Todesfalle Autobahn

  • Auf ein Neues... hoffe doch diesmal auf etwas mehr Feeds :D


    Bonney und Tamara beide 15 Jahre alt, standen an der A1 und hielten Schilder hoch. „Wenn nicht bald jemand anhält, dann können wir vergessen nach Hamburg zu komme….“ maulte Bonney. Tamara sah ihre Freundin an. „Hey.. es ist immer noch die günstigste Art zu reisen, oder?“ lachte sie. Es machte ihr Spaß mit ihren Reizen zu spielen. Nach drei Stunden hielt tatsächlich ein Auto an. Die beiden Mädchen sahen in den Wagen. Es waren drei Männer darin. „Wo soll es denn hingehen?“ wollte der Fahrer wissen. „Wir wollen nach Hamburg..“ kam von Tamara. „Schade… wir fahren nur bis nach Münster. Aber bis dahin können wir euch mitnehmen…“ schlug der Fahrer vor. Tamara sah Bonney an. „Na komm schon. Wir warten schon seit drei Stunden. Steig ein..“ forderte sie ihre Freundin auf. Und obwohl Bonney ein sehr mulmiges Gefühl hatte stieg sie mit ein. Die Fahrt ging los. Für Bonney und Tamara war es die letzte Fahrt ihres Lebens. Der Fahrer fuhr auf einen abgesperrte Rastplatz und grinste seinen Freunden zu. Ein kurzes Nicken genügte und die Mädchen wurden aus dem Wagen gezerrt. Beide schrien um ihr Leben, doch die Männer machten kurzen Prozess. Sie knebelten die Mädchen und vergingen sich an ihnen. Bonney schaffte es irgendwie sich von ihrem Peiniger zu befreien und rannte nackt wie sie war weg. An Tamara verschwendete sie keinen Gedanken. Nun zählte nur noch sie. Nur noch weg hier… weg von diesen Männern…


    Tamara ließ es einfach geschehen. Sie sah wie Bonney weglief. Sie selbst konnte sich gegen drei Männer nicht wehren. Ihre Gedanken gingen nach Hause. Wenn sie doch nur den Zug genommen hätte, dann wäre dies hier alles nicht passiert. Sie zählte nicht die Minuten und versuchte das was ihr gerade passierte einfach zu ignorieren. Irgendwann würden die Männer sicher aufhören ihr das anzutun. Vielleicht würde sie dann nicht mehr leben. Sie hatte die Augen geschlossen. Diese Gesichter der Männer wollte sie nicht mehr sehen. Nie wieder. Vielleicht hatte sie Glück und kam mit dem Leben davon. Aber die Männer wussten sicher, dass sie ihre Peiniger beschreiben konnte. Warum sollten sie sie leben lassen. Das sie so leichtsinnig war, als Tramperin zu fahren nur um Geld zu sparen wurde ihr jetzt zum Verhängnis. Hoffentlich hören sie bald auf… dachte sie nur und versuchte die Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Es gelang nicht immer, dennoch spürte sie kaum das was mit ihr geschah. „Mach sie alle!“ hörte sie und riss die Augen auf. Das Messer kam auf ihr zu und ein scharfer Schmerz durchzuckte ihren Körper. „Los weg hier!!“ fauchte der Zweite. Die Männer verließen den Ort des Grauens und ließen Tamara einfach liegen.

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  • „Halt doch mal da vorn an…Semir… ich hab etwas zuviel Wasser getrunken…“ stöhnte Ben und es hörte sich verdammt gepresst an. „Ben… wir sind vor einer Stunde losgefahren. Außerdem ist der Platz gesperrt. Vermutlich läuft da nicht mal mehr das Wasser.“ Kam grinsend von Semir. „Mir egal… ich schleppe auch Wasser wenn es sein muss. Nur ich muss dringend da hin…“ forderte Ben erneut. „Schwache Blase was … … aber wie du willst…“ gab Semir grinsend von sich und fuhr auf den Rastplatz. Ben stieg aus, obwohl der Wagen nicht einmal stand und rannte ins Toilettenhäuschen. Er ließ schnell seine Last ab und wollte gerade wieder zum Auto gehen, als er ein leises Wimmern aus der Damentoilette hörte. „Hallo?“ fragte er. „ist alles in Ordnung?“ Es kam keine Antwort. Nur dieses Wimmern war zu hören. Ben nahm sein Handy und rief Semir an. „Ich bin’s…kannst du mal kurz kommen?“ fragte er. „Was ist… soll ich dich abhalten oder was?“ höhnte sein Partner. „Nein.. komm bitte…es ist sehr wichtig…“ flehte Ben regelrecht. Nur wenig später kam Semir herein. „hör mal…“ bat Ben. Semir horchte und hörte auch das Wimmern. „Was stehst du denn hier rum..!“ fauchte er und trat die Tür auf. Ihnen bot ein Bild des Schreckens. Auf dem Boden lag ein junges Mädchen mit einer Stichwunde im Bauch in ihrem Blut. Sofort waren Ben und Semir bei ihr und pressten etwas von dem T-Shirt was am Boden lag auf die Wunde. „Ganz ruhig… ganz ruhig…“ sprach Ben auf das Mädchen ein, während Semir den Notarzt rief. „Bonney…..“ stieß das Mädchen aus. „Hey… bleib bei mir… sieh mich an… Bist du Bonney?“ fragte Ben und versuchte das Mädchen wach zu halten. Doch es war vergebens. Das Mädchen fiel in die Bewusstlosigkeit. Hilflos sah Ben zu Semir, der den Verbandskasten aus dem Wagen geholt hatte. „Sieht übel aus…“ stieß er aus, als er die Wunde notversorgte. Schon hörten sie den Notarztwagen kommen. Keine zehn Minuten später war das Mädchen mit dem Helikopter unterwegs ins Krankenhaus. Doch der Arzt schien nicht viel Hoffnung zu haben, dass dieses Mädchen die Messerattake überleben würde.


    Bonney rannte weiter. Sie wollte zur Straße, zurück zur Autobahn. Jemanden anhalten und dann …zur Polizei. Was die Männer wohl mit Tamara gemacht haben? War sie schon tot? Sie erreichte endlich die Straße. Völlig erschöpft und frierend kauerte sie an der Leitplanke und weinte. Ein Auto hielt an. Sie sah nicht mehr hin. „Hilfe….“ stieß sie aus. „Aber sicher helfen wir dir…“ höhnte ein Mann. Bonney sah ihn an und erstarrte. Es war einer der Männer die ihr das Schlimmste angetan hatten, was man einer Frau antun konnte. Der Mann zerrte sie ins Auto und während der Fahrer Gas gab, befassten er und sein Freund sich mit dem Mädchen. Das Martyrium dauerte fast zwei Stunden. Als Bonney aus dem Auto gezerrt wurde, lebte sie nicht mehr. Die Männer warfen das tote Mädchen einfach in die Mülltonne am Rastplatz. Lachend stiegen sie ein und fuhren weiter. Eine weitere Stunde später fuhr eine Familie diesen Rastplatz an. Die Frau wollte den Ascher ausleeren und benutzte die Mülltonne. Sie stieß einen Schrei aus als sie die Leiche entdeckte. Der Mann rief die Polizei an. Anschließend versuchte er seine Frau zu trösten und über die schreckliche Entdeckung hinweg zu kommen.

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  • „Semir, Ben! Leichenfund an der A1 bei KM 259. Rastplatz Friedberg. Eine Frau hat dort eine unbekleidete Mädchenleiche gefunden!“ kam über Funk. Benn griff zum Mirko. „Cobra 11 übernimmt!“ gab er durch und Semir trat das Pedal durch. Wenig später waren sie am Fundort. Die Gerichts-mediziner waren bereits vor Ort und hatten die Leiche abgedeckt. „Hat sie Papiere bei sich?“ wollte Semir von dem Arzt wissen. „Nein. Nicht einmal Klamotten hatte sie an. Sie scheint sich sehr heftig gewehrt zu haben. Zumindest haben wir Abwehrspuren an den Handgelenken. Und auch an der Innenseite der Oberschenkel.“ gab der Mann bekannt. „Vergewaltigt worden?“ stellte Ben die Zwischenfrage. „Kann ich nicht sagen, schließe ich aber nicht aus.“ erklärte der Arzt. „Todesursache?“ harkte Semir nach. „so wie es aussieht ist sie erwürgt worden. Vermutlich mit einem Gürtel oder mit einem Seil. Todeszeitpunkt ist noch nicht so lang her… Die Leichenstarre ist noch nicht eingetreten und der Körper noch recht warm. Ihr habt den Bericht heute noch auf dem Tisch.“ kam von dem Arzt. „Sie war doch etwa in dem gleichen Alter wie das Mädchen auf der Toilette oder?“ wollte Ben wissen. Semir nickte. „Hoffe nur, die Kleine überlebt es.“ Stieß er aus. Die Spurensicherung suchte alles ab, machte Fotos, nahm Fingerabdrücke. „Wir sollten mal die Zeugin befragen.“ Meinte er anschließend und ging zu der Frau. „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Sie haben die Leiche gefunden?“ fragte er. Die Frau nickte. „Es ist so schrecklich. Ich wollte nur den Ascher leeren und da…nur weil ich so umweltbewusst bin und den Inhalt nicht auf die Straße kippen wollte…“ stieß die Frau aus. Semir nickte. „Haben Sie oder Ihr Mann jemanden wegfahren sehen, als sie auf den Rastplatz kamen?“ fragte er weiter. „Nein… hier war niemand. Der Platz war leer.“ erklärte die Frau weiter. „Ist vor Ihnen ein Wagen von der Straße gefahren? Vielleicht ist es Ihrem Mann aufgefallen?“ mutmaßte Semir. Nun kam der Mann dazu. „Nein… nichts. Ich meine man achtet ja auch nicht unbedingt darauf, dass ein Wagen vor einem auf den Rastplatz fährt oder nicht. Man will einfach nur schnell ans Ziel kommen.“ beklagte der Mann und sah mitleidig auf seine Frau. „Danke… falls Ihnen doch etwas einfällt, rufen Sie mich bitte an.“ bat Semir und reichte dem Mann seine Karte. Dieser versprach es. Semir und Ben fuhren zur PAST zurück.


