Freunde oder Feinde ???

  • So da heute abend das letzte Kapitel von "Mit letzter Kraft" kommt ist hier meine neue Geschichte.Eine etwas ältere.


    Freunde oder Feinde ???


    "Jäger, Gerkhan! In mein Büro!" schrie die Chefin Kim Krüger durch die ganze PAST und verschwand dann wieder in ihrem Büro.
    Langsam gingen die Partner auf die Tür zu, klopften an und traten dann unsicher ein.
    "Hinsetzen" befahl die Krüger.
    "Was gibts denn Chefin?" brach Ben irgendwann das Schweigen.
    "Ok also erstens, habe sie unheimliches Glück gehabt, ihr Wagen von dem heutigen Einsatz ist nicht komplett zerstört eine neue Windschutzscheibe und eine neue BEifahrertür sollten dieses Mal ausreichen" erklärte die Chefin und sah dann zu Ben "Und zweitens, und das geht hauptsächlich an sie Herr Jäger, wir bekommen heute eine neue Kollegin Kollegin. Sie ist ungefähr in ihrem Alter und kommt von der Mordkommission. Bitte Jäger, lassen sie die Finger von ihr" sagte sie eindringlich.
    "Was denken sie eigentlich von mir, Chefin?" grinste Ben nur.
    "Jaja man weiß bei ihnen ja nie, ich wollte es nur gesagt haben" grinste auch die Chefin. Im selben Moment klopfte es an der Tür und Dieter und Hotte traten in den Raum.
    "Was gibts?" fragte die Chefin.
    "Ähh Frau Krüger, die neue Kollegin ist gerade reingekommen" erklärten die beiden.
    "Na dann wollen wir ja mal sehen" lachte Ben und trat aus dem Büro um die Neue zu begutachten.
    "Jäger" rief die Chefin vorwurfsvoll.
    "Keine Angst, Frau Krüger" lachte Ben nur und sah sich im Großraumbüro um. Da sah er plötzlich eine junge Frau, die unsicher mitten im Raum stand und sich nervös umsah. Da traf ihr Blick auf Ben, der sie ungläubig anstarrte. Langsam trat die Frau auf Ben zu und sah ihn mit einem undeutbaren Blick an.
    "Benjamin Jäger" sagte sie tonlos.
    "Magdalena Neuer" sagte Ben ebenso tonlos.
    "Du weißt, dass ich nicht Magdalena genannt werden will"
    "Du weißt auch, dass ich nicht Benjamin genannt werden will" antwortete Ben "Lange nicht gesehen. Ich wusste gar nicht, dass du auch bei der Polizei bist" sagte Ben.
    "Wir haben auch wirklich sehr lange nicht miteinander geredet" sagte die junge Frau. Dann herrschte kurze Zeit Schweigen, in der Ben und Lena, wie Magdalena immer genannt werden möchte, weil sie ihren richtigen Namen nicht mochte, sich nur tief in die Augen blickten.
    "Ähh hallo, ich bin Frau Krüger, die Dienststellenleiterin hier" unterbrach sie die unangenehme Situation und reichte ihr die Hand.
    "Hallo, ich bin Magdalena Neuer, die neue Kollegin, aber alle nennen mich Lena." stellte sie sich immer noch etwas verwirrt vor.
    "Hallo, ich bin Semir Gerkhan, Hauptkommissar und der Partner von Ben, den sie ja offensichtlich schon kennengelernt haben." sagte auch Semir.
    "Hallo, schön sie kennenzulernen" sagte sie und lächelte gequält.
    "Ich denke mal wir sollten sofort auf das Du übergehen, schließlich arbeiten wir demnächst zusammen und da ist das meiner Meinung nach angebracht"
    "Ok Semir, dann bin ich natürlich auch Lena"
    "Woher kennst du Ben denn?" fragte Semir neugierig.
    "Das ist doch ganz egal" mischte Ben sich wieder ein.
    "Aber wieso denn Partner? Was hast du angestellt, ist das wirklich so schlimm gewesen?"
    "Nein, aber das geht niemanden was an" antwortete Ben nur.
    "Ok Jäger, Gerkhan, klären sie das ein anderes Mal. Gerkhan sie müssen noch den Bericht zuende schreiben und Jäger, zeigen sie Frau Neuer die Dienststelle, die Autobahn, damit sie einen Eindruck ihrer Arbeit bekommt und geben sie ihr die Dienstwaffe und den Dienstausweis"
    "Alles Klar Chefin" murmelte Ben "Lena warte kurz hier ich hol noch kurz meinen Autoschlüssel"
    "Ok" nuschelte Lena.
    "So wir können dann los" sagte Ben, als er mit seinem Schlüssel zum mercedes aus ihrem Büro trat "Dann zeig ich dir mal unser Gebiet" lächelte Ben, der sich mittlerweile wieder gefasst hatte, charmant und hielt Lena galant die Tür auf und trat dann nach ihr aus der Dienststelle.


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    Feeds ............

  • "Darf ich fahren?" fragte Lena als sie auf den Parkplatz traten.
    "Nee mit meinem Dienstwagen fährt niemand außer mir und falls ich verletzt bin Semir und mit meinem privatem Wagen fährt niemand anderes außer mir" klärte Ben sie schnell auf.
    "Ahh ok, tut mir leid" sagte sie schüchtern.
    "Kein Problem" sagte Ben nur und musterte sie argwöhnisch.
    Etwas durcheinander gebracht folgte Lena Ben einfach nur und stieg an der Beifahrerseite ein.
    "Wieso hast du eigentlich zu uns gewechselt?" fragte Ben um das unangenehme Schweigen zu brechen und trat das Gaspedal voll durch.
    "Ich wurde gefeuert" sagte Lena nur.
    "Darf ich fragen wieso?"
    "Wir waren bei einem Einsatz, wir waren einem Mörder auf der Spur und wir sollten noch auf die kollegen warten, naja ich habe nicht gewartet und das war nicht das erste Mal, dass so etwas passiert ist und irgendwann hatte mein Vorgesetzter die Nase davon voll" erklärte sie.
    "Ah dann passt du ja perfekt zu uns" erwiederte Ben kühl.
    "Wieso das denn?"
    "Naja sowas passiert uns auch öfter mal, dann schnauzt die Krüger uns einmal an und dann ist meistens alles wieder gut" erklärte Ben.
    "Achso" sagte Lena und damit war ihr gespräch beendet.
    Während der Fahrt erklärte Ben ihr, wie sie arbeiteten und holte ihr Dienstausweis und Waffe. Die Stimmung wurde immer eisiger und beide versanken in ihren eigenen Gedanken und Erinnerungen wie sie sich das erste mal begegnet waren. Um kurz nach halb eins kamen sie wieder zurück in die Past und betraten schweigend ihr Büro.
    "Hei Partner, hallo Lena" grinste Semir als die beiden mit angespannten Gesichtern das Büro betraten. Die Spannungen zwischen ihnen waren deutlich zu sehen. Irgendwas war damals passiert, was Semir nur noch irgendwie herauskriegen musste und das würde er schaffen, nahm er sich fest vor.
    "Hei" sagte Ben kühl und ließ sich auf seinen Stuhl fallen.
    "Hallo" murmelte Lena und stand unschlüssig im Büro.
    "Ben, hol unserer Kollegin doch mal einen Stuhl."
    "Wieso das denn? Mach du das doch" sagte Ben gereizt "Außerdem wird sie den Weg nach nebenan wohl gerade noch alleine finden."
    "Was ist denn mit dir los Ben? Sonst bist du doch immer voll und ganz der Gentleman und kannst bei schönen Frauen nichts unversucht lassen" grinste Semir.
    "Stimmt doch gar nicht" widersprach Ben heftig "Ich hol mir einen Kaffee" murmelte er schlecht gelaunt und verließ schnell das Büro.
    "Was hast du Ben denn angetan, dass er so schlecht drauf ist?" fragte Semir.
    "Nichts, nichts das ist schon über 15 Jahre her" sagte Lena ausweichend.
    "Ahh" sagte Semir wissend "Setzt dich ruhig auf Bens Stuhl, der kann sich gleich einen anderen holen. Du bist also eine von Bens Verflossenen?"
    In dem Moment kam Ben mit einer Tasse Kaffe zurück ins Büro und sah seinen Partner wütend an.
    "Du kannst auch mich selber nach meinen Ex-Freundinnen fragen und musst nicht andere darüber ausfragen" sagte Ben "Lena, das ist mein Stuhl und mein Schreibtisch, also setzt dich aufs Sofa oder hol dir einen eigenen stuhl" sagte Ben unfreundlich und machte eine Kopfbewegung zum Sofa.
    "Ben! Sei doch ein bisschen netter" sagte Semir entsetzt.
    Dieser murmelte nur leise vor sich hin und ließ sich dann auf seinen freigewordenen Stuhl fallen und trank schweigen seinen Kaffee vor sich hin.
    "Ben, Lena, jetzt erzählt schon was damals vorgefallen ist" drängte Semir.
    "Semir, das geht niemanden was an" antwortete Ben energisch.
    "Aber Partner..." begann Semir doch da betrat die Chefin das Büro.

  • Da man ja nicht zulange Geschichten schreiben darf das ist noch für den ersten Teil.


    "Jäger, Neuer, ein Brand nur einige kilomenter von hier entfernt, kümmern sie sich drum, die Feuerwehr aus dem Ort ist gerade bei einem Einsatz also muss von Außerhalb angerückt werden, also beeilen sie sich. Gerkhan sie bleiben hier, wegen ihrem Streifschuss von heute morgen sollten sie sich noch etwas schonen" erklärte die Chefin schnell.
    Ben nickte nur und rannte Lena voraus aus dem Büro. Lena schnell hinterher.


    Nach weniger als 2 Minuten waren sie bei einem brennenden Haus angekommen. Es war ein Wohnhaus und aus einer der Wohnungen traten Flammen.
    "Fuck" murmelte Ben, sprang aus dem Wagen und rannte auf die Haustür zu, rammte seine Schulter gegen die verschlossene Tür, sodass sie aufsprang und Ben weiter rannte. Als er bei der richtigen Wohnungs ankam stöhnte er leise auf. Die ganze Tür stand in Flammen.
    "Fuck" schrie Ben.
    "Was machen wir jetzt?" fragte Lena, die vorsichtig hinter ihn trat.
    "Geh nach unten und warte auf die Kollegen und die FEuerwehr, ich kletter rüber in die wohnung" sagte Ben schnell und rannte zur gegenüberliegenden Tür, stieß sie auf und rannte auf den Balkon und musterte schnell seine Möglichkeiten, um auf den Balkon, der fast 10 Meter entfernt war. Da erblickte er die Regenrinne, die die einzige Verbindung war.
    "Na dann mal los" murmelte Ben und sprang an die Rinne und hangelte sich möglichst schnell rüber. Nach kurzer zeit hatte er es geschafft und sprang mit Schwung auf den Balon der brennenden Wohnung. Schnell lief er zu der Glastür, schlug sie mit dem Ellenbogen ein, wobei sich einige Splitter und scherben in seinen Arm und Rücken bohrten. Leise stöhnte er auf, rannte dann aber in die Wohnung.
    "Hallo? Ist hier irgendwer?" rief Ben laut. Nach kurzer Zeit hörte er gedämpfte Schreie aus einem der zimmer, schnell lief er auf die Tür zu an der das Feuer noch nicht angekommen war stieß sie auf und erstarrte. Auf dem Bett lag an Händen und Füßen mit Klebeband gefesselt eine nur mit Unterwäsche bekleidete FRau. Es war unschwer zu erkennen, dass es eine Prostituirte war. Schnell rannte Ben auf sie zu durchschnitt die Fesseln und riss sie auf die Beine, legte ihr schnell seine Jacke um die Schultern und zog sie mit sich.
    "Sind sie ok?" fragte Ben, nahm dann ein leichtes Nicken war und stürmte in den Flur. Mittlerweile war das Feuer schon ein ganzes Stück weiter vorgedrungen und leckte in einem Moment der Unvorsichtigkeit an Bens Bein.
    "Fuck" schrie er vor Schmerz auf und knickte kurz ein, lief dann aber mit schmerzverzerrtem Gesicht weiter. "Los, wir müssen über den Balkon" stöhnte Ben und schützte die völlig verängstigte Frau mit seinem Körper, als sie durch die zerbrochene Glastür eilten und zerriss sich dabei noch mehr von seinem von Blut vollgesogenen Shirt und schnitt sich tief in die Haut. Ohne daruauf zu achten rannte er weiter und sprang mit der Frau, die ihre Beine um Bens Hüften und ihre Arme und seinen Hals geklammert hatte den Balkon hinunter.
    Elegant und darauf bedacht die verängstigte Frau nicht zu verlezten rollte er sich auf dem Rasen ab und stöhnte leise auf.
    "Alles in Ordnung mit ihnen?" fragte Ben gequält und richtete sich vorsichtig auf.
    "Ja" stotterte sie und versuchte ihre Tränen zurückzuhalten.
    "Gut" murmelte Ben, stand umständlich vom Boden auf und holte seine Handy aus seiner Hosentasche "Hei Hartmut, wir brauchen die Spurensichferung" brachte er mit vor Schmerz verzerrter Stimme hervor und nannte seinem Kollegen die richtige Adresse. Im selben Moment kam Lena auf Ben zugerannt.
    "Ben! Alles in Ordung mit dir?" fragte sie besorgt.
    "Ja alles klar" murmelte Ben. Da kamen auch die kollegen an und kümmerten sich um alles. Die Frau wurde erstmal untersucht, Ben versuchte sich nicht anmerken zu lassen und zog sich schnell die Jacke über damit niemand das weiße shirt mit den großen Blutflecken sah. Möglichst schnell machte er sich mit Lena aus dem Staub und fuhr zurück zur Past.
    "Soll ich nicht lieber fahren? Dein Bein hat ja wohl doch was abgekriegt" versucshte es lena wieder.
    "Nee geht schon" flüsterte Ben mit schmerzverzerrtem Gesicht, versuchte aber trotzdem sich nichts anmerken zu lassen.
    Nach ein paar Minuten kamen sie an der Past an und Ben betrat humpelnd und Lena mit mißtrauischem Gesicht die Dienststelle.
    "Ben!" rief Susanne entsetzt als sie Ben erblickte.
    "Hei Susanne" grinste Ben, der eindeutig Schmerzen hatte, es aber vor den beiden Frauen natürlich nicht zugeben wollte.
    "Komm in dein Büro, ich kümmer mich um deine verletzungen" rief sie. In dem Moment traten auch Semir und die Chefin zu den dreien.
    "Jäger!" rief die Chefin "Ben" rief Semir gleichzeitig.
    "BEruhigt euch doch Leute" sagte Ben und versuchte sie alle zu beruhigen.
    "Jäger, sie gehen jetzt in ihr Büro und lassen sich von Susanne versorgen" befahl die Chefin.
    "Aber chefin, mit gehts gut" widersprach Ben.
    "Öffne deine Jacke" forderte Lena.
    "Nein, da ist nichts"
    "Jäger öffnen sie die jacke" sagte jetzt auch die Chefin
    "Wie gesagt, da ist nichts"
    "Ben, mach die verflixte Jacke auf" sagte Semir.
    "Da ist nichts" versuchte Ben es immernoch.
    "Ben" sagte Susanne vorwurfsvoll.
    "Jaja" sagte Ben erschlagen und öffnete widerwillig seine Jacke und das fast komplett blutdurchtränke Shirt kam zum vorschein.
    "Gott, Ben" rief Susanne aus und zog Ben in ihr Büro "Hinsetzen und Shirt ausziehen" sagte sie und kam kurz darauf mit einem Erste Hilfe Koffer wieder zurück. Vorsichtig zog Ben sich sein Shirt aus, sodass viele Schnittwunden sichtbar wurden.
    "Das sieht gar nicht gut aus" sagte Lena.
    "Wieso? Bist du Ärztin oder wieso weißt du das? Das sind nur ein paar Kratzer" sagte Ben.
    "Nee, aber einige sind ziemlich tief" murmelte Lena. Ohne vorwahnung drückte Susanne ein Tuch mit reinem Alkohol getränkt auf eine tiefe Wunde auf Bens Brust. Laut schrie Ben vor Schmerz auf.
    "Gott, Susanne! Warnt mich doch nächstes mal vor" stöhnte Ben schmerzvoll aus. Schlagartig brach ihm der Schweiß aus.
    "Sorry, pass auf, jetzt kommt die nächste" sagte Susanne entschuldigend "Bereit?"
    Ben nickte nur und biss sich auf die Hand, damit er nicht wieder aufschrie. Nach vielen weiteren schmerzhaften Desinfizierungen war Susanne endlich fertig und Ben ließ sich völlig entkräftet auf seinen Stuhl fallen.
    "Bist du noch irgendwo verletzt?" fragte Susanne.
    "Nein" flüsterte Ben.
    "Ben, ich weiß, dass du lügst, ich sehe doch, dass etwas mit deinem Bein nicht stimmt. Also zieh deine Hose aus."
    "Susanne" nörgelte Ben und setzte sich etwas gerader auf.
    "Keine Wiederrede, Ben. Zieh deine Hose aus. Und Ben, sag nichts, ihr habt euch schon oft genug hier umgezogen, wir haben dich alle schon nackt gesehen" lachte Susanne.
    "Bis auf Lena" widersprach die Chefin.
    "Nee ich hab ihn auch schon nackt gesehen" grinste Lena "Wahrscheinlich noch vor euch allen"
    "Was?" fragte Semir entsetzt.
    "Ist doch jetzt egal" stöhnte Ben und wurde rot.
    "Ok, jetzt kommst du damit davon, aber wenn du versorgt bist, will ich die ganze Geschichte hören"
    "Da kannst du lange warten" sagte Ben und grinste mit Schmerzen und zog sich zuerst seine Schuhe und dann seine Jeans aus, sodass er nur noch in Unterhose vor seinen Kollegen saß.
    "Gefällt euch was ihr seht oder mögt ihr es nur zu sehen wie ich vor Schmerzen sterbe?" stieß Ben aus als Susanne sein verbranntes Bein eincremte, um nicht wieder zu schreien biss er sich hart in den Handrücken und kniff seine Augen zu.
    "Ähh ja, wir reden später Jäger, ich geh dann mal" stotterte die Chefin und verließ das Büro.
    "Fuck" stieß Ben leise aus und stöhnte unterdrückt auf.
    "So was sagt man nicht vor einer Frau" lachte Semir.
    "Das ist mir im Moment ziemlich egal" sagte Ben gereizt.
    "Dafür ist es sowieso schon viel zu spät" lachte Lena.
    "Semir, hau ab und nimm Lena mit" forderte Ben "Wenn ihr sowieso nur Müll redet könnt ihr auch abhauen und mich nicht noch länger beim Sterben beobachte." stöhnte Ben.
    "Ein Wunder, dass du eben überhaupt noch Auto fahren konntest" wunderte Lena sich.
    "Wie? Du bist so noch selber gefahren?" fragte Semir entsetzt.
    "Ich kann Lena doch nicht am ersten Tag schon mit meinem Baby fahren lassen" grinste Ben mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht.
    "Hast du dir eigentlich schonmal dein Bein angesehen?" fragte Susanne.
    "Nee aber ich kann mir vorstellen wies aussieht" brachte Ben hervor, sah dann aber doch auf sein Bein "Oh, das sieht über aus" grinste er "Die frauen sagen doch immer, dass ich heiß bin, das ist jetzt der Beweis dafür"
    "Jaja, du hast dir gerade dein Bein höllisch verbrannt und denkst trotzdem nur an die Frauen" lachte Semir und reichte seinem Partner ein Glas Wasser und half wollte ihm beim trinken helfen.
    "Trinken kann ich grade noch alleine" brachte Ben grinsend hervor, trank einen Schluck und sackte dann ohnmächtig zusammen.


