Falscher Verdacht

  • Falscher Verdacht


    Marla Schneiderholz fuhr auf der A4 auf den Rastplatz „Eifeltor“. Sie stieg aus und ging ins Restaurant. Sie nahm sich einen Salatteller und setzte sich an einen Tisch, an dem ein junger sehr gut aussehender Mann saß. „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ fragte Marla. Der Mann sah sie an und nickte. „Ja sicher… bitte schön.“ Marla setzte sich und aß den Salat. „Ist das nicht etwas zu wenig? Sehr nahrhaft sieht das nicht aus.“ Marla sah ihn an. Diese grünen Augen… „Na… mir reicht es. Marla. Marla Schneiderholz.“ „Hallo. Tom, Tom Kranich.“ „Kranich? Ein schöner Name.“ Er lächelte. „Danke, aber Marla ist auch nicht schlecht.“ Sie lachte. „Ich muss leider weiter.“ „Oh…. Wohin denn?“ „Nach Köln. Ich stelle mich da vor. Im Krankenhaus. Ich bin Krankenschwester.“ „Ein sehr interessanter Beruf, in dem man viele Menschen kennen lernt.“ Sie nickte, „Ja … und was machen Sie?“ „Ähm… mein Beruf ist nicht so aufregend. Ich bin Polizist.“ „Polizist? Ja sicher… ganz langweilig.“ „Nun ja, nicht immer. Also manchmal geht es schon hoch her. Ich bin bei der Autobahnpolizei.“ „Schön… na vielleicht sieht man sich ja mal wieder.“ Marla stand auf. Tom ebenfalls. „Na ich denke das könnte ich arrangieren. Sagen wir heute Abend?“ Marla lachte. „Ja… warum nicht.“


    Am nächsten Morgen kam Tom frohgelaunt ins Büro. Semir sah ihn an. „Na das muss ja ne tolle Braut gewesen sein.“ Tom nickte. „Oh ja. Die war sehr gut. Ach…. Marla….“ Semir lachte. „Wie heißt die Maja? Wie die Biene?“ „Nein du Hirni. Marla. Marla Schneiderholz. Sie ist Krankenschwester und wenn es was mit uns wird, dann werde ich sicher sehr krank werden, damit sie mich pflegen kann.“ Semir grinste breit. „Na dann hoffe ich mal, dass es nicht so schlimm wird. Sonst schiebe ich demnächst alleine Dienst.“ „Ach komm…. Na heute Abend zeigt es sich ja.“ „Wie heute Abend. Wir haben Nachtschicht. Du musst um 22.00 Uhr deinen Dienst antreten. Schon vergessen?“ „Oh… mensch Mist. Dann bin ich jetzt wieder weg. Ich geh mit Marla dann eben zum Mittag aus und dann bin ich um 22.00 Uhr fit und Dientsfähig.“ „Na dann. Ich fahre auch gleich. Soll ich dich abholen, oder fährst du selbst?“ Tom überlegte kurz. „Nee…. Ich fahre selbst. Bis nachher.“ „Ja und viel Spaß.“ „Danke Semir“ sprach Tom und verschwand.


    Marla hatte ihren ersten Tag im Krankenhaus. Zum Glück brauchte sie nur bis Mittag arbeiten. Als Teilzeitkraft. Sie kam an der Tür zum Büro vom Professor Riefenstahl vorbei. „Ja…. Sandra. Wir haben jetzt schon sieben Probanten durch das Medikament verloren. Wenn noch mehr krepieren, dann kommt die Gesundheitsbehörde und schließt die Klinik. Wir müssen das Mittel unbedingt an gesunden Leuten testen. An Menschen die nicht auf der Straße leben, die nicht saufen oder koksen. Verstehen Sie das?“ „Ja sicher Herr Professor. Aber wir müssen uns etwas einfallen lassen. Wenn jemand dahinter kommt, dass wir unsere eigenen Experimente machen, dann …“ „Nein. Sandra. Wir werden niemanden erzählen was hier passiert. Die Schwestern wissen doch eh nichts. Die sind nur zur Pflege der Kranken da, wo wir beide gut kassieren.“ Marla hörte wie jemand von den beiden zur Tür kamen. Erschrocken zog sie sich zurück ins neben dem Zimmer liegende Schwesternzimmer. Sie schloss schnell die Tür und setzte sich an den Tisch. Nur wenige Minuten später kam Sandra ins Zimmer. „Oh… Marla…. Und hast du dich schon eingelebt?“ Marla nickte. Konnte es sein, dass ihre Freundin von der Schwesternschule eine eiskalte Mörderin war? „Ja danke Sandra, ich bin froh endlich wieder arbeiten zu können.“ Sandra nickte nur und nahm sich einen Kaffee. „Ich denke es wird dir sicher hier gefallen.“ Marla nckte. Sie war nervös und das fiel Sandra auf. „Ist was?“ „Nein…. Ich… bin ein wenig aufgeregt. Mein erster Arbeitstag… weißt du?“ „Ach das ist es. Na du brauchst absolut keine Angst zu haben. Hier sind alle sehr nett. Der Professor ist ein sehr guter Mensch. Wenn du Probleme hast, dann kannst du mit ihm darüber sprechen.“


    Tom fuhr zur Klinik um Marla abzuholen. Er betrat das Schweseternzimmer und Marla lächelte ihn an. „Hallo tom.“ sagte sie und gab ihm einen Kuss. „Hey was ist denn? Du siehst so nervös aus.“ fragte Tom, dem es sofort auffiel. Marla und Tom waren allein im Zimmer und Marla erzählte was sie gehört hatte. Tom wurde sofort hellhörig. „Ich werde meinen Kollegen direkt Bescheid geben. Also wenn da was dran ist dann müssen wir handeln.“ Marla nickte. „Lass und erst einmal fahren, ich verhungere.“ lachte Marla und war erleichtert, dass Tom sie nicht als Spinnerin hinstellte und sie auslachte. Tom nahm sie an die Hand und beide verließen die Klink. Sie sahen nicht, das Sandra, die an der Tür stand. „Schade, meine liebe Marla. Du bist etwas zu neugierig. Dein Freund wird dich umbringen und es selbst nicht mal wissen.“


    Semir saß im Büro und sah auf die Uhr. Es war fast Mitternacht. Tom war immer noch nicht da. Sie hatten Nachtschicht und eigentlich sollte Tom bereits um 23 Uhr erscheinen. Aber nun ja, mit der Pünktlichkeit war es eh schon sehr schwer bei Tom. Er nahm das Handy und wählte Tom an. Doch er ging nicht ran. „Verdammt…. Wo steckst du denn?“ Hotte kam zu ihm. „Semir… wir haben eine Leiche an der A4 bei KM 418,5. Vermutlich Sexualdelikt.“ Semir sah ihn an. „vermutlich?“ „Nun so wie die Zeugen aussagen, ist der Täter ebenfalls da. Total betrunken liegt er neben der Toten.“ „Na das ist ja ein einfacher Fall. Okay, ich fahr hin. Ach…. Wenn Tom kommt, dann bestellt ihm schöne Grüße von mir.“ Hotte nickte nur. Semir fuhr zur Fundstelle. „Hi Mark… und was haben wir schon?“ „Hallo Semir. Also die Frau ist erdrosselt worden. Wohl mit der eigenen Strumpfhose. Sie ist ungefähr mitte/ende dreißig. Seit ungefähr sieben Stunden tot. Das komische jedoch ist, das der Täter neben ihr schlief. Der ist voll wie die Haubitze gewesen. Kenne ich von Tom gar nicht.“ Semir sah ihn an. „Tom?“ „Ja dein Partner. Er lag neben der Toten und hatte die Strumpfhose noch in der Hand.“ „Das ist ein ganz schlechter Scherz, Mark. Ich mag das überhaupt nicht.“ „Geh zum RTW. Da ist er drin. Aber alles spricht gegen ihn.“ Semir nickte. „Ich will den Bericht noch heute.“ Mark Schneider nickte nur und sah Semir nach. Dann ließ er die tote Frau in einen Sarg legen und zur Pathologie bringen. Er selbst fuhr hinterher.

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  • Semir ging zum RTW. Er stellte sich an die hintere Tür und sah tatsächlich Tom auf der Liege. „Tom?“ fragte er. „Semir… Gott verdammt. Semir ich war es nicht. Glaub mir. Ich kenne die Frau doch erst seit gestern. Ich bin nur einmal mit ihr aus. Warum sollte ich sie den töten. Warum?“ „Hey schon gut. Wir kriegen das schon raus. Ich glaub dir, dass du nichts damit zu tun hast. Aber wir brauchen Beweise. Was ist passiert?“ Tom schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht genau. Ich hab sie das erste Mal an der Raststätte gesehen, wir haben uns unterhalten und dann für den Abend verabredet. Sie wollte sich vorstellen. Sie ist…sie war Krankenschwester. Marla Schneiderholz. Sie musste nach Köln ins Krankenhaus. Aber ich weiß nicht in welches. Am Abend hab ich sie abgeholt und wir sind essen gegangen, dann … Filmriss. Mehr weiß ich nicht. Das nächste woran ich mich erinnere ist, das ich neben dem toten Körper und von den Kollegen geweckt wurde.“ Semir nickte. „ Dass du sie kennen gelernt hast, sagtest du mir ja schon. Auch das sie Krankenschwester ist und dass du mit ihr verabredet warst. Aber das war heute Mittag. Doc?“ fragte er kurz. „Nun nach dem Alkoholgehalt, der nun herrscht würde ich sagen dass er gestern mindestens 1,4 Promille hatte.“ „1,4? Das ist ne Menge.“ staunte Tom sogar.


