Die Macht des Geldes

  • Die Macht des Geldes


    Janek Pleschke fuhr mit Lothar Hundt auf den Rastplatz. Janek saß am Steuer des alten Golfs während Lothar seinen Mitsubischi Colt steuerte. Auf dem Rastplatz hielten sie hintereinander. Janek stieg aus und ging zu Lothar. „Hey, war doch easy. Oder?“ Lothar nickte. Er grinste Janek an. „Und was tust du mit den Geld? Ist doch ne halbe Million. Ne ganze Stange Geld.“ Janek nickte. „Das erste was ich mache, ist es verdoppeln.“ Lothar sah ihn entgeistert an. „Wie denn?“ fragte er. Janek zog seine Waffe und legte auf Lothar an, drückte ab. Lothar sank über das Lenkrad zusammen. Janek griff in den Wagen und holte den Alukoffer raus. „So, du Idiot“ sagte er leise, ging zu seinem Wagen, stieg ein und fuhr ab. Er sah nicht, dass Lothar noch lebte. Die Kugel hatte ihn nicht wie beabsichtigt getötet, sondern steckte in der Schulter fest. Er konnte sie regelrecht spüren.


    „Zentrale an Cobra 11!“ „Cobra 11 hört.“ „Schusswechsel am Rastplatz Königsforst. Ein Verletzter.“ Tom gab Gas, während Semir das Blaulicht aufs Dach stellte. Nur kurze Zeit später waren sie am Rastplatz und sahen den Golf abfahren. Semir sprang aus dem Wagen und sagte: „Ich kümmere mich um den Verletzten! Schnapp ihn dir, Tom“ Tom gab Gas und Semir ging zum Wagen. Er sah die Gestalt am Steuer. Er öffnete die Tür und vorsichtig zog er den Mann aus den Wagen. Er legte ihn flach auf den Boden und besah sich die Schusswunde. Dann nahm er sein Handy und wollte den Notarzt verständigen, als er einen Druck in der Nierengegend spürte. Verwundert sah er zu Boden. Der Verwundete hatte eine Waffe und drückte sie Semir in die Seite. „Keine Bewegung, Bulle. Und gibt mir das Handy“ Semir tat was der Mann verlangte. Er sah den Mann an. „Hey, ich will Ihnen doch nur helfen.“ „Klar, und dann willst du mich verhaften. Okay. Wir steigen jetzt in meinen Wagen. Du fährst. Und du tust gut daran, wenn du keinen Fehler machst.“ Semir nickte. Im Augenblick war er unterlegen. Langsam stand er auf und half dann Lothar auf die Beine. Dann gingen sie zum Wagen. Semir setzte sich ans Steuer während Lothar vom Beifahrersitz auf ihn zielte. „Wohin?“ fragte Semir. „Erst einmal geradeaus.“ Semir nickte und verließ den Rastplatz.

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    Einstein ist tot
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  • Tom raste hinter Janek her. Er sah den Wagen. Schnell hatte er ihn eingeholt. „Komm schon! Fahr rechts ran!“ brüllte er, obwohl der Fahrer ihn sicher nicht hörte. Dann zog Janek die Waffe und schoss. Er traf den Wagen, aber dadurch ließ Tom sich nicht aufhalten. Janek zog den Wagen nach links auf Toms Spur und rannte ihn. Tom erschrak und brachte den Wagen wieder unter Kontrolle. „Gut, du hast es nicht anders gewollt.“ sagte er zu sich selbst. Nun zog er nach rechts und drängte den Golf auf den Seitenstreifen. Janek versuchte verzweifelt dagegen zu steuern, doch sein Golf war der Macht und Stärke des Mercedes einfach nicht gewachsen. Langsam lösten sich Karosserieteile. Dann versuchte Janek eine Lenkbewegung zu machen, um von Toms Seite zu kommen. Dabei verriss er das Lenkrad so stark, das der Wagen immer mehr außer Kontrolle geriet. Er raste geradewegs auf ein Wiesenstück, welches nicht durch Begrenzungspfähle gesichert war. Der Wagen schleuderte und überschlug sich. Dann kam er auf dem Dach zu liegen. Tom blieb auf der Straße stehen, stieg aus und rannte mit gezogener Waffe zum Wagen. Janek kam gerade heraus gekrochen. Er hatte eine kleine Platzwunde auf der Stirn. „Okay, Aufstehen und dann Hände hoch!“ befahl Tom und zog Janek hoch. Dieser war noch so angeschlagen von dem Unfall, dass er keine Gegenwehr leistete. Tom zog ihm die Hände auf den Rücken und fesselte sie. Anschließend brachte er Janek zum Wagen und rief die Kollegen an. Dann ging er zum Wagen zurück und untersuchte ihn. Er fand einen Alukoffer, nahm ihn raus und öffnete ihn. Er sah das Geld. „Mann, Mann. Wegen diesem Zeug das ganze?“ stöhnte er. Dann sah er die Kollegen kommen. Er ging zu seinem Wagen und wartete bis die Kollegen bei ihm waren. „Ihr bringt den Typen zur Wache. Ich muss Semir am Rastplatz abholen. Er wollte sich um den Verletzten kümmern.“ Die Kollegen nickten, holten Janek aus Toms Wagen und brachten ihn mit einem Streifenwagen weg. Tom fuhr zum Rastplatz zurück.


