Kultur auf dem Prüfstand

  • So hier ist nun meine erste Cobra Story! Ich hoffe sie gefällt euch und bitte feeden nicht vergessen! :);)

    KULTUR AUF DEM PRÜFSTAND


    „ Semir… SEMIR!“ hörte man Andrea aus dem Badezimmer rufen. Dieser hockte gerade auf dem Boden und probierte seine neuen Schuhe an. Im nächsten Moment- nur ein dumpfes Geräusch und ein anschließendes Fluchen, sowie ein Kichern der kleinen Aida. Denn er hatte sich an der noch offenen Tür des Schrankes gestoßen, als er aufstehen wollte. „ Semir was treibst du denn da? Telefon!“ rief Andrea, die noch immer mit ihren Haaren beschäftigt war. Semir eilte mit einem „ Ja doch!“ durch den Flur, wobei er beinahe noch auf einem Kuscheltier, welches ihn ganz unschuldig angrinste, ausgerutscht wäre. Völlig genervt nahm er schließlich mit einem „ Ja Gerkhan hier.“ ab. Am anderen Ende stand Ben, der sich das Lachen nicht verkneifen konnte, denn er kannte seinen Partner zu gut und sein Tonfall verriet, dass er mal wieder einen schlechten Tag haben musste. „ Ja ich bins Semir. Freut mich, dass du nach sagen wir geschätzten 20-mal Klingeln doch noch die Güte besitzt abzunehmen. Ich wollte nur fragen, wann wir uns noch mal treffen?“ „ Ach du bist es Ben. Du musst entschuldigen, Andrea hatte leider keine Zeit abzunehmen, da sie mal wieder mit wichtigerem beschäftigt ist. Du kennst die Frauen ja und ich bin schließlich auch nicht mehr der Jüngste… Also es ist jetzt kurz nach 20.00Uhr. Das heißt wir treffen uns in einer halben Stunde vorm Theater.“ „ Du Semir müssen wir da wirklich hingehen? Heute ist Samstag und wir haben endlich mal frei und du willst mich zu irgendeinem langweiligen Theaterstück schleifen!“ antwortete Ben entgeistert. „ Ein bisschen Kultur könnte dir auch mal ganz gut tun!“ „ Ja schon klar Papa und du meinst, dass mir Rotkäppchen und die 7 Zwerge dabei helfen werden?“ „ Hä wie bitte, das heißt doch nicht Rotkäppchen sondern Schneewittchen du Dummkopf!“ fing Semir an zu lachen, worauf Ben nur ein „Ja jetzt freuste dich wieder!“ entgegnen konnte. „ Also bis dann und vergiss nicht, dass wir nicht auf ein Rockkonzert gehen!“ sagte Semir noch abschließend und bevor Ben noch anfangen würde zu meckern legte er schnell auf. Ben dachte sich seinen Teil und betrachtete sich skeptisch im Spiegel. Irgendwie konnte er sich nicht mit einem Anzug anfreunden. Derweil war Andrea auch fertig geworden und Semir brachte nur ein „Wow“ heraus. Dann gingen sie Hand in Hand und mit Aida auf dem Arm in Richtung Auto und machten sich auf den Weg zum Theater. Sie freuten sich auf einen schönen Abend.


    Nach ein paar Minuten kamen sie an und merkten sogleich die Kälte, die ihnen in das Gesicht peitschte. Semir sah auf die Uhr und es war bereits kurz vor halb. „ Das war ja klar, Ben kommt mal wieder auf den letzten Drücker.“ Fing er an zu nörgeln. „ Ach Semir du kennst ihn doch. Er kommt schon gleich. „ Ja super bis dahin sind wir eingefroren. Ich rufe mal schnell durch. „ Ja Ben hier! Was gibt’s Semir?“ „ Was es gibt? Wo bleibst du denn Mensch wir haben keinen Sommer mehr!“ „ Ist ja ok ich bin gleich da, aber hier ist gerade Stau.“ „ Gut bis gleich.“ Semir legte auf und Ben wunderte sich, dass die Leitung schon wieder tot war.
    Nach weiteren 10min traf nun auch Ben ein. „ Hi! Sorry für die Verspätung, aber jetzt bin ich ja da.“ Sagte er etwas außer Atem. „ Gut siehst du aus Ben, der Anzug steht dir!“ wurde er von Andrea begrüßt und auch Aida grinste ihn an. Semir schaute zu Andrea rüber, kurz davor etwas zu sagen, doch er wendete sich lieber schnell Ben zu. Sie gingen die lange Treppe hinauf und plötzlich schaute Semir ihn verwundert an. „ Sag mal Ben hat man dir denn nicht beigebracht, wie man eine Krawatte bindet?“ „ Ich weiß gar nicht was du hast.“ Wobei man ihm deutlich ansah, dass er sich nicht so wohl fühlte wie sonst. Semir machte sich an der Krawatte zu schaffen, doch Ben hatte darauf keine Lust. „ Ey Semir ist gut jetzt wir gehen doch nur ins Theater und dann noch zu so einem Kinderkram!“ sagte er etwas genervt und ging schnellen Schrittes voraus. Andrea und Semir sahen sich an und grinsten in sich hinein. Nach dem sie sie Karten geholt hatten, ließen sie sich in ihren Sitzen fallen. Aida war schon ganz aufgeregt und wollte, dass es endlich losging. Ben jedoch war schon jetzt gelangweilt und rutschte auf dem Sitz hin und her.

  • So ich dachte mir, dass ich gleich noch einen weiteren Teil reinstelle. :D


    „ Jack hörst du mich?“ versuchte der Mann Kontakt zu seinem Kumpel aufzunehmen. „ Ja hier ist alles klar. Ich brauche nur noch ein paar Minuten und dann kann die Show beginnen. Ich sag dir George, das wird ein Theaterabend, den keiner so schnell vergessen wird!“ grinste er und legte auf. Er machte sich an der Stromversorgung zu schaffen, während der Andere aufpasste, dass niemand kam. Schließlich würde ihm keiner abnehmen, dass er sich aus Vergnügen in den für Besucher verbotenen Bereich des Theaters geschleust hatte…


    Ben sah derweil immer wieder auf die Uhr und Semir beobachtete ihn gespannt. „ Keine Sorge Ben, es geht gleich los, es hat gerade zum dritten Mal geläutet. „ Aha na wenn du meinst, ich hab da keine Ahnung, du bist hier der Kenner von uns Beiden.“ Meinte Ben. „ Ja und du der Kulturbanause!“ scherzte Semir. Doch nun öffnete sich der Vorhang und der Raum wurde leicht abgedunkelt. Sogleich sprangen mehrere bunte Figuren über die Bühne und Aida war sofort begeistert. Semir und Andrea lehnten sich entspannt zurück und Ben setzte sofort seine „ OH MEIN GOTT MIENE!“ auf. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen, bemerkte jedoch, dass ihn bereits eine alte Frau mit vorwurfsvollem Blick anstarrte. „ Du Semir ich hab Angst, die Frau neben mir schaut mich die ganze Zeit an.“ Flüsterte er ihm zu und Semir gab grinsend zurück: „Tja Ben du scheinst mit deinem Anzug eine magische Wirkung auf die Frauen zu haben.“ Schmunzelnd drehte sich Semir weg und Ben lächelte nur: „ Ha ha ha…“
    Alle Zuschauer sahen gespannt dem zu, was sich vor ihren Augen abspielte. Sei es die fröhliche Musik oder aber die lustigen Gespräche der Figuren. Niemand ahnte, dass es kein normaler Theaterabend werden würde.


    „ Jack?“ nahm der Unbekannte erneut Kontakt mit seinem Partner auf. „ Ja was ist? Es kann doch schon losgehen, ich bin fertig!“ gab er als Antwort. „Gut na dann wollen wir mal! 3…2…1…LOS!“…
    Mit einem Schlag wurde es im Theatersaal dunkel, stockdunkel. Auch die Lichter auf der Bühne gingen aus und nicht nur die Zuschauer sahen nichts mehr, sondern auch die Schauspieler standen im Dunkeln. Sofort war ein Raunen durch die Reihen vernehmbar, doch keiner dachte sich wirklich etwas dabei. Draußen bekam dies keiner mit, da nur der Strom in diesem Raum ausgegangen war. „ Semir was soll denn das jetzt bitte werden? Gehört das jetzt mit zur Show oder wie?“ fragte Ben genervt. „ Du ich habe keine Ahnung, vielleicht ein Stromausfall oder so. Es wird schon gleich weitergehen.“ Antwortete Semir. Keiner stand auf, man wartete darauf, dass das Licht wieder anging. Doch langsam wurden die Ersten unruhig. „ Ben, Semir wisst ihr was das soll? Aida hat doch Angst im Dunkeln.“ sagte Andrea und drückte die Kleine an sich. „ Keine Sorge Schatz, ich habe eine Idee. Anscheinend kriegt das da draußen keiner mit. Ich gehe einfach mal nachfragen. Ben kommst du mit?“ fragte Semir. „ Ne schon ok, erledige du das mal schön allein. Das kriegst du doch hin oder muss ich dich etwa begleiten?“ scherzte Ben. Semir verdrehte nur die Augen und machte sich auf den Weg zu einer der Türen. Er wollte gerade die Türklinke nach unten drücken, als sich eine Kugel in seinen Arm bohrte. Mit einem leichten Aufschrei fiel er zu Boden und hielt sich die Stelle mit der anderen Hand. „ Ach du scheiße! SEMIR was ist los?“ rief Ben und rannte zu ihm. Mit einem Handzeichen machte er Andrea klar, dass sie auf ihrem Sitz zu bleiben hatte. Die anderen Leute drehten sich erschrocken um und sahen, was sich gerade abgespielt hatte. „ Semir ist alles ok?“ kniete sich Ben vor ihn. „ Ja geht schon. Wer war das verdammt noch mal!“ fluchte er und stand auf. Beide sahen durch den Raum, auf die vielen ängstlichen Gesichter. Semir und Ben zückten ihre Waffe und im nächsten Moment gerieten die Leute nun völlig in Panik. Sie drängten zu den Ausgängen. „ Halt, setzen sie sich wieder auf ihre Plätze! Wir sind von der Polizei!“ rief Ben und versuchte die Menge zu beruhigen.
    „ Ja tut schön, was die beiden Herren euch sagen! Dann passiert euch nichts!“ hörte man plötzlich eine raue Stimme, die von einem „ Balkon“ aus zu der Menge sprach. „ Sofort zielten Ben und Semir auf die dunkle Gestalt, doch er verdeutlichte durch einen Zünder in seiner Hand, dass dies keine gute Idee war. „ Na na schön artig bleiben Herr Gerkhan und Herr Jäger. Oder wollen sie etwa, dass ich hier alles in die Luft jage?“ sagte er zu ihnen. „ Woher zum Teufel kennt der unseren Namen?“ fragte Ben verwirrt. „ Ich denke wir haben es hier mit wem zu tun, der uns nicht besonders mag.“ flüsterte Semir zurück. „ Nun und wenn wir alle einmal so friedlich beieinander sitzen, dann möchte ich sie bitten, Platz zu nehmen.“ verdeutlichte Jack mit einem Handzeichen. „Aber in die erste Reihe, wenn ich bitten darf, damit mein Kollege sie immer schön im Auge behalten kann. Wir wollen ja nicht, dass sie etwas Unüberlegtes tun, oder?“ „ Wer sind sie zum Teufel und was wollen sie?“ rief Ben dem Mann zu, während er mit Semir langsam nach vorne ging. Jack grinste jedoch nur: „ Mein Name tut nichts zur Sache und warum ich hier bin, sehen sie ja wohl. Ich hatte heute Abend auch Lust auf eine nette Theatervorstellung, jedoch nach meinen Regeln. Die Eingangstür und die Fenster wurden vermint und meine Männer werden dafür sorgen, dass keiner da draußen Dummheiten macht. Wir werden also noch einen netten Abend miteinander verbringen.“ Sprach er mit einer Arroganz, die Ben zum Kochen brachte. Als sie gerade an der Reihe vorbeikamen, wo sie vorher gesessen hatten, sah Semir Andrea an und sie verstand sofort, was er meinte. Unauffällig zückte sie ihr Handy und schrieb eine Sms an die Chefin. Doch jetzt konnten sie nur warten…

  • So damit ihr nicht länger warten müsst kommt hier ein weiterer Teil der Story! Viel Spaß! ;)


    Weit entfernt von diesem Schrecken war man in der PAST mit der täglichen Arbeit beschäftigt. Auch um diese Zeit war an Feierabend nicht zu denken. Es hatte sogar einen Unfall auf der Autobahn gegeben. Auf dem Schreibtisch der Chefin vibrierte nun das Handy und hatte ihr die wichtige Nachricht zu überbringen, doch bis jetzt hatte sie es noch nicht gesehen. Als ihr jedoch Bonrath das Handy brachte, da er gerade im Büro gewesen war, las sie nun die Sms:
    überfall auf das goethe theater werden im raum festgehalten bitten schnell um verstärkung.
    Sofort lief Anna in den Raum, wo die Kollegen beschäftigt waren. „ Alle mal herhören. Ein wichtiger Einsatz, alarmieren sie das SEK und machen sie sich schleunigst bereit. Das Goethe Theater wurde eingenommen, wobei wir Geiselnahme nicht ausschließen können.“ „ Was ist denn los Chefin, sie sind ja völlig nervös?“ fragte Hotte etwas erstaunt. „ Semir, Ben, Andrea und Aida sind auch dort, ich habe eben eine Sms erhalten. Diese Kerle scheinen sehr gefährlich zu sein!“ gab sie zurück. „ Oh Mann, da haben die Beiden schon mal frei und dann so was. Haben die Kerle schon irgendeine Forderung gestellt?“ fragte er erneut. „ Nein das denke ich nicht, ansonsten hätte ich keine Sms bekommen. Das ist ein heimlich abgeschickter Hilferuf. Also lassen sie uns die Zeit nicht mit reden vergeuden. Los jetzt!“ forderte die Chefin bestimmend. Alle sprangen sofort auf und kurz darauf fuhren die Wagen mit Blaulicht bereits vom Gelände.


