Beiträge von Elvira

    So meine allerliebste Gitti....

    Dominique lag am Boden mit zwei Schusswunden. Eine an der Schläfe und eine der Brust. Er fühlte sofort den Puls. Er schlug sehr schwach. An der Heizung lag Tom. Ebenfalls mit Schusswunden im Körper und einer Kette die sich um sein Hals schlang. Semir ließ sich vor Tom nieder und löste die Kette. Mit einem ächzenden laut entspannte sich der Körper soweit es die Fesseln zuließen. Er zog sein Taschenmesser heraus und löste die Kabelbinder. Vorsichtig legte er Tom bequemer hin und fühlte den Puls. Schwach aber er schlug. Semir gab Tom ein paar leichte Ohrfeigen. Doch sein Freund öffnete die Augen nicht. Der Atem ging stoßweise. Als er die Schusswunden untersuchte, bekam er Angst. Tom war der Tod näher als dem Leben. Semir stand auf und griff mit zitternden Händen zum Handy und rief den Notarzt. Dann rief er Andrea an. „Ich bin’s... ich bin bei Tom... ... Andrea... hier sieht... hier sieht es aus... wie auf einem Schlachtfeld. Dominique und Tom... sie sind... schwer verletzt. Ich hab... die Rettung schon angerufen..“ sagte er schwerfällig und beendete das Gespräch. Tränen über so viel Brutalität liefen fast wie von selbst. „Semir....“ hörte er leise von Tom mit einer krächzenden Stimme. Er sah zu seinem Partner. Tom hatte die Augen auf. Sofort war Semir bei ihm. „Hey... Partner... alles okay. Der Arzt kommt gleich. Beweg dich nicht... hörst du... bleib einfach ruhig liegen.“ sagte er sanft und hielt Toms Hand. „Do...mi... sie ist... schwer verletzt... Der Mistkerl... er hat ... auf sie ge...ge...schossen.“ kam schwer von Tom. Semir nickte. Er brachte es nicht übers Herz, Tom zu sagen, dass es seine Freundin überhaupt nicht gut aussah. „Nicht reden... du bist selbst schwer verletzt.“ beruhigte er ihn. „Sie...ist...schwer...verletzt...“ kam erneut von Tom. Semir nickte nur. Tom schloss die Augen. Semir nahm ein Kissen was auf dem Sofa lag und schob es unter Toms Kopf, der erneut das Bewusstsein verloren hatte.

    Der Notarzt kam und untersuchte Tom. „Er hat sehr viel Blut verloren, außerdem einen gebrochenen Arm, gequetschten Kehlkopf, mehrere Hämatome und starken Flüssigkeitsdefizit. Beten Sie, dass er stark genug ist, das zu verarbeiten.“ meinte er nur zu Semir und ließ Tom abtransportieren. Bei Dominique legte er einen Notverband an und ließe sie ebenfalls abtransportieren. „Wo ist mein Kollege und die Frau?“ fragte Semir. „Auf dem Weg zum Marien-Hospital. Sie können gleich nachkommen.“ meinte der Arzt und verschwand. Semir rief die Spurensicherung. Als sie da waren, fuhr er zum Krankenhaus. Auf dem Weg dorthin, wurde er von Anna Engelhardt gerufen. „Semir? Was ist mit Tom?“ wollte sie wissen. „Chefin... ich bin auf dem Weg zu ihm ins Marien. Es sieht nicht gut aus... Dieser Bogener hat ein wahres Blutbad in Toms Wohnung veranstaltet. Dominique ist wie Tom sehr schwer verletzt. Es sieht sehr kritisch aus. Er hat zwei Schusswunden, gebrochenen Arm, gequetschten Kehlkopf und mehrere Hämatome, soweit der Arzt. Genaueres konnte er noch nicht sagen. Bogener ist nicht mehr hier. Wir müssen ihn zur Fahndung ausschreiben…“ erklärte Semir. „Gut... hören Sie... Andrea ist ziemlich durch den Wind. Sobald Sie etwas mehr wissen, melden Sie sich sofort.“ befahl die Chefin. Semir hängte ein. Das Andrea so reagierte, war klar. Sie und Tom waren nicht nur Kollegen. Sie war mit ihm befreundet. Wie oft haben die Drei schon Abenteuer erleben müssen. Immer sind sie wieder raus gekommen. Mal mit mehr, mal mit weniger Schrammen.

