Autodiebe...

  • Autodiebe


    Semir kam um sieben ins Büro. „Morgen!“ begrüßte er Chris, der unerwartet früh am Schreibtisch saß. „Bist du aus dem Bett gefallen?“ fragte Semir erstaunt. „Nein. Ich konnte nur nicht schlafen. Und da ich wusste, dass du heute ja auch allein bist, dache ich mir. Gönne Semir doch mal den Spaß dass du vor ihm da bist.“ Semir grinste „Das ist dir gelungen. Gibt es was Besonderes?“ „Es ist wieder ein Flitzer geklaut worden. Hotte und Dieter sind schon unterwegs. Ein roter Jaguar. Die Typen lieben anscheinend rot.“ „Wieso?“ „Nun ja… erst ein roter Porsche, dann ein roter Z3, ein roter Ferrari und nun ein roter Jaguar.“ „Rot ist ne schöne Farbe. Gibt es brauchbare Aussagen?“ „Nicht mehr wie sonst auch. Der Besitzer ist aus dem Toilettenhäuschen gekommen und sein Auto war weg. Natürlich war es abgesperrt… bla bla bla… kennst du ja.“ Semir nickte. „Was machen wir jetzt?“ „Ich gehe stark davon aus, dass die Chefin uns den Fall aufs Auge drücken wird.


    Gegen neun kam Anna Engelhard ins Büro. Sie sah über die Berichte und rief Semir und Chris in ihr Büro. Als beide saßen sah sie Chris an. „Ich hab schon gehört, dass Sie heute einer der Ersten im Büro waren. Lobenswert. Wäre schön wenn Sie es nun auch noch schaffen, weniger Autos zu schrotten. Mir sitzt der Polizeipräsident etwas im Nacken wegen der Diebstähle. Wir müssen tätig werden. Für Vorschläge bin ich immer zu haben.“ Semir nickte. „Ich wüsste was. Wir stellen einen Köder. Die lieben anscheinend rot. Am Besten besorgen wir uns einen roten Spitfire und legen uns auf die Lauer.“ „Warum denn einen Spitfire?“ „Weil die noch keinen Spitfire geklaut haben, deshalb.“ Anna lachte. „Das ist sehr einleuchtend, Semir. Liegt es nicht eher daran, dass Sie gern so ein Auto fahren würden?“ „Ähm... nee... also ich meine.... ja zugegeben, ist ein schönes Auto, aber nun ja bei dem Gehalt kann ich mir so ein Ding nicht leisten.“ „Okay... ich gebe grünes Licht. Den Wagen können Sie sich besorgen und bitte.... denken Sie daran, das der Wagen eine Leihgabe und sehr teuer ist. Lassen Sie den Wagen ganz.“ „Ich werde ihn behandeln, als sei es mein eigenes“ versprach Semir.“ Anna schüttelte den Kopf. „Bitte nicht“ sagte sie nur.

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    Noch am selben Abend hatte sie den Köder ausgelegt und saßen nun im Wagen und warteten. Semir sah Chris an. „Was meinst du, ob die heute Nacht noch kommen? Wir haben schon Mitternacht und die haben den Köder nicht geschluckt. Sicher ist denen auch so kalt wie mir.“ Chris lachte leise. „Ja… Südländer frieren leicht.“ Semir grinste. „stimmt. Aber das ist es nicht allein. Wir haben jetzt schon wieder etliches an Überstunden hinter uns und so langsam möchte ich auch mal wieder schlafen.“ Chris nickte. „Ja verstehe ich. Aber sobald die Typen…“ Er verstummte, als Semir ihn anstieß. „da… sie sind da.“ Chris sah in die Dunkelheit. „Alles klar. Dann hoffen wir mal, dass sie uns zu dem großen Boss bringen. Okay… dann mach dich startklar, Partner.“ Semir schnallte sich an. Chris fuhr in sicherem Abstand hinter die Autodiebe her, die sich soeben den teuren Spitfire unter den Nagel gerissen haben. Semir hatte einen Signalgeber am Wagen angebracht und so mussten sie nicht unbedingt in Sichtweite sein.


    „Hey... lass etwas Abstand. Ich hab das Signal klar und deutlich. Hartmut hat gute Arbeit geleistet, mit dem Empfänger.“ grinste Semir. „Das wir mal eine Verfolgung ohne unser Auto zu schrotten.“ Chris sah ihn kurz an. „Sag das nicht zu laut.“ „Ich frag mich nur, was die mit so vielen Autos wollen? Die kann man doch nicht alle fahren. Verkaufen ist sicher auch schlecht, es sei denn sie sind sehr gut organisiert. Ich muss gerade daran denken als ich damals mit Frank Stolte meinen ersten Fall hatte... da ging es auch um Autodiebe, die nur Luxusautos geklaut haben. Auf Bestellung. Das waren Russen oder Jugoslawen. Jedenfalls aus dem Osten. Der Anführer hätte Frank fast erschossen.“ Chris nickte. „Ja die Story wo du ihm das Leben gerettet hast und ihr gute Freunde ward. Ich weiß, Semir. Du bist ein Held.“ „Hast du schlechte Laune?“ „Sieh mal auf deinen Empfänger. Ich sehe den Wagen nicht mehr.“ „Er ist ungefähr einen KM vor uns.“ Chris nickte.


    Die Fahrt ging über einige Autobahnen. Semir und Chris hatten keine Probleme dem Wagen zu folgen. Dann auf einmal war das Signal weg. „Hey! Das ist unfair.“ rief Semir und schlug auf den Empfänger ein. Chris sah ihn an. „Das Gerät kann sicher nichts dafür. Ich hab eben gesehen, wie der Wagen in einen LKW gefahren wurde. Sicher ist der so verkleidet, dass keine Signale ausgesendet werden können. Da vorn ist er.“ Semir sah vor sich einen LKW mit riesigem Kofferaufbau. „Na die werden uns jetzt kennen lernen. Ich lass mich doch nicht linken.“ Chris grinste. „Soll ich mich quer stellen oder ihn ausbremsen?“ „Spinnst du? Der kann mehr ab, als wir. Nee.... ich geh rüber.“ „Semir das ist keine gute Idee.“ kam von Chris und er verminderte das Tempo. „Hey, was machst du denn?“ „Sieh mal nach rechts.“ Semir tat es und sah dass aus einem PKW, der direkt neben dem LKW fuhr der Beifahrer aus dem Fenster lehnte und mit einem Maschinengewehr auf die beiden zielte. „Die wollen uns wohl einschüchtern“ meinte Semir grimmig. „Ja... und ich halte es für eine gute Idee, die Verfolgung abzubrechen.“ Angesichts der Situation stimmte Semir zu. Chris hielt auf dem Standstreifen an. Doch damit gab sich der Mann im PKW nicht zufrieden. Er fuhr ebenfalls auf den Standstreifen und setzte zurück. Dann schoss er auf Chris Wagen. Semir und Chris gingen in Deckung.