    Als Semir und Tom in der PAST ankamen sah Andrea ihnen entgegen. „Ihr sollt sofort zur Chefin.“ Semir sah Tom an und nickte dann. Sie gingen ins Zimmer. „Tom, Semir. Setzt euch.“ „Chefin… ich war es nicht…. wirklich.“ Anna lächelte. „Tom ich weiß das Sie es nicht waren, aber Sie wissen genau was ich nun tun muss.“ Tom nickte und nahm seine Waffe sowie seinen Ausweis, legte ihm Anna auf den Tisch und verließ das Büro. Semir sah ihm nach. „Semir? Sie ermitteln.“ Semir nickte. „Ich werde seine Unschuld beweisen.“ Anna lächelte. Ja ich weiß. Bitte gehen Sie vor, wie immer.“ „Ja sicher Chefin.“ Er verließ ebenfalls das Büro und stieß mit der Staatsanwältin Schrankmann zusammen. Er sah sie kurz an und wünschte einen „Guten Tag“ Doch von Schrankmann kam nur ein Blick. Semir schüttelte den Kopf. Er schloss die Tür zum Büro der Chefin und betrat sein eigenes. Tom saß am Schreibtisch und hatte den Kopf in den Händen gestützt. „Hey… wir kriegen das schon hin.“ „Was meinst du wird Schrankmann nun machen. Die wird doch direkt…“ „Tom, wir schaffen das. Ich weiß dass du unschuldig bist, die Chefin weiß dass du unschuldig bist. Wir müssen es nur noch beweisen.“ „Klar… geh einfach rein und sag…. Frau Schrankmann mein Partner ist unschuldig.“ lachte Tom bitter.

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  • „Frau Engelhardt. Tom Kranich steht im Verdacht eine Krankenschwester, eine gewisse Marla Schneiderholz umgebracht zu haben. Alles spricht gegen ihn. Er ist unverzüglich vom Dienst frei zu stellen. Außerdem fordere ich Sie auf, alles erdenklich mögliche zu machen, dass Herr Kranich sich stellt.“ „Frau Schrankmann. Herr Kranich ist zwar verdächtig, aber seine Schuld ist nicht bewiesen. Er hat bereits die Waffe und seinen Ausweis abgegeben. Der Fall wird von Herrn Gerkhan bearbeitet und es wird alles getan, um zu beweisen, dass Herr Kranich unschuldig ist.“ Schrankmann lachte bitter auf. „Na wenn Herr Gerkhan das macht, dann ist es klar, dass Herr Kranich unschuldig ist. Sind die beiden nicht befreundet?“ Anna nickte. „Sind Sie tatsächlich der Meinung dass Herr Gerkhan sachlich genug an die Aufgabe ran geht?“ Anna stand langsam auf. Sie war wütend. „Frau Schrankmann. Wenn Sie meinen Leuten Befangenheit vorwerfen wollen, dann machen Sie es bitte entsprechend den Vorschriften. Aber ich beantworte gern Ihre Frage. Ja, Herr Gerkhan und Herr Kranich sind auch privat befreundet. Ja, Herr Gerkhan ist lange genug Polizist um sachlich an diese Sache heranzugehen und ja…. ich traue es ihm zu. Jeder meiner Männer wird meine Unterstützung bekommen, wie er sie braucht. Und nun… wünsche ich Ihnen einen guten Tag. Frau Staatsanwältin.“ Claudia Schrankmann hatte den Wink verstanden. Sie verließ das Büro ohne Gruß.

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  • „Tom, Semir. Zu mir bitte.“ sprach Anna ins Telefon. Nur kurz darauf klopfte es. „Kommen Sie rein.“ Tom und Semir traten ein. „Tom, ist Ihnen irgendwas eingefallen? Bitte sagen Sie jetzt nicht nein.“ Tom sah sie an. „Leider nicht. Ich weiß nicht einmal wo ich mit Marla war. Ich hab sie nicht getötet. Ich …“ Anna hob die Hand. „Schon gut, Tom. Ich weiß dass Sie es nicht waren, aber wir müssen es beweisen. Was sagt die Obduktion?“ Semir sah zu Tom und dann zu Anna. „Nun die Leiche wies Spuren einer Vergewaltigung auf. Die Merkmale sind eindeutig. Außerdem wurden Spermaspuren entdeckt.“ Semir machte eine Pause und räusperte sich. „Es waren Toms Spuren.“ sagte er leise. Tom nickte. „Ja wir hatten Sex. Aber es war im Einvernehmen. Es war vor…vor….verdammt wieso kann ich mich nicht erinnern? Ich weiß nicht einmal wie ich zu diesem verdammten Parkplatz gekommen bin.“ Anna sah Semir an. „Haben Sie einen Wagen gefunden auf dem Rastplatz?“ „Nein… da stand kein Wagen.“ „Vielleicht haben Sie sich dort hinbringen lassen?“ „Klar ich liebe diese Rastplätze so, dass ich dort mein Liebenleben auslebe oder wie?“ Tom war sauer. Aber mehr auf sich, weil er sich nicht daran erinnerte. Semir legte ihm die Hand auf die Schulter. „Wir werden raus finden, was passiert ist.“ Tom nickte. „Ja du wirst es raus finden. Ich darf ja nicht. Ich bin suspendiert.“ Anna lächelte ihn an. „Hat Sie das jemals abgehalten, es doch zu tun?“ Tom sah sie an. „Ja aber Frau Schrankmann…“ „Tom… Sie sollten mich eigentlich genau kennen. Aber offiziell weiß ich natürlich nichts.“ Tom grinste Semir an. „Danke Chefin.“ „so und nun sehen Sie zu, dass Sie etwas herausfinden.“ Die beiden nickten und verließen das Büro.


    „so und wo fangen wir an?“ fragte Tom. Semir sah ihn an. „Wir werden dort anfangen wo es bei dir angefangen hat. Auf der Raststätte Eifeltor.“ „Semir…. wir haben dort nur gegessen, dann sind wir getrennte Wege. Sie ist nach Köln und ich nach Haus.“ Semir nickte. „Okay, dann werden wir mal sehen, was wir über diese Marla herausfinden.“ Tom nickte ergeben. Er konnte sich die Sache überhaupt nicht erklären. „Semir, was wenn ich sie im vernebeltem Zustand doch….“ „Nein! Das hast du nicht. Du hast sie nicht umgebracht. Also denk nicht mal dran.“ „Woran denn dann? Es sind meine Spuren an ihr. Ich hatte die Strumpfhose in der Hand und ich weiß nicht mehr was Gestern war.“ „Ja und genau deshalb weiß ich dass du es nicht warst. So und nun schauen wir mal.“ Tom schüttelte den Kopf. „Meine fehlende Erinnerung macht mich fertig. Ich weiß einfach nicht…“ Semir sah ihn an. „Tom ich weiß genau, dass du es nicht warst. Also mach dich nicht selbst fertig. Wir müssen anfangen nach Spuren zu suchen.“ Tom nickte. „Ja aber wo?“ „Nun hatte sie eine Tasche bei sich?“ Tom nickte. „Ja sicher. Kennst du eine Frau, die ohne Handtasche ausgeht?“ „Nee, eigentlich nicht. Gut fragen wir die Jungs mal ob sie eine Tasche gefunden haben. Fahren wir zur KTU.“

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  • Hartmut hörte gerade Musik über Kopfhörer und sang laut mit. Semir sah grinsend zu Tom. „Der könnte bei DSDS mitmachen.“ „Na ich glaub der schafft nicht mal die Vorendscheidung.“ gab Tom zurück. Semir tippte Hartmut auf die Schulter. Dieser zuckte erschrocken zusammen. „Oh….hi Jungs. Was gibt es?“ „Hartmut, du solltest das Singen lassen. Sag mal habt ihr bei der Toten eine Tasche gefunden?“ Hartmut sah sich um. „Ähm… ja warte mal. Die muss hier irgendwo liegen.“ Er ging durch die Werkstatt. „Ah… hier da ist sie ja.“ Er hob eine dunkle Handtasche hoch. Tom nickte. „Ja das ist sie.“ Semir nahm die Tasche und schüttelte den Inhalt auf den Tisch. „Schminkutensilien, Handy, Kugelschreiber und Notizblock, Telefonbüchlein. Alles was eine Frau so bei einem Date benötigt.“ „Aber nichts was uns weiter hilft.“ Semir nahm ihr Handy. „Na vielleicht finden wir doch was. Schade, der Akku ist leer.“ Hartmut sah ihn an. „Na und? Ist doch kein Problem. Was willst du denn sehen?“ „Die letzten Anrufe, die sie bekommen und getätigt hat. Wenn sie einen Termin im Krankenhaus hat, dann….“ „Nun gut. Kommt in einer halben Stunde wieder, dann habt ihr die Auswertung.“ Semir nickte.


