Verlorene Freiheit

  • Verlorene Freiheit


    Tom saß am Frühstückstisch, als es an der Tür klingelte. Er öffnete doch vor der Tür stand niemand. Dafür lag ein Päckchen davor. Tom nahm es auf und brachte es in die Küche. Dort öffnete er es. Als er hineinsah, drehte er sich angeekelt weg. Im Karton lag eine tote Katze, extrem verunstaltet. Auf dem Brief, der auf dem oberen Teil des Päckchens angeklebt, stand in großen Lettern: „Letzte Warnung. Sonst trifft es dir wichtige Personen.“ Tom sah erneut in das Päckchen. Was sollte das sein? Ein übler Scherz? Daran glaubte Tom weniger. Er wollte mit Semir, der heute aus dem Urlaub zurück kam darüber sprechen. Aber es schien einen der Fälle zu betreffen, die er bearbeitete. Da war zum einen der Betrunkene, der mit 1,6%0 eine Familie totgefahren hatte. Dann der Mann, der meinte auf der Autobahn galt nur das Gesetz des Schnelleren, und dabei einen Massencrash mit vier Schwerverletzten verursachte. Und zu guter Letzt der Zigarettenfund im Wagen einer vietnamesischen Familie. Die natürlich beteuerte damit nichts zu tun zu haben. Zigarettenschmuggel war eine der meisten Gründe mit denen Vietnamesen auffielen. Er überlegte, doch eigentlich traute er es keinem der Fälle zu. Na dann doch nur ein Streich, ein übler zwar, aber na ja. Was soll’s, dachte er und brachte den Karton mit dem Kadaver in den Müll.


    Semir wartete bereits vor der PAST auf Tom. Als dieser auffuhr, sah er ihn an und winkte kurz. Er öffnete die Tür und meinte nur. „Wir können direkt weiter. A4 Unfall mit Tote. Da soll ein LKW ins Stauende gefahren sein. Wegener meinte der Tote, der gefahren ist wäre mindestens schon seit acht Stunden tot.“ Tom sah ihn an. „Wie, der Tote, der gefahren ist?“ „Na am Lenkrad des LKWs saß ein Toter.“ „Na das passt ja super. Erst bekomme ich ne tote Katze zum Frühstück und nun einen Toten Menschen. Besser kann der Tag nicht beginnen.“ stöhnte Tom und bekam von Semir einen etwas seltsamen Blick zugeworfen. „Wie ne tote Katze?“ fragte er erstaunt. Tom nickte. „Ja heute Morgen lag das Päckchen vor meiner Tür. War kein schöner Anblick. Dazu eine Warnung. Warum weiß ich allerdings nicht.“ „Was ist denn so in den letzten Tagen passiert? Wer könnte dich denn auf dem Kicker haben?“ Tom zuckte mit den Schultern. „Weiß ich auch nicht. Ich habe im Augenblick drei Fälle, aber ich glaube kaum, das davon einer was damit zu tun hatte. Das waren alles kleine Sachen.“ Semir nickte. „Na mal sehen. Schauen wir uns erst mal diesen Toten an und dann...“ Tom war einverstanden und nur fünfzehn Minuten später standen sie am Unfallort.

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  • Wegener deckte gerade die Leiche zu, als Tom und Semir auf ihn zukamen. „Ach da ist ja der Urlauber und sein stets pünktlicher Kollege.“ „Hallo Wegener. Was hast du denn schon wieder? Was kann ich denn dafür, dass du nie Urlaub machst?“ fragte Semir und grinste leicht. Tom antwortete gar nichts. „Was ist das?“ fragte Semir und sah die Tasche neben Wegener stehen. „Ach das, Da ist mein Frühstück drin. So nun zu unserem Freund hier. Er heißt Lou van Tran. Ist Vietnamese und per Kopfschuss regelrecht hingerichtet worden. Anschließend ans Steuer gesetzt und dann auf die Autobahn gebracht worden.“ Semir sah ihn an. „Woher willst du das denn wissen?“ „Das sagt mir der kriminalistische Verstand. Er wird mit der Kugel im Kopf sicher nicht allein eingestiegen sein. Und dass er vorher tot war, ist einfach zu erklären. Wenn er im Auto erschossen worden wäre, wären Blutspritzer an den Scheiben. Dort ist aber nichts. Also war er schon tot als er am Steuer war.“ „Ja und wer hat dann Gas gegeben? Er doch wohl sicher nicht.“ meinte Semir trocken. Wegener schüttelte den Kopf. „Nein mit Sicherheit nicht. Es muss noch einen Beifahrer gegeben haben. Das Gaspedal war nicht blockiert. Die Leute haben wohl gedacht, dass der Wagen explodiert und der Mann verbrennt. Dann wäre es ziemlich schwer gewesen, ihn zu identifizieren. So allerdings...“ Semir nickte. „Den Bericht hab ich morgen?“ Wegener nickte. „Wie immer Semir.“ Tom und Semir fuhren wieder ab. Tom war schweigsam wie schon lange nicht mehr. Semir sah ihn an. „Hey was hast du denn?“ Tom sah ihn an. „Ach ich weiß nicht. Das Gesicht von dem Toten, kam mir ziemlich bekannt vor.“ „Na die sehen doch alle gleich auch. Schlitzaugen, schwarze Haare. Was ist denn daran so merkwürdig.“ „Ich weiß nicht, irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl das es nicht alles ist. Da kommt sicher noch was Großes.“ Semir nickte. „Na gut. Wenn du das Gefühl hast. Dann sollten wir mal anfangen was über diesen… wie hieß der noch?“ „Lou van Tran.“ „Also wenn dieser Lou von Tran, mit einem deiner Fälle zu tun hat, dann ist es auch nicht ausgeschlossen, dass die tote Katze heute Morgen auch was damit zu tun hat.“ Tom nickte. „Ja und die Warnung war mehr als deutlich.“ Semir nickte. „Wir kriegen das schon hin.“ „Da bin ich mir ziemlich sicher. Aber wir müssen aufpassen.“ „Klar doch. Ich werde für ne Zeit bei dir einziehen. Das kriegen wir schon mit Andrea hin. Die ist doch froh, wenn ich mal nicht zu hause bin. Und die Chefin… Was sagen wir ihr?“ „Noch gar nichts. Es ist bisher ja nicht viel passiert.“ „Ja noch nicht. Okay, die Chefin bekommst es später gesteckt.“

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  • „Du hast die Warnung an den Bullen abgegeben?“ fragte Trong. Nhi nickte. „Ja habe ich. Aber ich glaube nicht, dass er sich raushalten wird. Schon gar nicht wo Lou jetzt tot ist.“ „Och das lass nur meine Sorge sein. Wir werden ihn im Auge behalten. Der Bulle wird sicher nichts mehr unternehmen. Sonst werden einige Freunde von ihm sicher schwere Zeiten mitmachen. Hoa und Nhian werden die Überwachung übernehmen. Sobald sie merken, dass er aktiv wird, werden wir ihn irgendwie festsetzen. Ich werde mir da was einfallen lassen. Ach das mit Lou. Er hätte sich nicht erwischen lassen sollen. Schade eigentlich. Er war brauchbar. Aber seine Familie wird sich bestimmt wohl fühlen in der alten Heimat. Sie werden morgen ausgeflogen. Wir brauchen einen neuen Boten. Kennst du noch jemanden?“ Nhi nickte. „Ja da gibt es Khan. Er ist im Augenblick arbeitslos und bekommt Harz IV. Der deutsche Staat lässt unsere Landsleute fast verhungern. Allerdings hat er kein Auto.“ Trong lachte. „Das ist kein Problem. Das bekommt er von mir. Wichtig ist nur, dass wir ihm trauen können.“ „Das können wir. Khan würde alles tun um Geld zu verdienen.“ Trong nickte. „Okay, dann bestell ihn für morgen her. Ich erwarte die nächste Lieferung bereits übermorgen. Er sollte dann bereits in Holland sein.“ Nhi nickte und verschwand.


    Tom und Semir kamen in der PAST an und wollten sich gerade Kaffee holen, als Anna sie rief. „Kommen Sie bitte beide in mein Büro.“ Tom sah Semir kurz an und dann gingen sie hinein. „Semir, ich hoffe Sie haben einen schönen Urlaub gehabt.“ „Ja danke Chefin. Er war sehr erholsam.“ „Nun gut. Dann können Sie Tom direkt helfen. Er hat drei Fälle zu bearbeiten und ich hätte sie gern schnell erledigt.“ „Warum die Eile?“ fragte Tom erstaunt. „Das hat sicher seinen Grund. Aber ich erkläre Ihnen gern warum. Nächste Woche beginnt endlich mein Urlaub und ich hätte bis dahin gern die Fälle, die jetzt laufen erledigt.“ „Ja aber…“ „Tom bitte. Ich möchte darüber nicht diskutieren. Der Fall mit dem Betrunkenen ist eindeutig. Das können wir so überstellen. Das mit dem Crash ebenfalls. Also nur noch der Zigarettenschmuggel und ganz neu, der Tote auf der Autobahn. Was gibt es dazu zu berichten?“ „Nun, der Tote ist sicher nicht allein Auto gefahren. Soweit ist sicher. Sicher ist auch, dass der Mann bereits tot war, als der Unfall geschah. Wegener meinte so etwas acht Stunden vorher. ER ist hingerichtet worden. Kopfschuss aus nächster Nähe. Ich tippe auf die Zigarettenmafia.“ Anna sah Tom an. Dann sah sie zu Semir. „Was meinen Sie dazu?“ „Ich weiß nicht genau. Ich kenne die Akte noch nicht genau. Aber es ist schon seltsam, wenn innerhalb der kurzen Zeit zwei Vietnamesen in irgendwelchen Fällen auftauchen. Ich muss mich erst mal einlesen.“ „Tun Sie das. Aber tun Sie es schnell.“ Semir und Tom verschwanden in ihr Büro. „Okay, und nun?“ fragte er Tom. Dieser sah ihn an und warf ihm dann die Akte rüber. „Lies dich ein.“ „Na vielen Dank. Ich muss gleich mal mit Andrea sprechen, wegen der nächsten Zeit.“ „Ja aber verrate ihr nicht, warum:“ „Na für was hältst du mich denn?“ Er las die Akte und ging anschließend zu Andrea, die an ihrem Schreibtisch saß.