    Semir war allerdings bereits auf der Autobahn. Lothar beobachtete ihn. Auch Semir warf einen Blick auf Lothar. „Keine Tricks.“ sagte Lothar noch einmal. „Sie müssen zum Arzt.“ sagte Semir. Lothar nickte. „Ja, ich kenne da einen sehr guten Doc. Wir fahren dort gerade hin. Wie heißt du?“ Semir sah ihn an „Gerkhan, Semir Gerkhan.“ sagte er. Die Waffe zeigte immer noch auf ihn. Semir sah auch, das der Hahn gespannt war. „Fahr die nächste raus!“ Semir nickte. Es ging nach Pulheim. Er fuhr die angewiesene Strecke. Immer wieder warf er einen Blick auf Lothar. Er schien viel Blut zu verlieren. Doch er blieb wach. In einer stillen Siedlung ließ er Semir auf einen Hof fahren. Dann zog er den Schlüssel ab und stieg aus. Er kam auf Semirs Seite und forderte ihn ebenfalls zum Aussteigen. Dann stieß er ihn in Richtung Tür. Er klingelte und eine junge Frau öffnete. „Lothar!!!“ rief sie entsetzt und gab die Tür frei. Lothar stieß Semir in die Wohnung. „Linda. Hilf mir. Dieses Arschloch Janek hat mich angeschossen. Er hat mich in der Schulter getroffen.“ Linda nickte und wies dann auf Semir. „Wer ist das?“ „Ein Bulle. Er wollte sich um mich kümmern. Nun müssen wir uns um ihn kümmern.“ Linda sah auf Semir. „Du willst doch nicht etwa…?“ Lothar schüttelte den Kopf. „Natürlich nicht. Aber er darf noch nicht weg.“ Linda nickte. „Okay, ich helfe dir.“ „Erst müssen wir ihn Ruhigstellen.“ Linda nickte erneut. „Handschellen raus!“ befahl Lothar. Vorsichtig zog Semir die Handschellen raus und reichte sie an Lothar weiter. „Was Sie hier machen, ist Freiheitsberaubung. Sie sollten sich wirklich überlegen, ob Sie sich dafür hergeben.“ versuchte er Linda zu beeinflussen. Linda sah ihn an. Lothar gab ihr die Handschellen und sie sollte Semir die Hände auf dem Rücken fesseln. Linda tat es. Dann wurde Lothar und Semir ins Behandlungszimmer gebracht. Linda war Ärztin. „Sie könnten Ihre Zulassung verlieren wenn Sie ihm helfen.“ sagte Semir weiter. Linda versorgte die Wunde. „Die Kugel sitzt noch drin. Ich muss dich operieren.“ sagte sie zu Lothar. „Ja, ich weiß. Aber erst müssen wir ihn ruhig setzen.“ Linda sah ihn an. „Ich wüsste was, aber…“ „Was?“ „Ich könnte ihn betäuben, dann ist er ruhig und kann keinen Ärger machen. Wenn er dann wach wird, sind wir über alle Berge.“ Lothar grinste. „Das ist eine perfekte Idee.“ Semir sah es nicht so.

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  • extra für windy :baby:


    Tom kam auf dem Rastplatz. Doch das einzige was er fand, war Semirs Handy. Es lag auf der Straße. Tom bekam ein mulmiges Gefühl. Er ging zum Auto und rief die Zentrale. „Cobra 11 an Zentrale. Schickt eine Fahndung nach einem weißen Mitsubischi. Kennzeichen: BM für Bergheim, LS 774“ „Warum?“ kam die Frage von Hotte. Tom rollte die Augen. „Hotte tu es einfach. Dieser Verletzte hat Semir gekidnappt. Wir müssen ihn finden.“ „Alles klar, Fahndung läuft.“ Tom setzte sich in seinen Wagen und fuhr zum Revier zurück. Mehr konnte er nicht tun. Er wollte diesen anderen vernehmen. Vielleicht ließ sich dann eine Spur zu Semir finden. Auf der Wache saß der Mann bereits im Verhörraum. Er war verarztet worden und saß ziemlich selbstsicher vor Tom. „Okay, wo ist dein Partner?“ Der Mann sah ihn an. „Wie? Ich versteh nicht. Ist es Art der Autobahnpolizei, harmlose Bürger über die Straße zu jagen?“ „Harmlos? Sie?“ Tom hatte ein Blatt in der Hand und las vor: „Janek Pleschke, geboren am 17.4 68 in Rostock. Vorbestraft wegen Diebstahl, Einbruch, Körperverletzung. Eingriff in den Straßenverkehr und Hehlerei. Drogenbesitz… Willst du noch was hören?“ Janek schüttelte den Kopf. „Alles Jugendsünden.“ meinte er grinsend. „Woher stammt das Geld?“ „Hab im Lotto gewonnen.“ Tom sah den Mann an. „Pass mal auf. Versuchter Mord, Beihilfe zur Entführung, das gibt mehr als nur eine Nacht im Knast. Entweder du sagst mir wo mein Kollege ist…oder…“ „Oder was? Woher soll ich denn wissen was Lothar mit deinem Bullenfreund gemacht hat.“ Tom sah ihn an. „Lothar? Und wie weiter?“ „hab ich vergessen.“ lachte Janek. Tom sah ihn an. Er war wütend, doch er hielt sich zurück. „Stephan bring ihn in die Zelle.“ Der Beamte nickte und führte Janek ab.


    Semir war in der Praxis von Linda auf einem Behandlungsstuhl, ähnlich wie der Untersuchungsstuhl bei einem Frauenarzt, der in Liegeposition gebracht wurde, außerdem war er mit der Handschelle an der Stuhllehne gefesselt. Lothar lag auf der Liege und wurde von Linda zur OP vorbereitet. „Lassen Sie mich gehen.“ versuchte Semir. Lothar sah ihn an und dann sah er zu Linda. „Gib ihm zuerst die Spritze. Sonst macht er noch Probleme.“ Linda nickte. Sie zog eine Spritze auf und ging zu Semir. Da dieser am Stuhl festgebunden war, konnte er sich nicht wehren. Er merkte wie das Mittel in seinem Körper anfing zu wallen. „Wie lange wird es dauern?“ fragte Lothar. „In etwa zehn Minuten schläft er.“ Lothar nickte. Semir lag im Stuhl. „Warum tun Sie das?“ fragte er Linda. Doch er erhielt keine Antwort. Die Minuten vergingen und Semir merkte wie er müde wurde. Es war immer schwerer, die Augen offen zu halten. Dann konnte er gar nichts mehr machen. Er schlief ein. Linda überprüfte seine Atmung und nickte zufrieden. „Er schläft.“ sagte sie zu Lothar. „Wie lange wird er schlafen?“ fragte dieser. „Nun ich denke bis zu 11 Stunden. Ich habe extra etwas mehr gespritzt. So und nun bist du dran. Leg dich hin und entspann dich. Du wirst in ungefähr sechs Stunden wieder aufwachen und dann ist die Kugel raus, und du wirst dich sicher besser fühlen.“ Lothar nickte und legte sich hin. „Was hast du mit ihm vor?“ fragte Linda und wies auf Semir. „Ich weiß nicht. War ja gar nicht geplant, dass ich ihn mitnehme. Hat sich einfach so ergeben.“ „Wir könnten ihn im Keller einsperren, und dann wenn er wach wird, sind wir über alle Berge.“ „Ich werde es mir überlegen.“ Sagte Lothar und auch er wurde nun sehr müde. Dann schlief er ein und Linda machte sich daran, die Kugel aus der Schulter zu operieren.

