Im Spinnennetz

  • So, nun trau ich mich mal und stelle meine erste allein getippte Story ein :)



    Im Spinnennetz





    Die schlanke Frau stand am Straßenrand und wartete. Sie hatte eine große Tüte Brötchen in der Hand und einen Autoschlüssel. Ihr Wagen stand auf der anderen Seite und sie hatte es eilig.


    Tom stieg in seinen Wagen und gab Gas, er war spät dran und musste zum Dienst. Gott sei Dank waren die Straßen um die Uhrzeit noch recht leer .


    Er sah auf die Uhr und brummte, Mist, er würde wieder zu spät kommen.
    Als er aufsah, bemerkte er die junge Frau einige Meter vor seinem Wagen , die auf einmal mitten auf die Straße rannte.


    „ Hey, stehen bleiben, die muss mich doch sehen...“ Tom ging in die Eisen , doch es war zu spät. Die junge Frau lag bereits auf der Motorhaube des CLK und Brötchen flogen durch die Luft.
    Sie rutschte auf die Straße und Tom, der aus dem wagen gehechtet war, fing sie auf.


    „ Oh Gott, ist ihnen etwas passiert ? Haben sie sich verletzt?“ Tom half ihr vorsichtig auf .
    „ Kommen sie, ich fahre sie zu einem Arzt. „ Er öffnete die Beifahrertüre und half ihr auf den Sitz.


    „ Nein, nein, alles ok. Entschuldigung, ich war in Gedanken, das war meine Schuld. „ Sie fasste sich ans Knie .


    „ Nichts ist ok, ich hätte langsamer fahren müssen. Und sie haben sich doch verletzt, ich fahre sie ...“
    „ Nein, wirklich. Das tut nur etwas weh. Aber sie dürfen mich gern nach Hause fahren, Herr?“


    „ Tom, Tom Kranich“ Tom sah sie an und stellte fest, dass sie nicht nur eine nette Stimme hatte, sondern auch verdammt gut aussah.


    „ Schön, Herr Kranich, ich heiße Carla . Carla Gomez. „ Sie reichte ihm die Hand.
    „ Gut, dann erklären sie mal, wo ich hinfahren darf



    1 Stunde später kam er endlich auf der PASR an und betrat mit einem verträumten Blick das Büro.


    „ Ja sag mal, traust du dich noch zum Dienst? Kannst du nicht mal anrufen? „ Semir raunzte ihn gleich an.


    „TOM? Hallo? „


    „ Mensch schrei nicht so, ich bin ja nicht taub,. Hatte einen Unfall und musste erst jemand nach Hause fahren, reicht das?“ Tom setzte sich und sah durch Semir durch.


    „ Unfall? Klar , eine bessere Ausrede fällt dir nicht ein? „ Semir griff zu seiner Jacke. „ Dann können wir ja jetzt endlich los, mach hinne, sonst gibt’s den nächsten Rüffel von der Chefin“


    „ ja, ja, Glaubs mir oder lass es bleiben. Kannst sie nachher selbst fragen ob es stimmt. Hab ihr versprochen ihr Auto zu ihr zu fahren, weil sie eben nicht mehr konnte, nachdem ich sie auf der Kühlerhabe hängen hatte“


    „ Ach so nennt man das jetzt. Den Trick musst du mir mal erkären.“ Semir lachte.


    „Aber jetzt wird gearbeitet. Denk an die Transporte in den nächsten Wochen, die wir mit überwachen sollen. Die Strecke für nächste Woche steht fest und wir sollten sie mal abfahren und kontrollieren.“ Semir zog einen Zettel aus der Tasche.


    „ Hier, der kam heut früh vom BKA Kurier. Ich frag mich nur, warum die neuerdings so einen Bohei um ihre Waffentransporte machen. Haben sie doch sonst auch nicht. Und wir müssen drunter leiden mit Mehrarbeit.“


    „ Ach, sieh es mal so. Wir sind beschäftigt und es ist ein lauer Job. Was soll da gross passieren? „ Tom ahnte nicht, wie unrecht er mit der Bemerkung haben sollte.

  • naaaa gut. Extra für Elli noch ein kleines Häppchen :baby:





    „ Komm, die Runde ist durch. Lass uns mal zu Carlas Wagen fahren und ihn zu ihr bringen.“ Tom sah auf die uhr.


    „ na schön, bi mal gespannt, was du da wieder an Land gezogen hast oder besser gesagt, was dir da auf die Motorhaube geflogen ist.“ Semir achte.


    30Minuten später parkte Tom den Wagen vor einem modernen Haus mit 4 Eigentumswohnungen.
    „ Wow, hier wohnt deine flüchtige Bekannte? „ Semir staunte.


    „ komm, laber nicht und geh it.“ Tom klingelte bereits.


    Carla bat sie humpelnd rein. „ Geht doch noch nicht so gut, aber es wird. Mit Eisbeutel und hochlegen sollte es morgen wieder ok sein.“ Sie lächelte Tom an.


    „ Soll ich dich nicht doch zum Arzt fahren?


    „ Nein , nein, geht wirklich.“ Sie zwinkerte mit den Augen.
    „ Ich will sie, also euch ja nicht stören, aber die Pflicht ruft. „Semir stand auf. Und ging schon mal vor zur Tür.


    „ Ich melde mich Clara.“ Tom ging zu ihr und drückte ihr die hand.


    „ Bis morgen, dann bin ich wieder fit und möchte meine Einladung zum Essen einlösen“ sie lächelte.


    „Gerne, ich freue mich.“ Tom konnte sich kaum von ihr lösen und musste von Semir fast auf der Tür geschoben werden.


    „ Mensch, da hat es dich aber erwischt,“ Semir schmunzelte auf dem Weg nach unten zum Wagen.


    Tom strahlte vor sich hin.
    „ Tja, manchmal hat man halt Glück im Unglück.....“


    Sie kehrten zurück auf die PAST und sahen sich die Einsatzpläne des BKA durch. Eine undichte Stelle hatte es erforderlich gemacht, dass die Depots umgelagert werden mussten und das sollte innerhalb der nächsten Wochen Schrittweise passieren. Sie waren für die Abschnitte rund um ihr Revier zuständig. Eine simple Sache, wenn man nicht außer Acht liess, das evtl. eine undichte Stelle weiter geschmiert wurde.

  • Am nächsten abend holte Tom wie verabredet Clara zum Abendessen ab. Er hatte sich in Schale geworfen und sie begrüßte ihn in einem atemberaubenden Abendkleid.
    „Darf ich bitten? Der Wagen steht bereit.“ Tom hielt ihr den Arm galant hin und ließ sie einsteigen.


    Sie verbrachten einen wundervollen Abend und es war schon spät in der Nacht, als die beiden bei Clara am Kamin saßen und noch einen Kaffee tranken.
    „ Jetzt habe ich dir jede Menge von mir erzählt, aber du noch kaum etwas über dich und deine Arbeit.“ Clara kam Tom näher und zupfte an seinem Ohrläppchen. Sie lagen auf dem dicken Fell vorm Kamin .
    „ Ach weist du, was soll ich dir erzählen? Das ist doch völlig uninteressant.“ Er küsste sie.


    „ Doch , mich interessiert was der Mann macht, der so unverhofft in mein Leben gefahren ist. An was arbeitest du aktuell? Ich stell mir das toll vor.“ Langsam knöpfte sie sein Hemd auf.


    Er umriss mit wenigen Worten die in seinen Augen langweilige Streckenkontrolle .“ Und jetzt Schluss damit, du bist viel interessanter.“ Er küsste sie auf die nackte Schulter und strich mit dem Finger ihren Rücken runter.
    Der Kaffee in den Tassen wurde kalt, während das Feuer nicht nur im Kamin aufloderte.

  • :baby: Danke für die Feedbacks :), dafür gibts dann jetzt auch ein langes Stück:




    Am nächsten Morgen musste er früh zum Dienst und stand leise auf, deckte Clara den Tisch und verließ fast lautlos die Wohnung.


    „ Ui, scheint ne interessante Nacht gewesen zu sein, so wie du hier aufkreuzt.“ Semir sah an Tom runter., als sie vor der Tür zusammentrafen.


    “ Ja , ja, sei ruhig. Ich zieh mich ja jetzt um.“ Tom verschwand im Büro und zog die Rollos runter.


    20 Minuten später saßen sie im Wagen und fuhren die Strecke des 1. Waffentransportes noch einmal ab.


    „ Alles ruhig, die Route ist ruhig und es sollte morgen keine Probleme geben.“ Semir sah Tom an.


    „ Ja, denke ich auch. Können wir gleich noch kurz mit dem Einsatzleiter durchgehen und die Uhrzeit absprechen, dann dürfte alles ok. Sein.“ Er blickte seitlich durchs Fenster.


    „ Wie? Schon wieder mit den Gedanken bei Carla?“


    „ Ach Semir, wenn du nix zum ärgern hast oder zu bohren, geht es dir nicht gut, gell? Und ja, ich denke an sie. „


    Auf der Past tippten die beiden ihre Berichte fertig und besprachen sich kurz mit der Chefin und Kurt Metlaff vom BKA.


