Bonny - Lebensretter aus Liebe

  • Peter Lörrach sah sich verstohlen um. Hier hörte er das Jammern und Jaulen der Tiere, die er filmen wollte. Er musste der Welt zeigen wie diese Menschen mit den Geschöpfen umging. Die Bänder werden der Polizei und dem Veterinärsamt zugehen. Sie mussten endlich etwas tun, gegen diese sinnlose Gewalt und diesen völlig unsinnigen Versuchen. Langsam schlich er sich an die Tür heran und öffnete sie. Niemand war zu sehen. Hier...ja...genau von der Stelle hatte er die beste Möglichkeit die Greultaten dieser Wissenschaftler zu dokumentieren. Genau hier.... Peter kletterte die kleine Leiter hoch und hockte sich in die Ecke. Im Boden war ein kleines Loch. Peter steckte den beweglichen Teil seines Suchers durch das Loch und sah durch den Sucher. Er sah das Labor und er sah den Mann, der gerade einen kleinen Hund aus dem Käfig nahm und ihn auf den Tisch setze. „so...mein Kleiner….und nun ganz still halten...es tut auch gar nicht weh…“ hörte er den Mann sagen. Nur kurz darauf gab der Kerl dem Tier eine Spritze. Ein Jaulen ging vom Hund aus. Es tat Peter in der Seele weh. Doch nun hielt er seine Kamera auf diese Szene unter ihm. Er nahm alles auf. Auch wie das Tier auf das Etwas, was ihm gespritzt wurde reagierte. Schaum trat aus der Schnauze hervor und das Tier windete sich in Schmerzen. Peter wäre am liebsten durch den Boden ins Labor gesprungen und hätte den Kerl gezeigt, was er davon hielt. Doch er allein konnte nichts gegen diese Tierversuche unternehmen. Er brauchte Hilfe. Er sah wie der Mann den Hund begutachtete und alles schriftlich festhielt. Eine ganze Stunde war das Tier diesen Schmerzen und diesem Mistkerl...diesem Tierquäler hilflos ausgeliefert. Plötzlich war der Hund ruhig. Peter sah auf das Tier. Es lag auf dem Tisch und regte sich nicht mehr. Peter schloss die Augen. Das Tier war tot. Gestorben für eine Medizin, die nie einen Weg in die Legalität erreichte und am Menschen getestet werden oder auch nur im Gesundheitswesen vorgestellt werden würde. Diese Typen waren skrupellos.


    Peter sah wie der Mann im Kittel den toten Hund nahm, in einen Sack steckte und das Labor verließ. Peter hielt die Kamera auf ihn. Doch er zeigte sein Gesicht nicht. Dennoch wusste Peter was mit dem Tier geschah. Dieser Mann würde zu einem abgelegenen Parkplatz an der Autobahn fahren und das tote Tier einfach in den Müll werfen. Er hatte diese Szenen schon längst im Kasten. Nun hieß es eines der armen Wesen dort unten retten. Das war das Wichtigste für Peter. Er kletterte die Leiter runter und schlich in das Labor. Zwanzig traurige Augenpaare sahen ihn an und jaulten. Am liebsten hätte er alle eingepackt und befreit, doch dazu würde die Zeit nicht reichen. Er nahm seine Zange und öffnete das Schloss an dem Käfig der ihm am nächsten stand. Darin lag ein kleiner brauner Wollknäuel der ihn ängstlich ansah. „Komm mein Kleiner...wenigstens dich nehme ich mit...komm..“ lockte er das völlig verängstigte Tier. Er zog es vorsichtig raus und steckte es in die mitgebrachte Box. Dann sah er noch einmal auf die Tiere, die dort in den Käfigen waren. „Ich...verdammt...ich werde euch alle befreien...alle...“ stieß er aus und öffnete einen Käfig nach dem Anderen. Nur wenige Minuten später waren die Hunde und Katzen aus ihren Käfigen gesprungen und richteten das Labor arg her. Peter kümmerte sich nicht darum und machte sich mit seinem geretteten Freund auf den Weg zu seinem Auto. Dass er längst bemerkt wurde, spürte er selbst nicht.

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  • „Sieh dir das an. Wir müssen ihn schnappen und beseitigen.“ fauchte Heinrich und sah Frank Gerresheim an. „Nur keine Sorge... das haben wir gleich!“ grinste er. Ein kurzer Funkspruch reichte um den Wachdienst zu alarmieren. „Komm...sehen wir uns mal den Vogel an...“ lachte Frank und zog Heinrich mit. Sie rannten ums Haus herum. „DA!!! Den werden wir uns schnappen!“ fauchte Frank und rannte los. Er war schnell, doch der Mann war schneller. Er schaffte es in seinen Wagen zu springen und raste los. Heinrich und Frank nahmen den nächsten Wagen den sie bekommen konnten und nahmen die Verfolgung auf. „Verdammt…wenn der Fotos von mir gemacht hat, dann….werden wir in Teufels Küche landen…du weißt doch wie Walther darüber denkt. Der Kerl nervt uns schon...nun gib doch endlich mal Gas!!“ schrie Heinrich. Frank sah auf die Straße. Er trat das Gaspedal ganz durch. Langsam holte er auf. „Und was willst du machen wenn wir ihn haben?“ wollte er wissen ohne seinen Blick von der Straße zu lassen. Heinrich griff unter seine Jacke und holte eine Waffe hervor. „Gar nichts…ich knall ihn ab und dann ist dieser Kerl Geschichte. Wir nehmen und die Kamera und fertig...“ knurrte er. „Du willst ihn abknallen?“ kam erstaunt die Nachfrage. Heinrich lachte. „Denkst du ich hab Platzpatronen drin? Der Kerl kann uns alle gefährlich werden. So und nun fahr damit ich schießen kann!“ fauchte er wütend. Frank tat wie ihm befohlen wurde und holte den Wagen schnell ein. Heinrich kurbelte das Fenster runter und legte an. Er zielte auf den Reifen des Wagens und drückte an. Wenig später geriet der Wagen ins Schlingern und kam in große Schwierigkeiten. Der Fahrer drehte wie verrückt am Lenkrad. Frank fuhr gleich auf und Heinrich sah den Mann an. Er legte erneut an und schoss. Diesmal ging die Kugel in den Kopf des Fahrers. Der Wagen war somit führerlos und raste auf den Fahrbahnrand zu. Wenig später hob der Wagen ab. Die Böschung die eine Weide von der Autobahn trennte diente als Flughilfe. Der Wagen flog durch die Luft und drehte sich. Frank zog ebenfalls auf die Standspur. Er und Heinrich stiegen aus. Sie sahen wie der Wagen aufschlug und nur Sekunden später in Flammen aufging. Heinrich lachte leise. „Der Fall ist erledigt....alle Beweise werden durch das Feuer vernichtet...“ meinte er, stieg ein und ließ sich von Frank nach Hause bringen. „Willst du nicht nachsehen? Ich meine, es könnte sein, dass etwas von den Bildern übrig ist..“ gab Frank zu bedenken. „Nein...das da ist eine Flammenhölle...der Typ wird bis zur Unkenntlichkeit verbrennen und damit ist es für die Polizei lediglich ein ganz normaler schwerer und tödlicher Unfall..“ grinste Heinrich. Er lehnte sich zurück und streckte sich auf dem Beifahrersitz. „Alle Probleme beseitigt...“ hängte er an.


    Ben war auf der Rückfahrt vom Flughafen zu seiner Wohnung. Vier Wochen war er nun in Dubai gewesen und hatte sich die Sonne auf den Pelz brennen lassen. So sah er jetzt auch aus. Braun wie ein Beduine. Er war vollkommen erholt und freute sich auf die Tage wo er wieder mit Semir über die Autobahn rasen konnte. Noch hatte er drei Tage um sich an das deutsche Klima zu gewöhnen. Das Thermometer zeigte 28° Grad an, dennoch kam es Ben kühl vor. Bevor er auf die A57 fuhr, schloss der die Fenster. Nur eine knappe Stunde und er war wieder zuhause. In seinen eigenen vier Wänden wo er sich wohl fühlte und wo er tun und lassen konnte was er wollte. Als er eine knappe halbe Stunde gefahren war, machte sich ein dringendes Bedürfnis bemerkbar. Direkt am nächsten Rastplatz wollte er raus um sich zu erleichtern. Er fuhr zügig in Richtung Heimat und hielt auf den nächsten Parkplatz an. Das Häuschen sah recht gut und gepflegt aus, was nicht ganz üblich war. Er hielt nicht weit davon an und bemerkte den weißen Golf der ebenfalls hier stand. Der Fahrer schien zu schlafen. Ben machte sich nichts daraus und ging ins Häuschen. Es dauerte gute fünf Minuten bis er wieder am Fahrzeug war. Der weiße Golf war ebenfalls verschwunden. Ben stieg ein und machte sich einmal kurz lang. Dann ging die Fahrt weiter. Als er eine halbe Stunde gefahren war sah er einen Feuerschein. Langsam fuhr er darauf zu. Und dann sah er was dort brannte. Ein Fahrzeug...verdammt...Ben griff mit einer Hand zum Handy und rief die Feuerwehr an. „Ben Jäger hier......auf der A57 in Höhe Kilometer 247 steht ein Fahrzeug in Flammen... Vermutlich ist der Fahrer noch im Fahrzeug...!“ gab er durch und legte direkt auf. Er selbst fuhr rechts ran um nach dem Rechten zu sehen.

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  • Das Fahrzeug stand vollends in Flammen und Ben sah, dass er hier nichts ausrichten konnte. Kein Feuerlöscher der Welt würde hier etwas auswirken. Er sah das am Steuer ein Mensch saß...ein Mensch der in den Flammen umkam. Ben fühlte sich hilflos. Er ging in einem angemessenen Abstand um das Fahrzeug herum. Im Gras nicht weit von ihm lag etwas das sein Interesse weckte. Er ging darauf zu und wollte ansehen, was es war. In diesem Moment hörte er ein klagendes Jaulen. Und nun wusste er was ihn erwartete. Vor ihm lag ein kleiner orangefarbener Hund. Als Ben sich näherte sah er auf. Der Kleine Wollknäuel wollte aufstehen, doch es ging wohl nicht. Er brach wieder zusammen und jaulte. „Hey..mein Kleiner…ganz ruhig… ich tu dir nichts… ich will dir helfen….warst du auch in dem Wagen?“ fragte er und versuchte das Tier zu beruhigen. „War das dein Besitzer?“ harkte er weiter nach und ging langsam mit der Hand auf den Hund zu. „Nur keine Angst…siehst du…ich tu dir nichts….ich will nur sehen, was dir fehlt…einverstanden?“ redete er weiter auf den Hund ein. Ein leises Knurren ertönte. „Ich bin Ben...und wer bist du?“ fragte er. Er nahm das völlig verängstigte Tier am Halsband aus dem viel zu kleinen Käfig und hastete ihn ab. Keine Hundemarke aber ein kleiner Zettel. Ben klappte ihn auseinander „Bonny...“ stand darauf. „Bonny...? Bist du das? Ein hübscher Name für dich...passend...“ sprach er mit dem Tier und fing an es zu kraulen. Der Hund leckte ihm die Hand. „Hast wohl Durst was.....was machen wir denn jetzt mit dir?“ fragte er und sah sich um. Er wollte nicht dabei ertappt werden wie er mit einem Hund sprach. Doch außer ihm war niemand da. Nur aus der Ferne hörte man die nahenden Feuerwehrleute. „na komm... gehen mal zu meinem Auto... ich hab noch etwas Wasser für dich...“ beruhigte Ben das Tier weiter und hob es vorsichtig hoch. „ich muss dich wohl ins Tierheim bringen, mein Kleiner...aber dafür ist es heute schon zu spät. Und vor die Tür setzen, kann ich dich ja wohl schlecht...“ überlegte Ben während er das Tier auf dem Beifahrersitz mit Wasser versorgte. „Noch hab ich drei Tage und wenn ich dich am Montag vor Dienstbeginn weg bringe, dann ist es doch früh genug oder? Natürlich nur wenn du einverstanden bist...“ grinste Ben. Der Hund jaulte leise als würde er genau verstehen, was Ben sagte. „Ich wusste doch dass du damit einverstanden bist...“ lachte Ben und setzte sich neben seinem neuen Freund. Er konnte erst weg, wenn die Kollegen da waren. Und das dauerte noch ganze zwanzig Minuten. „Ben? Was machst du denn hier?“ wurde er aus seinen Gedanken gerissen. „Dieter...Hotte.....hallo...tja...der arme Kerl ist wohl von der Straße abgekommen und...dann hier runter...der Wagen stand schon in Flammen als ich vorbei kam. Hab die Rettung allarmiert nur konnten die nichts ausrichten außer das Löschen anzufangen.“ erklärte Ben in kurzen Sätzen. „Ah...und der ist ohne deine Hilfe von der Straße ab oder wie?“ grinste Dieter. Ben sah ihn strafend an. „Ich finde es nicht lustig...Dieter...der arme Kerl ist vermutlich bei lebendigem Leibe verbrannt...weißt du wie es ist, nichts tun zu können?“ stieß Ben wütend aus. „Entschuldigung..“ murmelte Dieter verlegen. „Ich fahre jetzt nach Hause...bin hundemüde und will noch schlafen...wir sehen uns am Montag...ach ja...und sag bitte Bescheid, dass ich später komme..“ gab Ben bekannt. Dieter und Hotte nickten nur. Ben packte sich auf den Fahrersitz und fuhr los. Sein neuer Freund kroch unter dem Sitz hervor und sah ihn mit großen braunen Augen an. „Sag mal Bonny...kochen kannst du nicht oder?“ grinste er den Hund an. „WAU!!“ kam von seinem neuen Freund was Ben eindeutig als „nein“ deutete.


    Nur eine viertel Stunde später hielt er seinen Sportwagen vor seinem Haus an. „Tja…Bonny….hier wohne ich..“ stellte er seinem neuen Freund das Heim vor. „Wau…!“ kam als Antwort. „Ich versteh schon… du musst mal…. Na dann zeige ich dir gleich wo du morgen leider hin musst…“ erklärte Ben und hob den Hund aus dem Auto. Er hatte vorher schon bemerkt, dass das Tier irgendwie verletzt war, zumindest hatte er den Eindruck. Doch jetzt lief das Tier ohne Probleme. Es war noch ein Welpe und er schien Ben schon in sein Herz geschlossen zu haben. Auch Ben musste sich eingestehen, dass der dieses kleine Wesen mochte. Als Leine benutzte er ein altes Seil, welches Ben im Kofferraum gefunden hatte. „Na komm…wir müssen da hinten lang..“ zog er den Hund in den kleinen Park. Dieser ließ es sich nicht zweimal sagen. Doch dann bemerkte Ben, dass es eine Hundedame war, die er dort an der Leine hatte. „Ah…du bist also eine sie….“ grinste er. Sie liefen eine ganze Weile durch den Park bis sie zu einem Grundstück kamen welches eingezäunt war. „Siehst du Bonny…hier werde ich dich leider hinbringen müssen…“ erklärte Ben und wies auf die Tür. Dort hing ein Zettel und Ben wurde durch seine Neugier dazu getrieben diesen zu lesen. „Oh….die haben bis Montag zu..“ stöhnte er. Er hockte sich vor seiner neuen Freundin und kraulte sie. „Was mach ich denn jetzt? Dann wirst du wohl noch ein paar Tage mit mir vorlieb nehmen müssen. Meinst du wir schaffen das…?“ wollte er wissen. Bonny jaulte leise. „Das sehe ich genauso… und jetzt gehen wir was essen…was meinst du?“ wollte er wissen. Wieder bellte Bonny ihn an. „Ich wusste das du es genauso siehst..“ grinste Ben. „Aber wir müssen noch einkaufen…..“ erklärte Ben weiter. Diesmal kam ein leiser „Wuff“ von Bonny. „..nur ist hier schon alles dicht…der einzige wo ich dich rein schmuggeln kann ist Luigi und Marco.