    Tom öffnete die Augen. Er hatte das „plopp“ gehört, aber er spürte keinen Einschlag. Er sah zu Frank, der mit gesenkter Waffe vor ihm stand. Doch wo war Dominique? Tom folgte dem Blick von Frank. Vor seinen Füßen lag Dominique. „mhhhmmmmhhh“ stieß er aus. Dominique rührte sich nicht. Frank sah ihn an. „Du! Du! Du hast sie getötet!!“ schrie er seinen Gefangenen an und schlug mit der Waffe zu. Er traf Tom an der Stirn die sofort aufplatzte. Blut trat hervor und lief ihm über die Augen welches sich mit den Tränen vermischte. Frank drehte den Körper von Dominique zu Tom Er hielt seine Tränen nicht zurück. Dominique ist vor Tom gesprungen als Frank abdrückte. Die Kugel traf sie in die Brust. Aber er sah dass sie noch lebte. Er machte Frank darauf aufmerksam indem er Laute von sich gab. Frank sah ihn an. „Was willst du?“ fauchte er ihn an und nahm den Knebel ab. „Sie lebt noch! Lassen sie mich zu ihr! Bitte!!“ bettelte er. Frank ging zu Dominique und drehte sie vorsichtig um. Tatsächlich schlug sie die Augen auf. „Du bist böse gewesen, nicht wahr?“ fragte er sie tadelnd anstatt sich um die Verletzung zu kümmern. Das Blut trat aus einer Wunde aus der Brust. „Tja... mein Liebe... so endet es für dich hier. Ich werde mich gleich um dich kümmern. Erst einmal dein Freund und dann du.“ sagte er stand auf und legte erneut auf Tom an. Diesmal drückte er sofort ab. Er traf ihn in der linken Seite. Ein Streifschuss. Tom schrie auf. Frank drückte erneut ab. Diesmal traf die Kugel ihn in die Rippe. Tom fiel samt Stuhl um und verlor das Bewusstsein. Die Kette zog sich enger um seinen Hals. Er bekam nicht mehr mit, wie Frank ein zweites Mal auf Dominique schoss und sie an der Schläfe traf. Doch Frank sah auch nicht, dass es nur ein Streifschuss war. Er verließ die Wohnung mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck.

    Der Rest des Tages verlief ohne dass jemand etwas von den Vorfällen in Toms Wohnung merkte. Semir wurde jedoch nervös, als Tom sich nicht über sein Handy und auch nicht über das Festnetz meldete. Er ging zu Andrea. „Tom meldet sich nicht. Ich weiß, er hat Urlaub, aber er hat mich beauftragt sobald ich etwas über Bogener herausfinde, will er es wissen. Und nun... wo wir wissen wo er wohnt, geht er nicht ans Telefon.“ sagte er besorgt. Andrea sah ihn an. „Du meinst... dieser Bogener...ist vielleicht bei ihm?“ fragte sie. „Es wäre nicht ausgeschlossen. Wenn er die Bremsleitungen angeschnitten hat, weiß er wo Tom wohnt. Von den Kollegen von Dominique aus dem Krankenhaus habe ich erfahren, dass die eine den Namen von Tom bekannt gegeben hat. Von der Beschreibung her war es Frank Bogener. Also spricht vieles dafür. Ich fahre hin! Versuch du weiter ihn zu erreichen!“ befahl er und rannte schon raus. Die Autobahn war voll. Semir wollte schon Blaulicht einsetzen, doch noch war er sich nicht felsenfest sicher, dass Tom wirklich in Gefahr schwebte. Wenn er gewusst hätte wie ernst es war, hätte er sicher keine Probleme gehabt, Martinshorn und Blaulicht einzusetzen. So fuhr er im Schritttempo Köln entgegen.

    Er brauchte fast zwei Stunden bis er bei Tom vor der Tür stand. Seinen Wagen konnte er nicht sehen, doch er könnte ja auch in der Tiefgarage stehen. Semir hatte Schlüssel von Wohnung und Garage und er fuhr hinein. Nach einigen Lenkmanövern sah er Tom Mercedes und stellte seinen BMW direkt daneben. „Na dann wollen wir das traute Paar doch mal stören.“ meinte er nur und fuhr mit dem Aufzug nach oben. Vor der Tür stand er jedoch zunächst vor einem Problem. Tom schien den Schlüssel von innen steckenlassen zu haben. Semir klingelte Sturm. Niemand rührte sich. „TOM!!“ schrie er und hämmerte an die Tür. Dann horchte er. Die Türen und Wände waren sehr hellhörig. Wie oft hatten er und Tom schon gelacht, als sie entsprechendes Stöhnen von der Nachbarwohnung mitbekamen, die eindeutig darauf schließen ließen was das junge Pärchen trieb. Nun glaubte er jedoch ein Stöhnen direkt aus der Wohnung zu hören. Semir fackelte nicht lange und trat die Tür auf. Mit einem lauten Krachen flog sie aus der Angel. „TOM!!“ rief Semir und lief direkt ins Wohnzimmer. Dort bot sich für ihn ein Bild des Grauens.