    Währenddessen kämpften die Ärzte im Krankenhaus um das Leben von Tamara. „Die Mistkerle habe ganze Arbeit geleistet! Saugen!!!“ stieß der Arzt aus während er versuchte die Hauptwunde zu lokalisieren. „DA…. Ich hab sie! Okay… Jetzt nur kurz nähen und dann hoffe ich schafft die Kleine es.“ gab er an das OP-Team. Doch dieses „Nur Kurz“ dauerte fast eine halbe Stunde. Der Kreislauf ging in den Keller und Dr. Neuroth musste schnell machen. „Halt durch Kleine… wir kriegen dich schon wieder hin…“ redete er mit Tamara. Der Narkosearzt sah ihn an. „Ich kann nicht noch einmal nachschießen. Der Kreislauf macht schlapp… Beeile dich!“ ermahnte er den Operateur. Dr. Neuroth nickte. „Bin gleich fertig. Die Blutung steht. Drei Messerstiche… ich hoffe nur ich habe alle Wunden lokalisiert und dicht gemacht.“. gab er von sich und es hörte sich wie ein Flehen an. Zehn Minuten später lag das Mädchen auf der Intensivstation. Dr. Neuroth sah die Schwester an, die für das Mädchen zuständig war. „Sobald sich der Zustand verschlechtert informieren Sie mich.“ ermahnte er die Frau. Sie nickte und machte sich an ihre Arbeit. Das Piepen der Geräte erfüllte den Raum mit dem schlafenden Mädchen.

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  • „Haben wir eine Spur?“ wollte Kim wissen, als Ben und Semir sie unterrichteten. „Nein… das verletzte Mädchen liegt noch im OP. Ob sie es überhaupt überlebt ist sehr fraglich. Ben und ich fahren gleich ins Krankenhaus und befragen den Arzt.“ erklärte Semir. Kim nickte. „Es waren vermutlich Anhalterinnen, die mal wieder Geld sparen und ein Abenteuer erleben wollten. Immer wieder bezahlen einige es mit ihrem Leben.“ stöhnte Kim. „Den Bericht der Obduktion sollte auch gleich kommen. Wenn wir „Glück“ haben, dann finden die Ärzte Spermaspuren und wir haben den Typen in der Datenbank.“ kam von Ben leise. „Finden Sie diesen Kerl. Und zwar schnell, bevor es noch mehr Mädchen erwischt. Ich werde die Kollegen verstärkt Streife fahren lassen und die Parkplätze überwachen. Mehr können wir nicht tun.“ erklärte Kim. Semir und Ben verschwanden.


    In ihrem eigenen Büro ließ Semir sich auf seinen Stuhl nieder. Ben sah ihn an. „Was hast du?“ wollte er wissen, denn er sah, das Semir nachdenklich war. „Ich denke gerade daran, dass dieses Mädchen vermutlich nur überlebt, weil du eine schwache Blase hast…“ kam leise von Semir. „Ja wenn sie überlebt. Bis dahin sollten wir versuchen etwas zu finden. Wir haben gar nichts… Wir wissen nicht einmal wie das Mädchen heißt. Außer Bonney haben wir keinen Namen. Die Frage ist nur, heißt das Mädchen im Krankenhaus Bonney, heißt die Tote so, oder hat das Haustier des Mädchens diesen Namen…“ klang verzweifelt von Semir. Ben nickte. „Susanne kann ja mal die Vermisstenlisten durchgehen. Ich meine wenn die Beiden ausgerissen sind, dann müssten die Eltern, wenn sie verantwortungsbewusst sind eine Vermisstenanzeige aufgegeben haben.“ dachte Ben laut nach. „Ja wenn… und was wenn nicht?“ wollte Semir wissen. Susanne kam herein. „Der Arzt aus dem Krankenhaus hat gerade angerufen. Die Operation ist gut verlaufen… und hier… der Obduktionsbericht!“ gab sie an. Semir griff sofort hin. „Hoffentlich kommt sie durch..“ stieß Ben aus und schaute Semir über die Schulter. „Fünfzehn Jahre alt, sie wurde tatsächlich vergewaltigt und anschließend erwürgt. Keine Spermaspuren gefunden. Wäre ja auch zu schön gewesen. Der Tod trat zwei Stunden vor dem Fund ein.“ las Semir vor. Ben seufzte. „Was für Schweine…“ stieß er aus und sprach Semir damit aus der Seele. „ich habe übrigens die Vermisstenanzeigen durchgesehen. Die Beiden sind nicht darunter.“ erklärte Susanne. Semir nickte nur.


    „Unbekannte Tote auf dem Rastplatz in der Mülltonne gefunden!!!“ lauteten am nächsten Morgen die Schlagzeilen in der Tageszeitung. Und auch Antonia Runge las sie. „Gott… nein….!“ stieß sie aus als sie das Bild sah. „Bonney…..!!“ hängte sie an. Torben ihr Mann sah sie an. „Wie bitte?“ wollte er wissen. „Bonney… sie ist tot…“ kam tonlos von Antonia. „Das ist ein sehr schlechter Scherz, meine Liebe…“ maulte Torben. „Aber es ist kein Scherz… bitte wir müssen sofort zur Polizei… bitte…“ fing Antonia an zu weinen. Nun merkte auch Torben, das seine Frau es ernst meinte. Er sah in die Zeitung und sah das Bild seiner gerade 15jährigen Tochter. „ich rufe die Polizei an…“ erklärte er leise und griff zum Telefon. Nur eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür. Torben ging hin und öffnete. „Gerkhan, Kripo Autobahn. Das ist mein Kollege Jäger. Herr Runge?“ fragte der Mann vor der Tür. „Ja.. bitte kommen Sie doch rein…“ bat Torben mit einer fahrigen Bewegung. „Sie kennen das Mädchen?“ wollte Semir wissen. „Meine Tochter… meine kleine Bonney…“ weinte die Frau auf der Couch. Semir sah Ben betroffen an „Es tut mir sehr Leid…“ sagte Ben leise. Torben nickte und nahm seine Frau in den Arm. „Was ist passiert?“ wollte er wissen. Wieder wanderte Semirs Blick zu Ben. Sollte er die ganze Wahrheit sagen? „Ihre Tochter wurde erwürgt.“ sagte er dann. „Was ist mit ihrer Freundin? Sie war mit Tamara doch unterwegs nach Hamburg. Sie wollte meine Schwester dort besuchen…“ erklärte Torben. „Ihre Tochter war allein als man sie fand. Aber kurz zuvor haben wir ein schwer verletztes Mädchen gefunden. Sie kämpft um ihr Leben.“ gab Ben bekannt. Torben sah sie an. „Wieso denn an der Autobahn? Sie wollten doch mit dem Zug fahren…“ weinte Antonia. „So wie wir bisher erfahren konnten, müssen sie per Anhalter gereist sein….“ erklärte Semir und sah besorgt auf die Frau. „Ich habe es ihr so oft schon gesagt, dass es viel zu gefährlich ist…“ weinte sie. Torben sah ihn an. „Ich werde mich um sie kümmern. Finden Sie den Mörder meiner Tochter…“ forderte er.


    Semir nickte. „Sagen Sie… dieses andere Mädchen…?“ fragte er. „Tamara? Tamara Wagner… sie und Bonney sind seit dem Kindergarten befreundet…Sie haben alles zusammen gemacht.“ erklärte Torben. Auf Bens Anraten wurde ein Arzt gerufen, um seiner Frau ein Beruhigungsmittel zu geben. „Wissen Sie… Bonney hatte immer ihren eigenen Kopf. Den hat sie von mir…“ lachte Torben verbittert. „ich hätte sie doch fahren sollen… dann würde sie noch leben….“ hängte er an. Semir sah zu Ben. „Sie wollten sie fahren? Darf ich fragen, warum Sie es nicht getan haben?“ wollte Ben wissen. „Mir kam ein Termin dazwischen. Sehr wichtig… ich habe einen verdammt hohen Preis für dieses Geschäft bezahlt. Einen viel zu hohen….“ erklärte Torben weiter. Nun flossen auch bei ihm die Tränen. „Können Sie uns sagen wo Tamara gewohnt hat? Wir müssen die Eltern auch noch informieren…“ bat Ben. Torben nickte. „Riekenstrasse 8. Bitte entschuldigen Sie…ich würde mich jetzt gern um meine Frau kümmern….“ erklärte Torben. Semir und Ben nickten und gingen zur Tür, als diese aufging. Ein 15jähriges Mädchen kam herein und Semir hatte das Gefühl als würde Bonney vor ihm stehen. Torben sah zu ihr. „Maja…“ stieß er aus. „Das ist Bonneys Zwillingsschwester“ erklärte er schnell. Semir und Ben nickten. „Was ist los?“ wollte das Mädchen wissen. „ist was mit Bonney?“ harkte sie nach. Torben nickte. Semir und Ben verließen bedrückt das Haus. Doch als sie die Tür schlossen, hörten sie wie das Mädchen anfing zu schreien. „Ich werde alles daran setzten diese Mistkerle zu kriegen, das schwöre ich dir…“ drohte Semir und ballte die Faust.