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    Feeds .....

  • Noch gar keine Feeds .... ;( ;( ;(


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    Kurz bevor Ben bewusstlos zu Boden sinken konnte, fingen Semir und Lena ihn noch auf und hievten ihn auf das alte Sofa.
    "Was ist mit ihm?" fragte Semir besorgt "Soll ich einen Arzt rufen?"
    "Nein, wenn Ben aufwacht und einen Arzt sieht bringt er dich um Semir, das weißt du doch." lachte Susanne "Durch die starken Schmerzen und vor allem durch die Brandverletzung wurde sein Körper sehr geschwächt, das versucht er jetzt in der Ohnmacht wieder zu generieren, was Ben natürlich niemals zugeben würde" erklärte sie dann.
    "Bloß keine Schwäche zeigen und immer die Zähne zusammenbeißen" murmelte Semir den spruch, nach dem Ben stets handelte und seine Verletzungen versorgte.
    "Aber das kann doch nicht gesund sein" mischte Lena sich ein.
    "Ist es auch nicht, aber Ben bringen keine 10 Pferde zu einem Arzt." seufzte Semir grinsend. In diesem Moment betrat die Chefin das Büro der beiden Hauptkommissare und starrte auf Ben.
    "Gerkhan, wecken sie ihn und fahren sie ihn nach Hause und kümmern sie sich um ihn, lassen sie ihn die nächsten Tage nicht zu lange alleine, nehmen sie ihn mit zu sich oder bleiben sie bei ihm in der Wohnung." befahl sie. Leicht tätschelte Semir Bens Wange, damit dieser aufwachte, doch eine Reaktion blieb aus.
    "Gerkhan, sie sind doch sonst nicht so zimperlich" grinste die Krüger und verpasste Ben ohne Vorwarnung eine schallende Ohrfeige. Leise stöhnte Ben auf, seine Augenlider flatterten in dem versuch sie zu öffnen und nach einiger Zeit schaute er sich verwirrt um und versuchte sich aufzusetzen.
    "Was ist passiert?" brachte er mit schmerzverzerrter stimme hervor.
    "Du bist zusammengebrochen" erklärte lena kurz.
    "Fuck" stieß Ben nur aus, rieb sich über die Stirn und griff dann nach seiner Jeans und zog sich mit Semirs Hilfe an.
    "Jäger, Gerkhan fährt sie jetzt nach Hause. Entweder fahren sie mit zu ihm oder er bleibt bei ihnen in der wohnung, sie sollten erstmal nicht alleine sein" mischte sich die Chefin ein "Morgen bleiben sie zu Hause und wenns ihnen übermorgen wieder einigermaßen gut geht, brauche ich ihre Aussage zu dem Brand."
    "Ok, haben die kollegen von der Spurensicherung schon was gefunden?" fragte Ben.
    "Nein bisjetzt nich, aber wir gehen nicht von einem Unfall aus"
    "Es war Brandstiftung?" folgerte Ben.
    "Das vermuten wir zumindestens"
    "Ok, dann hol ich mir mal ein neues Shirt" murmelte Ben und humpelte mit großen schmerzen aus dem Raum.
    "Gerkhan, kümmern sie sich um ihn und Frau Neuer sie können für heute Feierabend machen"
    "Alles klar" antworteten beide.
    "Lena, willst du nicht noch mit zu uns kommen? Dann kannst du meine Famile und mich besser kennenlernen und wir könnten grillen oder so" schlug Semir seiner neuen Kollegin vor.
    "Ja klar, das ist eine gute idee" lächelte sie "Ich hatte heute sowieso noch nichts geplant"
    "So Semir, wollen wir dann?" fragte Ben, der mit einem sauberen T-Shirt zurück ins Zimmer trat und sich seine Jacke nahm.
    "Ben ich habe gerade Lena zum grillen eingeladen, ich hoffe das macht dir nichts aus"
    "Sie kommt mit?" fragte Ben und musterte sie mit einem kühlen Bllick "Dann fahr ich zu Julia oder einem anderen Kumpel, macht euch einen schönen Abend"
    "Aber Ben, komm doch einfach mit, Aida wartet schon seit Tagen auf Onkel Benben" versuchte Semir seinen Partner zu überzeugen "Außerdem wollen wir grillen, du weißt schon viel Fleisch, Salate, Bier...da konntest du noch nie wiederstehen" grinste Semir.
    "Du weißt wie du mich rumkriegst" seufzte Ben und warf Lena einen seltsamen Blick zu "Einen Abend werde ich wohl mit dir überstehen" setzte er noch hinzu.
    "Weißt du Semir, mach du dir doch einen schönen abend mit Ben und deiner Familie, da will ich wirklich nicht stören" sagte Lena da.
    "Gut" sagte Ben und sah sie wütend an.
    "Gut, ich muss nicht mehr Zeit als nötig mit Benjamin verbringen" antwortete sie schnippisch.
    "Find ich auch gut, die paar Tage damals mit dir waren mehr als genug, Magdalena" erwiderte Ben und versuchte möglichst schnell aus dem Büro zu verschwinden.
    "Partner! Bleib hier" rief Semir ihm hinterher. "Lena kommt mit und du auch, ich weiß zwar nicht was passiert ist aber es ist schon lange her, also tut einfach so als wäre nichts passiert und vertragt euch" sagte er sauer als Ben in der Tür stand.
    "Das ist nicht so einfach, den größten Schulhofmacho kann man nicht so leicht vergessen." sagte Lena zu Ben "Und das was passiert ist erst recht nicht."
    "Mir geht es nicht anders" schnaufte Ben.
    "Jaja, aber jetzt kommt ihr beide mit und wir machen uns einen schönen abend" versuchte Semir die angespannte Situation zu beruhigen.
    "Das kann ja interressant werden" murmelte Ben und trat mit seinen Kollegen aus dem Büro.

  • Es geht weiter ....


    *****


    Ben setzte sich schweigend auf den Beifahrersitz und würtigte Lena keines Blickes. Semir versuchte ein Gespräch in Gang zu halten, was aber kläglich misslang. Nach einigen MInuten hatte er es aufgegeben und so fuhren sie schweigend weiter.
    "Hat Andrea meine Klamotten eigentlich gewaschen? Sonst müssen wir noch schnell bei mir vorbei fahren" sagte Ben irgendwann.
    "Andrea hat gewaschen, alles liegt fertig gewaschen und gebügelt in 'deinem' Schrank" antwortete Semir.
    "Ok dann ist ja gut"
    Dann herrschte wieder Schweigen bis sie beim Haus der Gerkhans angekommen waren.
    "So da wären wir" sagte Semir an Lena gewandt und schloss die Haustür auf. Gerade als sie ins Haus traten kam Andrea schon auf sie zu.
    "Semir, du bist früh dran" freute sie sich, dann erblickte sie Ben, der hinter Semir hergehumpelt kam, danach sah sie auch Lena die hinter Ben stand.
    "Ben" lächelte sie liebevoll und umarmte ihn freudig, woraufhin Ben vor schmerzen unterdrückt aufstöhnte "Bist du verletzt? Hast du Schmerzen?" fragte sie daraufhin besorgt.
    "Nee geht schon, nur ein paar kleine Kratzer" nuschelte Ben.
    "Das glaube ich dir nicht und ich werde mir das gleich noch selber ansehen, aber vorher möchteich wissen wer das ist. Ist sie deine neue Freundin, Ben?" fragte Andrea und musterte Lena.
    "Was?!" fragte Ben geschockt "Nein! Sie ist nicht meine freundin"
    "Oh ok und wer ist sie dann?" fragte Andrea verwirrt.
    "Ich bin Magdalena Neuer, aber alle nennen mich Lena. Ich bin von der Mordkommission und arbeite mit Semir und Benjamin zusammen. Ich hatte heute meinen ersten Tag" sagte Lena.
    "Du sollst mich nicht immer Benjamin nennen" sagte Ben laut und gereizt.
    "Ja ja, du weißt auch, dass ich nicht Magdalena genannt werden will" antwortete sie patzig.
    "Du bist mit dem ganzen Scheiß angefangen, wieso bist du nicht einfach bei der Mordkommission geblieben? Dann würden wir jetzt alle ganz entspannt unseren Feierabend genießen" schrie Ben schon fast und warf ihr einen fast tödlichen Blick zu.
    "Ben, es reicht jetzt" unterbrach Semir seinen Partner energisch.
    "Semir halt du dich da raus, du weißt doch gar nicht worum es geht" motzte Ben seinen Partner und Freund an "Ich glaube es wäre besser wenn ich wieder gehe" sagte er und sah abwechselnd von Andrea zu Semir, Lena ließ er einfach unbeachtet.
    "Nein! Es wäre besser wenn ich gehe!" mischte Lena sich ein und durchbohrte Ben mit ihrem wütenden Blick "Ich kann es sowieso keine Sekunde mehr mit dir in einem Raum aushalten, ich gehe jetzt, tut mir leid Semir"
    "Du wirst nicht gehen" erwiederte Ben heftig "Ich werde nämlcih zuerst gehen, ich würde es nicht mal einen Bruchteil einer Sekunde mit dir aushalten" schrie Ben schon fast.
    "Nicht wenn ich eher gehe" schrie Lena Ben an. Daraufhin stürmten sie beide gleichzeitig zur Haustür, doch Semir hielt Ben und Andrea Lena fest und zogen sie zurück in den Flur.
    "Ben, Lena! So geht das nicht! Ihr seid beide erwachsen, also benehmt euch nicht wie Kleinkinder und jetzt gehst du in dein Zimmer, und Lena geht in das andere Gästezimmer. Da beruhigt ihr euch beide wieder und danach redet ihr miteinander, ihr seid Kollegen und so werdet ihr nicht zusammen arbeiten können, also reißt euch zusammen" schrie Semir seine kollegen an und schüttelte Ben hart hin und her.
    "Semir du tust mir weh, lass mich los" schrie Ben, der mittlerweile rot angelaufen war und schlug Semirs Hände zur Seite.
    "Jaja, ist gut und jetzt beruhig dich! Was ist denn los mit dir? So wütend habe ich dich ja lange nicht mehr gesehen, das letzte mal wo du so ausgerastet bist, war als Wolf Mahler dich in diesem beschissenen Sarg vergraben hat und du ihm nachher eine reingehauen hast" sagte er verwirrt.
    "Ja, kannst mal sehen, es gehört schon so einiges dazu, um mich so wütend zu machen, vielleicht kannst du dir jetzt auch nur annähernd vorstellen, was damals passiert ist" sagte Ben.
    "Ok, dann erzählt doch einfach, was vorgefallen ist"
    "Nein! Das geht niemanden etwas an" riefen Ben und Lena gleichzeitig.
    "Ok ok, beruhigt euch wieder."
    "Ihr kommt jetzt einfach mit nach draußen, dann grillen wir und machen uns einen schönen Abend und wenn ihr euch noch einmal streitet bekommt ihr es mit mir zutun" mischte Andrea sich ein.
    "Wenn Benjamin sich benehmen kann" grinste Lena provozierend.
    "Ich kann mich benehmen, das Problem liegt wohl eher bei Magdalena" sagte Ben und betonte ihren gehassten Namen extra doll.
    Tief atmeten sie beide durch, um sich nicht provozieren zu lassen.
    "Dann lasst uns essen gehen" versuchte Semir die Spannung zu lösen.
    "Von mir aus gerne" sagte Ben mit ernstem Gesicht und sah Lena tief in die Augen.
    "Auf jeden Fall" stimmte auch Lena ernst hinzu. So traten sie gemeinsam und angespannt in den Garten, völlig darauf konzentriert den jeweils anderen nicht an die Gurgel zu springen.