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  • „Hast du dir das Kennzeichen des Wagen gemerkt?“ fragte Frank. Bernd nickte. „Ja... Ne - LK 3470. Das waren auf jeden Fall Bullen. Vermutlich Autobahnpolizei.“ „Ja... das ist richtig. Ein alter Bekannter von einem Freund. Chris Ritter.“ sprach Sören, der nun rein kam und das Gespräch mitbekommen hatte. „Wie kann es sein, dass sie euch folgen konnten?“ Frank zuckte mit den Schultern. „Nun... ich vermute mal dass der Wagen ein Lockvogel ist mit Sender. Bevor der Wagen rausgeholt wird, soll er gründlich durchsucht werden. Ich wette wir finden einen Sender. Dann verstehe ich auch, warum ihr Idioten den Verfolger nicht bemerkt haben.“ „Chef.... die waren sicher informiert.“ „ja sicher... ist doch nicht der erste Wagen. Die sind auf der Lauer gelegen und ihr seid drauf reingefallen. Verdammt. Wir müssen dafür sorgen, dass wir den großen Transporter der nächste Woche hier ist, bekommen. Wenn die Russen uns dazwischen funken, können wir einpacken. Unsere Kunden wollen die Wagen haben.“ „Wie sollen wir denn verhindern, dass die Bullen uns in Ruhe lassen?“ Sören sah Frank an. „Bist du eigentlich wirklich so blöd wie du tust?“ „Hey.... das steht hier nicht zur Debatte. Was tun wir?“ „Ich lass mir was einfallen. Bis dahin Füße stillhalten. Bleibt auf Abruf.“ Er gab den beiden Männern jeweils ein Bündel mit Geld in die Hand. „Teilt es euch ein. Wann es losgeht weiß ich noch nicht genau. Ich ruf euch an.“ Frank und Bernd verschwanden und Sören griff zum Handy. „ Gehlen! Es ist geschafft. Die Beiden sind dran.“ „Sehr gut, dann werden wir sie jetzt mal so richtig beschäftigen.“


    Semir saß neben Chris und hatte die Augen geschlossen. Chris sah ihn von der Seite her an. „Was hast du denn?“ „was? Ich? Nichts.... bin nur etwas müde.“ „Semir! Chris!“ röhrte Hotte durch den Funk. Semir nahm das Mikro. „Hotte ich höre, was gibt es denn?“ „Wir haben eben einen Anruf bekommen, von einer gewissen Nadine Scheidner. Sie befindet sich auf dem Rastplatz Haus Reck in einem kleinen Holzverschlag. Es wird auf sie geschossen.“ „Wie bitte? Geschossen?“ „Ja, sie hat sich in der Hütte versteckt!“ „Sind schon unterwegs.“ Chris trat das Pedal durch und Semir stellte das Blaulicht auf das Dach. „Wer schießt denn einfach so auf Andere?“ murmelte Chris fragend. Semir sah ihn an. „Entweder ein Verrückter, Jugendliche, oder ein getrennter Ehemann, oder...“ „Semir ist gut. Ich habe nur etwas lauter gedacht.“ Semir schwieg.

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  • Nadine duckte sich in der kleinen Hütte. Warum kommt denn die Polizei nicht? Fragte sie sich. Sie hatte doch schon vor einer Ewigkeit angerufen. Die müssen doch so langsam hier sein.... Wieder schlugen Kugeln um sie herum ein. Nadine weinte und zitterte vor Angst. Sie wusste nicht warum das alles geschah und sehnte sich nur, dass es endlich aufhört. Dann war endlich Ruhe und sie hörte die Sirenen. Endlich, dachte sie aber stand nicht auf. Wenn der Typ, der sie hier beschießt sieht, dann drückt er sicher noch einmal ab. Eine ganze Weile passierte nichts. Nadine sah vorsichtig aus dem Fenster. Nichts passierte. „Hallo? Sind Sie in Ordnung?“ fragte jemand. „Kommen Sie heraus, hier ist die Polizei. Es ist alles okay. Sie können rauskommen, hören Sie?“


    „Kommen Sie raus... Es kann Ihnen nichts mehr passieren.“ rief Chris in die Hütte hinein. „Sind Sie sicher, das der nicht mehr da draußen ist?“ hörte er leise eine Frau fragen. „Ganz sicher. Kommen Sie Frau Scheidner.“ Dann stand eine Frau auf. Chris reichte ihr die Hand. „Chris Ritter, Kripo Autobahn.“ „Hallo.... ich bin Nadine Scheidner.“ „Sind Sie ganz okay?“ Nadine nickte. „Ja nur der Schrecken....“ Chris nickte. „Schon gut. Kommen Sie. Mein Kollege wartet draußen.“ Sie verließen den Raum und Chris sah Semir gerade im Wald verschwinden. „Wo will der denn hin?“ fragte er leise. „SEMIR!!“ rief er laut. „Was denn?“ rief dieser zurück. „Was machst du denn? Frau Scheidner würde gern weg hier.“ „Ja... ich komm ja schon.“ Semir kam zurück. Als er am Auto stand sah Chris ihn an. „Was wolltest du denn da hinten?“ „Ich dachte ich hätte jemanden gesehen, aber war nichts....“ Chris nickte und machte Nadine mit Semir bekannt. Dann fuhren sie zur PAST.


    „Verdammt, die hat die Bullen gerufen und die haben sie natürlich mitgenommen. Sehr gut gemacht. Mensch.... ich dachte du bist Profi.“ Bernd sah Frank an. „Hey... woher soll ich den wissen, das die ein Handy hat?“ „Kennst du jemanden ohne Handy? In der heutigen Zeit? Du bist doch einfach......“ schimpfte Bernd weiter. „Hey... Augenblick mal. Du wolltest doch die Frau nicht wirklich umbringen. Ich meine du... kennst sie ja nicht einmal.“ „Das ist richtig. Mir ging es nur darum, ob der Freund von meinem Freund, ein gewisser Ritter von den Bullen kommt. Groß, dunkle Haare... braune Augen. Hast du ihn gesehen? Er ist meist mit einem blauen CLK unterwegs. Sein Kollege ist klein, ein Türke.“ Frank nickte. „Ja... die beiden waren da. Der Kleine hat mich fast erwischt.“ Bernd drehte sich von ihm weg. „Dann ist mein Plan aufgegangen. Sehr gut. Beim nächsten Mal werden wir uns jemanden der ihm sehr nahe steht vornehmen, Sören will das so. Seine Frau, oder Freundin, oder Freund.... wer weiß. Vielleicht ist er ja schwul.“ Bernd lachte.

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  • Nur etwas später bekamen Semir und Chris erneut einen Funkspruch. Sie sollten ein Kind von der Autobahn aufsuchen, welches ein Anrufer gesehen haben will. Doch an dem Ort, wo das Kind gesehen wurde war nichts. Semir stieg aus und sah sich auf dem Grünstreifen um. „Also hier ist nichts. Absolut gar nichts.“ Semir ging noch ein Stück bis zum Rastplatz. Doch auch hier war nichts. Semir ging wieder zum Auto und stieg ein. „Das war ja wohl ein Witz. Da wollte uns sicher jemand veräppeln.“ In diesem Augenblick knallte es und ein Loch war in der Windschutzscheibe zu sehen. Semir und Chris gingen sofort in Deckung und versuchten den Schützen zu ermitteln. Es war nichts zu sehen. „Scheiße, was ist dass denn?“ fragte Chris wütend. „Dich scheint jemand nicht zu mögen. Die Kugel ging eindeutig in die Richtung Fahrer.“ erwiderte Semir. „Der hat nur schlecht gezielt. Kannst du was sehen?“ „Nee... aber wenn ich sehe wie die Kugel eingeschlagen ist, steckt der Schütze direkt im Wald vor uns.“ „Okay... ich versucht ranzukommen. Gib mir Deckung?“ „Chris.... wer weiß ob der allein ist.“ „Hast du etwas Angst. Willst du hier warten bis...“