    Sie fuhren zunächst zur PAST zurück. „Ich gebe mal den Namen ein, mal sehen was der Computer über diese Marla weiß.“ Tom nickte nur. Wenige Minuten später saß er Semir im Büro gegenüber. „Also... Marla Schneiderholz, ledig, keine Kinder. Sie wurde am 28.04.1979 in Münster geboren. Eltern sind Andrea Schneiderholz, geb. Trein und Bernd Schneiderholz, Bauunternehmer. Sie hat die Schule in Münster besucht, 1a-Abschluss. Anschließend hat sie eine Ausbildung als Krankenschwester gemacht und ist seit zwei Jahren ohne feste Anstellung. Wohnhaft in Oberhausen. Keine Vorstrafen, keine Verkehrsvergehen. Eine saubere Frau also.“ Tom nickte. „Ja diesen Eindruck machte sie auf mich auch. Verdammt... was ist nur passiert?“ Semir wusste wie Tom sich fühlen musste, er erinnerte sich an den Fall, wo sein Cousin umgebracht wurde und er lange Zeit selbst unter Verdacht stand im Drogen- und Alkoholrausch, seinen Cousin umgebracht zu haben. Damals hatte er jede Erinnerung an den Vorfall verloren und sein Gehirn zermartert. „Tom. Du warst es nicht. Das weiß ich genau.“ Tom lächelte bitter. „Wenigstens einer der an meine Unschuld glaubt.“ Semirs Telefon klingelte. „Ja, Semir?“ meldete er sich. Dann sah er Tom an. „Hartmut, hast du was für uns?“ fragte er und stellte den Lautsprecher an. „Ja, ich denke schon. Also auf dem Handy wurden mehrere Gespräche mit dem Marienhospital geführt. Wenn sich die Tote vorstellen sollte, dann vielleicht dort. Das müsst ihr raus finden. Außerdem telefonierte sie wohl mit einer Freundin in Köln, eine gewisse Sandra Nießen.“ Semir stutzte, „woher weißt du denn den Namen?“ „Na den hat sie mir genannt, als ich sie anrief.“ „Du hast die Nummer angerufen?“ „ja, warum denn nicht?“ „Schon gut. Hartmut. Sonst noch was?“ „Ähm.... ja. Mir ist da ein kleines Missgeschick passiert. Also als ich den Inhalt der Tasche untersuchen wollte, fiel mir das Lidschatten runter und, als ich es wieder wegmachen wollte, das war mitten in dem Puder eine winzig kleine Pille. Ich habe die erste Spektralanalyse gemacht. Es ist ein sehr starkes Betäubungsmittel. Welches kann ich noch nicht sagen, die Analyse läuft noch.“ „Danke.“ Semir legte auf. „Gut, dann werden wir zunächst ins Marienhospital fahren und anschließend zu dieser Sandra Nießen.“ Tom nickte nur.

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  • Anna saß im Büro und ging einige Berichte durch, als das Telefon klingelte. „Dr. Reiser hier, Frau Engelhardt ich habe die Ergebnisse der Blutuntersuchung von Herr Kranich.“ „Das ist hoffentlich erfreulich.“ „Nun, wie man es nimmt. Wenn wir den Blutalkoholgehalt zum Tatzeitpunkt errechen, kommen mir auf einen stattlichen Wert von 1,9 Promille. Aber deshalb rufe ich nicht an. Es geht eher um das was wir noch gefunden haben.“ „Ja und was ist das?“ „Wir haben eine Substanz im Blut nachweisen können, die sehr stark nach Valium aussieht.“ „Valium?“ „Ja, das dachten wir wenigstens, aber es ist kein Valium. Wir wissen aber nicht, was es ist.” “Also könnte es ein Medikament sein, das noch gar nicht auf dem Markt ist?” „Ja, genau das. Wir haben eine umfassende Analyse in Auftrag gegeben, aber es ist nicht ganz auszuschließen, das dieses Mittel diese Gedächtnisblockade ausgelöst hat bzw. dafür verantwortlich ist, dass Herr Kranich sich an nichts erinnern kann.“ „Danke Dr. Reiser. Sobald Sie das Ergebnis haben, melden Sie sich bitte bei mir.“ Sie legte auf und betätigte den Knopf der Gegensprechanlage. „Andrea, schicken Sie mir bitte Tom und Semir rein?“ „Die sind gerade raus.“ „Okay, wenn sie zurück sind, sofort zu mir.“ „Alles klar, Chefin.“


    Semir und Tom hielten vor der Klinik. Sie ließen sich zum Personalleiter bringen. „Was kann ich für die Autobahnpolizei tun?“ fragte der Mann hinter seinem Schreibtisch. „Es geht um eine Frau Marla Schneiderholz. Sie war bei Ihnen vorstellig?“ Der Mann sah in seine Akten. „Schneiderholz? Nein.... der Name sagt mir nichts. Wer bitte ist das?“ „Nun wir vermuten, dass sie hier als Krankenschwester anfangen wollte bzw. sollte.“ Der Mann sah Semir an. „Herr .... Gerkhan. Wir haben im Augenblick einen Einstellungstopp. Wir stellen seit vier Jahren keine Leute mehr ein.“ Semir sah Tom an. „Gilt das für alle städtischen Krankenhäuser, oder ist das verschieden?“ Der Mann schüttelte den Kopf. „Nein, das gilt für alle katholischen Hospitäler. Die städtischen Häuser stellen sicher zwischendurch ein.“ Semir und Tom erhoben sich und bedankten sich für die Auskunft. Im Auto sah Tom Semir an. „Dann müssen wir alle Kliniken abklappern.“ Semir nickte. „Ja sieht so aus. Aber vielleicht kann uns ja auch die Freundin, diese.... Sandra Nießen helfen.“ „Gut dann fahren wir dort hin.“

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  • Sandra saß an ihrem Arbeitsplatz im Labor der Privatklinik, Lundberg van Cleven, am Mikroskop. „Nun, Sandra? Wie weit sind wir?“ fragte Professor Riefenstahl. „Wir haben es fast. Nur eine winzige Veränderung an der Rezeptur und schon läuft es.“ „Sehr gut. Ähm.... was ist mit dem Problem?“ Sandra sah ihn an. „Das habe ich beseitigt.“ Der Professor nickte. „Gut Sandra. Es tut mir nur Leid, dass es ausgerechnet Ihre Freundin war.“ Sandra schüttelte den Kopf. „Sie war keine Freundin. Eher eine flüchtige Bekannte. Schade, dass sie hinter unser Geschäft gekommen ist. Aber niemand wird mich verdächtigen. Schließlich war ihre neue Bekanntschaft der jenige, der sie umgebracht hat. Das wird zumindest die Polizei glauben. Der gute Mann war der erste, der unser Medikament getestet hat. Schade, dass wir nicht erfahren können, wie es gewirkt hat.“ Der Professor lächelte. „Keine Angst. Wir bekommen schon noch zwei Testkaninchen für die Versuche. Wenn nicht freiwillig, dann eben anders. Nur wir müssen darauf aufpassen, dass sie gesund sind und widerstandsfähig, kräftig und durchtrainiert. Keine Schlaffis mit Herzproblemen.“ Sandra nickte nur.


    „Tja, die Dame ist nicht zuhause. Warten wir?“ Tom sah Semir fragend an. „Nee, lass uns erst mal zur PAST zurück fahren. Wir können ihr ja eine Nachricht hinterlassen, dass sie uns anrufen soll.“ Tom nickte und machte einen Zettel fertig. „Ach Mist... ich hab keine Karten hier.“ sagte er auf einmal. Semir grinste. „Dann gib ihr eine von mir. Ist doch egal. Wir sind ja Freunde.“ Tom nickte nur er war nicht zu Scherzen aufgelegt, aber das konnte Semir ihm nicht verübeln. Ihm würde es genau so ergehen. Sie fuhren zurück zur PAST wo sie von Andrea direkt zu Anna geschickt wurden. Semir klopfte an die Tür. „Ja bitte.“ Kam von Anna. Semir und Tom traten ein. „Ah... gut dass ihr da seid. Es gibt Neuigkeiten. Also Tom, Semir setzen Sie sich bitte.“ Als beide saßen sah Anna Tom an. „Tom, woran können Sie sich erinnern?“ Tom sah sie an. „Chefin.... warum wollen Sie das denn wissen. Ich sagte doch ...“ „Mir ist egal was Sie sagten. Woran erinnern Sie sich?“ „Nun ja. Ich war auf der Raststätte und dort habe ich Marla kennen gelernt. Wir haben gemeinsam gegessen und dann ist sie nach Köln um sich vorzustellen. Ich bin heim. Wir haben uns für den Abend verabredet. Ich sollte sie abholen. Das hab ich dann getan und... wir sind ins Kino, und dann... dann... muss es zum Sex gekommen sein... aber ich weiß nicht wo. Mehr ist da nicht…. gott verdammt.“ „Nun ich denke wir können wenigstens etwas Licht ins Dunkel bringen. Dr. Reiser hat mich eben unterrichtet dass sich in Ihrem Blut noch eine Substanz vorhanden war, die Valium ähnelt.“ „Valium?? Das ist doch ein Beruhigungsmittel oder?“ Anna nickte. „Genau und deshalb habe ich auch den Leichnam von Frau Schneiderholz auf diese Substanz untersuchen lassen. Mit Erfolg. Sie hatte eine noch höhere Menge als Sie.“ „Ja aber soll das heißen, dass wir einen Alkohol-Drogen-Cocktail in uns hatten?“ Anna zuckte mit den Schultern. „Im Augenblick sieht es so aus. Allerdings habe Dr. Reiser noch einmal angefordert den Leichnam untersuchen. Denn, wenn Sie dieses Betäubungsmittel in sich hatten und Frau Schneiderholz auch, ist es mir irgendwie unverständlich, dass Sie sie im Rausch umgebracht haben können.“

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  • Sandra Nießen kam gegen Abend nach Hause und sah die Karte in ihrem Briefkasten. „Hauptkommissar Semir Gerkhan.“ las sie leise. Geht ja schneller als ich dachte, lachte sie im Gedanken. Sie betrat die Wohnung und griff zum Telefon. Dann wählte sie die Nummer von dem Polizisten. Als er sich meldete tat sie unwissend. „Herr Gerkhan, hier ist Sandra Nießen. Sie waren wohl heute vergeblich bei mir gewesen. Was ist bitte passiert? Wie kann ich Ihnen helfen?“ „Frau Nießen, schön dass Sie sich so schnell melden. Es geht um ein Tötungsdelikt. Könnten Sie vielleicht aufs Revier kommen, oder können wir uns treffen?“ „Oh... ich könnte zu Ihnen kommen. Wenn Sie mir genau erklären wo das ist.“ „Das ist kein Problem. Wir sind bei der Autobahnpolizei Köln an der A4 stationiert. Fragen Sie einfach nach mich und dann sehen wir uns.“ „Okay, sagen wir in ungefähr einer Stunde?“ „Das wäre passend. Bis nachher.“ Sandra legte auf. „Tja, arme Marla. Warum warst du nur so neugierig. Und schade um deinen süßen Freund. Er hätte mir sehr gefallen, doch nun wird er wegen Mordes an dich im Knast versauern.“ sagte sie leise. Nun musste sie nur noch etwas traurig aussehen, wenn man ihr Marlas Tod nahe bringen wird. Aber sie ist ein Naturtalent wenn es darum geht Tränen zu vergießen.


