Eine schwere Entscheidung

  • Hier ist wieder was von mir.... viel Spaß beim Lesen und natürlich die Feeds nicht vergessen!!


    Eine gefährliche Entscheidung


    Semir und Andrea saßen am Frühstückstisch. „Kannst du mir bitte die Butter geben?“ fragte er. Sie nickte und reichte ihm den Becher. „Was machst du denn heute so?“ „Ich weiß noch nicht. Mal sehen.“ Er nickte. „Ach nee… ich hab vergessen ich gehe heute mit Sandra schoppen. Wir wollen uns in Köln eine kleine Boutique ansehen.“ „Ach das ist ja dieser Weiberkram. Dann viel Spaß.“ Andrea lachte. Wenn es etwas gab, was Semir wirklich hasste war es einkaufen. „Was machst du?“ „Ich hab doch heute Spätdienst und vorher will ich noch mit Tom zum Friedhof fahren. Tom will an das Grab von seinem Freund, diesem Gernot Sütter oder wie der hieß.“ Andrea nickte. „Das ist der Mann, der letzte Woche auf der Autobahn Selbstmord begangen hat, oder?“ „Ja… obwohl Tom glaubt immer noch nicht dass es wirklich Selbstmord war.“ „Ich verstehe ihn irgendwie auch. Es ist schwer zu glauben. Aber nicht zu ändern.“ Es hupte. „Oh, das wird Sandra sein.“ Sie küsste ihn und verschwand. Er sah ihr nach. Seit die beiden verheiratet waren sehnte er sich immer mehr nach einem Kind. Aber Andrea wollte noch nicht. Und er wollte ihr die Zeit geben, die sie brauchte. Nach dem Frühstück räumte er den Tisch ab und warf die Spülmaschine an. Dann verließ auch er die Wohnung um zu Tom zu fahren.


    Tom saß in seinem Wohnzimmer und grübelte. Er hielt ein Bild in der Hand. Es zeigte ihm und seinen Freund Gernot. „Mensch wieso hast du das getan? Wieso?“ Er dachte an das Telefonat mit Gernot vor drei Wochen. „Tom“, sagte er. „Ich weiß dass ich bald sterben muss. Ich werde sterben weil ich zu neugierig war. Aber es wird aussehen wie ein Selbstmord. Du musst meinen Mörder finden. Du musst ihn finden. Und ich weiß du wirst es tun. Er hat mit Drogen zu tun. In der Szene wird er der Engelmacher genannt. Schnapp ihn dir. Er hat schon so vielen Menschen den Tod gebracht. Aber mache es allein. Erzähle niemanden davon. Du kannst keinem trauen. Die Hinweise wirst du in der Post haben. Sie werden ungefähr eine Woche nach meinem Tod bei dir sein. Dafür habe ich gesorgt. Lebe wohl.“ Bevor Tom antworten konnte war das Gespräch beendet. Gernot legte einfach auf. Nun saß Tom da und hielt einen Umschlag mit Unterlagen und Fotos in der Hand. Er hatte sich alles angesehen. Gernot war Privatdetektiv und hatte einiges an Beweismaterial angelegt. „Gernot ich werden deinen Mörder stellen, aber nicht ohne Hilfe. Auch wenn du nicht wolltest, dass ich jemanden einweihe. Die Person, der ich es sage, vertraue ich jeden Tag mein Leben an. Ihm kann ich sehr wohl vertrauen.“ Es klingelte. Tom ging zur Tür. Semir stand davor. „Hey…. Alles klar?“ Tom nickte. „Was wolltest du mit mir besprechen, Tom?“ „Hier sieh es dir an. Das hat Gernot vor seinem Tod an mich geschickt. Er hat mich drei Wochen vor seinem Tod angerufen. Und dort wusste er schon, dass er sterben wird. Er will dass ich den Engelmacher schnappe. Das ist ein Drogendealer der Sonderklasse. Gernot hat genug Beweismaterial zusammen getragen. Semir. ich bitte dich als Freund. Hilf mir.“ Semir sah sich die Unterlagen an. „Tom. dieser Engelmacher. Der ist doch bekannt. Was meinst du wie viele Kollegen des Drogendezernats schon auf ihn angesetzt waren. Niemand konnte ihm bisher was nachweisen. Alle wissen, dass er mit Drogen handelt, aber keiner tut was.“ Tom nickte. „Ja und deshalb werden wir beide ihn schnappen. Wenn du mir nicht helfen willst, dann werde ich es allein machen.“ „Hey… schon gut. Ich helfe dir. Ich bin dabei. Aber wir müssen mächtig aufpassen.“


    Als sie in der Dienststelle waren holten sie sich die Daten des „Engelmacher“ aus dem PC. Semir sah sich die Angaben an. „Also dieser Mann heißt Arno Bärtz, ist 48 Jahre alt, verheiratet mit Sandra Bärtz, geborene Kaiser. Er hat drei Kinder im Alter von 16 bis 22. Er besitzt sechs Häuser in und um Köln und steht ganz oben auf der Wunschliste unserer Kollegen vom Drogendezernat. Er hat mehrere Drogendelikte gehabt, wo ihn jedesmal ein cleverer Anwalt rausgeholt hat. Er wurde immer wieder freigesprochen.“ Tom nickte. „Ja der Typ scheint aalglatt. Und deshalb hatte Gernot auch diese Bedenken. Er wußte dass er sterben würde, das hatte er mir am Telefon erzählt. Ich wollte zu ihm fahren, aber er hat gesagt, er bräuchte keine Hilfe mehr. Es wäre zu spät. Verdammt…“ Tom schlug mit der Faust auf den Tisch. Semir sah ihn an. „Hey… komm. Wir werden morgen die Chefin fragen, ob wir in diesem Fall ermitteln dürfen.“

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  • Gesagt getan. Am nächsten Morgen saßen die Beiden bei Anna im Büro. Sie hörte sich schweigend an, was Tom zu erzählen hatte. „Tom... das ist doch ziemlich vage. Ich meine nur weil Ihr Freund eine solche Vermutung hatte, dürfen wir uns nicht einmischen. Das ist Aufgabe der Kollegen vom Drogendezernat. Sie dürfen gern den Leuten dort von Ihren Informationen erzählen, aber das ist alles. Ich kann Sie nicht darauf ansetzen.“ „Aber Chefin, mein Freund hat vermutet, dass genau dort im Drogendezernat eine undichte Stelle ist. Was wenn die spitz kriegen, dass er mir die Informationen vor seinem Tod mitgeteilt haben, dann bin ich eh in Gefahr und...“ „Das wissen wir aber erst dann wenn es so eintreten sollte. Deshalb mein Vorschlag. Sie geben einen kleinen Teil der Informationen weiter. Dann sehen wir was passiert. Semir wird in der Zeit bei Ihnen wohnen und auf Sie aufpassen.“ Semir grinste. Anna bemerkte es und sah ihn an. „Sie werden aufpassen.... nichts auf eigene Faust klar?“ „Ja sicher Chefin.... so wie immer.“ Anna schüttelte den Kopf. „Nein nicht wie immer. Semir ich weiß doch wie Sie ticken... Sie wollen den Leuten eine Falle stellen und ...“ „Aber Chefin... das...“ „...ist genau das was Sie denken.“ Semir schwieg. Anna hatte ihn durchschaut und es wurmte ihn. „Okay... ich passe nur auf Tom auf.“ versprach Semir. Tom nickte ebenfalls. Sie gingen in ihr Büro.