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  • Nur wenig später waren sie bei Familie Wagner an der Tür. Als Semir klingelte bellte ein Hund und es hörte sich nach einem verdammt großen an. Eine ältere Frau öffnete die Tür. „Wir kaufen nicht!“ blaffte sie und wollte die Tür wieder schließen. „Wir sind von der Polizei. Es geht um… Tamara..“ erklärte Semir bevor die Tür ganz zu ging. Die Frau sah ihn an. „Was ist mit meiner Enkelin?“ kam nun ängstlich. Semir erzählte es ihr, als sie eingelassen wurden. „Mein Gott… die Kleine ist doch schon gestraft. Ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, als sie vier war. Seit dem wohnt sie bei mir…Bringen Sie mich zu ihr….bitte?“ fragte die alte Frau. Semir nickte. „Ja sicher…“ erklärte er und sie fuhren zu dritt in die Klinik. Während der Fahrt erzählte Ben der Frau wie er Tamara gefunden hatte. Die Magda Wagner weinte. „Warum tut ein Mann meiner Tamara so etwas an. Aber sie war doch mit Bonney zusammen, konnten die Beiden sich denn gar nicht verteidigen?“ fragte sie leise. Ben sah zu Semir und dieser nickte. „Bonney ist tot…“ erklärte er leise. „Oh mein Gott… die armen Eltern.“ stieß Magda aus. Im Krankenhaus wurden sie zum Bett von Tamara gebracht. Sie lag im künstlichen Koma um den Körper die Ruhe zu geben um zu heilen. Magda streichelte ihrer Enkelin über das blasse Gesicht. „Mein Gott… mein Engel… mein kleiner Engel…“ sagte sie mit weinerlichen Stimme. Ihr Blick wanderte zu Semir. „Haben die Männer…ich meine…wurde sie…?“ fragte sie besorgt. Semir nickte nur. Er wusste genau was die Oma wissen wollte.


    Am Rasthof Nievenheim saß Ilona auf der Bank und hatte ihre Beine angezogen. Was fiel ihrem Vater eigentlich an, sie so anzufahren? Sie hatte sich doch nur verspätet. Fünf Minuten und er macht einen Aufstand als wäre sie für Tage weg gewesen. Ilona wollte weg. Zu Mama nach Düsseldorf. Seit der Trennung durfte sie nur noch alle zwei Wochen zu Mutter und würde doch am Liebsten bei ihr sein. Sie musste dort hin, aber ihr Vater würde ihr sicher nicht das Geld geben, damit sie hinfuhr. Murrend ging sie wieder in das Restaurant, was ihrem Vater gehörte. „Hast du deine Schularbeiten fertig?“ wollte er wissen, als er sie sah. „Ja.. hab ich…“ gab wie bissig zurück. „Geh auf dein Zimmer! Du bist eh nicht dazu fähig mir hier zu helfen!“ blaffte ihr Vater sie an. Ilona sah ihn an. „Ich weiß warum Mama dich verlassen hat. Sie kann deine Sauferei genauso wenig ertragen wie ich…“ schrie sie ihren Vater an, als sie seine Fahne bemerkte. Der Vater holte aus und schlug ihr die flache Hand ins Gesicht. Ilona sah ihn mit tränenerfüllten Augen an. Noch nie hatte ihr Vater sie geschlagen. Es wurde Zeit, dass sie verschwand. Sie ging in ihr Zimmer, nahm ihren Rucksack mit den Schulsachen und einen weiteren mit Klamotten von ihr. Sie sah auf das Bild ihrer Mutter auf ihrem Schreibtisch. „Mama… ich komme zu dir. Ich will hier nicht mehr sein…“ weinte sie leise. Nun musste sie nur noch warten, bis ihr Vater schlief. Doch das dürfte nicht mehr lange dauern. Nur eine Stunde später war Schluss und das Restaurant schloss. Sie hörte ihren Vater die Treppen rauf poltern. „Ilona!!!“ schrie er. Doch Ilona machte nicht auf. Sie hatte ihr Zimmer verschlossen damit er nicht zu ihr hinein kam, wie er es schon öfter gemacht hatte. Sie wartete noch etwas und verließ das das Zimmer. Ihr Vater schnarchte in seinem Bett. Leise öffnete sie die Haustür und verschwand auf den großen dunklen Parkplatz. Nun musste sie nur noch eine Mitfahrgelegenheit und dann ab zu ihrer Mutter.

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  • „Man… ich hasse manchmal meinen Beruf.“ fauchte Semir. Er und Ben waren bis zum späten Abend noch im Krankenhaus gewesen, um der Großmutter von Tamara zu unterstützen, denn bei Tamara kam es zu schweren Komplikationen. Die Ärzte schafften es jedoch sie ins Leben zurück zu holen. Für die Oma war es zu viel. Sie bekam ein Schwächeanfall und sollte für die Nacht ebenfalls im Krankenhaus bleiben. Nun musste Semir und Ben noch den Hund der Oma versorgen und hatten jetzt endlich Feierabend. Die Fahrt führte an der A57 in Richtung Neuss. „Wo sollen wir bloß anfangen?“ fragte Ben leise. „Ich weiß es nicht. Es war eben schon hart, das Mädchen da so zu sehen… an den Schläuchen angeschlossen, dem Tod näher als dem Leben.“ kam von Semir. Ben sah auf die Straße. „Hey… da steht doch ein Mädchen… sieh mal!“ sagte er plötzlich Semir folgte seinem Blick und bemerkte auch das Mädchen welches am Straßenrand stand und ein Schild hoch hielt. Er bremste ab. „Hey… ich möchte nach Düsseldorf….“ sagte das Mädchen, als Ben die Scheibe herunter gedreht hatte. Ben sah Semir an und dieser nickte. Er stieg aus und öffnete die hintere Tür. „Weißt du wie gefährlich es ist, wenn man trampt?“ fragte er. Das Mädchen nickte. „Es kann nicht schlimmer sein, als bei seinem saufenden Vater zu sein.“ kam bitter von ihr. „Wie heißt du?“ fragte Semir. „Ilona. Meinem Vater gehört das Restaurant am Rasthof.“ erklärte sie. Semir sah zu Ben. „Steig ein!“ forderte er sie auf. Ilona stieg ein. „Wo willst du genau hin?“ wollte Ben wissen. „Nach Düsseldorf zu meiner Mutter.“ kam von dem Mädchen. Semir fuhr los. „Warum fährst du nicht mit der Bahn?“ harkte Semir nach. Das Mädchen lehnte sich zwischen die Vordersitze und bemerkte nun das Funkgerät und das Blaulicht. „Oh ne....“ stieß sie aus. Ben sah sie an. „Was denn?“ lächelte er. „Ihr seid Bullen...“ stellte Ilona fest. „Ja ganz genau und du kannst froh sein, dass du bei uns im Wagen sitzt. Also warum fährst du nicht mit der Bahn?“ wiederholte Semir. „Weil mein Vater nicht will, dass ich zu meiner Mutter fahre. Dabei ist er eh die letzte Zeit nicht zuhause. Ständig ist er unterwegs mit seinen Freunden und grölt von seinen Abenteuern. Ich bin allein und kann sehen wie ich meinen Tag rum bekomme. Das Restaurant leitet er zwar super, aber er selbst hat wahrscheinlich keine Ahnung was dort abgeht.“ erklärte Ilona. „Und du denkst bei deiner Mutter bist du besser aufgehoben?“ wollte Ben wissen. „Ja sicher. Da packt er mich wenigstens nicht an.“ fauchte sie und verschränkte schmollend die Arme vor der Brust.


    Semir und Ben wechselten sofort einen Blick. „Er packt dich an? Wie?“ kam sofort von Semir. „Nun ja... er fasst mich da an, wo ich nicht will. Ich hab es ihm gesagt und seit dem hört er auf. Dafür ist er immer öfter mit seinen Freunden unterwegs.“ erklärte Ilona. „Okay... wir fahren dich zu deiner Mutter unter der Bedingung, dass du nie wieder per Anhalter versuchst irgendwo hinzukommen. Versprochen?“ bot Semir an. Ilona nickte. „Ich hab mich auch gar nicht wohl gefühlt bei dem Gedanken bei Fremden im Auto zu sitzen. Es passiert irgendwie viel. Aber ich denke mir wird es nicht passieren... ich kann auf mich aufpassen. Aber ich verspreche es. Wenn ich bei Mama bin, dann fühle ich mich sicher.“ lächelte Ilona und war froh, dass die Männer sie nicht zu ihrem Vater brachten. „Wenn dein Vater dich angefasst hat, wie kommt es, dass deine Mutter nichts unternommen hat?“ harkte Ben nach. „Ich weiß nicht.. ich habe es ihr nie erzählt. Sie hatte uns ja verlassen und von daher bekam mein Vater das Sorgerecht. Seit sie getrennt sind, geht es mit ihm nur noch bergab. Er trinkt sehr viel und dann wird er unausstehlich. Das war auch ein Grund von meiner Mutter weg zu laufen. Sie hat nur vergessen, dass es da noch jemanden gibt. Mich... aber sie hat mir erklärt warum sie mich nicht mitgenommen hatte. Ich habe hier meine Freunde, meine Schule und sie wollte erst einmal einen Start schaffen. Danach hätte sie mich geholt.“ erklärte Ilona selbstbewusst.

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  • Marie Schaffner schrecke hoch, als es klingelte. Sie ging zur Tür und sah durch den Spion. Zwei Männer standen vor der Tür und in der Mitte ihre Tochter. Sofort zog sie die Tür auf. „Ilona!!“ sagte sie überrascht. „Mama... ich will bei dir sein...“ fing das Mädchen an. „Komm rein...wer ist das?“ wollte sie wissen und zeigte auf die Männer. „Das sind Herr Gerkhan und Herr Jäger von der Autobahnpolizei. Sie haben mich her gebracht.“ Erklärte Ilona. Marie bat die Männer in die Wohnung. „Frau Schaffner... wir haben Ihre Tochter an der Autobahn aufgegriffen. Sie wollte per Anhalter zu Ihnen. Angeblich wie ihr Vater sie angefasst hat.“ Erklärte der Kleinere der Polizisten. „Ilona? Hat er es wieder getan?“ fragte Marie erstaunt. „Ja... ich hab die Tür verschlossen, aber wenn er rein gekommen wäre, dann hätte er vermutlich mehr gemacht als sonst. Er ist...“ fing Ilona an. Marie nickte. „Du bleibst bei mir.“ Legte sie fest. Dann sah sie Semir und Ben an. „Ich möchte eine Anzeige aufgeben... können Sie das auch machen?“ wollte sie wissen. „Im Grunde genommen nicht. Sie müssen sich an einer der hiesigen Dienststellen wenden. Da wir aber Ihre Tochter aufgegriffen haben, müssen wir selbst eine Anzeige aufnehmen. Dann vereinfachen wir es doch und schließen es zusammen.“ schlug Semir vor. Marie war einverstanden.


