Verraten

  • Verraten!


    Autohof Eifeltor:


    Drei Männer saßen in einem Auto an der Zapfsäule. Ein weiteres Auto, ein grauer Audi fuhr so eben an die Nachbarzapfstelle. Einer der drei stieg aus und ging auf den Audi zu. Als er neben dem Fahrer stand zog er eine mit Schalldämpfer ausgestattete Pistole und drückte ab. Der Fahrer des Audis kippte auf das Steuer und die Hupe ging los. Der Killer stieg wieder zu seinen Kumpels ins Auto und dann fuhren sie los. „Ist erledigt, Boss. Der kommt uns nicht mehr Quere“, sagte der Fahrer in sein Handy, nachdem er von der Tankstelle gefahren ist. „Habt ihr das sauber erledigt? Ich will keine Überraschungen erleben. Zeugen und so. Die Bullen haben uns ohnehin schon auf dem Kieker.“ „Klar. Keine Zeugen“ „Gut, dann können wir das Geschäft mit den Autos weitermachen. Im Schließfach ist das Geld für euch. Macht euch für die nächste Zeit dünne. Ich will euch für die nächsten 6 Monate nicht sehen. Für diese Zeit sollte das Geld reichen. Aber vernichtet den Wagen. Er darf nicht mehr auftauchen.“ „alles Klar Chef.“ Das Gespräch wurde beendet. Die drei Männer fuhren in eine Kiesgrube. Dort stellten sie das Fahrzeug ab und schoben es gemeinsam in eine tiefe Abraumstelle. Als der Wagen unten aufschlug, explodierte er und ging in Flammen auf.


    „Semir, Tom! Kommt bitte in mein Büro“ sagte Frau Engelhardt. Die beiden sahen auf und unterbrachen das Gespräch mit Andrea. Sie sahen sich an und folgten dann der Chefin in ihr Büro. „Ich habe eben Nachricht erhalten, dass es einen Toten am Autohof Eifeltor gegeben hat. Der Mann ist mit einem Kopfschuss hingerichtet worden. Die Spusi ist bereits vor Ort. Fahrt bitte hin und schaut es euch an. „Alles Klar.“ Kam von den beiden wie aus einem Mund und schon waren sie unterwegs. „Mann, wieso bekommen wir immer diese Fälle.“ fragte Semir grübelnd. „Vielleicht weil wir bei der Polizei sind“,…meinte Tom grinsend. Semir sah ihn an und fing an zu lachen. Kurze Zeit später waren sie am Tatort. Dieser war bereits weiträumig abgesperrt. „Hallo, Peter. Wie sieht es aus?“ fragte Semir einen der Mitarbeiter. „Hallo Semir. Also. Der Mann ist sauber mit Kopfschuss hingerichtet worden. So wie es aussieht ist nichts gestohlen worden. Der Tote hat seine Brieftasche noch, Geld ist da. Also scheidet Raubmord aus. Ich tippe auf Drogen oder auf Rache als Motiv. Aber das müsst ihr raus finden. Ich kann euch nur sagen, dass der Mann tot ist. Ursache ist eindeutig der Kopfschuss. Das warum kann ich euch nicht sagen. Aber wie ich euch kenne, ist das kein Problem für euch Spürnasen.“ Peter grinste die beiden an. Semir sah zu Tom und meinte dann sarkastisch: „Siehst du, ich wusste schon immer, das ich der bessere Cop bin. Also werden wir den Fall wie immer lösen, nicht wahr, Tom?“ „Sicher, ohne mich würdest du es ja gar nicht schaffen. Einer muss doch denken.“ Semir sah ihn an und dann fingen beide an zu lachen. „Okay, Peter wann bekomme ich den Bericht?“ „Wie immer spätestens gegen Mittag hast du ihn auf dem Tisch, Semir.“ sagte dieser und wandte sich seiner Arbeit zu. Semir und Tom fuhren zum Revier zurück. Nun mussten sie den Bericht abwarten.

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    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • „So. Den wären wir also los. Keine Probleme mehr. Die nächste Fuhre von den Autos ist auch schon vorbereitet. Diesmal haben wir unter anderem Porsche, Mercedes und einen Maserati darunter. Wir müssen sehen, das wir die Modelle umspritzen, die Identifikationsnummern abschleifen und so weiter. Was ist mit einer Nachfolge für unseren Mechaniker?“ „Sorry, aber das haben wir noch keinen gefunden. Wir warten noch. Bis dahin müssen wir die Karren erst einmal stehen lassen, Zar. Ich habe aber schon die Fühler ausgestreckt.“ „Gut ich gebe dir zwei Wochen. Bis dahin solltest du jemanden gefunden haben. Paul, ich verlasse mich auf dich. Enttäusche mich nicht.“ Paul nickte und verließ das Gebäude.


    „Semir, was haben wir?“ fragte die Chefin bei der Besprechung. „Nun wir wissen, das der Tote Frank Schneider hieß. In Köln geboren und von Beruf Automechaniker. Er hat bis kurz vor seinem Tod auf einem Schrottplatz in Niehl gearbeitet. Dann ist er vor etwa drei Wochen verschwunden und nun ist er tot aufgetaucht. Der Besitzer von Schrottplatz meinte, er sei von einem Typen abgeworben worden, der illegal mit Autos handelt. Er hat den Namen „ZAR“ verstanden. Jeder in der Autobranche kennt den Mann unter dem Namen Zar als Autoschieber. Ich denke wir sollten an dieser Spur weitermachen. Wir sollten uns aber keine Illusionen machen, dass wir den großen bekommen. Der ist unauffindbar und niemand kennt seinen wahren Namen.“ In diesem Augenblick betrat ein Mann das Büro von Engelhardt. Sie sah kurz auf und lächelte. „Semir, Tom das ist Michael Freitag, Er ist beim LKA und er kann uns bei unserem Fall helfen.“ Die Männer begrüßten sich. „Wie können Sie uns helfen?“ fragte Semir. „Nun, Herr Gerkhan. Eigentlich dachte ich mehr, dass Sie mir helfen können. Wir sind bereits seit drei Jahren hinter diesem Zaren her. So nah wie jetzt waren wir noch nie dran. Deshalb hatte ich an einer Undercover-Aktion gedacht.“ „Herr Freitag ist der Meinung, dass Sie, Semir, diesen Undercover-Einsatz ausführen sollten.“ „Warum ich?“ „Nun, Herr Kranich ist aufgrund seiner Person nicht gerade als Automechaniker einzusetzen. Doch die meisten hätten nichts gegen einen kleinen… ohne jetzt rassistisch zu werden, Türken. Es ist immer noch nicht jeden klar, dass Ausländer bei der Polizei sind. Wenn Sie verstehen, was ich meine Herr Gerkhan.“ „Semir, nennen Sie mich Semir. Aber ich habe keine Ahnung von Autotechnik. Wie soll ich denn dann einen spielen?“ „Wir bringen Ihnen das nötigste bei, Herr Gerkan… äh ich meine Semir.“ „Nun, dann… Wer weiß von der Aktion, wer sind meine Kontaktleute und woher wollen Sie wissen, das ich an den Zaren rankomme?“ „Aus unseren Informantenkreisen haben wir erfahren, dass der Zar einen neuen Automechaniker sucht. Dieser muss allerdings verdammt gut sein. Also müssen Sie sich anstrengen und die Aufmerksamkeit auf sich lenken, Semir.“ Semir sah zu Frau Engelhardt. Sie nickte unmerklich und Semir verließ das Büro. Er ging zu seiner Freundin, Andrea. „Andrea, ich möchte dich bitte kurz sprechen.“ Andrea stand auf und sie gingen in sein Büro. „Andrea, ich muss auf Undercover. Ich weiß, das willst du nicht, aber nur so können wir unsere Arbeit manchmal erledigen. Ich will aber nicht, wie beim letzten Mal durch dich enttarnt werden, du weißt doch wie knapp das gewesen ist. Und jetzt wo wir bald verheiratet sind…“ „Hey, wenn man mir damals gesagt hätte, was gespielt wird, hätte ich dich bestimmt nicht in Gefahr gebracht, das weißt du doch. Okay, aber bitte sei vorsichtig.“ Semir nickte und küsste seine zukünftige Frau. Dann verließ er sein Büro und ging zu den anderen zurück. Er nickte. „Okay, ich mache es. Wann geht es los?“ „Morgen früh. Sie kommen zu unserem Schrottplatz. Der Besitzer ist eingeweiht und wird Sie als Helfer einstellen. Er bringt Ihnen alles bei. Und er wird Ihr Kontaktmann zwischen Ihnen und uns sein. Trotzdem müssen Sie vorsichtig agieren.“ „Klar. Okay, dann bin ich morgen auf dem Platz und erlerne den Beruf des Automechanikers.“ Die Versammlung löste sich auf und Tom und Semir gingen in ihr gemeinsames Büro. Tom schloss die Tür. „Semir die Sache gefällt mir gar nicht. Du musst höllisch aufpassen, denn ich habe keine Lust für deine Beerdigung auch nur einen Euro auszugeben.“ Semir sah ihn an. „Du bist und bleibst ein Geizkragen, Tom. Aber ich weiß schon worauf ich mich einlass. Ich werde vorsichtig sein. Tja, dann gehe ich jetzt mal packen. Kann ja nicht ständig nach Hause fahren, wenn es echt aussehen soll.“ Er verließ das Büro und fuhr nach Hause.

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  • Am nächsten Morgen stand er um acht Uhr auf dem Schrottplatz. Der Besitzer kam ihm entgegen und begrüßte ihn. „Ich bin Paul Schrank. Herr Freitag hat mich bereits unterrichtet. Okay, Sie bekommen bei mir die Unterkunft und Essen umsonst. Ich werde Ihnen alles zeigen. Ich hoffe Sie haben wenigstens ein wenig technischen Verstand.“ Semir sah ihn an. „Ich kann einiges. Ich weiß nur nicht ob das reicht.“ „Den Rest bringe ich Ihnen bei. Es ist nicht schwer. Und danach können Sie als Automechaniker arbeiten. Wenn Sie den Polizeidienst mal satt haben, meine ich. Ach ja eins noch. In unserer Branche sprechen wir uns mit dem Namen und mit Du an. Also ich bin Paul.“ „Semir. Alles klar, Paul. Zeigst du mir wo ich schlafe?“ Paul nickte und drehte sich um. Semir folgte ihm. Sie gingen auf eine kleine Hütte zu. Paul schloss auf und sie traten ein. Die Hütte war mit einem Bett ausgestattet, einer Couch und Tisch. Fernseher, Radio und alles was man braucht zum Leben. Semir sah sich um. „Gemütlich.“ meinte er und brachte seine Sachen in die Hütte. „Essen kannst du dir aus meinem Büro holen. Meine Frau bringt es jeden Tag gegen eins her. Trinken auch. Also nur die Bezahlung bleibt aus. So eine Kraft hätte ich gern öfter. Dann könnte ich ne Menge Geld sparen.“ Semir sah ihn an. „Na ja eigentlich bezahlst du mich ja ohnehin. Mit den Steuergelder“ meinte er als er den Blick von Paul sah. Danach gingen die beiden in die Werkstatt. Paul brachte Semir alles bei, was er benötigte. Nun musste er nur noch warten, bis sich die Kontaktleute für ihn anfangen zu interessieren. Die nächsten zwei Wochen passierte gar nichts. Semir reparierte etliche Wagen, wechselte Reifen, verkaufte Teile.


    Zwei Wochen später: „Tom. Wir haben Nachricht von Semir. Bisher ist er noch nicht in Kontakt getreten. Keiner hat versucht ihn abzuwerben oder so. Seit zwei Wochen ist er nun schon im Einsatz und nichts ist passiert. Vielleicht hat der Zar kalte Füße bekommen.“ „Das glaube ich kaum. In den letzten Tagen sind wieder einige Nobelkarossen geklaut worden. Wir haben keine Spur der Diebe. Aber ich wette das hat mit den Zaren zu tun. Wir wissen, dass er Nobelkutschen in die Tschechoslowakai und nach Polen bringt. Aber wir können es ihm nicht nachweisen. Wir wissen von diesem Mann gar nichts. Mir ist gar nicht wohl, das Semir nur darauf wartet, das ihm die Typen auflauern.“ „Ich weiß Tom. Aber es ist die einzige Möglichkeit irgendwie an diesen Mann ran zu kommen. Sie wissen doch auch, dass wir keine andere Wahl haben, Tom. Sie würden es doch auch machen.“ Tom nickte. Ihm war sehr wohl bewusst, dass er Semir nicht helfen konnte, wenn dieser Hilfe bräuchte. Doch nun war er damit beschäftigt die anderen Spuren zu folgen. Der Autodiebstahl an der A 3 musste noch geklärt werden und Tom war sich sicher, dass dies auch mit dem Zaren in Verbindung stand.