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  • Andrea sah auf, als ihr Mann vor ihr stand. „Was habt ihr wieder vor?“ fragte sie Semir. Dieser sah sie erstaunt an. „Was? Wie? Woher? Moment mal. Wie kommst du darauf, dass wir was vorhaben?“ „Semir. Bitte. Wie lange kennen wir uns jetzt?“ Semir schmunzelte. „Na ein paar Jahre sind das schon.“ „Genau. Und wie lange sind wir schon verheiratet?“ „Genau? Zwei Jahre, drei Monate, 18 Tage, und Moment“ er sah auf die Uhr, „11 Stunden.“ Andrea lachte. Sie liebte Semir für seine absolute Genauigkeit. Allerdings ließ er die Regeln auch mal so biegen, dass sie ihm passten. „Also was?“ fragte sie erneut. Semir küsste sie. „Ich werde für ein paar Tage bei Tom wohnen. Er wird bedroht und ich möchte einfach bei ihm sein.“ „Habt ihr der Chefin davon erzählt?“ „Nein noch nicht. Heute Morgen hat er eine tote Katze vor der Tür gefunden und eine Warnung. Aber wir wissen nicht genau was dahinter steckt.“ „Ihr müsst der Chefin auf jeden Fall sagen, was los ist. Wenn nicht, dann tue ich das nämlich.“ „Andrea bitte. Nur ein paar Tage, okay? Sieh mal. Wenn Tom jetzt was passiert, dann müsste ich alleine arbeiten, die ganze Erholung aus dem Urlaub wäre weg und du hättest einen völlig gestressten und genervten Mann zu Hause sitzen. Willst du das?“ Andrea lachte. „Nein, ganz sicher nicht. Okay. Ich werde drei Tage nichts sagen. Wenn die Chefin mal zuhause anrufen sollte, sag ich du bist bei Tom.“ Semir küsste Andrea noch mal „Danke Schatz. Ich liebe dich.“ „Ja, ich weiß.“ meinte Andrea nur.


    Semir ging zurück zu Tom. „Okay, alles klar. Sie hat nichts dagegen.“ Tom sah ihn an. „Du lügst.“ Sagte er nur. Semir fühlte sich ertappt. „Nun ja. Sie meint wir sollten es der Chefin sagen. Und eigentlich hat sie ja auch Recht damit. Sie hält auf jeden Fall den Mund für genau drei Tage. Danach wird sie sich an die Chefin wenden.“ Tom nickte. „Okay, dann haben wir drei Tage um aufzuklären, was das soll.“ Semir nickte. „Genau. Deshalb werden wir und jetzt bei der Chefin abmelden und die Akte mitnehmen. Ich bin mir sicher, dass dieser Vietnamese Lou van Tran, mit diesem Toten zu tun hat.“ Tom stutzte. „Wie war der Name?“ Semir sah in die Akte. „Lou van Tran. Wieso?“ „Erinnerst du dich wie der Tote auf der Autobahn hieß?“ Semir sah ihn an. „Der hieß doch… oh scheiße. Der hieß genauso.“ Tom nickte. „Ich sagte doch, er kommt mir bekannt vor. Das ist der Typ mit den Zigaretten.“ „Okay, dann werden wir uns erstmal die Angehörigen vornehmen und danach ein paar Sachen von mir packen und dann machen wir es uns bei dir gemütlich. Hast du eigentlich genug Bier im Haus?“ Tom lachte. Dann verließen sie das Büro und fuhren nach Köln.

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  • Die Adresse der Familie des Toten war falsch. Die Straße gab es zwar, aber an der Stelle wo das Haus stehen sollte, war nur braches Land. „Tja, damit ist doch wohl klar, dass wir es hier mit etwas größerem zu tun haben.“ meinte Semir nur und erntete von Tom ein Nicken. Nachdem sie von Semir einen Koffer geholt hatten, machten sich die Beiden es gemütlich. Tom öffnete ihnen Bier und dann setzen sie sich vor den Fernseher. Semir nahm sich die Akten von dem Vorfall mit dem Zigarettenfund und anschließend die des Toten. „Hier dieser Tran hatte Frau und Kinder. Laut Einwohnermeldeamt waren er, seine Frau Li und seine Kinder Thuan und Yam in genau der Adresse gemeldet wo wir heute waren. Aber da stand nie ein Haus.“ Tom zuckte mit den Schultern. „Eine Spur die keine ist. Es gibt tausende von Vietnamesen in Köln, Leverkusen und Umgebung. Da können wir ewig suchen.“ stöhnte er. „Tja. Dann können wir nur abwarten.“ „Das eben nicht. Du hast die Chefin doch gehört, sie will den Fall erledigt sehen. Wieso müssen unsere Fälle immer so kompliziert sein.“ „Ach komm trinken wir unser Bier und gut ist.“ Tom nickte. „Ja du hast Recht.“ Gegen Mitternacht gingen beide zu Bett.


    Am nächsten Morgen holte Tom Brötchen. Semir deckte den Tisch nachdem er geduscht hatte. Er wartete darauf dass Tom wiederkam. Es klingelte an der Tür und Semir dachte, Tom hätte seinen Schlüssel vergessen. Er ging hin und öffnete. Vor der Tür stand niemand. Dann sah er auf den Boden. Dort stand ein Karton. Irritiert hob er es auf und brachte es in die Küche. Sofort dachte er wieder an die Story die Tom ihn erzählt hatte mit der toten Katze. Doch für eine Katze war der Karton eindeutig zu klein. Die Tür ging auf und Tom kam herein. Er sah den Karton auf dem Tisch. „Was ist das denn?“ fragte er. Semir zuckte mit den Schultern. „Die stand vor der Tür. Wollen wir sie öffnen, oder bringen wir sie ins Büro und lassen sie dort untersuchen?“ „Hmmm. Reinsehen können wir doch, oder?“ Semir nickte. „Ja ich mache auf.“ Er öffnete den Karton und sprang zurück. „AHHH“ Tom sah ihn erschrocken an. „Hey, wieder eine tote Katze?“ Semir schüttelte den Kopf. „Nein das Vieh ist nicht tot. Geh da bloß nicht rann. Das ist wenn ich mich nicht irre eine schwarze Mamba.“ „Eine Schlange??“ fragte Tom erstaunt. Semir nickte nur. „Wir rufen einen Spezialisten.“ Tom rief im Zoo an und die versprachen einen Schlangenkundigen zu schicken.

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  • Nachdem die Schlange abgeholt wurde, saßen Semir und Tom am Tisch. „Die scheinen es ziemlich ernst zu meinen.“ Tom nickte. „Ja und ich glaube ich tue besser dran, den Fall abzugeben.“ „Du willst kneifen?“ „Nein Semir. Ich lebe nur gern.“ Tom und Semir aßen mit ziemlich üblem Gefühl ihre Brötchen. Anschließend fuhren sie zur PAST. Andrea sah ihnen an, dass etwas nicht stimmte. „Was habt ihr denn?“ fragte sie neugierig. „Tom hat wieder Post bekommen. Diesmal eine Mamba.“ „Mamba?“ „Ja diese giftige Schlange.“ „Da scheint jemand was gegen dich zu haben, Tom.“ meinte sie dann. Tom nickte. „Ja und ich hätte zu gern gewusst wem ich da auf den Schwanz getreten bin.“ „Das werden wir rauskriegen, glaub mir.“ meinte Semir nur und verschwand in seinem Büro. Tom lief hinterher. „Wie?“ fragte er. „Nun, wenn es diese Zigarettenmafia von Vietnamesen ist, dann werden sie nicht aufhören, bis du aufhörst. Also. Ganz einfach. Wir ermitteln weiter. Wir werden den Bekanntenkreis von diesem Lou befragen. Ich wette, das die alle da mit drin hängen.“ „Ja dann sag mir mit wem wir anfangen.“ „Na ja eigentlich hätte ich gern mit der Frau angefangen, aber die Adresse ist ja falsch. Also werden wir uns mal dort umsehen, wo wir am meisten Vietnamesen wohnen haben.“ Tom nickte. „Gut fahren wir dorthin. Wo ist das?“ Semir sah ihn an. „Woher soll ich das denn wissen?“


    Trong saß an seinem Schreibtisch und sah sich Khan an. Er war klein und machte den Endruck eines Feiglings. Für Trong war es ein Grund zum Lachen. „Nhi, dem traut sicher niemand zu, Zigaretten zu schmuggeln. Gute Wahl. Also Khan. Nhi hat dich aufgeklärt?“ Der Mann nickte. „Gut. Du wirst heute Abend los fahren. Der Wagen steht im Hof. Verstanden?“ Wieder ein Nicken. „Gut. Ach und ich hoffe du bist schlauer als dein Vorgänger und lässt dich nicht erwischen.“ Khan sagte nichts. „Er ist sehr schweigsam. Das ist auch ein Vorteil. Okay, zeig ihm den Wagen und dann gib dem Mann was zu essen. Sieht ja elendig aus.“ Nhi zog Khan aus dem Raum und ging mit ihm in die Küche. Als Khan mit dem Essen fertig war, durfte er einige Runden mit dem Porsche, dem ihn Trong zur Verfügung gestellt hatte fahren, während Nhi noch einmal zu ihm ging. „Was ist mit dem Bullen?“ fragte Trong. „Er hat Verstärkung bekommen. Sein Kollege arbeitet mit an dem Fall.“ „Schade. Gut. Hat er diesmal die Warnung verstanden?“ Nhi schüttelte den Kopf. „Es scheint nicht so. Sie sind derzeit in Köln unterwegs und befragen die Landsleute nach Lou.“ „Gut, dann müssen wir zu härteren Mitteln greifen. Wir müssen wissen, was er schon raus gefunden hat. Noch will ich ihn nicht aus dem Verkehr ziehen. Was wissen wir über diesen Kollegen?“ Nhi zuckte die Schultern. „Mein Kontaktmann ist noch dran. Es sind aber soviel weiß er schon mal sehr gute Freunde.“ Trong nickte. „Wenigstens etwas. Aber trotzdem wäre es gut, wenn wir jemanden direkt in der Nähe haben.“ Trong lief hin und her. Dann sah er Nhi an. „Ich hab es. Deine Schwester.“ Nhi verstand erst nicht. „Was willst du mit ihr?“ „Sie soll sich an den Bullen ranmachen. Dann haben wir ihn unter Kontrolle und deine Schwester hat sicher ihren Spaß.“ „Trong. Meine Schwester weiß nichts von dem was ich treibe und ich hätte es gern dabei belassen.“ Trong lachte. „Ja sie glaubt tatsächlich noch, dass du Koch im Chinarestaurant bist?“ Nhi nickte. „Okay. Dann werde ich eine Andere nehmen. Kennst du eine?“

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  • Yam-Li saß vor Trong und sah ihn mit ihren dunklen Augen an. „Yam, ich brauche dich für einen speziellen Job.“ Sie nickte. „Nhi hat mir schon was erzählt. Ich bin gespannt auf diesen Mann.“ Trong grinste. „Dann wirst du sicher auch viel Spaß haben, den Mann für mich auszuhorchen und ihn zu verraten. Dafür darfst du dann auch mit ihm schlafen.“ Yam nickte. Für sie war es nicht wichtig was sie tat, Hauptsache das Geld stimmte. Und in dieser Angelegenheit vertraute sie ganz Trong. Sie selbst war seine Tochter, er hatte sie gekauft, als sie acht Jahre alt war. Er warf ihr die Bilder von Tom vor. „Dieser Mann ist für dich.“ Yam sah interessiert auf das Bild. „Er gefällt mir. Hmmm, soll er sterben?“ Trong sah sie an. „Nein noch nicht. Ich will nur, dass er aufhört zu ermitteln. Halte ihn davon ab. Wie ist dir überlassen.“ Yam nickte. „Okay, wo kann ich ihn treffen?“ Trong lächelte. „Nun, ich denke er wird jeden Abend zu Hause sein.“ „Nein, ich meinte womit?“ „Das meine Liebe ist dein Problem. Mach dich an ihn ran und dann wirst du sein Umfeld kennen lernen. Das wie und wann bestimmst du.“ Yam nickte und erhob sich. Vor der Tür drehte sie sich noch einmal um. „Trong, ich brauche Geld. Ich will mich zu Recht machen. Für den Kranich.“ Trong nickte und gab ihr eintausend Euro. „Nimm es als Vorschuss“ meinte er nur. Yam nickte und verschwand.


