Unter Drogen

  • Mit Elviras Hilfe die mal Korrekturlesen gemacht stelle ich nun diese Story rein.
    Ich bedanke mich ganz Herzlich für die Zeit die sie aufgebracht hatte.
    Danke dirrrrrrrrrrrrrr :P



    Story: Unter Drogen
    ( den Titel hat Elvira mir vorgeschlagen und ich würde sagen jaaaa)






    Nadja Kranich wollte Tom in Köln besuchen. Sie fuhr mit ihrem Z3 auf der A4 und kam recht zügig voran. Doch als sie sich in die Abfahrt
    einreihen wollte, standen plötzlich rechts und links dunkle Wagen.
    Nadja geriet in Panik. Was wollten die Männer? Fragte sie sich und
    versuchte sich zu lösen, indem sie Gas gab. Doch der Versuch
    scheiterte. Die Männer drängten den Wagen auf den nächsten
    Parkplatz und zwangen Nadja in eines ihrer Fahrzeuge. Nadja versuchte
    sich zu wehren, doch gegen die Männer kam sie nicht an. Wenig später
    wurde sie gezwungen die Telefonnummer von ihrem Bruder Tom bekannt zu
    geben. Nadja tat es denn sie hatte die Hoffnung, dass Tom ihr helfen
    konnte. Noch ahnte sie nicht, was die Männer von ihrem Bruder
    wollten.




    Tom schrak aus dem Schlaf hoch, als er sein Handy hörte. „Egal wer da
    ist… leg besser wieder auf, bevor ich einen Wutanfall bekomme.“
    Meldete er sich verschlafen. „Wir haben deine Schwester. Wenn du
    nicht willst das sie stirbt, und davon gehen wir aus, dann solltest
    du tun, was wir wollen. Komm in die alte Gießerei in Köln -
    Longerich. Allein!“ hörte er einen Mann sagen. Tom schluckte
    trocken. „Wann?“ fragte er hart nach. „Sofort und kein Wort zu
    niemandem!“ warnte ihn der Anrufer. Nur wenig später war er
    angezogen und ging ohne zu frühstücken in die Tiefgarage, wo sein
    Dienstwagen parkte. Er stieg ein und blieb zunächst am Steuer
    sitzen. Dann atmete er tief durch. Er spielte tatsächlich mit dem
    Gedanken Semir anzurufen. Doch was würde dann mit Nadja passieren?
    Was würden sie tun? Lebte sie überhaupt noch? Warum hatte er nicht
    gefordert mit ihr sprechen zu dürfen. Jeder hätte anrufen und sich
    damit einen Scherz machen können. Dann endlich startete er den Motor
    und fuhr auf die Autobahn. Zum Glück war nicht viel Verkehr und er
    kam zügig voran. Nur eine halbe Stunde später hatte er das Ziel
    erreicht.


  • Naja ich will mal nicht so sein schließlich ist ja weihnachten und heute kein cobra :)




    Tom
    betrat die große Halle Erst sah er gar nichts, doch dann hörte er
    ein Geräusch und ging ihm nach. In einer weiteren Halle sah er seine
    Schwester. Sie sah ihn ängstlich an. Tom wollte gerade zu ihr gehen,
    als er drei Männer auf sich zukommen sah. Er blieb stehen und sah
    sie an. „Pass auf!!“ hörte er Nadja plötzlich schreien, doch da
    spürte er bereits einen weiteren Mann hinter sich. Er drehte sich
    blitzschnell herum und sah in die Mündung einer Waffe. Tom hob die
    Hände. An Flucht war nicht zu denken. Sie hatten ihn in ihrer
    Gewalt. Ehe er etwas sagen konnte, hebelte einer der Männer ihm die
    Beine weg. Tom stürzte zu Boden und sie nagelten ihn fest. Das
    letzte was er spürte war als eine Nadel sich in seine Vene bohrte.
    Das letzte was er hörte waren die Schreie und das Weinen seiner
    Schwester. Bevor er ganz wegtrat, hörte er wie einer der Männer ihn
    warnte niemanden etwas zu sagen, denn sonst würde Nadja sterben.
    Dann trat er kurz weg.

  • Semir saß im Büro und schaute auf die Uhr. Tom kam wieder einmal zu spät.
    Zwar war es erst eine Stunde, aber immerhin. Schließlich wollten sie
    heute eigentlich früher Schluss machen, doch dafür müssten sie das
    Tagespensum wenigstens erledigen. Mit einem tiefen Seufzer machte er
    sich an die Arbeit. „Morgen“ murmelte es plötzlich hinter ihm.
    Semir drehte sich um und sah Tom an. Sofort fielen Semir die tiefen
    Ringe unter und der rote Hintergrund in den Augen auf. „Wo warst du
    denn? Irgendwie siehst du ziemlich müde aus. Hast du zuviel gesoffen
    oder was?“ grinste Semir ihn an. „Noch zuhause… Nadja hat mich
    besucht und wir sind dann noch essen und dann haben wir geredet. War
    ziemlich kurz die Nacht. Zumindest was das Schlafen anging.“
    Erklärte Tom und setzte sich an seinen Tisch. „Warum hast du sie
    nicht mitgebracht?“ wollte Semir wissen. Tom zuckte mit den
    Schultern. „Sie ist heute Morgen direkt wieder gefahren.“ gab er
    etwas gleichgültig zurück. „Ohne sich bei mir zu melden?“ kam
    erstaunt von Semir. Tom zuckte erneut mit den Schultern. „Tja…
    warum denn auch nicht. Sie ist schließlich meine Schwester.“ kam
    als Antwort.