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    Feeds ....

  • Noch ganz schnell


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    Der Abend war eine einzige Katastrophe. Ben war sehr still und gab höchstens einsilbige Antworten und aß kaum etwas. Lena warf er zwischendurch seltsame Blicke zu doch sonst sah er nur auf seine verschränkten Arme oder in den Garten oder den Himmel. Auch Lena war nicht besonders gut gelaunt und oft in Gedanken versunken, auch wenn sie sich noch etwas Mühe gab freundlich zu antworten und Ben nicht anzuschnauzen. Semir und Andrea waren sehr verunsichert wegen dieser seltsamen Situation und unterhielten sich die meiste Zeit alleine. Zwischendurch legte Andrea Leila, ihre jüngste Tochter aufs Sofa zum Schlafen, damit Lena nacher in ihrem Zimmer schlafen konnte und stellte das Babyphone auf den Tisch, damit sie alles hören konnten was passierte. Irgendwann war es zum Glück spät genug, sodass Ben sich entschuldigen konnte und so schnell in dem Gästezimmer verschwand, was mittlerweile schon zu seinem Zimmer geworden war. Schnell ging er noch duschen und legte sich dann nur in Boxershorts ins Bett um zu schlafen.
    Auch Lena ging noch duschen, doch dann hatte sie das Problem, dass sie keine neuenn Klamotten mit hatte. Nach langen Zögern klopfte sie dann nur mit einem Handtuch umschlungen bei Ben an die Tür.
    "Ja?" fragte Ben und schaute von seinem Handy auf zur Tür.
    "Hei, ich bins Lena. Darf ich kurz reinkommen?" fragte Lena nach kurzer Zeit leise.
    "Klar" antwortete Ben. So öffnete sich die Tür und Lena schlüpfte schnell ins Zimmer.
    "Was is los?" fragte Ben und musterte sie stirnrunzelnd.
    "Ich ähh, also ich hab ein Problem. Ich hab nicht damit gerechnet, dass ich irgendwo anders Schlafe und jetzt habe ich keine Klamotten zum schlafen mit und die Sachen von heute muss ich ja morgen wieder anziehen, weil ich ja keine anderen dabei habe und nackt kann ich ja auch nicht schlafen..." erklärte sie aufgeregt flüsternd, damit die anderen nicht gestört wurden.
    "Du willst Klamotten von mir?" antwortete Ben leise.
    "Wäre echt nett" erwiderte sie.
    "Klar, kein Problem" lächelte Ben gequält, legte sein Handy auf den Nachtisch und schlug die Decke zur Seite und humpelte nur in Shorts zum Schrank und öffnete ihn.
    Lena starrte ihm auf die Brust und den Rücken, wo die frischen Schnitte glänzten. Außerdem musste sie zugeben, dass er echt nicht schlecht aussah.
    "Du hast dich verändert" flüsterte sie und bereute es im selben Moment schon wieder. Langsam drehte Ben sich zu ihr um und konnte so sehen, dass sie ihn unverschämt direkt musterte und anstarrte.
    "Ähh ja, damals war ich auch erst 15. Jetzt bin ich schon fast dopelt so alt" grinste Ben sie an "Du bist auch nicht mehr dieselbe" konnte er sich nicht verkneifen.
    "Ähh ja, auch ich bin älter geworden" sagte sie und wurde rot.
    "Du musst deshalb doch nicht rot werden" lächelte Ben sie charmant an "Ich bin froh, dass du dich auch verändert hast, auch wenn du das hübscheste Mädchen der Schule warst"
    "Danke" flüsterte sie und trat neben Ben und schaute in den Kleiderschrank.
    "Shirt und Shorts?" fragte Ben jetzt "Keine Angst, alles frisch gewaschen" grinste er.
    "Ähh ja klar" sagte sie und nahm beides von Ben entgegen.
    "Dankeschön, ohne dich wäre ich aufgeschmissen" gab sie zu und senkte den kopf.
    "Ist sonst noch irgendwas?" fragte Ben jetzt wieder unfreundlicher und machte ihr so deutlich, dass sie sonst schnell wieder weggehen sollte.
    "Nee das wars." sagte sie verwirrt, wegen Bens plötzlich veränderter Stimmung.
    "Ok gute nacht" erwiderte er, schloss den Schrank und setzte sich auf die Bettkante.
    "Schlaf gut" flüsterte sie und flüchtete schon fast aus Bens Zimmer.
    "Schlaf gut" flüsterte auch Ben, obwohl er wusste, dass sie es nicht mehr hören konnte. Dann ließ er sich zurück in die Kissen sinken und versuchte zu schlafen.


    Schnell verschwand Lena in Leilas Zimmer, was für diese Nacht ihres war. Dort löste sie das Handtuch und schlüpfte in Bens Klamotten und verkroch sich tief unter der Bettdecke und vertiefte sich in ihre Gedanken. Wie konnte sie nur glauben, dass Ben sich verändert hatte. Eben als er sie angelächelt hatte war er so süß und charmant und sie hatte gedacht, dass er sie wirklich mochte. Sie hatte immernoch sein bezauberndes lächeln vor den Augen und bekam es einfach nicht aus dem kopf. Und nur einen Augenblick später, war er wieder abweisend und beinahe unfreundlich und schmiss sie schon fast aus seinem Zimmer. Außerdem sah er einfach verdammt gut aus und sie musste die ganze zeit an ihn denken. Seid diesem Ereignis als sie beide noch in der schule waren war sie in ihn verknallt. Nach ihrem Abitur musste sie ihn zum Glück nicht mehr sehen und hatte versucht ihn zu vergessen. Dann, ein paar jahre nachdem sie es endlich geschafft hatte nicht ständig an ihn zu denken, traf sie ihn einfach wieder. Locker und sexy kam er da einfach aus dem Büro der Chefin und starrte sie aus seinen wunderschönen braunen Augen fassungslos an. Dieser eine Moment hatte ihr fast die Luft zum atmen geraubt und die Wunde in ihrem Herzen war wieder aufgerochen, sie konnte nicht glauben, dass ein einziger mann einen so verwirren konnte. Sie musste ihn einfach ignorieren und nicht mehr einen einzigen Gedanken an ihn verschwenden, als ob das so einfach wäre. Leise seufzte sie auf und drehte sich in ihrem Bett herum, um endlich schlaf zu finden, doch vergeblich. So hing sie noch ewigkeiten ihren GEdanken hinterher. Irgendwann schaute sie auf die Uhr, es war schon halb zwei in der nacht. Leise setzte sie sich auf, um ein Glas Wasser aus der kücke zu holen. Eigenltich hatte sie immer eines auf ihrem Nachttsich stehen, doch sie war ja nicht bei sich zu Hause, also stand sie auf und tapste barfuß hinunter in die Küche.


    Ähnliche Gedanken hatte auch Ben. Er wollte sie nicht so unfreundlich behandeln, doch je mehr Zeit er mit ihr verbrachte, desto höher wurde die Wahrscheinlichkeit, dass er sich irgendwann nicht mehr beherrschen konnte. Deshalb musste er sie eben einfach aus seinem Zimmer schmeissen. Immer wieder drehte ers ich unruhig im bett herum, fand aber keinen Schlaf. Außerdem knurrte sein Magen, weil er heute Abend kaum etwas gegessenhatte. Also stand er auf und schlich leise die Treppen nach unten und verschwand schnell in der Küche seines Freundes.


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    Feeds ???? :?: :?: :?:

  • Damit ihr nicht hungern müsst.Vielleicht bekomme ich ja ein paar Feeds als belohnung.


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    In der Küche angekommen öffnete Ben den Kühlschrank nahm sich den Teller mit den restlichen Schnitzel und den Pott mit dem Rest Kartoffelsalat heraus dazu das Besteck und setzte sich in das Wohnzimmer und stellte den Fernseher an und begann zu essen.
    Kurze Zeit später trat Lena in die Küche und nahm sich ein Glas Wasser und setzte sich an den Tisch. Da hörte sie den Fernseher nebenan, stand auf und betrat das Wohnzimmer. Da sah sie Ben, der kauend und nur mit Boxershorts bekleidet auf dem kleinen Sofa saß und sein verbranntes Bein zur Seite hochgelegt hatte.
    "Hei" flüsterte sie.
    "Lena" erwiederte Ben überrascht "Konntest du auch nicht schlafen?" fragte er.
    "Nee ich konnte meine Gedanken nicht abschalten"
    "Genau wie bei mir" seufzte Ben und nahm sein Bein vom Sofa, damit Lena auch Platz hatte "Setz dich doch" sagte er nach kurzer Zeit leise.
    "Bist du dir sicher?" flüsterte sie unsicher.
    "Klar" sagte er.
    Langsam setzte sie sich zu ihm und schaute ihn zweifelnd an.
    "Willst du auch was Essen?" fragte Ben kurz darauf.
    "Gerne, ich hab eben kaum was runtergekriegt." lächelte Lena.
    "War bei mir auch so" lächelte Ben und hielt ihr die Schüssel mit dem Salat hin und stellte den Teller mit den Schnitzeln halb auf seine und teils auf ihre Beine und hielt ihr eine Gabel hin und nahm sich ein schnitzel und biss davon ab "Lass es dir schmecken" grinste er. Das ließ Lena sich nicht zweimal sagen und so machten sich beide über die Schnitzel her und tauschten zwischendurch immer wieder die Gabel, damit sie beide etwas vom Kartoffelsalat abbekamen. Irgendwann waren die restlichen Schnitzel und der ganze Salat verputzt und beide ließen sich satt nach hinten in das Polster fallen.
    "Es tut mir leid" flüsterte Ben nach langem Schweigen.
    "Was tut dir Leid?" fragte Lena nach.
    "Ich hätte dich nicht so anschnauzen sollen, ich war irgendwie neben der Spur, ich war verwirrt und naja ich weiß auch nicht" flüsterte Ben.
    "Das war ja nicht nur deine schuld, irgendwie bin ich ja auch mit dem ganzen Scheiß angefangen. Ich wollte dich ja auch nur provozieren indem ich dich immer Benjamin genannt habe. Ich war auch nicht gerade freundlich zu dir." lächelte Lena, setzte sich gerade hin und sah Ben tief in die Augen und legte überraschenderweise ihre Hand auf seinen Oberschenkel.
    "Die Sache von damals tut mir auch Leid" sagte Ben nach kurzer Zeit leise.
    "Schon vergessen" sagte sie schnell.
    "Nein es ist nicht vergessen, ich kann es jedenfalls nicht vergessen. Ich will nur, dass du weißt, dass ich dir nie wehtun wollte. Ja, anfangs war das alles nur gespielt, aber nachher nicht mehr. Du warst die erste, in die ich mich wirklich verliebt habe. Ich wollte nicht, dass wir so im Streit auseinandergehen, aber irgendwie konnte ich mich damals nicht überwinden mit dir zu reden"
    "Ich war auch nicht unschuldig, ich war am Boden zerstört und sobald du mit mir reden wolltest war ich total zickig und habe dir jedes mal vor den Kopf gestoßen."
    "Ja das weiß ich noch. Du warst die erste Frau, die nichts mit mir zutun haben wollte. Du warst allerdings auch die einzige, die mir einen Korb gegeben hat, vielleicht habe ich das auch mal gebraucht." erwiderte Ben grinsend und legte seine Hand auf ihre.
    "Du hast dich verändert, du bist nicht mehr dieser Idiot von damals, das habe ich mir all die Jahre immer eingeredet, damit ich dich vergessen kann, aber dann habe ich gesehen, wie liebevoll du mit der kleinen Aida und Leila umgegangen bist und was für gute Freunde du hast. Du bist ein toller Mann geworden" flüsterte Lena.
    "Danke, du bist immernoch genauso toll wie damals. ich kann schon verstehen, warum damals alles Jungs scharf auf dich waren." grinste Ben und starrte weiter an die Decke "Es tut mir auch leid, dass ich dich eben schon fast aus meinem Zimmer geschmissen habe, ich hatte Angst, dass ich mich nicht mehr beherrschen kann wenn du noch länger bleibst und dann hattest du auch nur dieses Handtuch umgebunden und irgendwann wär ich bestimmt über dich hergefallen"
    "Und was wäre daran so schlimm gewesen?" fragte Lena leise, legte eine hand an Bens Wange und drehte seinen Kopf zu sich, sodass sie sich tief in die Augen sahen. Sanft legte Ben seine Hand in ihren Nacken und zog sie ein kleines stück näher an sich heran, bis nur noch einige zentimeter Platz zwischen ihren Gesichtern waren. Gerade als sie die letzten Zentimeter überwinden wollten ging plötzlich mit einem Zischen das Licht, der Fernseher und das Radio aus und sie saßen im stockdunklen im Wohnzimmer ihrer Freunde.
    Kurz darauf kam auch schon Semir die Treppe hinunter gelaufen und stürmte ins Wohnzimmer.



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    Feeds ???

  • So heute gibts ein Kapietel aber dafür morgen nicht.Aber zwei Fragen habe ich noch.es gibt eine Geschichte auf der Internnetseite wo Ben mit seinem Vater ein Unfall hatte und sein Vater stirbt.Wo es aber kein Unfall war sondern Mord.Und eine Geschichte wo Ben von seinem Vater gejagt wird.(Da als der Vater ben umbringen wollte). Weiß jemand noch wie die geschichten heißen??? Als Feed bitte. So jetzt geht es weiter mit meiner eigendlichen geschichte.


