Ein gefährlicher Plan

  • Semir wirbelte herum und begrüßte den Mann mit einem Magenharken. Doch dieser wehrte den Schlag ab und ging zum Angriff über. Er war Semir haushoch überlegen. Größer und kräftiger, aber Semir hatte den Vorteil wendiger zu sein. Wieder schlug er zu und traf die Niere des Gegners. Dieser taumelte zurück und sah ihn verwundert an. Dann rannte er wie eine Dampfwalze auf Semir zu, nagelte ihn an der Wand fest und ließ einen wahren Hagel an Schlägen auf Semir einprasseln. Dieser hob die Arme und versuchte sich vor den Schlägen zu schützen. Langsam wurde er in die Ecke des Raumes gedrängt. Der Mann ließ ihm keine Luft um einen Gegenschlag zu treffen. Einmal schaffte er es den Arm abzufangen, doch der Mann war trotz seiner Größe sehr wendig und riss sich los. Wie ein Dampfhammer prallte die Faust des Gegners in Semirs Magen und er ging mit einem Stöhnen zu Boden. Dann kam auch schon der nächste Schlag. Der Mann riss ihn am Kragen hoch und er versuchte sich zu wehren. Doch wieder kam die Faust und landete in seinem Genick. Das nächste was Semir sah waren jede Menge Sterne. Er ging mit einem Stöhnen erneut zu Boden und hob ergeben die Hände....


    „Genug!!“ stieß er außer Atem aus. Sein Gegner stellte sich vor ihn hin und sah auf ihn runter. „Du bist ganz schön aus der Form, Semir...“ tadelte er und reichte Semir die Hand. „Ja.... ich gebe zu... ich war schon fixer. Aber dafür bin ich ja hier. Die Chefin meinte du könntest mich wieder in Form bringen.“ gab er etwas außer Atem wieder „Ja sicher.... immerhin habe ich schon drei Medaillen gewonnen. Zehnkampf! Du weißt ja.... nur wer Sport regelmäßig treibt, bleibt aktiv.“ lachte sein Gegenüber. „Markus.... ich treibe Sport. Nur in der letzten Zeit, war ich neben mir.... Nach der ganzen Sache mit Tom....“ verteidigte sich Semir. Markus nickte. Semirs Gedanken gingen zurück zu jenem verhängnisvollem Tag an dem es begann:

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Rückblende ca. sechs Wochen vorher:


    Er und Tom waren auf dem Rastplatz an der A 4 bei KM 416 und versuchten im gebrochenem Englisch einem Ausländer zu erklären, dass er auf dem Parkplatz nicht einfach ein Zelt auf schlagen könnte. Nachdem der Mann es endlich verstanden hatte, sah Semir Tom an. „Wie wäre es wenn wir beide einen Englischkurs besuchen. Du stammelst da vielleicht ein paar Brocken zusammen. Das ist ja kein Wunder, dass der arme Kerl völlig durch den Wind ist.“ tadelte Semir seinen Partner. Tom lachte auf. „Ja wer hat denn da eben etwas von … You must da nicht bauen… that is not erlaubt… gestammelt?“ fragte er lachend. Semir grinste. „Na und… besser als du bin ich trotzdem.“ gab er zurück. Tom grinste ebenfalls. „Nur gut, dass du denen keinen Weg beschreiben musstest. Ich sehe es schon vor mir. ---- Your must da lang und then you biegst links to the Dingsda…. Die wären überall hingekommen nur nicht dahin wohin sie wollten.“ Tom hatte Tränen vor Lachen in den Augen stehen. „Ha, ha…. Du Witzbold. Wie war es denn mit diesem Pfaffen? Aufmachos? Da hast du nämlich…“ Semir stockte plötzlich. „Sieh mal da den LKW…“ sagte er und wies auf einen Wagen der hinter Tom zum stehen kam. Tom drehte sich um. „Ja und?“ wollte er wissen. „Fällt dir nichts auf?“ fragte Semir. Tom sah noch einmal hin. „Was denn? Man wir rätseln hier doch nicht oder?“ stellte er die Gegenfrage. „Na das Nummernschild. Es ist doppelt. Unter dem was du siehst hängt noch eins. Das sieht man doch sehr deutlich….“ stieß Semir aus und ging schon in Richtung LKW. Tom trottete hinterher. Dann sah er es auch. „Verdammt du hast Recht… Na dann werden wir uns den Herren doch mal ansehen.“ Semir stimmte dem zu.


    Hubert sah die beiden Männer auf sich zukommen und stieß Kurt an. „Sieh mal… die sehen aus wie Bullen!“ sagte er leise. Kurt sah auf. „Oh Shit… warum sind die auf uns aufmerksam geworden?“ wollte er wissen. Hubert zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Ich habe mich an die Verkehrsregeln gehalten.“ gab er gleichgültig zurück und kurbelte das Fenster runter. „Gerkhan, Kripo Autobahn. Würden Sie bitte das Fahrzeug verlassen!“ forderte ihn der kleinere der Polizisten auf. „Ich bleib drin….“raunte ihn Kurt aus der Kabine zu. Hubert nickte. „Ja sicher….!“ sagte er anschließend zu den Polizisten. Hubert stieg aus. „Was haben Sie geladen?“ fragte der größere Polizist. „Computerteile. Ich muss sie nach Frankfurt bringen.“ Erklärte er und holte die Papiere aus dem Handschuhfach. „Würden Sie die Ladefläche bitte mal öffnen?“ bat ihn der Kleine von den Polizisten. „Muss ich das?“ kam nun die Gegenfrage von Hubert. „Nun… ich weiß nicht was dagegen sprechen sollte. Sie haben doch nichts zu verbergen, oder?“ kam die nächste Frage. „Nein… nur… wissen Sie… ich bin etwas in Zeitdruck und….“ stammelte Hubert und zögerte.

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  • Kurt hörte was der Bulle verlangte. Das durfte nicht passieren und er musste eingreifen. Die Bullen durften die Ladung nicht sehen. Er zog seine Pumpgun und stieg leise auf der Beifahrerseite aus. Die Polizisten bemerkten es nicht. Die waren mit Hubert beschäftigt und gingen gerade nach hinten. Auch Kurt ging nach hinten. Er schlich sich an die Männer ran und als er die hintere Seite erreicht hatte, sah er den Kleineren mit dem Rücken direkt vor sich stehen. Der größere stand direkt bei Hubert. Er stieß den Kleineren dem Waffenlauf in den Rücken. „Wenn du jetzt noch mit dem Ohr wackelst dann hast du es hinter dir!“ warnte er vernehmlich. Der Kleinere versteifte sich sofort, während der Große zur Waffe griff. „Lass es! Sonst ist er Mus!“ brüllte Kurt ihn an. Der Große hob die Hände. „Ganz ruhig. Wir können über alles reden!“ sagte er. Kurt nickte. „Ja sicher…. Waffe auf den Boden!“ befahl er. Der Polizist tat was verlangt wurde. Der Kleinere rührte sich nicht. „Du auch!“ stieß Kurt ihn an.


    Semir zog vorsichtig seine Waffe raus und legte sie auf den Boden. „So und nun beide zu eurem Wagen!“ befahl der zweite Mann. Semir sah Tom Hilfe suchend an. Doch Tom konnte nichts tun. Er war gezwungen auf Semir Rücksicht zu nehmen. Während der Zweite die Beiden unter Bewachung hielt sammelte der Fahrer die Waffen ein. „was machen wir denn jetzt?“ fragte er den Anderen. „Wir werden sie erst einmal in ihrem Dienstwagen einsperren. Die Waffen in den Kofferraum!“ befahl der Zweite und stieß Semir die Waffe in den Rücken. „Los!“ Semir ging los. Tom musste vor ihnen gehen. Dann hatten sie den Wagen erreicht. „Handschellen raus!“ kam der nächste Befehl. Semir griff in die hintere Tasche und zog die Handschellen hervor. „Du machst dich hinten fest!“ befahl der Mann. Semir tat was verlangt wurde. Tom musste sich vorn fesseln. Dann wurden die Türen zugeschlagen und die Beiden waren allein. Sie konnten nur noch sehen, wie der LKW den Rastplatz verließ. „Verdammt!“ stieß Semir aus.


    Kurt und Hubert stiegen in den LKW und fuhren los. Hubert drückte das Pedal heftig durch und der Wagen schaukelte enorm. Dabei verlor er das vordere Nummernschild, was keiner von Beiden bemerkte. Sie fuhren auf die Autobahn. „Verdammt! Wenn die gesehen hätten was wir geladen haben, dann … dann wären wir für einige Jahre aus dem Verkehr gezogen worden. Die hätten nur fixer sein müssen und du hättest gar keine Chance gehabt, die Knarre zu ziehen“ grollte Hubert. Kurt sah ihn nur an. „Wenn du die Klappen aufgemacht hättest, dann ja... die Drogen da hinten reichen für drei Großstätte. Das wäre ein gefundenes Fressen. Wir müssen Markus anrufen und ihm sagen, dass uns die Bullen auf dem Kicker haben. Denn wenn die beiden aus dem Wagen sind, dann werden sie uns jagen, verstehst du? Markus muss uns helfen. Er muss. Schließlich war es seine Idee.“ fluchte Kurt und griff zum Handy. „Ja… Markus? Ich bin’s… pass auf die Bullen haben uns am Wickel bekommen. Was? … Nein! Nein! Wir haben sie überwältigt, aber…die werden uns sicher nicht so einfach fahren lassen. … Warum ich dich anrufen? … Ja was meinst du denn? Ich fahre hier deine Ware durch die Stadt, verdammt!“ schrie Kurt ins Handy. „Okay…. ja…. gut…. wir sehen uns dann heute Abend am Rastplatz.“ Kurt beendete das Gespräch. Hubert sah ihn an. „Und was jetzt?“ wollte er wissen. „Es bleibt beim Plan. Wir treffen uns heute Abend wie ausgemacht.“ gab Kurt weiter.

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  • Semir zerrte an den Fesseln. „Verdammt! Verdammt! Wir haben nicht aufgepasst! Tom… wir hätten wissen müssen das es zwei sind. Wieso hast du mich nicht gewarnt, als der Typ hinter mir stand?“ fluchte er. „Ja wie denn? Ich hab ihn doch auch erst gesehen als es zu spät war. So und nun werden wir die Kollegen informieren. Die Kennzeichen haben wir ja…“ gab Tom wütend zurück und nahm die Hände runter. Semir sah ihn erstaunt an. „Was ist das denn? Du hast dich nicht … oder was?“ fragte er verwundert. Tom lachte ihn an. „Doch… aber als er mit dir beschäftigt war, habe ich die Schlüssel in die Hand genommen und da er nicht nachgesehen hatte…. nun ja… man muss eben was in der Birne haben…“ grinste er. „Na dann mach mich los!“ forderte Semir nun. Tom nickte und stieg aus. Er schloss Semir los und beide gingen über den Parkplatz. Tom rief Verstärkung und gab die Fahndung raus. Semir hob ein Nummernschild auf. „So… wir haben das Nummernschild…“ meinte er. Tom nickte. „Ja und?“ fragte Tom ohne sich umzudrehen. „Tja… der LKW hängt nicht mehr dran.“ Semir warf das Nummernschild auf den Rücksitz des Wagens. „Sehr witzig… Semir… echt witzig.“ grollte Tom ihn an musste dann jedoch selbst grinsen. Sie fuhren zur PAST zurück.


