Gefangenschaft

  • Wesson war sauer.


    "Wissen sie, so dumm sind wir nicht. Hier werden sie nichts finden. Und die Beseitigung ihres Kollegen habe ich anders in die Wege gleitet. Man muss nur gute Kontakte haben, wenn es auf direktem Wege nicht geht.


    Und wir machen jetzt auch einen Ausflug, denn noch bin ich auf Gesellschaft nicht scharf."

  • Semir sah ihn entsetzt an. Dann fiel der Groschen. Wesson hatte einen Arzt im Krankenhaus und der... Semir dachte den Gedanken nicht zu Ende. Er trat nach Wesson, doch er traf nicht. "los abmachen und dann raus hier. Wir nehmen den stillen Weg." Die Männer drum herum nickten. Sie lösten das Stacheldraht um Semirs Handgelenke. Und dann fesselten sie ihn die Hände auf dem Rücken. Wesson sah ihn an. "Du wirst beten, mir nie in die Quere gekommen zu sein."

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Anna stand in der PAST am Funk und hörte die aufgeregte Stimme von Herzberger.
    Eilig griff sie zum Mikro.
    "Herzberger,bringen sie das Mädchen aus der Gefahrenzone! SEK ist auf dem Weg, unternehmen sie nichts!"
    "Ja Chefin. Und Semir? Wir müssen doch..."
    "Semir kommt schon klar! Bringen sie Jenni da weg. Ich bin ebenfalls auf dem Weg!"

  • Anna griff ihre Waffe und machte sich auf den Weg.
    Hotte und Dieter trafen sie kurz vor dem Möbellager.


    Jenni sprang aus dem Wagen...
    "Er wird sie alle umbringen lassen. ich bin mir sicher. Er hat so viele Freunde , überall. Mein Vater hat es gewusst und Herr Kranich auch. Die werden ihn umbringen, wie meinen Vater. Das hat Wesson gesagt. Er ist ausser mir der einzige Zeuge, der noch mehr von der Sache weiss."


    Jenni war völlig aufgelöst.


    "Beruhigen sie sich mal . Anna nahm sie in den Arm. Wir kümmern und jetzt darum, Hautsache sie sind in Sicherheit."

  • Sie hatten Semir die Augen verbunden,doch er hatte mitbekommen,dass sie durch irgendeinen Keller des Lagers gelaufen waren und dann durch eine steile Treppe wieder im Freien gelandet waren. Nun warfen sie ihn brutal auf die Ladefläche eines Wagens, vermutlich ein kleiner LKW oder so was ähnliches. Semir verbiss sich mühsam ein Stöhnen und versuchte die Schmerzen in der Schulter ,als der LKW anfuhr,zu ignorieren. Doch es gelang ihm nicht und er spürte immer noch,wie ihm das Blut der Stichwunde den Arm hinunterlief.
    Er dachte an Tom und hoffte inständig,dass Jenni es geschafft hatte um die Chefin vor dem nächsten Anschlag auf ihn zu warnen.

  • Anna hatte Jenni halbwegs beruhigt.


    "Passen sie auf. Herzberger bringt sie jetzt zur Schutzwohnung. Und sie Bonrath begleiten mich ins Krankenhaus.


    Ich befürchte , dass Tom da nicht mehr sicher ist, wenn Jenni Recht behält.


    Siiggi ist zwar infomiert, aber er kann unmöglich jeden Arzt und jede Schwester beobachten. Wir müssen mit dem Professor reden. Hoffentlich kommen wir nicht zu spät."

  • Im Krankenhaus lag Tom bereits wach im Bett. Er hörte wie die Tür aufging. Sicher war es der Arzt oder eine Schwester, die nach ihm sehen wollte, doch er irrte sich. Es war Siggi, der rein kam. "Hey, Tom. Wie geht es dir?" "Siggi? Was tust du denn hier?" "Na, auf dich aufpassen. Es sind Morddrohungen eingegangen. Diese Jenni hat gesagt, das dieser Wesson wohl jemanden hat, der als Arzt oder Schwester oder Pfleger hier ist. Der hat den Auftrag dich kalt zu machen. und das Semir mir den Hals umdreht, wenn ich das nicht verhindere, bin ich hier." "Wo ist Semir?" fragte Tom schwach. "Ähmmm. Der ist unterwegs. Ja unterwegs." Tom ahnte das es gelogen war. Er hörte es daran wie Siggi es sagte. Doch er war einfach zu müde, um sich darum zu kümmern.


