Entführt

  • Diese Story wird sicher jedem bekannt vorkommen, der auf dem Fantreffen die Schnitzeljagd mitgemacht hat. Diese Story war in stark abgewandelter Form die Grundlage für den Ablauf der Jagd. Nur das die Entführung auf dem Parkplatz der Jugendherberge statt gefunden hatte und sie dort auch etwas zu kurz kam. Da ich denke, dass alle ihren Spaß dabei hatten „Semir“ zu befreien, stelle ich diese Story ein. Viel Spaß beim Lesen.


    Entführt


    Er wurde wach. Alles um ihn war dunkel. Er versuchte sich zu erinnern. Nur langsam und in Bruchstücken kam die Erinnerung zurück. Der dunkle Parkplatz. Dann mehrere Männer. Ein Lappen wurde ihm ins Gesicht gedrückt und dann… schwanden die Sinne. Sein Informant hatte ihn hinbestellt. Steckte er mit diesen Männern unter einer Decke? Wo war er hier? Er versuchte sich zu bewegen und spürte dass er gefesselt war. Ketten. Das waren Ketten! „Na wieder wach, Bulle?“ fragte eine vor Hohn triefende Stimme. „Wer sind Sie? Was wollen Sie? Wo bin ich hier?“ Der Mann bei ihm lachte und trat ihm in die Seite. Semir stöhnte auf. „Du bist hier gut aufgehoben und wenn alles gut geht sogar zwei Millionen wert.“ „Wer sind Sie?“ Wieder ein Tritt. „Halts Maul.“ Er zerrte an den Fesseln. „Was soll das denn?“ „HALTS MAUL, verdammter Bulle!“ brüllte ihn der Mann an und trat ihm erneut in die Seite. Semir schrie auf und krümmte sich zusammen. „So und nun werden wir deine Frau anrufen. Du wirst ihr sagen, dass du morgen erst heim kommst, klar?“ „Was wollen Sie von mir? Wer sind Sie?“ Er spürte Hände an seinem Arm. Der feste Griff tat weh. „Du wirst jetzt tun, was ich gesagt habe, klar?“ Semir nickte. Er bekam Angst. Wo war er, was wollte der Mann von ihm? „Die Nummer?“ Semir schwieg. Ein Tritt in seinem Bauch rief ihn aus den Gedanken und ließ ihn aufstöhnen. „Die Nummer!!“ brüllte ihn der Mann an. Semir nannte die Nummer. „So und nun keinen falschen Ton mehr.“ Semir spürte ein Messer am Hals. Dann hörte er Andreas Stimme. „Schatz… ich bin es. Hör zu…ich… ich kann erst morgen nach Hause kommen… ich muss noch zu Chris und schlafe… im Büro.“ „Okay, melde dich bitte morgen bei mir.“ Semir presste die Lippen aufeinander. Der Mann bei ihm stieß ihn an. „Ja… sicher. Ich liebe dich.“ Dann beendete der Mann das Gespräch. „Sehr gut gemacht.“ lachte dieser und Semir hörte wie sich der Mann entfernte.

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    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
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  • Der Tag verging. Andrea wartete auf ihren Mann. Aber als er an nächsten Morgen immer noch nicht zuhause war, rief sie Chris an. „Sag mal, kannst du mir meinen Mann irgendwann mal nach Hause schicken?“ fragte sie gespielt böse. „Dein Mann? Der hat sich doch heute Morgen krank gemeldet.“ „Aber er hat mich doch gestern Abend angerufen und gesagt, dass er im Büro schläft.“ „Andrea… Semir war den ganzen Tag nicht hier. Ich wollte gleich vorbeikommen und nach ihm sehen:“ „Chris… Semir ist nicht zuhause…“ Eine Pause entstand und Andrea spürte Angst. Angst um ihren Mann. Wo war er? Warum meldete er sich nicht. „Hast du versucht ihn auf dem Handy zu erreichen?“ riss Chris sie aus den Gedanken. „Ja sicher… aber er meldet sich nicht. Chris… Ich hab Angst.“ „Ich komme zu dir.“ „danke.“ Andrea legte auf. Sie lief im Wohnzimmer auf und ab. Wo war Semir? Was ist geschehen? Hatte er einen Unfall? War er verletzt? Es klingelte und sie erschrak. Sie ging zur Tür und Chris stand davor. „Was ist? Hast du etwas gehört?“ Chris schüttelte den Kopf. „Wir müssen reden.“ Andrea nickte und bat Chris herein.


    Nur einige Stunden später: In der PAST herrschte große Aufregung. Passanten hatten Semirs Wagen auf einem Rastplatz im Wald gefunden. Die Türen waren auf und Semirs Handy lag auf dem Boden neben dem Wagen. Die hinzu gerufenen Kollegen fanden einen Zettel an der Windschutzscheibe. „Für die Freilassung von Semir Gerkhan fordern wir zwei Millionen Euro in gebrauchten nicht nummerierten Scheinen. Weitere Anweisungen folgen.“ Chris der umgehend zum Fundort gefahren war, sah dass sich mehrere Spuren im nassen Waldboden befanden. Sofort richtete er der Spurensicherung aus, davon Abdrücke zu machen. Der Wagen wurde zu Hartmut gebracht, der alles stehen und liegen ließ um den Verbleib von Semir auf die Spur zu kommen und den Kollegen in der PAST zu helfen.


    Anna rief Chris, als er in die PAST kam umgehend in ihr Büro. „Was haben wir?“ Chris zuckte mit den Schultern. „Nicht viel. Der Wagen ist in der KTU. Ich werde gleich hinfahren und sehen was Hartmut raus gefunden hat.“ Anna schüttelte den Kopf. „Das können Sie sich sparen. Ich habe eben mit ihm telefoniert. Der Wagen weißt keinerlei Spuren auf, die wir verwerten können. Wissen Sie was Semir gestern im Wald gemacht hat?“ Chris schüttelte den Kopf. „Nein, ich weiß nur, dass er bevor er hier raus war, einen Anruf erhalten hat und danach gefahren ist. Er hat mir nicht gesagt wohin er wollte.“ „Okay, Ich habe das BKA eingeschaltet. Frau Lena Strathmann wird den Einsatz leiten. Sie dürfte gleich hier sein.“ In diesem Augenblick klopfte es an der Tür. Lena Strathmann trat ein. Anna und sie begrüßten sich. „Das ist Chris Ritter. Er ist der Dienstpartner von Semir Gerkhan.“ Lena reichte Chris die Hand. „Was wissen wir? Haben sich die Entführer bereits gemeldet?“ Anna schüttelte den Kopf. „Außer dem Zettel am Wagen haben wir gar nichts. Kein Lebenszeichen von Herrn Gerkhan, noch dass jemand mit uns Kontakt aufgenommen hat.“ „Ich habe bereits mit dem Innenministerium gesprochen“, erklärte Lena, „Die sind nicht gerade begeistert, für einen Polizisten zwei Millionen hinzublättern.“ Anna nickte. „Das sind die ja nie. Was haben sie zum Ablauf gesagt?“ „Sie wollen zunächst auf jeden Fall ein Lebenszeichen von Herrn Gerkhan. Sobald sie es haben, werden sie uns die Zwei Millionen bereitstellen. Das heißt wenn der Polizeipräsident zustimmt. Er wird heute Nachmittag erwartet.“ Anna und Chris sahen sich an. „Was soll das heißen, wenn er zustimmt? Es geht um das Leben eines Menschen. Welchen Beruf er ausübt sollte doch wohl zweitrangig sein.“ erboste sich Anna. „Frau Engelhardt verstehen Sie mich nicht falsch, aber das Ministerium vermutet, dass genau der Beruf von Herr Gerkhan der Grund für die Entführung ist. Der Staat lässt sich nicht erpressen.“ „Frau Strathmann. Es ist mir so ziemlich egal, ob das Ministerium oder der Polizeipräsident sich nicht erpressen lassen. Für mich steht das Leben von Semir Gerkhan an höchster Stelle.“

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  • Nach einiger Zeit, hörte Semir wie sich die Tür öffnete. Er konnte nichts sehen. Dann kamen Schritte auf ihn zu und verharrten in seiner unmittelbaren Nähe. Unwillkürlich zog Semir die Beine an, weil er Angst hatte, erneut getreten zu werden. Doch das blieb aus. „Okay, mein Freund“ hörte Semir eine Stimme dicht bei sich und zuckte zusammen. „Du darfst gleich telefonieren. Wir werden auch Fotos machen. Du wirst nur sagen, dass es dir gut geht. Mehr nicht. Haben wir uns verstanden?“ „Was wollen Sie? Wer sind Sie?“ fragte Semir. Dann machte sich jemand an den Fesseln zu schaffen. Semir spürte wie sie gelöst wurden. Er wurde hochgezogen. „Setz dich hier hin.“ Semir wurde auf einen Stuhl gedrückt. „Sagen Sie mir doch was Sie von mir wollen.“ Plötzlich spürte er etwas Spitzes am Hals. „Halt die Klappe, verstanden?“ Semir schwieg. Dann wurde ihm etwas in die Hände gedrückt, die vorm mit Handschellen gefesselt waren. Er spürte Paper. „So die hältst du so fest, wie ich sie dir gebe. Halte sie vor die Brust.“ Semir tat was verlangt wurde. Dann hörte er das Klicken einer Fotokamera. „So das ist der erste Beweis, dass du noch lebst. Und nun werden wir telefonieren.“ „Was wollen Sie? Wer sind Sie?“ Eine Hand landete in seinem Gesicht. Semir spürte das die Lippe aufplatzte. „Ich sagte doch, kein Ton. Hast du es nun verstanden?“ Semir nickte. „So und nun werden wir deinen Chef anrufen. Du wirst ihm sagen, dass du noch in Ordnung bist. Sie sollen sich an den Forderungen halten, dann wirst du das Abenteuer überleben. Verstanden?“ Wieder nickte Semir. Dann spürte er ein Handy am Ohr. „Engelhardt?“ hörte er die vertraute Stimme von Anna. „Chefin, Semir hier.“ „Semir wo sind Sie? Wir suchen Sie schon überall. Was ist denn passiert? Geht es Ihnen gut?“ „Chefin, ich bin okay. Sie wollen, dass Sie sich genau an die Anweisungen halten.“ Das Handy wurde weggezogen. „Okay… Chefin…“ lachte einer der Männer ins Handy. „Sie haben ihn gehört. Was wir fordern werden wir ihnen noch sagen. Halten Sie sich dran, und Ihr Kollege wird bald bei Ihnen sein. Wenn nicht, dann kommt er stückweise zurück.“ Er beendete das Gespräch.