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    "Was ist denn jetzt los?" fragte Lena verwirrt.
    "Stromausfall" erklärte Ben. Da kam auch schon Semir in das Wohnzimmer gelaufen und öffnete sofort den Sicherungskasten und legte die Schalter wieder richtig, sodass der Strom eigentlich wieder angehen sollte, doch das passierte nicht.
    "Kriegst dus hin Partner?" fragte Ben grinsend.
    "Oh Gott" rief Semir geschockt "Erschrick mich doch nicht so" seufzte er.
    "Kann ich dir irgendwie helfen?" fragte Ben lachend.
    "Du kannst es ja mal versuchen, eigentlich muss ich nur den Schalter wieder umlegen, aber das bringt nichts"
    "Na dann werde ich dein Haus mal wieder mit strom versorgen" lachte Ben und stand vom Sofa auf und tastete sich zu seinem Partner "Hast du auch eine Taschenlampe?"
    "Klar, warte ich seh nichts aber eigentlich steht immer eine neben dem fernseher, ich guck mal eben" sagte Semir und tastete sich zum Tv "So da ist sie ja" sagte er dann und schon war ein lichtstrahl zu sehen.
    "Dann gib mir mal Licht, so schwer kann das ja nicht sein"
    "Jaja das sagst du jetzt, eigentlich muss nur der erste schalter umgelegt werden"
    Daraufhin versuchte auch Ben sein Glück, doch nichts geschah "Ist ja komisch" murmelte er.
    "Hab ich doch gesagt" erwiderte Semir grinsend "Was hast du eigentlich hier unten gemacht?"
    "Ich konnte nicht schlafen" sagte Ben nur "Und ich hatte Hunger"
    "Das war ja klar, du hast ja auch heute Abend kaum was gegessen. Was läuft jetzt eigentlich zwischen dir und Lena?" wollte Semir wissen.
    "Nichts" sagte Ben nur.
    "Du bist scharf auf sie oder?" fragte Semir ernst. Ben antwortete nichts "Ben, du musst endlich wieder unter Frauen gehen, seid der Sache mit Saskia hattest du keine einzige Freundin mehr" sagte Semir vorwurfsvoll "Ich sehe dir doch an, dass du sie magst auch wenn du dich rund um die uhr mit ihr streitest"
    "Semir das ist meine Sache, wenn ich noch keine Freundin wieder will dann lass mich einfach"
    "Ben es ist schon über 1,5 Jahre her. Saskia wird verstehen wenn du wieder mit anderen frauen in kontakt trittst, also treff dich doch einfach mal wieder mit jemandem"
    "Semir, ich will das nicht, also lass mich in Ruhe" sagte Ben jetzt lauter und gereizter "Außerdem sind wir nicht alleine, also hör auf über Saskia zu reden" sagte er wütend und deutete mit einer kopfbewegung zum Sofa, wo Lena schweigend zuhörte.
    "Oh Lena, ich wusste gar nicht, dass du auch hier bist" sagte Semir überrascht "Tut mir leid Ben" sagte er noch leise zu seinem Partner.
    "Schon gut" sagte Ben "Das mit dem Strom wird jetzt nichts mehr, da müssen wir nach gucken wenn es wieder hell ist" sagte Ben gähnend.
    "Was ist denn hier los?" fragte Andrea verschlafen, die mit der weinenden Leila ins Zimmer kam und versuchte sie zu beruhigen.
    "Maaamaa" weinte Leila laut "Beeen" brabbelte sie und streckte ihre Hände nach Ben aus.
    "Hei Leila Süße, nicht weinen" sagte Ben leise und nahm seine kleine Patennichte auf seine Arme und beruhigte sie.
    "Wir haben nur einen Stromausfall und der Strom geht nicht wieder an, morgen kümmern wir uns darum und jetzt gehen wir wieder schlafen" beruhigte Semir seine Frau. Da kam auch noch Aida die Treppe herunter gestiefelt.
    "Was macht ihr alle hier?" wollte sie müde wissen.
    "Nichts schlimmes mein Schatz, nur ein Stromausfall" erklärte Semir nochmal.
    "Können wir decken holen, Kerzen anmachen und zusammen hier schlafen?" schlug Aida vor.
    "Ja! Terzen" brabbelte Leila und zog Ben an den Haaren und streichelte über Bens "Ben tatzt"
    "Du meinst bestimmt Kerzen und Ben kratzt oder?" fragte Aida ihre kleine Schwester.
    "Ben tatzt" gab sie wieder von sich.
    "Was haltet ihr davon, dass wir alle zusammen hier schlafen?" fragte Andrea.
    "Ben? Lena? Habt ihr euch unter kontrolle oder muss ich Angst haben, dass ihr euch nachher gegenseitig umbringt?" fragte Semir.
    "Nee wir haben uns vertragen" grinste Ben und lächelte Lena an.
    "Ich denke mal wir werden beide überleben" lächelte auch Lena und boxte Ben spielersich in die Seite. Auch Ben gegann zu lachen und kitzelte Lena kurz am Bauch.
    "Na dann machen wir es uns hier gemütlich" stimmte Andrea zu.
    "Jaa Schlafparty" rief Aida glücklich. Da stimmten auch alle anderen mit in ihr Lachen ein.
    "Na dann gehen wir jetzt schlafen" sagte Ben und ließ sich in einen Sessel fallen und legte Leila bequem und vorsichtig auf seinen Oberkörper, sodass sie schlafen konnte.
    "Ben bist du sicher, dass Leila auf deinem Oberkörper schlafen soll? Du hast doch sicher Schmerzen, bei den ganzen Schnittwunden oder nicht? Leila willst du nicht bei deinem Papa schlafen?"
    "Nein, Benben bleiben" brabbelte sie.
    "Siehst du? Da kann man nicht nein sagen und das wegen den Schnitte, das überleb ich wohl" sagte Ben, strich Leila liebevoll über die Wange und gab ihr einen sanften kuss auf die stirn.
    "Ok, aber wenn die Schmerzen zu stark werden sagst du sofort bescheid"
    "Jaja" sagte Ben grinsend.
    "Das wirst du sowieso nicht tun" stellte Semir gelassen fest.
    "Richtig" stimmte Ben ihm lachend zu "Was hättest du denn erwartet?"
    "Genau das, aber creme dir vorher wenigstens noch die Schnitte ein." vesuchte Andrea es wieder, wenn auch mit wenig hoffnung.
    "Die heilen auch ohne dieses ganze chemische Zeug" sagte Ben wie immer grinsend.
    "Andrea, der lässt sich eh nicht überzeugen, also lasst uns schlafen gehen" grinste Semir.
    "Gute Idee" gähnte Andrea und legte sich zusammen mit Semir aufs Sofa. Lena setzte sich in den zweiten Sessel und wartete bis Semir und Andrea eingeschlafen waren. Nach ein paar mInuten hörte sie tiefes Atmen, also stand sie leise auf und ging auf Ben zu.
    "Ben? Schläfst du schon?" flüsterte sie ihm zu.
    "Nein, was ist denn los?" fragte Ben leise.
    "Ich weiß auch nicht, mir ist kalt, kann ich mich zu dir setzten? Ich meine der Sessel ist doch groß genug und..." begann sie etwas nervös.
    "Klar" lächelte Ben "Neben dem Sofa liegen auch Decken, leg dich doch zu mir und mit der Decke dürfte es warm genug werden" schlug Ben leise vor.
    "Gut" murmelte Lena, nahm die Decke vom Boden und kuschelte sich in Bens Arme. Leila legte Ben vorsichtig zwischen seine Brust und Lenas Rücken und so lagen sie zusammen da und versuchten zu schlafen.
    "Irgendwie habe ich dich trotzdem vermisst" ´flüsterte Lena nach kurzer Zeit.
    "Echt? Ich dachte das ginge nur mir so. ich habe immer gedacht, du wärst froh mich loszusein, ich war ein riesen Arsch"
    "Das warst du mal" murmelte Lena und nahm Bens Hände, die er samt Arme um sie geschlungen hatte, in ihre. So schliefen sie dann irgendwann ein.

  • Auch hier geht es weiter


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    Am nächsten Morgen wurden Ben und Lena, die immernoch zusammen unter der Decke in dem Sessel lagen, von Aidas Rufen geweckt.
    "Been!" rief sie und schüttelte Ben an der Schulter "Aufstehen, wir wollen frühstücken"
    "Aida" murmelte Ben und schlug verschlafen die Augen auf.
    "Ben, jetzt steh auf, ich hab Hunger und sonst komm ich noch zu spät in den kindergarten"
    "Jaja" gähnte Ben und setzte sich auf "Morgen Lena" murmelte er noch und stand dann auf "Ich hol mir mal eben ein T-Shirt von oben" nuschelte er und verließ den Raum. Daraufhin gingen Lena und Aida schon mal in die küche und setzten sich zu Semir, Andrea und Leila an den gedeckten Tisch.
    "Guten Morgen" sagte Lena und lächelte allen zu.
    "Morgen" grinste Semir "Hast du gut geschlafen?" fragte er.
    "Ähh ja" antwortete Lena und nahm einen kleinen Schluck von ihrem Kaffee.
    "Morgen" sagte Ben, der mit einem Shirt bekleidet in den Raum trat und sich hinsetzte.
    "Guten Morgen" antworteten alle anderen.
    "Kaffee?" fragte Andrea.
    "Natürlich, wie immer" lächelte Ben und setzte sich neben Leila und redete liebevoll mit ihr.
    "Wie gehts deinen Verletzungen, Ben?" wollte Lena wissen.
    "Alles gut" vesicherte Ben "Ich komm gleich mit zur Wache und mache die Aussage"
    "Aber Ben, Frau Krüger hat gesagt, du sollst heute zu Hause bleiben" wiedersprach Lena.
    "Na und?" lachte Ben und schnitt sich ein Brötchen durch.
    "Du musst gar nicht versuchen ihn zu überzeugen, er kommt sowieso mit" lachte Semir.
    "Du hast es erfasst" grinste Ben. Dann frühstückten sie zuende, zogen sich an und machten sich gemeinsam auf den Weg zur Past.
    "Jäger! Sie solllten heute noch zu Hause bleiben" beschwerte die Chefin sich laut.
    "Das haben sie doch nicht wirklich geglaubt, oder Chefin?" lachte Ben.
    "Nein eigentlich nicht" grinste sie "Die Frau, die sie aus der brennenden Wohnung gerettet haben heißt Gaby Priester, sie arbeitet in einem Bordell und hat heute ihre Aussage gemacht. Kommen sie mit in mein Büro und dann erkläre ich ihnen die Einzelheiten"
    "ok" sagten Ben und Semir gleichzeitig und traten zusammen mit Lena ins Büro der Krüger.
    "Gut, dann setzt euch hin und dann klär ich sie mal auf." sagte sie und lehnte sich vor sie an ihren Schreibtisch und begann ihre Erklärungen "Also dieses Bordell ist schon seid längerer Zeit sehr umstritten, es hieße, dass Frauen gezwungen wurden mit einem oder sogar mehreren männern zu schlafen auch wenn sie sich dagegen wehrten. Einige wurden sogar gezwungen mit einer Frau und einem Mann zu schlafen und falls sie sich weigerten werden sie geschlagen und misshandelt. Aber das passiert nicht nur bei den Frauen sondern auch bei den Männern, die nicht mit anderen Männern wollen. Die Frau, die sie gerettet haben hatte sich gewehrt und daraufhin hat der Typ sie gefesselt, einige Kerzen umgestoßen und ist dann abgehauen. Wenn sie nicht gewesen wären wäre sie lebendig verbrannt. Sie wartet nebenan und würde gerne mit ihnen sprechen"
    "Alles klar, gerne, ich geh dann mal zu ihr" sagte Ben und trat aus dem Büro und klopfte nebenan an die Tür und betrat den Raum "Hallo Frau Priester. Sie wollten mit mir sprechen?"
    "Herr Jäger? Schön, dass sie hier sind. Ich wollte mich bei ihnen bedanken, ohne sie wäre ich jetzt nicht mehr am leben. Vielen Dank dafür." sagte die Frau etwas schüchtern.
    "Kein Problem, dafür bin ich doch da" lächelte Ben und setzte sich neben sie aufs Sofa.
    "Sie haben ihr eigenes Leben riskiert und mich dabei gerettet"
    "Das ist mein Beruf" erwiederte Ben lächelnd "Wollen sie auch einen Kaffee?"
    "Gerne" lächelte sie zurückhaltend.
    "Milch Zucker?"
    "Beides" sagte sie, woraufhin Ben sich erhob und sich beiden einen Kaffee machte und damit zurück zu ihr ans Sofa trat und ihr eine Tasse reichte.
    "Dankeschön"
    "Kein Problem" sagte Ben und schaute in seine Tasse "Ist ihnen so etwas wie in der Wohnung schon öfter passiert? Also, dass sie dazu gezwungen, vergewaltigt wurden?" fragte er. Doch lange Zeit kam keine Antwort von der Frau.
    "Tut mir leid, dass ich gefragt habe, war blöd von mir, sowas fragt man einfach nicht" entschuldigte Ben sich nach langem Schweigen nervös.
    "Sie müssen sich doch nicht entschuldigen. Ja es ist mir schonmal passiert, ich sollte zusammen mit einem Kollegen mit einem Mann und einer frau schlafen, das wollten wir aber beide nicht, dann haben sie uns gefesselt und wollten uns misshandeln aber wir konnten uns befreien und fliehen. Danach wollte ich nicht mehr weiter dort arbeiten, aber ich habe sonst keinen Job gefunden und musste dorthin zurückkehren." erzählte sie.
    "Das ist ja schlimm" murmelte Ben "Wir werden alles dafür tun diesen Typen zu finden, der sie fast lebendig verbrannt hat. Wissen sie wie der Typ heißt?"
    "Nein, er hat sich nie mit seinem richtigen Namen vorgestellt, aber er ist öfter bei uns im Laden, sogut wie jedes Wochenende."
    "Echt? Jede Woche? Naja dann sollte es kein Problem sein ihn zu fassen. Folgen sie mir bitte, wir sollten kurz mit meiner Chefin reden" sagte Ben motiviert und ging schnell zu der Krüger ins Büro.
    "Frau Krüger? Frau Priester hat gesagt, dieser Mann, der das Feuer gelegt hat ist fast jede Woche in diesem Bordell, ich werde mich da am Wochenende mal verdeckt umsehen und dieses Schwein dann festnehmen." beschloss Ben seinen Plan.
    "Jäger, dass sie ein Mann sind und er nicht mit ihnen die Nacht verbringen wollen wird ist ihnen aber schon bewusst oder?" fragte die Krüger.
    "Es könnte klappen, es weiß niemand so genau ob er schwul ist oder nicht. Er schläft sowohl mit Männern als auch mit Frauen." mischte Gaby Priester sich ein.
    "Ist ja ekelhaft" murmelte Ben "Dann werde ich zusammen mit einer Kollegin undercover gehen"
    "Ich mach das" mischte sich Lena sofott ein.
    "Gut, dann machen wir dieses Schwein endlich kalt, bevor er noch irgendwelchen Frauen oder auch Männern unrecht antun kann. Das ist wiederlich, er wird nicht noch jemanden dazu zwingen. Dafür werde ich schon sorgen" knurrte Ben entschlossen.


    Feeds ....

  • Da ja einige so schön betteln können.Aber ich will auch Feeds dann.


