein kam, bist du zusammen gezuckt. Ist er so schlimm?“ Semir schüttelte den Kopf. „Warum hast du dich dann verschluckt, als er dich angesprochen hat?“ „Kann doch mal passieren oder?“ fragte Semir anstatt direkt darauf zu antworten. Murat nickte. „Gut wir fahren in einer Stunde los.“ „Wohin?“ Murat lächelte nur. „Das ist doch egal.“ Er stand auf und verließ das Zimmer. Semir sah ihm hinterher.


    Tom hielt nachdem er um die Ecke gefahren ist an. Er faltete den Zettel von Semir auf. `Fahren gleich ab. Weiß nicht wohin. Geht um Waffen. Soviel habe ich lauschen könne. Gib Pfeiffer Bescheid` Tom griff zum Handy und rief Pfeiffer an. Er gab durch, was er von Semir erfahren hatte. „Alles klar. Herr Kranich, könnten Sie sich anhängen?“ „Ja sicher, warum?“ „Nun ist nur ne Frage. Ich muss wissen wo sich die Leute treffen.“ „Alles klar. Ist mir eh lieber, wenn ich weiß wohin Semir muss und was er machen muss.“ „Dachte ich mir schon. Okay. Aber passen Sie auf, dass Sie nicht entdeckt werden.“ „Meinen Sie ich mache den Job erst seit gestern oder was?“ „Ich wollte Sie nicht angreifen, Herr Kranich.“ „Schon gut.“ Tom beendete das Gespräch. Gerade sah er wie Semir mit vier anderen einen Wagen bestieg und abfuhr. Er hängte sich ran. Die Fahrt ging aus Köln raus. Wo wollen die denn hin? fragte sich Tom. die Fahrt endete am Rasthof Eifeltor. Dort wurde der Wagen etwas abseits geparkt. Bis auf Semir stiegen alle aus. Tom stellte sich unauffällig neben den Wagen als die Männer ins Restaurant gingen. Er klopfte an die Scheibe und Semir drehte sie runter. „Was machst du denn hier?“ fragte Semir. „Ich beschatte dich.“ „Ach und warum?“ „Damit du keinen Scheiß baust.“ „Ha, Ha. Ich weiß noch nicht einmal was abgeht. Die halten mich noch ziemlich raus.“ „Musst du dich erst beweisen?“ Semir sah ihn an. „Wir können ja mal tauschen.“ Tom lachte leise. „Nee, lass ma. Das ist dein Fall.“ Semir schüttelte den Kopf. „Achtung sie kommen“ Tom verschwand. Keiner der anderen sah ihn.


    Semir hatte die Augen geschlossen, als die anderen wieder einstiegen. „Hey, hier wird nicht geschlafen.“ sagte Murat zu ihm. „Ist nur etwas langweilig.“ meinte Semir. „Nicht mehr lange. Wir fahren jetzt zu einem Treffpunkt und dann geht es mit der Arbeit los.“ „Was soll ich eigentlich machen?“ Murat lächelte. „Das erfährst du noch früh genug.“ Die Fahrt ging los. Sie fuhren auf der A4 nach Köln zurück. Aber es ging nicht zum Haus zurück sondern in Richtung Niehler Hafen. Semir warf kurz einen Blick aus dem Rückfenster. Er sah dass Tom in einiger Entfernung folgte. Er legte sich beruhigt in den Sitz. Murat beobachtete ihn. „Bist du müde, Bülent?“ fragte er. Semir nickte. „Ja etwas. Ich hab heute Nacht ziemlich schlecht geschlafen.“ „Dann solltest du … ach egal. Mach einfach deinen Job. Danach kannst du was schlafen.“ Semir nickte. Er sah nicht dass Murat ihn sehr aufmerksam beobachtete. Sie hielten im Hafen vor einer alten Halle. Murat stieg aus und ging hinein. Nach zehn Minuten kam er wieder und winkte den anderen. Sie stiegen alle aus. Semir, Ibrahim und Yusuf gingen in die Halle. Überall standen Kisten. „Okay, wie immer umladen.“ Ibrahim und Yusuf nickten. Murat zog Semir mit sich. „Du Bülent kannst dich um die Kisten kümmern. Aber sei vorsichtig.“ Semir nickte und ging zu den ihm gezeigten Kisten. „Was ist denn drin?“ fragte er neugierig. Murat sah ihn an. „Eier.“ lachte er. „also vorsichtig.“ Semir sah ihn an. Er ahnte, dass Murat Handgranaten meinte. Er nahm eine Kiste und sah Murat an. „Wohin?“ Murat zeigte einen LKW, der an der Rampe stand. „Alles da rein.“ Semir nickte und half mit die Kisten zu verstauen. Nach vier Stunden war alles im LKW und Semir war sichtlich geschafft. Murat schlug ihm auf die Schultern. „Du kannst wenigstens anpacken.“ sagte er und dann ging er zu Yusuf und Ibrahim. „So alles verstaut. Ibrahim, du fährst den LKW. Bülent und Yusuf ihr fahrt mit mir zurück zu Hakan.“ Semir und Yusuf nickten und stiegen wieder in den Wagen. Dann ging es zurück zur Kaiserstrasse. Semir sah das der LKW direkt in die Garage fuhr. Sie hielten davor und stiegen aus. „Yusuf, du und Ibrahim packt alles aus, wie immer. Bülent du kommst mit mir.“ Semir nickte und folgte Murat. „Was ist in den Kästen?“ fragte er während sie zum Haus gingen. „Das muss dich nicht interessieren.“ Semir fragte nicht weiter. Er würde sich heute Nacht mal umsehen. Er und Murat gingen außen rum während Yusuf und Ibrahim durch die Garage ins Haus kamen. Semir merkte sich die Tür. Er wollte sobald alle schlafen den Inhalt der Kisten ansehen, obwohl er schon ahnte was darin war. Es konnten nur die Waffen sein, die für Hakim vorgesehen waren. Er wollte gerade an Murat vorbei in sein Zimmer gehen, als Hakan ihn rief. Er ging ins Büro. „Okay, Bülent. Ich hab mich gerade mit Murat unterhalten. Er sagt du kannst gut zupacken. Ich habe mich entschlossen, dich heute Nacht auch einsetzen.“ Semir sah ihn an. „Ich wollte doch…“ Hakan sah ihn eindringlich an. „Was?“ „Ich bin verabredet. Ich wollte heute noch auf ….“ Hakan lachte. „Ach du hast ne Freundin?“ Semir nickte. „Ja, sie ist eine alte Bekannte. Ich wollte sie…“ „Mann sag doch einfach, dass du es nötig hast. Okay. Aber du bist um elf wieder hier.“ Semir nickte und verschwand.

