Big Boys



  • Banner by Michi (NCIS-Forum) ich danke dir!



    Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit
    in einer Welt in der nichts sicher scheint



    Silbermond - irgendwas bleibt



    März - der Frühling stand bereits vor der Tür. Die Gefühle begannen zu kochen und es wurden immer mehr Paare in den Parks und Restaurants gesichtet. Die Liebe begann wieder zu wirken. Es war in der Luft spürbar. Auch Semir Gerkhan bemerkte es. Er und seine Frau hatten beinahe den zweiten Frühling und benahmen sich teilweise wie Teenager. Nichts konnte seine Laune trüben. Wirklich nichts! Nicht einmal Ben, der neben ihm sass und angepisst aus dem Fenster starrte. Die Sonne begann gerade aufzugehen und die Sternen sagten für diesen Tag Lebewohl. Nur der Mond sah man noch schwach und klein am Horizont. Vögel kehrten aus dem Süden zurück und füllten die Luft mit Gesang und Heiterkeit.



    "Nun sei doch kein Maulesel Ben!" sagte Semir und schlug seinem Kollegen auf den Oberschenkel. Doch Ben dachte nicht daran, glücklich zu sein. Er wurde zu früh aus dem Schlaf gerissen. Seine acht Stunden Schlaf konnte er nicht einhalten! Er gab nur einen kleinen Grummler von sich und fixierte seinen Blick auf die Leitplanke. Semir verdrehte die Augen. "Mensch Ben, ich habe es mir auch nicht ausgesucht! Krüger hat uns die Schicht aufgebrummt und..."
    "...hat damit bei mir gleich Minuspunkte gemacht!" keifte Ben und verschränkte die Arme. "Jetzt stell dich doch nicht so an. Es ist noch niemand an zu wenig Schlaf gestorben!"
    "Da werde ich dafür sorgen, dass ich der Erste bin. Und drehe es so, dass die Kuh ein Motiv hatte, mich umzubringen! Nämlich, dass ich nicht nach ihrer Pfeife tanze!" Semir grinste. "Mag sein, du tanzt ja nicht mal nach meiner!" bemerkte er mit Sarkasmus in der Stimme und Ben pfiff durch die Nase. Doch er erwiderte nichts. Er hielt sich am Kopf und kniff die Augen zusammen. "Kater?" fragte Semir und Ben schüttelte mit dem Kopf, was er aber gleich wieder bereute.



    "Haben wir alles?" Inge sah zu ihrem Handlanger und nickte. "Also, wir werden es über die Grenze schmuggeln! Unauffällig." Der Junge Mann nickte und schlug den Kofferraum des VW-Buses zu. "Wir werden reich sein!" Ingrid, eine Frau in den Fünfzigern, umarmte ihren rund zwanzig Jahre jüngeren Freund und küsste ihn auf den Mund. "Und niemand wird uns das wegnehmen können! Ach Severine, unsere Zukunft wird traumhaft!" Severine nickte mit einem Lächeln und öffnete die Tür für den Beifahrer. "Ich darf bitten?" Inge nickte und stieg ein. Nochmal sahen sie sich verliebt an und dann stieg auch der junge Mann ein. Er steckte den Schlüssel und zündete den Motor. "Dann lass uns reich werden Baby! Wie Bonnie und Clyde!"




    "Ich ging gestern, nach unserem Treffen, gleich ins Bett. Als ich heute aufwachte, hatte ich die Kopfschmerzen. Das hat man davon, wenn man zuwenig schläft!" Semir reckte zu Ben rüber und öffnete das Handschuhfach. Er nahm eine grün..weisse Packung hervor und gab sie seinem Partner. "Aspirin! Das Pulver zum Schlucken!" Ben sah mit einer hochgezogenen Augenbraue die Arznei an. "Nun nimm schon. Ich habe keinen Bock, deine Jammerei anzuhören. Dafür ist der Tag zu schön!" Ben zuckte mit den Achseln, nahm eines der Tütchen hervor, öffnete es und kippte sich das metall-schmeckende Medikament in den Mund. "Boah Igitt!" stiess er hervor und warf den Müll einfach auf den Boden. Doch Semir beherrschte sich Langsam sollte er seinen Partner kennen. In Sachen Ordnung, war er einfach unverbesserlich.




    "Fahr nicht so schnell!" mahnte Inge und zeigte auf den Tachometer. "Wir haben über 160 drauf! Hier sind aber nur 120 erlaubt!" Severine zuckt emit den Achseln und trat noch spitzbubenhaft aufs Pedal. "Es kann mir nicht schnell genug sein Baby", erwiderte er nur und und sofort beschleunigte sich der Wagen. "Du bist verrückt!" zischte Inge und deutete auf den Kofferaum. "Du hast die Big Boys gehört! Die Ware muss sauber nach Holland kommen!" Doch Severine machte keine Anstalten, langsamer zu fahren. Er blieb frech einfach auf dem gleichen Tempo. Dabei überholten sie einen silbernen BMW!"




    "Hey!" demonstrierten Ben und Semir, als ein VW-Bus sie überholte. In zu hoher Geschwindigkeit. "Der ist bestimmt getunt!" meinte Ben und liess die Sirene an. Dann öffnete er das Fenster und streckte die Kelle hinaus. "Los Partner! Drück auf die Tube!" Semir nickte und trat aufs Pedal. Sie kamen auf Höhe des Fensters. Ben lehnte sich heraus und streckte der Beifahrerin die Kelle ans Fenster. "Scheisse!" zischte sie und Severine deutete auf das Handschuhfach. Inge öffnete und sah eine Waffe. "Schiess ihnen in die Reifen! Wir haben keine Zeit für Kapriolen!" Sie nickte, öffnete das Fenster und schoss. Daneben. Die Kugel prallte in den Asphalt und Ben zuckte auf. "Hey!" schrie er und zückte seine Waffe hervor. Die Reifen! Dort musste er zielen. Er schoss und traff. Der Gummireifen zeriss in hundert Teile und der Wagen geriet ins Schleudern. Und prallte in einen kleineren. Dieser überschlug sich und die Massenkarambolasche war vorprogrammiert. Semir sah Ben an. Dieser kam zurück ins Auto und sah durch die Scheibe. "Brems! Semir Brems!" schrie er und Semir erblickte einen LKW, der vor ihnen zu brennen begann. "Scheisse!" Semir trat die Bremse durch und kurz vor dem LKW, blieb der Wagen stehen. Doch dann explodierte das riesen Gefährt. Die Druckwelle erfasste den BMW und schleuderte ihn durch die Luft, bis er schlussendlich stehen blieb. Mit Dellen, Kratzern und kaputten Scheiben.