    „Was denkst du?“ fragte Tom Semir, als sie allein waren. „Nun... ich denke wir sollten zunächst mal die Kollegen informieren und dann die Kollegen kennen lernen. Danach werden wir ihnen soviel Infos geben, dass sie nervös werden, oder zumindest die undichte Stelle. Dann warten wir ab. Wir beide beziehen eine der Schutzwohnungen. Dann müssen wir dafür sorgen dass Andrea nicht ins Visier gerät, weil die Kollegen, haben ja Zugriff auf unsere Daten. Und dann warten wir ab. Entweder es geschieht sehr schnell etwas oder aber es gibt keine undichte Stelle und wir schnappen und diesen Engelmacher.“ Tom nickte. „Okay. Ich rufe mal die Kollegen an. Und wir setzen uns zusammen. Wie viel soll ich preisgeben?“ „Nun du kannst sagen, dass dich Gernot bevor er starb gesagt hat, dass der Engelmacher eine neue Lieferung erwartet und dass er eine undichte Stelle vermutet, außerdem dass er dir Bilder geschickt hat. Wir werden die Dinger natürlich nicht bei uns haben, denn dann wäre es leicht sie uns abzunehmen. Wir werden sie der Chefin geben. Sie soll darauf aufpassen.“ Tom nickte erneut. „Okay... dann auf.“ Semir griff ebenfalls zum Telefon. Er wollte Andrea Bescheid geben, dass er sich nachher ein paar Sachen holt und dann mit Tom eine gewisse Zeit untertaucht. Natürlich war sie nicht davon begeistert. Zu oft hatte sie schon mitbekommen, was alles passiert, wenn die beiden mal eben zusammenziehen.

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  • „Spiel?“ meldete sich Heiko am Telefon. Er leitete die Soko „Engelmacher“ und hatte einen schweren Stand. „Kranich, Kripo Autobahn. Es geht um den Engelmacher. Sie bearbeiten den Fall?“ „Ja das ist richtig Herr Kranich. Was kann ich für Sie tun?“ „Ich kann eher was für Sie tun. Es geht um den Engelmacher, wie ich schon sagte. Mir sind Sachen zugespielt worden und ich denke es könnte Sie interessieren.“ „Ähm.... zugespielt? Von wem?“ „Von einem Freund, einem Reporter der sich zu weit vorgewagt hat und dafür sterben musste.“ „Okay... Wollen Sie zu mir kommen, oder wollen wir uns treffen?“ „Wir treffen uns hier im Revier. Autobahnpolizeiwache Köln.“ „Gut dann komme ich mit den Mitgliedern der Soko zu Ihnen.“ „Nein... besser allein. Es sind einige Sachen die Sie wissen müssen.“ „Gut, dann komme ich allein.“


    Wenig später saß Heiko Spiel in Toms Büro und sah die beiden fragend an. „Wie genau kannten sie den Mann Herr Kranich?“ „Gernot war ein Freund , ein sehr guter Freund. Wir kannten uns sehr lange und sein Tod geht mir verständlicherweise sehr nah” Heiko nickte.
    „Ich denke, wenn ihre Dienststellenleitern nichts dagen hat können wir sie in die Ermittlungen einbinden.“ „das wäre nett.” Tom legte die Informationen auf den Tisch und Heiko sah drüber.“Brisant, sehr brisant. Ihr Freund hat gute Arbeit geleistet, leider hat er es nicht überlebt.“ „Mir liegt viel daran, den Mann der dafür verantwortlich ist hinter Gitter zu bringen.“


    Heiko nickte. “Tom.... was Ihr Freund hier schreibt ist sehr wichtig. Aber wir haben eine Soko gebildet. Sie besteht aus insgesamt sechs Mann. Wenn Sie beide mit dabei sind. Das aber sollten wir vorher mit Ihrer Vorgesetzen absprechen.” “Sie ist bereits damit einverstanden. Wir müssen diesen Engelmacher finden. Und das geht nur über Kontakte.” Heiko sah Semir an. “Ja das stimmt, Semir. Aber das Problem was wir haben, ist das die Mitglieder der Soko bereits mit allen vom Engelmacher bekannten Händlern in Kontakt gekommen sind. Auf welche Art auch immer. Wir können keinen Deal fingieren...” Semir stand aus. “Doch können wir. Uns kennen die Typen nicht.” Tom nickte. “Ja da stimme ich zu. Wir sind unbekannt. Wir können uns sicher unbemerkt bei diesen Typen umsehen. Ich will aber bei der Soko selbst sein. Semir kann als möglicher Käufer auftreten.”

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  • „Nein, das ist zu riskant. Sie arbeiten wenn überhaupt zusammen. Über den Fortschritt der SOKO halte ich sie auf dem Laufenden. Aber alleine gehen sie da nicht ran an die Sache. Sie werden eh ziemlich auf sich gestellt sein, die einzige Person, die von ihrer Identität weiß bin ich, bzw. ihre Chefin und mein Vertreter. Ich würde jetzt gerne mit ihrer Chefin reden, damit wir planen können wann und wie sie beide zum Zug kommen. Tom und Semir nickten. Anna war nicht ganz so begeistert von dem Vorschlag , den sie sich nun angehört hatte. „Ich weiß nicht, das paßt mir nicht so ganz. Fischen in fremden Gewässern, wie erkläre ich das Schrankmann?” „Das lassen sie meine Sorge sein, der Fall hat bei der Staatsanwaltschaft Stufe 1, sie wird es genehmigen.“ Heiko stand auf. „Sie beide sollten sich vorbereiten. Ich nehme Kontakt per Handy auf.“


    Anna war einverstanden. “Aber Tom, Semir.... seid ja vorsichitg. Sobald es zu gefährlich wird, sind Sie beide wieder weg.” Die beiden nickten, doch Anna wußte das die nicht aufgeben werden. “Gut, dann werde ich Andrea sagen dass ich eine Zeitlang nicht bei ihr sein kann.” Tom lächelte und meinte dann nur “Danke”. Semir nickte und ging zu Andrea. Er zog sie in sein Büro. “Andrea... bitte. Versteh mich doch. Tom würde sonst die Sache allein durchziehen und...” “Ja sicher.... und damit er nicht allein in Gefahr gerät, bist du direkt dabei. Was wenn....wenn die auf euch schießen? Was wenn die anfangen sich an dir festzubeißen. Ich meine wir wissen selbst wie schlimm es schon mal gekommen ist. Ich habe einfach nur Angst.” “Ich verspreche dir, dass wir vorsichtig sein werden Andrea. Wrklich.” Sie nickte, gab ihm einen Kuß. „Und halte Tom zurück, wenn er wieder in was reinprescht. Denk dran, er ist der Sturkopf.“ „Was meinst du warum ich mitgehe?”


    Semir packte zu Hause die wichtigsten Dinge zusammen und brachte sie zu Tom in die Wohnung. Der hatte bereits seinen Anzug gegen Jeans und Hemd getauscht. „So, wir können. Ich denke wir werden mal den neuen Wagen abholen, den wir für den Auftrag fahren dürfen.“er grinste und 30 Minuten später holten sie bei Hartmut auf dem Hof einen niegelnagelneuen Porsche ab. „Ich hab alles getarnt, Sender, Funk, alles vom Feinsten.Ihr müßt nur aufpassen, dass die Fernbedienung nicht in falsche Hände kommt. Dann fliegt die getarnte Technik auf.“ „Danke Hartmut, aber fahren kann man das Ding normal, ja?“


    Semir nickte. “Danke Hartmut. Sehr gut. Dann wünsch uns mal Viel Glück. Wir können es brauchen.” Hartmut nickte. “Ja...viel Glück Jungs.” Tom und Semir verschwanden. Sie wollten sich mit Heiko gegen 16.00 uhr am Bahnhof in Köln treffen. Tom sah auf die Uhr. “Es ist gerade zwei. Was machen wir denn bis dahin?” “Wir fahren schon mal zum Bahnhof und sehen uns da etwas um. Gehen bei Mackes essen und dann warten wir auf Heiko”.