    Wieder schlugen Kugeln ein. „Bist du okay, Semir?“ „Ja... noch. Aber wenn der so weiter ballert, dann geht uns die Kiste hoch. Wir sollten uns woanders verstecken.“ Sirenengeheul war zu hören. „Gott sei Dank. Die Kollegen.“ gab Semir von sich. „Ja... aber hast du sie bestellt?“ Semir sah Chris an und schüttelte den Kopf. „Siehst du ich auch nicht. Und hier ist niemand, der sie hätte anrufen können.“ „Du denkst an eine Falle? Die wollen uns in Sicherheit wiegen und wenn wir die Deckung verlassen...“ Chris nickte. Er sah wie Semir sein Handy zog. „Was willst du denn jetzt?“ „Was die können, kann ich schon lange. Ich rufe Verstärkung.“ Semir wählte die Nummer der PAST. „Semir hier... Wir stehen unter Beschuss! Auf dem Rastplatz wo angeblich das Kind sein soll. Brauchen Verstärkung!! Dringend!!“

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  • Hotte sah Dieter an. „CHEFIN!! SEMIR UND CHRIS STEHEN UNTER BESCHUSS!!!“ schrie Andrea durch das Büro. Anna kam aus ihrem Büro. „Herzberger, Bonrath, Müller! Sofort raus!!!“ Die drei rannten los und fuhren mit Alarm ab. Nur wenig später kamen sie am Rastplatz an. Der Wagen von Chris stand am Rand. Doch anscheinend war der Schütze nicht mehr da. Semir und Chris saßen vor dem Wagen und sahen den Kollegen entgegen. „Ach... schön. Zu spät. Die haben uns den Wagen zerschossen und sind weg.“ knurrte Chris. „Seid ihr wenigstens okay?“ fragte Dieter. Semir und Chris nickten. Hotte bestellte einen Abschleppwagen für den Mercedes. Semir und Chris fuhren bei Siggi mit zurück zur PAST. Sofort wurden beide von Andrea besorgt gemustert. Als sie keine Verletzungen feststellen konnte war sie sichtlich zufrieden. „Ihr könnt direkt zur Chefin.“ sagte sie und wies auf die Bürotür. Semir und Chris gingen hinein.


    Anna sah die Beiden an. „Was war los?“ „Tja... wir wissen es nicht. Sicher ist nur, das man heute bereits zweimal auf uns geschossen hat.“ Anna nickte. „Eine Ahnung wer dahinter steckt?“ Chris sah Semir an. „Nein... wir wissen nichts.“ „Okay.... die Frage ist was machen wir jetzt. Sie können sich ja schlecht als Zielscheibe nach draußen stellen.“ Semir nickte. „Ja aber ich versteck mich nicht. Die Kugeln waren sicher für Chris bestimmt. Vielleicht eine seiner Freundinnen, die er verlassen hat.“ Er grinste Chris an. „Nee... meine Freundinnen sind nicht so brutal.“ lachte Chris zurück. „Meine Herren, bitte. Es ist kein Witz und die Kugeln waren sicher echt.“ Die beiden Männer nickten stumm. „Wir können nur erst einmal herausfinden, wer von uns gemeint ist.“ warf Semir in den Raum. Chris sah ihn an. „Und wie? Willst du dich draußen hinstellen und darauf warten, ob der Schütze abdrückt?“ Semir nickte. „So in der Art. Also nicht so.... ich meine... wir beide gehen getrennte Wege, tragen natürlich Schutzwesten und werden sehen, auf wem geschossen wird. Dann ist es klar und wir können die Person schützen, die es betrifft, während der zweite die Ermittlungen leitet.“ Anna lächelte Semir an. „Ihre Erklärungen sind so einfach wie die eines Kindes.... Semir. Ich kann Sie beide unter Schutz stellen und selbst ermitteln. Ich werde mir etwas überlegen. Bis dahin machen Sie zunächst Dienst wie bisher. Und Sie tragen Schutzwesten.“ Chris und Semir nickten und standen auf. Anna sah sie an. „Was haben Sie denn jetzt vor?“ Chris sah zu Semir. „Wir werden die Berichte schreiben und anschließend zu Hartmut fahren. Vielleicht kann er uns etwas über die Kugeln sagen.“ „Gut... aber vergessen Sie nicht die Westen.“ „Ja Chefin.“

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  • Sie gingen beide in ihr Büro. Semir sah Chris an. „Und was meinst du wer dahinter steckt?“ „ich weiß nicht. Mir fallen auf der Stelle einige ein, die es sein könnten.“ Semir nickte. „Ja, mir geht es genauso. Nun müssen wir erst einmal herausfinden, wer von uns gemeint ist. Vielleicht weiß Hartmut schon etwas.“ Er stand auf und wollte gerade rausgehen, als Chris ihn aufhielt. „Was ist?“ „Du hast die Weste vergessen.“ sagte Chris und zog sich die Schutzweste an. Semir folgte seinem Beispiel anschließend fuhren sie im BMW zur KTU. Semir sah ständig in den Rückspiegel, aber er konnte keinen Verfolger ausmachen. Chris beobachtete ihn. „Hast wohl doch mehr Angst als du zugeben magst, was?“ „Nun ja.... ich hab es nicht gern, wenn auf mich geschossen wird.“ „Wer sagt denn das dir die Kugeln gegolten haben, vielleicht war ja ich das Ziel?“ „Ha...ha...ha... mach dich nur lustig. Ich war schließlich auch im Wagen.“ Chris grinste nur, obwohl er selbst zugeben musste, dass es ihm überhaupt nicht gleichgültig war, dass geschossen wurde. Er verbarg die Angst, indem er Semir damit aufzog.


    „Hey... Jungs.“ begrüßte Hartmut die Beiden. „Ihr kommt sicher wegen den Kugeln. Also folgendes. Es ist 9mm aus einer Heckler-Koch. Das Muster auf der Kugel ist eindeutig. Die Waffe scheint schon älter, was allerdings nicht sagt, dass auch der Schütze älter ist. Er müsste sich nur mit Waffen auskennen. Und da gibt es sicher eine Menge. Es ist allerdings eine Waffe, die vorher noch nie zu einem Verbrechen genutzt wurde. Es sind insgesamt 18 Kugeln im Auto davon sind vier auf der Fahrerseite durch die Frontscheibe, drei durch die Heckscheibe und der Rest verteilt sich auf die Karosserie.“ „Hartmut... von welcher Seite die Kugeln kamen interessiert mich herzlich wenig. Wichtig ist nur, dass keine getroffen hat.“ „Ja, genau.“ Semir sah Chris an und dann wieder Hartmut. „Wie genau?“ „Nun ja... eigentlich hätte einer von euch im Leichenschauhaus liegen müssen. Es sei denn, die Kugeln sind absichtlich daneben gegangen.“ Chris nickte. „Du meinst der Schütze wollte uns gar nicht erledigen?“ „Richtig. Sieh mal, wenn ich dir einen Schrecken einjagen will, dann lege ich an und ziele absichtlich daneben. Das hat der Schütze auch gemacht. Mit dem Gewehr kannst du nämlich sehr präzise schießen. Also wer von euch steht denn auf der Abschussliste?“ „Tja... wüssten wir auch gern. Gut... hast du sonst noch was für uns?“ „Nein, leider nicht. Die Waffe ist nicht registriert und somit kann ich euch keinen Besitzer nennen.“ „Schade“ Hartmut sah das beide Schutzwesten tragen „Steht euch gut.“ „Ha, ha, ha .... die Dinger sind unbequem.“ maulte Semir. Sie fuhren wieder ab.