    "Fuck", keuchte Ben und kroch aus dem Wagen, nachdem er sich vom Gurt befreiten konnte. Der Wagen landete auf dem Dach und so hörte er, wie Semir nach unten plumpste, nachdem auch er sich losreissen konnte. Ben sah sich das Chaos an. Zitternd stand er auf und stützte sich auf den Knien auf, um wieder Luft zu bekommen. Semir gesellte sich neben ihn. "Warum, warum müssen meine schönen morgenden immer so enden?"


    "Soll ich dir was positives dabei sagen?" fragte Ben und Semir nickte. "Meine Kopfschmerzen sind weg!"

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
    Semir: Alex...
    Alex: WAS?!
    Semir: Ich hab dich lieb...
    Alex: Ja schönen Dank auch!

  • "Na ganz toll", murmelte Semir und er lief zusammen mit Ben zu dem VW-Bus, der sie angegriffen hatte. Inzwischen war die Verstärkung, die sie nach dem Unfall gerufen hatten angekommen und die Leute der KTU angekommen. Sie blickten in die Fahrerkabine. Beide Personen befanden sich noch darin. Beide blutüberströmt. Semir und Ben fühlten je bei einem den Puls. "Die Frau ist tot", murmelte Ben und Semir seufzte. "Unser Raser hier ebenfalls", ergänzte er und Ben ging Richtung Kofferraum. Er zog sich ein paar Einweghandschuhe über und öffnete den Verstauraum für's Gepäck. Er pfiff laut und rief Semir zu sich. "Sieh dir das mal an!" Semir zog ebenfalls die Handschuhe an und ging dann zu Ben. Und was er da sah, konnte er kaum glauben. Heroin! Eine ganze Ladung Heroin. "Ach du grüne Neune!" stiess er hervor und nahm eines, der verpackten Päckchen in die Hand. "Die sind gut ein Kilo schwer!" Ben überblickte den Laderaum. "Und davon hat es sicher gut hundert", dachte er laut und Semir nickte. So eine grosse Ladung, hatten Beide noch nie gesehen. "Is' einfach irre!" stiess Semir verblüfft aus und Ben zuckte mit den Achseln. "Es gibt immer ein erstes Mal", kommentierte er trocken und stieg in den Laderaum. "Als Kind wollte ich immer einen VW-Bus", begann er und Semir zog eine Augenbraue hoch, "na überleg mal, Freiheit, Flowerpower!"
    "Für einen Hippie bist du über zehn Jahre zu spät geboren mein Lieber!" kommentierte Semir trocken und folgte ihm. Alles war mit diesen Päckchen gefüllt. Ben bemerkte eine Kiste und einen Brief, der darauf geklebt war. "Semir?" Der Ältere ging zu seinem Partner.




    "Guck mal." Semir nahm den Brief und öffnete ihn, während Ben die Kiste aufbrach. "Sag mal Semir", begann Ben dann und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, "willst du nicht in Frührente gehen?" Zuerst begriff Semir nicht und beugte sich über Ben. Lauter Hunderter zusammengebunden in einer Kiste. "Das wird ja immer besser." Ben nahm einen der Bündel hervor, blätterte sie durch und roch kurz daran. "Die sind noch frisch", murmelte er und nahm einer der Scheine aus dem Bündel und hielt sie gegens Licht. "Kein Wasserzeichen!"
    "Das war's mit Frührente", scherzte Semir und nahm selbst den Geldschein in die Hand. "Tatsächlich!" Dann öffnete er den Brief und las laut vor. "Werte Mitglieder", begann er und richtete so Bens Aufmerksamkeit auf sich, "eure Mühe sollt belohnt werden. Bringt das Material nach Holland und öffnet, wenn ihr die Ware übergeben habt, die Kiste. Der Inhalt wird euch froh locken. Eure Big Boys." Ben zog eine Augenbraue hoch. "Wahnsinn, alles Blüten, damit kann ich mir natürlich jeden Wunsch erfüllen", sagte er ironisch und legte das Bündel zurück. "Jedenfalls wissen wir, dass die das nicht alleine geplant haben." Semir gab Ben den Brief zum Nachlesen und dieser zuckte mit den Achseln. "Na toll. Ein kleines Verbrechersyndikat am Montag Morgen. Und was gibt es zum Mittag?" Semir wollte gerade antworten, als sein Handy klingelte. Er nahm ab. "Semir Gerkhan?" begrüsste er den Anrufer und sein Gesicht verzog sich zu einer wehleidigen Miene. "Frau Krüger? Ja, Hotte und Dieter hat sie informiert!" Ben stöhnte und ging aus dem Laderaum. "Sehr gut. Natürlich werden sie, wenn wir den Fall gelöst haben, einen detailierten Bericht auf dem Schreibtisch haben. Ja, wünsche ich Ihnen auch." Mit einem Seufzer hängte er auf und sprang aus dem Wagen.




    "Was wollte die Hexe nun wieder?" zischte Ben und Semir sah ihn böse an. "Wir sollen uns einfach gut um den Fall kümmern, Details liefern und den Bericht Ordnungsgemäss abgeben." Ben rollte die Augen. "Wie lange will uns die Frau noch kontrollieren? Die ist ja schlimmer wie die Engelhardt!" Semir schlug Ben kurz auf die Schulter. "Sie hat gerade erst angefangen. Darf ich dich erinnern, wer mich als Arschloch bezeichnet hat?" Ben zog eine unschuldige Miene. "Damit meinst du nicht mich oder?" scherzte er und Semir wollte ihm gleich wieder eine verpassen. "Jedenfalls müssen wir herausfinden, wer diese Big Boys sind, ansonsten kommen wir nicht weiter!"

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
    Semir: Alex...
    Alex: WAS?!
    Semir: Ich hab dich lieb...
    Alex: Ja schönen Dank auch!

  • Semir ging auf den BMW zu und musste ab Bens mürrischer Miene grinsen. Es war einfach eine Ironie, denn zuerst war sein junger Partner begeistert von der neuen Direktorin, bis diese einfach zeigte, dass sie Ben nicht jeden Streich und Fehler durchgehen liess. Seitdem schmollte er bei ihrem Namen. Semir fand es einfach gut, dass sie seinen Partner ein wenig bremste. Auch wenn er Bens Enthusiasmus sehr mochte, manchmal war er einfach zu motiviert und Semir wusste, welch furchtbare Folgen sowas haben konnte.
    "Ich schlage vor, wir finden erst mal heraus, wer unsere Opfer ist", murmelte Semir und blickte auf die Beiden Ausweise in der Plastiktüte. Ben nickte und nahm die Tüte entgegen. "Glaubst du, die waren ein Paar?" Semir sah Ben, nach dieser gestellten Frage an. "Wieso nicht?" fragte der Deutschtürke zurück und Ben fröstelte es. "Sei mir nicht Böse aber...dieser Altersunterschied?"
    "Wenn das so ist, trenne ich mich von dir", scherzte Semir gespielt beleidigt und Ben verpasste ihm eine auf die Schulter. "Seit wir sind wir ein Paar?" Semir sagte nichts und startete den Motor. Diesen Satz, konnte man so stehen lassen.Einfach Schweigen.


