Spiel mit dem Feuer

  • Spiel mit dem Feuer


    Semir saß an seinem Schreibtisch und sah gelangweilt aus dem Fenster. Es war ruhig. Zu ruhig für seinen Geschmack. Irgendwie hatte er das Gefühl das die nächsten Tage nicht so ruhig verlaufen würden. Tom kam rein. „Guten Morgen. Und wie sieht es aus?“ fragte er. „Wie gestern. Es ist ruhig. Keine Unfälle, keine Überfälle. Die Verbrecher haben wohl Urlaub.“ meinte Semir. „Na sei doch froh. Keinen Stress, keine Überstunden. Pünktlich Feierabend, wann hatten wir das zuletzt?“ Semir grinste. „Das ist schon so lange her, dass ich es vermisse.“ Das Telefon schlug an. „Ja, Semir Gerkhan.“ meldete er sich. „Hallo Semir erinnerst du dich noch an mich?“ fragte eine weibliche Stimme. „Ich muss bedauern, nein.“ „Oh da bin ich aber enttäuscht. Gut ich gebe dir eine kleine Gedächtnisstütze. Sieh nach draußen.“ Semir stand auf und sah raus. Es knallte laut und Semirs BMW ging in Flammen auf. Er stand da und starrte raus. Dann nahm er sich den Telefonhörer. „Wer sind Sie? Hallo… Hallo…“ Doch es meldete sich niemand mehr. Tom stand am Fenster und hatte die Feuerwehr allarmiert. „Das war wohl eine deiner rachsüchtigen Verflossenen was?“ sagte Tom. Semir sah ihn nur an und zuckte mit den Schultern. „Eine Verrückte würde eher passen.“

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    Einstein ist tot
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  • Anna kam ins Büro der beiden. Hotte hatte sie sofort informiert. „Was war hier los?“ fragte sie. Semir sah sie an. „Ich bekam einen Anruf von einer Frau. Sie fragte mich, ob ich mich an sie erinnere. Ich sagte nein, und dann booom. Ging mein Auto hoch.“ Anna sah ihn an. „Keine Ahnung wer dahinter steckt?“ Semir schüttelte den Kopf. „Das hat Tom mich auch schon gefragt. Aber mir fällt absolut niemand ein.“ „Dann gehen Sie mal alle Ihre Fälle durch, wo eine Frau mit Sprengstoff hantiert hat.“ Semir sah sie an. „Ich weiß ja nicht einmal, ob es so einen Fall gab.“ maulte er. „Dann sehen Sie nach.“ Semir nickte. Er ging mit Tom die alten Akten durch. „Hier haben wir die Susanne Bleit. Die hast du wegen Hehlerei festgenommen. Sie ist seit drei Wochen draußen. Aber ich glaube die fällt raus. Wenn sie seit drei Wochen draußen ist, und auf Rache aus ist, dann hätte sie vorher zugeschlagen.“ sagte Tom als er eine der Akten durch hatte. „Anja Schrader, Unfallflucht. Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn. Führerscheinentzug für ein Jahr. Nee“ sagte Semir. „Nadine Perus, Drogenbesitz und Prostitution. Samantha Herz, Mordversuch. Hier das wäre doch eine der Kandidatinnen. Samantha Herz. Mordversuch an ihrem Mann. Sie wollte den Mann überfahren? Boah, was für eine Frau ist das denn. Die scheint ja krank zu sein.“ Semir sah ihn an. „An den Fall kann ich mich gar nicht so richtig erinnern. Die kommt auf die Liste“ Tom sah ihn an. „Kannst vergessen. Hier steht im PC, dass sie sich das Leben im Knast genommen hat. Hat sich in der Zelle erhängt.“ Nach drei Stunden Suche hatten sie eine Liste mit acht weiblichen Namen die in Betracht kamen. Sie gingen zur Chefin um mit ihr das weitere Vorgehen zu besprechen.

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  • Anna wartete bereits auf die Beiden. „Und?“ fragte sie als Tom und Semir eintraten. „Nun ja, wir haben acht nette Frauen ausgesucht, die in Frage für das kommen könnten.“ „Wieso muss es eine Frau sein?“ fragte Anna. „Weil eine Frau mich angerufen hat.“ „Das mag ja sein, aber es könnte doch auch eine Angehörige sein, oder?“ Semir sah zu Tom. „Was ist mit der Liste?“ fragte Anna weiter. „Ich habe sie Andrea gegeben. Sie soll alle Kandidatinnen überprüfen. Was sie jetzt machen, ob sie noch einsitzen und so weiter.“ Anna nickte. „Und was machen Sie jetzt?“ Semir sah zu Tom. „Wir fahren in die KTU und schauen mal, was Hartmuth rausbekommen hat. Vielleicht bringt uns der Sprengstoff auf eine Spur.“ sagte Tom. Anna nickte. „Ich will den Bericht so schnell haben wie möglich, sagen Sie das Hartmuth.“ Semir nickte. „Klar Chefin.“ Dann gingen die beiden raus und fuhren mit Toms Wagen zu Hartmuth. Als sie dort ankamen wartete Hartmuth schon auf sie. „Mensch Semir. Du kannst ja froh sein, dass du nicht dringesessen bist.“ sagte er. „Ja, ich glaube aber das war so gewollt. Sie hat mich angerufen und gewarnt. Sie wollte mich nicht umbringen. Noch nicht.“ sagte Semir. Tom sah ihn entsetzt an. „Du meinst sie wird es noch einmal versuchen?“ Semir nickte. „Ja das denke ich. Aber dann werde ich der Dame was erzählen.“ „Du musst unter Schutz gestellt werden.“ Nun war es Semir der Tom entsetzt ansah. „Ich lasse mich nicht unter Schutz stellen. Ich werde ermitteln. Du musst auf mich aufpassen.“ „Das werde ich auch. Okay, Hartmuth was hast du raus gefunden?“ „Das war kein Anfänger, oder Anfängerin. Die oder der Täter oder Täterin hatte Kenntnisse mit Sprengstoff. Die haben soviel angebracht, dass nur der Wagen und nicht die Umgebung in die Luft flog. Der Sprengstoff ist Plastiksprengstoff. Handelsüblich. Keine Fingerabdrücke sind zu sichern. Alles andere ist ein Rätsel. Aber sicher ist, das die Explosion durch Fernzündung ausgelöst wurde.“ „Die hat gesehen, wie der Wagen in die Luft flog? Dann beobachtet sie mich.“ Semir drehte sich um und suchte die Gegend ab. Tom sah ihn an. „Hier drin wird sie sicher nicht sein.“ sagte er leise tadelnd. „Ach Hartmut. Die Chefin will deinen Bericht heute noch auf den Tisch haben.“ Hartmuth nickte.


    Miranda Stein lachte als der Wagen explodierte. Sie beendete das Telefonat mit einem Knopfdruck und sah durch das Fernglas. Sie sah wie entsetzt Gerkhan auf sein Auto starrte. „Das war nur der Anfang. Semir. Nur der Anfang“ lachte sie und stieg in ihr Auto. Sie fuhr in Richtung Köln Ossendorf. Ihr Vater wartete auf ihren Bericht. Semir Gerkhan hatte ihren Vater einsperren lassen. Vor acht Jahren wurde er des Mordes überführt. Sie war gerade 12 und musste ins Heim weil ihre Mutter schon 7 Jahre zuvor gestorben war. Ihr Vater hatte sie allein großgezogen. Er war ihr ein und alles. Sie gab Gerkhan die Schuld, dass sie im Heim aufwachsen musste. Er hatte ihr Leben zerstört. Dafür sollte er büßen. Ihr Vater hatte es ihr ausreden wollen, doch im Endeffekt war er stolz auf seine Tochter. Sie wurde zu ihm gebracht. „Hallo Paps.“ „Was macht unser gemeinsamer Freund?“ fragte er und lächelte sie an. „Der hat heute die erste Warnung bekommen. Ich habe sein Auto in die Luft gejagt.“ Walther sah sie erschrocken an. „Mira, das ist nicht wahr. Du solltest nicht so harte Mittel auffahren.“ „Papa, er wird büßen für das was er uns angetan hat. Du musst hier noch mindestens fünf Jahre warten. Ich musste acht Jahre ohne dich auskommen. Die Leute im Heim waren gemein zu mir, weil du im Gefängnis bist. Nun kann ich diesem Gerkhan endlich zeigen, was es heißt sich mit mir anzulegen. Aber keine Angst ich werde ihn nicht töten. Er soll Angst haben.“ Walther sah seine Tochter an. „Du bist eine wunderschöne Frau. Warum versuchst du es nicht an ihn ranzukommen und ihn dann fertig zu machen.“ Sie schüttelte den Kopf. „Ich will dass er Angst hat. Erst Angst, dann kommt der Rest. Er wird fertig sein, wenn ich durch bin.“ „Was hast du denn als nächstes vor?“ „Mal sehen. Er könnte noch einen Unfall haben. Keine schweren. Er ist ja ein sehr guter Autofahrer. Aber er wird einen Unfall haben. Weißt du ich habe sehr gut schießen gelernt.“