    „ So, ich bin dann weg, falls etwas ist, ruf mich auf dem Handy an.“ Tom nahm seine Jacke und ging summend aus dem Büro.


    „ Ne klar. Aber bitte sei pünktlich morgen früh.“ Semir lachte hinterher.


    Tom fuhr an einem Blumenladen vorbei und dann mit guter Laune zu Clara.


    „ Da bin ich wieder, wie versprochen. „ Er küsste sie und drückte ihr die Blumen in die Hand.


    „ Hab ich dir schon gesagt, dass du mir den Kopf verdreht hast?“


    Sie schloss die Türe und zog ihn in Richtung Schlafzimmer.


    Es war schon dunkel draussen, als sie leise aufstand. Tom lag mit einem Lächeln im Gesicht und schlief tief und fest.


    Wenig später kam Clara wieder ins Zimmer mit einer Flasche Sekt und etwas zu essen.


    In aller früh wurde Tom vom Weckton seines Handys aus dem Schlaf gerissen.
    „ Ich muss leider los, schlaf noch weiter. „ Er drückte Clara einen Kuß auf die Wange.


    1 Stunde später saßen Semir und er bereits wie verabredet im Wagen an der A3 .


    Der Transporter des BKA war mit 2 Beamten besetzt. Der zivile Wagen eines Kurierdienstes war unaufällig und wurde nicht weiter begleitet. Tom und Semir lösten wie abgemacht an der Reviergrenze die andere Zivilstreife ab.


    „ War ja scheinbar ne anstrengende Nacht, du bist so still, Partner“ Semir sah zu Tom rüber, der in Gedanken verloren hinter dem Lieferbus hersah.


    „ Hach ja, so stehe ich gerne früh auf. Daran könnte ich mich gewöhnen.“ Tom schmunzelte.



    Der Lieferbus fuhr in einigem Abstand zu ihnen .


    „ Sag mal, war hier gestern eine Baustelle angekündigt? Tom sah zu Semir rüber, als Schilder auftauchten.
    „ Ne, nicht das ich wüsste und ne Meldung gabs auch nicht. Sicher was passiert heut nacht und die haben Reparaturen.“


    Die Fahrbahn wurde geteilt und auf 2 Bahnen umgeleitet. Kurz vor einem Rastplatz .drängte sich ein LKW auf die Spur vor Semir und er musste den linken Fahrstreifen nehmen. Der BKS Transporter fuhr mehrere hundert Meter auf der rechten Seite.


    „ Schitt, jetzt kommen wir nicht mehr rüber. „ Tom versuchte den Transporter nicht aus den Augen zu verlieren.


    „ Ach, da hinter der Kurve ist wieder alles ok, pass auf.“ Semir fuhr etwas schneller, doch vor ihm der PKW hielt sich genau an die Tempobegrenzung.


    „ Cobra11, dringend Unterstützung erforderlich, hier stimmt was nicht“ kam plötzlich über Funk.


    „ich habs gewusst, das ist ne Falle.“ Brems, da kommst du nicht schnell genug durch.


    „ Bremsen, warum soll ich jetzt bremsen? „ Semir fuhr weiter.


    „ Tu einfach was ich sage, Mensch, brems.“
    Tom brüllte weiter.


    Semir stoppte den Wagen und Tom hechtete aus dem BMW, sprang über die Baustellenplanke und durch den sich stauenden den Verkehr durch in Richtung andere Spur und Rastplatz. Semir fuhr weiter und versuchte mit Blaulicht und hupen den Wagen schneller durch die Engstelle zu lenken.


    Von den Kollegen des BKW kam nichts weiter über Funk und von Tom war nichts mehr zu sehen.


    Endlich kam Smeir aus der Baustelle raus, wendete und fuhr dem Verkehr entgegen.


    Wo waren die hin?




    Tom war durch die Strüppen auf den Ratsplatz gelaufen und sah sich nach dem Transporter um.


    Da hinten, zwischen den Bäumen, da war doch was. Er zog seine Waffe und rannte weiter. Doch er sah auf dem Dienstweg nur noch die Rückleuchten des Wagens. Vor ihm lagen die 2 Beamten des BKW auf dem Boden. Einer bewusstlos, der andere sich krümmend vor Schmerzen.



    Tom griff zum Handy und alarmierte die Zentrale, forderte einen RTW an und kümmerte sich um den verletzten Beamten.


    Semir stoppte den BMW neben ihm.


    „ Fahr zu, da hinten lang, evtl. kannst du ihn noch erwischen.“ Tom zeigte in die Richtung in der der Transporter auf dem Dienstweg verschwunden war.

  • „ Wie konnte das passieren?“ Anna Engelhardt war auf der Palme., als sie 2 Stunden später bei ihr im Büro saßen.


    „ Metzlaff vom BKA tobt und klebt mir im Nacken.“


    „ Chefin, das ging alles so schnell, wir hatten keine Chance. Diese Baustelle war nicht angemeldet. Woher...“ Semir machte den Ansatz einer Erklärung, doch Anna unterbrach ihn .
    „ Diese Baustelle war wie aus dem Nichts da, verstehe, sie hatten die Strecke doch extra ausgesucht. Woher konnten die das wissen, dass sie genau dort herfahren wer wusste noch von der Strecke? Metzlaff und weiter? Meine Herren, ich erwarte nicht nur, dass die Sache zügig geklärt wird, sondern auch der nächste Transport lückenlos vorbereitet wird und sicher am Ziel ankommt. Und jetzt an die Arbeit“


    Tom und Semir gingen in ihr Büro.


    „ Also eins begreife ich nicht. Woher wussten die das so genau und hatten dann auch noch zeit alles exakt zu planen?“ Semir lehnte sich im Stuhl zurück . „ Tja, meine Verabredung für heut abend kann ich dann wohl absagen.“ Tom griff zum Hörer.


    „ Ja, ich bins Carla. Also heut abend wird spät, wir hatten Stress heut. Ja, ich dich auch....vielleicht hol ich mir den Schlüssel, ok?“



    „ Du Armer, soll ich dich trösten, dass du so lang aushalten musst ? Semir lachte schon wieder.


    „ Komm, hör auf, lass uns lieber überlegen wo wir ansetzen können. Ich fahr am besten mal ins Krankenhaus und schau was die beiden vom BKA sagen können. Die dürften sicher jetzt vernehmungsfähig sein.“


    „ Gut, dann besuche ich Metzlaff vom BKA und red mit dem über den neuen Transport und alles andere.“


    Im Krankenhaus saß Tom bei den beiden Ermittlern vom BKA im Zimmer.


    Schuster und Röhrig waren bis auf Gehirnerschütterung und leichten Schock in Ordnung und würden am nächsten Tag bereits wieder entlassen werden können.


    „ jetzt würde ich zu gern von ihnen beiden mal hören, wie das Ganze sich genau zugetragen hat. Wer wusste außer ihnen noch von der Strecke?“ Tom sah beide fragend an.


    „ Außer und wusste nur Metzlaff und sie von der Strecke. Niemand sonst. Und das Ganze lief so schnell ab, erst die Baustelle, dann waren sie weg und dann kamen die 2 Autos und zwangen uns zum bremsen und, tja, den Rest wissen sie ja. „ Röhrig erzählte, während Schuster sehr still im Bett lag.


    „ Tja, mit der Beschreibung der Fluchtwagen kommen wir nicht groß weiter. Die Kennzeichen waren gefälscht . Tom stand auf.


    „ Sollte ihnen noch etwas einfallen, rufen sie bitte sofort an. Und Gute Besserung!“ Tom machte sich auf den Weg zurück zur Past.


    „Semir? Ja, ich bins, also die beiden wissen nix und ich bin auf dem Rückweg zur Past. Soll ich noch nachkommen zu Metzlaff oder bist du da fertig? ..Dann können wir ja heut noch die neue Route besprechen und abfahren. Klar,...ciao.“ Tom machte das Handy wieder aus.


    Er hatte noch etwas Zeit bis Semir an der PAST eintreffen würde und machte einen kleinen Umweg zu Carlas Wohnung.


    „ ich hatte Sehnsucht nach dir.“ Er nahm sie in den Arm , küsste sie und drückte die Türe mit dem Fuß zu, als sie ihm geöffnet hatte.


    „ Hab nur 10 Minuten, aber für einen Kuß reicht es und dann nehm ich mir direkt den Schlüssel mit für heut abend, ok? Er gab ihr den nächsten Kuß in den Nacken.


    „ Kannst du machen, ich warte auf dich ,. Du siehst müde aus, was war denn?“


    Sie fing an ihm den Nacken zu massieren.


    „ Ach du, lass mal, mehr als heut schiefgelaufen ist geht nicht. Unser Transport würde überfallen, Täter weg, keine Hinweise oder Zeugen, und jetzt müssen wir nicht nur den Mist aufklären, sondern auch noch die undichte Stelle suchen und die neue Route für den anderen Transport machen und sichern.“ Er schloss für Sekunden die Augen.
    „ Aber ich schau, dass ich nicht ganz so spät komme, damit wir noch etwas vom abend haben.“ Er raffte sich vom Sofa auf und gab Carla noch einen Kuß.