    „Haben Sie eine Ahnung was in dem LKW war?“ wollte Anna wissen als sie in ihrem Büro saßen. Semir schüttelte den Kopf. „Nein…. Bevor wir rein sehen konnten war der zweite Typ da. Waffe im Rücken… da konnten wir nichts tun.“ entschuldigte er sich. Anna nickte. „Na wenigstens ist der Dienstwagen heil geblieben. Ist auch eine Kunst. Wichtig ist dass Sie nicht verletzt wurden.“ lächelte sie die beiden an. Andrea kam herein. „Die Nummernschilder waren geklaut. Sie gehören eigentlich einem Minitransporter. Der Besitzer hat die Schilder gestern als gestohlen gemeldet. Er selbst ist sauber, hab ich schon geprüft. Die Identifizierung der Männer, die ihr beschrieben habt, läuft bereits durch den Computer und wenn die da drin sind, dann finden wir sie.“ gab sie Auskunft und sah Semir an. „Danke mein Schatz. Du bist wirklich ein Goldstück.“ lobte er sie. „Tja… nun wäre es ein Glückstreffer wenn die Typen in der Datei sind.“ meinte Anna nur.


    Markus Langer saß in seinem Büro und war wütend auf Kurt und Hubert, die glaubten Bullen einfach austricksen zu können. Die werden sich jetzt an meine Fersen heften. Ich muss was tun…. Verdammt wenn er wüsste welche Bullen es waren… Eigentlich könnte er sich denken, dass es Tom und Semir waren. Die sind schließlich für den Abschnitt zuständig und haben ein Gefühl dafür im falschen Moment aufzutauchen. Er musste sicher sein. Die beiden dürfen sich nicht einmischen…. Markus griff zum Handy und rief Kurt an. „Sag mal… wie war das Kennzeichen von dem Dienstwagen der Bullen?“ wollte er wissen. „NE-LK 3470… wenn ich mich nicht irre. Einer der Typen nannte seinen Namen, aber ich hab ihn vergessen. Warum?“ kam die Gegenfrage. „Nur so Danke… Bis heute Abend.“ Er legte auf. „Verdammt!!!“ schrie er und schlug mit der Faust auf den Tisch vor ihm. „Ausgerechnet die Beiden…. Warum ausgerechnet die Beiden?“ fragte er sich wütend.

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  • Ist ja schon gut Gitti.... hier kommt noch etwas:


    Tom und Semir saßen in ihrem Büro. Der Computer hatte tatsächlich zwei Männer gefunden, die der Beschreibung ähnlich sahen. „Ich bin mir nicht sicher, aber dieser Kurt Knecht könnte der Typ mit der Waffe gewesen sein. Er ist wegen illegalem Waffenbesitz bereits einmal verurteilt worden. Vom Aussehen her könnte er es sein. Adresse ist unbekannt. Der letzte Wohnort war Duisburg…. Was hast du?“ wollte Semir wissen. Tom zuckte mit den Schultern. „Bei dem bin ich mir absolut sicher… Hubert Schmitz, 45 Jahre alt, ehemaliger Fremdenlegionär. Hat wegen Drogenhandel und räuberischer Erpressung insgesamt acht Jahre im Knast verbracht. Wohnadresse ist Köln, Weidengasse 134. Fahren wir hin!“ Tom griff seine Jacke und sah Semir an. „Ja gut… fahren wir hin.“ stimmte dieser zu und schon verschwanden die Beiden.


    Kurt und Hubert warteten am Abend auf Markus, der sich scheinbar verspätete. „Mann Markus ist ganz schön sauer wegen der Sache auf dem Parkplatz.“ Meinte Kurt und aß eine der Pommes. Hubert nickte. „Ja… kann ich mir vorstellen. Aber wir haben es ja gemeistert. Die Bullen konnten uns nicht folgen und gut ist. Mann… die kriegen uns nicht.“ lachte Hubert laut. „Ich weiß nicht… Markus schien ziemlich wütend vor allem als ich ihm das Kennzeichen durchgab. Er hat geschnaubt und aufgelegt. Vielleicht kennt er die Bullen ja sogar.“ Mutmaßte Kurt. Hubert zuckte mit den Schultern. „Na egal… ist gegessen. Wollen wir uns doch mal die Ware vornehmen. Wir müssen abladen, bevor er da ist.“ Murmelte er, warf seine Plastikgabel in den Müll und ging zum LKW. Erst jetzt bemerkte er dass ein Nummernschild fehlte. „Verdammt!“ fluchte er. Kurt sah ihn an. „Was denn?“ wollte er wissen. „Das Nummernschild… wir haben eins verloren.“ gab Hubert bekannt. „Macht nischt…. Ist ja eh geklaut.“ lachte Kurt.


    Semir und Tom kamen an der Wohnung an und klingelten. Nichts passierte. „Scheint nicht da zu sein.“ meinte Semir und sah Tom an. „Na mach du mal…. ich pass auf.“ grinste er und schon machte Semir sich mit einem Dietrich am Schloss zu schaffen. Nur wenige Augenblicke später konnten sie in die Wohnung. „So… hier sieht es ja aus wie bei Hempels unterm Sofa..“ gab er leise von sich als er plötzlich ein Geräusch hörte. Sofort hatte er die Waffe in der Hand. Auch Tom zog sie und gemeinsam gingen die Waffe im Anschlag Raum für Raum durch. Im Wohnzimmer steckte Semir die Waffe wieder ein. Eine Katze saß auf dem Tisch und sah ihn hungrig an. „Na… hat dein Besitzer dich vergessen?“ murmelte er und bekam ein klägliches „Miau“ zur Antwort. Semir nahm das Kätzchen auf den Arm und brachte sie in die Küche. „Wollen wir mal sehen, ob wir was für dich finden, Mieze?“ fragte er und ging die Schränke durch. Tatsächlich stand in einem eine Tüte mit Katzenfutter. Semir setzte die Katze ab und füllte eine Schüssel. Sofort war das Tier dabei zu fressen. Tom kam ebenfalls in die Küche. „Neue Freundin?’“ fragte er grinsend. Semir nickte. „Ja…. ich kann eben sehr gut mit Tieren umgehen. Wir rufen am Besten das Tierheim an. Sollen die sich um das Tier kümmern. Hast du was gefunden?“ wollte er wissen. Tom schüttelte den Kopf. Sie verließen die Wohnung, versiegelten sie und ließen zwei Mann zur Bewachung kommen.

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  • Markus kam am Rastplatz an und sah seine Freunde am LKW stehen. „Ihr verdammten Idioten!“ schrie er sie direkt an. „Ich sagte doch, ihr sollt keine Pause machen, wenn ihr unterwegs seid. Nun haben wir die Bullen am Hals. Aber nicht irgendwelche… nein…. Warum denn auch….? Wir haben Gerkhan und Kranich am Hals.“ schrie er weiter. Kurt sah ihn an. „Und? Wer bitte ist Gerkhan und Kranich?“ wollte dieser wissen und blies den Rauch der Zigarette aus. „Das sind zwei Bullen die ich persönlich kenne. Die sind hart und lassen nicht los! Die beißen sich fest und hören erst auf zu suchen, wenn sie gefunden haben, was sie suchen! Oder wenn sie daran gehindert werden!“ schrie Markus weiter. Hubert lachte plötzlich. „Ui…. Sind ganz harte, was… Mann die haben doch gar nicht in der Hand. Die waren so geschockt als wir sie festgesetzt haben,…. Die haben sich vor Angst in die Hosen gemacht.“ erklärte er lachend. Markus sah ihn warnend an. „Die waren bereits bei dir in der Wohnung.“ gab er bekannt. Huberts Lachen erstickte direkt. „Was? Woher?...“ fragte er erstaunt. „Weil du Armleuchter denen bekannt bist, was denkst du denn warum. Mann ich höre den Funk ab, seit ich nicht mehr aktiv dabei bin. Deshalb weiß ich das. Wenn du zurückgehst, dann haben sie dich und buchten dich ein.“ erklärte Markus. „Dann kommt er eben zu mir. Was machen wir mit den Bullen?“ wollte Kurt wissen. „Tja was wohl? Gar nichts. Solange die nur etwas herumstochern kann nichts passieren. Aber passt auf. Nicht das es noch einmal eine solche Situation gibt, klar?“ warnte Markus. Kurt und Hubert nickten.


    Semir saß Tom im Büro gegenüber. „Na komm… machen wir Schluss. Heute ist eh kein Blumentopf zu gewinnen.“ stöhnte er und rieb sich die Augen. „Willst du noch mit Andrea reden?“ fragte Tom, doch Semir reagierte nicht auf die Frage. Tom schloss die Augen. „Mann euch Beide muss man mal verstehen können. Erst seid ihr nicht von einander los zu eisen, dann streitet ihr euch das die Fetzen fliegen und sprecht nicht einmal miteinander. Und dann seid ihr wieder unzertrennlich. Semir! Nichts ist schlimmer als die Frau seines Herzens zu sehen und nicht mit ihr zu sprechen. Redet doch mal. Sprecht euch aus!“ versuchte er seinen Partner zu überreden. Doch dieser zuckte nur mit den Schultern. „Also was ist? Machst du nun Feierabend oder nicht?“ stellte er dann die Gegenfrage. Tom stand stöhnend auf. „Also gut…“ gab er klein bei. Sie fuhren mit Toms Wagen und der große Teil lief schweigend ab. „Was meinst du war an der Ladung so bedeutend, dass wir sie nicht sehen durften?“ fragte Semir plötzlich. Tom zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht… kann viel gewesen sein. Drogen, Falschgeld, Menschenschmuggel…. Gestohlene Ware…“ zählte er auf. Semir nickte. „Ja sicher…. Der Wagen hatte Kühlung…. Was wenn das etwas war, was gekühlt werden musste? Wenn es irgendein Gift war oder so…?“ kam die nächste Frage. „Wir werden es nicht erfahren. Denn der Wagen ist weg. Die Typen sind weg. Wo willst du….das gibt es doch nicht….“ stieß Tom plötzlich aus und deutete auf die Straße. Semir sah hin. „So… jetzt haben wir ihn!“ lachte er und pappte das Blaulicht aufs Dach. Tom setzte zum Überholen an.