    du hast Tom jetzt nicht ernsthaft erschossen (oder besser gesagt von dem kerl erschießen lassen) oder? ;(


    Wer weiß......? Ach ja ich.....!!!! :D

    das kann nicht dein ernst sein... ?(

    Warum denn eigentlich nicht? Spricht doch nichts dagegen. ;)

    ich brauche mehr... sonst kann ich heute nicht schlafen (aber ist ja noch früh und damit noch viel zeit für einen weiteren teil!!!)

    Klar doch...direkt morgen früh, wenn ich daran denke.....

    Frank duschte ausgiebig und ließ es sich gut ergehen. Als er nach einer Stunde fertig war, ging er zurück ins Wohnzimmer, wo seine ungewollten Mitbewohner waren. „so... dann wollen wir mal frühstücken.“ meinte er und reckte sich. Er löste bei Dominique die Fesseln und den Knebel. „Mach Frühstück!“ befahl er. Dominique nickte und stand auf. Sie wollte allerdings zuerst zu Tom. Doch bevor sie ihn erreichte, hielt er sie fest und stieß sie in die Küche. „Hier ist dein Bereich! Wage es nicht zu ihm zu gehen. Ich bin dein Freund, nicht er!!“ schrie er sie wütend an. „Du bist schon seit vier Jahren nicht mehr mein Freund! Ich hasse dich Bogener!!! Hau endlich ab aus meinem Leben!!“ schrie sie zurück. Frank holte aus und versetzte ihr eine Ohrfeige. „Ich sagte doch, dass ich sage wann es vorbei ist!“ warnte er sie. Dominique ging weinend in die Küche und machte für Drei Kaffee. Sie deckte den Tisch und sagte anschließend dass die Beiden anderen kommen sollten. Doch nur Frank kam in die Küche. „Was ist mit Tom?“ fragte sie leise. Frank sah sie an. „Er bekommt nichts. Er hat keinen Anspruch darauf, was du mir so liebevoll zubereitet hast, mein Engel...“ lachte er höhnisch. „Er hat auch Hunger. Bitte... lass ihn doch auch was essen. Oder ich füttere ihn...“ schlug sie vor und nahm seine Hand. „Du liebst ihn nicht wahr?“ fragte er sanft. Dominique nickte. „Ja... sicher tust du das. Und genau deshalb bekommt er nichts. Aber gleich wird er von mir eine Kugel kriegen.“ lachte er böse. Nach dem Frühstück verließ er die Küche. Vor Dominique hatte er seine Waffe geladen. „NEIN!! Bitte nicht!!“ schrie sie verzweifelt und rannte hinterher. Sie stellte sich schützend vor Tom, der natürlich alles gehört hatte. „Geh aus dem Weg!“ befahl Frank. Dominique schüttelte den Kopf. Frank zerrte sie weg und stieß sie zu Boden. Er richtete die Waffe auf Toms Kopf. Langsam spannte sich der Hahn. Tom schloss die Augen. Der Schuss war nicht zu hören, denn Frank benutzte einen Schalldämpfer.

    „Ja... ich brauche nur die Auskunft, ob Herr Frank Bogener bei Ihnen gewohnt hat.“ erklärte Andrea etwas genervt. Seit mehr als zwei Stunden riefen die Angestellten der Hotels an und fragte erneut nach. Doch bereits zehn hatten es verneinen können, dass Frank Bogener bei ihnen abgestiegen war. Andrea legte den Hörer auf. Semir kam zu ihr. „und?“ wollte er wissen. „nichts... die ganzen Hotels haben abgesagt. Sie kennen keinen Herrn mit Namen Frank Bogener noch die Person auf dem Bild.“ stöhnte Andrea. „Dann bleiben noch die billigen Absteigen.“ meinte Semir. Andrea sah ihn an. „Soll ich die alle anrufen?“ fragte sie enttäuscht. Semir sah sie mit schiefem Kopf an. „Tu es doch für Tom... okay?“ stellte er lachend die Gegenfrage. Andrea nickte. „Für Tom... okay...“ gab sie zurück und lachte ebenfalls. „Aber wir werden heute Abend noch mal essen gehen, oder?“ wollte sie wissen, bevor er ins Büro zurück ging. Semir nickte. „Ja sicher! Meinst du ich lasse mich von einem Korb enttäuschen?“ lachte er und schloss die Tür, ehe der gerade anfliegende Locher ihn traf.