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  • auf dringendes Bitten setze ich noch ein Stückchen rein :D


    Andrea kam ins Büro von Tom und Semir und brachte die Ergebnisse ihrer Untersuchung. „Also alle Damen könnt ihr abharken. Keine von denen kennt sich mit Sprengstoff aus. Drei sitzen noch ein. Zwei sind ausgewandert und der Rest ist sauber.“ Semir sah sie resigniert an. „Gott, der Fall kann etliche Jahre zurück liegen.“ stöhnte er. Tom nickte. „Tja, suchen wir weiter.“ Semir sah ihn an und dann auf die Uhr. „Es ist jetzt ein Uhr. Ich habe Hunger. Gehen wir was essen.“ Tom nickte. Sie fuhren in Toms Wagen los. Auf der Autobahn war nicht viel los. Die meisten waren ja im Urlaub. Es waren nur einige Leute unterwegs. In Höhe von Kilometer 218 knallte es und der Wagen von Tom fing an zu schlingern. „Da schießt jemand.“ schrie Semir während Tom damit beschäftigt war den Wagen unter Kontrolle zu bekommen. Er schaffte es und kam auf dem Seitenstreifen zum stehen. Sofort sprangen die beiden aus dem Wagen und suchten Deckung. Doch es kam kein weiterer Schuss. „Woher kam der?“ fragte Tom. Semir zuckte mit den Schultern. „Der kann von überall gekommen sein. Verdammt, wer ist denn so krank?“ schimpfte er. Tom griff zum Mikro. „Cobra 11 braucht Verstärkung. Wir sind am Kilometer 218. Man hat uns die Reifen zerschossen.“ „Zentrale verstanden. Verstärkung ist unterwegs. Sonst alles in Ordnung?“ „Ja keiner verletzt.“ Nur fünf Minuten später waren Hotte und Dieter da. Tom hatte den Reifen gewechselt. „Habt ihr was gesehen?“ fragte Hotte. Semir und Tom schüttelten den Kopf.“ „Wir werden alles absuchen lassen. Die Kollegen sind schon daran. Vielleicht finden wir was. Ihr sollt sofort zurück zur Chefin.“ Tom sah Semir an. „Wir fahren dann mal.“ Meinte Tom und fuhr mit Semir zurück zur PAST.

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  • „Chefin. Ich verstecke mich nicht. Was soll das denn. Das war sicher nur ein Zufall.“ Anna sah Semir an. „Ein Zufall? Erst geht Ihr Wagen in die Luft. Dann wird auf Sie und Tom geschossen? Alles ein Zufall? Solange ich nicht weiß wer dahinter steckt, werden Sie unter Personenschutz stehen. Keine Alleingänge mehr. Haben Sie mich verstanden?“ „Ja, Chefin. Aber ich werde mich nicht verstecken.“ „Das sollen Sie ja auch nicht. Bis wir wissen wer dahinter steckt werden Sie in eine der Schutzwohnungen untergebracht.“ „WAS? Nein. Ich bleibe in meiner Wohnung. Wäre ja noch schöner, wenn man mir vorschreibt wo ich lebe.“ Anna sah Semir an. „Ich kann Sie auch in Schutzhaft nehmen.“ Nun war Semir sprachlos. Tom grinste. „Chefin wie wäre es denn, wenn Semir bei mir einzieht. Bis wir den Täter haben?“ Anna nickte. „Gut damit wäre ich einverstanden. Sie passen auf ihn auf.“ Tom nickte. „Dann komm Partner. Holen wir dir ein paar Sachen aus deiner Wohnung.“ Semir stand auf und ging hinter Tom her. Im Auto ließ Semir seine Wut freien Lauf. „Wenn ich diese Person erwische, dann gnade ihr Gott. Ich werde sie fertig machen und dann kommt…“ „Halt doch mal die Luft an. Wir müssen erst einmal raus finden, wer dahinter steckt. Dann kannst du die Rache ausleben, nicht vorher.“ Semir sah ihn an. „Verstehst du das nicht. Da hat es jemand auf mich abgesehen. Ich muss aus meiner Wohnung zu dir ziehen. Keine Freizeitaktivitäten ohne dich. Wo leben wir denn?“ Tom lachte. Er hielt vor Semirs Wohnung. „Okay, gehen wir gemeinsam hoch?“ fragte er. Semir sah ihn an und nickte dann. Wenn er ehrlich war, hatte er doch Angst. Tom stieg aus und ging mit Semir in die Wohnung.

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  • Vor der Wohnungstür zog Semir seine Schlüssel raus. Er wollte gerade die Tür öffnen, als er Geräusche aus der Wohnung vernahm. Er machte Tom ein Zeichen und zog seine Waffe. Tom tat es ihm nach. Semir stieß die Tür auf und ging vorsichtig in die Wohnung. Tom deckte ihn. Es war nichts zu sehen. Nur die Fenster standen offen. „Ich habe die Fenster geschlossen.“ sagte Semir. „Bist du ganz sicher?“ Semir nickte. Er ging durch die Wohnung doch es fehlte nichts. Semir steckte die Waffe ein. Er ging ins Schlafzimmer und packte einige Sachen ein. Als er den Koffer schloss sah er einen Zettel auf dem Nachttisch liegen. Er nahm ihn an einer Ecke und las. „So mein lieber Semir. Das war das Vorspiel. Alles was ab heute passiert ist geplant. Pass auf dich auf.“ Als Unterschrift stand „Die Vergangenheit“ „Tom?“ „Ja?“ „komm doch mal.“ Tom kam ins Schlafzimmer. Semir hielt ihn den Zettel hin. „Tja. Das ist wohl Ernst gemeint.“ Semir nickte. „Na komm. Wir fahren.“ „Ich will erst die Spurensicherung die Wohnung auf den Kopf stellt. Diese Person hat mit Sicherheit was angefasst. Ich will endlich wissen was dahinter steckt.“ „Okay, ich rufe an. Aber dann fahren wir.“ Semir nickte. Tom benachrichtigte die Spurensicherung und fuhr anschließend mit Semir in seine Wohnung.


    Miranda stand vor der Wohnung von Semir und beobachtete wie er mit seinem Partner davon fuhr. Sie hängte sich an den Wagen und sah wohin die beiden fuhren. Sie lachte leise, als sie darüber nachdachte, was sie noch alles mit diesem Mann anstellen wollte. Doch erst soll er noch etwas Angst spüren. Angst um seine Freunde war ihr nächstes Vorhaben. Sie sah wie die beiden Männer das Haus betraten. Als es Mitternacht war und alles still, brachte sie eine Bombe an Toms Wagen an. Sie sollte die Männer nicht töten, aber wenigstens dieser Tom sollte verletzt werden. Sie lachte innerlich wenn sie daran dachte, wie dieser Gerkhan am Krankenbett seines Freundes saß und um das Leben von ihm fürchtete. „Und wenn du nicht damit rechnest hole ich dich zu mir. Dann haben wir unseren Spaß zusammen. Du wirst sehen wie einsam es sein kann, wenn man eingesperrt ist. Wenn man nur darauf warten kann, das der Tag zu Ende ging.“ sagte sie leise und ging wieder zu ihrem Wagen. Sie schlief auf dem Sitz ihres Autos ein.