    „Tom, wenn das stimmt, dann kannst du nie und nimmer die Frau umgebracht zu haben. Dieses Mittel hat dich außer Gefecht gesetzt. Sobald wir wissen was das für ein Mittel ist, bist du so gut wie aus dem Schneider.“ Tom nickte. „Ja, die Frage ist aber immer noch warum Marla sterben musste? Ich meine sie war doch noch gar nicht lange in Köln gewesen.“ „Nun, vielleicht hilft und diese Nießen ja weiter. Sie müsste gleich hier sein.“ In diesem Augenblick klopfte es an der Tür. Andrea steckte den Kopf hinein. „Eine Frau Nießen für euch.“ „Ja, danke Andrea.“ sagte Semir und Andrea ließ eine junge blonde Frau eintreten. „Frau Nießen, ich bin Semir Gerkhan, das ist mein Kollege Tom Kranich.“ Stellte Semir sich und Tom vor. Die Besucherin zuckte unmerklich zusammen, als sie Tom die Hand reichte. „Hallo...“ sagte sie leise. „Frau Nießen.... nehmen Sie doch bitte Platz.“ Die Frau setzte sich. „Frau Nießen... Sie kennen eine Marla Schneiderholz?“ Die Frau nickte. „Ja das ist meine Freundin. Aber sie ist seit gestern verschwunden. Sie sollte eigentlich in unserer Klinik als Krankenschwester anfangen, aber sie ist nicht zum Dienstbeginn erschienen.“ Semir nickte. „Frau Nießen, ich sagte ja bereits am Telefon, dass es um ein Tötungsdelikt geht. Nun... wir haben Frau Schneiderholz gestern an der Autobahn aufgefunden. Sie ist ermordet worden.“ Die Frau sah von Semir zu Tom. „Nein.... das geht doch nicht.... aber sie kann doch nicht....“ Sie weinte.

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  • Tom und Semir war es sehr unangenehm und sahen betreten zu Boden. Sie warteten bis Sandra sich wieder gefangen hatte. „Können Sie uns vielleicht mit einigen Angaben helfen?“ Sandra schluchzte und nickte dann „Ich werde es versuchen,“ gab sie mit tränenerstickter Stimme wieder. „Woher kennen bzw. kannten Sie Frau Schneiderholz?“ „Von der Schwesternschule in Münster. Wir wollten beide Krankenschwestern werden. Aber ich habe mich dann doch zur Laborantin ausbilden lassen. Marla ist... war Krankenschwester mit Leib und Seele. Gott wie schrecklich.“ „Wann haben Sie Marla das letzte Mal gesehen bzw. gesprochen?“ „Das war erst gestern. Sie hatte sich ja wie ich sagte vorgestellt. Sie sollte heute anfangen, aber....“ Sie weinte wieder. „Es... es tut mir leid. Aber ich würde gern...“ Semir sah kurz zu Tom. „Frau Nießen, es ist wirklich sehr wichtig. Wo können wir Sie erreichen? Ich meine vielleicht könnten wir morgen noch einmal miteinander sprechen.“ Sandra nickte. „Ja, sicher. Ich werde im Labor sein. In der Privatklinik Lundberg van Cleven. Das ist am Kölner Stadtrand.“ Semir nickte. „Soll ich Sie nach Hause bringen lassen?“ Doch die Frau schüttelte den Kopf. „Nein.... ich schaff das schon.“ Sie stand auf und verließ den Raum.


    „Wie ich diese Augenblicke hasse“, stöhnte Tom als Sandra wieder ging. Semir nickte nur. „Ja, verdammt. Das ist immer schwer. Ich hoffe nur, das die zweite Autopsie von Marla etwas zu Tage bringt, was positiv ist.“ Tom nickte nun auch. „Ich hol mir einen Kaffee.“ „Bringst du mir einen mit?“ Tom grinste. „Klar doch Chef.“ Semir sah ihn an. „Danke Sklave.“ „Nun übertreib mal nicht.“ Tom ging hinaus und kam anschließend mit zwei Tassen zurück. „Was hältst du von dieser Nießen?“ fragte Semir ihn. „ich weiß nicht. Irgendwie war die Trauer, die sie an den Tag gelegt hat, zu heftig. Ich meine die haben sich, so hatte Marla erzählt, seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen...“ Er stockte. Semir sah ihn an. „Tom? Du hast dich gerade an etwas erinnert.“ Tom nickte. „Ja... warte. Marla erzählte mir, dass ihre Freundin nur wenige Monate auf der Schwesternschule war und dann eine Ausbildung zur Laborantin gemacht hat. Sie würde dort anfangen können und als Schwester auf die betuchten Patienten aufpassen. Dahin wollte sie. Zu dieser Privatklinik.“ Semir nickte. „Dann sollten wir morgen früh direkt dort hin fahren.“ Tom stimmte zu. „Aber jetzt machen wir erst einmal Feierabend.“

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  • Sandra fuhr nach hause. Verdammt, der Freund von Marla ist ein Bulle, dachte sie, denn sie hatte Tom sofort erkannt. Was soll sie nur machen. Wenn der rauskriegt dass sie Medikamente die nicht zugelassen sind an Menschen testet, dann kann sie den Rest ihres Lebens im Knast verbringen. Sie lief in ihrem Wohnzimmer auf und ab. Die Worte ihres Professors kamen ihr ins Ohr. „Wir werden schon noch zwei Versuchskaninchen finden.“ Sie überlege. Die beiden waren mit Sicherheit sehr gesund und widerstandsfähig. Die beiden wären die perfekten Versuchskaninchen, die man bekommen kann. Nur werden die mit Sicherheit nicht freiwillig Medikamente schlucken. Sie musste mit dem Professor darüber reden. Niemand von der Polizei käme darauf, dass sie dahinter steckt. Sicher wird der Chef von dem beiden davon ausgehen, dass der Polizist Marla getötet hat und mit Hilfe seines Freundes geflohen ist. Deshalb ist der Freund auch weg. Ja, dachte sie. Ein perfekter Plan. Sie sah auf die Uhr. Es war fast Mitternacht. Zu spät den Professor anzurufen. Aber dafür hatte sie ja morgen genug Zeit. Sie duschte, aß etwas und legte sich dann ins Bett.


    Tom und Semir kamen gegen acht in der PAST an. Anna nur kurz nach ihnen. Sie kam mit einer Akte winkend zu den Beiden. „Semir, Tom... ich hab das Ergebnis. Also Marla Schneiderholz hatte wie ja schon gesagt eine sehr große Menge an diesem Betäubungsmittel in sich. Der Arzt sagte ganz klar, dass es gar keinen Todeskampf hat geben können, denn dazu war sie nicht in der Lage. Nach der Zersetzung der Medikamente zu urteilen, war sie bereits in tiefer Bewusstlosigkeit, als sie erwürgt wurde. Das heißt, jemand hat die Wunden, die als Abwehranzeichen an den Armen und Beinen zu sehen ist, extra zugefügt, damit es glaubhafter ist. Allerdings entlastet es Sie nicht wirklich Tom.“ Tom nickte. „Ja sicher nicht. Ich könnte sie ja gewürgt haben, als sie bewusstlos war. Chefin mir sind gestern wieder ein paar Dinge eingefallen. Wir waren bei Marla zuhause. Wir haben zusammen einen schönen Abend gehabt. Dann sagte Marla sie war sehr erfolgreich bei der Vorstellung und dürfte morgen, also gestern in der Klinik anfangen. Allerdings war sie vorher bei ihrer Freundin und hat dort etwas entdeckt.... Was weiß ich nicht. Ich meine noch nicht .Aber es muss mit dieser Sandra zusammenhängen.“ Anna nickte. „Das ist doch was. Dann sollten Sie beide mal zur Klinik fahren und einige Fragen stellen.“ „Genau das haben wir vor.“ meinte Semir und verließ mit Tom die PAST.