    Am nächsten Morgen kam Semir zeitig zur PAST. Andrea saß bereits an ihrem Platz. „Sag mal... wo steckt Tom eigentlich?“ wollte er wissen und gab ihr einen Kuss. Andrea lächelte ihn an. „Der hat doch heute noch Urlaub. Er wollte dieser Dominique ja helfen, die von ihrem Ex bedroht wird. Da habe ich übrigens die Akte heraus gesucht. Der ist bereits mehrmals aufgefallen. Er hat per Gerichtsbeschluss eine Unterlassung erhalten sich Dominique zu nähern. Scheinbar hat er einige Konkurrenten durch Drohungen dazu verleitet sich von ihr zu trennen. Sie selbst wurde mit Briefen, Anrufen, Mails, Besuchen regelrecht verfolgt. Jedes mal wenn sie in eine andere Stadt zog dauerte es nie lange, bis er wieder vor ihr stand. Was für ein Mistkerl...“ sagte sie wütend. Semir nickte. „Hast du eine Meldeadresse von diesem Frank Bogener?“ harkte er nach. „Nein... nicht unter diesem Namen. Die Anfrage bei den Hotels dauert noch an.“ erklärte sie. „Sie tut mir echt Leid.“ gab sie zu. Semir sah sie an. „Du meinst Dominique?“ fragte er etwas dümmlich nach. „Ja sicher... Erinnerst du dich noch an diesem O’Conner?“ fragte sie. Semir nickte. „Der war krank, das stimmt. Die Bombe die er mir und Tom zugedacht hatte, wie er mit dir umgegangen ist. Schon grausam, was sich in manchen Köpfen zusammen braut. Na ich denke ich werde Tom heute noch in Ruhe lassen. Sobald die Ergebnisse der Hotels da sind, sag mir Bescheid okay?“ wollte er wissen. Andrea nickte. „Ich finde aber schon, dass wenn du alles hast, ihn anrufst und ihn vor diesem Mistkerl warnst. Nicht dass er es war, der Tom die Bremsen manipuliert hat.“ erinnerte sie ihn. Semir sah sie an. „Das könnte sein. Nur woher...Moment, du meinst er ist Dominique mal gefolgt und hat so herausgefunden wo er wohnt. Hat dann die Bremsleitung durch geschnitten und hat gehofft, dass Tom einen Unfall baut?“ kam von ihm. Andrea zog die Schultern hoch. „So abwegig wäre es doch nicht. Aber vermutlich hast du Recht, lass Tom und Dominique heute noch Zeit. Es reicht wenn sie es morgen erfahren.“ lächelte sie ihn an.

    Für Tom fing der Morgen weniger entspannt an. Er hatte versucht über Nacht die Kette vom Hals zu bekommen und dafür riskante Akrobatik an den Tag gelegt. Mit dem Ergebnis, dass er samt Stuhl umkippte und nun noch unbeweglicher am Boden lag. Die Kette hatte sich etwas fester gezogen und er hatte Probleme beim Luftholen. Frank Bogener schien einen sehr festen Schlaf zu haben denn er wachte von diesem Lärm nicht auf. Dominique sah zu Tom. Doch an einer Unterhaltung war nicht zu denken. Daran hinderten sie die Knebel. Tom blieb ruhig liegen damit die Kette sich nicht noch enger zog. Sein Arm auf dem er samt Stuhl lag schmerzte extrem. Er glaubte ein leises Knacken beim Aufprall vernommen zu haben. Wenn sich das bewahrheitete, dann war der Arm gebrochen, zumindest angebrochen. Nun lag sein ganzes Eigengewicht auf diesem ohnehin schmerzenden Arm und machte ihm auch das Atmen schwer. Zwei Stunden später wachte Frank auf. Er sah zu Tom und lachte laut auf. „Haben wir doch versucht uns zu befreien?“ fragte er hämisch und zog den Stuhl hoch. Tom stieß einen durch den Knebel dumpf klingenden Laut aus. Frank stellte den Stuhl etwas weiter von der Heizung weg und nahm hin, dass die Kette sich enger um den Hals schlang. Dann schlug er auf Tom ein. Seine Fäuste trafen Leber, Niere, Magen… Als er völlig außer Atem aufhörte, hatte Tom das Gefühl, sein Körper würde nur aus Schmerzen bestehen. Er versuchte vorsichtig Luft zu holen soweit es die enge Kette zuließ. Frank sah ihn zufrieden an. „Wenn du keine Luft mehr kriegst, dann pfeife...“ lachte er gehässig. Er überprüfte die Fesseln und nickte zufrieden. „Ja, ja... auch ein Typ wie du, kann sich nicht daraus befreien.“ lachte er und ging ins Bad. Tom versuchte den Stuhl zurück zu rücken, damit er wenigstens mehr Luft bekam, doch Frank hatte den schweren Hocker direkt hinter den Stuhl platziert. Tom konnte nicht nach hinten. Er musste so dasitzen und seine Atmung kontrollieren. Sein Blick fiel auf Dominique die mit verweinten Augen auf dem Bett lag und alles mit ansehen musste.