    "Herzlich Willkommen bei den Nachrichten", die gutaussehende Journalistin sass in ihrem geschnieckelten Anzug an ihrem Tisch und blickt freundlich in die Kamera. Ihr langes, blondes Haar kräuselte sich und fiel elegant auf den Nacken. Ihre blauen Augen forderten die Zuschauer nur so auf, am Bildschirm zu bleiben. Und Thorsten klebte nur so förmlich am Gerät. Er liebte diese Frau abgöttisch! Dieser wohlgeformte Körper, die Augen ihr Gesicht, einfach alles. Und nun, da sie seit neustem diesen HD-Fernseher hatten, war sie im wahrsten Sinne des Wortes noch "schärfer". Sie hob ein Blatt Papier und setzte zum Sprechen an. Sie berichtete über eine Massenkarambolasche in Köln, die nach einer Verfolgungsjagd entstanden war. Thorsten erblickt einen VW-Bus. Eine Amateuraufnahme, doch er erkannte das Auto sofort. "Jürgen!" schrie er und ein bärtiger, leiblicher Mann kam auf ihn zu. "Sieh' doch!" Jürgen setzte sich neben Thorsten und blickte zum Bildschirm. "Scheisse, die Ware!" Der Mann ging zum Telefon und wählte eine Nummer. "Jelle? Hier Thorsten! Die Sache ist geplatzt, die Bullen haben sie erwischt! Ja, sofort Besammlung!" Er schlug den Höhrer auf die Station.



    Semir ging mit zwei Kaffees ins Büro, wo Ben schon über einer Akte hing. "Konntest du schon jemanden ausfindig machen?" fragte Semir neugierig und Ben nickte. "Die Frau heisst Inge Nieder. 54 Jahre alt. Schon zwei Mal wegen Drogenmissbrauch bestraft worden. Ihr Bewährungshelfer sagte aber, sie seie seit Monaten clean." Er übergab Semir die Akte und dieser blätterte sie durch. "Das kann gut sein. Wir haben ja nur ein paar Kilo Heroin gefunden. Ungebraucht. Nun ja, genaueres wird uns der Gerichtsmediziner sagen können!" Ben nickte zustimmend und nahm seinen Becher Kaffee.

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
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  • Der Gerichtsmediziner erwartete die Polizisten bereits und begrüsste sie mit einem Lächeln. "Und ich habe geglaubt, ihr kommt gar nicht mehr", scherzte er und Ben konnte sich ab dem flauen Witz nur ein schwaches Lächeln abringen. "Kommen wir zuerst zu eurer Frau", begann er dann ein wenig räuspernd und hob das Laken. Ben drehte sich wieder weg. Wie er den Anblick von schneeweissen Toten doch hasste! "Beide starben durch innere Blutungen! Das kann ich schon mal vorweg sagen, bei der Frau fand ich alte Spuren von Drogen."
    "Wie alt?" fragte Ben nach und der Doc zuckte mit den Achseln. "Mindestens vier Monate. Sie waren kaum noch zu erkennen!" Semir und Ben sahen sich an. Also stimmte das, was der Bewährungshelfer gesagt hatte. "Und bei dem Kerl?" Der Gerichtsmediziner schüttelte auf Bens Frage mit dem Kopf. "Rein gar nichts!" fügte er noch seiner Geste hinzu und Ben verschränkte die Arme. "Hast du noch was?" Der Doc nickte und hob das Laken. "Die Frau hat auf ihrem Schlüsselbein ein seltsames Tattoo. Ich habe es fotografiert, damit ihr es besser ansehen könnt!" Er wies auf einen leeren Seziertisch und Ben nahm das Foto dann. Es zeigte eine Fee - jedoch nicht so, wie man es kannte. Die Fee bestand nur noch aus Knochen. "Liebreizend", bemerkte Ben sarkastisch und gab Semir das Foto. "Allerdings", murmelte dieser und nickte dann zum Doc. "Danke dir!" Mit diesen Worten verliessen sie den Raum.


    Jelle Remy, 35 Jahre alt, ging auf ein Penthouse, ein wenig abgelegen von Köln, zu und klopfte. Jürgen öffnete. "Gut dass du gekommen bist!" atmete er erleichtert aus und liess seinen Besucher herein. "Sie wurden entdeckt. Die Lieferung wurde beschlagnahmt!" Jelle beruhigte Jürgen erstmal und setzte sich neben dem jungen Mann auf die Couch. "Nun mal ganz ruhig!" sagte er dann noch einmal und Thorsten pflichtete ihm bei. "Was sollen wir dann machen?" fragte Jürgen gar ein wenig panisch und Jelle nahm aus seiner Brusttasche eine Zigarette. Er hielt die Flamme des Feuerzeuges an das Ende, bis dieses kirschrot leuchtete. Er inhalierte kurz und sagte dann: "Wir werden uns die Ware zurückholen!" Er blies den Rauch aus und Jürgen sah ihn entsetzt an. "Du spinnst wohl?" fragte er entsetzt. "Nicht die Bohne. Ich werde unsere Leute anrufen, ausserdem habe ich ein Ass im Ärmel!"


    Ben und Semir begaben sich wieder ins Büro und sahen das Tattoo an. "Ich warne dich", begann Semir und deutete auf Bens Trivialtattoo am Oberarm, "komm mir ja nicht mit so einem grausigen Ding!" Ben grinste frech. "Nun ja, das Motiv ist doch, im rechten Winkel betrachtet, gar nicht so schlecht!" Semir verpasste Ben eine Kopfnuss und dieser konnte nur frech Lachen. "Jedenfalls, denke ich nicht, dass dieses Tattoo einfach nur so gemacht wurde. Für eine Frau dieses Alters, ist das Tattoo doch ein bisschen zu Jugendhaft."