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  • Frank Riefenstahl saß in seinem Büro als seine Sekretärin Besuch ankündigte. Er erhob sich als die beiden Männer eintraten. „Guten Tag. Riefenstahl, Professor Frank Riefenstahl.“ stellte er sich vor. „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Mein Kollege Tom Kranich. Herr Professor, es geht um eine Mitarbeiterin von Ihnen. Eine gewisse Marla Schneiderholz.“ „Ähm.... Schneiderholz? Ach ja das ist die Dame, die eigentlich hier anfangen sollte. Schlimme Sache. Frau Nießen hat mir von dem Ableben der Armen erzählt. Wie kann ich helfen?“ „Nun, eigentlich wollten wir nur wissen, ob Sie Frau Schneiderholz gekannt haben, aber das haben Sie ja nun schon beantwortet. Sagen Sie womit befassen Sie sich eigentlich hier genau? Das ist doch ein Krankenhaus oder?“ „Eine Privatklinik. Ja.... wir können gern eine Führung machen, wenn Sie beide Zeit haben, ich erkläre Ihnen dann alles.“ Semir sah Tom an. Dieser nickte. „Gut, dann zeigen Sie uns mal, was es hier so gibt.“ Riefenstahl ging vor. Er führte die beiden Polizisten durch die Klinik. Er erklärte was behandelt wurde und wie weit er es für nötig hielt. „Sie verstehen sicher, dass nicht jeder Patient der hier her kommt, auch hier hin gehört. Wir wägen es von Fall zu Fall ab.“ „Also sind es meist aggressive Personen, die Sie hier behandeln?“ Der Professor nickte. „Ja, die meisten sind aus sehr gutem Elternhaus wo sie mit Geschenken und Spielsachen überhäuft wurden, aber meist keine wahre Liebe erfahren haben. Wenn die Eltern es merken, ist es meist zu spät. Der Jähzorn in den Kindern und jungen Leuten ist so groß, dass es dann schon mal im Extremen ausartet. Ja und dann werden sie zu mir gebracht.“ Tom sah den Professor an. „Wie sieht den so eine Behandlung aus?“ „Nun .... am Anfang stellen wir die Patienten ruhig. Bis sie sich an dieser Situation gewöhnt haben, dann fangen wir an zu therapieren. Eine Behandlung dauert im Allgemeinen bis zu acht Wochen.“ „und jeder Tag bringt natürlich Geld.“ „Ja sicher. Wir sind ja eine Privatklinik, und werden nicht von Steuergeldern bezahlt.“ „Forschen Sie auch selbst?“ Der Professor nickte. „Wollen Sie das Labor auch mal sehen?“ Tom nickte. „Wenn es Ihnen nichts ausmacht?“ „nicht im Geringsten. Kommen Sie.“


    Tom und Semir fuhren danach wieder in die PAST. „Also ich verstehe diese Frau nicht. Diese Sandra. Hier hat sie gestern auf absolut tief traurig gemacht und im Labor war sie bereits am lachen. Das ist doch…“ ließ Tom sich aus. Semir sah ihn an. „Na du weißt doch, wie Frauen sind. Hinter dem Lachen von ihr könnte sie ihre Trauer verstecken. Was mich jedoch stutzig machte ist die Aussage von ihrem Chef, dass die eigene Versuchsreihen haben. Ich meine ich habe keinen anderen Arzt gesehen, der vielleicht Tests überwacht. Er sagte ja sogar, dass Probanten sich bereitstellen und damit ihr Taschengeld aufbessern. Das ist doch absolut unverantwortlich. Es war nur dieser Professor Riefenstahl dort. Wir sollten uns nachher mal mit dieser Sandra unterhalten. Sie ist ja anscheinend die rechte Hand von diesem Professor. Vielleicht kann sie uns noch ein paar Anworten geben.“ Tom nickte und versank in Gedanken. „Weißt du was ich mich frage?“ Semir sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Überlegt doch mal…. Die haben mir und Marla einen Drogen-Cocktail gegeben. Aber wenn die beiden doch in der Branche tätig sind, dann hätten die doch wissen müssen, das sich beides nicht verträgt und einen Gedächtnisverlust hervorrufen, oder?“ „Nun die wollten das sicher. Wenn du dich nicht erinnern kannst, kannst du es ja auch nicht abstreiten. Aber ich vermute eher, dass die nicht wußten das du ein Bulle bist und den Fall selbst bearbeitest. Wenn es ein stinknormaler Bürger wäre, dann wäre das einer der schnell gelösten Fälle gewesen und gut ist. Der Typ wäre eingewandert für den Rest seines Lebens und der Fall zu den Akten gekommen. Die Medien hätte die Polizei für die schnelle Auflösung des Falles gelobt und schluß.“ Tom nickte. „Tja…. Das ist wohl wahr. Und viele haben ja auch nicht so tolle Freunde wie ich.“

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  • so Stromausfall überlebt... gott sei dank war das nicht gestern zur cobrazeit.... :] hier noch ein kleines Stückchen


    An frühen Abend fuhren beide erneut zu Sandra. Sie war gerade heimgekommen und sah die beiden an. „Was wollen Sie denn hier? Entschuldigen Sie, ich bin müde.“ Tom nickte. „Wir halten Sie sicher nicht lange auf. Es geht immer noch um Marla.“ Sandra ströhnte leise auf und nickte. „Kommen Sie rein.“ Tom und Semir betraten die Wohnung. Sie war groß und hochmodern eingerichtet. Semir bemerkte einen teuren Stil und auch Tom schien dies zu wissen. „Frau ….“ „Einfach nur Sandra. Das reicht.“ Tom lächelte. „Okay, Sandra…. Als wir heute Morgen in dem Krankenhaus bzw. Privatklink waren, da ist uns aufgefallen, dass sie sehr routiniert an der Arbeit waren. Sie haben gelacht, Scherze gemacht…. Was ist mir Ihrer Trauer?“ Sandra zog die Lippe zwischen den Zähnen. „Nun ich kann meine Trauer sehr gut verstecken und sie war lediglich eine Freundin, keine Verwandte.“ Gab sie etwas kalt zurück. Semir stutzte. „Im Büro haben Sie aber dafür sehr herzergreifend gejammert.“ „Nun da… da habe ich es ja auch erst erfahren.“ „Wirklich? Wußten Sie es nicht schon vorher?“ Tom schoß den Vogel ab. Sandra sah ihn wütend an. „Raus! Verlassen Sie sofort meine Wohnung. Das ist…. Das ist absolut unverschämt. Sie beide haben mir den Tod von Marla….“ Sie sah wie Semir durch die Wohnung ging. „Was machen Sie da? Sie haben keinen Durchsuchungsbefehl. Verlassen Sie endlich meine Wohnung!“ schrie sie. Tom und Semir sahen sich an und gingen.


    „Die ist ja ganz schön ausgetickt.“ meinte Semir im Wagen. Tom nickte nur. „Ja und dabei hab ich doch eigentlich eine Routinefrage gestellt.“ „Routine? Wo war das denn routine?“ „Na hör mal. Die hat uns doch was vorgespielt. Das hast du doch auch gedacht.“ „Ja gedacht. Das darf man ja auch. Aber doch nicht vorwerfen. Tom…. ich mache mir langsam Sorgen. Wir müssen etwas finden, dass dich entlastet.“ „Ja… und da würde ich sagen, dass wir die Wohnung von dieser Sandra mal auf den Kopf stellen.“ Semir sah ihn an. „Wieso?“ „Als wir die Wohnung betreten haben, da kam mir der Gedanke, dass ich bereits einmal in der Wohnung war. Mit Marla.“ „Ach… deshalb.. jetzt verstehe ich deine Frage auch. Du meinst die Sandra hat dich und Marla abgefüllt und dann….“ Tom nickte. „Ja ich meine vielleicht wollte sie ja auch was von mir und meinte wenn sie mich und Marla betäubt, dann….“ Semir schüttelte den Kopf. „Du hältst dich wohl für den Besten, was?“ „Na bin ich doch auch.“ „Okay. ich werde mit der Chefin sprechen, sie soll einen Durchsuchungsbefehl besorgen.“ „Danke Partner.“ „Gern geschehen… und morgen früh werden wir noch einmal in diese Klinik fahren und dem Professor die gleichen Fragen stellen.

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  • Sandra kam am nächsten Morgen um acht im Labor an. Der Professor saß bereits in seinem Büro. „Ähm... Herr Professor, könnte ich Sie kurz sprechen?“ „Ja natürlich Sandra. Was gibt es denn?“ „Wir also mehr ich habe da ein Problem.“ „Es geht um Ihre Freundin?“ „Ja, der Freund, den wir betäubt haben, ist ein Bulle. Er hat sich den Fall angenommen. Zusammen mit seinem Partner... Semir Gerkhan. Er selbst heißt Tom Kranich. Die Beiden werden sicher hier auftauchen, und so wie die aussehen, werden die nicht locker lassen. Sie waren gestern bei mir und ich befürchte, dass sich dieser Kranich daran erinnert hat. Ich meine dass es bei mir passiert ist.“ Der Professor nickte. „Nun... was kann ich Ihrer Meinung nach tun?“ „Oh.... ich dachte nur.... sie sagten doch gestern, dass sie mindestens zwei Versuchskaninchen brauchen, die unbedingt gesund sein müssten. Und die Polizisten sehen sehr gesund aus. Ich meine.... wenn beide verschwinden sieht es doch so aus, als habe dieser Gerkhan seinen unter Mordverdacht stehenden Kollegen zur Flucht verholfen. Wir könnten die Medikamente testen und....“ „Sandra? Wissen Sie was Sie da von mir verlangen? Das ist Freiheitsberaubung. Was wenn Sie mit Ihrer Vermutung was den Vorgesetzen angeht falsch liegen?“ „Nun wir müssen uns natürlich den richtigen Augenblick aussuchen. Ich denke die beiden Herren, werden sicher heute noch herkommen, dann können Sie sich ja ein Bild von den beiden machen und vielleicht sehen Sie ja auch, dass die beiden perfekt für die Versuche wären.“ Der Professor nickte. „Warten wir so lange ab und machen unsere Arbeit.“


    Andrea sah Semir am nächsten Morgen an. „Sag mal... was habt ihr eigentlich vor? Du willst doch Toms Unschuld beweisen, oder nicht?“ Semir nickte „Natürlich, weil ich genau weiß, dass er unschuldig ist.“ „Na ich doch auch. Tom ist nicht der Typ, der durchknallt. Aber... wo und vor allem wie wollt ihr das schaffen?“ „Das wissen wir auch noch nicht, aber wichtig ist, dass diese Schrankmann nicht Wind davon bekommt, dass Tom mit ermittelt. Du kennst die Gewitterziege doch.“ Andrea nickte. „Ja... und ich kenne euch. Ihr seid doch was am aushecken.“ Semir schüttelte den Kopf. „Wie kommst du denn darauf. Wir ermitteln einfach nur. Mehr nicht.“ Andrea sah ihn an. „Sag mal, warum hat Tom eigentlich immer so viel Pech mit Frauen?“ „Ich weiß nicht. Irgendwie ist es ihm nicht vergönnt.“ „Was glaubst du steckt dahinter?“ „Nun im Augenblick vermuten wir, dass es sich um illegale Betäubungsmittel handelt. Vielleicht hat Marla was raus gefunden und bevor sie es jemanden erzählen konnte, wurde sie umgebracht. Tom war zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber das bekomme ich noch raus und dann sollten die Täter ziemlich weit außerhalb meiner Reichweite sein.“ Andrea nickte. Sie wusste genau was in Semir vorging und erinnerte als dieser Mal unter Mordverdacht stand. Damals als Tom alles für ihn getan hatte, um die Unschuld zu beweisen. Genau wie ihr Mann es nun für seinen Freund tat. „Wenn du Hilfe brauchst dann... sag bitte Bescheid.“ Semir nickte und küsste sie. „Ich liebe dich.“ sagte er leise und verschwand mit Tom.