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  • Anna legte auf. „Das war Semir. Er lebt.“ Sie schloss erleichtert die Augen. Chris sah sie an. „Was hat er gesagt?“ „Das Übliche bei solchen Sachen. Es geht ihm gut und wir sollten uns an die Anweisungen halten. Danach war das Gespräch weg.“ Chris nickte. „Das sind keine Anfänger. Das hat sicher mit einem der Fälle zu tun.“ Anna konnte dem nur zustimmen. „Ja das denke ich auch. Nehmen Sie sich die Fälle vor und fragen Sie Andrea, vielleicht weiß sie mit wem er sich getroffen hat, oder wen er treffen wollte.“ Chris nickte und verschwand. Anna sah Lena an. „Was ist mit der Genehmigung des Präsidenten?“ „Die wird sicher gleich eintreffen. Wie wollen wir die Übergabe arrangieren? Wer übergibt das Geld? Wo werden wir das SEK postieren?“ Anna sah sie verwundert an. „Sie wollen den Zugriff bei der Übergabe wagen?“ „Natürlich. Ich sagte doch eben, dass der Staat sich nicht erpressen lässt.“ Was ist mit Herrn Gerkhan? Er hat Familie. Er will sicher zurück.“ „Nun sagen wir Berufsrisiko. Ich meine er müsste doch täglich damit rechnen, dass er im Dienst erschossen wird. Da ist es doch sicher kein großer Unterschied, ob er im Dienst erschossen wird, oder nun bei der Entführung.“ Anna schüttelte den Kopf. „Würden Sie es auch so sehen? Ich meine persönlich?“ „Meine persönlichen Belange sollten Sie in diesem Fall nicht interessieren. Ich vertrete den Staat und das ist alles.“ „Das tue ich auch. Aber ich habe auch eine menschliche Seite die ich mit einbringe. Also kommen Sie mir nicht mit diesen dienstlichen Floskeln.“ Anna war wütend.


    Chris war derweil bei Andrea angekommen. Sie sah ihn verwundert an. „Was ist mit Semir?“ Chris sah sie ernst an. „Andrea? Lass uns bitte drinnen reden.“ Andrea merkte sofort dass etwas nicht stimmte. Im Wohnzimmer setzten sie sich auf die Couch. „Andrea wann hat Semir dich gestern angerufen?“ Andrea schüttelte den Kopf. „so gegen neun Uhr. Er hat mir gesagt, dass er nicht nach Hause kommt, weil ein Termin dazwischen gekommen ist und er im Büro übernachtet.“ Chris sah sie ernst an. „Semir hat nicht im Büro geschlafen. Andrea, wir haben heute eine Nachricht bekommen, dass Semir entführt wurde. Er wollte sich gestern mit jemanden treffen, aber am Treffpunkt ist er von mehreren Leuten überwältig und verschleppt worden.“ Andrea sah ihn an. Tränen kamen in ihre Augen. „Entführt? Aber… wieso…ich meine... was wollen die Leute von ihm?“ Chris zuckte mit den Schultern. „Sie fordern zwei Millionen Euro.“ Andrea sah ihn ungläubig an. „Zwei Millionen? Aber woher… woher soll ich denn soviel Geld nehmen?“ „Andrea keine Angst. Wir stehen bereits in Verhandlung mit dem Entführern. Frau Engelhardt hat mit Semir telefoniert. Es geht ihm soweit gut. Wir holen ihn da raus. Das verspreche ich dir. Aber ich brauche deine Hilfe.“ „Ja natürlich… wenn ich helfen kann…“ „Sicher kannst du es. Weißt du mit wem Semir sich treffen wollte?“ Andrea schüttelte den Kopf. „Er hat mich wie gesagt um neun angerufen und gesagt, dass er sich mit dir trifft und dann im Büro schläft. Mehr weiß ich nicht.“ „Ich verstehe ihn nicht. Warum hat er das gesagt. Wir waren zusammen bis um sechs. Dann ist er raus und seit dem habe ich ihn nicht mehr gesehen.“ „Chris? Ich habe Angst.“ sagte Andrea leise. Chris nahm sie in den Arm. „Ich bring ihn dir zurück. Vielleicht solltest du deine Mutter bitten, herzukommen. Dann bist du nicht so allein.“ Andrea nickte. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Ja du hast Recht. Das sollte ich tun. Bitte ruf mich an, sobald du etwas Neues weißt.“ Chris nickte. „Ja mach ich. Du wirst die Erste sein, die etwas erfährt. Also nach der Chefin.“

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  • „So die Genehmigung für die Übergabe ist da. Die für den Zugriff auch.“ sagte Lena vernehmlich, als sie am späten Nachmittag erneut bei Anna war. Sie sah Lena an. „Wenn wegen Ihrem Eingreifen Semir zu Schaden kommt, dann können Sie sich sehr warm anziehen. Ich werde Sie zur Rechenschaft ziehen.“ „Frau Engelhardt, bitte. Verstehen Sie mich doch nicht falsch. Aber ich habe die Verantwortung für immerhin zwei Millionen Euro. Und die will der Steuerzahler erklärt haben.“ „Und ich, Frau Strathmann, habe die Verantwortung meiner Mitarbeiter zu tragen. Semir Gerkhan ist ein sehr guter Mitarbeiter.“ Lena nickte. „Wir werden Herrn Gerkhan befreien. Es ist ja nicht die erste Befreiungsaktion die ich leite.“


    Semir saß irgendwo in einem Raum. Er hatte die Augen immer noch verbunden. Die Handschellen an den Armen hielten ihm an einem Rohr oder ähnliches fest. Er hatte zu Essen und Trinken bekommen, dann wurde er zur Toilette geführt. Er wusste nicht wo er war, oder warum er entführt wurde. Keiner der Entführer sprach richtig mit ihm. Er hatte versucht heraus zu finden, was sie wollten, aber sie sagten ihm nur, dass er zwei Millionen wert sein. Semir versuchte die Augenbinde runter zu reißen. Bisher hatte er still dagesessen, aber er wollte endlich etwas unternehmen. Er wusste genau wie die Kollegen rotierten. Aber er war erfahren genug zum zu wissen, dass der Staat niemals zwei Millionen für ihn zahlen würde. Er musste sich selbst helfen. Er zerrte mit den Händen an der Augenbinde und bemerkte dass seine Bemühungen endlich Früchte trugen. Er hatte es geschafft die Binde etwas lose zu bekommen. Aber er sah immer noch nichts. Nach zehn weiteren Minuten hatte er es geschafft. Sie rutschte vom Kopf runter zum Hals. Endlich war er nicht mehr blind. Er sah sich um. Seine Unterkunft war schäbig. Der Raum war leer, wenn man von der Matratze auf der er saß absah. Er hörte keine Autos und die Scheiben in diesem Raum waren verdunkelt. Er zerrte an den Fesseln. Es war kein Rohr an dem er hing, sondern ein Ring, der in der Mauer eingelassen war. Hier konnte er ohne Hilfe nicht freikommen. Dann kam ihn ein Gedanke: „Was geschah mit ihm, wenn die Entführer sahen, dass er sich die Augenbinde runter gezogen hatte?“ Würden Sie ihn umbringen? Bisher hatte er keine Gesichter gesehen, aber … Eilig versuchte er sie wieder aufzuziehen, doch das scheitete, denn die Binde war um den Hals gerutscht. Er konnte sie nicht hochziehen. Dann hörte er auf einmal Schritte. Sie verharrten direkt vor seinem Raum und ihm stockte der Atem. Panik kam auf.

