Beiträge von Elvira

    Semir blutete aus der Wunde, die ihm Kovaljev beigebracht hatte. Er hatte ihm ein Messer in den Arm gerammt und schlug auf ihn ein. Semir hatte starke Schmerzen. "Aufhören!" schrie er, als Kovaljev noch einmal mit dem Messer auf ihn einstach. Die Klinge drang in seine Hüfte. "Du wirst jetzt dort anrufen, wo Kranich ist. Wir werden beide hinfahren und dann werde ich euch beide ins Nirvana schicken." "Ja... ich tue es.... ich tue es" stöhnte Semir. Er hatte eine Idee gehabt, die ihm nun das Leben retten sollte. Er wählte mit zitternden immer noch gefesselten Händen Zons Nummer. Als dieser sich meldete, schloss Semir erleichtert die Augen. Er lebte noch... das war gut... "Chefin... ich bin es... Semir... ich... ich fahre zu Tom... ich ..." "Schon gut. Wir wissen Bescheid und warten auf dich. Bis gleich." Kovaljev sah ihn an. "Willst du mich verarschen? DAs war nicht deine Chefin... Wer war das?" "Ein....ein Kollege... meine chefin ist sicher bei Tom drin... deshalb..." gab Semir leise von sich. Er fühlte sich so schwach. Blut war überall an ihm. Er wußte, dass er nicht mehr lange durchhalten wird.

    Lars stand mit dem SEK bereits vor dem Krankenhaus aus Johanna ankam. Sie sah ihn und begrüßte ihn. "Gut, das Sie es geschafft haben. Wo ist Semir? Wissen Sie etwas?" Lars nickte. "Ja wir haben eben telefoniert. Er hörte sich zwar nicht gut an, aber er lebt. Er ist mit Kovaljev hierher unterwegs. Wo ist Engelhard?" "Ähmm der Fall fordert auch bei ihr seinen Tribut. Sie kommt sicher nachdem sie sich von dem Schwächeanfall erholt hat. Schrankmann hat bereits die höheren Herrschaften, die in diesem Fall verwickelt sind verhaften lassen. Uns fehlt nur noch Kovaljev. Dann wird auch das aufrollen des Falles Kranich kein Problem mehr sein. Seine Aussage und die von Semir, werden diesen Leuten das Genick brechen." Lars nickte nur. "Meine Kollegin hat also die Kamera abgeben können. Das ist gut. Kommt sie auch gleich?"

    Johanna hatte von Anna erfahren, das Nathalie im Koma lag und die Chance, dass sie wieder wach wird, sehr gering war. Doch sie wollte Lars nichts sagen. Noch nicht. Sie brauchte ihn jetzt. Noch einer der ausfällt wären nicht tragbar. "Engelhard wird es Ihnen gleich erzählen. Sie kommt sicher gleich." Lars nickte nur und sah auf die Uhr. "Eigentlich müssten sie gleich auftauchen. Kovaljev und Semir."

    8o 8o 8o 8o 8o Jetzt ist aber gut.... das geht doch nciht... wieso? Was ist denn los? Was ist mit Tom ?(

    Willst du uns so auf die Folter spannen? DAs ist unfair X( absolut unfair X(

    Wie sollen denn die schwachen Herzen heute Nacht Ruhe finden????


    Super Stück.... aber Tom überlebt das... ich weiß es.... Steffi und Daggi würden ihn niemals umbringen. =)

    Das SEK kam an dem angegebenene Standort an und sah die Person die sich an den LKW gelehnt hatte. Mann erkannte genau, dass dieser sich nur schwer auf den Beinen halten konnte. Um ihn herum standen drei Männer, die mit Waffen auf ihn zielten. Ein vierter lachte und schlug auf den Mann ein. Die SEKler schlichen sich an und schalteten drei der Männer gleichzeitig aus. Der Vierte griff sich den Mann am LKW und hielt ihn als Schutzschild vor sich. "WAFFE WEG!! ICH KNALL IHN AB!" schrie er hysterisch. Einer der Polizisten legte an und schoss. Er traf den Geiselnehmer in den Kopf. Bevor dieser zu Boden sank, rissen zwei andere die Geisel aus der Reichweite. "Sind Sie soweit okay?" "Ja... Zons, Lars Zons." "Wo ist Gerkhan? Er war doch bei IHnen oder?" "Ja... Kovaljev hat ihn mitgenommen. Ich weiß nicht wohin...dass heißt ich kann mir denken,... das sie Kranich ausschalten wollen."

    Kovaljev sah Semir grinsend an. "Na wie fühlt man sich als lebende Leiche? Ein schönes Gefühl, aber gewöhnen Sie sich nicht dran. Ich ändere es bald ab und als Leiche sind Sie dann unter der Erde. Genau wie Kranich. So und nun werden Sie dort anrufen!" Semir sagte ncihts. "Hey... ich sagte du rufst dort an!" Kovaljev wurde wütend. Er sah einen Waldweg von der Straße abgehen und fuhr hinein. "Gut... dann werden wir uns wohl mal in Aller Ruhe unterhalten müssen. Und diesmal tut es weh, das schwöre ich dir."

    Der Mann sah Nathalie an. Sie war bewußtlos. Längst waren Sirenen zu hören. Die Rettungskräfte kamen.

