Knöllchen für die Staatsanwältin

  • Felina wollte unbedingt was zum Lachen haben.... hoffe es ist gelungen :D


    Knöllchen für die Staatsanwältin


    Tom und Semir fuhren auf der A3 in Richtung Leverkusen. Sie hatten Nachtschicht und es war gerade kurz vor zehn Morgens. Wie immer gab es keinen pünktlichen Feierabend. Es war bisher sehr ruhig gewesen und sie freuten sich endlich mal nicht rasen zu müssen. Semir sah auf die Uhr. „Hey.. gleich haben wir Feierabend und bisher nicht einen Verkehrssünder gestellt, keine Beule im Auto und auch...“ Er stockte und sah in den Rückspiegel. „zu früh gefreut“ stöhnte er. Tom sah nach hinten. Ein dunkelgrüner Golf kam auf der Überholspur heran. „Der hat mindestens 160 drauf.“ Meinte Tom. „Ja und weiß nicht das wir die bösen Bullen sind.“ grinste Semir und freute sich schon auf die Standpauke, die er dem Fahrer gleich halten konnte. „Diesmal rede ich, Tom. Ich will auch meinen Spaß haben.“ Tom nickte. „Ja mach das.“ Der Golf zu an sie vorbei. „Bist du bereit, Partner?“ fragte Semir und Tom nickte erneut. „Dann Blaulicht rauf und los geht es!“ Die Freude war Semir anzumerken. Tom stellte das Licht auf das Dach und Semir gab Stoff. Nur wenige Augenblicke später verlangsamte der Golf das Tempo. Tom hielt die Kelle raus und schaute den Fahrer an. „Semir? Ich glaube es ist keine so gute Idee, wenn du dem Fahrer die Standpauke hältst.“ Semir sah ihn an. „Was? Wieso? Der hat sich an die Regeln zu halten. Da gibt es kein Für und Wider.“ „Ja ich weiß... aber was würdest du sagen, wenn ich dir sage, dass du diesem einfach aus dem Weg gehen solltest, weil es nach Ärger riecht.“ redete Tom um den Brei. „Was? Wieso? Die Straßenverkehrsregeln gelten ja wohl für alle. Ich habe vor niemanden Angst. Nicht einmal vor der Schrankmann!“ kam von Semir und er hielt vor dem Golf an. Er stieg aus und ging zum Fahrzeug. Der Fahrer kurbelte die Scheibe runter. Semir sah hinein und dann zu Tom. Dieser stand grinsend am Wagen und wartete darauf, dass Semir nun loslegte.

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    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Claudia Isolde Schrankmann folgte dem Polizeiwagen, der sie raus gewunken hatte. Sie sah das Kennzeichen und dachte sich nur, das kann doch wohl nicht wahr sein, ausgerechnet die Beiden. Sie erkannte Semir Gerkan der zu ihrem Fahrzeug kam. Sie kurbelte das Fenster herunter und sah ihn an. „Herr Gerkhan.... ist etwas?“ fragte sie. Gerkhan nickte. „ Die Geschwindigkeit auf diesem Abschnitt ist auf 100 begrenzt. Sie sind 160 gefahren. Sie sind etwas zu schnell unterwegs, Frau Schrankmann.“ sagte er. „Ja... ich weiß. Aber ich muss in zehn Minuten im Gericht sein und ausgerechnet heute habe ich verschlafen. Also halten Sie mich bitte nicht länger auf!“ Gerkhan sah sie an. „Wie war das?“ „Sie sollen mich nicht länger aufhalten, das werden Sie doch wohl verstanden haben, oder etwa nicht. Sie können sich ja später bei mir melden.“ Sie wollte die Scheibe wieder hoch drehen. „Einen winzigen Augenblick Frau Schrankmann. Ich möchte bitte die Fahrzeugpapiere und Ihren Führerschein sehen.“ „Herr Gerkhan! Ich sagte doch, dass ich es eilig habe!“ empörte sich Schrankmann. „Das mag sein, aber auch Sie müssen sich an die Regeln halten. Das kennen Sie doch, oder?“ fragte Gerkhan und Schrankmann sah ihm genau an, dass es ihm einen Spaß machte sie zu Recht zu weisen. „Ja sicher... es ist eine Ausnahme.... wirklich. Darf ich jetzt?“ „Nachdem ich das Fahrzeug kontrolliert habe.“ gab Gerkhan von sich nahm die Papiere an und ging um das Fahrzeug herum. Er ließ sich die Beleuchtung vorführen und auch Verbandskasten und Warndreieck. Schrankmann machte alles mit. Sie wurde immer wütender.