    Während Tom um das Leben von Dominique und ihn bangen musste, ließen Semir und Andrea den Tag langsam ausklingen. Sie saßen bei ihm in der Wohnung und tranken Rotwein. Andrea hatte gekocht. Als sie aufgeräumt hatte, ging der gemütliche Teil des Abends los. Vor den Kamin ließen sich die Beiden den Wein schmecken. Andrea lag in Semirs Schoss und er sah sie verliebt an. Doch er merkte dass sie mit den Gedanken woanders war. „Was denkst du gerade?“ wollte er wissen und bereute die Frage direkt. „Weißt du... wir könnten es uns auch mal wieder vor dem Kamin gemütlich machen. Seit wir wieder zusammen sind, habe wir das nicht mehr getan.... Wir könnten kuscheln und „ich liebe dich“ flüstern und einfach nur Zärtlichkeiten austauschen.“ schwärmte sie. Semir lächelte. „Das können wir machen, aber ich warne dich. Du weißt doch wie weit wir dann gehen….“ meinte er nur. Andrea nickte. „Ja sicher... “ Andrea lächelte leicht. „Vielleicht bin ich ja nicht abgeneigt…“ meinte sie dann und küsste ihn. Langsam zog sie ihn in Richtung Kamin, in dem ein gemütliches Feuer brannte. Semir musste man nicht dazu überreden. Er freute sich, wenn Andrea wieder Zärtlichkeiten zuließ. Für ihn war es schon viel zu lange her. Der Abend wurde wunderschön zärtlich.

    Bei Tom, Dominique und seinem ungebetenen Gast kam die Schlafenszeit. Dominique hatte sich das Blut aus dem Gesicht waschen dürfen. Während sie ihm Bad war, beschäftigte Frank sich mit Tom. Er machte ihn fertig für die Nacht. Aus seiner Tasche zog er eine feine jedoch sehr stabile Kette und legte sie ihm um den Hals. Dann zog er den Stuhl zur Heizung und befestigte die Kette an dem Heizkörper indem er das andere Ende von oben nach unten durchführte. Mit einem Vorhängeschloss verband er das Ende mit dem welches um Toms Hals geschlungen war. „Nur damit du mir nicht wegläufst während ich schlafe. Ach ja... und schreien darfst du natürlich auch nicht.“ lachte er und knebelte Tom mit seinem Schal vom Flur. Tom sah ihn nur an. Dann kam Dominique aus dem Bad und sah Tom, wie er da saß dazu verurteilt im Sitzen zu schlafen, sich nicht bewegen zu können. „Bitte... lass ihn doch...“ flehte sie ihren Exfreund an. Doch der stellte auf stur. Sie wollte zu Tom gehen, doch Frank stellte sich ihr in den Weg. „Du wirst dich aufs Bett legen!“ befahl er und stieß sie auf das Bett zu. Dominique wehrte sich nicht. Zu groß war die Angst vor diesem brutalen Mann. Frank fesselte ihr die Füße und Hände jeweils am Kopf- und Fußende. Auch sie wurde geknebelt. Frank selbst machte es sich auf der großen Couch bequem.