    Semir spürte das die FAhrt endete. Der Wagen wurde eindeutig langsamer. Ihm taten die Hände, die mit Stacheldraht auf dem Rücken gefesselt waren mächtig weh. Sobald er versuchte sich zu befreien, stachen die Spitzen daran in seine Gelenke. Auch die Stichwunde in der Schulter schmerzte, aber sie blutete nicht mehr. Was sollte nun kommen? Wo war er? Was war mit Jenni? Ist Tom außer Gefahr?

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  • Anna war auf dem Weg ins Krankenhaus,als sie die Nachricht des SEK Leiters bekam. Das komplette Lager war wie leergefegt,von Semir oder den Gangstern keine Spur. Das einzige,was sie gefunden hatten,war ein alter Kellergang der etwa hundert Meter vom Lager entfernt am Beginn eines Feldweges geendet hatte. Durch diesen Gang mussten sie entkommen sein.
    Anna legte leicht resignierend auf und war froh,dass sie in diesem Moment die Klinik erreichten. Tom war jetzt der Einzige,der ihnen vielleicht noch irgendwie weiterhelfen konnte.


    "Na Tom, wie fühlen sie sich?",fragte sie Minuten später,als sie das Zimmer betrat. Tom drehte den Kopf zu ihr und lächelte leicht.
    "...ja, bestens...Chefin.Was ist mit Semir?"
    Sie schwieg ein paar Sekunden,sah zu Siggi,der leicht den Kopf schüttelte.
    ""Der ist recht nah an den Kerlen dran,denen sie ihre Verletzungen zu verdanken haben." wich sie aus. Tom schloss die Augen,schüttelte nur vorsichtig den Kopf und sah sie dann wieder an.
    "...reden sie..nicht um den heissen Brei...herum...würden sie in meiner Situation...jetzt sagen...Chefin...Also,wo ist er...?"

  • De rWagen stoppte und Semir hörte wie die Männer ausstiegen. Einer kam zu ihm. ER riss ihn hoch und stieß ihn aus dem Wagen. Da Semir nichts sah, stürzte er zu Boden. Ein Lachen folgte. "Ach etwas schwach auf den Beinen, Herr Hauptkommissar?" fragte Wesson ihn. Semir gab keine Antwort.


    "Tom, nur wenn Sie sich nicht aufregen." "Chefin, WO IST SEMIR?" "Er ist bei ihnen." "Wie bei denen? Doch nicht etwas...? Natürlich wie hä?tte ich mir auch denken können, dass er mal nicht verletzt wird. Dieser verdammte..." Tom fing an sich aufzuregen und schon zeigte sich am EKG das Ergebnis. "Tom. Bitte beruhigen Sie sich."

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  • Semir rappelte sich wieder auf. Durch die Augenbinde konnte er nichts erkennen, Er war auf Geräusche angewisen, die aber leider sehr dü?rftig waren. Man hörte nur die Männer lachen und irgendwas schepperte Metallen im Hintergrund.


    "Bringt ihn in den Container, sagte einer der Männer."



    Anna versuchte Tom zu beruhigen. "Wir wissen wo er ist Tom, es wird sich bereits gekümmert. Jenni ist in Sicherheit.
    Sie müssen ruhig bleiben."


    "Ruhig? ich... weiss was....die Kerle mit mir....gemacht haben. "Tom stand der Schweiss auf der Stirn. Das EKG spielte verrückt.


    "Tom, bitte, sie können Semir nur helfen, wenn sie ruhig bleiben." Anna dachte an die Informationen, die Tom hatte und sich nicht erinnern konnte.


    Ein Arzt kam in das Intenviszimmer gerannt.