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  • Am nächsten Morgen waren Tom und Semir früh auf den Beinen. Tom holte Brötchen. Semir deckte den Tisch und machte Kaffee. Er wartete, dass Tom kam. Sie frühstückten in aller Ruhe und wollten anschließend zur PAST fahren. Semir ging schon zum Wagen und schloss ihn auf. Er wollte fahren, obwohl er wusste dass Tom es nicht zulassen würde. Tom kam ebenfalls auf die Straße. Er sah das Semir auf der Fahrerseite einsteigen wollte. Tom hielt Semir fest und zog ihn an sich. “Hey, das ist mein Dienstwagen...“ Semir grinste. „Na und?“ „Ich fahre du bist Beifahrer.“ „Ist ja gut. Sei doch nicht so empfindlich.“ Tom lachte auf. „Ich bin nicht empfindlich. Aber deine Autos fliegen in letzter Zeit in die Luft.“ „Ach ist das vielleicht meine Schuld?“ Tom grinste und nickte. „Ja, du hast wieder ein Frauenherz zerbrochen und die schwört dir nun Rache.“ Semir musste lachen. „Komm, lass uns fahren. Ich will nicht zu spät kommen, nur weil ich bei dir wohne.“ Tom sah ihn an und grinste nur. Dann fuhr er los. Auf dem Parkplatz der PAST stellte Tom seinen Wagen wie immer an der gleichen Stelle. Semir stieg aus. Als Tom und er etwas von dem Wagen entfernt waren explodierte er. Semir und Tom flogen durch die Druckwelle in die Luft. Während Semir recht gut aufkam, verlor Tom beim Aufprall das Bewusstsein. Die Kollegen aus der PAST kamen sofort zu ihnen und zogen beide aus der Gefahrenzone. Auch Semir schien angeschlagen. Dieter zog ihn vorsichtig hoch und sah ihn an. „Bist du okay?“ Semir hielt sich den rechten Arm aber er nickte. „Was ist mit Tom?“ fragte er. Hotte kam zu den beiden. „Der Notarzt ist schon verständigt. Tom ist bewusstlos. Wahrscheinlich ein paar Knochenbrüche.“ Semir sah die beiden an. „Das ist doch Wahnsinn.“ stöhnte er. Nur kurz danach war Tom ins Krankenhaus gebracht worden. Semir fuhr im Krankenwagen mit. Er sollte ebenfalls untersucht werden.

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  • Tom hatte eine schwere Gehirnerschütterung und musste stationär behandelt werden. Semir war weiter weg vom Wagen deshalb waren bei ihm Prellungen festzustellen. Er durfte nach einer ambulanten Behandlung wieder gehen. Hotte stand vor der Tür und wartete auf ihn. Als er das Krankenhaus verlassen hatte, klingelte sein Handy. „Ja, Semir?“ „Hallo Semir?“ kam wieder die gleiche weibliche Stimme. „Wer sind Sie? Was wollen Sie von mir?“ fragte er so laut das Hotte ihn erschrocken ansah. „Das weißt du nicht? Du hast mein Leben zerstört. Du hast mir genommen, was mir wichtig war. Nun werde ich dir nehmen was dir wichtig ist. Lebt dein Freund noch?“ „Hören Sie, es ist doch wohl eine Sache zwischen Ihnen und mir. Lassen Sie uns reden. Okay?“ „Nein. Wir reden nicht. Ich lasse Taten folgen. Du bist nirgends vor mich sicher.“ Das Gespräch war beendet. „Und wie geht es Tom?“ fragte Hotte. „Gehirnerschütterung. Er steht unter Bewachung, bis diese Irre festgenommen ist.“ „War sie das am Telefon?“ „Ja, Hotte war sie. Sie hat mir klar gesagt, dass ich ihr Leben zerstört hätte und sie nun dafür meins zerstört. Sie wird mir das wegnehmen, was mir wichtig ist. Lass uns zur PAST fahren.“ Hotte nickte. „Wenn sie auf Rache aus ist, warum dann auf diesen Umweg?“ fragte Hotte ihn während der Fahrt. „Was heißt denn auf diesem Umweg. Sie will erst meine Freunde ausräumen und dann mich. So einfach ist es.“ „Ich glaube da steckt noch mehr dahinter. Wem hast du denn das Leben so zerstört?“ „Hotte ich weiß es nicht. Aber ich bin mir sicher, dass es nicht nur um diese Frau geht. Da steckt mehr dahinter, da hast du Recht. Wenn ich nur wüsste was.“ Hotte sah ihn an. „Hast du denn auch die Fälle durch, wo es weibliche Angehörige gibt? Ich meine es könnte eine Tochter sein, oder eine Schwester.“ „Oder eine Ehefrau und Mutter. Ich weiß. Bisher habe ich die Akten durch, wo die Peson direkt mit einem Verbrechen in Verbindung stand. Heute werde ich mir die Akten vornehmen wo es Angehörige gibt, die das Alter haben.“ Hotte nickte. „Ich helfe dir.“ Semir sah ihn an. „Danke Hotte.“


    Anna Engelhardt erwartete Semir bereits in ihrem Büro. „Okay, Semir. Ab sofort stehen Sie unter Polizeischutz. Sie werden das Revier nur noch im Notfall verlassen und dann doppelt und dreifach gesichert.“ „Chefin. Diese Frau hat es nur auf mich abgesehen. Sie will mich haben, deshalb räumt sie erst einmal alle anderen aus dem Weg. Mein Auto war eine Warnung. Der Schuss auf der Autobahn die zweite. Jetzt hat sie Tom ausgeschaltet. Was glauben Sie wird sie als Nächstes tun?“ Anna sah ihn an. „Sie wird Sie versuchen zu bekommen. Ich werde es verhindern. Was hat die Aktendurchsicht ergeben?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Es sind so viele. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.“ „Am besten mit Fällen, die abgeschlossen sind.“ „Das ist schon klar. Aber wie weit soll ich zurückgehen? Alle Fälle? Seit ich bei der Polizei bin?“ Anna sah ihn ernst an. „Semir ich denke es hat mit den Fällen zu tun, seit Sie bei der Autobahn sind. Wie lange ist das jetzt? 8 Jahre oder 9?“ „achteinhalb. Genau genommen. Und in dieser Zeit hatte ich etliche Verhaftungen in den verschiedensten Fällen. Drogenhandel, Mord, Autoschieber, Überfälle, ezetera pp.“ „Nun ich denke es müssten schon die härteren Fälle sein. Also Mord, Drogenhandel. Autoschieber wären dann die zweite Wahl und zu Schluss die Überfälle und der andere Rest. Andrea soll Ihnen helfen.“ Semir stand auf. „Was ist denn mit Tom? Die Frau wird versuchen…“ Anna legte ihm die Hand auf die Schulter. „Ich habe die Bewachung von Tom schon arrangiert. Ein Beamter steht ständig vor seiner Tür. Nun müssen wir nur dafür sorgen, dass die Wahnsinnige nicht Sie bekommt.“ Semir nickte.

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  • Lesestoff Bitte schön :baby:


    Tom erwachte im Krankenhaus. Er wollte aufstehen, doch die Kopfschmerzen zwangen ihn wieder ins Kissen. Der Arzt kam herein. „Guten Tag, Herr Kranich. Können Sie sich erinnern was passiert ist?“ Tom nickte. „Mir ist ein Auto um den Kopf geflogen.“ Der Arzt sah ihn an. „Ja, so kann man das sehen. Wie geht es Ihnen?“ „Ich habe Kopfschmerzen.“ „Die Gehirnerschütterung. Sie werden uns wohl ein oder zwei Tage erhalten bleiben.“ Tom setzte sich vorsichtig auf. „Das glaube ich nicht. Ich muss heute noch zurück. Da hat irgendein Weib meinen Partner auf den Kicker und ich muss ihn schützen.“ Er merkte, dass Übelkeit in ihm aufstieg und legte sich wieder hin. „Na ja. Ich denke einen Tag wird er ohne mich schon schaffen.“ sagte er leise als sich die Übelkeit gelegt hatte. Der Arzt nickte. „Das denke ich auch.“ sagte er nur und ging wieder. Tom sah, dass ein Kollege vor der Tür saß. Er winkte ihn rein. „Thomas? Was tust du hier?“ „Befehl von der Chefin. Ich bin dein Bewacher. Ist wegen Semir. Er wollte dass du nicht allein bist. Hat ziemliche Angst um dich.“ Tom nickte. „Das war sicher diese Verrückte. Die will mich ausschalten und sich dann Semir krallen.“ „Schlaf lieber. Vor Morgen kommst du nicht raus.“ Tom sah ihn an. „Ach willst du das verhindern?“ Thomas nickte. „Ja, Tom. Wenn ich es nämlich nicht tue, dann wird mir die Chefin den Kopf abreißen. Das hat sie mir versprochen.“ Tom sah ihn an. „Aber morgen muss ich Semir helfen.“ Thomas nickte nur und nahm den Platz vor der Tür wieder ein. Tom schlief ein.