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  • nu ngut hier kommt noch ein kleines Stückchen der Story... :baby:


    Heiko Spiel sah seinen Kollegen entgegen. “Wir haben endlich brauchbare Informationen über den Engelmacher. Zwei Kollegen der Autobahn haben von einem Reporter, der leider verstorben ist, einiges erfahren. Wir können das sehr gut nutzen. Die beiden Kollegen werden Undercover mit uns zusammenarbeiten.” Lina Trimborn, die einzige Frau unter den Mitgliedern der Soko sah ihn an. “Heiko...meinst du nicht dass es zu gefährlich ist? Das sind Autobahnpolizisten. Die haben doch gar keine Ahnung was die sich damit aufladen.” „Das denke ich schon, die beiden sind ein Spitzen-Team. Ich habe mir ihre Akten durchgesehen. Eigentlich viel zu schade für die Kripo-Autobahn. Aber jetzt werden sie uns sicher sehr nützlich sein.“ „Wenn du meinst. Ich hoffe nur sie bringen uns und sich selbst dabei nicht in Teufels Küche.“


    Tom und Semir standen am Bahnhof und gingen in das Besucherzentrum. Es herrschte viel Aufregung. Die Reisenden rannten zu den Gleisen und die die gerade angekommen waren eilten dem Ausgang entgegen. Semir sah sich die Leute amüsiert an. “Das sind wieder einige dabei, die den Dom fotografieren und sich davorstellen.” Tom nickte. “Ja warum denn nicht?” “Na...irgendwie finde ich das Ding nicht so dolle. Aber jedem das seine. Komm ich hab Hunger.” Tom nickte und sie gingen zu Mac Donalds.


    Heiko, Lina, Peter und Julian sahen sich die Unterlagen die Heiko mitgebracht hatte an. Lina nickte zufrieden. “Damit wäre der Bärtz schon fast hinter Gitter.” Heiko schüttelte den Kopf. “Leider nicht. Aber wir hoffen durch einen fingierten Handel Anschluss zu finden. Tom und Semir werden als Käufer auftreten und dann sicher Kontakt bekommen. Solange müssen wir warten.” Lina nickte. “Was ist denn mit Schutz für die Beiden?” frangte Julian, der Jüngste unter ihnen. Heiko hatte einen Narren an ihn gefressen. “Die beiden tragen Sender bei sich. Damit sind sie wenigstens nicht allein dort. Aber Personenschutz ist nicht möglich. Wäre viel zu auffällig.” Peter sah sich die Sachen an und sagte gar nichts. Heiko wußte genau warum. Peters Dienstpartner war einer von denen die durch den Engelmacher erschossen wurden. Ebenfalls bei einem Undercover – Einsatz. Seit dem stand Peter diesen Einsätzen sehr angespannt gegenüber.

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  • Tom und Semir hatten gegessen und sahen sich nun nach Heiko um. Sie saßen im Warteraum der Bahn und jemand setzte sich auf die Bank hinter ihnen. „Nicht umdrehen. Meine Leute wissen nun Bescheid. Ihr könnt loslegen. Die einschlägigen Läden wo seine Leute sich aufhalten kennt ihr ja jetzt. Gebt Geld aus, protzt rum und dann meldet er sich von alleine. So läuft das bei ihm“ „Okay, und falls es etwas gibt, nehmen wir hier bei die Schließfächer Kontakt auf.“ Semir stand auf und schlenderte zum Ausgang. Tom hinterher. Heiko blieb noch etwas sitzen und blätterte in seiner Zeitung.


    „OK, dann lass uns mal Staatsgeld ausgeben. In dem tollen Restaurant an der Kö. da wollt ich immer mal hin.“ Tom stieg in den Porsche und trat das Gaspedal durch. Im Campanina wurden sie entsprechend empfangen. Semir und Tom grinsten sich an. „Das gefällt mir.“ meinte Tom nur. „Ja gewöhn dich bloß nicht dran. Ich gebe dafür meinen Job nicht auf.“ „Musst du doch gar nicht. Nur etwas mehr Einsatz zeigen, mehr Überstunden machen, auf Urlaub verzichten….“ „Spinnst du?“ Sie lachten. Der Kellner brachte beide an einen Tisch und sie bestellten sich ein teures Menü. „Was meinst du wird die Kasse sagen, wenn wir abrechnen? Das Essen ist hier nicht gerade billig.“ Tom nickte. „Das zahlt der Staat und Spiel muss es erklären, nicht wir. Genieße es einfach.“


    Die beiden unterhielten sich laut und angeregt, wissentlich, dass eventuelle Ohren mithören würden. „Ich kann die sagen, wenn die nächste Lieferung kommt, gebe ich eine aus. Ne richtige 2In -Party“ „Kannste gern machen, ich muss erst nach Thailand fliegen und dort nach neuen Schönen suchen „Tom grinste Semir an. „na dann lass uns mal im Revier nach dem rechten sehen ob unsere Geschäfte gut laufen.“ Sie verließen das Lokal und bemerkten sofort, das ihnen zwei Typen „Marke Kleiderschrank“ folgten. „Das ist aber sehr unauffällig“ lästerte Semir und Tom nickte nur. Sie gingen in die Rotlicht-Szene Immer darauf bedacht die beiden Verfolger nicht zu verlieren. „Was denkst du? Wollen wir uns Nadja schnappen? Zu zweit?“ fragte Tom.

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  • Sie suchten Nadja und wurden fündig. „Ach, ihr zwei aus Köln. Was treibt euch hierher?“
    „Nadja Hallo. Ja, komm, wir müssten uns mal zurückziehen, geht das?“ Tom zog sie sanft am Arm. „Klar Jungs, ab auf mein Zimmer.“ „Pass mal auf Nadja, wir sind hier nicht als Bullen, sondern als Zuhälter und Drogendealer.“ „Ach ja, das ist ja was völlig neues.“ „Ja, und du musst uns helfen, dass uns das geglaubt wird.“ „Klar, mach ich doch gerne. Was springt dabei für mich raus?“ „Genug, wirst sehen“ Als sie wieder zum Porsche gingen folgten ihnen zwei Typen.


    Semir sah Tom an. „Wollen wir die beiden zum Drink einladen?“ Tom nickte. „Ja ich denke es wird Zeit „ Sie stellten sich an den Porsche. Als die beiden an ihnen vorbeigehen wollte meinte Semir: „Sagt mal? Wollt ihr was von uns oder warum folgt ihr uns?“ Die Männer sahen sich an. „Wir folgen Ihnen nicht. Haben nur den gleichen Weg.“ „Ja sicher… und das seit dem Restaurant.“ „Okay… wir hätten da jemanden der mit euch sprechen will.“ „na dann mal los. Wir haben nicht viel Zeit, Worum geht es?“ Tom drängelte bewusst. „Es geht um Geschäfte und die bespricht man nicht mal eben so auf der Strasse. fahrt uns hinterher.“ „Gut, aber mach zu. Meine Zeit ist teuer.“ Die beiden Kerle stiegen in einen Maserati und fuhren Richtung Kaiserswerth. In einem absoluten Nobelteil des Bezirkes stoppten sie vor einer Toreinfahrt. Beide Wagen fuhren durch und das Tor ging hinter ihnen zu.