    Semir schüttelte nur leicht den Kopf und sah Tom einfach nur an. Dieser
    machte sich daran die Berichte zu schreiben. Irgendwas stimmte da
    nicht. Tom schien bedrückt. Etwas beschäftigte ihn. Doch scheinbar
    wollte er da nicht drüber reden. Doch er wusste genau, wenn er ihm
    genügend Zeit gab, dann würde Tom von allein kommen und ihm
    erklären was es war. Semir wollte ihm die Zeit geben. Der Tag neigte
    sich schnell dem Ende. Und statt mit Semir in die Kneipe zu gehen,
    wie es eigentlich ausgemacht war, fuhr Tom allein nach Hause. Auch
    das war ein Verhalten, was Semir nicht kannte. Was war mit Tom? Wie
    konnte er sich so verändern?

  • Tom
    verließ die PAST zeitig. Doch kaum war er draußen, klingelte sein
    Handy. „Zeit für die nächste Spritze. Denk daran… wenn du nicht
    kommst, dann werden wir deine Schwester umbringen! Also sieh zu!
    Gleicher Ort und sofort“ lachte der Anrufer. Ehe Tom etwas
    antworten konnte, legte er auf. Tom startete den Wagen und rauschte
    davon. Nur kurz sah er im Rückspiegel seinen Partner und Freund.
    Doch Tom fuhr einfach weiter. Er wollte nicht, dass die Männer sich
    an Nadja vergriffen. Er durfte einfach nichts tun, was Nadja
    gefährden konnte. Auch diesmal musste Nadja zusehen, wie die Männer
    Tom eine Spritze verabreichten. „Du bist ein sehr günstiges
    Versuchstier. Die Droge wird vermutlich der Hammer werden…“
    lachte der Mann als er Tom die Dosis verpasste. Tom wartete einfach
    nur auf die Wirkung. Was würde es diesmal sein? Wutausbrüche?
    Schweißausbrüche? Ein tiefer Schlaf? Er wusste es nicht. Er konnte
    sich ja nicht einmal an den ersten Trip erinnern. Also blieb nur
    abwarten. So verliefen die nächsten Tage. Jedes Mal musste Tom sich
    eine Spritze setzen lassen um das Leben seiner Schwester zu schonen.
    Immer mehr driftete er in den Abgrund der Abhängigkeit und der
    Depressionen.




    Die
    Veränderung fiel Semir als Erster auf. „Tom? Kann ich mal mit dir
    sprechen?“ fragte er vorsichtig an, als Tom in die PAST kam. „Was
    ist denn?“ wollte Tom wissen. „Ich bemerke seit ein paar Tagen
    etwas Sonderbares an dir. Du hast dich verändert? Was ist denn los?“
    versuchte Semir es vorsichtig. „Nichts… nein… absolut gar
    nichts.“ Kam von Tom. Semir schüttelte den Kopf. „Das ist nicht
    wahr. Du bist verändert. Du bis aggressiv und scheinbar ständig
    neben dir. Was ist?“ grub Semir tiefer. Er war voller Sorge um
    seinen Freund und Partner. Doch egal was Semir fragte oder sagte, Tom
    wich allem aus. Er ließ keinen an sich heran. Semir ließ ihm Zeit.
    Doch er sah genau, dass es nicht lange dauern würde.

  • Da ich kein Feedback bekomme gebe ich mal nur einen teil heute ;( Dabei will ich doch nur Spielen :D



    Tom
    schloss die Augen. Er wollte Semir an liebsten alles sagen, doch was
    geschah dann mit Nadja? Würden die Typen sie wirklich töten. Bisher
    schien sie als Druckmittel gegen Tom zu genügen. Semir war der
    einzige der helfen konnte. ER war der einzige, dem Tom vertraute. Tom
    stand auf und verließ das Büro. Er brauchte frische Luft. Er musste
    einen freien Kopf bekommen, rational denken…. Er musste sich
    endlich gegen diese Männer wehren, die ihn als Versuchskaninchen
    benutzten. Nur fünf Minuten später war er wieder im Büro. Er hatte
    sich entschlossen noch zu warten. ER musste es einfach versuchen.
    Doch bereits am nächsten Tag sollte sich alles wenden. Tom kam wie
    gewohnt mürrisch und völlig übernächtigt ins Büro. Semir sah ihn
    besorgt an. Tom schwankte und natürlich bemerkte er es. Er sprang
    auf und konnte Tom gerade noch stützen, der nun endgültig zusammen
    brach.

  • Najut da unser gitti mir sonst noch vom stuhl fällt wenn sie bis morgen warten muss habe ich mal mitleid und sie bekommt noch ein stück.