    Im Krankenhaus nutzte Schuster die Chance, dass sein Kollege aus dem Zimmer war für ein kurzes Telefonat .
    „Ich komm morgen raus. Bin beim nächste Transport also wieder dabei. Kein Problem. Läuft alles nach Plan, bei dir auch?“


    Die Stimme am anderen Ende stimmte zu:“ Ja, Sender und Wanze arbeiten einwandfrei. Ich höre alles mit und habe jederzeit den Standort. Das wird ein Kinderspiel mit dem 2. Fang. Morgen gibt’s neue Infos.“

  • Tom und Semir saßen in der PAST über einem großen Plan.
    „wir müssen das anders angehen. So laufen wir Gefahr, dass wieder was schiefläuft. Am besten einer von uns nimmt den Transport in Empfang und setzt sich mit in den Wagen. Hinrich hat dem zugestimmt. „Semir sah Tom an.
    „ ich weiss nicht, da stimmt was nicht. Es sind ausser uns nur 3 Leute gewesen, die die Strecke kannten und dann läuft das so schief? „ Tom zuckte mit den Schultern.“ Ok, dann gehe ich mit in den Transport und bleibe im Laderaum, du fährst mit Bonrath hinterher. Die Chefin wird das genehmigen, da bin ich mir sicher.


    Sagen werden wir von dem Plan niemandem etwas, und einsteigen werde ich erst bei der Übernahme an der Reviergrenze.“


    „ das sollte klappen.


    Semir nickte.


    Die beiden machten sich auf den Weg und arbeiteten eine Route aus, die diesmal nicht über die Autobahn führen sollte, sondern über Landstrassen.


    „ Hier kann uns keiner mit Baustellen in die Quere kommen. Und wenn du hinten im Laderaum sitzt, kann ja nichts mehr passieren. Sofern du mit den Gedanken bei der Sache bist.“ Semir grinste.


    „ Mensch jetzt hör auf, lass Carla aus dem Spiel.


    20 Minuten später unterbreiteten sie der Chefin ihren Vorschlag mit der Strecke .


    „Gut, meinen Segen für die Sache haben sie. Ich möchte allerdings, dass sie niemandem sonst etwas davon sagen. Tom, sie nehmen eine Schussichere Weste, klar?“


    „ Geht in Ordnung Chefin.“




    Sie gingen bis spät in den abend die Strecke weiter durch auf mögliche Gefahrenpunkte. Übermorgen musste alles perfekt laufen.


    Kurz vor 12 Uhr gähnte Semir auf“ Komm, wir lassen es gut sein für heute“


    „ Ja, da sagst du was. Ich bin völlig k.o. und langsam macht mein kopf nicht mehr mit.“ Beide griffen ihre Jacken und verliessen die PAST:


    „ Pass auf dich auf und komm nicht unter die Räder. Und morgen pünktlich und etwas frischer bitte.“ Semir schlug Tom auf die Schulter.


    „ Danke, danke. Wird ich mir merken.“



    Leise schlich Tom sich zu Clara ins Bett um sie nicht zu wecken, doch als er sich zur Seite drehte, spürte er eine Hand auf seiner Schulter.
    „ komm, ich massiere dir den Rücken, du bist ja total verspannt.“


    „Clara, du nist noch wach? Ich dachte...“


    „ Psttt...... geniesse, ich hab schon vorgeschlafen ... „ Sie fuhr mit ihren Händen über seinen Rücken ......


    „ Carla, du bist ein Schatz. Ich bin heut so grantig gewesen, und schlecht gelaunt, aber das macht alles wieder wett. Auf der Arbeit lief alles schief und der nächste Transport muss ohne Fehler laufen, sonst sind wir dran. ...Tom drehte sich um und küsste sie.


    „ Arm in Arm schliefen sie ein und wachten erst am Morgen durch das laute Klingeln an der Haustüre auf.


    Tom schreckte hoch.“ Oh Gott, ich hab verschlafen. Das ist sicher semir. Schitt .Carla, bis nachher, „ Er griff seine Sachen zog sich schnell an du griff im Vorbeigehen nach einem Apfel.

  • „ Hartmut ist dran und wir fahren jetzt in die KTU. Mahlzeit Wenn man dich so ansieht kann an dir eigentlich nicht böse sein. Tut dir gut diese Clara“ Semir deutete ein Lächeln an.



    „ Jungs, das waren Profis. „ Hartmut begrüßte sie gut gelaunt wie immer.


    „ Ich habe außer den Spuren der 2 BKA Beamten nichts weiter gefunden. Nichts, absolut nichts. Der Wagen wurde leergeräumt und stehen gelassen. „
    „ Wie? Mehr nicht? Das wars? „ Semir sah ihn hilfesuchend an. „ Ich dachte du findest wenigstens etwas, was uns auf eine Spur bringt?“


    „ ne, einzig der Lehm an den Rädern könnte einen Aufschluss darüber geben, dass der Wagen mal auf lehmhaltigen Boden gefahren wurde.. .Analyse ist unterwegs.“


    „ OK, danke Hartmut, den Bericht dann..“ Semir kam nicht zum Ende des Satzes.


    „ Sofort zu euch, weiß ich doch“ Hartmut grinste Semir an.


    Tom und Semir fuhren wieder in ihr Büro.


    „“ hast du den Sender und die Weste? „
    „ jep, hab ich alles bereitgelegt. Übernahme ist am alten Burgplatz und Bonrath fährt direkt mit dir im Wagen. Die Chefin meinte aber es wäre besser, ich würde direkt ab Abfahrt mit im Transporter fahren. Die Kollegen fahren um 6 Uhr los und ich werde dann dort zusteigen.“


    „Schuster vom ersten Mal ist mit von der Partie und Neumann, ein neuer Kollege. Der wurde aber nicht weiter eingewiesen, sondern weiß nur, dass er eine Fahrt begleiten muss .“



    Schuster war zu Hause und bereitete sich auf den morgigen Einsatz vor.
    „ Hast du neue Infos für mich? Was läuft morgen? Die Route hab ich ja schon.


    „ Es gibt eine Planänderung. Ihr bekommt Besuch gleich ab Abfahrt. Kranich wird bei euch im Lieferraum mitfahren. Er trägt einen Sender , also sei vorsichtig. Wir kümmern uns schon um ihn“ Die Stimme am anderen Ende legte auf.



    Tom und Semir erledigten Papierkram und machten relativ früh Feierabend. „ Bis morgen Partner, und aß auf dich auf, ok? Falls du nur den geringsten Verdachth ast, gib sofort Bescheid.“
    „ ja, Mama. Mach ich.“ Tom liess sich müde in den CLK fallen und fuhr nach Hause.


    Kaum unter der Dusche gewesen und beim Essen, klingelte es an der Türe.


    „ Clara? Komm rein. „ Er küsste sie leidenschaftlich.


    „ Ich wollte nur mal schnell bei dir vorbeischauen, wo du doch morgen so einen anstrengenden Tag hast.“ Sie zog ihn in Richtung Schlafzimmer.


    „ Von mir aus kannst du auch gerne hier bleiben, aber ich muss früh raus. Es werden mindesten 4 Wecker klingeln“ er lachte.


    „ das macht mir nichts, so lang ich neben dir liegen kann“ Sie lag schon im Bett und streckte die Hand aus.

  • Am frühen Morgen, eigentlich och mitten in der nacht für Toms Verhältnisse, stand er auf und ging unter die Dusche.
    Clara war bereits in der Küche und kochte Kaffee.


    20 Minuten später war er unterwegs und merkte einen leichten Kopfschmerz und Müdigkeit in sich aufsteigen..


    Auf dem Parkplatz des BKA zog er seine Weste an, den Sender und das Mikro hatte er bereits angelegt und steckte sein Handy und den Schlüssel in die Tasche.
    „ Kann losgehen. „Er begrüßte Schuster und den neuen Kollegen.


    „ Mein Partner und sein Kollege werden am Reviergrenze hinterherfahren. Die Strecke ist folgende. „ Er breitete den Plan aus und gab ihn Schuster.


    „ Alles klar, dann mal los.“ Tom stieg im Laderaume ein und machte es sich dort zwischen den Kisten so bequem wie möglich. Der Kopfschmerz und die Müdigkeit waren schlimmer geworden und er verfluchte sich bereits , dass er keine Tablette bei hatte. Der Laderaum war stockdunkel und ausser seiner kleinen Taschenlampe konnte er nichts sehen.


    „ Da ist er, dann mal los.“ Semir hängte sich mit Bonrath hinter den Lieferwagen. Das Signal kam klar und deutlich.


    „ na Partner, alles ok da hinten im Kämmerchen?“


    „Mach nur Witze, danke. Hier ist es duster und schaukelt, genau richtig für meinen Magen.“


    Tom war wirklich schlecht und mittlerweile verspürte er einen leichten Schwindel. Verdammt, das konnte er sich jetzt absolut nicht leisten.




    Der Lieferwagen fuhr durch ein Waldstück und war recht langsam, da es eine kurvige Strecke war.


    „Schitt , was ist das denn? Semir konnte den BMW nicht mehr richtig gerade halten.


    „ Nein, auch das jetzt noch, der Reifen ist geplatzt.“



    Der Schütze hinter den Bäumen packte zufrieden das Gewehr weg. Es ging doch nichts über ein gutes Gewehr mit Zielfernrohr.