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  • Der nächste Tag fing für Hartmut in der KTU mit der Untersuchung des ausgebrannten Fahrzeugs an. „Man…ich bin froh wenn Ben wieder da ist..“ ließ Semir hören, als er eintrat. „Guten Morgen Semir…. Bist du wegen dem Wagen hier?“ wollte Hartmut wissen. „Ja…Dieter und Hotte haben mir gesagt, dass sie den Wagen zu dir gebracht haben. Hast du schon angefangen?“ wollte Semir wissen. „Ja…und nein…also ich habe gerade angefangen. Sprich du musst noch warten und was anderes vorziehen…vielleicht hat die Pathologie was für dich..“ schlug Hartmut vor. „Ja..gut…ich komme dann in einer Stunde wieder… bis dahin wirst du ja wohl was gefunden haben..“ knurrte Semir und drehte wieder um. Hartmut machte sich daran den Wagen nach und nach auseinander zu nehmen. Er wusste dass in diesem Wagen ein Mann verbrannt war. Noch jetzt sah man die Umrisse der Person die auf dem Fahrersitz gewesen war. Hartmut nahm den Sitz raus und durchsuchte das was vor ihm stand. Das Feuer hatte ganze Arbeit geleistet. Nichts was zu gebrauchen war konnte er finden. „Das gibt es doch gar nicht…“ fluchte er. Dennoch gab er nicht auf. Er wäre nicht Hartmut wenn er nichts finden würde und so kam es auch. Ein unscheinbares kleines Stück Metall fiel ihm in die Hände, als er das was vom Fahrersitz übrig war umdrehte. „Was ist das denn?“ murmelte er und hob das kleine Teil auf. Es stellte sich heraus, dass es eine Minibox war. Eine wo mal Speicherkarten aufbewahren konnte. Er legte die Box auf den Tisch und setzte sich an den PC. Bisher hatte er zwar kein Glück, was die Untersuchung betraf, aber vielleicht war etwas in der Box. Vielleicht sogar eine Speicherkarte…. Mit einer Pinzette öffnete er vorsichtig die Box. Tatsächlich war dort eine Speicherkarte drin. „Na… er sagt es denn..“ grinste er und legte das kleine Ding in sein Lesegerät. Doch nun wurde er enttäuscht. Auf der Karte waren zwar Daten, aber die waren durch das Feuer beschädigt. Nur Fragmente konnte er erkennen. Hartmut überlegte kurz und grinste dann. „Auch das krieg ich wieder hin. Semir wird sicher daran interessiert sein, was auf der Karte ist und ich auch…das bekomme ich hin…“ sprach er leise zu sich selbst.


    „Hallo Doc…hast du was für mich?“ wollte Semir von dem Pathologen wissen. „Ach Semir….immer noch allein?“ stellte der Arzt die Gegenfrage. „Noch zwei Tage, dann ist er wieder da…wie sieht es aus?“ wiederholte Semir. „Nun…der Mann ist nicht in den Flammen gestorben sondern an einer Kugel im Kopf. Es ist also Mord gewesen..oder aber er hat sich selbst während der Fahrt die Kugel gegeben, was ich jedoch ausschließe.“ erklärte der Pathologe. „Okay….weißt du ob er schon lange vor dem Brand tot war?“ harkte Semir nach. „Der Tod ist ca. gegen 14 Uhr eingetreten, das konnte ich feststellen. Aber das warum….das musst du herausfinden..“ erklärte der Pathologe. Semir nickte. „Danke…“ Semir ging und fuhr zurück zur PAST. „Hallo Susanne...hast du das Kennzeichen schon überprüft?“ wollte er wissen und sah sie Sekretärin an. „Ja….der Wagen war auf einem Peter Lörrach zugelassen…er wohnt in der Preußengasse 36 in Köln-Ehrenfeld. Hier…hab ich dir noch aufgeschrieben.“ lächelte sie. Semir bedankte sich und fuhr erneut los. Er fand die Adresse schnell und stieg aus. Das Haus war nicht gerade das Neueste aber in gutem Zustand. Semir stieg die Treppen hoch. Nach den Klingelschildern zu urteilen wohnte Lörrach ganz oben. Natürlich gab es keinen Fahrstuhl und Semir musste die sechs Etagen zu Fuß bezwingen. Etwas außer Atem kam er oben an und klingelte. Niemand öffnete. Semir klopfte an. Doch auch jetzt reagierte niemand. Er nahm sein Dietrich und öffnete die Tür sorgfältig. Die Wohnung war leer. Semir ging von Zimmer zu Zimmer und sah sich um. Peter Lörrach schien ein ordnungsliebender Mensch gewesen. Alles war sauber und ordentlich sortiert. Doch es brachte nichts für die Ermittlungen. Semir wollte gerade zum Handy greifen, als er ein Geräusch vernahm. Es kam von der Tür. Scheinbar machte sich jemand daran zu schaffen. Semir griff zur Waffe und verzog sich in eine Nische die direkt hinter der Tür lag. Er wollte wissen, wer da noch Interesse an das Leben von Peter Lörrach hatte. Semir drückte sich an die Wand. Langsam ging die Tür auf und er sah eine behandschuhte Hand. Lautlos hob er seine Waffe. Er wusste nicht mit wie vielen Gegnern es zu tun hatte und wartete ab. Der Eindringling ging ins Wohnzimmer und Semir hörte wie er anfing die Schränke zu durchsuchen. Lautlos schlich er zur Tür und sah um die Ecke. „Hast du schon was?“ hörte er einen zweiten fragen. Dieser stand auf der anderen Seite der Tür und öffnete sie gerade. Semir hielt den Atem an.

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  • „Was ist denn jetzt?“ fragte Heinrich und sah Frank wühlen. „Hier ist nichts…. Scheinbar war alles was er hatte im Wagen und ist verbrannt. Das wird Griese freuen. Er kann seine Arbeit fortsetzen und die ultimative Waffe gegen alle versuchen zu finden. Oder wie er will die neueste Synthetikdroge mit denen sich die Fixer sich in eine andere Welt schießen….ha…die Versuche an den Viechern werden ihn reich machen…“ lachte Frank. „ja….nur wenn die Bullen dahinter kommen, das Lörrach keinen natürlichen Tod gestorben bzw. bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, werden sie anfangen nach zu forschen und sicher auch diese Wohnung finden. Wir müssen dafür sorgen, dass sie hier nichts finden…“ knurrte Heinrich. Ein Geräusch ließ die Beiden zusammen zucken. „Hast du die Tür nicht zu gemacht?“ wollte Frank wissen. „Natürlich hab ich sie geschlossen…warte ich sehe nach..!“ fauchte Heinrich zurück und ging in Richtung Tür. Die Tür war geschlossen. Dennoch wurde er das Gefühl nicht los, dass sich hier jemand aus dem Staub gemacht hatte. „Frank…. Da scheint es einer sehr eilig zu haben. Komm wir schnappen ihn uns. Vielleicht ist das ein Helfer von diesem Typen….“ stieß Heinrich aus. Schon rannten die Beiden aus der Wohnung. Sie sahen nur eine Etage unter ihnen eine weitere Person rennen. „Los…wir müssen ihn kriegen!“ wiederholte Heinrich. Frank nickte. Er öffnete das Fenster und benutzte die Feuerleiter. Sie war schneller zu benutzen als das Treppenhaus und er schaffte es vor Heinrich auf der Straße zu sein. Gerade als die Tür aufging und die Person, die sie im Haus sahen heraustrat, stand er davor. Er zog seine Waffe und stieß sie dem Mann in den Bauch. „Keine Bewegung mehr…“ fauchte er ihn an. Der Mann hob die Hände. „Okay….okay…ganz ruhig…“ stieß er atemlos aus. „Hey….verdammt das ist ein Bulle!“ schrie Heinrich, der die Waffe am Gürtel sah. Frank sah ihn erstaunt an. Der Mann vor seiner Waffe nutzte die Verwirrung und schlug zu. Doch er war nicht schnell genug um Beide auszuschalten. Frank ging durch einen Schlag zu Boden. Heinrich hob seine Waffenhand und schlug dem Mann ins Genick. Mit einem Stöhnen ging der Polizist zu Boden. Heinrich tastete den Mann ab und fand die Handschellen. Er fesselte die Hände auf dem Rücken und kümmerte sich dann um Frank. Mit leichten Schlägen holte er ihn zurück. „Hey…komm schon…wir müssen weg…“ ermahnte er ihn. Frank sah ihn mit glasigen Augen an. „Verdammt…dieser Mistkerl…“ stieß er aus. Er kam mit Heinrichs Hilfe auf die Beine. „Wo ist er? Was hast du mit ihm gemacht?“ fragte er stöhnend. „Er schläft gerade. Er heißt Semir Gerkan..und ist von der Kripo Autobahn...“ las Heinrich vor, der den Ausweis von Semir ihn den Händen hielt. „Was machen wir jetzt mit ihm?“ wollte Frank wissen.


    „Guten Morgen Bonny….“ grinste Ben die Hundedame an, die zu seinen Füßen im Bett lag. „Hast du gut geschlafen?“ wollte er wissen. Sofort kam Bonny zu ihm und leckte seine Hand. „Ja….dir gefällt es hier was? Schade, dass ich dich nicht behalten kann. Aber ich verspreche dir, dass ich dich besuchen werde. Ganz großes Ehrenwort.“ erklärte er und kraulte das Tier. „Na lass uns mal Frühstück machen. Ich habe Hunger…..und wir müssen noch raus… du musst doch sicher oder?“ harkte er nach. Er schlug die Decke zur Seite und zog sich schnell einen Trainingsanzug an. Dann stand er auf und wollte ins Bad gehen, als er in etwas Weiches und feuchtes trat. Langsam ließ er seinen Blick nach unten wandern. „Oh…nein…“ stöhnte er als er das Häufchen sah, in dem er getreten war. Bonny jaulte leise und sah ihn über die Bettkante hinaus an. Ben lächelte. „war wohl etwas zu viel zu fressen was…?“ fragte er klagend. Er hatte zu wenig mit Hunden zu tun, um zu wissen, dass Welpen nicht direkt stubenrein waren. So nahm er etwas Zeitungspapier und putzte die Angelegenheit weg. Dann verschwand er unter der Dusche um den eigenartigen Geruch weg zu bekommen. Anschließend zog er sich an, schnappte sich die Leine und ging mit seinem Gast Gassi. „Bonny…mein Wohnzimmer und mein Schlafzimmer sind kein Hundeklo…das musst du lernen….wir haben noch zwei Tage die wir zusammen verbringen also halt dich dran…“ ermahnte er den Hund. Bonny sah ihn an und stieß ein leises „Wuff“ aus. Ben nickte nur. „Schön das du so gehorchen kannst…“ lobte er den Hund. Sie liefen durch den Park. Ben warf ein Stöckchen weg. Bonny setzte sich vor ihn hin und sah ihn an. „Hol das Stöckchen!!“ forderte er Bonny auf, doch die Hündin tat es nicht. Sie sah ihn nur an. Ben lachte leise. „Ich sehe schon… du weißt noch gar nichts vom Leben was….? Pass auf… ich erkläre es dir…also..ich werfe das Stöckchen und du rennst dann hinterher und bringst es mir zurück..dann werfe ich es wieder und du holst es erneut….wollen wir es nochmal versuchen?“ harkte er nach und suchte ein Stöckchen. Wieder ging dieses in einem Hohen Bogen über das Gelände. Bonny legte sich hin und sah dem fliegenden Holzstück hinterher. Ben lachte leise. „Ich versteh schon…das ist ein dämliches Spiel…nicht wahr…wie Recht du doch hast…“ gab er zu. Er ging noch einige Minuten weiter mit Bonny durch den Park bis sich sein Magen meldete. „Ich hab Hunger…komm wir gehen nach Hause…“ lockte er die Hündin die ihm willig folgte.

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  • Semir kam langsam zu sich. Er wollte sich aufrichten, als er die Handfesseln spürte. Vorsichtig öffnete er die Augen. „Was machen wir jetzt mit ihm?“ hörte er. „Keine Ahnung….wir packen ihn in sein Auto und hauen dann selbst ab.“ schlug einer der Männer vor. „Der hat uns gesehen…verdammt der kann uns beschreiben….wir müssen ihn beseitigen..“ stieß der zweite aus. Dieser Vorschlag gefiel Semir nicht wirklich. „Ein Bullenmord ist kein Kinderspiel. Wenn du einen von ihnen tötest, dann ist es als wenn du eine Ameise tötest…es kommen tausende zur Beerdigung. Und dann blasen sie zur Jagd…das ist kein Spiel…nein…nein….lass ihn leben…wir packen ihn irgendwo hin…nehmen ihm Handy und alles ab, womit er Hilfe holen kann und fahren dann zu Griese. Er soll entscheiden, was wir mit ihm machen. Ich kenne da ein kleines Erdloch auf dem alten Kasernenhof in Longerich. Wir müssen ihn nur ab und zu was zu essen bringen. Griese kann sich dann darum kümmern. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich als Versuchskaninchen für die neue Droge sehr gut eignet. Er ist gesund und er ist durchtrainiert. Na los…packen wir ihn auf den Rücksitz...“ hörte er von dem Ersten. Bis jetzt hatte er seine Augen geschlossen gehalten. Er hielt es einfach für besser den toten Mann zu spielen. Er fühlte wie Hände ihn abtasteten und ihm alles abnahmen. Autoschlüssel, Handy und Hausschlüssel wanderten zu den Männern. Nun hielt er es für besser sich bemerkbar zu machen, denn die Aussicht irgendwo in einem Erdloch zu hocken fand er nicht gut. Er stöhnte leise und zuckte zusammen. Sofort spürte er eine Waffe in der Seite. Verdammt wieso war niemand auf der Straße, die dieses Spektakel mitbekam. Doch erst jetzt registrierte Semir, dass er in der Wohnung des toten Peter Lörrach war. Also hatten die Männer ihn hochgeschleppt um in aller Ruhe die Wohnung zu durchsuchen. „Ganz ruhig mein Freund….ganz ruhig…wenn du dich zu sehr bewegst, dann werde ich böse und könnte ein Zucken im Finger bekommen. Das ist ganz ungesund…glaub mir…sehr ungesund…“ drohte die Stimme. „Was wollen Sie von mir?“ stieß Semir fragend aus. „Nichts…absolut gar nichts…“ höhnte die Stimme. „Weißt du was.. wir packen das Zeug ein und lassen ihn einfach hier liegen…ist sicher besser für unsere Nerven..“ kam von der anderen Seite. Mit dieser Lösung wäre auch Semir einverstanden und hoffte innig, dass der Komplize diesem Plan zustimmte. „Also gut….lassen wir ihn hier liegen…aber wir knebeln ihn. Ich will wenigstens ein paar Stunden Ruhe haben..“ stimmte dieser zu. Semir schloss erleichtert die Augen.