    Semir tat am 17. Tag seine Arbeit. Gegen Mittag fuhr ein Fahrzeug auf den Schrottplatz. Paul war gerade unterwegs einen Wagen abholen, also musste Semir sich um die Kundschaft kümmern. „Tag. Kann ich Ihnen helfen?“ fragte er den Kunden. Dieser sah ihn von oben bis unten an und meinte dann: „Bist du neu hier? Hab dich hier noch nie gesehen.“ „Ich bin seit zwei Wochen hier. Warum?“ „Ach deshalb. Ich war in Urlaub. Ich brauche für meinen Camarro einen Scheinwerfer. Haste einen da?“ „Ich geh mal schaun. Aber ich glaube sieht nicht schlecht aus. Da hinten ist noch einer, wenn du glück hast ist da noch ein Scheinwerfer drin.“ Semir ging mit dem Unbekannte in einer Reihe von Schrottfahrzeugen. Der Camarro war schnell gefunden und genauso schnell baute Semir den Scheinwerfer aus. Der Unbekannte beobachtete ihn dabei sehr genau. Dann meinte er: „ Hey die Hupe könnte ich auch gebrauchen Ach ja, kannst du nicht mal schauen, warum der Wagen so schreckliche Geräusche beim Fahren macht?“ „Was denn für Geräusche?“ wollte Semir wissen. „Na ja er klappert. Keine Ahnung warum?“ Semir sah den Mann an und überlegte sich, ob dieser nur so tat oder tatsächlich keine Ahnung von Autos hatte. „Klar ich guck mal.“ Semir sah sich das Auto an und stellte fest, das der Auspuff eine Schelle verloren hatte. „Hab schon den Fehler gefunden. Warte kurz.“ Semir verschwand und tauchte nach zwei Minuten wieder auf. Er schraubte am Wagen rum und meinte dann: „So das sollte es gewesen sein. Der Auspuff war lose.“ „Danke, mein Freund. Sag mal suchst du noch eine kleine Nebentätigkeit?“ fragte er auf einmal Semir. Dieser schaute auf und meinte dann: „Ich verdiene hier nicht genug um mir ne Wohnung zu leisten. Ist nur ne Zwischenlösung bis ich was anderes gefunden habe. Mein eigentlicher Beruf hat mehr mit der Elektronik von Autos zu tun. Aber als Elektroniker gibt es so gut wie keine Jobs. So muss ich hier hausen.“ Der Unbekannte sah ihn sich an. Semir musterte sein Gegenüber ebenso. „Hast du was anderes für mich?“ fragte er mit gespielter Neugier. „Nun, du kannst bei meinem Freund als Elektroniker an Autos schrauben. Gutes Geld ist drin. Freie Unterkunft und freie Verpflegung.“ Semir sah ihn an. War das der Kontakt auf den er gewartet hatte? In diesem Augenblick kam Paul zurück. Er sah den Kunden und zuckte kurz zusammen. „Hey, Paul Wie ist ein neuer Kumpel hier?“ „Warte mal Gorge du willst ihn mir doch nicht auch abwerben, wie den Schneider? Ich suche mir die guten Leute und dann kommst du und nimmst sie mir weg.“ „Du weißt doch, dass der Zar sich seine Leute sehr gut aussucht. Und der hier scheint einiges auf den Kasten zu haben. Also warum sollte er hier versauern, wenn er bei uns das große Geld machen kann?“ „Dann solltest du Semir selbst fragen. Wenn er will, dann kann er gehen. Wenn nicht, hast du Pech und musst dir einen anderen suchen.“ Gorge sah Semir an. „Paul, ich will dich nicht im Stich lassen.“ „Das brauchst du doch auch nicht, Semir… Wir können die Autos für die wir dich brauchen doch auch hierher bringen, nicht wahr Paul?“ „Ne, Ne. Gorge du weißt doch, das ich in den letzten Monaten schon des öfter Razzias gehabt habe. Ich brauche diesen Schrottplatz. Das ist meine Existenz.“ Gorge nickte. „Gut, dann machen wir es so, das du tagsüber bei Paul bist und abends bis zehn bei uns. So ist uns beiden geholfen. Und du machst doppelt Kohle, Semir. Was meinst du?“ Semir sah zu Paul und dieser nickte unmerklich. Das war also der Kontakt auf den er schon seit zwei Wochen wartete. Er zögerte noch mit seiner Antwort doch dann sagte er: „Okay. Ich mache es. Wann soll es losgehen?“ „Ich hole dich dann ab. Also sei bereit.“ Gorge verließ den Schrottplatz.

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  • „Semir, das ist der Typ, der Frank bereits abgeworben hatte. Nun ist Frank tot. Du musst höllisch aufpassen, Semir. Die sind gefährlich. Wenn die dahinter kommen, dass du ein Bulle bist, dann bringen die dich auch um. Genau wie Frank. Wir müssen uns einig werden, wann wir die Informationen austauschen. Am Anfang hatten sie Frank auch hier noch arbeiten lassen, doch dann war er ganz weg. Er durfte hier nicht mehr arbeiten. Sie haben ihn regelrecht eingesperrt und rund um die Uhr überwacht. Das gleiche werden die mit dir machen.“ „Schon als ich diesen Job übernommen habe, wusste ich, das es gefährlich ist. Mein Job ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Dafür werde ich bezahlt. Ich werde aufpassen. Aber du musst auch aufpassen, nicht das irgendwann rauskommt, dass du mit der Polizei zusammenarbeitest. Das ist genauso gefährlich wie mein Job.“ Semir grinste Paul an, obwohl ihm gar nicht danach zu mute war. „So und nun solltest du die Nachricht absetzen an Freitag und ihm sagen, das der Kontakt stattgefunden hat.“ Paul nickte und verließ den Schrottplatz erneut.


    Am nächsten Morgen war alles wie gewohnt. Semir schraube an den Autos rum als erneut ein Kunde auf den Platz fuhr. Semir ging auf den Wagen zu und erkannte Tom als Fahrer. „Tag, was kann ich für Sie tun“, spielte Semir die Rolle weiter, denn er war nicht sicher, ob er nicht überwacht wurde. „Ich brauche eine neue Hupe für mein Wagen.“ sagte Tom. „Wir finden bestimmt was. Kommen Sie mit, die Wagen stehen ganz hinten in der Ecke.“ Tom folgte Semir. In der Ecke angekommen, zeigte Semir auf einige Fahrzeuge und Tom trat nah an ihm ran. „Hey den Job machste richtig gut. Gefällt dir was.“ Er grinste. Semir drehte sich um: „Du wirst lachen, aber es gefällt mir wirklich. Aber wir sollten so tun, als ob du wirklich eine Hupe brauchst. Ich habe bereits gemerkt, dass der Platz überwacht wird. Auf jeden Fall mit Kameras. Mikros weiß ich nicht. Ist aber nicht ganz auszuschließen. Hier hinten allerdings ist gar nichts. Also tu wenigstens so, dass du was suchst.“ Tom nickte. Er wollte Semir nicht in Gefahr bringen. „Der Zar hat einen Kontaktmann geschickt. Er hat mich angeworben. Hat euch Paul nicht informiert?“ „Semir, wir haben heute Morgen Paul und seine Frau gefunden. Beide sind tot. Deshalb bin ich hier. Sie sind mit Kopfschuss hingerichtet worden. Auf der Brust von Paul haben sie das Wort „Verräter“ hingeschrieben. Er ist aufgeflogen und es ist nicht ausgeschlossen, das er auch dich verraten hat. Sei also bitte vorsichtig.“ Semir nickte. Ihm war nun gar nicht mehr wohl in seiner Haut. „Hier ist ein Handy. Versteck es gut. Und denke bitte daran, dass du allein bist. Ich kann dir nicht helfen.“ Tom zückte zwei Geldscheine und nahm unauffällig das Handy für Semir in die Hand. Dieser nahm Geld und Handy entgegen und steckte es sich in die Tasche.

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  • „Hast du einen Mechaniker gefunden, Paul?“ fragte der Zar. „Gorge hat einen gefunden. Einen Türken. Er ist derzeit auf dem Schrottplatz von Paul Schrank. Gorge hat mir erzählt, das er ziemlich flink ist und ich denke er wird für uns sehr gute Arbeit lassen.“ „Du weißt doch dass Paul Schrank ein Verräter war. Er war ein Spitzel. Nun ist er tot. Was weißt du über den Türken?“ „Er heißt Semir Gerkhan. 34 Jahre, unverheiratet. Lebt derzeit auf dem Schrottplatz. Sonst weiß ich nur, das er gute Arbeit leistet.“ „Fühle diesen Gerkhan mal auf dem Zahn. Ich will keine Überraschungen haben. Lass die Kontakte zur Polizei mal spielen, vielleicht wissen die was über Gerkhan.“ Paul nickte und verließ das Zimmer. Er rief eine Nummer an und sagte dann: „Hör zu. Mein Freund. Ich brauche Infos über einen gewissen Semir Gerkhan. Gewohnheiten, Vorstrafen und so weiter.“ „Hast du in einer Stunde.“ Das Gespräch war beendet. Tatsächlich rief ihn der Mann eine Stunde später wieder an. „Also keine Vorstrafen. Er ist sauber, unbescholten. So wie es aussieht kein Risiko.“ „Alles klar, danke. Aber versuch noch mehr raus zu bekommen, ich will ganz sicher gehen.“ Paul ging noch einmal zu dem Zaren. „Dieser Gerkhan ist sauber. Hat nicht einmal einen Strafzettel.“ „Ein bisschen zu sauber, oder?“ „Für das Alter ja. Ich glaube wir haben ein Problem“ „Nein, noch nicht. Aber wir werden dafür sorgen, dass dieser Gerkhan keins wird. Er wird von uns angeheuert und hier arbeiten, so wie es Gorge gesagt hat. Wir werden ihn hier unterbringen und dafür sorgen, dass er keinen Kontakt nach außen bekommt. Also bring ihn her. Ich will ihn kennen lernen.“ Paul nickte und verließ abermals das Büro.


    Semir saß allein in seiner Hütte auf dem Schrottplatz. Wenn es nach diesem Gorge ging, sollte er in fünf Minuten abgeholt werden. Er wartete nun auf das Auto. Kurz danach hörte er dass ein Wagen vorfuhr. Er verließ die Hütte und sah, dass es das Auto von Gorge war. Er nahm seinen Koffer und ging auf das Fahrzeug zu. Dort saß bereits eine Person drin. Gorge stellte ihn mit Paul vor. Die beiden begrüßten sich und Semir stieg ein. „Hey, Semir. Es tut mir leid, was mit Paul passiert ist. Aber ich habe auch eine gute Nachricht für dich. Du kannst bei uns übernachten und arbeiten. Geld wie besprochen. Du wirst dich sicher wohl bei uns fühlen. Wenn du willst besorge ich dir auch ein paar türkische Frauen.“ Semir sah ihn an. Er war sich nun nicht mehr sicher, dass dieser Undercover-Einsatz wirklich das war, was er wollte. „Klar. Mal sehn. Wenn es mir nicht gefällt, ziehe ich einfach weiter, nicht.“ sagte er. Gorge nickte. „Komm steig ein. Ist das alles was du hast?“ fragte er Semir und deutete auf den Koffer. „Ja. Mehr habe ich nicht.“ Semir stieg ein und der Wagen fuhr los. „Weißt du warum Paul sterben musste?“, fragte Semir. „Nein. Ich glaube er ist überfallen worden. Das ist Arbeit der Polizei. Kümmere dich nicht darum.“ Semir sah das die Fahrt nach Aachen ging. „Wohin fahren wir, denn?“ fragte er. „Zu deinem neuen Arbeitgeber. Er will dich sehen.“ sagte Paul. Semir war nun gar nicht mehr wohl in der Haut. Er sollte dem Zaren vorgestellt werden. Das kann ja heiter werden, dachte er. Nach etwa 40 Minuten war die Fahrt zu Ende. Der Wagen hielt vor einer riesigen Villa. Semir stieg auf Befehl vom Paul aus. Er nahm seinen Koffer und folgte Paul in die Villa. Dann sah er wie Gorge wegfuhr. „Wohin fährt er denn?“ wollte er wissen, doch Paul ging nicht darauf ein. „Warte hier. Ich gehe nur zum Boss und sage dass du da bist.“ Semir nickte. Er sah sich um. Diese Villa stank regelrecht nach Geld. Man kann mit Verbrechen reich werden, dachte er. Paul kam nach etwa fünf Minuten wieder zurück. „Er kann dich erst heute Abend empfangen. Ich soll dir schon mal dein Zimmer zeigen. Komm.“ Semir folgte Paul eine Treppe rauf. Paul führte Semir in einem Zimmer im zweiten Stock. Er schloss die Tür auf und Semir und er traten ein. Semir übersah das Zimmern. Es war geschmacklich gut eingerichtet. Fernseher, Radio, Bett, Schrank alles da was man brauchte. „Nett.“ meinte Semir. „Pack deinen Koffer aus. Ich hole dich nachher ab.“ Semir nickte. Paul verließ das Zimmer und Semir hörte wie sich der Schlüssel drehte. Er sprang zur Tür und rief: „Paul, was soll dass denn?“ „Befehl vom Chef. Tut mir leid Semir.“ Mist, dachte Semir. Er machte sich daran, den Koffer auszupacken anschließend setzte er sich aufs Bett. Er nahm kurz das Handy und rief Tom an. „Tom ich bins. Ich bin jetzt beim Zaren in der Villa. Wir sind in Aachen. Mehr weiß ich allerdings nicht. Bin derzeit eingesperrt in einem der Zimmer. Melde mich später noch einmal.“