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  • Und das ist für Dagmar und Marina :baby:


    Tom saß im Büro. Er überlegte wo er Semir suchen konnte. Da klingelte das Telefon. „Kranich“ meldete er sich. „sie suchen doch einen weißen Mitsubishi, oder nicht?“ „Das stimmt. Wissen Sie wo einer steht?“ „Ja sicher, deshalb rufe ich doch an. Also in Pulheim gibt es eine Arztpraxis. Da steht so ein Wagen vor. Ich weiß das es nicht der von der Frau Doktor ist.“ „Ach und wo ist das genau?“ wurde Tom hellhörig. „Was ist denn für mich drin, ich meine wenn es der Wagen ist, den Sie suchen?“ „Nichts. Es ist ihre Pflicht als Bürger der Polizei zu helfen.“ „Ist ja gut. Vielleicht irre ich mich ja auch. Also. Die Adresse lautet „Auf dem Driesch 18“. Ist eine kleine Arztpraxis.“ „Danke.“ Tom legte auf und rief Hotte und Dieter zu sie sollten sich fertig machen und ihn begleiten.“ Dann griff er seine Jacke und rannte raus. Die Fahrt nach Pulheim war nicht lang. Doch anscheinend war irgendjemand dagegen, dass er schnell vorankam. Auf der Autobahn war Stau. Er stand mit Dieter und Hotte mittendrin. Nur langsam ging es voran.


    Linda sah auf Lothar. Es war nun sechs Stunden her, dass die OP beendet war. Eigentlich müsste er nun wach werden. Er rührte sich langsam. Schlug die Augen auf und sah Linda. Er lächelte. „Alles okay. Hast es überstanden. Die Kugel ist raus.“ Er nickte und erhob sich. Linda sah ihn an. „So und was tun wir nun mit dem Polizisten?“ Lothar sah zu Semir der immer noch tief schlief. „Der Bruch ist heute schief gegangen. Janek wollte mich umbringen. Er hat das ganze Geld und ich bin sicher, dass es nun bei den Bullen ist. Ohne Geld werde ich nicht weggehen.“ Linda sah ihn an. „Aber was willst du denn tun?“ Lothar zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es noch nicht. Aber schalt doch mal die Nachrichten ein. Vielleicht berichten sie ja darüber.“ Linda schaltete den Fernseher ein und tatsächlich liefen gerade die Nachrichten. Auch über die Schießerei und über die Festnahme von Janek wurde berichtet. Nach dem diese gesprochen wurde, fluchte Lothar.“ Verdammt. Das Geld ist bei den Bullen. Wie soll ich…“ er stockte mitten im Satz. Dann sah er auf Semir. Linda sah ihn entsetzt an. „Was has du vor?“ „Er wird mir helfen. Ich werde das Geld gegen ihn tauschen….“ Linda schüttelte den Kopf. „Das kommt gar nicht in Frage. Das ist Erpressung.“ Lothar sah sie an. „Willst du mir helfen oder nicht?“ Linda nickte. „Aber doch nicht so.“ „Wann wacht er auf?“ Linda sah auf die Uhr. „In etwa vier Stunden.“ „Gut bis dahin werde ich die Bullen schon überreden.“ Er nahm den Hörer und rief an. Es dauerte eine Weile bis sie ihn an Tom weitergeleitet hatten. „Sie sind der Kollege von Gerkhan?“ „Ja das bin ich. Wer sind Sie?“ „Mein Name tut nichts zur Sache. Sie wissen, dass ich Gerkhan habe, und nur das ist wichtig. Passen Sie genau auf. Ich tausche Ihren Kollegen gegen das Geld.“ „Welches Geld?“ „Fragen Sie nicht so blöd. Sie wissen genau was ich meine.“ „Okay, Ich will mit Semir sprechen.“ „Das geht leider nicht. Er schläft.“ Es herrschte schweigen. Von Tom kam nichts. „Was haben Sie mit ihm gemacht?“ fragte er schließlich. „Ich gar nichts. Er schläft nur. Ich melde mich, in drei Stunde wieder bei Ihnen. Bis dahin, sollten Sie nichts unternehmen. Sehe ich auch nur eine Bullennase hier bei uns, dann wird es Ihrem Kollegen schlecht ergehen.“ „Sie meinen in Pulheim?“ schoss Tom eine Vermutung ab. „Sie schlafen also nicht. Ja richtig. Ach und ich mache keine Witze. Also halten Sie die Füße still.“ Er legte auf.

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  • Tom sprach mit der Chefin. „Kommen Sie zurück Tom. Wir besprechen unser weiteres Vorgehen im Büro.“ „Alles Klar.“ Tom gab die Anweisung an Hotte und Dieter weiter und fuhr zurück zur PAST. Dort angekommen ging er sofort zu Anna ins Büro. „Chefin. Wir müssen Semir da raus holen.“ Die Chefin nickte. „Sicher wir werden das auch. Was haben wir über den Mann?“ „Ich weiß ja nicht einmal wie der heißt.“ „Dann fragen Sie seinen Komplizen. Stellen Sie ihm die Möglichkeit, eine geringere Strafe zu erhalten, wenn er uns hilft.“ Tom nickte und ging zu Janek. Er erklärte ihm was Sache war. Janek lachte laut. „Er hat deinen Kollegen? Schade ich dachte er wäre krepiert. Tja. So kann man sich irren.“ „Wie heißt der Typ?“ Janek sah ihn an. „Sie würden sicher vor dem Richter eine bessere Figur machen, wenn Sie uns helfen.“ sagte Tom. Janek überlegte. „Also gut. Der Mann heißt Lothar Hundt.“ „Okay.“ Tom nickte dem Beamten zu und ließ Janek wieder wegbringen. Dann ging Tom zu Andrea, die am Schreibtisch saß. „Andrea check mal für mich dieses Lothar Hundt.“ Andrea nickte. „Was ist mit Semir?“ Tom sah sie an. „Er steckt in Schwierigkeiten. Wie immer.“ stöhnte er. „Holst du ihn raus?“ Tom nickte. „Sicher tu ich das. Was hast du über den Typen?“ „Der Computer läuft noch. Ach Moment. Er hat was. Lothar Hundt, geboren am 14.12. 69 in Hannover. Nach Köln gezogen 1989. Vorbestraft wegen Menschenraub, Erpressung, schwerer Körperverletzung, Totschlag. Gott, der hat einiges auf dem Kerbholz.“ „Hast du ne Adresse?“ „Ja, in Köln, Habsburger Straße 2.“ „Okay, ich fahre dort hin. Vielleicht finde ich was. Ach und überprüf doch mal die Adresse `Auf dem Driesch 18`. Ich muss wissen wer dort wohnt und mit wem.“ Andrea nickte. Tom verließ die Station und fuhr nach Köln.