    Semir sah Tom an. „Okay. Wir haben nun acht asiatische Geschäfte durch, 5 Restaurants und unzählige Imbisse. Niemand kannte den Lou. Sogar in Köln-Nippes, wo die meisten wohnen will keiner was wissen. Nicht einmal die Zentren wo doch bestimmt jeder jeden kennt. Nichts. Ich glaube die haben alle Angst. Einerseits kann ich es sehr gut verstehen, aber andererseits. Ich meine wie sollen wir als Polizei die Leute schützen, wenn die uns nichts sagen.“ Tom zuckte mit den Schultern. „Wir können nur hoffen, das uns irgendwann jemand was verrät. Und natürlich die Augen aufhalten. Wir müssen vermehrt Kontrolle machen. Besonders dort wo die Autos von Holland kommen.“ Semir nickte. „Ja ist wohl das Beste. Okay, fangen wir da an.“ Sie fuhren auf die A3 an die holländische Grenze. Dort wollten sie in Höhe von Recklinghausen die Kontrollen durchführen.



    Khan war mittlerweile auf dem Rückweg. Im Gepäck hatte er insgesamt 70 Stangen Zigaretten. Er stand kurz vor der Grenze auf der A 3 und hoffte gleich ohne Kontrolle durchgelassen zu werden. Tatsächlich winkte in ein Zollbeamter durch. Khan lächelte freundlich und fuhr weiter. Er jubelte innerlich. Das war leicht verdientes Geld, dachte er sich. Doch kurz vor Recklinghausen sah er einen silbernen BMW mit Neußer Kennzeichen. Er sah sich noch die Fahrer an und dann setzte sich der Wagen vor ihm. Dann blinkte in der Heckscheibe das Licht auf „Bitte Folgen.... Stopp..... Polizei.“ Khan fluchte leise. Wenn die ihn stoppten, dann konnte es nur wegen der Zigaretten sein. Zu schnell war er nicht unterwegs. Er hat sich stets an die Geschwindigkeit gehalten. Er folgte dem BMW und stoppte schließlich. Zwei Männer stiegen aus dem Wagen und zeigten ihm die Ausweise. „Gerkhan, Kripo Autobahn. Mein Kollege Kranich.“ Stellte sich Semir vor, der an der Fahrerseite stand. „Wir würden gern mal Ihren Kofferraum sehen.“ „Warum? Hab ich was falsch gemacht?“ fragte Khan im gebrochenem Deutsch. „Reine Routine. Würden Sie bitte öffnen?“ Khan nickte und tat als würde er aussteigen wollen. Er öffnete die Tür und machte sie mit einem solchen Schwung auf, dass sie Semir traf. Dieser sprang zur Seite. Khan riss die Tür wieder zu und raste davon. Tom zog seine Waffe und schoss in die Luft, doch Khan fuhr im rasanten Tempo weiter. Semir raffte sich auf, nachdem er sich zur Seite geworfen hatte. „Los, der Typ hat sicher…“ Tom nickte und schon rannten beide zum Wagen, stiegen ein und nahmen die Verfolgung auf.

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  • „Sie haben ihn geschnappt. Zumindest sind sie an ihm dran.“ Sagte der Anrufer als Trong sich meldete. „Verdammt. Dann unterstützt ihn. Helft ihm zu entkommen. Von mir aus knallt sie ab.“ „Alles klar Boss.“ Trong legte auf. „YAM!!“ rief er laut. Die junge Asiatin kam herein. „Ja?“ „Heute wirst du anfangen dich an Kranich ranzumachen. Sorge dafür, dass er mir nie wieder in die Quere kommt.“ Das Mädchen nickte und verschwand. Trong rief anschließend Nhi zu sich. Als dieser rein kam sagte Trong: „ Dieser Kranich nervt mich ganz schön. Was weißt du über den anderen Bullen?“ „Er heißt Semir Gerkhan. Hat ne kleine Familie und kann, so mein Freund, eine ziemliche Nervensäge sein.“ Trong nickte. „Ich denke den bekommen wir schon dazu, nichts zu tun. Aber erst einmal Kranich..“


    Der Porsche zog von einer Spur auf die andere und zurück. Semir und Tom blieben dran. Semir machte jedes Manöver mit. Tom zog seine Waffe. „Ich versuch den Reifen zu treffen.“ Semir nickte. Tom zielte und schoss. Der erste Schuss ging daneben. „Du wolltest doch treffen.“ gab Semir von sich und Tom sah ihn böse an. „Dann fahr vernünftig.“ „Das tu ich doch.“ Semir grinste. Doch schnell war das verschwunden, als er von hinten gerammt wurde. „Hey, der spinnt wohl.“ Er sah in den Rückspiegel und entdeckte einen Van, der sehr dicht auf ihn fuhr. „Das sind wohl Helfer.“ Tom drehte sich um. „Ja zumindest sind es Asiaten im Wagen.“ Semir hatte nun Probleme den Wagen in der Spur zu halten. Immer wieder stieß der Van ihn an. „Verdammt. Tom tu was.“ sagte er. „Ja was denn, soll ich aussteigen, oder was?“ Semir grinste. „keine schlechte Idee.“ Der Porsche vor ihnen war fast außer Sichtweite. „Hey wir verlieren ihn.“ sagte Tom. „Ja die Typen hinter uns tun ja auch alles uns von der Verfolgung abzuhalten. Ruf Verstärkung.“ Tom tat es und setzte den Funkspruch ab. Da kam der Van erneut, doch diesmal von der Seite und drängte Semir an die Leitplanke. Anschließend drückte der Van den BMW die Böschung runter. Semir und Tom rissen sich die Arme vors Gesicht und konnten nur warten bis der Wagen zum Stehen kam. Endlich der Wagen stand. Semir stieg vorsichtig aus und sah zu Tom. „Bist du okay?“ Tom nickte. „Und du?“ „Ja auch. Mist der ist wech.“ Tom nickte erneut. „Ja aber wir sind unverletzt. Rufst du die Kollegen. Sie sollen uns abholen.“ „Wieso muss ich das machen?“ „Es ist doch dein Wagen, oder nicht?“ Semir rief die Kollegen über Funk zur Hilfe.

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  • Yam Li war gerade am Einkaufen und Tom stand direkt vor ihr an der Kasse. Er war reizend. Sah gut aus und ist sicher eine kleine Liebelei wert, dachte sie sich. Dann schob sie zur Anmache den Einkaufswagen an seine Hacken. „Aua!“ sagte Tom leise und drehte sich um. „Können Sie nicht…“ fing er an, dann sah er die Augen, „Oh entschuldigen Sie. Würden Sie Ihren Wagen bitte von meinen Fersen nehmen?“ Sein Ton änderte sich sofort, als er diese sanften Augen sah. „Es tut mir Leid. Ich wurde selbst gestoßen. Ich konnte leider nicht verhindern, dass…“ Tom lächelte. „Schon gut. Ist ja nichts passiert.“ In diesem Augenblick kam Semir zu ihm. „So hab alles. Dann bekommst du heute Abend richtige chinesische Küche.“ sagte er stolz. Tom sah ihn an. „Semir, du bist im falschen Moment gekommen.“ Flüsterte Tom ihn zu. Semir drehte sich zu Yam um, dann wieder zu Tom. „Na, ich kann ja wieder gehen.“ Tom lachte „Schon gut.“ Dann wandte er sich an Yam. „Vergessen wir die Sache.“ „Nein, ich kann das nicht einfach vergessen. Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen.“ „Ach das ist wirklich nicht nötig. Ist ja nichts passiert.“ „Doch, doch. Hmmm, wenn ich so sehe, wollen Sie chinesisch kochen.“ Semir nickte. „Ja ich hab da so ein paar Rezepte, die ich ausprobieren möchte.“ Yam lachte. „Ich verstehe und Ihr Freund ist das Versuchskaninchen.“ Semir wurde verlegen. „Nun so würde ich das nun nicht gerade sehen, aber… wenn man es aus dieser Perspektive sieht… ja. Eigentlich doch.“ Yam nickte. „Ich mache Ihnen beiden einen Vorschlag. Ich koche als Entschädigung für Sie beide.“ Tom sah Semir an. „Ich hätte nichts dagegen.“ meinte er als Semir ebenfalls nickte.“ „Hmmm. Da Sie nun ja schon einige Sachen eingekauft haben, würde ich sagen, ich komme zu Ihnen. Um sieben?“ Tom nickte. „Ja eine sehr gute Zeit.“ Yam reichte ihm die Hand. „Ich bin Yam-Li Nguyen.“ Tom sah sie an. „Darf ich bei Yam bleiben? Das kriege ich nämlich noch gerade so hin. Ich bin übrigens Tom Kranich, das hier ist mein Freund und Kollege Semir Gerkhan. “ Yam lachte und nickte dann. Tom gab ihr seine Adresse und verabschiedete sich.


    Am Abend stand sie tatsächlich vor Toms Tür. Er ließ sie rein und nahm ihr die Taschen ab. Dann ging sie in die Küche und fing an zu kochen. Semir und Tom sahen ihr dabei zu. Nach einiger Zeit drehte sie sich um. „Bitte Tom, Semir. Es nervt mich wenn ihr mir beim Kochen zuschaut. Geht fernsehen, trinkt ein Bier oder sonst was. Aber lasst mich bitte allein.“ Tom und Semir verließen die Küche wie kleine Kinder. Nur eine halbe Stunde später stand das Essen auf dem Tisch. Es ging ein verlockender Duft davon aus. Tom und Semir setzten sich an den Tisch und machten der Köchin Komplimente. Yam sah sie an. „Einen guten Appetit.“ sagte sie. Dabei dachte sie jedoch nur daran, dass die beiden sicher nach dem Essen einige Schwierigkeiten bekommen würden. Sie hatte das Essen mit einer Substanz versetzt, das sich später zeigen wird. Magenkrämpfe, Fieber und Schüttelfrost sind die Nebenwirkungen. Sie beobachtete wie Semir sich von dem Gemüse nahm. „Sie mögen kein Fleisch?“ „Nein, danke ich esse nur sehr ungern Fleisch und wenn dann nur Lamm.“ „Oh warum haben Sie das nicht gesagt?“ Semir grinste. „Ist nicht wichtig. Ich liebe Gemüse.“ „Dann müssen Sie unbedingt die Soja-Sauce probieren.“ Semir nickte und nahm von der Sauce. Gegen zehn brachte Tom Yam nach Hause. Semir blieb in der Wohnung zurück.