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  • „Jetzt wo Schrank tot ist, können wir mit Semir weniger Kontakt aufnehmen. Verdammt, Freitag, was machen wir denn jetzt.“ Frau Engelhardt sah ihn an. „Wir hatten uns die Sache auch anders gedacht. Vielleicht findet Semir eine Möglichkeit und kann per Handy uns eine Nachricht zukommen zu lassen. Wir wissen zumindest, dass er nun in Kontakt mit dem Zaren ist. Er ist heute abgeholt worden. Allerdings wissen wir nicht genau wo er ist. Aber wir müssen abwarten. Wenn es zu gefährlich ist, dann werden wir mit SEK-Leuten Semir da raus holen.“ Frau Engelhardt sah ihn an. Sie hatte Angst um ihren Beamten. Semir war kein Anfänger aber nach allem was sie bisher über den Zaren herausgefunden hatte, war er in ernster Gefahr. Tom kam rein. „ Semir hat sich gemeldet?“ sagte er. „Er ist in Aachen. In der Villa von diesem Zaren. Er kann sich wahrscheinlich heute Abend noch einmal melden. Man konnte die Erleichterung im Gesicht von Frau Engelhardt sehen. „Gott sei Dank. Aber woher hat er denn das Handy?“ „Das habe ich ihm gegeben, als ich ihm die Nachricht über den Tod von Paul Schrank überbracht habe. Hat sich dort schon was getan?“ Freitag schüttelte den Kopf. „Wir können glaube ich mit Sicherheit davon ausgehen, das der Zar Paul Schrank umgebracht hatte. Wir wissen allerdings nicht, woher er es wusste. Paul war immer vorsichtig.“ „Vielleicht ein Leck in den eigenen Reihen beim LKA?“ fragte Tom. Freitag sah ihn an. „Wir müssen diese Möglichkeit in Betracht ziehen, aber ich glaube nicht daran.“


    Gegen Abend wurde die Tür zu Semirs Zimmer aufgeschlossen. Paul trat ein und Semir sah ihn an. „Was soll das? Warum werde ich eingesperrt?“ „Befehl vom Chef. Wir machen das mit jedem Neuen. Erst einmal muss man sich daran gewöhnen. Aber es geht schnell. Hast du Hunger?“ Semir nickte. Paul winkte ihm zu und beide gingen nach unten. Semir bekam Essen und Trinken. Anschließend verließ er die Küche um auf die Toilette zu gehen. Er nutze diese Möglichkeit sich ein wenig im Haus umzusehen. Das Haus war ziemlich groß und der Vorwand zur Toilette zu gehen, war nicht gerade ein großes Zeitfenster. Er ging die Treppe runter und sah links einen großen Saal, rechts war ein Arbeitszimmer mit Computer und Telefon, doch bevor er weiter erkunden konnte, kam Paul hinter ihm her. „Was machst du denn. Die Toilette ist doch am anderen Ende.“ „Oh, Entschuldigung. Ich habe mich wohl verlaufen. Kommt nicht wieder vor.“ „Sei froh das ich dich gesucht habe und nicht Hans oder Michael. Dann hättest du anders ausgesehen. Glaube mir. Komm jetzt. Du musst wieder in dein Zimmer.“ „Darf ich erst auf die Toilette?“ „Sicher, komm, ich zeige sie dir.“ Er folgte Paul. Nach der Toilette ging es aufs Zimmer und als Semir über die Schwelle trat, zog Paul wieder die Tür zu und schloss ab. Semir trat ans Fenster und schaute raus. Vor seinem Fenster waren Gitterstäbe angebracht. Er konnte also nicht durch das Fenster entkommen. Er saß in der Klemme. Es war nicht möglich mit Tom oder mit Freitag in Verbindung zu treten. Erst einmal musste er sich fügen. Er setzte sich aufs Bett und konnte nichts anderes als warten.

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  • „Und, wo ist unser neuer Freund?“ fragte der Zar. „In seinem Zimmer. Eingeschlossen. Er wartet derzeit darauf, das wir ihn holen.“ „Dann hole ihn. Ich will ihn mir ansehen.“ Paul nickte und ging zu Semir aufs Zimmer. Er schloss die Tür auf und holte Semir raus. Dann ging es in den großen Salon. „Setz dich!“ kam es aus einer Ecke. Semir setzte sich auf einen im Raum stehenden Stuhl. „Wer sind Sie?“ „Ich stelle die Fragen, du antwortest!“ kam es zurück. Die Stimme war eisig. „Wie heißt du?“ „Semir Gerkhan“ „Wo kommst du her, was machst du sonst beruflich?“ „Ich wohne in Köln, bin dort aufgewachsen und habe den Beruf des KFZ - Mechanikers gemacht.“ „Hast du Familie? Die Türken sind doch immer sehr groß im Familienleben.“ „Was soll das ganze hier, ist das ein Quiz?“ „Du bist ungeduldig. Ich sagte doch eben, dass ich die Fragen stelle. Halte dich daran!“ Die Stimme klang wütend. Semir zog es vor, die Fragen zu beantworten. „Hast du schon mal Drogen genommen?“ „Nein, habe ich nicht. Und zu der anderen Frage, nein ich habe keine Familie mehr. Das einzige türkische ist mein Name.“ „Dann wird dich keiner vermissen, wenn du dich nicht meldest?“ „Vielleicht meine Freundin. Aber …..“ „Was aber?“ „Ich wüsste nicht, dass Sie das was angeht.“ „Ich will alles wissen von dir. Also wer ist deine Freundin? Wo wohnt sie?“ „Ich will nicht, das meine Freundin belästig wird. Also behalte ich Namen und Adresse für mich. Ich hatte ihr ohnehin gesagt, das ich mich für einige Monate verdünnisiere und mich nicht melden werde.“ „Ich sehe schon, du musst noch einiges lernen. Aber wir haben Zeit. So und nun zu deinen Aufgaben. Ab morgen wirst du für uns einige Autos flott machen. Paul wird dir alles zeigen. Nach 17.00 Uhr hast du Feierabend. Essen gibt es zu festen Zeiten. Frühstück ab 08.00 Uhr, Mittag ab 13.00 Uhr und Abendessen ab 18.00 Uhr. Zu diesen Zeiten verlässt du dein Zimmer. Während der Arbeit stehst du unter Aufsicht. Nachts wirst du in deinem Zimmer eingeschlossen. Kein Telefon.“ „Bin ich hier ein Gefangener, oder was. Mann da ist es im Knast ja einfacher…“ „Knast? Warst du schon einmal da?“ „Ich, …. Warum?“ „Ich würde es gerne wissen?“ „Na ja….“ Semir dachte nach, ob er sich eine Geschichte zu Recht legen sollte. Vielleicht machte es ja Eindruck, wenn er sagte er hätte schon gesessen. Er konnte nicht wissen, dass der Zar bereits Auskünfte über Semir eingezogen hatte und darin stand nichts von einem Gefängnisaufenthalt. „Ich war mal ganz kurz drin gewesen. War aber ein Irrtum. Ich war unschuldig.“ Der Zar schwieg. „Gut… du bist anscheinend ehrlich zu mir. Das wird stets belohnt werden. Aber das muss noch warten, erst will ich dich kennen lernen. Wenn ich weiß wie du arbeitest, dann wirst du sicher auch ein paar Freiheiten bekommen. Aber erst einmal wirst du das Haus nur zum arbeiten verlassen.“ „Paul hat mir versprochen, dass ich auch auf den Schrottplatz weiter machen darf. Was ist damit?“ „Nun, das denke ich, hat sich erledigt. Der Besitzer ist leider verstorben und somit brauchst du dir keine Gedanken machen, dass du ihn hast hängen lassen, oder?“ „Nein. Ich glaube nicht….“ „Gut, geh nun wieder auf dein Zimmer. Morgen fängst du an zu arbeiten.“ Semir erhob sich auf Zeichen von Paul und wurde wieder eingeschlossen. „Paul? Was soll das ganze. Ich bin mir keiner Schuld bewusst, dass ich so behandelt werde. Warum hast du mir nicht gesagt, dass ich hier als Gefangener gehalten werde?“ „Schlaf jetzt, du hast morgen einen anstrengenden Tag. Vielleicht können wir den Zaren überreden, dass wir beide zusammen ausgehen dürfen. Aber das wird vor dem Wochenende nichts werden.“ Semir nickte. Heute war Mittwoch. Also musste er die nächsten Tage abwarten.

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  • „Nun, Paul. Ich bin zufrieden mit deiner Wahl. Dieser Semir scheint in Ordnung. Allerdings warte ich noch auf einige Infos. Wenn er auch so arbeitet, dann denke ich wird er es sehr weit bringen in unserer Organisation.“ „Ja Zar. Aber ich hätte da eine Bitte.“ „Nun, ich höre?“ „Semir ist es nicht gewohnt, eingesperrt zu sein. Und ich denke, wir könnten seine Arbeitskraft steigern, wenn ich mit ihm ein wenig unternehme.“ „Nein. Er darf derzeit nicht raus. Er war scheinbar sehr eng mit diesem Schrank befreundet. Wer sagt mir, dass er nicht auch ein Spitzel ist. Legst du für ihn die Hand ins Feuer?“ „Nein, soweit geht es nicht. Okay, wir warten noch ab.“ „Denk bitte daran. Semir darf nicht telefonieren.“ Paul nickte. Er wird sicher dafür sorgen, das Semir nicht ans Telefon kommt.


    Frau Engelhardt, Freitag und Tom saßen im Büro. „Wann sollen wir Kontakt zu Semir aufnehmen?“ wollte Tom wissen. Freitag sah ihn an und zuckte mit den Schultern. „Ich denke es ist besser wenn er es tut. Er kann besser beurteilen, wann es gefährlich ist und wann nicht. Wir dürfen ihn selbst nicht anrufen. Wir müssen warten. Wenn wir jetzt anfangen, dem Zaren aufs Korn zu nehmen dann bringen wir Semir nur noch mehr in Gefahr. Er muss leider sehen, dass er allein zu Recht kommt.“ „Das war am Anfang nicht ausgemacht. Ich habe Semir dazu bestärkt, weil ich dachte es sei ein sicherer Job.“ „Frau Engelhardt. Ich habe nicht damit gerechnet, dass der Zar hinter das Geheimnis von Paul Schrank kommt. Wenn das abzusehen gewesen wäre, dann hätte ich Semir nicht dahin geschickt. Aber ich sehe es optimistisch. Wir werden es schaffen, und dem Zaren das Handwerk legen.“ Tom sah Engelhardt an. Man sah ihm an, dass er wütend war. Frau Engelhardt schüttelte den Kopf und Tom verließ das Büro. Er ging in sein eigenes Büro und dachte über diese Angelegenheit nach. Er konnte Semir nicht helfen. Aber er schwor sich, dass wenn Semir etwas passiert, dann wird er sich diesen Freitag vorknöpfen. Freitag verließ das Revier und Frau Engelhardt kam zu Tom. „Nun, wie sehen Sie das, Tom?“ „Semir ist in Gefahr. Das spüre ich einfach. Er ist wer weiß wo auf sich allein gestellt. Was, wenn der Zar dahinter kommt, das Semir ein Polizist ist. Dann ist sein Leben keinen Pfifferling wert. Wir können ihm nicht helfen, denn wir wissen ja nicht genau wo er ist.“ „Wie ist die Arbeit mit den gestohlenen Autos weitergegangen?“ fragte Engelhardt. „Nun, die Autos sind weg. Das ist sicher. Wir haben einige Garagen durchsucht, aber nichts gefunden. Das einzige was wir nicht gemacht haben, sind die Garagen von diesem Zaren zu durchforsten. Das wollte Freitag nicht, damit der Zar nicht wach gerüttelt wird. Ich verstehe nicht, warum die seit drei Jahren keine Möglichkeit hatten, diesen Typen zu schnappen.“ „Woran denken Sie, Tom?“ „Ne undichte Stelle? Wäre nicht das erste Mal, das sich Kollegen kaufen lassen.“ „Das ist eine ziemliche Unterstellung, aber solange wir keine Beweise haben, können wir diese Vermutung nicht äußern. Freitag hat Recht. Wir müssen abwarten.“

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  • Am nächsten Morgen wurde Semir um 07.00 Uhr geweckt. Er ging duschen und dann bekam er Frühstück. Paul holte ihn gegen 8,30 Uhr ab und fuhr mit ihm in die Werkstatt. „So, ab heute kannst du zeigen, was du so alles kannst.“ meinte Paul. Semir sah ihn an. „Wie soll denn heute der Tag ablaufen?“ „Wir beide werden in der Werkstatt einige Autos reparieren und dann werden die Autos verkauft. Das ist alles.“ „Nur wir beide werden in der Werkstatt sein?“ „Ja, hast du damit ein Problem?“ „Nein, Nein. Ich finde das sogar ganz gut. Mit dir kann ich wenigstens reden. Die anderen sagen ja gar nichts.“ „Die werden nicht fürs reden bezahlt. Bei denen musst du ganz vorsichtig sein. Aber glaube ja nicht, dass ich besser bin. Wenn ich merke, das mich einer verarscht oder ausnutzt, dann werde ich auch sauer.“ „Wer wird das nicht.“ meinte Semir nur. Sie kamen in der Werkstatt an. Semir sah die teuren Wagen, die in der Garage standen. „Die sehen doch Top aus.“ meinte er. „Die sind Top. Und das ist unser Problem. Sieh mal, wir müssen diese Wagen ein wenig verändern. Dafür brauchen wir dich. Aber eins muss dir gewiss sein. Wenn du hier anfängst zu arbeiten, dann kannst du nicht einfach wieder aufhören, klar.“ Semir hörte die Drohung. „Sicher. Was ist mit den Autos. Sind die heiß?“ „Ja. Richtig. Sie sind heiß. Aber das hat dich nicht zu interessieren. Du tust nur die Arbeit und stellst keine Fragen.“ Semir sah ihn an. Er nickte und ging dann auf einen der Wagen zu. Das war ein Maserati. „Was soll ich genau tun?“ fragte er. „Nun ganz einfach. Zunächst wirst du die Seriennummer raus fräsen. Dann die Nummern der Scheiben unlesbar machen und so weiter. Es darf nichts darauf hindeuten, woher der Wagen stammt. Dann können wir ihn sehr gut verkaufen.“ Semir nickte. „Ich kann also nicht aussteigen, wenn mir die Arbeit nicht passt? “ „Nein.“ „Und wenn ich nicht mehr für diesen Zaren arbeiten will?“ „Dann stirbst du.“ „Ist das mit meinem Vorgänger passiert? Paul vom Schrottplatz hat so was angedeutet?“ „Paul ist tot. Du solltest aufhören so neugierig zu sein. Der Frank ist eines Tages einfach weg gewesen. Kann sein, dass er vom Zar gefeuert wurde. Das weiß ich nicht. Nur einen Tipp gebe ich dir. Hör auf zu Fragen. Das ist sehr schädlich.“