    Kurt sah in den Seitenspiegel. „Verdammt!“ stieß er aus. Hubert sah ihn an. „Was ist denn?“ wollte er wissen. „Die Bullen! Sie kleben an uns. Die haben uns tatsächlich gefunden!“ brüllte Kurt und gab Gas. Der Polizeiwagen setzte zum Überholen an. Kurt zog den LKW in die Fahrspur des Mercedes nach rechts. Dann ging das Spiel weiter und der Wagen wollte links vorbei. Wieder zog Kurt den Wagen rüber. Der Mercedes schrammte die Leitplanke und bremste ab. „Hast du ne Waffe bei dir?“ wollte Hubert wissen. „Ja sicher! In der Koje. Aber versuch bitte zu treffen, hörst du! Die werden uns nicht kriegen.“ fluchte Kurt. „Oh Mann! Da vorn ist Stau. Die kriegen uns…. Verdammt die kriegen uns!“ stieß er plötzlich aus. Hubert sah raus. „Wir müssen weg! Okay… ich werde auf sie schießen und dann hauen wir zu Fuß durch den Wald ab. Scheiß auf die Ware…!“ erwiderte Hubert und legte auf den Polizeiwagen an, als er rechts vorbei wollte. Die Pumpgun bockte kurz auf und die Kugel durchschlug den Motorraum des Mercedes. Rauch war zu sehen. „Treffer und versenkt“ lachte Hubert und legte die Waffe weg, als er sah, dass der Mercedes stehen blieb. Doch nun hatten sie auch das Stauende erreicht. Kurt stoppte und kaum stand der LKW sprangen beide raus und rannten in den Wald. Kurt nahm die Waffe noch mit ehe sie verschwanden.

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  • So extra für Gitti.... und all die anderen Leser, bevor es wieder losgeht... und warum bekomme ich keinen extrateil? Ich kenne euch :D


    Semir und Tom stiegen hustend aus. Der ganze Wagen war voller Qualm. „Diese Mistkerle!“ schrie Tom und trat wütend gegen den Wagen. Semir sah das der LKW immer noch dort stand. „Los! Die holen wir uns!“ grollte er und rannte los. Tom hinterher. Mit gezogenen Waffen gingen sie zum LKW und richteten sie auf das Führerhaus. Doch es war leer. „Verdammt!“ fluchte nun Semir wütend. Tom sah ihn an. „Vermutlich in den Wald gelaufen. Aber da gehen wir nicht allein rein. Gut… sehen wir uns die Ladung doch mal an. Bin gespannt was es ist.“ meinte er dann und öffnete die hintere Türe. Ein erbärmlicher Gestank trat ihnen entgegen. „Boah… was ist das denn?“ fragte Semir naserümpfend. „Gammelfleisch!“ kam von Tom. „was ist bitte daran verboten?“ wollte er dann wissen .Semir zuckte mit den Schultern. „Das ist vielleicht jetzt erst schlecht geworden. Oder aber die versuchen diesen Dreck weiter zu verkaufen.“ vermutete Semir. „Na egal… wir lassen den Wagen samt Ware nach Hartmut bringen. Ich denke nämlich dass da noch etwas anderes drin ist…“ gab Tom weiter und rief die Kollegen an. Nur einige Minuten später saßen sie wieder bei Anna im Büro.


    „Also Gammelfleisch ist nun wirklich nichts was man Polizisten nicht zeigen kann. Hat Hartmut sich der Sache schon angenommen?“ fragte Anna. Semir nickte. „Ja… wir fahren gleich hin. Toms Wagen ist leider….Werkstattreif.“ grinste er plötzlich und bekam von Tom einen Tritt gegen das Schienbein. „Ja was denn? Ist doch so…!“ lachte er. Tom nickte. „Ja weil die mir in den Motor geschossen haben. Ich denke nämlich genau wie die Chefin, dass da noch mehr dran ist. Warum sollten die uns wegen verdorbenem Fleisch zuballern?“ dachte er laut nach. „Stimmt… gut fahren Sie zu Hartmut und sehen Sie was er herausgefunden hat.“ befahl Anna. Semir und Tom verschwanden und waren kurz drauf bei Hartmut in der KTU. „Also Jungs…. Ich muss schon sagen. Dieses Fleisch war ja wohl absolut ungenießbar. Selbst meine Katze hat das Weite gesucht, also ich meine wenn ich eine Katze hätte…“ begrüßte Hartmut die Beiden. „Hast du sonst was gefunden? Ich meine außer dem Mist da?“ wollte Semir wissen. „Ja…. wie ihr wisst war das Fleisch zwar vergammelt, aber…. Der Inhalt war sehr wertvoll. Kein Wunder dass die Typen auf euch geballert haben.“ erklärte Hartmut. „Ja und was war da? Ich meine außer dem Gestank?“ wollte Semir wissen. Hartmut wies auf den kleinen Tisch, der hinter ihm stand. „Diamanten…. Also Rohdiamanten. Vom Wert würde ich sagen es sind zwei vielleicht sogar drei Millionen. Tja und versteckt waren die Steine im Fleisch… alles richtig gut versteckt. Hier beispielsweise in diesem Schweinefuß. Das Fleisch ist völlig ungenießbar und riecht ja auch so… und genau hier…. in dieser Furche waren acht Diamanten versteckt….“ erklärte Hartmut. „Danke Hartmut!“ meinte Tom und schon verschwand er wieder mit Semir durch die Tür.

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  • „Was soll das heißen? Die Steine sind weg! Wo sind sie?“ fluchte Markus. „Hey… die beiden Bullen waren hinter uns her. Die hätten uns fast bekommen. Wir sind aus dem Wagen und in den Wald. Da war keine Zeit die Steine zu holen.“ erklärte Hubert und sah Markus an. „Wir müssen die Steine wieder bekommen. Der Kunde hat bereits bezahlt und der lässt sich nicht so einfach ruhig stellen!“ brüllte Markus wütend. Kurt hob die Hände. „Hey… beruhige dich doch mal. Wir werden uns die Steine zurückholen. Du kennst doch die Beiden. Wo wohnen sie?“ fragte er. Markus zuckte mit den Schultern. „Was weiß ich… Ich kenne die Beiden…. Was hast du vor?“ wollte Markus wissen. „Nun… ich denke ich werde die Beiden ganz freundlich fragen, wo sie die Steine verstecken und sie werden mich da hin bringen, glaub mir… ich bin sehr gut im Überreden.“ Lachte Kurt böse. Markus nickte. „Gut… ich besorge dir die Anschriften. Aber keiner von den Beiden wird getötet, ist das klar?“ warnte er. Hubert und Kurt nickten. „Nur ne Warnung, uns in Frieden zu lassen und natürlich die Steine wieder heraus zu geben.“ lachte Hubert. „Ja und du denkst es ist so einfach? Kranich und Gerkhan lassen sich nicht so einfach einschüchtern….“ fluchte Markus. Kurt grinste Hubert an. „Warte ab… sie werden ganz friedlich sein und die Steine rausrücken… Versprochen…“ lachte er dann.


    Als Markus gegangen war rief Kurt drei Freunde an. „Hör zu Claus. Ich habe da einen besonderen Job für dich, Leon und Kim. Ihr müsstet zwei Leuten eine Warnung bringen. Die übliche Art… du weiß ja wie ich das meine. Aber zur Vorsicht. Es sind Bullen. Also wenn du nicht willst, dann sag es direkt.“ … „Ja okay… ich rufe dich an, sobald ich weiß wo du zuschlagen sollst. Wie ist mir eigentlich egal. Aber lass sie leben. Wir brauchen sie noch.“ … „Okay… ich melde mich.“ Kurt legte auf. „So… das läuft. Jetzt brauche ich nur noch die Anschrift und die Beiden werden unangenehmen Besuch bekommen.“ lachte er Hubert an. „Ja und was sollen die Drei machen, ihnen sagen dass sie die Steine wieder rausrücken sollen, oder was?“ fragte er verächtlich. Kurt nickte. „Ja so dachte ich es mir.“ Lachte er nur. Eine Stunde später rief Markus an und gab ihm die Adresse von Tom Kranich. Kurt gab sie weiter und warnte noch einmal die Beiden am Leben zu lassen und die Steine zu fordern.


    Auf der Rückfahrt sah Tom auf die Uhr. „Hey… wir haben Feierabend….“ grinste er. Semir nickte. Dann war zunächst Ruhe. „Heute Abend läuft Fußball. Bei mir oder bei dir?“ fragte Tom. Semir wog den Kopf. „Kommt drauf an was bei dir im Kühlschrank ist.“ grinste er zurück. Tom lachte auf. „Kalte Cola, zwei Tiefkühlpizzas und jede Menge Bier.“ zählte er auf. Semir nickte. „Dann bei dir. Meiner ist nämlich leer…“ gab er zu. Tom grinste ihn breit an. „Als ob es jemals anders war. Wenn du mit Andrea zusammen wärest, dann hättest du auch einen so gut gefüllten wie ich.“ Semir sah ihn an. „Ach stimmt ja… Hast du ne heimliche Freundin? Na… dann ist dein Wohnung sicher endlich mal sauber“ gab er bissig zurück. Sobald man das Thema „Andrea“ ansprach, wurde er wütend. „Was ist denn jetzt mit Andrea?“ wollte er im Gegenzug wissen. „Nun ja… wir haben eine kleine Pause eingelegt. Sie wollte noch mal ein wenig Bedenkzeit haben.“ kam von Semir ziemlich murrend. „Ach deshalb ist sie in der letzten Zeit so bissig. Weil sie dich verlassen hat….“ grinste Tom. „Nun ja… ich hab also eigentlich hab ich gar nichts gemacht. Ich meine was kann ich dafür, wenn die Frau mich einfach umarmt. Die war total besoffen und hat mich mit ihrem Freund verwechselt….“ erklärte er entschuldigend. Tom lachte laut auf. „Ja schon klar….. war sie hübsch?“ wollte er dann wissen und Semir grinste breit…. „Ja eigentlich schon…“ gab er zu.

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  • Die drei Männer warteten vor Toms Wohnung. „Was wenn er nicht allein wohnt?“ wollte Claus wissen. „Na wir sind zu dritt. Da haben die selbst zu zweit keine Chance. Ich weiß welches Auto er fährt und sobald er vor der Tür schnappen wir sie uns und zeigen wo es langgeht.“ grinste Leon und hob seinen Schlagstock. „Wo hast du das Ding eigentlich her? Das ist doch eins von den Bullen?“ fragte Claus, der am Steuer saß. Leon grinste erneut. „Ja…hab ich mal bei ner Demo einem Bullen abgenommen. Hab dem das Ding übergezogen und bin dann damit weg. Ganz einfach.“ gab er zu. „Da kommen sie! Zwei auf einen Streich … fein… ein Abwasch…. Wir warten bis sie vor der Tür stehen, dann mit Waffengewalt ins Haus und in den Keller…. Dort haben wir sicher Ruhe… die anderen gucken alle Fußball“ meinte Leon nur. Er sah den blauen Mercedes in die Garage fahren. „Fahr hinterher… die Tiefgarage ist noch besser geeignet…“ Claus nickte und hängte sich an den Mercedes ran.