    Semir sah sich um. Ein merkwürdiges Gefühl überfiel ihm. „Das gefällt mir gar nicht Tom.“ „Ja kann ich nur zustimmen. Irgendwas ist komisch. Na komm sehen wir doch mal, wer hier wohnt.“ Sie stiegen aus und ließen sich von einem der Männer ins Haus bringen. „Ich bin übrigens Toni. Ach wartet. Tragt ihr Waffen?“ Semir und Tom schüttelten den Kopf. „Gut…. das ist hier nämlich auch nicht erlaubt. Kommt“ Sie wurden in ein Büro gebracht. Dort saß an einem riesigen Eichentisch ein fetter Mann von fünfzig. „Guten Tag die Herren, Eduard, Edi genannt unter Freunden. Wie ich höre machten sie sich in meinem Revier breit?“ Tom legte den Kopf zur Seite. „In ihrem Revier? Steht da ein Name dran?“ „Sie scherzen. Aber das gefällt mir. Also gut. Unser Revier ist hier und meine Leute sagten, sie würden hier fischen.“
    „Ach ja, netter Ausdruck.“ „Lassen wir die Witze und kommen zur Sache. Suchen sie sich ein anderes Revier oder mischen sie bei uns mit. Wie sie wollen.“ „So, und was springt dabei für uns raus?“ „Das berede ich mit dem Boss, was bieten sie uns?“ „Ach ich dachte Sie sind der Boss?“ meinte Semir. Edi schüttelte den Kopf und sein ganzer Leib wackelte dabei. Semir beschloss den Typen nicht zu mögen. „Tja, dann sollten wir alles andere mit dem Boss besprechen. Wir sind es nicht gewohnt uns mit den Handlangern abzugeben.“

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  • .“ Er pokerte ziemlich hoch, das sah er an dem Gesicht des Dicken. „Du nimmst den Mund ja sehr voll. Wie heißt du denn?“ Semir grinste. „Namen sind Schall und Rauch.“ „Okay…. und du?“ Tom sah ihn an. „Ich schließe mich den Worten meines Vorredners an.“ grinste Tom. Wieder nickte der Fleischberg. „Okay…dann mal kurz und knapp. Sollte ich bemerken, dass ihr beide nicht aufhört hier zu wildern, werde ich ungemütlich. Ist das verstanden?“


    Tom und Semir stiegen in den Porsche und fuhren nach Köln. „Mal sehen, ob wir die Bande aufgeweckt haben und sich was tut. ich bin sicher, dass wir bald Besuch bekommen werden oder etwas anderes.“ Semir lehnte sich im Sitz zurück. „Na ja, so sicher bin ich mir da nicht. Wir sollten noch etwas nachlegen. Ich finde das war nicht genug.“ Tom kratzte sich mit einer Hand am Ohr, wie immer, wenn er nachdachte. „Und was hast du vor?“ „ich finde, wir sollten eine Szene Party im Hotel geben. Schröder soll das mal in die Wege leiten.“ Semir rief Schröder an. „Hey, sag mal…“ erklärte er seinen Plan. Schröder hörte sich das an und meinte nur ganz kurz es wäre kein Problem er mache das schon. Semir beendete das Gespräch zufrieden. Tom sah ihn an. „und?“ „kein Problem. Du kennst doch Schröder.“ Tom nickte. „Oh ja….leider.“ „was heißt denn Leider? Der ist gar nicht so schlecht der Junge. Wir sollten Heiko mal informieren, obwohl ich denke er weiß sicher wie weit wir sind.“


    Lass mal, das erfährt der noch früh genug. Wir machen jetzt mal ne Runde Pause und feiern dann eine Party, die sich gewaschen hat.“ Als sie in das Hotel Appartement kamen traf sie fast der Schlag. es war komplett auf den Kopf gestellt.“ „Was ist denn hier los? ich glaub´s ja nicht?“ Semir sah sich um. Nichts war mehr an seiner Stelle. „ich glaube da hat jemand Angst bekommen. Wir haben Besuch gehabt, der neugierig war.“ Tom griff zum Handy.
    „Hartmut, Arbeit. Du weist wo.“ Nur wenig später war Hartmut da. „Hey Jungs… habt ihr ne Party gefeiert?“ fragte er grinsend. „Nein Hartmut. Wir hatten Besuch aber wir waren nicht da…. und wir würden gern wissen, wer hier war.“ meinte Semir etwas bissig. „Gut… dann fange ich mal an.“ Hartmut suchte nach Abdrücken. Aber er fand keine. „Das waren Profis. Die haben nichts hinterlassen, wenn man mal von dem Chaos absieht.“ „Mist…. Okay. Danke Hartmut.“ „Haben die was gefunden?“ Tom schüttelte den Kopf. „Zumindest nichts was uns verraten könnte“ meinte Semir. Doch sie kamen nicht lange zum überlegen. Schröder stand mit ein paar seiner Jungs vor der Türe und verschaffte sich in Handumdrehen Zutritt. Kisten mit Champus stapelten sich, leckere Platten mit Essen. Es dauerte nicht lange und die ersten Leute kamen. „Schröder, wo hast du die alle her?“ Tom betrachtete die dubiosen Gestalten, die ins Hotelapartement kamen. „Lass mal meine Sorge sein, die sind alle aus der Szene. Das spricht sich ruck zuck rum, dass ihr hier ne Welle macht“


    Edi saß dem Engelmacher gegenüber, griff zu einer Zigarre. „Was machen wir mit den beiden Angebern? ich habe eben gehört die schmeißen ne riesen Party im Hotel. Soll ich mal hin?“ „Nein, einer meiner Leute ist bereits da. Die beiden gefallen mir. Halten nicht mit dem was sie haben hinterm Berg. Das Hotel war sauber, was nichts zu sagen hat. Ich will die beiden haben. beteiligt sie. Gebt ihnen was zum ködern.“


    Semir sah Tom nach der Party an. „War doch was. Die sollten eigentlich angebissen haben.“ Tom nickte nur. „Komm…ich will pennen.“ Semir schloss sich an und sie ließen sich ins Bett fallen. Schnell waren sie eingeschlafen. Da sie nicht früh aufstehen müssen ließen sie den Wecker aus. Am nächsten Tag wachten beide auf als es klopfte. Nur mühsam quälte sich Semir aus dem Bett. „Ja….Moment…“ sagte er zur Tür und zog sich schnell etwas über. Vor der Türe stand der Fleischbrocken persönlich. „Hatten wir einen Termin?“ fragte Semir erstaunt, als ihn der Kerl wie selbstverständlich zur Seite drängte und ins Zimmer kam. „Nein, mit mir macht man keine Termine. Ich komme einfach. So, zum geschäftlichen Teil. Wo ist dein Partner?“ „Hier „ kam verschlafen etwas hinter der nächsten Türe. „Gut, also wie sieht es aus. Interesse an einem Geschäft? Springt ne Menge bei rum. Ihr müsst nur eure Kontakte einbringen und mehr nicht.“

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  • „Klar und sobald ihr diese Kontakte habt, sind wir Mus. So läuft das nicht, Dicker.“ meinte Semir kess. Edi drehte sich zu ihm um. „Mach nie wieder Witze über meine Leibesfülle, sonst wird es sehr schmerzhaft werden“ zischte er wie eine Schlange. Semir grinste und nickte nur. „Klar doch Hoss“ Er sah Tom grinsend an, doch dieser schüttelte den Kopf. „Spielverderber“ murmelte Semir und setzte sich auf den Sessel. „Also… wie soll das ganze ablaufen?“ „Ihr bekommt von uns Ware, nutzt eure Kontakte und steigt mit eurem kapital ein. mehr dazu, wenn ihr zusagt.“ „Ich kaufe ungern die Katze im Sack.“ Tom baute sich vor Edi auf. „Meine Kontakte sind mir heilig und um was für Ware geht es genau?“ „Hier. „Edi zog eine Tüte aus der Tasche. „Macht euch ein Bild davon und sagt Bescheid. Ich bin im Majestic zu erreichen.