    Er sah sofort das EKG , welches besrogniserregende Linien anzeigte und schüttelte den Kopf.
    "Also wirklich, ein Kreislaufzusammenbruch ist genau das, was der Mann jetzt nicht braucht. "


    Er schob Anna zur Seite und rief nach einer Schwester .

  • SEmir wurde in einen Überseecontainer gebracht. Wesson nahm ihm die Augenbinde nicht ab. Die Männer stie?en ihn in die Ecke und Wesson kam zu ihm. Semir spürte wieder das MEsser am Hals. "Soll ich mal probieren ob es scharf genug ist?" "Ich kann Sie nicht daran hindern." gab Semir zurück und versuchte die Angst, die in ihm aufstieg zu unterdrücken. "Richtig. Aber das ginge mir einfach zu schnell. Du willst doch sicher wissen, was nun passiert, oder?" Semir gab keine Antwort.

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  • Wesson ritzte Semir langsam am Arm entlang.


    "Ich warte noch auf das ok meines Kontaktmannes, das der Auftrag in der Klinik ausgeführt wurde. Dann sind wir sicher und können weitermachen. Ihr Kollege wird dann die Informationen mit ins Grab nehmen.


    Smeir riss an seinen Fesseln.


    "Haben sie ihm nicht genug Schaden zugefügt? er kann sich eh an nichts erinnern. Glauben sie nicht, dass schon längst jemand hier wäre, wenn dem so ist?"


    "Mögen sie recht haben, aber damit es ach so bleibt, muss er leider weg. Und mit ihnen spielen wir so lang noch etwas."

  • Der behandelnde Arzt der Intensivstation kam aus Toms Zimmer und sah Anna ernst entgegen.
    "Frau Engelhardt, so geht das nicht. Herr Kranich ist nicht in der Verfassung für solche Nachrichten. Bitte vergessen sie nicht, dass sein Allgemeinzustand nach wie vor sehr instabil ist."
    Anna nickte."Sicher,Doktor,ich weiss das natürlich. Wie geht es ihm jetzt?"
    "Er ist wieder einigermassen okay...Er will sie unbedingt nochmal sprechen. Aber bitte,keine weiteren Aufregungen! "
    "Sie können sich darauf verlassen. Ansonsten habe ich noch eine Bitte an sie,Doktor. Ich möchte, dass sich für jede Schicht ausnahmslos nur ein Arzt und eine Schwester um Herrn Kranich kümmert. Und von diesen Personen brauche ich eine genaue Liste. Ich habe bereits mit dem Klinikchef gesprochen.Wir haben Grund zu der Annahme,dass man erneut versuchen wird,meinen Kollegen zu töten."
    Der Arzt sah sie entgeistert an."Was? Hier in der Klinik?!"
    "Ja,Doktor."
    "Ich werde den Dienstplan durchgehen und ihnen die Liste zusammenstellen,Frau Engelhardt."
    "Danke."
    Dann betrat sie wieder Toms Zimmer.

  • "Tom?
    Sie wollten mich unbedingt noch einmal sprechen? "


    Anna setzte sich wieder zu ihm .


    "Chefin... Semir, wie ist er da reingeraten? .... " Toms Augen flatterten . Anna sah, das er sie mit Gewalt aufhalten wollte.


    "Die Waffen... Container. Da war etwas. Mit Möbeln.... ich...."


    Sein Kopf nickte zur Seite und er war eingeschlafen.


    Anna überlegte. Was könnte e mit Containern gemeint haben?


    Draussen auf dem Gang wartete sie auf die Liste des Pflegepersonals und gab Siggi neue Anweisungen.


    Tom schien sich langsam wieder zu erinnern und das würde die Gegenseite sicher nicht gerne sehen.

  • Dann telefonierte sie mit Petra.
    "Petra,sehen sie in den Firmenunterlagen nach,ob heute irgendwelche Container per Schiff verladen werden. Oder irgendetwas in dieser Richtung. Vielleicht ist das eine Spur,Tom hat etwas darüber gesagt..."
    "In Ordnung,Chefin."
    "Was Neues von Semir?"
    "Nein...nichts."
    Sie legte auf,wählte die Nummer von Bonrath.
    "Ja Dieter, befragen sie Jenni nach Containern,die von der Firma transportiert werden sollen. Tom hat sowas gesagt. "
    "Ja Chefin,machen wir.Wir melden uns gleich."