    Sie nahmen die Anzeige auf und fuhren anschließend zur PAST zurück. „Das Kind kann einem Leid tun. Ihre Mutter will nichts wirklich von ihr wissen und der Vater will sie als Frauersatz.“ meine Semir auf der Rückfahrt. „Ja wir werden die Anzeige schreiben und die Kollegen der Stadt werden sich drum kümmern. Wir müssen versuchen diesen Mörder zu finden.“ kam von Ben zurück. „Ja die Frage ist nur wo wir anfangen. Das tote Mädchen kann uns nichts mehr sagen und diese Tamara liegt im Koma. Wer weiß ob sie es überhaupt schafft. Wir sollten morgen früh mal ins Krankenhaus fahren und uns mit dem Arzt unterhalten…“ schlug Semir vor. „Klar doch… und nun Feierabend mit den trüben Gedanken. Wir schreiben den Bericht und fahren nach Hause.“ kam von Ben zurück. Semir war einverstanden. Der Bericht und die Anzeige waren schnell geschrieben und die Beiden wussten nicht, dass der nächste Morgen mit einer schrecklichen Nachricht beginnen würde. Ben holte Semir ab und sie waren gerade auf der Autobahn, als das Funkgerät ertönte. „Cobra 11 für Zentrale!“ kam durch. „Ja, Guten Morgen… Cobra 11 hört…“ kam fröhlich von Semir durch. „An der Anschlussstelle Königswinter ist ein ca. 16jähriges Mädchen tot aufgefunden. Spurensicherung ist bereits vor Ort.“ kam durch. Semir sah Ben entsetzt an.


    „Die Kleine ist vergewaltigt worden. So wie es aussieht hat sie sich sehr heftig gewehrt. Weder Ausweis noch sonst irgendeinen Hinweis auf die Identität.“ Erklärte der Gerichtsmediziner, als Semir auf ihn zukam. „Verdammt… wurde sie erwürgt?“ fragte er heiser. „Nein… sie wurde erstochen. Semir beugte sich zu dem Sack und öffnete ihn. Das Gesicht der Toten erinnerte ihn an Bonney und an Tamara, die als einzige bisher als Überlebende davon gekommen war. „Danke Doc…“ sagte er und ging zu Ben.

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  • „Hey.. und wissen wir wer sie ist?“ wollte dieser wissen, als Semir zu ihm kam. „Nein… aber sie sieht den anderen beiden Mädchen sehr ähnlich. Brünett, braune Augen, die Größe, die Figur… alles.“ erklärte Semir. „Du meinst wir haben es mit einem Serientäter zu tun?“ stöhnte Ben. Semir nickte nur. „Scheint ganz so. Wir müssen den Mistkerl oder die Mistkerle bekommen. Wir müssen irgendwo anfangen…“ stieß Semir aus und ballte die Faust. „und wo willst du anfangen?“ fragte Ben. „im Krankenhaus…. Oder im Leichenschauhaus. Vielleicht ist Tamara wieder wach oder bei der Bonney wurde noch was gefunden, oder bei ihr hier… verdammt ich weiß es doch auch nicht!!“ schrie Semir ihn wütend an. Ben wusste aber, dass es nicht persönlich gemeint war. Sie stiegen ein und wollten gerade losfahren, als einer der Spurenleute zu ihnen kam. „Hier… wir haben das hier gefunden? Hat vielleicht nichts damit zu tun, aber immerhin….“ Meinte der Mann und reichte Semir eine Tüte durch das Fenster. Semir sah rein. „Hmm… was ist das?“ fragte er erstaunt. Doch hier konnte der Mann von der Spusi auch nichts sagen. Ben nickte. „Ab zu Hartmut!“ meinte er nur und gab Gas.


    „So… jetzt ist Schluss…“ stöhnte Hartmut Freund. Es war bereits spät und er hatte schon fast 34 Stunden ohne Pause gearbeitet. Nun forderte die Natur ihre Rechte. Er war hundemüde und löschte gerade das Licht. Doch auf dem Parkplatz sah er zwei Lichter auf sich zukommen. „Oh nee…..“ stöhnte er als er sah, wer dort angerast kam. “Semir…. Ich habe Feierabend. Gönne es mir bitte…“ gab er von sich. „Ja ich weiß… aber es ist wirklich wichtig… ich schwöre dir… ES geht um einen Mädchenmörder und der hat schon zwei Mädchen auf dem Gewissen. Eines liegt schwerverletzt im Krankenhaus und kämpft um ihr Leben… Bitte…“ flehte Semir regelrecht. Hartmut sah ihn an. „Klar… das ist was Anders.. kommt rein!“ forderte er auf und war sofort hell wach. Er nahm die Tüte, die Semir ihn hinhielt. „Was ist das?“ wollte er wissen. „Tja… das wissen wir nicht. Das ist etwas was wir am neuesten Tatort gefunden haben. Und ehrlich gesagt, haben wir gehofft du kannst uns sagen was das ist.“ Gab Semir zu. Hartmut sah sich das „Ding“ genauer an. „Nun also wenn ich es so betrachte dann ist es ein Teil einer Reinigungsbürste. Aber genau kann ich das erst sagen, wenn ich es mir unter dem Mikroskop angesehen habe. Reicht es wenn ihr morgen Bescheid bekommt? Direkt morgen früh… ich muss unbedingt mal schlafen…“ bat Hartmut. Semir sah zu Ben und dieser nickte. „Ja sicher… klar… wir machen jetzt auch Schluss. Sind schon seit 48 Stunden nicht mehr ins Bett gekommen.“ Kam von Ben und nicke Hartmut zu. „Gute Nacht dann!“ rief Semir noch und schon waren die Beiden wieder verschwunden.

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  • In einer Kneipe in Köln trafen sich die drei Männer am Stammtisch. „Mann war das geil… die kleinen Mädels sind die Besten…“ lachte Ingo und nahm einen großen Schluck Bier. Peter sah ihn an. „Oh ja… die Kleine ist richtig abgegangen. War sicher nicht das erste Mal… aber leider das Letzte Mal…“ stimmte er zu. Detlef sah von einem zum Anderen. „Wenn die Bullen auch nur eine Spur finden, sind wir wieder schneller im Knast als es uns lieb ist. Wir müssen eine Weile Pause machen. Zwei der Weiber haben es hinter sich, aber die Dritte… die liegt im Koma. Was wenn die aufwacht und uns identifiziert?“ wollte er wissen. „Ach Mensch… mach dir nicht ins Hemd! Wir haben doch unseren Spaß gehabt. Na komm… lass uns was trinken..“ lachte Simon, der Dritte im Bunde. Peter und Ingo nickten und stießen mit ihm an. „Na… ich werde gleich auf jeden Fall mal nach Hause fahren. Mir reicht es für heute…“ kam von Ingo. Peter stimmte zu. „Ja… ich auch. Schon schade um die Mädchen… die hätten wir auch öfter …na egal..“ kam von ihm. Ingo sah ihn strahlend an. „das ist es… unser nächster Part. Wir nehmen uns eine und dann werden wir ein paar Tage mit ihr unseren Spaß haben. Und wenn wir genug haben, dann weg mit ihr…“ lachte er. Peter und Ingo nahmen ihn nicht wirklich ernst und ahnten nicht, welcher Plan in Simons Kopf reifte.


    Am nächsten Morgen bemerkte Bernd Schaffner dass seine Tochter nicht im Haus war. „Verdammtes Luder! Wo steckst du denn schon wieder? Ich will meinen Kaffee!“ schrie er wütend. Er ging in das Zimmer seiner Tochter und sah den Zettel auf dem Bett. „Ich bleibe bei Mama… die lässt mich wenigstens in Ruhe…“ stand darauf. „Du verdammte Schlampe… kehrst mir auch den Rücken zu… du bist nicht anders als sie. Aber keine Angst… ich habe das Sorgerecht und so einfach lasse ich das nicht mit mir machen. Nicht mit mir…“ drohte er wütend und griff zum Telefon. Er wählte seine Exfrau an. Als Marie sich meldete fauchte er sie an. „Hör mir genau zu… meine Tochter ist heute Abend wieder zu Hause wo sie hingehört. Ich habe das Sorgerecht und wenn du sie behältst dann bekommst du es mit der Polizei zu tun!“ schrie er. „Du hast die angefasst. Was bist du für ein Vater? Du hast eine Grenze überschritten und da sind deine Argumente ein Witz gegen. Ach und damit du es weißt… ich habe eine Anzeige gegen dich gemacht. Wegen sexuellem Missbrauch. Ich denke die Polizei wird dir schon sehr bald einen Besuch abstatten Also lass mich und Ilona in Ruhe!“ gab Marie zurück. „Du wirst sie mir nicht weg nehmen … Du Schlampe nicht..!“ kam als Antwort zurück. Bernd knallte den Hörer auf die Gabel. „Was zum Teufel soll das? Was labert sie da von sexuellem Missbrauch?“ fragte er sich leise. Doch dann kam die Erinnerung. „oh man…. Warum kann ich das nicht steuern…ich will es doch gar nicht…“ fauchte er.