    „Wo ist Gerkan?“ wollte Kim wissen, als sie ins Büro kam. „Er ist in die Wohnung des Toten gefahren. Das ist allerdings jetzt schon zwei Stunden her. Ich versuche ihn mal auf seinem Handy zu erreichen.“ schlug Susanne vor. „Ja machen Sie das… und wenn er wieder da ist, soll er zu mir kommen...“ befahl Kim. Susanne nickte und griff zum Telefon. Sie wählte Semir an und ließ es zigmal klingeln. Semir meldete sich nicht. „Frau Krüger….Semir meldet sich nicht…“ gab sie durch. „Dann schicken Sie Herzberger und Bonrath zu der Adresse. Sie sollen sich dort umsehen und ihn suchen.“ Kam der nächste Befehl von Kim. „Dieter, Hotte..fahrt doch bitte zu dieser Adresse. Semir ist da hin und meldet sich nicht..“ gab sie den Befehl freundlich weiter. Die beiden Polizisten machten sich sofort auf den Weg. „Weißt du was mich nicht wundern würde, wenn Semir längst weg ist und bei Ben in der Wohnung ist. Er weiß doch sicher, dass er schon zurück ist. Ben hat ihn doch angerufen…die beiden hängen doch immer zusammen…“ knurrte Dieter. „Dann hätte er sich aber wenigstens abgemeldet damit wir uns keine Sorgen machen…Wo ist denn der Fahrstuhl?“ wollte Hotte wissen, als sie das Haus betraten. „Der Mann wohnt in der 6. Etage….und das heißt…Treppen steigen…komm mein Dickerchen..“ grinste Dieter und machte sich daran, die Treppen zu erklimmen. „Och nee…..da muss ich mich ja anstrengen…“ stöhnte Hotte. Doch er kam nicht drum herum die Treppen zu steigen. Völlig außer Atem stemmte sich Hotte in der sechsten Etage gegen die Wand. „Ich…kann nicht..mehr…“ pustete er. „So…das ist die Wohnung…“ meinte Dieter und öffnete die Tür. „Semir?“ rief er fragend in die Wohnung. Erst kam nichts. „Nun komm schon Hotte….“ ermahnte er seinen Partner. „Ja … ja….ich bin nicht mehr der Jüngste..“ motzte Hotte und kam mit schweren Schritten auf ihn zu. Gemeinsam betraten sie die Wohnung. „Semir?“ rief Hotte nun auch. Nichts kam zurück. „Der Wagen steht doch unten…er muss hier sein…..“ murmelte Dieter nachdenklich. In diesem Augenblick kam ein lautes Geräusch aus dem Badezimmer. Dieter und Hotte zogen ihre Waffen und gingen nachsehen. Vorsichtig stieß Dieter die Tür auf und Hotte zielte mit der Waffe hinein. „Semir…Gott..“ stieß Hotte aus, als er seinen Kollegen am Boden sah. Gefesselt und geknebelt. „Warte mein Junge…ich helfe dir…“ kam sofort von ihm. Er steckte die Waffe weg und zog den Schlüssel für die Handschellen aus der Tasche. Mit schnellen Griffen war Semir befreit. „Boah….nee…ich hab Durst..“ stieß der Deutschtürke aus.

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  • Walther Griese sah die Beiden an, als sie in sein Arbeitszimmer kamen. „Die Bullen haben also schon die Spur aufgenommen?“ harkte er nach. Heinrich nickte. „Ja… dieser Bulle war von der Kripo….klar..die haben die Leiche untersucht und festgestellt, dass er erschossen wurde…das ist die normale Vorgehensweise. Aber…in der Wohnung wird er nichts gefunden haben…absolut nichts. Keine Videos…keine Fotos…und absolut keine Tiere. Damit sind die nächsten Versuche doch so gut wie unbeobachtet…“ grinste Frank. Walther sah ihn böse an. „Die nächsten Versuche? Der Kerl hat alle Viecher frei gelassen. Wir müssen neue haben….und wir müssen versuchen nicht mehr aufzufallen. Die Versuchstiere werden künftig verbrannt und nicht mehr abgelegt.“ erklärte Walther leise. „Ja gut..und wo willst du sie verbrennen? Einfach in eine Tonne und dann Feuer oder was? Das ruft doch sofort die Feuerwehr auf den Plan. Wie ist es denn, wenn wir die Versuche unterbrechen und erst einmal Ruhe aufkommen lassen?“ schlug Heinrich vor. „Das geht nicht…“ kam von Walther. „Warum nicht?“ harkte Heinrich nach. „Weil ich dieses Zeug möglichst bald auf dem Markt sehen will. Die Versuche und die Entwicklung haben jetzt schon einige hunderttausend Euro gekostet. Ich will endlich Gewinn machen und ich will das möglichst bald an die Dealer abgeben. Wobei wir beim nächsten Problem sind. Wir brauchen Dealer. Junge Leute…die in Discos eingelassen werden….und natürlich auch vor den Schulen. Aber diesmal werden wir sehr vorsichtig sein. Viele Bullen schleichen um die Haupt- und Realschulen. Grundschulen sind eh tabu…. Wir müssen diesmal vielleicht die Berufskollegs angehen. Da haben wir eine größere Abnahmemöglichkeit, weil die Kids dort Geld bekommen und sich das Zeug auch leisten kann.“ meinte Walther nur. Frank sah Heinrich an. „Den Bullen haben wir festgesetzt… aber er wird sicher schon vermisst werden. Vermutlich haben die Kollegen ihn auch schon vermisst und gefunden.“ Dachte Frank nach. Walther sah ihn an. „Warum habt ihr ihn nicht hergebracht? Er wäre sicher gut als Versuchskaninchen für die Droge geworden. Wie sie auf die Tiere wirkt wissen wir…aber wie wirkt sie auf Menschen. Ich muss anfangen dieses Zeug bei Menschen zu versuchen. Besorgt mit welche…aber sie müssen gesund sein….gesund und am besten durchtrainiert. Sportler oder aber Bullen…ja…das wäre es…ein süchtiger Bulle in unseren Reihen. Er bekommt das Zeug was er braucht und versorgt und mit Informationen.“ dachte Walther laut nach. „Siehst du… wir hätten ihn doch mitnehmen sollen..“ kam wütend von Frank. Heinrich antwortete nichts.


    „Semir? Sind Sie in Ordnung?“ kam sofort von Kim, als er mit Hotte und Dieter in der Wache ankam. „Danke ja..bis auf eine Platzwunde am Hinterkopf geht es mir gut. Ich brauch den Phantomzeichner…einen der Kerle hab ich gesehen und ich wette, dass er in unserer Kartei ist.“ Knurrte Semir. „Haben Sie sich untersuchen lassen?“ harkte Kim nach. „Nein…wie gesagt.. ist nur ne Platzwunde..“ lehnte Semir ab. „Wo ist denn der Zeichner?“ Er sah Susanne an. „Er kommt sofort. Haben Sie etwas gefunden, was uns weiter hilft?“ beruhigte Kim ihn. „Nein….ich war durch und wollte die Wohnung gerade verlassen, als die Kerle rein kamen. Erst war es nur einer, aber als ich diesen stellen wollte hörte ich einen zweiten. Ich hab mich also versteckt und konnte dann abhauen. Die haben mich wohl dabei bemerkt und die Verfolgung aufgenommen. An der Tür hatten sie mich dann gestellt und niedergeschlagen. Aber ich wurde schneller wach und hab mich erst mal noch tot gestellt. Die haben was von Tierversuchen gefaselt und dass es vielleicht gut ist, die Tests auch an Menschen zu machen. Der eine wollte mich sogar mitnehmen und irgendwo in ein Erdloch verrecken lassen. Der andere war da etwas umsichtiger und hat mich dann gefesselt und geknebelt in der Wohnung gelassen wo mich Hotte und Dieter dann gefunden haben.“ Erzählte Semir den Ablauf. Kim nickte. „Also steckt mehr hinter dem Toten als wir vermutet haben. Ach Hartmut hat was für Sie… er erwartet Sie in der KTU. Wo ist Ben?“ wollte Kim wissen. „Er hat noch einen Tag Urlaub, aber er ist schon da. Schließlich hatte er ja diesen Unfall gemeldet.“ erklärte Semir kurz und wollte gerade zur KTU als der Zeichner rein kam. „Gut…machen wir erst mal das Bild..“ nickte Semir und ließ sich von dem Zeichner ein Bild seiner Beobachtung machen. Es dauerte eine gute Stunde bis das Ergebnis zufriedenstellend war. Semir nahm das Bild und legte es Susanne vor. „so…lässt du des durchlaufen und gibst mir Bescheid wenn du ihn gefunden hast?“ bat er sie. Seine Hand ging zum Kopf, denn dort machten sich starke Schmerzen bemerkbar. „Hast du ein Aspirin?“ fragte er leise. Susanne nickte und gab ihm eine Tablette. „Und bitte…sag nichts Andrea...okay?“ bat er noch bevor er verschwand. Er fuhr zur KTU wo Hartmut schon auf ihn wartete. „Ich habe eine Speicherkarte gefunden. Aber die Reparatur der darauf befindlichen Daten dauert noch. Ich habe nur ein paar Fragmente schon mal sichten können. Da war was von einem Labor zu sehen. Tiere…und Ärzte….also wenn du mich fragst, dann waren das Versuchstiere..“ erklärte der Techniker. Semir nickte. Das passte zu dem was er mitbekommen hatte. Der Rest des Tages verließ ohne Komplikationen oder neuen Erkenntnissen. Semir fuhr nach Hause wo seine Frau und seine Kinder bereits auf ihn warteten.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Ben brachte Bonny erst am letzten Urlaubstag ins Tierheim. Er hatte es einfach nicht übers herz gebracht Bonny einfach so ins Tierheim zu geben. Bonny hatte ihm die letzten Tage regelrecht versüßt und sorgte dafür dass er in Bewegung blieb. Er ging mit ihr Gassi und spielte sogar mit ihr. Doch nun war der Urlaub morgen vorbei und was sollte er dann mit Bonny machen. Nun wartete er auf Liane Reinders, die das Tierheim leitete. „Sie haben den Hund bei einem Unfall gefunden und behalten?“ harkte sie nach und sah ihn über den Rand ihrer Brille an. „Ja….ihr Herrchen ist erschossen worden und mit dem Wagen dann über die Böschung. Dabei muss Bonny raus geschleudert worden sein. Ich habe sie dann mitgenommen und wollte sie schon vorher hier abgeben, aber… ich konnte mich von der Dame nicht trennen…“ lächelte Ben und streichelte Bonny. Liane sah dies natürlich. „Und das soll ich Ihnen glauben? Herr Jäger... das ist eine sonderbare Aussage. Ich meine...wenn der Hund...“ fing sie an. „Sie...Bonny ist eine Sie..“ berichtete Ben sofort. „Wenn die Hundedame an der Autobahn angebunden gewesen wäre...ja gut...das ist glaubhaft. Das passiert fast jeden Tag... aber was Sie da erzählen…“ tadelte sie ihn. „ Ich weiß dass es sonderbar klingt. Aber …....hören Sie...ich bin bei der Polizei...und diese Hundedame ist eine Fundsache...also nehmen Sie sie auf oder nicht?“ fauchte Ben wütend. „Ja sicher... das Tier kann schließlich nichts dafür, dass der Besitzer sie nicht mehr will. Ich verstehe die Leute einfach nicht, die sich ein Tier kaufen und es dann einfach wieder weggeben, weil es unbequem ist. Sie haben das Tier seit drei Tagen nicht wahr?“ harkte Liane nach .Ben nickte. „Auf dem Heimweg vom Flughafen Köln-Bonn habe ich sie gefunden…“ bestätigte er noch einmal. „...Wie können Sie dem Tier nur so etwas antun.“ schüttelte Liane den Kopf. „DAS ist nicht mein HUND!! Ich habe keinen Hund und ich kann auch keinen halten!“ stieß Ben wütend aus. „Warum kaufen Sie sich dann einen?“ kam genauso wütend von Liane zurück. „Ich hab ihn doch gar nicht gekauft… ich habe ihn an dem Unfallort gefunden…gefunden..verstehen Sie das nicht?“ stöhnte Ben genervt. „Hat sie denn einen Namen?“ wollte Liane wissen. „Ja...auf dem Halsband war ein Zettel mit dem Namen Bonny...“ nickte Ben. „Gut... Bonny...dann wollen wir dich mal in dein neues Heim bringen...“ sagte sie zu der Hündin, die den Kopf schief legte. „Na komm..“ lächelte sie und streckte die Hand aus. Bonny knurrte. Nur widerwillig, was sie auch klar zeigte, ging sie mit Liane mit. Jaulend sah sie immer wieder zu Ben, der einfach sitzen blieb. Ben schluckte. Er spürte Tränen aufsteigen. Doch er konnte nichts daran ändern. Für einen Hund war kein Platz in seinem derzeitigen Leben. Liane Reinders kam zurück. „Sie weint? Fällt die Trennung Ihnen schwer?“ harkte sie nach, als sie die Tränen in Bens Gesicht sah. „Nein...mir ist nur was ins Auge gefallen..“ entschuldigte Ben sich. „Ich meine Bonny...sie weint...“ stellte sie sofort richtig. „Kann ich sie besuchen, wenn ich die Zeit habe?“ fragte Ben vorsichtig an. „Sie geben Ihren Hund hier ab und wollen ihn dann besuchen? Hören Sie...die Dame hat jetzt schon unter der Trennung zu leiden...meinen Sie nicht, dass es besser wäre wenn Sie sie nie wieder sehen?“ wollte sie wissen. „Hören Sie...ein letztes Mal.....diese Hundedame gehört mir nicht und hat mir nie gehört, es ist nicht meine...Ist das jetzt mal angekommen?“ stieß er aus. Er konnte sie sehr gut verstehen. Sicher gab es Menschen die sich erst ein Hund anschafften und dann feststellten, dass das Tier auch wuchs und damit auch die Ansprüche des Tieres stiegen. Er stand auf unterschrieb die Papiere und fuhr wieder nach Hause. Ihm überkam ein wehmütiges Gefühl, als er im Wohnzimmer saß und auf die leeren Näpfe sah, die er für Bonny hingestellt hatte. Sie fehlte ihm, stellte er fest. Der Tag endete für ihn gelangweilt und er erwischte sich bei dem Gedanken Bonny einfach wieder aus dem Heim zu holen.