    Miranda beobachtete wie Semir im Büro rauf und runter lief. Er war nervös, das sah man. Sie lachte innerlich. Der Gedanke diesen Mann fertig zu machen, hatte sie in der Zeit des Heimaufenthalts aufrechterhalten. Nur Ihrer Rachegefühle war es zu verdanken, dass sie die ganzen Erniedrigungen der Erzieherinnen standgehalten hatte. Nun war er dran. Heute oder Morgen wirst du mir in die Arme laufen, mein lieber Semir. Sie nahm das Handy und rief ihn wieder an. Er meldete sich. „Nun? Was ist? Weißt du wer ich bin, Semir?“ „Verdammt, was wollen Sie von mir?“ „Ich will dich.“ „Okay, treffen wir uns.“ „Oh keine schlechte Idee. Aber du wirst dann mit deinen Kollegen kommen, nicht wahr?“ „Nein, ich komme allein. Ich werde mich rausschleichen, wenn es sein muss. Hören Sie mit dem Wahnsinn auf.“ „Ist das eine Bitte?“ „Ja, wenn Sie wollen bitte ich Sie darum. Lassen Sie meine Freunde in Ruhe. Bitte.“ „Oh Semir. Ich glaube wir sollten uns wirklich treffen. Aber den Zeit- und Treffpunkt bestimme ich. Du kommst ohne deine Freunde und ohne deine Kollegen dorthin. Wir werden meine Rache gemeinsam genießen. Nur du und ich.“ „Wer sind Sie?“ „Das weißt du immer noch nicht? War der Fall damals so unwichtig?“ „Welcher Fall?“ „Ha willst du mich verarschen. Du weißt doch sicher von welchem Fall ich rede. Du hast meinen …. Halt. Du willst einen Hinweis haben. Du bist dir nicht sicher, wer ich bin, ist es das?“ Sie sah zum Fenster rauf. Semir stand am Fenster. Man konnte ihm die Verzweiflung ansehen. „Sie haben Recht. Ich weiß nicht welchen Fall Sie meinen. Ich weiß nicht wer Sie sind.“ „Gut. Ich werde mich morgen wieder bei dir melden und dir den Zeitpunkt unserer Zusammenkunft mitteilen. Und Semir. Keine Tricks. Sonst gehen die Anschläge weiter.“ Sie beendete das Gespräch.

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  • Hier noc heteas Futter für die Nerven


    Semir drehte sich nach dem Telefonat um. „Habt ihr das Gespräch aufgezeichnet?“ fragte er einen Techniker. Dieser nickte und schaltete das Gerät an. Semir konnte das ganze Gespräch erneut hören. Auch Anna war im Büro. „Sie will Sie treffen? Semir Sie haben zugesagt, allein zu kommen? Sind Sie von allen guten Geistern verlassen? Die Frau will Sie doch eindeutig umbringen. Sie werden mir das Revier nicht verlassen. Haben wir uns verstanden?“ Semir sah seine Chefin an. „Verstehen Sie mich nicht? Ich will diese Frau dingfest machen, das geht nicht, wenn ich hier sitze und Däumchen drehe, Chefin. Ich muss das Risiko eingehen.“ „Sie vielleicht. Ich nicht. Keinen Schritt werden Sie ohne einen Kollegen machen. Wenn es nicht anders geht werde ich Sie einsperren.“ Nun sah Semir sie erstaunt an. „Sie wollen mich in Schutzhaft nehmen?“ fragte er. Anna nickte. „Wenn es sein muss, ja. Also halten Sie sich an meine Anweisungen. Wenn Sie einen Alleingang versuchen, dann…“ „Hey die Frau will mich. Wenn ich nicht gehe, dann macht sie hier einen nach den Anderen fertig. Ist das vielleicht die Lösung. Wir könnten ihr doch eine Falle stellen. Ich verkable mich und sobald die Möglichkeit gegeben ist, greift das SEK zu.“ versuchte er sie zu überreden. Anna dachte nach. Semir hatte Recht. Diese Frau wird wohl erst aufhören, wenn er sich mit ihr traf. „Gut. Aber Sie tragen außerdem eine Schutzweste.“ Semir nickte.


    Am nächsten Tag kam Tom wieder ins Büro. Semir saß bereits am Schreibtisch. Er sah auf, als Tom eintrat. „Morgen. Wie geht es dir?“ fragte Semir. Tom trug einen Verband um den Kopf. „Das Hirn funktioniert noch.“ meinte Tom nur. „Schön dass du auch schon da bist, Semir.“ Semir grinste. „Ich habe es derzeit nicht sehr weit hierher. Die Chefin hat mich unten im Keller einquartiert.“ Tom sah ihn an. „Hier im Keller? Da sind doch nur die Zellen.“ Semir nickte. „Ja eine davon ist meine Unterkunft. Aber sie wird nachts nicht verschlossen.“ „Gut, Wie weit seid ihr? Schon neue Erkenntnisse, wer dahinter steckt?“ Semir schüttelte den Kopf. „Ich habe hier die letzten acht Fälle, wo es weibliche Angehörige gibt. Die müssen noch durchgearbeitet werden. Ich hoffe, das die Lösung darin enthalten ist.“ Tom nickte. „Ich helfe dir ab heute wieder. Wir finden diese Verrückte.“ Semir sah ihn an. „Sie ist nicht verrückt. Die weiß genau was sie macht. Sie hat ein Treffen vorgeschlagen. Nur sie und ich.“ Tom sah ihn entsetzt an. „Du willst dich mit der Irren treffen?“ Semir nickte. „Du kannst direkt dein Grab ausheben. Die will dich doch umbringen.“ Nun schüttelte Semir den Kopf. „Wenn sie das wollte, hätte sie die Bombe im Wagen gezündet als ich drin saß.“ „Da hast du auch wieder Recht. Hast du schon den Ort des Treffens?“ „Nein. Aber sie wird mich sicher heute anrufen.“ Genau in diesem Augenblick klingelte sein Handy. „Okay, ich bin bereit.“ sagte die bekannte Stimme. „Gut sagen Sie mir wo und wann.“ „Nicht so ungeduldig. Kannst du es nicht erwarten, mich zu sehen? Damals war ich noch unscheinbar, ein Kind. Doch nun bin ich groß genug, dir zu zeigen, was es heißt Angst zu haben. Erniedrigt zu werden. Ich rufe wieder an. Mach dich bereit.“ Semir sah sein Handy an und dann zu Tom. „Was sagte sie. Damals war sie noch zu klein, zu unscheinbar. Ein Kind.“ Tom nickte. „Das habe ich auch gehört. Okay, gehen wir die Akten durch. Irgendwo da ist die Antwort. Ich nehme vier und du auch. Also los.“ Semir gab ihm die Akten rüber. Er selbst nahm sich die Akte ganz unten. Es war die Akte „Max Reichelt“ Er las und nach einer Stunde wusste er, dass es die falsche war. Resigniert warf er sie auf den Schreibtisch. Tom sah ihn an. „Hast du was gefunden?“ Semir schüttelte den Kopf. „Ich auch noch nichts. Wie viele hast du noch?“ „Drei.“ Nach zwei weiteren Akten schloss Semir die Augen. „Irgendwo hier liegt die Antwort. Verdammt wieso?“ Tom sah ihn an. „Du bist ganz schön fertig.“ stellte er fest. Semir nickte. „Ist das ein Wunder? Da draußen läuft eine Verrückte rum, die mich umbringen will. Die mich fertig macht. Da ist es doch nicht verwunderlich. Ich habe die letzten Nächte kaum geschlafen.“ Tom nickte. „Willst du einen Kaffee?“ fragte er und Semir nickte dankbar. Tom ging kurz raus und kam anschließend mit zwei Tassen Kaffee zurück. Semir warf gerade die letzte Akte in die Ecke. „Wieder nichts.“ stöhnte er. Er trank. Tom griff seine nächste Akte. „Walther Stein“ Er blättere sie durch. „Hier! Ich glaub ich hab sie. Walther Stein vor acht Jahren wegen Mord verhaftet. Er ließ eine 12jährige Tochter zurück. Die Mutter starb als das Kind vier war. Sie wurde in ein Heim gesteckt, weil keiner der Verwandten das Kind nehmen wollte. Sie müsste heute 20 sein.“ Semir nickte. „Das käme hin. Aber wieso hat sie so einen Hass auf mich? Ich meine ihr Vater hat einen Menschen getötet. Ich habe nur meinen Job gemacht.“ Tom sah ihn an. „In den Augen des Kindes von damals, hast du ihm den Vater genommen. Die einzige Bezugsperson. Das sieht sie. Ich werde herausfinden, in welchem Heim sie gewesen ist. Vielleicht gibt es da ein paar Hinweise wo sie ist.“ Tom stand auf und ging. „Tom!“ rief Semir noch. Tom drehte sich um. „Ja?“ „Pass auf dich auf.“ Tom nickte nur.