    Hey!!!
    Setzt dich erst mal. Was ist denn mit dir. Und komm nicht damit, es
    ist nichts“ fauchte Semir Tom an. „Nichts… wirklich… nur eine
    kleine Schwäche… Bin schon wieder okay…“ meinte Tom schwer
    atmend. „Nein… das bist du nicht. Also… ich bringe dich jetzt
    zu Andrea und die passt auf dich auf. Wenn es dir besser geht, dann
    wirst du mir alles erzählen, was mit dir los ist. Und wenn ich sage
    alles, dann meine ich auch alles.“ Drohte Semir. Tom sah ihn an.
    „Ich brauche keinen Aufpasser…“ presste er raus. Doch Semir
    ließ sich nicht beirren und nachdem Tom von Andreas Kaffee getrunken
    hatte, kam wenigstens der Kreislauf wieder in Schwung. Semir warf
    Andrea einen fragenden Blick zu. Auch sie hatte bemerkt, dass Tom
    sich verändert hatte, doch woran konnte das liegen? Als Tom
    einigermaßen wieder fit war, zog Semir ihn mit nach draußen. Dort
    setzten sich beide auf die Treppe und saßen vorerst einfach nur da.
    Niemand sagte etwas. Sie sahen sich nicht einmal an. Nach einer Weile
    holte Semir tief Luft. „Also… was ist mit dir los?“ fragte er
    erneut. Tom räusperte sich etwas und plötzlich sprudelte es nur so
    aus ihm heraus. „Jemand hat meine Schwester entführt. Seit einem
    Monat werden mir jeden Morgen Spritzen verabreicht. Wenn ich mich
    dagegen wehre, werden diese Leute Nadja umbringen. Ich muss jeden
    Morgen zur alten Gießerei in Köln Longerich fahren und jedes Mal
    sehe ich Nadja dort. Sie ist voller Angst und ich kann ihr nicht
    einmal helfen. Ich muss es machen… ich darf sie nicht gefährden…“
    erklärte Tom und Semir sah deutlich wie die Tränen herunter liefen.
    „Warum hast du mir nichts gesagt? Ich hätte doch helfen können…
    ich kann immer noch helfen.“ bot Semir an. Tom nickte. „Ich
    wollte nichts sagen. Ich konnte einfach nicht. Diese Männer spielen
    nicht nur. Sie würden ohne zu zögern, Nadja umbringen. Niemand darf
    davon wissen. Die Kerle dürften nicht einmal erfahren, dass ich dir
    etwas erzählt habe.“ kam leise von Tom. Semir nickte. „Ich
    verstehe…. Also nichts zu der Chefin. Aber dir ist schon klar, dass
    wir es nicht immer geheim halten können, oder?“ stellte er fest.
    „Ja ich weiß….“ gab Tom zu und „Danke…“ fügte er noch
    hinzu. Semir sah ihn an. „Wie soll es nun weitergehen?“ fragte er
    nach. Tom zuckte mit den Schultern. „Die Typen dürfen nichts
    merken. Ich meine, sie müssen….“ Er holte tief Luft. „Ich
    werde zunächst genauso weitermachen, wie sie es verlangen. Ich lasse
    mir dieses Zeug spritzen.“ Vollendete er seinen Satz. Semir sah ihn
    geschockt an. Das er damit nicht einverstanden war, brauchte er Tom
    nicht zu sagen. Das wusste dieser sehr genau.

  • Najut letzter teil für heute danach müsst ihr bis morgen warten.

    Mal schauen was ihr euch so alles in eurer Pfantasie so zusammenspinnt.

    Da Feedmangel ist gibts auch nur ein Abschnitt jetzt :P


    Nur
    kurz nach dem Gespräch wurde Semir in Annas Büro zitiert. „Sie
    haben doch eben mit Tom gesprochen. Hat er Ihnen verraten, warum er
    die letzten Tage so sonderbar ist?“ wollte sie wissen. Semir
    schüttelte den Kopf. „Ich hab es versucht, aber er sagt mir
    nichts.“ Erklärte er. Anna nickte. „Das hätte ich mir auch
    denken können.“ Gab sie wieder und sah Semir an. Dieser nickte.
    „Ich denke er braucht nur etwas Zeit. Dann wird er vielleicht
    reden. Wir müssen einfach nur abwarten.“ Erklärte er weiter.
    „Machen Sie das, aber bitte passen Sie gut auf ihn auf. Und Semir…?
    Sie würden mir doch sagen, wenn Sie es wüssten oder?“ harkte Anna
    nach. Semir lächelte. „Ja sicher, Chefin. Sie kennen mich doch.“
    gab er zurück. Anna sah ihm nach, als er das Büro verließ.
    Irgendwie ahnte sie, dass etwas nicht stimmte. Sie kannte Tom und
    Semir gut genug um zu wissen, dass die Beiden etwas verbargen. Doch
    sie wusste auch, dass wenn es Zeit wurde sie die erste war, die es
    erfuhr.