    ///////////////


    Der Rest der Woche verlief ruhig und am Freitag wollten Lena und Ben sich undercover in das Bordell einschleusen, am mittag betrat Ben die Past und trat in das Büro der Chefin, Lena war bereits da und Semir auch.
    "Tach" sagte Ben, schloss die Tür und ließ sich in einen Sessel fallen.
    "Schön, dass sie auch endlich da sind, dann können wir ja endlich beginnen" sagte die Chefin. Lena und Semir begrüßten Ben etwas freundlicher und semir reichte seinem Partner eine Tasse mit Kaffee, die Ben dankend entgegennahm.
    "Gut, Jäger, Neuer, sie melden sich heute Abend in diesem Bordell. Sie brauchen nur einen Ausweis und schon können sie die ersten Kunden empfangen. Sie sollten sich im HIntergrund halten, damit niemand auf sie aufmerksam wird, sonst könnten sie in die missliche Lage geraten, dass irgendjemand sie bezahlen möchte und sie wissen was das bedeutet und ich denke nicht, dass sie darauf so scharf sind. Der Mann, den sie fassen sollen, meldet sich immer unter falschem Namen und er ist so geschickt, dass ihm noch nie irgendeine Straftat nachgewiesen werden konnte. Sobald es Neue in diesem Bordell gibt, nimmt er sie sich vor, also müssen sie nur hoffen, dass er heute auch da ist und jemanden von ihnen beiden will, dann sollten sie sich wehren und wenn sie genug gegen ihn in der Hand haben, greifen die kollegen ein und nehmen das Schwein fest. Es sollte also nichts schiefgehen. Es kann aber sein, dass es ein paar Wochenenden dauert bis er auf sie aufmerksam wird, Frau Priester hat er erst in der dritten Woche genommen" erklärte die Chefin.
    "Alles klar, das wird schon. Haben sie unsere Ausweise schon?" fragte Ben.
    "Ja, sie heißen Jonas Bäcker" sagte die Chefin und reichte Ben einen Ausweis und reichte Lena den zweiten "und sie sind Claudia Maurer" endete sie.
    "Bäcker und Maurer" grinste Ben.
    "Ja Jäger" grinste die Chefin, die seine Gedanken verstand "Noch fragen?"
    "Was sollen wir anziehen?" fragte Lena.
    "Die Klamotten liegen im Büro" sagte die Chefin "Jetzt gehen sie, probieren sie die Sachen an."
    "Gut" sagte Ben und verließ mit Semir und Lena das Büro.
    "Dann wollen wir mal sehen, was die Chefin uns so mitgebracht hat" lächelte Lena. Im Büro lag eine Tasche dem Sofa, die Ben sofort öffnete. Oben drauf lag ein schwarzer lederner Minirock, eine Netzstrumpfhose und ein Top, das nur bis zum Bauchnabel reichte.
    "Ich denke mal das gehört dir" grinste Ben und reichte Lena grinsend die Sachen, schaute dann wieder in die Tasche und zog eine extrem kurze Hose heraus und hielt sie mit gerunzelter Stirn hoch "Was soll das denn werden?" fragte Ben, in dem Moment kam die Chefin herein.
    "Das habe ich mir schon gedacht, dass sie so gucken Jäger, aber ich habe mich mal umgehört und sowas tragen die Männer in diesem Geschäft nunmal." grinste sie.
    "Das ist ein schlechte Scherz oder?" fragte Ben. Die chefin schüttelte nur mit dem Kopf und Semir konnte sich vor lachen schon nicht mehr auf den Beinen halten.
    "Das ist Latex, das wissen sie schon oder?" sagte Ben skeptisch.
    "Tja, das haben sie sich selber eingebrockt, sie wollen den Typen doch ungedingt festnageln"
    "Nageln ist vielleicht nicht das richtige Wort" grummelte Ben nur "Und was soll ich oben anziehen?"
    "Alles was in der Tasche ist" grinste die Krüger.
    "Ich soll nur diese ekelige Hose anziehen?" fragte Ben entsetzt und starrte in die leere Tasche.
    "Richtig" lachte sie, zog dann aber eine zweite Hose hinterm Rücken hervor "Sie können sich eine aussuchen" grinste sie und warf ihm eine zweite zu "Ich wollte nur ihr Gesicht dabei sehen"
    "Echt witzig, was ham wir wieder gelacht" sagte Ben leicht angepisst und besah sich die zweite Hose, es war eine Jeans, die aber extrem eng aussah.
    "Geht ihr raus? Wir probieren das eben an" sagte Ben etwas unfreundlich. Dauraufhin verließen Semir und die Chefin lachend das Büro. Sofort schloss Ben die Rolläden und schloss die Tür und murmelte irgendwelches Zeug vor sich hin.
    "Dann wollen wir mal sehen" sagte Lena lachend und zog sich ihr Shirt aus, sodass sie nur in Bh vor Ben stand. Ben starrte sie nur an, riss sich dann aber noch rechzeitig zusammen bevor sie ihn erwischte und zog sich Schuhe und Hose aus und schlüpfte in die Hautenge Jeans und besah sich skeptisch im Spiegel. Lena hatte sich mittlerweile auch schon Rock, Strumphose und Top angezogen und stellte sich neben Ben.
    "Schöne Hose" grinste sie.
    "Schicker Rock" lachte Ben.
    "Jäger, wir kommen jetzt wieder rein" warnte Frau Krüger und stand im nächsten Moment schon mit Semir im Raum.
    "Das Shirt müssen sie aber noch ausziehen" forderte sie. Ben schnaufte nur, zog dann aber sein Shirt aus, woraufhin die Chefin sich ein pfeifen nicht verkneifen konnte.
    "Legen sie sich einen Freund zu" raunte Ben nur und besah sich im Spiegel. Im selben moment kam auch noch Susanne ins Büro und pfiff anerkennend und trat dicht hinter Ben.
    "Wie viel nimmst du denn?" fragte sie verführerisch und versuchte sich vergebens ein lachen zu verkneifen, und gab Ben dann einen Klatscher auf den Hintern.
    "Boar, ihr seid doch alle notgeil" erwiederte Ben sauer und zog sich schnell das Shirt über.
    "Schade, dass ich nicht schwul bin" stichelte Semir weiter.
    "Oh haltet doch alle einfach den Mund, ich mache meinen Job und sonst nichts" sagte er wütend und viel lauter als nötig.
    "Jaja beruhig dich wieder Partner" lachte Semir.
    "Du bist doch nur neidisch" erwiederte Ben immer noch gereizt und ließ sich auf seinen Stuhl fallen und nahm einen Schluck von seinem mittlerweile kaltem Kaffee.
    "Jaja das wird wohl sein, um das auszudiskutieren haben wir jetzt zu wenig Zeit. Jäger, Neuer sie fahren jetzt los zu diesem Bordell, hier sind ihre Ohrstecker, sodass wir immer miteinander in verbindung bleiben" sagte die chefin und reichte jedem einen winzig kleinen hautfarbenen Chip, den sie sich ins Ohr steckten.
    "Dann kanns jetzt losgehen" sagte Lena und atmete tief durch.
    "Viel Glück Partner" sagte semir und hielt Ben seine Hand hin. Nach kurzem Zögern schlug Ben ein und bedankte sich. Auch Lena wurde viel Glück gewünscht und so verließen die beiden das Büro, setzten sich in Bens Wagen und fuhren los.

  • Ausnahmsweise


    Nach 10 Minuten kamen Ben und Lena bei dem Bordell an. Auf dem Weg hatte Ben Lena noch einiges erzählt, was die Chefin ihm eben noch erklärt hatte. Einige Kollegen werden zusätzlich noch in das Bordell kommen, allerdings als 'Kunden'. Falls jemand von den richtigen Kunden Ben oder Lena 'kaufen' möchte, wird ein Kollege einspringen und dem Kunden zuvorkommen, damit die beiden nicht mit irgendwem schlafen müssen. Außerdem wird Gaby Priester dabei sein, um Ben und Lena rechtzeitig bescheid zu sagen, falls der gesuchte mann vor Ort ist.
    "Noch irgendwelche Fragen?" fragte Ben und parkte den Wagen.
    "Nein, ist alles klar" sagte sie und stieg aus dem Wagen, Ben stieg ebenfalls aus und trat auf sie zu.
    "Pass auf dich auf, sobald dich irgendjemand anfassen will lass dir das nicht gefallen. Wehr dich, ruf nach Hilfe oder tritt ihm von mir aus in die Eier aber mach nichts was du nicht willst" sagte Ben ernst und stand unentschlossen vor ihr, trat dann aber einen Schritt auf sie zu und zog sie an sich und umarmte sie sanft.
    "Natülich, pass du aber auch auf dich auf, es gibt auch schwule hier, vergiss das nicht" sagte sie und schloss ihre Arme fest um Bens Rücken und Nacken.
    "Alles klar, dann lass uns dieses Schwein jetzt auffliegen lassen" lächelte Ben und löste sich von ihr.
    "Wir sind übrigens ein Paar, das so verzweifelt Geld braucht, dass es keinen anderen weg gefunden hat als hier anzufangen." sagte Lena noch schnell.
    "Ok" sagte Ben und nahm ihre Hand in seine "Sie sollen uns das schließlich auch glauben" erklärte er grinsend, atmete tief durch und öffnete die Eingangstür und trat mit Lena an seiner Seite ein.


    Überall liefen knapp bekleidete Männer und Frauen rum, die sich für den nächsten Auftrag vorbereiteten oder sich ausruhten. Der Raum war in lila-blau-rotes Licht getaucht und es war sehr warm hier drinnen. Angespannt gingen Ben und Lena zu einem Pult, wo ein Mann in Jeans und Shirt saß und nichts tat.
    "Hallo. Wir sind Jonas Bäcker und Claudia Maurer, wir wollten heute hier anfangen" sagte Ben.
    "Ihre Ausweise bitte" forderte der Mann, der ohne zweifel der Schwule geschäftsführer war.
    "Klar" sagte Ben und richte ihm seinen und Lena ihm ihren Ausweis. Der Mann musterte beide gründlich und gab sie dann wieder zurück.
    "Alles klar, ziehen sie sich um und kommen sie dann wieder hier in den Raum und warten sie bis jemand sie anspricht, dann gehen sie mit dem oder derjenigen in einen der Räume hier und machen was der andere will, nach der abgesprochenen Zeit kommen sie dann wieder hier her zurück und warten auf den nächsten Kunden. In dem ersten Raum da drüben können sie ihre Klamotten hintun. Noch fragen?"
    "Nein" sagte beide gleichzeitig und verschwanden im Umkleideraum. Da noch andere Menschen da waren sprachen sie kein Wort und verließen nachdem sie sich umgezogen hatten den raum wieder und setzten sich auf eines der Sofa und warteten. Schon nach kurzer Zeit kam eine etwas dickere Frau auf Ben zu. Doch auch Susanne hatte gesehen, dass die Frau zu Ben wollte und trat schnell zu ihm und nachdem Ben einen Blick mit Lena gewechselt hatte, verschwand Ben mit seiner ersten 'Kundin' in eines der zimmer.
    "Danke" war das erste was Ben zu Susanne sagte, als sie sich nebeneinander auf das Bett gesetzt hatten.
    "Kein Problem" lächelte Susanne "Dafür bin ich doch hier"
    "Das ist echt wiederlich, man sitzt da nur rum und hat keine Ahnung mit wem man in ein paar minuten ins Bett steigt." sagte Ben leise.
    "Zum Glück musst du nicht wirklich mit irgendwem schlafen" sagte Susanne.
    "Ich mache mir sorgen um Lena, sie sitzt da jetzt ganz alleine und was ist wenn ein kollege nicht schnell genug sieht, dass jemand sie will und dann..." begann Ben nervös.
    "Ben mach dir keine Sorgen, wir sind mit 6 Kollegen hier und alle achten nur auf euch beide, es kann gar nichts passieren." beruhigte Susanne ihren Freund.
    "Ja ich weiß, du hast ja auch recht aber"
    "Nein kein aber" unterbrach sie ihn "Wir bleiben jetzt einfach hier, bis meine Zeit um ist, dann bezahl ich dich und dann gehen wir wieder zurück" grinste Susanne.
    "Wie viel kostet das eigentlich?" wollte Ben wissen.
    "Die Chefin, die übrigens auch hier ist hat uns 100€ gegeben. Es würde ja schon auffallen, wenn du nichts verdienen würdest" erklärte Susanne.
    "Die Chefin ist auch hier?" fragte Ben überrascht.
    "Ja und Jenny auch"
    "Ich werde also nacher mit der Chefin schlafen?" fragte Ben grinsend.
    "Da geh ich mal nicht von aus aber mach dir ruhig Hoffnungen" lachte Susanne.
    "Nee lass mal, als ich sie damals auf der Party getroffen habe, war es eigentlich mein Plan sie ins Bett zu kriegen, aber als sich dann rausgestellt hat, dass sie die Chefin ist, hab ich meinen Plan ganz schnell geändert"
    Fast eine Stunde lang unterhielten sich Ben und susanne weiter über alles mögliche, dann verwuschelten sie noch etwas ihre Haare, Susanne gab Ben das Geld und dann verließen sie den Raum. Langsam ging Ben zu der Gruppe von Sofas, doch Lena war nicht da, also setzte er sich einfach irgendwo hin und wartete. Nach kurzer Zeit kam Gaby Priester auf ihn zu und setzte sich neben ihn.
    "Hallo Frau priester" begrüßte Ben sie.
    "Gaby" wiedersprach sie "Sie haben mir das Leben gerettet, ich denke da sollten sie mich Gaby nennen"
    "Ok dann bin ich Ben" lächelte Ben "Wo ist Lena?"
    "Ein Mann wollte sie ansprechen, aber Herr Bonrath kam ihm zuvor."
    "Dieter ist auch hier?" fragte Ben und konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen.
    "Da" flüsterte Gaby plötzlich nervös und nickte zu einem Mann, der gerade aus einem der Zimmer kam "Das ist dieser Typ, den ihr sucht." flüsterte sie.
    "Der in dem lila Shirt?" fragte Ben
    "Ja genau der" nickte Gaby.
    "Dann wollen wir mal hoffen, dass er zu mir kommt, vielleicht können wir ihn dann heute schon überführen" hoffte Ben und verfolgte den Mann gespannt mit den Augen. Doch dieser verließ ohne ihm annähernd aufmerksamkeit zu schenken das Gebäude.
    "Das wird heute wohl nichts mehr, aber aus dem Raum wo er drin war kam eben eine Frau, das heißt morgen wird er wiederkommen und sich einen Mann aussuchen, das macht er sogut wie jedes Wochenende" erklärte Gaby.
    "Dann werden wir ihn morgen hoffenltich wegen versuchter Vergewaltigung festnehmen" sagte Ben und ließ sich ins Sofa zurücksinken. Den ersten Abend hatten sie ohne irgendwelche Probleme aber auch ohne Erfolg überstanden. Jetzt mussten sie nur noch auf Lena warten und dann konnten sie endlich abhauen und Feierabend machen.

  • Am nächsten Morgen kam Ben ausnahmsweise mal pünktlich in die Past. Semir und Lena saßen trotzdem schon in ihrem Büro und unterhielten sich.
    "Morgen" begrüßte Ben beide lächelnd und ließ sich in seinen Stuhl fallen.
    "Guten Morgen" lächelte Lena ihn an.
    "Morgen Partner" sagte auch Semir "Außnahmsweise mal pünktlich?" grinste er.
    "Wieso ausnahmsweise? Ich bin immer pünktlich" antwortete Ben grinsend und nahm einen Schluck von seinem Kaffee und biss von seinem Brötchen ab.
    "Natürlich" lachte Lena. Da betrat die Chefin ihr Büro.
    "Jäger, Neuer, sie müssen noch ihren Bericht über den gestrigen Einsatz schreiben. Machen sie das jetzt und Gerkhan sie fahren mit Jenny auf Streife" forderte sie.
    "Alles Klar" sagten alle drei gleichzeitig und machten sich an die Arbeit.
    Mittags waren sie beide mit ihrer Arbeit fertig und Semir war von seiner Streife auch wieder da, also bestellten sie sich etwas zu Essen und ließen es sich schmecken. Am Nachmittag schrieben sie noch einige weitere Berichte, bis Ben und Lena sich abends wieder auf den Weg in das Bordell machten.
    "Ich habe ein schlechtes Gefühl, was den heutigen Abend betrifft" gab Ben zu als sie im Auto saßen.
    "Wieso das denn?" fragte Lena verwirrt.
    "Ich weiß nicht, es ist nur so ein Gefühl, dass heute irgendwas schiefgeht" versuchte Ben zu erklären und fuhr sich nervös durchs Haar "Vielleicht sollte ich heute alleine da rein gehen und du machst einfach Feierabend"
    "Nein! Auf keinen Fall, ich kann dich doch nicht einfach alleine lassen, außerdem sollten wir das alles zusammen machen" widersprach Lena.
    "Ich weiß, war nur ne Idee, aber sobald irgendetwas außer Kontrolle gerät hau da ab, renn einfach weg, ich komm dann schon alleine klar."
    "Wieso Ben? Wir sind doch Kollegen, wir helfen uns gegenseitig. Wenn dir etwas passiert werde ich dir wieder da raushelfen."
    "Ich weiß, aber naja das alles war meine Idee und ich will nicht, dass dir wegen meinem dummen Plan irgendwas passiert" erklärte Ben "Das könnte ich mir nie verzeihen"
    "Wir geraten einfach nicht in Gefahr, wir passen auf uns auf und dann geht alles gut."
    "Das ist der Plan" seufzte Ben.