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  • Im Auto dachte Semir angestrengt nach, wer dahinter stecken könnte. „Ich weiß nicht... irgendwie scheint es wirklich jemand auf einen von uns abgesehen zu haben. Und wenn ich überlege, wie viele Typen da in Frage kommen dann....“ Chris nickte. „Ja stimmt. Nicht einmal die Kugeln geben Aufschluss.“ „Das riecht nach klassischer Polizeiarbeit.“ Semir sah in den Rückspiegel. Hinter ihm war ein Jeep mit zwei Personen. Er sah wie der Beifahrer sich aus dem Fenster lehnte und mit einer Waffe auf seinem Wagen zielte. „RUNTER!!“ schrie er. Chris duckte sich und Semir gab Gas. Die Kugeln sirrten durch den Wagen. „Scheiße! Was soll das denn?“ Semir versuchte den Wagen unter Kontrolle zu halten. Es gelang ihm. „Semir! Da vorn... fahr ab! Schnell!“ schrie Chris ihn zu. Semir reihte sich ein und zog direkt auf die Ausfahrt. Das Hupkonzert hinter ihm, ignorierte er. Der Jeep fuhr weiter. „Hast du das Kennzeichen?“ Nee... ich hab mich geduckt und du?“ Semir lachte leise. „Ich hab nur darauf geachtet, nicht getroffen zu werden. Tolle Zeugen sind wir.“ Chris nickte nur. Er spürte ein Zittern im Körper und als er Semir ansah, merkte er dass es ihm genauso geht. „Setzt ein Funkspruch ab.“ Chris griff zum Mikro. „Cobra 11 an Zentrale. Wir wurden beschossen.“ „Seid ihr in Ordnung?“ hörten sie Andrea über Funk. „Ja... bis auf das Nervenflattern sind wir okay.“

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  • „So... das war erst einmal genug an Warnschüssen. Mal sehen, ob Ritter weiß wer dahinter steckt“ Konrad lachte. Bernd sah ihn an. „Was willst du denn noch machen. Wir sollten endlich mal Farbe bekennen. Die beiden sind ziemlich durch den Wind.“ „Nein.... noch nicht. Erst werden wir Ritter noch richtig ärgern. Pass auf. Dieser andere Bulle, Gerkhan.... wir werden ihn eine Botschaft für Ritter übergeben. Eine schmerzhafte Botschaft. Eine von einem alten Freund. Das wir ihm sehr nervös machen.“ Bernd sah Konrad an. „Was hat dein Freund und du eigentlich gegen Ritter?“ „Das geht nur mich und meinem Freund Sören was an..“ „Ja okay.... Ihr habt was gegen Ritter. Was ist denn mit dem Anderen?“ „Gerkhan? Nichts.... er war damals nur dabei. Aber er scheint ein sehr guter Freund von Ritter zu sein. Und das ist wohl seine schwache Stelle. Aber du hast Recht. Wir werden Ritter noch etwas ärgern. Eine Bombe wäre nicht verkehrt, oder?“ „Eine Bombe? Ich dachte du wolltest Gerkhan ....“ „Ja... das kommt noch. Erst eine Bombe... direkt vor dem Revier.... das wird ein Gaudi...“ Frank lachte laut.


    Semir und Chris fuhren zur PAST. Anna kam direkt zu ihnen. „Haben Sie ein Kennzeichen?“ Die beiden schüttelten den Kopf. „Okay.... das Auto? Welche Marke? Wie sah der Fahrer aus? Der Beifahrer?“ Wieder ein Kopfschütteln. Anna sah Susanne an. „Susanne... machen Sie den beiden einen starken Kaffee? Die sehen so aus, als könnten sie ihn brauchen.“ Susanne nickte und ging in die Küche. Sie sah aus dem Fenster welches einen Blick über den ganzen Parkplatz ermöglichte. Sie stellte die Maschine an und wartete. Mit einem Male knallte es laut. Susanne sah einen Blitz unter dem Fenster und dann fühlte sie nur wie sie durch die Druckwelle in die Luft gehoben wurde. Dunkelheit umhüllte sie. Anna kam in die Küche gerannt. Semir und Chris im Schlepptau. Sofort kümmerte sie sich um Susanne, die ohne Bewusstsein am Boden lag. „Susanne!!“ schrie Semir. Anna sah ihn an. „Rufen Sie einen Arzt, schnell.“ Semir griff zum Telefon und rief die Rettung an. Chris ging der Ursache nach. Er sah in der Wand ein Loch klaffen. „Das war eine Bombe“ sagte er tonlos zu Anna. „Was?“ hörte er sie sagen. „Das war eine Bombe... diese Mistkerle haben uns ein Ei ins Nest gelegt...“

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  • noch ein kleines Stücken für heute abend



    Nachdem sich der Staub gelegt hatte, wurde Hartmut gerufen. Er sollte sehen, ob noch etwas von der Bombe übrig war, was zur Identifizierung des Bombenbauers half. Semir war im Krankenhaus bei Susanne. Er kam gegen Nachmittag zurück. Müde und erschöpft stand er im Büro. Anna sah ihn an. „Was ist mit Susanne?“ „Sie hat zwei Rippen gebrochen, eine schwere Gehirnerschütterung und das linke Bein ist ebenfalls gebrochen. Sie wird wohl ne ganze Weile hier ausfallen.“ „Sind Sie in Ordnung, Semir?“ „Was? Ja... sicher... hat Hartmut was gefunden?“ „Leider nein. Wir konnten zwar einige Splitter der Bombe sicherstellen, aber es reicht bei weitem nicht aus, davon ein Profil zu erstellen. Die Bombe war direkt unter dem Küchenfenster angebracht. Wer immer dahinter steckt... er wollte garantiert nicht Susanne damit verletzen.“ Semir nickte. „Das ist mir so ziemlich egal, ob er das wollte oder nicht. Er hat es getan und dafür wird er bezahlen.“ Semir drehte sich nach Chris um. „Komm... wir gehen sämtliche Fälle durch, wo Bomben im Einsatz waren.“ Chris nickte und ging mit ihm ins Büro. Dort legte er Semir erst einmal die Hand auf die Schulter. „Hey.... beruhige dich erst einmal.“ „Ich soll mich beruhigen? Der Typ hat meine Kollegin, die nichts aber auch absolut gar nichts mit unseren Fällen zu tun hatte, fast in die Luft gesprengt. Er hat auf uns mehrmals geschossen. Was soll denn noch passieren, bis wir endlich tätig werden?“ „Ist ja gut.... Semir. Es bringt nichts wenn wir jetzt kopflos werden. Wir müssen Schritt für Schritt vorgehen. Es ist jetzt vier. Wir haben noch nichts gegessen. Wollen wir uns was bestellen? Oder fahren wir schnell zum Imbiss?“ „Lass uns fahren. Ich habe Hunger.“ Sie verließen die PAST.