    Semir wollte das Tütchen gerade nehmen, als Edi sein Handgelenk packte und schmerzhaft drückte. „Noch einmal Witze wie eben und du lernst mich von einer anderen Seite kennen, klar?“ Semir verzog das Gesicht und nickte dann. Edi ließ ihn los. „Ruft mich heute an. Wenn nicht, vergesst es.“ sagte er und verschwand. Tom sah Semir an. „Was war denn los?“ „Nichts. Der Fettklops will wohl auftrumpfen.“ gab dieser zurück und rieb sein Handgelenk.“
    „Schlimm? Dann gehe es kühlen. Zeig mal die Tüte her, ich wette da sind die komischen Pillen drin. Soll sich Hartmut gleich mal ansehen. Ich sag Bescheid.“ Tom schickte eine SMS an Hartmut und nahm mir Anna Kontakt auf. „Wir haben grünes Licht sagt die, wenn wir einschlagen wollen in den Deal.“ Tom kam zurück zu Semir, der sich das Gelenk am kühlen war. Tom sah ihn an. „So schlimm?“ „Der Arsch hat nen Händedruck wie ein Elefant.“ meinte Semir wütend. „Warum hältst du dich nicht mit deinen Äußerungen zurück?“ „Sorry aber er hat doch eher Ähnlichkeit mit nem Walross. Ist doch nicht meine Schuld.“ „ja schon aber wenigstens könntest du deine Klappe halten.“ „Was machen wir jetzt?“ „Wir werden heute Abend dem Walross sagen, dass wir dabei sein.“ Semir grinste. „Du hast auch Walross gesagt.“ „Ja, nur ich war so klug damit zu warten, bis er weg ist. Also los. Zieh dich an, wir haben zu tun.“

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  • Wenig später saßen sie am Bahnhof und hinterließen dort eine Probe der Pillen für Hartmut und Heiko. „Und jetzt nehmen wir mal Kontakt mit dem Dicken auf. Ab ins Majestic.“ Dort angekommen trafen sie auf Edi, umringt von 2 Blondinen, vor sich eine Flasche Champagner. „Stören wir?“ „Nein, im Gegenteil. Feiern wir gemeinsam.“ „Was gibt es zu feiern?“ Tom war neugierig. „Ich habe einen Maulwurf ausfindig gemacht, der wird jetzt sein Leben aushauchen. Könnt ihr gleich zusehen, wie es Leuten ergeht, die nicht richtig mitspielen wollen.“ Semir sah Tom an. Es schien also als würde Edi gleich einen Kollegen umbringen? Edi sah Semir in die Augen. „Was denkst du gerade, Kleiner?“ Semir sah ihn an und griff ihn ans Kinn. Er drehte das Spiel von heute Morgen einfach um. „Noch einmal eine Anspielung auf meine Größe und Sie lernen mich von einer anderen Seite kennen, klar?“ sagte er drohend. Edi fing laut an zu lachen. „Du gefällst mir. Hast gar keine Angst…. Sehr gut…wirklich sehr gut. Los setzt euch. Das Schauspiel beginnt gleich.“ „Wen werden Sie exekutieren? Einen Bullen?“ Edi schüttelte den Kopf. „Nein…einer von der Konkurrenz wollte mich bzw. einer meiner schönen Begleiterinnen ausquetschen. So was mag ich gar nicht. Aahhh da kommt er ja.“ Tom und Semir schauten in die Richtung wohin Edi zeigte.


    Plötzlich hörte man laute Stimmen und Schreie, ein Schuss knallte durch den Raum. Edi sah auf, ein Mann kam polternd durch eine Türe und fluchte, hatte eine Waffe in der Hand. „Scheißkerl.“ „Was ist “ brüllte Edi. „Der Kerl hat sich gewehrt. Wäre mir fast entwischt, na ja, jetzt liegt er draußen im Hof.“ „Schade, ich wollte unseren Gästen zeigen, wie wir mit solchen Leuten verfahren“, Tom zuckte unmerklich mit den Augen und sah Semir an. Der ahnte was sein Partner dachte.


    Semir atmete tief auf. „Okay. Edi…. Kommen wir mal zum Geschäft.“ Edi lachte. „Nein. Wir feiern erst einmal. Komm… dieser Stoff zieht rein. Erzähl mir nicht, ihr hättet nicht schon selbst den Koks probiert.“ Semir schluckte und sah Tom hilfesuchend an. Was nun? Wenn sie kneifen, wäre es sicher auffallend. Aber wenn sie selbst… „Nein, haben wir nicht und werden wir nicht. das ist bei uns ungeschriebenes Gesetz. Niemals . Alkohol, Porno, alles okay, aber unsere eigenen Drogen nehmen wir nicht.“ Tom stand auf und zog die Blondine zu sich ran. „ich würde mich gern mit ihr zurückziehen. Du hast ja sicher nichts dagegen Edi, oder?“ Semir konnte sich ein grinsen so eben noch verkneifen. Tom war in seinem Element.

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  • Edi nickte. Tom verschwand mit der Blondine und Semir musste die Gesellschaft von Edi ertragen. „Wo ward ihr eigentlich bisher so am werken? Habt ihr ein paar Pferdchen laufen? Wie lange kennt ihr euch?“ Semir merkte schon das Edi Informationen von ihm und Tom haben wollte. „Nun, wir waren bisher mehr in den kleineren Städten tätig. Kein großes Aufsehen. In Köln haben wir drei Miezen laufen. Das reicht. Der Stoff bringt viel mehr ein. Ich kenne Tom von der Schule. Wir sind seit der Schulzeit gute Freunde.“ Edi nickte. „Ja…. das sieht man. Freundschaft ist ein sehr starkes Bindeglied.“ Semir stutzte was sollte denn das Geschwafel? fragte er sich. Tom setzte sich mit einem Glas Champagner in einen der Sessel im Zimmer.„ Wie heißt du?“ „Tina, aber das ist doch nicht der Grund warum du mit mir hierher bist, oder?“ Sie stellte sich vor ihm auf und öffnete sein Hemd. „Langsam, nicht so schnell. Ehe ich zur Sache komme, weiß ich gerne mit wem ich es zu tun habe.“ Tom versuchte die Frau etwas auszuhorchen, doch außer ihrem Namen und ihrem Alter was sie nicht sonderlich mitteilsam.


    „Freunde gehen durch dick und dünn, es wäre schlimm, wenn einem etwas passieren würde, oder?“ Edi blies Semir den Rauch seiner Zigarre ins Gesicht. „Was willst du damit sagen ?“
    „Nichts, nur eine Warnung aussprechen. Sollte ich einen Verdacht hegen, dass ihr faul seit, geht es deinem Freund an den Kragen.“ Semir nickte nur. „Klar schon verstanden. Ich könnte den Spieß auch umdrehen. Ich habe nämlich keine Skrupel wenn es darum geht, meinem Freund aus der Patsche zu helfen. Ich würde dann Himmel und Hölle in Bewegung setzen. Auch nur eine kleine Warnung.“ Semir grinste leicht. Edi sah ihn fragend an. „Warum willst du eigentlich immer das letzte Wort behalten. Es ist nicht gut, wenn man Widerworte gibt. Zumindest nicht immer. Du könntest dir sehr leicht den Mund verbrennen.“

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  • „Wenn du nicht zur Sache kommen willst, warum bist du dann mit mir hier hoch?“ Tina setzte sich aufs Bett und schlug die Beine übereinander. „Ganz einfach. Ich will dich aushorchen, über deinen Boß. Was er so macht, ob du zufrieden bist. Ich biete dir ne Ecke mehr Geld als er es tut. Dafür versorgst du uns mit Infos.“ „Spinnst du? Was sollte ich davon haben?“ „Mehr Geld und die Freiheit. Unsere Mädchen sind frei. Wir lassen ihnen die lange Leine, du verstehst?“ Tom pokerte hoch. „Hm, könnte klappen, was bietest du?“ „Den hier.“ Tom zog einen 200 Euro Schein aus der Tasche. „Gut, ich bin dabei.“ Tom war zufrieden. Er blieb mit Tina noch etwas im Zimmer bevor sie wieder zu Semir und Edi gingen. Tom sah Semir an und nickte leicht. Semir stand auf. „Okay…. Edi… wir gehen dann mal. Da du uns nicht genau sagst was du willst, kannst du uns mal.“ Edi sah ihn sprachlos an. Soviel Dreistigkeit war ihm wohl noch nicht begegnet. „Semir? Richtig?“ Semir drehte sich zu ihm um und nickte. „Ja warum?“ „Deinen Namen will ich mir merken. Wer weiß wofür das gut ist.“ Semir nickte aber er hatte ein ziemlich komisches Gefühl in der Magengegend. Als sie draußen waren zog Edi sich seinen besten Mann zur Seite. „Durchleuchte Semir mal. Irgendetwas stört mich an ihm. Aber frag die besondere Quelle… du weißt doch wen ich meine?“ Der Mann nickte und verschwand.