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  • Chris fuhr wieder zur PAST und erklärte Anna, dass Andrea nichts wüsste und er sich die Akten nun vornehmen werde. Er war sich sicher, dass einer der laufenden Fälle damit zu tun hatte. Er wollte wissen mit wem sich Semir traf. Chris setzte sich in sein Büro und schaute auf den leeren Schreibtisch ihm gegenüber. Da klingelte sein Telefon. Hartmut war dran. „Chris, ich hab doch Semirs Handy noch hier. Hör zu. Ich habe es reparieren können und weiß mit wem er telefoniert hat. Wenn du willst sag ich dir die Nummer und…“ „Hartmut das ist echt die dümmste Frage die du stellen konntest. Natürlich will ich die Nummer haben.“ „Okay, hast du Papier und Bleistift? Sie lautet: 0174/ 4325544. Ach und Chris es ist ein Preepaid - Handy. Hab es schon für dich gemacht.“ „Oh… danke.“ Chris legte auf. Dann wählte er die Nummer an. Es ertönte erst ein Freizeichen dann hörte er einen Standardtext. „Der gewünschte Teilnehmer ist derzeit nicht zu erreichen. Bitte hinterlassen…“ „Chris Ritter hier. Sie haben mit Semir Gerkhan telefoniert. Bitte rufen Sie mich an. Es ist wichtig.“ Chris legte auf. Nun hieß es warten. Hoffentlich meldete sich der Angerufene.


    Anna saß in ihrem Büro und wartete auf eine Nachricht. Endlich klingelte das Telefon. „Okay, hören Sie genau zu. Sie werden die zwei Millionen in zwei Reisetaschen legen. Damit fährt der Kollege Chris Ritter zum Rastplatz Knappsack. Er wird dort ein Handy finden. Nur keine Angst. Sie können den Provider nicht ermitteln. Es lebe das Preepaid.“ Der Anrufer lachte. „Wo ist Semir? Lassen Sie mich mit ihm sprechen.“ forderte Anna. „Sie dürfen ihn morgen sprechen. Ritter wird allein fahren. Wenn wir auch nur einen Hinweis auf eine Falle bekommen, dann werden Sie Gerkhan in Stücken zurückbekommen. Wir fangen an mit dem Ohr, dann die Finger, die Zehe und so weiter. Also keine Tricks. Ach und vergessen Sie auch die Sender.“ „Wir werden uns an die Anweisungen halten. Aber wir fordern ein Lebenszeichen von Herrn Gerkhan.“ „Sie fordern? Meinen Sie wirklich, dass Sie in der Lage sind zu fordern? Aber gut. Ich sende Ihnen ein Bild per Mail. Dort können Sie sich überzeugen, dass er noch lebt. Ach, nur um Ihnen Arbeit zu ersparen. Wir senden es natürlich aus einem Internet-Cafe.“ Der Anrufer beendete das Gespräch.


    Anna kam zu Chris. „Chris kommen Sie bitte.“ Chris stand auf und folgte ihr ins Büro. „Ich habe eben diese E-Mail bekommen. Das Bild zeigt Semir mit der heutigen Zeitung in der Hand. Wir müssen das Bild vergrößern. Die Übergabe soll morgen durch Sie stattfinden. Die Entführer bestanden darauf.“ Chris sah sie an. „Die bestehen darauf dass ich es mache? Warum?“ Anna zuckte mit den Schultern. „Das weiß ich nicht. Ehrlich ich habe auch nicht danach gefragt. Wir müssen uns daran halten. Ich werde gleich noch mit Frau Strathmann reden, wie wir nun vorgehen.“ „Frau Engelhardt, diese Frau Strathmann wird den Zugriff fordern. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich sie sehr gut verstehe. Natürlich will ich nicht das Semir etwas passiert, aber ich befürchte leider, dass mit der Übergabe die Entführung nicht endet. Wir wissen nicht, ob sie Semir mitbringen, oder ob sie ihn überhaupt freilassen. Wir sollten versuchen die Täter festzusetzen und dann auszuquetschen. Einer von denen wird reden.“ Anna nickte. „Ja daran habe ich auch schon gedacht. Aber wir müssen bis morgen warten. Sie verließ die PAST und fuhr zu Lena Strathmann.

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  • Er hörte den Schlüssel ins Schloss stecken und dann das drehen. Die Tür ging auf und zwei Männer kamen herein. Semir sah sie kurz an und dann senkte er den Kopf. Sie hatten Sturmhauben auf. „Ach sieh mal an. Er wird mutig. Die Augenbinde ist runter. Du hast Recht gehabt.“ Der Mann lachte. Er kam zu Semir, der versuchte ihn nicht anzusehen. Doch der Mann nahm die Hand und griff Semir unters Kinn und drückte den Kopf hoch. „Willst du wirklich sterben?“ Semir sah ihn an. Die Augen, waren alles was er sah. Sie waren kalt. So kalt, dass Semir ein Schauer über den Rücken lief. Der Mann drückte seinen Kopf gegen die Wand. „Ich werde dir nun die Verhaltensregeln bekannt geben, und du tust sehr gut daran, sie zu befolgen. Jeder Verstoß wird schmerzliche Folgen für dich haben. Ist das klar?“ „Ja“, sagte Semir leise. Er ließ es sich nicht anmerken, aber er hatte Angst. „Sehr schön. Okay. Das mit der Augenbinde werde ich als ein Versehen werten. Sie zieht noch keine Bestrafung mit sich. Ich werde sie dir gleich wieder aufsetzen. Noch einmal und es schmerzt, klar?“ Semir nickte, soweit der Griff es zuließ. „Gut. Okay, weiter im Text. Ich weiß sehr genau, dass es ziemlich ungemütlich ist, gefesselt hier zu sitzen. Schlafen und so weiter. Aber derzeit lässt es sich nicht ändern. Du brauchst nicht anfangen um Hilfe zu rufen. Wir sind hier mitten im Niemandsland und dich hört keiner. Also erspare es dir und uns. Auch verstanden?“ Wieder ein Nicken. „Du bist ein braver Junge. Mach weiter so und wir werden noch ganz dicke Freunde.“ Er lachte. „So und da du so brav bist, darfst du gleich morgen früh mit deiner Chefin telefonieren. Bis dahin lass dir den Aufenthalt nicht so langweilig werden.“ Wieder lachte er. Dann nahm er die Augenbinde und band sie Semir wieder um. „Das Essen bekommst du in einer Stunde und dann wird geschlafen.“ „Wann lassen Sie mich gehen?“ Keine Antwort. Semir hörte wie die Männer den Raum verließen. Er atmete tief durch.

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  • Andrea saß im Wohnzimmer und wartete auf einen Anruf von Chris. Ihre Mutter sah sie an. „Hey, Spatz. Es wird alles gut werden. Ich glaube fest daran. Du solltest dich nicht so grämen. Denk an etwas Anderes.“ Andrea sah ihre Mutter mit tränenerfüllten Augen an. „Ich kann nicht. Was ist wenn sie ihn schlagen? Er kann sich nicht wehren. Was wenn die Übergabe scheitert? Wie oft hat man schon gehört, dass die Entführten trotz der Geldübergabe getötet wurden. Bei Semir gibt es noch einen Grund mehr ihn zu töten. Er ist Polizist. Ich weiß genau, sobald er frei ist, wird er sich in den Fall stürzen und seine eigenen Entführer versuchen zu kriegen. Ich habe Angst, Mama. Ich habe große Angst.“ Ihre Mutter nahm sie in den Arm. Andrea weinte. „Ich bin bei dir. Schatz. Nur keine Angst. Chris und Anna werden dir dienen Semir zurück bringen. Daran musst du fest glauben.“ Andrea nickte. Es fiel ihr schwer einen solchen Optimismus aufzubringen wie ihre Mutter.


    „Hartmut. Bitte. Es kann doch nicht alles sein, was du aus diesem Bild rausbekommst.“ stöhnte Chris als er bei Hartmut in der KTU war. „Was erwartest du denn? Das Bild ist ziemlich dunkel. Es ist nicht mehr zu machen. Du siehst hier das was ich vom Hintergrund sichtbar machen konnte. Mehr geht wirklich nicht.“ Chris fuhr sich durch die Haare. „Okay, was sehen wir denn so?“ „Nicht viel. Der Hintergrund ist ein Raum. Kellerraum würde ich sagen. So sehen ungefähr eine Million Keller im Raum Köln aus.“ Chris sah ihn an. „Danke Hartmut für diese tolle Aufmunterung. Falls du es vergessen hast, es geht um Semir, der irgendwo gefangen ist und der sicherlich gern bei Andrea sein würde.“ Hartmut nickte. „Ja ich weiß. Aber ich kann nicht mehr tun.“ „Okay, danke Hartmut.“ Chris fuhr zur PAST zurück. Anna erwartete ihn bereits. Es war schon acht Uhr Abends. „Tut mir leid. Ich habe Hartmut das Bild gegeben, aber es kann uns leider nicht viel helfen. Der Hintergrund sagt nichts aus.“ Anna nickte. „Ich verstehe. Es wäre ja auch zu einfach gewesen. Wir können nur abwarten. Was ist mit Andrea?“ „Ihre Mutter ist bei ihr. Sie ist fertig. Aber sie hält sich sehr gut.“ Anna nickte erneut. „Die Übergabe morgen darf keine Pannen haben. Wir müssen versuchen, die Täter zu bekommen. Nur so ist es möglich Semir schnell zu befreien.“ Chris nickte. „Tja, allerdings befürchte ich, dass wir nicht alle Täter bei der Übergabe bekommen. Das sind Profis. Die wissen genau was sie tun. Die werden uns sicher nicht alle in die Falle gehen. Und somit haben wir die Chance Semirs Leben zu retten mindestens um fünfzig Prozent gesenkt.“ Anna nickte. „Ich weiß. Aber mir sind die Hände gebunden. Das BKA will unbedingt zuschlagen. Fahren Sie nach Hause und legen Sie sich etwas hin. Sie müssen morgen fit sein.“ Chris sah sie an. „Glauben Sie ich könnte schlafen, wo ich weiß das Semir in Gefahr schwebt?“ Anna lächelte entschuldigend. „Aber ich brauche Sie ausgeschlafen und fit.“

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  • Semir wurde von einem der Entführer gefüttert. Es war Reis und irgendeine Soße. Semir aß und trank. Dann legte er sich hin. Er war müde und er vermutete, dass man ihn etwas ins Essen getan hatte. Was war mit seinem Informanten? War Stefan in der Sache mit verwickelt? Er wollte es nicht glauben. Er kannte Stefan doch schon so lange. Warum sollte er ihn in eine solche Falle locken. Dann dachte er an Andrea, die zuhause auf ihn wartete. Sicher weint sie die ganze Zeit. Hatte Angst um ihn. Er hatte auch Angst. Die Männer waren bisher zwar sehr human, aber sicher nur weil sie ihm brauchten. Was wenn die Übergabe statt gefunden hatte? Würden sie ihn laufen lassen? Fragen über Fragen beschäftigten ihn. Doch dann übermannte ihn die Müdigkeit. Er schlief ein.