    Semir schlug die Augen auf. Verwundert sah er sich um. Dann spürte er die Handfesseln und die Erinnerung kam zurück. Linda sah auf ihn. „Haben Sie Durst?“ fragte sie. Semir nickte. Sie gab ihm etwas Wasser. „Wo ist der Mann?“ fragte Semir. „Ich bin hier. Und ich rate dir keine Tricks zu versuchen.“ Semir drehte den Kopf. „Geben Sie auf, Lothar. Sie haben keine Chance.“ Lothar stand auf und kam ebenfalls zu Semir. „Für jemanden der gefesselt vor mir liegt, riskierst du ne ziemliche Lippe. Weißt du wer ich bin?“ Semir schüttelte den Kopf. Außer den Vornamen des Mannes wusste er nichts. Er wusste nicht warum der Mann sich mit ihm belastete. Was er wollte. Er wusste gar nichts. „Was haben Sie vor?“ fragte er. „Nun, ich will es mal vorsichtig ausdrücken. Du bist ne Million wert.“ Semir sah ihn an. „Wie meinen Sie das?“ „Nun. Deine Kollegen werden dich gegen das Geld eintauschen, das mir der Mistkerl Janek abgenommen hat. Wenn deine Kollegen spuren, bist du in einigen Stunden wieder frei. Wenn nicht…“ Er sprach es nicht ganz aus, doch Semir ahnte schon worauf es hinauslaufen sollte. „Sie werden damit nicht durchkommen.“ sagte er nur. Linda sah ihn an. „Warum helfen Sie ihm.“ „Halt endlich die Klappe. Das nervt. Linda mach uns was zu essen.“ Linda nickte und verließ den Raum. Lothar stellte sich neben Semir. „Pass genau auf. Ich kann dich nett behandeln, oder auch nicht. Wenn du versuchen solltest, Linda zu beeinflussen, dann bekommst du von mir die Spritze. Und dann enthält sie genug um dich zu töten. Verstanden?“ Semir nickte. „Darf ich mich aufrichten?“ fragte er vorsichtig. Lothar nickte und drückte einen Knopf. Der Stuhl fuhr in die Sitzposition. Da Semir jedoch mit einem Seil am Stuhl festgebunden war, konnte er sich nicht weiter bewegen. „Ich muss mal.“ Lothar lachte. „Das ist mir so ziemlich egal. Jetzt jedenfalls ist nichts damit.“ Linda kam herein. Sie trug ein Tablett mit belegten Broten und Kaffee. Sie stellte es auf den Tisch. Lothar kam und setzte sich. „Was ist mit ihm?“ fragte sie Lothar und wies auf Semir. „Gut. Er darf auch essen. Aber es wird nur eine Hand losgemacht.“ Linda nickte und ging mit Lothar zu Semir. Während Lothar ihn mit der Waffe bedrohte, schloss Linda die Handschellen auf dann schloss sie die Linke Schelle am Stuhl fest. Semir hob die rechte, noch angeschlossene Hand. „Ich bin Rechtshänder.“ Sagte er. Lothar sah ihn an. „Dann ist die richtige doch los. Iss und halt´s Maul.“ Semir zuckte mit den Schultern. Er as und trank. Dann sah er auf die Uhr. Es war schon sechs Uhr abends. Das hieß er befand sich bereits 13 Stunden in der Gewalt dieses Lothars und seiner Freundin.

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  • hier noch ein Stück


    Tom wartete auf den nächsten Anruf. Doch der schien sich hinzuziehen. Dann endlich klingelte es. Tom hob direkt nach dem ersten Ton ab. „Ja“ sagte er nur. „Hier kommen die Bedingungen für die Übergabe. Also Am Rastplatz bei KM 64 wirst du den Koffer abstellen. Zwei Stunden später wirst du erfahren, wo du deinen Kollegen abholen kannst.“ „Nein. Ich will Semir sprechen.“ „Du willst gar nichts. Wenn du nicht tust was ich sage, bekommt dein Freund hier die erste Kugel. Also in zwei Stunden.“ Der Anrufer legte auf. Tom starrte eine Weile auf den Hörer. Wieso ließ der Mann ihn nicht mit Tom reden? Lebte Semir noch? Tom war verunsichert. Er ging zur Chefin und erzählte ihr, was der Mann fordert. „Okay, Tom. Wir gehen auf die Bedingungen ein. Wenn wir Semir befreien wollen müssen wir das tun.“ Tom nickte. „Gut. Ich fordere das Geld an. Sie Tom machen Sie bereit zum Rastplatz zu fahren. Und dann holen wir Semir raus.“ Tom nickte erneut und erhob sich. Hoffentlich macht Semir einmal das was er soll und verhält sich etwas passiv, dachte er nur.