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  • Sie fuhren zur Privatklinik. Sofort wurden sie zum Professor durchgelassen. Dieser sah auf, als die beiden eintraten. „Ah… die Herren von der Kripo. Was gibt es denn heute?“ „Nun wie soll ich es formulieren? Ich habe da noch einpaar Fragen wegen den Experimenten und den Mittelchen, die getestet werden. Vorallem interessiert es mich, warum außer Ihnen keine Arzt da ist.“ „Nun das ist einfach. Wir experimientieren hier mit Betäubungsmitteln und Beruhigungsmitteln. Ich bin eine, ohne jetzt voreingenommen zu sein, Korifäe auf diesem Gebiet. Es benötigt keine Anwesenheit eines Kollegen.“ „Was ist, wenn es Probleme mit den Organen oder so gibt?“ „Gibt es nicht.“ „Herr Professor… Sie wollen mir doch wohl nicht weißmachen, dass die Probanten, oder wie diese Leute sich auch nennen mögen, alle Mittel ohne Nebenwirkung vertragen.“ „Nun ich habe ja Sandra als Helferin.“ „Ja aber die ist keine Ärztin.“ „Ich kann Sie ja gern noch einmal rumführen, dann wissen Sie, dass hier alles in Bester Ordnung ist.“ „Gern, aber vorher noch eine andere Frage. Wie gut wahrscheinlich ist es, dass hier eine der Angestellten Medikamente mit nach hause nimmt?“ Der Professor sah Tom strafend an. „Hier kann niemand etwas herausnehmen. Wir führen Buch über jede Tablette, über jede Infusion. Das können Sie getrost vergessen.“ Semir sah den Professor an, während Tom sich mit dem Mann unterhielt. Er bemerkte, dass dieser ziemlich nervös wurde.Dann gingen sie auf ihre zweite Runde.


    Sandra sah den Professor, der gerade mit Besuch das Labor betrat. Sie ging zu ihm. „Herr Professor? Oh.... die Herren von der Polizei. Herr Gerkhan und Herr Kranich.“ Die Männer begrüßten die Frau. Tom sah Sandra an. „Der Professor hat sich bereit erklärt uns das Labor zu zeigen. Wollen Sie uns nicht begleiten?“ „Ähm... eigentlich gern, aber die Arbeit lässt es leider nicht zu.“ „Schade... nun dann.“ Sandra verschwand wieder. Der Professor sah sie aufmerksam an und nickte dann. „Meine Herren, einen Augenblick Geduld, bin gleich wieder bei Ihnen.“ Tom und Semir nickten und schon verschwand der Professor und ging zu Sandra. „ Was hab ich gesagt…. Die sind nervig.Wir sollten sie wirklcih als Versuchskaninchen benützen.“ flüsterte sie. Der Professor nickte „Sie haben Recht, die beiden wären genau richtig für unsere Versuche. Aber wir sollten erst noch ein paar Tage abwarten und sie dann einkassieren. Sie müssen auf jeden Fall zusammen verschwinden, sonst fällt es auf.“ Sandra nickte. „Dann werde ich die beiden erst einmal beschatten lassen.“ Der Professor wendete sich wieder den beiden Polizisten zu und führte sie durch das Labor. Er erklärte was erforscht wurde und auf welchem Stand sie waren. „Das heißt Sie selbst stellen Beruhigungsmittel her?“ fragte Semir erstaunt. „Ja natürlich. Die Klinik ist dafür zugelassen. Und bisher ist keiner unserer Patienten dran gestorben.“ „Danke Professor. Das langt erst einmal. Ich denke wir werden uns wieder sehen.“ Professor Riefenstahl ergriff die Hand und nickte. „Es wäre mir ein Vergnügen.“ „Ach sagen Sie, was erforschen Sie denn gerade?“ „Nichts Besonderes. Ein neues Beruhigungsmittel für extrem stark agressive Patienten.“ Semir nickte. Ein Blick zeigte ihm, dass Tom genau das gleiche dachte wie er.

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  • Nachdem die Polizisten die Klinik verlassen hatten, rief der Proffessr zwei Pfleger zu sich. „Ihr bekommt einen Extraauftrag. Natürlich auch extra Bezahlung. Die beiden Männer die eben hier waren, sind für die nächsten Versuche vorgesehen. Ihr sollt sie mir im Abstand von nur wenigen Stunden hier her bringen und für die Versuche vorbereiten. Kassiert sie ein und macht sie startklar für uns. Aber keine Spuren hinterlassen.“ Die beiden nickten. Sie kannten schon die Extraaufträge des Professors und seiner schönen Assistentin. Beide hatten schon einige Personen verbraucht. Säufer, Landstreicher und Drogensüchtige wurden einfach eingesammelt und hier eingesperrt. Leider waren sie verstorben, aber wer trauert schon verlorenen Seelen nach. „Wenn wir die beiden krallen, dann werden die Bullen doch wach,“ meinte einer der Pfleger zum Professor. Doch dieser schüttelte den Kopf. „Nein, nicht bei den beiden. Einer von ihnen wird verdächtigt ein Mörder zu sein. Der Andere ist sein Freund. Beide fliehen und werden dann gesucht. Nun ja…. aber sie werden nie wieder auftauchen. So einfach ist das.“


    Semir und Tom fuhren zunächst in die PAST. Sie wollten noch einige Informationen über die Klinik und dem Professor herausfinden. Andrea saß noch an ihrem Schreibtisch und wurde von den beiden sofort in Beschlag genommen. „Schatz.... würdest du uns mal bitte etwas unter die Arme greifen?“ säuselte Semir ihr ins Ohr. „Schatz, ich immer.“ gab Andrea lächelnd zurück. „Was wollt ihr diesmal ungesetzliches?“ Semir grinste Tom an. „Ungesetzliches? Als hätten wir es jemals von dir verlangt. Also wirklich Andrea.“ „Okay, was?“ „Wir brauche Informationen von einem Professor Frank Riefenstahl und der Privatklinik van Cleven. Ähm.... Lundberg van Cleven.“ Andrea nickte. „gut, bekommt ihr. Warum braucht ihr die Daten denn?“ „Nun, sagen wir mal es interessiert uns brennend, wieso eine Privatklinik ihre Forschungen im Medikamentenbereich betreiben darf.“ Andrea nickte. „Gut, aber vor morgen früh wird es wohl nichts werden.“ „Dann warten wir so lange. Haben eh noch einige andere Sachen zu erledigen. Ach, da fällt mir beiläufig ein. Andrea.... ich werde heute Abend mit Tom etwas um die Ecken ziehen, also wenn du nichts dagegen hast, meine ich.“ Andrea lächelte. „Schatz. Ich weiß ja dass du mir treu bleibst. Tu es nur. Aber bitte vor Dienstbeginn einmal kurz reinschauen, oder schläfst du bei Tom?“ „Ich schlafe dort und wir sehen uns dann morgen. Ach noch was. Mir ist gerade ein Knopf von der Jacke ab. Kannst du ihn mir eben schnell annähen?“ Andrea sah ihn strafend an. „Ist jetzt gut, oder kommt noch was?“ Semir lachte. „Ne. Das wäre es erst einmal.“ „Na gib mir die Jacke, so kannst du ja nicht auf die Straße.“ Semir zog die Jacke aus und gab sie ihr.


    Andrea nahm die Jacke und den Knopf während Tom und Semir kurz im Büro verschwanden. Andrea sah den beiden nach. Irgendwas hecken die doch wieder aus. Aber nicht mit mir, ihr zwei, dachte sie und griff in ihre Schublade. Dort hatte sie, warum auch immer zwei winzige Sender. Einen davon nahm sie und öffnete leicht eine Naht an Semirs Jacke. Dort ließ sie den Sender verschwinden und nähte die Naht wieder zu. Dann brachte sie den Knopf an der Jacke an. Anschließend gab sie Semir die Jacke und zwinkerte ihm zu. „Und bleib mir ja sauber, hörst du?“ Semir nickte und gab ihr einen Kuss. „Natürlich. Du bist die einzige die ich liebe.“ „Das hoffe ich für dich. Und pass auf Tom auf.“ „Klar. Mach ich. Bis morgen. Ich liebe dich.“ Die beiden verschwanden und Andrea machte sich ran, die geforderten Daten von der Klinik und dem Professor zu bekommen.