    Anna bekam einen Funkspruch das eine gewissen Nathalie Krämer in einem Unfall verwickelt war. Sie fuhr zur Unfallstelle. Dort herschte ein hektisches Treiben. Sie sah einen Mann am Wagen sitzen, der etwas in der Hand hielt. „Engelhard, Kripo Autobahn. Haben Sie etwas mit dem Unfall zu tun?“ Der Mann sah sie an und reicht ihr die Kamera. „Die Frau… auf dem Fahrersitz sagte mir, ich soll dieses Ding der Polizei geben. Gott… die andere Frau auf dem Rücksitz ist tot. Es war so schrecklich.“ Anna nickte und winkte einen Notarzt herbei, der sich um den Mann kümmerte. Sie ging zum RTW wo die Fahrerin behandelt wurde. „Ist sie wach?“ fragte sie den Arzt. Dieser schüttelte den Kopf. „Ich weiß auch nicht ob sie wieder wach wird. Sieht sehr schlimm aus.“ Anna nickte und trat betreten zurück. Der RTW fuhr ab.

    Semir konnte den Wagen anhalten. Vor ihm war ein Wagen von Kovaljev und hinter ihm auch. Sein Wagen war unbrauchbar. „Scheiße… und jetzt? Ergeben wir uns?“ fragte er Zons. Doch von dem kam keine Antwort. Semir drehte sich um. Zons lag reglos auf der Ladeflächel. „Verdammt!“ stieß er aus und stieg nach hinten. „Hey… komm schon! Lass mich doch nicht allein.“ sagte er und tätschelte Lars das Gesicht. Er kam zu sich. „Ohhh….“ „Die haben uns.“ sagte Semir leise. Lars sah ihn an. „Wieso?“ „Reifen zerschossen. Ich konnte nichts machen.“ Lars nickte nur. „Machen wir das Beste draus. Wenn die kommen, dann….“ „Wir sind schon da. Okay… Jungs austeigen!“ Semir drehte sich in Richtung Stimme. Kovaljev persönlich stand im Fahrerhaus und richtete ein Maschinengewehr auf die Beiden.

    Andrea fuhr gegen 18:00 Uhr nach hause. Semir musste heute länger arbeiten und wollte anschließend selbst nach Hause fahren. Doch als sie ihre Wohnung betrat, schreckte sie zurück. Die Tür war aufgebrochen.... Sie nahm ihr Handy und rief Semir an. “Semir... ich habe oder hatte unangenehmen Besuch... Meine Wohnung...” “Ich komme. Geh bitte nicht rein.” hörte sie ihn sagen. Andrea setzte sich in ihrem Wagen. Sie rauchte eine und spürte wie die Hand zitterte. Dann sah sie den Wagen von Semir. Er und Tom stiegen aus und kamen zu ihr. Sie gingen ins Haus und betraten Andreas Wohnung. Das Chaos was sich ihnen bot, war groß. Andrea kam vorsichtig hinter ihnen her. “Oh... die haben ganze Arbeit geleistet.” Stöhnte sie. Semir rief die Spurensicherung an und nahm Andrea in den Arm. “Weißt du was die mitgenommen haben?” Sie schüttelte den Kopf. “Das sehe ich wohl erst, wenn ich hier wieder Ordnung geschaffen hab.” Semir nickte. “Die Spusi kommt gleich. Warten wir gemeinsam auf die Leute.” Andrea nickte und dann liefen die Tränen. Semir tröstete sie.

    Sascha ärgerte sich darüber, dass er und seine Freunde nichts finden konnten. Er lief in seinem Büro hin und her. Er wußte genau, wenn die Minidisc in die falschen Hände gerät, und derjenige von seinem illegalen Geschäften Wind bekommt, dann kann er für sehr sehr lange Zeit seine Miete sparen. Er wußte genau, wenn die Polizei dahinterkommt, was er mit dem eine neue Droge herstellt, ist er verloren. “Mist... nichts.... wo ist die Disc verdammt nochmal. Ich werde mir jetzt mal Infos zu dem Typen holen. Die Maus ist Sekretärin, das weiß ich. Mal sehen was der Typ ist.” Andreas nickte. “Wir brauchen doch nur warten bis er oder sie kommt.... dann fragen wir ganz freundlich nach der Disc.” Sascha lachte. “Ja... machen wir... das ist eine sehr gute Idee. Wir postieren uns zunächst mal vor seiner Tür. Bei der Kleinen werden die Bullen bestimmt schon aktiv sein.”

    Der Rest des Tages verlief ruhig und entspannt. Lukas und Semir fuhren Streife auf der Bahn und holten ein paar uneinsichtige Verkehrsteilnehmer von der Bahn. „Was machst du, wenn du wieder bei der Sitte bist?“ fragte Semir. „Ich weiß es nicht. Ich glaube ich werde den Job an den Nagel hängen und mich um die Mädchen kümmern. Ich werden versuchen ihnen zu helfen, vom Strich und von der Nadel zu kommen.“ Semir nickte. „Das ist ein sehr nobles Vorhaben.“ „Ich weiß… es ist leider zu spät für Zwei die mir sehr viel bedeutet haben.“ Semir nickte und schwieg. Er wollte Lukas darin bestärken, seinen Job zu behalten. „Du könntest als Polizist auch den Mädchen helfen. Mehr als wenn du es aufgibst.“ Lukas lächelte. „Danke… ich werde es mir überlegen.“ „Tu das. Möchtest du heute Abend mit mir irgendwo ein Bier trinken?“ „Nein… ich möchte heute allein sein.“ „Versteh schon.“ Der Rest der Fahrt verlief schweigend. Semir brachte Lukas nach Dienstschluss nach Hause. Vor der Tür sah Lukas ihn an. Semir lächelt. „Wir sind da.“ sagte er. Lukas nickte. „Ja… ich weiß.“ „Ähm… willst du nicht aussteigen?“ Lukas sagte nichts. „Hey… was ist denn?“ „Ich glaube ich brauch jemanden zum Reden. Würdest du noch mal zuhören?“ Semir nickte. „Ja… aber nur mit einem Bier, oder zwei…einverstanden?“ Lukas lachte, „Ja… und diesmal auf meine Kosten.“