  • Am
    nächsten Tag ging es Tom schlechter. Semir sah es mit Besorgnis und
    hoffte das Tom endlich zustimmte. Er hatte ihm einen Plan vorgelegt,
    um Nadja aus den Fängen zu reißen und Tom ebenfalls in Sicherheit
    zu bringen. Immer wieder versuchte er auf Tom einzureden. Dann
    endlich nach für Semir unendlicher Zeit stimmte Tom zu. Sie fuhren
    zur alten Gießerei nach Köln. Tom sollte vorfahren damit es für
    die Verbrecher so aussah, als würde er sich die nächste Ladung
    abholen. Das SEK war bereits früher anwesend und hatte sich
    versteckt. Niemand sah einen der vermummten Männer. Semir schlich
    hinter Tom her. Er folgte Tom in die Halle und sah kurz darauf wie
    man seinem Freund die Spritze geben wollte. Ein kurzer Aufruf an die
    SEK-Leute genügte und es stürmten ein Dutzend Männer die Halle.
    Doch einer der Verbrecher zielte mit der Waffe auf Tom und er drückte
    ab. Semir erstarrte in der Bewegung und sah seinen Freund zu Boden
    sinken. Die Männer des SEKs schossen auf den Schützen. Doch zu
    spät. Tom lag da und regte sich nicht.
    Nun schien auch Nadja zu
    begreifen, dass es vorbei war. Alles war vorbei. Sie schrie und
    weinte als Semir sie befreite. Dann rannte sie zu Tom, der immer noch
    reglos am Boden war. „Wo bleibt denn der Doc!!!“ schrie Semir und
    drehte Tom vorsichtig um.

  • So daaaa littlegitte so drum bettelt.... :) :)



    Für
    Semir dauerte es ewig, bis der Notarzt eintraf. „Nur keine Panik.
    Die Kugel steckt in der Schulter. Er kommt direkt in die Uniklinik.
    Die ist am nächsten. Hat er irgendwelche Medikamentenallergien?“
    wollte der Arzt wissen. „Nein… aber… aber diese Typen, sie
    haben ihn seit einem Monat etwas gespritzt. Ich weiß nicht was es
    war, vielleicht eine neue Droge, oder ein Medikament….“ Kam leise
    fast schon hilflos von Semir. Der Arzt nickte. „Gut… das finden
    wir raus.“ Meinte er nur und ließ Tom abtransportieren. Dann
    kümmerte er sich um Nadja, die in einer ziemlich schlechten
    Verfassung war. „Hat man Ihnen etwas gespritzt?“ fragte der Arzt.
    Nadja schüttelte teilnahmslos den Kopf. Der Arzt leuchtete ihr in
    die Augen. Sie zitterte am ganzen Körper. „Okay… ich bringe Sie
    auch ins Krankenhaus. Kennen Sie den Mann, der angeschossen wurde?“
    fragte er weiter. „Es ist ihr Bruder…“ antwortete Semir
    besorgt. „Gut… dann kommt sie auch in die Uniklinik. Dann kann
    sie bei ihm sein.“ nickte der Arzt. „Darf ich auch mit?“ wollte
    Semir wissen. Der Arzt lächelte. „Sie fahren am Besten hinterher,
    sonst wird es zu voll im Wagen.“ Meinte er nur.

  • Da heute Silvester ist gibts 2 Absätze aber kommt kein Feed stelle ich euch moren wieder auf Nahrungsentzug... :)

    Nur
    eine halbe Stunde waren die Chefin und Semir auf dem Flur in der
    Uniklinik. Sie liefen den Flur rauf und runter, schauten zur Uhr und
    sahen sich gegenseitig an. „Vielleicht hat die Kugel doch größeren
    Schaden angerichtet, als gedacht?“ mutmaßte Anna. Semir sagte
    nichts. ER wartete darauf, dass ein Arzt herauskam und endlich sagte,
    was Tom gespritzt wurde und wie es ihm ging. Welche Nebenwirkungen
    dieses Mittel hat und wie lange es brauchte um vom Körper abgestoßen
    zu werden. Doch die Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt.
    Endlich nach gut 45 Minuten wurde Tom heraus geschoben. „Sofort auf
    die Intensiv!“ befahl der Arzt und sah zu Semir und Anna. „Was
    ist mit ihm?“ fragte Semir besorgt. „Nun… die OP ist relativ
    gut verlaufen, allerdings haben wir Probleme den Kreislauf zu
    stabilisieren. Das liegt vermutlich an dem Zeug was man ihm gespritzt
    hat. Erst wenn sich das normalisiert hat, dann kommt er auf die
    normale Station.“ Erklärte der Arzt. Semir nickte. „Darf ich zu
    ihm?“ wollte er wissen, doch der Arzt lehnte ab. „Er liegt noch
    in tiefer Narkose. Am Besten kommen Sie morgen wieder. Ach die
    Schwester von Herrn Kranich liegt zwei Stationen höher. Wenn Sie ihr
    die Nachricht überbringen würden, dass ihr Bruder es überstanden
    hat, wäre ich Ihnen sehr dankbar.“ Meinte der Arzt. „Ja sicher…
    danke Doc.“ Verabschiedete sich Semir und ging mit Anna zu Nadja.