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  • Auch Ben und Semir waren pünktlich im Büro und Hartmut hielt sein Wort. „So… also das Ding was ihr mir da gegeben habt, ist definitiv von einer Glasbürste. Das ist in Restaurants und in Kneipen so Dinger die das Gläserreinigen vereinfachen. Nun ja… und von daher stammt das Ding. Aber ob das mit dem Mord zu tun hat? Das müsst ihr herausfinden.“ Kam von Hartmut und schon war er wieder verschwunden. Semir sah Ben an. „Weißt du was mir gerade in den Kopf kommt?“ fragte er. Ben sah ihn an. „Ich kann deine Gedanken nicht lesen. Also verrate mir deine mythischen Ideen.“ Grinste Ben ihn an. „Das Mädchen von gestern Abend. Sie war genau wie die Anderen dunkelhaarig, braune Augen. Der Vater hat sie angepackt und er hat ein Restaurant. Er hat mit Sicherheit auch ein Auto und…“ kam von Semir. Ben sah ihn an. „du meinst der Vater von dieser Ilona ist der Täter?“ wollte er wissen. „Na kann doch sein. Ich meine wenn er schon seine Tochter angräbt, dann macht er sicher auch vor andren Mädchen nicht halt.“ mutmaßte Semir. Ben nickte. „Dann werden wir unseren Herrn Schaffner mal einen Besuch abstatten. Ich wollte ihm eh etwas zu seiner Erziehung sagen…“ meinte Ben nur und griff zu seiner Jacke. Nur wenig später standen sie vor dem Restaurant Bernd Schaffner. Ben klopfte laut gegen die Tür, die kurz darauf geöffnet wurde. „Wir haben noch geschlossen!“ blaffte ein Mann sie an.


    „Bernd Schaffner?“ fragte Semir. Der Mann nickte. „Ja und?“ fauchte er zurück. „Gerkhan… Kripo Autobahn. Wir würden gern mal mit Ihnen reden. Auch über Ihre Tochter Ilona…“ erklärte Semir. „Dieses Weibstück… sie lügt! Ich habe sie nicht angepackt!!“ verteidigte Bernd sich sofort. „Das ist nicht unsere Angelegenheit. Dafür sind die Kollegen zuständig. Wir hätten gern gewusst was Sie die letzten Tage gemacht haben. Dürfen wir kurz rein kommen?“ bat Ben freundlich. Bernd nickte und gab die Tür frei. „Warum wollen Sie das denn wissen? Ich meine das mit den letzten Tagen…“ fragte Bernd unruhig nach. „Nun es geht uns um den 17. 5. und um den 21.5.“ kam von Ben. „Nun ja…. 17.5. da hab ich den Laden hier geschmissen. Und am 21.5. war unser Ruhetag. Warum?“ harkte nun Bernd nach. „Es geht um den Tod zweier Mädchen. Ein drittes liegt im Krankenhaus. Die Mädchen sind alle vergewaltigt worden…“ erklärte Semir leise. „Ach und warum …halt… nee… so läuft das nicht. Ich habe weder meine Tochter angepackt noch andere Kinder!“ verteidigte Bernd sich keifend. „Das haben wir nicht behauptet. Aber wir haben bei einer Toten etwas gefunden haben, was sehr interessant ist. Darf ich mal Ihre Glasreinigerbürsten sehen?“ bat Semir freundlich. „Ja sicher… ich hab nichts zu verbergen…“ meinte Bernd und zeigte Semir den Ort. Sofort fiel auf, dass an einer der Bürsten etwas fehlte. Semir sah Ben an und nickte. „Sind schon ziemlich alt, was?“ wollte Semir wissen. „Nun ja… aber sie reinigen noch gut.“ grinste Bernd. „Das mag sein, aber wie erklären Sie sich, dass wir genau solche Borsten bei dem letzten Mädchen gefunden haben?“ fragte Ben nun direkt. Bernd sah ihn an. „Was??? Aber das kann nicht… ich meine das ist nicht möglich…“ stammelte der Mann.

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  • Nur wenig später fanden sie sich im Vernehmungszimmer ein. „Hören Sie... ich habe niemanden umgebracht. Ich vergehe mich doch nicht an Kindern! Ich bin kein Pädofiler... Ich weiß... dass wenn ich getrunken habe, zu meiner Tochter gegangen bin. Aber sie hat seit einiger Zeit die Tür verschlossen. Ich komme doch gar nicht rein. Ich habe sie nicht angefasst...ich schwöre!“ kam weinerlich von Bernd Schaffner. Semir sah Ben an. „Klar doch... Ihre Tochter hat uns erzählt, dass Sie es jedes Mal versuchen. Sie an ihre Brüste fassen und wenn sie könnten würden Sie mehr machen. Wie war das? Ihre Tochter verschließt die Türe? Gut... dann haben Sie sich Ersatz besorgt. Waren die Mädchen ausgesucht oder waren es Zufälle?“ wollte Semir wissen und fragte mit einem harschen Ton nach. „Nein... ich ... ich habe niemanden umgebracht. Ich werde die Aussage verweigern. Ich will meinen Anwalt!“ kam nun von Bernd. Semir nickte. „Wenn sich herausstellen sollte, dass Sie damit was zu tun haben, dann brauchen Sie einen verdammt guten Anwalt.“ drohte er dem Verdächtigen und nickte dem Polizisten an der Tür zu. „Bring ihn weg!“ befahl er. Ben sah Semir an. „Meinst du er hat damit was zu tun?“ wollte er wissen und reichte Semir einen Becher mit Kaffee. „Ich weiß nicht... die Beweislage ist viel zu dünn. Ohne Zeugenaussage können wir ihm nichts nachweisen. Wenn die Kleine im Krankenhaus aufwachen würde, könnte sie es uns sagen.“ meinte Semir nur und nahm einen Schluck Kaffee. Er sah auf die Uhr. „Komm wir fahren mal ins Krankenhaus. Vielleicht gibt es ja eine Besserung...“ schlug er vor. Ben nickte und schon waren beide verschwunden.


    Jennifer und Jessica Lange waren mit ihren Eltern auf dem Rastplatz. „Mama!! Wir gehen ein wenig in den Wald okay?“ riefen sie ihrer Mutter zu, die eine längere Rast machen wollte. „Ja aber bitte nicht zu weit... in einer halben Stunde fahren wir weiter!!“ rief sie zurück. Die Zwillinge lachten leise und rannten los. Nicht weit davon war ein Spielplatz und die beiden gerade 13 Jahre alt gewordenen Mädchen rannten hin. Nur wenige Schritte vor dem Spielplatz stolperte Jennifer und fiel zu Boden. „AUA!!“ stieß sie aus und als sie sah worüber sie gestolpert war schrie sie laut auf. Nicht mal eine Minute dauerte es, bis ihr Vater bei ihr stand. „Oh mein Gott…“ stieß er aus. „Laura… ruf die Polizei… unsere Weiterfahrt verspätet sich… Gott das arme Ding….“ Kam von Frank Lange. Laura telefonierte nur kurz um sich dann Jennifer zu widmen, die weinte und zitterte. „Laura… geh mit den Kindern bitte zum Auto zurück… ich werde hier warten und hoffentlich beeilt sich die Polizei mal…“ stieß er aus um seine Kinder vor diesem entsetzlichen Anblick zu schützen. Laura nickte und nahm ihre Mädchen mit.

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  • „Semir! Ben! Wir haben eine weitere Leiche!“ stieß Susanne aus, bevor die Beiden die PAST verließen. „Was? Wo?“ wollte Semir wissen. Susanne gab die Adresse und schon waren die Beiden verschwunden. Es dauerte keine zehn Minuten bis sie vor Ort waren. Eine Frau mit ihren Kindern empfing sie. „Im Wald… meine Tochter ist über die Leiche gestolpert und…mein Mann ist noch dort… im Wald ist ein kleiner Spielplatz… dort liegt sie…“ erklärte die Frau. Semir und Ben nickten und rannten los zum Spielplatz. Tatsächlich stand dort ein Mann, der erschüttert auf die Leiche vor ihm sah. „Sie sind Herr Lange?“ wollte Semir wissen. Der Mann nickte nur. „Gott… das arme Ding ist nicht viel älter als meine Tochter…. Wie sie aussieht…schrecklich… wer kann so etwas tun…“ wollte der Mann wissen. Semir sah, dass dieser unter Schock stand und nickte Ben zu. Er sollte sich um den Mann kümmern.


    „Die Tote im Wald heißt Dominique Beyer und wohnte in Leverkusen im Heim für schwer erziehbare Kinder. Dort wurde sie vor zwei Tagen als vermisst erklärt.“ gab Susanne bekannt, als Ben und Semir den Fundort verlassen hatten und wieder auf der Autobahn waren. „Danke Susanne... wir fahren direkt hin. Wie ist die Adresse?“ wollte Ben wissen. „Luzerner Strasse 4.“ kam von Susanne. Nach fünfzehn Minuten hatten sie das Heim erreicht. „Gerkhan, Kripo Autobahn. Wir würden gern mal mit dem Heimleiter sprechen.“ Stellte Semir sich beim Pförtner vor. Dieser nickte und telefonierte kurz. Nur wenig später stand ein grauhaariger Mann vor ihm. „Weidmeyer...was kann ich für Sie tun?“ wollte er wissen. Semir sah kurz zu Ben. „Sie leiten das Heim?“ wollte er zur Sicherheit wissen. „Ja... hören Sie... wenn es um irgendeinen Jungenstreich geht, den angeblich unsere Schützlinge angestellt haben, weise ich Sie darauf hin, dass wir rechtliche Schritte gegen diese Person, die vermutlich nur das Böse in unsere Schützlingen sieht, rechtliche Schritte einleiten werden.“ verteidigte der Mann sich sofort. „Darum geht es leider nicht. Es geht um Dominique Beyer...“ erklärte Semir sanft. „Dominique? Was ist mit ihr? Haben Sie sie gefunden?“ wollte Weidmeyer wissen. Semir nickte. „Könnten wir das vielleicht in Ihrem Büro besprechen?“ bat Ben. „Ja sicher... kommen Sie nur...“ winkte Weidmeyer.