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
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  • Ben klickte sich durch etliche Tattoowebsiten und seufzte, als er schliesslich doch die "gelben Seiten" hervorholen musste, um ein Tattoostudio zu finden, dass vielleicht keine Webpräsenz hatte. "Immer noch nichts?" fragte Semir, der nach Hinterbliebenen der Opfer forschte. "Nein - keiner hat in seiner Internetpräsenz ein solches Tattoo angepriesen. Also habe ich denen eine Mail geschrieben und suche nun Studios die keine Webseite haben!" Semir sah sich die Akte der älteren Frau an und stöhnte. "Nichts! Keine Verwandte, keine Freunde! Ausser ihrem Drogenhandel ist nichts über sie bekannt!" Ben blätterte im Buch herum und zuckte mit den Achseln. "Hast du schon was von Hartmut gehört?" Semir schüttelte mit dem Kopf. "Er ist ja aber auch noch dabei, die Drogen sicher ins KTU zu bringen! Ich habe nämlich das dumpfe Gefühl, dass die ihren Stoff wieder haben wollen." "Du meinst die, die sie angestiftet haben?" Semir nickte auf Bens Frage. "Kann gut sein. Das war ja eine beachtliche Menge!" Semir lachte auf. "Beachtlich ist gut, ich habe noch nie so viel Koks auf einmal gesehen!" Ben konnte nur zustimmen.


    Hartmut wies seinen Leute die Aufgabe zu und half auch selbst mit, die Mengen an Drogen im abgesperrten Keller zu transportieren. Der Raum wurde mit dem Ächzen der Leute erfüllt doch konnte die Menge sicher verstaut werden. "Gute Arbeit Jungs!" lobte Hartmut und liess die Leute in die Kaffeepause gehen. Sie hatten es sich redlich verdient. Den Raum sicher abschliessen, dass konnte er noch alleine. Doch hinter ihm stand noch jemand. "Nicht abschliessen Hartmut!" zischte die Person und der Rothaarige drehte sich um. "Jensen! Gott, hast du mich erschreckt! Hast du noch was im Raum liegen lassen?" Jensen schüttelte mit dem Kopf und hielt Hartmut ein Messer an die Kehle. "Gib' mir die Drogen, oder du wirst es bereuen!" Hartmuts Augen rissen sich ins unermessliche auf. "Niemals!" stiess er jedoch mutig hervor und das Messer näherte sich dem Hals immer mehr. "Aufmachen Hartmut!" "Nein!" Jensen zog das Messer über den Hals und sofort strömte Blut aus Hartmuts Kehle. Jensen wollte den Raum aufmachen, als ein Streifenpolizist gerade im rechten Moment kam, er konnte Jensen dingfest machen und rief sofort einen Krankenwagen.


    Ben sah auf, als ein leises Pling, die Boxen seines PC's verliessen. "Sieh' mal einer an!" sagte er und öffnete die Mail, die durch dieses Pling angekündigt worden war. "Eines der Tattoostudios hat mir geschrieben! Sie könnten sich noch genau an das Tattoo und die Frau erinnern!" Semir sprang auf und ging zu Ben. "Es war eine ganze Gruppe, die das stechen liess. Sie hätten am Nachmittag totalen Stress gehabt. Sie werden uns eine Liste mit den Kunden schicken, die dieses Tattoo haben stechen lassen!" "Sehr kooperativ!" lobte Semir und Ben nickte zustimmend. Beide sahen auf, als Semirs Telefon läutete. "Erwartest du einen Anruf?" fragte Ben verwundert und Semir schüttelte mit dem Kopf. "Eigentlich nicht", murmelte er und nahm am. "Kripo Autobahn Gerkhan?" begrüsste er seinen Anrufer und sein Gesicht wurde dunkel. Als er aufhängte schnappte er sich seine Jacke. "Wir müssen sofort ins Krankenhaus!" verkündete er und Ben sah ihn fragend an. "Wieso dass denn?" "Hartmut wurde angegriffen!" Ben nahm bei diesem Satz sofort die Jacke und ging mit Semir aus der PAST.

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
    Semir: Alex...
    Alex: WAS?!
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    Alex: Ja schönen Dank auch!

  • Ben und Semir rannten in das Krankenhaus und liefen sofort zum Empfang. "Ja bitte?" fragte die ältere Krankenschwester ein wenig überrumpelt und Semir holte tief Luft. "Gerkhan und Jäger, Kripo Autobahn. Ein gewisser Hartmut Freund wurde eingeliefert!" Die Schwester schnippste mit den Fingern. "Ja meine Herren! Er hatte Glück! Die Schnittwunde war nicht sonderlich tief. Es sah schlimmer aus als es ist!" Semir und Ben atmeten auf. "Ist er wach?" fragte der Jüngere dann und die Schwester nickte. "Allerdings ist er noch schwach. Der Schock war beinahe grösser als die Verletzung!" "Kann ich verstehen", funkte Ben der Schwester ins Wort und diese funkelte ihn böse an. "Er ist im vierten Stock. Zimmer 402. Wir werden ihn noch einige Tage zur Beobachtung hierbehalten!" Sie nickten dankend und nahmen den Aufzug in den vierten Stock. Zwei Mal sahen sie sich um, bis sie das Zimmer fanden. Ben klopfte an. "Ja Bitte?" fragte eine heiserne Stimme und die Zwei betraten das Zimmer. Hartmut lag, aufrecht, in seinem Bett und lächelte, als er seine Kollegen sah. Um den Hals war ein Verband und man hatte ihm eine Infusion gelegt. "Hey Kumpel", begrüsste Ben Hartmut und nahm sich einen Stuhl. Hartmut seufzte. "Das war echt ein Albtraum!"


    "Kannst du uns schon erzählen, was geschehen ist?" fragte Semir vorsichtig und Hartmut nickte. "Sicherlich!" sagte er bestimmt und Semir grinste - dass war der Hartmut, den er kannte. Der schwach aussehende Rothaarige richtete sich auf. "Also, wir waren damit fertig, die Ware in den grossen, abschliessbaren Raum zu bringen. Ich drehte mich um und sah diesen Jensen, er kam auf mich zu, packte mich und forderte mich auf, den Raum zu öffnen. Dabei hielt er mir eben das Messer an die Kehle", bei diesem Satz hielt sich Hartmut an der Wunde und schluckte kurz, "jedenfalls, weigerte ich mich, den Raum wieder zu öffnen weil ich ahnte, was wer vorhatte. Als er mich nochmals aufforderte und ich wieder verneinte, weiss ich nur noch, wie ich einen feuerheissen Schmerz spürte. Etwas warmes über meine Haut hinunterlaufen fühlte und dann wurde ich bewusstlos." Ben nickte und hatte sich alles notiert. "Das heisst er über dich an die Drogen!" Hartmut nickte leicht auf Semirs Vermutung. "Was ist eigentlich mit Jensen?" Ben lächelte. "Er wurde in U-Haft gesteckt. Wir haben vor, ihn nach dem Besuch zu verhören!" "Dann mal schnell los", forderte der Rothaarige auf, "macht dieses Schwein dingfest!"