    Semir grinste in sich hinein. So etwas wollte er schon immer mal tun. Schrankmann einen Strafzettel verpassen. Er schrieb sich die Mängel am und im Fahrzeug auf. Die ganze Prozedur dauerte gute 15 Minuten. Dann ging er zur Staatsanwältin. „Sie werden in Kürze Post erhalten. Ein Verwarnungsgeld wird auf jeden Fall auf Sie zukommen. Und sogar ein einmonatiges Fahrverbot dürfte drin sein. Sie sollten sich schon mal nach den öffentlichen Verkehrsmitteln umsehen. Ach ja... und Sie sollten mal den Verbandskasten auffüllen und sich ein neues Warndreieck zulegen, das Alte fällt schon auseinander. Gute Fahrt“ sagte er und winkte der Staatsanwältin freundlich zu. Der Gesichtsausdruck von ihr war allerdings alles andere als freundlich.

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  • Tom sah ihn an. „Und hat es dir gut getan?“ fragte er. „JA!“ sagte Semir zufrieden und stieg wieder ein. Tom schüttelte den Kopf. „Na wenn das mal kein Fehler war.“ sagte er. „Wieso? Nur weil sie die Staatsanwältin ist? Auch für sie zählen die Verkehrsregeln. Es gibt keine Ausnahmen.“ rechtfertigte Semir sich. „Ja du hast ja Recht. Aber die Kontrolle von der Leuchtanlage, von dem Verbandskasten und dem Warndreieck hättest du ja lassen können.“ meinte Tom. „Nee... das hätte ich bei jedem Anderen auch gemacht.“ lachte Semir und er fühlte sich richtig wohl. „Was für ein herrlicher Tag“ gab er noch von sich. Sie fuhren zur PAST. „was meinst du darf sie blechen?“ fragte er Tom. „Na bei dem Tempo ist es glaub ich... 150 oder zweihundert. Weiß nicht so genau.“ „Nee.. das muss mehr sein. Ich denke so tausend.“ widersprach Semir. Tom sah ihn an. „Meinst du wirklich?“ „Keine Ahnung, hab den Bußgeldkatalog nicht zur Hand. Aber Bonrath und Hotte die können mir das bestimmt sagen.“ lachte Semir.


    In dem grünen Golf jedoch freute sich Claudia Schrankmann nicht über die Begegnung. Wieso musste sie ausgerechnet an Gerkhan geraten? Sie fuhr zum Landgericht nach Köln. Dort wurde sie bereits von dem Verteidiger und dem Richter sehnsüchtig erwartet. Claudia sah auf die Uhr. Es war elf. Sie war eine halbe Stunde zu spät. Und das alles nur weil Gerkhan sie vorführen lies. Dieser verdammte.... fluchte sie in Gedanken. „Entschuldigen Sie meine Verspätung. Der Verkehr hat mich aufgehalten.“ sagte sie zu den beiden Herren. Der Richter nickte. „Dann sehen Sie zu, dass wir anfangen können.“ „Ja... selbstverständlich.“ Die Verhandlung lief dann geordnet ab und Schrankmann war recht zufrieden mit dem Ergebnis. Sie verließ das Gericht und fuhr zum Büro. Wieder dachte sie an dem Vorfall auf der Autobahn. „Irgendwann, bekomme ich Sie, Gerkhan. Und dann führe ich Sie vor.“ drohte sie ihrem nicht anwesenden Gegner. Als sie in ihrem Büro saß griff sie zum Hörer. „Autobahnpolizei Anna Engelhard.“ hörte sie die Stimme der Revierleiterin. „Frau Engelhard… Staatsanwältin Schrankmann am Apparat.“ „Frau Staatsanwältin, was kann ich für Sie tun?“ „Ich hoffe eine ganze Menge. Zunächst möchte Ich Ihnen eine Geschichte erzählen. Eine Staatsdienerin steht zu spät auf und fährt dann schneller ans gewohnt…