    Währenddessen herrschte im Saal 5 weiterhin eine bedrückte und panische Stimmung. Jeder wollte am liebsten aufstehen und einfach den Raum verlassen. Auch Semir und Ben fühlten sich machtlos. Sie hatten nicht die Möglichkeit etwas zu unternehmen. „ Na super Semir, warum musstest du auch heute unbedingt ins Theater gehen? Sonst hättest du mich auf ein Bier eingeladen und wir hätten Fußball geguckt, aber nein, der gnädige Herr wird wohl wirklich langsam spießig!“ sagte Ben scharf. „ Ja Ben ich weiß, aber das ist jetzt wirklich nicht der richtige Moment sich zu streiten. Wir sind hier gefesselt und werden von Killern bedroht, also lass dir lieber einfallen, wie wir hier rauskommen können!“ gab er zurück. „ Warum nur hast du immer die besseren Argumente auf Lager?“ ärgerte sich Ben etwas. „ Tja Ben, ich bin hier der Erfahrene von uns Beiden!“ versuchte Semir zu scherzen und spürte, dass die Wunde am linken Arm wieder zu bluten anfing. Er verzog leicht das Gesicht. In diesem Moment kam George auf die Beiden zu und verpasste ihnen einen ordentlichen Schlag mitten ins Gesicht. Das Gewehr hatte dabei kein Erbarmen und hinterließ ein ordentliches Andenken. „ Jetzt haltet endlich eure Schnauze!“ sagte George wütend. Ben und Semir mussten sich zusammenreißen, nur ein leises Stöhnen war in der Stille zu hören. Sie versuchten sich zu befreien. Grimmigen Blickes beugten sie sich nach vorne und zerrten an ihren Fesseln. Ihr Gesicht war mit Blut bemalt und auch die Fesseln schnitten sich in die Haut. George und Jack, der das Schauspiel von weitem beobachtete, lachten zufrieden. Doch plötzlich wurden sie hellhörig, da sie laute Geräusche von draußen vernahmen. Jack nahm sein Handy und rief einen seiner Leute an. „ Was geht da draußen vor sich?“ fragte er erschrocken. „ Die Bullen sind da!“ rief einer am anderen Ende und legte auf. „ So eine verdammte Scheiße!“ fluchte Jack. „ Wie kommen die hier her?“ grübelte er vor sich hin. Geladen verließ er den „ Balkon“ und nachdem er die Türen verschlossen hatte, ging er auf die Bühne. „ Wer von euch hat hier die Bullen gerufen?“ rief er in die Menge und lud seine Waffe. Niemand sagte etwas, geschweige denn traute sich jemand zu bewegen. Keiner wollte gesehen oder gar verdächtigt werden. Auch Andrea hätte beinahe losgebrüllt, als Semir und Ben geschlagen wurden, doch sie hatte sich zusammengerissen um sich, die Kleine und die Jungs zu schützen. Sie kauerte sich zusammen und hielt Aida beruhigend im Arm. „ Ich frage noch einmal, wer hat den Bullen gesagt, dass wir hier sind?“ wiederholte er drohend. Da noch immer Stille herrschte, ging er festen Schrittes hinab, um sich jemanden von den Zuschauern zu holen. Genau in Andreas Reihe machte er Halt…

  • So weiter gehts! ;)



    Mit fiesem Blick schaute er in die angstverzerrten Gesichter und sein Blick blieb an Andrea kleben. Er zerrte sie unsanft von ihrem Platz in Richtung Bühne. Während sich Andrea mit heftigen Schreien wehrte, nahm eine ältere Dame die weinende Aida liebevoll in ihre Arme. Semirs Blick verdunkelte sich und Ben wusste, dass dies jetzt nicht einfach für seinen Partner werden würde. Jack lachte laut und hielt Andrea die Waffe an die Schläfe, während er George verdeutlichte sich um Semir zu kümmern, da dieser die Fesseln nicht ruhen lassen wollte. George ging zu ihm und schlug Semir erneut, doch diesmal noch härter und direkt in die Magengrube. Semir verlor das Bewusstsein und Ben schaffte es dem Mann einen ordentlichen Tritt dahin zu versetzen, wo es am meisten wehtat. George krümmte sich, doch Ben sollte nicht verschont bleiben. Jack verpasste Andrea einen leichten Schlag, damit er zu Ben gehen konnte. Andrea fiel zu Boden und hielt sich kurz darauf die Stirn. Erbarmungslos setzte sich Jack einen Schlagring auf die Handknochen und schien es zu genießen, die Angst in Bens Augen zu sehen, während er ihm immer näher kam. Gerade setzte er an, als ein lauter Ruf von draußen kam. Die Polizei hatte sich vor dem Gebäude positioniert und nahm nun Kontakt zu den Gangstern auf. Würden sie keine Antwort erhalten, würden sie sofort stürmen.
    Alle Menschen drehten sich um und in ihnen schien ein Funken der Hoffnung aufzublühen. Sogleich gab Jack einen Schuss in die Luft ab, welcher die Leute zusammenzucken ließ und ging schnellen Schrittes in Richtung Tür. Er schloss sie auf und lugte nach draußen. Vor der Eingangstür sah er mehrere Polizeiwagen und davor und dahinter hatten sich die Polizisten verteilt und warteten auf weitere Befehle. Schnell machte Jack die Tür wieder zu. Im selben Moment rief der Einsatzleiter des SEK durch ein Megaphon: „Hier spricht die Polizei. Das Gebäude ist umstellt, geben sie auf und kommen sie mit erhobenen Händen raus. Ansonsten werden wir stürmen!“ Jack überlegte kurz, ging dann durch die Tür und lief die Treppen hinauf, um den Polizisten vom obersten Stockwerk zu antworten. George rannte auf die Bühne und packte sich Andrea. Sie sollte bei Jacks Rede dabei sein! Derweil wurden weitere Gangster in den Saal geschickt, um die Geiseln zu bewachen. Die Situation schien völlig ausweglos.

  • Nun trat Jack im Angesicht der Dunkelheit auf den Balkon, den dieses Theater hatte, nach draußen. Vor ihm Andrea, der wieder die Waffe an das Gesicht gehalten wurde. Sofort merkten dies die Polizisten und richteten die Waffen nach oben. „ Einen schönen guten Abend wünsche ich ihnen! Da freue ich mich aber, dass sie so zahlreich erschienen sind! Das wäre doch gar nicht nötig gewesen!“ nahm Jack die Einheiten in Empfang. „ Keine Bewegung! Sie haben keine Chance, ergeben sie sich!“ wurde ihm erneut zugerufen. „ Tut mir leid meine Herren, aber das geht im Moment leider nicht. Wie sie sehen, ich bin hier der, der die Forderungen stellt. Sie wollen doch nicht etwa, dass ich diese schöne Frau hier zu ihnen befördern muss?“ sprach Jack, wobei er Andrea unter kreischen über die Brüstung hielt… „Gut, wie ich sehe haben wir uns verstanden. Ach ja und an ihrer Stelle würde ich auch nicht versuchen das Theater zu stürmen, denn meine Männer haben bereits alle Türen und Fenster vermint, sodass sie leider nicht an unserer Veranstaltung teilnehmen dürfen.“ Sagte Jack voller Stolz. Plötzlich trat Anna Engelhardt in den Vordergrund: „ Hören sie doch auf mit diesem Wahnsinn! Wie wollen sie denn entkommen, wenn sie sich selbst alle Wege verbaut haben?“ rief sie hoch, wobei der Wind ihre Worte wegzutragen schien. „ Das lassen sie mal meine Sorge sein. Die Hauptsache ist doch, dass sie schön da stehen bleiben und ich das bekomme, was ich will! Also, ich verlange 10 Millionen Euro! Und bevor sie sich aufregen, sie haben Zeit bis morgen früh, es eilt nicht. Wir zusammen haben es hier sehr gemütlich. Morgen um 9.00Uhr werde ich wieder hier stehen und sollte in der Zwischenzeit hier irgendjemand meinen Blödsinn machen zu müssen, dann wird das Theater nicht mehr lange hier stehen… Wir haben uns verstanden! Ich wünsche ihnen allen eine gute Nacht!“ Mit diesen Worten ging Jack wieder rein und die Polizisten waren schier ratlos. Sie konnten nicht in das Theater gelangen, da alles abgesichert war. Sie standen vor einem großen Problem, denn sie hatten es mit gefährlichen Gangstern zu tun, die vor nichts zurückschrecken würden. Die Polizei hatte keine Wahl- Anna ließ das Geld anfordern. Ihre Gedanken waren nun bei ihren beiden Männern, die als Einzige dieses Szenario beenden könnten.


    Nach einer Weile kam Jack und hinter ihm George mit Andrea wieder in den Saal und war schier auf begeistert von seiner Rede. Andrea wurde wieder auf ihren Platz gestoßen. Sie war noch völlig benommen, sodass ihr zwei Männer aufhalfen. Zum Glück schlief die kleine Aida auf dem Arm der älteren Frau, sodass sie das nicht mitbekam. Es war bereits 24.00Uhr, als Jack und George den Saal erneut verließen. Viele der Leute waren trotz ihrer Angst eingeschlafen…
    „ Semir… Semir… bist du ok?“ flüsterte Ben zu ihm rüber. „… Ja soweit schon. Aber der Armschuss hat mir zugesetzt und ich kann nicht mehr sitzen. Diese verdammten Fesseln nehmen mir die Luft und der Schlag in die Magengrube war auch nicht gerade zu meinem Vorteil.“ Zählte Semir auf. Er versuchte tief durchzuatmen und sich etwas zu strecken. „ Ey so ein verdammter scheiß Tag! Ich weiß schon warum ich nicht gerne ins Theater gehe… Sag mal, wo sind eigentlich diese Penner?“ sagte Ben wütend vor sich hin. „ Du keine Ahnung Ben. Ich verspreche dir, ab heute gucken wir nur noch Fußball mit einer großen Portion Popcorn und Bier.“ Sagte Semir schließlich mit einem leichten Grinsen. „ Ja das hört sich gut an, ich lade mich dann immer bei dir ein!“ gab Ben zurück. Beide lehnten sich wieder zurück und mussten husten. Die Wärme stieg ihnen in den Kopf und sie verspürten großen Durst. Ihr Atmen ging schwer und die Augen fielen ihnen immer wieder zu.
    Nach einer Weile wurden Semir und Ben unsanft aus der Stille gerissen, denn Jack und George polterten in den Saal. Anscheinend hatten sie in der Zeit Alkohol getrunken, was sie
    noch unberechenbarer und aggressiver machte. Semir und Ben wachten aus ihrer Erschöpfung auf. Sofort versuchten sie sich wieder und wieder zu befreien, doch die Fesseln gaben nicht nach. Sie konnten einzelne Wortfetzen aufschnappen, da Alkohol bekanntlich den Redefluss anregte. „ Ben, ich glaube die haben Geld erpresst und wenn ich das richtig vernommen habe, dann wird in ein paar Stunden das Geld übergeben.“ Sprach Semir zu Ben rüber. „ Das heißt also, dass wir sie bis dahin haben müssen, wie auch immer wir das anstellen. Aber warum sehen unsere Kollegen einfach zu?“ wunderte sich Ben. „ Anscheinend haben diese Kerle ein Ass in Ärmel… Du leise, die kommen…“ flüsterte Semir. Jack und George gingen an ihnen vorbei auf die Bühne und schienen wieder etwas verkünden zu wollen. „ Ich hoffe, sie haben sich gut amüsiert, während wir nicht da waren… Warum schauen sie denn alle so, gefällt ihnen das Stück nicht? ... Das ist aber Schade. Ein bisschen müssen sie sich aber noch gedulden, dann habe ich das, was ich will.“ Zufrieden zündete sich Jack nach diesen Worten eine Zigarre an und erfreute sich an dem Leid der Menschen, die vor ihm saßen.