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  • Andrea wartete bereits auf Semir. Sie sah auf die Uhr. Es war schon gleich sieben. Eigentlich wollte er doch um halb Sieben schon bei ihr sein. Endlich klingelte es. Sie ging zur Tür und ließ Semir rein. Sie umarmte ihn. „Na endlich. Mensch wie geht es dir?“ „Danke gut. Ich bin okay, und bisher …“ Sie sah ihn an. „Ich hab Angst. Semir diese Typen sind doch gefährlich. Das sind Terroristen.“ „Ja ich weiß. Hör mal, lass uns was unternehmen. Ich muss um elf wieder zurück sein.“ Sie sah ihn an. „Du musst um elf wieder zurück sein? Was soll das denn?“ „Hakan hat noch was vor und ich soll dabei sein.“ „Semir das passt mir überhaupt nicht. Was wenn…“ Er küsste sie. „Nein. Ich bin vorsichtig, Versprochen. Hier gibt den Zettel an Tom und Pfeiffer. Das Treffen findet früher statt. Die Waffenlieferung ist heute zur Villa gebracht worden. Ich vermute dass die Übergabe heute Nacht stattfindet. Deshalb muss ich zurück.“ Andrea nickte und nahm den Zettel. Dann gingen sie ins Kino. Gegen zehn waren sie wieder zurück und aßen noch eine Kleinigkeit. Zu mehr blieb keine Zeit. Sie küsste ihn und gab ihm dann ein Handy. „Von Tom. Wenn was ist, ruf ihn an, oder schick ihm eine SMS. Semir nickte. Um halb elf verließ er Andrea und fuhr zu Hasan zurück. Andrea sah ihm mit gemischten Gefühlen nach. Semir fuhr direkt wieder zu Hakan. Dieser erwartete ihn bereits. „Na hat es Spaß gemacht?“ fragte er Semir. Dieser nickte. Hakan schob ihn ins Haus. „Das war aber das erste und das letzte Mal.“ Semir drehte sich zu ihm um und sah ihn an. „Hab ich kein Privatleben?“ fragte er. Hakan lächelte. „Doch, aber das verbringen meine Männer mit mir und nur mit meiner Erlaubnis wirst du das Haus künftig verlassen.“ Semir stutzte. „Hab ich was getan, was ich nicht weiß?“ Hakan schüttelte den Kopf. „Nein ich bin nur vorsichtig. Ich will nicht verraten werden, verstehst du. Das würde ziemlich übel für den Verräter ausgehen.“ „Ich bin kein Verräter.“ „Ich weiß. Deshalb werde ich auch nicht ermöglichen, dass du irgendjemanden etwas verraten kannst. Komm die Arbeit wartet.“ Semir nickte und ging mit Hakan.


    Hakim Sandal wartete auf dem Flughafen auf seinen Freund Hakan Gül. Er verspätete sich etwas. Sandal wurde ungeduldig. Dann endlich sah er ihn. Er ging auf ihn zu und drückte ihm die Hand. Den Fahrer kannte er nicht nickte ihn freundlich zu. „Das ist Bülent. Er ist heute mein Fahrer. Ist neu in meinem Team.“ „Dann verstehe ich warum du mich hast warten lassen. Hallo Bülent.“ „Herr Sandal. Willkommen.“ Semir reichte Hakim die Hand. Dieser drückte sie fest. „Und was machten die Waffen? Hast du alles, was ich wollte?“ „Ja. Alles ist geliefert und wartet nur auf den Abtransport. „Das ist gut. Damit können wir die Regierung der Türkei endlich unter Druck setzten, den Kurden ihren Staat zu geben. Wir lassen uns nicht mehr unterdrücken. Wo sind die Waffen?“ „Bei mir wie immer. Ich habe sie im Keller versteckt. Die Bullen sind in letzter Zeit etwas aufmerksam geworden. Da musste ich etwas aufpassen. Bülent die nächste rechts.“ Semir nickte. Die Fahrt ging durch die Kölner Altstadt. Hakan dirigierte Semir durch Köln. Dann hielten sie vor einem Fabrikgelände an. „Was machen wir hier?“ fragte Hakim und auch Semir stellte sich die Frage im Gedanken. „Ach ich treffe nur einen alten Freund. Er ist gerade entlassen worden und ich glaube Bülent kennt ihn auch. Ich will dass er bei uns mitmacht“ Semir erschrak. `Pfeiffer hatte doch gesagt, es gibt keinen der in kürze entlassen wird und ihn kennen könnte´ Er wurde nervös. Was denn der Mann ihn nicht als Bülent erkennt?