    Anna hatte Heiko bereits mitgeteilt, dass der Deal fast perfekt ist. Als er dies der Soko mitteilte stand Peter auf. „Ach Mensch….das ist doch alles…“ fluchte er. Heiko sah ihn an. „Was ist denn Peter?“ „Was ist? Hast du eigentlich vergessen, was die mit Arko gemacht haben? Arko war spezialisiert auf diese Einsätze. Die Beiden aber nicht…. wie willst du sie beschützen? Edi ist brutal. Aber gegen den Engelmacher ist er ein nichts. Du hast doch Arko gesehen, es war nichts Menschliches mehr da. Sie haben ihn….“ Er stockte. Wieder kamen ihm die Tränen obwohl der Tod bereits mehrere Jahre zurücklag. Lina versuchte ihn zu trösten. Julian ging zu Heiko „Wie soll das denn nun weitergehen? Ich meine was wollen die Beiden nun tun?“ Heiko lächelte. „Wenigstens einer der sich dafür interessiert“ meinte er anerkennend. Heiko setzt sich zu Julian und erklärte ihm den Plan von Tom und Semir.


    Edi saß immer noch beim Champagner und blickte auf, als einer seiner Bodyguards ins Zimmer kam. „Boß, Tina zickt.“ “Warum?” “Ich hab sie beobachtet, als sie mit dem langen Großen oben war. Die beiden planen was. Er hat ihr 200 gegeben für nix. das Gespräch war sehr interessant.“ er gab es kurz und knapp wieder. „Ja, dann wollen wir mal sehen, wie Tina und er eine Einmischung finden. Kümmere dich um beide, wenn du sie erwischt. Ich habe gleich einen Termin mit meinem Informanten“


    Semir und Tom saßen in ihrem Hotelzimmer. „Was meinst du wird nun passieren?“ „Tja…. Wir werden sehen. Ich befürchte dass Edi nicht lange still hält. Der hat dich eh auf dem Kicker. Weil du wieder eine riesige Klappe riskierst. Semir du musst lernen, dich etwas zurück zu halten. Das bringt dir sonst ziemlichen Ärger ein.“ Semir lachte. „Ja sicher….werd ich mir merken. Aber was denkst du macht er mit Tina? Ich meine wenn die es vergeigt, dann…“ Tom nickte. „Ja ich hab auch schon dran gedacht. Das Beste wäre wir holen sie her. Dieser Edi ist sicher nicht sehr nett zu ihr.“

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  • Edi saß in seiner Limousine und paffte eine seiner Zigarren. „Okay und du bist sicher ja. Ich meine, das ist verlässlich?“ Die Person gegenüber nickte. „Ja“ „Okay, hier ist dein Anteil. Ich werde mich darum kümmern“


    Tina ging gehetzt hin und her. Tom hatte sie angerufen und wollte sie abholen, das war vor 10 Minuten. da endlich kam der Porsche um die Ecke. „Ich konnte nicht schneller, sorry. Aber jetzt.“ Tina stieg ein. Tom sah Tina an. „Was ist passiert?“ „Nichts.“ Sie drehte ihr Gesicht weg. Tom nickte. „Schon klar. Edi hat was spitzgekriegt, nicht wahr?“ Tina nickte. „Tom….die wollen dich in die Falle locken…lass uns abhauen, schnell“ Tom sah sie an. „Falle? Du solltest mich …?“ Tom gab Gas und konnte gerade noch ausscheren, als eine Kugel einschlug „Nimm mein Handy aus der Tasche und tipp die Kurzwahl, los.“ Tom gab Tina kurze und knappe Anweisungen, griff an seine Hüfte und zog seine Waffe raus. Der Verfolger und Schütze hing ihm dicht auf den Fersen. Tina hatte die Kurzwahl und das laut hören und sprechen aktiviert. „Semir, ich werde beschossen. Tu was. Stadtring. Ja. mach schnell, egal wen, aber lass dir was einfallen.“ Tom zog auf die linke Spur und gab gas soweit im dichten Stadtverkehr möglich. Erneut schlug eine Kugel im Wagen ein und die Scheibe zersplitterte, Tom sah nichts mehr, lenkte zur Seite und verlor die Kontrolle über den Wagen am Tunneleingang. Es gab ein fürchterliches Geräusch als der Wagen in die Leitplanke und dann in die Mauer prallte. Tom spürte noch Tinas Körper zur Seite kippen, dann wurde es auch dunkel um ihn.


    „TOM!!!“ rief Semir ins Handy. Doch von dem kam nichts mehr. „Verdammt! Stadtring…. Semir wählte Heikos Nummer. „Tom ist in Schwierigkeiten Stadtring. Er wurde beschossen… machen Sie schon…“ „Sind unterwegs. Wo sind Sie?“ „Was egal…kümmern Sie sich um Tom und Tina. Ich komm schon klar.“ Semir legte auf und zog sich die Jacke an. Er öffnete die Tür des Zimmers und wollte raus, als ihm eine Faust mitten ins Gesicht traf und er rücklings zu Boden krachte.

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  • Streifenwagen und RTW waren bereits vor Ort, als Heiko mit Julia eintraf. „Verdammt, was ist hier passiert?“ Er sah den verbeulten Porsche und die Einschusslöcher. „Eine verletzte Person und eine Tote. mehr weiß ich nicht.“ der Streifenkollege zuckte mit den Achseln. Heiko ging zum RTW und sah hinein. Tom lag auf einer Liege und wurde gerade vom Notarzt untersucht, hob die Hand. „Tom? Was war los?“ „ das war ne Falle......ich wollte Tina... holen.“ „Könnten sie das bitte später klären? ich würde gerne in die Klinik. Steigen sie ein“ er nickte Heiko zu.


    „Wo ist Semir?“ „Er wollte allein herkommen. Normalerweise müsste er schon hier sein.“ Tom nickte und verzog direkt das Gesicht. „Aua…. Ich rufe ihn mal auf dem Handy an.“ Heiko sah ihn an. „Das hab ich gerade versucht…er geht nicht ran.“ Tom starrte ihn an. „Verdammt…wenn Edi…Was ist mit dem Maulwurf? Haben Sie endlich jemanden in Verdacht?“ Heiko schüttelte den Kopf. „In der Soko ist keine undichte Stelle“ „Können sie jetzt verdammt noch mal ruhig liegen bleiben? „ der Arzt versuchte Toms Wunde am Kopf zu säubern und drückte ihn wieder runter. „Ja doch, aber dann kann ich gehen gleich, ja?“
    „Können sie, zum röntgen und nirgendwo anders hin.“