    Am nächsten Morgen fand in Annas Büro eine Versammlung statt. Anwesend waren Chris, Anna, Lena Strathmann, sowie der Einsatzleiter des SEK Köln. Alexander Hoffmann. Chris sah in die Runde. „Frau Strathmann, ich halte es nach wie vor für ein Risiko wenn Sie den Zugriff direkt bei der Übergabe machen. Wir können doch einen Peilsender im Geld verstecken und dem Sender dann folgen. Wir hätten sicher dann eine größere Chance den Aufenthaltsort von Semir zu finden. „Herr Ritter. Das ist Ihre Meinung. Aber der Polizeipräsident und auch ich sehen die Sache etwas anders. Die Leute könnten den Sender entdecken und damit ist Herrn Gerkhan noch weniger geholfen. Wir werden die Leute, die das Lösegeld abholen festnehmen und verhören. Die werden dann schon singen.“ Anna schüttelte den Kopf. „Es kann doch wohl nicht wahr sein. Diese Männer sind keine Anfänger. Die wissen genau was sie wollen. Sie setzen das Leben von Semir aufs Spiel, Frau Strathmann. Ich sage Ihnen noch einmal, wenn Semir wegen Ihnen Schaden nimmt, dann gnade Ihnen Gott.“ Lena lächelte. „Ich sage Ihnen auch was, Frau Engelhardt, Herr Ritter. Es ist mir nicht egal, dass ein guter Polizist ums Leben kommt. Okay, ich kenne Herrn Gerkhan nicht. Aber das ist nicht ausschlaggebend. Ich mache lediglich meinen Job. So wie er befohlen ist. Mehr nicht. Die menschliche Seite ist da außen vor.“



    Wo bleiben denn die FEEDS????? ?( :baby:

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  • Das Telefon klingelte. Anna meldete sich sofort. „Andrea hier. Frau Engelhardt wissen Sie schon mehr? Wo ist Semir?“ „Andrea, beruhigen Sie sich bitte. Die Übergabe soll heute stattfinden. Am Abend. Ich werde noch einmal fordern mit Semir sprechen zu dürfen. Bitte vertrauen Sie uns.“ „Ja sicher, Chefin. Ich tue das Aber ich habe Angst um meinen Mann.“ „Ist Ihre Mutter da?“ „Ja. Sie ist gerade einiges einkaufen. Bitte helfen Sie Semir.“ „Ich werde ihn befreien, das verspreche ich Ihnen.“ Sie warf während des Gesprächs ein Blick auf Lena Strathmann, doch die Frau zeigte keine Regung. Sie war eiskalt. Anna legte auf. „So nun heißt es warten.“ Lena nickte. „Ich werde mir erst einmal einen Kaffee gönnen.“ „Frau Strathmann? Wenn Semir in dieser Sache das Leben verliert, weil Sie auf den Zugriff verstehen, dann werden Sie seiner Frau das persönlich erklären.“ sagte Anna die innerlich vor Wut explodieren wollte. Lena verließ das Büro.


    Lena ging in den Gang der PAST. Nach ihr kam Chris. Er stellte sich zu ihr in den Gang am Automaten. „Wissen Sie, Semir ist nicht nur mein Partner. Er ist auch mein Freund. Und bisher habe ich jeden, der meine Freunde etwas getan hat - sei es aus rachsüchtigen Gründen oder auch nur aus Versehen- gezeigt, was ich davon halte. Sie sollten heute Abend nichts falsch machen.“ Lena sah ihn an. „Wollen Sie mir drohen, Herr Ritter?“ Chris schüttelte den Kopf. „Nein. Ich doch nicht. Ich habe nur einen Rat gegeben.“ „Dann werde ich Ihren Rat annehmen. Aber eins sollten Sie auch wissen. Ich lasse mich nicht in die Enge treiben. Ich werde dann wie eine Ratte und beiße auch.“ „Das kann ich mir sehr gut vorstellen.“ Chris drehte sich um und ging in sein Büro. Sein Handy klingelte. „Ritter?“ „Stefan Lausitz hier. Sie haben mich angerufen, es geht um Semir.“ „Ja, Gott sei Dank. Herr … Lausitz Sie wollten sich gestern mit Semir treffen?“ „Ja das ist richtig, aber er ist nicht gekommen.“ „Wann war denn der Zeitpunkt?“ „Wir wollten uns gegen Acht auf unserem Parkplatz treffen. Als ich dort ankam, war zwar der Wagen da, aber von Semir war nichts zu sehen. Der Wagen stand offen und ich dachte vielleicht tritt er aus. Nur er kam einfach nicht. Und eine Stunde später bin ich gefahren. Was ist denn los?“ „Woher kennen Sie Semir? Nein warten Sie. Wo kann ich Sie treffen? Wir müssen unbedingt miteinander reden.“ „Ja gut. Ähmm. Kennen Sie die Kegelbahn am Rheinufer?“ „Ja, kenne ich.“ „Okay, ich werde dort in einer Stunde auf Sie warten.“ „Woran erkenne ich Sie?“ „Nun ich werde Sie auf Ihrem Handy anrufen, auf dem Parkplatz.“ „Okay. Wenn er nicht zu groß ist, dann geht das.“ „Er ist nicht groß. Der Hintere Platz fasst nur acht Buchten. Okay, in einer Stunde.“ Chris beendete das Gespräch. Er ging zu Anna. Sie sah auf, als er ins Büro kam. „Er hat angerufen.“ Anna sah ihn fragend an. „Wer?“ „Na der Informant mit dem Semir sich treffen wollte. Er sagte sie seien um acht verabredet gewesen. Aber als dieser Lausitz am Parkplatz ankam, war Semir bereits entführt. Das Auto war offen.“ „Aber wieso hat er denn nicht die Polizei angerufen und was wollte er von ihm?“ „Das erfahre ich gleich. Ich werde mich mit ihm treffen.“ Anna nickte. „Dann finden Sie heraus, was dieser Lausitz von Semir wollte.“ Chris nickte und verschwand.


    Semir erwachte. Er fühlte sich gerädert. Der Schlaf war wegen der Fesselung nicht gerade erholsam. Ständig wurde er wach, weil er sich drehen wollte, was nicht ging. Er setzte sich auf. Die Handgelenke schmerzten, von der Fesselung. Semir hatte schon in einigen Entführungsberichten lesen können, wie sich die Opfer fühlten, die mehrere Tage gefesselt und mit verbundenen Augen irgendwo saßen und Angst hatten. Er hatte es für übertrieben gehalten, aber jetzt wusste er, dass es das schlimmste war, was einem Menschen passieren konnte. Mehr wie warten konnte er nicht. Die Augenbinde wagte er nicht abzunehmen. Er haderte mit seinem Schicksal. Dann hörte er wie sich die Tür öffnete. Mehrere Personen traten ein. „Und gut geschlafen?“ Semir antwortete nicht. Er hatte keine Lust auf eine Unterhaltung mit seinen Entführern. „Ist nicht gerade sehr gesprächig, unser Gast.“ „Nein. Aber sehr fügsam.“ sagte ein Anderer. Das war einer der Männer die vorher bei ihm waren. „okay, wenn er so brav ist, dann sollten wir ihn auch belohnen. Findest du nicht?“ Ein Lachen war zu hören. „Ja hast Recht. Und was hast du dir gedacht?“ „Er bekommt ein Bett. Da kann er dann liegen und sich ausruhen.“ „Okay. Ich werde mich drum kümmern.“ Semir spürte wie sich jemand zu ihm runterbeugte. Dann spürte Semir eine Hand an seinem Kinn. Sein Kopf wurde hoch gedrückt. „Komm nicht auf dumme Gedanken. Klar?“ Semir nickte. Was hätte er schon tun können? Gefesselt und mit verbundenen Augen.