    Als Ben und Lena sich wieder auf eines der Sofas setzten kam ziemlich schnell auf Ben eine Frau zu, doch Frau Krüger war schneller und verschwand mit Ben in einen der Räume. Kurz darauf kam auch zu Lena ein Mann doch diesem kam semir zuvor. Alles lief nach Plan und nach etwa einer stunde kamen sie beide wieder heraus und setzten sich zusammen aufs Sofa, doch Ben wurde das Gefühl nicht los, dass irgendetwas grauenvolles diese nacht passieren würde.
    "Jäger, Neuer, sie müssen den Einsatz für heute abbrechen, im Großraum Düsseldorf gab es eine riesige Katastrophe, Banküberfall mit Flucht, Verletzten, Schießerei und sie haben zu wenige Kollegen und wir müssen sie unterstützen." hörten Ben und Lena über ihre Ohrchips die Chefin sagen.
    "Ich zieh das jetzt durch, Lena wird mit euch gehen, ich bleibe hier und schnapp mir den Idioten" antwortete Ben.
    "Ich bleibe auch hier, wir schaffend as auch ohne die kollegen" stieg Lena mit ein.
    "Sind sie sich sicher?" fragte die Chefin.
    "Ja" sagte Ben sofort.
    "Ja" sagte auch Lena.
    "Gut, ich denke ich werde es bereuen aber dann schnappen sie sich den Typen. Passen sie auf sich auf." sagte die Chefin "Wenn wir nicht so unter stress ständen und die Kollegen nicht auf uns warten würden, würde ich ihnen das ganz sicher nicht erlauben"
    "Danke" sagte Ben "Ich würde ja sagen, dass sie es nicht bereuen werden, aber das kann ich nicht versprechen"
    "Ich weiß, viel Glück" sagte die Chefin "Wir erhalten die Verbindung durch die Ohrstöpsel aufrecht, wenn sie also Probleme haben dann schreien sie, dann kommen wir so schnell wir können zurück und helfen ihnen." versprach die Chefin.
    Einige Momente später kamen zwei Männer auf Ben und Lena zu. Einer der beiden war ohne zweifel der Typ, den sie suchten, den anderen hatten sie noch nie gesehen.
    "Ihr seid neu hier oder?" fragte der gesuchte Mann und schaute Ben und Lena nacheinander tief in die Augen.
    "Ja gestern waren wir das erste Mal hier" erklärte Ben freundlich.
    "Sie sind beide heiß, haben Manieren und sind neu hier, also bin ich bei ihnen ganz genau richtig. Ich nehme sie beide" sagte er und lachte dreckig und machte eine Kopfbewegung zu einem der Räume.

  • Es geht weiter .....


    ///////////////////////////////


    Sobald Lena, Ben, der gesuchte und der fremde Mann in den Raum getreten waren, schloss einer der Männer die Tür ab und trat zu dem anderen. Im nächsten Moment schlugen der eine Mann Ben und der andere Lena ein paar mal hart ins Gesicht und drehte ihnen die Arme auf den Rücken, zogen sie blitzschnell zum Bett und fädelten die Handschellen durch das Bettgestell. Geschockt starrte Lena die beiden an. Ben hatte sich bei den harten Schlägen verletzt und seine Lippe war aufgeplatzt.
    "Was soll das?" wollte Ben wissen "Machen sie uns wieder los" forderte er und zog an den Fesseln.
    "Das glaubst du doch nicht wirklich oder kleiner?" fragte der gesuchte mann lachend "Wir wollen ja nicht unhöflich sein, also stellen wir uns erstmal vor. Ich bin Michael Sommer und das ist mein Partner Torsten" sagte Michael, der eindeutig der Anführer war.
    "Und jetzt werden wir etwas Spaß mit euch haben, ich hoffe ihr steht auf vierer" lachte Torsten und im selben moment riss er Ben schon das Hemd vom Leib und Lena ihr Top.
    "Hört auf damit" schrie Lena entsetzt.
    "Genau hört auf, wir wollen das nicht, also macht uns wieder los" forderte Ben.
    "Das glaubt ihr doch nicht wirklich oder? Sie sind echt heiß und weil ich sowohl auf Frauen als auch auf Männer stehe kann ichs gar nicht erwarten euch beide zu nehmen." grinste Michael.
    "Entweder ihr macht uns jetzt wieder los oder ich fang an zu schreien" sagte Lena unsicher.
    "Schreien?" lachte Torsten "Da krieg ich aber Angst"
    "macht uns doch einfach wieder los, das ist sonst Vergewaltugung" versuchte auch Ben sein Glück.
    "Na und? Dann ist es das halt, aber das ist mir ziemlich egal"
    "Semir!!" schrie Lena laut mit zitternder Stimme, damit Semir und die Chefin es über die Ohrstöpsel hören konnten.
    "Wie süß, sie ruft nach ihrem Freund" sagte Torsten grinsend und zog sich sein Shirt und gleichzeitig seine Schuhe aus.
    "Was haben sie denn davon, wenn sie mit uns jetzt ähh naja also sie wissen schon was machen?" fragte Lena zitternd.
    "Was wir davon haben? Es macht uns Spaß, es macht uns an wenn unsere Opfer versuchen sich zu wehren, vielleicht sogar weinen und schreien" lachte Michael dreckig.
    "Das ist krank!" schrie Ben wütend und rüttelte an den Fessel.
    Doch die beiden Männer reagierten gar nicht auf ihn, sonder zogen sich auch noch ihre Hosen aus, sodass sie nur noch in Unterhosen vor Ben und Lena standen. Langsam kamen sie auf das Bett zu und jeder wandte sich an einen der Komissare. Sofort drückte Michael seine Lippen auf Bens blutverschmierten Mund und steckte seine Zunge unvorbereitet tief in Bens Rachen. Keuchend schnappte Ben nach Luft und rammte Michael sein Knie in seinen Bauch. Wütend sprang MIchael auf und starrte Ben an.
    "Was soll das? Du wagst es mir das Knie in den Bauch zu rammen?" schrie er völlig außer sich vor Wut. "Ich habe hier das sagen, vergiss das nicht" rief er und schlug hart auf Ben ein. Er hatte völlig den Verstand verloren und schrie Ben wütend an und schlug wie wild auf Bens Brust, Bauch und in seine Seiten ein.
    "Ehj Michael, lass ihn los!" schrie Torsten und stieß seinen Partner von Ben hinunter.
    "Was willst du Torsten?" schrie Michael "Er hat mir wehgetan, dafür muss er bezahlen" schrie er wütend.
    "Lass Ben in Ruhe" schrie Lena, die mittlerweile den Tränen nah war.
    "Halt du dich da raus Kleine! Sei du froh, dass Torsten sich um dich kümmert, er traut sich gar nichts er knutscht nicht mal mit seinen Gekauften. Da hat er hier es besser, bei mir hat er weinigstens was davon" lachte Michael hysterisch und riss Ben seine Hose herunter und schmiss sie weg.
    "Und jetzt nehm ich dich, so richtig hart, sodass du es nie vergisst" flüsterte er Ben verschwörerisch ins Ohr und fuhr mich seinen Händen über seinen Oberkörper.
    "Hör auf damit, fass mich nicht an!" schrie Ben laut, in der Hoffnung, dass die Chefin oder Semir ihn hören würden. Im selben Moment hob er sein Bein und trat Michael mit voller Wucht in den Bauch.
    "Jetzt hast du es übertrieben!" schrie Michael völlig außer sich, stopfte Lena Bens Hemd in den MUnd, damit sie nicht weiterschrie. Dann trat er Ben so hart wie nie in die Seite, sodass ein ekelhaftes Knacken zu hören war. Laut schrie Ben auf, dann schnappte er keuchend nach Luft. Michael griff in Bens Haare und riss seinen kopf herum, damit er ihn ansehen konnte, dabei riss er ausversehen Bens Ohrstöpsel aus seinem Ohr.
    "Ein Ohrstöpsel?" schrie er fassungslos und schlug Ben hart ins Gesicht, sodass seine Haut neben dem Auge aufplatzte "Du bist ein Bulle?" schrie er wütend und schlug wieder auf Ben ein.
    "Ja" keuchte Ben "Und in zwei Sekunden sind meine Kollegen da und nehmen dich fest, du perverses Schwein" brachte Ben unter Schmerzen hervor.
    "Das glaubst du doch selber nicht" rief Michael aufgebracht, sprang vom Bett auf, zog sich seine Klamotten an, schmiss Ben seine Boxershorts auf den nackten Unterleib, schlug ihm noch mal hart in den Magen und kletterte dann gefolgt von seinem geschockten Partner aus dem Fenster und verschwand im Wald.
    Keine 10 Sekunden später stürmten Semir, die Chefin und einige andere kollegen in das Zimmer.



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  • Ausnahmsweise mal heute noch ein kurzer Teil


    "Ben! Lena!" rief Semir überrascht.
    "Semir, bin froh dich zu sehen Mann" stöhnte Ben "Sie sind grade aus dem fenster, beeilt euch dann kriegt ihr sie vielleicht noch" brachte er hervor.
    Sofort wandte Semir sich an einige Kollegen, die den beiden Flüchtigen sofort folgten.
    "Was ist passiert?" fragte Semir sofort.
    "Erstmal machen wir sie beide frei, dann untersucht der Arzt sie und dabei können sie uns ja erzählen was passiert ist" unterbrach die Chefin ihren Kollegen.
    "Ich brauche keinen Arzt" sagte Ben, als Semir ihm die Handschellen löste. Sofort griff er nach seinen Shorts und zog sie sich über, darauf bedacht seine Rippen nicht zu belasten.
    "Ben! Du lässt dich untersuchen, dieser Michael hat dir mindestens eine Rippe gebrochen, das hab ich doch gehört" mischte Lena sich besorgt ein.
    Da betrat auch schon ein Arzt den Raum, begrüßte sie alle und sah dann abwechselnd von Ben zu Lena und wieder zurück.
    "Ich denke mal sie haben mehr abbekommen, junger Mann" beschloss er dann und kam zu Ben ans Bett und begann mit den Untersuchungen. Währenddessen berichteten Lena und Ben, was passiert war. Ben versuchte die ganze Sache immer wieder herunterzuspielen doch Lena erzählte Semir und ihrer Chefin wie hart er Ben wirklich rangenommen hatte.
    "Dieses Arsch" zischte Semir, als sie die Erzählung beendet hatten "Wenn ich den in die Finger kriege, wird der was erleben"
    "Erstmal müssen die Kollegen ihn kriegen" sagte die Chefin, da hatte der Arzt die Untersuchung beendet.
    "Ihr Kollege hat zwei gebrochene Rippen, starke Prellungen am ganzen Oberkörper aber zum glück keine inneren Verletzungen. Sie sollten einige Tage im Krankenhaus bleiben und sich schonen. Die kassierten Schläge werden so einige üble blaue Flecken mit sich bringen, aber mit viel Ruhe und Erholung werden keine grüßeren Schäden entstehen."
    "Gut, aber ins Krankenhaus gehe ich nicht" stellte Ben sofort klar.
    "Herr Jäger, seien sie vernünftig und bleiben sie ein paar Tage im Krankenhaus" versuchte Frau Krüger ihren Angestellten zu überzeugen.
    "Nein, keine Chance" sagte Ben energisch.
    "Ben bitte" forderte Lena.
    "Nein" sagte Ben wütend "Ich fahre einfach nach Hause, ruh mich die Nacht über aus und morgen bin ich so gut wie neu" sagte Ben, setzte sich an die Bettkante und zog sich seine Jeans an.
    "Herr Jäger, ich kann sie nicht zwingen mit ins Krankenhaus zu kommen, also gebe ich ihnen eine Weste, die ihren Rücken stützt, sodass ihre Rippen geschont werden und wieder verheilen können. Sie sollten sich ein paar Tage schonen, sie dürfen gehen aber nur mit der Weste" sagte der Arzt und half Ben die Weste anzuziehen.
    "Ok" sagte Ben und zog sich sein Hemd über.
    "Vielen Dank" sagte Frau Krüger. Dann verabschiedete sich der Arzt und verschwand.
    "Jäger, sie sind einige Tage beurlaubt, schonen sie sich" ordnete die Krüger an.
    "Ben, du kommst auf jeden Fall für heute Nacht mit zu uns. In diesem Zustand lassen wir dich nicht alleine." beschloss Semir, der vor Sorge fast umkippte.
    "Wieso das denn?" fragte Ben "Ich kann auch zu mir fahren und mich da für ein paar Stunden aufs Ohr hauen"
    "Ben du kommst mit zu uns und damit ist die Diskussion beendet" meinte Semir gereizt.
    "Semir, mach dir nicht immer so viele Sorgen" erwiederte Ben genervt.
    "Ben, um dich muss man sich doch auch immer Sorgen machen" schrie Semir aufgebracht.
    "Ich bin kein kleines Kind mehr" schrie Ben sauer, sprang vom Bett auf, woraufhin er aufgrund seiner demolierten Rippen scharf Luft einsog und verließ so schnell er konnte den Raum. Semir rannte ihm sofort hinterher und hielt ihn am Arm fest.
    "Ben, du läufst jetzt nicht einfach weg, du kommst jetzt mit zu uns, wir setzten uns noch ein bisschen in die Stube und reden ein bisschen. Morgen spielst du ein bisschen mit Aida und Leila und machst dir einen schönen Tag" versuchte Semir Ben zu überzeugen.
    "Semir ich will nicht mit, ich will einfach nur nach Hause! Verstehst du das nicht?"
    "Nein ich verstehe das nicht, wieso willst du denn nicht mit?" fragte Semir verwirrt.
    "Semir, ich will jetzt alleine sein, bitte" bat Ben mit Nachdruck und sah Semir tief in die Augen.
    "Aber Ben" begann Semir wieder.
    "Semir! Ich bin gerade nur um haaresbreite einer Vergewaltigung entkommen, tut mir leid, dass ich dann nicht mit deinen Kindern spielen möchte" schrie Ben Semir an und stürmte dann aus dem Gebäude und ließ seinen geschockten Partner hinter sich zurück. So schnell er konnte stieg er in seinen Wagen und raste mit quitschenden Reifen vom Gelände.

  • Wütend und ohne sich noch mal umzuschauen raste Ben vom Parkplatz. Seine Rippen taten unglaublich weh, also beschloss er wirklich sofort zu seiner Wohnung zu fahren und sich nicht noch irgendwo in der Stadt herumzutreiben. Außerdem war es mittlerweile auch schon nach Mitternacht. Nach 15 Minuten brachte er seinen Wagen quitschend vor seiner Wohnung zum stehen, stieg unter Schmerzen aus dem Wagen und stieg langsam aber sicher die Treppen zu seiner Wohnung hinauf. Als er endlich angekommen war schmiss er seine Jacke aufs Sofa, nahm sich eine Flasche wasser aus dem Kühlschrank und verschwand im Schlafzimmer. Dort zog er sich erstmal bis auf die Boxershorts aus und versuchte sich irgendwie bequem hinzulegen ohne seine Rippen zu belasten, was sich als schwieriger als gedacht herausstellte. Irgendwann hatte er die richtige Position gefunden und versuchte zu schlafen.