    Semir saß immer noch auf dem Stuhl. „Hey ich muss mal zur Toilette.“ sagte er wieder. Linda sah Lothar an. Er nickte. „Okay. Binde ihn los, Linda.“ Linda erhob sich und löste das Seil und die Handschelle. Dann musste Semir vor Lothar zur Toilette gehen. Auf dem Weg dorthin überblickte Semir die Praxis. Der Flur war ziemlich eng und auch die Toilette war nicht gerade der Raum, wo man sich bekämpfen konnte. Nach der Toilette ging es wieder in diesen Behandlungsraum. Semir sah nun die Größe des Raumes. Lothar stand dicht hinter ihm. Er hatte außerdem die Schulter in einem dicken Verband. Linda lief vor ihm. Sie war nicht bewaffnet und somit auch kein Problem, dachte Semir. Er wirbelte herum und schlug Lothar die Waffe aus der Hand. Lothar ging zu Boden. Die Waffe rutschte zu Linda bevor Semir sie sich schnappen konnte. Sie hob sie blitzschnell auf und zielte damit auf Semir. Dieser spreizte die Arme leicht vom Körper. „Hey, machen Sie keinen Blödsinn, Linda. Geben Sie mir die Waffe.“ Linda schüttelte den Kopf. „Hände in den Nacken!“ befahl sie und spannte den Hahn. Sie kannte sich anscheinend mit Waffen aus. Semir tat was sie verlangte. Lothar, der am Boden lag, regte sich wieder. Er stand auf und stellte sich zu Linda. „Siehst du, er macht Probleme. Das wusste ich genau. Aber damit ist jetzt Schluss.“ Und zu Semir sagte er:“ Los ab in den Stuhl!“ Semir gehorchte. Er sah dass es im Augenblick keine Möglichkeit gab, Lothar und Linda zu überwältigen. Er setzte sich. Lothar nahm die Waffe wieder an sich und kam zu Semir. Dann drückte er ihm den Waffenlauf an den Kopf. „Linda, fessle ihn wieder.“ Linda kam und tat was Lothar verlangte. Semir war wieder am Stuhl gebunden. Dann schlug Lothar zu. Linda stieß erschrocken einen Laut aus, als sie sah, das Semir bewusstlos auf dem Stuhl zusammensackte. Sofort war sie bei ihm und untersuchte ihn. „Was sollte das denn?“ fragte sie Lothar. „Ich will nur, dass er keine Dummheiten macht.“ „Ich hätte ihm doch noch eine Spritze geben können. Dann wäre er auch nicht dazu in der Lage.“ Lothar sah sie an. „Willst du die Seiten wechseln?“ Linda schüttelte den Kopf. Er sah auf Semir, der sich wieder regte. Semir sah ihn an. „So das war nur eine kleine Warnung. Der nächste Trick hat stärkere Konsequenzen. Verstanden?“ fragte Lothar. Semir nickte. „Gut. Linda, ich fahre jetzt zum Treffpunkt. Du wirst ihn hier nicht befreien. Ich nehme die Schlüssel der Handschellen mit.“ Linda gab sie ihm. Sie sah zu Semir, der auf dem Stuhl saß. Lothar küsste Linda und verschwand.

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  • TTom fuhr zum Treffpunkt. Er sah auf die Uhr. Noch fünfzehn Minuten bis zur Übergabe. Hoffentlich ist der Typ wenigstens pünktlich. Kurz vor der Zeit kam der Mitsubishi auf den Rastplatz gefahren. Tom stieg aus und nahm den Koffer. „Stellen Sie den Koffer auf dem Parkplatz neben Ihnen und dann steigen Sie wieder ein!“ kam der Befehl. Tom tat was verlangt wurde. „Fahren Sie los.“ „Wo ist mein Kollege?“ „Ich rufe Sie an. Ab jetzt !“ Tom fuhr weg. Er wollte den Wagen nicht folgen um Semirs Leben nicht zu gefährden. Er sah auch wie der Mitsubishi abfuhr. Tom fuhr zurück zur PAST. Er wollte dort auf den Anruf warten.


    Semir saß mit Linda in der Praxis. Lothar war weggefahren. Semir wusste, dass es um das Geld ging und er gegen dieses ausgetauscht werden sollte. „Linda, bitte helfen Sie mir. Sie können dann auch …“ versuchte er sie zu beeinflussen. Doch Linda hörte nicht auf ihn. „Bitte seien Sie still. Ich möchte nicht, das Lothar Sie noch einmal schlagen muss.“ „Ich will das bestimmt auch nicht. Aber Lothar wird mich sicher nicht gehen lassen. Er muss damit rechnen, dass ich ihn verfolgen werde. Ich lasse nicht locker bevor ich ihn geschnappt habe.“ „Er ist kein schlechter Mensch.“ sagte Linda. „Woher stammt das Geld?“ Linda zuckte mit den Schultern. „Ist aus einem Bruch bei irgendeinem reichen Schnösel. Mehr weiß ich nicht. Und ich will auch nicht mehr wissen.“ Die Tür ging auf und Lothar kam herein. Zunächst sah er auf Semir, doch als er sah, dass dieser immer noch am Stuhl gefesselt war, nickte er nur. „Gut. Ich habe was ich wollte. So und nun fahren wir weg. Komm.“ Linda sah zu Semir. „Was ist mit ihm?“ fragte sie. Lothar nickt. „Ja, stimmt. Ich muss mir noch was einfallen lassen. Ich denke wir werden ihn für einige Stunden aus dem Verkehr ziehen. Ich will nicht direkt verfolgt werden.“ Linda nickte. „Ich kann ihn noch einmal betäuben.“ Lothar sah zu Semir und er merkte, dass es diesem sicher nicht gefallen wird, zu schlafen. Doch dann nickte er. „Ja aber sorge dafür, dass wir ausreichend Vorsprung haben.“ Linda nickte und machte sie Spritze klar. Anschließend kam sie zu Semir. Sie drückte den Knopf und der Stuhl fuhr wieder in die Liegeposition. „Hören Sie, Linda. Bitte tun Sie es nicht.“ versuchte Semir erneut sein Glück. Doch Linda schien nur auf Lothar zu hören. Sie setzte die Spritze an und entleerte sie vollständig. Lothar grinste. Dann ging er zu Semir. „So und nun werde ich deinem Kollegen sagen wo er dich abholen kann. Du wirst die nächsten Stunden schlafen und wir werden uns nie wieder sehen.“ Er lachte. „Sind Sie sich da so sicher? Ich werde… Sie finden… und wenn… es ewig… dauert.“ kam von Semir stockend, weil er merkte, dass es diesmal anscheinend ein anderes Schlafmittel war. Eines was schneller wirkte. Er merkte wie er wegsackte. Nachdem er eingeschlafen, Linda die Vitalfunktionen überprüft hatte, verließen sie und Lothar das Haus und fuhren zum Flughafen.