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  • Auch hier ein etwas größeres St?ck zum JAhresabschluss. Der Rest nächstes Jahr :baby:


    Miranda sah wie der Kollege von Semir wegfuhr. Sie nahm ihr Handy und rief Semir an. „Ja?“ hörte sie seine Stimme. „Okay, ich bin so weit. Wir werden uns in einer Stunde treffen. Du kommst allein, hörst du? Wenn ich auch nur eine andere Person sehe, werde ich ungemütlich. Ich kann noch ein Vorgeschmack geben, wenn es sein muss.“ „Nicht Nötig, Frau Stein.“ „Oh der Superbulle weiß wer ich bin.“ „Was soll das Spiel? Wo sind Sie?“ „Wer wird denn so neugierig sein. Du kommst in einer Stunde zur Kaserne in Köln- Ossendorf. Die alte amerikanische Kaserne.“ „Okay, und dann?“ „Dann sehen wir weiter.“ Das Gespräch endete. Miranda stieg in ihr Auto und fuhr los. Sie musste die Unterkunft für Semir Gerkhan noch gemütlich einrichten. So gemütlich wie sie es die letzten acht Jahre im Heim hatte, dachte sie. Die Erinnerungen kehrten zurück. Im Keller dunkel, allein. Ohne ein weiches Bett, ohne Zuwendung. Tränen kamen ihr in die Augen. Dafür wirst du büßen, Semir. Du wirst einige Zeit im Keller sitzen, bevor du vor Angst stirbst. Es war ihr sicherer Plan, das Semir sterben sollte. Auf grausame Art. Nur das Wie war ihr noch nicht klar. Doch das kommt.


    Tom fuhr zum Heim „Sonnenkinder“ in Köln-Weiden. Dort war die Tochter von Walther Stein untergebracht worden. Die Heimleiterin eine gewissen Simone Keller, er wartete ihn bereits. „Herr Kranich. Miranda war ein sehr schwieriges Kind. Verzogen, ohne jede Erziehung. Wir mussten dem Kind alles beibringen. Es hatte keine Manieren.“ „Trauen Sie ihr zu, Anschläge zu verüben? Ich meine mit Bomben?“ Simone Keller nickte. „Sie ist sehr jähzornig. Das hat sie wohl von ihrem Vater. In den ganzen acht Jahren, hat sich nicht ein Verwandter um sie gekümmert. Kein Besuch. Ihr Vater durfte ja nicht. Sie durfte nicht zu ihm. Sie hat alles in sich rein gefressen. Jedes Mal wenn wir sie bestrafen mussten, dann hat sie geschworen, den Mann, der ihr den Vater genommen hat zu bestrafen.“ Tom horchte auf. „Wie haben Sie das Kind bestraft?“ „Na ja. Meistens haben wir die Kinder die ungehörig waren, in den Keller gebracht. Nur für eine Nacht. Sie haben eine Decke und ein Kissen bekommen, Essen und dann wurde das Licht ausgemacht.“ Tom sah sie an. „Im Dunkeln? Das Mädchen hatte sicher Angst.“ Simone Keller lächelte. „Jedes Kind hat Angst in der Dunkelheit. Aber es hilft.“ „Wissen Sie wo wir Miranda finden könnten?“ Simone Keller schüttelte den Kopf. „Nein ich weiß es leider nicht. Kann ich noch was für Sie tun? Ich habe eine Menge Arbeit.“ Tom schüttelte den Kopf. „Das was ich wissen muss weiß ich jetzt. Danke für Ihre Hilfe.“ Tom verließ das Heim und dachte noch über den Namen des Heimes nach. „Sonnenkinder“ ist doch wohl das falsche Wort für so eine Erziehung, dachte er und fuhr zur PAST zurück. Er wollte Semir die Nachricht überbringen.


    Semir war bei der Chefin im Büro. „In de alten Kaserne. Gut. Ich werde das SEK bereits dort postieren lassen.“ Semir schüttelte den Kopf. „Besser nicht. Sie wird das Gebiet sicher überwachen. Wenn sie sieht das dass SEK dort auftaucht, dann wird es nicht klappen.“ Tom stürmte ins Büro. „Miranda Stein. So heißt deine Feindin.“ Semir nickte. „Ich hoffe nur, dass die Falle so gut ist, dass Miranda rein läuft.“ „ Okay, Semir. Lassen Sie sich jetzt verkabeln. Anschließend fahren wir los.“ „Wir?“ „Ja sicher. Sie fahren nicht allein.“ „Chefin, ich wette diese Miranda hat mich unter Beobachtung. Sie wird es merken, wenn ich nicht allein fahre.“ „Glauben Sie tatsächlich, dass Frau Stein sie beobachtet?“ Semir nickte. „Da bin ich mir ganz sicher. Deshalb werde ich allein fahren. Ich trage die Weste ich bin verkabelt. Ich gebe den Weg, den ich nehme über das Mikro durch. Außerdem lasse ich mein Handy an. Ihr könnt mich dann orten.“ „Okay, Aber seinen Sie vorsichtig.“ Semir nickte. „Sicher Chefin. Bin ich.“ Er verließ das Büro und ging zu KTU damit er verkabelt wurde. Anschließend setzte er sich in sein Auto. Doch bevor er startete, klingelte sein Handy. „Ich habe es mir anderes überlegt. Das Gespräch heute im Büro wurde doch sicher aufgezeichnet, oder?“ Semir antwortete nicht. „Du fährst jetzt in das Industriegebiet Bilderstöckchen. Dort ist der Cölnpark. Du fährst zu dem letzten Gebäude auf dem Gelände. Keine Angst. Es ist leer stehend. Kein Anderer wird Schaden nehmen.“ „Miranda geben Sie auf.“ versuchte Semir sein Glück. „Fahr los!“ Semir startete den Wagen. „Habt ihr gehört wohin es geht?“ fragte er leise. „Ja alles verstanden.“ kam von Tom zurück.


    Miranda wartete im Cölnpark auf Semirs Eintreffen. Sie hatte schon alles vorbereitet. Sobald er in das Gebäude kam, wird er erst einmal einen Schlag auf den Kopf bekommen. Bewusstlos werden und dann wird sie ihn durchsuchen. Alles wird sie ihm wegnehmen. Das Handy, die Waffe, die Handschellen, das Funkgerät und dann das Leben. Sie lachte leise. Dann hörte sie das Motorgeräusch eines Autos. Sie sah aus dem Fenster und erkannte einen dunklen Wagen. Sie nahm das Handy und wählte Semirs Nummern. „Okay. Aussteigen und Hände in den Nacken.“ Sie sah wie der Polizist ihr gehorchte. „Nun wirst du ins Gebäude kommen. Die Hände bleiben oben.“ Der Polizist ging los. Vor der Tür sah er sich um. „Suchst du mich?“ fragte sie leise. Sie sah wie Semir das Gebäude betrat. Von ihrem Standort aus hatte sie alles im Blick. „Okay, bisher warst du ja richtig lieb. Nimm eine Hand runter und leg die Waffe ab.“ „Ich habe keine Waffe dabei!“ kam von Semir. Miranda nahm ihre Waffe und zielte auf den Boden vor Semir. Dann drückte sie ab. Vor Semir schlug die Kugel auf. „Die Waffe auf den Boden!“ wiederholte sie. Wieder kam Bewegung in Semir und er warf seine Waffe weg. „Zieh dich aus!“ „Wie bitte?“ Wieder hallte ein Schuss und die Kugel schlug neben Semir ein. „Zieh dich aus!“ Semir zog sich erst die Weste und dann das T-Shirt aus. Die Kabel kamen zum Vorschein. „Ha, glaubst du wirklich mit solchen Tricks könntest du mich verhaften. Reis die Kabel ab. Sofort!“ „Schon gut, beruhigen Sie sich Frau Stein. Niemand wird Ihnen was tun.“ „Da hast du ganz Recht. Okay. Wenn die Kabel ab sind, darfst du das T-Shirt wieder anziehen.“ Sie beobachtete Semir genau. Er tat was sie wollte.