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  • „Wir sollten uns wieder sehen“, meinte Yam, als sie vor ihrer Haustüre stand. Tom nickte. „Ja unbedingt. Aber dann allein und ohne meinen Freund. Ich meine wenn du… ähmm, Sie nichts dagegen haben.“ Yam lächelte und Tom fand es wunderbar. „Ich denke wir sollten das beim Du lassen. Und ja. Wenn dann ohne Semir. Ich mag ihn, aber ich denke ohne wird es sicher interessanter.“ Tom nickte und wollte gerade Yam die Hand geben, als sie sich auf die Zehenspitzen stellte und ihn küsste. Tom erwiderte den Kuss. Dann löste er sich und ging nach Hause. Als er dort ankam, sah er Semir an. Dieser war blass und hielt sich den Bauch. „Was hast du denn?“ Semir sah ihn an. „Ich weiß nicht. Magendrücken. War wohl etwas zu scharf. Bin ich nicht gewöhnt.“ Tom lachte. „Na da bin ich aber froh, dass ich nichts von der Sauce genommen habe.“ Semir nickte. „Na wird schon wieder.“ „Magst du ein Bier?“ Semir nickte. Als Tom in die Küche ging bekam auch er einen Druck im Bauch. Ihm wurde schwindelig. „Semir? Ich weiß nicht, aber es war sicher nicht die Sauce.“ Doch am nächsten Morgen war alles wieder in Ordnung. Beide schoben es auf und ungewohnte Art des Essens. Nach dem Frühstück fuhren sie wieder in die PAST. Andrea sah auf, als beide rein kamen. „Hey ihr habt aber auch schon mal besser ausgesehen?“ Semir sah Tom an. „Siehst du, hab ich dir nicht gesagt Andrea merkt es sofort.“ „Was merke ich sofort?“ „Na das wir …. Ach nichts.“ Sie verschwanden in ihr Büro, nachdem Semir seine Frau begrüßt hatte.


    Yam war zufrieden. Der erste Kontakt war hergestellt. Nun kam es drauf an, das weiter auszubauen. Sie wollte Tom nichts tun, aber sie hatte den Auftrag ihn von Ermittlungen abzuhalten und das wird sie mit Sicherheit tun. Doch sie sah ein Problem mit diesem Semir. Der scheint zu merken, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Ihn musste sie notfalls ausschalten. Sie wollte sich was überlegen. Er musste aus dem Weg geräumt werden und dann wird auch Kranich nichts tun. Er musste Angst um ihn haben, damit er nicht weiter ermittelt. Helfer dafür gab es genügend. Schon in Kürze wollte sie es angehen, doch erst einmal musste sie mit Trong reden. Er sollte alles organisieren. Sie nahm ihr Telefon und rief ihn an. „Trong. Yam hier. Ich habe den ersten Kontakt geknüpft. Er gefällt mir sehr gut und ich weiß auch wie wir ihn von den Ermittlungen fernhalten können.“ Sie hörte ein Lachen. „Ich wusste doch, dass du die Beste dafür bist. Ich höre.“ „Nun dieser Kollege Semir. Er scheint ihm sehr viel zu bedeuten. Ich denke wenn wir diesen Kollegen als Druckmittel haben, dann wird er sicher ruhig bleiben.“ Von Trong kam eine Weile nichts. „Wie hast du dir das vorgestellt? Soll ich den Kollegen irgendwo festhalten? Oder was?“ „Nun ich dachte eher daran, ihn kaltzustellen. Es gibt so viele schöne Gifte die tödlich wirken, wenn nicht rechtzeitig das Gegenmittel verabreicht wird.“ „Nein, ist mir zu gefährlich. Aber ich kann ihn einkassieren und damit Kranich auf Distanz halten. Wenn er ermittelt erfahre ich es durch dich. Sobald er seine Nase in die Angelegenheit wird sein Kollege es erfahren und dafür büßen. Ich denke damit werden wir dann zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen haben. Er, dieser Semir wird festsitzen und du passt auf, das Kranich nichts macht, wenn doch, dann….“ Yam lächelte. „Gut. Ich werde allerdings erstmal versuchen, dass wir beide zunächst so zurück halten. Kranich scheint sich etwas in mich verguckt zu haben und ich denke dann können wir erst einmal die leichte Schiene fahren.“ „Okay, das ist deine Entscheidung. Sobald du merkst dass du damit nicht weiter kommst, sag es mir.“

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  • Semir und Tom sahen sich gegenseitig an. „Sag mal, diese Yam Dingsda, ist doch auch Vietnamese, oder?“ Tom nickte. „Ja schon. Warum?“ „Nun wir könnten sie doch mal vorsichtig fragen ob sie diesen Lou kennt oder eher kannte.“ Tom nickte. „Ich treffe mich heute noch einmal mit ihr und werde sie dann fragen. Wir gehen essen.“ Semir grinste. „Darf ich mitkommen?“ „Nein Semir. Du darfst meine Wohnung bewachen. Ich möchte doch keinen unangenehmen Besuch haben.“ Semir grinste. „Gut du Casanova, Ich habe schon verstanden. Du willst mich nicht dabei haben, weil du …“ „Semir. Halt die Klappe. Ich werde sie nach Lou ausfragen. Aber erst wenn wir gegessen haben. In der Zeit kannst du dich ja mit den anderen unterhalten.“ „Andere? Welche Andere?“ „Ach ja. Gibt ja keine. Na dann mach dich im Internet schlau wo du Andere findest.“ „Danke für den Tipp, Kranich. Vielen Dank. Meinst du während du dich amüsierst arbeite ich?“ Tom nickte. „Ja das glaube ich.“ Semir nickte. „Na gut, Dann werde ich gleich mal zum Kulturzentrum fahren. Vielleicht erfahre ich dort etwas Interessantes.



    Yam machte sich für den Abend fertig. Tom wollte sie um sieben abholen. Das waren nur noch drei Stunden. Sie ließ sich die Haare richten und zog sich verführerisch an. Sie konnte es gar nicht erwarten, dass sie ihn wieder sah. Er war so niedlich. Sie freute sich auf ihn und vielleicht auf die Nacht mit ihm. Sicher wollte er sie auch. Genau wie sie ihn wollte. Dann war es endlich soweit. Es klingelte. Sie öffnete die Tür und er stand davor. „Hallo.“ sagte sie leise. „Hi. Und fertig?“ fragte er nur. Yam nickte und dann verließen sie das Haus. „Wo hast du deinen Freund gelassen?“ „Der ist zuhause und passt auf, dass dort alles friedlich bleibt.“ Yam nickte. „Du hast wohl ein sehr aufregendes Leben, was?“ Tom lachte. „Nun manchmal ist es schon aufregend, aber nicht immer. Zum Glück. Sonst hätte ich für solch schöne Wesen wie du es bist ja gar keine Zeit.“ „Wo wollen wir hingehen?“ fragte Yam. Tom überlegte. „Nun gehen wir italienisch essen. Ich meine wenn du italienisch magst.“ Yam nickte. „Ja, ich esse gern Pizza.“ Tom sah sie an. „Na so siehst du eigentlich gar nicht aus.“ Yam sah ihn an. „Wie meinst du das?“ „Nun wer Pizza ist, ist meistens dick. Und wenn ich dich so ansehe.“ Yam schwieg. „Danke.“ sagte sie dann nur. Sie setzten sich am Rhein in einem italienischen Restaurant und aßen gemütlich. Anschließend war ein Spaziergang vorgesehen.


    Als sie am Rhein auf der Bank saßen sah Tom sie an. „Sag mal. Darf ich dich was fragen?“ Yam nickte. „Ja natürlich. Was willst du denn wissen?“ „Nun weißt du… ich bin Polizist bei der Autobahn und im Augenblick habe ich einen Fall, wo es um Vietnamesen geht. Nun ja. Aber die Zeugen die wir haben, sagen alle nichts. Ich meine eigentlich, sind es gar keine Zeugen. Wir haben keinen gefunden, der überhaupt was sagen will.“ Yam nickte. „Du bist Polizist? Dein Freund auch?“ Tom nickte. „Ja.“ „Gut. Aber wie kann ich helfen?“ „Nun wir wüssten gern, wo wir vielleicht Leute finden, die den Toten kannte. Weißt du, wir denken nämlich, dass sich die meisten Vietnamesen sicher kennen.“ Wieder nickte Yam. „Ja das ist auch so. Die meisten sind ja zusammen geflohen, oder kommen sogar aus dem gleichen Dorf. Ich bin da Anders. Ich bin in Deutschland geboren, hier aufgewachsen. Meine Wurzeln sind hier. Nicht in Vietnam. Aber ich verstehe sehr gut, das die Leute Angst haben.“ Tom sah sie an. „Wieso? Ich meine wir wollen doch helfen. Aber das können wir nur, wenn man uns hilft.“ „Die Leute haben Angst vor den Triaden. Das ist die asiatische Mafia. Die haben nämlich auch in der Heimat ihre Leute sitzen. Machen die Menschen die hier leben Fehler, dann wird es die Familie in der Heimat auch spüren. Bei uns gibt es die Sippenhaft.“ Tom verstand. Deshalb war es also nicht möglich etwas heraus zu bekommen. „Sag mal kanntest du vielleicht einen Lou van Tran?“ Yam tat als überlegte sie. „Nein, leider nicht. Aber wie gesagt, ich bin hier geboren.“ Tom nickte. „Tja, dann wird Semir sich wohl heute Abend mit den Leuten rumschlagen müssen die sich im Kulturzentrum aufhalten.“ Yam sah ihn an. „Dein Freund ermittelt auch in diesem Fall?“ „Ja wir machen alles zusammen. Wir sind Partner und sehr gute Freunde. Dienstlich und privat.“ Yam stand auf. „Ich muss mal eben telefonieren. Weißt du, mein Vater macht sich immer sehr große Sorgen, wenn ich mich nicht melde und tagsüber ist ein Anruf sehr teuer.“ Tom zeigte Verständnis und Yam entfernte sich ein Stück.