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  • Tom wartete im Büro. Endlich klingelte das Telefon. „Ja?“ „So Sie finden Ihren Kollegen in Pulheim. Auf dem Driesch 18. Er schläft dort ganz friedlich.“ lachte der Mann ins Telefon. Tom legte auf und fuhr so schnell er konnte zu der angegebenen Adresse. Er brach die Tür auf und fand Semir schlafend, gefesselt in einem Behandlungsstuhl liegend vor. „Hey, Semir? Komm schon. Werd wach!“ Doch es passierte nichts. Semir schlief tief und fest. Tom griff zum Handy. „Ich hab ihn gefunden. Er schläft. Ich brauche dringend einen Arzt hier.“ Er gab die Adresse durch und wartete dass der Notarzt eintraf. Dieser untersuchte Semir kurz und nickte dann zufrieden. „Er hat ein starkes Narkosemittel verabreicht bekommen. In ungefähr acht Stunden wird er wieder ansprechbar sein.“ Tom sah den Arzt an. „In Acht Stunden? Kann man da nichts machen?“ Der Arzt schüttelte den Kopf. „Leider nein. Gegen dieses Mittel gibt es nichts. Lassen Sie ihn einfach schlafen. Aber er sollte unter Beobachtung sein, wenn er aufwacht.“ „Krankenhaus?“ „Nur wenn Sie keinen anderen Ort wissen.“ Tom grinste. „Doch ich kenne einen Ort, wo er unter Bewachung steht. Ich nehme ihn mit.“ Tom trug Semir zu seinem Wagen und fuhr zur PAST. Dort wurde er schon erwartet. Andrea und die Chefin sahen, dass Semir schlief. Die Chefin kam sofort zu ihnen. „Was ist mit ihm?“ „Er wurde betäubt. Er schläft mindestens so der Arzt, noch acht Stunden. Ich wollte ihn in den Bereitschaftsraum legen. Er muss unter Beobachtung stehen, wenn er wieder wach wird. Wegen den Nebenwirkungen.“ Die Chefin nickte. Dann fiel ihr Blick auf Andrea. Sie wusste dass die Beiden ein inniges Verhältnis hatten. „Andrea, Sie kümmern sich um ihn.“ Andrea nickte und rannte zum Bereitschaftsraum. Sie richtete eines der Betten her und Tom legte Semir aufs Bett. Andrea deckte ihn zu. Tom verließ den Raum wieder und ging zur Chefin. „Andrea hat herausgefunden wer in Pulheim diese Praxis betreibt. Dr. Linda Sindhofer. Sie ist Chirurgin. 34 Jahre alt und nicht belastet.“ „Das wird sich jetzt ja ändern. Ich glaube nämlich, dass sie Semir die Spritze gesetzt hat. Der Arzt sagte es war professionell gemacht worden. Genau dosiert. Jetzt wo die das Geld haben werden die mit Sicherheit versuchen, Deutschland zu verlassen. Wir sollten alle Fluggesellschaften informieren.“ Die Chefin nickte. Sie gab die Anweisung weiter. „Was machen Sie nun?“ „Ich werde mal zu unserem Dornröschen gehen.“ Tom erhob sich und verschwand in den Bereitschaftsraum. Andrea saß am Bett von Semir, der immer noch tief schlief. „Alles in Ordnung?“ fragte er. Andrea nickte.

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  • Lothar und Linda standen am Flughafen. Sie checkten gerade ein. Er sah sie an. „So und nun sind wir bald in Süd-Amerika. Sie nickte und küsste ihn. Dann stiegen sie in das Flugzeug. Doch irgendwie wurde der Start verzögert. Lothar wurde nervös. Er sah immer öfter auf die Uhr. Dann endlich hob die Maschine ab. Er sah Linda an. „Wir haben es geschafft.“ sagt er leise. Sie nickte nur. Er sah aus dem Fenster. Endlich, dachte er. Endlich habe ich das was ich schon immer haben wollte. Eine Frau die ich liebe und soviel Geld wie ich brauche. Er schloss die Augen. „Meine Damen und Herren, Aufgrund eines Problems sind wir leider gezwungen, zurück nach Köln zu fliegen. Wir bitten Sie, Ruhe zu bewahren.“ Lothar schlug die Augen auf. Das darf doch nicht wahr sein, dachte er und er sah wie das Flugzeug wendete. Nur kurz danach landeten sie wieder auf dem Köln-Bonner Flughafen. Alle Fluggäste mussten Aussteigen und in die Wartehalle gehen. „Da sind mit Sicherheit die Bullen dran Schuld.“ Sagte Lothar zu Linda. Sie sah ihn an. „Was machen wir jetzt?“ fragte sie ängstlich. „Wir hauen ab. Wir nehmen und einen der Autos und dann nichts wie weg.“ Linda nickte. Auf dem Flughafen trennten sie sich von der Gruppe und liefen über das Flugfeld in eines der Gebäude. Dort standen die Fahrzeuge des Flugpersonals. Lothar schloss eines kurz und verließ das Gelände in einem beachtlichen Tempo.



    Andrea saß immer noch neben Semirs Bett. Endlich regte er sich. Er schlug die Augen auf und sah sich irritiert um. Dann blickte er in Andreas Gesicht. „Andrea?“ „Hey, da bist du ja wieder.“ sagte sie leise. „Was ist denn passiert?“ „Tom hat dich rausgeholt und hergebracht.“ Semir wollte sich aufrichten, doch er merkte sofort, das Schwindelgefühl welches in ihm aufkam. „Ich… muss aufstehen.“ sagte er. Andrea schüttelte den Kopf. „Lass dir noch etwas Zeit. Das Narkosemittel muss erst einmal vollständig verflogen sein.“ Semir sah sie an. „Narkose? Oh. Jetzt weiß ich was du meinst. Ist Tom hinter diesem Lothar her?“ Andrea nickte. Wieder versuchte Semir sich hinzusetzen. Diesmal gelang es. „Ich muss ihm helfen.“ sagte er. Andrea sah ihn an. „Bist du Bescheuert? Du kannst nicht einfach raus marschieren dich ans Steuer setzen und losfahren.“ Semir sah sie an. „Wieso nicht?“ „Semir, du hast noch dieses Medikament in dir. Das muss erst einmal abgebaut werden. Du fährst ja gegen den nächsten Baum.“ Semir grinste. „Auf der Autobahn gibt es keine Bäume.“ Der Blick, den er für diese Bemerkung bekam, sagte alles. „Sie bleiben liegen.“ Kam von der Tür. Andrea sah dankend zur Chefin die im Rahmen stand. Semir sah sie an. „Chefin. Dieser Lothar ist gefährlich. Er wird versuchen…“ „Sie bleiben liegen. Sonst binde ich Sie fest.“ Semir sah sie unverständlich an. „Sie tun was?“ „Ich binde Sie fest, oder ich lasse Sie in eine der Zellen bringen. Sollten Sie diesen Raum vor der Zeit verlassen, dann sperre ich Sie ein. Haben Sie verstanden, Semir?“ Semir nickte. Er hätte es wohl geschafft, Andrea zu überzeugen, doch bei der Chefin sah es anders aus. „Darf ich mich wenigstens mal waschen?“ Die Chefin sah ihn an und lachte. „Ja, wenn Sie den Raum verlassen dürfen.“ Wieder kam der unverständliche Blick. Doch Semir hatte genau verstanden, das die Chefin und Andrea ihn hindern würden, diesen Raum innerhalb der nächsten zwei Stunden zu verlassen. „Weiber“ stieß er leise aus.