    Semir wurde wach und sah in Edis grinsendes Gesicht, „Wie war das mit Freundschaft?“ „Was wollen sie, soll das ein Spiel werden?“ Semir rieb sich das Kinn. „Nein, aber Sie und Ihr Freund, ich glaube dem geht es grad nicht so gut.“ „Was soll das heißen? Wo ist Tom?“ Semir wollte aufstehen, aber die Männer von Edi hielten ihn am Boden. „Bleib ruhig liegen, Kleiner.“ sagte Edi und seine Stimme hatte einen gefährlichen Unterton. Semir sah ihn an. „Was willst du Fettklops eigentlich von mir?“ „Sagen wir mal ein Vögelchen hat mir etwas gezwitschert. Ich finde es nicht gut gesungen und möchte es verbessern. Also meine Chancen. Dazu benötige ich jedoch Werkzeug. So… ich weiß dass du und dein Freund sehr guten Stoff habt. Den will ich haben, da ich aber weiß, dass weder du noch dein Freund ihn freiwillig rausrücken, will ich ihn erpressen. Das geht nur mit einem geeigneten Werkzeug. Erst wollte ich deinen Freund einkassieren, aber leider waren die Bullen zu schnell dort. Nun dann hab ich dich ausgewählt. Du wirst deinem Freund jetzt klar machen, dass er mir den Stoff zu bringen hat. Ist das angekommen?“

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  • Vor der Notaufnahme traf Anna auf Heiko „Wie geht es ihm?“ „Platzwunde und sonst glaube ich bis auf Rippenprellung nichts weiter. Die Frau ist tot.“ Heiko fuhr sich durchs Haar. „ Ich blase die Sache ab, das wird mir zu riskant. So geht...“ Ein Handy klingelte und unterbrach Anna. „Das ist Toms Handy.“ Heiko hatte es eingesteckt. Semir stand auf dem Display. „Ja?“ Semir stockte als er Heikos Stimme hörte, schaltete aber schnell. „Tom? ich bin’s, ich brauche den Stoff, sofort“ Heiko antwortete „Ich bin noch in der Klinik, dauerte nicht lange, sag mir wohin.“


    „Ins Hotelzimmer.“ sagte Semir noch und dann wurde das Gespräch von Edi unterbrochen. „So… und nun werden wir beide die Bedingungen aushandeln.“ Semir sah ihn an. „Welche Bedingungen?“ „Nun… dein Freund wird für mich arbeiten. Er wird mir die Quellen übergeben und er wird mir seine Pferdchen übergeben.“ Semir lachte bitter. „Warum sollte er?“ „Pass mal genau auf. Ich sehe es einfach so, dass du und dein Freund sich sehr nahe stehen. Also wird er alles tun, damit dir nichts passiert. Nun… wie gesagt, eigentlich wollte ich ihn einfangen und dich zwingen für mich zu arbeiten. Aber ich fahre gern doppelgleisig und habe es eben bei beiden versucht. Bei deinem Freund ist es schief gegangen, schade um Tina, war ne richtig gute Nutte.“


    Heiko steckte das Handy ein. „Was machen wir jetzt? Die Leute haben Semir und fordern Tom auf mit dem Stoff zu kommen.“ Anna stutzte „Das passt mir ganz und gar nicht. Die Sache gerät außer Kontrolle“ „Wir sollten erstmal abwarten, was mit Tom Kranich ist. dann sehen wir weiter.“ „Irgendwoher muss etwas durchgesickert sein, ich gehe jede Wette ein.“
    Annas Gesicht sprach Bände.



    Übrigens!! Als Semir eines auf die Nase bekommen hat.... das war Steffi... die hat mir geholfen wenig.... Also brutal ist sie geworden nciht ich ***** gell Steffi =)

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  • Die Tür der Notaufnahme öffnete sich und einer der Ärzte kam heraus. „Ihr Kollege will sie sprechen, gehen sie durch. Hinten Links.“ Heiko ging zu Tom. „Wie geht es Ihnen?“ „Nur Kopfschmerzen, ansonsten ist es okay. Was ist mit Tina?“ „Es tut mir Leid. Aber sie ist tot.“ „Verdammt. Sie wollte mich in eine Falle locken, aber sie hat mich dann gewarnt, wir sind geflohen und dann…fielen Schüsse. Eigentlich sollte Semir schon hier sein. Oder ist er draußen?“ Heiko schüttelte den Kopf. „Nein… es kam ihm etwas dazwischen.“ Tom sah ihn an. „Was?“ Tom hatte ein dumpfes Gefühl in der Magengegend. „Er ist erwischt worden und wartet nun auf den Stoff.“ Toms Augen weiteten sich, er wollte sich aufrichten. „Ah, verdammt.“ mit einer Hand hielt er sich den Verband um die Rippen. „Worauf warten wir noch? der Stoff, wo ist der und wo soll ich damit hin?“ „Tom, ich glaube nicht, dass sie dazu in der Lage sind und außerdem wird mir die Sache zu brenzlig.“ Anna schüttelte den Kopf. „Chefin, sie glauben doch nicht im Ernst, dass ich Semir da jetzt hängen lasse, Die Kerle sind zu allem fähig. Ich werde das jetzt zu Ende bringen“


    Semir saß im Zimmer. Edi ihm gegenüber. „So dann müsste dein Freud ja bald auftauchen. Wäre besser für dich. Sehr viel besser.“ Edis Handy klingelte. „Ja?“ fragte er und hörte einen Augenblick lang zu. Dann beendete er das Gespräch. „Tja… sieht so aus, als müssten wir das Domizil hier beenden. Gut… wir werden alle gehen.“ Er quälte sich aus dem Sessel und zog Semir hoch. „Du auch.“ Semir wollte seine Hand weg schlagen, doch da griff Edi sein Handgelenk und drückte zu.

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  • „Gut, aber sie gehen nicht ohne Sender und werden sie nicht aus den Augen lassen.“ Anna passte es nicht, aber sie kannte Tom und wusste, dass er Semir nicht im Stich lassen würde. Also hatte sie lieber die Fäden in der Hand. „Gut, den Sender kann ich unter dem Verband tragen. Dann lassen sie mal schnell Hartmut antanzen mit der Technik und dem Stoff.“ Tom zog sich sein Hemd über.


    „Lass mich los!“ sagte Semir leise. Edi lachte nur. „Du wirst jetzt ganz friedlich mit mir kommen. Kein Fluchtversuch, der wird eh nicht gelingen. Wir werden einen Treffpunkt mit deinem Freund ausmachen, der etwas außerhalb von unserem Bezirk hier. Oder besser gesagt aus dem Bezirk wo die Bullen so neugierig sind.“ Semirs Handgelenk schmerzte aber Edi löste den Griff nicht.“Lass mich los!“ forderte Semir noch einmal. „Pass mal auf… Semir. Wenn wir jetzt durch das Hotel gehen. Werden dies händchenhaltend machen. Versuchst du auch nur eine Person anzusprechen, werde ich diese Person töten. Willst du ein Blutbad anrichten?“ Semir schüttelte den Kopf. Edi nickte.zufrieden. „Ab geht’s.“ Sie brachten Semir nach unten in die hoteleigene Garage. Niemand kam ihnen entgegen. Sie knebelten ihn und fesselten ihm die Hände hinter dem Rücken zusammen. Wenig später saß er neben Edi in einer Limousine und hatte eine Augenbinde auf. „Wirst sehen, in unserem neuen Haus gefällt es dir sicher auch. Dein Kumpel wird sich mit meinen Leuten treffen .Wenn er nicht spurt, lebt er nicht lange und du auch nicht.“


    Tom verzog das Gesicht als Hartmut am Verband zog und den Sender versteckte. „Sorry, ging nicht anders, aber jetzt müssten wir dich immer im Blick haben.“ „Danke, das macht mir Mut, wenn ihr mich blinken seht, wenn ich abgeknallt werde.“ „Tom, lassen sie diese Art von Humor.“ Anna blickte von ihm zu Heiko. „ich hoffe sehr, dass das klappt, sonst greifen wir ein.“