  • Wesson sperrte den Container zu und rief seine Männer zusammen.


    "So, heut passiert hier nichts mehr.


    Wir müssen warten bis der Auftrag in der Klinik erledigt ist. Vorher können wir das Risiko nicht eingehen, dass hier die Bullen auftauchen.
    Der Bulle da drinnen ist fertig und hier arbeitet eh keiner in dem Bereich, da wird nichts passieren."


    Die Bande zog ab.



    Justus der Stadtstreicher suchte ein kuscheliges Plätzchen. Ein Kumpel hatte ihm von dem alten Container Terminal erzählt und das man da trocken und sicher schlafen konnte. Mit seiner Pulle Weni wollte er da jetzt hin. Hier würden ihn weder die Polizei noch andere undfreundliche Mitmenschen, die Penner nicht leiden konnte stören.



    Semir sass hinter der Containertür und klopfte dagegen.H ier hört mch sicher keiner, aber versuchen konnte er es ja.

  • Justus hörte das Klopfen,als er noch ein paar Meter von den Container entfernt war. Verdammter Mist,dachte er,da macht mir jemand meinen schönen Schlafplatz streitig. Langsam ging er an den Container heran.
    "Wer ist n`da?"
    Von drinnen hörte man jetzt eine M?nnerstimme. "Ist da jemand?! Hören sie, machen sie die Tür auf!"
    Justus lachte. Da hat sich einer selbst eingesperrt, dachte er und nahm einen tiefen Schluck aus seiner Pulle. Dann öffnete er die Verrieglung und sah hinein. Am Ende des Containers lag ein Mann am Boden und sah ihm entgegen. Wieder musste Justus lachen.
    "...Na Kumpel,bist schon voll,was...? Naja, machen wirs uns zusammen gemütlich,was?..." Justus betrat den Container und der Mann versuchte sich aufzurichten.

  • Justus ging zu Semir und hockte sich neben ihn. Er dückte ihn feste an sich." Ich bin Justus. Hier nimm nen Schluck. Siehst aus als könntest du es brauchen."



    "Danke, danke. Aber ich brauch jetzt ein Handy und keinen Wein. "Semir versuchte aufzustehen. "Kannst du mir mal kurz helfen, Justus , bitte?"


    "Wie ? ist dir wohl nicht gut genug mein Wein, was?" Justus war angesäuert, aber half Semir dennoch beim aufstehen. Da sah er das Blut überall an der Kleidung.


    "Hey, hast wohl Streit gehabt, was? "


    "ja ja, aber jetzt muss ich leider los. Schlaf du mal gut alleine hier, aber besser nicht zu lange , hier wird es bald äusserst unangenehmn werden."


    Semir taumelte nach draussen und hielt sich die verletzte Schulter.

  • Vor dem Container sah er sich um,überall nichts als weitere Container und anscheinend leerstehende Gebäude. Semir fluchte leise und wandte sich nochmal zu Justus um.
    "Hey,wo sind wir hier?"
    Der Penner lachte und trank. "Am Ende der Welr,mein Kleiner...haha,schön hier,was?"
    "Ja,ja,super sch?n! Wo ist die n?chste gr?ssere Strasse oder sowas?"
    Justus zeigte nach vorne.
    "Da musste lang! "
    Semir nickte und lief los. Seine Schulter schmerzte stark und die aufgerissenen Handgelenke brannten wie Feuer. Trotzdem rannte er so schnell er konnte,er durfte keine Zeit verlieren.

  • Er blieb stehen und lauschte. da hinten aus der Richtung kamen verkehrsger?usche.


    Er stolperte weiter vorwärts.


    Da , oben war eine Straße. Er versuchte sich zu orientieren.


    es ah aus, wie der alte teil vom Umschlagplatz am Eifeltor, da war er sich fast sicher.


    Jetzt musste er nur noch den Berg hoch und auf der Straße jemanden anhalten.