    „Ha dein Nachbar hat wohl den Schlüssel vergessen,“ meinte Semir, als er den Wagen dicht hinter Tom sah. „Ja nun… passiert schon mal.“ gab Tom zurück und fuhr auf seinen Parkplatz. Die Garage war ziemlich leer und ruhig. Keine Leute die hier durchliefen. Tom hielt an und Semir wollte gerade die Tür öffnen als der Wagen, der eben hinter ihnen fuhr, neben Tom anhielt. Tom nickte den Leuten zu und grüßte sie freundlich. Semir stieg aus und drehte sich dann zu Tom um. „Und? Wie viel wetten wir … die Kölner gehen wieder unter!“ mutmaßte er. Tom zuckte mit den Schultern. „Ist mir eigentlich egal. Will nur ein gutes Spiel sehen.“ gab er gleichgültig zurück und wollte gerade zum Fahrstuhl gehen als er hinter Semir eine Bewegung sah. „SEMIR!“ schrie er, doch dann wurde er selbst angegangen und konnte sich nicht weiter um seinen Partner kümmern. Ein Schlag mit einem Gummiknüppel auf den Rücken ließ ihn blitzschnell herumwirbeln. Mit erhobenen Fäusten schlug er auf die Person ein, die ihn den Schlag versetzt hatte. Doch der Mann war wendig und wich den Schlägen aus, während er Tom immer wieder traf. Der Stock traf seine Schultern, seine Arme und seinen Bauch. Tom wurde schwächer und versuchte den Schlägen auszuweichen, es ging nicht. Er ging mit dem nächsten Schlag in die Knie und kauerte am Boden. Mit den Armen versuchte er seinen Kopf zu schützen. Was war mit Semir? Wo war er? dachte er noch während die Schläge auf ihn niederprasselten. Dann sah er Sterne, denn der Schlagstock traf sein Gesicht mit voller Härte. Tom verlor das Bewusstsein.


    Als Tom schrie wollte Semir sich umdrehen, doch schon umklammerten ihn starke Arme und hoben ihn in die Luft. Semir versuchte sich zu befreien und sah wie ein weiterer Mann Tom anging und auf ihn einprügelte. Er strampelte mit den Beinen und drehte sich im Griff. Der Mann hielt ihn fest als wäre er in einem Schraubstock gefangen. Langsam wurde die Luft knapp. Er wurde schwächer. Ohne etwas machen zu können sah er wie Tom zu Brei geschlagen wurde. Dann hatte er die Idee, den Bewusstlosen zu mimen, vielleicht ließ ihn der Gorilla dann los. Er sackte in sich zusammen und seine Idee ging scheinbar wirklich auf. Der Mann ließ ihn los. Semir sank zu Boden und holte schmerzhaft Luft. Doch anscheinend hatte der Mann sein Tun durchschaut und zerrte ihn an der Jacke auf die Beine. Er sah ihn drohend an und fauchte ihn an „Pass auf… du und dein Freund sollten sich nicht einmischen… sonst wird es für euch schmerzhaft ist das klar? Ihr habt genau bis morgen Abend zeit uns die Steine wieder zu geben. Wenn nicht, dann wird das was gerade abgelaufen ist, ein Kindergeburtstag gewesen sein….“ drohte er und schlug Semir die Faust in den Magen. Semir schrie auf und versuchte sich zu wehren, doch nun kam der Andere der Tom bearbeitet hatte und schlug mit seinem Stock zu. Die meisten Schläge bekam er auf die Arme, die er schützend um seinen Kopf geschlungen hatte. Nur wenige Minuten und Semir lag genau wie Tom, am Boden und versuchte den Schmerzen Herr zu werden. Er bekam nur am Rande mit, dass die Männer in den Wagen stiegen und abfuhren.

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  • Semir quälte sich auf die Beine. Er blutete am Kopf, wo ihn der Schlagstock einmal getroffen hatte. Langsam sich die Rippen haltend ging er zu Tom. Dieser lag am Boden und war ohne Bewusstsein. „Tom…“ sagte er leise zu ihm und drehte ihn vorsichtig um. Tom fing an zu stöhnen und schlug kurz darauf die Augen auf. „Hey… alles klar?“ fragte Semir mit schmerzverzerrter Stimme. „aua… nein… was war das denn… für ein Rollkommando?“ wollte Tom wissen und zog sich langsam hoch. „ich weiß nicht… aber irgendwie scheinen wir in ein Wespennest gestochen zu haben.“ gab Semir zu. Beide saßen am Boden und lehnten gegen den Mercedes. „Die haben mich gewarnt…“ quetsche Semir vor. „Gewarnt? Wovor?“ wollte Tom wissen. „Wir sollen uns nicht einmischen. Und wir sollen die Steine bis morgen zurückgeben. “ erzählte Semir. Tom sah ihn prüfend an. „Dich haben sie wohl nicht so hart ran genommen, was?“ fragte er stöhnend. „Nein… nicht mit Schlägen. Allerdings hat King-Kong mich in den Arm genommen und ich vermute dass er mir eine Rippe angeknackst hat. Ich rufe die Chefin an…“ stieß er schwer atmend aus. Tom schüttelte den Kopf. „lass uns erst einmal in die Wohnung kommen. Ich nehme an,…es hat…mit dem LKW zu tun.“ stieß er aus und quälte sich auf die Beine. Sofort befiel ihm Schwindel. Nur langsam mit schleppenden Schritten erreichten sie den Fahrstuhl und einige Minuten die Wohnung von Tom.


    Semir ging ins Badezimmer und wusch sich sein Gesicht. Es war nicht all zu schlimm, stellte er im Nachhinein fest und zog sich sein Shirt aus und betrachtete seine Rippen. Ein Bereich war ziemlich blau angelaufen. Tom kam ebenfalls ins Bad. „Und? Alles noch dran?“ wollte er wissen. Seine Aussprache hörte sich etwas nuschelnd an. Semir sah ihn an. „Dein Gesicht war auch schon mal schöner…“ gab er zurück anstatt auf Toms Frage einzugehen. „Na …. Wird schon wieder“ kam von Tom und dann fing er an sich das Blut aus dem Gesicht zu putzen. „Tom… wenn die mit den Beiden Typen von gestern Morgen unter einer Decke stecken, dann… ist es gut möglich, dass sie noch mehr Wagen unterwegs haben…“ dachte Semir laut nach. Tom nickte nur. „Wir müssen die Chefin informieren.“ Meinte er darauf. „Ja… ich rufe sie an.“ Semir zog sein Handy und wollte gerade telefonieren, als er bemerkte, dass sein Handy kaputt war. „Mist! Was ist mit deins?“ wollte er wissen und schaute Tom an. „Liegt irgendwo in der Tiefgarage….“ gab er von sich. Semir ging ins Wohnzimmer und nahm das Telefon hoch.


    Anna saß ihm Büro als ihr Telefon klingelte. „Engelhard?“ meldete sie sich. „Semir hier… Chefin.. Tom und ich sind überfallen worden. In der Tiefgarage bei Toms Wohnung. Es geht uns zwar soweit gut, aber… nun ja…. könnten Sie herkommen?“ hörte sie Semir fragen. „Bin schon unterwegs.“ sagte sie nur, warf den Hörer auf die Gabel und rannte raus. Während sie den Wagen startete rief sie einen Freund an, der Arzt war. Sie wollte ihn abholen und direkt mit zu Tom und Semir nehmen. Nur eine halbe Stunde später standen sie bei Tom in der Wohnung. Der Arzt kümmerte sich umgehend um die Beiden, die ziemlich lädiert aussahen. Besonders Tom schien es diesmal schlimm erwischt zu haben. „Semir! Tom! Sind Sie ansonsten in Ordnung? Was bitte ist passiert?“ wollte Anna sofort wissen und Semir zog sie zur Seite während der Arzt Tom versorgte. „Wir sind in die Tiefgarage und wollten gerade zum Aufzug gehen, als wir überfallen wurden. Ich musste zusehen, wie sie Tom zusammenschlugen. Dann hat der Typ der mich festgehalten hat, mir gedroht. Außerdem wollen die die Steine wieder haben…“ Semir hielt sich die Rippen fest und Anna bemerkte es direkt. „Was ist mit Ihnen?“ fragte sie besorgt. „Nichts… denke ich… die Rippen tun mir nur weh…“ gab er zu als er ihren Blick bemerkte.


    Markus sah Kurt an. „Gut… bis morgen um acht will ich die Steine wiederhaben. Mann der Kunde macht mir die Hölle heiß. Ihr habt es verbockt, also bringt die Sache wieder ins Reine. Wie…. ist mir so ziemlich egal. Aber keinen Mord!“ warnte er Kurt. Dieser nickte. „Ich denke die Beiden werden schon spuren. Die Warnung war eindeutig.“ Gab er bekannt. Markus zog tief Luft ein. „Du kennst die Beiden nicht so gut wie ich. Die lassen sich nicht einschüchtern. Aber ich habe noch ein Problem. Jana…. Meine Freundin. Sie ist scheinbar dahinter gekommen, wie ich nebenbei mein Gehalt aufbessere. Schafft sie mir weg. Sperrt sie irgendwo ein.“ meinte er abfällig und gab Kurt ein Geldbündel sowie ein Bild. Dieser sah drauf und pfiff anerkennend. „Hübsch. Wirklich hübsch.“ gab er von sich. Markus sah ihn warnend an. „Fass sie nicht an!“ warnte er ihn. „Sie ist jetzt in ihrer Wohnung. Monsenstrasse 3 in Köln. Holt sie ab und sperrt sie ein. Dann kümmert euch um Kranich und Gerkhan. Macht den Beiden noch einmal klar, was sie heute Abend zu tun haben.“ Markus verließ die Wohnung. Kurt sah zu Hubert. „Ruf die Jungs an. Wir statten den Beiden noch einen Besuch ab.“ nickte er ihm zu.

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  • Anna sah Tom an. „Sie sind wirklich soweit in Ordnung?“ fragte sie, denn Tom sah gar nicht so aus doch er nickte. „Ja sicher… Nur blöd dass wir keine Beschreibung von den Typen haben. Die trugen Skimasken. Das war eine abgekartete Sache. Die Frage ist nur, woher die wussten wo ich wohne.“ meinte er nachdenklich. Semir zuckte mit den Schultern. „Vielleicht sind die uns gefolgt? Ich meine das Kennzeichen vom Dienstwagen merken und dann…“ gab er zu bedenken. „Ja…. das ist eine Möglichkeit. Nur ist mein Wagen in der Werkstatt. Wir sind mit deinem gefahren.“ gab Tom zu verstehen. „Also gut… Sie haben bis morgen Abend Zeit die Steine zu übergeben. Aber glauben die wirklich, dass sie so einfach zu beeindrucken sind? So naiv können die doch gar nicht sein.“ überlegte Anna. Semir zuckte mit den Schultern und verzog schmerzerfüllt das Gesicht. Die Rippen taten ihm weh aber der Arzt hatte ihm erklärt, dass sie nicht gebrochen sonder nur geprellt waren, was ihm allerdings genauso schmerzte. „Nun ja… ich denke nicht, dass die naiv sind. Das war eine Warnung. Was wenn die noch einen Wagen auf der Straße haben. Mit gleicher Ware?“ gab er zu bedenken. Anna hielt ihm den Express hin. „Schlagzeilen hat es bereits gemacht.“ sagte sie dabei und Semir sah auf die Zeitung.