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  • „Schade um das Mäuschen.“ lachte Frank. „Sie ist keine Polizistin. Sie ist nur ne Sekretärin. Wir hatten ausgemacht, dass wir nur Bullen verletzen. Keine Privatpersonen.“ „Ja meinst du denn ich hab geplant dass sie verletzt wird? Sie hatte nur Pech. Das ist alles. So und nun sollten wir weiter machen. Ich bin noch lange nicht fertig.“ Bernd sah ihn an. „Was willst du denn eigentlich damit erreichen? Willst du Ritter in den Wahnsinn treiben?“ „Nein... ich mache ihn fertig. Aber auf eine Weise, die ihn mehr schmerzt. Ich werde seine Freunde verletzen. Das trifft ihn mehr als selbst Schläge einzustecken.“ Bernd schüttelte den Kopf. Er verstand ja, dass Franks Freund Rache an Ritter nehmen wollte. Aber ihm ging es etwas zu weit. „Okay... was hast du nun vor?“ „Nun ganz einfach. Ich habe eine Kollegin von Ritter verletzt. Er wurde beschossen. Nun ist eine Freundin oder Freund dran. Ich habe ihn beobachtet. Er ist mit diesem Gurkan oder so sehr eng verbunden. Also wenn ich ihn wirklich fertig machen will, dann über diesen Gurkan.“ „Du meinst du bringst den Freund um damit Ritter ... du bist wahnsinnig. Frank da mache ich nicht mit. Nicht bei Mord.“ Frank lachte. „Wer spricht denn von Mord? Ich werde Ritter zwingen den Dienst zu quittieren. Das ist alles.“ „Ach und du meinst er macht was du willst?“ „Ja... weil sonst seine Freunde mehr zu spüren bekommen. Und die nächste Aktion läuft schon bald an.“ Er lachte gemein.


    „Wie geht es dir?“ fragte Semir der am Bett von Susanne saß. „Danke.... soweit ganz gut. Was ist eigentlich passiert?“ „Du hast die Kaffeemaschine falsch bedient. Das mochte sie nicht und ist explodiert.“ „Ha, ha.... du Witzbold. Nee. Mal ehrlich. Ich kann mich an einen Knall erinnern und dann war es dunkel.“ Semir nickte. „Ja... es war eine Bombe. Angebracht unter dem Fenster der Küche und...“ „Eine Bombe? Warum das denn?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Ich denke es hängt mit mir oder Chris zusammen. Erst wird auf uns geschossen, dann geht eine Bombe hoch. Das ist zumindest kein Zufall. Chris und ich müssen wohl mal wieder auf irgendeiner Liste stehen. Es tut mir echt Leid, dass du dadurch verletzt wurdest.“ „Hey... ist doch nicht deine Schuld.“ „Ich werde schon wieder. Ist ja nichts Schlimmes passiert.“ „Nicht schlimm? Du hättest tot sein können.“ „Bin ich aber nicht. Ein Gutes hat es ja.“ Semir verstand nicht. „Was meinst du?“ „Nun jetzt weißt du wie es ist, wenn Andrea weiß dass du in Gefahr bist, oder verletzt im Krankenhaus liegst. Ich meine wie Andrea sich fühlen muss, wenn du…“ Semir zeigte ein leichtes Lächeln. „Ich werde den Mistkerl schnappen.“ Susanne nickte. „Ja ich weiß. Du... ich bin müde.“ Semir drückte ihr die Hand. „Dann schlaf gut und erhole dich. Ich kommen morgen wieder.“ „Mach das.“ Semir verließ das Zimmer und ging zum Parkplatz.

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  • „Da ist er. So und nun müssen wir handeln bevor er im Revier ist.“ „Ja und wie? Willst du ihn von der Straße schießen?“ „Nein.... ich werde ihn locken. Das ist einfach. Pass auf und du kannst was lernen.“ Konrad startete den Wagen und hängte sich an den BMW. Es ging zunächst nur schleppend voran, weil der Verkehr sich staute. Dann endlich war die Strecke frei. Der Fahrer des BMW gab Gas. Konrad hatte erst Mühe dranzubleiben, dann war es jedoch einfach. „Was nun? Der ist doch viel schneller.“ „Hey.... mach mich nicht wahnsinnig. Es wird gleich gelingen. Ich dränge ihn auf den Rastplatz und dann bekommt er von mir eine Warnung..“ „Der ruft doch um Hilfe.“ „Ja und? Bis die da sind, werden wir längst weg sein.“ „Der hat ne Waffe, der lässt sich nicht so einfach bekämpfen..“ „Ich habe alles geplant. Ich hab Tränengasgranaten dabei. Also bleib ganz ruhig. Es klappt schon.“ Bernd sah Konrad nur an. Er zweifelte immer mehr am Verstand seines Bruders. „Manchmal wünsche ich mir, du wärest noch im Knast. Es reicht doch, dass dein Leben verpfuscht ist. Musst du meines auch kaputt machen?“ Der Blick von Konrad ließ ihn verstummen.


    Semir kam zügig voran. Er warf einen Blick in den Rückspiegel und sah einen dunklen Van. Dieser fuhr ziemlich dicht auf und zog dann links an ihn vorbei. Semir verringerte sein Tempo etwas um den Wagen das einscheren zu ermöglichen. Doch statt ihn zu überholen, zog der Wagen auf seine Seite. „Hey... was soll das?“ Semir zog nach links. Der Van ebenfalls. Semir versuchte den Fahrer zu erkennen, doch das gelang nicht, weil die Scheiben des Vans abgedunkelt waren. „Hey...lass das!“ Semir fuhr auf den Standstreifen und sah die Ausfahrt zum Parkplatz. Er griff zum Funk. „Cobra 11 für Zentrale. Werde von einem dunklen Van bedrängt. Kennzeichen: K- FF 778. Benötige Unterstützung am Parkplatz Lustheide.“ „Zentrale verstanden. Verstärkung ist unterwegs.“ Semir griff zu seiner Waffe. „So einfach mach ich es euch nicht“ murmelte er. Dann stand der Van direkt vor ihm. Doch keiner stieg aus. Semir war unschlüssig. Er sah auf die Uhr. Gerade mal zehn Minuten vergangen als er die Kollegen gerufen hatte. Die konnten noch nicht hier sein. Immer noch sah er auf den Wagen, der ihn dem Weg versperrte. Doch es geschah nichts. „Okay... ihr wollt Katz und Maus spielen. Ich spiele mit.“

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  • „Was jetzt? Wir müssen sehen, dass wir wegkommen. Die Kollegen von dem sind sicher gleich hier.“ Frank lachte. „Sei ruhig. Es passiert doch nichts. Nur keine Panik. Er soll etwas schmoren.“ Er sah auf die Uhr. „Noch drei Minuten. Dann geht es los.“ „Was denn?“ „Warte es ab. Du wirst es sehen.“ Plötzlich knallte es laut und Bernd erschrak. „Was war das?“ „Die Überraschung für unseren Freund.“ Bernd sah auf den BMW. Es qualmte daraus. „Hey.... was war das genau?“ „Tränengasbombe. Hab ich ihm angebracht, als er im Krankenhaus war.“ Bernd sah wieder Fahrer hustend aus dem Wagen kletterte. Frank stieg aus und ging zu ihm. Er drückte ihm die Waffe ins Kreuz. „Richte Ritter schöne Grüße von Gehlen aus..“ Dann schlug er zu. Semir sackte zusammen.