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  • Chris fuhr zum Parkplatz der Kegelbahn. Er suchte den hinteren Bereich auf und wartete. Dann klingelte sein Handy. Er griff hin als es auch schon wieder verstummte. Dann stand ein Mann vor ihm. „Herr Lausitz?“ fragte Chris. Der Mann nickte. „Kommen Sie, wir gehen einen Trinken“ meinte der Mann und Chris folgte ihm. „was wollten Sie von Semir?“ Der Mann zuckte mit den Schultern. „Er war an einem Fall wegen diesem illegalen Autorennen dran. Er hat mich gefragt, ob ich irgendwelche Informationen habe. Zum damaligen Zeitpunkt nicht, aber dann habe ich in der Kegelbahn mitbekommen, wie sich einige Typen darüber unterhielten. Sie hatten einen Treffpunkt ausgemacht, von wo das nächste Rennen starten sollte. Das war der Parkplatz wo ich mich mit Semir treffen wollte. Ich wollte es ihm sagen und wir wollten uns treffen. Tja und den Rest kennen Sie. Er war dort oder eher gesagt er war doch nicht dort. Sein Wagen stand da. Von Semir keine Spur.“ Chris sah den Mann an. „Wo ist Semir?“ fragte Lausitz weiter. „Er wurde entführt.“ sagte Chris knapp. Der Mann bekam große Augen. „Ach ich verstehe. Sie glauben ich hätte mit der Sache zu tun.“ Chris nickte. „Ja ich gestehe, dass ich diesen Gedanken hatte. Aber so wie es ausschaut ist es nicht so. Ich muss zurück. Bitte halten Sie für mich die Augen offen. Ich meine vielleicht hören Sie ja etwas und…“ „Werde ich tun. Semir und ich sind Freunde. Er hat mir geholfen, als ich in der Patsche saß. Da werde ich jetzt nicht kneifen.“ „Danke Herr Lausitz.“ „Stefan.“ Chris nickte. „Okay, dann Chris.“ „Ich werde mich melden, sobald ich etwas weiß.“ Chris lief zum Wagen zurück und fuhr zur PAST.


    Anna wartete im Büro auf den nächsten Anruf. Mittlerweile war es 16:00 Uhr geworden. Die Entführer haben sich bisher nicht gemeldet. Lena kam herein. Sie trug zwei Reisetaschen. „Hier ist das Lösegeld. Nun müssen sich die Verbrecher noch melden und dann werden wir sie uns schnappen.“ Anna sah sie an. „Frau Strathmann. Überlegen Sie sich es bitte noch mit dem Zugriff. Wir riskieren das Leben von Semir. Wir müssen zunächst wissen wo er ist.“ „Mein Entschluss steht fest und ist vom Ministerium und vom Polizeipräsidenten genehmigt.“ „Herr Gott noch mal. Es geht doch hier nicht nur um den Job. Es geht um ein Menschenleben.“ Endlich klingelte das Telefon. „Okay, es geht los. Halten Sie sich an die Anweisungen.“ „Sie haben gesagt, dass ich mit Semir sprechen darf.“ „Richtig. Er darf gleich sagen dass es ihm gut geht.“ „Sie müssen mir schon mehr als das bieten.“ „Wollen Sie ihn fragen, ob die Sonne scheint?“ lachte der Anrufer, „da haben Sie leider Pech. Das weiß er nicht. Er hat seit er bei uns ist, kein Licht mehr gesehen.“ Anna schluckte. „Ich möchte ihn sprechen.“ „Okay, Hier ist er.“ „Chefin? Bitte helfen Sie mir.“ „Semir wir tun alles was die Männer wollen, hören Sie? Wir holen Sie raus.“ „Tun Sie was die Männer verlangen, sie scherzen nicht... Ich...“ „Das langt.“ kam der Anrufer wieder. „Tun Sie genau was ich Ihnen gesagt habe. Ritter fährt zur Übergabe um genau 17.00 Uhr. Nicht früher, nicht später. Wir sehen alles, was passiert. Keine Tricks.“ warnte der Anrufer erneut. Dann legte er auf.

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  • Chris fuhr wie verlangt wurde zum Rastplatz. Er wusste, dass das SEK bereits in Stellung ging. Ein ungutes Gefühl beschlich ihn. Strathmann hatte ihm ihr Eingreifen genau geschildert. Als Chris am Parkplatz ankam, sah er das Handy. Er nahm es und direkt kam der Anruf. „Nehmen Sie die Taschen und gehen sie ungefähr 500 Meter in den Wald.“ Chris tat was gefordert wurde. Nach 500 Metern klingelte das Handy erneut. „Siehst du den Holzscheitel vor dir?“ „Ja sehe ich.“ „Okay, dort wirst du die Taschen deponieren, anschließend wirst du zurück zum Parkplatz gehen, einsteigen und dann abfahren.“ „Was ist mit Semir?“ „Wenn wir das Geld in Sicherheit haben, erfahrt ihr wo der Kollege sich befindet.“ „Warum nicht sofort? ... Hallo?“ Doch das Gespräch war beendet. Chris fluchte verhalten. Er tat was man verlangte.


    Drei Stunden später wurde Semir aus seinem Gefängnis geholt und in einen anderen Raum gebracht. Dort stieß man ihn auf ein Bett. Die Matratze roch modrig. Man schloss die Handschellen kurz auf und fesselte ihn dann ans Bettgestell. Die Augenbinde blieb auf. Dann spürte er wie ihm die Beine ebenfalls gebunden wurden. „Was soll das? Warum tun Sie das?“ fragte er leise, denn so konnte er sich überhaupt nicht mehr bewegen. Doch anscheinend waren die Männer noch nicht fertig mit ihm. Er spürte wie sich etwas um den Hals legte. „NEIN! Bitte nicht.“ Doch nur ein Lachen war zu hören. Dann spürte er wie sich die Schlinge etwas zuzog. Die Männer hatten ihm einen dünnen Draht um den Hals gelegt und ebenfalls am Bettgestell befestigt. Sobald er seinen Kopf heben wollte, würgte er sich selbst. So war er hilfloser als vorher. „So sieht es doch schon viel besser aus, nicht wahr?“ hörte er die Stimme von vorhin. „Was soll das? Warum tun Sie das?“ wiederholte Semir seine Fragen. „Nun ganz einfach. Ich brauche Geld. Du bist Geld wert. Ach ich würde ab sofort ganz ruhig liegen, denn wenn sich die Schlinge erst einmal um deinen Hals zuzieht, löst sie sich nicht mehr.“ „Was hab ich Ihnen getan, dass Sie mich so behandeln?“ „Du bist ein Bulle. Und das ist schon Grund genug. Aber wenn du es anders haben willst? Ich hab noch andere Möglichkeiten dich unterzubringen. Du musst es nur sagen…“ Dann lachte er und verließ mit den Anderen den Raum.

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  • So auch hier ein kleiner Nachschlag Und bitte FEEDS!!!! :evil:


    Das SEK war in Stellung. Das Geldversteck war gut zu sehen. Nun hieß es warten. Anna stand bei Lena Strahtmann. „Sie wissen schon, dass Sie das Leben unseres Kollegen aufs Spiel setzen?“ Lena rollte mit den Augen. „Frau Engelhardt, würden Sie bitte aufhören, mir ständig den gleichen Satz zu sagen. Ich mach das schon.“ „Achtung Personen nähern sich dem Versteck.“ kam aus dem Kopfhörer. Sofort schwiegen die Frauen und sahen gebannt zum Holzscheitel. Drei Mann gingen gezielt darauf zu. „So wenn die sich die Taschen schnappen, schnappen wir sie uns.“ Gab Lena durch das Mikro. Die Männer griffen zu den Taschen. Dann ging alles sehr schnell. Das SEK konnte zwei der drei Männer festsetzen. Der Dritte war plötzlich verschwunden. Lena fluchte leise. Anna sah sie an. „Das ist genau das, was ich vermeiden wollte. Der dritte wird sicher direkt Kontakt aufnehmen. Was glauben Sie eigentlich, was nun passiert? Meinen Sie die geben uns eine zweite Chance?“ Anna war wütend. Semirs Leben war in höchster Gefahr.


    „WAS?“ schrie Chris ins Handy. „Na wer wird denn so brüllen?“ lachte der Anrufer. „Sie haben sich nicht an die Abmachung gehalten. Schade eigentlich. Bisher hatte sich Ihr Kollege an alles gehalten. Er war sehr friedlich. Nun muss er Schmerzen ertragen, weil seine Kollegen sich nicht an Bedingungen halten können.“ „Hören Sie, bitte. Geben Sie uns die Möglichkeit es noch einmal zu machen. Es war sicher nur ein Missverständnis... hallo... hallo?“ Doch der Anrufer schien aufgelegt zu haben. Chris wählte Anna an. „Er hat sich eben gemeldet. Er weiß dass die Übergabe eine Falle war. Er hat gesagt, dass Semir nur Schmerzen ertragen muss. Gott verdammt. Was ist denn passiert?“ „Einer der Kerle ist abgehauen. Wir haben nur zwei fassen können. Für Frau Strathmann ein Erfolg. Es interessiert ihr nicht im Geringsten was mit Semir passiert.“ „Wir müssen versuchen aus den Männern was raus zu holen. Hoffen wir, dass sich die Entführer noch einmal melden.“ Chris stimmte zu, doch er hatte die Hoffnung daran verloren. Was wird jetzt geschehen? Werden die Männer, die Semir in der Gewalt hatten, ihn verstümmeln?