    Anna hörte schweigend zu. Sie konnte schon erahnen was gleich kam. „… und dann hat mich Herr Gerkhan vorgeführt. Bis aufs äußerste bin ich erregt! Er hat dafür gesorgt, dass ich eine halbe Stunde zu spät zur Verhandlung kam. Das werde ich nicht auf mich sitzen lassen. Sie sollten Ihren Beamten mal etwas Vernunft beibringen. Sie können ihm und Herrn Kranich sagte, dass diese Showeinlage ein Nachspiel haben wird. Okay.. das mit der Geschwindigkeitsübertretung sehe ich ein. Aber dass ich Verbandskasten, Warndreieck und die Lichtanlage vorführen musste, geht nun wirklich zu weit. Ich erwarte eine Bestrafung der Herren!“ „Frau Schrankmann…. Wenn Sie zu schnell waren, dann ist es mit Sicherheit nicht die Schuld von Herrn Gerkhan oder Herrn Kranich. Sie allein tragen doch wohl die Schuld daran. Wären Sie pünktlich…“ „…Unterbrechen Sie mich nicht! Ich werde von einem Disziplinarverfahren absehen. Aber nur wenn die beiden morgen in Uniform Kontrolldienst machen. Das ist die Bedingung. Wenn nicht bekommen beide ein Verfahren an den Hals und dann… das verspreche ich Ihnen, Frau Engelhardt, dann werden beide nach Hallighooge versetzt. Dort können die den Verkehr regeln, falls es dort soetwas gibt. Guten Tag!“

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  • Schrankmann legte auf. Sie hatte sich abreagiert. Was denken sich die beiden eigentlich wer sie sind? Halten sie an und verpassen ihr dann noch ein Knöllchen und eine Standpauke das sie den Verbandskasten erneuern muss und das Warndreieck. Wann braucht sie dass denn schon? Sie hatte noch nie einen Unfall, oder war in der Situation geraten erste Hilfe zu leisten. Sie fuhr gegen acht Abends nach hause. Auch diesmal nahm sie die Autobahn. Es war alles ruhig und sie gab Gas. Allerdings achtete sie peinlichst genau darauf sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten.


    „Dieter! Was gibt es an Bußgeld wenn man 60 km/h zu schnell ist. Außerhalb geschlossener Ortschaft?“ war seine erste Frage als Semir in die PAST kam. „Das sind 150 € Bußgeld, 4 Punkte und ein Monat Fahrverbot.“ erklärte Dieter Bonrath. Tom sah Semir an. „Siehst du ich lag fast richtig.“ Semir nickte. „Trotzdem. Für Staatsanwälte sollte es einen Sonderbußgeldkatalog geben.“ Dieter sah ihn an. „Staatsanwälte? Wieso? Was ist denn bei denen anders als bei normalen Autofahrer?“ wollte er wissen. Semir verschwand in seinem Büro und Tom übernahm die Antwort für ihn. „Eigentlich gar nichts, Dieter. Es sei denn sie heißt Claudia Isolde Schrankmann.“ Dieter und Hotte lachten laut los. „Sagt bloß ihr habt sie angehalten?“ Tom nickte. „Ja und Semir hat sie so richtig vorgeführt. Die hat ein Gesicht gezogen, das sag ich euch.“ Hotte sah ihn an. „Wenn das mal kein Nachspiel hat.“ „Ja wieso denn? Sie war eindeutig zu schnell unterwegs. Da ist es völlig egal was für einen Beruf sie ausübt. Jeder hat sich an die Verkehrsregeln zu halten.“ gab Semir der soeben aus dem Büro kam zur Antwort. „TOM! SEMIR! Sofort zu mir!“ hallte es aus Annas Büro so laut, das Semir zusammen zuckte. Er sah Tom an und dieser grinste nur. „Das kommt davon“ zischte er ihm zu.

