Posts by Yon

    Ich glaube, das wurde in der Serie nicht erwähnt, nur dass er bei seiner Pflegemutter aufgewachsen ist. Schon schlimm, als Kind Zeuge des Todes einer Bezugsperson zu werden, kein Wunder, dass der kleine Leon diese Erinnerungen in Alex wachgerüttelt hat.

    Ein schönes Kapitel heute. Während Alex nach Hause fährt und über seine Kindheit nachdenkt, lässt sich Semir von Andrea verwöhnen. Gefällt mir.

    Das befürchte ich auch. Aber wenn man den imdb-Link folgt und mal auf "full cast" geht, so ist dort Paul Renner aufgelistet, aber kein Alex Brandt. Warum sollte ausgerechnet Anna Engelhardt aufgelistet sein als Übrigbleibsel? Bleibt also doch leicht spannend.

    Da bin ich doch froh, dass es keine veraltete Auflistung oder ein Systemfehler ist. Anna Engelhardt kommt also tatsächlich für die Folge zurück. :thumbup:

    Der Sander lebt bei dir also noch? Und Alex' Vater bringst du auch ins Spiel? Aber zum Glück steht Kim Krüger diesmal zu ihren Männern und kann die Suspendierung verhindern. Und so können Semir und Alex weiter ermitteln und vielleicht endlich Licht hinter den Serientaten bringen. Die Puppennamen müssen eine Bedeutung haben, nur welche?

    und ein Bulle, der noch nie mit Pfeil und Bogen geschossen hat, schießt und trifft sofort

    Wir haben neulich auf unserem Betriebsausflug auch mit Pfeil und Bogen geschossen, und jetzt rate mal, wer das Gerät zum ersten Mal in ihrem Leben in der Hand hielt und mit dem ersten Schuss beinahe die Mitte der Zielscheibe traf? Vielleicht war es bei Semir auch nur so ein Glückstreffer?

    Was war das denn?


    Nach den bisher wirklich tollen Folgen in dieser und der letzten Staffel musste ja irgendwann mal die Folge kommen, die den Qualitätsschnitt nach unten korrigiert.


    Den Anfang kann ich nicht wirklich ernst nehmen, Semir als Katalog-Camper, es fehlten eigentlich nur noch die vergessenen Preisschilder an der Ausrüstung, um noch deutlicher zu machen, dass Semir mit dem Outdoor-Leben nun wirklich nicht viel am Hut hat. Apropos Hut: wer hat ihm denn diese lächerliche Kopfbedeckung angedreht? Und was er vom Angeln wirklich hält, hat er doch nun schon in einigen Folgen bewiesen. Wozu also der jetzige Sinneswandel? Ich habe ihm den Angler und Camper auf jeden Fall nicht abgenommen.


    Obwohl ich Jenny eigentlich lieber weiterhin in Uniform gesehen hätte – ich finde einfach die Konstellation eines zivilen Teams (Semir und Partner) und eines uniformierten (Jenny und Partner (ich hoffe immer noch auf einen Nachfolger für Bonrath)) perfekt, macht sie ihre Sache in dieser Folge sehr gut. Ist euch aufgefallen, dass der konfiszierte Wagen das Kennzeichen „K – OP 270“ trug? Das wird ja immer wieder gerne genommen (zuletzt letzte Woche, aber auch in „Die dunkle Seite“, „Wilde Tiere“, „Das große Comeback“ oder auch in „Die Gejagten“). Sie nimmt gleich mal die Verfolgung des Entführten auf. In Fahrweise und Nutzung ihrer Waffe beim Fahren steht sie ihren männlichen Kollegen in nichts nach. Der erste Stunt zumindest hat mir gut gefallen.


    Die Dialoge zwischen Alex und Semir gefielen mir nur zum Teil, sie waren etwas albern und nur gewollt lustig, der Humor hat mich jetzt nicht so getroffen, das häufige Betonen des fehlenden Handys fand ich mehr als nervig und zudem völlig unrealistisch, wenn ich outdoor nicht erreichbar sein will, dann lasse ich es ausgeschaltet in der Tasche, aber für alle (Not-)Fälle mitführen würde ich es, gerade in dieser Hinsicht sollten Semir und Alex eigentlich genug Erfahrung haben (eigentlich schon seit der „Hütte am See“, spätestens aber seit „Die letzte Nacht“).
    Die Wölfin – geschenkt. Aber dass ein Gangster, der ohne zu Zögern einen vierfachen Mord begangen hätte, sie am Leben lassen würde, glaube ich nicht, immerhin stand nur das Tier zwischen ihm und seinem Ziel.