  • So hier ein weiteres Stück für euch! :) Bin mal gespannt auf eure Meinung! ;)


    „ Jetzt hören sie doch endlich auf mit dieser Scheiße!“ posaunte es plötzlich aus Ben heraus. „ Sie halten uns hier fest und dann verpesten sie auch noch die Luft. Es reicht schon, dass sie uns mit ihrer Anwesenheit den Sauerstoff nehmen!“ Wütend sah er Jack an und dieser schien völlig empört von dieser Frechheit. Er ging auf Ben zu und sah ihm tief in die Augen.
    „ Nehmen sie ihre Visage weg, ich würde gern meine letzten Stunden genießen!“ Ben sprach mit einer derartigen Aggressivität und ihm war es völlig egal, was er damit auslöste. „ Ben… es reicht. Hör auf damit!“ sprach Semir dazwischen, damit dieser nicht noch mehr Beleidigungen heraushaute, auch wenn er wusste, dass er Recht hatte.
    „ Ach, du findest also, dass ich hässlich bin ja? Wem habe ich das denn zu verdanken, dass mein Gesicht so verunstaltet ist? ... Ihr werdet dafür leiden!“ sagte Jack und sah Ben so eindringlich an, dass sich die beiden Augenpaare wie ein Magnet anzogen. Die Leute drum herum sahen gebannt auf die Szene und Andrea blieb beinahe die Luft weg. Dann tat es einen kräftigen Hieb und Ben spürte Jacks Faust, die wie eine Feuerwalze über seine Haut rollte. Sein Kopf ging schlagartig zur Seite und als er wieder nach oben schaute, sah man, dass er eine Art kleines Loch auf der Nase hatte. Jack zeigte ihm seine Hand. Sein Finger trug einen teuren und spitzen Ring, der nun etwas mit rot verziert war. „ Paul, Steve macht ihn los!“ befahl Jack zwei seiner Männer, die mit im Saal standen. Ben wurde losgemacht und wie ein Sack auf die Bühne getragen. Anschließend wurde er von dem Muskelpaket Steve auf den Boden gedrückt und verschnürt, sodass er sich kaum noch rühren konnte. Widerstand war zwecklos… Nun tat sich etwas über ihm- Die Männer hatten für den Coup einen Pflasterstein besorgt, der nun an einem Seil hochgezogen und genau über Bens Kopf platziert wurde. Jetzt schnitt Jack die eine Stelle des Seils ganz fein ein und sah sich sein Meisterwerk an. Durch die Reihen ging ein allgemeiner Schrecken, die Leute hielten sich die Hände vors Gesicht und Semir durchdrang mit einem lauten „ NEIN! BEN!“ die stickige Atmosphäre. Er zog mit neu gewonnener Kraft an den Stricken, doch jede Mühe blieb unbelohnt. Er musste mit ansehen, wie der Stein seinen Freund „zertrümmern“ würde. Die Gangster lachten nur… In Bens Gesicht stand die Angst und er versuchte sich loszureißen, immer wieder. Schließlich musste er erkennen, dass er dem Schicksal ausgeliefert war. In unabsehbarer Zeit würde er nicht mehr leben…

  • So damit hier nicht noch jemand umfällt ein weiteres Stück für euch ;):D


    Die Zeit verging langsam, jedoch stetig. Die Erschöpfung ergriff die Menschen und auch Ben verließ die Hoffnung. Seine Augen füllten sich mit Tränen und immer wieder versuchte er loszukommen, seine Verzweiflung stieg von Minute zu Minute. Neben ihm stand Jack, der sich daran erfreute und ihm demonstrierte, dass er verloren hatte. Dann erhob sich Jack und sprach wieder zu seinem Publikum: „ Aber, aber hier wird nicht schlappgemacht! Die Show fängt doch jetzt erst an. Hier sehen sie…“ indem er wie ein Zauberer sein Stück präsentierte… „ Kopperfield live! Der liebe Ben hier spielt dabei die Hauptrolle. Er muss sich befreien, um nicht von diesem Stein erschlagen zu werden. Ich denke aber, dass wird sehr schwierig werden und wenn ich so auf die Uhr gucke… hat er nicht mehr viel Zeit.“
    Mit diesen Worten ging er von der Bühne und verabschiedete sich wieder. Niemand wusste, warum er immerzu den Saal verließ. Der Zeiger der Uhr rückte immer weiter und es war bereits 4 Uhr. Die Situation blieb unverändert, immer noch kämpfte Ben, doch seine Hoffnung sank, bis sie schließlich ganz erlischen würde. Aber er hatte die Fesseln bereits lockern können…
    Jack war nun wieder im Saal angekommen. Die Gangster saßen provokativ auf der Bühne, rauchten und spielten Karten, während Ben in Todesangst schwebte. Weitere Männer bewachten die Türen, auch wenn diese sowieso verschlossen waren. Die Geiseln konnten nur warten und hofften, dass es bald vorbei war. Die Polizei hatte indessen schon mehrere Versuche gestartet an das Gebäude heranzukommen, doch erfolglos. Auch sie konnten nur bis zur Übergabe am Morgen warten.
    Plötzlich jedoch… wie aus heiterem Himmel stand ein junger Mann aus einer der hinteren Reihen des Saals 5 auf. Niemand bemerkte ihn zunächst. Er schien völlig von Sinnen, als hätte ihn mit einmal etwas gestochen und er realisierte auch nicht, was er tat. Man konnte denken, dass er sich in Trance befand und seine Umgebung gar nicht mehr wahrnahm. Zügigen Schrittes ging er in Richtung Ausgang, seine Hand nach vorn gestreckt, wie eine Person, die endlich in der Weite der Wüste etwas Wasser gefunden hatte. Davor standen zwei dunkle muskulöse Männer, die ihn sogleich packten und dann auf den Boden warfen. „ Boss, der Kerl hier wollte gerade abhauen!“ rief der eine Jack zu, der damit nicht gerechnet hatte. Daraufhin wendeten sich alle Blicke in Richtung Ausgang. Semir indessen beobachtete Jack aufmerksam. Wenn Blicke töten könnten, dann wäre Jack schon längst umgefallen. Und auch jetzt spürte er, dass jeden Moment etwas passieren würde. Kurz schweifte sein Blick zu Ben, dann wieder zu Jack und als dieser seine Hand hob, überkam ihm ein ganz mieses Gefühl. „ Was höre ich da? Jemand wollte sich heimlich absetzten ohne sich zu verabschieden? Hab ich das jetzt echt richtig verstanden?“
    Fragte Jack schon fast vorwurfsvoll und mit völligem Unverständnis. Der Mann am Boden blickte starr und Angst stand auf seiner Stirn geschrieben. Er konnte sich nicht rühren. Jack drehte sich einen Joint, während er am überlegen war, was er nun tun sollte. „ Joe leg ihn um!“ befahl er dann kurz und nebensächlich, als wäre dies das Normalste der Welt. „ Nein!“ schrie Semir, als eine Kugel den Mann zu Boden gehen ließ. Die Leute drum herum fingen an zu kreischen, völlig in Panik, dass sie die Nächsten sein könnten. Jack störte dieser Lärm, sodass er durch den Raum brüllte. Alle Blicke richteten sich nun wieder auf Jack. Die Leute machten sich klein wie Zwerge und kauerten sich an ihren Nachbarn. „ Ja, so ist es schon viel besser. Und merken sie sich, man sollte mich nicht verärgern. Wenn sie also die nächsten Stunden heil überstehen wollen, dann tun sie, was ich will!“ erklärte Jack.
    Er drehte sich um und erfreute sich wieder an Ben. „ Ach Mensch Ben, weißt du eigentlich, dass du selbst Schuld an deiner momentanen Lage bist!“ tat er völlig unschuldig. „ Ach ja, wer hat denn das Theater eingenommen und mich hier hingebracht. Bestimmt nicht ich selber, sie sollten sich mal in Behandlung begeben.“ Brodelte es aus Ben heraus. „ Ach weißt du, für mich ist das hier Therapie genug. Du leidest und leidest und dein Partner ist auch bald dran. Was will man mehr? Das ist doch wie Weihnachten und Ostern zusammen!“ strahlte Jack und begutachtete das Seil, an dem noch immer der Stein hing. „ Na nu, das Ding meint es gut mit dir. Also allmählich möchte ich, dass sich hier mal was tut.“ Jack pfiff vor sich hin, während er ein Messer aus seiner Tasche holte und schnitt das Seil noch mehr ein. Sofort sah man, dass der Stein sehr an dem Seil zu ziehen begann. Ben drehte seinen Kopf zur Seite und presste die Augen zusammen. Er rechnete nun damit, dass das Seil die Last nicht mehr halten könne.

  • So hier ein kleines Stückchen für euch und bitte feeden nicht vergessen! ;)


    ... Doch glücklicherweise hielt es noch, sodass noch nicht alles verloren war.
    „ Ich muss sagen Ben, dass wir ein viel zu gutes Seil ausgesucht haben. Anscheinend will dich der Stein nicht anfallen. Aber du wirst sehen, bald, bald…“ sagte Jack zuversichtlich.
    Plötzlich mischte sich wieder Semir ein. „ Hey sie, was wollen sie denn von uns? Machen sie Ben frei, sind sie denn so feige?“ sagte er Jack ordentlich die Meinung. „ Ach Semir, du warst wohl immer schon der Retter in der Not, aber diesmal wird daraus wohl nichts werden. Tut mir leid.“ Musste er Semir enttäuschen. Dann drehte sich Jack plötzlich um und ging zu Semir. „ Du fragst echt noch, was ich will? Was ich will?“ fragte er immer lauter. „ Ich sag dir jetzt mal was, du und dein Partner ihr habt mein Leben zerstört und dafür werdet ihr jetzt büßen! Das ist doch ganz einfach zu verstehen, sogar für jemanden wie dich! Und zum Dank bekomme ich nachher noch ein ordentliches Sümmchen von eurer Chefin. Zwei Fliegen mit einer Klappe.“ Sprach Jack. Semir überlegte kurz.
    „ Jack Mortem??“ fragte er dann irritiert. Jack klatschte anerkennend. „ Herzlichen Glückwunsch Semir. Endlich hat es bei dir klick gemacht.“ War Jack schon beinahe begeistert. „ Warum hören sie nicht auf mit diesem Wahnsinn? Wir können nichts dafür, dass sie damals die Kontrolle über ihren Wagen verloren haben und sie dadurch diesen schweren Unfall hatten. Schließlich sind sie vor uns geflohen und noch dazu mit einer Geisel, die nichts damit zu tun hatte und nur wegen ihnen gestorben ist!“ sagte Semir laut. „ Vielen Dank für diese Belehrung, aber das brauchst du mir nicht zu erzählen. Fakt ist, dass ihr dafür büßen werdet.“ Mehr Worte verschwendete Jack nicht an ihn.
    Er ging auf die Bühne zurück und schmiss wütend seinen Joint auf den Boden. Dabei bemerkte er nicht, dass dieser genau neben Ben fiel, da er zu beschäftigt mit sich selbst war. Er rief die Männer zusammen und sie vertieften sich in irgendein Wortgefecht. Diese Gunst nutze Ben. In den 2h hatte er es geschafft die Bauchfesseln zu lockern, sodass er sich etwas zur Seite bewegen konnte. Es reichte aus, um zu dem noch glühenden Joint zu kommen. Er versuchte damit von seinen Handfesseln loszukommen. Die „ Glut“ reichte aus, Bens Hände waren frei. Schnell befreite er sich auch von den anderen Stricken. In der Ecke sah er die Waffen liegen und ohne zu zögern sprintete er in diese Richtung. Angekommen spürte Ben plötzlich eine Waffe im Nacken und Jacks fiese Stimme hauchte ihn von hinten an…

  • Es freut mich zu lesen, dass ihr so gespannt auf den nächsten Teil seit, also möchte ich euch nicht länger warten lassen! ;)


    Blitzschnell duckte sich Ben und zog Jack mit einem geschickten Tritt den Boden unter den Füßen weg. Sogleich griff Ben zu den Waffen und brachte sich mit einer Rolle seitwärts aus der Schusslinie. Die Gangster schossen ohne mit der Wimper zu zucken und auch Jack erwiderte das Feuer. Durch geschicktes Ducken und Aufrichten feuerte Ben auf die Kerle ein und hatte nach wenigen Augenblicken bereits 3 Männer erwischt, die mit einem Aufschlag auf das Bühnenparkett den Saal zum Beben brachten. Jack und 2 weitere Männer wurden ebenfalls getroffen, jedoch nur leicht am Arm oder Bein, sodass sie für kurze Zeit kampfunfähig wurden. Diesen Freiraum nutzte Ben, um Semir zu befreien. Dieser nickte dankbar und nahm seine Waffe entgegen. Schnell rannten sie in Richtung Ausgang, immer wieder nach hinten blickend. Andrea wollte mitgehen, doch sie verdeutlichten ihr, dass draußen noch mehr Kerle auf sie warten würden, es also zu gefährlich sei. Am Ende des Raumes angekommen, hielt Semir sein Ohr an die Tür und konnte hören, dass bereits Männer dort standen mussten. Ben spürte, dass diese schießen würden, sodass er Semir auf den Boden riss. Gleich darauf schlugen die ersten Kugeln in die Tür und ein Gewehr kam durch ein bereits entstandenes Loch. Dieses Gewehr zog Ben herein und verpasste dem Mann damit ordentliche Kopfschmerzen. „ Semir, ich wette mit dir, der braucht eine Aspirin!“ Sie sahen sich kurz an und begaben sich in die Eingangshalle. Plötzlich machte Semir halt, drehte sich um und holte kräftig mit der Faust aus. George taumelte und fiel zu Boden. „ Ich denke, der wird erstmal eine Weile schlafen… Was ist eigentlich mit Jack? Warum hast du dich nicht um ihn gekümmert?“ fragte Semir dann. „ Du, ich bin froh, dass ich noch lebe und den Kugelhagel überstanden habe. Denkste da hatte ich noch dafür Zeit? Schließlich musste ich dich ja auch noch befreien!“ gab Ben zurück. „ Was soll das denn jetzt heißen?“ fragte Semir verwundert. „ Vergiss es… Semir Vorsicht!“ beendete Ben das Gespräch und sogleich fielen wieder Schüsse. Schnell brachten sie sich hinter der Rezeption in Sicherheit und lieferten sich einen erneuten Kugelhagel mit weiteren Gangstern. Kein Gegenstand wurde ganz gelassen und 3 der Männer hatten sie erwischt, als plötzlich eine Gasgranate über den Boden rollte. „ Verdammt!“ hörte man nur noch aus der Ecke und mit einer Hand vor dem Mund versuchten die Beiden der ausbreitenden Wolke zu entkommen, während sie weiterhin das Feuer erwidern mussten.