    Gesagt getan. Nach Hartmuts Besuch befanden sich Semir und Ben im Verhörraum, wo Jensen nervös auf seinem Stuhl hin und her wippte. "Sieh an", begann Ben und öffnete Jensens Akte, "ein kleiner Zappelphillip!" Er setzte sich und begann, unter Semirs wachsamen Augen, das Verhör. "Sie sind also KTU-Mitarbeiter. Oder, besser ich ergänze das, sie sind KTU-Mitarbeiter gewesen." Jensen zischte kurz, doch Ben liess sich davon nicht beeindrucken. "Wie ich sehe, waren Sie nie auffällig. Ein Arbeiter der zufriedenstellte. Wieso dann, diese Umstellung?" Jensen sagte nichts und starrte Ben nur mit gehässigen Augen an. "Wissen Sie was ich eigentlich gemein finde", begann Ben dann und lehnte sich zurück, "ich meine, Sie machen die Drecksarbeit für Jemanden und müssen dann auch noch für den in den Knast. Nicht fair, finde ich!" Jensen schoss hoch. "Ich habe gar nichts gemacht!" schrie er und Ben zog eine Augenbraue hoch. "Erstmal setzten Sie sich wieder, dann erklären Sie mir doch bitte, wie unser KTU-Leiter Herr Freund, dann ins Krankenhaus gekommen ist?" Jensen schluckte. "Nun gut, Sie haben gesagt, ich soll die Drogen zurückholen?" Semir kam langsam aus der Dunkelheit. "Sie?" fragte er und Jensen nickte. "Die "Skeletonfairies!"" murmelte Jensen mit Ehrfurcht und die Beiden Autobahnpolizisten sahen sich an.

    Semir: Du blutest übrigens!
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    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
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  • "Skeletonfairies", murmelte Semir und verschränkte die Arme, nachdem sie Jensen wieder in die U-Haft gesteckt hatten und zum Büro liefen. "Skelettfeen", übersetzte Ben und Semir schüttelte mit dem Kopf. "Was die Gangs sich immer für Namen einfallen lassen", murmelte er ein wenig verwirrt und Ben musste lächeln. Sie betraten das Büro und setzten sich an ihre Schreibtische. "Also wir haben eine Drogengang, massenweise Drogen, zwei Tote und Hartmut im Krankenhaus. Die Pointe bitte", forderte Ben auf und Semir lieferte diese sofort, "wir stehen total im Wald!" Ben nickte zustimmend. "Wir stehen im Wald", wiederholte er und stützte seinen Kopf auf einer Hand ab. "Ganz toll", murmelte Semir und liess seinen Kopf auf die Tischplatte knallen. "Ich hasse Montage!" wimmerte er dann und Ben zog ein mitleindendes Gesicht. "Nun krieg dich wieder ein Semir! Bisher haben wir noch alles gelöst!" munterte Ben ihn auf und Semir seufzte. "Ich sehe einfach meinen schönen Abend flöten gehen! Ich hatte noch was mit Andrea vereinbart!" Ben zuckte mit den Achseln. "Da gehst du auch hin!", sagte er bestimmt und Semir sah auf. "Ich werde am Abend weiterarbeiten! Ausserdem haben wir noch gar nichts von der KTU und dass kann, jetzt wo Hartmut im Krankenhaus ist, noch dauern!" Semir nickte zustimmend. "Meinetwegen", gab er nach und lächelte. "Braver Junge!" Ben sah auf die Uhr. "Ist ja schon beinahe Mittag! Wer war dran mit Essen holen?" Semir zeigte nach hinten. "Dieter und Hotte!"


    Genau in diesem Moment öffnete sich die Türe und Hotte kam mit einer Plastiktüte herein. "Essenszeit Freunde!" jauchzte er und überreichte Semir den Sack. "Also, für dich habe ich Farafel mitgebracht und für Ben eine Portion Pommes mit Cheeseburger!" Semir gab Ben seine Sachen und dieser nickte dankend. "Ich hab' einen Mordshunger!"musste er dann noch mitteilen, bevor er in den Cheeseburger biss. "Ist nicht zu ignorieren!" meinte Semir bissig und Ben zog bloss eine Augenbraue hoch. "So, dann wünsche ich einen guten Appentit!" wünschte Hotte und vernahm noch von Semir und Ben ein lautes "Danke" bevor er aus dem Raum ging.
    Semir und Ben genossen ihre Mahlzeit. Seit dem Unfall, also seit früh Morgens, hatten sie nichts mehr gegessen. Besonders Ben, biss gierig in sein Essen und schlang es beinahe herunter. "Nun mal langsam, es nimmt dir niemand weg!" meinte Semir mit einem Grinsen und Ben spielte einen Spion! "Wer weiss", säuselte er mit rauchiger Stimme und Semir musste lachen.


    "Es hat nicht geklappt?" schrie Jelle in das Handy und lief nervös in seinem Zimmer umher. Sie hatten Jensen. Sein Sprachrohr in der KTU. "Verdammte Scheisse! Scheisse verdammt noch mal!" zischte er immer wieder und setzte sich dann aufs Bett. Er verschränkte die Arme und liess sich auf die Matratze fallen. "Das ist doch ein grosser Mist! Wie soll ich bloss wieder an die Sachen kommen?" fragte er sich und hatte dann eine geniale Idee.

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
    Semir: Alex...
    Alex: WAS?!
    Semir: Ich hab dich lieb...
    Alex: Ja schönen Dank auch!

  • Jelle ging zu Jürgen und Thorsten. "Ich brauche einer der beiden ermittelnden Autobahnpolizisten!" sagte er knapp und Thorsten hob die Augenbraue. "Und wie sollen wir das anstellen?" fragte er ein wenig verwirrt und drehte sich um, so dass er seinem Boss in die Augen gucken konnte. "Was weiss ich, ihr seit die Kerle für's Grobe!" winkte der Belgier ab und verliess wieder das Büro.
    "Am Besten ist es", begann Jürgen und zog seinen Laptop aus der Tasche, "dass wir mal etwas über die Beiden rausfinden." Mit Leichtigkeit hakte er sich in das System der Autobahnpolizei ein und fand etwas heraus. "Gerkhan und Jäger. Ersterer Vater einer Tochter und verheirater, der Andere ledig. "Wir brauchen einen, damit wir in die KTU, kommen!" drängte Thorsten und Jürgen lächelte. "Ich denke, wir werden uns diesen Kanaken vornehmen! Ein paar falsche Drohungen, und er erzählt uns alles!" Thorsten zog eine Augenbraue hoch. "Ich weiss nicht. Der Typ ist jahrelang schon Bulle! Was wenn er darauf nicht reinfällt!" Jürgen lächelte. "Er wird darauf reinfallen, verlass dich drauf!" sagte er mit diabolischem Lächeln und zog aus einer Schublade eine Pistole. "Wir werden nämlich nicht mit seiner Familie prahlen, sondern nehmen auch gerade seinen Partner mit! Da kann er schlecht nein sagen! Wir sind noch von den Fairies übrig Thorsten! Wir müssen den Kodex erhalten!" Der Jüngere der Beiden nickte und zog auch seine Waffe aus der Schublade.