    „Tot? Dominique? Gott warum ... was ist passiert?“ wollte Weidmeyer wissen. Eine Träne lief an seiner Wange herunter. „Wir vermuten, dass sie Opfer einer Vergewaltigung wurde. Die Obduktion läuft noch. Herr Weidmeyer... wann ist Dominique weg gelaufen und warum?“ wollte Ben wissen. „Sie war sehr schwierig. Ich habe immer versucht das Gespräch mit ihr zu finden, aber sie blockte ab. Außerdem konnte sie sich sehr schwer unterordnen. Ich vermute es liegt daran, dass sie von Kind an von ihren Eltern geschlagen und eingesperrt wurde. Sie sagte mir auch, dass ihr Vater sie sexuell missbraucht hat, was allerdings nicht der Wahrheit entsprach. Wo ist sie gefunden worden, wenn ich fragen darf?“ wollte Weidmeyer wissen. „An der Autobahn in einem Waldstück nicht weit von einem Rastplatz entfernt. Spielende Kinder haben ihre Leiche entdeckt.“ erklärte Semir. „Wie grausam muss das für die Kinder gewesen sein...“ schüttelte Weidmeyer den Kopf. „Haben Sie denn eine Spur?“ wollte Weidmeyer wissen. „Keine wirkliche Spur“ gab Semir bekannt. „Die arme Kleine... sie war noch so jung. Gerade mal 16 Jahre alt...“ murmelte Weidmeyer. Er war total bestürzt. „Herr Weidmeyer.. wir vermuten, dass Dominique zu einer Reihe von anderen Gewaltverbrechen gehört. Erst vor kurzem gab es bereits zwei weitere Fälle und es ist nicht ausgeschlossen, dass es die selben Täter waren.“ erklärte Ben. „Ein Serientäter?“ kam entsetzt von Weidmeyer. „So scheint es. Dürfen wir uns das Zimmer von dem Mädchen einmal ansehen?“ bat Ben. Weidmeyer nickte. „Selbstverständlich… ich bringe Sie ihn.“ nickte er. Sie fingen in die obere Etage. Weidmeyer klopfte an der Tür und hörte ein leises „Ja?“ Die drei Männer betraten das Zimmer. Auf dem Bett saßen zwei Mädchen die zu Weidmeyer und dessen Besuch hochsahen.


    Ben nickte den Mädchen freundlich zu und sah dass sie zusammenzuckten. Eines der Mädchen stand auf und zog ihren Rock zu Recht. „Das sind die Herren Gerkhan und Jäger von der Kriminalpolizei. Es gibt leider eine sehr schlimme Nachricht wegen Dominique..“ erklärte Weidmeyer. „ist ihr etwas passiert? Hatte sie einen Unfall?“ fragte eines der Mädchen. „Das ist Janina… sie ist … war Dominiques Bettnachbarin, wenn Sie so wollen. Die beiden teilten sich ein Zimmer. Ben reichte dem Mädchen die Hand. „Hallo ich bin Ben… können wir mal miteinander reden?“ fragte er freundlich. Janina nickte nur und ging zögerlich mit. Ein Blickwechsel zwischen ihr und Weidmeyer blieb nicht unbemerkt. „Tja.. Herr Weidmeyer… Sie sollten Ihre Schützlinge gut beaufsichtigen. empfahl Semir. „Das werde ich. Noch verstärkter als bisher. Man weiß nie wo die Gefahren lauern…“ stimmte der Erzieher zu.

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  • Ben sah Janina an. „Was hast du?“ fragte er direkt. „Ich weiß nicht was Sie meinen…“ kam kalt von dem Mädchen zurück. „Ich habe doch gesehen, dass du Angst vor dem Heimleiter hast.“ erklärte Ben. Janina lachte leise. „Angst? Ja… die hab ich… aber das ist mein Bier. Ich darf nichts sagen, denn Sie sind nachher weg, ich muss hier bleiben.“ Kam von dem Mädchen. „Wenn du mir hilfst, kann ich dir helfen…“ schlug Ben vor. Das Lachen von Janina hörte sich verächtlich an. „Ja sicher… ich bin fünfzehn… meine Eltern wollen mich nicht haben, weil ich ihnen ihre Zeit stehle, ich muss in ein anders Heim und da geht es mir vielleicht genauso… da ist vielleicht auch ein Erzieher der…“ sie stockte. Ben sah sie fest an. „Der was macht? Ist Weidmeyer mehr als nur einer Erzieher?“ harkte er sofort nach, denn sein Verdacht war, das Weidmeyer die Mädchen missbrauchte. „Nein… ich sage nichts weiter…“ erklärte Janina und wandte sich von Ben ab. „Also gut… hier ist meine Karte… wenn du reden willst, dann kannst du dich bei mir melden.“ Lächelte Ben sie an und gab ihr die Karte. Janina nahm sie und steckte sie weg. „Ich bin für dich da… jeder Zeit okay?“ gab er eindringlich von sich. Janina nickte kurz und verschwand dann. Ben ging zu Semir, der sich eben verabschiedete.


    „Was hältst du von dem?“ wollte Semir auf der Rückfahrt wissen. Ben zog die Schultern hoch. „Er war ziemlich betroffen. Nun ja.. er ist ja irgendwie für die Kinder verantwortlich. Das Zimmer von dem Mädchen gab ja nichts her und irgendwie war die Zimmernachbarin ja nicht gerade gesprächig. Aber ich habe den starken Verdacht, dass sie große Angst vor Weidmeyer hat. Ich würde vermuten, dass er die Mädchen nicht nur beaufsichtigt.“ Erklärte Ben leise. „Du meinst er vergeht sich an sie?“ stieß Semir erstaunt aus. „Ist doch nicht ausgeschlossen oder?“ stellte Ben die Gegenfrage. „Nein natürlich nicht, aber ich meine er leitet ein Heim in dem die Kinder als schwer erziehbar gelten. Was wenn das Mädchen lügt? Ich meine sie könnte ihn bezichtigen, weil sie raus will…“ gab Semir zu bedenken. „Ja sicher… nur sie sagt es ja nicht. Sie will in kein anderes Heim und sie sagte mir, dass sie es nur noch bis zum 18. Geburtstag aushalten muss. Sie hatte große Angst. Und die anderen Mädchen auch. Hast du die Blicke gesehen. Ich sage dir, der Typ hat Dreck am Stecken…“ meinte Ben nur. „Gut… lassen wir Weidmeyer überprüfen…“ schlug Semir vor.

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  • Im Krankenhaus lag Tamara immer noch im Koma. Doch die Ärzte waren guter Hoffung, dass sie es schaffen würde. Es war fast eine Woche vergangen und die Wunden die ihr zugefügt wurden heilten ab. Dann endlich war es soweit. Ihre Oma saß an ihrem Bett. „Wir werden sie jetzt wecken. Es kann noch Stunden dauern bis sie wach wird, aber Sie müssen bei ihr sein…“ sprach der Arzt zu ihr. Hannelore nickte. „Ich werde für sie da sein. Sie ist doch mein Ein und Alles…“ sagte die alte Frau. Der Arzt legte ihr die Hand auf die Schulter. „Sie schafft es. Sie ist sehr stark und sie wird es Ihnen danken, wenn Sie bei ihr sind, wenn sie wach wird.“ Nickte er ermutigend. „Aber sie wird Alpträume haben. Sie wird Angst vor Männern haben…“ gab Hannelore besorgt von sich. „Da müssen leider die Psychologen ran. Aber sie ist noch jung und sie wird es schaffen. Sind Sie bereit, dass wir sie zurück holen?“ wollte der Arzt wissen. Hannelore nickte. „Ja… ich bin soweit.“ Strahlte sie. Sie wollte ihre Enkelin wieder in die Arme nehmen können. Sie an sich drücken und für sie da sein.


    „Gegen Weidmeyer liegt absolut nichts vor. Der Mann ist sauber.“ erklärte Susanne als die beiden im Revier waren. „Siehst du… hab ich dir doch gesagt. Das Mädchen will nur stänkern…“ meinte Semir nur. „Ich weiß nicht.. die Angst war echt. Da bin ich mir sicher. Hast du ein Foto von diesem Weidmeyer?“ wollte Ben von Susanne wissen. „Ja sicher… warte…hier das ist er..“ Susanne drehte den Bildschirm. Semir und Ben sahen drauf. „Das ist er. Ben… der Mann ist sauber. Ich denke schon, dass wir bei diesem Bernd vollkommen richtig sind. Du wirst es sehen…“ versprach Semir. „Semir… ich weiß nicht.. ich meine in so einem Kinderheim gibt es sicher auch solche Bürsten zum Gläser reinigen… und dann ist das doch auch nur ein Indiz…“ widersprach Ben, der sich von seiner Idee nicht abbringen ließ. Semir sah die Zeitung und las die Schlagzeile. „Verdammt!!! Wer konnte denn da nicht dicht halten?“ fragte er laut. Ben sah ihn an. „Was ist denn?“ wollte er wissen und las ebenfalls. „Junges Mädchen überlebt einen Mordanschlag auf der Rastplatztoilette.“ las er. „Oh scheiße…“ stieß er aus. „Ja… wenn wir es wissen, dann vielleicht auch die Täter..“ mutmaßte Semir. „Personenschutz?“ harkte Ben sofort nach. „Ja.. und den übernehmen wir!“ gab Semir bekannt. Schon griff er zu seiner Jacke und raste mit Ben zum Krankenhaus.