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  • „Was bitte schön war das wieder auf der Autobahn?“ fragte Anna wütend als die beiden rein kamen. Tom wies mit dem Finger auf Semir. „Er hat das gemacht…. Ich wollte ihn abhalten aber..“ „Halten Sie den Mund! Sie waren dabei und das reicht auch schon! Frau Schrankmann hat sich so eben bei mir gemeldet und sich bitterböse über Sie beide beschwert!“ Anna war sichtlich sauer. „Chefin? Was soll das denn? Wir haben unseren Job gemacht. Mehr nicht.“ „Ja und nicht weniger. Semir! Sie haben der Staatsanwältin, die Sie eh nicht ausstehen kann ein Ticket verpasst. Wegen überhöhter Geschwindigkeit. Das hat ihr überhaupt nicht gepasst.“ Anna versuchte sich zu beruhigen. „Ach das passte der netten Frau Schrankmann nicht? Aber uns zur Schnecke machen, das gefällt ihr.“ nun wurde auch Semir laut. „Semir… wie dem auch sein. Sie ist gewillt ein Disziplinarverfahren zu umgehen… aber…“ Tom sah Semir an. „Aber? Was denn für ein Aber? Wir haben unseren Job gemacht… die Regeln gelten doch auch für eine Staatsanwältin oder nicht?“ fragte Tom verwirrt. „Ja schon. Nur hier hätten Sie doch ein Auge zudrücken können…“ versuchte Anna nun ganz sachlich zu bleiben. „Aber Chefin! Sie hat die Geschwindigkeit mit sechzig überschritten. Da drücke ich kein Auge zu.“ empörte sich Semir, der sich völlig zu Unrecht angegriffen fühlte. „Sie haben ja auch Recht. Die Geschwindigkeit, war ja auch nicht das Problem. Aber was war denn da noch? Verbandskasten, Beleuchtung, Warndreieck? Seit wann wird das bei einer Geschwindigkeitsübertretung überprüft?“ fragte Anna. Semir sah zu Tom und grinste. „Das war …. Nun ja…“ Anna schüttelte den Kopf. „Semir, Semir…. Sie haben sich wieder Ärger eingefangen. Aber gut. Wie gesagt sie sieht von einem Disziplinarverfahren ab. Aber Sie und Tom müssen für einen Tag Fahrzeugkontrollen machen und zwar morgen in Uniform.“

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  • Schweigend sah Tom Semir an. Die Gedanken schienen Semir regelrecht anzuspringen. Anna versuchte angestrengt das Grinsen zu verbergen. Semir sah zu Tom. „Aber… ich … wieso?“ fragte er noch einmal. „Semir! Sie sind daran schuld, dass Frau Staatsanwältin Claudia Isolde Schrankmann eine halbe Stunde zu spät zur Verhandlung gekommen ist….“ „Nee… Augenblick mal. Sie war eh zu spät und musste deshalb schneller fahren als ich…“ „Semir! Es ist genug. Diesen einen Tag werden Sie beide schon überstehen. Ist das klar?“ Tom nickte. „Ja danke Semir… hast du ja ganz toll hinbekommen. Ich habe nichts getan, aber ich bekomme die gleiche Strafe.“ fluchte Tom wütend. Semir grinste ihn an. „Das ist echte Partnerschaft, Partner.“ lachte er und verschwand im gemeinsamen Büro. Tom kam natürlich hinterher. „Hör mal… ich finde es gar nicht lustig. Die Uniform passt mir bestimmt gar nicht. Wieso werde ich eigentlich mit bestraft? Ich hab doch gar nichts getan.“ „Doch du hast… dein Grinsen konnte ich nämlich sogar fühlen. Und das wird Schranke auch getan haben. Deshalb. Ach komm die paar Stunden machen nichts. Das war mir der Spaß wert“ lachte Semir immer noch.