    Semir und Ben besuchten noch den Tattoowierer, der die Gruppe betreut hatte. Ben musste sich zusammenreissen, um nicht laut loszulachen. Es war eine zierliche Frau, mit Bluse, hochgesteckter Frisur und keinerlei Piercings. Nur eine Rose, war an ihrem Handgelenk zu erkennen. Semirs Maul stand weit offen. Irgendwie hatte er sich Betreiber solcher Geschäfte, anders vorgestellt. "Schön dass sie uns helfen", begann Ben und schüttelte der Frau die Hand. "Das ist doch selbstverständlich! Es kam schon öfters vor, dass die Polizei uns anfragt. Anscheinend neigen unsere Kunden dazu, Verbrechen zu begehen", meinte sie betrübt und lächelte. "Mein Name ist im übrigen Ashanti Meier!" "Gerkhan und Jäger", kam Semir endlich wieder zu Wort und Ben rollte mit den Augen. "Kommen Sie doch zu unserer Privatküche, dort können wir ungestört reden!" Sie nickten dankend und folgten ihr. Der Raum war wirklich klein und eng. Doch man fand sich zurecht. "Kann ich Ihnen was anbieten?" fragte sie freundlich und Semir fragte nach einem Kaffee, da er noch keinen hatte. Ben wollte nur ein Glas Wasser. Semir nahm die Leichenfotos von den Unfallfahrern hervor. "Waren diese Beiden dabei?" Sie nickte. "Wie schon in der Mail erwähnt, kann ich mich noch gut an sie erinnern", sie wies auf Inge Nieder, "sie fluchte nämlich nur die ganze Zeit. Ob es nicht schneller ginge, ich hätte keine Erfahrung..und so weiter und so fort! Ich war kurz davor sie rauszuschmeissen! Mit meiner jahrenlangen Erfahrung musste ich mir so was nicht anhören!"


    Semir und Ben sahen sich verwundert an. "Verzeihen Sie die Frage", begann Ben und holte nochmal Luft, "wie alt sind Sie?" Ashanti lachte. "Sie müssen nicht so schüchtern fragen, ich habe keine Probleme damit. Ich bin 31!" Semir glaubte, der Kiefer hätte sich vom Skelett gelöst. Die Frau sah nicht älter aus wie 20. "Zurück zum Thema. Können Sie sich noch an Besonderheiten erinnern?" Ashanti dachte nach. "Ja, die schienen alle auf Drogen zu sein. Jedenfalls sehr suspekt! Doch mehr weiss ich leider nicht mehr!" Ben griff in seine Jackentasche. "Sollte Ihnen noch was einfallen, rufen Sie uns bitte an!" Ashanti salutierte und begleitete die Beiden zum Ausgang. Dort sah sie zwei Leute in einem Wagen. Schnell ging sie zu ihrem Schreibtisch und nahm ihre Waffe hervor, rannte zu Ben, packte ihn und drückte ihm das eiskalte Metall in den Nacken. "Keine Bewegung!" schrie sie als Semir seine Waffen nehmen wollte. Hinter ihm kamen Thorsten und Jürgen. "Gut gemacht Ashanti!" lobte der Ältere und sah die Beiden Autobahnpolizisten an.

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
    Semir: Alex...
    Alex: WAS?!
    Semir: Ich hab dich lieb...
    Alex: Ja schönen Dank auch!

  • "Jetzt lass ich mich schon von so einem Zwerg überfallen!", zischte Ben knirschend und zuckte kurz auf, als Ashanti ihm die Waffe fester in den Hals drückte. "Nun mal nicht so frech!", mahnte sie und Ben winkte ab. Sie drückten Ben und Semir in den Wagen. Ashanti hielt die Waffer immer noch schussbereit. "Wo bringt ihr uns hin?" fragte Semir und Jürgen lachte. "Das solltet ihr doch wissen!" Ashani, als kleine Handlagerin, konnte nur raten. "Ich denke, ihr wollt, dass sie uns in die KTU bringen oder?" "Ach ne!" erwiderte Ben gespielt überrascht und die Frau schlug ihm mit der Waffe ins Gesicht, hatte sie aber in Sekunden wieder im Nacken. Ben stöhnte kurz und schüttelte den Kopf. "Geht's auch ein bisschen sanfter?" protestierte er doch dabei stiess er auf taube Ohren. Semir wollte wieder zu seiner Waffe greifen, als auch er nun eine im Gesicht hatte. "Wir wollen nur unsere Sachen wieder Herr Gerkhan! Dann wird Ihrem Partner auch nichts geschehen!" Ben zog eine Schnute. Dann sah er etwas, dass ihn lächeln liess. "Semir, warum werde ich eigentlich immer als Geisel genommen?" Semir schien den Wink zu begreifen und lachte. "Stimmt, wieso überhaupt?" Ben schlug nach hinten gegen das Handgelenk der Frau. Er hatte die Rötung gesehen was hiess, dass das Tattoo erst vor kurzer Zeit gemacht wurde. Da er selbst eins hatte wusste er, wie schmerzhaft dies war. Sie schrie auf und liess die Waffe fallen. Ben zog sofort seine und hielt sie vor die Frau. Ihre Augen schielten direkt in die Mündung. "Jürgen, Thorsten?", stiess sie hervor und die beiden Männer sahen zu Semir, der ebenfalls seine Waffe auf die Beiden gerichtet hatte. "Nun bitte ganz langsam nach rechts zum Pannenstreifen fahren ja?" bat Semir doch der Kerl dachte nicht dran. Thorsten drückte die Waffe in Semirs Backe.