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  • Semir war im Kulturzentrum angekommen. Er sollte sich dort umhören. Als er das Zentrum betrat, wurde er schweigend angesehen. Sofort war die Musik verstummt, als er den großen Raum betrat. Etliche Augenpaare sahen ihn an. Einer der Männer kam zu ihm. „Was führt Sie hierher?“ fragte der Mann. Semir zog seinen Ausweis. „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Ich ermittle in einem Fall von Mord an einem Landsmann von Ihnen. Einen gewissen Lou van Tran. Ich suche nun die Leute, die ihn kannten, und deshalb bin ich hier.“ Der Mann nickte. „Ich kannte Lou. Zwar nicht sehr gut, aber ich kannte ihn. Er war ein Feigling.“ Semir sah ihn an. „Wie meinen Sie das?“ Der Mann sah ihn an. „Kommen Sie, wir gehen in einen Raum, wo wir beide sprechen können.“ Der Mann drehte sich um und ging mit Semir in einen anderen Raum. Semir setzte sich an den Tisch. „Lou war ein Feigling.“ Sagte der Mann wieder. „Das sagten Sie bereits. Warum?“ „Nun, er hat sich verkauft. Er wollte unbedingt für Trong arbeiten.“ Trong? Wer ist das?“ „Nun das ist ein sehr gefährlicher Mann. Er hat hier seine eigene Organisation aufgezogen. Lou wollte unbedingt arbeiten. Er hat sogar seine Frau und seine Tochter verkauft.“ „Seine Tochter?“ Der Mann nickte. „Ja Yam sie ist ungefähr sieben oder acht gewesen. Trong wollte sie unbedingt haben und Lou hat sie verkauft. Heute dürfte sie ungefähr 22 Jahre alt sein.“ Semir schluckte als er den Namen hörte. Konnte es sein, das diese Yam, die Tochter von Lou, das gleiche Mädchen ist, mit der Tom heute aus ist? „Sagen Sie der Name Yam, ist sicher sehr oft in Vietnam zu finden oder?“ Der Mann schüttelte den Kopf. „Nein, der Name Yam ist nicht sehr oft. Den Namen gibt es höchstens zwei Mal. Also hier in Deutschland. Meine Frau heißt Yam und die ist älter als 22.“ lachte der Mann. Semir verstand. „Was macht diese Yam denn beruflich?“ „Sie gehört Trong. Und damit ist auch der Beruf schon gesagt.“ „Sie geht für ihn anschaffen?“ Der Mann schüttelte entsetzt den Kopf. „Nein dafür würde sich Yam nicht hergeben. Sie mordet für Trong, ja. Sie erpresst für Trong aber sie geht nicht auf den Strich und verkauft ihren Körper. Sie hat andere Qualitäten.“ Semir stand auf, er wollte schnellstens zu Tom. „Danke. Sie haben mir sehr geholfen.“ „Gern geschehen. Ach und noch ein Hinweis. Sie sollten aufhören Fragen zu stellen. Gerade bei Trong wird es nicht gern gesehen und er hat überall Menschen, die ihm treu ergeben sind.“ Semir nickte. „Danke für die Warnung. Aber ich kann schon aufpassen.“ „Das wünsche ich mir für Sie. Buddha wird über Sie wachen.“ Der Mann nahm eine Kette von seinem Hals und legte sie Semir um. „Diese Kette wird sie beschützen. Tragen Sie sie und es wird Ihnen nichts passieren. Zumindest nichts Ernsthaftes." Semir musste grinsen, er liebte dieses einfache Volk. Er bedankte sich für das Geschenk und verließ das Zentrum. Dann versuchte er Tom zu erreichen.



    „Trong, dieser Semir ermittelt im Kulturzentrum. Er wird dort sicher viele Fragen stellen und du weißt doch wie geschwätzig die Alten dort sind.“ „Ich weiß bereits Bescheid. Er weiß dass du die Tochter von Lou bist. Er wird es sicher bald auch diesem Kranich sagen.“ „Das musst du verhindern, hörst du. Egal wie. Er darf es nicht bekannt geben. Er wird sicher gleich zu diesem Kranich nach Hause fahren. Also mach was. Ich will erst mit ihm schlafen.“ Trong lachte. „Er gefällt dir was?“ „Ja. Er ist richtig süß. Ein Mann wie ihn sich die Frau wünscht. Also halt mir diesen Semir vom Hals.“ „Nur keine Angst. Ich werde ihn festsetzten. Hab auch schon einen Ort gefunden. Ach und viel Spaß“ Er legte auf und Yam ging wieder zu Tom. Auch dessen Handy klingelte. Yam erschrak leicht, als Tom es nahm. „Wer ruft dich denn jetzt noch an?“ fragte sie gespielt erstaunt. Tom sah auf das Display. „Das ist Semir. Sicher ist er fertig mit seiner Befragung im Zentrum.“ Yam nickte. Dann zog sie Toms Kopf runter und küsste ihn. Sie nahm ihm das Handy aus der Hand und stellte es einfach aus. „Egal. Komm ich weiß was viel besseres für uns beide.“ Tom erwiderte den Kuss. „Ach und was?“ „Wir fahren zu mir nach Hause und…dann werden wir es uns richtig gemütlich machen. Und morgen früh bekommst du ein Frühstück von mir serviert und…“ Tom lachte leise. „Gefällt mir. Dann lass uns fahren. Sie fuhren zu Yam nach Hause. Kaum waren sie dort zogen sie sich aus und es folgte eine heiße Nacht.


    „Verdammt, was soll das denn?“ fluchte Semir. Tom ging nichts ans Handy. „Ich habe Neuigkeiten und die scheinen dich gar nicht zu interessieren“, sprach er mit sich selbst und schreib dann eine kleine Info an Tom per SMS. Dann ging er zu seinem Wagen. Er wollte zu Tom nach Hause fahren und dort auf ihn warten. Das Auto stand auf dem großen Parkplatz des Kulturzentrums und war sehr schlecht beleuchtet. Semir ging zu seinem Wagen und zog seinen Autoschlüssel aus der Tasche, als er einen Stich im Nacken merkte. Sofort griff er dort hin. Verwundert zog ein einen Pfeil raus. Ihm wurde schwindelig und er sackte langsam in die Knie. Übelkeit kam auf. Bevor er ganz wegtrat, sah er zwei Beine vor sich. Er sah langsam hoch und sah als letztes einen asiatischen Mann vor sich stehen, dann trat er weg. Er spürte nicht wie er hochgezogen und zu einem Wagen getragen wurde. Er bekam auch nicht mit, dass der Wagen abfuhr. Der Asiate zog sein Handy und wählte eine Nummer. „Wir haben ihn.“ sagte er nur. „Sehr gut. Bringt ihn zu mir.“ Der Mann steckte das Handy weg, stieg in das Auto und fuhr ab. Semir lag schlafend auf der Rückbank.

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  • Am nächsten Morgen wachte Tom um sechs auf. Er sah in das Gesicht von Yam, die noch fest schlief, dann auf die Uhr. Erschrocken sprang er auf. „Gott schon wieder verschlafen.“ sagte er leise. Yam öffnete die Augen. „Hey, ganz ruhig. Ich mach dir Kaffee.“ „Dafür bleibt mir leider keine Zeit. Semir wird sicher gleich anrufen und sich beschweren, dass ich ihm nicht Bescheid gegeben habe.“ Yam zog Tom zurück. „Hey, komm schon. Ist es denn so schlimm wenn du später kommst?“ Tom grinste. „Nee, eigentlich sind die es sogar von mir gewohnt. Aber ich will heute diesen verdammten Fall abschließen. Ich will wissen, was Semir im Zentrum erfahren hat und ich will…“ Yam küsste ihn mitten im Satz. „Immer ich will, ich will, ich will. Denk doch mal an was anderes als an diesen Fall.“ Tom sah sie an. „Das kann ich nicht. Es ist mein Job, den Mord aufzuklären.“ Yam nickte verständnisvoll. „Na dann. Aber ohne Frühstück gehst du nicht.“ Tom ließ sich breitschlagen. Er frühstückte und sah erneut auf die Uhr. Halb Acht. Semir hatte sich immer noch nicht gemeldet. Er nahm sein Handy und schaltete es ein. Da klingelte es schon. Tom sah dass eine SMS einging. Er öffnete sie und las. Sie war von Semir. Als Yam zu ihm in die Küche kam steckte er das Handy schnell ein. „So ich muss. Semir wartet bei mir.“ Er verabschiedete sich und ging raus. Zunächst fuhr er zu sich nach Hause. Als er sah, das Semirs Wagen weg war, fuhr er zur PAST. Sicher wartete Semir schon auf ihn.



    Semir erwachte und spürte als erstes die starken Kopfschmerzen. Er stand auf und sah sich verwundert um. Wo war er? Was war passiert? Das letzte was er wusste war, dass er im asiatischen Kulturzentrum war und erfahren hatte, das Yam die Tochter von Lou van Tran war. Danach so viel wusste er noch ist er zum Wagen und dann…. Filmriss. Danach war gar nichts mehr. Er sah sich um. Der Raum war spartanisch eingerichtet. Nur ein Tisch, ein Stuhl und das Bett, auf dem er gelegten hatte waren hier. Aber wo war hier? Er ging zur Tür und zog daran. Zu seiner Überraschung ließ sie sich sogar öffnen. Er verließ den Raum. Vor ihm lag ein langer Korridor. Er betrat ihn und ging vorsichtig durch. Er griff zu seiner Waffe, doch dort war keine. Auch sein Handy war weg. „Hallo?“ rief er. Nur kurz darauf stand ein Asiate vor ihm. „Sie wünschen?“ Semir sah ihn verwundert an. „Wo bin ich?“ „Nun hier sind Sie sicher aufgehoben.“ sagte ein anderer Mann, der nun hinter Semir stand. Semir drehte sich um. „Was soll das Spielchen?“ fragte Semir. „Würden Sie bitte wieder in Ihr Zimmer gehen, Herr Gerkhan. Ich mag es gar nicht wenn ich Gewalt anwenden muss.“ Der Mann griff Semir am Arm und zog ihn zu den Raum, wo er wach geworden war zurück. Semir wehrte sich, aber der Mann war stärker. „Wer sind Sie?“ fragte Semir. „Sie kennen ich doch schon, oder nicht?“ Semir schüttelte den Kopf. „Oder doch, Sie sind Trong.“ „Sehr gut. Ich mag kluge Leute. Aber leider ist es auch Ihr Pech. Sehen Sie, bisher konnte mir noch niemand etwas nachweisen. Ich will dass es so bleibt. Also werden Sie mein Gast sein.“ Er stieß Semir zum Bett. „Was soll das hier? Lassen Sie mich gehen.“ forderte Semir. Trong lachte. „Nein, ich werde Sie hier behalten. Es wird Ihnen an nichts fehlen. Sie bekommen Essen, Trinken, wenn Sie wollen sogar eine Frau oder Fernsehen. Alles was Sie brauchen. Nur Ihre Freiheit. Die werden Sie nicht haben. Und natürlich auch keinen Kontakt zu Ihren Freunden bei der Polizei. Oder sagen wir nur sehr beschränkt. Und nun ist Ruhe.“ Die Stimme von Trong verschärfte sich. „Was wollen Sie von mir?“ fragte Semir. Trong sah ihn an. „ Von Ihnen? Gar nichts. Ich will nur dass Sie sich ruhig verhalten. Sie sind das Druckmittel gegen Kranich und außerdem schnüffeln Sie zu viel herum. Das gefällt mir nicht. Also ab sofort sollten Sie keinen Fehler begehen. Es wäre sehr zu Ihrem Nachteil. Glauben Sie mir, wenn Sie es nicht tun, dann habe ich Mittel, die ich ohne zu zögern einsetzten werde.“ „Sie drohen mir?“ Trong schüttelte den Kopf. „Aber ich drohe Ihnen doch nicht. Ich mache Ihnen Versprechungen. Das ist alles. So und nun fühlen Sie sich wie zuhause.“ Trong verließ lachend den Raum. Er schloss die Tür und Semir hörte wie der Schlüssel sich drehte. Er war eingesperrt.