    Das Gespräch mit der Försterin war leicht grenzwertig, ich musste aber bei den Sprüchen zumindest schmunzeln. Und auch sie trägt in der heutigen Zeit ihr Handy nicht bei sich, sondern lässt es im Auto! Da kann man doch nur noch mit dem Kopf schütteln. Die Suche nach dem Telefon im Försterhaus, ohne Kommentar. Und dann klingelt in der Dienststelle das Telefon, ein Polizist geht am Tisch vorbei und hebt nicht mal kurz ab?


    Jetzt habe ich zum eigentlichen Fall noch gar nichts gesagt, die Story war auch recht einfach gestrickt, Gangster auf der Suche nach dem vergrabenen Geld, eine Försterin, die alleine den richtigen Ort kennt und die „Helden“ in der Schusslinie. Die korrupte Polizistin (die natürlich einen guten Grund für ihre Tat hat) führt zumindest Jenny in die Nähe ihrer Kollegen. Der Versuch, die Gangster tot zu quatschen misslingt auf ganzer Linie, und dann musste ich doch lachen. Ihr Handy lassen sie bewusst zu Hause, aber den Dienstausweis führen sie auch beim Camping mit sich? Kommissar Zufall rettet sie dann am Ende, erst erscheint Jenny, dann HK Weber, der sich „an der Front“ aber doch etwas unwohl zu fühlen scheint, aber geschenkt, er war im richtigen Zeitpunkt vor Ort und darf sicher bald zurück in seine Wohlfühlzone, dem Büro.


    Positiv anzumerken waren diesmal Jenny, die Zusammenarbeit im Team, endlich hatte auch Hartmut mal wieder mehr zu tun, und die Stunts waren nett anzusehen. Aber für mich kommt diese Folge nicht über ein Mittelmaß hinaus, was natürlich auch an der starken Konkurrenz aus der eigenen Reihe liegen wird.


    Ach ja, und schade finde ich, dass Nela anscheinend die Serie schon wieder verlassen hat. Die hätte ich gerne länger dabei gehabt. Ich wage allerdings jetzt nicht zu sagen, dass es etwas mit Alex' Ausstieg zu tun haben wird. Die Frage ist doch, wann hat RTL sich zu dem Schritt entschieden, und welchen Einfluss hatte die Entscheidung noch auf die Drehbücher und -arbeiten? Am Ende geht Alex ganz unspektakulär wie Jan damals, wer weiß?

    Super! Das Kapitel hat mir gefallen. Semir beugt sich nicht vor Angst vor den Rechten, sondern zeigt ihnen, dass er stolz auf das sein kann, was er bisher in seinem Leben geleistet hat, und das sicher 100% mehr als die ganze Sturmfront zusammen. Und einen Moment scheint es so, als könnte er die Schläger beeindrucken. Hoffentlich hält das so lange an, bis Ben und Kevin vor Ort sind.

    Vielen Dank für eure Schlussfeeds! Das Schreiben der Geschichte hat mir wieder einmal viel Spaß gemacht und ich bastel gerade an Story 10 und zum Teil auch schon an Nummer 11. Aber ich habe gerade erst 13 Kapitel ausformuliert und weitere 10 Kapitel stichwortartig vorgedacht. Es wird also noch dauern, bis die Geschichte auf Sendung gehen wird.


    Zunächst möchte ich auf einige eurer Äußerungen eingehen:

    Also als Verbrecher taugt der Kerl schon mal gar nichts. Weder als Clanführer noch als Killer!


    Was für ein Weichei.

    Er ist ja auch von Haus aus kein Verbrecher und schon gar nicht ein Clanführer. Ich denke, dass Familie Torres in ihm eine Art Handlanger gesehen hatte, der für viel Geld eben einige Menschen aus dem Weg zu räumen bereit ist. Und da finde ich es nicht negativ, wenn er gezielt nur diese Menschen töten will und eben keine Unbeteiligten mit in den Tod reißen möchte. Im Gegenteil, für mich sind die Verbrecher Weicheier, die einfach eine Bombe in einen Raum schmeißen, dabei 20 Menschen töten, obwohl nur einer von den Opfern auf ihrer "Liste" stand. Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass ich dem Abarbeiten einer Todesliste auch nur einen Hauch an Positivem abgewinnen kann, von dem einen Punkt einmal abgesehen, dass es der Stoff ist, aus dem Geschichten entstehen.

    bleibt abzuwarten, ob das mit der Rache weiter geht

    Wer weiß das schon? Torres Familie lebt noch weiter, Andreas lebt noch, wenn auch bewegungsunfähig, so doch geistig auf der Höhe. Vielleicht lassen sie es dabei bewenden, vielleicht nicht. In der nächsten Story kommt Torres auf jeden Fall nicht vor. Immer nur Rache-Geschichten, das wäre mir auch zu einseitig. Außerdem kann eine solche Rache auch durchaus einmal tödlich enden ...