    Außerhalb des Theaters sahen die Polizisten nun, dass sich etwas tat. „ Semir und Ben müssen sich befreit haben!“ stellte die Chefin fest. „ Aber was sollen sie jetzt tun?“ fragte der SEK Leiter herüber. „Sie sitzen in der Falle.“ „ Sie haben Recht. Durch die Tür kommen sie nicht nach draußen und auch die Fenster werden sie nicht nutzen können. Sie können nur versuchen die Lage unter Kontrolle zu bringen, indem sie die Gangster außer Gefecht setzen. Erst wenn das gegeben ist, können auch die Geiseln befreit werden…“


    Währenddessen krochen die Beiden auf dem Boden und verschnauften dann einen Moment, da sie sich in einem anderen Saal in Sicherheit gebracht hatten. Dort entdeckten sie mehrere Gefangene- Es mussten die Mitarbeiter des Theaters sein und Gäste, die eine andere Vorstellung besucht hatten. Ben und Semir befreiten sie zügig und forderten die Leute auf in diesem Raum zu bleiben und sich zu verstecken.
    Dann erblickten Semir und Ben zwei schwere Jungs, die mit gehobenen Waffen in der offenen Tür standen. Diese schossen sofort auf die Zwei ein, worauf sich diese nur hinter die Sitze retten konnten. Ständig feuerte eine Kugel an ihnen vorbei oder schlug in den Stoff des Sitzes. „ Ben, wie viel Schuss hast du noch?“ wollte Semir wissen. „ Nur noch einen und du?“ „ Ich auch und was jetzt?“ fragte Semir erregt. „Du den Einen, ich den Anderen. Bist du bereit?“ meinte Ben sicher. Semir nickte. Kurz schauten sie auf die Männer, die weiterhin auf sie feuerten. Ein „Los!“ schallte durch den Saal und überraschte die Gangster merklich. Sogleich standen Ben und Semir auf und jeder gab seinen letzten Schuss ab. Die beiden Kerle fielen um und es polterte kurz. „ Alles klar bei dir?“ wollte sich Semir vergewissern. „ Ja klar, los komm!“ beruhigte Ben seinen Partner. Sie eilten vorsichtigen Schrittes zu den beiden Typen und nahmen ihnen die Munition ab. Die Waffen wurden durchgeladen und ein kurzer Blick nach rechts und links sicherte die Umgebung.

  • Es geht weiter und ich bedanke mich nochmal, für eure klasse Feeds! :) Ich freue mich auf weitere Meinungen! ;)


    In Saal 5 brach völlige Unruhe aus. Jack fluchte und schnauzte seine übrig gebliebenen Männer an. Zwei von ihnen hatten weiterhin Wachdienst, auch wenn jetzt eigentlich anderes zu tun wäre, doch die Geiseln mussten unter allen Umständen bleiben wo sie waren. Schnellen Schrittes lief Jack über die Bühne mit einem Handy am Ohr. „ Wo sind die Beiden jetzt?“ fragte er zornig. „ Sie können nicht weit sein, so groß ist das Theater schließlich nicht. Vor Saal 3 haben wir 2 unserer Leute gefunden. Wir suchen in dieser Richtung weiter.“ Berichtete ein Gangster, der Ben und Semir suchte. „ Und macht ein bisschen plötzlich! Gerkhan und Jäger dürfen nicht entkommen ist das klar?“ brüllte Jack in den Hörer. „ Jawohl Chef ich melde mich wieder.“ Das Telefonat war beendet.
    Weiterhin waren Ben und Semir am Laufen, ohne ein wirkliches Ziel vor Augen. „ Und was machen wir jetzt?“ fragte Ben schließlich. „ Ich schlage vor, dass wir uns aufteilen, um die übrigen Gangster aus verschiedenen Richtungen zu fassen und das wir dann wieder in den Saal 5 gehen.“ Entgegnete Semir. „ Gut, so gehen wir das an, aber bist du sicher, dass die Gangster danach noch leben werden? Hast du denn so viele Handschellen bei dir?“ feixte Ben. Grinsend schaute Semir rüber: „ Mmh stimmt du hast Recht, ich denke aber die Chefin wird das verstehen. Aber was machen wir mit diesem Jack?“ überlegte Semir schließlich. „ Semir, wenn ich den in die Finger kriege, dann kann ich für nichts mehr garantieren!“ sagte Ben ernst. „ Es wird sowieso der Zufall entscheiden. Je nachdem wer ihm über den Weg läuft... Aber mal eine andere Frage: Wie geht’s weiter, wenn wir die Kerle ausgeschaltet haben?“ War Semir etwas beunruhigt. „ Stimmt, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Guck dir das an, alle Fenster sind vermint, das heißt, dass wir hier ohne weiteres nicht rauskommen werden.“ Stellte Ben erschrocken fest und ging zu einem der Fenster. „ Ben, am besten überlegen wir uns das später. Die Kerle werden uns bestimmt gleich finden… Also, pass auf dich auf Partner!“ beendete Semir das Gespräch. „ Du auch, bis später!“ gab Ben zurück.
    Sie zerstreuten sich, wobei jeder eine andere Treppe nach oben ging. Kurz darauf rumpelte es bereits, denn Ben wurde von einem der Männer auf dem Rang erwartet. Ohne zu Zögern verpasste Ben ihm einen Schlag mit der Faust. Dieser lief rückwärts, kam jedoch schnell wieder zur Besinnung. Wie ein wildes Tier rannte er auf Ben zu und bezwang ihn zu Boden. Sie rollten über den Teppich und rangelten, doch zum Glück lag der Mann auf der richtigen Seite, sodass er mit dem Kopf an die Stuhlreihe knallte. Ben stand auf und klopfte sich kurz über seinen Anzug. Er zog seine Jacke aus, da es sich so leichter kämpfen ließ.
    Gerade fiel das Jackett auf einen der roten Sitze, als ihn große Arme umklammerten. Ihm blieb sofort die Luft weg und er versuchte dem Griff zu entkommen. Doch der Kollos hatte ihn in seiner Gewalt- für ihn war Ben nur eine Maus. Doch diese wusste sich zu wehren. Mit einem gezielten Tritt nach hinten ließ ihn der Muskelprotz fallen. Ben ließ ihn nicht verschnaufen und trat gleich ein zweites Mal zu. Doch der „ Schrank“ gab nicht so schnell auf. Ben kassierte einen Schlag in den Bauch und wurde an die Brüstung gedrückt. Sogleich spürte er die Pranken an seinem Hals und beim Lachen des Kollos musste Ben beinahe würgen. Ihn strahlten gelbe, faulig riechende Zähne an. Doch Ben besann sich schnell und merkte, dass ihm leicht duselig wurde. Mit einem Kick in die Seite hatte er sich befreit und holte zu einem erneuten Angriff aus. Dieser Schlag hatte gesessen- der Kerl taumelte rückwärts, verlor das Gleichgewicht und stürzte hinab ins Parkett. „ Tja, der Rang ist nicht für ungepflegte Leute!“ sprach Ben mehr zu sich selbst. Er musste sich kurz setzen und war völlig außer Atem. Plötzlich vibrierte sein Handy, Semir war dran. „ Ja was gibt’s?“ fragte Ben keuchend. „ Sag mal, was haben die denn mit dir angestellt?“ stellte Semir eine Gegenfrage. „ Na ja, dieser Jack hat zwei seiner Tiere auf mich gehetzt! Der Gorilla wird zum Glück nichts mehr tun können. Ich sag dir sei froh, dass du die andere Treppe genommen hast.“ Am anderen Ende hörte man nur ein leises Lachen, doch sofort wurde Semir wieder ernst. „ So viel besser war es bei mir aber auch nicht. Auch ich musste gerade gegen 2 Typen kämpfen. Gut, dass die alles in den Muskeln hatten und nichts im Kopf. Ich habe auch die Handschellen benutzt, im Gegensatz zu dir! … Übrigens, du müsstest mich doch sehen können. Ich bin doch nur auf der gegenüberliegenden Seite.“ Erzählte Semir. Ben schaute herüber und sah ihn ebenfalls sitzen. „ Na, das ist wohl nichts mehr für dein Alter?“ scherzte Ben. „ Ja und was ist dann mit dir? Du sitzt doch auch.“ Konterte Semir zurück. „ Ja, aber nur weil mir der Gorilla beinahe die Luft genommen hat und außerdem wogen die Typen bestimmt das Doppelte von mir.“ Beide diskutierten weiter und bemerkten nicht, dass sich jeweils auf ihrer Seite eine Person mit geladener Waffe zu ihnen schlich...

  • Da ich gestern keinen Teil reinstellen konnte kommt hier ein längerer Teil! Und Feeden nicht vergessen! ;):)


    Wie auf Knopfdruck standen Ben und Semir auf, hoben ihre Waffe und schossen. Beide drehten sich um und sahen, dass hinter ihnen ein Toter lag. „ Danke Semir!“ „ Dank dir Ben!“ … „ Da unten sind noch mehr Kerle. Ich denke gleich wird es ungemütlich, also lass uns das mit unseren Methoden klären, bevor die es tun.“ Schlug Ben dann vor. „ Geht klar, na dann wollen wir ihnen mal richtig einheizen!“ Sie legten auf und begaben sich die Treppe wieder hinunter. „ Und, geht’s dir wieder besser?“ begrüßte Semir Ben grinsend. „ Du bist mal wieder so witzig weißt du das?“ sah Ben seinen kleinen Partner an. „ Los komm, wir sollten keine Zeit verlieren!“ unterbrach Semir den heiteren Moment. Sie stellten sich vor die Tür, nickten sich zu und dann trat Semir die Tür auf. „ Stehen bleiben! Polizei! Legen sie die Waffen nieder und treten sie einen Schritt zurück!“ befahlen Beide und wie es aussah, taten die 3 Männer, was von ihnen verlangt wurde. Doch der Schein trügte…


    Anstatt sich zu ergeben feuerten sie auf Ben und Semir ein, sodass ihnen nichts weiter übrig blieb, als sich aus der Schusslinie zu werfen und zurück zu schießen. Dabei traf eine Kugel Ben am Bein, sodass er kampfunfähig wurde. Semir versuchte den Angreifern zu entwischen und rannte durch die Reihen. Doch die Verfolger ließen nicht locker. Semir wurde eingekreist. Ben schleppte sich so schnell es ging davon, damit er nicht gefasst wurde. Er hoffte darauf, dass Semir es allein schaffen würde. In seinem Zustand war er ihm sowieso keine Hilfe und er hatte Glück, dass die Gangster sich nicht weiter um ihn gekümmert hatten. Semir derweil steckte in großen Schwierigkeiten, er wusste nicht, wie er entkommen sollte. Seine Augen schweiften nach rechts und links, von wo die Männer auf ihn zukamen. Wie aus dem Nichts sprang er plötzlich nach vorne, um in die nächste Reihe zu gelangen. Dabei unterdrückte er die aufkommenden Schmerzen in seinem Arm und rannte weiter. Doch plötzlich fand er sich vor einem großen Bauch wieder und schaute langsam nach oben. Er wurde hämisch angegrinst und gepackt. Der 2m Mann klemmte ihn förmlich unter seine Arme, als wäre er ein Paket auf dem Weg zur Post. Bei jedem Widerstand drückte der Mann etwas fester zu, bis sich Semir nicht mehr bewegen konnte. Nach einigen Schritten blickte er wieder in den Saal 5, wo er bereits erwartet wurde. Ohne Verzug brachte man ihn auf die Bühne und er wurde von zwei Gorillas an einem anderen Saal Kopf über aufgehängt. „ Macht mich sofort los!“ schrie Semir und bewegte sich hin und her. „ Wo ist der Andere?“ wollte Jack als erstes von dem 2m Mann wissen. „ Keine Ahnung Boss, aber er wird auch bald hier sein. So wie ich das beurteilen kann, wurde er am Bein getroffen, aber irgendwie ist er entwischt.“ „ Was seit ihr eigentlich für ein Haufen Stümper he? Nicht mal einen Verletzten könnt ihr einfangen! Ich will ihn spätestens in einer Stunde hier haben!“ brüllte Jack ihn an. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass es momentan kurz nach um 7 war.


    „ Na dann will ich mich mal dir widmen Semir!“ ging Jack freudig auf ihn zu, während dieser immer noch umherwirbelte, doch langsam schwanden ihm seine Kräfte. Das Blut stieg in seinen Kopf, seine Wunde brannte und vor seinen Augen erschienen die ersten Sternchen, aber sein Temperament verließ ihn nicht: „ Jack, glaube mir ich mache dich fertig! Ich werde nicht verrecken. Du und deine Zootiere ihr geht für die nächsten Jahre in den Knast!“
    „ Da wäre ich mir aber nicht so sicher. Wie lange hält man es aus, bis einen deine momentane Lage umbringt? Hm, das sind zwar ein paar Stunden, aber glaube mir ich habe Zeit. Ich werde warten, bis du winselst, mich voller Verzweiflung bittest dich loszumachen! Ob ich das dann auch tue ist die andere Frage, aber ich will dich am Boden sehen- dich und deinen Partner!“ sagte Jack. Diese Worte brachten einen Schauer unter die Leute und auch Semir musste erkennen, dass dieser Mann es todernst meinte. Er hatte alle Regeln gebrochen, er konnte nichts mehr verlieren. Semir begriff, dass er mit Worten nichts erreichen konnte.