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  • „Fuck!! Die Kleine ist nicht tot!“ kam von Rudolf. Er sah Weidmeyer an. „Du sagtest doch dass du sie richtig getroffen hast!“ fauchte er seinen Freund an. „Hab ich doch auch…dreimal hab ich zugestochen. Sie kann nicht überlebt haben!“ verteidigte sich der Heimleiter. „Mann die ist vorher gefunden worden. Deshalb lebt sie noch. Wir müssen herausfinden in welchem Krankenhaus. Die Kleine kann uns identifizieren. Die werden uns einbuchten… Hey.. wir haben vier Mädchen umgebracht. Zwei haben sie noch nicht gefunden, aber das wird nicht lange dauern und dann? Ich geh nicht in den Knast und Lars auch nicht!“ fauchte Rudolf wütend. Weidmeyer sah sie an. „Ihr wolltet doch unbedingt unberührte Mädchen haben! Ich hab sie jeden Tag und wenn sie erst einmal die Angst gespürt haben, dann… dann sind sie lammfromm. Aber gut… wir telefonieren die Krankenhäuser ab. Oder besser noch… ich rufe die Zeitung an. Die wissen sicherlich wo die Kleine liegt und dann werden wir sie beseitigen.“ nickte Weidmeyer. Die drei Männer ahnten nicht, dass sie belauscht wurden.


    Janina schloss die Augen. Er hatte also mehr als nur sie und Dominique gehabt. Vier Mädchen sind tot…er war ein Mörder. Sie griff in ihre Tasche. Die Karte des Polizisten … er konnte helfen. Er konnte ihr Martyrium beenden. Janina ging ins Zimmer und nahm eine Tasche. Sie packte das Nötigste zusammen und stieg dann aus dem Fenster. Sie musste zur Autobahnpolizei. Sie musste mit Ben Jäger sprechen. Er konnte ihr helfen. Nur er war ihre Rettung. Sie kam ungesehen von dem Gelände und rannte zur Straße. Nun musste sie nur noch zur Autobahnpolizei kommen. Sie sah sich suchend um. Wenn sie ein Telefon findet wäre es auch schon eine Lösung. Und dann fiel es ihr ein. Nicht weit von hier war die Raststätte und dort gab es Telefone. Wenn sie erklärt wie wichtig das war, dann würde man sie dort sicher telefonieren lassen. Die Leute mussten ihr einfach helfen. Es ging um Mord. Sie stimmte sich selbst zu und lief einfach in die Richtung wo die Raststätte lag.

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  • Bernd saß in seiner Raststätte und starrte einfach auf den Boden. ER verstand seine Tochter nicht. Wieso behauptete sie, dass er sie angefasst hat? Er hatte doch alles für sie getan. Er hatte sie doch lieb… sie war doch sein Engel. Sicher… wenn er getrunken hatte dann sehnte er sich nach ihr aber das war doch nicht mehr als Vaterliebe. Oder doch? War er dann so von Sinnen, dass er sich nicht zurückhalten konnte? Bernd dachte an die beiden Polizisten die ihn besucht und vernommen hatten. Er sollte mehrere Mädchen vergewaltigt haben? Warum er…? War er denn nicht schon genug damit bestraft Er zuckte zusammen als er hörte wie jemand ins Restaurant kam und sah die Person an. Vor ihm stand ein Mädchen im Alter von Ilona. Sie atmete schwer und es schien als hätte sie ein Marathonlauf hinter sich. „Was willst du denn hier?“ fragte er etwas härter als er es eigentlich wollte. „Ich brauche Ihre Hilfe… ich muss telefonieren… bitte es ist wichtig…bitte….“ stieß das Mädchen aus. Bernd nickte. „Trink erst mal was…“ sagte er nun etwas freundlicher und schenkte dem Mädchen ein Glas Cola ein. Sie nahm es und nickte dankbar. „Was ist denn passiert? Hattest du einen Unfall?“ wollte Bernd wissen. „Nein… ich bin aus dem Heim… ich habe ein Gespräch mitbekommen und da …die haben Mädchen umgebracht. Weidmeyer… er hat mich auch ver…er hat mich…“ das Mädchen stockte. Bernd sah sie an und seine Hand ging zu ihren Händen. Doch als er sie berührte zuckte sie ängstlich zurück. „Hey… ich tu dir doch nichts. Willst du die Polizei rufen?“ fragte er. Das Mädchen nickte. „Ja… ich muss mit Ben Jäger sprechen. Er kann mir helfen…“ sagte sie leise. Bernd stellte ihr das Telefon hin.


    Semir und Ben kamen derweil im Krankenhaus an. Sie rannten auf die Station. Der Arzt hielt sie auf. „Was wollen Sie denn hier? Die Kleine ist noch nicht wach. Sie liegt derzeit in der Aufwachphase und kann Ihnen keine Fragen beantworten!“ fauchte er die beiden Polizisten an. „Ja wissen wir… wir wollen nur dafür sorgen, dass sie überhaupt aufwacht. Es ist bekannt geworden, dass sie überlebt hat und die Killer könnten schon auf den Weg hierher sein.“ erklärte Semir. „Oh mein Gott… das arme Kind. Kommen Sie!“ sagte der Doc nur und zog Semir mit über den langen Flur. „Sie liegt hier und hat derzeit nur ihre Oma bei sich. Wir denken dass sie in den nächsten drei Stunden wach wird und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann sie entlassen werden kann.“ erklärte der Arzt und öffnete die Tür. Sofort sah die alte Frau am Bett auf. „Doktor? Ist etwas passiert?“ fragte sie sofort ängstlich. „Nein… Hallo… wir kennen uns ja schon. Frau Wagner. Wir sind zum Schutz von Tamara da.“ Lächelte Ben ihr freundlich zu. „Ist sie denn in Gefahr?“ wollte die Oma wissen. Ben nickte. „Ja in sehr großer Gefahr. Aber wir werden sie beschützen.“ Versprach er. „Warum kann man das arme Kind denn nicht in Ruhe lassen. Sie hat doch nach dem Tod ihrer Eltern genug durchgemacht. Erst in diesem Kinderheim für schwer erziehbare Kinder, wo sie völlig fehl am Platze war und nun das hier.“ beklagte sich die Frau. Semir horchte sofort auf. „Das Heim von Weidmeyer?“ wollte er wissen „Ja.. es ist das einzige dieser Art. In einem Wald gelegen… aber das war bevor sie zu mir kam. Ich habe erst vor kurzem erfahren, dass sie den Unfall überlebt hatte. Da war sie schon zwei Monate in diesem Heim. Sie hatte sich so verändert. Sie war ängstlich geworden.“ Oma Wagner fing an zu weinen.

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  • Tamara wurde langsam wach und fühlte sich für sie sehr unverständlich wohl. Was war passiert? Sie konnte sich nicht erinnern. Was war mit ihr passiert? Sie hatte mit Mama und Papa den Unfall. Lag sie deshalb hier? Sie öffnete ein Auge und sah dass es tatsächlich ein Krankenzimmer war. Eines wie üblich im Krankenhaus, weiß gestrichene Wände… helle Gardine. Dann war alles in Ordnung. Sie lag im Krankenhaus. Tamara schloss wieder die Augen und atmete tief ein und aus. „Tami? ... hörst du mich?“ hörte sie eine Stimme die ihr sehr bekannt vorkam. „Oma…“ fragte sie leise. „Ja… mein Schatz… ich bin hier… ich bin hier bei dir…“ hörte sie die Stimme. „Oma….ich hab dich lieb…“ flüsterte Tamara leise. Sie öffnete langsam die Augen. Und genau in diesem Augenblick kam die Erinnerung. Die Toilette… die Männer… Sie hatte Angst… „Oma… ich hab Angst… diese Männer….sie tun mir weh!! Hilfe!!“ fing Tamara an zu weinen und zittern. „Ich bin hier… sieh mich an.. du bist in Sicherheit… Tami… sieh mich doch an... sieh mich an…“ redete ihre Oma auf sie ein. Tamara wagte den Kopf zu drehen. Sie sah ihre Oma an und fing an zu weinen.


    Semir und Ben sahen sich betreten an. Sie waren dabei, als das Mädchen erwachte und wie schlimm es war, als die Erinnerungen zurück kamen. „Tami… diese beiden Herren haben dich gefunden. Erinnerst du dich an sie?“ fragte Oma Wagner. Tamara sah auf und erkannte Ben. „Ja…“ hauchte das Mädchen. Semir tat einen Schritt auf das Bett zu. „Tamara… ich bin Semir. Wir haben dich gefunden als du…in der Toilette lagst. Hast du die Männer gesehen?“ wollte er wissen und versuchte so sanft wie möglich vorzugehen. Tamara nickte. „Ja… wo ist Bonney? Sie war doch auch da…“ wollte sie wissen. Dr. Weißberger betrat das Zimmer und hörte die Frage. Semir sah ihn an. Doch der Arzt, der wusste dass die Freundin tot war, schüttelte warnend den Kopf. „Das wissen wir leider nicht. Tamara… kanntest du einen der Männer die dir das angetan haben?“ wollte Semir weiter wissen. „Ja…“ nickte Tamara. „Sagst du mir den Namen?“ bat Semir weiter. „Geht er dann für immer ins Gefängnis?“ wollte Tamara wissen. „Für eine sehr lange Zeit, wenn wir wissen wer er ist.“ erklärte Semir nickend. In diesem Augenblick klingelte Bens Handy. Erschrocken sah er Semir an und auch der Blick des Arztes warnte ihn sofort. „Entschuldigung…“ murmelte er und verließ das Zimmer um den Balkon zu betreten. „Ja… Ben Jäger hier!“ meldete er sich. „Hier ist Janina… wenn ich Ihnen sage was los ist, können Sie mich dann beschützen?“ hörte er das Mädchen aus dem Heim fragen. „Ja… das kann ich. Janina wo bist du?“ wollte er wissen. „Ich bin bei Bernd. Er ist sehr nett zu mir und hat mir sein Telefon gegeben, damit ich Sie anrufen kann. Weidmeyer aus dem Heim hat Besuch von zwei Männern gehabt. Ich wollte nicht lauschen, aber Weidmeyer hat…. Ich meine er…“ stammelte das Mädchen. Ben verstand. Sein Verdacht war richtig. Der Erzieher verging sich an seine Schützlinge. „ich komme sofort. Bleib bitte im Haus und geh nicht raus. Ich werde dich abholen… okay?“ fragte er. „Ja.. ich warte hier.“ versprach Janina.

