Trotz teilweise etwas holpriger Erzählweise mit einigen Unglaubwürdigkeiten und etwas zu viel Fokus auf den Schockmoment an sich für mich knapp der beste, weil plottechnisch bodenständigste und interessanteste Film der Reihe.
Was mir leider fehlt, ist der komplette Andrea-Handlungsstrang, der hier auf ein Bild runtergekürzt wurde, sehr schade. Am Ende wird man etwas hektisch und nimmt sich nicht die Zeit für einen runderen Abschluss, andererseits hält man sich alle Türen offen, um 2023 evtl. nochmal einen Vorstoß wagen zu können (auch wenn ich es mir nicht so richtig vorstellen kann, zumindest nicht in der Form wie jetzt, Kalupa, Wolf, Emre und Stutzenstein werden Besseres zu tun haben, als auf RTLs Go zu warten).
Als Serienfinale taugt der Streifen selbstredend nicht, aber er versucht auch nicht, das zu sein.
Schade ist, wie eindimensional die Gegner bleiben, man fokussiert sich zu sehr auf die eine arme Wurst, den David, obwohl da sicherlich noch Platz für mehr gewesen wäre. Es ist dann auch letztlich unbefriedigend gelöst, wie der Name von Legion herausgefunden wird. Natürlich weiß ich, warum man diese Szene eingebaut hat, das wird ja mehr als offensichtlich, aber da daraufhin so gar nichts folgt, was an diesem Punkt nochmal ansetzt und dieser Teil komplett ins Leere läuft, sowohl was Semirs Charakterwandel betrifft als auch bezüglich Davids Hassgefühle, gefällt es mir nicht.
Unglaubwürdig ist für mich Danas Einsatz mit Vicky, bei dem nicht nur sie hätte draufgehen können, sondern auch das Baby. Man hätte hier stattdessen einfach Max nehmen können.
Ansonsten ein sehr eindringlicher, intensiver Film mit starken Bildern, stabiler Standard-Action und einer im Vergleich zu den beiden Vorgängern definitiv ebenbürtigen Regie. Meiner Meinung nach auch der Film mit den wenigsten Längen. Obwohl der Twist vor dem Finale nahe lag, hat man mich doch überrascht 
Frage mich nur, woher immer diese Passanten kommen, die ganz zufällig alles filmen und so sensationsgeil sind, dass sie statt Hilfe zu holen lieber den Clip ins Netz stellen.
Erzählerisch hatte der zweite Film zwar insgesamt ein paar Schwächen weniger, hier wurde ich aber insgesamt ein wenig mehr gepackt, wohl eben auch, weil das Thema uns alle betreffen kann und sehr viel präsenter in den Köpfen ist.