    Der nächste Morgen war Bens erster Arbeitstag nach dem langen Urlaub. Semir war wie immer zeitig im Büro. Er sah auf die Uhr. Ben hatte Urlaub gehabt und war immer noch unpünktlich. „Wann sich das wohl mal ändern wird...“ stöhnte er leise. Fast gleichzeitig klingelte sein Handy. „Guten Morgen Ben...schön dass du schon wach bist..“ ärgerte er seinen Partner. „Ja red du nur...Semir...pass auf...ich hatte auf der Rückfahrt einen Findling an Bord. Den besuche ich schnell und dann komme ich okay?“ hörte er Ben fragen. „Ja sicher...wie heißt sie denn?“ harkte Semir sofort nach. „Bonny..“ kam von Ben. „Bonny? Und wie weiter? Welche Haarfarbe? Größe?“ schoss Semir die Fragen ab. „Sie ist orangegelb...ins braune gehend...und hat braune Augen.“ kam von Ben. Semir stutzte. „Orangegelb? Hat sie in einen Farbtopf gegriffen oder was?“ wollte er wissen. „Nein...das ist Natur...“ lachte Ben. „ sie ist aber zuckersüß und hat ...“ hängte er an. „Ben...mich interessiert deine Urlaubsliebe überhaupt nicht...sieh zu dass du ins Büro kommst...“ unterbrach Semir ihn. „Semir...ich muss erst zu Bonny... ich hab sie im Tierheim abgegeben und...“ erklärte Ben weiter. „Im Tierheim abgegeben??? Was ...Wieso?“ fragte Semir etwas irritiert nach. „Weil meine Bekanntschaft ein Hund ist…genauer gesagt eine Hundedame…“ lachte Ben, der sich das Gesicht seines Partners wohl gerade vorstellte. „Wie kommst du denn an den Hund?“harkte Semir nach und dachte an den Fall den er parallel bearbeitete. Vermehrt waren Tierkadaver an der Autobahn gefunden worden. „Ich war auf dem Weg nach Hause, als ich den Unfall gemeldet hab…ich hatte Hotte und Dieter noch gesagt, dass ich notfalls den Dienst früher antrete, wenn du nicht klar kommst, aber die meinten es wäre nicht schon..nun ja…wie dem sei. Am Unfallort hab ich den Hund gefunden, scheinbar war sie auch in dem Auto und ist raus geschleudert worden. Ich habe sie mitgenommen und…erst mal bis gestern bei mir behalten. Und dann ist sie ins Tierheim..“ erklärte Ben. „Whow…was für eine Sorte?“ fragte Semir nach. „Die Sorte mit vier Beinen und viel Fell…Knopfaugen und einem langen Schwanz…“ gab Ben trocken zurück. „Na dann mach deinen Besuch und dann erwarte ich dich… wir haben nämlich auch einen tierischen Fall zu lösen…“ gab Semir zurück. „Genau das hatte ich vor. Du kannst uns ja schon mal ein Frühstück organisieren...Brötchen...Marmelade und so...ich habe einen großen Hunger..“ kam von Ben zur Antwort. „Dann bring Brötchen mit...ich hab Marmelade im Kühlschrank..“ lachte Semir nur. „Wie alt ist die denn schon?“ harkte Ben sofort nach. „Weiß nicht...ich glaub die hab ich von meiner Schwiegermutter bekommen, als ich Andrea geheiratet hab...“ meinte Semir nur. „Witzbold...die kann man doch nicht mehr essen!“ protestierte Ben laut. „Seit wann denkst du denn an das MHD?“ wollte Semir wissen. „Ich bin in zwei Stunden da... bis dahin solltest du doch was zaubern können...bis später..“ verabschiedete Ben sich lachend.

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  • Er setzte sich an seinen Schreibtisch und wollte gerade anfangen als Susanne herein kam. „Semir..wir haben schon wieder einen toten Hund an der Autobahn gefunden…“ erklärte sie. Semir nickte. „Dann schick Hotte und Dieter mal hin, die sollen das Tier in die Pathologie bringen. Ich denke das wir da etwas im Kadaver finden, was nicht dorthin gehört…“ kam von Semir während er weiter an seinem PC arbeitete. „Alles klar..“ murmelte Susanne und ging wieder an die Arbeit. Sie gab den Befehl an den beiden Polizisten weiter. Susanne kam erneut ins Büro. „Warum bist du nicht raus?“ wollte sie wissen. „Weil ich auch die Zeitungen gelesen habe. Es scheint ein Irrer in der Stadt zu sein, der Hunde umbringen. Aber laut unseren Vorschriften ist ein Hund eine Sache. Und Mord an Sachen gibt es nach dem Gesetz nicht. Also ist es nicht unsere Sache…“grinste Semir. Susanne nickte anerkennend. „Wusste gar nicht, dass du das Gesetz kennst...“ gab Susanne zurück. Sie legte ihm einen Zettel auf den Tisch. „Hier...wenn du doch hin willst..“ lachte sie und verschwand. An der Tür stieß sie mit Ben zusammen. „Ah…unser neuer Hundebesitzer ist da..“ begrüßte Semir ihn. „Hör auf...bitte..es reicht schon, dass ich als böses Herrchen gelte..“ knurrte Ben. „Oh… wirklich..warum?“ wollte Semir wissen. „die Heimleiterin… glaubt nicht, dass ich den Hund gefunden habe… aber das ist die Wahrheit …“ stöhnte Ben und ließ sich auf seinen Stuhl nieder. Semir nickte wissend. „Du armer…warum musst du denn auch alles mitnehmen was du findest…“ grinste er. „Hör mal…..hättest du denn so eine niedliche….süße Hundedame einfach auf dem Boden sitzen lassen? Wie war das denn mit Felix? Den hast du doch auch einfach aufgenommen…!“ beschwerte Ben sich. „Mit Felix ist das was ganz anders! Das kannst du überhaupt nicht damit vergleichen!“ widersprach Semir sofort, der nichts auf seinen Kater kommen ließ. „Ach du musst sie sehen… sie ist echt süß und ungefähr so groß..und hübsche braue Augen...das Fell….leicht orange-gelb ins braune gehend…und so liebesbedürftig und…“ schwärmte Ben von seiner tierischen Freundin. Semir grinste leicht. „Ben und Bonny...das passt irgendwie...“ gab er zu. „Ja so wie Felix und Semir...“ konterte Ben. „Hey...Felix ist ein Waise...ich kann ihn ja wohl schlecht auf die Straße setzen... außerdem...der Kater hat irgendwas an sich, was mich an ihn bindet...ich kann dir nicht sagen, was es ist, aber...er ist ...ich weiß nicht...er ist einfach...nur super..“ erklärte Semir. „Ja...vor allem im Zehenbeißen...und nerven...Bonny ist da anders...sie ist anhänglich...sie hat sogar bei mir im Bett geschlafen...und mit mir geknuddelt....und heute Morgen hat sie mir das Gesicht geleckt...sie war dankbar für das Fresschen und für die Streicheleinheiten...“ gab Ben zum Besten. Er sah sich um. „Und was gibt es hier oder gab es in der Zeit wo ich nicht da war?“ wollte er wissen um sich abzulenken. „Nun...seit einer Woche tauchen immer wieder Tierkadaver auf... Katzen, Hunde....immer an der Autobahn und nur an den recht ruhigen Parkplätzen. Das letzte wurde jetzt am Rastplatz bei Km 408 gefunden.... tja das Veterinärsamt geht davon aus, dass es ein Hundehasser ist und hält ein Handeln für nicht unbedingt notwendig.“ erklärte Semir. „Ach...für nicht notwendig? Haben wir denn da irgendein Mitspracherecht? Tiere sind doch auch Lebewesen...und wenn die umgebracht werden, dann...“ lehnte Ben sich auf. „Nun...Tiere sind immer noch Sachen.....und dort gilt ein Tier, was getötet wurde als nicht verfolgbar...“ beruhigte Semir ihn. „Ja ich weiß.....ist nur ein Hund...oder nur eine Katze...man das kotzt mich irgendwie an..“ knurrte Ben.


    Lisa, eine Aushilfe die sich um das Taschengeld aufzubessern um Tiere im Tierheim kümmerte sah den Neuankömmling an. „Hey...Bonny...du bist aber eine Süße...“ lächelte sie und stellte dem scheinbar verängstigten Hund den Napf mit dem Futter hin. „Na komm...lecker Fresschen...“ lockte sie die Hündin. Doch diese sah sie nur an. Liane kam am Zwinger vorbei. „Sie will einfach nicht fressen...“ klagte Lisa. Liane nickte. „Ich weiß...die Trennung von ihrem Herrchen geht ihr extrem nahe. Ich verstehe einfach nicht warum Herr Jäger den treuen Freund abgibt...wenn er beruflich nicht in der Lage ist, dann sollte er sich kein Tier anschaffen...“ erklärte Liane. „Aber ich denke er hat ihn gefunden?“ kam erstaunt von Lisa. „Mein Kind...das war eine so dämliche Ausrede. Ich höre jeden Tag...das Tier ist mir zugelaufen...okay...aber er hat den Hund in seinem Auto gefunden...verstehst du...wie soll das Tier denn da rein gekommen sein? Nein...nein... ich gehe davon aus, dass sie ihm gehörte. Und nun ist sie ihm lästig geworden...ich denke mal, dass seine Freundin oder Frau keine Hunde mag und was liegt da näher den Störenfried los zu werden? Ich kann ja froh sein, dass er sie nicht einfach ausgesetzt hat...nun ja...leider ist sie auch nicht tätowiert und so kann ich nicht herausfinden, ob sie ihm wirklich gehört oder ob er die Wahrheit sagt. Das sollte uns jetzt auch nicht so wirklich bekümmern. Wir müssen uns um die Tiere sorgen, die hier mit gebrochenem Herzen in einem Zwinger sitzen und die Welt nicht verstehen. Komm...lass sie mal etwas... sie muss sich vermutlich nur eingewöhnen.“ erklärte Liane. Sie beugte sich noch einmal zu Bonny hinunter und streichelte sie. „Meine Kleine..... es tut mir wirklich Leid... aber dein Herrchen will dich nicht mehr...versuch darüber weg zu kommen...sonst muss ich dich nämlich einschläfern lassen und das ist sicher nicht im Sinne von uns beiden...oder?“ fragte sie. Bonny legte sich hin. Sie rührte das Futter nicht an. Lisa sah traurig auf diese Hundedame, die ganz deutlich am Trennungsschmerz litt. „Meine arme kleine Bonny… wieso ist dein Herrchen denn so böse. Ich sollte ihn mal sagen, wie sehr du leidest. Du willst zurück nicht wahr?“ fragte sie und kraulte das Tier. Und sie entschloss ihren Plan durch zu ziehen. Sie wollte diesen Ben Jäger besuchen und ihm sagen, was sie davon hielt, seinen Hund hier einfach abzugeben. Der wird mich kennen lernen…schwor sie sich. Entschlossen verließ sie den Zwinger von Bonny und stapfte den Weg entlang. Mit ihren 13 Jahren fühlte sie sich schon sehr erwachsen.

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  • „Hey… Semir…..ich hab die Daten gerettet!“ hörte Semir Hartmut durch das Telefon sagen. „Okay… wir sind gleich bei dir!“ gab er durch und sah Ben an. „Na los du Urlauber… die Arbeit ruft!“ gab er bekannt und verließ das Büro. Ben ging gemütlich hinterher. „Willst du mir nicht mal endlich was sagen?“ forderte Ben ihn auf. „also gut…das Herrchen von Benny…..ist ermordet worden. Ein Kopfschuss hat sein Leben beendet, bevor der Wagen in Flammen auf ging. Es war kein Unfall. Und Hartmut hatte bei der Untersuchung des Wagens eine Chipkarte gefunden. Die Daten darauf waren allerdings in Mitleidenschaft geraten. Und er hat sie wieder hergestellt, unser Zauberer…“ grinste Semir. „Sie heißt Bonny….Bonny…nicht Benny…“ stellte Ben richtig. „und was ist da zu sehen?“ wollte Ben weiter wissen. „Das weiß ich nicht. Aber es scheint mit dem Fall der toten Tiere zusammen zu hängen. Ein paar Bilder oder eher Fragmente von Videos zeigen ein Labor in dem wohl Versuche mit Tieren gemacht werden. Allerdings gibt es keinen Hinweis wo dieses Labor liegt…zumindest bis jetzt…“ erklärte Semir weiter. „Ah ja…okay…. Dann sehen wir uns das doch mal an..“ meinte Ben nur. „ich war übrigens in seiner Wohnung...also von dem Toten… ein sehr sauberer Mann muss ich schon sagen..“ erzählte Semir weiter und sah Ben von der Seite her an. Sein Partner schien etwas abwesend zu sein. „Ich wurde dabei überrascht und kam nur ganz knapp mit dem Leben davon. Die Kerle haben was gesucht und ich denke es waren Fotos. Diese Typen gehörten vielleicht zu diesem Labor und wollten Beweise vernichten und…hörst du mir überhaupt zu?“ wollte Semir plötzlich wissen. „Ja…sicher doch….du hast ein paar Fotos von den Verdächtigen gemacht..ich … hab alles mitbekommen…“ nickte Ben. Semir schüttelte den Kopf. „Wo bist du mit deinen Gedanken?“ fragte Semir. „Bei Bonny…sie ist sicher einsam. Ich meine…ich hab sie nur zwei Tage gehabt, aber….sie ist mir ans Herz gewachsen und…ich wünschte ich hätte sie behalten. Nur ist das mit meinem Dienst nicht vereinbar…“ klagte Ben. Sie kamen bei Hartmut an. „So…seht mal…also hier das sind Fotos von dem Labor…der Typ dort spritzt den Tieren etwas. Ich konnte aber nichts erkennen….“ erklärte der Techniker. Ben sah auf den Monitor. „Hey…Moment mal….das ist Bonny..!“ stieß er aus. „Wer ist das?“ wollte Semir sofort wissen. „Bonny…das ist die Hündin, die ich neben dem Auto gefunden hab…sie war also auch in diesem Labor… Das heißt aber dann auch, dass sie mit dem Fall zusammen hängt. Verdammt…diese Kerle machen was mit den Tieren. Sie spritzen ihnen etwas und dann wenn sie verenden, werden sie einfach an die Autobahn gelegt? Das ist unmenschlich und abartig.“ Kam von Ben angewidert, als sie ein weiteres Video sahen. Darin war zu erkennen, dass die Tiere nach den Versuchen starben. „Was die da auch immer spritzen...es ist tödlich. Vermutlich nicht nur für Tiere.“ gab Semir nachdenklich zurück.