    "An deiner Stelle wäre ich ein bisschen kooperativer!" zischte er und Bens Augen weiteten sich. Jürgen schlug Semir die Waffe aus der Hand und sie fiel zu Boden. "1...", Thorstens Finger spannte sich über den Abzug, "2...", er spannte ihn weiter, "und...!" "WARTET!" schrie Ben und Semir sah, wie seine Augen beinahe aus den Höhlen quollen. "Ich sage alles! Aber bitte..." Semir war erstaunt. Ben liess sich davon beeindrucken. Er hob seine Hände und gab Ashanti seine Waffe. "Das nenn' ich nett. Sie sollten mal an ihrem jungen Partner ein Beispiel nehmen!" Semir sah Ben an. Die pure Angst war in seinen Augen. Hatte er sich so um Semir gefürchtet gehabt?
    Als sie in der KTU ankamen, war diese noch leer, da die Mittagspause auch hier eingebrochen war. Ben sah, wie Thorsten Semir grob packte und die Waffe so fest an die Schläfe drückte, dass diese Stelle errötete. Ben gab das Passwort ein. Für ihn ein pures Deja-Vu, da er ja schon einmal dies tun musste. Damals aber, um seine Schwester zu retten. Die Tür krächzte und konnte aufgeschoben werden. Ben führte sie zu den Drogen. "Unsere Schätze", jauchzte Jürgen und ging auf sie zu. Von hinten wurde das Geräusch eines Lastwagens hörbar. "Scheisse", zischte Ben und sah zu Semir, der ihn ausdruckslos ansah.


    Jelle stieg aus und lächelte. "Ich wusste, dass ihr das schaffen würdet!", lobte er und lächelte zufrieden. "Wir doch immer Chef!", winkte Jürgen ab und wies auf die Tabletts mit den Kokaintüten. "Bringt sie nach vorne. Sie sollten alle rein passen! Die Bullen, schliessen wir mit ein!"
    Gesagt getan. Kaum eine halbe Stunde später fanden sich Ben und Semir im Laderaum des LKWs wieder. Nur schwach konnte die Sonne durch die oberen freien Stellen scheinen. "Super, ganz toll!" meinte Semir sarkastisch und Ben blickte zu Boden. "Er hätte geschossen!" verteidigte Ben sich und Semir schüttelte mit dem Kopf. "Ganz bestimmt nicht!", erwiderte er sauer und schüttelte noch einmal mit dem Kopf. "Semir der Abzug war schon beinahe durch! Noch einen Ruck und du hättest du eine Kugel in dem Kopf, Andrea wär Wittwe und Aida Halbwaise und ich, hätte keinen Partner mehr!" Erst jetzt sah Semir wie schwer Ben diese Entscheidung selbst gefallen war. "Hätte er wirklich geschossen?" fragte Semir nun sanft und Ben nickte.

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
    Semir: Alex...
    Alex: WAS?!
    Semir: Ich hab dich lieb...
    Alex: Ja schönen Dank auch!

  • Ben und Semir wurden Augenbinden angelegt, während sie gefesselt und von jeglichen Waffen entledigt wurden. Irritiert und verwirrt, wurden sie in einen dunklen Raum gebracht. Man setzte sie ab und Ben spürte nur, wie kalt und nass in dem Raum war. Dann hörten Beide nur noch, wie die Türe geschlossen wurde. "Na super", stiess Semir hervor und versuchte, die Fesseln zu lockern, vergeblich. "Hier riecht es beschissen!", beschwerte sich Ben und Semir lachte. "Kennt so ein verwöhntes Söhnchen nicht hä?" Ben ignorierte diesen Kommentar und robbte hin und her. Irgendwo musste sich doch was finden, womit man diese Fesseln lösen konnte. Er ertastete ein Rohr. Wahrscheinlich ein Abflussrohr, im Moment war ihm dies vollkommen egal. Er tastete weiter und fühlte eine scharfe Kante. Das musste funktionieren! Nervös begann er hin und her zu wippen. "Komm schon!", flüsterte er immer wieder und verabscheute diese unerträgliche Dunkelheit, die sich über seinen Augen breitgemacht hatte. Die Typen hatten das Tuch perfekt befestigt. Ben sah nichts mehr. "Ben was hast du vor?" fragte Semir neugierig. "Ich will uns hier rausbringen!", erwiderte er unter Anstrengung und spürte, wie sich der Druck lockerte. "Hast du was gefunden, womit du...? "...natürlich, gib' mir noch 'ne Minute!" Ben holte noch einmal aus, und die Fesseln wurden durchgeschnitten. Er nahm sich schleunigst die Augenbinde ab und musste sich zuerst daran gewöhnen. Man hatte sie in eine Art Keller gesperrt. Es tropfte von überall und er hatte seine Fesseln an einem zerbrochenen Rohr aufgeschnitten.


    Er ging zu Semir. "Warte kurz Kumpel", beruhigte er seinen Partner und löste die Fesseln und die Augenbinde. "Danke", sagte Semir erleichtert und sah sich um. "Was für 'ne Einrichtung!", murrte er und richtete sich auf. "Könnte schlimmer sein." Ben ging zu der Türe und drückte sich gegen sie und drückte den Hebel hinunter. "Geschlossen", verkündete er und Semir lachte. "Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass sie offen ist!" Ben hob den Zeigefinger. "Das wäre aber mal 'ne Überraschung gewesen!" Semir hob die Schultern und sah nach links und rechts. Er entdeckte einen offenen Schacht. "Kommst du da durch?" Ben ging auf ihn zu und kalkulierte. "Sollte reichen", murmelte er und begriff. "Du gehst vor alter Mann, damit ich dich auffangen kann!" Semir zog eine Augenbraue hoch. "Seit wann so manierlich", feixte er zurück und kletterte hoch. Ben folgte ihm. "Boah, hier stinkts echt als wöre hier jemand drin gestorben!" Semir rollte mit den Augen. "Du stirbst gleich, wenn du nicht ruhe gibst!" Ben schwieg. So robbten sie weiter, bis sie Stimmen vernahmen. Semir hielt Ben auf.


    "Was sollen wir mit den Bullen machen?" hörte er die Frau sagen. Sie klang hysterisch. Nervös. Ängstlich. "Was wohl", hörte er den Belgier sagen und das Entsichern einer Waffe, "sie umlegen! Sie sind uns nur ein Laster! Wir gehen kurz in den Keller und PENG! Dann sind wir sie los!" Dann, das Aufschlagen einer Türe. "Sie sind weg!", schrie Torsten und dann sah Semir knapp, wie alle aufstanden und aus dem Raum rannten. Semir robbte hinauf und sah seine und Bens Waffe auf dem Tisch liegen. Ben kam hinterher und bekam seine Pistole in die Hand gedrückt. "Die wirst du noch brauchen!" zischte Semir und entsicherte seine. Ein Glück, die Kugeln wurden nicht entfernt. "Na dann, auf in den Kampf", feuerte Ben sich selbst an und schlich Semir hinterher.


    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
    Semir: Alex...
    Alex: WAS?!
    Semir: Ich hab dich lieb...
    Alex: Ja schönen Dank auch!