    Ich persönlich hätte mir auch gewünscht, dass die beiden Fälle am Ende doch eine Verbindung gehabt hätten.

    Ich mir auch, ich hatte auch ein paar Ideen dazu, die mir aber alle viel zu weit hergeholt vorkamen und nicht logisch und plausibel zu erklären waren, dann hätte es schon Dana selbst treffen müssen, um einen Bezug zu Torres aufzubauen. Aber Dana hat in der letzten Zeit genug mitgemacht, so hat sie in dieser Geschichte die weibliche Heldenrolle übernehmen dürfen, die ihr auch ganz gut stand, wie ich finde. Ich hätte auch zwei getrennte Geschichten daraus machen können, aber das wäre euch dann wieder zu kurz gewesen. Und eine Art Doppelbelastung ist im Polizeialltag sicher auch an der Tagesordnung, außerdem ist es nicht leicht, drei "Helden" zu beschäftigen, so muss halt Semir hin und wieder zum Einzelkämpfer werden.


    Du schreibst in so einer Art Kastenformat und dadurch wirken manche Übergänge in die nächsten Kapitel etwas sprunghaft.

    Ich würde es jetzt nicht "Kastenformat" nennen, sondern "in Szenen", ich sehe einzelne Szenen wie ein Film in meinem Kopf, so z.B. das Essen am Hochzeitstag und das parallele Auffinden der Leiche im Rheinhafen und dann entscheide ich, diese Szene in die Story einzubauen. Meine Kapitel umfassen dann zumeist eine (manchmal auch mehr als eine) Szene, der Übergang zum nächsten Kapitel ist also auch ein Szenenwechsel, es ändern sich Ort, handelnde Personen, Zeit, was auch immer. Da sind Sprünge oder Schnitte (um beim Film zu bleiben) halt nicht ganz zu vermeiden. Ich will ja auch nicht jedes Kapitel mit "Während ...." beginnen.



    Zum Thema Schreibstil: Ja, das ist mein Schreibstil, dem einen liegt er mehr, dem anderen weniger. Ich habe versucht, dort Emotionen einzubauen, wo ich sie für angebracht gehalten habe, und dort zu "berichten", wo das Berichten der Abläufe die Geschichte vorantreibt. Daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern. Ebenso wird sich nichts daran ändern, dass ich versuche, weiterhin meine Muttersprache in Orthografie und Grammatik korrekt aufs Papier zu bannen. Dazu bin ich einfach zu selbstkritisch.


    Ich hoffe, euch hat die Story trotzdem gefallen. Der Prolog meiner 10. Story ist übrigens schon fertig, wenn 8 von euch es wollen, dann poste ich ihn vorab.

    Schlusswort

    „Und dann haben Sie angefangen, einen nach dem anderen zu liquidieren?“, fragte Semir, nachdem sie der langen Geschichte von Andreas Utzdorf ohne Unterbrechung gelauscht hatten. „Sie haben Ihrem Onkel wirklich geglaubt?“ Alex schüttelte ungläubig seinen Kopf.


    „Ja, und ich begann mit Uwe Neugebauer. Er war kein großes Problem.“


    Der leidenschaftliche Angler verbrachte oft ganze Nächte am einsamen Rheinufer. Andreas Utzdorf beobachtete ihn mehrere Wochen, angelte mit ihm zusammen und schlug dann zu, und zwar mit einem großen Stein. Mehrmals traf er ihn auf den Hinterkopf, schleuderte dann den Stein weit hinaus in die Strömung und zog den Leichnam ebenfalls hinaus ins Wasser, wo er sogleich vom Strom mitgerissen wurde und rheinabwärts trieb. Es ging leichter als er dachte. Das Anglerzeug ließ er unberührt zurück, er hinterließ keine Fingerabdrücke oder sonstige Spuren.