    Semir erschrak als er hörte wie die Tür aufging. Er spürte dass jemand die Handschellen öffnete, die Fesseln an den Beinen löste und die Schlinge abnahm. Brutal wurde er vom Bett hochgezogen. Dann wurde er aus dem Raum gezogen. An den Hall der Schritte konnte er vermuten in eine Waschküche gebracht worden zu sein. Einer hebelte ihm die Beine weg und er landete hart auf einem Kachelboden. Dann spürte er sich jemand auf ihn setzte. „Was soll das?“ fragte er und versuchte seine Angst zu verbergen. „Tja, deine Freunde haben uns eine Falle gestellt. Schade. Aber nun werden wir anfangen dir etwas abzuschneiden. Du darfst wählen. Ein Ohr? Ein Zeh oder lieber ein Finger?“ Jemand zog seinen Arm gerade und kniete auf dem Handgelenk. „Warten Sie... bitte... Ich ... Ich werde mit meinen Leuten sprechen... Geben Sie ihnen noch eine Chance... Bitte.“ flehte Semir. Er hörte ein Lachen. „Ich hatte bisher genug Geduld gehabt. Wie hast du dich entschieden?“ Semir spürte etwas Metallisches am Ohr und ahnte, dass es sich um ein Messer handelte. „Bitte... nicht... tun Sie es nicht,… bitte“ flehte er seinen Peiniger an. Angst klang in der Stimme, nein, das war schon Panik. Der Unbekannte lachte leise. „Tja, deine Leute wollen wohl nur ein Stück von dir.“ Er spürte die Klinge wieder über seinen Körper fahren. Schon das tat höllisch weh. Wieder am Ohr hielt der Mann die Klinge an. „NEIN, Bitte… ich flehe Sie an, hören Sie auf damit… bitte…“ Das Metall verschwand und der Mann sagte: „Also…nun gut. Ich will mal nicht so sein.“ Eine Pause entstand. „Okay, du hast eine Chance.“ Dann wurde er hochgezogen. „Aber ganz ohne geht es leider nicht.“ Dann landete eine Faust in seinem Magen. Mit einem Schmerzschrei ging Semir zu Boden. Alle im Raum, Semir vermutete drei Leute, traten von alle Seiten auf ihn ein. Die meisten landeten im Rippenbereich. Er krümmte sich zusammen. Nach drei Minuten, die ihm endlos vorkamen, wurde er hochgezogen. Er fühlte das Blut. Einer hatte ihn ins Gesicht getreten. Dann spürte er ein Handy am Ohr. „so und nun wirst du deinen Freunden sagen, dass sie noch eine Chance bekommen.“ Semir hörte das Freizeichen.

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  • Anna saß Chris im Büro gegenüber. Alle schwiegen und sahen sich bedrückt an. Da klingelte das Handy welches Chris immer noch von den Entführern hatte. „Ja?“ fragte er vorsichtig. „Chris.....“ „SEMIR!“ „Chris… ich…bitte… hilf…mir. Tut doch was sie sagen…“ Chris hörte aus der Stimme den Schmerzenschrei dann nur noch ein Stöhnen. Dann war der Mann zu hören. „So, ich habe deinem Kollegen eben gezeigt, dass ihr euch nicht daran gehalten habt. Noch einmal so ein Fehler und er kommt Stückchenweise zurück, klar?“ „Wir werden uns daran halten. Geben Sie mir bitte noch einmal Semir. Bitte“ „Schade er ist gerade nicht anwesend. Aber keine Sorge, noch hat er seine Finger, seine Ohren und seine Zehen. Aber nicht mehr lange. Ihr habt zwei Tage.“ Der Anrufer beendete das Gespräch. Chris sah Anna an. „Semir hörte sich überhaupt nicht gut an. Die Stimme war voller Schmerzen, Angst und Panik. Ich weiß nicht, was sie mit ihm getan haben, aber…“ Er sah Lena an. „Daran sind ganz allein Sie schuld. Was wollen Sie nun tun, erneut einen Zugriff machen?“ Lena zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht was Sie haben, Herr Ritter. Der Zugriff war doch erfolgreich. Wir haben zwei der Erpresser einkassiert. Einer von ihnen singt schon.“ Anna schüttelte den Kopf. „Sie glauben doch nicht im Ernst, dass einer von denen weiß wo Semir ist? So naiv können Sie doch gar nicht sein.“ Lena lächelte. „Frau Engelhardt das hat nichts mit Naivität zu tun, sondern mit Erfahrung.“ Anna und Chris sahen sich nur an.


    Semir wurde wieder in seinen Raum gebracht und an dem Bett gekettet. Aber diesmal blieb die Schlinge vom Hals. Er konnte vor Schmerzen kaum Luft holen. Doch er spürte, dass er nicht allein im Raum war. „Es tut mir wirklich Leid, dass ich dir Schmerzen zufügen musste, aber ist doch besser als ohne Ohr, oder Finger und Zeh. Findest du nicht auch. Deine Freunde sind ziemlich dumm. Sie glauben tatsächlich, dass die beiden die das Geld holen sollten, wissen wo du bist. Nun ja. Ich denke die nächste Übergabe wird ganz ohne Probleme ablaufen. Wenn nicht, dann wirst du etwas von dir geben müssen. Also bete zu Gott oder zu Allah, wenn du willst, dass sich deine Kollegen diesmal an die Anweisungen halten.“ Der Mann überprüfte den Sitz der Handschellen und Fesseln an den Beinen, zog das Seil noch fester und ging dann raus. Semir blieb allein. Er schloss die verbundenen Augen und versuchte die Schmerzen zu kontrollieren. Er konnte nichts tun. Er war diesen Männern hilflos ausgeliefert. „Chris, tut doch was sie sagen. Ich will nach hause. Bitte. Holt mich hier raus.“ sagte er leise und er spürte wie Tränen in die Augen stiegen. Zwei Tage. Er sollte noch zwei Tage hier bleiben.

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  • Als Lena Strathmann gegangen war, saßen Chris und Anna in dessen Büro. „Wir müssen uns was einfallen lassen. Chefin ich habe Semir gehört. Er hat Angst. Die Schmerzen die er ertragen muss sind, so konnte ich hören, extrem. Wir müssen ihn raus holen. Die Männer scherzen nicht. Sie kennen Semir, wenn der anfängt zu betteln, dann…“ Anna nickte. „Ja sicher. Aber mir sind die Hände gebunden. Ich weiß nicht genau was ich da… Moment, Eine Möglichkeit gibt es noch. Wieso ist es mir nicht vorher eingefallen. Ich bin gleich wieder da.“ Sie stand auf und ging in ihr Büro. Nur zehn Minuten später kam sie wieder. „So alles geregelt. Wir werden Semir befreien.“ Chris sah sie an. „Ich versteh nicht ganz. Was ist geregelt? Wie wollen wir Semir befreien?“ „Nun ich habe meine Kontakte im Ministerium angerufen. Der Fall wird mir übertragen. Frau Strathmann hatte nie die Erlaubnis den Fall zu leiten, weil wohl schon des Öfteren einiges schief gelaufen ist. Mein Kontakt wollte nicht näher darauf eingehen und hat mir versprochen Frau Strathmann zu sich zu bestellen.“ Anna lächelte zufrieden. Chris sah sie an. „Wer ist, wenn ich fragen darf Ihr Kontakt?“ „Sie dürfen, Chris. Sie dürfen. Aber den Namen werde ich für mich behalten. Wenn die Entführer sich wieder melden, dann sagen sie ihnen, dass wir alles erfüllen wenn sie Semir zur Übergabe mitbringen.“ Chris nickte.


    Andrea schlief. Ihre Mutter sah regelmäßig zu ihr. Sie war fertig mit den Nerven, dass war klar. Es klingelte. Chris stand vor der Tür. „Hallo, ich wollte zu Andrea.“ „Haben Sie gute Nachrichten für sie?“ fragte Margot ihn. Chris schüttelte den Kopf. „Nein. Leider nicht. Die Übergabe ist gescheitert und…“ „Dann sollten Sie wieder gehen. Herr Ritter, Andrea ist eh am Boden zerstört. Seit drei Tagen ist Semir bereits in den Händen von diesen Verbrechern. Sie ist nervlich zu labil, um eine weitere schlecht Nachricht zu empfangen.“ Chris nickte. „Sie bleiben bei ihr? Ich meine bis die Sache ausgestanden ist?“ Margot nickte. „Natürlich. Ich lasse mein Kind in dieser Situation nicht allein.“ „Grüßen Sie Andrea von mir und sagen sie ihr, dass ich grundsätzlich meine Versprechen einlöse. Sie und Aida werden Semir zurückbekommen.“ Margot nickte. „Ich muss nach Aida sehen. Sie weint.“ Chris nickte und fuhr wieder ab. Nun hieß es warten. Warten auf den erlösenden Anruf.

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  • :evil: Keine Feeds von meinen Leserinnen??? Hmmm.... irgendwas stimmt nicht. Liegt es an der Story??? ich bin extra nicht so gemein geworden. Aber ich bin ja net so. Hier kommt das Abendessen :baby:


    Als Chris am nächsten Morgen zur PAST kam, war er müde und unausgeschlafen. Zu groß war die Sorge um Semir. Anna wollte sich mit ihm einen Plan ausdenken, wie sie Semir am schnellsten befreien konnten. Anna erwartete ihn bereits. Vor ihr auf dem Tisch standen zwei Reisetaschen. „Das Geld?“ fragte er. Anna nickte. „Okay. Sie werden sich hoffentlich bald melden.“ Chris nickte. „Was ist außer dem Geld drin?“ „Nun ich will ganz sicher gehen, dass wir Semir finden. Wenn sie ihn nicht mitbringen, dann müssen wir sie finden. Hartmut hat sich etwas Besonderes einfallen lassen. Er hat einen Geldschein präpariert. Es fällt nicht auf. Ein Sender ist angebracht. Man glaubt gar nicht wie klein die Dinger mittlerweile sind. Nun der Sender hat nur einen kleinen Funkbereich. Aber wir werden in der Nähe sein und …“ Chris sah sie an. „Chefin, Sie wissen schon, dass ich mit Sicherheit überwacht werde?“ Anna nickte. „Natürlich. Aber wir müssen tätig werden. Wir wissen nicht, was die Männer noch mit Semir machen.“ Das schlimmste was nun kam, war das Warten. Warten darauf, dass sich die Entführer endlich meldeten. Doch der Tag verging, ohne einen Anruf.