  • Sie fanden sich in einem alten Haus wieder, dass von innen neu renoviert war und zauberhaft aussah. Ein wirklicher Unterschied, zwischen Keller und Haus. "Hier könnte ich glatt wohnen!", meinte Semir und sah sich neugierig um. "Ich will im Moment nur hier weg!", meinte Ben trocken und hielt die Waffe in Anschlag. "Du hast recht", begann Semir und sah aus dem Fenster, der Abend brach allmählich ein, "lass' uns noch ein Verbrechersyndikat zerschlagen und dann gehen wir was schönes Essen!" Ben grinste und schlich Semir weiter hinterher. Die Schritte waren bedacht und vorsichtig. Immerhin waren die Anderen zu viert und sie gerade die Hälfte. Sie mussten es also geschickt anstellen. "Hoffentlich haben die sich getrennt", murmelte Ben und Semir konnte nur nicken. Hoffentlich, hoffentlich hatten sie alleine weitergesucht.
    Tatsächlich. Kleine Schritte waren zu vernehmen. "Das kann nur die Ashanti sein", flüsterte Ben Semir zu und dieser nickte. Diese schritt direkt auf sie zu, anscheinend ohne Verdacht. Sie wollte sich umdrehen, als sie Bens Ellbogen schon im Gesicht hatte. "Das war aber nicht nett", murrte Semir und Ben hob die Schultern. "Not kennt kein Gebot", erwiderte er, packte die Frau und schleifte sie an eine Wand. "Wir brauchen was, um sie zu fesseln. Semir blickte um sich und entdeckte eine Eisenkette. "Probier's mal damit", meinte er und Ben sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. "Und du sagst mir was von Nett sein?"


    Nachdem sie die Frau gefesselt hatten, vernahmen Ben und Semir Schüsse, Schreie und Getrampel. Sie folgten den Geräuschen und erblickten eine Treppe, die zum Keller führen musste. Thorsten und Jürgen lagen auf dieser. Beide mit blutigem Loch in der Stirn. Sie waren tot. "Der scheint nicht lange zu fackeln", bemerkte Semir trocken und Ben drehte sich um. "Aber erwischt hat's ihn!" Er wies auf Blutstropfen, die zum Ausgang führten. "Na dann, hinterher!" Als Semir dies sagte, wurde das Starten des LKW's hörbar. Mit einem Ruck rannten Ben und Semir los, doch der Wagen fuhr bereits ab. Jedoch stand bereits ein Audi A4, vor dem Haus. "Das nenn ich Glück", schnaufte Semir und knackte den Wagen ohne Probleme. Der Schlüssel, steckte noch im Schloss. Mit einer Bewegung startete Semir den Motor. "Na warte, so leicht kommst du nicht davon!"

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
    Semir: Alex...
    Alex: WAS?!
    Semir: Ich hab dich lieb...
    Alex: Ja schönen Dank auch!

  • Ben öffnete das Fenster und lehnte sich heraus. "Weiter rechts!" schrie er und Semir gehorchte. Ben nahm seine Waffe hervor und richtete sie auf die Reifen des LKW's. Er schoss, jedoch prallte die Kugel am Metall ab. "Du hast auch schon besser getroffen", schrie Semir und Ben rollte mit den Augen. "Halt die Klappe", stiess er hervor und zielte noch einmal. Doch nichts. "Du musst näher ranfahren!" befahl er forsch und Semir murmelte nur ein kleines "Bin ich der Ältere?". Aber er tat, wie es ihm gesagt wurde. Er drückte das Gaspedal durch und fuhr los. "So leicht entkommst du mir nicht", feuerte er sich selbst an und Ben zielte wieder. Diesmal traf er. Der Wagen geriet ins Schwanken und fiel mit all seiner Last auf die Seite. Der Anhänger zerberste und die unendliche Menge von Kokain, begann sich auf den Strassen zu verteilen. "Das schöne Geld", meinte Ben und schüttelte mit dem Kopf. Jedoch sah er, wie Jelle aus dem Wagen stieg, mitten im Fall und sprang. Ben tat es sofort nach, unter den grossen Augen von Semir sprang er aus dem Wagen, rollte auf den Boden und richtete sich sofort wieder auf. "Bleiben Sie sofort stehen!" schrie er und folgte dem Mann auf den Pannenstreifen. Er sah Ben an. "Was habe ich nun zu verlieren?" fragte er mit hochgezogenen Schulern und schien aufzugeben, er kniete auf den Boden und holte, ungeachtet, eine kleine Pistole aus der Socke, er wollte schiessen, doch Ben war schneller.


    Getroffen in der Schulter, ging der Mann zu Boden und schrie vor Schmerz. Ben ging auf ihn zu und beugte sich zu ihm runter. "Netter Versuch!" Er zog den Mann hinaus und dieser biss sich auf die Zähne. "Es gibt nur noch mich! Was erwarten sie?" Ben zuckte mit den Achseln. "Nichts, ausser dass sie gestehen und in den Knast gehen." Mit einem Lächeln kam Semir auf ihn zu und schüttelte mit dem Kopf. "Willst du dir etwa wieder eine kaputte Schulter einholen?" Ben legte den Kopf schief. "Hast du dir etwa sorgen um mich gemacht?" Semir schüttelte mit dem Kopf. "Quatsch, ich wollte nicht wieder dein Gejammer hören!" Ben rollte mit den Augen und hörte Sirenen. "Ich habe die Kollegen verständigt", verkündete der Deutschtürke und wies auf die Polizeiwägen, die angerauscht kamen. "Die können den Rest übernehmen!"


    Jelle wurde provisorisch versorgt. Kim Krüger stieg zusammen mit Hotte und Dieter aus deren Porsche und lächelte Ben und Semir an. "Nicht schlecht", lobte sie und sah, wie Hotte Jelle mit Handschellen fesselte und in den Wagen stiess. "Den Rest übernehme ihre Kollegen. Ich weiss zwar nicht, was da alles geschehen ist aber", sie schenkte Jelle noch einmal einen Blick, "ich denke ich werde es bald erfahren!" Ben grinste und tippte Semir an. "Hast du eigentlich Hunger?" fragte er und Semir nickte. "Und wie. Ich könnte etwas gutes zu essen vertragen!" "Ich kenne 'nen guten Italiener! Wie wär's ich lade dich ein!" Semir nickte. "Da kann ich doch nicht nein sagen!" Sie sahen die Chefin an. "Verschwinden Sie", begann sie mit einem Lachen und schüttelte mit dem Kopf, "dann habe ich wenigstens meine Ruhe!" Mit diesen Worten stiegen sie in Semirs BMW und waren verschwunden.


    Ende

    Semir: Du blutest übrigens!
    Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
    Semir: Alex...
    Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
    Semir: Alex...
    Alex: WAS?!
    Semir: Ich hab dich lieb...
    Alex: Ja schönen Dank auch!