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  • Tom sah wie eines der Fahrzeuge des Flugpersonals den Flughafen verließ. Er rannte zu seinem Wagen und nahm die Verfolgung auf. Per Funk forderte er Unterstützung an. Alle Auf- und Abfahrten wurden gesperrt. Nun konnte er nur hoffen, dass er das Fahrzeug stoppen konnte, bevor es zu irgendwelchen Unfällen kam. Die Fahrt ging über die A4. Zum Glück war nicht gerade Feierabendverkehr und die Straße war relativ frei. Die Fahrzeuge kamen gut voran. Tom hatte den Abstand so verkürzt, dass er direkt hinter dem Fluchtfahrzeug war. Er versuchte auf die linke Seite neben dem Wagen zu kommen, doch Lothar verhinderte das, in dem er nach links zog. Tom versuchte die rechte Seite, doch auch hier zog Lothar nach rechts. So ging es eine ganze Weile. Dann kam die erste Abfahrt. Ein Streifenwagen stand quer. Hier war kein Abfahren möglich. Lothar gab immer mehr Gas. Tom war schneller und endlich schaffte er es, den Wagen zu überholen. In entsprechendem Abstand zog er vor dem Wagen und bremste ihn aus. Dann war der Fluchtwagen eingekesselt. Lothar sah ein, dass er keine Chance hatte. Er hatte die Waffe nicht mitgenommen und das verfluchte er nun. Ein Blick zu Linda und er sah was sie dachte. „Tut mir Leid, Schätzchen.“ sagte er nur und sie nickte. Tom kam mit gezogener Waffe auf die beiden zu. „Aussteigen! Ganz langsam Aussteigen!“ befahl er. Linda und Lothar taten es und hoben anschließend die Hände. Beide wurden gefesselt und zur Wache gebracht.


    „Andrea. Bitte es sind doch nur noch fünfzehn Minuten. Mir geht es wirklich sehr gut. Außerdem drückt die Blase. Ich will doch wirklich nur zur Toilette.“ versuchte Semir erneut Andrea zu überreden. Sie sah ihn an. Sie schüttelte den Kopf. „Soll ich mir in die Hosen machen?“ Sie lachte. „Semir du bist eine Nervensäge.“ Er grinste. „Ich weiß. Also was ist. Es geht nicht mehr, wirklich ich kann nicht mehr warten. Du kannst ja mitkommen.“ Andrea warf ihm einen Blick zu. „Das werde ich auch. Komm du Held.“ lachte sie und ging mit Semir aus dem Raum. Semir wollte nach links, doch Andrea stand vor ihm. „Zu den Toiletten geht es nach rechts.“ sagte sie nur. Semir drehte sich um und ging zu den Toiletten. Andrea bewachte ihn schlimmer als ein Wärter im Gefängnis, dachte er sich. Doch irgendwie war er auch froh, dass es hier Leute gab, die sich um ihn sorgten. Er fühlte sich hier geborgen. Als er fertig war, wusch er sein Gesicht und verließ dann die Toiletten wieder. Es waren fünf Minuten vergangen. Dann stand er wieder vor Andrea. „Darf ich nun vielleicht in mein Büro? Ich habe Hunger.“ Sie nickte ergeben. Gemeinsam gingen sie nach oben. Die Chefin sah den Beiden entgegen und schaute auf die Uhr. Dann schüttelte sie den Kopf. Semir und Andrea gingen in sein Büro. Sie holte ihm Essen und Kaffee. Er aß und sah sie an. „Hey, du könntest im Frauenknast als Wärterin anfangen. Du kannst das wirklich sehr gut.“ meinte er kauend. „Willst du mich loswerden?“ fragte Andrea leicht böse. Semir schüttelte den Kopf. „Nie.“ Er aß mit großem Appetit.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Tom kam wieder ins Revier zurück. Er sah, das Semir bereits am Schreibtisch saß. „Ach unser Dornröschen hat auch die Güte wieder wach zu sein.“ lachte er erleichtert. Semir sah ihn nickend an. „Ja, hätte dir ja geholfen, aber zwei böse Stiefmütter wollten mich nicht gehen lassen.“ gab er zurück und warf einen viel sagenden Blick zur Chefin, die gerade rein kam und zu Andrea. Tom lachte laut. „Ich habe es auch ohne dich geschafft. Lothar Hundt und diese Ärztin sitzen.“ Semir sah ihn an. „Ohne Probleme?“ Tom nickte. „Natürlich ohne Probleme.“ „Wollen wir sie verhören?“ fragte Semir und Tom nickte. Sie gingen zum Raum, er nahm sich Lothar vor, während Tom mit Linda sprechen wollte. Semir trat vor Lothar. Hinter ihm stand noch ein Beamter. Semir schickte ihn raus. „Okay, woher stammt das Geld?“ fragte er Lothar. Dieser sah ihn nur an. „Ach schon wieder wach? War wohl doch zu wenig in der Spritze.“ „Hören Sie, Sie können Ihre Situation nur verbessern. Also woher stammt das Geld?“ „Ich weiß es nicht. Dieser Janek hat das Geld irgendwo geklaut.“ Semir schüttelte den Kopf. „Als wir zu dieser Ärztin kamen, sagten Sie, der Bruch ist schief gegangen. Also kommen Sie mir nicht mit der ich-weiß-nichts- Methode.“ Lothar sah ihn an. „Sie können mir nichts vorwerfen.“ „Ach nein? Wie wäre es mit Freiheitsberaubung? Geiselnahme? Erpressung? Da stehen mindestens acht Jahre drauf. Vielleicht kommt sogar Mordversuch in Frage.“ Lothar schüttelte den Kopf. „Wieso Mordversuch?“ Semir sah ihn an. „Wenn das Mittel, welches mir gespritzt wurde, nicht richtig dosiert gewesen wäre, hätte ich sterben können.“ „Aber es war doch richtig dosiert.“ Semir grinste. „Ja, zum Glück. Also was ist nun?“ Lothar schwieg.