    Semir fügte sich den Befehlen der Frau. Er wusste dass sie gefährlich war. Doch er wusste auch dass seine Kollegen in der Nähe waren. Miranda war sich ihrer Sache sehr sicher. „Geh durch die große Tür vor dir!“ kam der nächste Befehl. Semir ging los. Als er die Tür passierte piepte das Handy. Er sah es sich an. „Kein Netz“ stand auf dem Display. „Okay“, drang es aus einem Lautsprecher am Boden. „Das Handy ist nun nutzlos. Wirf es weg.“ Semir tat es. „Geh weiter in den nächsten Raum!“ Semir ging langsam. Er bekam ein ungutes Gefühl. Diese Frau hatte alles sehr gut geplant. Die Kollegen konnten sein Handy nicht mehr orten, wenn es kein Netz hatte. Die Kabel lagen im Vorraum. Er war auf sich allein gestellt. Aber er dachte auch noch mit einer Frau würde er sicher fertig werden. „Geben Sie auf, Miranda. Es hat wirklich keinen Sinn. Kommen Sie raus!“ rief er durch den Raum. „Geh weiter. Auf dem Boden ist eine Klappe. Zieh sie hoch und geh runter.“ Semir tat es. Er sah vor sich eine Treppe in den Keller führen. Er stieg sie langsam hinab. Irgendwie hatte er das Gefühl, das die Frau ihn beobachtete. Wie zur Erklärung kam aus einem Lautsprecher an der Wand. „Ich sehe dich genau. Also lass dir keine Tricks einfallen.“ „Hören Sie mich auch?“ „Natürlich. Weiter. Geh geradeaus den Gang runter.“ Semir zuckte mit den Schultern. Er tat was sie sagte. „Gut gleich sind wir da. Siehst du auf der linken Seite von dir, die Gittertür?“ „Ja, sehe ich.“ „Gut. Öffne sie und geh in den Raum.“ Semir tat es. Er sah sich im Raum um. Am Boden lag eine Matratze mit Kissen und Decke. „So schließe die Tür und zieh den Schlüssel ab.“ Semir schloss die Tür und zog den Schlüssel ab. „Wirf ihn raus!“ „nun reicht es aber! Was soll das Spielchen?“ „Tu was ich sage.“ Semir war unschlüssig. „Willst du dass ich der Süßen aus eurem Büro auch einen Gruß von mir zukommen lasse?“ Semir schüttelte den Kopf und warf den Schlüssel raus. Er war eingeschlossen. „So willkommen im neuen Heim. Keine Angst wir sind hier ungestört. Die Tür hier runter wird keiner sehen. Dafür habe ich gesorgt. Das Feuer oben wird dafür sorgen, das alles einstürzt. Nur unser kleines Reich wird stehen bleiben. Bis die Feuerwehr die Trümmer weg hat, dauert das Tage.“ „Sie sind krank. Lassen Sie sich doch helfen, Miranda.“ „helfen? Mir kann keiner Helfen. Damals brauchte ich Hilfe. Nicht heute. Du hast mein Leben zerstört.“ „Miranda ich habe Ihren Vater verhaftet, weil er einen Mensch getötet hat. Er hat seine Strafe dafür bekommen. Das Sie in ein Heim mussten, tut mir leid, aber es ist nicht…“ „Halt dein Maul. Verdammt. Du hast mir die Hölle auf Erden bereitet. Dafür wirst du büßen. Weißt du wie es ist im Dunkeln allein im Keller zu sitzen. Um Hilfe zu rufen, doch keiner hört dich. Keiner kommt dich raus zu holen?“ Semir schüttelte den Kopf. „Gut du wirst es erfahren. Hier wird dich keiner hören. Es wird keiner kommen. Nur ich werde dir ab und zu was zu essen geben. Genauso hat man es mit mir getan.“

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    Der Welt gehen die Genies aus,
    Einstein ist tot
    Beethoven wurde taub
    und ich fühle mich auch nicht gut. :D:D

  • Frohes Neues :baby:


    „Wir haben ihn verloren.“ Kam von Andrea, die mit Tom und Anna Engelhardt im Wagen saß. „Was?“ fragte Tom entsetzt. „Bisher ist kein Wagen vom Gelände gefahren. Er muss hier sein.“ „Tom ich bekomme kein Signal mehr. Weder von dem Mikro, noch von dem Handy. Er ist verschwunden.“ Anna griff zum Mikrofon. „Wir müssen das Gelände durchsuchen. Herr Gerkhans Signale sind nicht mehr zu orten.“ „Alles verstanden. Wir gehen sofort los.“ Da knalle es gewaltig. Alle starten auf das Gelände. Eines der Gebäude stand in hellen Flammen. „Oh Gott. Da stand doch Semirs Wagen gerade noch“, kam von Tom. Er stieg aus und rannte hin. Anna und Andrea waren ebenfalls aus dem Wagen raus. Anna rief die Feuerwehr. Doch man sah, dass von dem Gebäude nichts stehen geblieben war. „Er war da drin.“ kam von Andrea. „Hier war das letzte Signal. Gott er ist verschüttet. Wir müssen ihn suchen.“ Anna drehte sich zu ihr um. „Schon gut Andrea wir werden nach ihm suchen. Erst muss die Feuerwehr den Brand löschen.“ Das Löschen dauerte fast eine ganze Stunde. Anschließend wurde alles abgetragen. Der Brandmeister kam zu Anna. „Wir haben nichts gefunden. Keine menschlichen Überreste. Es scheint niemand da drin gewesen zu sein.“ Anna bedankte sich. Tom sah sie an. „Das kann doch gar nicht sein. Semir ist hier. Irgendwo hier auf dem Gelände. Kein Wagen hat das Gelände verlassen. Er muss hier sein.“ „Zu mindest wissen wir, dass er nicht verbrannt ist. Sie muss ihn irgendwie weg gebracht haben. Aber wohin?“ Tom sah sie an. „Verdammt. Warum hat sich dieser Sturkopf nur darauf eingelassen. Warum musste er allein hier her? Wenn ich ihn gefunden habe, dann wird er von mir mal was hören.“ „Ja, wenn wir ihn finden.“ schimpfte nun auch Andrea. Tom wusste das Semir für sie mehr war als nur ein Kollege. Er wusste dass sie zusammen waren oder derzeit gerade mal wieder getrennt? Das war nie sicher.