    Der Tag verlief ruhig und Semir hing in den Gedanken nach, was Paul ihm gesagt hatte. Wenn er aufhört, dann stirbt er. Ihm war klar, dass er versuchen muss, hier raus zu kommen und Kontakt zu Freitag oder Tom zu bekommen. „Ich geh mal zur Toilette, okay?“ Paul nickte. Semir verließ die Werkstatt und ging in das angrenzende Büro. Er sah dort ein Telefon stehen. Semir drehte sich noch einmal um, doch er konnte Paul nicht sehen. Er nahm den Hörer in die Hand und wählte die Nummer von Tom. „Kranich“ hörte er. „Tom, ich bin es. Hör zu, ich kann nicht all zu lange reden. Wir sind in Aachen in einer Werkstatt. Hier stehen jede Menge von den geklauten Wagen rum. Das Beste wäre wenn eine Durchsuchung stattfinden. Das sollte aber schnell passieren, heute Abend werden die Autos abgeholt. Okay, ich muss Schluss machen.“ Bevor Tom etwas sagen konnte hatte Semir aufgelegt. Er sah gerade wie Paul aus der Werkstatt und auf das Büro zukam. Semir ging schnell auf die Toilette. Als Paul eintrat, zog er die Spülung. „Hey, warum dauert das solange?“ fragte Paul. „Na hör mal, ich kann nicht auf Kommando abklemmen.“ Paul sah sich das Telefon an. Dann sah er zu Semir. „Hast du telefoniert?“ „Ich, nein.. wieso. Ich darf doch…“ „Lüg mich nicht an!“ sagte Paul scharf. „Hör mal, ich habe wirklich nicht telefoniert. Glaub mir doch.“ Semir war verzweifelt. Wenn Paul die Wahlwiederholung drückte, dann war er verloren. Doch Paul gab sich mit der Erklärung und Beteuerung von Semir zufrieden. „Los wir gehen wieder an die Arbeit.“ Semir nickte und war froh darüber.


    Gegen 14.00 Uhr brachte ein weiterer Mann vom Zaren das Mittagessen. Der Mann nahm Paul zur Seite und gab so schien es Anweisungen. Paul nickte. Dann war der Mann verschwunden. Semir sah ihn ins Büro gehen. Nur fünf Minuten später war er wieder da und hatte das Telefon in der Hand. Semir sah wie er das Gerät ins Auto packte und wegfuhr. Paul kam zu Semir zurück und aß mit ihm gemeinsam. „Wieso hat der denn das Telefon mitgenommen?“ fragte Semir. „Der Zar will nur sichergehen, dass du nicht telefonierst. Er traut es mir anscheinend nicht zu, dass ich dich unter Kontrolle habe.“ Der Rest des Tages ging schnell vorbei. Semir hatte am ersten Tag acht Autos abgefertigt. „Paul, ich will dir bestimmt keine Schwierigkeiten machen. Also vergiss es. Was passiert eigentlich mit den Autos?“ „Die werden abgeholt und nach Polen gebracht, dort zu Geld gemacht, was dann wiederum zum Zaren zurückkommt.“ „Der verdient sich wahrscheinlich eine Goldene Nase. Was bekommen wir von dem Kuchen ab?“ „Warum fragst du das nicht den Zaren?“ „Sollte ich das denn?“ „Besser nicht, der wird ziemlich ungehalten. Aber ich verspreche dir, dass du einen guten Verdienst erzielen kannst, wenn du dich an die Regeln hältst. Und noch eins, stell nicht so viele Fragen, okay?“ Semir nickte. „Aber eins würde mich interessieren. Wie schafft es der Zar die Autos über die Grenze zu schaffen?“ „Nun das ist eines der kleineren übel. Wir haben einen an der Grenze eingeschleust, der sich kaufen lassen hat. Von dem weiß ich nur dass er Maik heißt. Aber warum fragst du?“ „Nur so….. Nur so. Na komm, machen wir weiter mit unserer Arbeit.“ Paul nickte.

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  • Zur gleichen Zeit im Büro: Tom saß mit Frau Engelhardt und Freitag im Büro. „Semir hat sich gerade gemeldet. Er ist in Aachen in einer Werkstatt. Er wohnt beim Zaren im Haus. Außerdem hat er gesagt, dass einige der gestohlenen Wagen dort stehen. Er wohnt beim Zaren im Haus. Wissen Sie wo das ist, Freitag?“ „Leider ja. Das ist eine Festung. Alle Fenster haben Gitter. Aber zum Glück, hat er sich melden können. Was hat er noch sagen können?“ „Leider nicht mehr. Er wurde gestört. Aber ich werde nach Aachen fahren. Wir sollten die Werkstatt mal unter die Lupe nehmen. Ich denke der Zar weiß sicher, dass die Polizei ihn auf den Kicker hat, oder?“ Freitag nickte. „Ich weiß auch schon wie. Wir werden eine Razzia durchführen. Der Zar wird dann wenigstens einige Euros verlieren.“ Frau Engelhardt stimmte zu und die beiden fuhren nach Aachen. Keine zwei Stunden später waren sie an der Werkstatt. Tom sah wie Semir an einem Auto schraubte. Er und Freitag betraten die Werkstatt. Paul sah die beiden Männer und ging auf sie zu. „Hallo was kann ich für Sie tun?“ fragte er. Semir sah auf. Er kam ebenfalls auf Tom und Freitag zu. „Wir brauchen Hilfe? Unser Wagen spinnt. Er verliert wohl Wasser. Können Sie vielleicht helfen?“ „Nun, eigentlich machen wir das nur mit Termin.“ „Ach, komm Paul. Wir können die Beiden doch nicht einfach stehen lassen. Ich seh mir das Auto mal an und ….“ „Semir, bau keinen Mist. Du weißt was sonst passiert.“ Semir nickte. Er ging mit Tom zum Auto. „Was machst du denn hier?“ fragte Semir leise. Tom sah ihn an und tat als ob er ihm was am Auto zeigte. Semir öffnete die Motorhaube und tat, als ob er den Wagen untersucht. „Du bringst mich in Teufels Küche.“ „Wir werden gleich eine Razzia durchführen. Dann solltest du versuchen zu fliehen. Wir telefonieren heute Nacht.“ Dann schloss er die Motorhaube und ging mit Tom wieder zu Paul. „War keine große Sache. Nur ein loser Schlauch. Hab ihn festgeschraubt.“ Paul sah ihn an. Freitag wandte sich an Semir und fragte dann: „Was bekommen Sie dafür?“ Semir sah Paul an und dieser schüttelte den Kopf. „Nichts“ sagte Semir. Freitag und Tom verabschiedeten sich und verließen das Gelände wieder.


    „Was sollte das, Semir?“ fragte Paul, als die beiden weg waren. „Was meinst du?“ fragte Semir. „Du kannst nicht einfach ein Auto reparieren. Das ist nicht deine Aufgabe. Beim nächsten Mal wirst du gar nicht aus der Werkstatt kommen, Klar.“ „Wieso regst du dich denn so auf, sind wir ne Werkstatt oder nicht? Was ist denn schon dabei. Wer sagt denn, das es nicht Bullen waren, im Auto?“ „Wie kommst du denn darauf?“ „Als ich am Auto war, habe ich gesehen, dass es mit Blaulicht ausgestattet ist. Was meinst du, hätten die getan, wenn ich das Auto nicht repariert hätte. Dann wären die Bullen doch aufmerksam geworden, oder?“ Paul sah ihn ungläubig an. „Meinst du wirklich, dass es Bullen waren?“ „Sicher bin ich mir nicht, aber ausschließen kann ich es auch nicht.“ „Ich werde heute Abend mit dem Zaren darüber sprechen. Wenn es wirklich Bullen waren, hast du verdammt gut reagiert.“ Semir sah ihn an aber er antwortete nicht. Dann fuhren plötzlich mehrere Polizeiwagen auf das Gelände. Paul und Semir rannten in die Werkstatt und dann verschwanden sie in einen unterirdischen Gang. Paul zog Semir mit in einem Raum. Dort warteten sie, bis die Polizei das Gelände verlassen hatte. Dann gingen sie wieder nach oben. Paul sah, dass die Wagen alle abgeholt wurden. „Mist! Woher wussten die davon. Bestimmt hat dieser Schrank vorher noch gequatscht.“ Gegen 17.00 Uhr fuhren beide zurück zum Anwesen des Zaren. Paul erstattete dem Zaren bericht und Semir ging Duschen. Anschließend wurde er zum Zaren gebracht. „Paul hat mir davon erzählt, dass du heute einen Wagen außer der Reihe repariert hast und dass du glaubst, dass es Bullen waren. Dann waren auf einem Mal einige Polizeiwagen da und haben mir meine Autos weggenommen.“ „Ich habe an einem Auto einen Schlauch repariert und dabei habe ich gesehen, dass das Auto mit Blaulicht ausgestattet ist. Das ist alles.“ „Ich mag es nicht, wenn meine Leute anfangen selbstständig zu arbeiten. Künftig wirst du dich daran halten. Ich werde sehr ungehalten, wenn du das noch einmal machst. Hast du mich verstanden?“ „Ja. Boss. Ich….“ „Sag besser nichts mehr. Du bekommst jetzt zu essen und dann gehst du auf dein Zimmer.“ Semir nickte. Er wurde in die Küche gebracht, bekam Essen und wurde anschließend in seinem Zimmer eingeschlossen. Er nahm das Handy in die Hand uns sah, das der Akku voll war. Bis Mitternacht wollte er warten und dann mit Tom sprechen. Er sah auf die Uhr 23.30 Uhr. Im Haus war alles still, anscheinend schien alles zu schlafen. Semir stand vom Bett auf und sah sich in seinem Zimmer um. Er untersuchte alles ob er Kameras oder Mikros entdeckte. Doch es war nichts zu finden. Er war zufrieden. Dann nahm er das Handy und rief Tom an. Es dauerte nur eine Minute und dann hörte er: “Kranich“ „Tom ich bin es. Also hör zu. Der Zar ist ein fetter Kerl von etwa 40 Jahren. Die Razzia war ein richtiger Erfolg, was.“ „Semir bist du soweit in Ordnung?“ „Ja mir geht es gut. Aber ich habe das mulmige Gefühl, dass es nicht so lange bleiben wird. Ich bin ein Gefangener. Der Zar traut nicht jeden.“ „Wenn es zu gefährlich wird, dann hole ich dich raus.“ „Tom schon gut. Ich denke wir ziehen das Ding durch. Der Typ und auch seine Leute sind gefährlich, ja, aber sie müssen aus dem Verkehr gezogen werden.“ Semir hörte ein Geräusch. „Ich muss Schluss machen, Es kommt jemand.“ Semir schaltete das Handy aus und versteckte es um seinem Kissen. Der Schlüssel drehte sich und Semir tat als ob er schläft. Er sah aus den Augenwinkeln, dass Paul eintrat. Er tat so dass er sich erschreckte. „Paul? Was soll das? Ist was passiert?“ fragte er verschlafen. Paul sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Ich dachte ich hätte was gehört.“ „Was gehört?“ Semir war nun sehr aufmerksam. „Ich meinte ich hätte gehört, wie du geredet hast.“ „Oh… Äh… Ich rede manchmal im Schlaf. Das sagt meine Freundin. Ich selbst weiß es nicht. Was habe ich denn gesagt?“ Semir wollte wissen, was Paul gehört hatte. „Ich habe nicht alles verstanden. Aber du hast irgendetwas von Autos und Werkstatt gefaselt. Und von einem Ding durchziehen. Irgendwie dummes Zeug. War wohl nur ein Traum und du hast tatsächlich im Schlaf gesprochen.“ Semir nickte. „Willst du das dem Zaren erzählen?“ fragte er vorsichtig. „Ne, warum denn. Jeder hat sein Geheimnis. Du auch. Aber wenn ich feststelle, das du mich anlügst, dann werde ich den Zaren davon berichte. KLAR!“ Semir hörte den drohenden Unterton in der Stimme. Er nickte nur. „Gut dann schlaf weiter. Gute Nacht Semir.“ „Nacht Paul.“ Semir legte sich wieder hin. Er muss aufpassen, dachte er. Dieser Paul war gefährlich.