    Lisa ging am Nachmittag noch einmal zu Bonny. Die orangebraune Hündin lag am Boden und regte sich nicht als Lisa in den Zwinger kam. Sofort sah sie, dass der Hund nun auch nichts gefressen hatte. Sie hockte sich neben dem Tier und streichelte es. Bonny jaulte leise. „Was ist denn mit dir? Warum frisst du denn nichts.....Bist du so traurig? Soll ich mal dein Herrchen anrufen, das er dich besuche n kommt? Wie kann er nur so herzlos sein dich hier einfach abzugeben? Du arme kleine.....Maus...“ sprach sie ruhig auf das Tier ein. Bonny sah sie an. Der Blick war so traurig, dass Lisa einen schweren Kloß im Hals spürte. „Was kann ich denn für dich tun, damit es dir besser geht, Bonny...?“ wollte sie wissen. Doch die Hündin drehte nur ihren Kopf weg und jaulte leise. „hallo? Ist hier jemand?“ rief einer der Besucher. „Ja Moment... ich komme gleich!“ rief Lisa sah noch mal auf Bonny und stand auf. „Ich bin gleich wieder da...nicht weglaufen...hörst du...“ sprach sie zu dem Tier. Sie verschwand aus dem Zwingen und da der Besucher drängelte vergaß sie völlig das Schloss wieder vorzumachen. Kaum war sie weg sprang Bonny auf und stupste mit der Nase die Tür auf .Sie rannte raus und versteckte sich zunächst. Scheinbar wusste sie genau wo sie hin wollte und wartete nur auf die Gelegenheit das Haupttor zu durchqueren. Sie setzte sich dicht vor dem Tor an die Seite. Ein weiterer Besucher betrat das Gelände. Bonny nutzte die Gelegenheit und schlupfte unbemerkt von dem Besucher durch das Tor und flitzte davon. Sie wusste wohl genau wohin sie wollte. Denn den Weg kannte sie, auch wenn sie ihn nur zweimal gegangen war. Zwanzig Minuten später saß sie jaulend vor der Haustüre, doch scheinbar war dort niemand zuhause. Bonny legte sich auf die Treppe und wartete. Sie ahnte genau, dass irgendwann der Mensch kommen würde, den sie so sehr mochte. Lisa bemerkte es eine knappe Stunde später dass ihr neuer Schützling aus dem Zwinger geflohen war. „Bonny…..wo bist du denn?“ rief sie und sah sich im gesamten Tierheim um. Doch Bonny blieb verschwunden. Sie rief Liane an um ihr zu erklären, dass Bonny weg gelaufen war. „Sie wird vermutlich nach Hause laufen. Ich werde Herr Jäger anrufen, damit er weiß was ihn erwartet. Sofern er ans Telefon geht, natürlich.“ gab die Leiterin durch. „Ich hoffe wir finden sie wieder…“ kam leise von Lisa.

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  • Semir und Ben fuhren wieder in die PAST. „Wir müssen versuchen heraus zu finden für welche Versuche die Tiere missbraucht werden. Nur wie sollen wir das Labor finden wenn es, und davon bin ich überzeugt, illegal ist?“ wollte Ben auf der Rückfahrt wissen. „Das weiß ich nicht. Aber irgendwie müssen wir es finden. Ich denke wir sollten uns aufmerksam umsehen. Vielleicht kann Hartmut ja auch noch den Rest von dem Film wieder herstellen und wir sehen die Anschrift oder aber die Gegend wo sie sich befinden. Und dann das schwöre ich dir, werde ich mir die Kerle vorknüpfen.“ drohte Ben. „Ja… wenn… aber noch ist es nicht sicher.“ Entgegnete Semir. „Weißt du was….wir können heute eh nichts mehr machen. Was hältst du davon, wenn wir Feierabend machen und du bei mir isst. Andrea kocht heute einen leckeren Eintopf und da ist sicher noch was für dich übrig?“ lud Semir seinen Partner ein. Ben lehnte ab. „Nee…lass mal… ich bin ziemlich müde. Ist zwar der erste Arbeitstag oder gerade deswegen. Keine Ahnung, aber ich bin echt todmüde.“ Lehnte Ben ab. „Du wirst aber nicht krank oder?“ harkte Semir nach. „Nein warum denn?“ lachte Ben leise. „Weil du sonst auch nie Essen ablehnst… deshalb..“ erklärte Semir. „Ich bin einfach müde…mehr nicht. Muss mich wohl doch noch akklimatisieren..“ Semir nickte. „Vielleicht hat Susanne ja schon etwas wegen meinem Phantombild..“ meinte Semir und lenkte den Wagen auf den Parkplatz. „Phantombild? Welches Phantombild denn?“ kam von Ben erstaunt. Semir lachte und schüttelte den Kopf. „Das Phantombild was ich mit dem Zeichner gemacht habe, nachdem ich in der Wohnung von Peter Lörrach festgesetzt wurde…ich hab es dir auf der Fahrt zu Hartmut doch erzählt? Du hast mir also doch nicht zugehört…“ tadelte Semir ihn. „Ach so….na dann fragen wir doch mal nach und machen dann Feierabend..“ grinste Ben. Semir nickte nur. Doch Susanne war bereits nach Hause gegangen und sie hatte auch keine Nachricht hinterlassen. Semir sah Ben an. „Na…dann machen wir doch Feierabend..“ grinste er. Er freute sich schon auf seine Frau und auf seine Kinder. Er fuhr ab als Ben gerade in seinen Wagen stieg. Er fuhr nach Hause und als er durch die Tür kam stürmte seine kleine Tochter Ayda auf ihn zu. „PAPA!!!“ rief die fünfjährige erfreut und sprang ihn in den Arm. „Hey…meine Prinzessin….oh…was für ein Empfang…wo ist die Mama denn?“ wollte er wissen. „In der Küche…..“ erklärte das aufgeweckte Mädchen. „Na dann gehen wir auch zu Mama..“ grinste er und drückte seiner Tochter einen dicken Kuss auf. „Papa…das piekt…“ lachte Ayda.


    Ben hob die Hand als Semir abfuhr und ließ sich dann ebenfalls auf den Fahrersitz fallen. Wie immer war es mal wieder mühsam einen Parkplatz vor der Tür zu finden. ER musste zwei Runden drehen um dann doch etwas weiter von seiner Wohnung entfernt zu parken. Müde stiefelte er auf die Eingangstür zu und öffnete die Tür. Langsam erklomm er die Treppe und blieb erstaunt stehen als er seine Tür erreichte. „Bonny?“ fragte er. Die Hündin öffnete die Augen und erhob sich. Schwanzwedelnd stürmte sie auf ihn zu und begrüßte ihn freudig. „Sag mal…du bist doch wohl nicht ausgebrochen oder?“ wollte Ben wissen und streichelte die Hündin. „Wuff!“ kam zur Antwort. „Weißt du eigentlich, dass ich ein Polizist bin? Ich muss Ausbrecher wieder einfangen. Du bist die erste, die sich freiwillig vor meine Tür legt und auf mich wartet…“ grinste er. Er setzte sich auf die Stufe und kraulte Bonny den Kopf. „Nur was mach ich mit dir? Ich kann dich doch nicht behalten… aber das Tierheim ist schon zu…“ murmelte er nachdenklich. Bonny legte sich ebenfalls hin und bettete ihre Schnauze auf seinen Schoß. „Ich muss dich morgen wieder ins Heim bringen… das geht nicht anders… ich meine… ich kann dich nicht mitnehmen und…ach Bonny… was tust du nur mit mir?“ fragte er klagend. Bonny ließ ein leises Jaulen hören. Scheinbar war der Hund genauso ratlos wie Ben. „Na komm…ich hab Hunger und du sicher auch. Wer weiß wie lange du schon wieder hier bist….nur morgen muss ich dann erst zur Wache…und danach kann ich dich erst ins Heim bringen. Das wird eine ziemlich lange Tour…“ stöhnte Ben und erhob sich. Bonny stellte sich vor seiner Tür und sah ihn nur an. Wieder erklang ein Jaulen. „Ja ich weiß…ich hab auch Hunger….“ lächelte Ben. Er schloss die Tür auf und schon verschwanden er und die Hündin in die Wohnung. Er hörte seinen Anrufbeantworter ab. „Hier ist Liane Reinders aus dem Tierheim. Bonny ist leider ausgerissen und ich befürchte, dass sie zu Ihnen kommen wird. Ich sagte Ihnen ja, dass sie schwer mit der Trennung zu tun hat. Und ich hoffe, dass sie den Weg zu Ihnen findet, dann ist sie wenigstens in Sicherheit… und kann keinem Hundehasser oder gar einem Unfall zum Opfer fallen. Bitte melden Sie sich bei mir, wenn Bonny bei Ihnen ist. Meine Nummer lautet…“ hörte er nur halb zu. „Danke für die Warnung..“ grinste er und sah zu Bonny, die vor ihm saß. „Was machen wir denn mit dir? Wenn ich dich zurück bringe, dann wirst du vermutlich die nächste Gelegenheit nutzen und wieder abhauen… das ist sehr gefährlich. Ich meine…du könntest von einer netten Familie gekauft werden oder…hey…ich hab die Idee…du wirst ein Schutzhund. Ja…ich kann dich doch in die Polizeihundeschule bringen. Du hast genau das richtige Alter zum Lernen...“ stieß Ben aus. Bonny legte den Kopf schief und bellte leise. Sie schien mit dem Vorschlag einverstanden sein. „Also gut..dann fahre ich dich morgen nach Aachen in die Hundeschule. Aber da darfst du nicht weglaufen…versprichst du mir das?“ wollte Ben wissen. „Wuff!“ kam von Bonny.


    Leute nicht nur lesen...feeden!!!!!

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  • „Hallo Schatz…Essen ist gleich fertig“ begrüßte Andrea ihren Mann. „Wie war dein Tag?“ hängte sie an. „Eigentlich ganz gut…. Bis Ben aus dem Urlaub kam. ER war viel zu spät und völlig durch den Wind..“ erklärte Semir. „Warum das denn?“ harkte Andrea sofort nach. „Sein Herz ist gebrochen…“ kam grinsend von Semir. „Er hat sich verliebt? Er hat eine Freundin?“ fragte Andrea erstaunt nach. „Nun ja… ja...ich glaub schon….nur musste er sie wieder abgeben..“ grinste er. Andrea kam zu ihm ins Wohnzimmer. „Was heißt denn abgeben?“ harkte sie nach. „Wir hatten einen Toten…der Unfall wo der Mann verbrannt ist und der Hund war wohl im Wagen. Ben war der erste am Unfallort und hat das Tier gefunden. Er hat die Hundedame mitgenommen und zwei Tage versorgt…und dabei hat er sein Herz an das Tier verloren. Aber er hat es im Heim abgegeben, weil er keinen Platz und keine Zeit für einen Hund hat. Wenn er von Bonny, so heißt die Hundedame, spricht denkt man er meint einen Menschen...“ erklärte Semir. „Ach so…der Hund gehört keinem. Aber wenn der Hund doch niemanden gehört dann …könnte er ihn doch behalten. Er könnte ihn doch zum Suchhund oder zum Drogenhund ausbilden lassen. Als Polizeihund darf er sogar ins Büro.“ erklärte Andrea. Semir sah sie an und küsste sie. „Du bist so verdammt schlau...“ lobte er sie. „Danke mein Schatz…aber es kommt mir auch sehr bekannt vor…das ist als du und Felix…“ lachte sie. „Hör mal...ich hab Felix nie wie einen Menschen behandelt!“ beschwerte Semir sich. „Oder mein Kleiner?“ wandte er sich an den Stubentiger den er auf dem Arm trug und kraulte. „miau…“ kam schnurrend zurück. „Siehst du...Felix sieht das genauso….zwischen mir und ihm das ist eine Männerfreundschaft…ja wohl..“ lachte Semir. Andrea schüttelte nur den Kopf. „Komm…ich hab heute Kohlrouladen gemacht..“ lockte sie ihren Mann. Dieser setzte Felix auf den Boden.. „Meine Königin hat Kohlrouladen gemacht…sorry Felix...aber da rückst du sofort an die zweite Stelle…“ sagte er zum Kater und nahm Andrea in den Arm. „Du bist die beste Frau die ich finden konnte...“ lobte er sie. „Danke mein Prinz…“ lachte Andrea und küsste ihn. Anschließend wurde gegessen. „Wie war denn dein Tag?“ wollte er nun wissen. „Oh…ich war heute mit Layla in der Krabbelgruppe….das ist echt klasse…sie lebt auf wenn wir dort sind und brabbelt nur vor sich hin. Einfach klasse…Aida hat einen Zahn verloren...schon der dritte. Und die Zahnfee muss auch noch kommen….sie hat den Zahn unters Kissen gelegt…rechts von der Wand gesehen…“ gab sie bekannt. „Okay….die Zahnfee genießt jetzt erst einmal die Roulade...die sind nämlich verdammt lecker…“ strahlte Semir und aß auf. Anschließend ging er ins Kinderzimmer seiner großen Tochter und nahm den ausgefallenen Zahn unter dem Kissen heraus und legte einen 5-Euro-Schein dahin. Leise verließ er das Zimmer wieder.


    Ben schob den Teller in die Spülmaschine und sah Bonny an. „So…meine Liebe Bonny…nun werde ich duschen gehen und dann ab ins Bett…du machst es dir schon mal bequem, okay?“ wollte er wissen. Bonny wedelte mit dem Schwanz. Ben dusche ausgiebig. Als er raus kam und ins Schlafzimmer ging sah er das sein Bett bereits belegt war. „Oh nein…Lady….nicht so….runter da…. dein Platz ist….“ Ben verstummte. Bonny sah ihn intensiv an und sein Herz schmolz dahin. „also gut…aber ich bekomme auch einen Platz...“ gab er klein bei. Bonny rückte tatsächlich auf. Sie legte sich ans Bettende und wärmte seine Füße. Ben schlief schnell ein. Der Wecker riss ihn um sechs aus dem Schlaf und mit müden Schritten ging er ins Badezimmer. Wusch sich schnell und stutzte seinen Drei-Tage-Bart. Dann ging es an den Frühstückstisch. „Wuff…“ machte sein Gast. „ja Bonny...ich weiß….du bekommst gleich etwas…..“ murmelte er müde. Doch Hundefutter hatte er keins mehr. Er sah Bonny fragend an. „Magst du auch Leberwustbrot?“ fragte er das Tier. „Wuff!“ kam von Bonny. „gut…dann essen wir heute Leberwurstbrot und wenn ich dich in der Hundeschule abgegeben habe, bekommst du sicher was Besseres…“ grinste Ben. Bevor er losfuhr klingelte sein Handy. „Semir hier…mein Auto will nicht. Hol mich bitte ab..“ bat sein Partner ihn. „Alles klar..ich fahr gleich los..“ gab Ben durch. Nur eine halbe Stunde später fuhren die Beiden los. Bonny setzte sich direkt auf die Rückbank. „Das ist gut…du weißt wo du hingehörst…“ lachte Ben. Er stieg ein und fuhr zu Semir. „Morgen…“ begrüßte dieser seinen Partner und ließ sich auf den Beifahrersitz fallen. Von dem Hund auf dem Rücksitz bekam er zunächst nichts mit. „Dann mal los…wie war deine Nacht?“ wollte er beiläufig wissen. Ben gab Gas. „Warm…sehr warm….“ grinste dieser. Bonny legte ihre Schnauze auf Semirs Schulter und dieser erschrak. „AAAAAAAAAAAAAAAAH“ stieß er aus und sah sich um. „Wer ist das denn?“ wollte Semir wissen. „Das ist Bonny….der Hund von dem ich dir gestern erzählt habe..“ stellte er Bonny vor. „Ah…ich dachte du hast ihn ins Tierheim gebracht?“ harkte Semir nach. „Nun….ich hab sie hingebracht nur ist sie abgehauen...gestern Abend lag sie vor der Tür…“ erklärte Ben. „und was willst du nun machen?“ fragte Semir. „Eigentlich wollte ich sie erst ins Tierheim bringen, aber dann kam mir die Idee, dass sie sicher ein guter Schutzhund werden könnte und da wir in Aachen ja eine Polizeihundeschule haben, bringe ich sie dort hin. Sie gehört ja niemanden und als Polizeihund kann sie bei mir bleiben…“erklärte Ben. „Ja..das hat Andrea mir gestern auch gesagt. Eine gute Idee. Wirklich..eine sehr gute Idee.“ gab Semir zu.