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  • Turan Baykal sah auf, als er Hakan auf sich zukommen sah. „Hakan, Schön dich zu sehen. Ist schon lange her.“ Hakan nickte und es kam der übliche Begrüßungskuss bei den Türken. Semir stand daneben. Hakim wartete im Wagen. Turan zeigte auf Semir. „Wer ist das?“ Hakan lachte ihn an. „Kennst du ihn nicht?“ Turan schüttelte den Kopf. „Er war mit dir im Knast. Bülent Koc. Er hat auch in Ossendorf gesessen genau wie du.“ „Ach und wo? Ich kann mich nicht erinnern.“ Semir sah ihn an. „Im Zellenbock C 24“ gab er an. Turan sah ihn an. „Dann können wir uns ja auch gar nicht gesehen haben. Ich war in B16“ Sichtlich erleichtert atmete Semir auf. Hakan sah von Turan zu Semir. „Okay. Wir sollten los. Unser Freund im Auto wird sonst nervös.“ Die beiden nickten und sie gingen zum Wagen „Wo bleibt ihr denn?“ fragte Hakim. Semir setzte sich ans Steuer. „Ab nach Hause, Bülent.“ gab Hakan an und Semir fuhr zum Haus zurück. Dort stiegen sie aus und gingen in den Keller. Semir ging hinterher. Er wollte wissen ob Hakan ihn nun dabei haben wollte oder nicht. Doch dieser sagte nichts und sah ihn nur an. Alle betraten einen sehr großen Raum. Der LKW von Heute stand ebenfalls darin. Semir sah die Rampe durch die das Fahrzeug in den Keller kam. Hakim ging zum Wagen und öffnete eine Kiste. Er holte eine Bazzuka raus. Semir blieb der Atem stehen, als er die Waffe sah. Die nächste Kiste wurde geöffnet. Eier-Handgranaten lagen darin. Das waren genug Waffen um einen Weltkrieg anzuzetteln, dachte Semir. Hakan bemerkte seinen Blick. „Was hast du Bülent? Ist dir nicht gut?“ Semir schüttelte den Kopf. „Wofür braucht…“ „Das hat dich nicht zu interessieren, klar.“ fuhr ihm Hakan dazwischen. Semir nickte. Er zog sich in eine Ecke zurück. Dann kam Hakim zu Hakan und sprach mit ihm. Hakan sah ihn an und nickte. „Okay, Leute. Die Arbeit wird morgen fortgesetzt. Wir haben ein kleines Problem.“ Die Männer stellten die Arbeit direkt ein und dann verließen sie den Keller. „Hakan ich geh mal raus, an die frische Luft, wenn ich darf?“ sagte er. Hakan lachte und nickte. „Muss ich dir ein Kindermädchen mitschicken?“ Semir schüttelte den Kopf. Er verließ den Raum und ging auf den Hof. Dort sah er sich um. Niemand war zu sehen. Er nahm das Handy und rief Tom an. Dieser meldete sich nach dem zweiten Klingeln. „Tom, Semir hier. Die Waffen sind hier auf dem Gelände im Keller. Da sind fast 100 Kisten mit Waffen aller Art. Dieser Hakim ist auch da. Sag Pfeiffer bescheid und lass das SEK anrücken.“ „Semir bist du okay?“ „Ja mir geht es gut. Hier ist ein gewisser Turan Baykal aufgetaucht. Er hat in Ossendorf gesessen. Überprüf das mal. Aber ich… scheiße. Es kommt jemand.“ Semir drückte das Gespräch weg. Turan kam zu ihm. Semir verbarg das Handy schnell in der Hosentasche. „Bülent?“ Semir sah Turan an. „Ja, was ist denn?“ „Du siehst etwas Blass aus. Was hast du denn?“ „Ach nichts. Mir ist nur schlecht. Bin noch nicht so ganz an das Essen hier gewohnt.“ Er lachte leise. Turan musterte ihn. „Wie lange warst du eigentlich im Knast?“ „Drei Jahre, warum?“ „Warum warst du drin?“ „Hey was soll das? Ist das ein Verhör?“ Turan lachte. „Nein. Ich will nur gern wissen, mit wem ich demnächst zusammen arbeiten muss.“ Semir sah ihn an. „Woher willst du wissen, dass wir beide zusammen arbeiten müssen?“ „Hakan hat es mir eben gesagt.“ Semir nickte und ging dann zum Haupthaus. Er spürte die misstrauischen Blicke von Turan in seinem Rücken.


    Tom ging zu Pfeiffer der bei Anna Engelhardt im Büro saß. „Semir hat sich gemeldet.“ Pfeiffer sah ihn an. „Endlich, was sagt er?“ „Die Waffen sind bei diesem Hakan im Keller. Semir sagte was von 100 Kisten. Dieser Hakim ist auch da. Außerdem ist ein gewisser Turan Baykal aufgetaucht. Er war auch in Ossendorf. Bevor Semir mir mehr erzählen konnte wurde er unterbrochen.“ Pfeiffer sah ihn an. „Turan? Sagten Sie Turan?“ Tom nickte. „Ja warum?“ Pfeiffer stand auf „Verdammt“ sagte er nur und war verschwunden. Anna und Tom sahen sich verwundert an. Dann rannte Tom hinter Pfeiffer her. Er hielt ihn fest, bevor dieser die PAST verlassen konnte. „Wer ist dieser Turan?“ „Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube er kannte Bülent Koc. Und wenn er Gerkhan sieht, weiß er sicher genau, dass es nicht Bülent ist.“ Tom sah ihn an. „Sie sagten doch, dass keine Gefahr von Insassen drohen würde. Und nun kommen Sie damit? Verdammt Sie haben…“ Pfeiffer sah ihn an. „Eigentlich müsste es gut gehen. Dieser Turan saß in einem ganz anderen Zellenblock. Ich denke nicht das sie sich kennen.“ „Sie denken? Schön aber Sie wissen es nicht oder?“ Pfeiffer schüttelte den Kopf. „Nein, ich gebe zu, ich weiß es nicht.“ Tom starrte ihn an. „Dann heißt es für Semir doppelt aufpassen. Er ist in Gefahr. Wenn die Typen raus kriegen, was er wirklich ist, dann ist Schicht im Schacht.“ Pfeiffer sah ihn an. „Okay, wir greifen zu. Ich werde das SEK informieren und Sie rufen Gerkhan an. Er soll sich aus dem Staub machen.“ Tom nickte.

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  • Semir ging in sein Zimmer. Ihm war nicht wohl bei dem Gedanken, was mit den Waffen in der Türkei angestellt werden sollte. Auch wenn er mit der Türkei nicht soviel am Hut hatte, es war eigentlich seine wahre Heimat. Er kannte nicht die Regierung und auch nicht die Schwierigkeiten der Kurden in seiner Heimat, er wusste nur, das ein Krieg nicht wirklich was ändern würde. Dieser würde das ganze Land in ein Chaos stürzen und dann kämen nur die falschen Leute an die Macht, was wiederum vom Rest der Welt nicht gern gesehen wurde. Sein Handy vibrierte. Semir hatte den Signalton ausgestellt, damit niemand mitbekam, dass er ein Handy hatte. Er sah auf dem Display, das Tom am anderen Ende war. „Was?“ fragte er leise. „Semir. Pfeiffer will den Zugriff wagen. Sieh zu, das du das wegkommst.“ „Nein, Tom er soll noch warten. Ich will noch das Geständnis von Hakan haben, wegen Mario. Dann dürft ihr zugreifen. Die Waffen werden morgen Nacht erst verladen. Hakim hat wohl Probleme mit seinen Männern.“ „Aber du sagtest, doch das heute…“ „Ja aber er hat sich gerade geändert. Also ruf Pfeiffer an, er soll noch warten.“ „Okay, pass bloß auf. Dieser Pfeiffer konnte nicht ausschließen das dieser Turan vielleicht doch mit Bülent Koc Kontakt hatte.“ „Alles klar.“ Semir beendete das Gespräch als er merkte dass jemand vor seiner Tür stand. Er stand vom Bett auf und öffnete. Turan stand vor der Tür. „Was ist denn?“ Turan drängte Semir ins Zimmer. „Hey, ich sagte nicht, dass du rein darfst.“ Protestierte Semir. „Bülent, du enttäuscht mich etwas. Im Knast sagte man mir, das du direkt zuschlägst, wenn dir was nicht passt.“ „Na und?“ „Na ich habe das Gefühl, das du dich hier nicht so benimmst. Und ich frage mich warum.“ „Ich ordne mich ein und unter. Das ist alles. Ich brauche diesen Job.“ „Wirklich?“ „Na klar. Warum nervst du mich denn?“ Turan lächelte. „Weißt du ich habe Hakan angelogen.“ Semir schluckte. „Ach und womit?“ „Ich war nicht im Zellenblock B16.“ Semir drehte sich um. „Ach und wo dann?“ „Ich war im D-Block. Aber das ist nicht wichtig. Ich war fast zehn Jahre drin. Aber ich habe nie was von C 24-Block gehört. Ist doch schon merkwürdig oder nicht?“ „Wieso. Vielleicht wollten die mal was Neues machen. Was weiß ich.“ Turan nickte und lächelte. „Weißt du was für Gedanke mich beschleicht?“ Semir schüttelte den Kopf. „Natürlich nicht. Aber ich kenne einige Bullen, die sich in Gefahr bringen, weil sie glauben Bandenverbrechen von innerhalb der Bande zu verhindern. Also diese Undercover-Scheiße. Die meisten schaffen es nicht. Aber dafür bekommen sie immer ein schönes Begräbnis.“ „Was willst du damit sagen?“ „Eigentlich nichts. Oder doch. Sollte ich erfahren, dass du ein Bulle bist, dann sorge ich für dein Begräbnis. Ist das klar?“ Semir nickte. „Würdest du mich bitte jetzt allein lassen?“ Turan nickte und verließ das Zimmer. Semir schloss die Tür. Er überlegte ob er nicht doch den Zugriff einleiten lassen sollte.