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  • „Chris! Notruf von Semir. Er ist am Parkplatz Lustheide. Wird von einen Van bedrängt.“ „Bin schon unterwegs.“ Chris schaltete das Blaulicht und Signalhorn ein. Er trat das Pedal durch. Verdammt, wieso muss Semir allein unterwegs sein? Es war doch abgemacht, dass beide nur noch zusammen rausgehen, oder aber in Begleitung eines anderen Kollegen. Jetzt steckt er in der Klemme und Chris musste es der Chefin erklären. Er kam am Parkplatz an und sah Semirs Wagen. „Scheiße“ stieß er aus. Er braucht nicht näher zu fahren und erkannte so, dass keiner mehr im Wagen war. Dann entdeckte er den Körper neben dem Wagen. „Hotte! Schick mir sofort einen Arzt. Semir ist verletzt. Was war sein letzter Funkspruch?“ „Er würde verfolgt und bedrängt. Kennzeichen eines dunklen Vans. Der steht bereits zur Fahndung aus. Mehr nicht.“ „Okay.... Sag mir Bescheid sobald sich was tut.“ Chris hängte das Mikro ein. Er stieg aus und ging zu Semir. Vorsichtig drehte er ihn um „hey... komm schon wach auf.“ Semir schlug die Augen auf. „aua....“ kam leise von ihm. Dann spürte er, dass jemand ihn festhielt. Er wollte sich losreißen, als er Chris Stimme hörte. „Hey... ist ja gut. Ich bin es doch.“ Semir wollte hoch, doch Chris drückte ihn runter. „Bleib liegen. Der Arzt kommt gleich.“ „ich brauch keinen Arzt. Der Mistkerl... ich krieg den. Das schwör ich dir.“ Semir wollte erneut aufstehen als er die Übelkeit verspürte. „Hast du jemanden erkannt?“ fragte Chris ihn. „Nein.... die haben Tränengas angebracht und ich hab gar nichts gesehen. Aber ich soll dir nen schönen Gruß ausrichten. Von Gehlen.“ Chris rollte die Augen. „Wie war das?“ „Das hat der Typ zu mir gesagt, bevor ich wegtrat. Viele Grüße von Gehlen. Hilf mir hoch...“ „Der Arzt kommt, warte noch.“

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  • Dr. Friedrichs sah sich Semir an. „Übelkeit? Kopfschmerzen?“ Semir nickte. „Ja etwas.“ „Hmm.. sonst welche Beschwerden?“ „Nein....“ „Gut... die Platzwunde heilt so. Ist nicht weiter schlimm. Könnte eventuell eine leichte Gehirnerschütterung vorliegen. Sie sollten sich für heute hinlegen und ausruhen“ „Danke Doc.“ Semir ging zu Chris, der an seinem Wagen wartete. „Und? Was sagt der Arzt? Sind deine beiden Gehirnzellen noch okay?“ „Ja... haben sogar Kinder bekommen... du Scherzkeks.“ Chris grinste. „Nee... mal im Ernst was sagt er?“ „Ich soll mich heute ausruhen und mich hinlegen. Aber ich mach das nicht. Ich schluck zwei Aspirin, dann geht das schon.“ Chris nickte. „Ja sicher... ich fahr dich heim.“ „Nein Chris. Ich fahre mit meinem... hey? Wo ist mein Wagen?“ „Der wurde abgeholt.“ „Warum denn?“ „Weil du doch eben sagtest, dass die eine Tränengasbombe unter deinem Wagen befestigt haben.“ „Hab ich?“ „Semir... ab nach Hause. Du siehst gar nicht gut aus. Komm.“ Semir nickte nur. Chris hatte Recht. Es ging ihm nicht gut. Und etwas Schlaf kann ja nicht schaden.


    Frank und Bernd sahen zu, wie Ritter seinen Kollegen nach Hause brachte. „Siehst du... jetzt wissen wir auch bald wo unser kleiner Bulle wohnt.“ „Ja und dann?“ Konrad sah Frank an „Na kennst du ein besseres Versteck als die Wohnung eines Bullen?“ fragte er und hing sich an den Wagen von Chris. Die Fahrt ging nach Leverkusen und Semir sah ihn von der Seite her an. Chris fuhr in die Tiefgarage während Frank auf der Straße hielt. „Steig aus und sieh nach wo Semir Gerkhan wohnt,“ meinte er zu Bernd. Bernd tat es und kam wenige Augenblicke zurück. „Nichts. Kein Gerkhan.“ „Wie? Die sind doch da rein. Okay... auch kein Problem. Wenn wir das Haus durchsuchen müssen geht das auch. Dann werden wir falls unser Freund Ritter immer noch nichts kapiert, Herrn Gerkhan besuchen. Der freut sich bestimmt darüber.“ lachte Frank. Bernd sah ihn an. „Was willst du eigentlich erreichen? Das Ritter dich jagt? Das er dich einsperrt?“ „Nein! Ich will, dass er sich an meinen Freund erinnert.“ „Dann ruf ihn an und sag ihm wer er bist.“ Konrad lachte leise. „Du bist naiv. Ich will mich nicht outen. Ich will dass er es von selbst erkennt. Ich meine wir haben seinem Freund ja gesagt, wer ihn haben will.“ Frank schüttelte den Kopf. Er verstand seinen Bruder nicht.

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  • Chris brachte Semir in die Wohnung. „Wieso hier hin? Warum nicht nach Hause?“ „Weil du auf der Liste stehst, willst du Andrea und Aida in Gefahr bringen?“ „Nein natürlich nicht.“ „So... leg dich hin. Und wenn es morgen nichts wird, dann bleib auch zu Hause.“ Semir nickte. „Ja... danke Chris. Ähm... ich möchte später noch zu Andrea... aber ich weiß nicht ob es geht. Mein Schädel brummt ganz schön.“ Chris lächelte. „Ich fahr für dich hin. Sie hat sicher Verständnis dafür.“ „Okay... danke.“ „ Die Chefin erwartet mich zurück. Sie will wissen was los ist.“ „Ja sicher. Okay... bis morgen dann vielleicht.“ Chris nickte und verschwand wieder. Er sah den Wagen, der vor dem Haus parkte zwar, dachte sich aber nichts dabei. Er fuhr daran vorbei und sah hinein. Für einen kurzen Augenblick kreuzten sich die Blicke. Chris spürte irgendwie, dass dieser Mann ihm folgte. Er griff zum Mikro. „Cobra 11 an Zentrale. Halterfeststellung: Blauer Passat Combi. Kennzeichen: LEV- KC 917.“


    „Warum spielst du mit den Beiden? Verdammt noch mal. Ich will Ritter tot sehen!“ brüllte Sören Frank an. „Ja... schon gut. Ich wollte ihm erst einmal Angst einjagen.“ „Damit ist Schluss. Ich will ihn haben, ich will ihn hier haben. In meinen Händen. Ich werde ihm zeigen, was es heißt sich mit Gehlen anzulegen. Die Autodiebstähle waren der Köder. Er und dieser Gerkhan hängen dran. Das ist sehr gut. Wir werden uns beide vorknüpfen. Dieser Gerkhan hat meinen Bruder Erik erschossen. Ritter hat meinen Vater verhöhnt. Das lasse ich mir nicht gefallen. Der Name Gehlen muss gereinigt werden. Finde heraus, wie nahe sich Ritter und Gerkhan stehen.“ Frank nickte. „Ich weiß schon wo dieser Gerkhan wohnt.“ Sören Rothenburg sah Frank an. „Die werden sicher nicht lange da sein. Aber es ist besser. Sorge dafür, dass man Gerkhan und Ritter voneinander trennt. Sie werden es tun, wenn wir uns festbeißen, das weiß ich. “ Frank nickte.