    Wütend stürmte Semir zurück ins Gebäude.
    "Was ist mit Jäger?" wollte die Chefin sofort wissen.
    "Er ist stur, so wie immer" versuchte Semir möglichst ruhig zu antworten.
    "Was soll das heißen?"
    "Ich habe ihm vorgeschlagen, dass er für ein paar Tage zu uns kommt, aber er ist ausgetickt und meinte, dass er kein kleines Kind mehr sei und so und dann ist er mit seinem Wagen abgehauen."
    "Er versteht nicht, dass sie sich einfach nur Sorgen um ihn machen" meinte die Krüger.
    "Er ist es nicht gewohnt, dass sich jemand um ihn kümmern will oder jemand sich Sorgen um ihn macht" mischte Lena sich ein "Seine Kindheit und vor allem Jugend war nicht so traumhaft, wie alle immer denken."
    "Was meinst du denn damit? Sein Vater ist doch Konrad jäger, die haben doch Geld wie Sand am Meer. Wieso sollte er dann keine tolle Kindheit gehabt haben? Er hatte doch alles was man sich nur wünschen konnte." meinte Semir verständnislos.
    "Genau das denken immer alle, aber Geld alleine macht nicht glücklich."
    "Was hat Ben denn gefehlt?" wollte Semir wissen.
    "Das fragst du ihn am Besten selber, ich weiß nicht wie viel oder ob er überhaupt irgendetwas darüber erzählen möchte" wich Lena aus.
    "Aber er ist doch mein Partner..." begann Semir.
    "Bedrängen sie ihn nicht zu sehr" mischte die Chefin sich jetzt wieder ein.
    "Hää?" machte Semir nur und runzelte die Stirn.
    "Wenn etwas schlimmes oder traumatisches in der Kindheit oder jugend passiert ist redet niemand gerne darüber. Man wird dann an all das schlimme lebhaft erinnert und wenn jemand einen darauf anspricht kommt alles wieder hoch. Ich weiß zwar nicht was Herrn Jäger wiederfahren ist, aber ich denke er hat sich von all dem distanziert und es so all die Jahre erfolgreich verdrängt. Sobald er daran erinnert wird ist es möglich, dass er sich komplett in sich selbst verschanzt und niemanden mehr an sich heranlässt. Er errichtet eine riesige Mauer und verkriecht sich in sich selbst, dann ist er nicht mehr er selbst. Äußerlich sieht man es einem dann nicht an, aber man ist dann total schreckhaft, bei dem kleinsten Geräusch erschrickt man sich fast zu Tode und ist ständig in Gedanken versunken. Wenn einem Kind in der Kindheit irgendwas gefehlt hat und man es als Erwachsener das erste mal bekommt oder erlebt, kann das sehr befremdlich sein, es kann einem sogar Angst machen" beendete Frau Krüger ihren Bericht "So wie ich das verstanden habe, hat Herr Jäger wohl nie sehr viel Besorgnis erfahren und jetzt wo sie sich um ihn sorgen, ist er komplett durcheinander und versteht das alles nicht mehr."
    "Woher wissen sie denn das alles?" fragte Semir, der seine Chefin mit offenem Mund anstarrte.
    "Ich habe mal Psychologie studiert" erklärte Frau Krüger lächelnd.
    "Oh, vielleicht sollte Ben dann mal mit ihnen sprechen" schlug Lena vor.
    "Von mir aus gerne, aber ich denke nicht, dass Herr Jäger damit einverstanden sein würde."
    "Was würden sie an meiner stelle tun?" fragte Semir die Krüger.
    "Lassen sie ihm etwas freiraum, er soll selber entscheiden wann, ob und mit wem er sprechen möchte." riet sie Semir "Lassen sie ihn aber trotzdem merken, dass sie sich Sorgen um ihn machen"
    Nickend nahm semir die Tipps zur Kenntnis.
    "Und jetzt machen sie beide Feierabend" befahl sie und sah von Semir zu Lena.
    "Ok" sagten beide und verließen das Gebäude. Semir brachte Lena noch zu ihrer Wohnung und machte sich dann auf den Weg zu sich nach Hause.


    Zu Hause angekommen, schlich Semir sich in sein und Andreas Schlafzimmer um niemanden zu wecken, doch Andrea war schon wach und sah ihrem Ehemann verschlafen an.
    "Hei Semir und hattet ihr Erfolg?" fragte sie flüsternd und setzte sich auf.
    "Hmm" machte Semir nur, zog sich um und legte sich zu seiner Frau ins Bett.
    "Was ist passiert?" fragte Andrea sofort besorgt "Ist irgendwer verletzt?"
    "Nein"
    "Habt ihr den Typen?" fragte Andrea.
    "Nein" antwortete semir nach kurzem Zögern.
    "Semir erzähl einfach, dann kann ich vielleicht auch weiterhelfen"
    "Du hast recht" seufzte Semir. Dann nahm er Andrea in den Arm starrte an die Decke und erzählte ihr alles was passiert war.
    "Als Lena und ich auf dem Weg raus waren kamen uns die Kollegen entgegen, die den Flüchtigen festnehmen sollten, doch sie haben ihn nicht gefasst, er ist wie vom Erdboden verschluckt und Ben sitzt alleine in seiner Wohnung und muss mit dem ganzen Scheiß alleine fertigwerden, aber er lässt sich ja nicht helfen" endete Semir seinen Bericht.
    "Oh mein Gott, armer Ben. Der Junge muss aber auch was durchmachen" seufzte Andrea.
    "Ich will ihm ja helfen, aber ich soll ihn ja auch nicht bedrängen, ich weiß nicht was ich jetzt machen soll. Soll ich ihn anrufen oder ihn alleine lassen oder einfach zu ihm fahren?"
    "Ich hätte ihn an deiner Stelle angerufen und ihn gefragt ob du ihm irgendwie helfen kannst"
    "Bist du sicher?" fragte Semir unentschlossen.
    "Nein, aber ich würde es trotzdem versuchen" lächelte Andrea.
    "Ok" murmelte Semir, griff nach seinem Handy und wählte Bens Nummer.


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  • Mit offenen Augen lag Ben in seinem Bett und versuchte einzuschlafen, was ihm aber nicht gelang. Er konnte seine Gedanken nicht abschalten und zusätzlich taten seine Rippen furchtbar weh. Plötzlich klingelte sein Handy. Langsam und darauf bedacht sich nicht zu schnell zu bewegen griff er nach seinem Handy und nahm ab.
    "Ja?" fragte er mit rauer Stimme.
    "Ben?" fragte Semir.
    "Semir? Was willst du?" fragte Ben, der immernoch sauer auf seinen Partner war.
    "Wie gehts dir?" wollte Semir wissen.
    "Wie solls mir schon gehen?" fragte Ben genervt.
    "Wieso bist du noch wach?" kam sofort die nächste Frage.
    "Ich konnte nicht schlafen"
    "Wieso nicht?"
    "Semir, was soll das? Wird das ein Verhör oder was?" erwiederte Ben wütend.
    "Nein Quatsch, ich mach mir doch nur Sorgen um dich" versuchte semir ihn zu beruhigen.
    "Ich brauche niemanden, der sich um mich kümmert, es brauch sich niemand um mich Sorgen machen und du erstrecht nicht!" schrie Ben ins Telefon.
    "Aber Ben, beruhig dich doch" begann Semir.
    "Ich brauche keinen Vater!" schrie Ben, legte auf und schmiss sein Handy auf den Nachtisch.


    Die nächsten zwei Tage meldete Ben sich bei niemanden, denn er hatte aufgrund seiner Verletzungen drei Tage frei bekommen. Wenn sein handy oder Telefon klingelte ignorierte er es und wenn jemand an seiner Haustür klingelte machte er nicht auf. Semir war total verzweifelt und kam fast vor Sorge um seinen Partner um. Er hatte jeden Tag mindestens 10 mal angerufen und war auch mehrere male zu Bens Wohnung gefahren, doch Ben öffnete nicht. Also musste er sich wohl oder übel gedulden und warten bis Ben am nächsten Tag zum Dienst kam.


    "Morgen" sagte Ben, der am nächsten Morgen ungewöhnlich gut gelaunt ihr Büro betrat.
    "Was soll das Ben?" fragte Semir.
    "Was soll was?" fragte Ben.
    "Dass du einfach so hier hereinspazierst kommst als sei nichts passiert"
    "Ich dachte wir könnten das ganze einfach vergessen und einfach so tun als ob nichts passiert wäre. Semir ich muss mit dir reden, bitte" bat Ben nachdrücklich.
    "Du kannst doch nicht einfach so tun als ob nichts passiert wäre!" schrie Semir aufgebracht und baute sich wütend vor seinem Partner auf.
    "Was willst du denn hören?" schrie Ben verzweifelt zurück.
    "Vielleicht irgendwas, wie es dir geht, warum du dich seit drei Tagen nicht gemeldet hast, warum du dich so seltsam verhälst nur weil ich mir Sorgen um dich mache" erklärte Semir wütend.
    "Das geht dich einen Scheißdreck an" schrie Ben seinen Partner an "Ich habe schon einen Vater und der ist mir mehr als genug"
    "Verstehst du mich denn nicht? Ich mache mir einfach nur Sorgen um meinen Partner und freund"
    "Das ist ja schön und gut aber ich brauche keinen Vater, ich brauche niemanden" schrie Ben, der schon fast Tränen in den Augen hatte.
    "Aber Ben lass dir helfen"
    "Ich brauche keine Hilfe! Lass mich einfach in ruhe, wir machen unseren Job zusammen und mehr nicht. Mein Privatleben geht niemanden etwas an" brüllte Ben. Semir war vorher schon vor Wut ganz rot aber dieser Satz brachte das Fass zum überlaufen. Er konnte es sich einfach nicht länger anhören, also sprang er Ben an die Brust, packte ihn am Kragen, drängte ihn grob an die Wand und sah ihm tief in die Augen.
    "Ben, rede mit mir! Das wird dir helfen" sagte Semir leise und eindringlich und um fassung bemüht.
    "Halt dich aus meinem Leben raus" donnerte Ben seinem Partner direkt ins Gesicht. Da konnte Semir sich nicht länger beherrschen, holte mit seinem Arm aus und ließ die geballte Faust nach vorne direkt in Bens Gesicht schnellen. Erst als er schmerzen in seiner Hand spürte wurde ihm bewusst was er gerade getan hatte. Geschockt fuhr Ben mit seiner Hand an seine Wange, die an einer stelle aufgeplatzt war und stark blutete. Das Blut lief ihm das Gesicht hinunter und seine Lippe war auch noch aufgeplatzt. Entsetzt starrte er seinen Partner an. Dann stieß er Semir mit Tränen der Enttäuschung und Verzweiflung in den Augen hart von sich und stürmte aus der Past.

  • Ein kleiner Teil erst mal. Vielleicht wenn wir Glück haben bekommet ihr heute Abend noch ein Teil.


    Mit Tränen in den Augen rannte Ben aus der Past, sprang in seinen Wagen und raste vom Parkplatz. Er bog auf die Autobahn und drückte das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Er war immernoch total entsetzt. Er konnte nicht fassen was eben passiert war. Sein Partner und bester Freund hatte ihn tatsächlich geschlagen. Semir und er waren zwar schon öfter anderer Meinung gewesen und hatten sich gestritten, doch es war bisher immer bei lautem Geschrei und ähnlichem Geblieben. Doch Ben musste zugeben, so wütend wie heute war sein Partner noch nie gewesen und Ben war auch kurz vorm explodieren gewesen, doch geschlagen hätte er seinen Kollegen niemals. Mit zitternder Hand fuhr Ben über seine Wange. Durch Semirs Ehering war seine Haut an einer Stelle aufgeplatzt und das Blut lief an seinem Gesicht herab.
    Ziellos raste Ben über die Autobahnen und Landstraßen. Er hatte keine Ahnung wohin er fahren sollte, also entschied er sich dafür seine Mutter mal wieder auf dem Friedhof in einem etwas abseits gelegenen Ort zu besuchen. Eigentlich besuchte der junge Kommissar seine Verstorbene Mutter ziemlich oft, immer wenn er Probleme, Kummer oder Sorgen hatte machte er sich auf den Weg und erzählte seiner Mutter davon. Sie war die einzige Person, bei der Ben sich nicht verstellen musste. Bei ihr musste er nicht den starken mann spielen, dem nichts etwas anhaben konnte, er konnte einfach er selber sein. Das war immerschon so gewesen und hatte sich auch nach ihrem Tod nicht geändert. Also wendete Ben den Wagen und raste über eine kleine Straße in die Richtung des Friehofs.
    Mit gerunzelter Stirn und Tränen der Enttäuschung in den Augen bog Ben auf die Landstraße, die zu dem kleinen Dorf führte, ein und sah sich um. Im Seitenspiegel konnte er einen schwarzen Geländewagen erkennen.
    "Komisch, der war doch eben auch schon hinter mir" murmelte Ben, fuhr aber einfach weiter. Doch als der Wagen nach ein paar Minuten immernoch hinter dem jungen Kommissar zu sehen war, begam Ben ein schlechtes Gefühl im Bauch, holte sein Handy hervor und wählte die nummer seines Partners. Auch wenn sie sich eben echt heftig gestritten hatten, wusste Ben, dass er sich auf Semir verlassen konnte wenn er in der Klemme steckte. Nach kurzem Zögern hielt er sich sein Handy ans Ohr und wartete bis Semir abnahm.
    "Ben!" rief Semir nach einigen Sekunden erleichtert ins Telefon "Gott Ben, es tut mir so leid, ich wollte das nicht, bitte du musst mich verstehen!" begann semir.
    "Semir, ich glaube ich habe ein Problem" unterbrach ben seinen Kollegen.
    "Was gibts?" fragte Semir sofort besorgt.
    "Ich glaube ich werde verfolgt, ein schwarzer Geländewagen. Kennzeichen D-K..." begann Ben, doch da war plötzlich ein lauter Schuss zu hören, der Bens Wagen direkt in einen der Reifen traf. NOch bevor Ben überhaupt reagieren konnte, gegann der Wagen zu schlittern und der junge Mann verlor die kontrolle über den Wagen, er kam von der straße ab, flog über den Seitengraben und knallte mit dem Dach zuerst auf das Feld und überschlug sich mehrmals hintereinander und blieb dann falschherum auf dem Acker liegen.


    "Beeen!" schrie Semir, der in seinem Büro stand, in sein Handy. Doch die Verbindung war unterbrochen und es war nur noch ein regelmäßiges Piepen zu hören.
    "Susanne!" schrie Semir "Orte sofort Bens Handy!" kreischte der besorgte Deutschtürke durch das ganze Büro.
    "Aber wieso? Was ist denn passiert?" wollte Susanne wissen.
    "Tu es einfach!" brüllte er wütend und stürmte in das Büro der Chefin.



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    Würde mich aber über Feeds freuen. :D :D :D

  • Gut durchgefroren gibt es ein Neues Kapietel



    "Frau Krüger!" schrie Semir als er in das Büro seiner Chefin stürmte
    "Was gibts Gerkan?" fragte die Krüger genervt und verwirrt.
    "Ben ist in Schwierigkeiten. Wir haben uns gestritten, dann ist er abgehauen und dann hat er eben angerufen. Er meinte er würde verfolgt werden von einem schwarzen Geländewagen aber bevor er mir das komplette Kennzeichen sagen konnte, war ein schuss zu hören und wie der WAgen von der Straße abkam und dann war die Verbindung unterbrochen. Susanne ortet gerade sein Handy, wir müssen ihm helfen!" erklärte Semir aufgeregt.
    "Beruhigen sie sich Gerkan!" versuchte es die Chefin, doch da stürmte Susanne schon ins Büro.
    "Sein Handy lässt sich nicht orten" kam sie sofort zum Punkt.
    "Scheiße! Was sollen wir denn jetzt machen?" fragte Semir entsetzt, doch da hörte er die Stimme des Moderators im Radio "Machen sie mal das Radio lauter!" forderte er.
    "Schwerer Unfall nach einer Schießerei auf der Landstraße in Richtung Derendorf." klang die Stimme eines Mannes aus dem Gerät.
    "Derendorf?" fragte semir entsetzt "Da ist Bens Mutter begraben, er fährt immer zu ihr wenn er Probleme oder Sorgen hat. Er war bestimmt gerade auf dem Weg zu ihr" meinte Semir und verließ im nächsten Moment schon das Büro und stieg in seinen Wagen und machte sich schnell auf den Weg zu der Unfallstelle. Er hoffte inständig, dass er Ben gleich in einem Krankenwagen vorfinden würde, in dem er sich untersuchen ließ, doch sich herausstellte, dass ihm nichts schlimmes passiert war. Doch als der Hauptkommissar am Unfallort ankam war von seinem Partner weit und breit nichts zu sehen. Besorgt wandte Semir sich an einige der anwesenden polizisten doch sie hatten nur die Aussage eines Zeugen, dass er gesehen hatte, wie ein großer braunhaariger Mann, der eindeutig Ben war, aus dem silbernen Mercedes gezerrt und in den schwarzen Geländewagen gezogen wurde. Der Wagen ist dann mit quitschenden Reifen davongerast.
    "Toll" seufzte Semir "Wir haben also nichts. Nichtmal ansatzweise"
    So blieb ihm nichts anderes übrig als zu hoffen, dass Hartmut an Bens Wagen irgendwelche Fingerabdrücke oder andere Spuren findet. Also wartete er noch auf den Rothaarigen, redete kurz mit ihm und nahm ihm das Versprechen ab, dass dieser sich auch bei der kleinsten Spur melden würde und dann machte er sich auf den Weg zurück zu Past.