    02.06.2002
    Gegen neun war Semir im Büro. Er ging leise an Annas Tür vorbei. Andrea sah ihm zu. „Du musst nicht so schleichen. Die Chefin ist bei der Staatsanwältin. Es geht da um so was wie Brutalität im Dienst, oder so.“ „Ähm… ich schleiche doch nicht….“ meinte Semir und ging in sein Büro. Dann kam er noch einmal raus. „Wie?… Brutalität im Dienst? Bei der Staatsanwältin?“ Andrea nickte. „Ja… ein gewisser Arno Golbär hat Beschwerde gegen Lukas eingereicht, der ihn bei der Verhaftung geschlagen haben soll. Die Chefin war Zeugin und muss aussagen.“ Semir nickte wissend. „Ach deshalb ist Lukas nicht da.“ Andrea nickte. „Ja er und die Chefin sind gemeinsam gefahren. Möchtest du einen Kaffee?“ Semir nickte. „Ja sehr gern.“ Andrea sah ihn an. „Dann bring mir bitte einen mit. Zwei stück Zucker, keine Milch.“ Semir sah sie verdutzt an. Aber er ging in die Küche und holte Kaffee.

    Semir sah in den Rückspiegel. Er sah die Fahrzeuge die hinter ihm waren. Einer davon war Kovaljev. „Der gibt nicht auf.“ stöhnte er leise. Zons sah ihn an. „Das wird er auch nicht .Nathalie wird uns helfen. Ich weiß es. Aber…danke… danke das Sie mich rausgeholt haben.“ Semir grinste. „Das war ich Ihnen schuldig. Ich meine… Sie hätten mich ja auch abknallen können. Ich dachte wirklich es wäre vorbei.“ Zons nickte. „Ja… ich verstehe. Es war für mich auch eine große Überwindung die Waffe auf einen sehr guten Kollegen zu richten.“

    In diesem Augenblick fielen Schüsse. Der Wagen fing an zu schlingern und Semir hatte große Mühe ihn in der Spur zu halten. „Verdammt, der Reifen ist getroffen… wenn die Verstärkung nicht bald da ist, dann kriegen die uns.“ Zons richtete sich mühsam auf und zog den Vorhang der den Laderaum vom Fahrerraum trennte auf. „Na wir haben doch genügend Munition. Halten wir die Leute ein wenig auf Trab und uns vom Leib.“ Er kletterte nach hinten und öffnete einer der Kisten. Dort waren Handfeuerwaffen der unterschiedlichsten Art vorhanden. Er greift eine und stellt fest, dass sie geladen ist. Dann legt er an und schießt. Schnell wird der Abstand zwischen ihnen und den Verfolgern größer. Semir hört Zons lachen „Es wirkt“ ruft Zons von hinten.

    Kovaljev sieht dass Zons feuert. „Verdammt der macht mir die Ladung kaputt. Stoppt ihn endlich! Aber ich will Zons und seinen Helfer lebend haben. Diese beiden werden es mir büßen mir in Suppe gespuckt zu haben. Das werden sie tausendfach büßen. Ich wette Zons ist ein verkappter Bulle. Der wollte die Organisation von innen kaputt machen. Das wird er nicht schaffen. Und sein Freund auch nicht. LOS! Gib endlich GAS!!!“ schrie er den Fahrer an.

    Semir setzte sich auf die Bank. Er war etwas blass. Wegener kam zu ihm. “Sag mal... seit wann bist du denn so zart besaitet?” “Hast du da rein geguckt?” “Na klar? Du auch?” Semir nickte. Wegener grinste. “Du bist also eine Memme.” Semir warf ihm einen bösen Blick zu. “Nein... aber im Gegensatz zu dir, sehe ich es nicht jeden Tag.” Er merkte das Wegener seinen Spaß hatte, ihn aufzuziehen. Semir stand auf und ging zur Straße. “Den Bericht bekommst du heute Nachmittag” rief Wegener ihm lachend hinterher. Semir winkte ab. Den Anblick musste er zunächst erst einmal verarbeiten. Tom kam zurück und sah Semir an. “Mann bist du blass. War wohl ziemlich schwer was?” Semir nickte. “Ja.... aber Wegener macht seine Scherze darüber.” Er sah kurz zu dem Gerichtsmediziner. “Na komm.... wir können hier eh nichts machen. Fahren wir zur PAST.” Semir nickte und stieg ein. “Und?” fragte er auf einmal. “Was und?” “Wo wohnt sie? Wie heißt sie? Was konnte sie erzählen?” “Ach das meinst du.... nun nicht besonders viel. Ich bringe ihr gleich noch ihr Auto und du kommst dann hinterher. Wir befragen sie dann gemeinsam.” Semir nickte nur.