    „ Tom hör mal, wir haben einen platten Reifen, ich halte das nächste Auto an, bis dahin bist du da hinten alleine.“


    „ Alles klar, Faulpelz“


    Der Transporter ruckelte komisch , als ob er auf einen Waldweg fahren würde.


    „was ist hier los? Schuster sah 3 Geländewagen auftauchen.
    „ Mist das ist eine Falle, der BMW ist auch weg.“ Er zog seine Waffe.


    Neumann, der junge Kollege neben ihm tat ihm nach.


    Mehrere maskierte Männer sprangen aus den Fahrzeugen und rissen die Türen des Lieferwagen auf und zogen die beamten aus dem Wagen.
    Neumann drückte ab und traf einen der Männer am Oberarm. Im gleichen Moment fiel der nächste Schuß und Neumann sackte zusammen.


    Tom griff hinten im Laderaum zur Waffe und versteckte sich hinter einer der Kisten.


    „ Semir, hier stimmt was nicht, es sind 2 Schüße gefallen ich brauch Hilfe.“



    Die Tür des Laderaums ging auf und Tom musste die Augen etwas zukneifen , weil es plötzich so hell wurde.


    2 maskierte Männer mit MPs brüllten los .“Raus hier“


    Woher wissen die, dass ich hier drin bin , dachte Tom nur noch, als der erste Schuß fiel. Er erwiderte das Feuer.


    „ Polizei, nehmen sie die Waffen runter. Meine Kollegen sind schon unterwegs.“ Er brüllte hinter der Kiste hervor.


    irgendwie hatte er das Gefühl er würde langsam doppelt sehen und griff sich kurz mit der freien Hand zum Auge.


    „Wenn sie überleben wollen, kommen sie raus. Bis ihre Kollegen hier sind haben sie keine Chance.“


    Tom stand langsam auf, tat einen Schritt nach vorne und schoß. Er traf den ersten der beiden Kerle .

  • Tom sprang hinter die nächste Kiste und verspürte einen stechenden Schmerz im Oberschenkel. Die Männer hatten mitbekommen, das er getroffen worden war und stiegen von 2 Seiten auf die Ladefläche.
    Tom drehte sich vorsichtig hinter der Kiste zur Seite um nach den Angreifern zu sehen. Er konnte einen der Männer noch verschwommen sehen als er den nächsten Schlag oberhalb der Schulter verspürte .


    „ So, das Spiel ist aus.“ Der Man hielt ihm den Lauf der MP an den Kopf. Die anderen Männer trugen die Kisten in die Geländewagen.


    „Fertig, wir können“ höre Tom die Stimme wie durch eine Wand.


    „ Ok, den lassen wir hier liegen..“


    Tom hörte die Autos wegfahren.




    „ Scheiße, ich höre Schüsse über das Mikro, TOM? Was ist da los? TOM?“ Semir brüllte in den Sender.

    Bonrath halt ein Auto an, forder Verstärkung an , Mist verdammter.“


    Er rannte seitlich in den Wald in die Richtung des Signals.



    Während des Laufens brüllte er wieder ins Mikro.“ Tom? Hörst du mich, was ist bei euch los?“
    Doch nach wie vor blieb der Kanal stumm.


    Weit vor ich sah er den Lieferwagen im Wald stehen. Die Türen waren offen. Von Tom und den 2 anderen Beamten war keine Spur zu sehen. Er zog seine Waffe und wurde langsam.
    Vorsichtig schlich er sich in Deckung bis nah an den Wagen ran.
    Neben dem Wagen konnte er zumindest Neumann erkennen. Sein Hemd war blutrot.


    „Oh mein Gott „ flüsterte Semir.


    Vorsichtig ging er näher an den Wagen ran. Auf der anderen Seite sah er Schuster auf dem Boden lieben.


    Semir wurde flau im Magen als er um den Lieferwagen rumging und vorsichtig ins Heck sah.


    Der Innenraum war fast leer und hinten auf dem Boden lag Tom.

  • „ NEIIIIIIIN. Tom? „ Semir sprang in den Wagen und kniete neben seinem Partner nieder.


    Langsam drehte er Toms Kopf zur Seite und fühlte den Puls. Der war kaum merklich und schwach zu spüren.


    „Bonrath, ich brauch sofort den Heli, RTW egal was. „ Semir drückte das Mikro am Sender.


    Vosichtig zog er Tom die Weste aus und sah die blutende Wunde am Oberschenkel und an der Schulter. Die Kugel hatte genau am Rand der Weste eingeschlagen. Verzweifelt suchte er etwas zum abbinden.


    Nachdem er notdürftig die stark blutende Oberschenkelwunde versorgt hatte nahm er Toms Kopf auf die Beine.


    „ Komm Partner, red mit mir, werd wach. „ Er klopfte ihm leicht gegen die Wange.


    Toms Augen flackerten, doch er öffnete sie nicht.


    „ Heli ist unterwegs, Chefin auch.“ Bonrath stand schnaufend an der Tür des Transporters.


    „ Mein Gott, Semir, was... ist er.....?


    „ Nein Dieter, aber die sollen sich verdammt noch mal beeilen. Geh auf die Straße, an der Lichtung oben kann der Heli landen. Mach, bitte...“ Semirs Stimme war die pure Verzweiflung und überschlug sich fast beim sprechen.


    Vom weitem hörte Semir Sirenen und auch das nahende Rotorengeräusch eines Hubschraubers.


    Dann wimmelte es auf einmal von Leuten um ihn herum. Er wurde zur Seite geschoben, während 4 Sanitäter und der Notarzt sich um Tom kümmerten. All das lief wie ein Film vor ihm ab.


    Tom wurde intubiert und mit Infusionen versorgt. Kurz und knapp waren die Anweisungen des Notarztes , der sorgenvoll das EKG im Auge hatte.


    Semir spürte eine Berührung an seinem Arm und drehte sich um. Anna Engelhardt stand neben ihm , doch er war unfähig etwas zu sagen.


    Hinter ihm hatte man Tom soweit stabilisiert, dass er auf eine Trage gelegt und zum wartenden Heli gebracht wurde.


    Schuster stand auf einmal neben Anna. Er hatte ein dickes Pflaster auf dem Hinterkopf .


    „ Ich , es tut mir leid, aber wir hatten keine Chance.“ Er versuchte zu erklären was passiert war, als Semir auf ihn losging.


    „ Sie hatten keine Chance? Was hatte Tom hinten im Wagen? Sie hätten viel früher reagieren müssen....“


    „ Semir! Es ist gut, ich kümmere mich hier um alles, fahren sie in die Uni. Hier ist mein Wagenschlüssel.“ Anna schob Semir zur Seite.




    „ Wir haben den Wagen und die Ware. Alles wie am Schnürchen gelaufen. Ein Bulle wollte den Helden spielen , ist tot,, die anderen beiden leben und sind ok. Wir treffen uns dann heute abend am Lager.“


    „ gut, was ist mit Kranich? Ich hoffe nicht, dass er der Tote ist?“


    „ Nein, aber ihn hat es leider auch erwischt, er wollte nicht mitspielen.“ Die männliche Stimme legte auf.

  • Semir lehnte mit dem Kopf an die Wand vor dem OP Bereich, als er zwei Arme um sich spürte.
    „ Er schafft es, daran musst du fest glauben“ Andrea stand hinter ihm und nahm ihn in den Arm.


    Es waren bereits mehrere Stunden vergangen als endlich ein Arzt zu Semir, Andrea und Anna Engelhardt kam, die mittlerweile auch eingetroffen war.


    „ Mein Name ist Professor Berger, ich habe ihren Kollegen operiert. Um es ohne Umschweife zu sagen:. Es sieht ernst aus. Die Kugeln sind entfernt , es gab jede Menge Blutverlust und innere Blutungen durch den Einschuss im Oberkörper. Zu allem Überfluss hatten wir während der Narkose einen Herzstillstand durch eine Gegenreaktion auf ein Betäubungsmittel. Herr Kranich wird künstlich beatmet und ist nach der Narkose noch nicht wieder aufgewacht. Tut mir leid, aber die nächsten 48 Stunden entscheiden.“


    Semir hatte sich als erster wieder halbwegs gefasst.
    „ Ich möchte zu ihm, bitte. Und wenn ich nur bei ihm sitze.“


    Er folgte Professor Berger auf die Intensivstation und bekam dort einen Kittel .


    Er zog sich einen Stuhl an Toms Bett. Sein Partner lag dort, schneeweiß im Gesicht , angeschlossen an Dioden und unzählige
    Kabel und Infusionen.
    Im Raum war nur das Geräusch des Beatmungsgerätes und des EKGS zu hören.


    Er nahm Toms Hand und drückte sie fest,.
    „ Halt durch, bitte. Wir haben doch noch so viel zusammen vor, Partner.“


    So saß er da ,bis eine Schwester in den Raum kam und ihn vorsichtig an der Schulter tippte.
    „ Daussen wartet jemand auf sie.“


    Anna und Andrea sahen Semir entgegen, als dieser aus der Intensivstation kam.