    „Linda, bitte erzählen Sie mir, woher das Geld stammt.“ versuchte auch Tom etwas aus der Frau rauszubekommen. Doch auch sie schwieg beharrlich. „Ist der Mann es wirklich wert, die Freiheit aufzugeben? Wollen Sie wegen Beihilfe ins Gefängnis?“ Linda sah ihn an. „Aber… ich habe doch gar nichts getan.“ „Sie haben Lothar dabei geholfen, meinen Kollegen festzuhalten. Sie haben ihm Narkosemittel verabreicht. Was wäre, wenn er allergisch reagiert hätte? Er hätte sterben können.“ Linda stand auf. „Nein hätte er nicht. Ich bin Ärztin. Ich weiß was ich tun kann und was nicht.“ „Wenn Sie ins Gefängnis kommen, sind Sie keine Ärztin mehr. Dort sind Sie nur Linda Sindhofer. Eine Verbrecherin.“ Linda schwieg. Tom drehe sich genervt um. Er ging zur Tür und wollte sie öffnen. „Ich weiß nicht woher das Geld stammt. Mit dem Überfall habe ich nichts zu tun.“ Tom drehte sich zu ihr. „Ich habe nur die Kugel aus der Schulter operiert. Lothar wurde angeschossen. Dass er mit ihrem Kollegen kam, wusste ich nicht. Wenn ich Ihren Kollegen nicht betäubt hätte, dann hätte Lothar ihn geschlagen oder sogar erschossen. So gesehen, habe ich Ihrem Kollegen das Leben gerettet.“ Tom warf ihr einen Blick zu, der alles sagte. Doch er sah auch, dass Linda wirklich nicht wusste woher das Geld stammt. Er nickte der Beamtin zu und lies Linda wieder ins Untersuchungsgefängnis bringen.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • So. ich will nicht schuld sein, wenn Cologne vor Neugier platzt. Deshalb kommt hier schon der Rest der kleinen Story Hoffe der Abschluss gefällt.


    Semir hatte keinen Erfolg bei Lothar. Dieser schwieg eisern. „Warum wollen Sie eigentlich die Strafe allein auf sich nehmen?“ fragte er. Lothar sah ihn an. „Wieso allein? Janek hat den Bruch gemacht. Ich habe nur den Wagen gefahren.“ „Ach und deshalb waren Sie mit zwei Wagen unterwegs, oder was?“ „Das war doch nur Ablenkung. Wenn die Bullen uns erwischt hätte, dann wären wir in zwei verschiedene Richtungen abgehauen.“ Semir drehte ihm den Rücken zu. Sie haben schon ne Menge auf dem Kerbholz. Menschenraub, Erpressung, schwere Körperverletzung, Totschlag. Und nun kommt erneut dazu, Freiheitsberaubung, wieder eine Erpressung, gefährliche Körperverletzung. Ist schon was.“ Lothar sah ihn an. „Sie vergessen den Punkt. Widerstand gegen die Staatsgewalt.“ Semir sah ihn an. „Was? Wie?“ fragte er und drehte sich um. Lothar hatte den Beamten im Griff. Die Waffe von ihm hatte er gezogen und richtete sie auf Semir. Dieser hob die Hände. „Sie glauben doch nicht, dass Sie hier rauskommen, oder?“ fragte er. Lothar nickte. „Doch und zwar mit dir, als Geisel.“ Er schlug den Beamten mit der Waffe auf den Kopf. Semir schüttelte den Kopf. „Damit kommen Sie nicht durch.“ versuchte er ihn zur Aufgabe zu bringen. Doch Lothar sah ihn nur an. „Komm her!“ befahl er. Semir sah sich verzweifelt nach einem Ausweg um. Langsam ging er zu Lothar. Die Waffe immer im Blick. Lothar beobachtete ihn genau. „keine Tricks. Diesmal wird die Betäubung sicher nicht angenehm werden.“ sagte er. „Los, du gehst vor!“ Er schob Semir zur Tür. Als dieser die Tür öffnete stand Tom davor. Semir blickte ihn an. „WEG! Oder dein Kumpel hat ne Kugel im Kopf.“ schrie Lothar regelrecht hysterisch. Tom sah Semir an und nickte. Er ging langsam zurück. Lothar und Semir passierten Tom. Dann griff Tom blitzschnell zu. Er riss Lothar um. Ein Schuss löste sich und Semir schrie auf. Schnell waren Kollegen zur Seite und brachten Lothar in eine der Zellen. „Semir!“ rief Tom entsetzt, als er seinen Freund und Partner am Boden liegen sah. Er blutete auch einer Wunde am Oberschenkel.“ „Ist nichts weiter.“ gab Semir stöhnend zurück und presste die Hand auf die Wunde. Tom untersuchte sie und stellte fest, dass die Kugel noch im Oberschenkel steckte. Sofort wurde ein Krankenwagen gerufen. Semir wurde in die Klinik gebracht und die Kugel wurde entfernt. Er lag insgesamt acht Tage im Krankenhaus, anschließend durfte er zum Innendienst wieder ins Revier.


    Die Verhandlung gegen Janek Plesche, fand drei Monate später statt. Er wurde wegen Mordversuch zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Lothar bekam wegen Geiselnahme, Erpressung und schwerer Körperverletzung 8 Jahre aufgebrummt. Linda verlor ihre Approbation und erhielt wegen Beihilfe zum Menschenraub und Erpressung drei Jahre. Da sie tätige Reue zeigte, wurde die Strafe trotz der Höhe zur Bewährung ausgesetzt. Das gestohlene Geld so stellte sich heraus, stammte von einem Zuhälter, der junge Frauen vorzugsweise von den Philippinen illegal nach Deutschland holte und sie hier auf den Strich zwang. So war zumindest für die Polizei klar, warum keine Anzeige des Diebstahls gemacht wurde. Der Zuhälter wurde in Bangkok festgenommen, als er versuchte mit Drogen im Gepäck auszureisen.


    Ende

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D