    Thorsten Ramm war ein schwererer Fall. Der BKA-Beamte war fast immer in Gesellschaft und unter Freunden. Und dann fuhr er auch noch drei Wochen in den Urlaub. Andreas entschied sich, ihn zuhause zu erledigen und es nach einem Selbstmord aussehen zu lassen, ein Feuer könnte jede Art von Spuren zerstören. „Dann legte ich noch einen Stuhl neben den Hängenden und steckte sein Haus in Flammen.“


    „Der nächste auf der Liste waren Sie“, er blickte Semir an, „und zum ersten Mal hatte ich Zweifel. Ein verheirateter Familienvater, drei Töchter, ein Hund…“ – „und so nahmen Sie sich erst Kim Krüger vor?“ – „Genau.“


    Nach den Unterlagen seines Vaters arbeitete Kim Krüger im Polizeipräsidium und kam in der Regel jeden Tag etwa um 17:30 Uhr nach Hause. Ausnahme bildete der Dienstag, an dem sie direkt vom Büro in ein Fitnessstudio fuhr, wo sie ungefähr zweieinhalb Stunden blieb. Auf diese Zeiten war Verlass. Sie wohnte in einem 4-Parteien-Haus und nannte dort eine geräumige Dreizimmerwohnung über zwei Ebenen mit Terrasse und kleinem Gartenanteil ihr Eigen. Es gab keinen Hund im Haus, keine Alarmanlage. Dort Einzusteigen dürfte keine allzu große Hürde sein. Auch für ihr Ende hatte sich Andreas Utzdorf etwas ganz Besonderes ausgedacht. Er packte sein Einbruchswerkzeug, seine Handschuhe und die kleine Flasche gemeinsam mit der Spritze, die er von einem Freund erhalten hatte, in seine lederne Umhängetasche und verließ seine Wohnung.


    „Dort hätten Sie mich fast erwischt. Aber ich bin Ihnen entkommen.“ – „Dabei hätten Sie fast eine junge Frau und ihr kleines Kind getötet, wussten Sie das?“ – „Bitte?“ – „Ja, der rote Golf, den sie von der Straße geschossen hatten, ist in einem Teich gelandet. Wir standen vor der Wahl, Sie zu schnappen oder der Frau zu helfen.“ – „Das wusste ich nicht. Ich wollte keine Unbeteiligten töten oder in Gefahr bringen. Ihre Familie hat Sie beschützt, Herr Gerkan, ich hätte Ihre Wohnung hochjagen können, aber ich konnte es nicht, ich wollte Sie alleine treffen, aber dann lief mir die Zeit davon.“ – „Deshalb haben Sie mich auf der Autobahn angegriffen, obwohl meine Tochter im Auto saß?“ – „Ja, ich hoffte, Sie würden aussteigen und vom Auto weggehen, dann wäre sie nicht in Gefahr. Ich wollte sie schonen, und was tut sie? Schießt mich hier in dieses Bett.“ – „Wie haben Sie das mit der Sperre auf der Autobahn gemacht?“ Bei der Frage huschte ein leises Lächeln über Andreas‘ Gesicht. „Das war ein guter Einfall, oder? So hatten wir die Autobahn für uns“, dann wurde er wieder ernst, „auch LKW-Fahrer können manchmal einen Extra-Schein gebrauchen, die beiden dachten, es wäre ein Spaß. Ich hätte sie nach getaner Arbeit angerufen, sie wären hintereinander weitergefahren und alles wäre gut gewesen.“ – „NACH GETANER ARBEIT?“ Semir konnte die Gelassenheit nicht länger aushalten, mit der Andreas Utzdorf den Anschlag auf ihn und Dana, welcher durchaus tödliche Folgen für beide hätte haben können, beschrieb. „Ich muss hier raus.“ Vor der Tür drehte er sich nochmal um, „wir reden noch!“


    Alex und Ben folgten ihm auf den Flur der Klinik. „Semir! Beruhige dich doch!“ – „Beruhigen? Ich soll mich beruhigen, während der Typ da drinnen in aller Seelenruhe und nicht ohne Stolz davon schwärmt, wie er uns ins Jenseits schicken wollte? Die Geschichte mit seiner Familie in Bolivien gut und schön, aber ich wünsche ihm, dass er hier in diesem Bett verreckt!“ - „Semir, wir verstehen dich ja, aber er wird doch seine gerechte Strafe erhalten und siecht zudem vielleicht noch 40 Jahre vor sich hin“, versuchte Alex, seinen Partner zu beruhigen, „ich frage mich ganz was anderes: Wenn Marios Bruder Andreas Utzdorf geschickt hat, die Todesliste abzuarbeiten, wer tritt denn jetzt an seine Stelle? Denn abgeschlossen hat er seine Aufgabe ja nicht.“


    Die drei Hauptkommissare schwiegen minutenlang. Dann nickte Ben und meinte leise: „Können wir jemals sicher sein, dass niemand mehr darauf wartet, uns an den Kragen zu gehen?“ – „Sicher sein, Ben“, antwortete Semir, „das können wir nie.“

    Ende


    Epilog

    Daten


    Die Folge „Für immer und ewig“, in der Semir und Andrea sich das Ja-Wort gaben, lief das erste Mal am 9. September 2004, also bin ich jetzt von einem Hochzeitstag im September ausgegangen, und zwar den 11., denn wir haben ja mittlerweile 2015. Semir und Andrea waren in meinem „Cobra-Universum“ nie geschieden, wie ihr wisst.