    Als Ben das erste Mal nach seiner Bewusstlosigkeit seine Augen öffnete sah er sich verwirrt um. Er saß an Händen und Füßen an ein Rohr gefesselt in einem kleinen dunklen Kellerraum ohne Fenster. Nur eine kleine Öllampe, die von der deckte baumelte spendete etwas Licht. Der Boden war nass und feucht, der ganze Raum war kalt und Ben zitterte schon vor Kälte. Schon auf den ersten Blick konnte der junge Hauptkommissar erkennen, dass er alleine nie aus diesem Raum entkommen kann. Es gab keine Fenster oder Lüftungsschächte für die Flucht und die dicke Stahltür würde er nicht aufbrechen können.
    "Toll" seufzte Ben "Ich habe also keine Chance. Nichtmal ansatzweise" murmelte er. Da kam ein Mann herein und schloss die schwere Tür hinter sich.
    "Ich hoffe du kannst dich an mich erinnern" lachte der Kerl dreckig.
    "Michael" stieß Ben angewiedert aus.
    "Ganz genau, du bist ein kluges Kerlchen, ich finde es ja toll, dass du dich noch an mich erinnerst, aber um auf den Punkt zu kommen. Ich habe ein Problem, mein Partner Torsten, der sich eigentlich um deine kleine Freundin kümmern sollte, wurde von den Bullen geschnappt und bevor er mich noch verraten kann werden wir ihn da raus holen und da die Bullen ja ziemlich viel für ihre Kollegen tuen, habe ichmir gedacht ich mache dich ein bisschen hübsch und dann drehen wir ein schönes Video." erkärte Michael lachend.
    "Was soll das? Lass mich doch einfach wieder frei" meinte Ben wütend und zog an seinen Fesseln, die sofort tief in seine Handgelenke einschnitten.
    "Das glaubst auch nur du" lachte der Entführer schämisch, riss Ben sein Shirt vom Leib und trat ihn ein paar Mal in den Bauch und auf den Brustkorb "Ich hol noch eben mein Messer und meine Waffe und dann machen wir dich mal etwas für unser Video zurecht" lachte er und verließ nach einem harten Schlag in Bens Gesicht den Raum.


    In der Past angekommen nahm Semir sofort seinen Telefonhörer zu Hand und wählte Lenas Nummer. Nach kurzem Warten wurde abgenommen.
    "Ja?" fragte Lena.
    "Lena! Ich bins Semir, tut mir leid, dass ich dich anrufe, ich weiß du hättest eigentlich heute frei aber wir haben ein riesen Problem" begann Semir.
    "Ok worum gehts denn?" fragte Lena seinen Kollegen.
    "Um Ben"
    "Ich bin auf dem Weg" antwortete die junge Frau sofort und beendete das Gespräch und stürmte nach weniger als 10 MInuten in das Gebäude ihrer Dienststelle.

  • "So Benni, da wäre ich wieder, ich hoffe du bist hart im nehmen sonst könnte das sehr schmerzhaft für dich werden" sagte Michael, der mit einem Messer und einer Waffe in der Hand den Raum betrat und sich vor Ben aufbaute.
    "Was soll der Scheiß?" fragte Ben wütend.
    "Du willst wissen was das soll? Ok ich erklärs dir kurz. Also deine Kollegen haben meinen Partner Torsten festgenommen und den will ich gerne wieder haben und dafür bist du geradezu perfekt und solange deine Kollegen meinen Freund nicht laufen lassen werde ich mich etwas mit dir vergnügen"
    "Das ist doch krank!" schrie Ben den Mann an.
    "Das ist es vielleicht, aber das ist mir egal. Hauptsache ich habe meinen Spaß" lachte Michael, hockte sich vor den Polizisten und nahm das Messer in seine rechte Hand und ließ es langsam aber bedacht über Bens nackte Brust gleiten, sodass die Haut an den berührten Stellen aufriss. Der Schmerz war enorm doch Ben versuchte sich nichts anmerken zu lassen und kniff die Augen zusammen. Das Blut, das aus den vielen Schnitten stammte lief unaufhörlich den Körper des Kommissar hinab und tropfte auf den kalten Boden. Fasziniert starrte Michael auf Bens Brust.
    "Tut dir das nicht weh?" lachte er hämisch und fuhr leicht mit dem Messer über Bens Schulter "Mach die Augen auf!" schrie er im nächsten Moment völlig außer sich vor Wut und drückte das Messer etwas fester an Bens Schulter. Ben zitterte schon vor Schmerz und Angst und der Schweiß stand ihm schon auf der stirn.
    Als er nicht reagierte stieß sein Entführer ihm ohne Vorwarnung sein Messer tief in die Schulter.
    Vor Schmerz und Schock konnte Ben sich nicht länger beherrschen und schrie seinen ganzen schmerz laut hinaus, was Michael sichtlich gefiel.
    "So gefällst du mir schon besser" schnurrte er leise in Bens Ohr und zog Bens Kopf hart herum, sodass nur noch wenige Zentimeter Platz zwischen ihren beiden Gesichtern war und wartete darauf bis Ben seine Augen öffnete, was nach kurzer Zeit auch passierte.
    "Ich liebe deine Augen, vorallem wenn sie von Schmerz geprägt sind" meinte Michael sanft und streichelte verführerisch über Bens Brust, wobei dieser immerwieder aufkeuchte wenn die blutenden Wunden berührt wurde, was ungefähr immer war. Plötzlich kam Michael dichter auf Ben zu und setzte sich mit gespreizten Beinen auf Bens Schoß und schob ihm ohne Vorwarnung die Zunge tief in den Mund und drängte ihn verlangend und sich hart auf Bens Schoß reitend an sein Opfer und stieß ihn immer wieder gegen die raue Wand. Ben konnte die Erregung von mIchael deutlich spüren, da dieser ja extrem dich an ihm rammelte. Ben versuchte sich die ganze Zeit hart zu wehren doch da er sowohl an Händen als auch an Beinen gefesselt war, stellte sich die Gegenwehr als unmöglich dar. Nach vielen ekelerregenden Küssen und nachdem er Ben immerwieder durch das Berühren der Wunden aufstöhnen und keuchen ließ, erhob der Entführer sich und beugte sich über sein Opfer.
    "Ich hätte ja gerne sowohl meine aber vorallem deine Hose ausgezogen, dann hätten wir richtig Spaß aber du weiß ja, das beste kommt zum Schluss" meinte Michael grinsend. Erst da öffnete Ben, dessen Kopf vor Scham zur Seite gerutscht war, seine Augen wieder und schaute geradezu auf ein schwarzes Gerät, an dem ununterbrochen ein roter Punkt aufblinkte.
    "Ach du hast also meine schöne Kamera entdeckt?" lachte Michael.
    "Du Schwein!" brüllte Ben mit Tränen in den Augen und riss hart an den Fesseln.
    "Versuch gar nicht erst dich loszumachen. Und jetzt halt bitte für einen Moment deinen wunderschönen Mund, ansonsten muss ich dir leider auch noch das Gesicht mit meinem Messer verunstalten und das wäre ja äußerst tragisch. Ich möchte jetzt gerne deinen Kollegen etwas sagen. Also liebe Polizisten, wie ihr sicher wisst wurde mein partner Torsten festgenommen. Ich will, dass ihr ihn mir ausliefert und dafür bekommt ihr euren heißen Kollegen wieder zurück und solange ihr mir meinen Freund nicht gebt werde ich mich mit eurem Benni hier etwas vergnügen" erklärte Michael seinen Plan und lachte dann hysterisch auf "Morgen Nachmittag wird der Tausch stattfinden. Um 16 Uhr, wo werde ich euch noch sagen. Aber ich will, dass nur seine kleine Freundin kommt, diese Lena. Wenn ich auch nur einen einzigen anderen Polizisten sehe wird ihr kollege dafür bestraft werden. Und jetzt werde ich noch etwas Spaß mit ihm haben, aber keine Angst bis morgen wird er seine Shorts noch anbehalten, doch wenn der Deal platzt kann ich nichts mehr versprechen" beendete er seine Vorderung.
    "Lena! Tu es nicht!" rief Ben, dem der Schmerz deutlich anzusehen war.
    "Ich hab gesagt du sollst den Mund halten" schrie Michael wütend, zog im selben moment schon seine Waffe und schoss Ben ohne zu zögern in den bisjetzt noch unversehrten Arm, sodass der junge Mann vor Schmerz ungehalten aufschrie, sodass jedem Außenstehenden das Blut in den Adern gefroren wäre.
    "Seht ihr? Ich mache keine Schmerze, oh schuldigung scherze meinte ich natürlich" sprach Michael direkt in die kamera und begann dann unkontrolliert zu kichern. Dann stellte er die Aufnahme ab, nahm die Kamera mit und verließ immernoch kichernd den Raum und ließ den völlig aufgelösten jungen Hauptkommissar zitternd zurück.


    In der Past saß Lena gerade mit Semir im Büro und suchte nachirgendwelchen Hinweisen.
    "Du siehst schlecht aus" sagte Semir irgendwann "Hast du die letzten Nächte überhaupt geschlafen?" fragte er noch.
    Danke, dass ich scheiße aussehe war genau das was ich hören wollte" erwiederte Lena patzig und warf ihrem Kollegen einen wütenden Blick zu "Und nein ich habe nicht viel geschlafen, so ein Erlebnis geht nicht einfach so an einem vorbei" ergänzte sie noch und arbeitete dann einfach weiter ohne Semir weiter zu beachten.


    Nach etwa zwei Stunden betrat Hotte das Büro.
    "Semir, Lena, das hier wurde gerade für euch abgegeben" sagte er und reichte Semir ein Paket, welches der Halbtürke sofort aufgeregt öffnete. Nach kurzer zeit hielt er eine Hülle mit einer DVD in der Hand. Unachtsam ließ er den Karton fallen, riss die DVD aus der Hülle und legte sie in das Laufwerk seines Computers. Mittlerweile waren auch die Chefin, Susanne, Jenny und Dieter in das Büro der Kommissare getreten und alle standen wie gefesselt vor dem Bildschirm und warteten bis das Video startete, was nach einigen Sekunden auch geschah.


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    Feeds ???

  • Geschockt starrten alle auf den Bildschirm, auf dem gerade noch Bens Video zu sehen war.
    „Oh mein Gott“ flüsterte Lena und sackte im nächsten Moment schon in sich zusammen. Semir, Susanne, Jenny und die Chefin starrten alle noch völlig starr auf den mittlerweile schon schwarzen Bildschirm und reagierten deshalb nicht. Nur Hotte und Dieter griffen ihrer Kollegin noch rechtzeitig unter die Arme und setzten sie schnell auf Bens Schreibtischstuhl.
    „Lena?“ fragte Dieter besorgt und schüttelte sie leicht „Geht’s dir nicht gut?“
    „Geht schon wieder“ murmelte Lena, die sich wieder mehr oder weniger gefasst hatte und sich wieder von dem Stuhl erhob und zu den anderen trat „Lasst uns Ben befreien, bevor irgendetwas noch schlimmeres passiert, als es eh schon ist“
    „Sie haben Recht. Gerkan, fahren sie zu Herrn Freund in die KTU und geben sie ihm das Video er soll es komplett auseinandernehmen und jeden noch so kleinem Hinweis nachgehen. Alle anderen Kollegen werden hier nach weiteren Hinweisen suchen. Alle anderen Fälle werden erst mal zurückgestellt bis wir Herrn Jäger gefunden haben.“ befahl die Chefin und verließ das Büro.
    „Alles klar, machen wir uns an die Arbeit und retten Ben!“ sagte Dieter noch und machte sich genau wie alle anderen Kollegen an die Arbeit. Semir machte sich schnell auf den Weg in die kriminaltechnische Untersuchung. Dort angekommen stürmte er in das Gebäude und reichte Hartmut die DVD, damit dieser sie untersuchen und auf Spuren prüfen konnte. Danach kehrte er schnell zurück zur Dienststelle, setzte sich zu Lena und suchte nach Spuren, die auf Bens Aufenthaltsort hinweisen könnte. Doch leider war dieser Michael Immobilienmakler und –besitzer und deshalb waren unzählige Wohnungen, Häuser und andere Gebäude auf ihn zugelassen und um die alle abzusuchen würde man auch wenn alle Kollegen mithalfen mehrere Tage brauchen. Also bleib ihnen nichts anderes übrig, als weiter nach Hinweisen zu suchen und darauf zu hoffen, dass Harmut irgendwelche Ergebnisse brachte.


    Es waren schon über 3 Stunden vergangen und Ben lag immer noch vor Kälte zitternd und gleichzeitig vor Schmerzen schwitzend auf dem kalten und rauen Boden und suchte nach einer wenigstens annähernd bequemeren Lage, sodass seine Verletzungen nicht zu sehr schmerzten. Doch wie er nach kurzer Zeit feststellen musste gab es diese Lage in seinem körperlichen Zustand leider nicht, also gab er die Suche auf und legte sich einfach auf den Rücken und versuchte gleichmäßig und ruhig zu atmen, damit sein Oberkörper sich nicht zu viel bewegte, denn das Schmerze schon bei der kleinsten Berührung. Doch die Schusswunde am Arm und die tiefe Schnittwunde in der anderen Schulter war das Schlimmste, doch daran konnte der junge Kommissar im Moment nichts ändern. Noch einmal drehte er sich und belastete dabei ungeschickt seine immer noch stark blutende Schulter, sodass ihn ein unerträglicher Schmerz erreichte und er endlich in die erlösende Ohnmacht abdriftete und so die vielen Schmerzen nicht mehr aushalten musste.


    Gleichzeitig kam Hartmut in das Büro von Semir und Lena gestürmt.
    „Semir, Lena! Ich hab einen Hinweis!“ rief er erleichtert.
    „Echt? Was gibt’s?“ wollten beide sofort wissen.
    „Ich habe mir das Video angesehen und dann den Hintergrund genauer untersucht. Durch verschiedene komplizierte Analyseverfahren und Beobachtungen des Aufbaus der verschiedenen Gesteinsschichten und der Farbe und Konsistenz der Erde habe ich festgestellt, dass die Wand im Hintergrund schon extrem alt sein muss. Nicht nur ein paar Jahre, sondern mindestens schon 150 Jahre.“ begann Hartmut seinen Bericht.
    „Hartmut, komm zum Punkt. Was wissen wir jetzt dadurch, dass die Wand so alt ist?“ fragte Semir gereizt und sprang von seinem Stuhl auf.
    „So alte Gebäude gibt es nicht besonders oft und durch die Art wie gebaut wurde bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es sich bei dieser Wand nur um eine einer alten Kirche handeln kann.“
    „Eine alte Kirche?“ fragte Lena interessiert nach.
    „Ja genau“ bestätigte der Rothaarige.
    „Eine alte Kirche, die nur ein paar Stunden von hier entfernt liegt, gehört diesem Michael. Vielleicht hat er Ben da gefangen.“ rief Lena hoffnungsvoll und sprang von ihrem Stuhl auf.
    „Na dann lasst uns schnell losfahren. Je schneller wir Ben finden, desto besser.“ meinte Semir und lief gefolgt von Lena aus dem Büro und erklärte schnell der Chefin, was sie herausgefunden hatten und machten sich dann auf den Weg zu der alten Kirche.

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