    Derweil hatte Ben ein geeignetes Versteck gefunden, wo er erstmal unerkannt bleiben würde. Der Schweiß lief über seine Stirn, er schwitzte, fror gleichzeitig und presste seinen Kopf vor Erschöpfung an die Wand. Für einen Moment schloss er die Augen. Er atmete schnell, jedoch unregelmäßig und sein Herz raste. Bei jeder Bewegung durchzog ihn ein Schmerz, der ihn entkräftete. „ Diese Kugel muss raus, egal wie.“ Er griff in seine linke Hosentasche und zog eine Packung Taschentücher hervor. Eins davon knüllte er und biss es mit seinen Zähnen fest. Er durfte bei seinem „ Eingriff“ nicht schreien. Dann holte er aus seiner anderen Tasche ein Taschenmesser, welches er immer bei sich trug, hervor. Er zögerte, doch Ben wusste, dass es die einzige Möglichkeit war wieder mit im Kampf zu sein, sodass sein Wille und seine Stärke größer waren als die Angst. Er machte den ersten Schnitt, dann den nächsten und unterdrückte die Schmerzen. Er biss kräftig auf das Taschentuch und eine Träne löste sich aus seinen Augen. Er fuhr zügig fort, da Pausen die Qualen nur vergrößerten. Nach ein paar Minuten hatte er es geschafft- Schnell griff er nach den Taschentüchern und zog sich dann die Krawatte über seinen Kopf. Dies alles nutzte er als Druckverband. Er ließ sich etwas nach unten sinken, er brauchte jetzt ein paar Minuten, um wieder aufstehen zu können.


    Semirs Kopf war bereits rot geworden und er wollte sich nicht anmerken lassen, dass es ihm immer schlechter ging. Jack beobachtete ihn und sah, dass seine Augen immer wieder zufielen. Leicht schlug er auf die eine, dann auf die andere Wange, nur um Semir wach zu bekommen. Doch Semir hatte keine Kraft mehr, immer wenn er die Augen öffnete wurde ihm schwindelig. In seinen Gedanken schwirrte der Kampfgeist, doch die vergangenen Stunden hatten ihn zu sehr geschwächt. Sein Magen war leer, der Hals kratzte fürchterlich und der Körper sehnte sich nach Schlaf, der ihm nicht gegönnt wurde. Andrea musste mit ansehen, wie ihr Mann zu Grunde gehen würde. Auch sie kämpfte mit den Stimmen in ihrem Inneren. Die eine riet ihr zu Vernunft, nichts zu tun, was gefährlich werden könnte, doch ihr Herz sagte, dass es falsch wäre auf dem Platz zu bleiben. Sie schaute umher, auf die Menschen, die mit hineingezogen worden waren und vor lauter Angst und Müdigkeit nichts mehr unternahmen. Sie gab der schlafenden Aida, die noch immer in den Armen der Frau lag, einen Kuss und stand dann auf, die Augen starr gerichtet. Ihre Liebe zu Semir hatte gesiegt und für ihn tat sie alles…

  • Und weiter gehts! Sorry für die Verspätung! :D


    Wie eine Furie rannte sie auf die Bühne und die Männer konnten gar nicht so schnell reagieren. Andrea konnte ihre Gefühle nicht mehr unterdrücken: „ Du mieses, verdammtes Schwein, mach sofort meinen Mann los!“ Sie kloppte Jack auf den Rücken. Dieser drehte sich sofort um und griff sie fest am Arm. „ Ihr Frauen seit wirklich unverbesserlich!“… Plötzlich ging ihm ein Licht auf, bei diesem Chaos hatte er es jetzt erst begriffen. „ Das ist ja interessant. Semir, du hast mir noch gar nicht gesagt, dass du eine Frau hast und dann noch eine so Schöne. Eins muss man dir lassen, du hast Geschmack!“ Jack streichelte ihr über das Gesicht, was sie natürlich nicht wollte. „ Lass sie in Ruhe Jack, diese Sache geht nur uns was an, sie hat nichts damit zu tun!“ ergriff Semir das Wort. „ Das sehe ich aber anders. Sie ist schließlich ein wichtiger Teil in deinem Leben!“ meinte Jack mit einem fiesen Unterton. Semir verstand sofort und bewegte sich heftiger. „ Ich warne dich, wenn du ihr auch nur ein Haar krümmst, dann bringe ich dich um!“ schnaufte er. „ Wer wird denn da so giftig? Ich finde es einfach nur toll ein Ass im Ärmel zu haben und dann auch noch ein so großes.“ Beschwichtigte ihn Jack.


    Aida war von dem Krach wach geworden. Die ältere Frau war eingeschlafen, sodass die Kleine unbemerkt zur Bühne kroch. Sie suchte ihre Mama und sah sie neben diesen bösen Männern stehen. „ Mama… Mama.“ Sagte sie kaum hörbar und kam auf sie zu. Andrea wollte sofort zu ihr, doch Jack ließ sie nicht los. „ Also Semir langsam finde ich das ganz schön unverschämt von dir. Du hast sogar noch eine Tochter, wie reizend. Auch sie hat sich jetzt verraten.“ Er winkte einem seiner Männer zu, der Andrea festhalten sollte. Sofort ging Jack zu der Kleinen. „ Hallo… Na komm mal her.“ Er nahm sie auf den Arm und wippte etwas umher. Aida fing an zu weinen. Semir wurde immer wütender und riss an seinen Fesseln. „ Weißt du Semir, es war gar nicht nett, dass wir vorhin von euch angeschossen worden sind! Da kannst du froh sein, dass es nur Streifschüsse waren... Als Strafe werde ich deine Familie bei mir behalten.“ Beschloss Jack.
    „ Nein! … Nein, lass sie auf der Stelle gehen!“ Semirs Augen weiteten sich und in ihnen glänzte der Hass. Steve nahm die Kleine und zog Andrea mit. Sie konnte schreien so viel sie wollte. „ Semir…Semir!!!“ Mit diesen Worten waren sie und Aida hinter dem Vorhang verschwunden.


    „ Ok Ben, reiz dich zusammen!“ sprach er zu sich selbst und versuchte sich aufzurichten. Doch der Schmerz brachte ihn immer wieder zum Niedersinken. Er griff nach seinem Handy und rief Semir an. Doch niemand nahm ab. Im Moment war es ruhig im Theater geworden, sodass er in der Ferne ein leises Klingeln hörte. Schnell legte er auf. „ Man Semir, wo treibst du dich denn rum?“ war er etwas verärgert. Dann erinnerte er sich, dass er nur knapp den Männern entkommen war und gehofft hatte, dass Semir es alleine schaffen würde. Was, wenn sie ihn gefasst hatten? Ben überkam ein ungutes Gefühl, er hatte am eigenen Leib spüren müssen, zu was Jack fähig war. „ Semir ich komme.“ Sprach sich Ben selbst Hoffnung zu und richtete sich mit zusammengebissenen Zähnen auf. Er humpelte stark und kam nur langsam voran. Plötzlich hörte er Schritte, die in seine Richtung kamen. Man hörte es durch das gesamte Gebäude, das „Klacken“ auf dem Boden. „ Oh verdammt, warum jetzt?“ fluchte Ben und versuchte sich schnellstmöglich zu verkriechen. Aber wohin? Die Männer würden ihn früher oder später finden, denn es gab nicht viele Orte für sie zum ablaufen…
    „Nein Boss wir haben ihn noch nicht gefunden, aber er kann nicht weit sein… Ja machen wir… verstanden!“ hörte Ben einen der Kerle sagen, der gerade am Telefonieren war. „ Ich muss mir schleunigst was einfallen lassen!“ dachte Ben nach und beschloss in den Saal 3 zu gehen. Schnell hatte er sich an die Verletzung gewöhnt, sodass es von Schritt zu Schritt besser ging. Dort angekommen ließ er ein: „ Hallo hier bin ich!“ verlauten. Sofort rannten die Männer dem Geräusch entgegen und standen kurz darauf mit geladenen Waffen im Saal. Ben hingegen hatte sich geschickt hinter einem Vorhang versteckt, der die Seitenwand schmückte. Leise humpelte er in Richtung Ausgang und die Männer bemerkten ihn nicht. So schnell es ging verschloss er die 4 Türen und zu seinem Glück waren die Beiden dumm wie Konsumbrot. Erst als die letzte Tür etwas zu laut ins Schloss fiel, drehten sie sich um und fluchten heftig. Sie begaben sich zur Tür, die jedoch nicht aufgehen wollte. Lange würden sie nicht da drin verharren, aber es verschaffte Ben den Vorsprung, den er benötigte. Lachend drehte er sich noch einmal um, da die Männer jede einzelne Tür betätigten. „ Euch hat aber auch keiner beigebracht, wie man eine Tür öffnet. Da hat euer Dresseur Jack aber noch eine Menge Nachholbedarf!“ Ben drehte sich wieder um und grinste vor sich hin. Im nächsten Moment blickte er auf eine Waffe, die ihn unheimlich anschaute. George grinste zufrieden. „ Endstation Bulle!“ …

  • Hallöchen! Dankeschön für eure tollen Feeds! Ich hoffe ich kann euch mit diesem Teil etwas eure " Angst" nehmen, aber bloß nicht darauf ausruhen... ;) Und bitte die Feeds nicht vergessen! :)


    „ Ok ganz ruhig ja!“ sprach Ben etwas erschrocken. „Hände hoch und Klappe halten, verstanden?“ Ben tat, was er verlangte, ging dabei jedoch etwas zurück. „ Hey, Hey wer sagte hier etwas von bewegen? Stehen bleiben klar?“ wurde George lauter. Bens Blick schweifte unauffällig nach unten. Sie standen momentan auf einem Teppich, der sich zu wölben begann. Ben ging noch einen Schritt zurück. „ Gut, wenn du kein deutsch verstehst, dann machen wir es eben auf meine Art!“ George stiefelte auf Ben zu, um ihn zu packen. Völlig überraschend für George wendete sich Ben und schmiss sich zum Ende des Teppichs. „ Halt, was soll das, ich schieße!“ brüllte George, doch Ben musste seinen Plan jetzt durchziehen, wenn er nicht wieder der Folter Jacks ausgeliefert sein wollte. Ben ergriff den Teppich und zog ihn mit aller Kraft nach oben. George verlor das Gleichgewicht und fiel zu Boden. Sofort humpelte Ben zu ihm und verpasste ihm einen Faustschlag mitten ins Gesicht. „ So, das ist dafür, dass wegen dir mein Bein jetzt noch mehr schmerzt. Ach und nimm es bitte nicht persönlich, der Teppich war so staubig!“ Mit diesen Worten schleifte er George in eine Ecke, wo er nicht gleich entdeckt werden würde.


    Der Zeiger der Uhr zeigte nun auf 10 vor 9.00Uhr… „ Scheiße, lange kann es nicht mehr dauern, bis die Geldübergabe stattfindet. Ich muss mich beeilen!“ sagte Ben und war kurz darauf am Saal 5 angekommen. Die vordere Tür war glücklicherweise von jemandem geöffnet worden, sodass Ben behutsam hinein lugen konnte. Jack war nicht zu sehen. Aber warum war er weg, wenn er Ben haben wollte? Vermutlich bereitete er sich schon auf seine große Rede vor. Dann sah er Semir und neben ihm zwei bewaffnete Kerle. „ Ihr Schweine. Dafür werdet ihr büßen!“ kochte Ben und lud seine Waffe durch. Aber wie sollte er es jetzt anstellen? Ben dachte angestrengt nach. Dann fiel es ihm ein: Er ging zurück zu George und nahm ihm seine Waffe ab. „ So, jetzt habe ich wenigstens für jeden eine!“ Im nächsten Moment fielen 2 Schüsse, die brav ihre Ziele erreichten. Semir schlug die Augen auf und blickte sich erschrocken um. Die beiden Kolosse, die eben noch neben ihm standen, rührten sich nicht mehr. Dann sahen seine müden Augen eine Person, die ihm ein Lächeln ins Gesicht brachte. „ Ben, schön dass es dich auch noch gibt! Wo warst du denn so lange?“ fing Semir gleich wieder an. „ Na hör mal, das könnte ich dich eher fragen. Warum zum Teufel hängst du hier rum und wo ist Jack überhaupt?“ kam Ben angehumpelt. „ Dieser Mistkerl war vor ein paar Minuten noch da. Er schwafelte irgendwas von dem Geld.“ Antwortete Semir. Ben versuchte ihn wieder richtig herum zu bekommen, währenddessen Semir seinen Partner genau beobachtete. „ Was ist denn mit dir passiert? … Das sieht ja gar nicht gut aus.“ Stellte Semir besorgt fest, als er wieder Boden unter den Füßen hatte. „ Na ja, irgendwie musste ich dich ja retten und mit einer Kugel im Bein macht sich das schlecht!“ beantwortete er die Frage. Semir drehte sich lieber weg und ein Blick auf die Uhr ließ ihn zusammenzucken. „ Was ist denn los?“ fragte Ben verwundert. „ Es ist schon nach 9.00Uhr! Jack erzählte vorhin den beiden Männern, dass er um 9 einen wichtigen Termin hätte… Ben, wo könnte der Kerl hin sein, um das Geld in Empfang zu nehmen?“ fragte Semir eindringlich. „ Alles ist vermint… warte… außer der Balkon. Da muss er auch hingegangen sein, als er das erste Mal mit der Polizei gesprochen hat.“ Fiel es Ben ein.