    Semir saß im Keller fest. Er hörte den lauten Knall und erschrak selbst. Dann ging das Licht aus und es war stockfinster. Semir hatte keine Angst vor der Dunkelheit. Doch was wenn ihn seine Freunde nicht fanden? Wie lange sollte er hier eingesperrt sein? Es knackte wieder im Lautsprecher. „Willst du sehen, wie deine Freunde dich suchen? Ich habe eine kleine Kamera draußen angebracht. Du kannst ihre vergebliche Mühe sehen. Das ist meine Folter für dich. Sie hören dich nicht. Sie sehen dich nicht. Du kannst sie sehen und du kannst alles hören was sie sagen. Bekomme mit, wie sie aufgeben. In ein oder zwei Tagen? Oder in einer Woche. Du kannst schreien soviel du willst. Sie werden dich aufgeben.“ Ein lautes Lachen folgte. An der Wand gegenüber der Matratze sah Semir einen kleinen Bildschirm aufflackern. Er sah in. Er sah Tom, Andrea, die Chefin, Hotte und Dieter. Sie drehten alles um. Sie gingen durch das was vom Gebäude noch übrig war. Doch es schien tatsächlich keine Spur nach unten zu geben. „Miranda? Hören Sie mich?“ „Ja was willst du?“ „Lassen Sie uns reden. Bitte. Ich…“ „Mit mir hat man auch nicht geredet.“ Es folgte Stille. „Ich will Ihnen doch helfen. Bitte. Geben Sie mir die Gelegenheit.“ Keine Antwort. Semir versuchte es noch öfter. Doch von Miranda kam nichts. Resigniert setzte er sich auf die Matratze und starrte auf den Monitor. Er sah wie die Freunde nach ihm suchten. „Er muss hier sein.“ hörte er Andrea sagen. Semir stand auf. „Ich bin hier. Andrea? Andrea!“ rief er. Ein Lachen erfolgte. „Ich sagte doch sie hören dich nicht.“

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  • Na gut ich schreibe noch weiter aber nur weil Cologne mich so lieb im Feedback gebeten hat :D HIer kommt der Rest :baby:


    Tom lief mit Andrea über das Gelände. „Verdammt wo kann er nur sein?“ Andrea sah ihn an. „Was wird sie mit ihm machen? Wo kann er nur stecken?“ Tom zuckte mit den Schultern. Anna kam zu ihnen. „Wir brechen ab. Es wird zu dunkel.“ „Dann besorgen wir Licht.“ sagte Tom. „Wenn er verletzt ist, braucht er Hilfe. Wer weiß wie schwer er verletzt ist.“ „Tom ich verstehe Ihre Sorge. Aber wir werden für heute die Suche einstellen. Morgen in aller Frühe werden wir wieder hier sein. Bis dahin müssen Sie etwas schlafen. Das ist ein Befehl.“ Tom nickte. Auch Andrea sah ein, dass es nichts brachte, wenn sie hier suchen. Es war einfach zu dunkel. Als sie abfuhren stutzte Tom. „Was war das denn?“ Anna sah ihn erstaunt an. „Was denn?“ fragte sie. „Da hat sich eben was bewegt. Hier läuft jemand rum.“ Anna sah sich um. „Ich sehe niemanden.“ sagte sie. Tom sah sich noch einmal um, doch auch er konnte niemanden mehr entdecken. „Bin wohl doch etwas müde.“ Sie stiegen ein und fuhren ab. Sie sahen nicht, dass eine Frau ebenfalls das Gelände verließ.


    Semir lag in seinem Gefängnis zu versuchte zu schlafen. Doch überall waren Geräusche. Es knarrte und irgendwo schienen Ratten zu laufen. Semir hörte ihr quieken. Er versuchte was zu erkennen, doch alles um ihn herum war finster. Nicht ein Lichtstrahl kam herein. Der Monitor war ebenfalls dunkel. Das letzte was er sah, war als seine Freunde abfuhren. Sie hatten die Suche eingestellt. Wie lange wollte die Frau ihn hier festhalten? Diese Frage stellte er sich immer wieder. Wenigstens hatte er Essen und Trinken bekommen. Doch wann durfte er das Tageslicht wieder sehen? „Hey, Frau Stein? Miranda? Sind Sie da?“ rief er in die Dunkelheit. Es kam keine Antwort. Entweder war sie auch weg, oder sie schwieg. Semir grübelte noch eine ganze Weile über die Beweggründe der Frau doch irgendwann schlief er ein.


    Am nächsten Morgen waren Tom und die Kollegen früh auf dem Gelände. Tom sah sich erneut in dem eingestürzten Gebäude um. Überall lag der Russ fingerdick. Tom sah sich genau um. Er spürte das Semir in der Nähe war. Er musste hier sein. Im Russ sah er Spuren. Fußspuren. „Welcher Idiot ist denn hier durch gelaufen?“ rief er nach hinten. Dieter und Hotte kamen zu ihm. „Was brüllst du denn so rum?“ fragte ihn Dieter. „Hier ist jemand durch den Russ gelaufen. Verdammt wie sollen wir denn die Spuren sichern, wenn alles zertreten wird.“ „Nun beruhige dich mal. Aber es ist sehr seltsam.“ Tom sah zu Hotte. „Was ist seltsam?“ „Sieh mal. Überall sind Spuren im Russ. Nur hier an diese Stelle ist gar nichts.“ „Na und?“ „Findest du es nicht merkwürdig? Wenn du durch so ein Gelände läufst, würdest du dann gewissen Stellen nicht berühren?“ Tom stutzte. Hotte hatte Recht. Überall gab es Fußabdrücke, nur an dieser Stelle nicht.


    Semir erwachte als das Licht anging. „Wie war deine erste Nacht in Gefangenschaft?“ lachte ihn Miranda durch die Lautsprecher an. Semir antwortete nicht. „Hast du Hunger? Durst?“ Wieder antwortete Semir nicht. „Oh redest du nicht mehr mit mir? Das ist aber schade. Sieh auf den Monitor. Deine Freunde sind wieder da.“ Semir sah zum Monitor und er flackerte auf. Er sah wie Tom, Hotte und Dieter auf dem Gelände herumliefen. Überall wurde gegraben, doch nicht an der Stelle wo er war. „So ich lassen dich allein. Ich muss noch einkaufen.“ lachte Miranda. Doch nun machte sie einen entscheidenden Fehler. Semir sah alles über den Monitor. Er sah wie Miranda direkt auf Tom zulief. Dieser sah sie natürlich und setzte sie fest. Er sah wie Miranda abgeführt wurde. Tom brachte sie zu Dieter und Hotte. Semir sah alles. „Nein. Nicht. Wenn ihr sie wegsperrt, findet ihr mich nicht.“ rief er. Doch niemand hörte es. „TOM!!!“ rief er immer wieder. Nach zehn Minuten setzte er sich auf die Matratze und konnte nur abwarten. Zumindest konnte er sehen, wie seine Freunde sich abmühten ihn zu finden. Er spürte den Hunger und den Durst. Doch er hatte nichts.


    „Wo ist mein Kollege?“ fragte Tom zum wiederholten Male. Miranda sah ihn an. „Ich weiß es nicht.“ sagte sie und lachte. „Er wird verhungern oder verdursten. Er hat dort wo er ist gar nichts.“ lachte sie. Tom packte die Wut. „Verdammt noch Mal. Sagen Sie mir sofort wo er ist.“ Miranda sah ihn an. „Wissen Sie, wie man sich fühlt, wenn man allein ist? Wenn es dunkel ist? Keiner nimmt einen in den Arm. Keiner spricht mit Ihnen?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein weiß ich nicht. Aber Semir ist nicht Schuld daran. Sie wurden in Ihrer Kindheit schlecht behandelt. Es tut mir Leid für Sie. Aber Semir kann nichts dafür.“ „Doch er hat mir meinen Vater genommen. Er hat ihn eingesperrt. Mein Vater ist kein schlechter Mensch.“ „Ihr Vater ist ein Mörder. Er hat einen Menschen umgebracht.“ Miranda sah ihn an. „Sie wissen doch gar nicht, warum es passierte.“ „Dann erzählen Sie es mir.“ Miranda schüttelte den Kopf. „Ich habe meine Rache. Semir wird im diesem Erdloch elendig verrecken.“ Tom stutzte. „Erdloch? Welches Erdloch?“ Miranda lachte irre. „Ich habe wohl was verraten? Ich sage Ihnen noch was. Semir kann Sie sehen, wenn Sie auf dem Gelände sind. Er kann Sie hören, aber Sie hören ihn nicht. Sie finden ihn nicht. Er wird sterben.“ Tom sah sie an. Er sah dass sie nichts verraten würde. „Warum hassen Sie ihn so?“ „Er hat mein Leben zerstört. Ich zerstöre seins.“ Tom sah dass Miranda etwas in der Hand hielt. Sie hielt es hoch und er sah, dass es ein Schlüssel war. „Wissen Sie, was das ist?“ Tom zuckte mit den Schultern. „Ein Schlüssel.“ Miranda nickte. „Ja ein Schlüssel. Das hier ist der Schlüssel zum Gefängnis von Semir. Ohne diesen Schlüssel wird er nie wieder freikommen.“ Sie warf den Schlüssel in den Mülleimer. Tom nahm ihn sofort raus und sah ihn sich an. Es sah aus wie ein ganz gewöhnlicher Schlüssel. Er konnte auf tausend von Türen passen. Die Suche im Heuhaufen ging los.