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  • Es ging mehrere Wochen so weiter. Semir tat seinen Job und der Zar verlor zwischendurch immer wieder Wagen durch eine Razzia. Er wurde schon richtig wütend. Mittlerweile wurde Semir nicht mehr in sein Zimmer gesperrt. Er durfte sich frei bewegen. Mit Paul war er mittlerweile befreundet. Dieser gab ihm immer wieder Auskünfte über die Vorgehensweise des Zaren, welche Semir an seine Kollegen weiterleitete. Eines Abends versammelte der Zar seine Leute um sich. „Wir haben ein Problem. Die Polizei ist in letzter Zeit mehrmals bei den Werkstätten aufgetaucht und hat Wagen beschlagnahmt, unsere Leute verhaftet und unseren Mann an der Grenze festgesetzt. Wir sind derzeit richtig schlecht dran. Nur woher haben die Bullen die Hinweise. Die haben sich die besten Transporte ausgesucht. Es scheint ganz so, als ob einer von uns sich mit den Bullen zusammen getan hat. Nun. Derjenige hat jetzt die Gelegenheit, sich zu erkennen zu geben. Wenn ich ihn raus finde, dann wird es sicher nicht lustig werden.“ „Zar, du glaubst doch nicht, das einer von uns….“ meinte Paul. „Paul ich möchte es nicht glauben, aber es scheint ganz so. Hast du eine Vermutung?“ Paul sah zu Semir und dann zum Zaren. Er schüttelte den Kopf. Die Versammlung wurde nach zwei Stunden aufgelöst. „Paul, bleib bitte noch hier.“ sagte der Zar. Alle anderen verließen das Zimmer. „Welchen Verdacht hast du?“ fragte der Zar. „Ich,… wieso…“ stammelte Paul. „Als ich dich fragte, wegen der Vermutung hast du Semir angesehen, Warum?“ „Es ist aufgefallen, das seit Semir bei uns ist, die Polizei sehr oft zugeschlagen hat. Immer wieder an den Werkstätten wo er und ich gewesen sind.“ „Ja das ist mir auch schon aufgefallen. Ich glaube ich werde Semir noch einmal überprüfen lassen. Das kann allerdings noch dauern. Achte aber bitte darauf, das Semir nicht mehr soviel erfährt. Wir müssen sicher gehen, wenn er ein Spitzel ist, dann darf er nichts mehr weiter tragen.“ Paul nickte. Dann verließ er den Saal und ging in sein Zimmer.


    Drei Tage später: Gegen neun Uhr klingelte das Telefon im Saal, wo der Zar sich aufhielt. „Ja!“ sagte dieser nur. „Hör zu, dieser Semir Gerkhan ist ein Bulle. Er arbeitet mit Freitag vom LKA zusammen. Habe das eben mit bekommen. Die sind dir auf der Spur. Und wenn sie dich kriegen, kriegen die auch mich. Du weißt doch was du mir schuldest, Schwager.“ „Ja. Also doch ein Bulle. Ich habe es schon gedacht, weil du gesagt hast er ist sauber. Mir hat er gesagt, er sei mal im Knast gewesen, zwar ein Irrtum, aber das wäre in den Akten vermerkt worden.“ „Was hast du nun vor, mit ihm?“ „Ich lasse ihn weiter arbeiten. Abends werde ich ihn einsperren. Paul werde ich instruieren, damit dieser auch Bescheid weiß. Der Gerkhan wird nichts mehr heraus bekommen. Vielleicht kann ich ihn umdrehen.“ „Lass es lieber. Du hast doch mich. Und so lange meine Dienststelle nichts weiß bist du auch sicher.“ „Okay, ich danke für die Informationen. Dein Geld bekommst du wie immer auf gleichem Wege.“ Das Telefonat war beendet.


    Der Zar rief Paul zu sich. Als er den Saal betrat und den Zaren ansah, merkte er schon, dass es kein erfreuliches Gespräch sein wird. „Ich weiß etwas was weißt du nicht über Semir weißt.“ fragte der Zar. „Ich weiß nur dass, was ich dir bereits gesagt habe, warum?“ „Unser Informant hat eben angerufen. Semir ist ein Bulle.“ Paul sah ihn an. „Bist du sicher?“ „Unser Informant ist es. Und der muss es wissen. Ist doch auch ein Bulle. Es kann sein, das Semir mit anderen in Kontakt gekommen ist und schon Infos weitergegeben hat.“ „Die einzigen, mit denen er in Kontakt gekommen ist, waren die beiden an der Werkstatt. Ansonsten hatte ich ihn stets im Auge. Allerdings….“ „Was?“ „Gestern Abend bzw. gestern Nacht, war ich noch mal an Semirs Tür und hörte ihn reden. Er sagte zwar, dass er im Schlaf spricht, aber ich glaube es nicht. Was, wenn er von seinen Kollegen ein Handy bekommen hat, und damit telefoniert und Informationen raus gibt.“ Der Zar sah ihn an. „Hältst du das für möglich?“ „Ja.“ „Gut dann sollten wir mal zu Semir gehen und das Zimmer untersuchen.“ Paul nickte. Der Zar rief Hans und Michael zu sich. Gemeinsam gingen sie zu Semirs Zimmer.


    Semir telefonierte gerade mit dem Handy, als die Tür aufsprang. Er versuchte noch das Handy zu verstecken, doch er schaffte es nicht mehr. Hans sprang auf ihn zu und entriss ihm das Handy. „Was soll das denn?“ empörte sich Semir. Doch er bekam keine Antwort. Hans und Michael gingen zum Bett und rissen es auseinander. Semir stand da und schaute zu. „Was soll das?“ Wieder keine Antwort. Paul nahm sich den Schrank vor und riss alles raus. Semir war nun klar, das die was suchten. „Kann ich euch helfen?“ Der Zar sah in an. „Nichts, Chef.“ sagte Hans. Der Zar gab einen Wink mit dem Kopf und deutete auf Semir. Hans und Michael gingen auf ihn zu und packten ihn an den Armen. „Okay, dann erzähle ich dir etwas. Du bist Bulle. Du arbeitest mit Freitag vom LKA zusammen. Du bist dabei, Informationen meiner Tätigkeiten an die Polizei weiterzugeben.“ Semir sah ihn an. „Wie kommst du denn auf den Trichter, Zar?“ Der Zar ging auf Semir zu und schlug ihm mit der Faust in den Magen. Semir krümmte sich zusammen. Als er sich wieder aufrichtete stellte sich der Zar zu Semir und nahm ihn an dem Arm. Er drückte zu und Semir stöhnte auf. Der Griff war sehr schmerzhaft. „Ich will von dir hören, was du bereits weiter gegeben hast.“ Semir sah ihn an. „Also was ist? Willst du erst geprügelt werden? Ist es wirklich nötig, Gewalt anzuwenden?“ Semir schüttelte den Kopf. „Also, was hast du bereits weiter getragen?“ „Nichts. Ich hatte noch keine Gelegenheit….“ fing Semir an. Der Zar schlug ihm ins Gesicht. „Lüg mich nicht an! Paul hat mir gesagt, dass du gestern Nacht geredet hast. Angeblich im Schlaf. Aber ich glaube, dass du telefoniert hast. Also was hast du erzählt“ „Nichts was du bisher nicht selbst weißt. Außerdem, dass ich noch abwarten will, was in der Werkstatt noch passiert. Mehr war da nicht.“ „Du weißt doch auch nicht viel mehr, oder?“ Semir schüttelte den Kopf. „Wir werden nun dafür sorgen, dass es so bleibt.“ „Was haben Sie nun mit mir vor?“ „Du bleibst weiterhin mein Gast. Allerdings wirst du auch arbeiten. Für mich. Natürlich unter strenger Aufsicht. Ich werde dafür sorgen, dass du keinerlei Schwierigkeiten machen kannst.“ „Ich arbeite nicht mehr für Sie!“ „Oh doch, das wirst du.“ lachte der Zar und ließ Semir los. „Ich werde nichts der Gleichen tun.“ „Wir werden sehen. Ich gedenke dich allerdings nicht in der Werkstatt mehr einzusetzen, sondern hier auf dem Gelände. Und glaube mir, ich werde dich nicht aus den Augen lassen. Hans, zeig doch unserem Freund mal, was ich mit störrischen Menschen mache.“ Hans ging auf Semir zu. Dieser zuckte zurück, doch nun kam auch Michael ins Spiel. Blitzschnell hatte er Semir von hinten gepackt und hielt ihn fest. Hans schlug zu. Semir stöhnte als ihm die Faust in den Magen traf. Er wollte sich krümmen, doch Michael hielt ihn fest. Hans schlug erneut zu. So ging es noch dreimal. „Nun, wie ist es mit deiner Kooperation?“ fragte der Zar und machte Michael ein Zeichen, Semir los zu lassen. Als dieser es tat, brach Semir in die Knie. Er bekam nur schlecht Luft. „Tust du was ich will. Oder muss ich noch deutlicher werden?“ Semir schüttelte den Kopf. Ihm war klar, dass der Zar ihn töten wird, sobald er sich weigert. So konnte er wenigstens noch eine Chance bekommen zu fliehen. Der Zar sah auf ihn runter und fing an zu grinsen. „Ich weiß, du rechnest dir noch ne Chance aus, wenn du draußen bist, was.“ Er beugte sich zu Semir runter und packte ihn an den Hals und zwang ihn so, ihn anzusehen. „Glaube mir, die Chance bekommst du nicht.“ Dann schlug er mit der Faust zu. Er traf Semir mitten ins Gesicht. Semir verlor kurz das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam, war er allein im Zimmer. Er setzte sich auf. Das Handy lag zertreten auf dem Boden. Mist, dachte er, wie soll ich nun Kontakt mit Tom oder Freitag bekommen. Semir fasste sich an die Nase. Er fühlte dass sie geschwollen war. Außerdem hatte er Schmerzen im Bauch. Er stand auf und ging zur Tür, war jedoch nicht verwundert, dass die Tür abgeschlossen war.

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  • „Was machen wir denn jetzt mit dem Bullen?“ fragte Paul den Zaren. „Nun, wie gesagt, er wird für mich arbeiten. Dann werde ich ihn beseitigen. Oder wir nutzen ihn als Druck gegen die Polizei. Wenn die ihre Aktionen gegen mich starten, wäre er als Geisel sehr gut.“ „Wie lange willst du ihn den festhalten?“ „Och… Ich habe sehr viel Zeit Paul. Und er wird sich sicher wohl fühlen. Allerdings glaube ich, dass er noch ein paar Schwierigkeiten machen wird. Er ist bestimmt nicht einfach zu Handhaben. Wenn er versuchen sollte zu fliehen, bei der Arbeit. Dann fangt ihr ihn wieder ein. Ich will nicht, dass er entkommt oder erschossen wird. Wenn es sein muss, leg ihn an die Kette aber im Augenblick darf ihm nichts passieren. Ich vertraue dir, Paul“ „Ich weiß Zar. Ich ärgere mich nur darüber, das ich nicht vorher erkannt habe, was Semir wirklich ist.“ „Mach dir keine Vorwürfe. Wenn ich meine Informationen nicht aus erster Hand erfahren hätte, dann wäre ich Semir auch auf den Leim gegangen. Doch nun können wir es ausbügeln.“ Paul nickte. Er wird auf Semir aufpassen. Und dieser Bulle sollte nichts versuchen, sonst bekommt er die Wut von ihm zu spüren. „Ich werde jetzt noch einmal zu ihm gehen. Ich bin verdammt wütend.“ „Lass aber was von ihm übrig, hörst du. Ich brauche ihn morgen.“ Paul nickte und verließ dann das Zimmer des Zaren und ging zu Semirs Zimmer. Er drehte den Schlüssel und trat ein.


    Semir saß auf seinem Bett und schaute zur Tür, als diese geöffnet wurde. Er stand auf, als er sah, dass Paul eintrat. „Du enttäuschst mich, Semir. Ich habe dir geglaubt. Du kannst wirklich sehr gut lügen.“ „Paul, bitte. Ich wollte ….“ „Halt das Maul, Bulle. Ich will nichts von dir hören. Es sind ohnehin nur Lügen.“ „Paul, ich habe nur meinen Job gemacht. Der Zar hat mehrere Menschen ermordet. Das muss …..“ Er ging auf Semir zu und schlug ihm mit der flachen Hand ins Gesicht. Semir stöhnte auf. Paul schlug noch einmal zu. Er tat es noch mehrere Male. Als Semir sich wehren wollte, hatte er plötzlich ein Messer am Hals. „Wenn du dich wehrst, mache ich dich kalt, verstanden!“ Semir nickte. „Wenn wir morgen arbeiten gehen, wirst du mich mal von der anderen Seite kennen lernen. Darauf freue ich mich schon jetzt. Und ab sofort, solltest du dir genau überlegen, was du mir sagst.“ „Was willst du? Das ich lüge? Willst du, den Zaren ungestraft davon kommen lassen? Ich glaube nicht, das du so skrupellos bist, und selbst zum Mörder wirst.“ „Das, mein Freund solltest du nicht austesten. Sei gewarnt. Ein Ding von dir, und du wünschst dir, das ich dir eine Kugel gebe.“ Semir sah ihn an. Er hörte die Drohung sehr deutlich. Paul verließ das Zimmer und schloss die Tür zu.


    Tom und Freitag sowie Engelhardt saßen im Büro und warteten darauf, das Semir sich wieder meldet. Doch es geschah nichts. Es war schon weit nach Mitternacht. „Wieso meldet er sich nicht. Er hat gesagt, dass er um Mitternacht anrufen wird. Wir können es nicht tun, sonst gerät er in großer Gefahr.“ Engelhardt und Freitag nickten nur. „Wir müssen wissen was passiert ist.“ In diesem Augenblick klingelte das Handy von Freitag. Er meldete sich und führte ein etwas längeres Gespräch. Nach etwa 10 Minuten sah er Tom und Engelhardt an. „Wir haben ein Problem. Eben wurde mir mitgeteilt, dass ein Kollege von mir, den Zaren mit Informationen gefüttert hat. Wir müssen befürchten, dass er Semir verraten hat.“ Tom und Engelhardt sahen ihn entsetzt an. „Das heißt ja, dass Semir in großer Gefahr ist. Wir müssen ihn da raus holen.“ „Aber wie. Die Festung in der er festgehalten wird, ist uneinnehmbar. Wir müssen ihn wenn an bzw. in der Werkstatt befreien.“ „Ja, die einzige Möglichkeit ihn zu befreien.“ „Wie sollen wir an ihn ran kommen. Sie und Freitag waren bereits in der Werkstatt. Man würde Sie wieder erkennen.“ „Mist. Aber wie dann?“ „Ich werde mir etwas überlegen. Morgen sage ich Bescheid, wie wir es machen.“ Tom und Engelhardt nickten. Ihnen blieb derweil nichts anderes übrig, als zu warten. Hektik kann für Semir gefährlicher sein, als die Situation jetzt.