    Semir stand am Grab von Tom. Er hatte Blumen abgelegt und starrte auf das Grab. Chris hatte ihn begleitet. „Ihr ward verdammt gute Partner gewesen, was?“ „Nein... wir waren Freunde. Weißt du... wir haben so oft in der Klemme gesteckt... wir haben... vergessen wir es. Es ist vorbei.“ „Semir... ich weiß das es dir nicht viel bedeutet. Aber... wenn es möglich wäre... also ich meine wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, dann...“ Semir lächelte. „Ja ich weiß Chris. Ich weiß. Lass uns gehen.“ Chris nickte. Sie gingen zu seinem Wagen und fuhren los. Auf der Autobahn gab Chris Gas. Doch nach wenigen Augenblicken spürte er, dass der Wagen schwammig reagierte. Semir sah ihn an. „Was ist denn los?“ „Ich weiß nicht. Irgendwie hat der Wagen ne Macke.“ Es gab ein leises Plopp. Der Wagen brach aus und Chris versuchte ihn auf der Straße zu halten. Semir stützte sich ab. Der Wagen schlidderte auf die Standspur und krachte gegen die Leitplanke. „Chris!!! Tu was!!“ schrie Semir. „Mach ich doch.“ kam von Chris. Funken sprühten auf Semirs Seite als der Wagen an der Leitplanke entlang schrammte. „Chris... das ist gar nicht lustig. Brems doch!“ „Würde ich ja gern, aber die funktionieren nicht.“ Chris schaltete und der Wagen wurde entsprechend langsamer. Endlich stand der Wagen. Semir sah Chris an. „War das ein Beweis deines Könnens, oder was?“

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  • Wenig später im Büro von Anna Engelhard. „Was war denn los?“ fragte sie. Chris zuckte mit den Schultern. „Der Wagen reagierte nicht mehr so, wie er sollte. Wir waren nur auf dem Friedhof und anschließend als wir gefahren sind, fing er auf der Autobahn an zu schwimmen. Dann gab es ein dumpfes Geräusch und tja... da blieb nur die Leitplanke als Notbremse.“ erklärte er. „Der Wagen ist bereits bei Hartmut.“ gab Semir an. Anna nickte. „Gut... dann kann er ihn ja gleich neu lackieren. Denn davon ist ja nicht mehr viel zu sehen.“ Chris sah zu Semir. „Ich wette, dass dort jemand daran gebastelt hat, als wir am Grab standen.“ Anna nickte. „Das findet Hartmut sicher raus.“ Semir und Chris gingen in ihr Büro. Semir griff zum Telefon. Chris sah ihn an. „Was willst du denn jetzt machen?“ „Ich rufe Hartmut an. Der Wagen steht seit einer halben Stunde bei ihm. Ich will wissen was das war.“ Chris schüttelte den Kopf. „Bist du immer so ungeduldig?“ „Nee... aber wenn mein Leben davon abhängt, dann werde ich es...!“ gab Semir wütend zurück.


    „Siehst du…. daran ist rumgebastelt worden. Und ich weiß auch wer es getan hat. Gehlen.“ „Semir und verrennst dich da in etwas. Wir beide wissen doch dass Gehlen junior tot ist und der Senior sitzt ein. Es waren doch zwei die dich überfallen haben, oder?.“ „Chris, der Typ hat gesagt ich zitierte: Bestell Ritter schöne Grüße von Gehlen.“ Semir sprach etwas leiser, weil er seine Wut verbergen wollte. Chris nickte. „Gut... ich werde die Akten noch einmal durchgehen. Wenn wirklich einer von Gehlen dahinter steckt, dann muss etwas in den Akten überlesen worden sein.“ Semir nickte nur. „Was macht denn dein Kopf?“ „Der hat schon andere Sachen überstanden. So ein Schlag bringt mich nicht um.“ „Sicher nicht. Hilfst du mir?“ „Ja sicher... ich meine... die Chefin lässt mich mit Sicherheit nicht allein auf die Straße. Na los. Wir holen uns die Akten und verbarrikadieren uns hier.“ Chris lächelte. „Ja... das ist der Semir, den ich kenne.“ Sie standen auf und holten sich die Akten aus dem Archiv. Die Akten bei Chris ehemaliger Dienststelle ließen sie per Kurier abholen.

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  • Anna kam zu Hotte und Dieter. „Herzberger? Bonrath? Ich möchte Sie mit einer Aufgabe betrauen, die wirklich unter uns dreien bleibt.“ Dieter sah Hotte erstaunt an. „Chefin? Was gibt es denn?“ „Ich möchte, dass Sie ab sofort, sobald Semir und oder Chris das Gebäude verlassen, sich ranhängen und sie bzw. ihn nicht aus den Augen lassen.“ „Ähm... aber das geht doch nur, wenn wir nicht auch noch unsere Arbeit machen. Ich meine...“ Anna lächelte. „Ich habe dafür gesorgt, dass Sie beide für die nächste Zeit Innendienst schieben. Also solange die Beiden hier sind.“ Hotte nickte. „Halten Sie es denn für möglich, dass der Typ es noch einmal versuchen wird?“ Anna nickte. „Ja davon geh ich aus. Susanne wird im Krankenhaus von Siggi bewacht. Hotte nickte. „alles klar Chefin“


    Semir sah Chris an. „So.... ich hab die Akten von Gehlen hier. Gehlen Senior hat laut dieser Akte nur ein Kind, nämlich Erik. Aber wenn das kein Verwandter ist, dann vielleicht jemand aus den näheren privaten Umfeld. Das wären allerdings eine ganze Liste an Personen die wir abfragen müssten. Das Hausmädchen beispielsweise.“ Chris schüttelte den Kopf. „Nein.... das halte ich für sehr vage. Es muss jemand aus dem sehr nahen Bereich sein. Ich lasse über das Einwohnermeldeamt den Namen Gehlen überprüfen. Allerdings befürchte ich, dass es einige geben wird, die diesen Namen tragen, aber nichts damit zu tun haben. Wenn der Name Gehlen so oft ist.“ „Nun ja... wir können es ja auf NRW beschränken.“ Chris nickte. „Ja.... machen wir erst einmal.“ „Die Frage, die mich seit einigen Stunden beschäftigt ist allerdings.... wenn eine weitere Person Namens Gehlen Rache nehmen will, warum spielt er dann mit uns Katz und Maus?“ Chris sah ihn an. „Ich weiß es nicht.... aber ein solches Verhalten hatte Erik auch. Er spielte mit seinen Opfern.“ „Tja leider bringt es uns nicht wirklich weiter. Ich überlege mir gerade, ob ich Andrea und Aida nicht besser weg schicke.“ „Ja... ich halte es für besser. Ich meine... Gehlen, also der, der uns bekannt ist, war nicht zimperlich. Und dieser ist uns völlig unbekannt.“ Semir griff zum Telefon und rief Andrea an. „Hallo Schatz.... hör mal... Ich weiß du warst erst bei deinen Eltern.... aber..... Was los ist? Nichts. Wirklich....ich ..... Andrea bitte. Ich will dich doch nicht los werden...... Nein. Okay... komm mit Aida zu mir. Ich erkläre es dir hier.... Bis gleich.“ Er legte wieder auf und sah Chris an. „Sie ist schon wieder sauer.“ „Nicht sauer... sie ist besorgt. Und ich wäre es an Ihrer Steller bestimmt auch.“