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  • Ben holte Bonny aus dem Auto und sie lief brav neben ihm her. Bis zum Tor, dort setzte sie sich hin und sah ihn traurig an. „Hör mal…Bonny…ich mag dich..wirklich..ich mag dich sogar sehr. Wenn du diese Ausbildung machst, dann ist es für uns sehr viel einfacher. Dann kann ich dich auch behalten..verstehst du…dann kannst du auch bei mir bleiben. Aber…du darfst nicht weglaufen… du musst hier bleiben…“ redete Ben auf seine vierbeinige Freundin ein. Er sah dem Hund in die Augen. Sie jaulte leicht und gab ein leises „Wuff“ von sich. „Also gut…dann werden wir es versuchen. Mit Bonny als Schutzhund, konnte er die Dienstvorschriften einhalten was die Tierhaltung ging, denn Polizeihunde genossen eine Sonderstellung. Er klingelte und musste nicht einmal lange warten bis ein älterer Mann die Tür öffnete. „Hallo…Peter Neugebauer….ich leite die Hundeschule. Was kann ich für Sie tun?“ wollte ein blonder Mann wissen. „Ich würde meinen Hund hier gern ausbilden lassen. Ben Jäger..Kripo Autobahn..“ stellte Ben sich vor. „Ein sonderbarer Name für einen Hund..“ lachte Peter und reichte ihm die Hand. „Nein…nein..ich bin Ben Jäger und das ist Bonny…sie ist eine…ähm….eine… Hündin..“ kam verlegen, denn die Rasse kannte Ben nicht. „Nun…das ist ein Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Ein Hütehund. Selten in diesen Gefilden zu finden…aber sehr hübsch…. Die Dame. Bonny…..ein hübscher Name. Wie alt ist sie denn?“ harkte Neugebauer nach. „keine Ahnung..“ gab Ben zu. „Nun…wenn ich die derzeitige Größe betrachte…komm Bonny…komm zu mir…“ lockte Peter die Hundedame. Er hielt ihr ein Leckerchen hin. Bonny kam nur zögerlich an Neugebauer heran. „Zeig mir mal die Beißerchen…“ bat Neugebauer und drückte Bonny das Maul auf. „Sie hat noch alle Milchzähne..ich denke mal sie ist acht oder neun Monate…“ meinte Peter. „ist sie noch zu jung für die Ausbildung? Oder gänzlich ungeeignet?“ kam die bange Frage von Ben.


    „Im Gegenteil…sie ist genau im richtigen Alter und es ist auch die richtige Rasse…“ lachte Neugebauer. Peter nahm die Hundedame und führte sie auf die Übungsbahn. „Sie sind bei der Kripo Autobahn? Seit wann werden denn Hunde dort eingesetzt?“ wollte er wissen. „Werden sie nicht, aber Bonny hängt an mir. Wir kennen uns erst knappe zwei Wochen. Sie war ausgesetzt und ich hab sie gefunden. Ich habe sie auch in ein Tierheim gebracht aber da ist sie immer wieder weg und nun….ich habe Angst, dass sie beim nächsten Mal vielleicht unter die Räder kommt…und…das könnte ich mir nicht verzeihen..“ erklärte Ben. Peter Neugebauer nickte. „Das kann ich mir sehr gut vorstellen, aber als Schutzhund ist sie nicht geeignet. Eher als Drogenhund oder aber als Suchhund. Ich würde das zweite wählen…sie ist wendig, nicht zu groß und sie hat eine feine Nase. Ein Schutzhund soll etwas Angst verbreiten, aber das wird Bonny sicher nie können. Dazu ist sie zu gutherzig. Lassen Sie Bonny ein paar Wochen hier…Sie können Sie natürlich jeder Zeit besuchen….“ Schlug der Schulleiter vor. Ben sah Bonny an. „Also gut…wir versuchen es…“stimmte Ben zu. Er beugte sich runter zu dem Hund. „Okay… Bonny…wenn wir beide ein Paar werden wollen, dann verlange ich von dir, dass du dich hier benimmst. Nur wenn du die Ausbildung machst, kann ich dich behalten…okay?“ fragte er. Peter schüttelte leicht den Kopf. Die Trennung schien schwer zu fallen...zumindest dem Herrchen. „Nur keine Sorge..hier kann sie nicht weglaufen...und wird auch nicht daran denken.“ beruhigte er das Herrchen. „Das hoffe ich sehr…“ kam von Jäger. „Ich bin Ausbilder für Hunde und so bin ich auch auf die Wesen eingeschworen…sie wird nicht verschwinden….versprochen…“ lächelte Peter. „Danke…ich komme am Wochenende wieder….einverstanden?“ wollte Jäger wissen. „Klar….am Samstag von 11 bis 17 Uhr…“ nickte Peter. Ben Jäger fuhr wieder los. Bonny sah ihm traurig nach. Hier war ein extrem starkes Band zwischen Herrchen und Hund, das spürte Peter sofort. „Na dann komm mal mit Bonny…du darfst dir deine Hütte aussuchen…“ lachte Peter und zog den Hund mit. Tatsächlich ging Bonny ohne Schwierigkeiten mit ihm ins Haus. Auch sonst machte sie keine Probleme und absolvierte das Aufnahmeprogramm mit Bravur…

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  • Ben fuhr zurück zur PAST wo Semir bereits auf ihn wartete. „Harmut hat mir noch was auf den PC geschickt. Er hat einige Fragmente eines Schriftzuges erkennbar machen können. Allerdings kann man da nicht wirklich was draus lesen. Sieh mal…hier ist ein An….dann kommt eine große Lücke und dann Haus. Das könnte die Adresse sein, wo das Labor ist, oder aber auch der Name des Labors. Ich habe Susanne schon beauftragt sich damit zu beschäftigen. „Ja das ist doch schon mal was…So … Bonny wird ein Suchhund. Der Leiter war begeistert von ihr. Sie ist übrigens eine Toller….also als Rasse…“ erklärte Ben. „Nun lass den Hund mal…wir müssen arbeiten!“ forderte Semir ihn auf. „Ja doch….“ kam von Ben. „Guck dir das an…diese Schweine..“ stieß Semir plötzlich aus und machte Ben damit neugierig. Er sah wie ein Mann in Weiß einen kleinen Hund aus dem Käfig nahm und dem Tier etwas injizierte. Nur kurz darauf wandte sich der Hund in Schmerzen. Schaum entstand vor dem Maul und langsam verendete das Tier. „Das ist doch abartig..“ stieß Ben aus. „Das Tier war eines der Kadaver die wir an der Autobahn gefunden haben. Wir werden sicher noch mehr finden. Diesen Leuten muss das Handwerk gelegt werden..“ stieß Semir aus. „Was sind das für Schweine…..ich bekomme die Krätze…“ kam von Ben, der sich angewidert wegdrehte. Semir sah weiter hin. „Ben..sieh mal….das ist doch deine Hundedame..“ kam von Semir. Ben sah hin. „Du hast Recht…das ist Bonny….verdammt…dann war sie ein Versuchshund…und….“ kam nachdenklich von Ben. Sein Handy riss ihn aus den Gedanken. „Ben Jäger!“ meldete er sich. „Neugebauer hier…..es geht um Bonny… ich habe da mal eine Frage…“ hörte er den Betreiber der Hundeschule. „Ja was gibt es denn?“ wollte Ben wissen. Er musste sich eingestehen, dass er Angst hatte. War etwas mit Bonny....war sie krank?....oder hatte sie ein Makel? „Hat der Hund bisher keine Ausbildung gehabt? Er oder besser sie geht bei Fuß und hört auf jedes Wort…das wird ein einfaches Spiel…ich denke in drei Wochen wird sie soweit sein, dass sie schon eingesetzt werden kann…absolutes Naturtalent...“ lobte Neugebauer den Hund. „Danke…nein..sie hat keine Ausbildung..denke ich….aber ich freue mich, dass Sie so gut mit ihr klar kommen…“ gab Ben erleichtert durch. „Ach so…Sie können Ihre Hündin am Samstag mit nach Hause nehmen und dann am Montag wieder herbringen...die Bindung zwischen ihnen und dem Hund ist sehr eng…“ erklärte Peter Neugebauer. „Danke...werde ich machen...“ versprach Ben. Er legte auf und war ein wenig stolz auf seine Hündin.


    Peter Neugebauer sah zu wie Bonny über das Gelände flitzte. „Bonny!!! Such...wo ist es!!“ forderte er die Hündin auf. Das Tier sah sich suchend um und schnüffelte über den Boden. Dann setzte sie sich vor ein Loch und bellte laut. Peter kam an und nickte. „Das hast du sehr gut gemacht....bist ein echtes Naturtalent...“ lobte er das Tier und klopfte auf die Brust von Bonny. Sie bellte zur Bestätigung. „So...und nun werden wir mal schauen, ob du auch lebende Personen findest.... Chris!!! Versteck dich bitte!“ rief er seinem Helfer zu. Bonny sah auf den jungen Mann der über das Gelände lief und wollte hinterher. „Oh...nein....nicht mogeln...Mach Platz!“ befahl Peter lachend. Bonny setzte sich wieder hin und sah ihn an... Er nahm ein Shirt von Chris und ließ Bonny daran riechen. Chris meldete, dass er sich nun versteckt hatte. „GO...Bonny...such Chris!!“ forderte er das Tier auf. Schon rannte Bonny los. Peter rannte hinterher und konnte kaum mit der Hündin mithalten. Sie rannte über das Gelände und suchte in dem Pappmauerstücken. Dann bellte sie und setze sich vor einem aufgestapelten Haufen. Sie wartete auf Peter, der die Teile wegzog. Chris kam zum Vorschein. Peter lachte. „Das hast du sehr gut gemacht......“ lobte er Bonny erneut. „Whow...die Dame ist aber verdammt schnell...das wird mal ein Topsuchhund..“ kam auch von Chris. Ja…das wird sie….und ich finde sie hat sich ein ganz tolles Fressen dafür verdienst. Was ist Bonny…hast du Hunger?“ fragte Peter und streichelte der Hündin über den Kopf. „WAU!!“ machte sie was Peter als Ja deutete. „Dann komm….“ Lachte er. Gemeinsam mit Chris und Peter ging Bonny zum Häuschen. In der Küche stellte er einen Napf runter und legte dort einen großen Knochen rein. „Der ist nur für dich..“ gab Peter bekannt. Bonny schnüffelte daran und ließ sich das Ding schmecken.

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  • Walther Griese sah auf die Ergebnisse der Tierversuche. „Von den 24 Hunden haben nur drei überlebt. Und das mit schweren Schädigungen an den Organen....das ist kein gutes Ergebnis. Die meisten sind direkt verstorben und die die es geschafft haben werden verenden. Diese Versuchsreihe ist ein Schlag ins Wasser..“ fauchte er und warf die Akte auf den Tisch. „Ich muss Freiwillige haben....Menschen...Frank...Heinrich... werdet mal ein paar anheuern...ich brauche Menschen...Drogensüchtige, Alkoholiker...Penner...das sind Menschen die niemand vermisst. Wenn ein Junkie gefunden wird, dann ist es lediglich eine Zahl in einer Statistik...“ meinte Griese nur. Frank und Heinrich nickten. Sie machten sich auf den Weg um menschliche Versuchskaninchen zu finden. Frank wusste auch schon wo er suchen musste. Bahnhofmissionen, Obdachlosenheime und natürlich auch die Stricherzonen. Sie brauchten nicht lange, bis sie die ersten gelockt hatten. Zwei von ihnen waren Alkoholiker und Drogensüchtige. Sie wurden ins Labor gebracht was in der An der Hausmühle in Frechen lag. Das Labor war abseits von Dormagen gelegen und eigentlich längst geschlossen, da die Betreiber verstorben waren und es sich kein Käufer fand. Doch Walther Griese hatte es wieder neu einrichten lassen und führte hier nun seine Experimente durch. Er hatte vor die Ultimative Droge auf den Markt zu bringen und damit reich zu werden. Bisher hatte er viel erfahren und wusste genau, dass es einfach war. Die Droge würde er „Angel Eye“ nennen. Und genauso sollte sie auch wirken. Die Konsumenten sollten abheben und einen tollen Rausch erleben. Doch bisher war er mit seiner Versuchsreihe nicht weit gekommen, denn die Wirkstoffe die er darin hatte, schienen in dem Mix tödlich zu wirken. Zumindest auf Tiere. Und wenn es auf die Menschen auch so wirkt, dann musste er sie anders dosieren. Doch das würde sich nach den ersten drei Versuchen sicher zeigen. Vielleicht schaffte er das, was viele Wissenschaftler bisher vergeblich versucht hatten zu finden. Eine Droge die nicht süchtig machte und sogar von der Alkoholsucht befreite. Wenn er in seiner Berechnung nicht gravierende Fehler gemacht hatte, müsste es klappen.