    Sascha legte lächelnd auf. “So... da hab ich die Anschriften. Andrea Schäfer, Dornröschenweg 17 ind Köln und Semir Gerkhan, Volkhovener Str. 8 ebenfalls in Köln. Dann werden wir zunächst mal der Dame unseren Besuch abstatten. Sie dürfte ja noch in der Arbeit sein. Sekretärin ist die hübsche.... Nun gut.... fahren wir.” Stefan und Andreas nickten. Sie fuhren zu dritt in die Wohnung im Dornröschenweg. Unbemerkt konnten sie in die Wohnung eindringen. Sie rissen alle Schubladen raus und schlitzten die Kissen auf. In der Küche wurde der Müll ausgeleert. Doch die Suche bleib erfolglos. “Gut... hier ist nichts. Nicht mal in den Handtaschen.... Dann wird er die Disc haben. Ab zum nächsten.” Sie verschwanden und fuhren zu Semir. “Na was für ein Paar.... die sind zusammen und wohnen getrennt. Gut. Suchen wir mal hier.” Auch hier wurde alles rausgerissen und von rechts auf links gedreht. Als sie feststellten, dass auch hier die Suche vergeblich war, wurde Sascha sauer. “Verdammt.... wo ist der denn?” schrie er laut und schlug mit dem Waffenlauf in Semirs großen Spiegel im Flur. Dieser zerbrach in tausend Scherben. Dann verließen sie die Wohnung wieder. “Wir werden uns wohl intensiver mit den Beiden unterhalten müssen. Wenn die die Disc haben... dann werden sie ihn uns geben.”

    01.06.2002

    Am nächsten Morgen herschte bedrückte Stimmung in der PAST. Lukas sah ihn an. „Hey… siehst heute etwas zerschlagen aus.“ begrüßte er Semir, als er das geschwollene Gesicht sah. „Nun ja… hab mir Mühe gegeben. Ist die Chefin schon da?“ Lukas nickte. „Ja… wir sollen auch sofort reinkommen, wenn du da bist.“ „Nun gut… dann warten wir noch etwas.“ Lukas lächelte bitter. „Hey… komm. So schlimm wird das nicht.“ Lukas schüttelte den Kopf. „Du hast gestern ja auch nicht mitbekommen, dass mein Chef dieser Olaf Sommer, verhaftet wurde. Er hat Arno regelmäßig Tipps gegeben. Er hat gegen mich gearbeitet und Arno gesteckt, dass Hannah meine Schwester ist. Er hat mich verraten.“ Semir nickte. „Na komm… holen wir uns den Rüffel bei der Chefin ab.“

    Anna legte gerade den Hörer auf aus Semir den Kopf zur Tür reinsteckte. „Kommen Sie rein.“ sagte Anna nur. Semir und Lukas betraten den Raum. Anna zeigte auf die Stühle vor ihrem Schreibtisch. Als die beiden saßen herrschte zunächst großes Schweigen. „Wollen Sie nicht anfangen, Semir?“ fragte Anna. „Was? Wieso ich?“ murmelte Semir. „Nun, es ist doch Ihre Idee gewesen, oder?“ „Ähm….nun ja… eigentlich nicht… ich meine….“ Er sah zu Lukas. „Es war meine Idee.“ gab Lukas zu. „Semir wollte mir helfen, und das rechne ich ihm hoch an.“ Anna nickte. „Nun das stimmt schon. Semir hält was er verspricht. Allerdings wäre es nicht schlecht, wenn man mir erzählt hätte um was es geht. Sie, Herr Springer waren emotional sehr stark betroffen, deshalb mache ich Ihnen keinen Vorwurf. Aber Semir… von Ihnen hätte ich etwas mehr erwartet.“ „Chefin… wenn … also wenn ich gesagt hätte, das ich dort hingehe… dann … dann hätten Sie doch niemals zugestimmt.“ Anna nickte „Ja und Sie wissen nur zugut warum.“ Semir schwieg. „Nun aber ich werde nichts tun. Dank Ihrer Hilfe wurde ein Rauschgifthändler, ein Zuhälter, Erpresser und ein koruppter Polizist festgenommen und aus dem Verkehr gezogen. Es tut mir nur Leid um die junge Kollegin. Lai Phung.“ Semir und Lukas sahen sich an und nickten nur. „Gehen Sie an Ihre Arbeit.“

    Semir zerrte an den Fesseln. Die Lederiemen waren nass gemacht worden und trockneten langsam ab. Dabei zogen sie sich immer fester zusammen. Semir spürte es und versuchte seine Hände zu bewegen. Er verfluchte nun, dass er Anna nichts davon erzählt hatte und hoffte eigentlich, dass Lukas schlau genug war sie einzubinden. Er hörte erneut Schritte und zuckte unweigerlich zusammen. Er hörte noch die Drohungen, die Arno eben zu ihm sagte. Sollte es nun zur zweiten Runde kommen? „SEMIR!“ hörte er die Stimme von Anna. „Chefin… hier… ich bin hier…“ rief er zurück. Dann hörte er den Schlüssel im Schloss. Die Tür ging auf und Anna kam herein. Hinter ihr Lukas. Er machte Semir los und half ihm hoch. „Bist du okay? Wo ist Lai?“ „Ich.. .ja ich bin okay. Lai ist auch hier… ich meine in einem der Zimmer hier… ich …Lukas.. die haben sie…“ Semir sah Lukas entschuldigend an. Dann rannte Semir aus dem Raum und ging zu einer weiteren Zelle. Lai lag auf dem Bett und hatte die Augen geschlossen. Sie war nackt. Semir ging zu ihr und fasste sie an. Der Körper war kalt. „Lukas… sie ist … sie …“ „NEIN!!“ schrie Lukas. Anna hielt ihn fest. SEK Leute riefen die Spurensicherung und die Gerichtsmedizin.

    Vor dem Lokal saß Semir im RTW und ließ seine aufgeplatzte Augenbraue verartzen. Lukas saß bei Anna im Wagen und staarte vor sich hin. Semir ging zu ihm. „Hey… du konntest es nicht ändern… und ich… ich konnte es nicht verhindern. Weißt du… ich musste mit anhören… wie diese Schweine…“ Semir stockte. Lukas sah ihn an. „Semir… ist gut. Du hättest es nicht verhindern können, selbst wenn du nicht eingesperrt gewesen wärest. Vielleicht ist es besser so. Sie war süchtig. Sie hätte nie wieder ihren Dienst aufnehmen können.“ „Steigen Sie ein, Semir. Wir fahren Sie nach Hause.“ sagte Anna und Semir nahm schweigend auf dem Rücksitz platz.