    Nadja
    lag wach in ihrem Bett. Sie überlegte die ganze Zeit wie es Ihrem
    Bruder wohl gehen mag und ob er alles gut überstanden hat. Sie sah
    immer wieder vor Ihre inneren Augen wie er angeschossen zu Boden ging
    und jeden Tag sich Spritzen geben ließ damit sie am Leben blieb. Sie
    wusste nicht was das für welches Zeug war was er bekommen hatte aber
    sie wusste dass Tom davon Abhängig werden und sogar sterben könnte.
    Während Sie sich Gedanken um Ihren Bruder machte merkte Nadja nicht
    das Semir und Anna hereinkamen und sich zu Ihr gesellten. Sie sah
    beiden besorgt ins Gesicht denn sie hatte Angst vor den Nachrichten,
    die Sie nun erwarten würde. Sie dachte zurück an den Spruch den Ihr
    Bruder mal zu Ihr sagte den er sich während seiner damaligen
    „Probezeit“ im Knast angeeignet hatte „ Schlimmer geht’s
    immer“. Sie wusste dass sie sich in dieser Situation aber nicht
    einfach mit den Worten über den Berg helfen konnte denn sie hatte
    keine Ahnung was genau mit ihm war. Als Semir und Anna ihr dann
    erklärten, dass es Tom gut ginge war sie sehr erleichtert. Noch
    ahnte sie allerdings nicht, dass die Beiden auch eine schlechte
    Nachricht in der Tasche hatten. „Er liegt noch immer auf der
    Intensivstation. Sein Kreislauf will nicht so wie die Ärzte es
    erwarten, aber das ist kein Grund zur Sorge. Ich denke mal, das Tom
    schon morgen anfängt Stress zu machen.“ Erklärte er lächelnd.

  • Am
    nächsten Tag besuchte Semir seinen Partner. Er kam sich hilflos vor.
    Am liebsten hätte er mit Tom getauscht. Der Kampf des Körpers gegen
    die Drogen. Die Entgiftung. Das war kein Spaziergang. Er dachte an
    die Entzugserscheinungen, die er bei anderen Abhängigen die eine
    Entgiftung machten, erlebt hatte in Erinnerung. So etwas wünschte er
    nicht einmal seinem ärgsten Feind. Der Arzt nickte Semir freundlich
    zu und riet ihm einfach hier zu bleiben und seinen Partner zu
    unterstützen, da Tom dringend Bezugspersonen brauchte die ihm
    stärken. „Sie sollten erwägen ihn in eine Entzugsklinik zu
    bringen. Dort kann man ihm das geben, was wir nicht haben. Zeit.“
    gab der Arzt ehrlich zu. Semir nickte und sah wieder auf Tom. Er
    wusste genau, dass er alles tun würde um ihm zu helfen. Er wollte
    nur dass Tom irgendwann sein normales Leben wieder aufnehmen konnte.
    Mit ihm über die Autobahn rasen und böse Buben stellen.

  • So ein Teil für euch aber nicht vergessen das Feedbacken ansonsten tue ich echt mal auf wenig Nahrung umstellen... :)

    Einige
    Tage später gaben die Ärzte „grünes Licht“ für den Transport
    in die Entzugsklinik in Köln. Semir hatte dort bereits einen Platz
    reserviert und nur so war gewährleistet, dass er Tom in der schweren
    Zeit des Entzuges unterstützen konnte. Tom wurde in den
    Rettungshubschrauber gebracht. Semir selbst fuhr mit seinem Wagen
    hin. Als die ersten Untersuchungen stand für die Ärzte fest, dass
    Tom es schaffen kann, sofern sein Wille stark genug ist. „Darauf
    können Sie sich verlassen. Und wenn ich ihm den Willen einprügeln
    muss.“ gab Semir leise zu verstehen. „Wenn Sie ihm wirklich
    helfen wollen, dann sollten Sie auf jeden Fall damit rechnen, dass er
    aggressiv wird, Schweißausbrüche bekommt, Sie anschreit und
    beschimpft, ja sogar bedroht. Aber er muss da durch. Wir können ihm
    die Schmerzen nehmen die der Entzug verursacht, aber nicht das
    psychische.“ Erklärte die Ärztin. Semir nickte. „Ich werde für
    ihn da sein.“ versprach er. Er hatte um bei Tom zu sein, Urlaub
    eingereicht. Anna Engelhard hatte sofort zugestimmt und ihn gebeten,
    dass wenn etwas fehlt sich bei ihr zu melden. Sie würde dann schon
    ihre Kontakte spielen lassen um Tom zu helfen. „Sagen Sie Tom, dass
    wir alle an ihn denken und hoffen, dass er bald wieder bei uns ist“
    bat Anna. Semir versprach es.