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  • Bernd sah sie an. „Weidmeyer? Wer ist das?“ wollte er wissen. „Er ist Erzieher im Heim, wo ich wohne. Leider nimmt er es mit „sich um uns kümmern“ zu ernst. Besonders bei den Mädchen…..“ kam leicht verächtlich von Janina. Bernd nickte. „Dann ist er es, für dessen Taten ich verdächtigt werde. Dieser Mistkerl bringt kleine Mädchen um…“ kam wütend von Bernd. In diesem Augenblick fuhr ein Auto vor. Janina sah aus dem Fenster und erschrak. „Das ist er!!! Das ist Weidmeyer!! Er will mich holen!!“ stieß sie ängstlich aus und versteckte sich hinter Bernd als die Tür aufging. „Janina… was soll das denn?“ tadelte der Erzieher das Mädchen. Bernd stellte sich schützen vor dem Kind. „Wer sind Sie?“ fragte er fordernd. „Ich bin Erzieher. Janina ist weg gelaufen. Ich hole sie zurück.“ Lächelte der Mann falsch. Bernd schüttelte den Kopf. „Sie werden sie nicht zurück holen. Sie hat mir alles erzählt. Sie sind ein Schwein, ihre Stellung auszunutzen und die Mädchen zu schänden!!“ schrie Bernd den Mann an. Weidmeyer lachte ihn nur an. „Sie machen sich strafbar…. Das Mädchen ist mein Eigentum und ich mag es überhaupt nicht, wenn man mir mein Spielzeug wegnimmt… das kann sehr böse enden…“ drohte er Bernd. „Janina… komm!!“ fauchte Weidmeyer das Mädchen an. „Nein… ich will nicht… bitte… lassen Sie mich. Ich habe alles gehört! Die Polizei kommt gleich her und wird Sie verhaften!!“ erklärte Janina weinend. Sie hatte große Angst vor diesem Mann. Weidmeyer sah sie an. „Du verdammte kleine miese Schlampe!!“ schrie er.


    Bernd stieß Weidmeyer von sich und Janina weg. Doch Weidmeyer wehrte sich und schlug zu. Er traf Bernd am Kinn und dieser ging benommen zu Boden. „NEIN!!!“ hörte er Janina schreien. Nur mit verschwommenem Blick sah er wie der Mann die Jugendliche aus dem Restaurant zerrte dann verlor er das Bewusstsein. „Hey… Herr Schaffner!! Hören Sie mich? Wo ist Janina? Wo ist sie?“ wurde er wachgerüttelt. „Ohhhh….“ Stöhnte er. „Herr Schaffner… wo ist Janina?“ wurde er erneut gefragt. Er sah sich die Person zu der die Stimme gehörte an. „Herr Jäger… Weidmeyer… er hat sie…mitgenommen…. Dieser Mistkerl…“ stieß er aus und fasste sich ans Kinn. „Ich konnte noch nie was ab…“ stöhnte er leise. „Soll ich einen Arzt rufen?“ wollte der Polizist wissen. „Kümmern Sie sich nicht um mich… finden Sie die Kleine….“ Stieß Bernd aus und schon war der Polizist verschwunden. Bernd zog sich langsam an der Theke hoch. „Dieser verdammte Mistkerl…“ stieß er aus und nahm einen Schluck aus der Flasche. Er hoffte inständig, dass der Polizist früh genug kam und das Mädchen retten konnte.

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  • Semir sah Tamara an. „Du weißt also ganz sicher, dass es dieser Mann ist?“ fragte er erstaunt als er Weidmeyers Bild gezeigt hatte. Tamara nickte. „dieses Gesicht werde ich wohl nie wieder vergessen können.“ sagte sie leise. Semir nickte. Er rief Kollegen die sich um die Sicherheit des Mädchens kümmern sollten. Tamara war binnen weniger Augenblicke das best bewachte Mädchen in Köln geworden. „ich werde mich jetzt um diesen Mann kümmern. Er wird weder dir noch sonst einem Mädchen je wieder etwas antun, das verspreche ich dir…“ sagte er leicht und in der Stimme war nur Wut zu hören. „Sie ist tot nicht wahr?“ stellte Tamara die Frage. Semir sah sie traurig an. „ja… wir konnten sie leider nicht retten.“ Nickte er leise. Er konnte dieses tapfere Mädchen nicht anlügen. Das war gegen seine Natur. Außerdem hielt er sie für stark genug, die Wahrheit zu ertragen. Tamara nickte nur. „Ich wusste es schon…“ sagte sie und weinte leise. Ihre Oma nahm sie in den Arm und drückte sie fest an sich. Semir verließ das Zimmer. Vor der Tür standen sechs Beamte. „Zwei gehen auf den Balkon, zwei hier vor der Tür und zwei werden im Zimmer aufpassen Niemand kommt an das Mädchen ran.“ befahl er. Die Beamten nickten nur.


    Ben ließ den Wagen vor dem Heim ausrollen. Der Wagen des Erziehers stand vor der Tür und somit war klar, dass sie hier waren. Bevor er jedoch ins Haus kam sah er Semirs Wagen ankommen. „Ach du auch hier?“ grinst er kurz und überprüfte im Laufen die Waffen. „Aufteilen oder zusammen?“ fragte er seinen Partner. „Zusammen…“ bestimmte Semir. Sie gingen gemeinsam auf das große Haus zu. „Wo ist die Verstärkung?“ wollte Ben wissen. „Unterwegs… die werden hier gleich mit großem Tamtam auftauchen. Bis dahin sollten wir Weidmeyer gefunden haben…“ grollte Semir wütend. „Ja vorher ist besser, der Kerl hat Janina in seiner Gewalt.“ Gab Ben bekannt. „Scheiße….“ stieß Semir nur aus. In diesem Augenblick kamen ein paar Mädchen die Treppe runter. Als sie die Beiden sahen, erschraken sie. „Wo ist Weidmeyer?“ wollte Ben wissen. „Im Keller….da hinten. Er hat Janina runter gebracht. Ich vermute sie wird eine Strafe bekommen. Dort unten wird man nur bestraft.“ Erklärte ein ca. 12jähriges Mädchen. Ben und Semir sahen sich an. „Ihr geht bitte alle nach draußen. Ist noch jemand oben?“ wollte Semir wissen. „nein… wir waren die Letzten. Es ist doch Essenzeit..“ erklärte ein anderes Mädchen. Semir lächelte nur kurz und ging dann mit Ben zur Kellertreppe. Er sah kurz zu den Kindern die in diesem Augenblick in den großen Saal verschwanden und nickte Ben zu. „Los…bevor es zu spät ist…“ sagte er und stieß die Tür auf.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
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  • „So du hast also alles gehört was?“ fragte Weidmeyer das Mädchen was vor ihm auf dem Boden kauerte. „Ich sage nichts.. bitte… lassen Sie mich doch in Ruhe… bitte..“ flehte Janina. Weidmeyer zog sie hoch. „Du gehörst mir. Ich habe einige Jahre in deine Erziehung gesteckt und gehörst nur mir ist das klar? Niemand wird dich retten. Auch dieser Typ von der Raststätte nicht.“ sagte Weidmeyer und stieß sie auf das Bett. „Nein… bitte nicht… bitte…“ weinte Janina und zog sich zusammen. Es kamen noch zwei Mann rein. Sie sahen lüstern auf das 16jähriges Mädchen. „zieht sie aus!“ befahl Weidmeyer. Die beiden Männer ließen sich das nicht zweimal sagen und machten sich ans Werk. Janina versuchte sie mit Tritten von sich zu halten, doch irgendwann waren die Männer an ihr dran. Stoff zerriss und Janina fing an zu weinen. Sie wehrte sich gegen die Männer und schrie um Hilfe. Weidmeyer sah höhnisch zu. Doch plötzlich wurde er zur Seite gestoßen. „Weg von dem Mädchen!!“ schrie plötzlich einer und ein Schuss fiel. Sofort waren die Männer erstarrt und sahen den an, der auf sie geschossen hatte. Sie hoben die Hände und grinsten. „willst du auch mal?“ fragte einer der Beiden. „Gerkhan, Kripo Autobahn… Sie sind alle verhaftet!“ kam von dem Mann. „Ein Bulle? Was willst du gegen uns allein ausrichten?“ lachte Weidmeyer. „Er ist nicht allein! Jeder der jetzt noch mit dem Ohr wackelt schluckt eine Kugel. Janina…! Komm zu mir!“ befahl ein zweiter Mann. Das Mädchen nickte, raffte ihre kaputten Sachen zusammen und bedeckte sich notdürftig und stellte sich hinter Ben Jäger. „Dir wird keiner was tun.“ versprach er und zog seine grüne Jacke aus. „Hier…“ sagte er nur und reichte sie nach hinten.


    Semir sah kurz zu Ben und nickte. „Okay.. alle an die Wand und abstützten! Beine auseinander!“ forderte er die Drei auf. Ben brachte nachdem alle brav an der Wand standen Janina raus. Er hoffte sehr, das Semir mit den Dreien allein fertig wurde. „Für die Taten werden Sie für immer hinter Gitter verschwinden, das kann ich Ihnen schon jetzt versichern.“ hörte er Semir sagen. „Komm… ich bring dich weg hier..“ redete er auf Janina ein, die nur noch weinte. „Ich habe gehört, wie er von Mord sprach. Wie er von einem Mädchen sprach, das überlebt hat. Ist es wirklich so?“ fragte sie schluchzend. Ben nickte. „Ja leider…“ komm.“ Sagte er und legte gedankenlos den Arm um sie. Sofort zuckte sie zusammen. „Oh… entschuldige… ich wollte dich nicht… also… ich meine…“ stammelte Ben selbst fassungslos über sein Handeln. Janina nickte „Schon gut… ich… es sind nur…“ erklärte sie. Ben verstand es sehr gut. In diesem Augenblick hörte er Semir aufschreien. „Versteck dich!“ befahl er Janina und sie rannte die Treppe hoch. Ben rannte zurück zu Semir.

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