    „….hat die Autobahnpolizei einen Wagen mit Gammelfleisch aus dem Verkehr gezogen. Die Ware wurde umgehend der Vernichtung zugeführt. Nach Auskunft der Polizei sind die beiden Täter auf der Flucht. …“ las er vor. „Tja… zumindest steht nichts Negatives über uns drin.“ Schmunzelte Tom leicht. Anna nickte. „Ja… nur die Täter müssen wissen mit wem sie es zu tun hatten. Woher sollten sie sonst die Namen wissen. Es ist ja nicht gerade ein kleines Haus in dem Sie wohnen.“ dachte Anna laut nach. Tom nickte. „Ja schon…. Aber die brauchten nicht meinen Wagen, wenn sie mich verfolgen. Anna nickte. „Gut… passen Sie beide bitte auf sich auf. Es ist erst vorbei, wenn wir alle geschnappt haben. Ich kann Ihnen auch Personenschutz….“ meinte Anna. „NEIN! Wir kommen alleine klar.“ begehrten Tom und Semir gleichzeitig auf.


    Kurt sah Claus und Leon an. „Hört zu… wir glauben dass die Bullen falsch spielen werden und wollen das natürlich verhindern. Habt ihr Vorschläge?“ wollte er wissen und sah in die Runde der Vier. Claus lachte leise. „Klar doch…. wie wäre es wenn wir sie unter Druck setzen. Ich meine wir müssten nur herausfinden, was sie dazu zwingen könnte, uns zu gehorchen. Was ist denn mit diesem Markus? Weiß der nicht was sie dazu bringen könnte?“ fragte er. Kurt nickte „Ja sicher… die Beiden sind Freunde und würden alles für einander tun. Allerdings haben die Beiden auch viele Freunde und die würden wiederum alles für sie tun.“ gab er zu bedenken. Leon lachte. „Na wir werden uns schon was einfallen lassen. Glaub mir… die bringen und das was du willst.“ Versprach er. Kurt nickte „Ach noch was… zieht euch die Kleine mal hier aus dem Verkehr. Sie hat wohl etwas mitbekommen und versucht meinen Boss ans Bein zu pinkeln. Vergnügt euch mit ihr, aber bringt sie nicht um.“ warnte er die Drei. „Ach ja…passt auf unser Riesenbaby auf. Nicht das er zu heftig zudrückt und einer von den Bullen vielleicht das Zeitliche segnet.“ erinnerte er Leon und Claus.


    Jana machte sich fertig. Sie hatte einen harten Tag hinter dem Tresen gehabt und freute sich auf den Feierabend. ES war schon 22 Uhr durch und sie war entsprechend müde. „Ich bin weg Marion… ach pass auf die Typen hinten in der Ecke auf. Die sind etwas aufmüpfig…“ rief sie noch ihrer Ablösung zu und verschwand. Sie brauchte nicht einmal zwanzig Minuten zu Fuß. Allerdings nur wenn sie durch einen Park lief. Sie blieb am Eingang stehen und überlegte ob sie nicht doch besser mit dem Bus fahren sollte. Doch dann lachte sie leise und betrat den Park. Nur wenige Minuten war sie gelaufen, als sie ein Geräusch hörte. Jana war nicht ängstlich aber heute war es anders. Seit sie Markus Gespräch mitbekommen hatte, hatte sie mehr Angst als vorher. Er sprach von Diamanten und sie hatte gesehen, dass er eine große Menge Geld in einem Koffer hatte. Sie ahnte dass dahinter dunkle Machenschaften stecken mussten. Sie wollte zur Polizei, doch er hatte ja Freunde dort. Schließlich gehörte er selbst zu dem Haufen und war nach einem Unfall ausgeschieden. Jetzt war er eher ein Fitnesstrainer, der die verletzten Polizisten wieder diensttauglich trainierte. Jana ging langsam weiter. Wieder ein Geräusch. Jana ging schneller und betete dass ihr jemand entgegenkam damit sie nicht allein war. Doch der Wunsch wurde nicht erfüllt.

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  • Kurt sah durch die Büsche die Frau kommen, die er aus dem Verkehr ziehen sollte. „Da ist sie… hey… die ist ja richtig süß…“ lachte er leise und machte Leon ein Zeichen. Dieser sprang aus dem Gebüsch als die Frau vorbei war. Er presste ihr einen Lappen ins Gesicht. Sie wehrte sich heftig und Kurt musste Leon helfen. Dann gab die Frau auf und sank in sich zusammen. Kurt grinste Leon an. „Das wir eine ganz tolle Zeit“ lachte er und streichelte der bewusstlosen Frau über den Körper. Leon grinste ihn dreckig an. „Hey.. lass sie uns erst einmal wegbringen und dann machen wir uns eine schöne Zeit. Was ist mit den Bullen?“ wollte er wissen. Kurt nickte. „Ja… erst einmal sie und dann die Bullen. Wir wissen ja wo mindestens einer wohnt und den werden wir uns holen. Und falls sein Freund dabei ist, darf er uns begleiten. Einer von ihnen wird uns die Steine bringen.“ versprach Kurt und hob Jana auf. Er trug sie in den Wagen und sie fuhren los. Sie hielten vor einem verlassenen Haus. „Bist du sicher, das niemand hier suchen wird?“ wollte Kurt von Leon wissen. „Nun… das Haus gehört meiner Familie. Im Keller sind genügend Räume. Wir richten sie her, dann fühlt sie sich bestimmt wie zuhause.“ grinste er. Leon nahm Jana aus dem Wagen und brachte sie in den Keller. Kurt hatte bereits ein Bett hineingestellt. Leon legte Jana ins Bett und streichelte ihr Gesicht. „Sie ist wirklich schön. Willst du zuerst oder ich?“ fragte er grinsend. Kurt schüttelte den Kopf. Sie ließen Jana allein.


    „Wenn das mal gut geht. Ich habe da ein verdammt mieses Gefühl, Semir.“ gab Tom seine Bedenken zu verstehen und sah auf den Haufen der Glasperlen vor ihm. „Ich weiß gar nicht was du hast? Ich meine die Dinger sind so hat mir der Typ das erklärt die perfekten Imitate. Nur ein wahrer Kenner kann die Dinger von Diamanten unterscheiden. Und für so helle halte ich die Typen nicht. So und nun lass uns nach Hause fahren. Ich wette nämlich, dass die Typen uns bei dir eine Nachricht hinterlassen werden, wo wir die Steine hinbringen sollen.“ mutmaßte Semir. Tom nickte, nahm seine Jacke und verließ mit Semir, der die Steine in eine kleine Tüte packte die PAST. Sie fuhren zu Tom nach Hause. Mit ziemlich gemischten Gefühlen und ständigem Blick im Rückspiegel fuhren sie in die Tiefgarage. „Lassen wir die Dinger erst mal im Auto?“ fragte Semir und sah Tom an. Dieser nickte. „Ja können wir machen. Wenn die Typen uns blöd kommen dann haben wir einen Trumpf in der Hand.“ stimmte Tom zu. Er stellte sich auf seinen Platz und sah sich wieder um. Semir grinste. „Hast du Angst, dass sie es noch einmal auf diese Art und Weise machen?“ kam die Frage von ihm. „Ja… irgendwie traue ich dem Frieden nicht.“ nickte Tom. Sie stiegen aus und gingen in Richtung Fahrstuhl. Das Gefühl beobachtet zu werden wurden sie nicht los. Doch nichts passierte. „Na… wir sehen wohl Gespenster.“ lachte Semir und holte den Aufzug runter. Ein anderer Mitbewohner gesellte sich zu ihnen und begrüßte sie mit einem freundlichen „Guten Abend“.

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  • Kurt sah Leon und Paul an. „So… da sind sie ja.“ sagte er als er den BMW in die Tiefgarage kommen sah. Paul du gehst mit ihnen in den Fahrstuhl und findest heraus auf welcher Etage Kranich wohnt und in welcher Wohnung. Anschließend kommst du wieder runter und wir fahren gemeinsam hoch. Wir werden die Beiden einen schönen Abend bereiten und morgen sind wir reich.“ lachte er. Kurz darauf sah er wie Paul mit den beiden Polizisten in den Fahrstuhl stieg. Nur fünfzehn Minuten später kam er wieder. „Sechste Etage links. Direkt neben dem Fahrstuhl.“ gab Paul bekannt. Kurt nickte. „Dann werden wir ihnen noch eine halbe Stunde geben und fahren dann ebenfalls hoch. Bis dahin lassen wir den Beiden noch etwas Zeit.“ Meinte er wohltätig. „Habt ihr eure Waffen dabei?“ wollte er kurz darauf wissen. Paul und Leon nickten. „Ja und was wenn die quer schlagen?“ fragte Leon. „Dann zeigen wir ihnen, dass es nicht gut ist, wenn sie es tun. So einfach ist das. So die dreißig Minuten sind um. Wir fahren hoch.“ Sie stiegen aus und gingen zum Fahrstuhl. Wenig später standen sie vor Toms Türe. Leon zog seine Waffe und versteckte sie unter einer Jacke um sie vor neugierigen Blicken zu schützen. Paul sah ihn an und stellte sich links von der Tür, während Kurt vor dem Spion stand. Er setzte seinen Finger auf die Klingel und drückte drauf. Hell erklang der Ton hinter der Tür.


    „Gehst du mal hin, Semir! Ich hab gerade was zu tun.“ bat Tom. „Ja sicher… erwartest du denn noch jemanden?“ wollte Semir wissen und stand auf. „Nein eigentlich nicht. Aber vielleicht ist es ja die Süße von gegenüber und will sich Zucker borgen.“ vermutete Tom. Semir lachte „Ja sicher… um elf Abends… meinst du nicht sie hat da was anderes zu tun? Das ist nur Wunschdenken….“ kann die Gegenfrage. Er sah durch den Spion. „Na eine Frau ist das nicht.“ murmelte er und öffnete. „Ja bi…“ er stockte mitten in der Frage. Langsam hob er die Hände und ging einen Schritt zurück. „Und wer ist es?“ rief Tom aus der Küche. Semir antwortete nicht, weil der Mann vor ihm den Finger auf den Mund legte. „Hey! Wer da ist…wollte ich wissen…“ kam von Tom der nun ebenfalls zur Tür kam. Auch er hob die Hände, als er die Waffen sah. „Rein in die gute Stube!“ befahl der Mann und wedelte mit der Pistole. „Schon gut… es muss niemandem was passieren.“ sagte Semir leise und ging ins Wohnzimmer. Tom stand bereits dort. „Setzen!“ kann der nächste Befehl, während einer der Gehilfen die Tür verschloss. „Was bitte soll das?“ wollte Tom wissen. „Wir wollen die Steine.“ kam zur Erklärung. Semir setzte sich in den Sessel während Tom stehen blieb. „Brauchst du ne Extraeinladung?“ fauchte der Mann. Tom schüttelte den Kopf und setzte sich in den zweiten Sessel. „Wo sind sie?“ fragte der Mann. „Im Wagen in der Tiefgarage.“ gab Semir von sich. Der Mann nickte und zielte mit der Waffe auf ihn. „Dann hol sie!“ forderte er. Semir nickte und stand auf. „Halt...! Mein Freund wird dich begleiten. Er ist Experte in Sachen Diamanten weißt du....?“ lachte der Mann. Paul packte Semir am Arm und drückte zu. Dann zerrte er ihn aus der Wohnung zum Fahrstuhl.