    Um 7.00 Uhr wurde Semir aus dem Zimmer geholt. Hans und Michael brachten ihn in die Küche. Er bekam Essen und durfte dann zur Toilette. Anschließend wurde er zum Zaren gebracht. „So, also nun werden wir die Regeln festlegen. Du wirst die Autos präparieren, wie du es die ganze Zeit gemacht hast. Keine Tricks. Paul wird dich im Auge behalten. Solltest du auch nur versuchen, zu fliehen, dann bekommst du die Quittung. Spätestens heute Abend. Keinen Kontakt zu anderen Personen, als meinen Leuten. Eigentlich wollte ich dich nicht mehr vom Gelände lassen, aber es geht nicht anders. Du wirst in der Werkstatt arbeiten. Solltest du es trotzdem versuchen abzuhauen, wirst du es bereuen. Alles verstanden?“ Semir nickte. Paul betrat den Saal um Semir abzuholen. „Bist du sicher, dass du keine Hilfe brauchst, unseren Freund zu bewachen.“ „Das schaffe ich schon. Ich denke, unser Freund wird sicher nichts versuchen“, und zu Semir: „Nicht war, Semir? Du erinnerst dich doch an unser Gespräch von gestern Abend!“ Semir nickte. „Und damit du dich daran hältst, bekommst du von mir ein Geschenk“, sagte der Zar und erhob sich. Er kam auf Semir zu. Dieser zuckte zusammen und wollte rückwärts gehen, doch Hans und Michael standen in seinem Rücken. Diese hielten ihn auf Wink des Zaren fest. Semir sah, das der Zar, ein Halsband in der Hand hielt, was aus einer Science – Fiktion - Serie stammen könnte. Der Zar trat kurz vor ihm hin und öffnete das Band. Hans und Michael hielten Semir fest und der Zar legte Semir das Band an. Er legte es so, das der Verschluß hinten im Nacken lag, dann legte er ein kleines Vorhängeschloss zwischen den einzelnen Ösen, so dass Semir es nicht abmachen konnte. Danach trat der Zar zurück und sah Semir an: „ Mit diesem Band, wirst du dir dreimal überlegen, ob du zu fliehen versuchst. Paul ich erkläre es dir. Denn das Gegenstück bekommst du. Also: Im diesem Halsband, ein ganz normales Hundehalsband, habe ich den Mechanismus von einem Blutdruckgerät einbauen lassen. Dazu gibt es dann diese Fernbedienung. Auf dieser habe ich zwei Knöpfe. Der rechte ist für das Aufblasen und der linke für das Ablassen der Luft. Wie beim Blutdruckmessgerät. Nur das dieser nicht den Blutdruck misst, sondern die Luft abdrückt.“ Der Zar winkte Paul zu sich. Dieser kam und ließ sich das Gerät erklären. „Sieh mal, wenn ich hier drücke, dann passiert folgendes.“ Die beiden drehten sich zu Semir um und der Zar drückte den Knopf. Semir merkte wie sich das Halsband zuzog. Er versuchte seine Hände zu Hilfe zu nehmen um den Druck auf den Hals zu lösen, doch es gelang nicht. Er fing an zu röcheln und ging in die Knie. Der Zar drückte einen zweiten Knopf als er sah, das Semir langsam im Gesicht blau anlief. Das Band öffnete sich wieder und Semir konnte Luft holen. „Wie du siehst, Paul, so kann unser Freund sich nicht entfernen. Wenn du ihn nicht sehen kannst, drückst du einfach den Knopf und rufst ihn. Glaube mir, er wird sofort kommen.“ Semir sah die beiden an. Er wusste, dass es nicht einfach sein wird, aber mit einer solchen Teufelei hatte er nicht gerechnet. Mit diesem Halsband war eine Flucht unmöglich. „Ich glaube der Tag wird richtig gut.“ meinte Paul und nahm das Gerät nun selbst in die Hand. „ich glaube ich übe mal ein bisschen“ Der Zar fing an zu lachen. „Mach das, aber das kannst du auf der Fahrt zur Werkstatt machen. Ich bekomme gleich Besuch.“ Paul nickte und gab Hans und Michael ein Zeichen. Sie packten Semir und brachten ihn raus. Paul folgte ihnen.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Die Fahrt ging wie gewohnt zur Werkstatt. Im Auto saßen Semir und Paul hinten. Hans fuhr und Michael saß auf dem Beifahrersitz. Auf der Autobahn drückte Paul den Knopf. Semir merkte dass sich das Band zusammenzog und wollte die Hand zur Hilfe nehmen. Doch diese hielt Paul ihm fest. „Lass die Hände unten, verstanden!“ „Paul, bitte. Ich habe doch nichts getan.“ versuchte Semir. Hans fing an zu lachen. „Ich teste es nur. Ich will doch später wenn du etwas versuchst keinen Fehler machen, Bulle“ Das Band zog sich enger. Semirs Gesicht fing an blau zu werden. Paul drückte den anderen Knopf und das Band löste sich wieder. Semir holte pfeifend Luft. Er wusste, dass er solange er das Band trug nichts unternehmen konnte. „Ich werde es sicher heute nicht gebrauchen müssen. Schade eigentlich.“ Semir sah ihn an. An der Werkstatt angekommen, stiegen alle aus. Semir wurde in die Werkstatt gebracht und Paul zeigte ihm die Wagen, die er am heutigen Tag fertig machen musste. „Du hast bis 15.00 Uhr Zeit die Wagen fertig zu kriegen. Danach werden sie abgeholt. Also beeile dich.“ Semir sah ihn an doch er machte keine Anstalten, die Arbeit zu beginnen. „Was ist? Keine Lust heute?“ Semir sagte nichts. Paul sah ihn an und fasste ihn grob am Arm und stieß ihn auf den ersten Wagen zu. „Fang an!“ Semir schüttelte den Kopf. „Ich werde nichts tun. Also kannst du auch direkt das Band aktivieren, wenn du einen Mord begehen willst.“ sagte er, obwohl er genau wusste, dass er keine Chance gegen das Band hatte. Paul sah ihn an: „Willst du jetzt Kräfte messen, Semir? Glaubst du wirklich, dass du eine Chance hast? Tu was ich dir sage, fang endlich an.“ „Nein, ich werde hier nichts mehr tun. Das ist gegen meine Ehre. Ich …..“ Paul hatte den Knopf gedrückt und das Halsband zog sich zusammen. Semir ging in die Knie und versuchte mit den Händen sich Luft zu verschaffen. Paul sah kalt auf ihn runter. Er beobachtete wie Semir um die Luft kämpfte. „Nun, wie ist es?“ fragte er obwohl er genau wusste das Semir nicht antworten konnte. Kurz bevor Semir das Bewusstsein verlor, drückte Paul den zweiten Knopf. Semir holte Luft. Er hatte Tränen in den Augen. „Geh jetzt an die Arbeit!“ „Du…kannst… mich…. mal.“ stöhnte Semir. „Nun gut. Du weigerst dich also. Der Zar wird sich freuen. Er sagte mir schon, dass er damit rechnet, dass du Schwierigkeiten machst. Ich werde ihn dann mal anrufen.“ Er zückte das Handy und sprach: „Du hattest Recht. Er weigert sich……Ja, gut ich warte auf dich…… Bis dahin halte ich ihn unter Kontrolle…. Ja. Gut bis gleich.“ Das Gespräch war zu ende. Semir sah zu Paul hoch. „Wie lange willst du mich denn mit dem Halsband quälen? Glaubst du wirklich das du die Möglichkeit hast, deiner Strafe zu entgehen, wenn du mich hier festhältst?“ „Halt dein verdammtes Maul!“ schrie Paul ihn an und drückte erneut den Knopf. Wieder ging der Kampf gegen das Band los. Doch diesmal drückte Paul den zweiten Knopf nicht. Semirs Gesicht lief blau an. „Paul…… Bitte …… nicht…“ röchelte Semir. Paul sah kalt auf ihn runter. Die Blicke trafen sich und Paul sah sehr genau die Angst in Semirs Augen. Semir sank langsam in die Bewusstlosigkeit. Er sackte zusammen. Paul drückte den zweiten Knopf und überprüfte ob Semir noch atmete. Er stellte die Atmung fest und war zufrieden. „Warum bist du nur so stur, Semir. Du hast doch keine Chance gegen den Zaren.“ sagte er leise zu Semir, obwohl er genau wusste, dass dieser ihn gar nicht hören konnte.


    „Verdammt, was macht er denn mit Semir“ sagte Tom leise ins Mikro. Er sah, das Semir bewusstlos zusammensackte und auch das anscheinend das Halsband dafür verantwortlich war. „Wir werden den Zugriff in drei Minuten starten. Das SEK trifft gleich ein.“ hörte er die Chefin aus dem Kopfhörer. Dann sah er wie ein Wagen auf das Gelände der Werkstatt fuhr und ein ziemlich fetter Kerl ausstieg. „Das ist der Zar“ sagte Freitag, der neben Tom lag. „Wenn der persönlich kommt, dann ist es gefährlich. Wir müssen sofort zuschlagen, sonst ist Semir tot.“ Tom sah ihn an. Er sah wie der Zar mit zwei Leuten in Richtung Semir und dem anderen ging. „Was soll das denn werden. Semir hat gegen diese Bestien keine Chance. Wir müssen sofort eingreifen“ bat Tom verzweifelt die Chefin per Mikro. „Wir warten, Tom.“ Tom sah wie die Männer Semir hochzogen und zum Auto trugen. Sie warfen ihn rein. Dann stiegen die anderen alle ein. „Verdammt, die wollen abhauen, Chefin. Wir müssen es verhindern.“ „Tom, hängen Sie sich ran. Freitag wird Sie begleiten. Wir haben ein Problem. Das SEK ist noch nicht da, die stecken im Stau. So grotesk es auch klingen mag.“ „Verstanden. Freitag kommen Sie.“ Freitag nickte und die beiden gingen zum Wagen von Tom. Sie stiegen ein und warteten auf den Wagen des Zaren. Als dieser aus der Ausfahrt kam, hängte sich Tom ran.


    Semir erwachte im Wagen aus der Bewusstlosigkeit. „Du glaubst also wirklich, damit was zu erreichen, Semir?“ fragte der Zar ihn. Semir sah ihn an. Der Zar saß direkt neben ihm. Semir drückte sich an die linke hintere Tür um sich Platz zu verschaffen. Hans und Michael saßen ihnen gegenüber und Paul fuhr. Das Gerät mit dem das Halsband aktiviert wurde hatte der Zar in der Hand. „Hast du nicht gelernt auch mal klein beizugeben? Was meinst du, wie lange kannst du das mit dem Halsband überleben? Aber ich will dich eigentlich gar nicht töten. Ich kann gute Leute immer gebrauchen und ich weiß aus eigener Familie, dass ein Polizist nicht sehr viel verdient. Hättest du nicht auch Lust, mal viel Geld auszugeben? Deine Freundin ist doch sicher auch teuer. Also was hältst du von meinem Vorschlag?“ „Du kannst genauso Selbstgespräche führen. Die haben den gleichen Erfolg.“ meinte Semir ein wenig heiser. „Schade.“ „Boss, uns folgt sein einiger Zeit dieser blaue CLK. Das ist der Wagen von dem ich dir schon mal erzählt habe. Der von den Bullen.“ Der Zar drehte sich um und fing tatsächlich an zu lächeln. „Siehst du Paul. Es war gut, dass ich Semir noch nicht erledigt habe. Er wird unsere Lebensversicherung sein.“ Fahr auf den nächsten Parkplatz.“ Paul nickte. „Sie sollten besser aufgeben, Zar. Die Leute hinter Ihnen machen Sie garantiert fertig. Und eins ist klar im Knast sind Sie kein Zar sondern nur ein Arschloch, der die anderen bedienen muss.“ sagte Semir und merkte gleich, das sich das Band zuzog. Er hob die Hand um den Druck zu mildern. Doch nun griff Hans seine Hände und drückte sie runter. Semir wehrte sich dagegen, aber er hatte einfach keine Chance. Der Zar rückte näher an ihn ran. „Halt still, dann tut Hans dir nicht weh. Und das Band zieht sich erst einmal nicht weiter zu. Es sei denn, deine Kollegen erfüllen nicht die Bedingungen, die ich gleich bekannt gebe.“ Er gab Hans Handschellen und befahl diese Semir anzulegen. Hans tat es und drückte dabei die Schellen sehr eng zu. Semir schrie vor Schmerzen heiser auf. „Tut weh, was?“ fragte Hans grinsend. „Kannst mal sehen, wie es ist, wenn ihr sie uns anlegt.“ lachte Michael. „ich werde sie euch beiden noch anlegen, das schwöre ich.“ erwiderte Semir gepresst. „Er hat eine ziemlich große Klappe, Hans. Ich glaube wir werden noch sehr viel Spaß mit Gerkhan bekommen.“ meinte Michael und der Zar nickte nur. Paul hatte mittlerweile den Parkplatz erreicht. Der CLK fuhr allerdings nicht auf den Platz. „Wer wird wohl auf der Bahn warten“, meinte der Zar. „Nun gut wir wollen den Kollegen von unserem Freund hier doch nicht warten lassen. Aber eins noch vorher. Hans, Michael, ihr dürft Herrn Gerkhan ruhig jetzt schon mal zeigen, was ihm blüht, wenn wir wieder im Haus sind.“ Hans und Michael sahen sich an. „Wenn wir jetzt aussteigen, dann könnte die Polizei vielleicht zugreifen. Wir sollten es erst zu Hause machen.“ „Ich wusste doch, dass ihr Köpfchen habt. Da hat Semir noch einmal Glück gehabt. Aber zu Hause werden wir in den Keller gehen, und da kannst du schreien so laut du willst.“ Semir bekam eine Gänsehaut, wenn er daran dachte, was ihm noch bevorstand.