  • Er
    ging wieder zu Tom ins Zimmer. Es war bereits dunkel und die
    Nachtruhe kehrte ein. Der Dienstwechsel der Schwestern ließ Semir
    leicht aufschrecken, weil er plötzlich eine Hand auf der Schulter
    spürte. „Sie müssen jetzt gehen.“ hörte er sie sprechen. „Ich
    bleibe. Es ist mit dem Arzt abgesprochen.“ gab er zurück. Die
    Schwester sah ihn an. „Aber das geht doch gar nicht. Sie können
    nicht die ganze Nacht hier sitzen.“ Meinte sie nur. Eine weitere
    Schwester kam herein. „Es ist in Ordnung. Wir stellen ein zweites
    Bett hinein. Der Doc weiß Bescheid.“ gab sie Semir Recht. Nur
    wenige Minuten später stand das Bett darin. „Danke…“ sagte
    Semir leise und sah wieder auf Tom. “Was machst du denn hier…..“
    hörte er schwach. Erschrocken sah Semir seinen Partner an. „Ich
    bin hier um dir zu helfen…“ kam von Semir, der die Tränen kaum
    zurückhalten konnte. „Was ist… mit Nadja?“ kam von Tom die
    nächste Frage. „Es geht ihr gut. Sie hat alles überstanden und
    wartet auf dich.“ Erklärte Semir. Tom nickte und lächelte leicht.
    „Gott sei dank“ sagte er. Er sah sich in seinem Zimmer um. „Keine
    Gitter vor den Fenstern?“ fragte er verwundert. Semir musste
    lachen. „Nein warum denn? Das ist eine Entzugsklinik und nicht der
    Knast.“ Grinste er. „Wie lange muss ich hier bleiben?“ wollte
    Tom wissen. „Das liegt an dir. Wenn du mitarbeitest, dann denke ich
    solltest du es schnell schaffen hier wieder raus zu kommen. Dein
    Wille muss stark sein.“ meinte Semir nur. Tom grinste „Das ist
    leicht… Ich habe einen Dickkopf.“ gab er zu.

  • So da Ihr kein Feedback schreibt werde ich euch wohl bald auf diät setzen müssen ;)

    Semir
    nickte. „Ja sicher… und du wirst sehen… demnächst schrottest
    du wieder Autos mit mir um die Wette. Jagst mit mir Verbrecher und
    ärgerst die Chefin…“ lachte er. Tom sah ihn an. „Wieso musst
    du denn immer dabei sein?“ wollte Tom wissen. Semir verstand erst
    nicht, doch als er dann das breite Grinsen sah, wusste er, dass Tom
    einen Scherz machte. „Idiot…“ gab er von sich und lachte dann
    ebenfalls. „Dich bedrückt noch was, oder?“ harkte Tom nach, der
    sah das Semir sich noch mit etwas befasste. „Was? Nein…. Alles
    okay.“ nickte er. Tom kniff ein Auge zu. „Semir… du kannst mir
    nichts vormachen. Was ist es?“ kam beharrlich von ihn. Semir
    nickte. „Ich mache mir nur Gedanken, wie es nun weiter geht. Du
    kennst die Chefin. Die kehrt das unter den Tisch und gut ist. Aber
    die oberste Stelle… ich glaube nicht, dass sie…“ fing Semir an
    und stockte. „hey… was soll’s. Wir sehen jetzt erst einmal zu,
    dass du dieses verdammte Zeug aus dem Körper bekommst. Alles das was
    danach kommt, werden wir auch noch schaffen.“ lachte er.

  • So Littlegitti deine Anregung ist akzeptiert... :)

    Sie
    unterhielten sich noch etwas. Doch dann bemerkte Semir auch bei ihm
    die Müdigkeit. „Ich denke wir sollten schlafen.“ Meinte er und
    ging zu seinem Bett. Doch plötzlich fing Tom an zu zittern.
    „Semir...“ stieß er aus. Sofort war sein Partner allarmiert.
    „Tom? Was ist?“ fragte er, doch er gab sich selbst die Antwort,
    als er sah wie bei Tom der Schweiß ausbrach und er anfing zu
    zittern. „Es geht los. Tom… kämpf dagegen an! Bitte!“ stieß
    Semir aus und griff zur Hand von Tom. Er hielt sie fest und sah ihn
    an. Er betätigte die Klingel und nur wenig später standen die Ärzte
    am Bett. „Alles klar…. Es geht los. Herr Gerkhan. Sie müssen
    aufpassen. ER wird um sich schlagen. Wir sollten ihn festbinden,
    damit er sich und auch Sie nicht verletzten kann.“ meinte Der Arzt.
    Semir nickte. „Ich weiß…“ kam leise von ihm. ER sah wie der
    Arzt eine Spritze aufzog um wenigstens die Schmerzen zu lindern. Tom
    zitterte. ER hörte alles was der Arzt sagte. „Binden… Sie mich
    fest…. Ich … ich will das verdammte Zeug raus haben!“ schrie
    er.Er
    spürte die Wirkung der Spritze und sein Körper konnte sich etwas
    entspannen.




    Der
    Arzt nickte Semir zu und machte so Zeichen dass er mit ihm reden
    möchte. Semir nickte und verließ mit dem Arzt das Zimmer.“ Herr
    Gerkhan… es ist jetzt sehr wichtig. Neigt Herr Kranich dazu
    übermäßig aggressiv zu reagieren? Ich meine ist er leicht zu
    reizen, oder…“ fing der Arzt an. Semir fühlte sich etwas
    überrumpelt. „Warum wollen Sie das wissen?“ stellte er die
    Gegenfrage. „Nun davon hängt es ab, wie viel Beruhigungsmittel wir
    benötigen. Er wird auf jeden Fall fixiert werden, aber sie können
    dann eben nur so fest gemacht werden, dass er sich nicht selbst
    schlagen kann. Das ist eine der Reaktionen des Körpers wenn er das
    Gift nicht bekommt.“ Erklärte der Arzt. „Nein… er ist nicht
    aggressiv. Er will von dem Zeug wegkommen und er hat einen sehr
    eisernen Willen.“ Gab Semir wieder. Der Arzt nickte. „Danke…
    das wollte ich wissen.“ lächelte er. „Gehen Sie wieder zu ihm.
    Aber glauben Sie nicht, dass Sie heute Nacht zum schlafen kommen.
    Zumindest nicht sehr viel.“ lächelte der Arzt. Semir nickte.
    „Damit kann ich leben.“ gab er zu und ging zu Tom.