    Die Handlung der Folge „72 Stunden Angst“ startet an Semirs und Andreas Hochzeitstag und Dana sagt „Ich werde nämlich übermorgen schon 10“, somit ist doch klar, dass ich ihren Geburtstag auf den zweiten Tag nach dem Hochzeitstag gelegt habe. Das war übrigens 2011, somit müsste Dana eigentlich erst 14 sein. Aber da sie auch von den Machern der TV-Serie künstlich gealtert wurde, habe ich sie jetzt halt 16 werden lassen.


    Ayda ist übrigens geboren am 11.05.2006 und Lilly am 11.03.2010, sind also zurzeit 9 und 5 Jahre alt.


    Das nur mal so am Rande, es ist zwar nicht von allzu großer Bedeutung, aber ich wollte es mal aufgeschrieben haben.


    Fabian Hartmann


    Die Gerichtsverhandlung gegen Fabian Hartmann steht noch aus, wird aber demnächst stattfinden. Mit einer Verurteilung zu einer abzusitzenden Freiheitsstrafe rechnet im Grunde niemand, aber er wird sich wegen der Drogenabgabe an eine Minderjährige vor dem Richter verantworten müssen.


    Dana


    Auch Dana musste sich vor Gericht verantworten. Der Richter erkannte jedoch klar auf Notwehr und sprach sie vom Vorwurf der schweren Körperverletzung frei. Die Aussagen von Semir, Alex und Ben trugen wesentlich dazu bei. Hinzu kommen die gefundenen Projektile, die ganz klar aus der Waffe von Andreas Utzdorf stammten und in der Nähe von Semir und Dana in den Boden eingeschlagen waren. Die Kugel, die letztendlich für die Lähmung des Schützen führte, entstammt Alex‘ Waffe.


    Dana hat einige Male mit Isabel Frings, der Polizeipsychologin (sie lebte bei Fertigstellung dieser Story noch!), gesprochen und konnte so den Vorfall recht gut verarbeiten. Die Beziehung zu Andrea besserte sich ebenfalls, mittlerweile sind die Mädels im Haushalt ein eingespieltes Team geworden.


    Das Elternhaus von Dana wurde verkauft, das Geld wird für Dana auf einem Extrakonto angespart. Die nach dem Tode ihrer Eltern eingelagerten Möbel und Kartons hat sie bis heute noch nicht angeguckt.


    Bonrath


    Ja, ich habe Bonrath aus meinen Geschichten rausgeschrieben und in den wohlverdienten Ruhestand geschickt. Er befindet sich zurzeit noch irgendwo auf See und genießt das Leben ohne Blick auf Uhr der Kalender. An seine Zeit bei der Autobahnpolizei und besonders an seine Kollegen wird ihn immer ein Gruppenfoto erinnern, das in seinem Hausflur einen Platz an der Wand gefunden hat.


    Andreas Utzdorf


    Andreas Utzdorf wird später von einem Gericht wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, wird diese jedoch in einer geschlossenen Abteilung einer Anstalt verbringen, da er wegen seiner Lähmung nicht in einem herkömmlichen Gefängnis leben kann. Ob die Gefahr aus Bolivien damit wirklich gebannt ist, weiß keiner, denn wie sagte Semir in seinem Schlusswort:


    „Sicher sein, das können wir nie.“

    Nicole ist wieder zuhause. Ein Happy End für alle Beteiligten. Gut, nicht für Nicoles Mann und für den Doktor, aber um die ist es auch nicht schade. Ja, der Sprung war etwas weit, da hätte ich mir auch noch ein oder zwei Kapitel gewünscht. Aber ansonsten war es eine runde, gut zu lesende Geschichte mit Melli-typischen Besonderheiten in Orthografie, Grammatik, Ausdruck und Wortwahl. Aber wenn man erst dazu übergegangen ist, zu lesen, was du meinst und weniger was zu wörtlich schreibst, hat sie richtig Spaß gemacht. Helden, Action, ... also ich habe nichts vermisst.
    Schade, dass du jetzt keine Cobra-Story mehr schreiben willst, aber falls du deine Meinung ändern solltest, ich würde es begrüßen.
    Viel Spaß weiterhin beim Schreiben,du hast wirklich Fortschritte gemacht, wenn ich mir so deine erste Geschichte in Erinnerung rufe.