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    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Tom und Freitag sind ein kurzes Stück weitergefahren. Dann sahen sie den Wagen vom Parkplatz fahren. Sie hängten sich erneut dran. Doch Freitag war schon klar, wohin die Fahrt ging. In die Festung. Dort kamen sie nicht an Semir ran. Dort war er ihnen ausgeliefert. „Wenn die bis zum Haus kommen, dann können wir Semir nicht sehr viel helfen.“ Tom sah ihn an. „Ich werde meinen Freund nicht krepieren lassen. Er hat Ihnen geholfen, und nun werden Sie ihm helfen. Und wenn Sie dafür einen Krieg auslösen. Ist mir egal. Ich werde ihn daraus holen.“ Freitag sah ihn an. „Semir kann froh sein, dass er einen solchen Kollegen hat. Sie stehen sich nahe, oder?“ „Er ist mein Freund.“ sagte Tom. Freitag war klar, das Tom alles für Semir tun würde, sogar sterben wenn es sein muss. Er erinnerte sich an seinen Kollegen, der von dem Zaren ermordet wurde. Er erzählte Tom die Geschichte und Tom sah ihn an. Er bekam mehr Angst um Semir.


    Am Haus angekommen wurde Semir aus dem Wagen gezerrt. Er versuchte sich zu wehren, doch gegen vier Mann hatte er keine Chance. Sie zogen ihn ins Haus. Dort nahm der Zar ihm das Halsband ab. „Das brauchen wir hier nicht. Ich will doch nicht dass du erstickst, beim schreien.“ lachte er. Dann ging es in den Keller. Doch bevor sie den bestimmten Raum erreichten, hörten sie von draußen: Hier spricht die Polizei! Das Haus ist umstellt! Geben Sie auf und kommen Sie mit erhobenen Händen raus!“ Der Zar sah seine Leute an und fing an zu lachen. „Die glauben doch tatsächlich, sie könnten mich, den >Zaren< festnehmen. Die werden mich kennen lernen.“ Er zerrte Semir ans Fenster und legte die Waffe an seine Schläfe. Dann stellter er sich so, dass die Polizisten ihn und Semir sehen konnten. „Wollt ihr eine Beerdigung?“ fragte er höhnisch. „Könnt ihr haben. Wenn ihr nicht in fünf Minuten mein Gelände verlassen haben, dann ist er hier“, er deutete auf Semir, „tot! Also verschwindet!“ „Hier spricht Anna Engelhardt. Geben Sie auf! Sie können nicht entkommen. Lassen Sie unseren Kollegen frei!“ „Hören Sie schlecht, Frau Engelhardt! Ich sagte Sie sollen vom Gelände verschwinden!“ Er drückte Semir die Waffe fester an die Schläfe. Dann winkte er Paul zu sich. „Leg ihm das Halsband an!“ Paul nahm das Halsband und legte es Semir an. „So, nun sollten Sie genau zusehen, Frau Engelhardt!“ Der Zar öffnete die Terrassentür und stieß Semir vor sich nach draußen. Dann hielt er ihn fest. Mit der anderen Hand bediente er die Fernbedienung für das Halsband. Er drückte den Knopf. Semir verzog das Gesicht und hob die Hände um den Druck am Hals zu mindern. Das Band zog sich zu. Semir ging in die Knie und fiel zu Boden. Er kämpfte gegen das Band. „Hören Sie auf!!“ schrie Tom. „Sicher, sobald Sie alle das Gelände verlassen haben. Sie sollten sich aber beeilen, sonst ist unser gemeinsamer Freund hier tot!“ Tom sah auf Semir, der vergeblich gegen das Halsband kämpfte. Frau Engelhard gab das Zeichen zum Rückzug. Die Polizeibeamten zogen sich alle vom Gelände zurück, bis auf Tom. Dieser blieb stehen. „Okay, Die Beamten sind weg. Nun lösten Sie das Band an seinem Hals!“ sagte er. Der Zar sah sich um. Er nickte zufrieden. „Wenn Sie alle sich an meine Befehle halten, dann kann er noch sehr alt werden. Sobald ich merke, dass ihr irgendwelche Tricks versucht, dann geht das Spiel weiter. Wer bist du?“ fragte er Tom „Kranich. Tom Kranich. Lösen Sie endlich das Band!“ „Willst du mir befehlen, Bulle?“ Tom schüttelte den Kopf. „Bitte, er erstickt!“ „Ja, ich weiß. Nun dann will ich mal nicht so sein.“ Der Zar drückte den Knopf, und das Band löste sich ein wenig. Semir holte tief Luft und fing an zu husten. Er setzte sich langsam auf. Dann spürte er die Waffe wieder am Kopf. „Bleib sitzen, Semir.“ sagte der Zar zu ihm. „Paul, Hans, Michael! Kommt her!“ Die Komplizen kamen raus. „Wir werden Semir nun reinbringen. Ihr Hans und Michael, passt auf, das die Polizei sich nicht noch einmal auf mein Gelände breit machen.“ Hans und Michael nickten. Paul und der Zar zogen Semir hoch und schleppten ihn ins Haus.

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  • TTom und Engelhardt standen am Straßenrand und schauten zu, wie Semir ins Haus gebracht wurde. „Was nun?“ fragte Tom. Freitag war ebenfalls zu ihnen gekommen. „Ich weiß es nicht, Tom. Ehrlich, ich wollte nicht das Semir in Gefahr gerät, aber ….“ „Schon gut. Er hat sich für den Undercover entschieden. Dass es so schnell auffliegt, war nicht geplant. Was wird er jetzt mit ihm machen?“ „Der Zar ist sehr einfallsreich. Er wird ihn mit Sicherheit quälen. Er wird versuchen gewisse Forderungen an uns zu stellen und Semir als Druckmittel benutzen. Wir müssen uns fügen, wenn wir nicht wollen, das Semir stirbt.“ Tom drehte sich zum Haus. Er wünschte sich, nun dass er anstelle von Semir im Haus sei. „Was können wir denn nun tun?“ fragte er verzweifelt. Engelhardt und Freitag sahen sich an. Sie schüttelten den Kopf. Ihnen ging es wie Tom, sie waren hilflos. Sie mussten abwarten was weiter passierte. Irgendwann wird der Zar einen Fehler machen, und dann müssen sie zuschlagen. Ihnen war aber auch klar, das Semir dadurch in noch größere Gefahr schwebte als er dies ohnehin schon war.


    Der Zar schob Semir, der mittlerweile wieder zu Kräften gekommen war, in den großen Saal. Semir sah ihn an. „Sie haben keine Chance, Zar. Geben Sie besser auf, das bring Pluspunkte.“ „Du hast eine verdammt große Klappe, obwohl du hier nicht gerade auf Rosen gebettet bist. Brauchst du noch eine Abmahnung?“ Semir schüttelte den Kopf. Er durfte den Bogen nicht überspannen. Wenn er nicht aufpasst, dann wird der Zar ihn umbringen. Paul sah ihn ebenfalls an. Der Zar sah Semir an und zeigte ihm die Fernbedienung des Halsbandes. „Sieh mal, Semir. Ich möchte dir nicht unnötig Qualen zufügen, aber solltest du noch einmal deine Klappe so weit aufreißen, dann wirst du dir wünschen, nicht geboren zu sein. Haben wir uns verstanden?“ Semir nickte. „Trotzdem wäre es nicht schlecht, wenn Sie …“ versuchte er und merkte wie sich das Band wieder enger zog. „Halt dein Maul!“ Semir kämpfte mit dem Band. Paul sah ihn an und schüttelte den Kopf „Zar, lass es. wir brauchen ihn noch. Wenn er so viel labert, dann können wir ihn doch besser knebeln.“ Der Zar sah ihn an. „Wirst du jetzt weichherzig, Paul?“ Paul schüttelte den Kopf. „Es wäre doch dumm, wenn wir unseren einzigen Pfand gegen die Bullen töten, oder?“ Der Zar sah ihn an. „Ich habe nicht vor ihn zu töten. Zumindest jetzt noch nicht. Später werden wir ihn ganz langsam dahin bringen, wo die Bullen hingehören.“ Er drückte den zweiten Knopf und Semir zog pfeifend die Luft ein. Sein Hals tat ihm extrem weh. Der Zar und Paul sahen auf ihn herab. „So wir werden nun erst einmal was essen. Willst du auch was, Semir?“ Semir hörte den Hohn aus der Stimme. „Bekomme ich denn was?“ „Sicher, ich will doch nicht dass du verhungerst.“ lachte der Zar. Dann ging er zu einer Wand und löste dort eine Kette. Sie war ca. drei Meter lang und hatte am Ende einen Haken. Diesen Haken machte er am Halsband von Semir fest und ging dann erneut zur Wand. Er wickelte die Kette auf und zog Semir so näher an die Wand. Er kürzte die Kette so, dass Semir sich direkt an der Wand befand. Er sah auf ihn herab und meinte dann: „PLATZ!“ und lachte. Semir sah zu ihm auf. „Witzig, sehr witzig!“ Für diese Bemerkung kassierte er einen Tritt in die Rippen. Der Schmerz ließ Semir aufstöhnen. Nur zwanzig Minuten später gab es Essen. Für Semir wurde das Essen auf einem Teller auf dem Boden gestellt. Semir aß mit den gefesselten Händen so gut es ging. Beim Schlucken merkte er, das sein Hals durch die Strangulierungen gereizt war. Er trank vorsichtig einen Schluck Wasser. Hoffentlich, können die Kollegen etwas unternehmen, dachte er. Wer weiß was der Zar noch vorhat. Wie auf Befehl kam der Zar zu ihm: „Na schmeckt es? Was ist mit deiner Arbeit? Hast du … ach halt stopp, Deshalb ist ja alles eskaliert. Du wolltest heute ja nicht arbeiten. Du hast dich geweigert, deshalb musste ich hier raus und nur deshalb konnten deine Kollegen sich hier auf dem Gelände verstecken. Ich bin sehr wütend darüber.“ Semir sah ihn an. „Das ist mir scheißegal!“ sagte er nur.

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  • Der Zar ihn verblüfft an. Soviel Sturheit ist ihm noch nie begegnet. „Du wirst die Autos fertig machen. Ich werde dir zeigen, wie es ist, Zwangsarbeit zu erledigen. Du wirst tun, was ich will. Und glaube mir, ich habe noch mehr Spielzeug wie das Halsband. Das ist nur eine harmlose Variante von dem was ich dir noch bieten kann.“ Semir sah ihn an. Der Zar nahm die Kette und zog Semir hoch. Er führte ihn wie ein Hund in den Keller. „Glaubst du, dass ich Skrupel habe dich zu töten? So richtig schön langsam?“ Im Keller waren diverse Einrichtungen und Semir konnte sich vorstellen, das der Mann vor ihm keine Probleme hätte, all dies an ihm zu testen. Semir schüttelte den Kopf. „Gut dann werden wir zur Garage fahren, du wirst die Autos fertig machen. Die werde ich verkaufen und dann werden wir beide in ein Flugzeug steigen. Was dann kommt, na ja…..“ Er zog Semir aus dem Keller und ging wieder in den Saal. Dort band er Semir wieder an die Wand. Dieser setzte sich auf den Boden und sagte nichts mehr.


    Tom und Engelhardt schauten durch das Fernglas. Sie konnten den Saal überblicken und sahen Semir, der wie ein Hund angekettet an der Wand hockte. Tom sah wie der Zar ihn kurz aus dem Saal brachte und dann wieder ankettete. „Was hat der nur vor.“ fragte Tom. Freitag kam zu ihnen. „Das SEK ist bereit, den Angriff zu wagen. Wir sollten versuchen die beiden Männer vor dem Haus auszuschalten.“ Engelhardt nickte und gab den Startschuss. Tom sah das die beiden Männer, Hans und Michael, in der Falle saßen. Sie konnten nicht ins Haus, weil der Zar eine Zentralverriegelung aktiviert hat, die sämtliche Türen verschloss. So waren sie ungeschützt. Es gab ein kurzes Gefecht, dann waren die Beiden aus dem Verkehr gezogen. Tom und Freitag gingen zu den beiden. „Sie können Ihre Situation ein wenig verbessern, sagen Sie uns wie wir unbemerkt ins Haus kommen.“ Michael und Hans sahen ihn an. Michael fing an zu lachen. „Glaubst du wirklich, dass du deinen Freund da raus holen kannst? Mann, Hans die Bullen sind ganz schön bescheuert, wenn die glauben den Zaren zu fangen. Hör mal, dein Freund da drin ist eigentlich schon tot. Er weiß es nur nicht und ihr auch nicht. Der Zar ist eigentlich noch sehr menschlich mit ihm umgegangen. Das ist aber nur Taktik. Er wird für ihn die Autos fertig machen und dann wird der Zar ihn umlegen. Ihr habt keine Chance ins Haus zu kommen.“ Hans sah nur zu. Er sagte aber nichts. Freitag nahm ihn raus und wollte ihn getrennt von diesem Michael verhören. Nach nur 15 Minuten kam er zurück und schüttelte den Kopf. Tom und er gingen raus. „Die sind stumm. Beide sagen nichts. Wir müssen abwarten. Es gibt bestimmt innerhalb den nächsten Stunden eine Möglichkeit Semir da raus zu holen.“ Tom musste ihm zustimmen. Es gab derzeit keine andere Wahl.