    Tom rief Pfeiffer an und teilte ihm mit, das Semir den Plan geändert hatte. „Das ist sehr gefährlich.“ Sagte Pfeiffer. „Aber wenn er es unbedingt will. Dann warten wir ab.“ Tom sah Pfeiffer an. „Eins sage ich Ihnen. Wenn Semir irgendetwas passiert, dann vergesse ich mich.“ Pfeiffer sah ihn an. „Gerkhan hat sich bereit erklärt den Job zu machen, also ist es allein sein Risiko. E wusste worauf er sich einließ.“ Tom schüttelte den Kopf. „Nicht ganz. Sie haben gesagt, es gibt keinen der entlassen wird und diesen Bülent Koc kennt. Und nun sind Sie sich nicht sicher? Was denken Sie werden die mit Semir machen, wenn dieser Turan doch Bülent kennt? Denken Sie Semir hat gegen die Übermacht eine Chance?“ Pfeiffer sah Tom an. „Ich denke Gerkhan konnte sehr gut einschätzen, wie gefährlich dieser Einsatz ist. Also. Wir stehen parat, wenn er uns braucht. Ich bete zu Gott, dass er es schafft.“ Tom nickte. Er hatte sich beruhigt. „Es tut mir Leid. Ich …“ Pfeiffer lächelte. „Schon gut. Freundschaft ist was Schönes. Besonders unter Partner und Kollegen. Ich hatte auch mal einen. Aber ihn hat man aus dem Hinterhalt erschossen. Vor meinen Augen. Er starb in meinen Armen.“ Tom sah ihn an. „Es tut mir Leid.“ Pfeiffer nickte nur und verließ dann das Büro.

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  • Es war kurz vor sechs als Semir erwachte. Er fühlte sich wie gerädert, denn die Gedanken an diesen Turan ließen ihn kaum schlafen. Turan kannte Bülent, soviel war sicher. Vielleicht nicht vom Gesicht her, aber von seinem Verhalten. Um sieben stand Semir auf und ging ins Erdgeschoss. Er kam an einem Raum vorbei, der für ihn tabu war. Obwohl er die letzten Tage bereits mehrmals daran vorbei ging, dachte er nicht daran dort hineinzugehen. Es war tabu und er hielt sich daran. Doch heute wollte er wissen, was hinter dieser Tür war. Warum durfte er sich frei im Haus bewegen aber zwei Räume waren für ihn gesperrt. Er ging zu der Tür und drückte die Klinke runter. Die Tür war verschlossen. Das hätte ich mir denken können, dachte er. Dann ging er ins Esszimmer. Noch war keiner der anderen unten. Zumindest konnte er hier keinen sehen. Doch je näher er an Hasans Büro kam umso lauter hörte er Stimmen aus dem Büro kommen. Er trat näher heran. Hasans Stimme erkannte er sofort, die zweite nicht. Ziemlich früh für einen Besuch. Dann hörte er eine dritte Stimme. Das war die von Turan. Semir holte sein Handy raus. Dieses hatte eine Aufnahmefunktion und Semir schaltete sie ein. Er legte das Handy in den Türspalt und harrte dort aus.


    „Wieso kommst du jetzt damit?“ „Weil ich sicher gehen wollte. Die Sache stinkt mir gewaltig.“ „Du hättest es dir vorher überlegen sollen, Yusuf. Du warst doch dabei als Murat abdrückte und diesen Mechaniker ins Jenseits beförderte oder?“ „Ja, war ich, aber da wusste ich auch noch nicht...“ „Was, das die Bullen uns auf die Schliche kommen? Das sind sie doch noch gar nicht. Wir schließen das Geschäft mit Hakim ab und dann setzen wir uns ab. Soll der doch mit den Waffen in der Türkei rum ballern. Uns stört das nicht. Wir werden reich sein und irgendwo auf der Erde ein neues Leben anfangen.“ „Vielleicht hast du Recht. Okay. Ich mache weiterhin mit.“ sagte Yusuf. „ Aber was ist mit Bülent?“ mischte sich Turan ein „Was soll mit ihm sein?“ fragte Hakan. „Ich weiß nicht genau. Er kommt mir nicht ganz koscher vor.“ Hakan lachte. „Ich könnte mir denken, dass du ihn nicht magst. Turan. Ist es so?“ „Ja in der Tat. Er ist nicht gerade das was ich einen netten Menschen nenne. Weißt du im Knast hatte jeder seinen Ruf. Ich galt als kalt und skrupellos. Ein anderer als Weichei und Fußabtreter. Dieser Bülent war ungestüm. Er ließ sich nichts gefallen. Immer mit dem Kopf durch die Wand. Hier allerdings, ist er kleinlaut und fügt sich. Ganz das Gegenteil.“ Hakan lachte laut. „Das will ich doch hoffen. Ich hab ihm von Anfang an klar gemacht, dass er zu tun hat, was ich sage. Mach dir keinen Kopf. Wenn er ein Problem werden sollte, dann kümmere ich mich darum.“ „Gut es ist deine Operation. Aber wenn ich herausfinde, das er ein Bulle ist, dann will ich ihn auslöschen.“ „Okay, du bekommst ihn geschenkt, wenn es so ist wie du sagst.“ lachte Hakan.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Semir erschrak bei den Worten von Turan. Er steckte sein Handy ein. Er hatte das was er wollte. Das Geständnis das Hakan und seine Männer die Mario umgebracht hatten. Nun brauchte er nur noch das SEK informieren. Er macht einen Schritt zurück. Dabei kam er an einer großen Vase, die neben der Tür stand. Sie kippte um und schlug mit großem Lärm auf den Boden. „Scheiße“ sagte Semir leise. Die Tür von Hakans Büro ging auf. Hakan und Yusuf stürmten raus. Semir schaffte es gerade noch auf die Treppe. „Bülent!“ rief Hakan ihn. Semir atmete tief durch und drehte sich um. „Ja?“ fragte er. „Warst du das?“ „Was denn?“ „Hast du gelauscht?“ „Hakan, warum sollte ich denn lauschen? Ich wollte mir nur was zu Essen holen. Hab Hunger.“ „Komm her!“ befahl Hakan. Semir kam. Er dachte an das Handy, was in seiner Hosentasche war. Wenn Hakan das findet, dann … „Ich frage dich warst du das mit der Vase?“ „Hakan, ich … nun ich bin dagegen gekommen ja.“ „Na also. Hast du gelauscht?“ „Nein. Hab ich nicht. Warum sollte ich denn?“ „Weil du vielleicht ein Bulle bist.“ mischte Turan sich ein. Semir sah ihn an. „Ich bin kein Bulle, klar! Wenn du nicht willst das ich dir…“ „Bülent! Genug jetzt. Und du Turan lässt ihn auch in Ruhe.“ Semir zog sich zurück.