    „Tom?! Ich bin dein Freund!!! ICH und nicht ER!!“ schrie Frank seine Exfreundin an. „Frank... es ist aus.... ich will nicht mehr mit dir zusammen sein!“ weinte sie. Frank lachte nur. „Ich bestimme wann Schluss ist. Und ich bestimme auch mit wem du herummachen kannst!“ lachte er höhnisch und versetzte dem am Boden liegenden bewusstlosen Mann einen Tritt in die Rippen. „Er wird dafür bestraft werden. Kein Mann darf dich anpacken. Ich will es nicht! Du gehörst mir!!“ fing er wieder an zu schreien. „Los! Er soll sich da hinsetzen! Und dann wirst du ihn festbinden!!“ befahl er lauthals. Dominique kannte seine Art auszurasten sehr genau. Sie tat was er wollte und zog Tom auf den Stuhl. Frank warf ihr einige Kabelbinder zu. „Hände auf den Rücken und die Beine an den Stuhl!“ befahl er. Dominique nickte. Sie zog Tom die Arme auf den Rücken und machte den Kabelbinder fest. Sie versuchte die Plastikstreifen nicht zu fest zu ziehen doch Frank überprüfte es als sie fertig war und zog die Riemen fester. Er sah sie wütend an. „Du bist sehr ungehorsam. Du weigerst meine Befehle auszuführen! Hat er dich dazu gebracht? Ist er derjenige für den du mich verlassen hast?“ fauchte er sie an und holte aus. Er traf Dominique mit der Faust ins Gesicht. Dominique schrie auf und ging zu Boden. Sie spürte wie das Blut aus der Nase floss. Leise wimmernd blieb sie liegen.

    Tom kam zu sich und spürte als erstes die Fesseln. Er sah gerade noch wie der Mann Dominique ins Gesicht schlug. Wut kam in ihm hoch. „Du Feigling!!“ schrie er den Mann an, der er als Frank Bogener erkannte. „Du verdammter Mistkerl! Fühlst du dich stark gegenüber einer Frau?“ fragte er ihn wütend um Frank von Dominique abzulenken. Es gelang denn Frank drehte sich zu ihm um. „Ach da bist du ja wieder! Na gut… dann sage mir wie du es geschafft hast, dass sie dich mehr liebt als mich! Wie!!!“ schrie er Tom an und hob seine Waffe. Tom sah wie er den Hahn spannte. Tom sah ihn fest an und bemühte sich keine Angst zu zeigen. Doch Frank ließ seine Waffe sinken. „Nein… so einfach mache ich es dir nicht. Du wirst spüren was es heißt sich meine Freundin zu krallen!“ drohte er ihm. Tom hörte sehr genau, dass Frank es ernst meinte. „Sie können keinen Menschen zwingen. Dominique hat sich für mich entschieden, weil sie mit so einem Arschloch wie dich nicht leben will. Du solltest es akzeptieren und sie in Ruhe lassen.“ gab er ruhig wieder. Er sah auf Dominique. Langsam hob sie den Kopf. Tom sah das Blut. Die Wut war unbändig in ihm. Wenn er nicht festgebunden wäre, würde er diesem Mistkerl zeigen wo der Hammer hing. Doch im Augenblick musste er sich zurück halten.

    ach ich liebe es... wenn ihr jetzt nicht mehr schlafen könnt, dann beschwert euch bitte bei Lisa und Alexandra... die haben um Nachschlag gebettelt: :D;)

    Frank Bogener saß im Achten Stock in der Nische direkt neben Toms Wohnungstür. Er sah nervös auf die Uhr und überprüfte noch einmal seine Utensilien. Diesmal wollte er sich nicht damit zufrieden geben, den Freund von Dominik nur zu erschrecken. Dieser hier sollte leiden. Er hatte ihm seine Dominique genommen. Niemand darf sich an seiner Freundin vergreifen. Niemand. Schon gar kein Bulle. Sein Blick war auf die Fahrstuhltür gerichtet. Er hörte das Geräusch des Aufzuges und da sah er auch wie sie sich öffneten. Dominique stieg zuerst aus. Frank spannte sich. Der Mann kam nun auch und er erhob sich langsam. Frank presste sich an die Wand. Der Mann sollte ihn nicht sehen bevor er nicht hinter ihm stand. Dann war die Flucht ausgeschlossen. Er sah wie dieser Mistkerl die Tür aufschloss. Dominique ging zuerst hinein und bevor der Mann die Tür schließen konnte sprang Frank aus seinem Versteck und stieß den Bullen so heftig in den Rücken, dass dieser strauchelte und zu Boden ging. Frank richtete die Waffe auf ihn und spannte den Hahn.