    „Kannst du mir vielleicht mal erklären, warum du mich wieder wegschicken willst?“ fragte Andrea kaum als sie im Büro war. „Andrea.... bitte. Es ist nicht so einfach.“ „Es ist nie einfach, Semir. Was ist los?“ „Gehlen, hat es auf uns abgesehen. Ich habe dir bisher nicht gesagt, was in den letzten Tagen passiert ist, aber ....“ Andrea sah zu Chris. „Das ist doch nicht möglich. Gehlen Senior ist im Knast und der Junior ist tot.“ Semir nickte. „Das wissen wir, aber sieh mal.... wir, also Chris und ich wir werden seit einigen Tagen extrem bedroht. Als erstes hat mal auf uns geschossen. Okay... absichtlich vorbei, aber immerhin... dann wurde ich abgefangen, als ich aus dem Krankenhaus von Susanne kam, Susanne wurde verletzt. Sie hatte keinen Unfall. Es war ein Anschlag, der eigentlich mir und Chris galt. Ein Sprengsatz ist in der Küche ....“ Andrea starrte ihn mit großen Augen an. „Semir? Du hast gesagt, sie sei angefahren worden... warum lügst du mich an? Auf euch ist geschossen worden? Du wurdest dann also auch nicht bei einem Unfall verletzt, sondern...“ Semir nickte. „Ja... Andrea ich wollte nicht, dass du und Aida irgendwie in Gefahr geratet, aber.... ich habe Angst um euch.“ Er nahm Andreas Hand. Sie zog sie weg. „Semir? Was ist mit dir? Meinst du nicht, dass ich auch Angst habe? Was wenn der Typ...“ „Chris passt auf mich auf. Bitte.... lass dich zu deinen Eltern fahren. Hotte und Dieter machen das bestimmt, oder lass dich abholen.“ Er sah sie bittend an. „Okay... ich tue es. Aber ich möchte, dass du dich bei mir meldest.“ Semir nickte. „Werde ich tun. Großes Ehrenwort.“ Andrea nickte. Nur wenig später war Semirs Schwiegervater da. „Semir? Seit du meine Tochter geheiratet hast... ist sie viel öfter bei uns als bei dir? Was machst du denn?“ „Nichts Hubert.... wirklich... absolut nichts. Ich liebe sie und will sie nur schützen.“ „Du? Wie denn, wenn du nicht bei ihr bist?“ „Hubert... ich hab wirklich wichtiges zu tun. Pass mir auf meine beiden Frauen sehr gut auf.“ Er sah ihn an. Hubert nickte. „Ja sicher... aber sei auch vorsichtig, hörst du. Ich hab nämlich keine Lust zu einer Beerdigung zu gehen.“ Semir lächelte. Er mochte die direkte Art von Hubert nicht.

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  • Sören Rothenburg stand in seinem Büro am Fenster. Sören war bei ihm. „Und?“ „Wir sind dran.“ „Das reicht mir nicht. Ihr habt bisher nicht genügend Aufmerksamkeit erregt. Lasst euch was Besseres einfallen. Ritter muss für den Tod von Erik büßen!“ Sören nickte. „Ja sicher... aber was sollen wir denn machen? Dieser Ritter wird von seinem Kollegen Gerkhan geschützt.“ „Dann schaltet den Schutz aus! Ist das so schwer?“ Sören sah zu Boden. „Natürlich nicht. Die beiden sind befreundet.“ Sören sah ihn an. „Das ist ja noch besser. Ritter wird doch bestimmt alles tun, um seinen Freund vor Schaden zu bewahren, oder?“ Sören zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Schon möglich.“ „Schon möglich? Finde heraus, ob es so ist.“ Sören nickte. „Ja sicher...“ sagte er noch und verschwand aus dem Büro. Martin sah ihm nach. Als er die Tür geschlossen hatte, nahm er den Brief seines Vaters und las ihn zum sechsten oder siebten Mal.


    „Mein geliebter Sohn. Wenn du diesen Brief in Händen hältst bin ich vermutlich bereits in der Justizvollzugsanstalt. Chris Ritter der sich bei mir als Mark Jäger vorgestellt hatte, ist ein Bulle, der meine Organisation zerschlug. Er und sein Kollege Semir Gerkhan, der Partner des Polizisten, den Erik aus Notwehr erschoss, half ihm dabei. Ich, mein geliebter Sohn, der dich bisher sehr gut aus allem heraushalten konnte, benötige deine Hilfe. Erik ist tot. Er wurde von Chris Ritter und Semir Gerkhan in den Tod getrieben. Sie haben ihn eiskalt hingerichtet. Ich weiß mein Leben wird hinter Gitter enden, aber Erik hatte sein Leben noch vor sich. Räche ihn. Mach deinen Vater glücklich, indem du Chris Ritter erst Schaden zufügst und dann töte ihn.“

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  • Sören legte den Brief zur Seite. „Vater.... ich werde dich nicht enttäuschen. Du wirst stolz auf mich sein. Ich töte deinen Feind. Er wird leiden, so wie du gelitten hast. Er wird....“ Er schwieg. Dann griff er zum Telefon. „Ja hallo, der Sören ist hier. Ich brauche deine Hilfe. Besorge mir alle Informationen über einen gewissen Chris Ritter. Kriminalhauptkommissar bei der Autobahnpolizei. Ich brauche alles, was über ihn bekannt ist. Freunde, Verwandte, Bekannte. Einfach alles.“ Er wartete kurz die Antwort ab und legte dann ohne Gruß auf.


    Semir sah Chris an. „So... was sagen denn die Akten der Meldehallen?“ fragte er ihn. „Nun... es gibt insgesamt 78 Gehlens in unserem Bezirk. 91 weitere in den Nachbarbezirken und 64 außerhalb von NRW.“ stöhnte Chris. Semir sah ihn entgeistert an. „Das ist jetzt nicht dein Ernst oder?“ Chris nickte nur. Semir schloss die Augen. „Das wird verdammt viel Arbeit.“ „Nun einige können wir ausschließen. Da wären zum Beispiel in unserem Bezirk 24 die zu jung sind uns Rache zu schwören und 8 die zu Alt sind. Dann bleiben in unserem Bezirk noch 46 von der Sorte. Im Nachbarbezirk können wir sogar 63 abschreiben. Und das was an Gehlens außerhalb von NRW ist, lassen wir erst einmal bei Seite. Also denke ich diese paar Gehlens schaffen wir doch. Fangen wir nach dem Essen an?“ Semir nickte. „Ja sicher.... vorher werden wir es nicht in Angriff nehmen. Müssen wir alle durchgehen? Ich meine wir könnten die Kollegen vom Nachbarbezirk doch bitten uns zu helfen.“ Chris grinste. „Hab ich schon. Die sind dabei.“ „Sehr gut....Partner.“ Sie fuhren was essen.


    „Sören? Die Informationen von diesem Ritter, die du haben wolltest. Schreib mal auf. Also Chris Ritter ist 1967 in Bremen geboren. Er ist geschieden und hat zwei Kinder. 14 und 18 Jahre alt. Seine Exfrau heißt Sabine Ritter und lebt mit einem anderen Mann und den Kindern in Köln, Heinrichgasse 104. Er ist seit fünfzehn Jahren im Polizeidienst, davon das meiste als Undercover unterwegs gewesen. Seit knapp einem Jahr ist er jetzt bei der Autobahnpolizei Köln und arbeitet mit einem gewissen Semir Gerkhan zusammen.“ „Gute Arbeit. Was hast du über den Kollegen?“ „Nun der ist seit zehn Jahren bei der Autobahnpolizei und hat vor gut einem Jahr seinen Kollegen bei einem Schusswechsel verloren. Seit dem arbeitet er mit Chris Ritter zusammen. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.“ „Sehr gut.... danke für die Info. Das Geld bekommst du auf die übliche Weise.“ Sören Rothenburg legte auf. „So.... Familie in Köln... na... mal sehen ob die Adresse auch noch stimmt. Er nahm ein Zeitungsfoto auf, welches Semir und Chris bei der Verhaftung von Gehlen Senior zeigte. „Ihr zwei werdet um die Familie trauern wie ich es tue. Nur habe ich einen Vorteil euch gegenüber. Ihr wisst nicht, dass ich eigentlich ein Gehlen bin“ sagte er drohend.

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