    Robbie, Elli und Rubina. Oder habe ich eine vergessen?

    Doch, Anja war noch dabei.


    Jetzt noch eine Anhalterin, also ich bin jetzt überzeugt, dass Bruno seine Opfer willkürlich und zufällig auswählt. Nur warum? Es scheint ihm nicht nur um Geld zu gehen oder darum Menschen anzuschießen, auch sexuelle Motive stehen im Raum. Lediglich die Puppen deuten auf einen Serientäter hin. Nur leider kann bei der Vielseitigkeit keiner voraussagen, wo und wann er wieder zuschlagen wird.

    Rückblick: Schweres Erbe

    „Mario hatte Geschäfte gemacht und war an die falschen Leute geraten. So kam auch er mit dem Gesetz in Konflikt, ungewollt natürlich, du weißt, Mario kann keiner Fliege etwas zuleide tun. Noch bevor er aber die Sache bei den Behörden klarstellen konnte, marschierten hier schon die Polizisten, aus Deutschland und Bolivien ein, schossen wie wild um sich und setzen unsere Häuser in Brand. Sie töteten unseren Bruder Francesco und seinen kleinen Sohn.“ – „Das war kein Blitzschlag?“ – „Nein, Mario wollte dich da raushalten. So haben wir dir erzählt, ein Unwetter hätte den Brand ausgelöst. Aber in Wirklichkeit waren es gewaltbereite Polizisten. Um ein Haar wäre auch dein Vater ihnen zum Opfer gefallen. Wir haben viel Geld dafür bezahlt, dass man seinen Tod statt Francescos Tod bescheinigt hat. Die Polizei-Behörden haben es geglaubt und sind wieder abgereist. Aber du verstehst sicher, dass wir eine solche Tat nicht ungesühnt lassen konnten. Es kostete Mario lange Monate, bis er die Namen und weitere Daten der an dem Mord unseres Bruders und Neffen Beteiligten zusammengetragen hatte. Dann reiste er nach Deutschland und begann seine Liste abzuarbeiten. Jeder sollte verstehen, dass man nicht ungestraft ein Mitglied der Familie Torres tötet. Da einer seiner Freunde in einen Unfall ausgerechnet mit einem Polizisten verwickelt war, wurde seine Anwesenheit in Deutschland bekannt, und er musste sich beeilen. Die ersten beiden, zwei aus der Ermittlungsgruppe, die ihm damals die Verbrechen anhängen wollten, waren kein Problem.“ – „Anhängen?“, unterbrach Andreas seinen Onkel, „Papa war unschuldig?“ – „Aber natürlich, Andreas, es war alles nur ein Komplott gegen ihn. Die nächsten beiden wurden ihm zum Verhängnis. Dein Vater wurde eiskalt von einem deutschen Polizisten erschossen! In den Rücken! Seine große Tat für unsere Familie ist unvollendet geblieben. Und auch ein Cousin von ihm hat den Polizeieinsatz nicht überlebt. Und unser Familienrat hat beschlossen, dass die Vollendung seiner Großtat dir obliegt und wir dein Erbe an die Bedingung knüpfen, dass du den Mord an deinem Vater sühnen wirst. Es wäre auch ganz in seinem Sinne. Ich lasse dich einen Moment alleine, nach der Testamentseröffnung erwarte ich dann deine Entscheidung.“ – „Und wenn ich mich nicht darauf einlasse“, fragte Andreas nach. „Das würde deinen Vater sehr enttäuschen. Und dein Erbe auf einen geringen Pflichtteil reduzieren. Du würdest auf etwa 50 Millionen Euro und einiges an Wertpapieren verzichten. Das ist doch wohl eine Überlegung wert, oder? Wenn du dich dafür entscheidest, geben wir dir die Akte mit allen Namen und Informationen. Ansonsten werden wir dich nie mehr wiedersehen, dir deinen Pflichtteil aushändigen und dich zum Flughafen fahren. Überleben wird von Marios Mördern trotzdem niemand. Unsere Familie ist groß und unser Arm lang.“


    Andreas überlegte. Ging er darauf ein, würde er zum Mörder von sechs Menschen werden, aber auch zu einem der reichsten Männer Boliviens. Lehnte er ab, erhielt er zwar immer noch ein kleines Bar-Vermögen, könnte dieses aber sicher nicht lange genießen, weil die Familie seines Vaters ihn als Mitwisser unverzüglich ebenfalls auf die Todesliste setzen würde, so wie sie nach Marios Tod es bereits mit dem Namen des Todesschützen getan hatte. Er würde die Testamentseröffnung abwarten und Alejandro dann seine Entscheidung mitteilen.