    Semir fuhr Andrea nach Hause. „Willst du heute Nacht bei mir bleiben?“ fragte Andrea und lächelte Semir zu. „Ähm....warum nicht. Dann fahren wir morgenfrüh gemeinsam zur PAST.“ gab er zurück, stieg aus und sie gingen in Andreas Wohnung. Andrea legte ihre Handtasche wie immer einfach auf die Garderobe. Das sie dort eh nie etwas Wichtiges drin hatte, sah sie nicht noch einmal nach. „Komm... ich mach uns noch ein Tee.“ flüsterte sie Semir ins Ohr und verschwand in der Küche, während Semir sich ins Wohnzimmer setzte. Nur wenige Stunden später verschwanden beide im Schlafzimmer. Am nächsten Morgen hieß es um fünf Uhr aufstehen und beide frühstückten ausgiebig. Dann fuhren sie zur PAST. Tom war wie immer noch nicht da und Semir wunderte es überhaupt nicht. Denn Tom war für das zu Spät kommen bekannt. Meistens nicht weniger als ein bis zwei Stunden. Und darauf konnte man sich wirklich verlassen.

    Lisa Meister fuhr in den frühen Morgenstunden auf der A4 in Richtung Köln. Sie fühlte sich nicht besonders wohl und wollte nur mal kurz auf dem Rastplatz Luftschnappen. Sie ordnete sich ein und fuhr auf den nächsten Parkplatz. Dort stieg sie aus, verschloss ihr Fahrzeug und ging in den angrenzenden kleinen Park. Sie lief etwas auf dem Weg. Dann sah sie einen Müllsack am Boden liegen. Sie war Naturschützerin und verfluchte Menschen die ihren Mülle einfach inmitten der Natur ablegte. Sie nahm den Müllsack und sah hinein. Als sie den Inhalt sah musste sie sich übergeben. Es dauerte einige Minuten bis sie zum Handy griff und die Polizei rief. Als sich ein Beamter meldete sagte sie nur: „Ich hab…Menschenteile in einem Müllsack gefunden. A4 Rastplatz Lustheide“ Sie setzte sich auf die Bank und versuchte das Übelkeitsgefühl zu bekämpfen. Nur kurz darauf hörte sie Sirenen und ging zum Parkplatz um den Polizisten entgegen zu laufen. Ein silberner BMW fuhr auf den Rastplatz und Lisa winkte aufgeregt den Beamten zu.

    „Da vorn!“ meinte Tom und wies auf die Frau, die aus dem kleinen Wald kam. Semir nickte. Und hielt dicht bei ihr. „Da im Wald… in einem Müllsack… es ist..“ Tom stieg aus. „Schon gut… beruhigen Sie sich bitte.“ Die Frau sah ihn an. „Ich hab so etwas noch nie gesehen, es ist…“ Tom versuchte sie zu beruhigen. Er bemerkte wie die Frau zitterte. „Okay… Mein Name ist Tom Kranich, das im Auto ist mein Kollege Semir Gerkhan. Er legte die Hand beruhigend um die Frau und zog sie von dem Sack weg, während Semir näher heranging und seine Handschuhe überzog. Semir wurde weiß im Gesicht und sah angeekelt weg. „Wie hat es dir die Sprache verschlagen? „Tom sah ihn fragend an. „Sowas hast du noch nicht gesehen... das ist einfach nur grausam.“ Wenig später war Wegener und die Spusi vor ort und Tom hatte die junge Frau mit zum Wagen genommen. „Gehts wieder? Oder soll ich einen Arzt rufen?“ „Nein, nein, alles in Ordnung ich würde nur gerne nach Haue jetzt.“ „Sicher, das Protokoll können sie auch morgen mit uns machen.Ich fahre sie schnell.“

    Zitat

    Original von littlegitti
    Sooo schlimm??? :( :( :(

    Ojeoje...ich glaube, unsere liebe Elvira mutiert langsam zum perfekten Sadisten...nehmen wir uns also ich Acht und trinken vorsorglich mal einen Beruhigungstee...*schlürf*


    Zitat:
    Original von littlegitti
    Äh...wie bitte???? Nicht schlimm???

    DEN Anfang nennst du nicht schlimm??? geschockt geschockt

    Na, dann möcht ich nicht wissen, was noch kommt.

    (Ne, ich wills natürlich wissen, also schreib weiter... fröhlich Zunge raus fröhlich )


    lol...gitti... du willst nicht wissen was noch kommt..ich hatte den genuss von hörproben über skype*örks*

    Soooo schlimm ist es nicht wirklich..... ich bin nicht sadistisch.... X(

    Ich bin gaaaaaaaaaaaanz lieb auch zu Andrea, Anna, Siggi, Hotte, Dieter...... :]
    Ihr braucht also keinen Beruhigungstee. Ateffi übertreibt schamlos X(

    Semir zog Lars vorsichtig vom Bett. Lars stöhnte auf. „Kommen Sie, ich kenne den Weg hier raus.“ sagte Semir und stützte Lars soweit er konnte. „Sie sind wahnsinnig. Wir kommen hier sicher nicht raus.“ „Oh… was höre ich denn da? Sie geben auf? Wissen Sie wie ich mich gefühlt habe, als Sie mir die Waffe ins Genick drückte? Da dachte ich auch es ist vorbei. So und nun raus hier.“ Sie verließen den Raum und schlichen zurück in die Garage. Als sie da standen sah Lars sich um. „Wo ist der Fluchtwagen?“ Semir grinste. „Wir nehmen den… und dann haben wir sogar Beweise für den Waffenschmuggel.“ Lars sah ihn verständnislos an. „Wieso?“ „Dort sind die Waffen noch drauf. Los ab in die Fahrerkabine und raus hier.“ „Da gibt es aber ein Problem. Das Garagentor ist zu.“ Semir sah ihn an. „Bestimmt nicht mehr lange. Ich kenne da einen Trick.“ Er grinste breit. Lars verstand… „Ich glaube den Trick kenne ich..“ Sie stiegen ein und Semir nahm auf der Fahrerseite platz. Dann startete er den Motor. Ein Schuss hallte und mit einem Male stand Kovaljev im Raum. Mit ihm seine Männer.

    „AUSSTEIGEN!“ schrie Kovaljev. Er gab einen Schuss direkt auf den LKW ab. „Boss!! Warten Sie… da sind die Waffen noch drin. Wir haben noch nicht abgeladen. Da ist auch…“ Kovaljev sah den Mann neben ihm an. „Wie bitte?“ „Die Ware ist noch drauf.“ Kovaljev nickte und zeigte den beiden Männern, dass er die Waffe niederlegen wollte. „Okay… wir regeln das ganz zivilisiert.“ sagte er. Die Männer im Wagen sahen sich an und grinsten dann.

    Semir sah Lars an. „Was denken Sie?“ „Ich kenne ihn. Er wird nicht so einfach die Waffen strecken. Er hat nur Angst um seine Ware.“ „Gut, dann soll er auch Angst vor uns bekommen. Ich rufe Nathalie an.“ „Geben Sie mir das Handy, ich telefoniere und Sie fahren.“ Semir nickte. Und gab Gas. Der LKW röhrte leicht und Semir fuhr los. Kovaljev sprang vor den Wagen und legte die Waffe auf Semir an, er spannte den Hahn und drückte ab. Semir spürte den Lufzug der Kugel als diese vorbeiflog. Dann sah er nur noch wie Kovaljev zu Seite sprang und der LKW durchbrach das Garagentor als wäre es aus Pappe.

    Während Semir und Andrea nichts davon wussten, was sich in der Handtasche befand, rastete Sascha aus. Er war zum Restaurant zurück gefahren, doch die Gäste waren bereits aufgebrochen. Er winkte dem Oberkeller. „Entschuldigen Sie, mir ist ein Missgeschick passiert. Das Pärchen was eben hier am Tisch saß.... irgendwie habe ich versehendlich das Feuerzeug von dem Herrn benutzt und vergessen es wiederzugeben. Er hat den Tisch doch sicher reserviert oder?“ „Nun, es ist normal hier, dass die Tische reserviert werden. An welchem saßen Sie denn?“ Sascha zeigte auf den Tisch und auf den wo Semir und Andrea gesessen hatten. „Ah ja. Aber Sie werden verstehen, eigentlich darf ich Ihnen die Daten nicht geben.“ Sascha zog einen einhundert Euroschein aus der Tasche und hielt sie dem Kellner hin. „Es bleibt ja unter uns.“ murmelte er dabei. Der Kellner nahm den Schein und sah in sein Buch. „Aber wirklich nur für Sie...“ meinte er und schrieb Sascha den Namen auf. „Vielen Dank.“ Gab Sascha freundlich zurück und steckte den Zettel ein. Dann verließ er das Restaurant. Draußen warteten seine Komplizen. „Und?“ wurde er gefragt. Sascha hob den Zettel. „Unser Pärchen heißt Semir Gerkhan und Andrea Schäfer. Jetzt brauchen wir nur noch die Adresse der Beiden und schon können wir uns die Disc wieder holen.“ „Nichts leichter als das,“ lachte Andreas und sah Sascha an. „Meine Freundin arbeitet im Einwohnermeldeamt. Wenn ich sie ganz lieb bitte, dann gibt sie mir morgen die Daten.“ „Ach und wenn du es nicht tust?“ „Dann gibt sie mir die auch. Ich kenne meine Möglichkeiten sie dazu zu bringen, vertrau mir.“ Sascha nickte. „Alles Klar. Sobald du sie hast, werden wir dort auftauchen und das was unser ist, holen.“

    Semir schrie auf, als die Faust in seinem Magen landete. Er krümmte sich. Sie traten und schlugen ihn zusammen. Nur wenige Minuten später lag er stöhnend und blutend am Boden. Die Männer zogen ihn auf das Bett in der Zelle und banden ihn fest. Arno sah von oben auf ihn herab. „Ich brauche immer wieder fähige Männer wie dich, Gerkhan. Wenn ich dich erst einmal so weit habe, dann wirst du mir aus der Hand fressen.“ „Einen Dreck werde ich…..“ der Rest ging in ein Stöhnen unter. Arno lächelte gefährlich. „Weißt du… als ich Hannah in meiner Gewalt hatte, da war Lukas lieb wie ein treuer Hund. Aber dann hat er seine kleine Schwester als Quelle ausgenutzt. Das geht nicht. Deshalb musste die Kleine sterben. Sie hatte allerdings weniger Spaß als Lai. Nun ja… man kann nicht alles haben.“ Er lachte als er mit seinen Leuten die Zelle verließ. Semir sah ihm nach. „Sie sind ein…“ Arno drehte sich um. „Sei vorsichtig, mit dem was du sagst. Es wäre nämlich sehr gefährlich.“ Er beugte sich über Semir und hielt ihm Mund und Nase zu. Semir konnte sich nicht wehren und bäumte sich im Luftmangel auf, warf den Kopf hinundher um die Hand loszuwerden. Kurz bevor er das Bewußtsein verlor, zog Arno die Hand runter. Semir holte japsend Luft. „Das nächste Mal werde ich sie nicht wegziehen.“ Arno verließ den Raum und schloss ab.

    Drei Stunden später stürmte das SEK das Lokal. Arno kam gerade aus dem Keller als die Beamten ihn regel recht über den Haufen rannten und festnahmen. Auch seine Gehilfen wurden festgenommen. Die Mädchen wurden alle weg gebracht. Anna sah viele junge Mädchen, die nicht einmal 18 waren. Sie schüttelte erschrocken den Kopf. Dann kam Lukas herein. Er rannte die Treppen rauf und durchsuchte die Zimmer. Doch nirgends war jemand. „Das gibt es doch nicht…. wo ist er denn? Wo ist Semir und wo Lai?“ Er rannte zurück ins Lokal wo Arno gefesselt stand. „Du hast es nie verstanden, was Lukas. Du wolltest immer nur Hannah hier rausholen. Sie war nichts als eine kleine Nutte.“ Lukas sprang zu ihm und schlug die Faust ins Gesicht von Arno. Dieser ging zu Boden. Anna sah Lukas an. Arno quälte sich auf die Beine. „Das gibt eine Anzeige…“ brüllte er und sah Anna an. „Sie sind mein Zeuge. Er hat mich geschlagen, obwohl ich wehrlos bin.“ Anna lächelte böse. „Ich habe nichts gesehen. Wo sind Gerkhan und Frau Phung?“ Arno sah sie nur an. „Herr Springer. Ich weiß nicht ob ich Ihnen schon gesagt habe, dass ich eine Sehschwäche habe…“ Sie nickte Lukas zu, der erst nicht verstand, doch dann grinste er und nickte. Er ging einen Schritt auf Arno zu. „Hey… das geht nicht… das dürfen Sie nicht…“ „Wo sind die Kollegen?“ „Im Keller… ich habe keinem was getan. Ich habe…“ stammelte Arno ängstlich. Anna sah ihn an. „Sie widern mich an. Abführen!“ Sie und Lukas gingen in den Keller.

    Rendevouz mit Folgen

    Semir und Andrea saßen im Restaurant und sahen sich einfach nur an. „Andrea... ich möchte dich fragen... ob du meine Frau werden willst. Ich meine... sieh mal. Wir haben jetzt schon...“ „Ja.“ Sagte Andrea leise. „Weißt du... ich wollte dich schon immer haben und wenn wir Mann und Frau sind...Ja?“ erst jetzt realisierte Semir die Antwort. „Ja, du hast ja gesagt?“ „Ja“ sagte Andrea wieder. „Bist du sicher? Ich meine...“ Andrea lachte. Semir wollte immer alles drei viermal bestätigt bekommen. „Ja du Sturkopf. Ich will deine Frau sein. Hast du es endlich verstanden.“ „Ja sicher... schon beim ersten Mal.“ Beide bemerkten nicht, dass sich jemand an Andreas Handtasche zu schaffen machte und etwas hinein schob. Dann auf einmal kam Lärm auf. Am Nachbartisch stritten sich zwei Männer. Ein dritter kam hinzu und Semir sah die Waffe bei diesem. Er stand auf. „Hey.... das kann man doch sicher in aller Ruhe klären,“ versuchte er die Männer zu bewegen, ihren Streit vor der Tür auszutragen.“ „Oh.... natürlich. Sie haben Recht.“ Die Männer erhoben sich und Semir bemerkte, dass der dritte Mann gar nicht wollte.Er merkte sich gewohnheitsgemäß die Gesichter. Dann widmete er sich wieder Andrea.

    Vor der Tür des Restaurants stand Sascha und erwartete die drei Männer. „Wo ist das?“ fragte er Mirko, der von Andreas und Stefan aus der Tür gedrängt wurden. „Was willst du? Ich hab nichts.“ „Wo ist die Minidisk?“ „ich hab nichts. Ich weiß nicht was du willst.“ Sascha machte Andreas und Stefan ein Zeichen. Sie stießen Mirko in ein Auto und fuhren ab. Sascha saß auf der Rückbank neben Mirko. „Okay... ich versuche es mal auf eine freundliche Art. Ich weiß dass du die Unterlagen auf die Disc kopiert hast. Der Kunde war schon ziemlich sauer. Ich will nur den Film und dann darfst du gehen.“ Mirko stieß verächtlich Luft aus. „Klar.... die Daten ist meine Lebensversicherung. Wenn du sie willst, dann solltest du mir einen Preis vorschlagen, der mich überzeugt.“ Sascha nickte. „Okay.... ich höre. Was willst du dafür?“ „Eine Million.“ Ein Lachen war zu hören. „Eine Million? Hast du sie noch alle?“ „Was denn? Ich verlasse das Land und alles ist gut. Ihr bekommt die Disc und gut ist. Wir sind alle glücklich.“ „Ich werde mit dem Kunden reden. Aber wir fahren noch etwas. Nicht dass du zu den Bullen rennst.“ Mirko sah ihn an. „Ihr werdet sie nicht finden. Also solltest du mich nun aussteigen lassen. Ruf mich an, sobald du das Geld hast.“ Sascha schüttelte den Kopf. „Schade... ich dachte wirklich du wärest nicht so naiv. Wo ist die Disc?“ Mirko bemerkte, dass es wohl nun brenzlig wurde. Sascha würde ihn zum Reden bringen. „Halt an!“ Sascha war nun der der lachte. „Nein... Wir werden von dir erfahren, wo die Disc ist. Ob du willst oder nicht.“

    Die Fahrt endete im Sägewerk. Sascha und seine Komplizen zogen den um sich tretenden Mirko aus dem Wagen. „NEIN!!“ „Wo ist die Disc?“ „Ihr werdet ihn nicht ohne meine Hilfe finden.“ „Du wirst uns sagen wo er ist.“ Sascha gab seinen Männern ein Zeichen. Sie fesselten Mirko auf ein Laufband. Sascha stellte die Maschine an. Unabänderlich lief das Band auf die großen Sägen zu. Panik ergriff von Mirko Besitz. „NEIN!!! WARTET!!! NICHT!“ schrie er. Sascha stoppte das Band. „Wo ist die Disc?“ „Ich sag es ja.... bitte... mach mich los.“ flehte er. Sascha lächelte grausam. „Sicher, sag mir wo die Disc ist und du darfst gehen.“ „Ich hab sie im Restaurant der Frau neben mir in die Tasche getan. Sie weiß nichts davon.... bitte.... lass mich gehen“ Sascha sah mitleidlos auf Mirko herab. „Sicher du darfst gehen.“ Er stellte die Maschine wieder an und winkte seinen Komplizen zu. Sie gingen zum Wagen. Er hörte die Schreie des gefesselten Mannes. Sie gingen in Höhen die kaum auszuhalten waren, dann war es plötzlich still. „Nimm den Rest von ihm und entsorgt es an der Autobahn.“ Die Komplizen nickten und nahmen einen Müllsack.

    Semir kam zu sich. Er versuchte sich aufzusetzen und war erstaunt, dass er nicht gefesselt war. Dann kam die Erinnerung. Er war gestern mit Lai zusammen. Er wollte mit ihr fliehen. „Lai? Bist du hier?“ fragte er heiser in den Raum. Keine Antwort. Semir stand auf. Er ging den Raum bis zur Tür. Dort war eine Aussparung angebracht, die mit Gitter versehen war. Es ähnelte einer Zelle. Das Licht war schumerig. Er konnte nur seinen Raum überblicken. Die Tür war natürlich verschlossen. „Hey…. Hallo? Ist hier jemand?“ Er hörte Geräusche. Eine Tür ging auf. Vier Männer gingen an seiner Zelle vorbei und schauten ihn an. Einer von ihnen blieb stehen. „Ah wieder da? Sehr schön. Deine Unterkunft gefällt dir hoffentlich. Normalereweise sind hier meine Mädchen untergebracht, bis sie endlich verstanden haben, was deren Aufgabe ist. Tja… wegen dir müssen zwei jetzt zusammens in einem Raum sein. Das gefällt den Mädels überhaupt nicht. Du wolltest meine beste Nutte hier rausholen. Das ist nicht gut. Wenn ein Bulle sich einmischt ist es nie gut. Frag Lukas Springer. Er weiß es.“ „Sie werden Ihre Strafe schon noch kriegen, Golbär.“ schrie Semir den Mann vor der Tür an. „Wo ist meine Kollegin?“ Arno lachte. „Kollegin? Welche denn?“ „Lai Phung.“ „Sie ist schon lange keine Kollegin mehr. Sie ist süchtig und sie ist meine beste Nutte. Du kannst es gleich hören…. Meine Freunde gehen nämlich zu ihr. Drei auf einmal… das ist ihre Spezialität.“ Arno lachte.

    Semir hörte auf einmal eine Frau schreien. Er erkannte Lai. „Lassen Sie sie in Ruhe!“ schrie er durch die Tür. Arno sah ihn an. „Na… du darfst auch, wenn du willst.“ lachte er. „Lassen Sie die Frau in Ruhe… sie … sie hat Ihnen nichts getan. Sie hat Sie weder verraten noch sonst was.“ „Ich weiß. Aber sie muss bestraft werden. Und mal ehrlich. Das was meine Männer mit ihr machen, ist doch keine Strafe. Sie steht auf so etwas. Wenn sie durch sind, dann bekommt sie ihre Belohnung. Und dann geht sie wieder nach oben ins Bordell und macht ihren Job.“ Arno lachte gemein und wenn nicht die Tür zwischen ihm und Semir wäre, dann hätte Semir den Mann zu Brei geschlagen. Er hörte wie Lai schrie und um Hilfe flehte. Doch er konnte nichts tun. Dann war es still in dem Raum. Nur ein Wimmern war zu hören. Semir hörte die Tür ins Schloss fallen und dann kamen die Männer zu ihm. Er stand auf und drückte sich mit dem Rücken an die Wand.

    „Springer! Wir warten hier vor dem Lokal auf das SEK.“ sagte Anna und hielt Lukas am Arm fest. „Wenn ich nicht da rein gehe, dann ist es meine Schuld wenn die Semir oder Lai was antun. Ich muss da rein.“ „Ja können Sie auch, aber nur mit dem SEK. Sie sind schon genauso schlimm wie Semir und Tom. Die können auch nie warten. Verdammt noch mal.“ Anna war wütend. Auf Semir, weil er ihr wieder einmal nichts gesagt hat und auf Lukas, der sich wie die Anderen benahm. Es war schon schlimm genug, das Semir verschwunden war und Anna sich wieder einmal rechtfertigen musste, warum das SEK ein Bordell auseinander nehmen musste. „Sie werden hier keinen Schritt weiter gehen.“ „Chefin…Ich meine Frau Engelhard, es ist meine Schuld das Semir da vielleicht drin ist… ich muss ihm helfen.“ „Ja das Helfersyndrom… ich weiß. Sie warten hier! Und nun ist schluss mit der Debatte.“