    „ Na dann wollen wir ihm mal so richtig den Tag versauen!“ sagte Ben entschlossen. „ In deinem Zustand, das ist keine gute Idee!“ zweifelte Semir. „ Ach quatsch, einer muss doch auf dich aufpassen, also komm!“ ließ Ben nicht mit sich verhandeln. Sie gingen los und plötzlich hielt Semir an. „ Was ist denn nun schon wieder?“ wollte Ben wissen. „ Wo ist Andrea und Aida, wo hat sie der Kerl hingebracht?“ war Semir verzweifelt. „ Jack? Er hat deine Familie? Ach du Scheiße! … Aber Semir, wir haben jetzt keine Zeit! Er hat den Beiden sicher nichts getan und wenn wir ihn erstmal haben, dann kann er ihnen auch nicht mehr gefährlich werden. Also lass uns ihn erstmal aus dem Verkehr ziehen!“ Semir sah ihn an und nickte. Ihm fiel es schwer, aber Ben hatte Recht. Zügig machten sie sich auf den Weg zu Jack, der bereits fleißig im Gange war. Den völlig verwunderten Leuten, die sie nur mit großen Augen anstarrten gaben sie noch schnell ein beruhigendes Zeichen, bevor sie hinter der Tür verschwanden...


    „ Was ist mit meinem Geld?“ rief Jack ungeduldig und energisch zu den Polizisten herunter. Anna ergriff das Wort: „ Hier sind sie, die 10mio Euro!“ sagte sie, indem sie den geöffneten Koffer etwas hochhielt. „ Sehr gut, sehr gut, na dann lassen sie sich mal einfallen, wie sie das Geld hier hoch kriegen… Nein, kleiner Scherz. Hier ist ein Seil! Dort machen sie den Koffer dran fest. Und keine Tricks!“ rief Jack und ließ es hinab. „ Los, machen sie den Koffer fest!“ forderte Jack noch einmal. „ Jetzt hören sie uns zu. Sie bekommen das Geld und dafür werden alle Geiseln freigelassen und zwar sofort!“ stellte die Chefin klar. „ Erst wenn ich das Geld habe. Ich lasse mich nämlich nicht für dumm verkaufen!“ ließ Jack nicht mit sich reden. Während er sprach und mit den Polizisten zu verhandeln schien, schlichen Ben und Semir mit geladener Waffe auf ihn zu. „ Halt stehen bleiben! Schön die Hände hoch!“ riefen die Beiden im Chor. Erschrocken drehte sich Jack um und tat, was sie verlangten. „ Alle Achtung! Sie haben es geschafft! Man merkt es immer wieder, dass man sich nicht auf seine Leute verlassen kann.“ Sprach er anerkennend. „ Jetzt halten sie endlich den Rand!“ hatte Ben sichtlich die Schnauze voll von Jacks Gelaber. Semir ging auf ihn zu, um ihm die Handschellen zu verpassen und er konnte gar nicht so schnell reagieren, da befand er sich in Jacks Gewalt. Drohend machte er Ben klar, dass er lieber nichts tun sollte und auch Bens Versuche auf ihn einzureden scheiterten. Jack begab sich zur Balkontür und stieß Semir dann nach vorne. Er rannte davon und Ben sah nur noch einen klobigen Gegenstand aus seiner Jackentasche blitzen.

  • Hey Leute wo sind denn eure Feeds abgeblieben? ;( Hier ist ein neuer Teil und bitte, bitte das Feeden nicht vergessen! :)


    „ Alles klar Semir?“ „ Ja los komm der haut ab!“ sagte Semir schnell. Kurz gaben sie den Polizisten unter sich ein Zeichen und dann waren sie auch schon auf Verfolgungskurs. Während sie über die Flure spurteten fing Ben plötzlich an etwas zu sagen: „ Du Semir, Jack hatte etwas Merkwürdiges in seiner Jackentasche. Ist dir das auch aufgefallen?“ „ Äh, du das weiß ich nicht und ich habe auch keine Ahnung was Gangster mit sich rumschleppen!“ schien es Semir nicht weiter wichtig zu sein. Doch Ben hielt ihm kurz am Arm, damit er stehen blieb. „ Ich glaube jetzt weiß ich, was das war. Erinnerst du dich, als er uns hier das erste Mal unter die Augen getreten ist? Da hatte er einen Zünder in der Hand und dann haben wir doch auch noch festgestellt, dass alles vermint ist!“ erinnerte er sich. Beide sahen sich an und wussten, dass sie Jack aufhalten mussten. „ Chefin, wir müssen davon ausgehen, dass Jack nach seiner Flucht das Theater in die Luft sprengen wird. Das heißt, dass die Feuerwehr alles vorbreiten muss, damit die Leute zügig gerettet werden können. Wir kümmern uns drum, dass das mit den Leuten klappt. “ hatte er am nächsten Moment das Handy am Ohr und legte dann wieder auf. „ Also Ben, der Typ darf auf keinen Fall den Zünder betätigen! Du gehst da lang und ich suche Andrea und meine Kleine!“ legte Semir schnell fest. „ Alles klar Semir und passe auf dich auf, ich möchte dich nicht noch mal so hängen sehen und außerdem können hier immer noch Kerle sein!“ meinte Ben. „ Geht klar, aber weißt du das erstaunt mich, dass du schon wieder so rennen kannst!“ war Semir beeindruckt. „ Tja siehste Mal, aber wir müssen jetzt dringend Jack finden, nicht, dass er sich noch abseilt!“ Sie trennten sich und suchten überall.


    Anna war schwer beschäftigt. Sie hatte nun alle Hände voll zu tun das Nötige vorzubereiten und in die Gänge zu leiten. Der Plan bestand darin die Leute auf den Balkon zu schicken und sie dann herunterzuholen. Es herrschte Hektik, reges Treiben wirbelte nun den Theaterplatz auf und man hatte alle Hände voll zu tun.


    In Saal 5 trafen sich Ben und Semir wieder und hatten noch keinen Erfolg zu verzeichnen. Die Leute waren aufgefordert worden zügig nach oben zu gehen, um vom Balkon aus befreit zu werden. Auch die Leute aus Saal 3 waren natürlich unter ihnen. Schnellen Schrittes stürmte die Menschenmenge nach oben. Gefahr von Seiten der Gangster hatten sie nicht zu befürchten…
    „ Wo ist dieses Schwein verdammt noch mal?“ sah man Semir deutlich die Wut und die Verzweiflung an. „ Semir, ich glaube ich weiß, wo er sich rum treibt!“ indem Ben in Richtung Bühnenvorhang zeigte, da dahinter etwas zu passieren schien. Sogleich trat Jack mit Aida und Andrea hervor, die sich noch immer wehrte. „ Semir… Semir hilf mir!“ schrie sie sofort, doch dieser konnte nur auf Jack zielen. „ Lassen sie meine Familie gehen!“ rief er energisch.


    „ Noch einen Schritt weiter und ich knalle die Beiden ab! Waffen fallen lassen!“ blickte Jack sie grimmig an. „ Ok, ok ganz ruhig!“ sagten Ben und Semir beschwichtigend und legten die Waffen auf den Teppich. „ Gut und ich warne euch, nur ein Fehler… Er presste Andrea die Waffe noch mehr an die Schläfe und diese hielt die Kleine fest im Arm. „ Jetzt hören sie endlich auf damit Jack! Es ist vorbei, die Leute werden gerade gerettet und…“ begann Semir. „ Und was? Nichts weiter. Die Leute brauche ich sowieso nicht mehr, auch wenn es schade ist, da jetzt nicht so viele mit in die Luft gesprengt werden, aber Hauptsache ihr Zwei seit bei dem Szenario so hautnah dabei. Da wisst ihr wie es ist vom Feuer aufgefressen zu werden, aber ihr werdet leider nicht mehr lebend raus kommen. Na ja soll nicht mein Problem sein.“ Sprach Jack wieder mit diesem kranken Unterton. „ Sie haben uns doch in der Falle. Wir werden drauf gehen. Also lassen sie meine Familie da raus!“ verlangte Semir. „ Du willst also, dass deine Familie auch in die Luft gesprengt wird? Das kann ich gar nicht glauben. Und weil ich sie davor bewahren möchte, werde ich sie mitnehmen!“ freute er sich und spielte sich als Retter auf.
    „ Nein, das lasse ich nicht zu!“ brüllte Semir und Ben musste ihn mächtig zurückhalten, dass er nicht auf Jack losging. Dieser lachte triumphierend und zog Andrea nach draußen. Kaum war er um die Ecke verschwunden, wollten die beiden Kommissare ihm nachgehen, doch die Türen waren verschlossen. „ Nicht nur seine Männer sind dumm, auch er!“ stellte Ben fest und schoss einfach eine der Türen auf. Semir verstand nicht, was Ben genau meinte, aber es war ihm in der momentanen Situation egal.
    Sie beobachteten, wie Jack einen geheimen Ausgang freilegte und Andrea hineinzwang. Er hatte alles haarklein geplant. Sofort rannten die Beiden los, um Jack zu stoppen. Dieser hörte die schnellen Schritte und die Aufforderung stehen zu bleiben und drehte sich noch einmal kurz um: „ Du und dein Partner ihr seit wirklich zäh, aber das nützt euch auch nichts mehr. Du Semir bist schuld, dass ich mein Geld nicht bekommen habe und als Wiedergutmachung werde ich deine Familie bei mir behalten… Lebt wohl!“ verabschiedete sich Jack. „ NEIN!!!“ schrie Semir und feuerte los. Doch es nützte nichts, sie waren bereits allein… Plötzlich gab es ein Geräusch… die Lämpchen der Zünder leuchteten auf. Ben und Semir sahen sich erschrocken an…

  • Da ihr so toll gefeedet habt kommt hier noch ein kleiner Nachgeschmack! Ihr kennt mich, ich habe mal wieder an einer fiesen Stelle aufgehört! Aber bitte keinen Herzinfarkt bekommen! :D DANKE EUCH! ;) LG


    Als hätten sie die gleichen Gedanken rannten sie so schnell sie konnten auf eines der Fenster zu. Dabei half Semir Ben so gut es ging. Ihnen war es trotz der Panik sofort aufgefallen, dass der Zünder, der an diesem Fenster angebracht worden war, als einziges nicht aufgeleuchtet war. Eine clevere Falle- Dieses Fenster war nur scheinbar vermint worden, da Jack es für seine Flucht benötigt hatte. Denn in Wirklichkeit war der Zünder ein Gerät, welches Jacks Geheimgang aktivierte. Jetzt wussten Ben und Semir auch, warum Jack mehrmals den Raum verlassen hatte…


    Egal, was Semir und Ben dahinter erwartete, ob sie zu Tode stürzen würden- sie hatten keine andere Wahl. Wenn sie überhaupt überleben wollten, dann nur so. Mit einem lauten klirren durchbrachen sie die Scheibe und ließen sich hinabfallen. Die Konstruktion war nun zerstört, aber Jack war bereits entkommen. Wie ein Geist schien er unbemerkt und schnell davon geflogen zu sein.


    Das Schicksal meinte es gut mit Semir und Ben, da genau unter ihnen ein LKW geparkt hatte. Sie landeten weich und würden mit ein paar Blessuren davonkommen. Nur Bens Bein fand diese Form des Aufpralls gar nicht lustig.


    Im nächsten Moment ließ ein lauter Knall die Stadt zusammenzucken und das Gebäude begann zusammenzustürzen. Die gerade geretteten Leute rannten davon, brachten sich in Sicherheit und beobachteten das „ Schauspiel“ von weitem. Auch die Polizisten und die anderen Rettungskräfte mussten alles stehen und liegen lassen… Das Theater wurde förmlich zerfetzt, nichts blieb, wie es vorher war. Einzelne Teile lösten sich immer wieder heraus, das Gebäude fiel völlig in sich zusammen und die Flammen fraßen alles, was sie kriegen konnten. Ben und Semir sprangen sofort vom LKW, um nicht noch erschlagen zu werden. Ben fiel sehr unglücklich, da er sich nicht mit seinem verletzten Bein abfedern konnte, sodass er nicht mehr hochkam. „ Semir…Semir ich kann nicht… Hilf mir!“ krächzte er heraus. Semir war schon etwas weiter weg von ihm und sah nun, wie sein Partner den Arm ausstreckte. Semirs Augen schweiften nach oben und er sah, wie ein Teil einer Säule abbrach und genau auf Ben zu fallen drohte…

  • So Leute mit diesem kleinen Teil möchte ich mal euren Blutdruck kontrollieren! :D Ich hoffe es ist noch rechtzeitig! :D Und bitte weiter so klasse feeden! ;)


    Ohne zu zögern rannte Semir zu ihm und riss ihn von der Stelle. Neben ihnen fiel das Stück auf den Boden und zerfiel. „ Danke.“ Brachte Ben nur noch heraus und wurde im nächsten Moment ohnmächtig. „ Ben? Scheiße, bleib wach!“ rüttelte er an ihm. „ Ich brauche die Sanitäter!“ schrie Semir, die sofort zu ihnen eilten. Auch die Chefin lief auf sie zu, während die Feuerwehr bereits schwer zu tun hatte. „ Ist alles ok? Man bin ich froh, dass ihr Beide heil aus der Sache raus gekommen seid!“ war Anna sichtlich erleichtert. Die Sanitäter kümmerten sich um Ben, er wurde auf die Trage gelegt und erstversorgt. Semir wurde kurz durchgecheckt und auch er sollte ins Krankenhaus. Schließlich waren die Stunden nicht spurlos an ihm vorbeigegangen.
    Semir saß im Krankenwagen, als die Chefin noch einmal zu ihm ging. „ Entschuldige für die Frage, aber was ist mit Andrea und der Kleinen? Ich habe sie unter den Geretteten nicht gesehen!“ fragte Anna. Semir sah sie nur mit leerem Blick an. Er war dreckig im Gesicht, hatte Augenringe und sofort brodelte es in ihm. „ Semir? Was ist los, habe ich was Falsches gesagt?“ wunderte sie sich. „ Sie sind nicht da… dieser Jack Mortem… dieses Schwein hat meine Familie entführt!“ sagte er voller Hass und wollte aus dem Wagen springen. Die Ärzte versuchten ihn zurückzuhalten und gaben ihm eine Beruhigungsspritze. Schnell wurde er ruhiger. „ Der Kerl ist kurz vor uns abgehauen, irgendjemand muss ihn doch gesehen haben!“ war Semir völlig verzweifelt und langsam fielen seine Augen immer wieder zu. „ Ich… ich mache ihn fertig… ich…“ stammelte er und war weg. Anna war völlig schockiert, als sie aus dem Wagen stieg. Ohne Verzug lief sie zu den Anderen und veranlasste eine Befragung der Anwesenden. Jeder Hinweis könnte von Nutzen sein. Im nächsten Moment hatte sie das Handy am Ohr und gab eine Großfahndung nach Jack Mortem heraus. Der Krankenwagen fuhr vom Platz, zurück blieb eine große Masse Schutt und die vielen Arbeitskräfte, die am aufräumen waren.