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  • Semir und Tom fuhren nach Leverkusen, wo Tom wohnte. Sie sahen nichts von dem Schatten, der sie verfolgte. Sie fuhren zum Rasthof und versuchten zu rekonstruieren, was an jenem Tag geschah, als Marla Schneiderholz sterben musste. Semir hatte die Hoffnung, das Tom sich erinnerte, wenn die Orte abgefahren wurden wo er seiner Meinung nach mit Marla war. Sie fuhren durch Köln, wo Tom glaubte mit Marla gewesen zu sein. Im Kinopalast wurde er von der Kassiererin erkannt. So war zumindest klar, dass sie hier gewesen sind. Auch der Film, den sich die beiden angesehen hatten, wusste die Frau. Semir musste leicht grinsen. Tom musste einen sehr guten Eindruck auf die Frau gemacht haben, dass sie es wusste. Wieder im Auto sagte er dann: „Weia.... Tom. Du bist ein echter Frauentyp.“ „Was wieso denn? Ach... deshalb. Na... Mann tut was man kann.“ grinste Tom nur. Semir sah in den Rückspiegel. Er hatte den dunkeln Wagen bemerkt. „Also wenn mich nicht alles täuscht, ist dieser dunkle Sprinter schon ne ganze Weile hinter uns her.“ sagte er. Tom drehte sich um. „Vielleicht hat er ja nur den gleichen Weg wie wir?“ mutmaßte er. Semir sah ihn an. „Glaubst du das wirklich?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nee. Nicht wirklich. Okay, testen wir doch mal, ob er uns folgt. Fahr gleich auf den Parkplatz.“ Semir tat was Tom sagte und siehe da, der Wagen blieb vor dem Parkplatz stehen. „Okay, dann fahren wir jetzt mal ein wenig hier um die Ecke und dann auf die Neusser Strasse.“ Semir nickte. Der Wagen folgte ihnen. Nun war es ganz klar. „Was machen wir jetzt? Verstärkung holen?“ Tom sah ihn an. „Wäre eigentlich besser oder?“ „Warten wir noch etwas ab. Mal sehen. Wir fahren gleich in das Industriegebiet Ossendorf.“ „Ja da ist es jetzt verdammt dunkel und verlassen.“ „Hast du etwas Angst?“ lachte Semir. „Quatsch. Ich doch nicht.“


    „Okay. Mark... fahr ihnen nach. Sobald die Gelegenheit sich bietet, schnappen wir die beiden, lassen den Wagen verschwinden und bringen sie zum Professor.“ Aber…er hat doch gesagt, dass wir sie getrennt schnappen wollen.“ „Na so ist das doch ein Abwasch. Also mach hin.“ Der Angesprochene nickte. „Die werden sich bestimmt nicht so einfach ruhig stellen lassen.“ „Das sicher nicht, aber ich habe da ein Instrument, welches sie sicher nicht außer Acht lassen werden. Die werden ganz friedlich in unser Auto steigen und dann geht es ab.“ „Na, wenn du das sagst.“ „So, gleich kriegen wir sie. Ich werde jetzt mal anfangen den Funk zu stören und dann stellst du dich quer. Wir schnappen sie im Gewerbegebiet.“ Der Fahrer nickte nur. Er fuhr sichtbar für die Verfolgten. Das sollte sie nervös machen. „Okay, der Funk ist gestört. Hilfe holen ist nicht. Setz zum Überholen an.“ sagte der Beifahrer als sie die lange Industriestraße erreicht hatten. Hier gab es keine Möglichkeit abzubiegen. Die Straße ging nur geradeaus. Die Firmen die hier ansässig waren sind alle mit schweren Gittertoren gesichert. Der Fahrer gab Gas und fuhr an dem BMW vorbei.

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  • Also gut @ Kathrin88... aber nur weil du so lieb gebettelt hast.


    „Sie überholen. Ruf Verstärkung.“ sagte Semir auf einmal. „Meinst du?“ „Tu es.“ Tom tat es und griff zum Mikro. Doch aus dem Funk kam nur rauschen. „Hey... das Funk geht nicht.“ „Scheiße.... die haben uns in eine Falle gedrängt. Verdammt. Okay, dann versuche ich mal auf die Hauptstraße zu kommen. Halt dich fest.“ Semir trat das Gaspedal durch, bevor der Sprinter überholen konnte. Doch dieser gab ebenfalls Gas und beide Fahrzeuge fuhren eine ganze Weile nebeneinander. Dann kam Gegenverkehr und der Sprinter musste sich hinter den BMW einreihen. Semir lachte leise. „So, mein Freund. Nun wirst du nicht wieder auf gleiche Höhe kommen, dafür sorge ich.“ Er trat das Gaspedal ganz durch. Die Maschine vom BMW schnurrte wie eine Katze und der Wagen lag wie ein Brett auf der Straße. Doch der Sprinter hielt das Tempo. „Die Karre ist mit Sicherheit geturnt. Wieso kann der genauso schnell sein wie ich?“ Tom sah nach hinten. „Semir.... los... die holen auf!“ rief er. Semir versuchte erneut zu verhindern, dass der Sprinter an ihnen vorbei zog. Doch es gelang ihm nicht. Der Wagen war schneller als der BMW. Semir musste bremsen als der Wagen vor ihm einscherte. Dann ging auch der Fahrer des Sprinters in die Bremse und sorgte so dafür, das Semir langsamer wurde. Nun kam ein zweiter Sprinter, den Semir und Tom gar nicht bemerkt hatten und stellte sich hinter ihnen. „Sandwich“ sagte Semir nur. Tom nickte. „Und nun? Jetzt sind es zwei? Wo kommt der denn her?“ „Keine Ahnung. Was ist mit dem Funk?“ „Geht nicht. Rauscht nur.“ Die Männer aus den Sprintern stiegen aus. Semir sah die Waffen. Die Türen wurden geöffnet. „Aussteigen, meine Herren. Sie werden uns begleiten.“


    Am nächsten Morgen saß Andrea am Schreibtisch und wartete darauf, dass Tom und Semir rein kamen. Doch bis um elf war nichts passiert. Anna sah zu ihr. „Wo sind die Beiden denn nur?“ fragte sie. Andrea zuckte mit den Schultern. „Frau Engelhardt. Es gibt da noch einige Sachen, die gern mit Herrn Kranich besprochen hätte,“ sagte auf einmal Frau Schrankmann, die das Büro ohne anzuklopfen, betrat. „Ähm... ja. Kein Problem... aber Herr Kranich ist ja nicht hier.“ „Frau Engelhardt, halten Sie mich bitte nicht für dumm. Ich kenne die Gepflogenheiten von Herrn Gerkhan und Herrn Kranich genau. Ich weiß doch, das beide ermitteln, obwohl Herr Kranich suspendiert ist.“ Anna sah sie an. „Möchten Sie vielleicht einen Kaffee?“ „Wo ist denn Herr Gerkhan?“ „Der ist schon im Außendienst.“ „Dann rufen Sie ihn bitte, ich habe nämlich auch Fragen an ihn.“ Anna nickte Andrea zu. Diese verstand und verließ das Büro. Als sie die Tür schloss, sah Anna zu Schrankmann. „Frau Schrankmann. Was gibt es denn so dringendes, das Sie die beiden unbedingt jetzt sprechen müssen?“ „Nun... wir haben einen Hinweis bekommen, der angibt, dass Herr Kranich sich erinnern könnte. Na und da Sie mir ja versprochen haben, mich auf dem Laufenden zu halten, was allerdings bis jetzt in keinster Weise passiert ist, wollte ich mal nachfragen, was Herr Gerkhan bisher herausgefunden hat.“ Anna nickte. „Sehen Sie, wenn Herr Gerkhan etwas für Sie wichtiges herausgefunden hätte, dann hätte ich Sie informiert.“ Es klopfe und Andrea kam herein. „Ich kann Semir nicht erreichen. Er geht nicht an sein Handy. Bei Tom ist es ebenfalls.“ Schrankmann sah Anna an. „Dann ist die Sache für mich eindeutig. Die beiden sind auf der Flucht. Gerkhan hat Kranich zur Flucht verholfen.“ „Frau Schrankmann, glauben Sie das wirklich?“ Schrankmann nickte. „So ab sofort werde ich den Fall persönlich übernehmen. Das hätte ich von Anfang an tun sollen. Frau Engelhardt, sobald sich die Herren melden, bekomme ich von Ihnen umgehend Nachricht. Obwohl ich nicht glaube, das die beiden anrufen, oder so. Die sind wohl schon im Flieger und deshalb lasse ich sie zur Fahndung ausschreiben. Mit welchem Wagen sind sie unterwegs?“ „Mit dem Wagen von Herrn Gerkhan. NE-DR 8231.“ „Danke. Sie hören von mir.“ Schrankmann verließ die PAST.

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  • Die beiden Pfleger kamen mit Tom und Semir in der Klinik an. Der Professor sah ihnen entgegen. „Was soll das denn? Ich sagte doch einer nach dem Andren… Seid ihr zu blöd einen einfachen Auftrag auszufüllen? Was ist mit ihnen?“ „Wir haben das Betäubungsmittel eingesetzt. Die waren ja nicht freiwillig bereit uns zu folgen, also…“ Riefenstahl schlug dem Mann ins Gesicht. „Ihr seid absolute Versager… ich sagte sie werden nicht angefasst. Du verdammter….“ Er beruhigte sich langsam. „Okay… bringt sie in Raum 7 und dann verschließt den Raum. Sobald sie wach sind… werde ich mich um sie kümmern.“ Die Männer nickten und brachten beide in den besagten Raum.