    Am nächsten Morgen als er dann die Uniform trug und alle Kollegen über ihn lachten, fand er es nicht mehr so witzig. „Was gibt es denn da zu lachen?“ fragte er maulend im Büro. Das Lachen verstummte. „Ach weißt du Semir… in der Uniform machst du so richtig was her.“ grinste Dieter ihn an. „ja und vor allem so … so …. respekteinflößend“ gab Hotte prustend sein Kommentar ab. „Ha, Ha… lacht ihr nur. Wo ist denn Tom?“ „Der wartet schon im Büro auf dich. Aber Vorsicht… er ist noch schlimmer drauf als du.“ warnte ihn Siggi. Semir nickte nur und ging in Richtung Büro. Er steckte den Kopf durch die Tür und musste laut loslachen. „Hey.. das sieht ja mal echt komisch aus.“ gab er lachend von sich. „Ja du… du findest es witzig. Ich kann überhaupt nicht darüber lachen. Das sieht ja echt dämlich aus.“ beschwerte sich Tom und man merkte dass er kurz davor war vor Wut zu platzen. „Eins sag ich dir… beim nächsten Mal halte ich dich davon ab, wenn du die Schranke noch einmal anhalten willst.“ grollte er.

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  • Anna kam zu den Beiden und auch sie musste sich das Lachen verkneifen. „Meine Herren, die Uniformen stehen Ihnen wirklich sehr gut. Hier ist der Einsatzort. Sie werden die Wagen gemäß den Vorschriften überprüfen. Wenn Sie glauben der Fahrer hat getrunken, dann … aber Sie wissen das ja… oder sind Sie aus der Übung?“ Ein lautes Gelächter kam aus dem großen Büro zu ihnen rüber. „Chefin… das ist nicht fair. Ich also wir haben nur unseren Job getan. Und nur weil diese Gewitterziege einen solchen Aufstand macht, weil sie einmal zu spät kommt, müssen wir Kontrollen machen? Was sollte denn bei Tom gemacht werden? Der kommt immer zu spät…“ versuchte Semir schon irgendwie verloren zu argumentieren. „Ab und Kontrolle machen!“ forderte Anna die beiden Kommissare auf. Tom und Semir verschwanden. „Dürfen wir wenigstens unsere Dienstwagen benutzen?“ fragte Tom beim rausgehen. Anna nickte nur und lächelte immer noch sehr gequält.


    Tom und Semir fuhren zum Einsatzort und warteten auf die ersten Fahrzeuge. Alles verlief ruhig. Nicht ein Fahrer hatte Alkohol oder Drogen konsumiert. Der Tag verging sehr langsam. „Cobra 11“ hörten sie Hotte im Funk. „Cobra 11 hört. Was gibt es?“ „Macht euch der Dienst noch Spaß?“ fragte Hotte lachend. „Danke für dein Mitgefühl“ gab Tom bissig durch das Mirko und hängte es ein. „Na komm… da ist der nächste.“ stieß Semir gepresst aus. „Boah… noch fünf Stunden. Was für eine ätzende Aufgabe.“ stieß Tom noch aus und folgte ihm. Sie überprüften noch sechs Wagen und konnten dann erneut eine Pause machen. „Hey eins ist gut bei dieser Sache. Wir können was essen. Normalerweise haut es ja nie hin. Aber heute… ich könnte mich daran gewöhnen.“ meinte Semir auf einmal. „Semir? Das ist doch wohl nicht dein Ernst. Willst du hier so einen dämlichen Streifendienst machen?“ empörte sich Tom. „Quatsch… nur zwischendurch. Na egal…“ grinste Semir und sah das ein weiterer Wagen zur Kontrolle in die aufgebaute Zone fuhr. Semir stieg aus und ging zum Wagen. Doch dann stoppte er abrupt. Ein dunkelgrüner Golf stand vor ihm. „Nicht schon wieder.“ sagte er leise und ging zur Fahrertür.