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  • Tom kam in der PAST an. Verwundert registrierte er, das Semirs Wagen nicht da war. Auch im Büro war er nicht. Tom sah Andrea an. „Wo hast du denn Semir gelassen?“ fragte sie erstaunt. „Aber… wieso? Er müsste doch hier sein.“ Andrea schüttelte den Kopf. „Also in der Tasche hab ich ihn nicht. Und heute ist er auch nicht per Post gekommen.“ Sie scherzte etwas, doch das Lachen verschwand sofort, als sie merkte dass Tom nicht darauf einging. „Was ist denn los?“ „Tja, ehrlich gesagt, weiß ich es gar nicht so genau. Ich war gestern mit dieser Yam aus und Semir hat im asiatischen Kulturzentrum ermittelt. Er hat mir gestern Abend eine SMS geschickt und mir mitgeteilt, dass er mit mir reden muss. Es wäre wichtig. Aber seit dem weiß ich nicht wo er ist.“ Andrea sah ihn an. „Du hast nicht zuhause geschlafen?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein bei Yam. Wir hatten…. Egal. Wo ist Semir?“ Andrea zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Soll ich versuchen sein Handy zu orten?“ Tom nickte. Andrea tat es und fand es tatsächlich. „Hier in Ehrenfeld. Venloer Str. 318.“ Tom sah sie an. „Da ist doch das Kulturzentrum.“ sagte er erstaunt. „Ich glaube nicht dass er dort übernachtet hat. Ich fahre sofort hin.“ Andrea nickte. Auch in ihr schrillten die Alarmglocken. Tom rannte aus der PAST und fuhr nach Köln. Als er auf dem Parkplatz stand sah er Semirs Wagen und hielt direkt daneben. Er stieg aus und sah sich Semirs Wagen an. Dann nahm er dass Funk und rief Andrea. „Ich habe seinen Wagen. Aber von ihm fehlt jede Spur. Sein Handy liegt am Boden. Ich brauche die Spusi hier und Hartmut.“ „Alles klar. Ich schicke sie dir. Was tust du jetzt?“ „Das Kulturzentrum ist offen. Ich gehe rein und höre mich mal um.“ Tom beendete und ging in das Kulturzentrum. Dort stand der Alte Mann und sah ihn an.


    „Sie suchen Ihren Kollegen, nicht wahr?“ fragte er Tom. Dieser sah ihn erstaunt an. „Woher wissen Sie das?“ „Ich weiß es. Belassen wir es dabei. Trongs Männer haben ihn geholt. Gestern als er bei uns war. Sie haben ihn mitgenommen.“ „Wohin?“ Der Mann zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es leider nicht.“ „Was konnten Sie meinem Kollegen denn erzählen?“ „Es ging um Lou. Lou van Tran. Nun ja. Ich habe ihm erzählt was er wissen wollte und was er wissen sollte.“ Tom sah den Mann an. „Würden Sie es mir auch verraten?“ „Natürlich. Warum sollte ich denn nicht. Es ging um die Familie von Lou. Wissen Sie, ich kannte Lou, zwar nicht sehr gut, aber immerhin. Er war ein Feigling. Das sagte ich Ihrem Freund. Dieser Lou hat seine Familie verkauft. Er hat seine Tochter und seine Frau an Trong verkauft. Dieser Trong ist ein ziemlich übler Zeitgenosse. Aber Lou wollte unbedingt für Trong arbeiten Trong wollte unbedingt die Tochter. Yam war damals gerade mal acht Jahre alt. Trong ist ein… na Sie wissen schon. Ihr Freund ist dann gegangen und danach müssen die Männer ihn mitgenommen haben.“ „Yam? Die Tochter von Lou?“ Der Mann nickte. „Ja sicher. Das weiß Ihr Kollege.“ Tom nickte. „Wissen Sie wohin man meinen Freund hätte hinbringen können?“ Der Mann schüttelte den Kopf. „Leider nein. Ich bin Trong unwürdig. Er will nichts mit mir zu tun haben. Aber haben Sie keine Angst. Ihrem Freund wird nichts passieren.“ Tom sah ihn erstaunt an. „Woher wollen Sie das wissen?“ „Ihr Freund hat den Schutz der Geister.“ sagte der Mann. Tom verstand gar nichts. „Wie meinen Sie das denn?“ „Warten Sie einfach. Ihr Freund wird schon bald wieder bei Ihnen sein.“ Der Mann ging einfach raus. Tom sah ihm nach. Aus dem Geschwafel des Mannes wurde er nicht schlau.

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  • Semir saß auf dem Bett in dem Raum, wo er eingesperrt war. Vor kurzem kam ein Mann rein und stellte ihm Essen auf den Tisch. Semir stand, nachdem der Mann raus ging auf und aß. Das Essen war lecker und er ziemlich hungrig. Anschließend setzte er sich wieder aufs Bett. Er konnte nichts machen. Er war eingesperrt aber zum Glück nicht gefesselt. Semir wollte diesmal möglichst wenig abkriegen. Er wollte einfach abwarten, was geschah. Tom wird ihn sicher suchen. Schade, dass er es nicht geschafft hatte, ihm zu sagen das Yam ein falsches Spiel mit ihm spielte. Er dachte daran, wie oft Tom schon von schönen Frauen hereingelegt wurde. Seine Gedanken schweifen ab und er versuchte sich an die Namen dieser Weiber zu erinnern. Plötzlich ging die Tür auf. Trong kam herein. „Nun? Ich hoffe es fehlt Ihnen an nichts, Herr Gerkhan.“ Semir mochte diese falsche Freundlichkeit nicht. Aber er wollte diesen Mann nicht reizen. Er sagte nichts. Trong sah ihn an. „Was haben Sie? Gefällt Ihnen Ihr Zimmer nicht?“ „Wissen Sie, ich möchte nur erfahren, was Sie vorhaben. Warum halten Sie mich fest?“ Trong lachte. „Nun, das sagte ich doch bereits. Ich möchte nicht, dass Sie gegen mich ermitteln. Das ist alles.“ „Sie werden es sicher mit meinem Kollegen zu tun bekommen.“ „Ach darum wird sich Yam kümmern. Sie liebt Ihren Kollegen zu Tode. Im wahrsten Sinne des Wortes.“ Trong lachte laut. „Ich kann mich immer auf Yam verlassen.“ Semir sprang auf. „Was haben Sie mit Tom vor?“ fragte er. Trong sah ihn an. „Auch er wird nicht gegen mich ermitteln.“ „Was soll das heißen? Was hat diese falsche Schlange denn mit ihm vor?“ Trong stellte sich vor ihm und sah ihn wütend an, zog ihn am Kragen seiner Jacke an sich heran und zischte: „Sollten Sie noch einmal meine Tochter beleidigen, dann…“ Er ließ den Satz unvollendet, aber in seinen Augen sah Semir das ihm eine schwere Zeit bevorstand. Trong stieß Semir zurück auf das Bett dann drehte er sich um und verließ das Zimmer wieder Der Schlüssel drehte sich im Schloss. Semir blieb allein.


    Tom fuhr zur PAST zurück. Andrea erwartete ihn „Was ist?“ fragte sie aufgeregt. Tom sah sie an. „Dieser Trong hat ihn. Das wurde mir verraten. Aber der Mann weiß nicht wo und weiß nicht wann ich Semir finde. Er meinte nur zu mir, Semir wird nichts geschehen. Er habe den Schutz der Geister. Was immer das heißen mag. Andrea, versuch bitte alles von diesem Trong herauszufinden.“ „Hast du einen Familiennamen?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein, mist. Na so viele wird es sicher nicht geben. Gib doch einfach diesen Namen ein.“ Andrea nickte und machte sich an die Arbeit. Tom sah sich noch einmal die SMS von Semir an. „Warum wolltest du mit mir reden? Yam? Sicher es ging um Yam. Du wolltest mich warnen. Na warte. Diese Frau werde ich mir vorknöpfen.“ Tom verließ die PAST und fuhr zu Yam nach Hause. Er klingelte und sie öffnete überrascht. „Wo ist er?“ fragte Tom barsch. Yam erschrak. „Wen meinst du?“ „Wo ist Semir?“ „Wo soll er denn sein? Ich weiß wirklich nicht was du meinst.“ „Du hast gestern deinen Vater angerufen, ja?“ Yam nickte erneut. „Natürlich das weißt du doch.“ „Ja du sagtest auch, dass die Anrufe sonst zu teuer sind.“ Richtig, das sagte ich. Was willst du denn?“ „Yam, du heißt nicht Ny….dings du heißt Yam Li van Tran. Du bist die Tochter von Lou. Diesem Toten von der Autobahn.“ Yam schüttelte den Kopf. „Das ist nicht wahr. Mein Vater ist Trong. Trong Nguyen. Er hat mich groß gezogen nicht Lou. Dieser Lou hat mich verkauft. Er war nie ein Vater für mich.“ „Trong? Trong Nguyen. So heißt er also.“ Tom griff zum Handy und wollte Andrea die Information weiter geben, als Yam seine Hand festhielt. „Du solltest nichts an irgendwen weitergeben. Dein Freund wird es zu spüren bekommen. Mein Vater kann sehr böse werden.“ Tom sah sie an. „Wo ist er? Yam bitte hilf mir.“ Yam lachte gehässig. „Ich werde dir gar nichts sagen. Du solltest aber wissen, dass du dich besser dran machst, die Ermittlungen in diesem Fall einzustellen. Leg ihn zu den Akten. Wäre doch nicht der erste Fall, den die Polizei nicht klären konnte, oder?“ Sie lachte gemein und ließ Tom einfach stehen. Tom rannte hinterher und nahm sie fest. „So meine Liebe“, sagte er wütend. „Du wirst auch eingesperrt werden. Und dann darfst du deinen Vater anrufen. Und ihm sagen, dass du in der Klemme steckst, ziemlich tief drin. Verstehst du?“ Yam lachte bitter. „Was meinst du wird mit deinem Freund passieren, wenn mein Vater erfährt, dass du mich einsperrst? Lass uns doch gemeinsam eine schöne Zeit haben.“ Tom sah sie verständnislos an. „Meinst du denn ich könnte dir jetzt noch vertrauen? Nachdem du mir gesagt hast, dass mein Freund wegen…dieser Sache… irgendwo gefangen gehalten wird?“ Yam nickte. „Natürlich warum denn nicht? Ich werde dir sagen, was du tust. Du wirst mit mir ins Bett gehen, wir werden uns lieben, wir werden viel Spaß haben.“ Tom schüttelte den Kopf. „Mit Sicherheit nicht.“ „Oh doch“, sagte Yam. „und weißt du auch warum? Wenn du es nicht tust, dann werde ich meinem Vater sagen, dass du weiter ermittelst und er sich mit deinem Freund beschäftigen soll. So einfach ist es.“ „Du willst mich erpressen?“ Yam lachte erneut. „Wer redet denn von Erpressung. Ich liebe dich einfach Tom Kranich. Ich will dich haben.“ „Sag deinem Vater, dass ich mit Semir sprechen will.“ Sie nickte. „Das lässt sich bestimmt einrichten.“ „Sofort!“ „Aber Tom. Nun hab doch etwas Geduld. Warum seid ihr Europäer immer so ungeduldig.“

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  • Semir wartete darauf dass der Tag verging. Er konnte sich nicht beschäftigen. Trongs Worte gingen ihm durch den Kopf. Er konnte alles haben, nur die Freiheit nicht. Wie lange? Wie lange wollte er ihn hier festhalten? Für Immer? Semir legte sich hin. Er schloss die Augen und dachte an Andrea, die nun wohl im Büro saß und sich Sorgen machte. Eine halbe Stunde später stand Semir auf und klopfte an die Tür. Doch es dauerte sehr lange bis endlich jemand öffnete. „Was willst du?“ „Ich muss mal.“ Der Mann nickte und zog Semir zur Toilette. Eigentlich durfte er sonst nur einmal pro Tag raus, aber heute war es schon öfter gewesen. Semir wollte das Haus etwas erkunden. Wo die Räume lagen, wie viele Räume es gab, wie viele Personen im Haus waren. Doch bisher waren es immer nur zwei Mann gewesen, die ihn raus geholt und zur Toilette gebracht hatten. Semir sah aus dem Fenster. Das Grundstück war groß, so schien es jedenfalls. Sicher waren hier Hunde im Einsatz, dachte er sich. Er wurde nach der Toilette zurück gebracht. Als er wieder eingesperrt war, legte er sich hin. Die Langeweile war das schlimmste für ihn und irgendwann schlief er ein.