    Am Rande der Stadt bog in diesem Moment ein dunkler Mercedes in eine Gasse und hielt mit quietschenden Reifen an. Jack stieg wutentbrannt aus, er war sichtlich genervt und öffnete den Kofferraum. „ Jetzt halte endlich Ruhe oder es wird sehr ungemütlich für dich und deine Tochter!“ brüllte er Andrea an, die alles versuchte um zu entkommen. Er zerrte sie heraus und ihn interessierte es nicht, ob er dies zu doll tat. Andrea wehrte sich, Jack kam nur langsam voran und hielt ihr den Mund zu. „ Beweg dich verdammt noch mal!“ sagte er wütend und trat sie. Sie musste sich fügen und wurde in ein kleines Haus gebracht. Anschließend holte er noch Aida, die er auf den Rücksitz gesetzt hatte und brachte sie ebenfalls in den dunklen Raum des Hauses. „ Das ist euer Zimmer. Wenn du tust, was ich will, dann passiert dir nichts!“ sagte er. Andreas Schminke war zerlaufen, sie sah weg und verdeutlichte ihm damit zu gehen. Jack schmiss die Tür zu und Andrea nahm Aida auf den Arm. Behutsam streichelte sie sie und ließ sich auf das Bett fallen. Sie begann bitterlich zu weinen.

  • Juhu ich freue mich- jetzt sind es genau 40 Feeds! Danke euch! Ihr seit supi und bitte weiter so! Lg, Franzi ;)


    Der Tag verging und die Sonne verschwand langsam vom Horizont. Im Krankenzimmer herrschte Stille, bis man plötzlich ein leises Geräusch vernehmen konnte. Ben konnte nicht schlafen und summte seinen Lieblingssong vor sich hin. Neben ihm lag Semir, der jedoch schlief. Ben drehte sich zu ihm.


    „ Semir? Semir… hey, hörst du mich?“ flüsterte er rüber. Doch keine Reaktion. „ Ach Mensch, jetzt quatsch doch mit mir, du glaubst gar nicht wie öde es ist.“ Bat er. Semir öffnete langsam seine Augen und blickte herüber. „ Also mit dir wird einem echt nicht langweilig. Nicht mal schlafen kann man, wenn man mit dir zusammen ist!“ scherzte Semir und Ben verdrehte nur die Augen.


    Doch im nächsten Moment wechselte Semirs Gesichtsausdruck. Sein Schmunzeln wurde gelöscht, als hätte jemand ein Radiergummi angesetzt. Das völlige Gegenteil, es war wie schwarz und weiß. Sofort musste er wieder an den Tag denken…


    „ Äh Semir alles ok? Hab ich was Falsches gesagt?“ war Ben etwas besorgt. Semirs Hände ballten sich zu Fäusten und drückten auf die Decke. Sein Puls stieg, er blickte nur nach oben, als würde er dort jemanden sehen, den er am liebsten verprügeln würde. „ Semir, jetzt sag doch etwas! ... Hallo? Sprich mit mir!“ wurde Ben nervös. Doch Semir schien alles um sich abgestellt zu haben, er reagierte nicht auf die Worte, die an ihn gerichtet wurden. Die Wut kochte in ihm und plötzlich machte er Anstalten aufzustehen, als hätte er ein Ziel vor Augen. Eines der Geräte begann zu piepen, da er es abgezogen hatte.
    „ Semir was ist los? Bleib hier, was soll der Scheiß?“ wurde Ben lauter. „ Ich werde dieses Schwein suchen und das so lange bis ich ihn habe. Er wird nie wieder aufstehen!“ sprach Semir mit einer großen Portion Hass in seiner Stimme. Ben schaute völlig geschockt, so hatte er seinen Partner noch nie erlebt. Nun platzten Ärzte in den Raum und auch sie waren erschrocken, als sie sahen, wie Semir auf einen Schrank einhaute. „ Herr Gerkhan hören sie auf! … Herr Gerkhan!“ befahlen sie, doch ihn interessierte das nicht. „ Greift ihn!“ forderte der Oberarzt seine Kollegen auf, die ihn festen Griffes unter Kontrolle zu bringen versuchten. Dabei mussten sie aufpassen, nicht selbst eine zu kassieren. Er wurde mühevoll ins Bett gebracht und bekam wieder eine Spritze verabreicht. Nach wenigen Augenblicken hatte er sich wieder beruhigt. Nach dem alles wieder in Ordnung gebracht worden war, waren Ben und Semir wieder unter sich. Ben schaute seinen Partner nur an… Semirs Augen füllten sich mit Tränen… Keiner sagte etwas, nur der Mond schien in den Raum.


    Jack saß in einem Sessel und las die Zeitung. Doch nach wenigen Minuten reichte es ihm. Er stand auf und lief zu Andreas Zimmer. „ Sei ruhig verdammt noch mal!“ schnauzte er sie an, da sie nicht aufhörte um Hilfe zu rufen. Er packte sie am Kragen: „ Ich warne dich, wenn du dich nicht zusammenreizt, dann ist es aus mit dem lieben Onkel!“ Andrea gefror beinahe das Blut bei diesen Worten und sie wagte es nicht noch etwas zu sagen. Jacks drohende Augen ließen von ihr. „ Wir sehen uns morgen früh!“ Andrea blieb zurück und saß auf dem Boden. Sie schaute nach draußen. Eine Träne kullerte hinab und glitzerte im Mondlicht.
    Vielleicht trafen sich Semirs und Andreas Blicke in dem hell strahlenden Himmelskörper…

  • So weiter gehts! Und feeden nicht vergessen! ;):D


    Am nächsten Morgen kam Anna in das Krankenzimmer geeilt. „ Guten Morgen meine Herren!“ begrüßte sie die Beiden. „ Morgen Chefin!“ antworteten sie. Sie nahm sich einen Stuhl und setzte sich vor die Betten. „ Also, ich möchte jetzt sofort wissen, was hier gestern los war! Doktor Schmidt hat mich vor einer Stunde angerufen und mir gesagt, dass sie, Gerkhan hier randaliert haben!“ war sie schier entsetzt. „ Chefin, so war das nicht. Ich habe nicht randaliert.“ War Semir etwas verwirrt und Ben sah ihn ungläubig an.


    „ Glauben sie etwa, dass mich Schmidt angelogen hat? Er hat mir erzählt, dass man ihnen eine Spritze geben musste, weil sie ansonsten wer weiß was getan hätten. Also lügen sie mich nicht an!“ wurde ihre Stimme lauter. „ Tut mir leid Chefin, aber ich kann mich nicht so recht daran erinnern, was ich gemacht haben soll.“
    Anna schaute ihn irritiert an. „ Wirklich, ich weiß es momentan nicht.“ Räumte Semir erneut ein. „ Gut, ich werde jetzt noch mal mit Herr Schmidt reden.“ Sie erhob sich und ging ohne ein weiteres Wort hinaus.
    „ Man, die hatte ja vielleicht eine Laune. Sie hat nicht mal gefragt, wie es uns geht.“ Sagte Ben.
    „ Du keine Ahnung. Anscheinend bin ich echt zu weit gegangen.“ Meinte Semir ratlos. „ Ben, was war los gestern? Ich weiß auch nicht, warum ich mich nicht erinnern kann.“ Sagte Semir weiter. „ Sei froh, dass du es nicht weißt. Das war ziemlich hart gestern, so habe ich dich noch nie erlebt. Du warst völlig neben der Spur, bist aufgestanden und hast auf den Schrank eingekloppt. Ich sag dir, dass war heftig! “ erklärte Ben. Semirs Augen weiteten sich, er war beinahe schockiert von dem, was ihm sein Partner erzählte. Ein Blick auf den Schrank verriet, dass er Recht hatte. Er musste hart drauf geschlagen haben, denn so schön sah der Schrank nicht mehr aus. „ Und du hast nur zugesehen… ich meine…“ versuchte Semir zu verstehen. „ Na ja, ich habe dir ja mehrmals was gesagt, doch du hattest alles um dich herum abgeschaltet. Du hast überhaupt nicht auf meine Worte reagiert.“


    Im nächsten Moment betrat Schmidt das Zimmer. „ Guten Morgen!“ sagte er als erstes. „ Wie geht es ihnen?“ stellte er die erste Frage. „ Haben sie sich wieder beruhigt Herr Gerkhan?“ kam sogleich die nächste Frage, aber diesmal nur an Semir gerichtet. „ Ich kann mich nur bei ihnen entschuldigen. Ich weiß nicht, was da in mich gefahren ist und ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann!“ erzählte Semir kurz. „ Gut, dann ist ja alles in Ordnung, wenn sie ihre Fehler einräumen. Nicht, dass Frau Engelhardt noch einen schlechten Eindruck von diesem Hause hier bekommt!“ gab der Arzt zurück. „ Sagen sie Doc, warum ist das gestern passiert? Ben meinte, ich sei völlig neben der Spur gewesen, völlig aggressiv. Das gibt mir ein wenig zu denken.“ Suchte Semir nach Antworten. „ Frau Engelhardt hat mich informiert, so wie ich das sehe war das ganz klar eine Schockreaktion. Und ihrer Lage entsprechend sehr ausgeprägt. Schließlich wurde ihre Familie entführt… Oh tut mir leid, ich wollte nicht so indiskret sein.“ Entschuldigte er sich für seine letzten Worte. „ Ist schon ok. Es wird nicht mehr vorkommen und danke, dass sie mich abgebracht haben, noch mehr anzurichten.“ Streckte er ihm seine Hand entgegen. „ Kann ich denn heute das Krankenhaus verlassen?“ fragte Semir dann. „ Sie wissen schon, dass sie am Arm verletzt worden sind und auch so ist ihr Immunsystem noch sehr geschwächt.“ zweifelte der Arzt seine Frage an. „ Ja ich weiß, aber ich halte es nicht aus, hier noch weiter rum zu liegen und nichts zu tun… Sie müssen verstehen.“ „ Ja das tue ich. Sehr gut sogar Herr Gerkhan. Ich kann sie nicht gegen ihren Willen hier festhalten… Sie dürfen gehen, aber nur unter der Bedingung, dass sie zu Hause bleiben und sich schonen… Und bevor sie etwas einzuwenden haben: Ich werde ihrer Chefin bescheid sagen, also müssen sie sich daran halten.“
    Der Arzt stand auf und ging zu Ben. Eine weitere Schwester kam hinzu, um den Verband zu wechseln. „ Und wie sieht es bei ihnen aus Herr Jäger?“ wollte er wissen. „ Ich fühle mich sehr gut. Und darum würde ich auch gerne heute gehen!“ sagte Ben sicher und der Arzt glaubte sich verhört zu haben. „ Ich weiß, ich hatte eine Kugel im Bein, die gut getroffen hat, aber mir geht es wirklich gut. Außerdem muss ich doch aufpassen, dass mein Partner sich an ihre Anweisungen hält.“ Scherzte er leicht und hoffte den Doc überzeugen zu können. „ Herr Jäger, das kann ich nicht verantworten… Die Wunde ist noch nicht mal annähren verheilt!“ deutete er darauf und Ben musste weg gucken. Leicht verzog er das Gesicht, als die Schwester an der Verletzung werkelte. „ Sie sagen also, dass sie fit sind? Den Eindruck habe ich nicht!“ sprach der Arzt sicher. „ Erstens sagte ich nur, dass es mir gut geht und zweitens bin ich gestern auch mit dem Bein klar gekommen… Sie müssen sich das vorstellen, da waren wir in dem Gebäude und dann…“ wollte Ben zu einer Story ausholen. „ Ja ich weiß Herr Jäger, aber ich weiß auch, dass sie ohne ihren Partner jetzt nicht mehr leben würden, weil sie wegen ihrer Verletzung nicht mehr aufstehen konnten!“ hatte der Arzt die besseren Argumente. Ben machte sich etwas kleiner und der Arzt ging hinaus. „ Ich werde mit ihrer Chefin reden und dann werden wir weitersehen.“ Die Tür fiel zu- Semir grinste Ben an, weil er gehen durfte und Ben nicht. „ Ja sehr witzig. Danke, dass du dazu auch mal was gesagt hast. Auch du hast eine Schussverletzung, aber du darfst natürlich gehen.“ War Ben beleidigt.