  • Anna
    legte den Hörer auf. Sie hatte soeben erfahren, wie es um Tom stand.
    Auch Andrea sah sie an. „Ist was mit Tom?“ fragte sie besorgt.
    Anna nickte. „Ja… er macht den Kampf durch. Seit gestern Nacht
    hat er die Entzugserscheinungen. Semir erzählte mir, dass er
    krampft, schreit, schlägt… Aber er ist sicher dass Tom es schafft.
    Es liegen ein paar schwere Tage vor den Beiden.“ Erklärte Anna.
    Andrea nickte. „Er schafft es. Davon bin ich überzeugt. Ich wollte
    gleich zu Nadja fahren und ihr sagen, was mit Tom ist. Sie muss es
    wissen.“ kam leise von ihr. Anna nickte. „Tun Sie das. Alles
    Andere kann warten.“ Stimmte sie zu und sah Andrea nach, die die
    PAST verließ. Anna schloss die Augen. Sie war einerseits erleichtert
    dass es glimpflich ausgegangen ist, andererseits besorgt. Würde Tom
    das alles ohne Folgen überstehen? Was wenn er es nicht schafft von
    dem Zeug weg zu kommen. Er kommt in seinem Beruf häufig mit Drogen
    zusammen. Was wenn er eine solche Gelegenheit nutzte um wieder daran
    zu kommen. Sie schüttelte den Kopf und vertrieb die dunklen
    Gedanken.

  • Andrea
    betrat das Zimmer von Nadja. „Hey… alles okay?“ fragte sie an,
    als Nadja sie ansah. Andrea lächelte. „Ja sicher.. Semir hat sich
    gemeldet. Bei Tom geht es los. Er zeigt die ersten Symptome des
    Entzuges. Aber Semir ist ganz sicher, dass er es schafft. Wie geht es
    dir?“ fragte Andrea. Seit ihrer Begegnung mit Toms Schwester ist
    eine Freundschaft entstanden. Die Frauen verstanden sich gut. „Kann
    ich zu ihm?“ fragte Nadja. Andrea schüttelte den Kopf. „Er liegt
    nicht hier. Er ist in einer Entzugsklinik. Dort kann besser behandelt
    und ihm besser geholfen werden.“ erklärte Andrea. Nadja nickte.
    „Schade… ich würde ihm gern beistehen.“ kam leise und traurig
    von ihr. Andrea nickte. „Wenn du entlassen bist, dann werde ich
    dich hinbringen. Aber das wird sicher noch eine Weile dauern.“
    Bestätigte sie. Nadja lachte. „Mir geht es sehr gut. Ich weiß gar
    nicht, warum ich nicht gehen darf. Die Ärzte reden was von Kreislauf
    und … Andrea… ich habe Angst.“ Gab Nadja zu. Sie fing an zu
    weinen. Andrea nahm sie in den Arm. „Hey… es ist gut. Weine du
    nur. Ich bin für dich da.“ tröstete sie ihre Freundin. „Es ist
    dumm von mir… heule dir was vor. Dabei hast du doch auch andere
    Dinge zu tun, als hier die Seelsorgerin zu spielen.“ lachte Nadja
    verbittert, als sie sich beruhigt hatte. Andrea schüttelte den Kopf.
    „Ich bin deine Freundin.“ meinte sie nur.