    „Ich habe die Obduktion des Hundes, dessen Kadaver an der Autobahn gefunden wurde endlich..“ begrüßte Semir seinen Partner am nächsten Morgen. „Ach und wie schaut es aus?“ wollte Ben sofort wissen. „Nun...der Hund hatte extrem hohe Werte an Methamphetamin und Ephedrin im Blut. Dadurch kam es zum Multiorganversagen und zum Tod. Das Tier muss unglaubliche Schmerzen gehabt haben. Die Frage die ich mich stelle ist, warum führt man dem Tier solche Mengen von den Substanzen zu? Ich meine es kann ja wohl schlecht ein Insektenvernichtungsmittel sein. Eine Medizin schließe ich auch aus, genauso die Möglichkeit dass die Wissenschaftler der Welt beweisen wollen, wie tödlich so ein Mittelchen wirken kann. ES bleibt eigentlich nur eins übrig...eine synthetische Droge. Vielleicht wieder so ein Möchtegern Wissenschaftler, der sich an Drogen eine goldene Nase verdienen will.“ mutmaßte Semir. Ben nickte. „Wenn das wirklich so ist, dann hoffe ich, das die Droge nie auf den Markt kommt.“ stieß er aus. Susanne kam ins Büro. „Semir...ich hab alle Labore, die mit An... Haus...enden oder aber in einer Straße mit diesen Worten stehen überprüft. Es sind vier Labore in der Kölner Umgebung. Das erste heißt Andersonhaus und steht in der Reisdorfer Strasse 123 in Köln - Rodenkirchen. Darin ist ein Labor für Lebensmitteltests untergebracht. Ihr werdet dort von einem gewissen Walther Griese erwartet. Das zweite Labor befindet sich in der Anbachhausstrasse 33 steht. Allerdings hab ich da noch keinen erreicht. Und das dritte ist in Bergheim An der Hausflucht 7, da werden unter anderem Medizintests gemacht. Das vierte kann man gänzlich ausschließen, das ist für Reißtests von Stoffen und Seilen sowie von der Beständigkeit von Gummi vorgesehen...“ erklärte Susanne. „Danke...was ist mit dem Phantombild?“ wollte Semir noch wissen. „Ja...da habe ich auch ein Ergebnis... und zwar gibt es dort zwei Personen die auffallend viel Ähnlichkeit haben. Zum einen ist das Frank Grieserheim. Er hat wegen diverser Delikte bereits eingesessen. Das letzte Mal wegen Diebstahl vor acht Monaten. Die Adresse hab ich dir bereits raus geschrieben. Der zweite ist ein Manuel Laacher, vorbestraft wegen Drogenhandel im großen Stil. Allerdings seit zwei Jahren nach seiner letzten Freilassung sauber. Auch seine Adresse ist bekannt und steht auf dem Zettel.“ lächelte Susanne und legte Semir die Akten vor. „Das ist der Kerl...der hat mich festgesetzt... Danke Susanne...bist ein Schatz.“ lobte Semir die Sekretärin. Ben sah ihn an. „Okay... wie wollen wir es machen?“ fragte er. „Nun...wir werden die Labore abfahren und dann den Typen verhaften und vernehmen...“ knurrte Semir. „Gut...dann fahre ich..“ grinste Ben. „Wieso fährst du?“ wollte Semir wissen. „Weil ich schon lange nicht mehr den Mercedes gefahren bin und weil ich dran bin...so einfach ist das..“ grinste Ben. Semir zog die Schultern hoch. „Gut...dann fahr du.....ich habe eh noch etwas Kopfschmerzen und fühle mich irgendwie...“ erklärte Semir mit einem verschmitzten Grinsen. „Ha .ha....das glaubt dir ja nicht mal Andrea, die hätte dich sonst nämlich zuhause behalten. Also gut...erst die Labore oder erst der Kerl?“ wollte Ben wissen. „Erst den Kerl, nicht das er sich noch verdrückt während wir die Labore vornehmen. Aber die Verhaftung können Hotte und Dieter machen. Wir kümmern uns um die Labore...“ gab Semir bekannt. Ben zog die Schultern hoch. Ihm war egal was gemacht wurde, Hauptsache er durfte fahren.

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  • Michael Douglas saß an seinem Schnorrplatz und sah die vorbeigehenden Menschen leidend an. „Bitte...eine kleine Spende...Kleingeld...das reicht schon...“ sagte er monoton. Doch die Menschen gingen einfach an ihn vorbei. Niemand beachtete ihn. Doch Michael kannte dies schon. Er war in den Augen der Mitmenschen, die ein Dach über den Kopf hatten, einer geregelten Arbeit nachgingen und deren Leben in geordneten Bahnen ablief, Abschaum. Nicht beachtenswert. Für sie war er der Säufer, der Versager...der Nichtstuer.... doch auch er hatte Gefühle. Er war doch auch ein Mensch. Ein Mensch der fühlte, der sich nach Geborgenheit sehnte und der seine Sorgen ertrug. Auch wenn er das Gefühl meist mit Alkohol ertränkte, so holte ihn die Realität immer wieder ein. Immer wieder wenn er hier saß und bettelte. Um wenige Cents um sich wenigstens etwas zu Essen zu kaufen. Doch die Mitmenschen waren kalt...und gnadenlos. Viele sahen ihn an und beschimpften oder bespuckten ihn sogar. „Geh arbeiten du Penner!“ riefen ein paar Kinder ihm zu. Michael ließ es sich zwar nicht anmerken, aber es tat ihm weh. In der Seele wo niemals ein Schmerzmittel helfen konnte. „Willst du von der Straße weg?“ riss ihn einer der Passanten aus den trüben Gedanken. „mein Herr...das ist nicht möglich. Ich bin in der Gosse ganz unten...wer sollte mich hier raus holen?“ stellte er die Gegenfrage. „Ich...wenn du mitkommen willst, dann zeige ich dir ein anderes Leben...du musst nur eine Kleinigkeit dafür tun und wirst reich belohnt. Dann musst du nie wieder betteln? Was hältst du davon?“ wollte der Mann wissen. Michael sah den Mann skeptisch an. „Was für eine Kleinigkeit?“ harkte er nach. „Nur ein paar Pillen schlucken und mir sagen, was du danach fühlst...dafür bekommst du zehntausend Euro und kannst dir ein schönes Leben auf Haiti machen oder auf Hawaii...“ schlug der Unbekannte vor. Michael überlegte nicht lange. Für zehntausend Euro würde er einiges tun. Und wenn es nur um ein paar Tests geht, warum nicht. „Also gut...aber ich will erst was Gutes essen... und Baden...“ forderte er. Der Unbekannte nickte. „Das ist alles kein Problem. Wir haben alles vor Ort...komm...wir dürfen keine Zeit verlieren...“ bestätigte er. Michael raffte sein Hab und Gut zusammen und ging mit. „Ich bin Michael...“ stellte er sich vor. „Ich heiße Frank...“ lächelte der Unbekannte.


    Auch Heinrich hatte sich an ein drogensüchtiges Pärchen gemacht. Die Frau war eindeutig schwanger, doch das kümmerte Heinrich wenig. „Ihr bekommt verdammt viel Geld...zwanzigtausend zusammen. Ihr müsst nur ein paar Versuche mitmachen...“ schlug er den Beiden das Geschäft vor. Armin sah Ilona an. „Was meinst du? Für zwanzigtausend können wir das Balg wegmachen lassen und uns viele Drogen kaufen...viele Trips schmeißen...“ lallte der Mann mit schwerer Zunge. Er schien gerade auf einem Trip zu sein. Ilona sah ihn mit glasigen Augen an und stimmte zu. „Gut...ihr wartet hier...ich hole nur den Wagen und dann fahren wir ab...“ lächelte Heinrich. Nur wenig später war er wieder vor Ort. „Ich hab es mir überlegt..ich werde nicht mitkommen…mach du das..ich bleibe hier..“ bat das Mädchen. Heinrich sah den Mann an. „Ja okay…ich werde gehen...aber du wirst mir treu sein..und sorg dafür, dass das Balg weg kommt..“ fauchte der Mann sie an. Heinrich lachte leise. „du willst das Kind nicht oder?“ wollte er wissen. „Nein…diese Tussi hat ihre Pille nicht kaufen können und jetzt will sie das Kind haben..ich aber nicht…und ich bin der Vater..“ stieß der Junkie aus. „Ich hätte die Lösung… diese Pille..hier…wenn sie die schluckt dann bekommt die das Kind nicht…aber sie muss mitkommen….“ Versuchte er zu erklären. „Hey….Ilona..komm schon… wir nehmen das Geld mit und dann können wir wieder auf Achse gehen…raus aus diesem Drecksloch und dann nur noch die besten Drogen nehmen…komm schon!“ forderte der Junkie seine Freundin auf. Diese stand zögerlich auf und stieg dann mit ihm in Heinrichs Wagen. Schnell ging die Fahrt los. Er und auch Frank kam mit seinen Gästen zur gleichen Zeit im Labor an. Erst jetzt zeigten die Männer ihr wahres Gesicht. Sie zwangen die vier Personen die sie von der Straße gesammelt hatten eine Pille zu nehmen. Nur wenige Augenblicke danach wanden sich die Vier in starken Schmerzen. Ilona war die erste, die starb. Ihr folgte Michael und auch Armin hielt es nicht lange durch. Nr. 4 war ein gewisser Wolfgang Reinhardt, ein arbeitsloser Familienvater, der auf Arbeitssuche war und durch dieses Angebot hoffte endlich wieder seine Kinder sehen zu dürfen. Ein Trugschluss wie er in seinen letzten Sekunden seines Lebens bemerkte.

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  • Semir und Ben fuhren zum ersten Labor. Walther Griese, der Inhaber des Labors begrüßte sie freundlich und ließ sich von den Polizisten erklären, was sie zu ihm führte. „Wegen Tierversuche halten Sie mich von meiner wissenschaftlichen Arbeit ab?“ fragte er nach. „Nun…es geht auch um Mord. Ein Aktivist der wohl Tiere aus einem Versuchslabor befreit hat ist eines gewaltsamen Todes gestorben und wir setzen alles daran, den Mörder fest zu setzen. Was untersuchen Sie hier?“wollte Semir wissen. Dr. Griese sah ihn ernst an. „Medizin….für oder besser gegen Diabetes…gegen Bluthochdruck…oder auch gegen einfacher Migräne. Sie können sich was aussuchen..“ lächelte der Arzt. „Sie machen dann auch Tierversuche oder?“ harkte Ben nun nach. „Ohne Tierversuche ist keine Medizin zu gestalten. Ja…wir machen auch Tests an Mäusen und Ratten. Sie können es sich gern ansehen, wenn Sie möchten..“ lächelte der Wissenschaftler. Semir sah Ben an und nickte. „Sehr gern…machen Sie auch Tests an Hunden und Katzen?“ fragte Semir wie beiläufig. „Mit Haustieren? Nein…das wirbelt viel zu viel Staub auf. Da werden dann die Aktivisten wie Sie sie nennen aktiv und machen ehrbaren Wissenschaftlern das Leben zur Hölle. Das ist nicht gut fürs Geschäft und drückt den Preis der guten Medizin. Dann müssten Labore wie meine geschlossen werden und nun ja..aber überzeugen Sie sich selbst davon..“ lächelte der Wissenschaftler. Semir und Ben ließen sich von dem Doktor das Labor und die Vorgänge sehr genau beschreiben. „Sagt Ihnen der Ausdruck Methamphetamin etwas?“ wollte Semir wissen, als sie wieder im Büro saßen. „Ja sicher….das ist ein Stimulantium, was schon sehr lange auf dem Markt ist. Wir kennen es unter Pervitin. Was ist damit?“ harkte nun Dr. Griese nach. „Verarbeiten Sie dieses Pervitin?“ fragte Semir weiter ohne auf die Frage von Griese einzugehen. „Nein…das ist doch keine Drogenküche..denn nur dort findet Pervitin noch Eingang. In der Humanmedizin ist es nicht erlaubt, sie einzusetzen.“ erklärte Griese. Semir und Ben bedankten sich für die Auskunft und fuhren zum nächsten Labor. In keinen wurden Versuche mit Hunden oder Katzen gemacht. Nach dem auch das letzte Labor negativ ausfiel stöhnte Semir leise auf. „Das war es…hier also gar nichts… man das macht mich fertig. Wie sollen wir… warte…mal…klar… das ist doch sonnenklar. Das Labor was wir suchen existiert vermutlich gar nicht. Wir müssen nochmal die Videos sichten. Aber erst werden wir uns diesen Frank Dingsda…vernehmen..ich will wissen für wen er arbeitet.“ fauchte Semir und ließ sich von Ben zum Revier zurück bringen.


    „Wie willst du Semir denn sagen, dass die Wohnung leer steht…?“ fragte Hotte. „Na ganz einfach..ich stell mich vor ihn und sage...pass auf Semir…der Typ wohnt da gar nicht. Das ist nur ein Briefkasten mit seinem Namen. So einfach ist das...“ erklärte Dieter sachlich. Hotte schüttelte den Kopf. Sie fuhren zurück zur PAST wo Semir und Ben bereits auf die Beiden warteten. „Wo ist er?“ wollte Semir wissen. Dieter sah Hotte an und zuckte mit den Schultern. „Die Wohnung ist längst verwahrlost. Der Typ war bestimmt schon ein paar Jahre nicht mehr da drinnen. Nach Auskunft der Vermieter hat er seit acht Monaten keine Miete mehr gezahlt. Von den Nachbarn wurde er zum letzten Mal im Dezember letzten Jahres gesehen.“ erklärte Dieter. Semir nickte. „Dann hat er sich schon abgesetzt...verdammt...das kann doch wohl nicht wahr sein. Fahndung schon raus?“ harkte er nach. „Wollten wir eben machen..“ nickte Dieter. „Na dann los...ich will den Kerl hier haben!“ fauchte Semir wütend. Ben sah ihn an. „nun mach mal halblang...wie wäre es wenn wir uns mal in der Szene umhören. Vielleicht ist ja irgendwo eine neue Droge im Gespräch..“ schlug Ben vor. „In der Szene? Nun ja...da wollte ich eh hin...“ nickte Semir. „Ja klar...und wo willst du anfangen?“ wollte Ben wissen. „Na....am...Bahnhof...in Köln..“ kam von Semir. „Semir... am Bahnhof sind die Junkies schon lange nicht mehr....wir müssten zum Heumarkt fahren... dort sitzen die harten Jungs..“ berichtigte Ben ihn. „Ja klar...zum Heumarkt...meinte ich ja auch..“ lachte Semir zurück. „Ich hab da einen der Brüder als Kontakt. Ich werde ihn mal kontaktieren ob er was weiß..“ schlug Ben vor. Semir sah ihn an. „Du willst ihn anrufen? Dann brauchen wir ja gar nicht hinfahren...“ kam etwas erstaunt von ihm. „Semir...Mark hat sein Handy sicher schon gegen den nächsten Schuss eingetauscht. Wir müssen hin...aber ich weiß wo er normalerweise sitzt“ erklärte Ben weiter. „Gut...dann fahren wir hin..“ nickte Semir. Schon waren die Beiden unterwegs.