    „“sie können hier bleiben, wenn sie möchten , Semir. Ich fahre zurück zur PAST und treffe mich dort mit den Leuten vom BKA und Schuster.“


    „ Nein, ich komme mit. Hier werde ich wahnsinnig, wenn ich ihn da so liegen sehe. Andrea? „


    „ Ich bleibe bei ihm, Aida ist bei der Nachbarin und gut versorgt., Es sollte jemand an seiner Seite sein.“


    „ Gut, dann ruf bitte an, wenn sich etwas tut, ja?“ Semir gab seiner Frau einen Kuß.



    „ Ich fahre“ Anna nahm Semir den Schlüssel ihres Wagens ab. Er erwiderte nichts.


    „ Der Professor hat mir eben die Blutwerte von Tom gegeben, wegen dem Schockzustand, den ein Betäubungsmittel hervorgerufen hat.. Wissen sie etwas davon, dass er Medikamente genommen hat in en letzten Tagen?“


    „ Nein, soweit ich weiß nicht. Im Gegenteil, er ist die letzten Tage völlig überdreht gewesen, aus privaten Gründen.“


    „ Hartmut hat auch angerufen. Ihr Reifen ist zerschossen worden. Das war geplant. Jetzt haben wir nur ein Problem, aber das erläutern wir gleich auf dem Revier“

  • :baby: weiter gehts :baby:



    Auf dem Revier warteten bereits Schuster und der BKA Chef in Annas Büro.


    „ Kommen wir zur Sache meine Herren. Herr Kranich liegt auf der Intensivstation im Koma und schwebt in Lebensgefahr. Es ist mir unverständlich, wie ein so gut geplanter Transport erneut auffliegen konnte und dabei dieses Desaster herausgekommen ist. Von der Aktion wussten außer meinen beiden Beamten und sie , sie deutete auf Metzlaff, niemand etwas. Die Route war nur Kranich und Gerkhan bekannt bis in den Morgen, dass Kranich mit im Wagen fahren sollte, was die Täter scheinbar auch wussten, gab es gar keine Mitwisser. Also muss ich Grund zu der Annahme haben, dass hier etwas ganz furchtbar stinkt. Hinzu kommt dass man im Blut von Kranich Betäubungsmittel gefunden hat, was bei der OP zum Herzstillstand führte. Sonst wäre s wahrscheinlich nie entdeckt worden.“ Sie schlug mit der Faust auf den Tisch. „ Ich will jetzt Ergebnisse sehen und hören und zwar schnell. Der Wagen von Gerkhan wurde beschossen und so lahmgelegt. Die Aktion war also von den Tätern bis ins kleinste Detail geplant.“




    Es klopfte an der Türe. Bonrath sah kurz rein.
    „ Semir? Ich habe da eine Clara Gomez am Hörer, sie sagt es sei dringend, wegen Tom?“


    „ gehen sie kurz und kümmern sie sich drum“ Anna nickte.


    Semir nahm den Hörer.
    „Semir? Ich versuche Tom schon die ganze zeit auf dem Handy und zu hause zu erreichen, er meldet sich nicht. Was ist los?“


    „ Ähm, Clara, .. es gab einen Unfall. Tom liegt in der Uni auf der Intensivstation....Clara?“


    „ Was? Wie, nein, ist es schlimm? Kann ich zu ihm? „


    „ Im Moment wissen die Ärzte nicht ob er durchkommt, er liegt im Koma. „ Semir schluckte.“ Tut mir leid Clara, aber ..“
    Er hörte nur noch das Freizeichen.



    Semir ging wieder in Annas Büro , doch er war nicht bei der Sache und sie merkte ihm das an.


    „ Semir? Wollen sie noch mal in die Uni fahren? Wenn ich sie aktuell brauche, melde ich mich, ok? „


    „ Danke Chefin.“ Er verschwand und nahm sich einen Streifenwagen.



    Im Flur vor der Intensivstation traf Semir auf Clara.


    „ Clara? Kann ich sei einen Moment sprechen?“


    „ ja, ich wollte zu ihm, aber man lässt mich nicht. Was ist denn?“


    „ Ich kümmere mich drum, dass sie zu ihm dürfen, aber erst würde ich gern etwas wissen. Hat Tom in den letzten Tage Medikamente genommen? Oder ist irgendetwas gewesen? Seit sie mit ihm zusammen sind?“


    „ nein, warum? Worauf wollen sie hinaus?“ Clara sah ihn fragend an.


    „ Nichts weiter. Es ist wichtig, mehr nicht. Ich gehe jetzt kurz rein und kläre das mit ihrem Besuch, dann dürfen sie sicher rein.“


    Semir ging in die Station. Andrea saß an Toms Bett und hielt seine Hand. Sie stand leise auf als sie Semir durch die Glasscheibe draußen auf dem Flur sah.


    „ Und?“


    „ Nichts, alles unverändert. Seine Werte sind nicht besser geworden.“ Andrea hatte Tränen in den Augen.


    „ Andrea, er schafft es, das hast du selbst zu mir gesagt. Ich muss jetzt was tun, aber kannst du dich um Clara kümmern? Die wartet draußen und möchte kurz zu Tom. Bleib bitte dabei, ja?“ Semir sah noch einmal durch die Scheibe zu Toms Bett und ging dann.

  • Andrea klärte mit der Schwester ab, dass Clara mit ins Zimmer durfte und holte sie an der Türe ab.


    „ hallo, ich bin Semirs Frau und sie müssen Clara sein, oder?“ Sie reichte ihr die Hand.


    Beide Frauen gingen wieder ins Intensivzimmer.


    Andrea beobachtete Clara von der Seite. Irgendwie war die Frau komisch, dachte sie. Keine Träne, keine große Regung, auch wenn sie Tom erst seit ein paar Tagen kannte, das war merkwürdig.


    Nach einiger zeit ging Clara raus auf den Flur und Andrea folgte ihr.


    „ Er sieht aus, als ob er schlafen würde. Heute morgen habe ich mich noch von ihm verabschiedet und jetzt? Er sagte es sei ein harmloser Einsatz, eine Tour fürs BKA ohne Risiko und jetzt liegt er hier im Koma. Warum? Er hatte doch extra eine schusssichere Weste an““


    Clara sah Andrea an.


    “ Warum weiß niemand. Das frage ich mich auch immer, wenn die beiden unterwegs sind und ich Angst habe. „ Andrea war hellhörig geworden. Tom würde sich nie mit einer fast fremden über interne Dinge unterhalten und wenn er sich noch so tief in sie verliebt hätte. Die beiden kannten sich schließlich erst wenige Tage..


    „ Semir wartet auf einen Anruf, ich bin gleich wieder da.“ Andre ging ins Schwesternzimmer und bat kurz einmal telefonieren zu dürfen.


    „ Ja Schatz, ich bins. Nein, unverändert. Aber pass mal auf, ich bin mit dieser Clara ins Gespräch gekommen und sie wusste Dinge von eurem Einsatz, die Tom ihr sicher nie erzählt hätte. Ich glaub da ist was faul. Kommst du noch mal? Ja, ich warte und bleib hier.“ Sie legte auf.


    Als sie auf den Flur trat, war Clara weder dort noch in Toms Zimmer.



    Semir klopfte bei Anna an der Türe.“ Chefin? Andrea hat was für uns, ich glaube sie sollten mit in die Uni fahren. Es klang wichtig.“


    Ana stand auf“ Gut, erzählen sie unterwegs um was es geht.“


    Semir gab auf dem weg kurz Andreas Worte wieder und Anna nickte. „ das hört sich wirklich komisch an und sieht Tom nicht ähnlich.“




    „ wir müssen aufpassen, die Bullen schnüffeln.“ Der Anrufer klang nervös.


    „ Keine Sorge, noch wissen sie nichts und haben weder dich noch mich in Verdacht. Die Waffen sind sicher und alles läuft nach Plan.“ Die Stimme am anderen Ende war ruhig.
    „ Der nächste Transport ist vorerst auf Eis gelegt. Offiziell. Ich glaube aber sie planen etwas anderes. Morgen weiss ich mehr“


    „ Ok, also schön ruhig, dann fallen wir nicht auf.“ Der Hörer wurde aufgelegt.

  • :baby: na gut, weil draussen so ein schönes Wetter ist gibts einen langen Nachschlag:




    Andrea wartete bereit auf dem Gang auf sie.


    „ Der Arzt ist gerade bei Tom, er hat ich rausgeschickt. Also , diese Clara, da stimmt was nicht. Sie meinte, Tom hätte etwas von einer leichten Tour fürs BKA erzählt. Genaue Angaben dazu hat sie nicht gemacht. Aber selbst wenn er ihr so was angedeutet hätte, mich hat etwas anderes sofort stutzig gemacht. Sie meinte , er hat doch eine schusssichere Weste getragen. Woher weiß sie das? Sowas würde er nie erzählen. Und als ich mit dir telefoniert habe, ist sie ohne Abschied oder etwas verschwunden.“


    Anna und Semir sahen sich an. Da stimmte wirklich etwas nicht, nur leider konnte Tom ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, was Clara wissen konnte und was nicht.