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  • „Allgemeine Verkehrskontrolle.... Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte.“ sagte er ohne den Fahrer anzusehen. „Hab ich etwas falsch gemacht?“ fragte ihn ein Mann. Irritiert sah Semir auf. „Was? Nein... alles Routine.“ Er atmete etwas entspannt auf. Die Kontrolle verlief ruhig und geordnet. Nichts war zu beanstanden. Der Wagen durfte weiterfahren. Tom hatte mittlerweile den nächsten Wagen begutachtet. So verlief alles reibungslos. Dann kurz vor Feierabend der letzte Wagen. Semir und auch Tom warfen ihre Mütze auf den Rücksitz. „Das war es... wir haben es geschafft. Nur noch diese Karre da vorn und wir sind durch.“ stöhnte Semir. Tom sah ihn nur an. „Und mach so etwas nicht noch einmal.“ warnte er seinen Partner.
    „Da kannst du dich drauf verlassen. Nie wieder!“ schwor er. Tom ging zu dem letzten Wagen. Seine Dienstjacke war offen und die Krawatte hing etwas schief. Ihm war es egal. Er klopfte an die Scheibe des Wagen und als sie runter fuhr sagte er bereits: „Fahrzeugkontrolle... Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte. Machen Sie den Motor aus!“ dann sah er in den Wagen und zuckte zurück. „Guten Abend Frau Staatsanwältin.“ sagte er freundlich. Schrankmann musterte ihn. „Ist es üblich, dass Sie so rumlaufen, Herr Kranich?“ fragte sie pikiert. Tom grinste. „Nur wenn Sie es anordnen. Normalerweise trage ich keine Uniform.“ „Das meinte ich auch nicht.“ sagte sie und stieg aus. Nun kam auch Semir dazu und als er sie sah rutschte ihm ein „Ach du Scheiße“ heraus. Diese Bemerkung quittierte die Staatsanwältin mit einem abwertenden Blick.

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  • „Sie und Herr Gerkhan, scheinen an jeder Arbeit Ihre Freunde zu haben, nicht wahr?“ fragte Schrankmann und sah abwechselnd auf die beiden Polizisten. „Ähm... wir machen nur unseren Job.“ verteidigte Semir sich und Tom. Die Staatsanwältin nickte. „Ja sicher... wir machen alle nur unseren Job. Allerdings gehört das korrekte Auftreten ebenfalls dazu. Sie Herr Kranich haben eine schief sitzende Krawatte, die Jacke ist offen und Sie sehen aus wie... wie....“ sie suchte nach den richtigen Worten. „Frau Staatsanwältin, wenn ich etwas dazu sagen darf...?“ kam von Semir. Sie nickte. „Sie sollten uns bitte nicht beleidigen. Sie wissen doch, was auf Beamtenbeleidigung steht....“ Tom musste sich das Lachen verbeißen als er den Ausdruck in den Augen der Staatsanwältin sah und versuchte Semir mit Blicken zu warnen. Doch dieser zuckte nur mit den Schultern. Schrankmann atmete tief durch. „Natürlich weiß ich das. Ich hatte in keinster Weise vor Sie oder Herrn Kranich zu beleidigen.“ Sie hielt Tom die Papiere hin. „Aber bitte kleiden Sie sich entsprechend!“ Tom nickte und zog die Krawatte zu Recht. „Schon besser“ meinte Schrankmann. Tom sah sich die Papiere an während Semir um den Wagen herum ging. „Sie haben den Wagen gestern Morgen erst kontrolliert.“ sagte die Staatsanwältin. Semir nickte. „Ich weiß. Hat sich etwas geändert?“ fragte er. Claudia Schrankmann schüttelte den Kopf. „Ich bin berufstätig. Da kann ich nicht an die Kleinigkeiten denken, wie ... ach Sie wissen doch genau...“ sagte sie. „Ja sicher... Frau Schrankmann den Verbandskasten und Warndreieck bitte!“

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  • So damit ihr euch ganz auf die Andere Story konzentrieren könnt... hier der Rest...