    Am nächsten Morgen kam Chris zu Anna ins Büro. „Ich habe mich mit den beiden gefassten Entführern unterhalten. Es ist genau wie Sie sagten. Die wissen gar nichts. Man hat ihnen tausend Euro angeboten, wenn sie das Geld holen. Keine Fragen, keine Antworten.“ Chris sah sie enttäuscht an. „Das dachte ich mir schon.“ Wütend schlug er auf den Tisch. Endlich! Das Handy klingelte. „Ja“ meldete sich Chris. „Chris … bitte tu was sie sagen. Die Männer…. Scherzen nicht…. sie meinen es ernst.“ „Semir? Es wird gut, hörst du?“ „Nein er hört nicht. Okay, wir werden nun die zweite Übergabe versuchen. Keine Tricks, sonst….“ „ Ja schon gut. Wir werden nichts unternehmen. Lassen Sie mich mit Semir sprechen, bitte.“ „Nein. Und nun zu den Aufgaben. 1. Du fährst morgen um neun Uhr zum Rastplatz an der A4 bei KM 471. Dort wirst du eine Nachricht finden. Sie ist an dem kaputten Tisch angebracht. Der Parkplatz ist gesperrt, also wird keiner die Nachricht abnehmen können. In diesem Umschlag kannst du ein Bild sehen. Es zeigt deinen Kollegen in seinem jetzigen Zustand. Nur zur Warnung für dich. Noch ist es harmlos. Aber wenn du noch einen Trick versuchst, dann…“ „Bringen Sie meinen Kollegen mit zum Austausch. Geld gegen Geisel.“ Der Anrufer lachte. „Das ist sehr gut. Nein. Er bleibt wo er ist. Also in morgen um neun am Rastplatz.“ Der Anrufer legte auf.


    Semir lag in seinem Raum. Er hörte erneut wie jemand den Raum betrat. Dann roch er essen. Die letzten Tage hatte er Reis und Soße bekommen. „So alles geregelt. Du wirst bis morgen unser Gast bleiben. Bete dass deine Kollegen sich an die Bedingungen halten. Ich nehme dir die Auenbinde ab. Aber mach dir keine falsche Hoffnung.“ Er spürte eine Hand an seinem Kopf. Dann fiel die Augenbinde runter. Seit drei Tagen durfte er das erste mal wieder was sehen. Doch leider gab es nicht viel zu sehen. Der Raum war dunkel. „Wie spät ist es?“ fragte Semir leise. Der Mann hatte eine Sturmhaube auf. „Iss.“ Semir schüttelte den Kopf. „Ich hab keinen Hunger.“ Das war eine ziemliche Lüge. Er hatte Hunger. „Na hör mal. Du hast heute Morgen das letzte gegessen Ich will doch nicht, dass deine Kollegen glauben wir hätten dich vernachlässigt. Also iss.“ Der Mann nahm einen Löffel, füllte ihn und hielt ihn vor Semirs Mund. Dieser drehte den Kopf weg. Der Mann wurde wütend. „Willst du in den Hungerstreik treten?“ Er griff Semir unters Kinn und drückte seinen Kopf zu sich. Dann drückte er Zeigefinger und Daumen in die Wangen und zwang Semir den Mund zu öffnen. Mit der anderen Hand drückte er den Löffel in den Mund. Dann drückte er den Mund zu. „ISS!“ brüllte er Semir an. Dieser fing an zu kauen. „Na also.“ Nachdem Semir den Reis geschluckt hatte sah er seinen Peiniger an. „Warum bringen Sie mich nicht direkt um? Sie lassen mich doch eh nicht gehen.“ Der Mann lachte. „Wie kommst du denn darauf? Du darfst gehen. Sobald wir das Geld haben. So und nun iss weiter.“ Semir nickte. „Ich hab Durst. Und ich muss mal zur Toilette. Bitte.“ „Ja sicher. Wasser gibt es auch. Ach und das mit den Schlägen, nimm es nicht so ernst. Es hätte schlimmer kommen können.“ Semir konnte nichts darauf sagen. Als er mit allem fertig war und wieder auf dem Bett lag, nahm der Mann wieder die Augenbinde. „Bitte, lassen Sie sie runter.“ sagte Semir leise. Der Mann sah ihn unschlüssig an und entschied dann: „Nein. Besser nicht. Wenn du nichts siehst, kannst du nichts tun.“ Er verband die Augen erneut. Semir hörte wie der Mann den Raum verließ. Der Mann hatte Recht. Wenn er blind war, konnte er nichts unternehmen. Aber was hätte er denn schon machen können. Die Hände waren seit Tagen gefesselt und die Beine ja auch. Selbst Houdini, der Entfesselungskünstler wäre hier nicht raus gekommen. Semir konnte nur warten. Warten bis man ihn freilässt, oder bis man ihn tötet. Er hoffte nur, dass es schnell ging.

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  • Chris wartete auf dem Rastplatz. Er hatte die Nachricht gefunden. Als er das Bild aus dem Umschlag zog, stöhnte er leise auf. Das Bild zeigte Semir auf einem Bett liegend. Augen verbunden, Hände und Füße gefesselt. Chris sah die Schlinge um seinen Hals. Diese verdammten Schweine, dachte er. Dann las er die Nachricht. Die Anweisung hieß: „Fahr in Richtung Leverkusen, an der alten Eisenbahnbrücke wirfst du die Taschen aus dem Auto. Bleib nicht stehen. Keine Tricks. Dein Kollege will heim.“ Chris fuhr wie angefordert. Auf der Brücke warf er die Taschen kurz nach einander raus. Nun konnte er nur warten. Wieder nur warten. Wie lange? Einen Tag? Zwei? Lassen die Männer Semir laufen? Die Fragen quälten ihn. Er verfluchte, dass er nichts tun konnte. Nachdem er zurück gefahren war, klingelte das Handy erneut. „Ja?“ fragte er. „Sehr gut gemacht. Wenn ihr beim ersten Mal so gearbeitet hättet, dann wäre es viel einfacher gewesen. Okay. Sobald das Geld bei uns eingetroffen ist, erfahrt ihr wo euer Kollege ist. Noch geht es ihm gut. Aber wenn ich feststellen sollte, das das Geld irgendwie präpariert wurde, dann...“ „Okay, schon gut. Sagen Sie mir wann?... Hallo?...Hallo?“ Doch der Anrufer hatte aufgelegt. „Verdammt!“ Chris schlug wütend auf das Lenkrad.


    Semir schlief als die Tür aufging. Erschrocken versuchte er sich aufzusetzen. Er spürte wieder Hände, die ihm die Fesseln öffneten. Er wurde hochgezogen. Semir wusste, das die Geldübergabe gelaufen war, dass hatte man ihm gesagt. „So, mein Freund. Du darfst uns nun verlassen.“ Er wurde aus dem Raum gebracht. Unsicher ob er nun wirklich gehen durfte, setzte er einen Schritt vor dem Anderen. Irgendwie glaubte er nicht ganz daran. Doch die Männer brachten ihn anscheinend an die frische Luft. Dann wurde er gezwungen in ein Auto zu steigen. Doch immer noch waren die Augen verbunden und er war gefesselt. „So nun bringen wir dich zu einem Ort, an dem deine Freunde dich abholen können.“ Irgendetwas an der Stimme ließ Semir zusammen zucken. Diese Stimme? Er kannte sie. Aber woher? Diese Stimme hatte er heute zum ersten Mal hier, an diesem Ort gehört, aber er war sich sicher, diese Stimme zu kennen.. Doch der Name? Wie war der Name? Semir grübelte. Dann fuhr der Wagen ab. „Wohin bringen Sie mich?“ wollte er nach einer geraumen Zeit wissen. „Wir sind gleich da. Dann rufen wir deine Freunde an und dann darfst du heim, Gerkhan.“ Ein Lachen kam. Da fiel der Groschen. Das war Steiner. Mark Steiner. Semir war sich sicher. Nur nichts anmerken lassen. Wenn Steiner merkte, dass er ihn erkannt hatte, dann... ja da war Semir sich sicher. Dann würde er sterben. Nach ungefähr vierzig Minuten war die Fahrt vorbei. Semir wurde aus dem Wagen gezerrt. Er fühlte Waldboden unter den Füßen. Er wurde an einem Baum gedrückt. „So, setzt dich hin.“ Semir ging langsam runter. Die Hände wurden losgemacht und anschließend um den Baum herum wieder gefesselt. Nun musste Semir warten.