    „ Semir? Sie haben doch Toms Wohnungsschlüssel? Hartmut soll sich dort mit ihnen treffen, nehmen sie die Wohnung auf Wanzen oder irgendwas auseinander. Schauen sie sich um, auch in seinem Wagen. Bis er zu sich kommt, müssen wir versuchen anders an Informationen zu kommen. Zur Sicherheit möchte ich auch in ihrem Büro auf der PAST eine Kontrolle der Telefone durch Hartmut haben und in ihrem Wagen und von beiden Handies. Toms Handy müsste ja hier bei seinen Sachen sein, oder? Du suchen sie bitte auch nach Tabletten oder anderen Medikamenten. jeder Anhaltspunkt ist wichtig.“ Anna sah den Arzt aus Toms Zimmer kommen.


    „ Professor Berger, gibt es Neuigkeiten?“


    „ Leider nein, wir müssen ihn nach wie vor künstlich beatmen. Sein Zustand ist unverändert kritisch.,. Tut mir leid.“ Er entschuldigte sich und ging zu einem anderen Patienten.


    „ Ich gehe wieder zu ihm uns melde mich, wenn es etwas gibt.“ Andrea verschwand durch die Türe.


    Anna und Semir machten sich auf den Weg. Semir setzte Anna an der PAST ab und traf sich mit Harmut vor Toms Wohnung.


    Semir musste sofort an seinen Partner denken, als sie die Wohnung betraten. Wie oft war er schon hier gewesen, hatte mit Tom das ein oder andere Bierchen getrunken, gelacht und auch nachgedacht. Jetzt lag er im Krankenhaus und kämpfte mit dem Leben.


    Sie suchten nach möglichen Hinweisen , aber fanden nichts. Das Telefon war sauber, in der Wohnung selbst konnte Hartmut mit seinem Gerät auch nichts orten.
    „ Gib mal das Handy von Tom, das wolltest du doch mitbringen“
    Semir legte das Handy Hartmut auf den Tisch.


    Er ging ins Bad und kam kurze zeit später wieder.
    „ Außer Aspirin nix im Haus, verdammt, woher kam das Zeug oder wer hats ihm verpaßt“


    „ Ha, ich hab was.“ Hartmut hob mit einer Pinzette etwas hoch und hielt sich den Finger vor den Mund zum Zeichen des Schweigens.


    Er schrieb auf einen Zettel: GPS Sender und Wanze!


    Semir nickte und ging vor die Türe.


    „ Chefin. Wir haben was. In Toms Handy war ein GPS Sender und eine Wanze. Daher wusste man alles .Medikamente haben wir keine gefunden und auch sonst nichts. Da steckt diese Clara hinter. Gibt es etwas neues vom Tom? Hat Andrea sich gemeldet? „


    „ Danke Semir, gute arbeit von ihnen und Harmut. Kommen sie am besten mit den Geräten in die PAST. Ich werde Frau Schrankmann informieren .“Sonst gibt es nichts Neues.“


    Wieso hatte Semir den Eindruck, dass die Chefin sich kurz fasste.
    „ Chefin? Sagen sie es mir, ich höre es an ihrer Stimme.“


    „ Andrea hat angerufen , ja. Tom hatte einen weiteren Herzstillstand.“


    Semir sagte nichts mehr und drückte das Gespräch weg.


    Er lehnte sich gegen die Hauswand.


    „Semir? Könnnen wir? Semir? Was ist? „ Harmut stand in der Tür.


    „ Hartmut, hier, bring die Sachen bitte zur Chefin.“ Er gab ihm den Wagenschlüssel.
    „ Und du? Was ist mit dir?“


    „ Ich muss zu Tom.“ Er rief sich ein Taxi.

  • :baby: und noch einen großen Sommernachtisch :-)




    „ Hier, die Sachen.“ Hartmut legte Anna die Tüte mit dem Handy und dem Sender auf den Tisch.“ Sie nahm ihn am Arm und ging aus dem Büro.


    „ Wer weiss, ob uns noch jemand zuhört. Wo ist Semir?“


    „ Der ist ins Krankenhaus gefahren. Er war ziemlich fertig.“ Hartmut schaute betroffen aus.
    „ geht es Tom so schlecht?“
    „ Leider ja. Es steht auf der Kippe. Ich werde nun bei Frau Schrankmann einen Durchsuchungsbefehl für Clara Gomez Wohnung beantragen. Sie ist die einzige Person, die Kontakt zu Tom hatte und sich durch die Aussagen verraten hat.“ Anna sah nicht besonders gücklich aus. Auch ihr merkte man die Anspannung an.



    Semir rannte auf die Station. Vor der Türe blieb er kurz stehen. Er atmete durch und zog sich einen Kittel über. Andrea saß heulend auf dem Flur .Semir nahm sie in den Arm.
    „ Ich geh mal zu ihm rein, bleibst du hier? „ Andrea nickte. „ Ich kann ihn da nicht mehr so liegen sehen und muss auch mal zu Aida. Rufst du mich an?“


    Er nickte , ging zu Tom ins Zimmer und zog sich den Stuhl an das Bett.


    Vorsichtig griff er die Hand seiner Partners .
    „ Tom. Komm, halt durch. Wir haben die Mistkerle bald. Du packst das. Aida braucht dich doch als Patenonkel. .Bei den Eltern muss ihr doch wenigstens einer was Vernünftiges beibringen .“ Er lachte.



    Anna knallte den Hörer auf die Gabel.
    Na gut, wenn es auf dem Wege nicht ging, nahm sie das in die Hand. Schrankmann hatte sich geweigert den Durchsuchungsbefehl auszustellen. Also würde sie Gefahr im Verzug angeben und selbst zu Clara Gomez fahren. Aber erst würde sie sich noch einmal mit Schuster und Metzlaff unterhalten.


    „ Bonrath,Herzberger, ich bin mal schnell zum BKA. Falls Semir sich aus de KH meldet, sofort auf mein Handy bitte.“



    Wir müssen uns treffen, jetzt sofort in der Lagerhalle.“ Die Stimme legte auf und Schuster nahm seine Jacke vom Stuhl.


    „ Bin mal kurz weg, Kollege. Hab noch einen Kontrolltermin beim Arzt wegen meinem Kopf.


    „ alles klar. Bis nachher“. Sein gegenüber sah nicht mal von den Akten hoch.


    Schuster fuhr zur alten Lagerhalle im Kölner Hafen. Dort wartete bereits sein Partner auf ihn.


    „Was ist? Warum sollen wir uns treffen? Läuft doch alles nach Plan?“


    „ Nichts läuft nach Plan, dieser keine Zwerg schnüffelt mir zu stark, er hat Verdacht geschöpft. Sie haben die Wanze gefunden und suchen nun weiter. Wir haben ein Problem. Und ich will nicht auffliegen. „


    Plötzlich sah Schuster in den lauf einer Waffe und Sekunden später kam der Schuß.


    Er brach zusammen. Die Person gegenüber legte die Waffe neben seine Hand und steckte einen kleinen Brief in seine Jackentasche. Alles sah perfekt aus.



    „ Anna, ich hoffe sie kommen mit guten Neuigkeiten zu mir?“ Metzlaff gab Anna die Hand.


    „ Leider nein, Tom Kranich geht es sehr schlecht, er hatte heute einen 2. Herzstillstand und sein Partner ist jetzt bei ihm. Und ich bin aus einem weiteren sehr unangenehmen Grund hier. Wir haben in Kranichs Handy einen GPS Sender gefunden und eine Wanze. Es kommt theoretisch nur 1 Person in Frage dafür. Aber ich würde mich gerne noch einmal mit Schuster unterhalten und dann entscheiden.“


    „ Was hat Schuster damit zu tun?“


    „ Nun, er war bei beiden Transporten dabei und ist von den Tätern nur leicht verletzt worden, während sie 2 andere Beamte einfach abgeknallt haben .Ist das nicht sehr auffällig? Ich will damit nichts andeuten, aber du musst mich schon verstehen, dass ich der Sache nachgehen muss.“ Anna sah ihn ernst an.


    „ Gut, dann werden wir ihn befragen, aber ich bin dabei. Falls einer meiner Leute etwas damit zu tun hat, möchte ich es sofort wissen.“


    Sie gingen zu Schusters Büro.


    „ Der ist nicht hier. Er wollte zum Arzt wegen seinem Kopf“ der Kollege schüttelte den kopf.


    Metzlaff griff zum Handy, doch Schuster meldete sich nicht.
    „ Tja, dann warten wir ab. Gehen wir einen Kaffee trinken Anna ?“


    „ nein, danke. Ich fahre lieber in die Uni und du informiere mich bitte, wenn Schuster aufgetaucht ist. Ich komme dann wieder.“




    Anna betrat müde die Intensivstation. Sie suchte nach einem Kittel und stockte kurz an der Tür zu Toms Zimmer. Semir lag kopfüber auf Toms Brust, hielt seine Hand und schlief.


    Anna betrat das Zimmer und setzte sich neben Semir. Sie legte ihm langsam die Hand auf die Schulter und weckte ihn.
    Müde und leicht verwirrt hob er den Kopf. .


    „ Chefin? Gibt es etwas neues?“


    „ Nein, Schrankmann hat den Durchsuchungsbefehl nicht genehmigt, darum kümmere ich mich jetzt persönlich. Schuster war nicht zu sprechen, da werde ich auch noch einmal nachhaken. Ich gehe jede Wette ein, dass da etwas faul ist. Und hier?“


    „ Semir schüttelte den Kopf. Er reagiert nicht. Die Werte sind soweit unverändert, der Arzt war vorhin noch einmal hier.