    Tom sah den Mann an. „Was wollen Sie außerdem?“ fragte er. „Vielleicht einen Kaffee? Oder Kuchen?“ ging es bissig weiter. Der Mann lachte. „Nein... ich will dass du die Klappe hältst bis dein Kumpel wieder oben ist. Dann werden wir verhindern, dass ihr uns folgt und verschwinden. So einfach ist das. Wir sind uns nie begegnet und haben uns nie gesehen.“ lachte er. Tom zog verächtlich Luft ein. Sicher würden sie Semir und ihn nicht so einfach gehen lassen. Beide hatten sich die Gesichter gemerkt, schließlich haben sie diesmal auf eine Maske verzichtet. Fünfzehn Minuten später wurde Semir brutal in den Raum gestoßen. Tom sah dass er aus Mund und Nase blutete. Semir landete am Boden und zog pfeifend Luft ein. Tom wollte sofort zu ihm, doch die Waffe, die auf ihn gerichtet war, zeigte dass es besser wäre nichts zu tun. „Paul? Was soll das?“ fragte der Anführer der Drei. „Die glauben uns verarschen zu können. Das sind Glasperlen! Keine Diamanten!“ Er ging erneut auf Semir los und trat ihn in die Seite. Semir schrie laut auf. Tom sprang hoch und ging auf Paul los. Doch der war viel stärker und blockte die Schläge von Tom ab. Nun griff auch der dritte ein, der sich bisher ziemlich ruhig verhalten hatte und packte Tom von hinten während der Dritte sich Semir vornahm und ihn in Schacht hielt.

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  • Semir holte vorsichtig Luft. Es tat ihm weh. Zu allem Überfluss presste ihn einer der Männer die Waffe ins Genick. „Wenn ich jetzt abdrücke, dann hast du es hinter dir. Also keine überflüssige Bewegung ist das klar?“ warnte er Semir. Dieser nickte nur und blieb liegen. Ein zweites Mal musste er mit ansehen, wie Tom zusammen geschlagen wurde. Dann lag auch er blutend am Boden. Semir sah ihn besorgt an. Tom war ohne Bewusstsein. „Hochkommen!“ befahl ihm der Anführer und er richtete sich langsam auf. „Darf ich mich um meinen Kollegen kümmern?“ bat er leise und hielt sich die Rippen. „Nein! Er wird das schon verkraften. So und du wirst jetzt gleich die richtigen Steine besorgen. Noch ein Trick und dein Kumpel hat es hinter sich, klar?“ warnte ihn der Mann. Semir nickte. „Und wie...haben Sie sich... den Ablauf vorgestellt? Meinen Sie.... ich fahre kurz hin...hole die Steine... und komme ohne... Verstärkung wieder?“ kam bitter von Semir. Der Mann lachte. „Ja so in etwa. Hältst du uns für so blöd? Dein Kumpel wird hier unser Pfand gegen die Steine. Du kannst dir aussuchen, was dir lieber ist. Er oder die Diamanten?“ Der Mann sah ihn höhnisch an. Semir hielt dem Blick stand. Dann hörte er Tom stöhnen. Er wollte hingehen und ihm helfen, doch der Mann hielt ihn fest. „Das macht Paul! Du bleibst genau hier stehen!“ drohte der Mann ihn. Semir blieb stehen und sah wie Paul Tom brutal am Kragen hochzog. „So und nun wirst du genau das tun, was ich sage denn sonst....!“ sagte der Mann und nickte Paul zu. Dieser schlug Tom die Faust in den Magen und Semir hatte das Gefühl, dass er den Schlag spürte... „Lassen Sie ihn in Ruhe!“ schrie er wütend. „Gut... dann weißt du was zu tun ist. Und damit du es nicht vergisst, werde ich dir einen Begleiter mitgeben. Paul! Du fährst mit und sorgst dafür, dass er keine Dummheiten macht.“ befahl der Mann.


    Tom versuchte Luft zu bekommen. Der Mann schien ihn mit einem Punching-Ball zu verwechseln. Die Schläge waren hart und erbarmungslos. Langsam bekam er den Schmerz unter Kontrolle und stieß ein leises Stöhnen aus. Dann spürte er wie er hochgezogen wurde. Er sah Semir verschwommen in einer Ecke stehen und wollte was sagen, als ihm der Dampfhammer im Magen erwischte. Das letzte was er mitbekam, war das ihm der Boden schnell näher kam. Dann wurde es dunkel. Es dauerte nicht lange und Tom schlug die Augen auf. Er lag auf etwas Weichem und irritiert sah er sich um. Sein Wohnzimmer. Er lag auf der Couch. War alles nur ein Traum? Nein... dafür war es zu schmerzhaft. Langsam richtete er sich auf. „Liegen bleiben!“ hörte er einen Mann sagen und die Stimme hörte sich ganz danach an, dass es besser wäre, zu tun was verlangt wurde. „Wo...ist Semir?“ fragte er leise. Und je wacher er wurde umso stärker wurden die Schmerzen. „Er ist gleich wieder hier. Zumindest wäre es viel Besser und gesünder für dich.“ hörte er den Mann lachen. „Wer sind Sie?“ wollte Tom wissen. „Ich bin dein Henker, wenn du nicht die Klappe hältst.“ warnte ihn der Mann. Tom schwieg.

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  • Semir fuhr zur KTU wo die Diamanten lagerten. Wenn er viel Glück hatte, dann war Hartmut noch da. Ihn konnte Semir etwas stecken und um Hilfe bitten. Nach kurzer Fahrt waren sie angekommen. Bevor Semir ausstieg sah er den Gorilla neben sich an. „Sie sollten hier bleiben... sonst werden meine Kollegen wach und wissen, dass etwas nicht stimmt.“ sagte er leise. Paul nickte. „Wenn du einen Trick versuchst, dann wird der Kranich das Fliegen lernen!“ gab es lachend zur Antwort. Semir nickte nur und sah kurz in den Spiegel. Er konnte sich zwar bevor es losging waschen, aber dass er Schläge kassiert hatte sah man ihm an. Dann stieg er aus und ging in das Gebäude. Er würde nichts machen, was Tom gefährdete. Und er wusste dass die Kollegen ebenfalls nichts unternehmen würden. „N’abend Hartmut!“ begrüßte er den rothaarigen Mann der KTU. „Hey Semir! Was machst du denn noch so spät hier?“ wunderte dieser sich. „Hartmut.... ich muss die Diamanten haben. Die Echten...gibst du sie mir bitte.“ forderte Semir freundlich. Hartmut sah ihn merkwürdig an. „Alles in Ordnung bei dir?“ wollte er wissen. Semir nickte. „Ja.... bitte gib mir die Steine.“ forderte Semir ein zweites Mal. Hartmut nickte. „Ja sicher... wo ist denn Tom?“ kam die nächste Frage. „Der ist zuhause. Wir haben Gäste bekommen und...nun ja... es reicht doch wenn einer von uns unterwegs ist.“ redete sich Semir raus und wusste genau, das die Alarmglocken in dem mit roten Haaren bedecktem Kopf anschlugen. „Gut... ich hole sie dir. Kann ich sonst noch was tun?“ wollte Hartmut wissen und nickte Semir zu. Er hatte verstanden. Dann gab er Semir die Steine und dieser verschwand.


    „Hartmut hier! Gib mir mal die Chefin.“ forderte Hartmut per Telefon als Semir abgefahren war. „Chefin? Ja also... ich weiß nicht wie ich es sagen soll... aber es sieht so aus, als seien Tom und Semir in ziemliche Schwierigkeiten. Eben war Semir hier, allein. Er sah ziemlich zerschlagen aus. Frische Wunden. Und er wollte die Steine haben. Als ich fragte wo Tom sein, meinte Semir nur... sie hätten Gäste bekommen und deshalb sei er allein. Wenn Sie mich fragen, dann stinkt das gewaltig nach Ärger.“ berichtete er, als er Anna am Telefon hatte. „Hat Semir gesagt wo?“ wollte Anna wissen. „Nein... aber die wohnen doch derzeit bei Tom. Und dann könnte es doch auch sein, dass sie dort festgehalten werden. Also theoretisch. Praktisch sieht es natürlich anders aus... die Gangster könnten sie auch ...“ erklärte Hartmut. „HARTMUT!“ unterbrach ihn die Chefin. „Hat Semir gesagt wo sie sind?“ harkte sie nach. „Nein... also nicht direkt.“ gab er zu. Er hörte Anna tief einatmen. „Gut... dann werde ich bei Tom anrufen und fragen ob alles in Ordnung ist. Wenn er sich nicht meldet dann bei Semir.“ gab sie bekannt. „Danke für die Information, Hartmut.“ Ein klicken verriet, dass das Gespräch beendet war. Hartmut legte nachdenklich auf.


    Tom zuckte zusammen als das Telefon anschlug. Der Mann, der ihn in Schacht hielt sah ihn an. „Wer ist das?“ fragte er wütend. Tom zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Vielleicht meine Vorgesetzte, die sich nach meinem Befinden erkundigen will. Wenn ich nicht rangehe, dann könnte es sehr problematisch für Sie ausgehen.“ meinte er nur gleichgültig. „Gut... dann melde dich. Sag dass alles in Ordnung ist. Ein falsches Wort und du brauchst keine Miete mehr bezahlen.“ warnte ihn der Mann. Tom stand langsam auf und ging zum Telefon. „Kranich!“ meldete er sich und versuchte die Stimme so neutral wie nur möglich klingen zu lassen. „Anna Engelhard hier. Tom... sind Sie in Ordnung? Hartmut hat mich eben informiert, das Semir bei ihm war und die Diamanten geholt hat.“ hörte er die Chefin fragen und zuckte unwillkürlich zusammen. Der Verbrecher hatte den Lautsprecher angemacht und hörte natürlich was gesprochen wurde. „Ja sicher... alles in Ordnung. Wir dachten nur, es wäre nicht schlecht wenigsten ein oder zwei echte Steine unter den Imitaten zu haben. Falls ein Experte dabei ist.“ redete Tom sich raus. „Ah ja... und Semir sagte auch, dass Sie Besuch haben. Wer ist es denn?“ wollte sie wissen. „Mein Bruder! Er ist aus Duisburg hergekommen und deshalb ist Semir allein gefahren. Mein Bruder will die Stadt kennen lernen und außer mir hat er ja keinen mehr.“ Dann verabschiedete er sich und legte auf.