    Dominique schrie erschrocken auf, als sie den Mann hinter Tom sah. Doch bevor Tom reagieren konnte bekam er einen Stoß und fiel zu Boden. Dominique sah wie Frank die Waffe auf ihren Freund richtete. „NEIN!!!“ schrie sie laut auf. Frank sah sie höhnisch an. „Du hast nicht auf mich gehört. Ich sagte doch, dass ich es nicht zulassen werde, dass du mit anderen rum machst. Du gehörst mir! Und du weißt, dass ich dich für deinen Ungehorsam bestrafen muss. Er wird dafür bezahlen!“ schrie Frank sie an. Dominique fing an zu weinen. „Bitte... lass ihn... Bitte....“ flehte sie. Frank grinste böse. „Steh auf Bastard!“ schrie er Tom an, der sich langsam erhob. Dominique stellte sich neben ihn. „Rein in die gute Stube!“ forderte Frank sie auf und unterstrich seinen Befehl mit dem Heben der Waffe. Dominique ließ sich von Tom in den Raum schieben. „Was soll das?“ fragte Tom und sofort wurde Frank wieder laut. Bevor Dominique Tom warnen konnte, schlug Frank mit der Waffe zu. Mit einem Stöhnen ging Tom zu Boden und blieb reglos liegen. Dominique ließ sich neben ihn auf die Knie fallen. „Tom! Bitte... nein...“ weinte sie.

    Es sollte der schönste Tag ihres Lebens werden. Doch kurz nach dem Ja-Wort wird die attraktive Braut Julia Jäger, die Schwester von Autobahnpolizist Ben, von skrupellosen Gangstern entführt. Die Kidnapper fordern von Bens Vater, einem schwerreichen Bauunternehmer, zwei Millionen Euro Lösegeld. Es bleibt keine Zeit: Ben und Semir müssen Julia auf eigene Faust retten. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, denn die Gangster wollen mehr als nur das Geld: Sie wollen einen Mordfall aus der Vergangenheit vertuschen....

    Der Abend kam und Tom holte Dominique ab. Sie war erstaunt, dass er diesmal ein anderes Auto hatte und fragte danach. „Nun… ich hatte einen kleinen Unfall. Aber mir ist nichts passiert.“ lachte er und wiegelte den Vorfall ab. Dominique sah ihn ängstlich an. „Was genau ist passiert?“ harkte sie nach. „Die Bremsen haben versagt. Das ist alles. Nicht weiter erwähnenswert.“ kam als Antwort. „Tom… Waren die Bremsen manipuliert worden?“ stellte sei die nächste Frage. Er sah sie erstaunt an. „Warum fragst du das?“ kam die Gegenfrage. „Ich … also … oh Mann. Ich dachte wirklich er lässt mich endlich in Ruhe. Er hat es mir angedroht, etwas gegen dich zu unternehmen.“ weinte sie plötzlich los. Tom nahm sie in den Arm. „Wer? Wer tut dir was an?“ fragte er tröstend. „Frank… Mein Exfreund. Er kann es nicht akzeptieren, dass ich nicht mehr mit ihm zusammen bin. Er hat mir gestern schon einen Brief ins Fach gelegt und..“ erzählte sie weinend. Tom tröstete sie. „Warum hast du denn nichts gesagt? Ich kann dir helfen. Wie heißt der Kerl vollständig?“ harkte er nach. „Frank… Frank Bogener. Wir waren drei Jahre zusammen. Und dann auseinander. Als ich mich neu verliebt habe, dann war er wieder da und hat meinen Freund etwas angetan. Es gab Unfälle und… all solche Dinge. Als Ermahnung, damit ich weiß wo ich hingehöre, sagt er immer. Tom… ich habe Angst, dass es bei dir genauso sein wird.“ Er hörte die Angst in ihrer Stimme. „Na… ich werde den Mann überprüfen lassen. Aber jetzt werden wir erst einmal mit Andrea und Tom ausgehen. Ich habe einen Tisch reserviert.“ lachte er. Dominique war einverstanden.

    Aus dem eigentlich geplanten Wochenende wurde zunächst nur ein Abend zu Viert. Tom unterrichtete Semir was Dominique ihm erzählt hatte. „Meinst du der Ex macht jetzt was gegen dich um sie zu bestrafen? Für ihre Trennung von ihm? Das ist doch krank.“ Meinte Semir nur. Tom nickte „Tja morgen wissen wir mehr. Ich will diesen Bogener auf jeden Fall überprüfen lassen. Wenn da was dran ist, dann finde ich es raus.“ Drohte Tom seinem noch unsichtbaren Gegner. „Da bin ich dabei.“ stimmte Semir zu. Gegen Mitternacht trennten sich die Paare und fuhren nach Hause. Semir und Andrea führen zu ihm und sie ließ die Sachen auf die Couch fallen. „Ich fasse es nicht! „Eine nette Person. Aber so ängstlich… habe ich den Eindruck.“ meinte Andrea. Semir sah sie an. „Was denn? Ich finde die Beiden sind ein tolles Paar.“ lachte er. „Ja muss ich auch sagen. Die passen zusammen. Aber da steht irgendwas dazwischen. Sie machte mir den Eindruck eines kleinen schüchternen Mädchens. Und sie hatte Angst. Weißt du wovor?“ wolle sie wissen, denn sie hatte das Gespräch zwischen den Männern natürlich mitbekommen. „Ja… vor ihrem Ex.“ gab Semir bekannt.