    Der Anwalt der Torres‘ betrat kurz nach 15:00 Uhr den großen Speisesaal, in dem sich die gesamte Familie versammelt hatte. Marios Eltern, Geschwister, seine Ehefrau, die drei Kinder, Schwager, Nichten und Neffen, alle waren da, kaum ein Platz war unbesetzt. Und es kam wie Alejandro erzählt hatte. Andreas sollte die Hälfte des beweglichen Vermögens erben, Marios Frau und Kinder die andere Hälfte. Das unbewegliche Vermögen blieb in dem bolivianischen Teil der Familie. Und Mario hatte sein Erbe an die bereits ausgesprochene Bedingung geknüpft, für den Fall, er würde vorzeitig auf nicht natürliche Art und Weise zu Tode kommen.


    Andreas sollte vorab so viel Geld erhalten, dass er planen konnte, den Rest allerdings erst nach der letzten Erfolgsmeldung. Er ging auf die Vereinbarung ein, bekam sein Geld und die von seinem Vater angelegte Akte. Auf dem Rückflug nach Deutschland studierte er die Informationen.

    Das ging ja noch mal gut. Der Junge ist wohlauf, zwar geschockt, aber körperlich zumindest unverletzt, und die Oma ist auch wieder bei Bewusstsein und bittet sogar noch darum, ihren Sohn, Leons Vater, zu benachrichtigen.
    Aber jetzt ist den "Helden" der Gangster durch die Lappen gegangen, und den gilt es zu stoppen, bevor er den nächsten Überfall tätigt und das nächste unschuldige Opfer tötet.

    Ben ist also der Retter in der Not.


    Dort wäre eine Flucht möglich, jedoch nicht ohne Nicole.

    Das klingt nun allerdings so, als wäre ihnen Nicole ein Klotz am Bein und sie wünschten sich eine Flucht ohne Nicole.

    und das Blut spritzte wild umher.

    Ein wildes Massaker wie bei Tarantino?


    Na ja, Hauptsache ist doch, dass der Arzt und sein Komplize, Nicoles Ex-Mann, erledigt sind. Nur ob Nicole überleben wird? Ich will es hoffen.

    Aussage

    Zwei Wochen später war Andreas Utzdorf endlich vernehmungsfähig und wollte auch aussagen. Er würde bis zu seinem Lebensende ans Bett gefesselt oder auf einen Rollstuhl angewiesen sein. Nun war für ihn die Zeit gekommen, reinen Tisch zu machen und den drei Polizisten gegenüber zu treten, deren Leben er so schwer gemacht hatte. Er hatte keine Angst mehr vor den Verwandten seines Vaters, was sollten sie mit ihm schon tun? Die Tür abschließen, so dass er verhungert? Den Strom abstellen? Das Pflegepersonal entlassen, damit niemand seinen Katheterbeutel mehr wechselt? Seinen Klingelknopf außer Reichweite legen? Das waren alles Maßnahmen, die sein Leben über kurz oder lang zu einem Ende bringen, ihn aber auch von seiner lebenslangen Qual erlösen würden. Vielleicht würde er es noch irgendwann einmal schaffen, einen Spezial-Computer zu bedienen, um mit der Außenwelt zu kommunizieren, mehr erwartete er nicht von den nächsten Jahrzehnten.


    Und so erfuhren Alex, Semir und Ben die ganze Geschichte von Andreas Utzdorf, seiner Beziehung zu Mario Torres und dessen Testament.


    Rückblick: Familienbande

    Sandra Utzdorf hatte ihrem Sohn Andreas nie verheimlicht, dass sein Vater ein reicher Südamerikaner war. Anders hätte sie ihm die große finanzielle Unterstützung, die er aus der Ferne der alleinerziehenden Mutter zukommen ließ, auch nicht erklären können. Regelmäßig zu Weihnachten und zu seinem Geburtstag im Juli ging ein nennenswerter Betrag auf sein Sparbuch ein. Obwohl er seinen Vater nur von einigen wenigen Fotos her kannte und seine Mutter ihm versicherte, ihre Beziehung zu ihm sei nur eine kurze Affäre gewesen, von der ihr außer ihrem Sohn selbst und der monatlichen, freiwilligen Unterhaltszahlung nichts Positives geblieben wäre, wurde das Verlangen in ihm immer größer, seinen Vater auch persönlich kennen zu lernen.