    Semir wurde langsam wach. Er setzte sich auf und sah sich erstaunt um. Wo war er? Das Bett auf dem er lag, ähnelte dem eines Krankenhausbettes. Er sah sich um. Neben ihn schlief Tom. Er stand auf und weckte ihn. „Tom? Hey... wach auf. Tom?“ „Ja... schon gut.... was ist denn?“ „Tom... wo sind wir hier?“ Nun wurde Tom hellwach. „Was?“ „Wo sind wir hier?“ fragte Semir erneut. Tom setzte sich auf und sah sich um. „Sieht aus wie ein Krankenhaus.“ „Ja aber warum sind wir...“ Tom ging zur Tür und wollte sie öffnen, doch sie war verschlossen. „Semir hier stimmt was nicht.“ „Das brauchst du mir nicht zu sagen, weiß ich doch selbst.“ „Okay.... lass uns nachdenken. Wir waren gestern unterwegs. Dann sind wir... diese Typen, die uns verfolgt haben. Dann war da dieser verdammte dämliche Geruch… Sie haben uns hier her gebracht. Was wollen die von uns?“ „Fragen wir sie, wenn sie kommen. Aber erst einmal versuchen wir hier raus zu kommen. Ich hab absolut keinen Bock hier zu bleiben.“ Tom nickte. „Ich lass dir gern den Vortritt. Die Tür bekommst du nicht auf.“ „Dann werden wir denjenigen der zu uns kommt überwältigen und abhauen.“ „Gute Idee. Okay. Wie spät ist es?“ Semir sah auf die Uhr. „12.00 Uhr.“ Sie hörten den Schlüssel. Schnell waren beide im Bett und taten als ob sie schliefen. Semir lugte unter den Lidern hervor und sah den Professor und Sandra Nießen ins Zimmer kommen. „Meine Herren, ich weiß genau dass Sie wach sind. Würden Sie mir bitte Ihre Aufmerksamkeit schenken?“


    Semir öffnete die Augen ganz. „Sie stecken also dahinter. Was wollen Sie? Haben Sie Marla Schneiderholz umgebracht?“ Der Professor schüttelte den Kopf. „Aber Herr Gerkhan, wie kommen Sie denn darauf. Ich töte nicht. Ich helfe. Und Sie beide werden beim Helfen, helfen.“ lachte er. Tom sah ihn an. „Was meinen Sie damit?“ „Nun, wie Sie wissen, stelle ich ein Beruhigungsmittel her. Das muss natürlich getestet werden. Ich habe zwar schon eine Langzeitstudie hinter mich gebracht, aber das Ergebnis war leider alles andere als zufrieden stellend. Nun ich weiß aber woran es lag. Ich hatte kranke Individuen genommen. Die waren Süchtig oder so arm, dass der Körper krank und ausgemergelt war. Deshalb habe ich nun vor, das Medikament an gesunden, durchtrainierten Körpern zu testen. Sie meine Herren, sind genau richtig.“ Tom und Semir sahen sich an.

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  • „Chefin ich glaube nicht, dass die beiden geflohen sind. Das würden Tom und Semir nie tun.“ „Andrea ich weiß das doch auch. Aber der Wagen ist weg. Die Beiden sind weg. Und aus Toms Schrank ist sämtliche Kleidung raus. Wie es aussieht, ist Tom auf der Flucht. Und Semir würde ihn sicher nicht allein lassen. Warum melden die sich denn nicht. Sind die Handys an? Können wir sie orten?“ Andrea schüttelte den Kopf. „Die Handys sind aus.“ sagte sie leise. Hotte kam zu Anna ins Büro. „Man hat Semirs Wagen gefunden. Er steht am Köln-Bonner-Flughafen.“ „Was ist mit Semir, oder Tom?“ „Nichts. Keine Spur von den Beiden. Laut Auskunft einer der Flughafenangestellten sind beide mit der 0. 30 Uhr-Maschine nach Istanbul geflogen.“ Anna sah Andrea an. „In die Türkei? Das gibt es doch gar nicht.“ „Die Herren haben sich ordnungsgemäß ausgewiesen. Sie sind eingecheckt.“ „Haben Sie Bilder der beiden gezeigt?“ Hotte schüttelte den Kopf. „Nein, bisher haben wir nur nach den Namen gefragt.“ „Dann nehmen Sie sich die Bilder der Beiden und befragen die Angestellten noch einmal. Ich kann mir nicht vorstellen, das sie ausgerechnet in die Türkei fliegen.“ „Wird sofort erledigt.“ Hotte verschwand wieder.


    „Sie wollen an uns Ihre Medikamente testen?“ fragte Tom ungläubig. Der Professor nickte. „Ja. Sie haben es erfasst. Sehen Sie leider ist Frau Schneiderholz direkt am ersten Tag hinter mein Geheimnis gekommen. Und da sie es nicht weiter tragen durfte, war sie selbst ein Opfer der Wissenschaft. Sie konnte das Mittel wohl nicht ab und ist ins Koma gefallen. Tja. Und da hatte unsere Sandra hier eine tolle Idee. Sie meinte wir könnten doch ihrem Freund die Sache als ein Mord in die Schuhe schieben. Vergewaltigung und danach erwürgt. Einfach genial. Schade, dass wir vorher nicht wußten das Sie ein Polizist sind, sonst hätten wir es anders gemacht. Nun ja dafür ist es zu spät. Sandra hatte auch die Idee, Sie beide als Versuchskaninchen zu benutzen. Sie sind gesund und kräftig. Das wird dann bei Ihnen sicher bessere Ergebnisse bringen, als bei den kranken und niedrigen Wesen, die ich bisher hatte.“ Semir atmete tief durch. „Ach bevor Sie etwas meinen, wie Ihre Kollegen werden Sie suchen. Sicher suchen sie Sie. Aber eher als flüchtende Verbrecher und sein Vertrauter. Also kein Zeitdruck. So und da ich nicht möchte, dass Sie beide sich irgendwie verbünden können, werde ich Sie nun trennen. Herr Gerkhan, Sie werden nun mit mir kommen. Sie sind der erste.“ Er winkte zwei starke Pfleger die den wehrenden Semir aus dem Zimmer zogen. Tom wollte ihm helfen, aber zwei andere hielten ihn fest. „Na nur keine Panik. Ihm passiert nichts Schlimmes. Wir werden nur ein paar Tests machen, dann sind Sie dran.“ Alle verließen den Raum. Tom blieb allein und trat voller Wut gegen die Tür. Er hörte ein Lachen des Professors.

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  • Wegen den Drohungen via Scype... wurde ich dazu genötigt... ein Stückchen noch einzustellen... :rolleyes: Gell Steffi =) :D


    „Lasst mich los!!“ schrie Semir. Doch gegen die Männer kam er nicht an. Sandra sah ihn an. „Sie sollten ruhiger werden, sonst bin ich leider gezwungen Sie zu sedieren.“ „Sie sind eine verdammte ….aaaahhhh“ Semir wurde auf einem Bett festgeschnallt. Die Pfleger zogen die Bänder so fest, dass es tief einschnitt. „Herr Gerkhan, bleiben Sie ganz ruhig. Es passiert nichts mit Ihnen. Wir werden zunächst Ihren Gesundheitszustand feststellen und dann einige Test machen. Wenn Sie wollen können Sie eine Betäubung bekommen.“ „Nein!“ sagte Semir nur. „Gut, dann beruhigen Sie sich. Denken Sie daran, Sie helfen der Menschheit.“ Nun kam auch der Professor. „Und wie fühlen Sie sich, Herr Gerkhan?“ Semir sah ihn an. „Sie werden dafür büßen, egal was Sie tun.“ „Aber, Aber. Wer wird denn so voller Zorn sein. Sie sollten einfach nur ruhig da liegen und mitarbeiten. Wir werden es ganz vorsichtig angehen lassen. Je mehr Sie mitarbeiten, umso leichter wird es für Sie.“ „Was soll das? Was wollen Sie denn?“ „nun als erstes werden wir den Gesundheitsstand Ihres Herzens prüfen. Dann den Ihrer anderen Organe. Wenn sich herausstellt dass Sie kerngesund sind, dann gehen die Versuche los. Nun heißt es erst einmal EKG und EEG. Anschließend ein Belastungstraining und danach ein Schlaf-EKG. Danach sehen wir weiter. Mit Herrn Kranich passiert genau das gleiche. Also einfach gut mitmachen.“ Semir versuchte wieder an den Riemen zu zerren die ihn festhielten, aber sie lösten sich nicht. Riefenstahl nahm eine Schere und zerschnitt Semir das Shirt. Er musste alles über sich ergehen lassen. Elektroden wurden angebracht und die Untersuchungen wurden durchgeführt.


    Tom lief wie ein Tiger im Käfig hin und her. Er rief nach dem Professor und nach Semir. Er trommelte mit den Fäusten gegen die Tür, doch niemand kam zu ihm. Es dauerte ewig für ihn, als Sandra mit zwei Pflegern zu ihm kam. „Wo ist mein Kollege?“ fragte Tom sauer. Sandra sah ihn an. „Nun Herr Gerkhan ist im Augenblick bei den Untersuchungen, nur keine Angst es geht ihm gut. Noch.“ „Wo ist er verdammt noch mal?“ „Sie sollten sich beruhigen, sonst sind die Herren hier in meiner Begleitung dazu gezwungen sie ebenfalls festzubinden, wie wir es mit Herrn Gerkhan machen mussten.“ Tom ging Sandra an, doch bevor er sie packen konnte, waren die beiden Männer da und zwangen ihn in die Knie. „Schade… nun gut. Legt ihn auf das Bett und bindet ihn fest.“ Gesagt getan. Nur drei Minuten später lag Tom unfähig eine Bewegung zu machen auf dem Bett. „Sie werden ..“ „Gar nichts. Wir werden die Tests durchführen. Sie und Ihr Partner werden nie wieder auftauchen. Niemand wird Sie als Mörder vermissten. Es ist alles perfekt durchdacht.“ Sandra lachte gemein. „Sie werden gleich zu Essen bekommen. Und danach werden Sie das machen, was Herr Gerkhan im Augenblick macht. Er ist ganz friedlich. Und Sie werden es auch sein.“ „Bringen Sie mich zu Semir!“ Sandra verließ den Raum lachend.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D