    Turan sah Semir grinsend hinterher. Dann folgte er Yusuf nach draußen. „Hey Yusuf, warte mal.“ rief er Yusuf blieb stehen. „Was ist?“ „Sag mal was ist eigentlich über diesen Bülent bekannt?“ Yusuf zuckte mit den Schultern. „Ich halte mich daraus. Was weiß ich denn. Bülent ist anscheinend okay. Habe keine Probleme mit ihm. Aber er ist nicht mein Freund.“ Turan nickte verständnisvoll. „Würdest du ihm zutrauen, ein Bulle zu sein?“ Yusuf sah ihn an. „Hakan schein ihm zu vertrauen. Warum sollte ich es nicht auch tun?“ „Das war nicht meine Frage. Hat er nicht versucht dich über bestimmte Sachen auszufragen?“ Yusuf schüttelte den Kopf. „Nein bisher nicht. Aber wir hatten noch keine Gelegenheit mit einander zu sprechen. Hakan unterbindet jede Unterhaltung.“ Turan grinste. „Das hört sich nicht gerade nach Vertrauen an, oder? Ich meine Hakan hat ja auch nichts dagegen, das du und ich uns unterhalten.“ Yusuf sah ihn an. „Du hast Recht. Wenn ich es von diesem Aspekt sehe, dann benimmt sich Hakan Bülent gegenüber ziemlich bedeckt und fordert das gleiche von uns. Aber dann müsste Hakan ja…“ Turan nickte. „Genau. Hakan hat den gleichen Verdacht wie ich. Dieser Bülent ist ein Bulle. Nun gilt es nur noch zu beweisen.“ Yusuf sah ihn an. „Wenn das so ist, dann werde ich mit Bülent kein Wort mehr reden.“ „Nein, ich möchte, dass du viel mit ihm redest. Lass dich von ihm aushorchen, gib ihm Tipps. Wo angeblich Waffen getauscht werden, wenn dann dort die Polizei auftaucht ist klar, dass er ein Bulle ist. Und dann werden wir unseren Spaß haben.“ Yusuf lache. „Du bist ganz schön ausgefuchst.“ Turan schüttelte den Kopf. „Nein, ich will nur nicht wieder in den Knast.“ „Okay, ich bin dabei.“


    Semir erledigte die Arbeiten, die Hakan ihm auftrug. Diesmal sollte er mit Yusuf eine kleinere Menge an Waffen in den Wagen legen. Er sah Yusuf an. „Was geschieht denn mit den Waffen?“ fragte er Yusuf. Dieser sah ihn an. „Ich glaube nicht, dass ich es dir erzählen darf.“ „Ach komm. Wir sind doch Kollegen oder?“ Yusuf nickte. „Hast auch wieder Recht. Nun gut. Ich bringe die Waffen morgen Nacht zum Hafen. Dort werden sie von einem kleinen Kunden abgeholt. Der will damit irgendeinen Bruch machen. Mehr weiß ich nicht. Aber es lohnt sich immer.“ Semir sah ihn an. Also hatte Hakan nicht nur große Kunden sondern auch kleinere. Das würde Pfeiffer sicher interessieren. Er wollte auf jeden Fall Tom davon informieren. „Und bist du bei der Übergabe dabei?“ wollte er von Yusuf wissen. Doch dieser schüttelte den Kopf. „Nein, wir regeln das immer anders. Wir legen die Ware dort als Lagergut ordnungsgemäß ab, der Kunde überweist das Geld auf Hakans Konto und holt sich die Waffen dort ab. Keiner ist dabei, wenn wir die Ware dort ablegen, keiner wenn die Ware abgeholt wird. Kein Risiko.“ „Ich verstehe.“ meinte Semir nur und dachte, diesmal wird der Kunde mit Sicherheit erwartet, dachte er. „Na wir sollten sehen, dass wir fertig werden. Ach Hakan will das du mitfährst.“ „Wohin?“ „na die Ware hinbringen.“ „Ach so. Ja okay. Na ich geh mal für Königstiger.“ Semir verließ den Kellerraum und ging zur Toilette. Yusuf sah ihm hinterher. Semir verschwand in der Toilette. Dort zog er sein Handy und schrieb Tom eine SMS. Darin stand alles was Tom wissen musste. Und sobald der Ort der Übergabe Semir bekannt war, würde er ihn ebenfalls rüberschicken. Nach fünf Minuten verließ Semir die Toilette und ging wieder zu Yusuf. Zwei Stunden später fuhren sie zum Neusser Hafen. Dort wurden die Waffen in einer kleinen abgelegenen Halle hinterlegt. Semir sah sehr aufmerksam zu, wie Yusuf die Waffen verstaute. „Da findet sie doch kein Schwein,“ meinte er, als er sah wo Yusuf die Waffen versteckte. Yusuf sah ihn an. „Ist alles abgesprochen.“ Semir nickte. „Und wann soll der Kunde kommen? Ich meine die Halle wird doch sicher von anderen noch genutzt.“ Yusuf schüttelte den Kopf. „Nein wird sie nicht. Sie steht schon lange leer und gehört Hakan. Und der Kunde kommt gegen elf heute Abend. Warum willst du das denn wissen?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Nur so.“ meinte er dann. Anschließend fuhren sie wieder zum Anwesen. Nach dem Essen ging Semir auf sein Zimmer. Er verschloss die Tür und schickte Tom die nächste SMS.