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  • Anna legte nachdenklich auf. Tom? Hatte er nicht nur ne Schwester? Irgendwas stimmte da nicht. Sie wählte Semirs Handy an und dieser meldete sich erst nach dem sechsten Klingeln. „Semir? Wo sind Sie?“ wollte Anna wissen. „Auf dem Weg zu Tom.“ gab Semir bekannt. „Hartmut hat mich angerufen und gesagt, dass Sie sich die Diamanten geholt haben. Hört jemand mit?“ wollte Anna wissen. „Nein.... niemand.“ antwortete Semir schnell. Zu schnell für Anna. „Gut... Ach so... Tom lässt ausrichten, dass Sie für ihn und seinem Bruder nichts extra holen müssen. Er meint der Abend wird nicht sehr lang werden.“ beendete Anna das Gespräch. Semir verabschiedete sich wieder und meinte nur er habe verstanden. Jetzt war Anna ganz sicher, dass die Beiden in Schwierigkeiten steckten. Sie nahm erneut den Hörer zur Hand und wählte den SEK-Einsatzleiter. „Ich brauche eine Einheit in der Kunibert-Straße 8 bei Kranich.“ sagte sie. „Ach nee.... Anna nicht schon wieder.“ hörte sie Alex Hoffmann sagen. „Doch Alex... die Beiden scheinen es irgendwie zu mögen von dir befreit zu werden. Wir vermuten, dass es mindestens zwei Täter sind... vielleicht auch mehr. Wir treffen uns dort vor der Tür.“ Sie legte wieder auf, griff ihre Jacke und verschwand.


    Semir fuhr in die Tiefgarage und parkte ein. Paul nahm die Autoschlüssel und zog ihn aus dem Wagen. „Das war sehr klug von dir...“ lobte er ihn und ließ Semir im Unklaren was damit gemeint war. Semir schüttelte nur den Kopf und ging zum Fahrstuhl. Wieder waren sie allein. Es schien außer Tom niemand hier zu wohnen, dachte Semir. Im sechsten Stock stiegen sie aus und wurden von Leon in die Wohnung gelassen. Semir sah das Tom im Sessel saß und sich scheinbar erholt hatte. „Bist du soweit okay?“ fragte er trotzdem besorgt, doch dass quittierte Paul direkt mit einem Schlag gegen die Schulter. „Schnauze!“ blaffte er Semir an und zerrte ihn in den Sessel. „Sitz!“ befahl er wie ein Hund und drehte sich Beifall haschend zu seinen Freunden um. Semir sah ihn nur an und setzte sich. „Und? War er brav?“ wollte Kurt wissen. Paul nickte. „Ja... sehr brav. Er musste einmal ans Telefon und mit seiner Chefin telefonieren und dann war wieder Ruhe. Nichts verraten, das er in Gefahr steckt.“ grinste Paul. Semir nickte Tom zu und dieser schien zu verstehen. Die Chefin wusste Bescheid und würde sie hier rausholen. Nun hieß es nur warten, bis es passierte.


    Anna fuhr zu Tom und sah den Wagen von Alex bereits vor der Tür stehen. „Hallo Alex!“ begrüßte sie ihn. Alex reichte ihr die Hand. „Weißt du irgendwas? Ich meine wie es da drinnen aussieht? Mit wie vielen Gegnern wir es zu tun haben?“ fragte er. Anna schüttelte den Kopf. „Es sind mindestens zwei Gegner. Tom erzählte mir etwas von seinem Bruder, er hat aber nur eine Schwester. Also war mindestens einer bei ihm. Den hätte er sicher überwältigt. Gehen wir von zweien aus. Ein weiterer war mit Semir im Wagen. Also drei insgesamt. Tom und Semir sind weitestgehend in Ordnung vermutlich nur die üblichen Blessuren. Wie willst du vorgehen?“ berichtete Anna. „Nun... leider wohnt Tom ziemlich weit oben. Aber das ist auch wieder ein Vorteil. Wir werden vier Mann von der Wohnung über Tom abseilen. An der Tür drei Mann. Dann sollte es recht schnell gehen.“ meinte Alex nur und Anna stimmte zu. „Gut... dann klingelt in der Wohnung da drüber und erklärt den Bewohnern dass es laut werden könnte und sie vor allem in den Wohnungen bleiben.“ meinte sie anschließend. Alex teilte seine Männer ein und nur wenige Minuten später war alles startklar.


    Tom saß Semir gegenüber und beide machten sich auf den Zugriff bereit. Sie wussten ja wie diese Dinge abgehen. Semir sah die drei Männer an, die sie hier festhielten. Alle waren bewaffnet und machten sich einen Spaß daraus das weder Tom noch Semir sich wehrten. Dann klingelte es plötzlich. Kurt, der Anführer erschrak und sah Tom an. „Wer ist das?“ wollte er wissen. Tom zuckte mit den Schultern. „Von hier kann ich das nicht beurteilen. Meine Röntgenblickbrille ist gerade in Reparatur.“ grinste er. Doch Kurt schien keinen Spaß zu verstehen und zog Semir aus dem Sessel hoch. Er presste ihm die Waffe an den Kopf und sah zu Tom. „Gut du Witzbold! Mach auf und wimmele denjenigen ab. Wenn nicht, dann braucht er sich um seine Pension keine Sorgen zu machen.“ drohte er. Tom stand auf und nickte nur. Dann ging er zur Tür und schaute durch den Spion. Er schluckte leicht, als er Anna davor sah. Paul kam zu ihm. „Wer ist das?“ raunte er ihn ins Ohr, als er durch den Spion sah. „Meine Nachbarin.“ gab Tom an. „Wimmel sie ab oder Kurt schießt deinem Freund eine neues Guckloch in den Kopf.“ lachte er leise. Tom nickte nur und öffnete die Tür. „Guten Abend... entschuldigen Sie die Störung, Herr Kranich... aber mein Auto. Es springt nicht an und ich dachte...“ redete Anna und sah Tom an. Sie hob drei Finger und nickte ihm zu. Tom verstand. „Tja... das tut mir Leid. Nur ich kann im Augenblick nicht raus... ich hab ...“ gab Tom an und trat einen winzigen Schritt zur Seite und nickte mit dem Kopf nach links. Da steht einer, sollte es heißen und Anna verstand sofort. Tom machte einen kleinen Schritt nach hinten. Plötzlich wie aus dem Nichts rannten vier Mann in die Wohnung und Tom trat gegen die Türe. Paul der dahinter stand wurde regelrecht an die Wand gepresst und ließ vor Schreck die Waffe fallen. Auch aus dem Wohnzimmer kamen laute Geräusche. Glas klirrte und Männer schrieen durcheinander. Tom rannte zurück und sah wie Kurt sich gegen das SEK wandte, Semir lag am Boden. Tom sah sich um. Der dritte Mann fehlte noch. Er rannte in Richtung Küchentür und wollte sie gerade öffnen, als ein Schuss knallte. Wie vor einer Wand gelaufen blieb Tom stehen und starrte auf seine Brust. In Höhe des Herzens verfärbte sich sein weißes T-Shirt rot. Langsam ging er zu Boden.

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    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Ich kann einfach nicht anders...


    Semir kam langsam zu sich. Er hatte nicht viel von dem Zugriff mitbekommen, denn als die Männer durch die Scheibe kamen, bekam er einen heftigen Schlag auf den Kopf und verlor das Bewusstsein. „Semir, sind Sie in Ordnung?“ fragte ihn die Chefin und er sah sie mit immer noch glasigen Augen an. „Ja... geht schon... wo ist Tom?“ wollte er wissen. Anna sah in Richtung Küche und Semir bemerkte den sonderbaren Ausdruck von ihr. „Nein!“ schrie er plötzlich und kroch zu der Trage an dem der Notarzt gerade kniete. Sein Freund lag darauf, aschfahl und blass. „TOM!“ schrie er und wollte nur zu ihm. Anna und Alex hielten ihn fest. „Semir! Bitte .... kommen Sie.. beruhigen Sie sich...“ sprach Anna auf ihn ein, doch Semir wollte sich immer wieder losreißen. „Ich will zu ihm! Lasst mich los!!!“ schrie er. Ein zweiter Arzt kam dazu und setzte Semir eine Beruhigungsspritze. „Ist gleich vorbei“ raunte er Anna zu. Semir sah ihn an. „Was ist vorbei?“ wollte er wissen. Dann spürte er schon dass die Welt irgendwie in Watte abtauchte. „Chefin ....?“ fragte er und sackte langsam in sich zusammen. „Tom...“ kam als letztes über seine Lippen. Zwei Stunden später wachte er auf. Er lag immer noch. Irritiert sah er sich um und richtete sich langsam auf. Er sah Anna an. „Was ist mit Tom?“ fragte er wieder. Anna lächelte ihm müde zu. „Bleiben Sie bitte ganz ruhig. Alles ist gut. Versuchen Sie zu schlafen. ...“ sprach sie. „Wo ist Tom? Ist er tot? Warum sagen Sie mir nicht, was mit ihm ist?“ wiederholte Semir müde. „Er wird gerade operiert.“ sagte sie. Erst jetzt bemerkte er, dass es keine Couch war, sondern eine Liege. Er war im Krankenhaus. Langsam richtete er sich auf. „Wo ist er?“ wollte er wieder wissen. „Tom hat eine Kugel abbekommen.... und Semir.... es sieht nicht gut aus.“ erklärte Anna ihm.


    „Was ist mit den Kerlen?“ fragte Semir. „Wir haben zwei stellen können. Der Dritte ist in der Aufregung verschwunden. Die Steine sind wieder in der Asservatenkammer. Aber das ist erst einmal Nebensache. Wir müssen erst einmal abwarten was mit Tom ist. Er wird gerade operiert. Der Arzt sagte mir, dass die Kugel sehr dicht am Herzen sitzt und er Glück hat überhaupt noch zu leben.“ klärte Anna ihn auf. Semir nickte. „Ist der Dritte zur Fahndung ausgeschrieben?“ wollte er wissen. Anna schüttelte den Kopf. „Wir wissen nicht einmal wie er aussieht. Sie und Tom sind die Einzigen die den Mann beschreiben können. Das heißt Sie, Semir sind im Augenblick der Einzige. Denn Tom...nun ja... selbst wenn die OP sehr gut verläuft, wird er vermutlich im Koma liegen. Wann er aufwachen wird...falls überhaupt...ich meine...“ kam leise von Anna und sie sah Semirs wütenden Blick.



    ... ich muss euch quälen :D

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • „Chefin! Er wird wieder wach. Er wird wieder ganz der Alte. Und ich werde nichts Anderes akzeptieren.“ Er stand wütend auf. Anna wollte ihn festhalten, doch er riss sich los und verließ den Raum. Als er auf den Flur trat, lief er gegen den Arzt. „Herr Gerkhan? Alles in Ordnung?“ fragte er. Semir sah ihn an. „Was ist mit meinem Partner?“ wollte er wissen ohne auf die Frage einzugehen. „Herr Kranich liegt auf der Intensivstation. Die OP ist gut verlaufen und die Kugel ist raus. Sie hat keinen großen Schaden angerichtet, aber der Blutverlust war sehr groß. Wir können derzeit erst einmal nur abwarten.“ erklärte der Arzt sachlich. Semir nickte und sah ihn an. „Er wird wieder ganz gesund?“ fragte er und hielt sich an der Wand fest, weil ein Schwächeanfall über ihn kam. Sofort griff der Arzt zu und hielt ihn fest. „Kommen Sie.... legen Sie sich auch hin. Keine Sorge... sobald der Zustand von Kranich sich verändert, werden Sie es als Erster erfahren. Aber jetzt werden Sie sich ausruhen.“ sprach der Arzt beruhigen auf ihn ein und brachte ihn wieder ins Zimmer. „Ich bin okay... ich bin völlig okay...“ behauptete Semir. „Ja sicher... Sie haben eine Gehirnerschütterung und sollten wenigstens bis morgen hier liegen bleiben.“ meinte der Arzt. „Und das wird er auch.“ kam von Anna. Semir sah sie an. „Ist das ein Befehl?“ fragte er leicht grinsend. Anna schüttelte den Kopf. „Nein... ein Wunsch.“ gab sie zurück. Semir nickte nur und legte sich hin.