    Gegen den Widerstand seiner Mutter machte er sich mit achtzehn Jahren auf, das Heimatland seines Erzeugers, Bolivien, zu erkunden und dem ihm bislang unbekannten Zweig seiner Familie zu begegnen. Er zeigte sich sehr beeindruckt vom Lebensstil seiner Verwandten, Halb-Geschwister, Onkel, Tanten, Cousins. Er, dessen Familientreffen bisher problemlos in einer Telefonzelle hätten stattfinden können und nur in Ermangelung einer solchen in der näheren Umgebung an den kleinen Tisch in der Küche in Sandra Utzdorfs Wohnung verlegt wurden, fühlte sich in der Großfamilie vom ersten Moment an wohl und willkommen. Sein Vater erwies sich als großzügig, zeigte ihm das Land, er lernte eifrig Spanisch, arbeitete auf den Ländereien und kehrte erst Monate nach seinem Aufbruch nach Deutschland zurück.


    Der Kontakt zu seinem Vater intensivierte sich über die Jahre, weitere Besuche in Südamerika folgten. Andreas Utzdorf lernte bei einer großen internationalen Spedition und arbeitete mehrere Monate im Jahr in der Niederlassung in Boliviens Hauptstadt Sucre. Eine schicke Maisonette-Wohnung in Düsseldorf, ein kleines Haus in Bolivien, schicke Autos und Motorräder, alles finanziert von seinem reichen Vater, kurz: Andreas lebte ein Leben auf der Überholspur.


    Die Nachricht vom Tod seines Vaters vor fast einem halben Jahr traf ihn schwer. Als er den Brief mit den bolivianischen Briefmarken in Empfang nahm, freute er sich erst, aber die Schrift war nicht die seines Vaters, sondern seines Onkels, der ihm kurz und knapp vom Tod seines Vaters unterrichtete und ihn nach Bolivien bat, um den Nachlass des Verstorbenen zu regeln.


    Er war das älteste Kind von Mario Torres, sein Vater hatte erst fünfzehn Jahre nach seiner Geburt in Bolivien geheiratet und weitere drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn, bekommen. Andreas‘ Halb-Geschwister waren noch im jugendlichen Alter, zwischen zehn und fünfzehn Jahre alt. Es war selbstverständlich, dass er sofort nach Südamerika aufbrach, um das Erbe seines Vaters anzutreten.


    Sein Onkel Alejandro, Marios jüngerer Bruder, nahm Andreas Utzdorf herzlich in Empfang und führte ihn in das Büro seines Vaters. Noch am selben Tag sollte der Anwalt von Mario Torres kommen und das Testament mit ihnen durchgehen. „Andreas, da ist etwas, was du vorher wissen solltest.“ – „Was ist das, Alejandro?“ – „Mario hatte eine Mission, die weiter geführt werden muss, wir müssen darüber sprechen“, sagte Andreas‘ Onkel mit verschwörerischem Blick, „komm wir setzen uns kurz, hier sind wir ungestört.“ Andreas‘ Neugier war geweckt und so lauschte er der Erzählung Alejandros über die ihm bisher unbekannte Seite seines Vaters.

    Ich durfte bei meiner Einstellung (vor 28 Jahren) eine bundesweite Versetzungsbereitschaft unterschreiben dürfen, heute deutsch-dänische Grenze, morgen schweizerische oder tschechische Grenze, alles möglich - eben da wo gerade Bedarf an Beamten besteht. Der Kelch ging zum Glück an mir vorüber und ich gehe heute davon aus, dass ich an meinem Dienstort bleibe, sind auch 60km einfach, aber selbstgewählt.
    Zurück zur Story: Bonraths Stelle ist ausgeschrieben worden, es gab Bewerbungen und es wurde ein Bewerber ausgewählt, den jetzt noch niemand kennt und noch niemand gesehen hat. Vielleicht kennt die Krüger oder auch Semir schon die Personalakte, die PAST kann sich auf jeden Fall auf eine neue Kraft freuen, und ich kenne sie schon. Ihr werdet sie in meiner nächsten Geschichte kennenlernen.

    Aber das mit dem Wegmobben war nicht nett-hat denn Semir da gar nichts mit zureden bei dieser Entscheidung-er ist doch jetzt Revierleiter?

    Nein, aber sicher auch nicht ernst gemeint, sondern eher eine ironische Anspielung auf die Zusammenarbeit mit den "Helden". Du weißt nicht, wie Stellen im öffentlichen Dienst besetzt werden, oder? Der persönliche Eindruck ist absolut zweirangig. Persönlich vorstellen muss man sich ganz zu Anfang beim Einstellungstest, ab dann gilt die Papierlage (Dienstrang, -alter, Beurteilungen).