  • Semir
    sah auf Tom. Er riss an seinen Fesseln und schrie laut, dass er ihm
    was geben sollte. ER weinte und flehte. Er fluchte wie ein Seemann.
    Semir hielt sich die Ohren zu. Er konnte seinen Freund nicht so
    sehen. Tränen bildeten sich in seinen Augen. „Tom… halt durch.
    Du willst doch nicht immer von diesem Zeug abhängig sein. Du musst
    deinen Willen beweisen. Von mir bekommst du nichts von dem
    Teufelszeug.“ sagte er mit fester Stimme. Der Arzt kam zur Tür
    herein. „Wie ich sehe, ist der Kampf voll entbrannt.“ Stellte er
    fest. Semir nickte. „Ja… er hat mich mit allem bezeichnet, was
    für ihn böse klang. Doc… wie lange wird es dauern?“ fragte
    Semir leise. „Nun… ich denke mal vier Tage bis er ruhiger wird.
    Und damit Sie jetzt auch mal zu Ruhe kommen, werden Sie in ein
    Nachbarzimmer verlegt. Sie sind seit zwei Tagen und Nächten
    mittlerweile wach. Es ist auch für Sie mal Zeit etwas Ruhe zu
    tanken.“ Befahl der Arzt. „Danke… aber ich denke ich kann eh
    nicht schlafen, solange es ihm so dreckig geht.“ Meinte Semir. Der
    Arzt lächelte. „Ich weiß. Haben Sie gegessen?“ wollte er
    plötzlich wissen. Semir nickte. Ein zufriedenes Lächeln entstand
    auf dem Gesicht des Arztes. „Kommen Sie… Sie werden sonst nämlich
    gleich umkippen.“ Vermutete er. Semir sah ihn erstaunt an. „Wieso?“
    wollte er wissen und ahnte schon was für eine Antwort kam. „Wissen
    Sie das denn nicht? Ich nehme es Ihnen nicht ab. Sie wissen
    sicherlich, dass beruhigungsmittel hier zum Standard gehört. Auch
    wenn Sie völlig gesund sind, sind wir verpflichtet darauf zu achten,
    dass Sie genügend Schlaf bekommen. Nur keine Sorge. Wir kümmern uns
    um Herrn Kranich.“ Sprach der Arzt sanft und zog Semir in das
    Nachbarzimmer. Er wies auf das Bett. Semir nickte. Der Doc hatte
    Recht. Er war sehr müde. Erst jetzt schien er zu spüren wie der
    Entzug von Tom auch an seinem Körper zerrte. Semir legte sich
    angezogen aufs Bett und schlief schnell ein.

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  • m
    nächsten Morgen schreckte Semir auf. Er sah verschlafen auf die Uhr.
    Es war bereits 11 Uhr. ER sprang aus dem Bett, wusch sich notdürftig
    und ging zu Tom ins Zimmer. Dort stellte er fest, dass Tom wach war.
    Semir sah ihn an. „Wie geht es dir?“ fragte er. Von Tom kam keine
    Antwort. Er starrte einfach nur an die Decke. „ich fühle mich
    völlig ausgelaugt.“ Gab Tom zu. Tränen liefen ihm über das
    Gesicht. „Hey.. du hast ja auch drei Tage gekämpft und mich mit
    den schlimmsten Worten beschimpft. Mich bedroht…“ Semir nahm
    seinen Freund in die Arme. Tom fing tatsächlich an zu weinen.
    „Semir… ich will nicht mehr… das verdammte Zeug hat das
    geschafft, was ich nie wollte… ich…“ schluchzte er. Semir
    drückte ihn fest an sich. „Wir werden es zusammen schaffen. Daran
    musst du glauben.“ Beschwor er ihn. Tom nickte. „Das werde ich
    auch. Mach mich bitte los. Mir tun die Handgelenke weh.“ bat Tom.
    Beide hatten nicht bemerkt dass der Arzt hereingekommen war. Dieser
    wunderte sich, dass Tom so schnell friedlich wurde. Semir sah ihn an.
    ER nickte kurz und zeigte so, dass er damit einverstanden war, dass
    die Fesseln gelöst werden konnten.

  • Eine
    Woche später war Tom über den gröbsten Stress des Entzuges weg. Es
    gab kaum noch Tage wo er in Depressionen versank und an die Drogen
    dachte. Semir gab ihm Kraft und schon bald war er der Alte. Es
    klopfte und beide schauten in die Tür. Nadja stand im Rahmen. Tom
    sah sie weinend an. Nadja kam mit langsamen Schritten zum Bett. Sie
    sah die Handgelenke von Tom, die immer noch bandagiert waren. Sie
    fing an zu weinen und umarmte ihren großen Bruder. Eine ganze Weile
    sah Semir wie beide Körper bebten. Sie lagen sich weinend in den
    Armen. Nach eine geraumen Zeit lösten sie sich wieder und Nadja
    wischte sich die Tränen weg. Sie sah Semir entschuldigend an. „Ich
    wollte nicht…“ sagte sie leise, als müsse sie sich dafür
    rechtfertigen. „Schon gut…“ sagte er und verschwieg, dass auch
    er bei Tom geweint hatte. „ich glaube ich lass euch mal etwas
    allein.“ Sagte er und verließ das Zimmer. Nadja und Tom sahen ihn
    dankbar an. Als Semir raus war sah Nadja ihren Bruder an. „Bist du
    wirklich okay?“ fragte Nadja besorgt. Tom nickte. „Soweit schon.
    Ich werde vermutlich noch ein oder zwei Wochen hier bleiben müssen,
    aber das Gröbste liegt hinter mir. Was ist mit dir? Hast du dieses
    verdammte Abenteuer auch gut überstanden?“ wollte Tom von ihr
    wissen. Nadja nickte. „Mir geht es blendend. Die letzten Tage waren
    für mich schlimm. Ich wollte zu dir, aber die Ärzte ließen es
    einfach nicht zu. Ich bin Schuld dass du da rein geraten bist. Tom…
    ich..“ fing Nadja an. Tom schüttelte den Kopf. „Nein… du hast
    keine Schuld. Wenn Semir in den Fängen dieser Verbrecher gewesen
    wäre, dann hätte ich es ebenfalls über mich ergehen lassen.“
    Widersprach er seiner Schwester. Dann herrschte einfach nur schweigen
    und sie lagen sich wieder in den Armen.