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  • Ilona verkrampfte sich. Sie sah wilde Tiere auf sich zukommen. Sie rannte um ihr Leben. Das ungeborene Baby....es wuchs und wuchs. Ihr Bauch wurde immer größer und sie glaubte es sogar schreien zu hören. Es wurde immer schwerer doch Ilona schaffte es vor den Tieren weg zu laufen. Wie lange würde sie es noch schaffen? Was lauerte hinter dem nächsten Baum. Ein wütendes Fauchen riss sie aus ihren Gedanken. Eines der Säbelzahntiger schlug mit der Tatze nach ihr und traf. Sie schrie vor Schmerzen auf und hielt sich den Unterleib. Dann sah sie auf ihren Bauch. Er war aufgerissen mit einem einzigen Prankenhieb schlitzte dieses Urtier sie auf. Sie weinte und wimmerte. Krümmte sich und spürte nur noch Schmerzen. Wo war Armin? Warum half er ihr nicht? Langsam schwanden die Sinne und sie versank in tiefer Bewusstlosigkeit. Nur eine Stunde später war sie tot. „Verdammt...“ stieß Frank aus, der das süchtige Mädchen beobachtete, als sie den Todeskampf verlor. Dr. Walther Griese schrieb sich auf, wie die Probanten sich verhielten. Ilona... das süchtige schwangere Mädchen verstarb schon acht Stunden nachdem sie die Pille genommen hatte. „Verdammt wieso sterben die denn auch?“ wollte er wissen. „Vielleicht ist die Menge an den Zusätzen zu hoch. Wir sollten sie niedriger dosieren...“ schlug Heinrich vor. Griese nickte. „Ja...das könnte sein... vielleicht sollten wir das Scopolamin rauslassen und das Methamphetamin senken....wir müssen es versuchen. Zwei Testpersonen haben wir noch...“ murmelte er nachdenklich. „Ja nur der Typ schreit schon die ganze Zeit nach seinen Drogen....“ knurrte Heinrich. „Dann besorg ihm doch etwas von dem Koks...“ lachte Griese. Heinrich sah ihn an. „Geh zu Rainer...der hat immer was zu verkaufen...aber pass auf...die Bullen machen in der letzten Zeit ständig Streife..“ ermahnte Frank ihn. „Wo finde ich Rainer?“ wollte Heinrich wissen. „Am Hohenzollernring. Direkt im Kreisel...dort hat er seinen Kiosk. Sag ihm dass ich dich schicke und das er mir noch ne Dosis schulde...dann gibt er dir den Koks.“ gab Frank bekannt. Heinrich nickte und verließ das illegale Labor. Während er für Armin die Drogen besorgte, machte Griese sich im Labor über den Gefangenen daran eine neue Mischung herzustellen.


    Semir und Ben kamen am Treffpunkt der Junkies an. „Da ist er...das ist Mark..“ wies Ben auf einen mageren jungen Mann, dessen Haare völlig verdreckt waren. „Der sieht ja übel aus...was schluckt er?“ wollte Semir betreten wissen. „Chrystal...Yaba...Perlik... kannst dir was aussuchen. Dazu spritzt er sich Heroin...und hat Aids, weil er sich verkauft um die Sucht zu stillen. Er ist im Teufelskreis ganz unten angekommen.“ erklärte Ben leise. „woher kennst du ihn?“ fragte Semir nach. „Ich war mit ihm in der Ausbildung zusammen. Er hat allerdings die Probezeit nicht geschafft, weil er mit Drogen erwischt wurde...aber die Freundschaft hab ich aufrecht erhalten. Leider lehnte Mark alle Hilfe ab, die ich ihm anbot. Ich habe viele Jahre darüber gegrübelt, wie er abrutschen konnte. Eines Tages hat er mir erzählt, dass erst sein Vater in sexuell missbraucht hatte, danach ein Sportlehrer. Er war fertig weil ihm niemand glaubte. Seine Mutter am wenigsten. Sie ließ sich nach acht Jahren Ehe scheiden, doch danach war es für Mark nicht vorbei. Sie hatte immer wieder den einen oder anderen Mann, der sich Mark als Sandsack aussuchte und nun ja...eine verkorkste Jugend....wenn du so willst...und jetzt ist alles zu spät. Chrystal hat seinen Körper völlig aufgefressen und die anderen Drogen machen den Rest. Er ist ....“ erzählte Ben. Semir spürte das es ihm sehr schwer fiel darüber zu reden. „Hey...Mark...“ begrüßte Ben seinen Freund aus der Vergangenheit. „Ben...hallo...schön dich noch mal zu sehen...bevor ich den Löffel abgebe...“ lächelte Mark leicht. „Das ist Semir...mein Partner...wie geht es dir?“ wollte Ben wissen. „Wie soll es einem gehen...Aids ist ausgebrochen...der Doc gibt mir noch vier Monate...bis dahin werde ich mir den goldenen Schuss setzen, wenn es sein muss. Ich will nicht einfach dahin vegetieren und vor Schmerzen schreien müssen..“ erklärte Mark. Nervös zog er an seiner Zigarette. „Hör mal...Mark....mein Angebot steht noch...du kannst dich in einer Klinik helfen lassen...bitte überleg es dir doch noch mal..“ bat Ben. Mark schüttelte den Kopf. „Dein Geld kann mich nicht retten. Ben...ich sterbe...schon sehr bald...und es ist gut so...“ lehnte Mark die Hilfe ab. „Aber du bist sicher nicht gekommen um mit mir über mein Ableben zu sprechen oder?“ wollte er nun wissen. „Nein....hast du etwas von einer neuen Droge gehört? Wir befürchten nämlich dass in kürze etwas sehr hässliches auf den Markt kommt..“ gab Ben seinen Grund bekannt. „Nun...man hört hier die Flöhe husten. Ein paar Typen sind vor einiger Zeit hier abgeholt worden. Armin....und seine Freundin Ilona wurden in einem Wagen weg gebracht. Man hat ihr gesagt, dass sie mit einer einzigen Pille das Baby was beide nicht wollten, wegmachen...die Beiden sind eingestiegen und abgefahren. Das war vor gut 24 Stunden. Seit dem sind sie hier nicht wieder aufgetaucht. Ich lag neben den Beiden als sie von dem Typen angesprochen wurden..“ erklärte Mark. Semir sah Ben an. „Wenn die jetzt anfangen Menschenversuche zu machen, dann sind sie in der Szene gerade richtig...“ stieß er aus. „Ja... vermutlich werden sie noch mehr Personen suchen...“ nickte Ben.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • „Gib mir doch den Schuss...bitte... wo ist Ilona? Warum darf ich nicht zu ihr?“ wollte Armin wissen. Schweißausbrüche und unkontrollierte Bewegungen zeigten, dass er auf Entzug war. Frank sah ihn an. „Nimm doch diese Pille...dann geht es dir besser... na komm....nimm....das Zittern hört auf...du schwitzt nicht mehr..“ erklärte er ihm. „Ich friere...mir ist...so kalt....ich...will meinen...Schuss...“ stieß Armin aus. Frank richtete sich auf. „Wirst du auch bekommen... mein Freund besorgt es dir...“ gab er bekannt. „Wo ist Ilona? Ist das Baby schon weg?“ wollte Armin wissen. Frank nickte. „Ja...das Baby ist weg....“ bestätigte er. Nur meinte er es anders, als Armin es dachte. Frank verließ den Raum. Walther Griese sah ihn an. „Und?“ wollte er wissen. „Der Kerl ist auf Entzug...wenn du ihn jetzt die Pille gibst, dann ist er schneller weg als der Säufer und diese Fixerin....der hält keine zehn Minuten aus.“ gab er zu bedenken. „Dann müssen wir uns andere Probanten suchen. Gesunde und durchtrainierte.“ Murmelte Griese nachdenklich. „Ja und wo willst du sie finden? Eine Anzeige schalten oder was?“ lachte Frank. Walther Griese sah ihn an. „Warum eigentlich nicht?“ wollte er wissen. „Es gibt vier Millionen Arbeitslose und da werden sicher ein paar darunter sein, die das Geld verdienen wollen..“ hängte er grinsend an. „Aber....?“ gab Frank seine Bedenken weiter. „Nur keine Sorge...sie erfahren nur was ich ihnen weitergebe. Von diesem Test werden sie viel später erfahren. Nämlich dann wenn sie im Keller sitzen.“ meinte Griese kalt. „Gut...dann schalte ich die Anzeige...oder warte...es gibt doch hier diesen Arbeiterstrich...da fällt es nicht auf...die steigen freiwillig ein und niemand kennt sich...“ schlug Frank vor. Griese grinste. „Gut...dann hol mir von dort welche und bring das Mädchen weg...lad sie irgendwo ab...“ befahl Griese. Frank nickte und machte sich an die Arbeit.


    „Wie weit sind Sie meine Herren? Wir haben auch noch normale Fälle zu lösen. Was ist mit dem toten Mann… wissen wir jetzt etwas über ihn?“ harkte Kim nach, als Semir und Ben zurück waren. „Nun ja.. wir können sicher davon ausgehen, dass der Mann also Peter Lörrach, ein Tierschützer war. Er hat die Tiere aus den Laboren geholt und die Gräueltaten der dort arbeitenden Wissenschaftler dokumentiert. Es ist durchaus möglich, dass er dabei einem Wissenschaftler, der Drogen herstellt, in die Quere gekommen ist und deshalb sterben musste. Ein unliebsamer Zeuge. Lörrach selbst hatte keine Freundin oder Angehörige. Gearbeitet hat er auch nicht…“ berichtete Semir. „Und das eine Tier hatte tatsächlich Drogen im Blut?“ kam die nächste Frage von Kim. „Ja….und zwar sogenanntes Pervitin…oder auch Methamphetamin…das ist in synthetischen Drogen zu finden. Ein Deckszeug was nicht ganz ohne sein soll…so hat mir der Wissenschaftler es erklärt..“ bestätigte Semir. „Gut…wir müssen sehen, dass wir ein Ergebnis erreichen. Was sagt das Umfeld von diesem Lörrach aus? Hatte er selbst Drogen konsumiert?“ fragte Kim nach. „Nein…er war absolut sauber.“ Kam von Ben. „Gut…meine Herren, dann suchen Sie den Mörder. Und vielleicht haben wir ja Glück und können den Fall noch in dieser Woche abschließen..“ lächelte Kim. Die Tür ging auf und Susanne kam herein. „Semir… Ben..wir haben eine weibliche Leiche an der A1 gefunden. Höhe Knappsack..“ gab sie bekannt. Semir und Ben sprangen sofort auf und rannte raus. Mit Semirs BMW ging es direkt auf die Autobahn. Es dauerte knappe 15 Minuten bis sie am Fundort ankamen. „Hallo Semir…Ben…die junge Frau ist drogenabhängig gewesen und schwanger…beide sind sicher schon ein paar Stunden tot…. Die Ursache könnten die Drogen gewesen sein…Schwangerschaftsvergiftung, oder sonst was…Genaues sage ich euch nach der Obduktion.“ Erklärte Wegener direkt. „Okay…schon klar ob sie hier starb oder abgelegt wurde?“ wollte Semir wissen. „Sie hat Kratzwunden, die auch schienbar heftig geblutet haben…aber hier ist kein Blut..somit können wir davon ausgehen, dass sie hier abgelegt wurde..“ mutmaßte Wegener. Semir legte ihm die Hand auf die Schulter und nickte. „Danke schon mal..“ murmelte er.

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  • Armin zitterte und zog sich in der Ecke zusammen. Er sah diese Gestalt auf ihn zukommen. „Nein..bitte…nicht…bitte…ich will nicht…lass mich in Ruhe..bitte…“ flehte er. Er hatte seinen Trip bekommen und war danach glücklich, doch nun hatte er auch eine dieser Pillen genommen. Schon wenig später wurde er von wilden Tieren gejagt um dann von Engeln gerettet zu werden und in einen Schwall von Farben zu versinken. Am Anfang fand er es nicht schlimm aber die Träume wurden immer interessanter. ER fühlte sich stark und wollte sich beweisen. Er war der Beste…der aller beste….der Welt..ja wohl…er wollte….was war das? Schmerzen..woher kamen sie…nein…aufhören…aufhören... Armin krümmte sich. Er musste sich übergeben und bekam Schmerzen in der Brust. „Hilfe…“ stieß er leise aus. Doch die Schmerzen wurden stärker und in einem Augenblick wurde er klar. „Helfen Sie mir…bitte…ich..habe Schmerzen.“ Würgte er hervor. Mit jedem Wort kam Blut aus dem Mund. „Ich..bitte…ich…“ sagte er und sackte in sich zusammen. Armin verlor das Bewusstsein. Er bekam nicht mit, wie er auf einen Untersuchungstisch gelegt und untersucht wurde. 23 Stunden nach der Einnahme starb Armin an diesem Angel Eye. Walther Griese kam in den Untersuchungsraum. „Auch tot?“ fragte er Frank. „Ja....es scheint immer noch zu hoch dosiert zu sein. Oder aber wir müssen eine Zutat raus tun...vielleicht das Scopolamin.?“ Schlug Frank vor. Griese nickte. „Wir werden es probieren...aber ich brauche neue Versuchskaninchen. Wie weit ist Heinrich?“ harkte Griese nach. „Er hat vier Mann gefunden. Die werden gerade unten einquartiert.“ Gab Frank bekannt. „Gut...dann werde ich denen mal das Essen zubereiten lassen und diesmal lasse ich Scopolamin raus...“ nickte Griese und verschwand.


    Semir und Ben fuhren in die Pathologie. „Das Mädchen ist an einer Überdosis verstorben.“ erklärte dieser den Kommissaren. „Überdosis Koks? Oder Heroin?“ fragte Semir nach. „Weder noch...es ist eine Überdosis von Hyoscyamin, Scopolamin und Methamphetamin....wenn man diese Wirkstoffe mischt kann man sich gleich die Kugel geben.“ Knurrte der Pathologe. „Was genau sind die Mittel denn?“ wollte Ben wissen. „Hyoscyamin findet man in diversen Modedrogen wie Speed oder Ice wieder... Scopolamin ist der Inhalt von Extersy und Methamphetamin...nun ja...ihr kennt sicher Crystal oder?“ der Pathologe sah die Beiden an. „Ja sicher kennen wir das.“ Nickte Ben. „Nun und nun stellt euch vor...Speed, ice, Extersy und Crystal wirken zusammen....das hält kein Herz, kein Körper aus. Die junge Frau war ja eh auf Koks und Heroin...dann ist es noch dreimal so schlimm. Das Baby war übrigens schon vorher tot. Sie wäre vermutlich eh gestorben, weil das tote Kind sie vergiftet hätte, dennoch...ich hoffe ihr bekommt die Dreckskerle, denn sonst sehe ich wieder ein Flut an Arbeit auf mich zukommen. Hartmut kann euch sicher genau sagen, wie das Zeug wirkt...Denn die schlimmste Zutat ist das Methamphetamin...“ schlug Wegener vor. „Werden wir auch tun...danke für die Auskunft..... ähm...könntest du die Begriffe mal aufschreiben? Bis wir dort sind, haben wir das Zeug sicher vergessen...“ bat Ben. Wegener lachte und tat ihm den Gefallen. Ben nahm den Zettel und bedankte sich erneut. Dann machte er sich gemeinsam mit Semir auf den Weg zur KTU. „Was denkst du....?“ wollte Semir nachdenklich auf der Fahrt wissen. „Ich denke, dass wir das Labor nicht finden konnten, weil es gar nicht zugelassen ist. Wir müssen alle Adressen überprüfen wo Haus und An drin ist. Irgendwo steckt dahinter ein Gebäude wo ein illegales Labor betrieben wird und Menschen- bzw. Tierversuche gemacht werden. Und denen gilt es das Handwerk zu legen..“ knurrte Ben. Semir nickte zustimmend. Sie kamen an der KTU an.

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