    „ Sie können hier bleiben Semir, ich melde mich, sobald sich etwas tut. Tom braucht ihre Nähe jetzt mehr als alles andere.“ Anna stand auf und ging zu ihrem Wagen.



    „ Cobra 1 an Zentrale“ Anna hörte bereits den Funk an ihrem Wagen.


    „ Herzberger, was gibt es?


    „ Man hat soeben die Leiche von Schuster gefunden . Er liegt mit Kopfschuß in einer Lagerhalle am Hafen Metzlaff ist schon unterwegs.“


    „ Danke, Cobra 1 hat verstanden. Ich bin unterwegs.“

  • :baby: Guten Morgeeeen und mal das Frühstück servier. ich hoffe es gefällt euch noch :]




    Semir hatte sich ein Wasser geholt und wollte sich gerade wieder ans Bett setzen, als er bemerkte, dass Toms Hand anders lag als vor ein paar Minuten. Oder täuschte er sich ?


    Er nahm die Hand und drückte sie feste. „ Hey, ausgeschlafen? Tom? „


    Er spürte einen leisen Druck an seinen Fingern.
    Toms Augenlieder flackerten .Er spürte, dass jemand seine Hand drückte und versuchte die Augen zu öffnen. Wie aus weiter Ferne hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach.


    Er versuchte zu sprechen, doch irgendwie ging es nicht. Es kam nur ein röcheln und husten.


    Semir sah, dass Tom versuchte zu sprechen und sich zu bewegen.


    Er stand auf und rief die Schwester die sofort mit dem Arzt ins Zimmer kam.


    „ Ich glaube er ist wach, er hat meine Hand gedrückt und versucht zu sprechen“


    Semir war ganz aufgeregt.


    „ Herr Kranich? Hören sie mich? Versuchen sie nicht zu sprechen und sich gegen den Beamtungsschlauch zu wehren. Wir müssen ihn erst rausziehen..“


    Toms Augen flackerten und öffneten sich einen Spalt. Er sah verschwommen den Arzt und Semir.


    „ Jetzt versuchen sie kurz zu husten, dann ziehe ich den Tubus raus.“ Der Arzt hielt das Gerät fest und zog vorsichtig daran.
    Tom röchelte leise und nachdem der Tubus gezogen war fing er an zu husten.
    „ Ganz ruhig. Versuchen sie ganz langsam zu atmen. „ Professor Berger zog eine Spritze auf und gab sie in die Infusion an Toms Handgelenk..


    Er warf einen Blick auf das EKG und nickte zufrieden.


    „ Sie können ruhig bei ihm bleiben, aber überanstrengen sie ihn nicht jetzt. Ich schaue in 10 Minuten wieder rein.“


    Semir hielt immer noch Toms andere Hand fest umklammert.
    „ Mensch du, schaffst es immer wieder mich zu erschrecken und Angst einzujagen. Schön, dass du wieder da bist.“


    Tom erwiderte leicht den Druck der Hand und verzog etwas das Gesicht, doch sprechen konnte er noch nicht. Seine Augen fielen wieder zu.



    Als Anna an der Lagerhalle im Hafen eintraf waren Metzlaff und die Spusi schon vor Ort.
    „ Anna, sie hatten Recht. Schuster war in die Sache verstrickt. Wir haben einen Brief bei ihm gefunden. Er entschuldigt sich bei Kranich für den Verrat. Wir haben den brief sichergestellt und überprüfen ihn.“


    Gröbner von der Spusi kam zu den beiden.
    „ Also, ein Selbstmord war das nicht. Das hat jemand arrangiert. Die Tatwaffe hätte anders liegen müssen und er hat keine Schmauchspuren an der Hand. Passt auch zu den Blutspritzern, die bei einem Selbstmord anders angeordnet wären und an der hand zu finden. „


    Anna und Metzlaff sahen sich an.


    „ Tja, dann werden wir jetzt doch Clara Gomez mal einen Besuch abstatten und zwar schnell. Ich sage Gerkhan im Krankenhaus bescheid, dass er sie nicht zu Tom lässt, falls sie dort auftauchen sollte, was ich aber nicht glaube.“
    Sie griff zum Handy welches im gleichen Augenblick klingelte.


    „ Er ist wach, Chefin Tom ist wach. Er konnte noch nicht sprechen, aber atmet alleine und schläft jetzt.“ Semir überschlug sich fast.


    Anna schloß die Augen und atmete tief und erleichtert durch.


    „ Gott sei Dank. Semir . Bleiben sie ruhig bei ihm und passen sie auf, das Clara Gomez nicht zu ihm gehtl. Wir haben gerade eben Schusters Leiche gefunden. Man hat ihm in den Kopf geschossen. Es sollte aussehen wie ein Selbst mord, mit Brief in der Jacke , aber leider sind dem Täter Fehler unterlaufen. Wir fahren jetzt zu Frau Gomez. Erzählen sie Tom vorerst noch nichts, wenn er wach wird.“
    „ Geht klar Chefin, ciao ciao.“ Semir rief noch Andrea und auf der PAST an um die freudige Nachricht weiterzugeben und ging dann wieder zu Tom ins Zimmer.


    „ Es sieht ganz gut aus. Er schläft und die Werte sind stabil. Noch ist er nicht ganz über den Berg, aber auf dem Weg dahin.“ Professor Berger klopfte Semir beruhigend auf die Schulter. „ Ihr Partner ist stark, er wird es schaffen. Das er aus dem Koma erwacht ist, ist ein sehr gutes Zeichen.“

  • sooo, Schulfest überstanden und jetzt gibts noch ein Stück für euch :baby:







    Clara packte ihre Sachen zusammen. Die Männer hatten die Waffen in Sicherheit gebracht und waren damit bereits auf dem Weg zur Übergabe. In wenigen Stunden würde sie reich sein und viel Geld haben. Schuster konnte nicht mehr reden und die Bullen hatten somit hoffentlich ihren Maulwurf geschluckt.
    Einziger Wehmutstropfen war Tom. Sie hatte sich letzten Endes doch in ihn verliebt . Hätten sie sich unter anderen Umständen kennen gelernt , er wäre genau der Richtige gewesen. Leidenschaftlich, zärtlich , gut aussehend . Leider sollte es nicht sein. Sie hatte einen Brief geschrieben um ihn in der Klinik abzugeben. Ganz ohne Worte konnte sie nicht gehen. Er würde hoffentlich durchkommen. So abgebrüht war Clara dann doch nicht. Auch wenn ihr der Mord an Schuster nicht leichtgefallen war. Sie lud ihre Tasche ins Auto und fuhr in Richtung Klinik.



    Anna, Metzlaff und 2 Beamte des BKA kamen vor Clara Gomez Wohnung an. Niemand öffnete auf klingeln die Türe.


    „Frau Gomez , öffnen sie die Türe. Hier ist die Polizei!“ doch nichts tat sich.


    Metzlaff fackelte nicht lange und trat die Türe ein.


    In der Wohnung war niemand und Anna sah den leergeräumten Kleiderschrank. Da war jemand aufgebrochen.


    „ Die Kaffeemaschine ist noch warm, sie ist noch nicht lange weg.“ Metzlaff hielt eine Kanne hoch.


    „Ach ja, was haben wir denn hier. „ Anna holte ihre Einweghandschuhe raus um keine Spuren zu verwischen..
    „ Hier das sieht doch nach dem gleichen Teil aus, was Tom im Handy hatte. Und hier ist der entsprechende Sender.und Empfänger. Damit wäre bewiesen, dass Clara die Finger mit im Spiel hat.


    Mal sehen, was wir noch finden.“




    Tom schlug langsam die Augen auf. Er brauchte etwas um sich zu orientieren und blinzelte.
    Semir sah es und drehte die Rollos etwas runter.
    „ Na, wie geht es dir? „


    Tom versuchte zu sprechen, aber es war so leise, dass Semir sein Ohr nah an seinen Mund halten musste.


    „ Ging schon.... besser. „


    „ Hast du Schmerzen, soll ich die Schwester rufen?“


    „ Etwas...geht schon....“


    Semir sah ihm an, wie sehr in das Sprechen anstrengte.


    „ Schöne Grüße von allen und du sollst bald wieder fit sein, du fehlst . uns ganz schön.“ Semir erzählte ihm von Aidas Krabbel- Fortschritten und versuchte seinen Partner abzulenken. Doch Tom war bereits wieder eingeschlafen.

  • Semir stand leise auf und ging sich die Beine auf dem Flur vertreten und nach einem Kaffee suchen.


    Clara stand unten beim Pförtner und hatte den Brief für Tom in der Hand. Doch sie zögerte.
    Sie steckte den Brief wieder ein und fuhr auf die Intensivstation. Nachdem eine Schwester sie hereingelassen hatte , zog sie einen Kittel über und ging zu Tom ins Zimmer.
    Man hatte das Beatmungsgerät entfernt und er schlief tief und fest. Das EKG piepte regelmässig .