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  • Semir saß am Boden und hatte die Augen geschlossen. Er hatte sich den Einsatz anders vorgestellt. Anscheinend wurde er alt, dachte er, früher wäre es besser gewesen. Da war er vorsichtiger. Paul kam zu ihm und blickte ihn an. „Semir, wieso bist du so stur. Du hast keine Chance. Semir antwortete nicht, sondern sah ihn nur an. Der Zar kam zu ihnen. „Paul, die haben Hans und Michael geschnappt. Die Bullen kapieren es einfach nicht, dass ich das Sagen habe. Ich werde ihnen zeigen, was es heißt meine Wünsche nicht zu erfüllen.“ Wütend nahm er die Kette von der Wand und zerrte Semir brutal zum Fenster. Dort zog er ihn hoch und hielt ihm die Waffe an den Kopf. Dann öffnete er das Fenster. „Engelhardt!!“ schrie er. „Ich höre Sie, Zar“ kam es zurück. „Sie scheinen den Ernst der Lage nicht zu überblicken. Ich habe den Zugriff gesehen. Wollen Sie wirklich einen Toten haben?“ Er drückte die Tür auf und schob Semir auf die Terrasse. „Okay, Sie können ihn haben. Sehen Sie zu!“ schrie er und drückte den Knopf für das Halsband. Semirs Kampf ging erneut los. Er fiel auf die Knie und versuchte sich mit den Händen das Band vom Hals zu entfernen, doch es war nicht möglich. Das Gesicht lief blau an und dann sackte er langsam auf den Boden. Der Zar drückte den zweiten Knopf und beugte sich zu Semir runter. „Noch lebt er!“ sagte er und dann: „Wie lange wollen Sie ihm das durchmachen lassen?“ „Hören Sie auf! Was fordern Sie?“ hörte er Engelhardt sagen. „Hans und Michael. Sofort!“


    Engelhardt sah zu wie Semir zu Boden ging. Er war so schien es bewusstlos. Tom kam ebenfalls dazu. „Verdammt, er bringt ihn um!“ rief er verzweifelt. Engelhardt gab Zeichen und die Kollegen ließen Hans und Michael gehen. Sie sahen zu, wie die beiden zum Haus gingen und dieses betraten. Semir war mittlerweile wieder zu sich gekommen, rührte sich jedoch nicht. Er lag einfach da und schaute zum Zaren hoch. Dieser machte eine Bewegung mit dem Kopf, Semir stand vorsichtig auf. Sie gingen wieder ins Haus. Der Zar führte Semir an der Kette kurz gehalten ins Haus zurück. Tom sah wütend zu, wie dieser Verbrecher seinen Freund wie einen Hund hielt. „Den mache ich persönlich kalt, wenn er ….“ „Tom! Bitte Es reicht, wenn wir hier untätig sind. Drohungen bringen uns nicht weiter.“ sagte Engelhardt. Tom sah sie kurz an. „Sicher, Semir stirbt da drinnen und wir tun nichts!“ „Was sollten wir den tun? Machen Sie Vorschläge?“ „Ich weiß es doch auch nicht, Chefin.“ Tom sah sie verzweifelt an. Sie nickte. „Schon gut, Tom. Ich verstehe Sie.“


    „So, mein Freund. Wir werden nun in die Werkstatt fahren und da wirst du die Arbeit machen.“ Der Zar sah Semir drohend an. Dieser saß immer noch gefesselt mit Handschellen und angebunden an der Wand wie ein Hund mit der Kette. Er stand auf. Der Zar hielt die Kette und löste den Haken vom Halsband. Sie gingen auf die Terrasse und der Zar hielt wieder die Fernbedienung für das Halsband in der Hand. „Engelhardt!“ rief er. „Was wollen Sie?“ kam prompt zurück. „Wir werden das Gelände nun mit Semir verlassen. Also sollten alle Bullen die Straße freimachen.“ „Ich sorge dafür.“ Nach fünf Minuten ertönte die Stimme von der Chefin erneut: „Die Straßen sind frei. Sie werden nicht aufgehalten!“ „Das will ich für unseren Freund hier hoffen. Ach ja, Er trägt das Halsband immer noch. Also keine Tricks. Soll ich es noch einmal vorführen?“ „Es wird nichts unternommen. Lassen Sie ihn in Ruhe.“ „Ich mag es nicht, wenn man mir Befehle gibt. Engelhardt! Noch einmal und das Halsband hat seinen Einsatz.“ „ich bitte Sie, lassen Sie Semir in Frieden. Wann darf er gehen?“ „Mal sehen, ich werde ihn noch ein wenig behalten. Er ist in guter Gesellschaft.“


    Die Männer gingen geschlossen zum Auto. Sie stiegen ein. Semir und der Zar saßen mit Hans hinten. Michael auf dem Beifahrersitz und Paul fuhr. So ging es in die Werkstatt. Die Polizei folgte in großen Abstand. Frau Engelhardt hatte das SEK bereits an der Werkstatt positioniert und dort warteten die Männer auf den Einsatzbefehl. Doch noch musste abgewartet werden. Semir musste irgendwie aus der Gefahrenzone gebracht werden. Die Fahrt ging zur Werkstatt nach Aachen, wo die erste Razzia stattgefunden hatte. Semir sah während der ganzen Fahrt zum Boden des Wagens. Er suchte verzweifelt nach einem Ausweg, doch gefesselt und dazu mit diesem Halsband hatte er keine Chance von diesem Ort zu kommen. An der Werkstatt angekommen, zerrte ihn der Zar brutal aus dem Auto. Semir ging ohne Gegenwehr mit, denn er wusste, wenn er sich wehrt, dann würde der Zar das Halsband wieder einsetzen. Der Zar zog ihn in die Werkstatt. Dort gab ihm Hans, der vorgegangen war, eine Kette in die Hand. Auch diese hatte einen Haken am Ende. Das befestigte der Zar am Halsband und sagte: „So, Semir. Nun man die Autos fertig. Du hast genau drei Stunden zeit.“ Semir schüttelte den Kopf. „Zar es ist mir egal. Ich werde nicht…“ „Wirklich nicht? Willst du das Spiel weiterspielen?“ Semir sah zu Paul, der die Werkstatt betreten hatte. Er schüttelte nur den Kopf. „Semir du hast keine Chance, tu was er sagt. Es ist besser für dich.“ Semir schüttelte den Kopf. „Nun gut. Paul du fängst schon mal an. Ich werde mit Semir mal eben nach nebenan gehen.“ Paul nickte. Der Zar zog Semir mit der Kette aus der Werkstatt. Dann winkte er Hans zu sich. Sie gingen in einen Nebenraum der Werkstatt. Dort sah Semir, das mehrere Flaschenzüge sich hier befanden. An einem wurde er mit dem an seinem Halsband angebrachten Kette gebunden. Semir sah den Zaren an. Wollte er ihn jetzt strangulieren? fragte sich Semir.

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  • so die Erlösung naht


    Der Zar kam zu ihm. „Willst du es dir überlegen?“ Semir schüttelte den Kopf. Der Zar sah ihn an und meinte dann: „Schade, du hast mir irgendwie gefallen. Aber du willst es nicht anders.“ Er gab Hans ein Zeichen und dieser drückte einen Knopf. Die Kette fuhr nach oben. Semir merkte wie er hochgehoben wurde. Er hing und bekam keine Luft mehr. Er strampelte mit den Beinen. Der Zar sah zu. „Wenn du runter willst, gibt mir einfach ein Zeichen. Dann… Nein.. Warte Hans lass ihn runter.“ Hans tat was verlangt wurde. Semir sah den Zaren an. Was hatte er wohl jetzt vor, fragte er sich. „So wir wollen doch mal sehen, wie es ist wenn wir Semir an den Füßen aufhängen. Vielleicht bekommt er dann doch Lust.“ Hans grinste und ging auf Semir zu. Dann stieß er Semir zu Boden. Die Kette wurde vom Halsband gelöst und um seine Beine gewickelt. Semir versuchte sich zu wehren, indem er mit den Füßen nach Hans trat, doch der Zar drückte den verdammten Knopf auf seiner Fernbedienung und das Halsband zog sich zusammen. Der Zar beugte sich zu Semir runter. „Hör auf dich zu wehren, sonst lasse ich das Band ganz zuziehen.“ Semir hatte die Hände wieder am Hals und versuchte verzweifelt das Band zu lösen. Aber es war sinnlos. Der Zar lachte als er den vergeblichen Versuch sah. Dann drückte er den anderen Knopf. Semir zog vorsichtig Luft ein. Dann war plötzlich Lärm aus der Werkstatt. Menschen schrieen durcheinander und der Zar sah durch eine der kaputten Glasscheiben, dass die Polizei in sein Heiligtum eingedrungen war. Alle Helfershelfer wurden bereits rausgeführt. Nur Hans und der Zar blieben frei. „ZAR!“ hörte er von draußen. „Wir haben die Werkstatt umstellt. Geben Sie auf! Kommen Sie mit erhobenen Händen raus!“ „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Die … wagen…. Es hier einzudringen.“ gab der Zar wütend von sich und er ging auf Semir zu. „Das ist alles deine Schuld. Nur wegen dir, konnte die Polizei mir etwas anhängen. Nun wirst du zahlen.“ Er drückte den Knopf für das Halsband und für Semir fing der Kampf um die Luft wieder an. Die Tür wurde aufgetreten und mehrere Polizisten betraten den Raum. Allen voran waren Tom und Freitag. Freitag sah den Zaren an und erstarrte: „ Miroslav Sprang, alias “ der Zar“ Tom stürzte sich auf den Zaren, diesem entfiel die Fernbedienung, doch Semir wurde immer noch gewürgt. Sein Gesicht war bereits blau angelaufen. Die SEK-Leute überwältigten Hans während Freitag dem Zaren die Handschellen anlegte. Tom hob die Fernbedienung auf und drückte den Knopf, der das Halsband lockerte. Semir lag bewusstlos auf dem Boden. Tom ging zu ihm und fühlte den Puls. Er stellte erleichtert fest, das Semir noch lebte. Er löste die Handschellen und die Kette von den Füßen. Dann nahm er Semir das Halsband endgültig ab. Der Hals von Semir zeigte Würgemale. Er drehte sich wütend zum Zaren um, sagte aber nichts, nachdem ihn Engelhardt ansah und den Kopf schüttelte. Semir regte sich. Tom sah ihn an. Semir kam langsam zu Kräften und sah Tom an: „Hey…“ krächzte er. Die Stimme klang heiser. Er fühlte seinen Hals und merkte, dass dieses verdammte Halsband endlich ab war. „Ich…“ versuchte er zu reden, doch die Stimme versagte. Tom sah ihn an und nickte nur. Er gab Semir eine Flasche Wasser. Semir trank. Dann kam der Notarzt und untersuchte Semir. „Okay, ab ins Krankenhaus. Wir müssen den Hals röntgen um eine Kehlkopfquetschung auszuschließen.“ Semir sah ihn an und nickte. Er hatte starke Halsschmerzen. Tom sah wie sein Freund und Kollege mit dem Krankenwagen abfuhr. Er ging zu Freitag: „Nun das war dann der Zar? Sie waren eben so erstaunt, als Sie ihn sahen.“ „Es ist ein ehemaliger Kollege von mir. Er war vor drei Jahren mit mir an diesem Fall. Allerdings hatten wir keine Erfolge vorzuweisen. Jetzt weiß ich auch warum. Aber nun wird die Gerechtigkeit siegen. Was ist mit Semir?“ „Er hat es überstanden. Wird gerade ins Krankenhaus gebracht, aber das ist nur zur Vorsicht. Er ist ziemlich fertig. Der Hals sah nicht gut aus. Aber wie ich ihn kenne, wird er bald wieder der Alte sein.“


    Drei Tage später trafen sich Freitag, Tom und Semir in einer Kneipe in der Kölner Altstadt. „Was macht der Hals?“ fragte Freitag. Semir sah ihn an und meinte dann:“ Weiß nicht, ich glaube dem geht es gut. Das Bier rinnt wieder normal runter.“ Er grinste ihn frech an. Tom sah zu Freitag und dann lachten sie. „Das ist Semir!“ meinte Tom nur. „Semir es tut mir Leid, was alles passiert ist. Ich hatte nicht ahnen können, das es so ernst für dich wird.“ „Ach, Michael. Unser Job ist eben nicht leicht. Aber mach dir keine Vorwürfe. Ich hätte auch nein sagen können. Keiner konnte ahnen, dass der Zar ein Ex-Polizist ist. Wie denn auch. Nun bekommen alle ihre gerechte Strafe. Damit sind die Qualen, die ich erleiden musste bezahlt. Also dann zum Wohl. Wer hatte mich eigentlich verraten?“ Michael sah ihn an. „Ach ja. Das war ein gewisser Exkommissar Ludwig Schreiber. Er ist der Schwager vom Zaren gewesen. Er wurde enttarnt, als er versuchte den Zaren vor dem Zugriff zu warnen. Nun darf er sich die Zelle mit ihm teilen.“ Semir sah Michael an und grinste. Er hob das Glas. Die Nacht wurde sehr lang.


    Ende

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