    Bei Tom und Dominique verlief der Rest des Abends anders. Er bemerkte dass sie abwesend war. „Was hast du denn?“ wollte er wissen. Sie sah ihn an. „Ich? Nichts...“ log sie. Doch Tom war Bulle durch und durch. Er merkte, dass es nicht stimmte. „Domi... was ist los? Ist es wegen Frank Bogener? Du bist seit du erfahren hast, dass ich einen Unfall hatte ziemlich nervös. Das ist doch nicht normal. Rede mit mir.“ forderte Tom sie erneut auf. Dominique nickte. „Also gut. Ich werde bedroht.“ sagte sie leise. „Von wem?“ fragte Semir sofort nach. „Frank... Frank Bogener. Ja…. Tom.... der Unfall von dir.... er ist wie alle anderen Unfälle der Freunde die ich nach Frank hatte. Er hat mir Briefe geschrieben in denen er androhte meinem Freund etwas anzutun. Gestern war er bei mir auf der Station. Er hat gedroht dass dir etwas passieren wird, wenn ich nicht zu ihm zurück komme. Tom.. Ich habe Angst...“ Dominique fing an zu weinen. Er nahm sie in den Arm und tröstete sie. „Hast du die Brief noch?“ wollte er dann wissen. Dominique nickte und holte den Brief aus ihrer Tasche. Tom überflog die Zeilen und lächelte dann. „Na, dann werden wir diesem Bogener mal auf den Zahn fühlen. Hast du eine Adresse von ihm?“ harkte er nach. Dominique schüttelte den Kopf. „Tom... wenn er weiß wo ich wohne, dann... er wird mich umbringen und jeder mit dem ich zusammen bin, wird etwas passieren.“ Gab sie leise von sich. „Nun, das ist einfach. Du wirst bei mir wohnen. Die Wohnung ist groß genug für uns zwei.“ schlug Tom vor. „Ich hole dich von der Arbeit ab, und ich fahre dich jeden Tag hin. Bei Schichtwechsel werde ich veranlassen, dass du gefahren wirst. Du wirst ab sofort keinen Schritt mehr ohne Bewachung machen. Solange bis wir diesen Bogener festsetzen können. Okay?“ fragte er liebevoll und streichelte ihr Gesicht. Sie lächelte etwas und nickte dann.

    Schon am Abend packte Dominique ihre Sachen. Tom stand vor der Tür und wartete. Ständig hatte er die Umgebung im Auge und sah sich nach dem Mann um, der seine Freundin so belästigte. Dominique hatte ihm ein Foto von Frank gezeigt. Doch dieser schien nicht darauf aus, sich mit Tom anzulegen. Zumindest dachte er so. Er hatte Semir informiert und gebeten alles über Frank Bogener heraus zu finden. Dann sah er Dominique mit dem Koffer kommen. Sofort rannte er hin und nahm das Gepäck an sich. Dann fuhren sie zu seiner Wohnung. Da er sah, wie fertig Dominique war wollte er für zwei Tage Urlaub nehmen und sich um sie kümmern. Bevor sie losfuhren, rief er Anna Engelhard an und bat um zwei freie Tage. Sie genehmigte sie ohne näher nachzufragen. Bei seiner Wohnung fuhr er in die Tiefgarage und betrat mit Dominique den Fahrstuhl. „Keine Angst. Du bist hier so sicher wie in Abrahams Schoss. Ich passe auf dich auf.“ versuchte er ihr die Angst zu nehmen, die sehr deutlich zu spüren war. Wie konnte er auch ahnen, dass Frank bereits auf ihn und Dominique lauerte.

    Baldrian und Taschentücher? Ich bin sehr beunruhigt!


    Jeder der meine Storys bisher gelesen hat, weiß ich liebe es, wenn euch die Flatter geht.... :D

    Es darf ja ruhig brutal werden, aber ein Happy End muss dann doch schon sein! Bitte!!!!!

    Na mal sehen, ob ich ein Einsehen habe ;)

    Ich hänge doch sehr an Tom und Du hast ja schon mal angekündigt, dass Du ihn mal umbringen wirst!

    Hab ich? ?(:evil: