Vor der Adresse die Zons ihm gegeben hatte blieb Semir stehen. Er war immer noch im Zweifel, ob Zons ihm die Wahrheit sagte. Doch Semir musste Anna kontaktieren, ihr sagen, dass er Tom vermutlich verraten hatte. Er ging zur Türe und klingelte. Eine Frau mitte 30 öffnete ihn und zog ihn rein, bevor er noch etwas sagen konnte. "Endlich... Lars sagte mir schon dass Sie kommen. Ich bin Nathalie. Nathalie Berger. Ich werde Ihnen alles erklären." Semir bekam keinen Ton raus. Was um alles in der Welt wird hier gespielt? Als er sich gefangen hatte. "Ich muss telefonieren." sagte er. Nathalie nickte. "Ja... sicher. Das Telefon steht dort hinten in der Ecke des Zimmers." Semir sah in das nächste Zimmer. Er betrat es und griff zum Telefon. Er wählte Anna Engelhard an. "Semir hier...." "SEMIR? Wo sind Sie? Was ist passiert?" "Chefin ich weiß es selbst nicht. Ich kann nicht so lange sprechen. Wichtig ist nur. Tom ist in Gefahr. Man hat mir eine Wahrheitsdroge gespritzt. Ich muss damit rechnen, dass ich Tom verraten habe. Bringen Sie ihn weg." Nathalie war hinter ihm getreten und drückte die Gabel, ehe Semir die Antwort der Chefin hören konnte. Er sah sie an. "Was soll das?" "Es war lang genug. Das wichtigste haben Sie gesagt. Nun wird es Zeit erst einmal zur Ruhe zu kommen. Ich hab ihnen was zu Essen gemacht, kommen Sie." Sie lächelte ihn an.
Beiträge von Elvira
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Semir erwachte mit Kopfschmerzen. Er setzte sich auf und erinnerte sich wo er war. Rowalgin, dieser verdammte Mistkerl hatte ihm eine Wahrheitsdroge gespritzt. Hatte er Tom verraten? Hatte er nun alles kaputt gemacht? Die Tür öffnete sich und Zons betrat den Raum. Semir sah ihn und sprang auf ihn zu. „Du verdammter Mistkerl!“ schrie er ihn an. „Was habt ihr mit Tom vor? Du verdammtes korruptes....“ Zons schlug zu. Nicht stark, aber es reichte um Semir zum verstummen zu bringen. „Setzen Sie sich auf das Bett.“ sagte er leise und scharf. Semir gehorchte. „Warum tun Sie das? Ist das Geld es wirklich wert so viele Menschen zu verkaufen?“ „Sie verstehen gar nichts. Kommen Sie, wir werden etwas spazieren gehen.“ Zons warf Semir die Handschellen zu. „Anlegen!“ befahl er. Semir sah ihn an. Zons hatte seine Waffe in der Hand und winkte Semir damit. Semir legte die Handschellen an und stand langsam auf. Er verstand. Nun war er dran.... Wollte Zons ihn eiskalt erschießen? „Sie können mich hier doch fertig machen.“ sagte er leise. „Raus!“ zischte Zons und stieß Semir durch die Tür.
Sie gingen den Gang entlang den Semir schon kannte. Zons sprach kein Wort. „Wollen Sie dem sauberen Kovaljev nicht das Wohnzimmer versauen?“ fragte Semir. „Eine Kugel in den Kopf und dann im Wald verscharren? Wissen Sie, das andere kommen und meine Arbeit fortsetzen? Sie haben vielleicht jetzt gewonnen, aber Sie werden nicht immer gewinnen.“ Zons sagte nichts. Er zog Semir in einen anderen Raum und trat ihn in die Kniekehlen. Semir ging zu Boden. Zons drückte ihm die Waffe ins Genick. Semir schloss die Augen. Das war es also, mein Leben, dachte er und wartete nur auf den Knall, den Schmerz....
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Anna fuhr nach Hause. Als sie vor der Tür stand, spürte sie, dass sie beobachtet wurde. Sie hielt ihre Hand an der Waffe, für den Fall, schnell reagieren zu müssen. Dann ging zu zur Wohnungstür. Als sie den Schlüssel ins Schloss steckte spürte sie eine Bewegung hinter sich. „Nur keine Panik, Frau Engelhard, ich bin es Zons. Sie haben den Umschlag gefunden, nehme ich an.“ „Ja habe ich. Wo ist Semir?“ „Es tut mir Leid. Ich musste es machen, sonst wäre meine Tarnung aufgeflogen. Es geht ihm gut. Ich fahre gleich hin und werde mit ihm reden. Ihn informieren, was das all zu sagen hat. Ich weiß Sie waren bei Schrankmann. Hat Sie Ihnen geglaubt?“ Anna nickte. „Wir sollten reingehen.“ Meinte sie dann. Zons stimmte zu und sie betraten Annas Wohnung. „Warum haben Sie das getan? Was genau ist Ihre Aufgabe in diesem dreckigen Spiel?“ Zons nickte. „Es ist ein dreckiges Spiel. Leider ist es viel zu spät aufgefallen. Als Herr Kranich ins Gefängnis kam, war ich selbst noch nicht an diesem Fall dran, aber ich kam schnell dahinter, dass er einem Komplott auferlegen war. Inszeniert von höchster Stelle. Sagt Ihnen der Name Kovaljev etwas?“ Anna nickte. „Ja.... Kranich und Gerkhan waren ihm auch schon ein paar mal in die Quere gekommen. Was hat er damit zu tun?“ „Nun er ist einer der Drahtzieher. Er wollte Kranich aus dem Verkehr gezogen haben. Er kam dahinter, dass Kranich seinen Dienst quittiert hat und trotzdem schnüffelte. Vielleicht wollte er als Privatdetektiv tätig sein... ich weiß es nicht genau. Aber er ist Kovaljev gewaltig auf den Schwanz getreten. Mein Vorgesetzter, Sie kennen ihn sicherlich, Markus Keller, hat mich beauftragt die Bande um Kovaljev von innen her zu zerschlagen. Ich bin seit zwei Jahren dabei und jetzt endlich gerät das ganze ins Wanken.“ „Wo ist Semir?“ „Frau Engelhard, ich möchte es Ihnen noch nicht sagen, aber soviel. Ich kümmere mich um ihn. Er wird keinen Schaden nehmen.“
Semir lag auf dem Bett seines Raumes, wo Kovaljev ihn gefangen hielt. Er sah auf, als Kovaljev in den Raum kam und stand auf. Er wollte diesem Mann nicht liegend begegnen. Mit Kovaljev kamen zwei weitere Männer in den Raum. „Nun? Hast du es dir überlegt?“ „Sie können mich mal.“ knurrte Semir. Kovaljev lächelte mild. „Ich verstehe. Nun gut. Ich habe einem Freund versprochen, dir keine Gewalt anzutun. Und ich stehe grundsätzlich zu meinem Wort.“ Er zog eine Spritze hervor. „Ich weiß, dass du nicht reden wirst, weil du Angst um deinen Freund hast. Aber die Informationen sind für mich wichtig. Wollen wir ein Kompromiss schließen?“ Semir sah ihn an. „Wie soll der aussehen?“ „Nun, ganz einfach. Du verrätst mir wo Tom Kranich ist und dafür darfst du leben. Ist doch ein fairer Tausch oder?“ Kovaljev lachte. „Ein sehr schlechter Tausch. Danke kein Interesse.“ „Schade. Nun gut. Es geht auch anders. In dieser Spritze befindet sich Rowalgin. Du kennst das sicher unter dem Namen „Wahrheitsdroge“ Wenn du sie erst einmal hast, dann lügst du mich nicht an. Du wirst mir alles erzählen, alles was ich wissen will.“ Er gab seinen Männern einen Wink und sie hielten Semir fest. Dieser wehrte sich, doch er kam nicht gegen die beiden an. Kovaljev setzte ihm die Spritze. „So... in etwa 10 Minuten wirkt sie, und dann komme ich wieder und spreche mit dir. Wird sicher sehr interessant.“
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28.05.2002
Am nächsten Morgen waren beide sehr früh unterwegs. Sie wollten die Sache genauer besprechen und Lukas wollte Semir das Loka zeigen um was es ging. Kurz darauf standen sie in der Kölner Altstadt. Semir sah sich den Laden von außen an. „Weia… das ist ja ein richtiger Dreckstall. Dieser Arno scheint nicht gerade ein Gentlemen.“ Lukas lachte leise. „Nein. Er ist ein brutalter Zuhälter, Drogenhändler, Schläger, Erpresser…“ „Ja ist schon gut. Die ganze Palette. Ich hab mir heute Nacht die Akte die du mir gegeben hast durchgelesen.“ „Die ganze Akte?“ „Ja sicher… mit der Hälfte kann ich nicht viel anfangen. So die Frage ist aber wie wir weitergehen.“ „Nun ja… Arno kennt mich bereits. Habe oft genug mit ihm zu tun gehabt. Dich kennt er nicht.“ „Hey… du willst das ich da rein gehe?“ Lukas nickte. „Ja… Semir ich brauche dich dafür. Mit Latetia kann ich den Fall nicht lösen.“ Semir nickte „Ja… schon klar. Gut… dann werde ich mich heute Abend mal hier umhören.“ „Aber passt auf… Arno ist gefährlich.“ Semir grinste. „Na Gefahr… ist mir nicht ganz unbekannt. Auch wenn du meinst, dass ich nur Raser jage.“ Lukas sah ihn an. „Entschuldige…. Ich weiß jetzt dass es nicht so ist.“ „Ab zur PAST.“ kam von Semir und sie fuhren los. „Halt bitte mal auf dem Weg an einem Blumenladen an.“ „Was? Wieso?“ „Ich muss noch etwas machen.“ Semir grinste.Als sie kurz darauf in der PAST ankamen stieg Lukas mit zwei Rosen aus dem Wagen. Er ging zu Andrea und reichte sie ihr. Andrea sah ihn an. „Was soll das denn jetzt?“ fragte sie. Lukas sah sie an. „Frau Schäfer, ich möchte…mich entschuldigen. Ich hab mich wie ein Esel benommen. Und …nehmen Sie an?“ Andrea lächelte und nickte dann. „Hat Semir Sie bearbeitet?“ „Ähm…nein… wieso?“ „Nun ja… Sie benutzen seine Worte.“ „OH…das… okay. Er hat mir gesagt, was ich sagen soll, aber die Blume das war meine Idee.“ „Okay… ich bin Lukas.“ „Andrea… gut vergeben und vergessen.“ „Danke…“ Lukas ging ins Büro.
Semir kam kurz danach und setzte sich ihm gegenüber. „Und wie wollen wir vorgehen?“ fragte er Lukas. „Wir werden gleich mit Frau Engelhard sprechen.“ Semir sah ihn an. „Du willst die Chefin in Kenntnis setzen?“ Lukas nickte. „Ja sicher… sie ist ja unsere Vorgesetzte. Wir müssen doch ihre Erlaubnis haben. Ich meine… sie muss ja informiert werden.“ Semir lachte leicht. „Lukas, du musst noch sehr viel lernen. Vor allem was die Chefin angeht. Sieh mal… sie weiß nicht immer Bescheid über unsere Einsätze. Und doch stärkt sie uns den Rücken. Ich halte es auch jetzt nicht für unbedingt notwendig, sie zu informieren. Wir wollen doch erst einmal nur schauen.“ „Aber… Semir… dieser Arno ist gefährlich. Ich kann nicht mit dir in die Bar gehen und….“ „Ich schaff das schon.“ „Also gut. Du kennst Engelhard besser als ich.“ Semir nickte. „Ja stimmt.“
Anna kam zu Andrea und sah dabei in das Büro von Semir. „Na… die scheinen sich ja endlich zu vertragen.“ Sagte sie zu Andrea. „Ja… Herr Springer hat sich bei mir entschuldigt. Sogar da hat er Semirs Worte benutzt.“ Anna lachte. „Ja… unser Herr Gerkhan hat eine sehr große Überzeugunskraft. Na dann bin ich froh. Ach Andrea ich brauche eine Akte… es geht da um Menschenschmuggel. Ich habe da eine Information erhalten das ein gewisser Arno Golbär eine Lieferung von Mädchen bekommt. Heute Nacht soll es losgehen. Er ist schon mehrmals aufgefallen und ich meine sogar das Kranich und Gerkhan den Fall damals bearbeitet haben. Suchen Sie mir die Akte raus und legen Sie auf den Tisch. Ich hab jetzt noch einen Termin bei Schrankmann.“ Andrea nickte und Anna verließ die PAST.
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Kovaljev sah Semir an, der auf einem Stuhl saß. Die Hände immer noch auf dem Rücken gefesselt. "Ist doch nicht so bequem oder?" fragte er Semir. Semir sagte nichts. "Du redest nicht mit jedem, was?" Wieder kam von Semir nichts. "Gut.... nimm ihn die Fesseln ab." Der Mann der neben Semir stand nickte und nahm ihm die Handschellen ab. Semir rieb sich die Handgelenke. "So... und nun werden wir reden. Möchtest du was trinken? Einen Whisky, vielleicht?" Semir sagte nichts. Kovaljev sah ihn an und schüttelte den Kopf ."Gerkhan... ich möchte wirklich nicht unhöflich werden. Aber ich mag es absolut nicht, wenn man mich ignoriert. Also was ist? Redest du nun mit mir?" Semir sagte nichts. "Du bist ganz schön stur. Aber gut... ich akzeptierte, dass du nicht reden willst. Zumindest nicht freiwillig. Schade.... es wird sicher sehr schmerzhaft werden. Und du warst doch erst vor kurzem im Krankenhaus, oder?" Semir sah ihn an. "Woher wissen Sie das?" Kovaljev lachte. "Ich weiß sehr viel über dich. Ich habe natürlich Erkundigungen über dich eingeholt. Du hast vor einiger Zeit einen richtigen Alptraum durchlebt. Aber ich verspreche dir, es war ein Spaziergang im Gegensatz zu dem was du bei mir durchmachen wirst, wenn du nciht endlich redest. Ich frage dich jetzt direkt. Wo ist Kranich?"
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Na dan nmusst du wohl jetzt schreiben... bitte bitte bitte bitte bitte
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Tja und schon sind beide wieder in der Zwickmühle. Was hat die Blöde Kuh denn mit den beiden vor? Die soll sie ja in Ruhe lassen, sonst koimm ich dahin und zeig ihr mal wo der Hammer hängt. =)
Ein Mitternachtsteil wäre nicht schlecht :baby:
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Die Story wird ja immer besser. Aber wieso verrät Kevin denn ...hmm....ist sicher Taktik.. mal sehen wie sich die Story entwickelt.
Bisher sehr lesenswert. Irgendwie mag ich den Kevin.
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Zitat
Original von Frido
So muss das sein

Freu mich auf den nächsten Teil

So entstehen Männerfreudschaften.... =)
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was ist dass denn? Erst müssen wir ewig lange warten
und dann hörst du an einer solchen Stelle auf 
Das ist absolut unfair ist das
:] jawohl.... willst du uns jetzt wieder wochenlang :] warten lassen????DAs geht nicht
ic hwill sofort die Erlösung
SOFORT!!!! HÖRST DU!!!!SUper PART, Mia... aber bitte lass und nicht so lange warten. :]
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27.05.2002
Am nächsten Morgen kam Semir ziemlich unausgeschlafen zum Dienst. Andrea sah ihn an. „Guten Morgen, Schatz“ „Oah… nicht so laut.“ stöhnte Semir. Andrea lachte. „Brauchst du ein Aspirin?“ fragte sie ihn. „Eine ganze Packung.“ „Wo warst du denn?“ „Mit Lukas unterwegs. Ich wollte ihn aufmuntern. Und dabei sind wir irgendwie versackt. Um vier ins Bett und …“ „ … und mit Alkohol nicht gespart.“ vollendete Andrea seinen Satz. „Ja genau.“ nickte Semir und verzog dabei das Gesicht. „Na komm, du großer Held. Hier hast du zwei und dann solltest du sehen, dass du dich noch etwas hinlegst. Du siehst grausam aus.“ Semir nickte nur vorsichtig. Nur kurz darauf kam auch Lukas ins Büro. Er sah genauso lädiert aus. Andrea hiel ihm die Packung Aspirin hin und ergriff dankbar danach. „Guten Morgen, Herr Springer.“ „Danke… Frau Schäfer…sehr aufmerksam.“ „Ich weiß.“ Andrea lächelte ihn an. Lukas ging zu Semir und sah ihn an. „Dir geht es wohl nicht besser als mir?“ stellte er fest. Semir nickte. „Nicht wirklich. Hauptsache es hat geholfen.“ „Ja… hat es. Gut.. was machen wir heute?“ „Nun… ich denke wir werden erst einmal auf die Autobahn und ein paar Verkehrsrowdys jagen.“ Lukas nickte nur. „Ja… machen wir das. Du fährst ich schlafe noch etwas.“ Semir lachte nur, dann waren sie unterwegs.
Tom sah Latetia an. „Sag mal… in eurer Partnerschaft während des Dienstes. Wer hat da das Sagen?“ „Nun meistens sind wir gleichberechtigt. Gut… Lukas würde sehr gern immer was zu sagen haben, aber er geht auch Kompromisse ein. Also manchmal.“ Tom nickte „Das kenne ich. Gut… na komm. Wir gehen schwimmen und dann…“ Sie lächelte. „Was dann?“ „Nun… der Tag ist lang, die Sonne scheint. Und ich hätte nichts gegen eine Wiederholung der Nacht.“ Latetia nickte. „Ich sagte ja schon. Ich liebe Wiederholungen.“ Tom küsste sie und sie gingen Hand in Hand zum Strand.
Semir fuhr auf der A3 als ein Funkspruch reinkam. „Cobra 11 für Zentrale.“ „Ja wir hören.“ Meldete sich Lukas. „Wir haben ein Autorennen gemeldet bekommen. A3 in Richtung Leverkusen. Ein Spitfire und ein Jaguar, Kennzeichen nicht bekannt, rasen seit einiger Zeit nebeneinander her. Zuletzt bei KM 180“ „Okay.. wir übernehmen.“ Lukas sah Semir an. „Müssten fast direkt vor uns sein.“ Semir lächelte und nickte. „Ja… stimmt. Okay… Blaulicht raus und ab geht’s.“ Lukas lachte laut. „Ja… ich gewöhne mich dran.“ Semir drückte das Gaspedal durch. Nur kurz darauf sahen sie die beiden Fahrzeuge. „Okay… Kelle raus und stoppen.“ Meinte Semir nur. Lukas griff zur Kelle und hielt sie raus. Die Wagen führen rechts ran. „Ach und diesmal… gehen wir gleichzeitig zum Wagen.“ Lukas nickte. „Ja… die alten Kamellen kannst du sein lassen.“ Sie stiegen aus und gingen zu den Wagen. „Gerkhan, Kripo Autobahn“ sagte Semir zu dem Fahrer des Jaguars. Und erstaunt sah er ein doch sehr bekanntes Gesicht. „Ach sieh mal an. Seit wann bist du denn wieder auf freiem Fuß, Ritchie?“ Der Fahrer verzog das Gesicht. „Seit gestern, Gerkhan… hör mal… ich bin etwas zu schnell gewesen sorry…. Aber ich wollte dem Typen nur mal…“ „Seit gestern? Ist das dein Wagen?“ Ritchie nickte. „Ja sicher… wieso?“ „Die Papiere bitte.“ „Ähm… ich … warte… ich hab… also irgendwo müsen die doch sein…“ Ritchie suchte, doch Semir wußte schon genau, dass er die Papiere nicht finden würde.“ Ritchie sah ihn an. „Ich hab die Papiere vergessen, ich schwöre…“ „Ritchie… du hast schon mal besser gelogen. Ich sehe doch, dass du den Wagen kurz geschlossen hast.“ Es kam keine Antwort. „Steig aus du bist verhaftet.“ Ritchie tat es. Semir legte ihm Handfesseln an und rief einen Kollegen. Er sah kurz zu Lukas, der den Fahrer es anderen Wagen vernahm. Er schluckte kurz als er sah wer dort ausstieg. Die Frau war absolute Klasse. „Wieso bekommen meine Partner immer die einfachere Aufgabe“ stöhnte er leise.
Richie wurde den Kollegen übergeben. Die Frau gab an, dass sie von Richie verfolgt wurde und nur deshalb so schnell unterwegs war. Semir sah kurz zu Lukas und zuckte dann mit den Schultern. Lukas ließ die Frau fahren. Er kam zu Semir. „Und deinen Fahrer kanntest du schon?“ „Ja… ein alter Bekannter. Nun ja. Was machst du heute noch? Ich meine Hannahs Mörder ist verhaftet.“ Lukas schüttelte den Kopf. „Weiner war nur ein Handlanger. Der wahre Mörder läuft immer noch frei herum. Semir… würdest du mir dabei helfen? Ich habe nicht genügend an Beweise da und….“ Semir sah ihn an. „Ach vergiss es. Du bist ja auch froh wenn ich wieder weg bin. Was soll ich dich da mit meinen Problemen belasten.“ Er setzte sich in den Wagen. Semir tat es ihm nach. „Weißt du, du musst sehr viel über unsere Arbeitsweise lernen. Wir sind für einander da. Egal warum. Wir halten zusammen. Wir sollten heute Abend bei einem Bier darüber reden.“ Sagte Semir und startete den Wagen. Lukas sah ihn nur an und nickte.
Am Abend fuhren beide zusammen in Semirs Wohnung. „Du lebst sehr bescheiden.“ Gab Lukas zu. „Also ich meine für einen Hauptkommissaren.“ Semir grinste. „Ich habe alles, was ich brauche. Das einzige was mir fehlt ist eine Frau. Also im Augenblick.“ „Aber du und diese Andrea… ihr seid doch zusammen, oder?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Im Augenblick schon… nun ja… es hält nie lange.“ Lukas nickte. „So und nun erzähl mal von deinem Problem.“ forderte Semir ihn auf. „Okay… es gibt in Köln eine Nachtbar die den schönen Namen „Latin Love“ trägt. Dieses Bordell gehört einem gewissen Arno Golbär. Er schafft seine Mädchen aus der Ukraine nach Deutschland und sorgt dann dafür, dass die Mädchen nur für ihn arbeiten. Wer es nicht macht, nun ja… er kann sehr grausam sein.“ Semir sah ihn an. „Sag mal dieser Goldbär, hat der nur Mädchen aus der Ukraine?“ „Ja zum größten Teil, warum?“ „Nun… vor einiger Zeit da hab ich einen Transporter an der Autobahn gestoppt. Da waren acht Mädchen aus der Ukraine drin. Die waren nicht älter als 16 und zum Teil in einem so schlechten Zustand, dass sie erst einmal ärtzlich untersucht werden muss. Aber ich verstehe dein Problem nicht.“ „Hannah hat für ihn gearbeitet. Ich glaube… sie hat etwas herausgefunden und wollte es mir sagen. Aber… sie konnte nicht mehr.“ Semir sah ihn an. „Du willst also weiter ermitteln?“ Lukas nickte. „Mein Vorgesetzer wird wegen Befangenheit ablehnen, deshalb ist es wichtig. Allein schaffe ich es nicht. Bitte, Semir. bitte.“
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Zitat
Original von misterKRABBS
Eins vorweg. Ich wil hier niemanden beleidigen. Aber die Vorschläge wer zurück soll sind einfach unlogisch. Alle hatten eine schöne Zeit bei Cobra11. Aber Mark Keller oder Johannes Brandrup werden sicherlich nicht aus ihren großen Filmrollen wieder in die Serie kommen. Auch Sven Martinek oder Till Schweiger würden (wenn überhaubt) nicht sehr lange bleiben. Lieber ein Unbekannter der sich mit der Rolle hocharbeiten kann.Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Es wird so wünsche, nein hoffe ich, keiner der alten Darsteller zurück kommen.
Jeder hatte die Möglichkeit den Rollen seinen persönlichen Stempel zu geben, aber mal ehrlich.... ein absolut neuer Charakter wird der Serie gut tun. :baby: -
Semir saß in seinem Gefängnis. Die ganze Zeit versuchte er zu ergründen, was Zons dazu bewegt hatte, die Seiten zu wechseln. War es wirklich nur das Geld? Die Tür ging auf und zwei Männer kamen herein. Sie zogen ihn am Kragen aus dem Raum und stießen ihn den Gang entlang. Semir wehrte sich nicht. Er wollte ihnen keinen Grund liefern ihn zu misshandeln, obwohl er ahnte, dann nun eine schmerzhafte Unterhaltung mit Kovaljev bevorstand. „So.... nun darfst du wie ein Vögelchen singen“ lachte einer der Männer und stieß Semir in den Raum, den er schon kannte. „Herr Gerkhan. Ich möchte mich mit Ihnen unterhalten. Setzen Sie sich bitte.“ sagte Kovaljev zu ihm. Semir sah ihn an antwortete jedoch nicht. „Macht es unserem Gast bequem. Er soll sich doch wohl fühlen.“ Lachte Kovaljev und winkte seinen Schergen zu.
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26.05.2002
Tom verbrachte eine schöne Nacht mit Latetia. Am nächsten Morgen lag sie neben ihn. Er öffnete die Augen und sah sie an. Sie schlief noch. Doch anscheinend bemerkte sie es trotzdem, dass er sie beobachte. „Morgen…“ sagte sie leicht verschlafen. „Morgen.. und gut geschlafen?“ Sie reckte sich. „Ja… sehr gut sogar. Möchtest du einen Kaffee?“ Tom nickte. „Ja sehr gern.“ Sie stand auf und Tom sah ihr nach. Es hatte ihn wirklich voll erwischt, doch die Gedanken, was mit seinen anderen Freundinnen passierte, holten ihn ein. Er wollte nicht, das Latetia irgendetwas passierte. Nicht wieder. Latetia merkte, dass er in Gedanken war. „Was hast du denn?“ „Was? Ich? Nichts… ich hab nur nachgedacht.“ „Über uns?“ Tom nickte. „Ja auch… ich meine… ich will nicht, dass dies hier nur ein Urlaubsflirt ist…“ Latetia nickte. „Ich auch nicht. Aber warten wir doch einfach ab. Wir haben noch gute zwei Wochen und da sollten wir nur an uns denken. Was danach kommt… nun … wer weiß.“ Sie küsste ihn.
Semir saß am Schreibtisch als Lukas reinkam. „Morgen Semir… ich … ich möchte mich entschuldigen.“ Semir sah ihn an. „Wofür? Für den Ausraster beim Verhör? Für den Alleingang in der Wohnung? Für deine Art dich zu äußern?“ Lukas lächelte. „Richtig.“ Sagte er nur. „Na komm… ich wäre auch ausgerastet. Dieser schleimige mieste Dealer… er hätte eigentlich mehr verdient, als nur eine aufgeplatzte Lippe. Aber… er wird sicher ein Disziplinarverfahren gegen dich einleiten.“ Lukas nickte. „Na… das kenne ich bereits. Hab schon mehr als eines hinter mir.“ Semir nickte. „Ja, ich auch.“ Er lachte. „Was machen wir heute?“ fragte Lukas. Semir sah ihn an. „Wir jagen den Mörder deiner Schwester. Jasmin hat angerufen. Sie hat da etwas für uns.“ Lukas nickte. „Gut dann lass uns fahren.“ Beide verschwanden.
Anna kam zu Andrea als die beiden unterwegs waren. „Ist Herr Springer schon anwesend?“ „Nein… er ist gerade mit Semir unterwegs. Semir wurde von einer der Nutten angerufen. Sie hat da wohl etwas, was sie nur ihm sagen will.“ Anna hörte sofort den Unterton in Andreas Stimme. „Na… Andrea… Semir ist dienstlich unterwegs.“ Andrea nickte. „Ja und ich hoffe für ihn, das er dienstlich bleibt.“ Anna musste lachen. Andrea war eifersüchtig und zeigte es sehr deutlich. „Andrea….. lassen Sie ihn bitte leben. Wir brauchen ihn.“ Andrea lächelte sie an. „Natürlich Chefin.“ „Ach… wenn der Anwalt von diesem Weiner kommt, sagen Sie mir bitte Bescheid?“ „Ja selbstverständlich.“ „Danke Andrea.“ Anna ging wieder ins Büro. Andrea sah ihr nach.
„Okay. Jasmin. Was gibt es?“ fragte Lukas als sie am Straßenstrich ankamen. „Hier war heute Morgen jemand, der unbedingt mit Hannah sprechen wollte. Er hat mir seine Telefonnummer gegeben. Er sagte, ich solle ihr ausrichten, es wäre der richtige Zeitpunkt jetzt gekommen, dem Zuhälter in den Arsch zu treten.“ Semir sah sie an. „Hm… die werden sich Achim vornehmen wollen. Ist nicht schade drum.“ Lukas sah ihn an. „Du irrst dich. Aber das ist immer so… du kennt das Milleau nicht. Wenn hier ein Zuhälter aus dem Verkehr gezogen wird, dann sind innerhalb einer Stunde zwanzig neue da.“ „Ich mag ja nicht die Sitten im Rotlicht kennen, aber ich weiß, das es sicher eine Mordankündigung ist… wir sollten uns Achim vornehmen und egal ob er nun ein Zuhälter ist, oder nicht… wir müssen ihn schützen.“ Lukas nickte. Er nahm die Telefonnummer und fuhr mit Semir zu Achims Adresse.
Als sie dort ankamen, hörten sie Geschrei bis auf die Straße. Semir und Lukas zogen ihre Waffen und stürmten das Haus. „Lasst mich in Ruhe!! Ich habe nichts getan!! Bitte… das könnt ihr doch nicht tun…“ hörten sie Achim schreien. Semir gab Lukas ein Zeichen das Wohnzimmer zu stürmen. Lukas nickte. Beide sprangen aus ihrer Deckung. „Okay… POLIZEI! Hände Hoch!“ schrie Semir laut. Drei Männer sahen sie erstaunt an. Sie hoben die Hände. „Hey… was soll das… dieser Typ hier ist nur Abschaum“ schrie einer der Männer. „An die Wand und Beine auseinander!“ befahl Lukas. Die Männer taten es. Semir tastete einen nach dem Anderen ab. Er fand einen Totschläger, Schlagringe, Messer und eine Waffe. „Okay… das reicht. Ihr seid festgenommen. Lukas… ruf Verstärkung.“ Lukas nahm sein Handy und forderte die Kollegen an. Als diese die drei Männer in Gewahrsam nahmen, sah Semir zu Achim, der blutend im Sessel saß. „Hast du einen Krankenwagen angefordert?“ fragte Semir Lukas. „Nee… wieso?“ Semir rollte mit den Augen. „Okay… Achim. Was war hier los?“
„Diese Mistkerle wollten mich fertig machen…. Die wollten mich umbringen….“ Semir nickte. „Ja hab ich gesehen. Ich meine was sonst noch war.“ „Nichts…. Ich bin hier so nichtsahnend in der Küche und mach mir Essen als die drei hier eindrangen und auf mich einprügelten. Dieser eine Typ hat gesagt, wegen Hannah. Dabei hab ich doch gar nichts mit ihrem Tod zu tun. Ich hab sie doch nicht zu ihm geschickt.“ Lukas horchte auf. „Zu wem?“ „was? Nein…. Das hast du sicher falsch verstanden.“ „Achim… zu wem? Wenn du mir nicht sofort sagst, wen du meinst, dann werde ich das Werk der Drei beenden.“ Achim sah Semir an. „Sie sind doch der Vernünftigere. Sie werden das doch verhindern.“ Semir sah zu Lukas und dann zu Achim. „Was? Ich weiß nicht genau was Sie meinen. Ach Lukas… ich geh mal frsiche Luft schnappen.“ Er grinste Lukas an. Dieser nickte. „Ja mach das… gib mir fünf Minuten.“ Semir nickte und tat als wolle er das Zimmer verlassen. „Halt! Warten Sie… okay… ich sag es… aber halten Sie mir diesen Irren vom Hals.“ Er deutete auf Lukas. Semir nickte und dann sprudelte es aus Achim heraus.
„Okay… Hannah sollte um acht da sein. Sie kam aber später. Und das kann Uwe gar nicht leiden. Er rastete aus und… als Hannah ihn nach Stoff fragte, war er sehr großzügig. Er ließ Hannah den Schuß setzen. Nicht von ihr selbst, sonder von seinen Schlägern. Sie haben einer nach dem Anderen die Kleine genommen. Uwe war zuletzt dran. Er hat sich köstlich amüsiert und…“ Lukas sah ihn an. „Halt deine verdammte Klappe.“ brüllte er ihn an. „Okay… zum wesendlichen. Uwe Weiner bemerkte dann, dass Hannah tot war. Er hat sie wegschaffen lassen. Ich hab wirklich nichts damit zu tun. Er … er hat mir sechstausend gegeben. Als Entschädigung für Hannah.“ „Sie haben das Geld genommen?“ „Natürlich… ich meine … ich muss ja auch leben.“ Semir sah ihn angewidert an. „Schon mal mit Arbeiten versucht?“ Lukas sah Semir an. „Ich hoffe nur, Weiner ist noch bei uns.“ Semir nickte. „Ich rufe direkt an.
Anna sah Weiner mit seinem Anwalt die PAST verlassen. Ihr Telefon klingelte. „Ja.. Anna Engelhard“ „Semir hier. Chefin wir haben einen Zeugen im Mordfall von Hannah Springer. Lassen Sie ihn bitte nicht gehen.“ „Hannah Springer? Die Prostituierte?“ „Ja. genau die. Ihr Zuhälter hat soeben bekannt gegeben, dass Weiner das Mädchen den goldenen Schuss hat setzten lassen und sie mehrfach vergewaltigt zu haben….“ „Semir… Weiner ist soeben von seinem Anwalt abgeholt worden.“ „Was? Verdammt. Der verlässt sicher das Land. Sperren Sie alle Flughäfen, Bahnhofe. Volles Programm.“ „Bin schon dabei. Fahren Sie beide zu seiner Villa.“ Doch Semir hatte schon aufgelegt.
Kurz darauf standen Semir und Lukas vor Weiners Villa. Die Hunde bellten. Semir stand am Tor und klingelte. „Ja Sie wünschen?“ hörte er eine Frauenstimme. „Kripo Autobahn. Wir möchten Herrn Weiner sprechen.“ „Herr Weiner empfängt niemanden.“ „Nun dann sollte er sich das abgewöhnen. Wir haben einen Haftbefehl für Ihn. Hätten Sie die Güte das Tor zu öffnen und die Hunde zu entfernen, oder müssen wir die Tiere erschießen?“ fragte Semir freundlich. „Einen Augenblick bitte.“ Nur wenige Augenblicke später öffnete sich das Tor. Die Hunde wurden von einem der Angestellten festgehalten. Semir und Lukas betraten das haus. „Wo ist Weiner?“ „Im ersten Stock im Arbeitszimmer. Aber er hat eine Besprechung und Sie dürfen ihn jetzt nicht stören.“ Lukas rannte an ihr vorbei. Erst jetzt bemerkte Semir, dass Lukas nicht zum ersten Mal hier war. Er wollte ihn später befragen. Doch nun rannte er zunächst mal wieder hinter ihm her.
„So und damit wir uns klar verstehen. Die Mädchen verschwinden und….“ sagte Weiner gerade als die Tür zu seinem Arbeitszimmer gegen die Wand flog. Die Männer zogen ihre Waffen und richteten sie auf den Mann, der im Rahmen stand. „Ach, der Bruder der kleinen Nutte.“ sagte Weiner zu ihm. „Waffen weg! Sie sind alle verhaftet!“ sagte Lukas, anstatt auf die Anspielung von Weiner einzugehen. Weiner lachte leise. „Sie sind eindeutig in der Unterzahl.“ gab er von sich. „Sie sollten die Waffe ablegen. Meine Jungs hier schießen sehr gut.“ „Das tun die Scharfschützen des SEKs auch. Ihr Grundstück ist umzingelt. Sie können hier nicht weg.“ „Das käme auf einen Versuch an. Waffe runter!“ befahl Weiner. Lukas sah sich um. Semir stand neben ihn. Ein Blick und Semir nickte. „Okay… keine unnötige Gewalt.“ sagte er und legte die Waffe langsam ab. Lukas folgte dem Beispiel und sah Semir etwas verwundert an. Semir gab ihm ein Zeichen mit den Augen. Lukas verstand. „Und was jetzt, Weiner? Glauben Sie wirklich, dass Sie hier weg konnen?“ Weiner lachte. „Natürlich… nichts einfacher als das. Sie werden uns begleiten. Das SEK wird sicher nichts gegen Sie tun.“
Er gab seinen Männern ein Zeichen, doch als sie Semir und Lukas fesseln wollten, flogen Rauchbomben durch das Fenster. Innerhalb weniger Sekunden stand der ganze Raum im Qualm. Die Augen tränten. Auch die von Semir und Lukas. Weiner und seine Leute wurden festgenommen und rausgeführt. Semir und Lukas fuhren zurück zur PAST.„Meine Herren, das nenne ich einen Erfolg. Weiner ist in U-haft. Der Zuhälter hat sich als Kronzeuge zur Verfügung gestellt, weil er so seiner eigenen Strafe zu entkommen glaubt. Die Mädchen sind von der Straße.“ sagte Anna am Abend zu den beiden. „Ach noch eins Herr Springer. Wir reden auch über private Sachen. Wenn Sie uns von vornherein reinen Wein eingeschenkt hätten, dann wären wir sicher schneller vorangekommen.“ „Das denke ich nicht, Frau Engelhard. Ich wollte nie, dass jemand von meinen Kollegen erfährt, dass meine Schwester eine Prostituierte ist. Nicht weil ich bei der Sitte bin, sondern weil ich als Bruder versagt habe. Ich hätte sie da weg holen müssen und das hab ich nicht getan. Deshalb ist sie jetzt tot.“ Er verließ die PAST. Semir sah Anna an. „Ich glaube er braucht psychologische Hilfe“ meinte sie. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… er braucht Freunde.“ sagte er und ging hinter Lukas her.
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Anna fuhr zu Semirs Wohnung. Wenn sie es richtig verstanden hatte, wollte Zons sich mit ihr dort treffen. Sie sah sich um, als sie vor der Tür stand. „Frau Engelhard.“ Anna wollte sich umdrehen. „Nicht… bleiben Sie genau so stehen.“ „Zons…. Wo ist Semir?“ „Hören Sie… alles was passiert ist, war geplant. Ich musste so handeln, denn sonst wäre meine wahre Identität aufgefallen. Keine Sorge. Ich werde dafür sorgen, das Gerkhans Leben nicht zu arg in Bedrängnis gerät. Aber Sie müssen mitspielen. Sie und Ihre Leute sind in einem ziemlich gefährlichen Spiel involviert. Aber… ich brauche Ihre Hilfe.“ „Zons… was soll das alles? Klären Sie mich bitte auf.“ „Sie werden in Gerkhans Wohnung etwas finden. Einen Umschlag. Darin ist alles beschrieben. Ich bitte Sie…. Warten Sie meinen nächsten Anruf ab. Es ist wirklich äußerst wichtig.“ Anna betrat die Wohnung von Semir. Es war alles durchwühlt. Was sollte das? Anna sah einen Umschlag auf dem Bett liegen und nahm ihn an sich.
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25.05.2002
Am nächsten Morgen holte Semir Lukas ab. Er sah ihn an. „Du scheinst wenig geschlafen zu haben.“ Lukas nickte. „Ja… aber was solls.“ „Hey… wenn du reden willst, dann tu es, okay? Ich bin ein sehr guter Zuhörer.“ „Nein… lass stecken. Ich bin froh, wenn die Vertretung vorbei ist und ich meinen eigenen Job nachgehen kann.“ Semir verstand. Lukas sperrte wieder. Dabei hatte er sich gewünscht dass der Mann sich öffnet. „Hey… es ist schon wichtig, zu erfahren, dass deine Schwester die Tote ist.“ „Stiefschwester. Vergiss es. Sie ist eine Tote wie jede Andere.
Semir sprach nicht mehr davon. Er ging zum Phantomzeichner und fuhr mit diesem allein zu Jasmin. Nach den Angaben wurde ein Bild gefertigt. Als er damit zurück war, bat er Andrea das Bild einzuscannen und nach Paralelen in der Kartei zu suchen. Andrea tat es sofort. Allerdings war das Ergebnis negativ. Semir nahm das Bild und legte es in seinem Büro auf den Tisch. Als Lukas reinkam und das Bild sah, zuckte er zusammen. Semir bemerkte es. „Kennst du ihn?“ „Was? Nein… woher denn auch.“ murmelte Lukas und ging raus. Semir sah ihm hinterher.
Tom saß mit Latetia im Strandcafé. „Nun was sagst du?“ Tom sah sie an. „Wie? Was meinst du denn?“ „Na nach unserem Urlaub. Wir könnten uns doch ab und an sehen. Die Nacht war sehr schön.“ „Ja… warum nicht. Wir können diese Nach noch öfter wiederholen.“ Latetia lachte. „Ich mag Wiederholungen dieser Art.“ Tom hielt ihre Hand. „Weißt du… es ist das erste Mal seit vielen Jahren, dass ich …nun ja… verliebt bin. So richtig verliebt.“ „Oh… dann kann ich ja richtig stolz sein.“ Tom nickte nur und sah Latetia an. „Ich liebe dich.“ sagte er leise. Sie nickte und küsste ihn. „Ja… ich weiß.“ Tom lächelte. „Warum seid ihr Frauen euch eigentlich immer so sicher, dass ihr daran schuld seid. In der Bibel steht doch, das Gott zuerst den Mann erschuf und dann die Frauen.“ „Ja… aber der Mann wurde nur erschaffen um der Frau als Spielzeug zu dienen.“ lachte Latetia zurück. Auch Tom musste lachen. „Ich glaube ich stell dir mal meinen Dienstpartner vor. Dem wird der Spruch gar nicht gefallen. Er ist nämlich ein Macho durch und durch. Hält sich für den Besten… und so weiter.“ „Dienstpartner? Was machst du denn beruflich?“ „Ich bin Bulle.“ Latetia lachte laut auf. „Bulle? Na wenn das kein Zufall ist.“ Tom verstand nicht. „Was? Wieso Zufall? Sag nicht du bist eine Diebin oder so.“ Latetia schüttelte lachend den Kopf. „Nein. Ich bin Kollege.“ „Ach nee….? In welchem Bereich?“ „Sitte. Mein Dienstpartner musste Urlaubsvertretung machen und wurde zur Autobahnpolizei versetzt für drei Wochen, weil meine Vertretung nicht mit ihm zusammen arbeiten wollte.“ „Zur Autobahnpolizei? Oha…“ sagte Tom nur.
Latetia verstand nicht. „Was oha? Kennst du den Verein?“ Tom grinste. „Ja… sogar sehr gut. Ist dein Dienstpartner sehr schwierig?“ „Nun ja… eigentlich nicht. Das heißt er hat ein paar komische Angewohnheiten, aber die machen ihn eher interessant als schwierig. Dazu muss man allerdings wissen, wie man ihn nimmt… Sag mal? Wieso willst du es denn wissen?“ „Nun ja… ich möchte nicht, dass mein Dienstpartner, deinen Dienstpartner umbringt.“ Jetzt verstand Latetia. „Du bist der dämliche Autobahnbulle, den er vertreten muss?“ Ja mit einer Ausnahme. Ich bin nicht dämlich.“ Latetia lachte. „Nein… das bist du nicht. Aber das ist echt witzig… Lukas, deine Vertretung hat ganz schön geflucht, als er hörte, er müsse die Autobahnbullen unterstützen. ~ ich jage doch keine Verkehrsrowdys~ hat er gesagt. Wenn der wüßte, dass ich hier mit …nee… das ist echt ein toller Zufall.“
Semir hielt Lukas fest, als er gerade ins Auto steigen wollte. „Hey… wo willst du hin?“ fragte er ihn wütend. „Ich hole mir den Mistkerl, der Hannah umgebracht hat. Ich werde ihn mir schnappen. Allein.“ „Nein! Ich werde mitfahren, nicht weil ich es dir nicht zutraue, sondern weil ich dich vor eine Dummheit bewahren will. Außerdem kannst du in deinem Zustand gar nicht Autofahren.“ „Was? Wieso mein Zustand?“ „Du bist völlig am Ende. Verdammt Lukas, lass dir doch helfen.“ Lukas sah ihn einige Minuten an. Dann nickte er. „Vielleicht hast du Recht. Okay… wir fahren zusammen.“ Semir nickte. „Ich habe bestimmt Recht. Ich habe immer Recht. Das könnte Tom dir bestätigen, wenn er aus dem Urlaub zurück ist.“ Lukas ließ sich auf den Beifahrersitz fallen und Semir fuhr los. Während der Fahrt fing Lukas an zu erzählen. „Weißt du… ich bin schuld das Hannah von zuhause weglief. Meinetwegen fing Vater an zu trinken und Mutter schluckte Tabletten.“ „Hey, etwas übertrieben. Ein Kind ist nie für die Fehler der Eltern verantwortlich.“ „Oh doch… das haben mir die Beiden oft genug gesagt. Als Vater noch einmal heiratete, hab ich mich eigentlich gefreut. Dann kam Hannah und ich bemerkte, dass es gar nicht gut war, wenn eine kleine Schwester im Haus war. Ich hab sie gehaßt. Mein Vater verlor den Job und fing an zu trinken. Meine Mutter schluckte ihre Tabletten. Alles das war ein Auslöser für Hannah, von zuhause abzuhauen. Sie hielt es nicht aus. Ich war zu derzeit auf der Akademie und wurde Abschlussbester. Tja… das war für Vater, der immer weiter abstürzte eine Schande. Er ließ seine Wut an Hannah aus, die gar nichts dafür konnte. Dann ist sie weg. Ich hab sie gesucht und vor einem Jahr wieder gesehen. Als ihr Zuhälter sie gerade verdreschte. Ich hab ihm die Fresse poliert und dann erst erkannte ich wen er zusammengeschlagen hatte. Ich hab alles versucht sie dort raus zu holen, aber…aber ich habe versagt. Als Bruder und als Bulle. Jetzt ist sie tot. Und ich kann ihr nicht mehr sagen, wie sehr ich sie geliebt habe.“ Lukas weinte. Semir fuhr rechts ran und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Hey… wir kriegen das Schwein… ich weiß es ist keine Trost für dich, aber…du kannst Hannah an ihrem Grab sage, dass wir ihn bekommen haben… und…und dort kannst du ihr sagen, dass du sie geliebt hast.“ Lukas nickte. „Entschuldige… ich bin etwas sentimental und wehleidig.“ Semir schüttelte den Kopf. „Nein… bist du nicht. Du bist mir jetzt erst richtig sympathisch. Weil du endlich mal Gefühle zeigst.“ Lukas sah in an. „Danke… dafür dass du zugehört hast.“ Semir nickte. „Danke dass du es mir erzählt hast. So und nun werden wir uns den Mann vorknüpfen. Wo wohnt der eigentlich?“ „Am nördlichen Ende der Stadt.“ „Ach tatsächlich? Ich fahre nach Süden, warum hast du es mir denn nicht vorher gesagt.“ „Weil du nicht gefragt hast“ Semir grinste und auch Lukas zeigte ein kleines Lächeln.
Sie kamen in der Straße an und Lukas sprang aus dem Wagen der gerade ausrollte. „Hey… warte doch mal.“ rief Semir ihn zu. „Ich hasse Alleingänge“ stöhnte er noch und lief dann hinter Lukas her. „Hey… warum wartest du denn nicht?“ „Weil ich nicht will, dass der Typ entkommt. Geh du hintenrum, falls er abhauen will.“ Semir nickte und verschwand in den Garten. Er sah in Richtung vierter Stock und die davor befindliche Feuerleiter. Er griff nach dem Geländer und stieg diese empor. Lukas stand an der Tür und klingelte. „Weiner, machen Sie auf. Hier ist die Polizei!“ Er horchte an der Tür. Geräusche wie Türenschlagen war zu hören. Lukas zog seine Waffe und trat die Tür auf. „Okay!! Rauskommen und Hände hoch!“ schrie er und ging in die Wohnung. Doch niemand kam. Lukas ging weiter. Im Wohnzimmer sah er das offene Fenster. „Na.. du kommst nicht weit.“ murmelte er. Dann sah er die Person auf der Feuerleiter. Wo war Semir?
Semir sah die Person auf der Feuertreppe und stellte sich in einen toten Winkel neben der Feuertreppe. Er zog seine Waffe und wartete bis die Person unten ankam. „Haben wir es heute etwas eilig?“ fragte er leise. Der Mann drehte sich um. „Verdammt!“ kam von diesem und dann hob er die Hände. „Sie sind verhaftet.“ Lukas kam nun auch runter. „Brauchst du immer so lange?“ fragte Semir ihn und legte Weiner die Handschellen an. „Hey… was wollt ihr denn von mir?“ „Was hast du mit Hannah gemacht?“ fragte Lukas. „Hannah? Ich keinne keine Hannah. Wer ist das? Eine der Nutten am Strich?“ „Ja… genau… und außerdem meine Schwester und sie ist tot. Ich weiß du warst der letzte, der sie lebend gesehen hat…“ „Hey… Augenblick mal…. Ich hab niemanden umgebracht. Das schwöre ich. Ich bin unschuldig.“ Semir brachte den Mann zum Wagen, rief die Spurensicherung an und fuhr dann mit Weiner und Lukas zur PAST zurück.
Im Verhörraum legt Lukas Weiner ein Bild von Hannah vor. „Das ist Hannah. Sie waren zuletzt mit ihr zusammen. Und kurz danach haben wir sie gefunden. Sie ist tot. Durch eine Überdosis gestorben. Wir wissen ja bereits, dass Sie mit Drogen handeln. Haben Sie ihr das verkauft? Unreinen Stoff?“ „Nein… das stimmt nicht. Der Stoff ist 1A-Qualität. Vielleicht war sie einfach nur zu dumm und hat zuviel genommen.“ „Meine Schwester war nicht dumm.“ Stieß Lukas aus. Weiner lachte. „Was? Die kleine Nutte war die Schwester eines Bullen von der Sitte? Das ist komisch…Ha-ha-ha. Wirklich komisch.“ Lukas konnte sich nicht beherrschen und schlug ihm die Faust ins Gesicht. Semir wollte ihn zurück halten, aber es war zu spät. Weiner saß kurz darauf mit aufgeplatzter Lippe im Vernehmungszimmer. „Das werden Sie büßen!“ brüllte er Semir schickte Lukas raus, damit dieser sich beruhigen konnte. Als er den Raum verlassen hat wandte er sich Weiner zu. „So… schluss mit Lustig. Wann haben Sie Hannah zu letzt gesehen und wo war das?“ „Warten Sie… da muss ich erst mal überlegen…. Hm…. Also wenn ich mir das so recht überlege… ich habe sie vor vier oder fünf Wochen gesehen. Total abgebrannt war die Kleine. Und da ich ein gutes Herz habe, hat sie von mir Stoff bekommen, gezahlt wurde in Naturalien. Wenn Sie verstehen, was ich meine.“ Semir nickte. „Ja ich weiß genau was Sie meinen. Hat sie es freiwillig getan, oder haben Sie Hannah gezwungen?“ „Ich braucht sie nicht zwingen, die hat sofort die Beine breit gemacht.“ Semir war angewidert von diesem Kerl. „Herr Weiner… ich würde an Ihrer Stelle genau überlegen, was Sie hier sagen, Sie stehen unter Mordverdacht.“ „Was wollen Sie mir denn nachweisen? Das ich ne Nutte durchgezogen hab? Ohne meinen Anwalt sag ich gar nichts mehr.“ Semir nickte und sah Siggi an. „Bring ihn doch bitte in eines unserer Zimmer. Er kann sich bis morgen überlegen, ob er uns was erzählt.“ Siggi tat es.
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Tse... also wirklich. Tipse.... So was aus Semirs Mund.... nee nee. ist doch nur neidisch weil er keine Sekretärin hat. Aber wer weiß vielleicht bekommt er sie ja. Wahrscheinlich hätte er ja eine, aber die musste er ja heiraten und.... egal... Super Stück obwohl etwas klein.. Aber es gibt heut sicher noch was

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Ja es ist eine Anmeldung erforderlich
Ja es kostet Geld
Ja ich war auf dem Fantreffen 2007
Ja ich habe Erdogan Atalay schon getroffen.
Alles weitere sobald der nächste Termin feststeht....

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Hürth ist bei Köln in NRW. Dort fanden und finden die Fantreffen statt weil es in unmittelbarer Nähe zu Action conzept liegt und damit optimal für die Veranstaltung ist.
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Es wird definitiv nicht in Berlin sein... sondern wie immer in Hürth stattfinden. Der genaue Termin wird sobald er steht bekannt gegeben werden.