    Markus sah Leon an. „Was soll dass heißen... die Steine kannst du vergessen. Verdammt der Kunde hat bezahlt! Der wird uns umbringen!“ schrie er. Leon zuckte mit den Schultern. „Mann... auf einmal waren überall Bullen Kurt hat diesen Gerkhan niedergeschlagen und wurde dann überwältigt. Kranich wollte gerade zu mir und ich hab ihn über den Haufen geschossen. Hey... wir stecken so tief in der Scheiße, dass es mir egal ist, ob dich der Kunde über den Haufen schießt oder nicht. Das einzige was ich will ist meine Kohle. Meine Kohle für den Job, den ich erledigt habe. Was ist mit Hubert? Wo war er, als wir bei den Bullen waren?“ fragte Leon wütend. Markus holte tief Luft. „Okay... anschreien bringt nichts.... wir müssen die Steine bekommen. Kranich ist tot?“ fragte er nach. Leon nickte. „Ja die Kugel ist direkt ins Herz gegangen.“ bestätigte er. „Was ist mit Gerkhan?“ wollte Markus wissen. „Keine Ahnung. Vermutlich liegt der auch im Krankenhaus. Ich habe ihn am Boden gesehen.“ erklärte Leon. Markus nickte. „Dann werde ich es selbst in die Hand nehmen müssen. Also gut.... Hier ist dein Geld. Verschwinde aus dem Land und lass dich nicht erwischen.“ meinte er und drückte Leon ein Bündel Geld in die Hand. Leon zählte nach. „Das ist zuviel!“ sagte er und ein Glanz in den Augen entstand. „Na... du bist der einzige, der noch übrig ist. Mach was aus deinem Leben...“ grinste Markus und ließ Leon einfach stehen. „Hey... kann ich dir nicht helfen? Ich meine mit diesem Gerkhan!“ fragte er dann Markus blieb stehen, „doch könntest du.... wenn du Lust hast, warum nicht. Also mein Plan ist folgender....“


    Am nächsten Morgen holte Anna Semir aus dem Krankenhaus an. „Wie geht es Tom?“ fragte sie. „Keine Veränderung. Er liegt immer noch im Tiefschlaf. Heute Nacht hat es einmal Alarm gegeben und die Ärzte waren ziemlich in Aufruhr. Was genau war, hat man mir nicht gesagt, aber ich habe mitbekommen wie sie Tom rausholten und eine Stunde später wieder rein schoben. Dann sagte man mir es sei alles in Ordnung.“ kam von Semir leise. „Ich werde mir diesen Mistkerl schnappen...“ drohte er wütend. Anna nickte. „Wir müssen zunächst wissen mit wem wir es zu tun haben. Erst dann können wir zuschlagen. Sie haben gleich einen Termin beim Phantomzeichner. Dann werden wir das Bild durch den Computer jagen und hoffen, dass er in der Datei ist.“ erklärte Anna. Semir nickte. „Ich denke schon, dass wir fündig werden. Dieser Kerl hat mit Sicherheit schon einiges auf dem Kerbholz. Und für den Schuss auf Tom... wird er bluten...“ versprach er. Nur kurz darauf saß er bei Torben, dem Zeichner. „Okay... dann wollen wir mal. Das Gesicht... wie war es? War es rund oder eher eckig?“ wollte Torben wissen. „Nein.... es war oval. Eiförmig...“ meinte Semir und mit einem Klick hatte Torben die ersten Konturen auf dem Monitor. „Die Augen? Waren die Schmal oder eher breit. Eng zusammenstehend, oder auseinander?“ kam die nächste Frage. Semir dachte nach. Die Augen.... wie waren sie.... „Eng und schmal.“ sagte er dann. Nur eine Stunde später hatten sie das Gesicht fertig. „Schickst du es rüber zu Andrea.... sie soll mal die Datenbank abgleichen.“ bat er Torben und verschwand mit Anna im Büro.

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  • „Semir? Sind Sie wirklich okay? Ich kann auch einen anderen auf den Fall ansetzen.“ fragte Anna als sie am Tisch saßen. „Nein… ich bin okay. Ich werde den Typen bekommen.“ gab er fest von sich. Anna nickte. „Aber bitte seien Sie vorsichtig.“ warnte sie ihn. Er nickte nur. Andrea kam herein. „Hier! Leonard Förster. 38 Jahre alt, vorbestraft wegen Diebstahl, Körperverletzung, Körperverletzung mit Todesfolge, Einbruch, Erpressung, Drogenhandel…. usw. Er hat alle Delikte durch, die man nur haben kann.“ zählte Andrea auf und sah Semir mitleidig an. „Was ist mit Tom?“ fragte sie als sie die Akte an ihn gab. „Nicht jetzt Andrea bitte…“ kam als Antwort. Andrea verstand. Es schien nicht so gut auszusehen. „Hast du eine Adresse von diesem Förster?“ wollte Semir wissen. „Ja… Eintrachtstrasse 9, Köln Nippes.“ meinte Andrea nur und verschwand wieder. Semir nickte. „Ich fahre da jetzt hin.“ sagte er und Anna sah ihn an. „Nehmen Sie Bonrath oder Herzberger bitte mit. Nicht dass Sie auch noch im Krankenhaus landen.“ empfahl sie. Semir schüttelte den Kopf. „Ich will nur gucken…“ meinte er dann grinsend. „Genau deshalb sage ich es ja. Sie fahren nicht allein! Das ist keine Bitte sondern ein Befehl.“ sagte Anna sehr bestimmt und an ihrer Stimme war zu hören, das ein Nein nicht akzeptiert wurde, das hörte auch Semir und nickte nur. Er fuhr gemeinsam mit Hotte und Dieter zur Adresse von Leonhard.


    „Also gut… ihr wartet hier im Auto und ich geh rein. Vermutlich ist er eh schon längst woanders untergetaucht.“ meinte Semir als sie vor dem Haus standen. „Lass das bloß nicht die Chefin wissen, die reißt uns den Kopf ab, wenn was passiert.“ mokierte Dieter. „Wird nichts passieren. Ich bin doch groß…“ lachte Semir und bekam von Hotte einen ziemlich merkwürdigen Blick zugeworfen. Auch das bemerkte Semir und grinste ihn an. „Ein Wort und du kannst zur PAST zurücklaufen“ raunte er ihm zu. „Ich sag nichts….hatte ich gar nicht vor.“ verteidigte Hotte sich in seiner brummigen Art. Dann sahen sie Semir nach wie er in der Gasse verschwand. „Mensch wenn das mal gut geht…“ meinte Dieter nur. Hotte nickte. „Du hast doch gehört… er ist schon groß…“ gab er brummig zurück. Dieter bemerkte seine Laune. „Was hast du denn schon wieder?“ fragte er deshalb. Hotte sah ihn an. „Na was wohl? Ich habe Hunger! Semir hat uns vor dem Essen mitgenommen, da ist es doch wohl normal dass man sauer wird, wenn man den ganzen Tag nicht zum Essen kommt“ maulte Hotte. Dieter lachte laut auf. „Du hast doch vor drei Stunden ein Butterbrot gegessen!“ meinte er dann. Hotte nickte. „Ja aber das war eben vor drei Stunden. Ich habe schon wieder Hunger. Weißt du, mein Superkörper braucht die Nahrung halt. Schon allein um das Gewicht zu stabilisieren muss ich essen. Ich will doch nicht so ein Strich sein wie du…“ grinste Hotte durch den Bart.

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  • Semir suchte das Klingelschild. Doch nirgends stand der Name Förster. Enttäuscht ging Semir zurück zur Straße wo in diesem Augenblick ein Kleinwagen um die Ecke kam. Semir sah den Fahrer an und erkannte Förster. Dieser hatte das gleiche Problem. Er zog den Wagen auf Semirs Seite und raste auf ihn zu. Semir versuchte sich mit einem beherzten Sprung in Sicherheit zu bringen. Es gelang ihm ganz knapp. Eine Rolle rückwärts über den Bürgersteig und schon stand er wieder, zog seine Waffe und legte auf das Fahrzeug an. Erneut raste der Wagen auf ihn zu. Semir versuchte vor ihm weg zu laufen. Hin zur Straße wo Hotte und Dieter auf ihn warteten und fast hätte er es auch geschafft. Plötzlich spürte er einen Schlag und stürzte. Der Wagen hatte ihn an der Seite erwischt. Semir war froh, dass niemand außer ihm auf der Straße war. Förster trat das Gaspedal durch und raste davon. Semir stand langsam auf. Er sah den Wagen gerade noch um die Ecke fahren und humpelte auf den Dienstwagen zu.


    „Hey… da ist Semir!“ rief Dieter auf einmal und Hotte sah auch hin. „Wieso humpelt der denn so?“ fragte er und stieg aus. Dann sah er das Semir am Knie blutete. „Hey… was ist denn passiert?“ fragte Dieter der Semir stützte. „Förster… er wollte mich über den Haufen fahren… hat leider geklappt. Ich war nicht schnell genug…“ fluchte Semir und besah sich sein Knie. „Verdammt!“ kam von ihm. Dieter holte Verbandszeug und legte einen Notverband an. „Das musst du auf jeden Fall nähen lassen.“ ermahnte Hotte ihn. Semir nickte. „Ja sicher… dann bringt mich zum Krankenhaus und lasst die Wohnung bewachen. Der taucht mit Sicherheit wieder hier auf.“ sagte Semir und stieg in den Wagen. Hotte setzte sich ans Steuer und fuhr zum Marien-Hospital. Dort wurde Semir eingehend untersucht. Er hatte großes Glück gehabt, so der Arzt dass nicht mehr verletzt sei. Außer der Platzwunde am Knie und einer Prellung an der Hüfte war er unverletzt. Gemeinsam fuhren sie wieder zur PAST, wo Semir Anna Bericht erstattete. „Sie haben verdammt viel Glück gehabt, Semir. Wenn er Sie richtig erwischt hätte, dann wären Sie vermutlich im Leichenschauhaus.“ meinte sie. „Ich habe übrigens mit dem Krankenhaus telefoniert. Tom ist wach. Er wird aber noch eine ganze Weile in der Klinik bleiben müssen.“ erzählte sie anschließend. Ein Leuchten erschien in Semirs Augen. „Dann fahre ich gleich hin…“ meinte er und stand auf. Dabei verzog er sein Gesicht. Das Knie schmerzte gewaltig. „Sie fahren nicht allein. Mit dem Knie können Sie das eh nicht. Wir fahren zusammen.“ bot sie sich an. Semir nahm das Angebot dankend an und fuhr mit ihr zu Tom.

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