    Trong saß an seinem Schreibtisch und las Zeitung. Dort stand ein Artikel über die Zigarettenmafia. Er las ihn und fing an zu lachen. Hoa, sein Freund kam zu ihm. „Sieh mal… die Bullen haben nicht die geringste Ahnung was eigentlich abgeht. Die vermuten dass die armen Kuriere gezwungen werden für uns zu fahren. Die wissen nicht, dass wir alle eine große Familie sind.“ Sein Handy klingelte. „Ja?“ Er hörte kurz zu. Dann stand er auf und ging zu dem Raum, in dem er Semir gefangen hielt. Er schloss die Tür auf und sah den Mann auf dem Bett liegen. Sofort setzte sich sein Gefangener auf und sah ihn an. „Nun, Herr Gerkhan. Eigentlich wollte ich dass Sie nur hier drin sitzen, Ihr Kollege seine Arbeit niederlegt und gut ist. Sie wären frei und alles in Butter. Nun versucht Ihr Kollege doch tatsächlich meine eigene Tochter gegen mich zu hetzen. Was glauben Sie sollte ich als ihr Vater tun? Würden Sie nicht auch Ihre Tochter schützen und ihr zeigen, dass Sie hinter ihr stehen?“ Sein Gefangener antwortete nichts. „Sie sind sehr schweigsam. Das ist eine schöne aber manchmal leider unangebrachte Geste. Sie werden Ihrem Freund bald sagen dürften, dass er besser aufhört.“ „Ich werde gar nichts tun“ antwortete Semir. Trong sah ihn lächelnd an. „Sie werden tun, was ich sage. Glauben Sie mir. Gerkhan. Sie werden das tun, was ich will.“ Semir schüttelte den Kopf. „Glauben Sie wirklich, Sie können den gesamten Polizeiapparat lahm legen, indem sie einen Beamten entführen und festhalten?“ „Na es scheint doch zu funktionieren. Jeder der Kollegen wird sich zurückhalten, aus Angst, dass ich Ihnen etwas tue. Das sollte genügen. So und nun gute Nacht.“ Er verließ den Raum wieder und verschloss die Tür.

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  • Tom saß mit Yam am Tisch. Er sah sie an. „Was habt ihr mit Semir vor?“ Yam grinste. „Du brauchst keine Angst haben. Er wird gut behandelt, solange du tust was ich sage. Iss.“ Yam verließ den Raum. Tom nahm sein Handy und rief Andrea an. Er klärte sie auf über den Verbleib von Semir und dass er mit ihm sprechen durfte. Andrea sollte das Handy von Yam überwachen. Wohin sie telefonierte und mit wem. So wollte Tom Semir finden. Yam kam zurück. Tom aß. „Wo ist er?“ Von Yam kam keine Antwort. Sie sah ihn lächelnd an. „Wo?“ fragte Tom erneut. „Wann kann ich mit ihm sprechen?“ „Später. Nun gib Ruhe. Sag deinen Kollegen es ist alles in Ordnung. Er wird bald wieder da sein. Sag ihnen dass er Urlaub macht. --Zwangsurlaub.“ „Seine Frau wird wissen wollen, wie es ihm geht. Und ich auch.“ Yam rollte genervt die Augen. „Okay, ich rufe gleich an. Du darfst mit ihm sprechen.“ Sie nahm ihr Handy und wählte eine Nummer. „Hast du die Katze getötet?“ Yam nickte. „Ja eigentlich schade. War ein sehr schöner Braten. Aber für meinen Vater tu ich alles.“ „und die Schlange? Wen sollte sie beißen mich? Oder Semir?“ „Niemanden. Der Experte hat nicht richtig zugeschaut. Die Schlange hatte keine Giftzähne mehr. So. Du hast gegessen?“ Tom nickte. „Dann werden wir uns einen schönen Abend machen.“ „Nein!“ sagte Tom bestimmt. „Erst Semir.“ Yam lachte leise. „Schade. Bisher so meinte mein Vater, ist dein Freund lieb und verhält sich ruhig. Wenn ich ihm nun sage, dass du nicht das tust was ich sage, dann wird er Leiden müssen. Willst du das wirklich?“ „Ich will mit Semir reden. Ich will mich vergewissern, das er noch lebt.“ Yam nickte. „Okay. Warte hier.“ Sie nahm ihr Handy und telefonierte. Tom schickte Andrea eine SMS mit dem Text „Jetzt“.


    Semir erwachte, als er die Tür aufgehen hörte. Trong kam rein. „So Herr Gerkhan. Ihr Freund dieser Tom will mit Ihnen reden. Ich habe es erlaubt.“ Semir nickte verschlafen. Er wollte aufstehen, doch da stieß Trong ihn wieder ins Bett. Semir stieß mit dem Kopf an das Gestell. „Bleiben Sie liegen.“ Semir tat was er verlangte. Trong hielt ihm das Handy hin. „Sie dürfen genau drei Sätze sagen. Mehr nicht. Sagen Sie ihm, dass es Ihnen gut geht. Das ist ja die Wahrheit. Und sagen Sie ihm, dass er das tun sollte, was Yam verlangt. Sie werden es spüren, wenn ich das Gegenteil erfahre. Und ich erfahre es.“ Semir nickte. Er nahm das Handy und hörte Tom. „Semir?“ „Ja Tom.“ „Bist du okay, darfst du frei reden?“ „Mir geht es gut. Ich weiß nicht was sie von dir verlangen, aber dieser Trong sagt, du solltest tun was er bzw. Yam verlangt. Wenn nicht, dann…“ „Ja das hat sie mir auch schon gesagt.“ Trong nahm das Handy wieder und verließ den Raum. „So Herr Kranich. Sie haben gehört, dass ich die Wahrheit gesagt habe. Hören Sie auf zu ermitteln und Ihr Freund wird bald wieder bei Ihnen sein.“ Er legte auf. Semir sah ihm nach, als er den Raum verließ. Dann ertappte er sich dabei, dass er zu der Kette griff, die ihm der Alte aus dem Kulturzentrum gegeben hatte. „Dann tu jetzt bitte deinen Job.“ sagte er leise und berührte das Medaillon.


    ****wo sind denn die Feeds???***** ;(

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  • Tom legte auf. Yam sah ihn zufrieden an. „Nun. Du siehst er lebt.“ Tom nickte. „Ich muss ins Büro.“ Yam sah ihn verständnisvoll an. „Natürlich. Du wirst deiner Chefin sagen, dass der Fall unlösbar ist. Und du wirst ihr sagen, dass du ihn zu den Akten legst. Sie dürfte kaum wütend werden, oder?“ Tom nickte. Er würde mit der Chefin sprechen, aber anders als Yam es vermutete. Er fuhr los. Yam drückte ihm vorher einen Kuss auf die Wange. Im der PAST angekommen sah er Andrea an. „Hast du herausfinden können, mit wem sie telefonierte?“ Andrea schüttelte den Kopf. „Nein. Ich es nicht orten. Der Typ scheint gut abgesichert zu sein. Auch mit dem Namen konnte ich nichts anfangen. Es gibt keinen Mann mit diesem Namen.“ Tom nickte. „Verdammt. Ich muss mit der Chefin sprechen.“ Andrea sah ihn an. „Ja, das solltest du wirklich. Das hättet ihr schon von Anfang an tun sollen.“ „Ja, du hast ja Recht. Ist sie schon da?“ „Natürlich. Sie ist stets die erste, die kommt, oder nicht?“ Tom ging zu Anna und klopfte an. „Ja bitte.“ Tom trat ein. „Chefin, ich müsste mit Ihnen reden.“ „Ja sicher Tom. Wo ist denn Semir?“ „Nun das ist einer der Gründe, warum ich mit Ihnen reden muss.“


    Anna sah ihn er staunt an. „Was ist los?“ „Nun es fing alles mit diesem toten Vietnamesen an. Wissen Sie, dieser…“ „Ja Tom ich weiß. Wo ist Semir?“ „Warten Sie, lassen Sie mich erklären. Nun, Semir und ich haben ja ermittelt. Wir haben Fragen gestellt, Zeugen gesucht. Verwandte und so weiter.“ „Tom was ist los?“ „Nun ja. Vor drei Tagen bekam ich als Warnung eine tote Katze zum Frühstück geschickt.“ „Eine tote Katze?“ Annas Augen wurden größer. „Ja. Und zwei Tage später eine Schlange, eine schwarze Mamba. Wieder mit einer Warnung. Sie wissen ja, von so etwas lassen weder Semir noch ich mich abhalten. Aber seit Gestern ist Semir verschwunden. Er befindet sich in Gewalt von einem gewissen Trong Nguyen. Er ist der Drahtzieher. Mir selbst ist ein Schatten auferlegt worden. Seine Tochter. Sobald sie ihm sagt, dass ich ermittle, wird Semir dafür büßen.“ Anna sah ihn an. „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Wieso erfahre ich erst jetzt davon?“ „Chefin, wenn ich es vorher gesagt hätte, dann wäre ich von dem Fall abgezogen worden und…“ „JA und Semir wäre nun hier und nicht irgendwo bei irgendwen oder?“ Tom nickte. Er wusste ja vorher schon, dass die Chefin mit Sicherheit wütend sein würde.

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • so ein kleiner Nachschlag für heute


    Semir saß auf dem Bett. Er hatte die Beine angezogen. Die Tür ging auf und sein Essen kam rein. Semir sah kurz auf. Trong war ebenfalls in den Raum getreten. „Möchten Sie duschen?“ fragte er freundlich. Semir war mittlerweile den zweiten Tag in „Gewahrsam“ ohne sich waschen zu können. Er war nur in diesem Raum eingesperrt und durfte einmal am Tag zur Toilette. „Ich möchte nach Hause.“ sagte er. Trong lachte nur. „Der Witz ist gut. Sie gefallen mir, Herr Gerkhan. Also was ist? Wollen Sie duschen? Neue Kleidung anziehen?“ „Ich habe nichts mit. Ich meine, ich war nicht darauf eingestellt, hier von Ihnen eingesperrt zu werden.“ „Das ist kein Problem. Ich werde Yam bitten, mir ein paar Ihrer Sachen zu besorgen. Wenn Sie einverstanden sind.“ Semir nickte. Das war für Tom eine Möglichkeit, einen Sender zu verstecken. Trong ging raus. „Essen Sie. Und wenn Sie sich weiterhin so friedlich benehmen, dann denke ich dürfen Sie sich im Haus etwas freier bewegen. Wollen Sie fernsehen?“ Wieder nickte Semir. „Gut. Sie bekommen ihn. Aber erst heute Abend. Man sollte nicht zuviel fernsehen.“ Er lachte Semir sah ihn nur an. „Wann lassen Sie mich gehen?“ fragte er. Trong sah ihn an. „Wollen Sie es wirklich wissen?“ Er lachte. Er ließ die Frage unbeantwortet und verließ den Raum. Semir hing seinen Gedanken nach. Er glaubte nicht, das Trong ihn frei ließ. Selbst wenn Tom alles tat, was dieser Trong wollte, würde er mit Sicherheit den Tod finden. „Es wird Ihnen nichts geschehen, wenigstens nichts ernsthaftes“ hörte er wieder im Gedanken den Satz des Alten aus dem Zentrum. „Ich hoffe nur, alter Mann, dass du Recht hast.“ murmelte Semir leise.