    „ Ach Tom, hätten wir uns nur unter anderen Umständen kennen gelernt . „ Sie nahm seine Hand. „ ich wollte das nicht, dass dir etwas passiert , warum musstest du auch ausgerechnet in dem LKW mitfahren?“


    Auf dem Flur hatte Semir seinen Kaffee ausgetrunken und wollte gerade wieder in Toms Zimmer gehen, als er durch die Scheibe Clara sah. Die Türe war einen Spalt geöffnet und er konnte sie reden hören.


    Er duckte sich hinter der Türe, damit sie ihn nicht durch die Scheibe sehen konnte.


    Er konnte Clara deutlich hören.und drehte sich zur Seite um die Ecke. „ Chefin, Clara Gomez ist hier bei Tom, ich habe sie belauscht, ich brauche schnell Verstärkung, jemand muss ihr folgen.



    „ Ich würde viel drum geben, wenn ich das Geschehene rückgängig machen könnte., aber ich kann nicht. Du wirst es hoffentlich verstehen und es wäre logisch, wenn du mich dafür hasst.
    Ich muss ein neues Leben anfangen und hätte dich gerne vorher getroffen, jetzt ist es zu spät. Der Deal ist über die Bühne und man wartet bereits auf mich. Verzeih mir bitte.“ Sie nahm den Brief aus der Hand und legte ihn auf den Tisch neben Toms Bett..



    Semir war zurückgewichen, als er bemerkte, dass Clara fertig war. Sie verließ den Raum und ging Richtung Aufzug.


    Er folgte ihr und rannte mit Handy am Ohr das Treppenhaus runter. „ Chefin? Wo sind sie? „


    „ Bonrath steht bereits mit einem Zivilwagen um die Ecke, er folgt ihr, keine Sorge Semir. Wir lassen sie nicht aus den Augen. Eine weitere Einheit ist dran und ich auch auf dem Weg..“


    Semir beendete das Gespräch. Er konnte Clara sehen, wie sie in ihren Wagen stieg und Bonrath sich direkt an sie hängte.


    Er fuhr wieder nach oben auf die Intensivstation . Tom hatte von all de nichts mitbekommen.


    Da sah Semir den kleinen weißen Umschlag auf dem Tisch liegen mit Claras Handschrift. Er nahm ihn vorsichtig und steckte ihn ein. Er ahnte was darin stand und war sich sicher, dass dies nicht hilfreich war für Toms Genesung. Er würde seinem partner diesen Brief erst geben, wenn er wieder fit war. Früher oder später musste er da durch, aber das hatte Zeit.


    Neben ihm bewegte sich jemand. Tom hatte die Augen leicht geöffnet.
    „Semir?“ seine Stimme war immer noch ein leises Flüstern. „ ich... hab...doch grad...jemand hier....gehört.“


    „ Das war die Schwester, Tom, alles ok. Ich war mal kurz raus. „ Semir zog sich den Stuhl wieder ans Bett.

  • vielen Dank für die tollen Feeds :-)


    und hier gleich noch ein Stück :baby:



    Bonrath folgte Claras Cabrio . hinter ihm waren bereits 2 andere Zivilstreifen und so kannte man sich gut abwechseln.


    Clara schlug den Weg Richtung Privatflugplatz Hangelar ein. Dort hatte man sich mit den Franzosen verabredet, die die Waffen übernehmen sollten. Sie würde bald genug Geld haben, wenn die anderen auch ihren Anteil bekommen hatten um abzuhauen.


    Das SEK fuhr in einigem Abstand hinter den anderen her.


    Anna hatte zur Unterstützung einen Heli angefordert der bereits n der Nähe war.


    Clara hatte keine Chance zu entkommen, das war sicher.


    Sie stellte ihr Cabrio vor dem Hangar ab und ging hinein. Um den Flughafen herum bezog das SEK Stellung.


    Neben Claras Wagen standen bereits 2 Limousinen mit französischen Kennzeichen.


    Im Hangar standen 4 Männer. Sie schüttelten Clara die hand, als sie eintraf.


    „ Ah da sind sie ja. Sie sind spät.“


    „ ich hatte noch etwas zu erledigen, aber jetzt bin ich ja da. Haben sie die Ware schon gesichtet?? „ Sie zeigte auf die Stapel und Kisten.
    „ Aber sicher doch, wir sind sehr zufrieden.“ Der Mann zog einen Koffer heran und öffnete ihn. Sie hoffentlich auch.


    Clara griff in den Koffer.


    „ Zugriff“ ertönte ihn diesem Augenblick aus dem Mikro der SEK Leute.


    Im nu waren der Hangar umstellt und drinnen hatte niemand auch nur den Hauch einer Chance so schnell zu reagieren. Schüsse fielen und 2 der Männer versuchten wegzurennen, doch wurden am Ausgang niedergeworfen. und abgeführt.


    Clara ging langsam rückwärts und wollte sich mit dem Koffer verdrücken. Sie zog eine Waffe aus der Jackentasche und richtete sie auf Anna.
    „ Clara, nehmen sie die Waffe runter. Sie haben keine Chance, das Spiel ist aus.“ Annas Stimme war laut und hart.


    Clara ging weiter rückwärts i Richtung Hintertüre.


    „ Bleiben sie stehen, sie kommen nicht mehr hier weg.“


    „ Ich habe nichts zu verlieren. Ihre Waffen haben sie doch, dann lassen sie mich mit meinem Geld gehen. „ Clara drückte ab und schoß auf Anna doch verriß die Waffe.


    Gleichzeitig wurde sie von 2 Kugeln des SEK getroffen und brach zusammen. Ehe sie auf dem Boden aufschlug war sie tot.


    Anna fühlte noch ihren Puls, doch es war nichts mehr zu machen.

  • einen wunderschönen 1. Mai euch allen :baby:




    Eine Schwester kam ins Zimmer und Semir schreckte hoch, als sie ihn antippte. „ Telefon draussen im Schwesternzimmer für sie.“ Sie überprüfte die Infusionen und das EKG und ging ebenfalls wieder raus.


    „ Ja, Semir hier?.“


    „ Semir, es ist ausgestanden. Wir haben die Bande, die Waffen und Clara. Sie ist tot. „ Anna stockte.“


    “ Danke Chefin,. Gott sei Dank. Aber wie soll ich das Tom erklären? Das kann ich nicht, nicht jetzt.“


    Als er zurückkam ins Zimmer hatte Tom die Augen offen und sah ihm entgegen.
    „hey, ..... wer ... war das? Am Telefon...“


    „ Das war nur die Chefin, sie hat gefragt, wie es dir geht und ach, nichts.“ Semir bemühte sich um eine lockere Stimme, doch der Kloß im Hals wollte nicht .


    „ was... ist? ... ich bin nicht dumm... Semir. „ Tom musste sich für die wenigen Worte sehr anstrengen doch er merkte, dass sein Partner etwas verheimlichte.


    „ Tom, wir haben die Bande mit den Waffen. Schuster war daran beteiligt. Das SEK hat alle erwischt. Mehr weiß ich noch nicht.“ Semir hoffte, dass Tom sich damit zufrieden geben würde und sah ihn an.
    Da lag er und war schon wieder weggedämmert.


    Oh Mann, wie sollte er ihm den Rest erklären? Semir ging ans Fenster und sah raus. Warum musste so was immer Tom passieren? Erst Elena, dann die befreundete Kollegin die bei einem Überfall gestorben ist und nun Clara, die Tom nur benutzt hatte.


    Er musste mal raus hier und gab der Schwester Bescheid. „ Sie erreichen mich unter der Handynummer und auf den 2 Festnetznummern, falls etwas sein sollte. Bitte sage sie ihm, wenn er wach wird, dass ich kurz zu Hause bin und wiederkomme, ja?


    Semir fuhr nach Hause duschen und sich umziehen . Andrea war mit Aida spazieren und er nutzte die Chance um noch schnell zur PAST zu fahren,


    Anna saß an ihrem Schreibtisch. Draussen wurde es langsam dunkel.


    „Semir? Was machen sie noch hier? Sollte sie nicht zu Hause sein oder bei ihrem Partner?“


    „ Da werde ich auch gleich wieder hinfahren. Aber ich habe noch eine Frage. Hat Clara noch etwas gesagt, ich meine, ehe sie..?“


    „ Nein, sie war sofort tot, tut mir leid. Ich weiß wie schwer das für Tom werden wird, aber er ist nicht allein . Wenn sie möchten, sage ich es ihm morgen.“


    „ Nein Chefin, ich glaube das muß ich schon machen. Danke. „


    30 Minuten später saß er schweigend neben Andrea auf dem Sofa und hatte den Kopf an ihre Schulter gelehnt.


    „ Schatz, wie soll ich ihm das erklären? Wie? Ich kann ihm doch nicht einfach den Brief geben . „ Semir war ratlos.


    „Du machst das schon. Je länger du es verheimlichst umso schlimmer wird es für ihn werden. Stell dir vor, er weiss, dass wir es ihm so lang nicht gesagt haben. Das ist auch nicht richtig.“
    „ Du hast ja Recht. . ich glaube ich fahre jetzt noch einmal hin .“


    „Tu das. Und lass dir Zeit. Lass ihn nicht alleine .“


    „ Ach, wenn ich dich nicht hätte, Andrea....“ Er küsste sie und fuhr.