    Tom fühlte sich auch nicht wohl. Er fuhr ins Hotel. Doch dort stand er nur im leeren Hotelzimmer. Er griff zum Handy und rief Heiko an. „Sie sind nicht hier.“ „Was? Semir hat mir gesagt im Zimmer. Verdammt…“ Tom legte auf. Dann klingelte das Telefon im Zimmer. Er meldete sich. „Semir…hier… Tom… du sollst dich mit ihnen treffen. Vergiss nicht den Stoff.“ „Semir? Wo bist du?“ Doch es kam nichts mehr von Semir, dafür meldete sich Edi. „Hör genau zu. Du fährst jetzt zum Rheinufer. Dort stehen meine beiden Männer, Toni und Dennis. Denen übergibst du den Stoff. Wenn sie bei mir sind, dann wird dein Freund gehen dürfen.“

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  • Tom setzte sich in den neuen Wagen und fuhr wie verabredet zum Rheinufer. Dort sah er bereits von weitem 2 Männer stehen. „hast du was wir wollen?“ „Ja, allerdings nicht ohne Gegenleistung, also wo ist mein Freund?“ „Das wirst du sehen, wenn du uns die Ware gibst.“ „Nein, so läuft das nicht, also her mit ihm oder ich mit Ware mit euch.“ Einer der Männer griff zum Handy, gestikulierte und nickte dann. „Komm her, du fährst mit uns.“ Man verband Tom die Augen und aus einem Fernglas beobachtete Anna, wie er zu den Männern in den Wagen stieg.


    Semir saß im Keller fest. Edi kam zu ihm. „Was soll das eigentlich? Ich dachte wir sind Partner.“ Edi lachte. „Sind wir doch auch. Du bist Mittel zum Zweck. Dein Freund wird mir die Ware persönlich bringen. Er hat wohl Angst um dich. Er glaubt tatsächlich dass er dich dafür hier rausholen kann.“ Semir sah ihn an. „Was wollen Sie denn noch?“ „Nun ist ganz einfach. Dein Freund wird für mich arbeiten. Solange er gute Arbeit leistet, wird es dir gut gehen. Wenn er es nicht macht oder sonst irgendwelche Tricks versucht, wird er sehen, wie du leidest. So einfach ist das. Fühlst du dich hier wohl?“


    Tom wurde in ein Zimmer geführt und bekam dort die Augenbinde abgezogen. Durch die Vorhänge konnte man nur Bäume sehen, mehr nicht. „Wo ist Semir?“ „Immer mit der Ruhe. Edi kommt gleich.“ Tom sah sich um. Das Zimmer war teuer und hochmodern eingerichtet. Die decken waren hoch und es handelte sich um eine Altbauvilla. Da ging schon die Türe auf und Edi kam gefolgt von Semir rein, der gefesselt war. „Was soll das? lassen sie ihn los.“
    „Nicht so schnell. ich sage dir jetzt, wie wir das Spiel weiterspielen.“

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  • nun hetzt mich doch nicht so.... alte Frau ist doch kein D-Zug.... =) Der nächste Teil kommt ja schon :baby:



    Heiko saß im Wagen mit Lina, Peter und Julian zusammen. Er bemerkte dass Peter sehr nervös was. „Peter? Was ist denn?“ fragte er. „Nichts. Ich hab nur ein scheiß Gefühl. Das ist alles. Mir ist nicht wohl bei der Sache. Wer weiß was mit den Kollegen ist.“ Heiko nickte. „Ich weiß… aber ich hab mit Frau Engelhard gesprochen. Kranich ist verkabelt und wir wissen wo sie sind. Sobald was passiert, dann schlagen wir zu.“ Peter hielt sich den Magen, öffnete die Türe und verschwand hinter einem Busch. Lina sah ihm nach“ Was hat er denn?“ „Ich denke der Fall überfordert ihn etwas.“ Heiko fuhr sich durchs Haar. Peter stand hinter einem Baum und zog sein Handy aus der Hosentasche.


    Edi stieß Semir in die Ecke. „Du bleibst da sitzen. Klar?“ Semir nickte nur. Edis Handy klingelte und er hörte eine weile schweigend zu. „Alles klar. Okay… danke dir. Ja mach weiter wie bisher.“ Edi sah Tom an. „Nun... wo ist der Stoff?“ „Ich hab ihn Toni gegeben. Und nun zur Gegenleistung.“ Edi lachte laut auf. „Na... nicht so schnell. Du wirst für mich arbeiten. Aber wir teilen natürlich den Gewinn. Bei den Nutten sagen wir 40 zu 60 für mich. Beim Stoff 70 zu 30.“ Tom sah ihn an. „Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst.“ „Ja sicher... in solchen Sachen mache ich keinen Spaß. Und damit du es verstehst, werde ich dir die Regeln erklären. Semir, unser gemeinsamer Freund wird hier meine Gastfreundschaft genießen. Du wirst mir jeden Tag Bericht geben, und die Einnahmen abliefern. Immer Punkt 22:00 Uhr. Wenn du zu spät kommst, dann wird er bestraft. Gibst du zu wenig ab, wird er ebenfalls bestraft. Und damit du mich nicht anlügst und Semir vielleicht zu Unrecht bestraft wird, bekommst du Toni an deine Seite. Er wird dich überwachen und dich natürlich auch beschützen, wenn es sein muss.“ Tom sah zu Semir. Ihm war gar nicht wohl dabei, dass es so ausartete. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass Edi diese Schiene fuhr. Tom musste hoch pokern, wenn er Semir hier raus haben wollte. Er lachte verächtlich. „Du tust mir sogar einen Gefallen, wenn du Semir hier festhältst. Er nervt mich schon eine ganze Weile.“ Edi war etwas verwirrt. „Ihr seid doch Freunde oder?“ „Ach wer hat das denn erzählt. Er?“ Tom wies auf Semir. Edi nickte. „Ja... und irgendwie hatte ich auch bei dir den Eindruck, dass...“ „Das war ein Spiel. Mehr nicht. Er ist nichts wert.“ Edi sah zu Semir. „Nun... dann müssen wir ihn beseitigen. Schade eigentlich. Aber ich lass mir was einfallen. Erst einmal ist er hier sicher aufgehoben.“

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  • „Ich könnte ihn mitnehmen und quasi abservieren.“ meinte Tom. Edi lachte. „Eine sehr gute Idee. Aber Toni geht mit. Du wirst ihn abknallen und verschwinden lassen. Ein sehr würdiges Ende für ihn. Vom eigenen Freund erschossen zu werden ist doch mal was anderes.“ Er sah Toni an. „Du siehst zu, wie er es erledigt.“ Toni nickte. Tom atmete tief durch. Doch dann klingelte das Handy von Edi. Er meldete sich. Tom, Toni und Semir wollten gerade das Zimmer verlassen. „Halt! Wartet. Eine Wendung... er bleibt doch hier. Der Boss will es so.“ Tom sah Semir an und zuckte mit den Schultern.



    Peter kam zum Wagen zurück und setzte sich rein. Heiko sah ihn an. „Geht es wieder?“ Peter nickte. „Ja…schon gut. Tut mir Leid…“ Heiko nickte. „Schon gut. Wir verstehen dich. Julian… kann dich nach Hause fahren, wenn du willst.“ „Nein…ich bleibe hier. Ich denke nämlich nicht, dass unsere beiden Anfänger da drinnen es schaffen. Und dann will ich wenigstens die beiden rausholen helfen. Ihnen soll nicht das gleiche passieren, wie mit Arko.“ Heiko nickte. „Peter... ich denke die beiden können sehr gut auf sich aufpassen, was meinst du denn, was passiert, wenn Edi raus findet, das die beiden Bullen sind.“ „Die machen sie kalt wie Arko. Ich war nur einige Sekunden zu spät da gewesen, sonst hätte ich...“ Heiko legte ihm die Hand auf die Schulter. „Schon gut... es war nicht deine Schuld. Hör endlich auf mit diesen Selbstvorwürfen.“ Peter sah ihn an.

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