    Semir saß auf der Matratze. Es wurde schon wieder dunkel, das sah er am Monitor. Er sah wie die Suchmannschaften abrückten. Wieder hatten sie nichts gefunden. Es war schon der dritte Tag, das Semir in dieser Zelle saß. Er hatte versucht den Schlüssel, den er am Anfang in den Gang werfen musste zu sichten. Doch er war weg. Semir vermutet, das Miranda ihn aufgehoben hatte. So wie es aussah musste er noch eine Nacht hier verbringen. Er sah auf die Uhr. 22.00 Uhr. Zeit zum schlafen. Hungrig und durstig legte er sich hin. Er wusste, wenn er nicht bald gefunden wurde, würde er hier in diesem Loch verrecken. Er dachte darüber nach, was er machen würde, wenn er hier raus kommt. Mit Andrea essen gehen. Ins Kino gehen. Sich wieder vertragen und vielleicht einen neuen Anfang mit Andrea wagen, wenn sie will. Doch wenn er hier sterben musste, dann wollte er wenigstens mit einem schönen Gedanken sterben. Er sah in Gedanken wie er Andrea heiratete und sie ihm einen Sohn gebar. Dann schlief er ein.


    Am nächsten Morgen saß Tom bei Anna im Büro. „Tom wir haben mittlerweile den vierten Tag und wissen immer noch nicht wo Semir ist.“ „Chefin ich bin mir sicher, dass er auf dem Gelände vom Cölnpark ist. Sie war auch da. Warum? Was hatte sie dort verloren?“ „Sagt sie uns nicht, wo er ist?“ „Nein. Keine Chance. Sie wird nichts verraten. Miranda ist total verblendet. Ich habe mit ihrem Vater gesprochen und ihn eingeweiht was Miranda getan hat. Er hat versucht sie zu überreden. Auch ohne jeden Erfolg. Sie wird nicht verraten wo Semir steckt. Wir wissen nur dass er seit Gestern nichts mehr zu Essen und Trinken bekommen hat. Nach Mirandas Aussage, wird er nicht einmal einen Rest davon haben. Sie sagt selbst, das er nur das bekommen hatte, damit es gerade reicht.“ Anna nickte. „Okay Tom. Wir werden das Gelände noch einmal durchsuchen. Sollten wir bis heute Abend nichts finden, dann müssen wir davon ausgehen, das Semir tot ist.“ Tom nickte traurig. Das war etwas, was er nicht glauben wollte.


    Semir erwachte. Er hatte Hunger und Durst. Wieder sah er auf den Monitor. Mittlerweile war er dreckig. Übelkeit stieg in ihm auf. Übelkeit vor Hunger. „Tom hol mich bitte hier raus.“ flehte er leise. Er kroch zur Gittertür und versuchte die Stangen zu verbiegen. Aber es ging einfach nicht. Sie waren zu stabil. „TOM!!!“ rief er erneut und merkte dass seine Stimme heiser wurde. Erschöpft gab er auf. Auf dem Monitor sah er wie wieder Suchmannschaften auf das Gelände kamen. Diesmal hatten sie Hunde dabei. Er sah auch Tom wie er über das Gelände lief. Semir schloss die Augen. Er gab auf. Er wollte nur noch schlafen.


    „TOM!!“ rief Dieter über das Gelände. Tom sah ihn an. Er war in einem der Nachbargebäude. „Was tust du denn da?“ „Komm wir haben hier was gefunden. Sieh es dir mal an.“ Tom rannte los. Er kam in einen Raum wo etliche Schalttische waren. Dort war ein Monitor. Doch der war dunkel. Er suchte und drückte dann Knöpfe. Dann sah er erneut auf den Monitor. Er sah seinen Freund. „SEMIR!“ rief er. Er starrte auf den Monitor und sah das Semir sich bewegte. „TOM?“ fragte Semir leise. „Hey, ich sehe dich. Wo bist du?“ „Ich weiß nicht. Ich habe Hunger und Durst.“ „Semir wir suchen dich doch schon. Aber wo bist du?“ „TOM? Bist du hier?“ Tom merkte, das Semir verwirrt war. Es wurde höchste Zeit, dass er rausgeholt wurde. „Semir, reiß dich zusammen. Woran erinnerst du dich?“ „Ich weiß nicht. Ich … Wie lange bin ich schon hier?“ „Semir bitte. Du musst dort raus. Also woran erinnerst du dich?“ „Warte. Ich bin … in einem Keller…. Ja.. ich bin in einem Keller. Ich habe Hunger. Die Luft ist hier ziemlich schlecht.“ „Okay, in einem Keller. Wo ist dieser Keller?“ „Unter der Erde.“ „Semir ich weiß dass ein Keller unter der Erde ist aber wo?“ Semir sah in die Kamera, doch Tom bezweifelte dass er sie wirklich wahrnahm. „ Tom wo ist Miranda? Sie kann es euch doch zeigen.“ „Sie zeigt uns nichts. Du musst und helfen.“ „Okay, ich versuche es. Tom das Gebäude was abgebrannt ist. Ich bin in diesem Gebäude.“ „Semir das Gebäude steht nicht mehr. Da ist nichts mehr übrig.“ „Aber ich bin da. Es ist eine Tür im Boden, die führt in den Keller. Dort bin ich.“ Tom gab Anweisung das eingestürzte Gebäude zu untersuchen, während er mit Semir in Verbindung blieb. „Okay, die Männer suchen dich. Sie kommen mit Hunde zu dir.“ „Ja ich sehe sie.“ sagte Semir. „Du siehst sie? Wie?“ „Diese Frau hat hier einen Monitor angebracht. Ich habe euch die ganze Zeit schon beobachten können. Das war ihre Folter für mich.“ „Okay. Dann werden wir dich einfach finden. Ich schicke nun Dieter raus. Er hat Funk. Du sagst mir wenn du ihn siehst und wo er lang gehen soll. Ich sage es weiter.“ „Okay.“


    „Dieter du hast mitgehört. Hier Funk und nun ab.“ Dieter lief los. Er lief über den Hof. „Rechts“ kam von Tom und Dieter lief nach rechts. „Geradeaus“ war das nächste und dann „Stopp“. Dieter blieb stehen. Tom schickte die anderen Suchmannschaften dort hin und ließ graben. Nur fünf Minuten später legten sie eine Tür frei. Tom öffnete sie mit Hilfe von Dieter und Hotte. Dann ging er runter. „SEMIR!“ rief er während er durch den Gang lief. Immer wieder. Endlich hörte er ein schwaches „Hier“. Dann stand er vor der Gittertür. Semir lag dahinter auf der Matratze. Hotte hatte eine Wasserflasche in der Hand. Tom zog den Schlüssel aus der Tasche und öffnete die Tür. Als erstes ging Hotte rein und hielt Semir die Wasserflasche an den Mund. Gierig trank er. Tom kniete sich zu Semir. „Bist du sonst okay?“ Semir sah ihn an. „Jetzt ja.“ „Dann sollten wir sehen, dass wir hier rauskommen.“ Semir nickte. Tom brachte ihn raus. Draußen war es so hell, das Semir die Augen schloss. Tom sah es und zog seine Sonnenbrille aus der Tasche und gab sie ihm. „Setz sie auf. Dann ist das Tageslicht besser zu ertragen.“ „Danke Partner.“ Tom brachte Semir erst einmal in die PAST. Dort wurde er von allen freudig begrüßt. Insbesondere von Andrea. Anna sah ihn nur an und gab die Anweisung umgehend ins Krankenhaus zu fahren und sich untersuchen zu lassen. Semir schüttelte den Kopf. „Ich bin okay. Ich brauche nur ein heißes Bad und was gutes zu Essen.“ Andrea sah ihn besorgt an. „Ich kümmere mich um dich. Das Bad wartete schon und Essen ist auch fast fertig.“ Anna sah sie erstaunt an. „Wo denn?“ Andrea grinste. „Bei mir zuhause.“ lachte sie. Semir sah sie an und nickte. Dann fuhren sie zu Andrea wo sich Semir richtig wohl fühlte.


    Miranda wurde aufgrund ihrer Verfassung in die geschlossene Anstalt eingewiesen. Für das was sie Semir und den anderen angetan hatte, konnte sie nicht belangt werden. Sie war während der Tatzeit nicht Herr ihrer Sinne.


    Ende

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