    Na so langsam kommt die ERlösung..... oder nicht? Was glaubt ihr? Hat Semir es überstanden???? :D

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  • Nachtisch :D


    Chris und Anna warteten ebenfalls. Sie warteten auf den Anruf, dass der Sender einwandfrei funktionierte und sie zu Semir konnten. Doch dann kam eine schlechte Nachricht herein. Der Sender arbeitete nicht. Chris schloss die Augen. „Verdammt. Das ist doch wohl ein schlechter Scherz.“ Anna knetete die Hände. „Dann können wir nur hoffen, dass sich die Leute an ihre Abmachung halten. Sie schaute auf die Uhr. Wir haben es bereits dreizehn Uhr. Die haben sich das Geld doch sicher schon geholt. Wieso rufen die nicht an?“ Chris sah sie an. „Ich befürchte, das sie sich nicht melden werden.“ Anna schüttelte den Kopf. „Ich weiß Chris. Aber ich hoffe inständig, dass...“ Sie wurde durch das Klingeln des Handys unterbrochen. „Ja?“ fragte Chris ungeduldig ins Handy. „Sehen Sie. Schon ist es geschafft. Sie dürfen Ihren Freund abholen. Er sitzt im Waldgebiet an der A4. Es geht ihm gut. Holen Sie ihn.“ „Welches Waldgebiet?“ „An der A4. Sagte ich doch. Zwischen Köln und Aachen.“ Der Mann lachte. „Wissen Sie wie groß das Gebiet ist? Wo ist er genau?... Hallo?... Hallo?“ Doch der Mann hatte aufgelegt. Anna sah ihn an. „Wir schicken sofort einige Streifen los. Das ganze Gebiet wird abgesucht.“ Chris nickte. „Ich fahre direkt los.“ Schon war er draußen.


    Semir saß am Baum. Die Männer hatten ihm die Augenbinde nicht runter genommen. Er merkte dass es kalt wurde. Er fühlte den Wind. Hoffentlich fanden ihn Chris und die Chefin bald. Es war beängstigend ruhig, wo er war. Doch er stellte sich die Frage, wo er genau war. Wald, das hatte er bemerkt. Er hörte die Vögel. Nach der langen Isolation, hörte er ihren Gesang gern. Es roch nach Tanne. Doch er konnte überall sein. War es schon dunkel? Oder war noch Tag? Es musste ein abgeschiedenes Gebiet sein, wo er war. Hier waren keine Spaziergänger. Er hörte keine Autos. Wie lange musste er hier ausharren? Er lehnte seinen Kopf an den Baum. Nur kurz darauf schlief er ein. Die Erschöpfung forderte ihren Tribut. Er hatte zwar öfter geschlafen, aber die Angst ließ ihn immer wieder aufwachen.

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  • Chris fuhr die A4 ab. Es war ein verdammt großes Gebiet was sie absuchten mussten. Er sah auf die Uhr. Es war fünf nachmittags. Das heißt Semir war bereits seit vier Stunden auf freiem Fuß und auch nicht. Wer weiß in welchem Zustand er sich befand. Mit Sicherheit war er gefesselt. Vielleicht sogar geknebelt. Chris fuhr auf den ersten Rastplatz wo ein Wald war. Er stieg aus und ging ein Stück. „SEMIR!“ rief er. Keine Antwort. „Verdammt, ich brauch ja Tage bis ich das Stück durch habe. „SEMIR!“ versuchte er noch einmal. Nichts. Chris ging zum Wagen zurück und griff zum Funk. Hotte meldete sich. „Gib mir bitte die Chefin.“ Nur kurz darauf meldete sich Anna. „Chefin, wir brauchen eine Hundertschaft mit Suchhunde. Ohne deren Hilfe schaffen wir es nicht.“ „Ich werde zwei Staffeln anfordern. Mehr bekomme ich nicht.“ Nur eine weitere Stunde später füllte sich der Platz mit Suchhunden und Polizisten, die bei der Suche helfen sollten. Chris wies die Leute ein und dann ging das große Suchen los. Doch leider war dieser Rastplatz nicht der Richtige. Die gesamte Masse an Polizisten und Hunden fuhren zum nächsten Rastplatz. Es ging mittlerweile auf 19.00 Uhr zu. Es wurde dunkel.


    „Wir brechen die Suche ab.“ hieß es gegen 21.00Uhr vom Hundestaffelführer. Chris sah ihn an. „Wie bitte?“ „Wir brechen ab. Es ist stockfinster da im Wald. Wir sehen nichts und die Hunde sind ebenfalls am Ende.“ „Dann besorgen Sie sich eine neue Staffel. Wir haben doch sicher mehr als nur diese sechs, oder?“ „Sie verstehen mich nicht, Herr Ritter. Es ist zu gefährlich. Wir selbst sehen nichts mehr.“ „Aber... mein Kollege ist dort irgendwo und er will sicher auch nach hause. Also bitte. Wir suchen weiter.“ Der Mann schüttelte den Kopf. „Das geht nicht. Wenden Sie sich bitte an meinen Vorgesetzten. Wir haben ganz klare Regeln.“ Er rief seine Leute zusammen und fuhr ab. Chris blieb verloren stehen. Er ging zu seinem Wagen und rief Anna an. „Die Hunde sind wieder weg. Sie wollen nicht weitersuchen...“ „Chris. Es ist gut. Wir werden direkt morgenfrüh anfangen zu suchen. Fahren Sie auch nach Hause. Schlafen Sie.“ „Chefin. Semir wartet doch auch darauf, endlich befreit zu werden. Er will sicher nach hause und...“ „Chris. Wir können im Augenblick nichts tun.... Chris?“ Doch er antwortete nicht. Er warf das Mikro auf den Sitz und ging erneut in den Wald. Mit einer Halogen-Lampe bewaffnet machte er sich auf die Suche nach Semir.

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  • Semir wurde wach. Er spürte Kälte der Nacht. Er versuchte endlich die Augenbinde runter zu bekommen, dazu rieb er den Kopf an der Schulter. Doch die Binde saß zu fest. „Hallo?“ rief er. Doch er war nicht verwundert dass ihn niemand hörte. Er konnte nur abwarten und hoffen, dass er bald gefunden wurde. Es wurde kalt. Er hatte Hunger und Durst. Zu allem Überfluss fing es nun auch noch an zu regnen. Innerhalb weniger Minuten war Semir klatschnass. Semir zerrte an den Fesseln. Die Kälte und Feuchte kroch durch seinen ganzen Körper. „HEY! HALLO! HILFE!“ rief er verzweifelt. Wer weiß wo man ihn angebunden hatte. Wenn er doch nur etwas sehen könnte Er versuchte seinen Kopf an der Schulter zu reiben, um diese Augenbinde loszuwerden, doch es misslang. Auch der Baum war keine große Hilfe. „HILFE!! Hört mich den niemand? HILFE!“ rief Semir verzweifelt weiter. Die Kleidung klebte an seinem Körper. Er fror. „Bitte Chris… hol mich doch endlich raus. Ich will zu Andrea, bitte.“ flehte er leise.


    Chris fluchte, als der Regen fiel. Er wurde nass und lief zurück zum Wagen. Auch in diesem Wald schien Semir nicht zu sein. Er setzte sich an den Funk und rief die Zentrale. „Chefin,“ fragte er. „Ja was gibt es? Haben Sie ihn gefunden?“ „Nein. Ich hab entweder die Orientierung verloren, oder er ist nicht hier. Wir müssen bis zum Morgen warten. Es ist jetzt fast Mitternacht und es schüttet aus Kübeln. Ich hoffe nur, das Semir in irgendeiner Hütte sitzt und …“ „Er wird sicher bald gefunden. Chris versuchen Sie zu schlafen. Sie helfen Semir nicht wenn sie morgen übermüdet sind.“ „Ich schlafe im Wagen. Zumindest werde ich es versuchen. Dann hab ich es nicht so weit.“ „Alles klar. Morgen bei Ihnen auf dem Rastplatz. Ich komme ebenfalls dahin.“ „Danke Chefin. Ähm, das mit vorhin… ich wollte nicht… ich meine…“ „Schon gut Chris. Ich verstehe Sie.“ Chris legte sich in den Wagen. Doch der Schlaf wollte nicht kommen. Er sah auf die Uhr. Es war bereits drei Uhr nachts, als er dann doch endlich einschlief.


    Gegen sechs klopfte es an der Autoscheibe. Chris schreckte hoch. Anna sah ihn an. „Morgen.“ sagte sie und er erwiderte den Gruß. Er stieg aus. „Okay, los geht es. Es war heute Nacht ziemlich kühl und am Regnen. Wenn Semir ohne Schutz war, dann…“ Anna nickte. „Erst frühstücken wir. Wenigstens einen Kaffee.“ Chris nahm das Angebot an und Anna schenkte ihm ein. „Wie weit waren Sie gestern?“ „Nicht sehr weit. Wir haben die ersten 40 HA abgesucht. Aber das Gebiet ist riesig. Er kann überall sein.“ „Wir finden ihn. Wir haben diesmal drei Staffeln zur Verfügung. Und die gehen sofort los. Sie eine Gruppe ich eine Andere. Die Dritte wird von Hotte und Dieter begleitet. Wir finden Semir.“ Chris nickte und machte sich dann auf den Weg. Stunden vergingen. Keine Spur von Semir. Chris und seine Gruppe wollten schon umdrehen, als sie ein leises „HILFE!“ hörten. Sofort ging Chris in die Richtung. Nur zwanzig Minuten später fand Chris Semir an einem Baum.

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