    Tom sah ihn entsetzt an. Sprang auf ihn zu und zog ihn zur Seite. „Semir! Ich will nicht noch einen Tag hier verbringen. Halt dich doch zurück und lass sie fahren.“ Semir sah ihn an. „Meinst du wirklich?“ fragte er. Tom nickte. „Ja wenn du genauso anfängst wie gestern, dann stehen wir den ganzen Monat hier.“ Semir zuckte mit den Schultern. „Okay...“ sagte er dann und ging zur Staatsanwältin zurück. „Bitte... Sie dürfen fahren.“ Schrankmann sah ihn an. „Aber Sie haben noch nicht geschaut...“ sagte sie verwundert. „Aber gestern... und wie Sie eben sagten, hat sich nichts verändert.“ Schrankmann schüttelte den Kopf. „Herr Gerkhan, damit ist Ihnen das Disziplinarverfahren sicher. Sie machen den Job nicht richtig. Es steht doch in der Straßenverkehrsverordnung, dass man sich von dem ordnungsgemäßen Mitführen von Warndreieck und Verbandkasten zu überzeugen hat.“ „Aber... Frau Schrankmann.... Ich habe Sie doch gestern kontrolliert und da waren Sie sauer.... deshalb sind wir hier. Und nun wollen Sie, dass ich Sie kontrolliere?“ fragte Semir verwundert. „Genau das ist Ihr Job. Halten Sie sich an die Regeln! Ist das nun verstanden?“ Semir nickte und sah Tom an. „Ja, verstanden. Okay... zeigen Sie mir bitte die Sachen.“


    „Boah... die geht mir so was auf den Zeiger!“ stieß Semir aus als Schrankmann endlich abfuhr. „Wenn ich sie kontrolliere, mault sie und beschwert sich bei der Chefin, drückt uns einen Tag Kontrolle rein. Und das auch noch in Uniform. Dann will ich ein Auge zudrücken und damit ist sie auch nicht einverstanden. Verstehe einer die Frauen.“ Tom lachte. „Na für mich kein Problem. Ich verstehe jede Frau.“ sagte er überzeugt.


    Am späten Nachmittag kamen sie zur PAST. Hotte und Dieter sah die beiden an. „Und? Wie war es?“ fragte Dieter neugierig. Tom sah ihn an. „Super Dieter. Absolute Spitze. Wir haben acht Wagen angehalten und einen Bus. Darin waren sechsundzwanzig Schönheitsköniginnen und wir durften sie sogar durchsuchen. Eine hübscher als die Andere“ tischte er Dieter auf. Semir grinste in sich hinein. „Das ist absolut unfair. Wenn Hotte und ich Dienst tun, dann bekommen wir nur die alten, fetten und aufgetackelten ab und ihr die Schönheitsköniginnen…. Das ist wirklich unfair.“ maulte Dieter. Tom und Semir verschwanden in ihrem Büro und zogen sich um. „Das war aber nicht gerade schön, was du gesagt hast, Tom.“ tadelte Semir und lachte los. „Schönheitsköniginnen? Wo waren die denn? Schranke etwas?“ Semir bekam sich kaum ein. „Ja lach du nur. Hätte ich sagen sollen, es war ein Scheißtag. Wir haben die Schranke erneut in der Kontrolle gehabt? Mann du kannst doch froh sein, wenn nichts weiter kommt.“ erklärte Tom. „Okay… vergessen wir den Tag und gehen was trinken.“ Bestimmte Semir. Tom stimmte zu und am nächsten Morgen kamen beide mit einem dicken Schädel in die PAST.


    Ende

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