    Zu dieser Zeit war Andrea bereits am Arbeiten. Sie kam sich wie Aschenputtel vor, da sie Jacks Haus putzen musste. Er hatte sie gezwungen den ganzen Haushalt zu erledigen, wenn sie etwas zu Essen bekommen wollte. Aida saß immer in ihrer Nähe mit ihrem Teddy in der Hand und wunderte sich über ihre Mama und die neue Umgebung, da sie die Situation nicht verstand. Jack kam in das Zimmer, wo sie gerade zu tun hatte und streichelte ihr über den Rücken. „ Lassen sie das! Wahren sie gefälligst Abstand!“ wurde sie gleich giftig. „ Tut mir leid, aber einer solchen Frau kann ich nicht widerstehen, die sogar beim Putzen so sexy aussieht.“ Ließ er nicht von ihr ab. Sie drehte sich um und drohte ihm mit einem Messer, welches sie sich schnell gegriffen hatte. „ Aber, aber sie brauchen doch nicht gleich so auszurasten.“ Beruhigte er sie und nahm ihr das Messer ab. So schnell konnte sie gar nicht gucken. Er zog sie an sich und drückte seine Lippen auf ihre. Andrea wehrte sich und schubste ihn von sich. „ Jetzt hören sie endlich auf damit und vor allem nicht vor der Kleinen! Sie sind einfach nur widerlich!“ Andrea wollte weg, doch Jack war schneller. Er packte sie und zog sie wieder in die Küche. „ Ich schleife dich immer wieder hier her! Du kannst tun was du willst, ich kriege dich sowieso!“ sagte Jack drohend. Immer noch wehrte sie sich mit Händen und Füßen, doch ein gezielter Griff und er hatte Andrea unter Kontrolle. „ Ich sage es dir noch mal, wenn du dich nicht zusammenreizt und das tust, was ich will, dann kannst du was erleben!“ wurde Jack ungehalten. „ Ich bin nicht ihr Sklave, ich weigere mich… lassen sie mich los!“ schrie sie und die kleine Aida schaute nur mit großen Augen zu.
    „ So, damit du wieder zur Ruhe kommst!“ sagte er und band sie an einem Stuhl fest. „ Machen sie mich los… ich schreie das ganze Haus zusammen…!“ quietschte Andrea. „ Na, na das glaube ich kaum. Wenn ich in einer Stunde wiederkomme, dann wirst du dich für dein Verhalten entschuldigen!“ forderte er und griff nach seiner Jacke. „ Halt!“ sagte sie schnell.

  • So gestern hatte ich leider keine Zeit, da meine mum Geburtstag hatte, darum kommt heute ein bisschen mehr! Und weiter so schön feeden! LG, Franzi :)


    „ Was gibt’s denn noch? Ich muss los! Hast du dir es anders überlegt?“ Andrea schaute wieder weg. „ Nichts habe ich, ich will nur wissen warum.“ Meinte sie kurz. „ Ach so ist das. Du willst wissen warum du hier bist? Das ist ja vorzüglich. Ich erkläre es dir gerne: Dein Gatte und dessen Partner wollte ich fertig machen. Ich schwöre dir, ich hätte sie zu Tode gequält… Aber da die Dinge anders gekommen sind musste ich eben umdisponieren. Das Schicksal meinte es gut mit mir und gab mir dich. Jetzt kann ich also in Ruhe zusehen, wie sich dein Mann selbst fertig machen wird. Natürlich unterstütze ich ihn dabei…


    Er wird verzweifeln, da er nichts finden wird…Und dann, wenn er am Boden ist, werde ich eine Kleinigkeit arrangieren, die ihn und Ben aus einander bringen wird. Ganz zufällig wird der liebe Ben nach dem Streit verschwinden und Semir wird sich unendliche Vorwürfe machen… Ach ja, Ben ist dann ja hier bei uns, sodass ich mich auch schön um ihn kümmern kann. Schließlich trägt Semir nicht die ganze Schuld.“ erzählte Jack mit einer Inbrunst, die Andrea wütend machte.
    „ Sie werden keinen von Beiden etwas tun! Lassen sie sie in Ruhe, sie haben ihnen nichts getan!“ ergriff Andrea das Wort. „ Ach ja nichts getan… aber woher sollst du das auch wissen?“ indem er ihr wieder über das Gesicht fuhr. „ Du kannst mich nicht daran hindern!“ sagte er, stand auf und verließ das Haus, nachdem er ihr den Mund verklebt hatte. Sofort versuchte Andrea die Fesseln zu lösen, doch sie waren zu fest. Sie hatte jetzt ca. eine Stunde Zeit, um sich zu befreien. Ihr Wille war stark, doch reichte das aus?


    Inzwischen war Semir schon abfahrbereit und Ben schmollte noch immer. „ Ben, jetzt hör auf so zu gucken. Was kann ich dafür, wenn die dich nicht gehen lassen wollen? Ich denke die Krankenschwestern wollen dich hier behalten. Das ist doch immer so, dass alle Frauen auf dich fliegen. Die freuen sich bestimmt schon wieder darauf den Verband zu wechseln.“ Machte sich Semir heimlich über ihn lustig und Ben erwiderte nur ein ironisches Grinsen. Dann kam der Arzt erneut in das Zimmer und Ben schaute ihn erwartungsvoll an.


    „ Es tut mir leid Herr Jäger, aber sie dürfen heute noch nicht gehen. Sie werden es wohl noch ein paar Tage hier aushalten müssen.“ Musste er ihn enttäuschen. Sogleich war Ben genervt. „ Das war ja klar, er darf gehen, obwohl er auch angeschossen worden ist und ich muss noch das Bett hüten.“ Semir grinste in sich hinein, Ben konnte wirklich eine kleine Zicke sein. Nach dem der Arzt wieder gegangen war, ging Semir zu Ben. „ Hey komm die paar Tage schaffst du schon, ich muss auch zu Hause bleiben.“ Versuchte er ihn zu besänftigen. „Na ja gut, dann bis später!“ verabschiedete sich Ben und Semir verließ mit einem „Tschau Partner!“ den Raum.


    Natürlich hörte Semir nicht auf den Arzt und fuhr zur PAST. Er wollte sich wenigstens die Ergebnisse holen. Nach einer Weile kam er an und wurde von den Kollegen begrüßt. Alle waren froh, dass die 4 heil aus der Sache herausgekommen waren. „ Wo hast du denn Ben gelassen?“ fragte Dieter gleich. „ Er wollte noch nicht gehen, also bleibt er dem Krankenhaus noch ein paar Tage erhalten!“ scherzte Semir und Dieter guckte etwas verwirrt. „ Das wundert mich aber, ich dachte er kann genau wie du Krankenhäuser nicht ausstehen!“
    „ Tja so kann man sich täuschen!“ witzelte Semir. Er musste es sich verkneifen loszulachen und ging in sein Büro. „ Du Semir, wenn du gleich nach Hause fährst, dann richte doch bitte Andrea und der Kleinen liebe Grüße von mir aus! Ich habe sie so lange nicht mehr gesehen!“ rief Hotte ihm zu, bevor Semir hinter der Tür verschwand. Semir blieb regungslos stehen, wieder wurde die Freude vertrieben. Jeder Ablenkungsversuch schien nicht zu funktionieren. Ohne ein Wort ging er nach einer kurzen Starre weiter und schmiss die Tür hinter sich zu. Hotte guckte verdutzt und auch Dieter zuckte mit den Achseln. „ Was ist denn mit dem los?“ wunderten sie sich. Susanne ging zu den Beiden, die es anscheinend als Einzige mal wieder nicht mitbekommen hatten und klärte sie auf. „ Musste das jetzt sein? Man, man!“ schimpfte sie mit ihnen. Dieter und Hotte waren völlig entsetzt und hielten sich die Hand vor den Mund. „ Oh Gott!“ waren sie sich einig.


    Semir hatte sich an seinen Platz gesetzt und stützte seinen Kopf in die Hände. Er fuhr sich durchs Haar und sagte etwas vor sich hin. Doch dann stand er wutentbrannt auf und schmiss die Zettel vom Tisch. Hotte kam zu ihm geeilt und fasste ihm beruhigend auf die Schulter, doch er wies ihn zurück. „ Du Semir, ich wollte dir sagen, dass mir das mit eben Leid tut und du sollst wissen, du bist nicht allein.“ Semir schaute ihn nur an und Hotte ging wieder hinaus. Anscheinend wollte er allein sein. Im nächsten Moment besann sich Semir wieder und stürmte aus dem Büro. „ Susanne, wo sind die Akten?“ fragte er unhöflich. „ Hier.“ Sagte sie jedoch freundlich. Sofort schlug er sie auf und es fielen ihm 2 Blätter entgegen. „ Man so ein Mist!“ fluchte er und bückte sich. „ Du Semir, wäre es nicht besser, wenn du nach Hause fährst? Die Chefin sollte es sowieso nicht sehen, dass du hier bist.“ Sprach Susanne ihn an. Semir schaute durch die Runde. „ Lasst mich doch einfach in Ruhe! Ihr habt doch keine Ahnung!“ schrie er seine Kollegen ohne Grund an und verließ ohne ein weiteres Wort die PAST. Sein Auto raste quietschend vom Gelände und die Kollegen waren noch völlig benommen von dem, was sich gerade zugetragen hatte.
    Zu Hause angekommen schmiss Semir die Jacke von sich und setzte sich auf die Couch. Er stand wieder auf, da er sich auf den Kuschellöwen von Aida gesetzt hatte, mit dem sie ihn immer anfauchte. Er nahm ihn fest in die Hand und drückte es an seine Stirn. Er beugte sich nach vorne und die ersten Tränen nässten das Stofftier.

  • Hallihallo da bin ich wieder! :D Hier kommt ein kleinerer Teil, da ich heute Abend bestimmt nochmal was reinstellen werde! Das Stück muss jetzt erstmal reichen... ;) Und danke für eure super tollen Feeds! :)


    „ Ben? Ben wie geht’s dir?“ rief Susanne ihn im Krankenzimmer an. „ Na ja könnte besser sein. Ich darf nämlich nicht gehen.“ Beschwerte er sich. „ Ach so, Semir hat das aber anders erzählt. Da wollte er sich wohl einen Scherz erlauben.“ Wunderte sie sich. „ Ach, Semir war bei euch? Er sollte doch gleich nach Hause fahren.“ Wunderte sich nun auch Ben. „ Ja er wollte sich die Akten für den Fall holen und er ist richtig ausgerastet.“ War Susanne besorgt. „ Hm kann ich mir vorstellen, war hier auch so. Er ist momentan einfach völlig durch den Wind!“ ergänzte Ben. „ Ja und ich mache mir wirklich Sorgen um ihn. Er ist allein zu Hause, wer weiß…“ blieben Susanne die Worte weg. „ Nein hör auf das zu denken. Semir würde sich nie etwas antun. Was wäre dann mit seiner Familie? … Nein, die lässt er nicht zurück. Die würde er niemals bei einem Killer lassen. Er sucht sie solange bis er sie findet.“ Beruhigte Ben sie. „ Ben, ich möchte dich bitten nach ihm zu schauen. Ich denke Gesellschaft und Unterstützung ist jetzt besonders wichtig. Wenn er allein an diesem Fall arbeitet, dann wird er daran kaputt gehen, da bin ich mir sicher.“ Erklärte sie weiter. „ Ja das würde ich ja gerne, aber soll ich ihn etwa von hier aus anrufen? Das bringt doch nichts. Am besten die Kollegen sehen nach ihm, bis ich hier rauskomme.“ Schlug er vor. „ Ja du hast Recht. Ich werde mich darum kümmern. Bis später und gute Besserung!“ sagte Susanne abschließend. „ Dank dir. Tschau!“ Das Telefonat war beendet.


    Inzwischen kämpfte Andrea noch immer mit den Fesseln. Sie konnten nicht mehr lange halten. Sie freute sich und dachte, dass sie nun endlich nach Hause gehen könne. Doch plötzlich wurde ein Schlüssel ins Schloss gesteckt und herumgedreht. „ Scheiße, das darf doch nicht wahr sein.“ Fluchte sie innerlich, als Jack die Wohnung betrat. Sofort saß sie wieder still, damit er nichts bemerkte. „ Hallo Andrea!“ sagte er mit zynischer Stimmlage. Sie antwortete nicht. Er kniete sich zu ihr, zog das Klebeband ab und griff ihr unsanft ans Kinn. „ Hat hier wer auf stur geschaltet?“ fragte er beinahe enttäuscht. „ Lassen sie mich los! Lassen sie uns gehen!“ sagte sie ihm direkt ins Gesicht. „ Ach nicht schon wieder. Das hatten wir doch schon Andrea! Du weißt genau, dass das nicht geht.“ Musste er sie enttäuschen. „ Was haben sie jetzt vor?“ wollte sie wissen, während sie weiter unauffällig an den Stricken zerrte. „ Ich? Na ja nichts. Ich werde warten. Ein paar Tage vielleicht und in dieser Zeit habe ich genug Zeit mich vollkommen dir zu widmen.“ Sagte er wieder mit diesem für Andrea widerlichen Unterton. Er stand auf und füllte sich ein Schluck Cognac in ein Glas. „ Semir wird uns finden! Und dann gehen sie ins Gefängnis!“ drohte sie ihm. Jack verschluckte sich fast an seinem Getränk, da er anfangen musste zu lachen. So ein fieses Lachen hatte sie noch nicht gehört.


    „ Bist du dir da sicher ja? Er wird gar nichts finden, wo soll er denn suchen? Soll er jedes einzelne Haus abklappern? Ah ich lache mich tot!“ feierte er, als wäre er bereits von dem kleinen Schluck Alkohol besoffen. Andrea sah ihm nur grimmig zu und merkte plötzlich, dass sie sich befreit hatte. Er drehte sich um und sie war schnell still.
    „ Sag mal, wie sieht es mit der Entschuldigung aus?“ verlangte er eine Antwort von ihr. Doch sie sagte nichts, sie sah es nicht ein sich zu entschuldigen. Für was? Auch in solch einer Situation bewahrte sie sich ihren Stolz. Sofort ging er auf sie zu und zog an ihren Haaren. Andrea quiekte und wehrte sich.