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  • Tom las die SMS und ging zu Pfeiffer. „Scheint als würde heute Abend ein kleiner Deal von Hakan über die Bühne gehen. Zumindest schreibt Semir das.“ „Wo?“ fragte Pfeiffer. „Im Neusser Hafen. Halle 5B.“ Pfeiffer nickte. „Das ist Hakans Lagerhalle. Das ist richtig. Haben wir einen Zeitpunkt?“ Tom nickte. „Ja gegen Elf heute Abend wird der Kunde die Waffen abholen.“ „Einen Namen?“ „Nein, leider nicht.“ „Gut dann werden wir uns dort postieren und abwarten, was geschieht.“ „Okay. Ich fahre gleich noch einmal zu Hakan und befrage ihn wegen dem Tod von Mario. Vielleicht kann ich dann noch mit Semir sprechen. Ich sag einfach ich will ihn verhören.“ Pfeiffer nickte. „Aber seien Sie vorsichtig. Und geben Sie Herrn Gerkhan Bescheid, dass wir heute Abend zugreifen werden. In der Lagerhalle. Und dass wir bereit sind auch Hakan festzunehmen, und zwar bevor Hakim das Land verlässt.“ Tom nickte und fuhr zu Hakan. Als er dort ankam fuhr Turan gerade weg. Tom klingelte und wurde eingelassen. Hakan saß wie immer in seinem Büro. „Ach Herr Kranich. Schön Sie zu sehen. Was kann ich heute für Sie tun?“ „Es geht immer noch um den Mord an dem Jungen in der Werkstatt.“ „Ach sie meinen Mario. Schade, war ein sehr begabter junger Mann. Wie kann ich Ihnen helfen?“ „ich wollte wissen, ob Ihnen irgendetwas an Mario aufgefallen ist. War er nervös? Anders als sonst?“ Hakan schüttelte den Kopf. „Nein er war wie immer. Er hat meinen Wagen in Empfang genommen und drei Tage später konnte ich ihn wieder abholen. Alles war wie immer.“ Tom nickte. „Ist es möglich mich mal mit Herrn Koc zu unterhalten?“ Hakan sah ihn an. „Warum?“ „Es geht da um einen Diebstahl eines Wagens an der A4. Da Herr Koc dafür bekannt ist, schnelle Wagen zu fahren, würde ich ihn gern dazu befragen.“ Hakan schüttelte den Kopf. „Ich denke nicht, dass es erforderlich ist. Meine Männer verlassen das Gelände nur, wenn ich es ihnen sage.“ „Das mag sein Herr Gül, aber es ist schon zwei Tage oder besser zwei Abende her und es ist doch möglich…“ Hakan stutzte. „Zwei Abende? Nun dann ist es durchaus möglich. Vor zwei Abenden hatte Bülent also ich meine Herr Koc seinen freien Abend und war unterwegs. Gut ich lasse ihn holen.“ Er telefonierte und schon drei Minuten später stand Semir im Büro. „Bülent Herr Kranich hat ein paar Fragen an dich.“ Semir nickte. „Und was kann ich für die Polizei tun?“ fragte er mit herablassender Stimme. „Herr Gül ist es möglich mit Herrn Koc allein zu sprechen?“ Hakan nickte. „Ich stelle Ihnen gern mein Büro zur Verfügung.“ Hakan stand auf und verließ den Raum.


    „Was soll das denn?“ fragte Semir etwas erstaunt. Tom grinste. „Anweisung von Pfeiffer. Ich soll dir sagen, das wir uns heute das Lager vornehmen werden und du dich darauf gefasst machen sollst, das es bald auch hier soweit ist.“ Semir nickte. „Gut. Was hast du über diesen Turan raus gefunden?“ „Pfeiffer hat seine Akte prüfen lassen. Aber es stand nicht drin, dass er mit Bülent Koc Kontakt hatte. Auch der Direktor von Ossendorf wusste nichts davon.“ „Gut dann schießt er nur ins Blaue.“ Tom sah ihn verwundert an. „Wie meinst du das?“ „Er hält mich für einen Bullen“ „Semir, das wird so langsam gefährlich. Hast du das Geständnis?“ Semir zog sein Handy. „Ja. Hier. Gib mir ein neues.“ Tom sah ihn an. „Glaubst du ich habe eins dabei?“ „Nicht?“ Tom schüttelte den Kopf. „Mist. Dann überspiele ich dir die Aufnahme auf dein Handy und lösche bei mir. Geht schnell.“ Semir sandte das aufgenommene zu Toms Handy und löschte dann seins. Tom hörte es ab. Es hat funktioniert. „Okay, Dann können wir morgen auch hier zuschlagen.“ Semir nickte. „Ja, ich gebe euch Bescheid wann dieser Hakim hier sein wird.“ Tom nickte. „Okay, dann sollten wir jetzt mal etwas lauter werden.“ Semir grinste. „Was glauben Sie eigentlich? Kranich. Meinen Sie ich würde direkt nachdem ich frei bin, wieder eine Karre klauen?“ fuhr er Tom an. „Bülent, der Wagen ist doch genau deine Kragenweite. Ein Ferrari.“ „Sie können mich mal.“ Hakan trat ein. „Ich denke es ist genug. Herr Kranich. Ich lege die Hand für Bülent ins Feuer. Er hat mit Sicherheit den Wagen nicht geklaut.“ Tom sah Hakan an. „Passen Sie besser auf Ihre Hand auf. Man verbrennt sich leicht.“ Er ging und zurück blieb ein etwas dumm dreinschauender Hakan. Semir wandte sich ab. „Bülent?“ rief ihn Hakan zurück. Semir drehte sich zu ihm um. „Ich hoffe, du hast wirklich nichts damit zu tun.“ „Hakan ich habe keinen Wagen geklaut.“ „Ich glaube dir. Geh.“ Semir verließ das Büro.