    Tom fuhr am Nachmittag erneut zu Yam. Sie hatte bereits gekocht und erwartete ihn. „Setz dich.“ Tom sah sie an. „Yam, bitte lass uns reden.“ Sie nickte. „Natürlich. Aber erst wird gegessen.“ „Nein jetzt. Ich will von dir...“ Sie küsste ihn. „Hey, sei doch nicht so ungeduldig. Bisher verstehen wir uns doch sehr gut. Mein Vater hat angerufen. Dein Freund möchte ein paar Anziehsachen haben.“ Tom sah sie an. Dann nickte er. „Ich werde gleich zu seiner Frau fahren und etwas abholen.“ Yam nickte. „Siehst du. Wir verstehen uns doch sehr gut. Ach und lass dir nicht einfallen, einen Sender zu verstecken. Er wird garantiert gefunden.“ Tom nickte. „Wie lange wollt ihr das Spiel treiben?“ Sie lachte. „Nun, es kommt drauf an. Mein Vater will noch drei wichtige Geschäfte durchziehen. Danach kann dein Freund gehen. Ihr werdet uns vergessen und wir werden ein schönes Leben in Vietnam haben.“ „Ihr wollt zurück in die Heimat?“ „In meines Vaters Heimat. Ja. Ich freue mich darauf. So und nun genug gefragt. Iss lieber.“ Tom aß. Anschließend fuhr er zu Andrea und holte einige Sachen von Semir. Dann fuhr er nach Hartmut.


    „Hartmut, ich brauche deine Hilfe.“ Mit diesen Worten trat Tom an den Tisch in der KTU. „Ja klar. Wobei?“ Tom erzählte was vorgefallen war. Hartmut sah ihn an. „Seit zwei Tagen schon? NA jetzt wundert es mich gar nicht, dass er noch nicht hier war. Okay. Einen Sender zu tarnen ist nicht schwer. Also Knopf, oder als Anhänger am Reißverschluss. Aber dass er nicht entdeckt wird, schon schwieriger. Ich werde mir was überlegen. Für wann brauchst du das denn?“ Tom machte große Augen. „Was meinst du wohl? Natürlich sofort. Semir bekommt heute die Sachen und...“ „Ja, ist ja schon gut. Also gestern. In einer Stunde.“ Tom nickte. „Ich warte hier.“ „Nee, du machst mich nervös und dann ...“ „Gut dann warte ich draußen.“ Hartmut nickte und machte sich an die Arbeit. Tom wartete vor der Tür. Er bemerkte auf einmal einen Druck im Magen. „Verdammt, was war das denn. Die letzten zwei Tage hatte er immer mehr mit dem Magen zu tun. Es war wieder ein Druck im Bauch zu verspüren. Was war das nur? „Okay, Tom. Ich hab es fertig“, sagte Hartmut nach knappen siebzig Minuten. Tom sah ihn an. „Was ist denn mit dir? Du bist ja richtig blass.“ Tom zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht. Der Magen. Ich glaube bei mir spielt der Magen verrückt.“ „Hmmm, du solltest zum Arzt gehen.“ Tom winkte ab. „Wenn Semir wieder frei ist, dann werde ich es tun. Aber jetzt haben wir wichtigeres.“ „Okay, Also. Der Sender befindet sich im Jackenknopf. Das war die einzige Möglichkeit, ihn zu verbergen. Selbst ein Metalldetektor wird ihn nicht finden.“ „Danke Hartmut. Wie groß ist der Radius?“ „Tja, der Radius beträgt ja normalerweise 50 Km. Bei diesem Ding konnte ich es leider nicht behalten. Er ist etwas kleiner geworden. Ich meine du wolltest ja, dass sie ihn nicht finden...“ „Hartmut bitte.“ „Okay. Dreißig KM.“ „Dreißig? Das ist nicht gerade viel.“ „Nun ja. Aber das ist alles was drin ist.“ „Wie genau?“ „Bei einer Scala von eins was bedeutet sehr schlecht, bis zehn- sehr gut, würde ich sagen 4 – 5.“ „Okay, wir müssen damit hinkommen. Ich brauche noch einen, den du in einer Kette einbauen kannst. Den möchte ich nämlich verschenken.“ Hartmut nickte. „Ja okay. Aber nicht vor Freitag. Die Engelhardt macht mich platt, wenn ich während der Dienstzeit so einen Blödsinn verzapfe.“ Tom sah sie an. „Nun es ist auch wieder um Semir zu finden. Diese Frau, die mich bewacht, ist die Tochter von dem Typen, wo Semir ist. Ich möchte ihr die Kette schenken und dann könnte ich diesen Sender folgen. Ich wüsste wo Semir ist und... Moment“ Tom rannte raus. Hartmut hörte das Würgen und ging hinterher. „Du hast wohl was Falsches gegessen.“ Tom nickte. „Ja scheint so. Oder der Koch mag mich nicht.“ Tom fuhr mit Semirs Sachen nach Hause.

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  • Yam sah Tom vorfahren. Sie lächelte leicht. „Da bist du ja endlich.“ sagte sie, als Tom die Wohnung betrat. „Geht es dir nicht gut?“ „Das weißt du doch ganz genau. Was tust du mir ins Essen? Willst du mich vergiften? Langsam und ...“ „Ach Quatsch. Wenn du nicht das tust, dann wird dein Freund... aber das weißt du ja.“ Tom nickte. „Trotzdem, seit du kochst, habe ich Probleme mit dem Magen. Was tust du mir rein?“ Yam lachte. „Na nun sein doch nicht so dumm. Ich vergifte dich nicht. Weder in Raten noch sonst wie. So ich bringe meinem Vater die Sachen. Ach und du solltest dich hinlegen. Trink Kamillentee. Das hilft.“ Sie verließ die Wohnung und fuhr ab. Als sie bei Trong ankam, packte sie die Tasche aus .Alle Kleidungsstücke wurden akribisch untersucht. Sogar ein Metalldetektor kam zum Einsatz. Doch keine Anzeige. Trong war zufrieden. „Okay, dann darf er sich auch umziehen. Wie weit bist du?“ „Er zeigt die ersten Symptome. Magenschmerzen, Übelkeit. Ich denke in zwei Tagen wird er soweit sein.“ Trong nickte. „Gut. Dann solltest du ihn nicht allein lassen. Nicht das er auf dumme Gedanken kommt.“ „Ja werde ich gleich machen. Erst möchte ich seinen Freund besuchen.“ Trong lachte und sagte ihr wo Semir steckte und das sie nicht allein hineingehen sollte. Hoa begleitete sie. Er schloss die Tür auf.


    Semir lag auf dem Bett als die Tür aufging und Yam eintrat. „Gefällt es Ihnen hier? Viele Grüße von Tom.“ lachte sie. Semir setzte sich langsam auf. Er antwortete nicht. Yam sagte etwas zu Hoa. Dieser kam zu Semir und zog ihn vom Bett. „Antworte, wenn sie dich fragt!“ sagte er drohend. „Nun gut dann wiederhole ich meine Frage. Gefällt es oder nicht?“ Semir sah sie nur an, aber er sagte immer noch nichts. Yam nickte kurz zu Hoa. Dieser holte aus und schlug Semir in den Bauch. Semir stöhnte auf. Hoa stieß ihn aufs Bett. Yam setzte sich zu ihm streichelte Semir über den Kopf. „Wissen Sie, ich mag Sie nicht.“ lachte sie ihn aus. Semir sah sie an. „Das… beruht…auf Gegen…seitig…keit...“ stöhnte er schmerzerfüllt. „Das nächste Mal solltest du mir direkt antworten, wenn ich was frage. Denn ich mag es gar nicht, wenn man mich nicht beachtet. Hast du verstanden?“ Semir legte sich auf den Rücken und sah sie an. „Was wollen Sie von mir?“ Yam lachte und setzte sich auf ihn, dann versuchte sie ihn zu küssen. Semir drehte seinen Kopf weg. Sie griff in Semirs Nacken und drückte zu. Obwohl sie eine Frau war, hatte sie einen harten Druck, oder sie wusste nur genau, wie sie es machen musste. Die Schmerzen waren stark. Semir schloss die Augen und presste die Lippen aufeinander. Yam presse ihre Lippen auf seine. „Du bist ein Mann, und keiner kann mir widerstehen, Keiner! Hast du verstanden?“ fragte Yam noch einmal. „Ja…hab ich… aber ich bin eine Ausnahme…“ kam von Semir. Yam lachte leise. „Ich breche auch Ausnahmen.“ sagte sie und griff ihn in den Schritt. „Lassen Sie das!“ sagte Semir scharf doch es störte Yam nicht. Semir griff ihre Hände und zog sie weg. „Sie sind nichts weiter als eine Hure… eine einfache Hure.“ Yam stand empört auf. Dann sagte sie wieder was zu Hoa. Dieser kam zu Semir und hielt ihm die Hände fest, während Yam versuchte ihn zu liebkosen. Semir versuchte sich zu wehren und trat nach Yam. Er traf sie und Yam schrie auf. Dann zog Hoa ihn hoch. „Lass das!“ sagte er leise zu Semir. Doch Yam schien ihren Spaß daran verloren zu haben. „Ich kriege jeden Mann, Semir. Jeden.! Auch dich! Aber nicht heute.“ Yam nickte Hoa zu. Dieser stieß Semir ins Bett. Yam ging zur Tür, doch dann drehte sie sich wieder zu Semir um. Sie lachte „Hoa, das nächste Mal wenn ich komme, und das ist bald, wird er festgebunden, klar?“ Hoa nickte dann verließ sie den Raum mit den Worten bis morgen, Semir.“ Sie verabschiedete sich von Trong und führ wieder ab. Sie lachte leise im Auto. Ihr Vater wollte, dass sie Tom langsam vergiftete. Natürlich tat sie was ihr Vater verlangte, aber sie liebte Tom tatsächlich und sie wollte ihn auf gar keinen Fall töten, aber das Gift wirkte in sehr geringen Dosen nicht tödlich, sondern waren nur mit Übelkeit und Magenschmerzen verbunden. Und das würde ein so großer, starker und schöner Mann sicher überstehen.

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