    Hakan sah Semir nachdenklich nach. Turan kam aus einem Nebenraum, dessen Tür man nur dann erahnen konnte, wenn man den Raum sehr genau kannte. „Und?“ fragte Hakan. „Er ist ein Bulle.“ „Bist du dir sicher?“ „Ich habe das Gespräch mitbekommen. Sie haben ein Geständnis.“ „Geständnis?“ Turan nickte. „Ja ich weiß allerdings nicht welches.“ Hakan sah ihn an. „Ich kann es mir schon vorstellen. Schade, Bülent ist ein guter Arbeiter.“ „ja aber manchmal muss man sich von guten Leuten trennen. Ich wette das die Bullen heute Abend in der Halle zuschlagen werden.“ „In welcher Halle?“ „Ach weißt du Hakan, ich wollte genau wissen, ob Bülent ein Bulle ist oder nicht. Ich habe von Yusuf und Bülent zwei leere Kisten in deine Lagerhalle bringen lassen. Dort wird heute Nacht jemand auftauchen, der mir schon lange ein Dorn im Auge ist. Er ist der potentielle Kunde der Waffen. Wenn meine Vermutung über Bülent richtig ist, dann werden die Bullen heute Nacht den Zugriff an der Halle wagen. Sie werden meinen speziellen Freund als Waffenhändler festnehmen. Wenn das geschieht ist klar, das Bülent ein Bulle ist.“ Hakan sah ihn an. „Warum hast du mir das nicht schon vorher gesagt?“ „Nimm es als Hilfestellung. Ach und noch eins. Eine kleine Bitte. Wenn wir Bülent enttarnt haben, möchte ich ihn haben.“ Hakan nickte. „Hab es dir ja versprochen, aber erst wird er uns helfen von hier zu verschwinden.“ Turan lachte und nickte. „Dann sehen wir uns heute Abend.“ Hakan sah ihn nur an. Er drückte eine Taste an der Gegensprechanlage. „Yusuf komm bitte zu mir.“ Es dauerte nicht lange und Yusuf stand in seinem Büro. „Was hast du mit Bülent gesprochen?“ „ Nichts Besonderes. Er wollte nur son bisschen wissen. Was wir so machen, wo die Ware hingeht, wie der Kauf abläuft und so.“ „Hast du es ihm erzählt?“ Yusuf nickte. „Ja, er ist doch unser Freund.“ „Das habe ich auch gedacht, ist leider nicht so. So wie es aussieht ist Bülent ein Bulle.“ Yusuf sah ihn an. „Verdammt, dann weiß er von dem Deal heute Abend.“ Nun musste Hakan lachen. „Ja und das wird ihm das Genick brechen. Turan hat das arrangiert. Der Handel findet statt. Doch in den Kisten war nichts drin. Wenn die Bullen dort auftauchen ist einwandfrei erwiesen, das Bülent ein Bulle ist. Und dann kann er was erleben.“

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  • Tom und das SEK bezogen gegen acht die Stellung im Neusser Hafen. Laut Semir sollte um neun der Käufer auftauchen. Pfeiffer nahm ebenfalls an der Aktion teil. Tom sah auf die Uhr. Es war halb neun. Gleich müsste er kommen. Die Zeit verging langsam. Dann endlich. Tom sah einen Wagen vorfahren. Ein rundlicher Mann stieg aus und betrat die Halle in der Tom auf Lauer lag. „Okay, er ist da. ZUGRIFF1“ sprach er ins Mikro. Das SEK stürmte und nahm den Mann fest. Tom ging zu den Kisten, die auf dem Boden standen. Er öffnete und sah überrascht hinein. Anna Engelhardt und Pfeiffer kamen dazu. „Die Kisten sind leer. Da ist nicht eine Waffe drin.“ „Was?“ „Wissen Sie was das heißt?“ Anna sah zu Pfeiffer. „Das war eine Falle. Wenn die uns beobachtet haben, dann schwebt Semir in großer Gefahr.“ „Los hin zur Villa. Mir ist egal, wann dieser Hakim sein Geschäft abwickelt. Wir müssen Semir da raus holen.“ Sagte Tom und sah zu Anna. Diese nickte. Pfeiffer war anderer Meinung. „Ich denke nicht, dass Herr Gerkhan in Gefahr schwebt. Wir sollten abwarten.“ Tom sah ihn an. „Das ist doch eindeutig. Dieses ist eine Falle, das ist doch wohl klar. Semir hat mir erzählt, das nur er und dieser Yusuf die Kisten hierher gebracht haben. Wenn Hasan davon erfährt, dass wir zugegriffen haben, dann sitzt er wie auf dem Präsentierteller.“ „Woher soll er denn wissen, dass wir zugegriffen haben?“ „Der hat bestimmt seine Leute hier irgendwo versteckt. Ich befürchte sogar dass es so ist.“ Pfeiffer sah ihn an. „okay. Warnen Sie ihn. Er soll sehen, dass er sich aus dem Staub macht.“ Tom nickte und griff zu seinem Handy. Dann wählte er Semir an. Als er sich meldete sagte Tom nur: „Sieh zu, dass du raus kommst. Der Deal war eine Falle.“ Dann beendete er das Gespräch.


    Semir starrte sein Handy an. „Was meinte Tom denn nun damit? Der Deal?“ Nun fiel der Groschen. „Verdammt,“ fluchte Semir leise. Er sah auf die Uhr. Es war gerade 11 Uhr. Das hieß dass der Deal im Neusser Hafen vor zwei Stunden stattfand. Tom hatte sicher den Zugriff geleitet. Da nur er und Yusuf von dem Deal wussten und… verdammt. Turan, hatte den Deal angeleiert, hatte Yusuf gesagt, dann war er sicher auch dort gewesen und hat den Zugriff gesehen. Dann konnte er sich sicher auch eins und eins zusammen zählen. Semir zuckt leicht zusammen. Er schnappte sich seine Sachen aus dem Schrank und packte alles ein. Leise schlich er sich aus dem Zimmer. Er kam zur Treppe. Niemand war zu sehen. Er ging sie langsam runter. Auch in der Lobby war keiner zu sehen. Er ging zur Tür. Als er sie öffnen wollte spürte er plötzlich eine Bewegung hinter sich. „Willst du uns verlassen, Bülent?“ hörte er Turans Stimme. Semir streckte sich etwas und atmete tief durch. Hakan lachte. Semir drehte sich um. Vor ihm standen Hakan und Turan. „Ich hatte dir doch gesagt, dass du ein Bulle bist.“ „Ich bin kein…“ „Halt dein Maul!“ brüllte Hakan ihn an. Er sah Turan an. „Bring ihn in mein Büro.“ E wandte sich ab. Turan kam zu Semir. Er richtete nun eine Waffe auf ihn. „du kennst den Weg doch, Bülent oder?“ Semir ging in Richtung Büro. Er wurde von Turan in den Raum gestoßen. „Setz dich dahin!“ sagte er nur und Semir setzte sich in den Sessel. „Wer bist du?“ „Bülent Koc. Was soll das hier, Hakan?“ „Ich möchte dir eine Story erzählen. Also. Ein Freund von einem Waffenhändler arrangiert einen Deal. Von diesem Deal wissen außer ihm nur noch zwei der Männer die die Waffen an dem Ort schaffen. Einer der Männer ist über jeden Verdacht erhaben, weil er bereits einen Mord begangen hat und selbst ziemlich tief drin sitzt. Der zweite hat sich zwar als guter Arbeiter bewährt, aber er stellte viele Fragen. Der Freund wird misstrauisch. Er beobachtet wie die Polizei den Deal verhindert und den Käufer verhaftet. Worauf schließt er wohl nun?“ „Eine schöne Geschichte. Aber was hat das mit mir zu tun?“ „War nicht meine Frage. Was glaubst du worauf der Freund schließt?“ Semir zuckte mit den Achseln. „Was weiß ich?“ Turan baute sich vor ihm auf. „Ich schließe darauf, dass einer ein Bulle ist. Und dieser hat den Deal verpfiffen.“ Semir sah zu Hakan. „Hakan wer sagt dir denn, dass nicht Turan der Bulle ist?“ Turan schlug zu. Semir schrie leise auf, als die Hand im Gesicht landete. „Wer bist du wirklich?“ Semir sah zu Turan und Hakan. „Ich bin Bülent Koc.“ sagte er leise obwohl er ahnte, dass die beiden es ihm nicht abnahmen.

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  • Dieses Stück ist extra für Marina zum Geburtstag :baby: :D


    Tom fuhr so schnell er konnte zum Haus von Hakan. Er wollte wenigstens in der Nähe sein, wenn Semir ihn brauchte. Hoffentlich hat Semir es geschafft und konnte entkommen. Doch irgendwie ahnte er, dass es nicht so war. Er parkte etwas vom Haus entfernt. Pfeiffer wollte ihm das SEK schicken und dann doch zugreifen. Sein Handy klingelte. Er sah auf das Display. Das war Semirs Nummer. „Semir? Bist du draußen?“ fragte er. „Nein ist er nicht. Semir ist also sein Name. Schön Sie sind Kranich?“ „Ja.“ „Okay, hör mir genau zu. Ich sage alles nur einmal. Dein Freund hier wird der Garant sein, dass ich mein Geschäft abwickeln kann. Du sorgst dafür, dass uns niemand stört. Wenn nicht, dann wird Semir hier einige unschöne Stunden haben.“ „Lassen Sie mich mit Semir sprechen, bitte“ „Nein. Noch nicht. Nur soviel. Noch geht es ihm gut.“ „Was verlangen Sie?“ „Nur dass Sie sich zurück halten. Mehr nicht.“ „Ich werde es weitergeben“ „Das sollten Sie auch. Wenn nicht, dann könnt ihr für die Beerdigung eine Rede schreiben“ Das Gespräch war beendet. Tom rief sofort Anna an. „Sie haben Semir enttarnt.“ „Verdammt.“ sagte sie nur. „Was jetzt?“ „Wir sollen die Füße stillhalten. Dieser Hakan will das Geschäft abwickeln. Wenn wir etwas unternehmen wird Semir es büßen.“ „Okay, ich spreche mit Pfeiffer. Bleiben Sie dort, Tom.“ „Ja Chefin.“ „Ach und Tom. Keine Alleingänge.“ „klar Chefin.“ Tom beendete das Gespräch.


    Semir sah zu Turan, der sein Handy gefunden hatte. Er telefonierte und Semir konnte sich sehr gut vorstellen mit wem. Er kannte Tom genau und er wusste auch, dass Tom nichts unternehmen wird, was ihn gefährdet. Turan lächelte ihn an. Es war ein kaltes Lächeln. „Nun, Semir. Was sagst du jetzt?“ Hakan kam um seinen Schreibtisch und baute sich vor Semir auf. „Nun? Das würde mich auch interessieren.“ Semir antwortete nicht. Was sollte er auch sagen. Er sah ihn nur an. Ohne Ansatz kam der Schlag von Hakan. Semir schrie auf. Hakan zog ihn am Shirt hoch. „Ich werde noch mit dir Schlitten fahren.“ Dann stieß er ihn wieder in den Sessel. Er wischte mit der Hand das Blut von den Lippen, die bei dem Schlag aufgeplatzt waren. Turan drehte sich zu Hakan um. „Er gehört mir, vergiss es nicht.“ „Das habe ich nicht vergessen. Aber erst wenn der Deal heute Abend über die Bühne gegangen ist, solange ist er mein.“ Semir sah die beiden mit gemischten Gefühlen an. Er konnte sich vorstellen was ihm noch bevorstand. Er wollte aufstehen doch Turan hielt ihn fest. „Du bleibst sitzen.“ Semir sah ihn an, dann nickte er. Er wollte keine Schwierigkeiten und blieb sitzen. „Was wollt ihr denn noch?“ „Wir werden den Deal abschließen und dann dich abschießen.“ lachte Hakan über seinen Witz. „Du solltest besser aufgeben.“ versuchte Semir, doch er wusste genau, dass es nichts brachte. Hakan drehte sich zu ihm um. „Du bist ein ganz schlauer was?“ Semir sah ihn an. „Es ist meine Meinung mehr nicht.“ Turan schlug ihn erneut ins Gesicht. „Deine Meinung interessiert aber nicht.“ Hakan telefonierte mit Hakim. Dieser sagte zu umgehend zu kommen. Nur eine halbe Stunde war er da. Er kam ins Arbeitszimmer und sah auf Semir. „Was geht hier vor?“ „Das da“ Hakan deutete auf Semir, „ ist leider ein Problem.“ „Wieso?“ „Er ist ein Bulle.“ „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Was konnte er an seine Leute weitergeben?“ Hakan antwortete darauf nicht. Hakim sah zu Semir. „Dann werden wir ihn doch mal fragen“ sagte er und ging zu Semir. Diesem wurde nun ziemlich mulmig. „Also? Was hast du ihnen gesagt?“ Semir antwortete nicht. „Hast du einen Raum, wo wir uns mal richtig mit ihm unterhalten können?“ Hakan nickte. „Im Keller“ Hakim nickte. Er gab Turan einen Wink und zeigte dann auf Semir. Turan riss Semir hoch und drehte ihm den Arm auf den Rücken. Semir stöhnte leise auf. Dann brachte ihn Turan in den Keller.

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